„Russland ins Depot“

Dieser Kommentar von mir erschien bei WirtschaftsWoche Online:

„Put your money where your mouth is“ gilt auch für Stelter strategisch. Die Kolumne ist für mich immer wieder Anlass zur Standortbestimmung für meine persönliche Strategie der Geldanlage. Dies gilt für die grundlegende Überzeugung der Diversifikation in Aktien, Immobilien, Gold und Liquidität, den Grundsatz, möglichst wenig zu handeln, weil man den Markt ohnehin nicht timen kann und die feste Überzeugung, möglichst global anzulegen. Überwiegen doch die Risiken einer einseitigen Orientierung am Heimatmarkt (Anleger – raus aus Europa).

Dazu kommen dann taktische Überlegungen, wie die hier gerade in den vergangenen Wochen immer wieder gegebene Empfehlung, Risiken abzubauen und die Liquidität zu erhöhen.

Im Einkauf liegt der Gewinn

Bekanntlich liegt im Einkauf der Gewinn. Die Korrelation zwischen dem Preis, den man für ein Asset bezahlt, und der nachfolgenden Rendite ist eindeutig. Kauft man Aktien zu einer hohen Bewertung, folgen geringe Renditen und umgekehrt. Dabei ist es nicht so schwer, die künftigen Erträge zu schätzen. Aktienrenditen (also Ausschüttungen und Kursgewinne) werden von vier Faktoren getrieben:

– vom Wachstum der Gewinne
– von den Dividenden
– von der Veränderung der Profitmargen
– von der Veränderung der Aktienbewertung, also des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV).

Auf lange Sicht spielt dabei die Veränderung der Bewertung und der Margen keine Rolle. Hinter dem jährlichen realen Ertrag des S&P 500 von 6,3 Prozent seit 1970 stehen 3,4 Prozentpunkte aus Dividenden, 2,3 Prozentpunkte aus dem realen Wachstum, 0,5 Prozentpunkte aus der Verbesserung der Marge und nur 0,1 Prozent aus der höheren Bewertung.

Anders ist das auf kurze Sicht. Hier spielen die Veränderung der Bewertung und der kurzfristigen Profitabilität eine deutlich größere Rolle.

Besonders ausgeprägt ist das seit Beginn der Finanzkrise. Während es den Notenbanken, wie hier immer wieder erläutert, nicht gelungen ist die Realwirtschaft zu stimulieren, schlägt sich die Liquidität an den Assetmärkten nieder. Von den 13,6 Prozent, die der S&P 500 zwischen 2010 und 2017 zugelegt hat, stammen immerhin 3,8 Prozent aus einer höheren Bewertung und 3,2 Prozent aus höheren Margen.

Beides lässt sich nicht ewig fortsetzen, was ein wesentlicher Grund war und ist, an der US-Börse vorsichtig zu sein. Auch weil die Bilanzqualität der Firmen sich nachhaltig verschlechtert hat und die Investoren immer mehr auf Kredit spekulieren. Selbst ohne Crash ist klar, dass auf heutigem Niveau nur noch mit Minirenditen zu rechnen ist. Gleiches gilt für teuer eingekaufte Immobilien. Wer heute die 40-fache Jahresnettokaltmiete bezahlt, kauft sich garantierte geringe Erträge ein, wettet einseitig auf eine Inflation und übersieht die erheblichen Risiken von Besteuerung und Eingriffen in das Eigentum.

Schwellenländer immer noch billiger

Relativ attraktiver waren und sind die Schwellenländer, worauf ich in den vergangenen Jahren mehrfach hingewiesen habe. Hier paaren sich höhere Wachstumsraten mit günstigeren Bewertungen. Kein Wunder also, dass die Schwellenländer im vorigen Jahr deutlich besser performt haben als die US-Börse. In US-Dollar gerechnet legten die Schwellenländer 2017 beeindruckende 40 Prozent zu.

Dabei sind die Risiken erheblich, dass es zu unangenehmen Überraschungen kommt. Die Verschuldung in US-Dollar ist auf mehr als 15 Billionen gestiegen, was die Anfälligkeit der Märkte für eine Trendwende der US-Währung erhöht. Kommt es zu einem Crash an den westlichen Börsen, so geht es erfahrungsgemäß noch schneller in den Schwellenländern bergab. Die Märkte sind also nicht ohne Grund billiger.

Hinzu kommen die politischen Risiken, wie wir in der vergangenen Woche erneut schmerzhaft feststellen mussten. Die neuen Sanktionen der US-Regierung gegen Russland haben der dortigen Börse und dem Rubel einen heftigen Schlag versetzt. Und damit auch meinem Portfolio. Immer wieder habe ich auf Russland als günstigen Markt hingewiesen, zuletzt in meinen Prognosen für 2018. So schnell kann man sich irren!

