Wie Elon Musk Milli­arden sichern könnte

Gute Nachrichten zum Jahresanfang: Wir haben einen neuen reichsten Menschen der Welt. Nicht mehr Amazon-Gründer Jeff Bezos ist die Nummer 1, sondern Elon Musk, Multigründer, Multimilliardär und vor allem als Chef von Tesla bekannt.

Der Kurs von Teslas Börsenbewertung versiebenfachte sich im letzten Jahr und liegt aktuell bei rund 700 Milliarden US-Dollar (570 Milliarden Euro). Die deutschen Autokonzerne VW (79 Milliarden Euro), Daimler (61 Milliarden Euro) und BMW (46 Milliarden Euro) kommen zusammen auf rund 186 Milliarden Euro.

Schon lange vor der Explosion des Kurses von Tesla gab es erhebliche Skepsis. Nicht umsonst gehörte die Aktie zu den „most-shorted-stocks“, also jenen Aktien, auf deren Kursverfall gewettet wird. Ein wahres Blutbad für die Baisse-Spekulanten kann man nur konstatieren.

Andererseits wissen wir, dass die vergangene Entwicklung nur bedingt als Indikator für zukünftige Performance taugt. Im Gegenteil, es ist nicht selten der Fall, dass Aktien, die schnell immer höher steigen, umso abrupter einbrechen. Ob dies bei Tesla der Fall sein wird, vermag ich nicht zu sagen. Skepsis ist auf jeden Fall angebracht.

Zukunft der Automobilbranche relevant

Nun ist zu lesen, dass Autobauer wie VW ihren eigenen Aktienkurs nach oben treiben wollen, um nicht einen immer größeren Finanzierungsnachteil gegenüber Tesla zu haben. Das klingt in der Theorie gut, dürfte sich aber schwer realisieren lassen. Denn es kommt nicht nur darauf an, wie die Unternehmen relativ zueinander bewertet sind, sondern darauf, was der Sektor gesamthaft wert sein kann.

Denn im Gegensatz zu einer zunehmend verbreiteten Meinung spielt es auch in einem Umfeld von Zinsen nahe null eine Rolle, wie viel Cashflow die Unternehmen erwirtschaften. Dies gilt ebenso für den Sektor als Ganzes. Man muss also nicht nur recht optimistische Annahmen über künftige Stückzahlen und Profitabilität von Tesla haben, sondern für die ganze Industrie. So mag es gut sein, dass Tesla die Branche demnächst dominiert, doch wie attraktiv ist der Markt in Zukunft noch?

Es ist ja nicht nur der technologische Wandel, der die Industrie vor Herausforderungen stellt. Mindestens ebenso schwer wiegt das veränderte Konsumentenverhalten. Die junge Generation sieht das eigene Auto immer weniger als Statussymbol: Nutzen wird wichtiger als besitzen. Hinzu kommen die unstrittige Notwendigkeit für Ballungsräume, andere Mobilitätskonzepte zu finden und der globale Trend zur Reduktion von Treibhausgasen. Der Markt wird im doppelten Sinne kleiner: weniger Autos und dann im Schnitt auch noch kleinere Fahrzeuge. Die Gewinnmargen bringt das weiter unter Druck.

2017 könnte als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die Industrie mit 80 Millionen produzierten Fahrzeugen den absoluten Höhepunkt erreicht hat – Peak Auto. Schrumpfende Branchen mit Überkapazitäten machen schon unter normalen Umständen wenig Spaß. Packen wir den technologischen Wandel und den (umwelt-)politischen Druck dazu, kann man eigentlich nur davon abraten, sich Automobilwerte in das Depot zu legen. Anbieter wie Tesla mögen relativ besser abschneiden, was aber nicht bedeuten muss, dass sie absolut noch Freude machen.

Papiergewinne sind nichts

Bisher steht der Reichtum von Elon Musk nur auf dem Papier. Sein Anteil von 20 Prozent an Tesla allein ist 140 Milliarden wert. Viele weitere Milliarden winken, wenn das Unternehmen seine Ziele erreicht. Das Problem dabei: Egal wie berechtigt die Bewertung von Tesla sein mag oder nicht, die Gewinne stehen nur auf dem Papier. Sollte Musk nüchtern auf sein Portfolio blicken, müsste er überlegen, wie er den Gewinn zum Teil sichern kann.

Leicht wäre das nicht. Denn sobald er anfängt, in größerem Umfang zu verkaufen, drückt er den Kurs. Auch andere Investoren könnten zweifeln und schneller als gedacht würde der Kurs auf ein deutlich tieferes Niveau zusteuern.

Was also tun? Nun, ein Blick in die Börsengeschichte hilft. Steve Case, Mitgründer und Vorstandschef von America Online (AOL), damals der weltweit größte Internetanbieter, hatte im Jahr 2000 ein ähnliches Problem. Getragen von der New-Economy-Euphorie war AOL weit überbewertet – was ähnlich wie heute eine nicht unumstrittene Einschätzung war.

Im Januar 2000 übernahm AOL das sehr viel größere klassische Medienunternehmen Time Warner für 165 Milliarden Dollar und bezahlte dafür mit den eigenen hoch bewerteten Aktien. Gemeinsam waren die Unternehmen an der Börse rund 350 Milliarden wert und die Anteilseigner von AOL – obwohl deutlich kleiner –, hielten einen Anteil von 55 Prozent. Die Märkte waren begeistert, der Kurs von AOL legte ob der Ankündigung weiter zu.

Der Rest ist Geschichte: Die Internet-Blase platzte, die Integration der Unternehmen kam mehr schlecht als recht voran und neun Jahre später verkaufte der Konzern, dessen Marktkapitalisierung auf jämmerliche 38 Milliarden Dollar geschrumpft war, AOL wieder.

AOL/Time Warner wird immer gern als ein Beispiel für eine misslungene Übernahme angeführt, die immerhin rund 300 Milliarden Dollar an Wert vernichtet hat. Doch das stimmt nicht ganz. Wie immer gibt es Gewinner und Verlierer.

Gewinner sind jene, die die Übernahmen zum Aussteigen genutzt haben – als Aktionäre von Time Warner aber noch mehr als Aktionäre von AOL. Selbst jene Aktionäre von AOL, die nicht ausgestiegen sind, weil sie nicht wollten oder konnten – wie die Großaktionäre – erlitten weniger Verlust, als sie ohne diese Fusion hätten hinnehmen müssen. Indikator dafür ist der Wert von AOL im Jahr 2009 von rund drei Milliarden Euro.

Verlierer waren jene, die ihre Time-Warner-Aktien in die Aktien des neuen Unternehmens getauscht und nicht verkauft haben. Es kam also zu einer Vermögensverschiebung, die vor allem für jene nützlich war, die auf hohen Papiergewinnen saßen und ahnten, dass sie nicht zu halten sein würden.

Tesla kann alles kaufen

Noch mal: Ich bin kein Hellseher und behaupte auch nicht, dass Tesla heute in irgendeiner Weise mit AOL damals zu vergleichen ist. Die Lage, dass große Aktionäre von Tesla nach einem intelligenten Weg suchen, Papiergewinne in größerem Stil zu realisieren, dürfte allerdings ähnlich sein.

Die Argumentation für den Kauf eines traditionellen Herstellers liegt auf der Hand: Tesla hat die Technologiekompetenz für Batterie, Elektronik und autonomes Fahren etc. Der Partner der alten Industrie bringt Kompetenz in Produktion, möglichst einen oder mehrere gute Markennamen und ein Vertriebsnetz mit. Es wäre doch gelacht, wenn sich kein Berater fände, der da erhebliche Synergien identifiziert.

Bleibt ein Problem: Welches Unternehmen sollte Tesla denn kaufen? Im Vergleich zur eigenen Marktkapitalisierung sind alle anderen Automobilhersteller Zwerge. Mit Blick auf Image und Potenzial sollte es schon ein deutscher Anbieter sein. VW böte vieles, dürfte aber wegen der Eigentümerstruktur (Land Niedersachsen) und der starken Gewerkschaften ausscheiden. Bleiben BMW und Daimler – oder am besten beide? Bei gut 100 Milliarden Euro für BMW und Daimler zusammen und einer großzügigen Prämie hätten die Alt-Aktionäre von Tesla immer noch gut 75 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen. Ähnlich wie im Jahr 2000 dürften die Aktionäre von Tesla begeistert sein und der Kurs würde zulegen. Denn wer, wenn nicht Elon Musk, sollte die „Dinosaurier“ der Automobilindustrie in die Zukunft katapultieren?

Wäre ich Elon Musk, würde ich ernsthaft darüber nachdenken. Wäre ich Aktionär von BMW und Daimler, würde ich darauf hoffen – und wenn es wirklich passierte, das Geld vom Tisch nehmen.

Nur ein Gedankenspiel – keine Prognose.

manager-magazin.de: “Was Elon Musk jetzt tun muss”, 8. Januar 2021

Kommentare (67) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Mat
    Mat sagte:

    Interessanter Problemlösungsansatz, der einem Kapitalisten- und Manager-Ethos folgt.
    Nur häge ich die Vermutung, daß Elon Musk nicht der typische amerikanische Konzern-CEO ist. Er selbst beschreibt sich in Interviews als Erfinder, Visionär, Ingeneur und grenzt sich bewußt vom Bild des Businessmanagers ab. Ich sehe die Wahrscheinlichkeit höher, dass Musk irgendwann den Reiz an Tesla verliert und Tesla abstoßt, um sich den geilsten noch offenen Themen der Weltgeschichte zu stellen. Das hat hörere Priorität als einfach monetären Besitz zu maximieren. Das ist für ihn zu trivial und zu contemporary. Er will pure Pionierarbeit leisten und harte technische Nüsse knacken. Für ihn ist Geld und Besitz Mittel zum Zweck und weniger das oberste Ziel. Was ihn mit klassischen Managern eint, ist der Opportunismus und das konsequente Nutzen von Arbitrage. Seine Persönlichkeitsstruktur und sein Hang zum Aussenseitertum, verbietet ihm fast bewährten Businesslösungen zu folgen. Er versteht es, sich mit solch einer irritierenden Make in konservativen Kapitalmarkt zu etablieren und das noch als Stärke zu nutzen. Er ist für mich unberechenbar und das ist auch Teil seines Kalküls, das zu sein. In diesem Sinne ist alles was ich geschrieben habe, Schall und Rauch, aber meine Überzeugung.

