Märchen ohne Happy End

Dieser Kommentar von mir erschien bei t-online:

Alarm im Bundesfinanzministerium! Im Bundeshaushalt 2020 fehlen 6,3 Milliarden Euro, bis 2023 sollen es sogar 25 Milliarden sein. Sofort wird nach Einsparungen und neuen Steuern gerufen. Wurden nicht gerade noch Milliardenüberschüsse gemeldet? Haben wir nicht schon eine der höchsten Abgabenquoten der Welt? Haben wir in den letzten Jahren nicht nur absolut, sondern vor allem relativ immer mehr von unserem hart verdienten Geld an den Staat abgegeben? Haben die Politiker uns nicht stets versichert, besonders sparsam zu wirtschaften? Als Bürger reibt man sich verwundert die Augen. Wo ist die viel gepriesene „schwarze Null“ als Umsetzung des Mottos, „Spare in der Zeit, so hast du in der Not“ geblieben?

Von Not kann nun keineswegs die Rede sein, höchstens von einer leichten Konjunkturdelle, ausgelöst durch eine Abschwächung in China und durch die Handelsstreitigkeiten des Donald Trump.

Wo ist das Geld geblieben?

Die Wahrheit ist, die Politiker haben uns das Mantra vom Sparen vorgebetet, aber selbst nicht danach gehandelt. Die Staatsverschuldung liegt heute deutlich höher als vor zehn Jah­ren. Erst seit 2014 wird wirklich gespart, aber keineswegs sonderlich ambitioniert. Allein das Geschenk der Zinsersparnis des Bundes – verdanken wir der „Euro-Rettungspolitik“ der EZB, nicht eigenen Sparanstrengungen – beläuft sich auf rund 140 Milliarden Euro in den letzten Jahren. Schulden wurden aber nur im Umfang von rund 60 Milliarden getilgt. Stellt sich die Frage, was ist mit dem Geld passiert? Offensichtlich ist es nicht in die marode Infrastruktur geflossen, wo mindestens 120 Milliarden Euro kurzfristig nötig sind und dann jedes Jahr min­destens weitere 25 Milliarden. Für die Digitalisierung wurde es auch nicht aufgewendet, be­legen wir doch in Europa Platz 28 von 32 und nur zwei Prozent unserer Haushalte haben ei­nen Glasfaseranschluss – im vermeintlich so armen Spanien sind es 50 Prozent. In die Bun­des­wehr wurde es auch nicht investiert. Die Ausrüstungsprobleme sind längst unübersehbar, fliegt, schwimmt und fährt doch bei der Truppe fast nichts mehr.

Allein auf Bundesebene summieren sich die Mehrausgaben der letzten zehn Jahre auf un­fass­bare 460 Milliarden: 280 Milliarden absolute Steigerung, 140 Milliarden Ersparnis für Zin­sen und weitere 40 Milliarden geringere Aufwendungen für Arbeitslosigkeit. Ausgegeben wur­de das Geld für Energiewende, Rentenprojekte, Krankenversicherung und Migration. Zumeist also für den Konsum, nicht für die Sicherung des künftigen Wohlstands der heutigen und der kommenden Generationen. Es ist nichts gegen einen prosperierenden Sozialstaat einzuwenden – im Gegenteil, aber man muss die richtigen Dinge tun, um diese Leistungen auch in Zukunft noch bezahlen zu können. Und entgegen dem bisherigen Glau­ben, können wir es eben nicht, denn wir tun die falschen Dinge.

Ein reiches Land wie Deutschland …

Begründet werden diese Ausgaben von Politikern sehr gern mit unserem „reichen Land“. Nun, mit Blick auf die meisten Länder der Welt mag dies stimmen. Mit Blick auf unsere Nach­barn stimmt es schon nicht mehr. So zeigen Daten der EZB, dass die deutschen Privathaus­hal­te im Mittel rund 60.000 Euro besitzen, während die privaten Haushalte in Frankreich, Spanien und Italien über mehr als doppelt so viel Vermögen verfügen.

Das häufig von Politikern vorgebrachte Argument, dass wir dafür mehr Rentenansprüche hätten, stimmt ebenfalls nicht. Daten der Allianz-Versicherung zeigen stattdessen, dass wir auch bei den Rentenansprüchen im Vergleich zu denen in Nachbarländern nur unterdurch­schnittlich abschneiden.

Arme Privathaushalte, armer Staat muss man da feststellen. Doch woran liegt das? Mit Blick auf die Privaten liegen die Ursachen auf der Hand: historisch bedingt durch die beiden gro­ßen Weltkriege, aktuell durch die hohe Abgabenbelastung und vor allem durch die Tatsache, dass wir im Unterschied zu unseren Nachbarn einen großen Teil unserer Ersparnisse auf dem Bankkonto oder in Lebensversicherungen anlegen, die deutlich weniger Verzinsung erbrin­gen als Aktien oder Immobilien. Wer 1.000 Euro zu einem Prozent Verzinsung anlegt, hat nach 30 Jahren rund 1.340 Euro auf dem Konto. Wer hingegen sein Geld zu sechs Prozent an­legt – dem langfristigen Ertrag von Aktien und Immobilien, gut 5.400 Euro. Ein erheblicher Unterschied.