Hinkte die Moskauer Börse im vergangenen Jahr zunächst hinterher, war die Entwicklung seit letztem Sommer sehr erfreulich. Die Aktien stiegen, getragen von höheren Ölpreisen und abnehmenden Spannungen, die Zinsen sanken und der Rubel stabilisierte sich. Damit war am vorigen Montag Schluss. Die Börse crashte und vor allem die Unternehmen auf der Sanktionsliste wurden arg gebeutelt. Der Aluminiumkonzern Rusal verlor mehr als die Hälfte, die Goldmine Polyus verlor 20 Prozent. Der Rubel fiel zum Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende 2016.

Die Aktien, die schon vor dem Einbruch äußerst günstig waren, wurden noch billiger. Der Markt handelt unter Buchwert und das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Marktes liegt bei unter acht – der billigste Markt weltweit! Werte wie Gazprom werden zum vierfachen des für 2018 erwarteten Gewinnes gehandelt.

Natürlich können sich Aktienkurse unendlich oft halbieren. Doch ist das realistisch? Ich für meinen Teil habe in der vergangenen Woche bei einigen Titeln in Russland dazugekauft. Zu diesen Bewertungen zu kaufen, ist aus meiner Sicht weniger riskant, als den FANGS hinterherzulaufen. Was kann denn noch passieren?

Wenn es kracht, trifft es die Schwellenländer zuerst

Ja, es ist denkbar, dass es eine weitere Eskalation in den Beziehungen zwischen Russland und der westlichen Welt kommt. Die besonnene Reaktion auf die Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens in Syrien spricht jedoch eher für eine Deeskalation. Persönlich kann ich keinen Sinn in weiteren militärischen Eingriffen in der Region erkennen: zum einen, weil der Krieg in Syrien ohnehin entschieden ist und sich die Lage vor Ort nicht so einfach kategorisieren lässt, wie es Politik und Medien hierzulande gerne tun – hier empfehle ich das sehr interessante Interview mit dem Nahost-Experten Michael Lüders im Deutschlandfunk, welches schon vor den Angriffen geführt wurde. Zum anderen, weil die Grundursache der Konflikte in der Region die explodierende Bevölkerung ist, welche zu einem Überschuss an jungen Männern führt, die für sich keine Perspektive sehen. Krieg, Bürgerkrieg und Terror sind die unerfreulichen Folgen.

Solange es also zu keinem Krieg zwischen dem Westen und Russland kommt, wofür wenig spricht, sind die russischen Aktien ein Kauf. Käme es zu einem Krieg, dürfte der Verlust an der Moskauer Börse unser geringstes Problem sein.

Dividende, wenig Kursgewinne

Dabei sind die Aktien der russischen Börse vor allem unter Ertragsgesichtspunkten interessant. Die eigentliche Entwicklung der russischen Wirtschaft bleibt enttäuschend und das Land einseitig auf Rohstoffe fokussiert. Diese jedoch werden – allen Sanktionen des Westens zum Trotz – in der Welt weiterhin reißenden Absatz finden. Die Annäherung zwischen Russland, China und Indien ist in vollem Gange. Dies mag zwischenzeitlich bei steigenden Rohstoffpreisen zu höheren Kursen führen, dann aber getrieben von den Erträgen, nicht von einer Ausweitung der KGVs. Werden diese nicht mehr viel sinken, so ist auch das Aufwertungspotenzial beschränkt.

Wer das Risiko tragen kann und einen langen Atem hat, für den ist die Moskauer Börse einen Blick wert. Wie sagte Carl Mayer von Rothschild so treffend: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“

→ WiWo.de: „Russland ins Depot“, 19. April 2018

28 Kommentare
  1. BRIC sagte:

    Bei Börsenanlagen in Schwellenländern ist auch immer der Währungseffekt mit zu berücksichtigen:

    – abstürzende Börse + abwertende nationale Währung
    – steigende Börse + aufwertende nationale Währung

    Dies kann man sich gut über die Kursentwicklung von ETF´s in Hartwährung vergegenwärtigen:

    Siehe Indien 2013 anläßlich Bernakes Taper – Tantrum:

    https://www.boerse.de/etf/LYXOR-ETF-MSCI-INDIA/FR0010361683

    oder Brasilien 2016 während der Rohstoffbaisse:

    https://www.boerse.de/etf/LYXOR-ETF-BRAZIL-IBOVESPA/FR0010408799

    Damals – 2016 – auch Rußland während der Rubelkrise:

    https://www.boerse.de/etf/ETF-AUF-EMERGING-MARKETS-MSCI-RUSSIA/IE00B5V87390

    Heute eher nicht mehr, da für die russischen Hauptexportprodukte Energieträger und Rohstoffe, die auch einen Großteil der Börsenkapitalisierung dort ausmachen keine deutlich steigenden Preise zu erwarten sind.