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  2. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    E-Mobilität und Netzstabilität:

    Hinter den Kulissen wird INTENSIV gearbeitet. Hier ein Bericht dazu:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article224522826/Zwangs-Ladepausen-fuer-E-Autos-Altmaier-hat-es-sich-anders-ueberlegt.html

    Es dauerte nur wenige Stunden, bis Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) seine Mitarbeiter zurückpfiff. Am Sonntagmorgen hatte WELT AM SONNTAG über einen Gesetzentwurf aus Altmaiers Ministerium berichtet, der es Stromanbietern erlauben wollte, Besitzern von Elektroautos täglich bis zu zwei Stunden Zwangsladepause zu verordnen, wenn sonst eine Überlastung des Netzes drohen würde.

    Nicht nur E-Fahrzeugen, auch Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen sollte ferngesteuert der Saft abgedreht werden. „Spitzenglättung“ sollte die Zwangspause im Paragraf 14a des geänderten Energiewirtschaftsgesetzes heißen.

    Doch um 9.55 Uhr am Sonntag ließ Altmaier seine Leute zurückrudern. „Es handelt sich um einen Entwurf der Arbeitsebene, der nicht die Billigung des Ministers gefunden hat“, teilte seine Sprecherin mit und nahm Bezug auf den Bericht von WELT AM SONNTAG.

    Doch es ging keineswegs um reine Gedankenspiele einzelner Mitarbeiter. Der Entwurf lag fertig ausgearbeitet vor und war sogar auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht worden. Die betroffenen Verbände sollten Stellungnahmen zu dem geplanten Gesetz abgeben.

    Meine Stellungnahme:

    DERARTIGE Überlegungen gehören wie bei Arzneimitteln als BEIPACKZETTEL zu JEDEM E-Automobil.

    Gruß an E. Musk.

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    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Spitzenglättung” ist ein wunderschöner Euphemismus für “Rationierung” beziehungsweise “Stromabschaltung”. Gefällt mir sehr gut.

      Es klingt so schön… smooth.

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  3. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @Thomas M. 14:23

    „… gleichzeitig aber die Technologie einfacher sei …“

    Das eFahrzeug als Konstrukt mag einfacher sein, als konventionelle Fahrzeuge. Die eMobilität als Technologie im Sinne von Prof. Ropohl *) ist m.E. nicht einfacher als vergleichsweise die „nicht-e-Mobilität“ mit Verbrennermotoren. Genau das Gegenteil ist inpunkto Komplexität der Fall. Und das hat Musk sehr früh erkannt und von vorn herein in neuen, umfassenden Lösungen gedacht, um sie ohne Umwege umzusetzen.

    Musk hat u.a. sehr früh das Gegenteil der konventionellen Automobilstrategen getan, indem er die Fertigungstiefe von Design + Planung über Produktionstechnik und Produktion bis zur Softwareweiterentwicklung komplett im eigenen Werk abbildet – anstatt sich global zu verzetteln. Das Prinzip wendet er auf alle seine Ideen an.

    „Ich frage mich daher, ob nicht ein Hersteller wie VW relativ leicht nachziehen kann, sobald / jetzt da es Geld zu verdienen gibt – wenn die Antriebstechnologie einfacher ist und man nicht so viele Zulieferer braucht“.

    Man braucht nicht weniger Zulieferer, sondern mindestens genauso viele wie vorher und zudem noch vollkommen andere für ganz neue technologische Ansätze, die weit über das Konstrukt eFahrzeug hinausgehen (Ladetechnik und -säulen, autonomes Fahren, etc. etc.). Diese Anforderung löst auch ein Unternehmen wie VW nicht über Nacht, wenn überhaupt. Der VW iD 3/4/5 ist alter Wein in neuen e-Schläuchen, der durch die Bundesregierung massiv gestützt werden muss, damit Kunden überhaupt Geschmack daran finden.

    *) (Günter Ropohl | Allgemeine Technologie : eine Systemtheorie der Technik (kit.edu)) > Lesenswert … wenn man Technik-Wissenschaft mag.

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    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      @JürgenP: Danke für die Erläuterungen und den Lesetipp. Hab mir das PDF schon runtergeladen… Vielleicht kriegen die “Alten” ja noch die Kurve. Für Motivation durch andere Hersteller und Politik ist ja ausreichend gesorgt.

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      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @Thomas M.
        „Vielleicht kriegen die „Alten“ ja noch die Kurve“.

        Vielleicht kriegen die Jungen in/mit den Alten ja noch die Kurve. Ich meine das im doppelten Wortsinn, nämlich bezogen auf die Unternehmen und auf die darin mitwirkenden Personen. Wir haben weniger ein technisches, sondern mehr ein technologisches Problem zu lösen. Ropohl hat das m.E. wissenschaftlich sehr fein für alle Anwendungsgebiete herausgearbeitet, auch die, die noch zu erfinden sind.

        In welche Richtung das in der Umsetzung konkret gehen könnte, wird in dieser „Fibel“ des Herrn Weichselbaum beschrieben:

        In jedem Unternehmen steckt ein besseres: Zeitorientierte Betriebswirtschaft mit dem Weichselbaum-System

        Wenn es gelänge, die Stärken der jungen (auf neuesten Stand) und alten (erfahrenen) Akteure schnell und auf das Wesentliche fokussiert in diesem Lande zu entfalten, müsste sich auch Herr Musk warm anziehen.

    • Axel
      Axel sagte:

      @weico

      Aber das lustige daran war ja, daß der Hype weiterging, als längst bekannt war, daß die falsche Aktie hochgejazzt wurde…

      Herzlich Willkommen auf dem Narrenschif…

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    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      Ich fing an zu lesen und dachte “Hä? Zu Signal gibt’s Aktie?”

      :->

      Zu Beginn der Corona-Krise ging ja auch die Firme mit dem Ticker ZOOM gut ab. Hatte zwar nix mit der Web-Konferenz-Software zu tun, aber im Eifer des Gefechts…

      https://fortune.com/2020/03/26/zoom-stock-halt-zm-ticker/

      “It’s not the first time investors have bought the wrong stock after mixing up its ticker symbol with that of a more high-profile company, particularly during volatile market events, such as initial public offerings.”

      Wir sollten mal nen Fonds auflegen, der lauter Penny Stocks hat, die ähnliche Namen wie etablierte Produkte hat und so von den Fehlkäufen profitieren .)

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      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        >This is NOT what they mean when they say “buy cheap stocks.”

        “Jo, ich mach jetzt Value Investing und kaufe nur noch billige Aktien. Nix was mehr als 10 $ pro Aktie kostet. Dann kriegt man auch mehr Stück…”

        Herrlich :-)

  4. Namor
    Namor sagte:

    Bigtech ist BigÜberwachung und BigPropaganda. Seit 2017 kann jedes per Chip Auto geortet werden, zu unserer Sicherheit gesetzlich verankert. Das Auto von Morgen wird BigTech in diesem Zusammenhang in die nächtse Umlaufbahn schießen. Kann man in seinen vier Wänden bis auf weiteres noch puristisch unter dem Radar leben, im Auto von morgen nicht mehr. Tesla verdient viel Geld mit CO2-Zertifikaten. Der Fuhrpark des Staates (leider nur ein Gedächtnisprotokolll meinerseits) liefert einen monetären Ablass pro gefahrenen Kilometer, den überweist man an die gute Sache, eine NGO. Wer den NOVO-Artikel “Marionettenvereine gegen Alkohol” gelesen hat, wird weiterdenken: sind da noch mehr Marionettenvereine? Kann man Zivilgesellschaft aushebeln, in dem man mit konkurrierenden Marionetten deren Strukturen zersetzt?

    Der “Staat” verschleiert sein Wirken, so machen US-Milliardäre Politik in der EU, der Ukraine uvm. Würde die USA als Staat das machen, gebe es Widerstand, so fliegen dieser Politik die Herzen zu. Wenn private Unternehmen Meinungen und Stimmen verbannen, so lässt man dies als “Hausrecht” durchgehen, dem Staat würde Zensurverdacht anhaften.

    Ein Elend! Hoffentlich hat Dostojewski recht und der Großinquisitor will letztlich doch nur unser bestes.

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    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Namor
      Das e-call-System ist auf Befehl der Eu-Kommission seit März 2018 Pflicht in jedem PKW, angeblich , um bei UNFÄLLEN automatisch Hilfe zu alarmieren- in Wahrheit ein -auch durch Werkstatt- nicht ausbaufähiges Ortungssystem, wenige wissen das. Freunde haben sofort R4 und andere ” Oldtimer” besorgt, auf Schrottplätzen werden begeistert Ersatzteile aufgetrieben und das Basteln an alten Autos macht allen Spass. Hier auf dem Land hat keiner Lust, zum Wechseln einer Birne in die Werktstatt zu müssen, alte Traktoren und Pkw, die man selbst warten, & reparieren kann, haben Hochkonjunktur. Ohne Hochschulabschluss sind das ” Bastler” / bricolage/ , die innovativ & kreativ sind im umfassendsten Sinne. Für fast jedes technische Problem wird -mit Freunden- eine Lösung gefunden. Gross-Bauern mit EU-Subventionen , die auf Pump immer grössere High-Tech-Traktoren leasen und nichts mehr selbst reparieren können, werden müde bedauert. Vor lauter Angst wird vergessen, wie prickelnd Freiheit ist , Risiko & Abentheuer hängen zusammen. Wer sich staatlich garantierte Bequemlichkeit & Sicherheit” versprechen lässt, lebt domestiziert im warmen Stall der Truthahn-Illusion. Es geht 999 Tage gut, bis der Metzger seinen Auftritt hat .
      Der miltärisch-Industrielle Kompex wirkt verdeckt, nur gelegentlich können die Akteure mit Namen geortet werden- Shoshana Zuboff beschreibt das in ihrem Buch ” Das Zeitalter des Überwachungs-Kapitalismus “, eine aktualisierte . lebensrettende Aufklärung.

