Schluss mit der Eichhörnchen-Wirtschaft

Exportweltmeister. Ein Titel, mit dem wir uns gern brüsten. Oft vergessen wir dabei, dass ein Land, das mehr Güter und Dienstleistungen exportiert als importiert, auch im gleichen Umfang Kapital im Ausland anlegt: im Jahr 2020 netto also gut 180 Milliarden Euro, fast 2.200 Euro pro Kopf der Bevölkerung. Mittlerweile sind wir nach Japan der zweitgrößte Kreditgeber der Welt.

Angesichts des demografischen Wandels, vor dem wir stehen, kann man das theoretisch nur begrüßen. Wir sparen und legen das Geld global an, um später, wenn wir mehr konsumieren und weniger produzieren, von diesen Ersparnissen zu leben. Die international diversifizierte Geldanlage ermöglicht uns so, am Aufschwung in anderen Regionen zu partizipieren.

Leider sieht die Praxis ganz anders aus. Eine Gruppe von Wissenschaftlern um den Bonner Ökonomen Moritz Schularick hat analysiert, was wir aus diesen Ersparnissen machen: → Exportweltmeister ohne Gewinn

Das ernüchternde Ergebnis: Unser Auslandsvermögen wächst jedes Jahr um den Betrag, den wir zusätzlich sparen. Erträge erwirtschaften wir praktisch keine. Seit 1975 haben wir im Schnitt weniger als fünf Prozent pro Jahr mit unserem Auslandsvermögen verdient. Weniger als Frankreich, Spanien und Italien (um die sieben Prozent) und deutlich weniger als die USA und Großbritannien, die über zehn Prozent pro Jahr erwirtschaften.

Dieser auf den ersten Blick kleine Unterschied in der jährlichen Verzinsung hat erhebliche Folgen. Hätten wir unser Auslandsvermögen in den zehn Jahren seit der Finanzkrise ähnlich gut angelegt wie beispielsweise Kanada oder Norwegen, wäre das Auslandsvermögen zwei bis drei Billionen Euro größer, was pro Kopf der Bevölkerung 28.000 bis 37.000 Euro entspricht. Ein immenser Unterschied, vor allem wenn man sich in Erinnerung ruft, dass das Medianvermögen in Deutschland bei rund 70.000 Euro liegt.

Offensichtlich haben wir ein Problem mit unserer Anlagestrategie

Statt auf Regionen mit einem anderen Risikoprofil zu setzen, investieren wir überwiegend in Industrieländern, die vor ähnlichen demografischen Herausforderungen stehen wie wir. Obwohl wir das Geld nicht einmal risikoavers in Anleihen statt Aktien anlegt haben, schneiden wir in allen Anlageformen schlechter ab als der Markt. Schlimmer noch: Wo immer es etwas zu verlieren gab wie in der Finanzkrise, waren wir ganz vorne mit dabei.

Höchste Zeit, dass wir Schluss machen mit einer Vorgehensweise, die selbst die Eichhörnchen als brillante Sparer erscheinen lässt. Ein Staatsfonds nach norwegischem Vorbild könnte Abhilfe schaffen und zugleich die Altersvorsorge verbessern. Der Staat sollte für jeden Bürger ein Startguthaben einzahlen und die Möglichkeit für zusätzliche freiwillige Beiträge schaffen. Vorschläge zur Ausgestaltung liegen auf dem Tisch. Nach der Bundestagswahl müssen sie endlich Realität werden.

handelsblatt.com: “Wir müssen Schluss machen mit der Eichhörnchen-Wirtschaft in Deutschland”, 6. August 2021

Kommentare (39) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @ RO 11. AUGUST 2021, 09:52
    „Sie müssen sich schon grundsätzlich entscheiden, ob ein Unternehmen “privatwirtschaftlich organisiert” oder “der Allgemeinheit verpflichtet” ist – letzteres geht nur mit besonderen Rechtsformen“.

    Wieso „oder?“. Es gibt durchaus Rechtsformen, die beides erfolgreich zusammenbringen. Genossenschafts- und Stiftungsmodelle oder berufsständische Versorgungswerke bieten gute Beispiele und sind bei guter Besetzung der Vorstände und Aufsichtsräte, so ist zumindest in die bisherige Erfahrung, über Generationen dem Gemeinwohl sehr zugetan. Statt Immobilien verwalten sie halt Anlagegelder, was sie ohnehin schon praktizieren für den Zweck, den Dr. Stelter sich vermutlich wünscht: Zukunftssicherung (der eigenen Gesellschaft) und -vorsorge für die Mitglieder/Nutznießer.

    In solche Institutionen habe ich 100x mehr Vertrauen, als in die „Blümsche Plünderkasse“ (Deutsche Rentenkasse). Mindestens eine Institution (deren Zahlen ich sehr genau kenne) könnte ich nennen, die liefert Solidität (stille Reserven) und Performance, von der die Norweger noch träumen.

    Was hindert solche Institutionen am Markteintritt. Gesetze zu Gunsten bestimmter gesellschaftsrechtlicher Konstellationen, die Paläste bauen und die Zahlenden klein halten und in bekannter wirtschaftspolitischer Manier verdummen.

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ jürgen p.
      das größte problem und auswirkung des derzeitigen geldsystems ist, dass die realwirtschaft die meisten kredite tätigen muss und liquide mittel /geld abfließen.
      während sie nahezu alle kosten der gesellschaft zu tragen hat.

      innerhalb dieses kreditgeldsystems wäre ein genossenschaftswesen mit eigenen integrierten banken, die bessere lösung.
      dabei würde eingroßteil der bisher abfließenden gelder in der realwirtschaft verbleiben.

      eine genossenschaft kann zb. die größe von bayern, oder auch deutschland haben.

      der bisherige wettbewerb dürfte dadurch nicht eingeschränkt werden.

      ein genossenschafts-prinzip in dieser form hätte eine deutlich längere und nachhaltigere überlebenfähigkeit, gegenüber diesen schuldgeld-prinzip.

      noch besser wäre es dieses geldsystem soweit zu verändern, dass wachstum zu keiner neuverschuldung führt.
      wachstum als schuld muss neutralisiert werden! und, es muss obergrenzen bei einkommen und vermögen geben, sonst läuft es zu einer monopolisierung der macht hinaus, wie dies aktuell der fall ist: >wirtschaftdiktatur/faschismus !