    Dafür aber Absturz von Währung, Rohstoff- und Energieträgerpreise, falls es zukünftig zu einer Rezession kommt.

    Siehe in diesem Zusammenhang auch den Aktienmarkt der Türkei, der wegen der chronisch schachen türkischen Lira trotz nominellem Anstieg des Index in Hartwährung auf Sicht von über 10 Jahren (!) nicht vom Fleck gekommen ist:

    https://www.boerse.de/etf/EETF-ISHARES-MSCI-TURKEY/IE00B1FZS574

    https://www.finanzen.net/etf/ishares_msci_turkey_ucits_etf

    https://www.finanzen.net/index/ISE_100

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  2. Wolfgang Selig sagte:

    Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu, aber Bedenken habe ich gegen die Ermittlung des KGV. Die Kurse sind natürlich bekannt, das KGV ist sehr niedrig, aber stimmt der Gewinnausweis wirklich? Sind die Rückstellungen und die Abschreibungen ausreichend hoch? Wenn ich alleine von Gazprom drei verschiedene Versionen des Jahresabschlusses organisieren kann (Inland, Börse, externe Beurteilung) dann macht mich das etwas nervös…
    Dennoch bin ich der Meinung, dass der Sicherheitspuffer bei russischen Aktien groß genug sein müsste.

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  3. Dietmar Tischer sagte:

    >Käme es zu einem Krieg, dürfte der Verlust an der Moskauer Börse unser geringstes Problem sein.>

    Ich muss mich, Gott sei Dank, mit derartigen Überlegungen nicht praktisch befassen.

    Staunen muss ich aber über die Argumentation.

    Wären bei einem Krieg, an den auch ich nicht glaube, der aber hier unterstellt wird, die Verluste an der Moskauer Börse TATSÄCHLICH unser geringstes Problem?

    Ja, das wären sie, wenn man es so sieht:

    Im Falle eines Krieges geht es nur noch darum, was man zuhause noch retten kann während man das, was an der Börse in Moskau angelegt ist, komplett abschreiben MUSS.

    Ist das so, dann ist das Engagement an der Moskauer Börse eine WETTE und sonst nichts.

    Soll es hingegen eine ANLAGE sein, dann machen Überlegungen zu einem Krieg nicht den geringsten Sinn.

    Legt man in Moskau an, MUSS die VORAUSSETZUNG sein, dass es keinen Krieg gibt.

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    • Richard Ott sagte:

      Es ist wohl eher so gemeint: Falls es zu einem Krieg gegen Russland kommen würde, dann sind die meisten von uns sowieso bald tot weil dieser Krieg mit Atomwaffen geführt werden würde.

      Glauben Sie, es ist eine gute Idee, Geld darauf zu wetten, dass die Welt untergeht? Selbst wenn Ihre Vorhersage stimmt, werden Sie den Wettgewinn niemals einstreichen können. (Und auch keine Gewinne mehr aus irgendwelchen anderen Wetten…) Die einzig sinnvolle Strategie ist also, darauf zu setzen, dass die Welt weiter bestehen wird.

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      • Dietmar Tischer sagte:

        >Falls es zu einem Krieg gegen Russland kommen würde, dann sind die meisten von uns sowieso bald tot …>

        Wenn es denn so gemeint sein sollte, dann ist die Schlussfolgerung doch die, dass Anlegen in Russland UND/ODER woanders – aus Sicht des Anlegers GLEICHERMASSEN unsinnig ist.

        Denn wenn bei Annahme eines Krieges mit Russland NUR das Überleben zählt und dieses nicht zu erwarten ist, dann ist Anlegen IRRELEVANT, ja unsinnig.

        Sinnvoll wäre es, bis zum Ausbruch des Kriegs so viel zu konsumieren, wie für eine „gutes Leben“ bis dahin erforderlich ist.

        >Glauben Sie, es ist eine gute Idee, Geld darauf zu wetten, dass die Welt untergeht? Selbst wenn Ihre Vorhersage stimmt, werden Sie den Wettgewinn niemals einstreichen können.>

        Sie haben recht und bestätigen damit, was ich zuvor gesagt habe:

        Für diesen Fall bzw. für diese Annahme ist weder Anlegen noch Wetten eine gute Idee.

        >Die einzig sinnvolle Strategie ist also, darauf zu setzen, dass die Welt weiter bestehen wird.>

        Das kann man so nicht sagen.

        Welche Strategie sinnvoll ist, hängt von den ANNAHMEN ab – man MUSS von den Annahmen ausgehen, nicht von der Strategie. Sie ergibt sich aus den Annahmen.

        So wird ein Schuh daraus:

        Wenn man annimmt, dass die Welt weiter besteht, Mehrwert schaffende Aktivitäten eingeschlossen, dann kann es sinnvoll sein, Anlagen zu tätigen.