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  5. Axel
    Axel sagte:

    Meine Prognose für 2021

    1) Jemand im Kanzleramt hat die Taschenrechnerfunktio seines Handys entdeckt und nachgerechnet, daß es gar nicht genug Strom für flächendedeckende E-Mobilität gibt.
    (Ihr wißt alle, daß Europa am letzten WE -trotz EU weiten Lockdowns- haarscharf am Mega-Blackout vorbeigeschrammt ist?)

    2) Elon Musk wird bei der Eröffnung der Batterie Megafactory von Horst Seehofer wegen Drogenbesitzes verhaftet. Er kommt auf Bewährung frei, muß aber 7 Jahre lang im RKI den R-Wert ausrechnen.
    Die umweltzerstörende Förderung seltener Erden wirkt von einer schwarz/grünen Koalition boykottiert.
    Die Batterie Megafactory in Brandenburg wird in die Luft gesprengt.
    Die Schalldruckwelle nacht allen zuckersüßen Feldhamstern im Umkreis den Garaus.
    Tierschützer stürmen den Reichstag.
    Baerbock muß zurücktreten.
    Soziale Unruhen. Neuwahlen. Die Tierschutzpartei gewinnt das Rennen….
    Die Pferdedroschke löst den Verbrennungs- und E-motor ab…

    Ach ja, und der Wert der Tesla Aktie steigt natürlich trotzdemum 1,5 Lichtjahre…

    Man wird ja nochmal Träumen dürfen…

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  6. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Ich will den Elon-Musk-Anbetern hier ja nicht ihre Ikone zertrümmern und ihr Heilsversprechen nehmen, aber könnte ein flächendeckender Stromausfall der ganzen Idee von der Umstellung auf die Elektromobilität möglicherweise den Stecker ziehen?

    Letzten Freitag waren wir in Europa mal wieder kurz davor, wovon man in Deutschland wenig gehört hat, die genaue Ursache ist bis jetzt noch nicht gefunden. Österreich berichtet immerhin darüber:

    “Erste Ergebnisse der Analyse vom Frequenzabfall am 8. Jänner 2021.
    Wien (OTS) – Erste Analysen auf europäischer Ebene durch die Dachorganisation der Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) bestätigen, dass am 8.1.2021 ein Split des europäischen Stromnetzes zum Frequenzeinbruch in Österreich geführt hat. Zunächst verursachten um ca. 14:05 kurz aufeinander folgende Ausfälle (Kaskade) von Netzbetriebsmitteln (zum Beispiel Leitungen) in Südost-Europa eine Auftrennung des Netzgebietes von Kontinental-Europa in zwei Gebiete. Die Trennlinie führte durch die Länder Kroatien, Serbien und Rumänien (siehe Grafik).

    Das Gebiet südlich davon hatte zu diesem Zeitpunkt Erzeugungsüberschüsse, welche aufgrund der ausgefallenen Leitungsverbindungen nicht mehr in den Zentralraum Europas transportiert werden konnten. Ein Frequenzanstieg in Südosteuropa auf bis zu 50,6 Hz (Abweichung um 600 mHz) mit anschließender Reduktion der lokalen Erzeugungsleistung war die Folge.

    Umgekehrt verhielt es sich im nördlichen Gebiet, zu welchem auch Österreich zählte. Hier fehlten nach dem Netzsplit die Erzeugungsmengen aus Südosteuropa. Dieses Leistungsdefizit ließ die Frequenz auf 49,74 Hz (Abweichung um 260 mHz) absinken, ehe man mit zusätzlicher lokaler Erzeugung bzw. mit Verbrauchsreduktion sowie Importen aus Großbritannien und Skandinavien die Frequenz wieder stabilisieren konnte.

    Der exakte Grund für die Ausfälle der Betriebsmittel, die zu dem Split geführt haben, ist zurzeit Gegenstand weiterer Ermittlungen in den europäischen Expertengremien der Übertragungsnetzbetreiber bzw. der europäischen Dachorganisation der Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E). Zu diesem Zweck müssen große Datenmengen aus den SCADA- bzw. Schutzsystemen aus allen Ländern zusammengetragen und analysiert werden. Die Energiewende bzw. die erneuerbaren Energieträger stehen aus heutiger Sicht in keinem Zusammenhang mit den Geschehnissen vom 8.1.2021”
    https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210115_OTS0162/europaeische-kooperation-sichert-stromnetz-grafik

    Gäbe auch Ärger mit dem grünen Koalitionspartner in Österreich, wenn der österreichische Netzbetreiber APG (zu 51% im österreichischen Staatsbesitz) die heilige Energiewende für den Frequenzabfall verantwortlich machen würde – warten wir mal ab, was die Untersuchung ergibt. ;)

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    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @ROtt
      Bloomberg: Two years after Tesla Inc. installed it, the world’s biggest lithium-ion battery is helping to avert blackouts and lower costs as Australian grids struggle to handle surging renewable power generation.
      (https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-02-28/two-years-on-musk-s-big-battery-bet-is-paying-off-in-australia)

      a) Musk ist deutlich mehr als Autos. Wie ich weiter unten geschrieben habe: Visionär über unser Vorstellungsvermögen hinaus.
      b) Die Gefahr des Blackouts gab‘s und gibt‘s auch ohne Elektroautos/~Mobilität.

      Antworten
      • troodon
        troodon sagte:

        @Stoertebekker
        “Die Gefahr des Blackouts gab‘s und gibt‘s auch ohne Elektroautos/~Mobilität.”
        Ja klar, die Frage ist doch aber, wie sich die Gefahr eines Blackouts durch die Energiewende entwickelt.

        Für mich waren und sind die Infos auf der Webseite von Herrn Saurugg, der auch hier im Blog schon einmal gepostet hat, sehr interessant. Wenn Sie das bereits alles kennen, okay. Ansonsten mal reinschauen unter https://www.saurugg.net/2020/blog/stromversorgung/strommangelwirtschaft-warum-eine-korrektur-der-energiewende-noetig-ist
        oder für aktuelle Infos ihm auch auf Twitter folgen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        “Musk’s big battery” hat in der aktuellen Ausbaustufe eine Kapazität von 193,5 MWh.
        https://en.wikipedia.org/wiki/Hornsdale_Power_Reserve

        Damit kann man im Fall eines flächendeckenden Stromausfalls in Deutschland den Strombedarf unseres Landes ungefähr 10 Sekunden lang decken, wir ziehen nämlich ungefähr 60 GW Leistung.

        “Ja klar, die Frage ist doch aber, wie sich die Gefahr eines Blackouts durch die Energiewende entwickelt.”

        Durch die Umstellung auf Elektroautos stellen Sie auch sicher, dass es bei einem Blackout nicht zur zum Stromausfall sondern auch zum totalen Mobilitätsausfall kommt, privat wie öffentlich – es sei denn, der öffentliche Nahverkehr bei Ihnen läuft noch mit so “rückständigen” Systemen wie Bussen mit Verbrennungsmotor oder per Eisenbahn mit Diesel-Lok. Alles andere steht dann still.

        Wenn wir auch noch so blöd sind, unsere Logistik auf Elektro-LKWs umzustellen, dann ist bei einem Blackout auch der Lieferverkehr eingestellt. Das ist dann der komplette Systemzusammenbruch, mit verheerenden Konsequenzen.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @ROtt
        Wie immer. Ein Unterthema aufgegriffen und dort weiter gemacht…

        Zur Erinnerung: Wir hatten über Musk diskutiert.
        Zur zweiten Erinnerung: die Batterien stabilisieren das Netz, sie sollen nicht den Strombedarf decken. Und für diesen Zweck reicht die Kapazität in Australien offenbar. Andere Anforderungen – andere Lösungen. Keine Ahnung, warum Sie dauernd alles schlechtmachen. (Im Übrigen arbeitet Musk auch an dezentralen Energiespeichern für einzelne Häuser, Betriebe u.ä. Das hülfe im Falle eines Blackouts auch n ganzes Stück weiter.)
        Zur dritten Erinnerung: sowas, was der Iran in Abqaiq und Churais gemacht hat, geht offenbar ganz einfach und würde auch hierzulande den Verbrennernachschub beeinträchtigen. Da reicht im Übrigen schon Niedrigwasser im Rhein in heißen Sommern (auch AKWs und Chemieanlagen können dann nicht mehr gekühlt werden).

        Die Welt ist nicht so einfach, wie Sie sie (hier?) machen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        ” Andere Anforderungen – andere Lösungen. Keine Ahnung, warum Sie dauernd alles schlechtmachen.”

        Ich sage vom Schlechten, dass es schlecht ist. Was Ihnen nicht gefällt, weil Sie aus irgendeinem Grund unbedingt daran glauben wollen, dass das Schlechte besonders toll oder innovativ ist.

        Was ist denn die Lösung dafür, dass wir gleichzeitig aus Automstrom, Kohleverstromung und Verbrennungsmotor aussteigen wollen und dafür einfach nicht genug Strom haben?

        Das Wirtschaftsministerium hat übrigens eine, die ich sehr schön finde, Sie vermutlich ziemlich schlecht, aber das ist die Konsequenz daraus, dass Sie mehrere Dinge wollen, die einfach nicht zusammen gehen ohne dass man anfängt, den Strom zu rationieren:

        “Das Bundeswirtschaftsministerium will Stromanbietern durch eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes die Möglichkeit einräumen, große Verbraucher wie Elektroautos und Wärmepumpen zeitweise ferngesteuert vom Netz zu nehmen. Das geht aus dem Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, der WELT AM SONNTAG vorliegt.”

        https://www.welt.de/wirtschaft/article224474350/Wirtschaftsministerium-plant-Zwangs-Ladepausen-fuer-Elektroautos.html

        “Zur dritten Erinnerung: sowas, was der Iran in Abqaiq und Churais gemacht hat, geht offenbar ganz einfach und würde auch hierzulande den Verbrennernachschub beeinträchtigen.”

        Das waren die Houthi-Rebellen aus dem Yemen, nicht der Iran. Aber geschenkt. Der Unterschied ist: Selbst wenn die Raffinerien in die Luft gesprengt werden, können die Öllager immer noch weiter für den Nachschub an Rohöl und Produkten sorgen. Wenn Sie ein Paar Großkraftwerke zerstören, ist der Strom sofort weg.

        Oder haben Sie an unseren Tankstellen irgendetwas von dem Angriff im September 2019 gemerkt, vielleicht von kleinen Preisschwankungen abgesehen?