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenP

      Wieso sollte ein Staatsfonds überhaupt “der Allgemeinheit” verpflichtet sein und nicht ausschließlich seinen Investoren? Da hätte ich dann kein Interesse mehr, darin zu investieren, staatlich organisiertes Sozialgedöns haben wir in Deutschland schon überreichlich – wieso soll ich meine Rendite davon schmälern lassen, wenn ich dort investiere?

      “Genossenschafts- und Stiftungsmodelle oder berufsständische Versorgungswerke bieten gute Beispiele und sind bei guter Besetzung der Vorstände und Aufsichtsräte, so ist zumindest in die bisherige Erfahrung, über Generationen dem Gemeinwohl sehr zugetan.”

      Sage ich doch, besondere Rechtsformen. Als Stiftung wird sich ein Staatsfonds mit ganz vielen kleinen Investoren aber kaum organisieren lassen – was soll denn da zum Beispiel der Stiftungszweck sein? Und den deutschen Sparbuch-Anleger wird die Nachschusspflicht bei Genossenschaften abschrecken, für Finanzinvestitionen ist eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft schon die beste Wahl.

      “Mindestens eine Institution (deren Zahlen ich sehr genau kenne) könnte ich nennen, die liefert Solidität (stille Reserven) und Performance, von der die Norweger noch träumen.”

      Sagen Sie mir, welche Institution Sie genau meinen. Der norwegische Staatsfonds erzielt pro Jahr ziemlich stetig ungefähr 7% Rendite, das ist mit einer breit gestreuten Anlagestrategie langfristig nur schwer zu schlagen, wenn man nicht bewusst größere Risiken eingehen will.

      “Was hindert solche Institutionen am Markteintritt.”

      Was hindert Sie daran, die Mutter Theresa zu machen und Ihr Leben der Pflege der Leprösen, Versehrten und Armen zu widmen? Vermutlich nichts, Sie haben aber auch keinen Anreiz dazu, nicht wahr?

      Wieso sollte also irgendjemand ein “gemeinwohlorientiertes” Investprodukt auf den Markt bringen?

      “Gesetze zu Gunsten bestimmter gesellschaftsrechtlicher Konstellationen, die Paläste bauen und die Zahlenden klein halten”

      Es sind eher Gesetze zu Gunsten bestimmter Produkte beziehungsweise Anlageformen. Ich hab es ja schon geschrieben, steuerlich begünstigt sind in Deutschland die Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung und in sehr spezielle und hoch regulierte unflexible Altersvorsorgeprodukte (“Riester-Rente”, “Rürup-Rente”) mit extrem hohen Kosten, und für Altfälle noch die Kapital-Lebensversicherungen mit ihren steuerfreien Auszahlungen.

      Wenn Sie hingegen direkt in Aktien oder in einen ETF investieren wollen, können Sie das nicht als Vorsorgeausgabe vom zu versteuernden Einkommen in der Einkommensteuerveranlagung abziehen. Und wenn Sie gar so frech sein sollten, komplexere Finanzprodukte wie Optionsscheine oder Derivate nutzen zu wollen, dann kann es je nach Konstellation sogar dazu kommen, dass Sie Kapitalertragssteuern bezahlen müssen obwohl Sie per Saldo gar keine positiven Erträge hatten.

      Wenn ich als Selbstständiger eine “Rürup-Rente” abgeschlossen hätte, dann hätte ich vermutlich schon für den Vertragsabschluss mehr Provision an den Versicherungsmakler bezahlt als ich bis jetzt insgesamt an Transaktionsgebühren für meine direkten Investments in den Finanzmarkt hatte.

      So mache ich es halt selbst.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ott
        “”Wieso sollte also irgendjemand ein “gemeinwohlorientiertes” Investprodukt auf den Markt bringen? “”
        prinzipell betrachtet,
        müsste der staat und die ganze gesellschaft ein großes interesse haben, eine “rentenversicherung” zu haben, welche sich aus erträgen der wirtschaft im in- und ausland, speist.
        denn damit steigert sich die kaufkraft und die sozial-belastung sinkt!

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott

        >Wenn ich als Selbstständiger eine “Rürup-Rente” abgeschlossen hätte, dann hätte ich vermutlich schon für den Vertragsabschluss mehr Provision an den Versicherungsmakler bezahlt als ich bis jetzt insgesamt an Transaktionsgebühren für meine direkten Investments in den Finanzmarkt hatte.

        Ich hab den Eindruck, dass die gesetztliche Rente besser “verzinst” ist (Rentenerhöhungen) als die Rürup-Produkte ohne Aktienbeimischung.

        Zumindest sind mittlerweile die Kosten sehr transparent. Ich will nicht mal behaupten, dass die Kosten absolut zu hoch sind, aber in Relation zur Verzinsung sind die Abschluss- und laufenden Kosten relativ astronomisch. Ich bin im Jahr 7 oder so nach Abschluss definitiv noch unter Inflationsausgleich. Da ist dann auch der Steuervorteil herzlich egal. Minus bleibt Minus.

        Na ja, ich lass das zum Glück nur kleine Rürup-Teil aus der Startzeit erst mal weiterlaufen. Vielleicht wird das irgendwann verstaatlicht und kommt noch auf die bestehenden Rentenansprüche oben drauf ;)

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @ RO 12. AUGUST 2021, 09:13

        Nun haben wir drei Modelle

        * privatwirtschaftlich (unternehmerisch) organisiert,
        * der Allgemeinheit verpflichtet organisiert,
        und wie Sie
        * privat organisiert.