        Kann es sein, muss es aber nicht: Auch unter der Annahme, dass die Welt weiter besteht, kann es sinnvoll sein, nicht anzulegen, sondern den Anlagebetrag zu konsumieren.

        Denn immer daran denken:

        Der individuelle Anleger geht ganz SICHER unter – auch bei weiter bestehender Welt.

        Hier noch ein ganz anderer Gedanke:

        Vielleicht ist es bei der überwiegenden Anzahl der Anleger so, dass sie beim besten Willen nicht alles konsumieren können oder wollen, daher Geld übrig haben und anlegen MÜSSEN (horten einmal ausgeschlossen).

        Ist das so, müssen sie sich nicht über die hier diskutierte GRUNDSÄTZLICHE Annahme, dass die Welt weiter besteht, Gedanken machen.

        Sie wird sozusagen im Vorlauf ganz automatisch getroffen.

        Strategie betrifft dann nicht mehr das Ob, sondern nur noch das Wie des Anlegens.

      • Richard Ott sagte:

        Richtig. Wenn Sie annehmen, dass es einen Atomkrieg geben wird, dann ist es sinnvoll, alle Anlagen zu liquidieren und zu verkonsumieren. (Oder möglicherweise das Geld in Vorräte zu stecken, die Ihre Überlebenschancen im Falle eines Atomkrieges erhöhen. Vielleicht wäre auch der Bau eines privaten Atombunkers dazu noch sinnvoll?)

        Anlagen in Aktien – egal ob in Russland oder wo auch immer – sind nur dann sinnvoll, wenn Sie davon ausgehen, dass es keinen Atomkrieg geben wird.

        Wenn wir uns nicht sicher sind, ob es einen Atomkrieg geben wird, dann sollten wir die Wertentwicklung unseres Portfolios unter den beiden Szenarien („Atomkrieg“ oder „Kein-Atomkrieg“) betrachten und versuchen, den Erwartungswert bei angenommener Atomkrieg-Eintrittswahrscheinlichkeit zu maximieren. Egal wie hoch wir diese Eintrittswahrscheinlichkeit einschätzen – der Wert jeglicher Investments am Kapitalmarkt im Szenario „Atomkrieg“ wird nahe Null sein. Relevant ist für unsere Entscheidungen für unsere Anlagestrategie nur, wie sich das Portfolio entwickelt, sofern es keinen Atomkrieg gibt. Dass es möglicherweise einen Atomkrieg geben könnte, ist also kein Argument gegen das Investment in russische Aktien gegenüber irgendwelchen anderen Investionen am globalen Kaptialmarkt.

      • Dietmar Tischer sagte:

        Unter einer Wette versteht man die Festlegung darauf, dass ein definiertes Ereignis EINTRITT.

        Unter einer Anlage versteht man die Festlegung darauf, sein Vermögen zu MEHREN.

        Dies hat zwar auch etwas mit dem Eintritt von Ereignissen zu tun, ist aber von der Intention her etwas ganz anderes.

        Es gibt aber Merkmale, die bei einer Wette wie auch bei einer Anlage festzustellen sind.

        Eines ist die Ungewissheit (ausgenommen bei betrügerischen Wetten, bei denen jemand das eintretende Ereignis im Voraus kennt oder zu kennen glaubt).

        Man weiß nicht, ob bei einer Wette das definierte Ereignis eintritt oder nicht und man weiß auch nicht, ob man mit einer Anlage sein Vermögen mehrt.

        Das berechtigt jedoch nicht zu der Auffassung, dass eine Anlage auch eine Wette IST.

        Ich teile Ihre Auffassung also nicht.

        Nun kann man solange an den Definitionen von Wette von Anlage herumdrehen, bis Ihre Auffassung richtig ist.

        Dann ist mein Verständnis von Wette und Anlage natürlich falsch (was auch so schon der Fall sein kann).

        Ich glaube allerdings, dass kaum jemand die Definitionen von Wetten und Anlagen anerkennen würde, wenn Wetten auf diese Weise unter einen Hut gebracht worden wären.

  4. Richard Ott sagte:

    Ich möchte nochmal meine Frage posten, die ich schon unter dem Russland-Artikel vom 13. April geschrieben hatte – vermutlich zu spät, um noch eine Antwort zu erhalten:

    Soweit ich weiß, kann man von Deutschland aus nicht direkt in russische Aktien investieren, sondern nur über Fonds, die an der russischen Börse agieren, oder aber über ADRs (American Depositary Receipts). ADRs sind Zertifikate, die von US-amerikanischen Banken ausgegeben werden und einen Anspruch auf hinterlegte Aktien beziehungsweise Bruchstücke einer Aktie darstellen und mit denen dann an der Börse gehandelt wird.