      • troodon
        troodon sagte:

        @Richartd Ott
        “Was ist denn die Lösung dafür, dass wir gleichzeitig aus Automstrom, Kohleverstromung und Verbrennungsmotor aussteigen wollen und dafür einfach nicht genug Strom haben?”

        Wenn Sie es SO fragen, dafür sorgen, dass genug Strom da ist, ist die Lösung… ;)

        Sollte es ab 2023 zu häufigen Blackouts kommen und zusätzlich Großverbraucher häufig vom Netz getrennt werden, dann bin ich mir sicher, dass man Planungen überarbeiten wird.
        Mehr Gaskraftwerke genehmigen, Kraftwerksreserve erhöhen, einige Kohle-Kraftwerke länger am Netzt lassen, Import Kapazitäten erhöhen. V2H,V2G werden langfristig (noch nicht 2023) ebenfalls einen steigenden Beitrag zur Netzstabilität beitragen.

        Aber natürlich, ohne dass genügend Langfristspeicher zur Verfügung stehen (und das werden sie min. in den nächsten 10 Jahren nicht) wird es ein Ritt auf der Rasierklinge, bei dem das Risiko besteht, dass er nicht ohne größere Schäden gelingt.

  7. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Die Überschrift des Artikels müsste lauten „ Was würde ich tun, wenn ich JETZT in den Schuhen von Elon Musk stünde“. Und das allermeiste des im Blog gesagten folgt diesem etwas kleinlichen Duktus. (Ausnahme @JürgenP) Wir können Elon Musk mit unseren Kategorien gar nicht fassen. Das ist ein positiv Verrückter.

    – Der hat es geschafft, Raketenstufen sicher auf 90x30m-Plattformen im Meer landen zu lassen. Das haben weder der amerikanische, der russische, der chinesische noch der indische oder japanische Staat oder die ESA hinbekommen. Die Grenzen der Physik sind in der Tat seine Grenzen, nichts anderes.

    – Der hat mit Paypal SEHR viel Geld verdient und alles in neue Unterfangen investiert. Bis nahe an die eigene Pleite. Das wird der immer wieder machen.

    – Der baut Fabriken überall auf der Welt in Geschwindigkeiten, die niemand sonst schafft.

    – Der hat Nachfrage nach seinen Autos (Bedarfe @DTischer) – tausende haben vierstellige Beträge angezahlt, um ein Auto zu reservieren.

    – Der sammelt von Investoren Gelder in beliebigen Größenordnungen ein, WEIL er mit SpaceX gezeigt hat, dass er BESSER ist als der Staat bei gigantischen Investitionsprojekten. Mittlerweile kaufen die Staaten bei ihm Transportkapazitäten ins All.

    – Nach Tesla und SpaceX kommen die Erneuerbare-Energien-Industrie und der Mars. Und wenn dann noch Zeit bleibt, geht’s weiter. Autos sind für ihn nur ein kleiner Teil seiner Aktivitäten.

    Und auch wenn er verrückt ist und reichlich Eskapaden hat, durchdringt er die Dinge doch immer noch mit einer eigenartig bodenständigen Verankerung. Zum Einen geht er als Unternehmer selbst zurück auf den Shopfloor, um Produktionsprobleme zu beheben (geschafft), zum Anderen versteht er den Aktienkurs ebenfalls als aberwitzig. Und verkauft als Anspielung über seine Kanäle extra-kurze Shorts mit goldenem Tesla-Logo und der Aufschrift S3XY. Musk als Short seller. Wer nicht ganz so verbissen ins Leben schaut, muss darüber schon schmunzeln…

    Musk ist Visionär und Unternehmer. Der will Dinge verändern, nicht reich werden oder Börsenwerte durchrechnen oder irgend sowas. Und vor dem, was er in Bewegung gesetzt und geschafft hat, sollte man einfach mal den Hut ziehen. Sowohl mit Paypal als auch Tesla als auch SpaceX ist er in uncharted territories vorgedrungen. Andere Große schaffen das einmal im Leben, er wiederholt das.

    Antworten
    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      Nicht zu vergessen: Starlink. Globales Internet via Satellit… Der Mann ist buchstäblich ein Himmelsstürmer. Wenn er zum Mars geflogen ist, wird er sich vermutlich einfrieren lassen und wird nach dem Auftauen der erste interstellare Giga-Kapitalist.

      Antworten
  8. Bill Miller
    Bill Miller sagte:

    Das Tesla per Aktientausch wirklich rentable Autohersteller kaufen wird ist schon lange meine Vermutung.
    Genauso wie die Alphabets mit den aberwitzigen Monopolgewinnen alles aufkaufen was bei drei nicht auf den Bäumen ist.
    Und die Firmen sitzen alle in den USA. Und die Fed druckt das Spielgeld dafür.
    Honi soit qui mal y pense.

    Antworten
  9. Bruder F
    Bruder F sagte:

    Zum einen düfte Musk wesentlich mehr Wert sein, als seine Teslaanteile. Dazu kommen noch SpaceX, Boring Company, Neuralink und OpenAI.

    Wenn man sich mit Tesla befasst, muss man sich fragen, warum Tesla JETZT noch mit einem altbackenen, rückständigen Unternehmen fusionieren (/kaufen) sollte. Vor einigen Jahren wäre das eventuell für Tesla von vorteil gewesen.
    Einen alten Autobauer zu schlucken hieße für Tesla:
    – Ein Vertriebsnetz, dass Tesla weder braucht noch will (Tesla betreibt seine Service Centres & Showrooms alle selbst und die Anzahl/Notwendigkeit dieser ist für E-Autos ist per se geringer)
    – Abhängigkeit von Zulieferern, wo doch Tesla immer stärker vertikal integriert
    – Fabriken, die nicht dem Giga-Modell entsprechen, und noch viel weniger dem neuen Terafactorymodell
    – Geld für obsolete Technologie ausgeben. Keiner von den genannten Kandidaten hat nennenswert Software, Hardware oder KnowHow
    – Einen Markennamen, der eben nicht für Fortschritt steht. Im Falle VW wäre das in den USA sogar eindeutig negativ (Dieselbetrug)
    – Eine Marke wie BMW/Mercedes kommt mit Erwartungen an Qualität und Exklusivität. Ersteres kann Tesla nicht immer erfüllen (Spaltmaße!!!!!) und letzteres will man gar nicht. (Teslas Mission sind billige E-Mobilität und möglichst viel E-Autos auf die Straßen zu bringen. Vereinfacht: Recht hohe Margen beim Roadster finanzierten Models S/X, deren immer noch hohen Margen finanzierten Model 3/Y. Nun sind die Margen schon geringer aber die Absatzzahlen wesentlich höher. Der nächste Schritt ist dann 25k USD Tesla für jedermann.)
    – Bürokratie und Management, was absolut nicht zu Tesla passt.

    Selbst wenn man einen Autobauer “günstig” erwerben könnte, wären die Kosten für eine Teslafizierung der Produkte/Produktion/Strukturen rausgeschmissenes Geld, was in weiteren Terafactories wesentlich bessere Renditen brächte.

    Am Ende bliebe vielleicht eine exklusive Marke vom Wühltisch zu kaufen (siehe Geely->Volvo) und die hochpreisigen Modelle unter jenem Logo zu verkaufen. Aber ich bezweifele stark, dass irgend eine Marke mehr “Brand” zu bieten hat als Tesla selbst. Und das bei einem nonexistenten Werbebudget.

    Und ja, ich bin Muskfan und in Tesla investiert.

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    • troodon
      troodon sagte:

      @Bruder F
      800 Mrd $ Mcap hat Tesla aktuell.
      Hieße bei KGV von 25 (Richtung Tech Unternehmen) und Nettomarge von 15% (das Doppelte von dem was BMW in guten Jahren erzielt hat), bräuchte Tesla irgendwann ~ 210 Mrd $ Umsatz.

      NUR mit PKW aus eigener Produktion würde das noch etliche Jahre dauern.
      5 Mio Autos mit Durchschnittspreis 42K $ und man hätte es erreicht. Klar der Semi und das Solargeschäft sind auch noch in der Pipeline bzw. schon da. Mit 200K Semis Produktion p.a. können sie ~1 Mio notwendige PKW Produktion ersetzen. Bleiben also noch ~ 4 Mio.
      Da kann man schon mal darüber philosophieren, ob nicht der Zukauf von Produktionskapazität der schnellere Weg ist, als noch etliche Fabriken selbst hochziehen zu müssen. Bei dem Börsenkurs von Tesla sind Übernahmen mehrheitlich Peanuts. Fabriken in ausreichender Zahl selbst hochziehen birgt die Gefahr, dass es zu lange dauert, andere näher herankommen und der Aktienkurs sich wieder abwärts entwickelt.
      Gerade wenn Musk sein 25K Auto in absehbarer Zeit produzieren möchte braucht er zügig Kapazität.

      Irgendwann wird dann eben auch an der Börse wieder ein angemessener Gewinn/Cashflow als wichtig angesehen werden für eine Mcap von x. Aktuell ist das nicht zwingend der Fall. Wird sich aber wieder ändern…

      Musk hat schließlich nicht umsonst gesagt, dass er gegen eine FEINDLICHE Übernahme wäre.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon

        >Da kann man schon mal darüber philosophieren, ob nicht der Zukauf von Produktionskapazität der schnellere Weg ist, als noch etliche Fabriken selbst hochziehen zu müssen.>

        Ja, philosophieren.

        Nicht nur in Deutschland würde Musk nicht nur die Produktionskapazitäten, sondern auch die BESCHÄFTIGTEN, die Jobgarantien über mehrere Jahre haben, kaufen MÜSSEN.

        Das würde ihm die Hände binden, er würde nicht einmal einen Taschenrechner anfassen bei derartigen Bedingungen.

        >Nettomarge von 15% (das Doppelte von dem was BMW in guten Jahren erzielt hat), bräuchte Tesla irgendwann ~ 210 Mrd $ Umsatz.>
        15% Nettomarge und „irgendwann“ passen nicht zusammen.

        Wenn man ANFÄNGT bei der BEWERTUNG mit Margen zu RECHNEN, ist man bei einem ganz ANDEREN Unternehmen TESLA.