        Für jeden etwas.

        Ich finde, es ist mit dem Rentensparen wie beim Sonntagsrosinenkuchen. Man schaut nach den Rosinen und lässt sie sich schmecken. Ärgerlich, wenn man selbst keine findet, der Kollege am Nachbartisch aber jede Menge davon hat. Das wäre dann sehr Ungerecht. Also brauchen wir zumindest bei der Rente, verbeamtete, Rosinenverteiler frei nach dem Blümschen Motto: die Rente reicht für alle. Den Kuchen kann man zur Not dem Bäcker an den Kopf schmeißen.

        Außerdem: zu viel Sonntagsrosinenkuchen ist nicht gut, also verteilen wir ihn am Gartenzaun an die Sonntagsspaziergänger. Für jeden etwas, egal woher er kommt und wohin er will. Das Renten- und und Sonntagsrosinenkuchenprinzip liegen also eng beieinander, wer will das schon ändern …

        Hm. Je mehr ich drüber nachdenke, um so besser finde ich Ihr “Privatmodell”. Habe nur keine Ahnung wie das funktioniert.

  2. Alexander
    Alexander sagte:

    Kapitalgedeckte Altervorsorge gibt es im Nullzinszeitalter keine, auch nicht auf staatlicher Ebene. Die bisher errechneten Renditen leiten sich ausschließlich von der Vermögenspreisinflation ab deren Nachhaltigkeit dem neuen Markt entsprechen dürfte.

    DEUTSCHE GROSSSTÄDTE waren im asset price inflation Zeitalter eine lukrativere Anlage als Produktionsanlagen Chinas, Wachstumsmärkte nur rentabel im Sinne von Vermögensspekulation – wenn die Realrendite quasi NULL ist,
    vgl. Brasilien Infla/Zins/Wechselkurs.

    Das exportgetragene Kapitaltransfer aus der BRD nach der Welt ist eigentlich ein rein buchhalterischer, denn Salden werden beim europ. Grenzübertritt AUSGEZAHLT, Exportdarlehen besichert, staatliche Bürgschaften politisch gewollt.

    Die BRD hat keinen Goldesel, wie norwegisches Öl, der dem Staat fast leistungslos Anlagekapital in die Kasse spült, dagegen gilt die BRD als Hochsteuerland – was private Möglichkeiten extrem einschränkt bzw. auf Hasenställe fokusiert.

    DEUTSCHLAND hat tatsächlich seine Zeit verschwendet, d.h. Erwerbsjahre für Illusionen eingetauscht. Der qualitative, quantitative, demographische und gesundheitliche Abstieg nimmt immer mehr Fahrt auf – während die Optionen für eine prosperierende Zukunft sichtbar weniger werden.

    Das verschlimmert sich in dem Maße, wie die
    “Kaufkraft von Geld als ein Leistungsversprechen in der Zukunft” abnimmt.

    Antworten
    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @Alexander
      Nun sehen Sie mal nicht so schwarz. Deutschland hat Erfahrung im Umgang und Lösen von schwierigen Problemen, die in anderen Ländern zu Bürgerkriegen führten und noch immer führen (zwei vollkommen unterschiedliche Gesellschaften vereinen ohne Krieg); man brauchte nur einen Märchenerzähler.

      Das Land hat nur wenig abgesoffene Landstriche und neu errichtete Deiche, die für die nächsten zehn Jahre reichen; viele Millionen Autos und Autobahnen, um bei Problemen abzuhauen; Wälder, die für umweltgerechte Feuerung (… Pellets“) vom Unterholz so gelichtet sind, dass sie fast nicht mehr brennen können;

      Es gibt Hochschulen mit Fakultäten, die in vielen Teilen der Welt bis heute noch weithin unbekannt sind; die Sprachenprobleme für er/sie/es mit genialen Lösungen bewältigen und fast über Nacht alle Probleme der Welt theoretisch beseitigen können.

      Die vielen hervorragend ausgebildeten Menschen sind auch ein Pfund, um die Vielen nicht ausgebildeten zu ernähren und zu bespaßen; die, im eigenen Land und auch von anderen Kontinenten.

      Und, das wichtigste: die Möglichkeit, die ins Alter gekommene Bevölkerung kann sich in ein paar Wochen eine zukunftsfähige Regierung wählen.

      Na, wenn dass keine Spitzenausgangssituation ist, dann muss die jetzige Regierung noch acht Jahre dranhängen. Bei dem Erfolgsprogramm, dass sie sich selbst zuschreibt, wäre das selbstverständlich.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @JürgenP

        “Und, das wichtigste: die Möglichkeit, die ins Alter gekommene Bevölkerung kann sich in ein paar Wochen eine zukunftsfähige Regierung wählen.”

        Wie lange es bis zu den Wahlen geht…kann man an diesem Counter HIER sehen …und noch VIELES mehr:
        https://gruener-mist.de

  3. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    “Nach der Bundestagswahl müssen sie endlich Realität werden.”

    Hoffentlich nicht! Für den Vorschlag gibt es keinerlei ökonomische Begründung. Aber anderen Anmassung von Wissen vorwerfen.

    Was wir bisher von Herrn Schularick gehört haben, sind Symptombeschreibungen. Die Diagnose fehlt, also die Erklärung, warum Deutschlands Auslandsvermögen geringere Erträge erwirtschaftet, als das anderer Länder.
    Ohne Kenntnis der Ursachen kann man auch keine Lösung anbieten.

    Das Anlageverhalten der privaten Haushalte und ihre Risikoaversion können den Befund nicht erklären, denn das Auslandsvermögen wird ja von Finanzunternehmen (einschl. Banken) und anderen Firmen gehalten (zum grellsten Teil jedenfalls).