    Können wir uns bei dem immer erratischer und hysterischer werdenden Verhalten der USA in Bezug auf Russland sicher sein, dass ADRs auf russische Aktien auch in Zukunft weiter handelbar sein werden?

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  5. Veking sagte:

    Ich schaue mir den russischen Markt auch schon seit fast einem Jahr an, konnte mich bislang aber nicht dazu durchringen, dort zu kaufen. Ich bin, auch aufgrund des Immobilien-Beispiels, noch nicht überzeugt. Neben der Immobilie in München mit einem Vervielfältiger von 40 gibt es auch heute noch in Deutschland Immobilien mit einem Vervielfältiger von 12. Nur sind die eben in Lagen, in denen ich nicht kaufen würde, selbst dann nicht, wenn es halt „billig“ ist (billig in Relation zu anderen Investments, die hier als eigentlich zu teuer diskutiert werden).
    Die vier Faktoren zur Entwicklung der Aktienrendite kann ich nachvollziehen, bin mir aber nicht sicher, ob deren Gewichtung auf den russischen Markt so zutrifft. Wenn ich investieren, dann unter langfristigen Gesichtspunkten mit dem Ziel des Vermögensaufbaus. In Rußland bekomme ich nur Dividende in Rubel, wobei ich nicht weiß, wie sich die zu den Währungen in West-Europa verhalten. Und am Ende muß ich auch jemanden finden, der meine Anteile zu einem annehmbaren Preis abkauft, damit ich mein Investment wieder zu cash machen kann. In Bezug auf Rußland kann ich mir vorstellen, daß das Thema Angebot und Nachfrage größeren Einfluß auf die Preisentwicklung der Aktien hat. Wenn ich z.B. russische Aktien-Fonds, sortiert nach Rendite-Entwicklung der letzten Jahre, der führenden Anbieter anschaue, dann haben die BNP, Amundi, Pictet, Danske Invest, SEB-Fonds ein Fondsvolumen von 50 bis 400 Mio EUR. Im Vergleich dazu haben die Goldman, JP Morgans und Fidelitys dieser Welt in den USA und Europa Fonds mit einem Volumen in Milliardenhöhe. Danach müßte ich davon ausgehen, daß an meinen USA und Europa Firmen-Anteilen auch später noch größeres Interesse besteht als an russischen.

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    • jobi sagte:

      Der günstige Preis des russischen Marktes resultiert fast ausschließlich aus den angesprochenen politischen Risiken, die zur Zeit natürlich besonders präsent in den Köpfen der Anleger sind.
      Aus fundamentaler Sicht bieten sich hier dem Anleger mit ruhiger Hand und entsprechendem Anlagehorizont hervorragende Perspektiven.
      Ein zusätzliches Argument sind die Rohstoffpreise, die sich (noch) im Bereich von Zehnjahrestiefs bewegen. Bei einer Normalisierung würden nicht nur Rohstofftitel profitieren, sondern auch andere Sektoren, in denen durchaus interessante Werte zu finden sind (z. B. Telekom, Banken, Internetplattformen und Konsum )

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    • Dietmar Tischer sagte:

      >In Bezug auf Rußland kann ich mir vorstellen, daß das Thema Angebot und Nachfrage größeren Einfluß auf die Preisentwicklung der Aktien hat.>

      Ich kann mir das auch vorstellen und zwar auch den ganz speziellen Fall, dass es KEINE Preisentwicklung mehr gibt.

      Er würde eintreten, wenn die an der Börse gehandelten Unternehmen verstaatlicht und die Anteilseigner entschädigungslos enteignet würden.

      Zugegeben:

      Das ist im Augenblick sehr, sehr unwahrscheinlich.

      Es wäre aber nicht das erste Mal, wenn so etwas geschehe.

      Was ich damit meine:

      Ihre durchaus angebrachten Vorbehalte gegenüber Anlagen im russischen Markt haben viele Aspekte. Und zumindest einige davon schließen die Vergleichbarkeit mit Anlagen bei uns aus.

      Billig ist nicht immer günstig.

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  6. Daniel sagte:

    Der russische Aktienmarkt hat mehrere gravierende Nachteile. Ich war schon einige Male in Russland und hatte den Eindruck, dass die Wirtschaft einem ineffizienten, korrupten Vetternsystem gleicht. Marktwirtschaftliche Mechanismen sind kaum vorhanden und Eigentumsrechte sind nicht mit westlichen vergleichbar. Im Zweifel wird bei einem guten Investment auch mal schnell verstaatlicht.