      • troodon
        troodon sagte:

        Ja, man ist dann bei einem anderen Unternehmen. Nämlich bei einem, bei dem dann auch geliefert worden sein muss. Ersetzen Sie das “Irgendwann” durch 5-8 Jahre. Es sollte deutlich werden, dass es nicht nur die 1-2 Jahre sind, die man üblicherweise für die gesamten Aktienmärkte an der Börse nach vorne blickt, wenn Gewinnbewertungen angestellt werden.

        Wenn Tesla einzelne Werke in Europa übernehmen würde, die aufgrund Absatzschwäche drohen geschlossen zu werden, muss er auch keine ganzen Unternehmen schlucken. Man würde ihm den roten Teppich ausrollen und Jobgarantien o.ä. sind nicht mehr überaus wichtig, wenn ansonsten in einer Region tausende Arbeitsplätze drohen verloren zu gehen. Kommt ganz auf den Leidensdruck des Verkäufers und der Region drauf an.

        Und die D-Gewerkschaften klopfen auch schon bei Musk an, bisher selbstverständlich vergeblich.
        https://www.businessinsider.de/wirtschaft/mobility/deutsche-gewerkschaften-drohen-musk-tesla-f/

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon

        >Ersetzen Sie das „Irgendwann“ durch 5-8 Jahre.>

        O.K.

        Dann liefern aber GENAU so gut oder schlecht auch VW, BMW und Daimler.

        Und in 5 bis 8 Jahren glaube ich für NIEMANDEN an eine Nettomarge von 15%.

        Der verlinkte Text ist aufschlussreich.

        Darin:

        „Musk auf der anderen Seite verfüge jedoch ebenfalls über viel Macht, viel Geld und viel Erfahrung, erfährt unter anderem die volle Unterstützung des Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier.“

        Wer die VOLL Unterstützung von Altmaier hat, braucht keine Gewerkschaften.

      • troodon
        troodon sagte:

        @Dietmar Tischer
        “Und in 5 bis 8 Jahren glaube ich für NIEMANDEN an eine Nettomarge von 15%.”
        Tja, wenn es mit der Nettomarge von 15% nicht klappt, müsste halt das KGV oder der Umsatz rauf…

        Aktuell interessiert das sowieso niemanden/kaum jemanden der Tesla Aktien hält. Da zählen die Visionen und die Freude über die
        die schönen Buchgewinne. In der Tesla Bubble dürfte es zugehen, wie bei einer Demo. Reihen schließen und die eigne Meinung lautstark kundtun, gibt mindestens ein gutes Gefühl und vielleicht zieht man noch einige auf die eigene Seite. Leider löst sich auch eine Demo auf und man muss sich wieder mit den Realitäten beschäftigen.
        Da hat nicht jeder viel Freude dran…

      • Bruder F
        Bruder F sagte:

        @troodon

        >NUR mit PKW aus eigener Produktion würde das noch etliche Jahre dauern.
        >Da kann man schon mal darüber philosophieren, ob nicht der Zukauf von Produktionskapazität der schnellere Weg ist, als noch etliche Fabriken selbst hochziehen zu müssen.

        “Etlich” hängt von der Interpretation ab. Giga Shanghai wurde in gut 12 Monaten hochgezogen. Die Produktion wurde von anfänglich – wenn ich mich recht erinnere – knapp 3k Fahrzeugen pro Woche auf 8k Ende 2020 gesteigert. Für 2021 erwartet man 500-550k Fahrzeuge, was in etwa der gesamten Teslaproduktion 2020 entspräche. Musk sprach in Zukunft von 1 Million aus Shanghai.
        Giga Berlin und Texas werden dieses Jahr die Produktion aufnehmen und anfänglich auch um die 500k Einheiten produzieren. Für Tesla Berlin sind wohl 2 Millionen geplant bei voller Ausbaustufe, ähnliches ist für Texas anzunehmen. Freemont liegt nun auch bei etwa 500k.

        BMW liegt bei 2,5 Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Tesla sollte das ~ 2023 erreicht haben.

        Ich bin mir nicht sicher, welchen Vorteil Tesla sich von einer bestehenden Fabrik erhoffen könnte. Müsste man doch die Produktionsstraßen erheblich verändern, wenn nicht komplett erneuern. Das Layout ist nicht auf Teslas Prozesse optimiert und An- und Neubauten wären dennoch erforderlich (Giga-Press, Batterien, Kapazitätserweiterungen etc).
        Da scheint mit ein großes Grundstück a la Texas doch geeigneter, wenn man vom Grundstein bis Produktionsbeginn keine 12 Monate braucht, was ja Teslas Ziel ist (Bauzeit Shanghai unterbieten). Zudem wäre Tesla dann an Standorte gebunden, die nicht den Produktions- und Distributionsplänen entsprächen.

        >Klar der Semi und das Solargeschäft sind auch noch in der Pipeline bzw. schon da.
        Das ist m.E. zu kurz gefasst. Solar ist nur ein Baustein im Bereich Energy. Da schlage ich jetzt auch mal die Heimpowerall zu. Der andere Bereich sind die großen Powerpacks/Speicher ala Hornsdale und die dazugehörige Autobiddersoftware.
        https://electrek.co/2020/05/03/tesla-autobidder-new-product-electric-utility/

        (Man spekuliert, ob so eine Lösung auf für virtuelle Kraftwerke kommen könnte. D.h. Teslas/Powerwall zu Hause werden im Verbund als hornsdaleartige Batterie betrieben und die Erlöse teilt sich Tesla mit den individuellen Besitzern).

        Tesla versucht sich seit einer Weile an einer eigenen Fahrzeugversicherung.
        https://www.tesmanian.com/blogs/tesmanian-blog/tesla-insurance-will-surprise-market-with-potential-hundreds-billion-of-revenue-per-year

        Robotaxis
        https://cleantechnica.com/2020/01/24/the-economics-of-a-tesla-robotaxi-and-a-quicker-easier-path-to-profit/

        Dazu muss man auch noch FSD bzw. die ganze Softwareseite separat betrachten. Wenn ich mir heute einen BMW kaufen, habe ich nicht die Option zusätzliche Features per Software zu kaufen. Full Self Driving als Option kann man jederzeit Nachkaufen. Welcher Autobauer kann 10k USD verbuchen für ein simples Softwareupgrade? Das geht natürlich auch mit anderen Funktionen oder Inhalten. FSD wird es wohl auch als Abo geben.
        https://electrek.co/2020/06/02/tesla-software-subscription-big-business/

        Ich halte Tesla im Moment auch für zu hoch bewertet, wenn auch aus anderen Gründen. Langfristig sehe ich Tesla aber noch deutlich Spielraum nach oben. Sofern wir in der Tat einer Revolution der Mobilität ins Auge Blicken, halte ich Tesla für DAS Unternehmen. Ob nun Robotaxis, eigene Autos mit FSD oder neue Konzepte wie in Las Vegas.
        https://teslamag.de/news/tesla-tunnelsystem-las-vegas-stadtweiter-ausbau-boring-roehren-genehmigt-32218

        Soll heißen: Tesla vorrangig über gebaute Autos zu bewerten ist recht kühn.
        Ich glaube allerdings, dass es nicht wenige Firmen gibt, die im Windschatten Teslas exorbitant überbewertet sind/waren. Das betrifft z.B. Nikola oder Teslanachahmer. Tesla hat bisher, wenn auch häufig mit ordentlicher Verspätung, mehr oder minder geliefert.

        Addendum zum Thema Margen:
        https://www.forbes.com/sites/greatspeculations/2020/10/08/tesla-can-post-apple-like-margins-heres-how/

        M.m.n. wird man diesen Weg nur bei den S/X und Roadster gehen, beim Rest wird man die Preise senken.

  10. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @ DS
    Wenn man der Musk-Biographie „Wie Elon Musk die Welt verändert“ glauben mag, muss man erst mal konstatieren, dass er Unternehmer und nicht Quartals-Verwalter ist, wie Vorstände von börsennotierten Unternehmen (nicht alle, aber die Meisten). Es steht im Risiko, dass gleich drei Firmen pleite gehen, wenn seine Grundprinzipien nicht funktionieren (PayPal, Tesla, SpaceX).

    Er will, wenn möglich, sogar persönlich zum Mars fliegen, und zwar möglichst bald. Die anderen bauen (lediglich) andere, weniger stinkende Autos, und vielleicht noch „Mobilität“ als Dienstleistung. Daraus ergibt sich ein wesentlicher Unterschied in der Strategie, in der generellen Herangehensweise an Innovationen und deren Umsetzung.

    Während die Verwalter sich mit Seifenblasen beschäftigen, nämlich staatlich mit subventionierten „Moias“ als Taxenersatz und automobilen Elektro-Ruinen mit Null-Performance, baut der andere (Musk) recyclebare Raketen, die möglichst bald startklar sind in Richtung fernen Weltraum.

    Seine Grenzen sind die Grenzen der Physik, jedenfalls gedanklich. Dagegen werden Verwalter als Moia-Chauffeure wahrgenommen und kommen in der Sache nicht so recht weiter, weil sich sich angeschlagenen Mikrobenpolitikern herumschlagen müssen, die besser wissen, wie das Zukunftsgeschäft laufen sollte.

    Dem Unternehmer, der schon unmöglich erscheinendes bewiesen hat, baute eine komplette Fabrik an Mikrobenpolitikern vorbei, ohne Geschwätz und Proporz von Provinzfürsten. Dem traut man inzwischen noch viel mehr zu.

    Das drückt sich in einem Aktienkurs aus, der nicht ausschließlich geprägt ist durch technische Substanz, sondern Hoffnung auf Vorsprung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Naja, Hoffnung ist vergänglich, die betriebsbereiten Werke sind es nicht. Die können lt. Buch bei Bedarf auch was anderes Bauen als vierrädrige Blechgehäuse.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ JürgenP

      >Seine Grenzen sind die Grenzen der Physik, jedenfalls gedanklich.>
      Ja und richtig, andere wollen auch gar nicht in die NÄHE dieser Grenzen kommen.

      >… die betriebsbereiten Werke sind es nicht. Die können lt. Buch bei Bedarf auch was anderes Bauen als vierrädrige Blechgehäuse.>

      AUCH für Musk GILT:

      Die BEDARFE müssen DA sein – zumindest erkennbar REAL existierend und EXPANDIEREND.