    Liegt “Privatversagen” vor, in das Herr Stelter korrigierend eingreifen muss? Dann fragt sich, wie der Staatsfonds das bewerkstelligen soll. Er soll nicht unter staatlichem Einfluss sein, also müssen private Assetmanager die Verwaltung übernehmen. Das heisst, dieselben Institutionen, die heute die geringen Renditen erzielen.

    Ausserdem spielt es hier offenbar keine Rolle, Entscheidungen über “Volksvermögen” weder den Privaten zu überlassen, noch demokratisch zu kontrollieren, sondern an irgendwelche, niemandem zur Rechenschaft verpflichtete Bürokraten. Obwohl noch nicht einmal Marktversagen vorliegt. Bei der ECB sieht man ja gerade, wohin das führt. Aber beim Staatsfonds, “wie in. Norwegen”, wird’s bestimmt ganz anderes.

    Das alles ficht Herrn Stelter nicht an; sein Hammer “Staatsfonds” passt auch auf diesen Nagel.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Rolf Peter

      “Das Anlageverhalten der privaten Haushalte und ihre Risikoaversion können den Befund nicht erklären, denn das Auslandsvermögen wird ja von Finanzunternehmen (einschl. Banken) und anderen Firmen gehalten (zum grellsten Teil jedenfalls).”

      Tja, die Banken und Versicherungen halten den Großteil der Anlagen in ihren Bilanzen aber nicht für sich selbst, sondern im Kundenauftrag.

      Plastisch gesprochen: Wenn wir weniger risikoaverse Privatanleger in Deutschland hätten, dann hätte die Allianz weniger Kapital-Lebensversicherungsverträge verkauft, und demzufolge hätte sie weniger Staatsanleihen in ihrer Bilanz.

      “Er soll nicht unter staatlichem Einfluss sein, also müssen private Assetmanager die Verwaltung übernehmen. Das heisst, dieselben Institutionen, die heute die geringen Renditen erzielen.”

      Sie haben ja recht, der deutsche Staat kriegt nichts mehr auf die Reihe, dafür haben wir ihn zu sehr zur dauerhaften Alimentation von Idioten missbraucht.

      Daher ein ganz provokanter Vorschlag von mir: Wir fragen den norwegischen Staatsfonds und die Schweizer Zentralbank, ob wir uns an sie ranhängen können. Dann brauchen wir keine eigenen deutschen Asset-Manager. (Und wenn sie “nein” sagen, können wir einen ETF auflegen, der das Anlageverhalten vom norwegischen Staatsfonds oder Schweizer Notenbank so gut es geht repliziert – dafür braucht man dann doch ein paar Asset-Manager, aber es ist trotzdem viel günstiger als ein Hedgefonds oder so.)

      Ich weiß, Sie hätten bestimmt am liebsten, dass das “Volksvermögen” zu möglichst großen Teilen für irgendwelche Projekte verballert wird, die Ihnen aus moralischen Gründen geboten erscheinen.

      Aber denken Sie doch mal darüber nach, wie viele Genderprofess*ixe, Veganbratwurstbräter und CO2-Einsparer Sie finanzieren könnten, wenn ein Teil unseres (Achtung, nicht erschrecken!) deutschen Vermögens so investiert würde wie es die Norweger oder Schweizer oder Singapurer tun…

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ott
        …….. nicht nur die rentenversicherung, sondern die komplette sozialversicherung aus den arbeitskosten herausnehmen und wie folgt finanzieren:
        50% aus der MWST
        50% aus weltweiten aktien-ETF (mit geringen verwaltungskosten)

        … damit eine leicht überdurchschnittliche versorgung sicher stellen.
        den persönlichen rest, soweit gewünscht, kann jeder selber machen.

        das würde die arbeitskosten stark senken und wettbewerb steigern. ist wichtig, weil zukünftig sonst massig leute ohne arbeit sind.

      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        “Ich weiß, Sie hätten bestimmt am liebsten, dass das “Volksvermögen” zu möglichst großen Teilen für irgendwelche Projekte verballert wird, die Ihnen aus moralischen Gründen geboten erscheinen.”

        Nein! Die Leute sollen ihr Vermögen anlegen, wie sie wollen, und das Ergebnis ist eben, wie es ist. Ich sehe da keinen Handlungsbedarf.
        Falls bei institutionellen Anlegern Fehlanreize vorliegen (z. B. “top big to fail”, unzweckmässige Regulierung), muss man an diesen Ursachen angreifen; auch da hilft kein Staatsfonds.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ foxxly 14:17 ERGÄNZUNG:

        eine transaktionster, könnte den aufwand über die MWST spürbar senken !!

      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Aber denken Sie doch mal darüber nach, wie viele Genderprofess*ixe, Veganbratwurstbräter und CO2-Einsparer Sie finanzieren könnten, wenn ein Teil unseres (Achtung, nicht erschrecken!) deutschen Vermögens so investiert würde wie es die Norweger oder Schweizer oder Singapurer tun…”

        ..bevor man sich aber an den “Schweizern” orientiert, sollte man unbedingt das Deutsche Volk darauf aufmerksam machen, dass es nicht nur Gewinne geben wird…sondern manchmal auch Verluste.

        Josef Kraus (ehemaliger Präsident des Deutschen Lehrerverbandes ) würde wohl empfehlen:
        Nur nicht mit Statistiken oder etwas “Vorrechnen” ,sondern ganz schlicht und einfach mit anschaulichen, aussagekräftigen Bildern …. oder Zeitgeistgemäss mit “Vortanzen” ….

        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/424172/umfrage/gewinn-und-verlust-der-schweizerischen-nationalbank/

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Rolf Peter

      Ich verstehe ja, dass auch Sie Gründe haben, Dr. Stelter zu kritisieren.

      Ohne mich mit Ihnen gegenüber hervorheben zu wollen, stelle ich fest:

      Das müssten Sie besser machen.