    Auf der Basis von Kurs/Buchwert Verhältnissen oder KGVs mag der Aktienmarkt dort günstig erscheinen, allerdings ist das mehr als berechtigt, da die Kapitalrenditen der Unternehmen meist sehr gering sind. Was nützt mir beispielsweise ein KGV von fünf, wenn das betreffende Unternehmen eine Kapitalrendite von nur 2% erzielt und keine Dividende ausschüttet? Meine gedachte Rendite als Aktionär liegt in diesem Fall dann auch nur bei 2% trotz des niedrigen KGVs.

    Im Allgemeinen wurden für reine Rohstoffförderungsunternehmen an den Börsen schon immer nur geringe KGVs gezahlt.

    @jobi
    „Ein zusätzliches Argument sind die Rohstoffpreise, die sich (noch) im Bereich von Zehnjahrestiefs bewegen.“

    Könntest du mir bitte sagen, welche Rohstoffe das sind? Die Edelmetalle stehen ja zum Beispiel deutlich höher als vor 10 Jahren und für den relativen Kurs von Erdöl gibt es ja gute Gründe (Erderwärmung, Trend zu regenerativen Energien, E-Auto).

    Es ist verwunderlich, dass Dr. Stelter bärisch eingestellt ist und ausgerechnet in Rohstoffaktien investiert. Gerade hier würde ich im Falle eines Bärenmarktes relativ große Verluste erwarten.

    Meine Erfahrung ist, dass nicht im Einkauf der Gewinn liegt, sondern in der internen Kapitalrendite der Unternehmen und dem Sitzfleisch des Anlegers.

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    • jobi sagte:

      @Daniel

      praktisch alle Industriemetalle sind in der letzten Dekade volatil seitwärts gelaufen. Erst seit Ende 2016, teilweise erst seit 2017 zeigt der Trend wieder nach oben.
      Niedrige Kapitalrenditen würde ich nicht überbewerten.
      Der Wert von Rohstoffunternehmen wird hauptsächlich vom Wert der gesicherten Vorkommen bestimmt und damit vor allem von den Rohstoffpreisen. Und diese bewegen sich in ausgeprägten Zyklen.

      Das Schöne an der Börse ist doch, dass nicht alle einer Meinung sind !

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  7. Klaus Samer sagte:

    Aus meiner Sicht ist es nicht möglich in Russland sicher Eigentum zu erwerben auf Grund eines fehlernden Rechtsstaates. Das gilt sowohl für Aktien als auch für alles andere. Deshalb würde ich keine russischen Aktien kaufen, in einer diktatorischen Kleptokratie kann man seine Eigentumsrechte schwerlich durchsetzen, schon garnicht aus dem Ausland heraus.

    Ein weiterer Grund ist der Ölpreis der sich ja neuen Höhen nähert und die Konjunktur, warum soll ich mir in Phasen der Hochkonjunktur bei hohen Rohölpreisen, sprich kurz vor dem Absturz in den nächste Rezession, eine zyklische russische Aktie ins Depot legen ?

    Russland wurde ja immer wieder mit den Niederlanden während des Gasbooms verglichen, es macht die gleichen Fehler nämlich nur auf Rohstoffe zu setzen. Allerdings kommt bei Russland hinzu das es längst nicht so breit aufgestellt ist wie die Niederlande und im Gegensatz zu diesen eine Diktatur mit staatlich gelenkter WIrtschaft.

    Nicht nur der Euro steht in der nächsten Rezession zur Disposition die Macht Putins gründet sich auf der Verteilung von Petrodollars und der Loyalität seiner Oligarchen. Die nächste Rezession wird diese Grundlage nachhaltig schleifen, mal sehen wie lange er noch im Amt bleibt, wenn er nichts mehr zu verteilen hat.

    Auf der Rohöl und Gasseite ist auch nicht alles Gold was glänzt, die Frage ist wieviel Flüssiggasterminals werden derzeit in Europa gebaut und wann gehen diese in Betrieb. Wird hier die Infrastruktur massiv ausgebaut erhöht das die Unabhängigkeit Europas von russischem Gas enorm .

    Siehe auch :http://www.taz.de/!5029983/

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  8. Klaus Samer sagte:

    Hier auch nochmal schön zu sehen wie Littauen das macht :

    http://www.dw.com/de/litauen-gastanker-f%C3%BCr-die-unabh%C3%A4ngigkeit/av-19183299

    Und was macht Deutschland ? Es keilt in dieser Sache gegen die USA, unterstützt gegen die berechtigten Warnungen der EU Nordstream II und hat mit Schröder einen Altkanzler dessen Kaufpreis von Putin schon definiert wurde.

    Es gibt in Deutschland quer durch alle Parteien kaum Poltiker die die Gefahr die von Putin ausgeht erfassen. Stattdessen parteiübergreifendes wir müßen uns annähern Geschwurbel. Auch die F.D.P. ist sich nicht zu dumm dafür, hier prominent vertreten durch Kubicki (dessen Kanzlei hier nicht ganz ohne eigene Interessen ist) und leichtfertiges Sanktionslockerungsgefasel von Lindner.