      Beim E-Automobil sorgt der STAAT dafür, dass dies der Fall ist.

      Sehen wir mal, ob das bei seinen anderen Unternehmen ebenso ist.

      Die Grenzend der Physik schaffen jedenfalls die Bedarfe NICHT.

      Und betriebsbereite Werke auch NICHT.

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @ DT
        “Die BEDARFE müssen DA sein”

        Bedarfe um von A nach B zu kommen sind da, solange Menschen leben. Das gilt sogar für Nachbarplaneten, die Musk evtl. mal besiedeln lassen möchte.

        Die Nachfrage, dies mit einem eAuto zu tun, hängt von ein paar Modalitäten ab. Unter anderem von den Umständlichkeiten (bspw. Nachladen von Strom), dem relativen Preis für das Mobil (incl. Treibstoff) und dem Image, dass von anderen mit der Karosse verbunden wird, aus der man aussteigt. Da hat Musk einfach die Nase vorn mit Tesla.

        Und: wenn der Bazookaminister für Staatsfinanzen demnächst mangels verschossenem Geld das Sponsoring für Dinosaurier-VW-/BMW-/Daimler-eMobile streicht, wird die Sache erst richtig spannend. Während diese Unternehmen die dritte Generation der verpeilten eMobile in desatrös veraltete „Automobilwerken“ auflegen, um annähernd in Tesla-km-Reichweite zu kommen, pflegt das Musk-Team die 25. Softwaregeneration gegen Gebühr in das immer noch erste eMobil ein.

        Die gigawerkgefertigten Fahrzeuge werden vom Band schießen, während rd. 250 km westlich davon in den Hallen aus Adolfs Zeiten die lustigen Verbrenner noch immer zusammengestöpselt werden.

        Ich lasse mich gern eines besser belehren, was die Qualitäten und Fähigkeiten der deutschen Automobilhersteller angeht. Allerdings, viel Hoffnung habe ich nicht.

        Zurzeit fahre ich eine eSchüssel mit Stern. Alter knapp 5 Jahre. Nach einem knappen Jahr Standzeit auf dem Hof der Werksvertretung habe das Teil extrem gut werksgesponstert gemietet. Fakten: eKM-Leistung 28 im Sommer, im Winter 18 – ein eWitz. Mein Kollege mit seinem ebenso alten Tesla hat sich kaputt gelacht, als er das gehört hat …

        Bei 5 – 10 Jahren Durchlaufzeit der Fahrzeugentwicklung bekommt man heute von deutschen Herstellern bestenfalls das, was Tesla von fünf Jahren schon hatte. Bis auf die Sitze vielleicht, und die Türspaltmaße – naja, der Aktienkurs drückt da einfach ein Auge zu.

        DS: “Denn wer, wenn nicht Elon Musk, sollte die „Dinosaurier“ der Automobilindustrie in die Zukunft katapultieren?”. Wenn er überhaupt darüber nachdenkt, katapultiert die Blechreste bestenfalls zum Mars, um dort damit die Station aufzubauen. Oder er kleidet die Wände der Tunnelhaltestationen seines Loop-Systems damit aus. Wieso sollte er sich die Resteverwertung sonst antun.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ JürgenP

        >Bedarfe um von A nach B zu kommen sind da, solange Menschen leben.>

        Nein.

        Sie meinen BEDÜRFNISSE.

        Diese sind VOR-ökonomische VORAUSSETZUNG für ÖKONOMISCHE Bedarfe.

        Goog[e]len Sie einfach mal nach Maslowsche Bedürfnishierarchie und
        Sie verstehen den Unterschied.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        Ich les immer wieder, wie einfach E-Mobilität-Technologie ist und wie wenig Komponenten man für den Motor braucht. Das Ende vieler Zulieferer wird prognostiziert.

        Gleichzeitig wird dann angedeutet oder behauptet, dass *alle* anderen Hersteller den Anschluss verloren haben und nicht mehr hinterherkommen werden.

        Wie passt das zusammen?

        Ein anderer Aspekt ist der Vorsprung von Tesla beim (teil-) autonomen Fahren und Infotainment. Das sind nun nur einzelne Merkmale eines Kfz, sehr wichtige zwar, aber nicht die alleinig kaufbestimmenden.

        Wenn sich immer nur das technisch zeitweilig bessere durchsetzen würde, hätten wir heute nicht Windows-PCs und alle würden Fords fahren.

        Insofern: Das Rennen ist gerade eröffnet. Es ist ein Marathon und kein Sprint.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @ DT
        „Befürfnis / Bedarf“ – OK, habe ich wohl verkürzt formuliert. Letztlich möchte jemand von A nach B kommen, real und vielleicht sogar häufiger als einmal.

        @Thomas M.
        „Wie passt das zusammen?“

        Das Ende vieler Zulieferer ist gleichzeitig der Anfang vieler anderer Zulieferer. Es stellt sich die Frage, ob von den etablierten Unternehmen noch welche dabei sind, wo die sitzen und welche Marktanteile sie zukünftig halten werden.

        „Das Rennen ist gerade eröffnet. Es ist ein Marathon und kein Sprint“.

        Egal ob Marathon oder Sprint – ins Ziel kommt derjenige schneller, der weniger Ballast mit sich herumschleppt und die Zeit vor dem Rennen zum Training genutzt hat. Gemessen daran haben VW/BMW/DB & Co so viel Speck auf den Rippen und so wenig Training, dass es für Außenstehende fraglich ist, ob sie überhaupt ins Ziel kommen. Das genau drückt sich im (spekulativen) Aktienkurs aus, aber auch in der konkreten Herangehensweise von Musk/Tesla an die Umsetzung.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @JürgenP:

        Ich seh gerade, dass meine Beschreibung vielleicht missverständlich war. Ich meinte, dass gesagt wird, dass die großen Automobilhersteller-Marken den Anschluss verloren hätte – gleichzeitig aber die Technologie einfacher sei, was Grund für das Verschwinden der Zulieferer wird.

        Ich frage mich daher, ob nicht ein Hersteller wie VW relativ leicht nachziehen kann, sobald / jetzt da es Geld zu verdienen gibt – wenn die Antriebstechnologie einfacher ist und man nicht so viele Zulieferer braucht.

        Mal schauen. Vielleicht kopieren die Chinesen auch Tesla und in 15 Jahren fahren 20% der Deutschen Pkw-Nutzer “Huaweis” ;)

  11. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >Denn im Gegensatz zu einer zunehmend verbreiteten Meinung spielt es auch in einem Umfeld von Zinsen nahe null eine Rolle, wie viel Cashflow die Unternehmen erwirtschaften. Dies gilt ebenso für den Sektor als Ganzes. Man muss also nicht nur recht optimistische Annahmen über künftige Stückzahlen und Profitabilität von Tesla haben, sondern für die ganze Industrie. So mag es gut sein, dass Tesla die Branche demnächst dominiert, doch wie attraktiv ist der Markt in Zukunft noch?>

    Es geht nicht um DEN MARKT – schon heute nicht mehr und in absehbarer Zukunft auch nicht.

    Es geht darum, dass

    a) die Automobilindustrie inkl. Zulieferindustrie die BRANCHE ist, die NICHT wesentlich schrumpfen und schon gar nicht sterben darf.

    Würde sie erheblich schrumpfen, flackerten hierzulande die Lichter in den Standort-Bundesländern und in den anderen gingen sie aus. Das will keiner.

    und dass

    b) die Gesellschaft die Energiewende WILL, d. h. E-Automobilität GEGEN bestehende Marktkräfte DURCHSETZEN will (siehe Kaufanreize für E-Automobile und Diskriminierung von Automobilen mit Verbrennungsmotoren).

    Die Gesellschaft sind:

    Sehr GROSSE Teile der Bevölkerung, die weit ÜBEWIEGENDE Zahl der Politiker der beiden Parteien, die – heutiger Stand – mit großer Wahrscheinlichkeit die Regierung BILDEN werden und die GROSSE Zahl von Unternehmensführern, die diese Regierung WÜNSCHEN (Aktuelle Allensbach-Umfrage).

    Ein ANDERES, NEUES Konsumverhalten wird daher ERZWUNGEN bzw. den Menschen ABGEKAUFT.

    Heißt:

    @ Richard Ott

    Es müssen KEINE Politiker gekauft werden.

    Sie sind schon ganz auf Linie.

    @ Daniel Stelter

    Es wäre DUMM von Elon Musk, irgendeinen deutschen Automobilhersteller zu kaufen und sich dessen RESTRUKTURIERUNGSPROBLEME ans Bein zu binden, um den Service sicherzustellen.

    So geht’s der Tendenz nach (leicht vereinfacht):

    Autokauf und –verkauf ONLINE, Autoauslieferung, Batterietausch und Räder wechseln können die BAUMÄRKTE übernehmen, ebenso die Organisation der Entsorgung; bei Massenherstellung von Billigstmodellen all dies potenziell auch Aldi.

    Der Rest an Service ist das UPDATEN von Software.

    Daher die STRATEGIE von E. Musk:

    Er lässt sich vom Staat GELD hinterher und den Wettbewerbern KNÜPPEL in die Beine werfen sowie REGULIERUNGSHÜRDEN abbauen, auch für die nicht ganz unproblematische ENSORGUNG (Behörden und Gerichte spielen mit).

    Kooperieren dabei die „Partner“ nicht wie gewünscht, wird mit der Verweigerung von weiteren Investitionen (Arbeitsplätze!) gedroht.

    Es gibt immer welche, die ihm MEHR bieten, ohne dass er dafür auf großes Absatzpotenzial verzichten müsste.

    Er wird mit relativ GUTER Bezahlung allerdings dafür sorgen müssen, dass die Gewerkschaften vor der Tür bleiben. Unternehmensprestige und die Sicherheit des Arbeitsplatzes spielen ihm dabei in die Hände.

    Es sollte ihm gelingen, Amazon hat’s vorgemacht.

    Damit hätte er das, was ihn ÜBERLEGEN macht:

    KEINE Rücksicht nehmen zu müssen, wenn er handeln will und muss, um die POSITION des Unternehmen zu verbessern – was eben NICHT heißen muss, Cashflow zu generieren.
    TESLA ist ein Selbstläufer, quasi narrensicher, aber NUR bis auf weiteres.