      >Das Anlageverhalten der privaten Haushalte und ihre Risikoaversion können den Befund nicht erklären, denn das Auslandsvermögen wird ja von Finanzunternehmen (einschl. Banken) und anderen Firmen gehalten (zum grellsten Teil jedenfalls).>

      Nur nebenbei:

      Der Befund IST geklärt.

      Wenn Sie das bestreiten, müssten Sie anders argumentieren als Sie es tun.

      Denn ihre Begründung ist untauglich dafür.

      Wie Ihnen Herr Ott richtig dargelegt hat, besagt „HALTEN“ von Vermögen NICHTS darüber aus, WELCHER Art das Vermögen ist, das im Ausland gehalten wird und es besagt auch nichts, WER das Vermögen hält.

      Nur mal als Hinweis:

      Ca. 50% der Dax-Unternehmen, die z. T. ganz erheblich im Ausland DIREKT investieren, sind in der Hand von AUSLÄNDERN.

      Es ist und bleibt die Vermögensanlage von Ausländern, auch wenn sie von Banken oder Finanzunternehmen verwaltet werden.

      Sie argumentieren nicht schlüssig.

      Antworten
  4. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Dr. Stelter sollte seine Orientierung hinsichtlich staatlicher Kompetenz überprüfen.

    Denn bei der Bekämpfung des Klimawandels hat der Staat seiner Meinung nach KEINE – fehlende Effizienz und Effektivität auf der ganzen Linie.

    Bei der Vermögensbildung hingegen ist ein Staatsfonds DIE – oder zumindest – die BESSERE Lösung.

    Das passt nicht zusammen, auch wenn die mehrheitlich private Lösung der Vermögensbildung aufgrund der Eichhörnchen-Sparbuchkultur eine ganz schlechte ist.

    Einmal abgesehen davon, dass dieser Staatsfonds eine ILLUSION ist, weil es ihn nie geben wird:

    Er wäre auch eine KATASTROPHE, wenn er auf die Vermögensmehrung bezogen ERFOLGREICH sein wollte.

    Damit meine ich nicht nur eine für Dr. Stelter selbst anhand seiner geäußerten Überzeugungen zum Klimawandel und seiner Bekämpfung, sondern auch eine für JEDE Koalition, die Deutschland in den kommenden Jahren regieren wird.

    Denn dieser staatliche Fonds müsste auch in „Drecksunternehmen“ investieren, die jetzt schon und vermutlich auch zukünftig richtig viel Geld verdienen werden, z. B. in
    Aramco, saudiarabischer Ölmulti, der seinen Quartalsgewinn auf 25,5 Mrd. USD vervierfacht hat.

    Oder aber am besten gleich an Norwegen orientieren, wofür hier die Begründung geliefert wird:

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus233033037/Weltklimakonferenz-Die-truegerische-Hoffnung-auf-einen-Wendepunkt.html

    Daraus:

    >Gerade fährt der staatliche Energieriese Equinor die Produktion des Feldes Johan Sverdrup (https://www.equinor.com/en/what-we-do/johan-sverdrup.html) “ hoch. Geplante Fördermenge: 720.000 Barrel pro Tag. Geplante Förderdauer: 50 Jahre. Profit für die norwegische Staatskasse: 950.000 Euro pro Stunde. Auch Shell, BP oder die deutsche Wintershall Dea erschließen weiter Öl- und Gaslagerstätten.>

    Sich einfach mal an der REALITÄT orientieren.

    Das ist umweltfreundlich.

    Denn es spart die Energie, sich in abwegige Projekte zu verrennen.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Gerade fährt der staatliche Energieriese Equinor die Produktion des Feldes Johan Sverdrup (https://www.equinor.com/en/what-we-do/johan-sverdrup.html) “ hoch. Geplante Fördermenge: 720.000 Barrel pro Tag. Geplante Förderdauer: 50 Jahre. Profit für die norwegische Staatskasse: 950.000 Euro pro Stunde.”

      Was dachten Sie denn, wie es läuft?

      Irgendwie muss ja das Geld verdient werden, das man danach in renditearmen grünen “Klimaschutz”-Projekten versenken kann. :D

      Und nicht jede hat das Glück, in eine schwedische Oberschicht-Dynastie oder eine deutsche Zigarettenfabrikanten-Familie hineingeboren zu werden, wo Geld keine Rolle mehr spielt…

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Was dachten Sie denn, wie es läuft.

        Irgendwie muss ja das Geld verdient werden, das man danach in renditearmen grünen “Klimaschutz”-Projekten versenken kann. :D>

        Ich denke nicht, dass es in Norwegen so läuft wie es in Deutschland laufen würde.

        Die Norweger versenken zwar auch Geld, aber nicht in sogenannte Klimaschutzprojekte, sondern – wie man am Beispiel des STAATLCHEN norwegischen Energieriesen Equinor erkennen kann –, IN die Erde, um FOSSILE Energieträger zu fördern.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Die Norweger versenken zwar auch Geld, aber nicht in sogenannte Klimaschutzprojekte, sondern – wie man am Beispiel des STAATLCHEN norwegischen Energieriesen Equinor erkennen kann –, IN die Erde, um FOSSILE Energieträger zu fördern.”

        Ja, damit wird in Norwegen das Geld verdient, das den norwegischen Staatsfonds speist – und der wiederum kann dann nach “ökologischen und sozialen Kriterien” anlegen.

        Das ist noch nicht mal Polemik, es funktioniert wirklich genau so.

  5. weico
    weico sagte:

    @Hr.Stelter

    “Obwohl wir das Geld nicht einmal risikoavers in Anleihen statt Aktien anlegt haben, schneiden wir in allen Anlageformen schlechter ab als der Markt. Schlimmer noch: Wo immer es etwas zu verlieren gab wie in der Finanzkrise, waren wir ganz vorne mit dabei.”