    Irgendwie hat man hier ein kollektives Wahrnehmungsdefizit, nur mal so zur Erinnerung, Krimannektion, Einmarsch und Krieg in der Ukraine, Syrien, Manipulation der Wahlen in den USA, Cyberangriffe auf den Bundestag und staatliche Einrichtungen westlicher Demokratien und zu schlechter Letzt Giftgasangriff in Großbritannien mit gesundheitlicher Schädigung nicht nur der Angriffenen,was für sich genommen schon schlimm genug ist, sondern auch der britischen Bevölkerung.

    Und so jemanden will die Mehrheit unserer Spitzenpolitiker die Hand reichen ?

    Da wünsche ich mir den kalten Krieg zurück, da war man vor solch schwachsinnigen EInschätzungen wenigstens sicher.

    Und die Parteien am linken und rechten Rand, Linke und AfD in seltener russophiler Einigkeit, wundert aber nicht man würde ja gerne die Demokratie als Regierungsform abschaffen.

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    • ikkyu sagte:

      @Klaus Samer

      Bezüglich Russland plappern Sie doch nur die Meldungen der Mainstream-Medien nach.

      Die Krim wurde von Russland nicht annektiert, es handelt sich vielmehr um eine Sezession.
      Siehe z.B. den Vortrag von Gabriele Krone-Schmalz zu diesem Thema.
      Dort wird auch die ganze Scheinheiligkeit des Westens (Abspaltung des Kosovo usw.) thematisiert:
      https://www.youtube.com/watch?v=ZDsUmWxv76w

      Genauso realitätsverdrehend sind ihre anderen Beispiele für die Bösartigkeit Russlands:

      Hat nicht die USA + EU den Putsch in der Ukraine angestoßen?
      Unterstützt nicht der Westen islamistische Rebellen in Syrien mit Waffen?

      Manipulation der Wahlen in den USA? LOL
      Da sehen Sie mal wie mächtig der Herr Putin ist:
      Der bestimmt sogar wer in den USA Präsident wird, gell?
      Geht es noch naiver?

      Und zum Giftgasanschlag in London:

      Die Formel und die Herstellung des angeblich verwendeten Giftes ist in einem in den USA frei verkäuflichen Buch (erschienen bereits 1997!) nachzulesen.
      Es ist auch bekannt, dass die Substanz z.B. im Iran tatsächlich synthetisiert worden ist.
      Aber klar, Sie glauben natürlich der „freien“ Presse im Westen, dass auf dieser Welt NUR Russland die Technologie für die Herstellung des Giftes hat.

      Außerdem wäre es ja vollkommen hirnrissig:

      Ein Geheimdienst, der die Spur zu sich selber legt, ist keiner!

      Es gibt genügend tödliche Gifte, die für diese Zwecke einsetzbar sind und nicht mit Russland in Verbindung zu bringen sind (z.B. Botox, Ricin, organische Quecksilberverbindungen usw.).

      Und zu den Investitionen:

      Ich würde in Energie-Aktien investieren.
      Ohne billige Energie werden die über-komplexen westlichen Volkswirtschaften zusammenbrechen.
      Deswegen sind russische Energie-Aktien schon eine Überlegung wert.

      Außerdem:
      Die Primärenergie durch die sogenannten „erneuerbaren Energien“ bereitstellen zu wollen, ist ein typisch deutscher Traum aus Wolkenkukkuksheim.
      Das hat z.B. Prof. Sinn in seinem Wheinachtsvortrag an der LMU klar aufgezeigt:
      „Wie viel Zappelstrom verträgt das Netz? Bemerkungen zur deutschen Energiewende“
      https://www.youtube.com/watch?v=rV_0uHP3BDY

      Antworten
    • jobi sagte:

      @Klaus Samer
      Mit einer etwas kritischeren Betrachtung würden Sie sicher auch zu Einschätzungen kommen, die sich nicht 1:1 mit unseren Mainstream-
      Medien decken.
      Wie auch immer – Westeuropa ist abhängig von russischer Energie und so gibt es eine große Schnittmenge gegenseitiger Interessen.
      Und das wird sich mittelfristig weder durch die Energiewende noch durch ein paar Flüssigasterminals ändern.

      Antworten
    • mg sagte:

      @Klaus Samer:

      Nicht zu vergessen die Brutkastenlüge ( https://de.wikipedia.org/wiki/Brutkastenlüge ) und die vielen völkerrechtlich nicht legitimierten militärischen Interventionen Russlands in Drittstaaten ( https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Militäroperationen_der_Vereinigten_Staaten ). Dagegen sind so ein paar manipulierte Wahlen ( https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_involvement_in_regime_change ) ja noch Kleinkram.