    Der gegenwärtige Preis ist zu rechtfertigen, wenn man die Umstellungslasten der anderen Hersteller einbezieht.

    Er KANN natürlich JEDERZEIT Fallen, WIRD aber mit Sicherheit erst dann KONTINUIERLICH fallen bzw. stagnieren, wenn die anderen die Kurve gekriegt haben.

    Und die kriegen zumindest einige.

    Siehe oben a).

    Antworten
    • PhilSt
      PhilSt sagte:

      Ihre Welt besteht aus 100% E-Autos für Deutschland. Und das glaube ich erst wenn ich es sehe. Viele Länder die ein “Verbrennerverbot” festlegen, zählen Plug-in-Hybride nicht mit dazu. Übrigens auch China nicht, die zu einem der größten und wichtigsten Märkte gehören.

      Einige nördliche europäische Länder sind dort in anderen Sphären, bleibt aber abzuwarten. Unmöglich ist es sicherlich nicht. Und mittels Urbanisierung kann man auf ein Auto auch gut verzichten.

      Es gibt auch eine andere Überlegung:
      Viele E-Autos sind zweitwagen. Ist also mehr das Gadget für das Pendeln in die Stadt.
      Also Achtung:Das E-Auto kann vllt auch nur ein schicker Trend für die wohlhabende Mittelschicht sein – nicht mehr nicht weniger. Also genau die die auch grün wählen. Dann gibt es einfach mehr Autos als früher, aus Umwelt und Klimaaspekten müssen wir diesen Unsinn nicht betrachten oder? Die Autoindustrie hat zweimal abgrechnet.

      https://www.spiegel.de/auto/aktuell/elektromobilitaet-in-norwegen-hauptsache-strom-a-913867.html

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ PhilSt

        >Ihre Welt besteht aus 100% E-Autos für Deutschland.>

        Falsch.

        Meine Welt BESTEHT aus Überlegungen zu dem, was IST und sich auf dem IST erkennbar entwickelt.

        Was das E-Auto vielleicht für wen sein kann, ist Spekulation.

        Erkennbar ist, dass es GEWOLLT und massiv DURCHGESETZT wird.

        Bis auf weiteres jedenfalls.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Es müssen KEINE Politiker gekauft werden. Sie sind schon ganz auf Linie.”

      Vielleicht, weil sie schon gekauft worden sind?

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Nein, Musk muss KEINE Politiker kaufen.

        Er hat mit TESLA die Zauberformel drauf, das muss man ihm lassen:

        GRÜN deklarierte Produkte + neue ARBEITSPLÄTZE.

        Wer damit kommt, dem wird der Weg freigeschaufelt.

        Gefährdeter Grundwasserspiegel, keine termingerecht geleistete Zahlungen und was weiß ich:

        DURCHWINKEN, wir brauchen VORBILDER und BEISPIELE.

        Das ist NICHT Kommunikation im öffentlich-rechtlichen Meinungsapparat.

        Das ist MACHEN.

        Musk ist der ideale Mann für “geht doch”.

        Damit kann man unseren Automobil-Häuplingen mal zeigen, was für Penner sie sind.

        Musk ist für die Politik GOLD wert.

        Das kann doch nicht knausrig sein, solche Leute dürfen NICHT scheitern.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @tischer 00:26
        “”Musk ist der ideale Mann für „geht doch“.
        Damit kann man unseren Automobil-Häuplingen mal zeigen, was für Penner sie sind. “”

        die penner sind in der politik!!!!!!!!!!!!!!!!!
        einem deutschen autoboss würden die türen nicht in dieser weise aufgerissen und hürden beseitigt!

        eine tolle verdrehung von tatsachen ihrerseits!

  12. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    “Was Elon Musk jetzt tun muss”

    Jenes höhere Wesen, dass wir vermehren, erscheint oft auch Hirten oder kleinen Mädchen, obwohl es eigentlich eine Botschaft fuer den Papst oder einen Machthaber ausrichten lässt. Wenn Elon Musk das Manager Magazin nicht liest (kaum zu glauben, dass er auf die profunden Weisheiten dort verzichtet, aber möglich), dann verpasst er diese Ideen. Sie könnten ihn direkt anrufen; er wird bestimmt dankbar sein fuer diesen Rat “beyond the obvious”.

    Antworten
    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      Man beachte den Unterschied zwischen der bescheiden-sachlichen Überschrift hier: “Wie Elon Musk Milli­arden sichern könnte” und im Manager Magazin “Was Elon Musk jetzt tun muss”, damit der Leser draufklickt.

      Ich hab mich durch den Beitrag übrigens daran erinnert, damals mit AOL tatsächlich in dem Moment Geld verdient zu haben und die Chips vom Tisch genommen zu haben. Lang, lang ist’s her. Ich hatte das damals nicht hinterfragt und verstehe es nun im Nachhinein. Inhaltlich sehr interessanter Beitrag zu den Problemen der Uber-Rich ihre Buchgewinne zu realisieren.

      “Jenes höhere Wesen, dass wir vermehren…” ist damit eigentlich Mr. Musk gemeint? Würde schon gut passen…

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      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        „Jenes höhere Wesen, dass wir [verehren]…“ ist selbstverständlich Elon Musk, der sich in der Vergangenheit auch schon als Jesus oder brennender Busch [CO2-frei da eine übernatürliche Erscheinung] manifestiert hat, um die Menschheit auf die Ankunft des Tesla-Cybertruck einzustimmen.

        Hallelujah!

      • ruby
        ruby sagte:

        @ Herr Ott
        Wir erleben immer wieder, daß es die Intelligences sind die die Religionen dem Volk/den Sklaven vor die Füße werfen und in die Gehirne schicken.
        Ist das so anstrengend, eine Gesellschaft in eine angenehme Zukunft zu begleiten?
        Ich meine nicht, daher wird der Traum vom KI E-Mobil immer durch das Erwachen zerplatzen.
        Finis Klimawandeldiktatur egal unter welchen Kürzeln.
        Nach Italien, Niederlande, Frankreich kommt Österreich morgen auf den Scheiterhaufen der false Flag Regierungen.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        Die Amis haben schon irre Typen an der Spitze… Der Twitter-Mann ist auch nicht schlecht.

        Ich verstehe den Tesla-Hype nicht bzw. die Presse, die indirekt unterstellt, irgendwann fahren alle nur noch Teslas, weil die etablierten zu lange geschlafen hätten. Automotive ist ein globales Thema, was zudem komplex bzgl. Produktion- und Marken-Positionierung ist. ROI ist auch hauchdünn.

        Ich kann mir schwer vorstellen, dass der heutige deutsche BWM-7-Fahrer per App nen Termin beim Obi für nen Batteriewechsel macht. Oder dass der rustikale Ami-Truck-Fahrer im Tesla3 über die schlechten Straßen der Provinz holpert. Aber ich lass mich gerne überraschen :)

        Ford hat sich z.B. irgendwelche E-Kompetenzen und Digitalkompetenzen für Trucks zugekauft und machen gerade nen Managementwechsel. Die schlafen sicherlich nicht kampflos und friedlich ein. Und nicht vergessen: Toyota ist die globale #1, die reden sicherlich noch ein gewichtiges Wörtchen bei der Marktaufteilung mit.

        Wenn Tesla wie Apple eine Nische besetzt, wäre das schon die Mega-Erfolgsgeschichte IMHO.

  13. Johann Schwarting
    Johann Schwarting sagte:

    @ Dr. Stelter

    bto: “Bleiben BMW und Daimler – oder am besten beide?”

    Am 28.08.2020 hieß es in https://www.derbrutkasten.com/daimler-anteil-tesla/ : “Daimler hatte einen Anteil an Tesla, der jetzt soviel wert wäre wie Daimler.” Das zeigt, dass sich Dieter Zetschke als damaliger Daimler Vorstandsvorsitzender auf den Rekorden der zurückliegenden Jahre ausgeruhte, in den falschen Weichenstellungen der Vergangenheit des analogen Denkens verharrte und die notwendige Transformation hin zum Denken und Handeln in digitalen Kategorien nicht gelang. Auf Druck der Aktionäre und Investoren musste er auf den traditionell dem scheidenden Vorstandschef zustehenden Aufsichtsratsvorsitz verzichten.

    bto: “Schon lange vor der Explosion des Kurses von Tesla gab es erhebliche Skepsis.”

    Um die neuen umfassenden (hermiteschen) Denkansätze:

    “Die Preisentwicklung einer Tesla-Aktie ist deshalb auch nicht über fundamentale Daten zu begreifen. Sie ist etwas ganz natürliches, ein ewiges Pendel, dass im negativen wie positiven Wertebereich zwischen Chaos und Ordnung der Ausdehnungsfolgen schlägt.”

    zu verstehen, gilt es, den Satz:

    “Mehr dazu folgt vielleicht die Tage, die nächsten Wochen/Monate oder Jahre. Alles zu seiner Zeit oder gar nicht.”

    zu beherzigen.

    Quelle: https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=524362

    Genauso ist es – wir müssen uns mehr ‘aufs Spiel setzen’ (Jean Baudrillard), damit Carl Friedrich Gauß’ Bekenntnis (S. 490): “Inzwischen werde ich wohl noch lange nicht dazu kommen, meine sehr ausgedehnten Untersuchungen darüber zur öffentlichen Bekanntmachung auszuarbeiten, vielleicht wird diess auch bei meinen Lebzeiten nie geschehen, da ich das Geschrei der Boeoter scheue, wenn ich meine Ansicht ganz aussprechen wollte.” in dem Brief vom 27. Januar 1829 an Bessel nicht auf uns zutrifft. Carl Friedrich Gauß hat zu Lebzeiten nur einen Bruchteil seiner Erkenntnisse veröffentlicht.

    Quelle (S. 490): https://archive.org/details/briefwechselzwi00berlgoog/page/n519/mode/2up

    Antworten
    • Michael B.
      Michael B. sagte:

      Hermitesche Matrizen – isses nicht, hermeneutisch – auch nicht (ware hier aber hilfreich)…, holistisch – es wird warm! Aber immer noch nicht…

      Aber meiner Freundin wollte ich schon immer gern mal mit Fremdwoertern impregnieren!