    Wenn wir schon beim Thema verlieren sind:

    Es bringt wenig über besseres staatliches “Investieren” nachzudenken, wenn der gleiche Staat das Geld “Sinnfrei” rauswirft. Das Vorbild USA ….hat noch weit mehr SINNLOS “investiert”
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/verteidigung-kosten-101.html

    Nebenbei:
    “Die Rede der Ministerin, anlässlich des Auslaufen der Fregatte „Bayern” (einfach mal googeln..) zeigt den staatlichen Grössenwahn/Irrsinn auf und verdeutlicht klar, dass man sich SELBER um sein GELD/VERMÖGEN kümmern MUSS ….und sich KEINESFALLS auf den STAAT verlassen darf.

    Antworten
  6. weico
    weico sagte:

    @Hr.Stelter

    “Ein Staatsfonds nach norwegischem Vorbild könnte Abhilfe schaffen und zugleich die Altersvorsorge verbessern.”

    KÖNNTE…!

    ZUVOR sollte man sich Norwegen aber auch in anderem Sinne zum Vorbild machen, damit ein Staatsfonds auch wirklich funktionieren KÖNNTE.

    Norwegen ist NICHT in einem riesigen “EU-Korsett” gefangen …und hat eine EIGENE Währung !

    Man schaue sich doch die jetzige politische Realität an:
    “Deutschland” würde wohl nur schon daran scheitern, WELCHE Aktien überhaupt in einen “Deutschen Staatsfonds” dürften.

    Die Aktien im Staatsfonds von Norwegen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Staatlicher_Pensionsfonds_(Norwegen)

    Bis man nur schon all DIESE Aktienunternehmen, von einem geplanten DEUTSCHEN KLIMAMINISTERIUM (mit Vetorecht), auf mögliche Verstösse wie…: genderkonforme Sprachregelung,Frauenquote,Kinderarbeit,CO2-Ausstoss,Nachhaltigkeit,behindertengerechte und genderkonforme WC-Anlagen, vegane Kantinen usw. überprüft und durchleuchtet hätte, würden wohl Jahre vergehen.

    Die grosse Mehrheit des norwegischen Staatsfonds würden wohl nur schon aus rein politischen Gesinnungsgründen “rausfliegen” (Gazprom,Alibaba, Deutsche Wohnen usw..

    Nebenbei:
    Nach wikipedia hat Deutschland ja schon einen Staatsfonds:
    KENFO (Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung)

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @weico

      Wie läuft das eigentlich in der Schweiz? Reden irgendwelche Politiker der Schweizer Zentralbank dabei rein, wenn es darum geht, welche Aktien sie kauft um die Devisen anzulegen, die bei der “Kurspflege” des Schweizer Frankens unvermeidbar anfallen?

      “Die grosse Mehrheit des norwegischen Staatsfonds würden wohl nur schon aus rein politischen Gesinnungsgründen ‘rausfliegen’ (Gazprom,Alibaba, Deutsche Wohnen usw)”

      Ist ja auch völlig sinnvoll. Wozu Aktien von Deutsche Wohnen kaufen, wenn man die Wohnungen sowieso enteignen will? ;)

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Wie läuft das eigentlich in der Schweiz? Reden irgendwelche Politiker der Schweizer Zentralbank dabei rein, wenn es darum geht, welche Aktien sie kauft um die Devisen anzulegen, die bei der “Kurspflege” des Schweizer Frankens unvermeidbar anfallen?”

        Eine Kritik von Politikern/Verbänden/Gruppen usw. gibt es natürlich auch Hier.

        Aber solange der Gewinn stimmt (2020 etwa 21 Milliarden SFr.) hält sich die Kritik ziemlich in Grenzen :)

        Die SNB hat auch so viele verschiedene Anlagen in ihrem Depot, da wird es für Kritiker schwierig den Überblick zu halten.
        Die SNB investiert wohl “Frei nach Garfield”:
        “Wenn du deinen Gegner nicht überzeugen kannst, verwirre ihn”

        https://sec.report/Document/0001582202-21-000002/

        Nebenbei:
        Falls etwelche Kritik/Fragen usw. wirklich mal aufkommen sollten ,gilt sowieso immer der neutrale Schweizer (Politiker)Standartsatz :

        “Mit tiefstem bedauern verurteilen wir auf Tiefste…..bla,bla……”

  7. Gnomae
    Gnomae sagte:

    Die Prongosen für die kommende Bundestagswahl deuten wohl nicht darauf hin, dass sich am bisherigen System etwas verbessern wird.

    Eine weiter nach links driftende Mehrheit wird es nicht schaffen, vom Umlagesystem bisheriger Art wegzukommen, da überhaupt kein Wille dazu besteht.

    Der einzige Ausweg wäre eine Kombination von Laschet, Lindner und Merz in Regierungsverantwortung, welche einen solchen Anstoß geben könnten.

    Ansonsten kann man langsam beobachten, wie sich eine Wohlstandsgesellschaft selbst die wirtschaftlichen Grundlagen zerstört und einem System nachjagt, dass durch Vorgaben, Verbote und Dirigismus auffällt und ausschließlich ihre Klientel finanziell bedient.

    Antworten
    • Susanne Finke-Röpke
      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Gnomae: Eine Kombination aus Laschet, Lindner und Merz?

      Nie im Leben würden die 3 was ändern können.

      Sie bräuchten eine Kombination aus Dr. Stelter, Dr. Krall und Professor Lucke mit freundlicher Beraterunterstützung von Marc Faber, Hendrik Leber, Kurt Flossbach, Philipp Vorndran, Jörg Krämer und Roland Tichy. Bei gleichzeitiger Vollprivatisierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten mit Ausnahme von Phoenix, 3sat und Arte und einem Pflichtfach “Wirtschaft / Unternehmertum / Was ist Geld” in allen weiterführenden Schulen mit nichtverbeamteten Teilzeitlehrern aus der Wirtschaft. Ansonsten wird das: gar nichts.