      Aber jetzt, wo die Islamisten auf unserer Seite (den Guten) mitkämpfen (IS gegen Assad), brauchen wir ein neues Feindbild und wer würde sich da besser anbieten als die Russen? Zur Zeiten des kalten Krieges war das alles noch klar und eindeutig. Und das Fernsehen sogar in schwarz und weiss.

      Oder mit den Worten von Peter Scholl Latour: https://youtu.be/YZNoz7YEsWo?t=2m6s

      Antworten
  9. Thomas sagte:

    Zum Thema Öl…
    https://www.forbes.com/sites/judeclemente/2017/05/29/the-steady-drumbeat-of-more-global-oil-demand/#2d2672005e2d

    Bei den großen Themen muss man die globalen Statistiken betrachten. Die paar Teslas und City e Autos spielen keine große Rolle für den Ölverbrauch der kommenden Jahre, wenn nicht Jahrzehnte.

    Wenn das stagnierende Europa Russlands Öl und Gas nicht haben will… Im fernen Osten gibt es ein paar milliarden Abnehmer.

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  10. ikkyu sagte:

    Der Historiker Joseph Tainter nennt als Gründe für den Kollaps komplexer Gesellschaften den zunehmend notwendigen Energiebedarf und dass ein immer größer werdender Anteil der Bevölkerung nicht wirklich wertschöpfend tätig ist.

    Zitat:
    „Das ist grundlegende Thermodynamik. Bei jedem System kostet die Aufrecherhaltung eines komplexen Zustandes Energie. Je komplexer eine Gesellschaft wird, je komplexer eine Art wird, je mehr Energie benötigt sie……
    ..
    Die Aufrechterhaltung der Gesellschaft die wir heute haben, könnte niemals auf der Grundlage von Subsistenzwirtschaft (selbst versorgender Landwirtschaft) erfolgen Sie verlangt Energiesubventionen, die wir in der Form in erster Linie durch die Nutzung fossiler Brennstoffe erhalten. Also, es erfordert immer mehr Energie, komplexer zu werden.“

    https://www.freizahn.de/2014/11/kollaps-komplexer-gesellschaften-interview-joesph-tainter/

    In Anbetracht dessen ist es schon beängstigend, wenn in Deutschland von weiten Teilen des politischen Spektrums eine Verteuerung von Energieträgern gefordert wird.

    Es wird sozusagen in allen Bereichen (Wirtschaft, Bildung, Energie) an dem Ast gesägt, auf dem man sitzt.

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  11. Klaus Samer sagte:

    Plumper Antiamerikanismus, gepaart mit unreflektierter Lobhudelei über Russland seine wirtschafltiche Größe und die vermeindliche Abhängigkeit des Westens von Russland, sowie die Leugnung von Fakten wie die Annektion der Krim und den Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine.

    Das kann ich ganz souverän Trollerei nennen. Dafür dürfen die anderen weiter von Mainstreammedien faseln, Fakten Fake news nennen.und mir Geplapper unterstellen.

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    • Thomas sagte:

      Die Hinweise von ikkyu sind inhaltlich gerechtfertigt und sollten zumindest zum Nachdenken anregen. Er hat m.e. auch nicht gebashed und gelobhudelt.

      In der geopolitik gibt es nicht unbedingt richtig und falsch, wohl aber Interessen und Menschen und Nationen, die profitieren oder unter die Räder kommen.

      Ich würde ihnen auch nicht geplapper unterstellen, sondern lediglich vorschlagen die überwiegend bei uns veröffentlichte Sicht und Beschreibung einmal mit weiteren zu ergänzen.

      Das Ergebnis dürfte allerdings Verunsicherung und nicht Klarheit sein.

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  12. Klaus Samer sagte:

    Man kann in einer kleptokratischen Diktatur wie der russischen kein nachhaltiges EIgentum erwerben. Den mittelprächtigen Gewinnen steht ein potentieller Totalverlust durch Annektion gegenüber. Wer das nicht glaubt kann sich ja mal bei BP erkundigen was die so für Erfahrungen gemacht haben oder bei den enteigneten Oligarchen, die plötzlich nachdem sie in Ungnade gefallen waren im Knast gelandet sind.

    Ich denke Buffett macht es da richtig Cash auf die Seite und nicht verrückt machen lassen besser garnichts als teuren oder gefährlichen Mist kaufen.

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  13. Veking sagte:

    Die Frage ist hier vielleicht etwas spät, aber dennoch: was würde ein Investment in Rußland denn z.B. von einem Investment in arabischen Ländern / MENA unterscheiden? Neben den politischen Risiken in diesen Ländern sind die Bewertungen doch ähnlich niedrig. Die Entwicklung der Wirtschaft weg von der Rohstoffabhängigkeit bietet bei fortschreitender Liberalisierung vielleicht sogar größere Chancen.

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