      Antworten
  14. foxxly
    foxxly sagte:

    nicht vergessen darf man bei diesen (macht-) spiel, dass die meisten initiativen von kauf und verkauf zb. bayer/monsanto, – von der finanzindustrie, wie blackrock, goldmann; – billionäre) ausgehen.
    die unternehmenslenker haben bei diesen entscheidungen meist schlechte karten. (werden aber dafür gut belohnt)

    es gibt auch jede menge an verlierern, zb die angestellten und die verbraucher.

    Antworten
  15. PhilSt
    PhilSt sagte:

    Wie kann ein Unternehmer seinen Reichtum sichern?
    In dem er sein Unternehmen auf ein ordentliches Fundament stellt. Ob das Musk schafft, wird sich zeigen. Welches Schwergewicht Musk hat wird spätestens an seinem Tweet über Bolivien klar, die einen Vertrag mit BMW hatten: “We will coup whoever we want! Deal with it!”
    Elon Musk kam schon immer trickreich an Steuergeld. Elon Musk verstand es auch mit Co2-Zertifikaten zu handeln.
    Die eigentlichen Innovationen: die Reduzierung von Steuergeräten im Auto. Ein Autohersteller der selbst wieder eigene Komponenten entwickelt und baut, damit hat er relativ wenig verdient.
    Und das “selbstfahrende Auto” kann er genauso gut/schlecht wie andere Hersteller auch.
    Die großen Gewinne macht Tesla nicht mit dem Verkauf von Autos.
    Die großen Gewinne macht Tesla, wegen anderen Unternehmen die Musk gehören aber nicht börsennotiert sind.
    Musk ist Transhumanist und kooporiert gerne mit dem Pentagon. Mit SpaceX ist er an der Entwicklung von Raktenwarnsystemen und Waffenbeliferungssystemen beteiligt.
    Neural-Link und OpenAI, ist für die Überwachung und Beherrschung der Bevölkung interessant. Und schaukeln sich gegenseitig hoch. Einerseits Chipverpflanzung Andererseits KI bei der man “mithalten muss”, deshalb die Chips für den Kopf.
    Musk ist Protagonist für das New Normal.
    Ob man das geschehen lässt oder nicht, liegt an der Bevölkerung. Werden Musks Geschäftsmodelle Realität, war es das mit einer freien, westlichen, marktwirtschaftlichen Welt.

    Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @PhiSt
      Die Bedeutung des industriell- militärischen Komplexes für die Entwicklung neuer Technologien wurde im gestrigen Beitrag von Herrn Dr. Stelter nicht erwähnt, vielleicht, weil deren Entwicklungen geheim gehalten werden. Diskussionen darüber und z.B. mögliche biologische Kriegsführung/ Designer-Viren/ findet nicht statt. Musk verkauft und repräsentiert geschmeidige Geschichten ( ” Narrative,” /Modebezeichnung) und bedient damit einfach gestrickte Publikums-Wünsche & Phantasien:
      GOLD aus dem All & ein paar tiny.-houses zum Protzen auf dem Mars. Bemerkenswert, wie unkritisch solche storys ” geschluckt” werden. Auch die rührenden Twitter-Nachrichten von
      ” Weltraum-Alex-” suggerieren, dass nur friedliche Exkursionen ins All Ziel und Zweck sind.
      Das Ausmass an angestrebter Kontrolle ist schwer vorstellbar, ist Angst-erregend, daher wird die weltweite militärische Hochrüstung beiseite geschoben, verdrängt, nicht thematisiert. Ray Kurzweils Neomanie, Seele auf Festplatten zu speichern & Altern/ Tod herauszuschieben, tendenziell abzuschaffen, bedient die Sehnsucht nach dem ewigen Leben: dass er selbst mit über 200 Pillen am Tag zum Geronto-Zombie wird, ahnen wir. Ich erkläre mir die ” Verschwörungs-Ideen” von Q-Annon damit, dass in Privatkliniken schon heute die Gabe von embyonalen Stammzellen zur Verjüngung Praxis ist. Hitler liess sich Stier-Hoden-Extrakt injiizieren, möglicherweise hängt seine progressive Parkinson-Symptomatik damit und dem Konsum von Pervitin/ Schlafmitteln zusammen.
      Transhumanismus ist keine neue Erfindung, Zombies sind das Resultat.

      Antworten
      • ruby
        ruby sagte:

        @ Dr. Lucie
        Dann sollte Lt General McInerney zu Wort kommen:
        Dritter Biologischer Weltkrieg, konzertierter Wahlbetrug, keine Inauguration von President Defekt, Vizepräsident ist Hochverräter…
        https://youtu.be/725j7wqajVk
        Jetzt weiß jeder, daß auch das Terrororegime der BRD GmbH vor der Vernichtung steht. Darum werden wir Homejail gesperrt – Zivilschadenminimierung.

  16. troodon
    troodon sagte:

    “2017 könnte als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die Industrie mit 80 Millionen produzierten Fahrzeugen den absoluten Höhepunkt erreicht hat – Peak Auto”
    Davon gehe ich längerfristig nicht aus. Wenn sich E-Autos durchsetzen bzw. politisch durchgesetzt werden, dann dürfte sich die durchschnittliche Lebensdauer eines Auto eher etwas verkürzen aufgrund der begrenzten Lebensdauer des Akkus. Der Ersatzbedarf kommt somit eher schneller. Dauert natürlich bis sich der größere Ersatzbedarf bei E-Autos auch in Zahlen zeigen könnte, aber “Peak Auto” erscheint mir verfrüht, auch im Hinblick auf eine weiter zunehmende Weltbevölkerung.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @troodon

      “Wenn sich E-Autos durchsetzen bzw. politisch durchgesetzt werden, dann dürfte sich die durchschnittliche Lebensdauer eines Auto eher etwas verkürzen aufgrund der begrenzten Lebensdauer des Akkus”

      So schön nachhaltig, da freuen sich die Grünen…

      Antworten
  17. Lele Castello
    Lele Castello sagte:

    Musk wird das tun was er immer gemacht hat. Neue Tesla Aktien verkaufen/ausgeben. Autobauer haben so eine geringe Gewinnmarge glaube kaum das, das jemand interessiert.

    Antworten
  18. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    In Deutschland bleibt nur Daimler, da die Familie Quandt-Klatten bei BMW für Elon Musk ein Hindernis wäre.

    Ich denke aber nicht, dass er sich einen etablierten Hersteller kaufen wird. Er wird eher die jeweils besten Leute von allen Konkurrenten abwerben und ihnen mehr Freiraum und mehr Aufstiegsperspektiven geben. Ohne Betriebsräte, Gewerkschaften und Politiker im Genick. Und im Zweifel einen Zulieferer aus Deutschland kaufen. Die sind agiler und er hat selbst mehr Vorteile davon.

    Antworten
  19. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Wieso soll Musk irgendwelche Konzerne für Milliardenbeträge kaufen?

    Da gibt es eine viel billigere Strategie:
    Einen Politiker zu kaufen, kostet nur einen fünf- bis sechsstelligen Dollar- oder Eurobetrag. Die wiederum erlassen dann Verordnungen, welche Musks Konkurrenz ruinieren und seinen eigenen Konzernen öffentliche Subventionen zuschanzen. Ein Anlass dafür findet sich immer.

    Wenn BMW oder Daimler dann pleite sind, lassen sich die interessanten Assets und das Know-How zu Liquidationspreisen übernehmen. Man muss nur die eingekauften Politiker wieder los werden damit die nicht als nächstes den Tesla-Konzern ruinieren. ;)

    Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Richard Ott
      Zustimmung ! Axel-Springer-Award, verliehen an E. Musk Dez.2020:
      sehen Sie sich die Kurzfassung auf YT an oder ( falls Sie RICHTIG die Schleim-Soap-Unterwürfigkeit von Politikern & “Promis” ertragen können) , die Langfassung:
      https://www.youtube.com/watch?v=EeyIq6Fqgw
      Motto der Veranstaltung: ” mission to mars”, und der Saal als “space-room-“gestaltet mit sphärischer Musik. Musk, etwas aufgedunsen und mimisch bald genervt, gibt im Interview Banalitäten von sich, die wie höhere Weisheit ehrfurchtsvoll beklatscht werden. Wer Unterwürfigkeit vor Macht und Geld sehen will , kommt hier aus seine Kosten. Musk bedient grandiose Grössenphantasieen, ( nicht mal besonders gut, eher plump) , er ist ein Schauspieler, Blender, der m.E. militärische Weltraum-Projekte als humane Abenteuer verkauft. Guru. Gläubiges Publikum. Barbara Schöneberger, als ” space-girl” gestylt, überreicht Musk am Ende ein ” Kunstwerk”, das ” steigende Rakete”/ OMG/ Phallus/ zeigt, die Peinlichkeiten sind kaum zu überbieten.
      Stupid german money, Promis verneigen sich vor ” Reichtum” , wie einst Ursula von der Leyen den ” jungen Milliadär” Berggruen anhimmelte & ins Herz schloss , der Karstadt und Europas Jugend zu retten versprach. ( Spiegel 27.5.2013)
      D. Kahnemann beschreibt die ” Optimismus-Verzerrung” /die Maschine des Kapitalismus/ . Ich finde, Grundkenntnisse von Suggestions-Techniken ( die Musk ” blendend” beherrscht) sollten bei der Analyse seiner Unternehmungen Verwendung finden.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Frau Dr. Fischer

        Naja, in Deutschland ist halt alles ein bis zwei Nummern kleiner als in den USA:

        “Bavaria One” – Bayerns Ministerpräsident Söder will den Weltraum erobern
        https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-455545.html

        Spätestens falls er Kanzlerkandidat wird, bekommt Söder auch den “Springer Award” und wird vom Döpfner eingeschleimt.

        Elon Musk mag ein Fördermittelabzocker und ein Blender sein, aber man muss ihm zugute halten, dass er für einen Superreichen sehr viele lichte Momente hat. Man könnte fast glauben, er lebt noch in der gleichen Realität wie wir, anders als der Rest der Eliten in den USA:

        “A lot of people are going to be super unhappy with West Coast high tech as the de facto arbiter of free speech”
        [Musk auf Twitter, 11. Jan. 2021, keine Verlinkung weil immer nur ein Link pro Kommentar erlaubt]

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