      Alternativ 100.000 Schweizer Missionare über das ganze Land verteilt, denen alle an den Lippen hängen…^^

      Antworten
      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        “Sie bräuchten eine Kombination aus Dr. Stelter, Dr. Krall und Professor Lucke mit freundlicher Beraterunterstützung von Marc Faber, Hendrik Leber, Kurt Flossbach, Philipp Vorndran, Jörg Krämer und Roland Tichy.”

        Diese Leute würden kläglich scheitern; und zwar schnell. Sie würden nur nicht verstehen, warum sie gescheitert sind, sondern auf irgendwelche finsteren Machenschaften verweisen.

      • weico
        weico sagte:

        @Rolf Peter

        “Sie bräuchten eine Kombination aus Dr. Stelter, Dr. Krall und Professor Lucke mit freundlicher Beraterunterstützung von Marc Faber, Hendrik Leber, Kurt Flossbach, Philipp Vorndran, Jörg Krämer und Roland Tichy.”

        Herr Faber würde höchstens an dem heutigen Gender-und “political correctness” Zeitgeist scheitern, aber sicher nicht an wirtschaftlichen Themen.

        Nebenbei:
        Seit seinem “Gloom, Boom & Doom Report” (Okt.2017), hat die mediale “Rassismuskeule” zugeschlagen und Faber wurde von den öffentlichen Medien praktisch verbannt.

        Aber wie ein kleines öffentliches Zeitungs-Interview damals zeigt, war und ist er sehr frei und eigenständig mit seinen Aussagen …!

        https://www.blick.ch/ausland/zu-besuch-in-der-dschungel-villa-von-dr-doom-marc-faber-71-mein-leben-waere-in-der-schweiz-nicht-moeglich-id6497812.html

  8. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @DS „Ein Staatsfonds nach norwegischem Vorbild könnte Abhilfe schaffen und zugleich die Altersvorsorge verbessern“.

    Ich verstehe nicht, wozu es eines Staatsfonds bedarf, um im Ausland zu besten Konditionen die Gelder der Bevölkerung anzulegen. Das wäre doch genauso gut und vermutlich noch viel besser durch privatwirtschaftlich organisierte, jedoch der Allgemeinheit verpflichtete, Institutionen möglich. Was hindert die bestehenden Unternehmen an der profitablen Geldanlage? Gibt es durch bestimmte Regularien sogar die Chance einen Wettbewerb um die beste Variante auszulösen? Wieso sollte man einem „Staats“fonds mehr trauen, als einem Privaten? Wo in BTO doch die Ergebnisse von staatlichen Aktivitäten tagtäglich bis aufs Schärfste kritisiert werden (mit Recht).

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ jürgen p.
      unsere regierungen würden einen “renten-staatsfonds”, zu gunsten von versicherungen und banken, managen. siehe riester-rente; – für 90 bis 95% der teilnehmer, ein minusgeschäft.
      so steht ein fürsorgender staat zu seinen bürgern,
      bitte vergesst dies nicht bei den wahlen entsprechend zu quitieren (zb auch wie aktuell die törichten, totalitären corona-maßnahmen !)

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenP

      “Ich verstehe nicht, wozu es eines Staatsfonds bedarf, um im Ausland zu besten Konditionen die Gelder der Bevölkerung anzulegen.”

      Stimmt, eigentlich braucht man gar dafür keinen Fonds, aber die meisten Leute sind zu faul oder zu blöd dazu, um das selbst zu machen.

      Außerdem ist es steuerlich ungünstig. Wenn ich als Selbstständiger einen dieser grottigen “Rüruprenten”-Verträge abschließe oder freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahle, dann kann ich das bis zu einem Betrag von ungefähr 22500 EUR pro Jahr von meinem zu versteuernden Einkommen absetzen.

      Analog funktioniert das bei den Pflichtbeiträgen von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in die gesetzliche Rentenversicherung, allerdings merken das die meisten Leute nicht, weil es automatisch abläuft und schon in die Lohnsteuertabellen eingebacken ist:

      https://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2020/456/wie_werden_ihre_beitraege_zur_gesetzlichen_rentenversicherung_beruecksichtigt

      Wenn ich selbst investieren will, muss ich das allerdings immer aus meinem bereits versteuerten Einkommen machen. Steuerbegünstigte und gleichzeitig kostengünstige Strukturen für das private Investieren wie in den USA oder UK gibt es hier ja nicht, und der Sparbuch-Scholz wird gar nicht kapieren, was eigentlich das Problem ist. Oder er ruft den SPD-Freund Maschmeier an, und der wird ihm erkären, dass selber investieren total gefährlich ist und er doch unbedingt alles so lassen soll, wie es jetzt ist. ;)

      ” Das wäre doch genauso gut und vermutlich noch viel besser durch privatwirtschaftlich organisierte, jedoch der Allgemeinheit verpflichtete, Institutionen möglich.”

      So wie Blackrock, oder was?

      Sie müssen sich schon grundsätzlich entscheiden, ob ein Unternehmen “privatwirtschaftlich organisiert” oder “der Allgemeinheit verpflichtet” ist – letzteres geht nur mit besonderen Rechtsformen.

      Antworten
  9. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Wäre ja schön, wenn wir noch wie die Eichhörnchen arbeiten könnten!

    Die sind Allesfresser, wir hingegen werden bei der Auswahl unserer Investitionen aus ideologischen Gründen immer wählerischer. Heute muss alles CO2-neutral, vegan, genderqueer und transenfreundlich sein, sowohl bei den Produkten wie auch bei den Vorständ*innnen und Aufsichtsrät*innen. Unser deutscher Staatskonzern Volkswagen zum Beispiel geht voll auf Elektroautos, Regenbogen-Werbung (zumindest in Deutschland, in Saudi-Arabien verfblüffenderweise nicht – woran das wohl liegt?) und Currywurst-Abschaffung in den Betriebskantinen.

    Da wird es schwierig, überhaupt noch Rendite zu erzielen. Aber wer braucht die schon, wenn er stattdessen ein moralisch gutes Gefühl haben kann?

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ ott
      knapp 60% der deutschen dax-unternehmen sind durch aktien in ausländischer hand.

      bei dieser politik müssten diese eigentlich flüchten?

      Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Richard Ott
      Die entwicklungsbiologisch älteste Wert-Anlage ist gespeichertes Körperfett- in Zeiten von Subsistenz-wirtschaft mit periodischen Hungersnöten sicherten einige Kilo Fettgewebe das Überleben- ich beobachte ,dass neben gefördertern deutschen Schuldgefühlen/ &Bibel/ Reichenverdammung/ diese atavistische Haltung zu Geldanlage häufig anzutreffen ist- Sie ist verbunden mit Schnäppchen-Mentalität und generalisierten Versorgungswünschen.
      Vertrauen in den Staat , da spielen ” Risiken und Nebenwirkungen” keine Rolle mehr,
      #die -Rente- isch -sischer#/Blüm. Derzeit geht es umfassend ” um-die-Wurst”:
      ” Pieksen” ist Kindersprache, die Deutschen vertrauen ( noch ) &schlucken fast alles:
      https://www.youtube.com/watch?v=vNn7scxZTdw

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Nachtrag zur ” Pieks” -Verharmlosung durch Staats-Medien:
        ich behaupte, hier wird seitens der Regierung mehr als nur Sorgfaltspflicht verletzt, es handelt sich um schwere vorsätzliche Körperverletzung:

        https://www.rubikon.news/artikel/das-impf-himmelfahrtskommando

        Bratwurst als Linsengericht der Moderne. Totaler Haftungs-Ausschluss der Pharmaproduzenten. Sämtliche Grundregeln ärztlicher Verantwortung werden verletzt, nil nocere! ( Massenabfertigung in “Impfbussen” ohne gründliche Anamnese)

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Dr. Lucie Fischer

        Ich schätze ihre Engagement und insbesondere auch den Verweis auf die IDEOLOGIE der Verdummung, für die sich u. a. Politiker und Ärzte hergeben.

        Wenn sie ein schlechtes Gewissen haben – ich würde nicht in jedem Fall davon ausgehen, dass sie sich das leisten wollen – dann heißt es:

        Die Vorteile der Impfungen ÜBERWIEGEN die Nachteile.

        Diese generelle Aussage ist zum jetzigen Zeitpunkt, also in dem sie getätigt wird, durch NICHTS begründet.

        Es müsste ehrlicherweise heißen:

        Die Vorteile bestehen darin, dass – soweit man vorläufig weiß – Geimpfte ihre Leben ohne weitgehende Einschränkungen gestalten können, weil sie in signifikanter Zahl sich und andere nicht mit dem Virus schädigen, und daher die Ihnen zustehenden Grundrechte zurückerhalten (müssen). Über die Nachteile kann nichts gesagt werden, weil wir die möglichen zukünftigen nicht kennen. Sie müssen nicht, können aber erheblich sein.

        Die Ideologie, dies nicht KLAR und DEUTLICH der Öffentlichkeit zu vermitteln, liegt darin, dass die Unterschlagung der Wahrheit erlaubt, INTERESSEN zu bedienen.

        Was auch heißt:

        Die allermeisten Menschen wollen nicht die Wahrheit hören, sondern sie bestehen darauf, dass ihre Instant-Interessen bedient werden.

        Das ist auch VERSTÄNDLICH.

        Damit verbunden ist eine Entlastung, aber nicht Freisprechung aller derer, die den Sachverhalt verstehen, aber den Mund auch dann nicht aufmachen, wenn sie gehört werden und ihn darlegen könnten.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Lieber, sehr geehrter Herr Tischer,
        Ihre Argumente sind-wie immer- tief durchdacht und nachvollziehbar, dennoch wird derzeit in nie gekanntem Ausmass von jedem einzelnen Arzt ,der Injektionen verabreicht, Grundlegende Standards des ” Nil Nocere” verletzt. In jedem Päckchen Aspirin-Tabletten wird ausführlich auf Risiken , Kontraindikationen und Nebenwirkungen hingewiesen, dabei ist die Substanz von Aspirin-Salicylsäure ein ” Naturprodukt”, – ursprünglich aus Weidenringe gewonnen , heute -synthetisch produziert. Bewährtes Medikament. Bedeutet: Sorgfaltspflicht und individuelle Therapie bei jedem einzelnen Patienten muss ärztliches Handeln bestimmen. Kein Bankkaufmann, der zufällig Gesundheitsminister wurde, schreibt mir vor, wie ich lege artis Patienten berate und behandele. ( Gleiches gilt für ärztliche Schweigepflicht. ) Es gibt ärztliche Standards, die nicht verhandelbar sind, die werden derzeit verraten und verkauft . Jeder Arzt , der sich daran beteiligt, wird sich individuell verantworten müssen, auch
        ( und gerade weil ) es politischen Druck gibt. Grauzonen, in denen ” Skin-in-the-game” verhandelt werden könnten, werden keine Entschuldigung sein. No mercy.

  10. foxxly
    foxxly sagte:

    woher sollen die deutschen den mut haben, in bessere geldanlagen zu investieren?
    -sie sind schlecht in geldanlagen etc. gebildet.
    -sie werden leicht betrogen und haben dabei wenig gesetzlichen schutz.
    -sie haben durch währungsreformen viel vermögen wiederholt, verloren.
    -sie werden durch sowas wie “rister-vorsorgen” staatlich betrogen.
    -sie haben immer noch eine gewisse “obrigkeits-hörigkeit”: …. “die wissen schon, was für mich gut ist”
    -der einfluss des kapitals führt den regierungen die hand. nur so ist es einigermaßen erklärbar, dass die masse sich in geldanlagen “dumm” verhalten.
    -und, wenn sie dann mal etwas riskieren, dann geht es relativ sicher in die hose.
    was kan man da noch erwarten?

    Antworten

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