Auf Ebene des Staates liegt es an den falschen Prioritäten. Wir geben zu viel Geld für Umver­teilung und unnötig teure Projekte aus, statt in die Zukunft des Landes zu investieren. Jüngs­tes Beispiel ist der Kohlekompromiss. Der eingeschlagene Weg zeigt bestenfalls aus ökolo­gi­schen Gründen in die richtige Richtung. Der Kohleausstieg soll 40 bis 80 Milliarden Euro kos­ten. Dabei bräuchte man nur 20 Milliarden aufwenden, wenn wir jedem der 20.000 betrof­fenen Arbeitnehmer einmalig eine Million Euro auszahlen würden. Hier muss man schon Po­li­tiker sein, um den Wahnsinn dieser Aktion nicht zu verstehen.

Als würden wir ewig im Lotto gewinnen

Unsere Politiker haben gehandelt, wie jemand, der daran glaubt, in schöner Regelmäßigkeit im Lotto zu gewinnen. Die letzten Jahre waren aber nicht die Normalität, sondern die Aus­nah­me. Billiges Geld, ein schwacher Euro und eine Welt, die immer mehr Schulden macht – unter anderem, um bei uns einzukaufen – haben die Wirtschaft belebt. Nichts davon kann ewig weitergehen und auch so stehen unsere Industrien vor einem grundlegenden, vielleicht existenzbedrohenden Wandel. Das sehen wir gerade am Beispiel der Automobilindustrie.

Wenn man 500 Euro im Lotto gewinnt, gönnt man sich vielleicht etwas, spart ein wenig oder zahlt Schulden zurück. Was man hingegen nicht tut, ist, in eine andere Wohnung zu ziehen, die pro Monat 500 Euro mehr kostet. Man weiß, dass man sich das nicht leisten kann, ist es doch unwahrscheinlich, auch in den kommenden Jahren in jedem Monat 500 Euro zu ge­win­nen.

Genau das war aber offenbar die Handlungsmaxime unserer Politiker. Sie haben so getan, als könnten die guten Zeiten niemals enden. Deshalb wurden die Ausgaben nicht nur einmalig erhöht, sondern als dauerhafte Leistungsversprechen in Gesetze gegossen. Versprechen, von denen die Verantwortlichen eigentlich wissen müssen, dass sie schon heute nicht zu halten sind.

Das wenig erfreuliche Fazit: Wir haben die fetten Jahre nicht dazu genutzt, die Grundlagen unseres Wohlstands zu sichern. Im Gegenteil, wir haben das Geld verprasst. Auf unsere Zu­kunft haben Politiker in treuem Glauben an das Märchen vom reichen Land erhebliche Lasten gelegt. Es ist höchste Zeit zu handeln, denn dieses Märchen hat kein Happy End!

38 Kommentare
  1. Avatar
    Haferflocke sagte:

    „Es ist höchste Zeit zu handeln, denn dieses Märchen hat kein Happy End!“
    Leider ist es meiner Meinung nach bereits zu spät. Vorsorgemaßnahmen für den Sozialstaat, Pensionen und Renten wurden nicht durchgeführt. Eigentlich nicht seit der Wiedervereinigung. Wo ist das Geld geblieben? Wenn es von der linken Tasche in die rechte Tasche wandert ist – es ist im Umlauf. Solange die (Bedarfs)Menge die gleich ist es kein Problem. Problematisch wird es dann wenn die rechte Tasche mit der zeit größer wird oder die linke kleiner. Oder gar ein Loch! Wie Herr Dr. Stelter zutreffend schreibt der Haushalt wird immer größer. Mehr Steuereinnahmen, größerer aktueller Haushalt mehr Ausgaben (Tasche). In diesem Land ist auch die Situation dass es keine staatliche Sparbüchse gibt. Eine Sparbüchse wäre beispielsweise so etwas wie ein Staatsfonds ( Ich glaube die sind aber immer böse). Wenn es mal weniger Steuereinnahmen gibt könnte da etwas entnommen werden. Aber es geht ja nicht – es gibt keine Sparbüchse.
    Leider wurde in der Vergangenheit nicht gehandelt und in der Zukunft wird wohl auch nicht gehandelt werden und wenn erst wenn es zu spät ist.

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    Systemzweifler sagte:

    Es ist tatsächlich so, das dieses Märchen kein Happy-End nehmen wird. Jedes künstliche Geldsystem kollabiert irgendwann und leider dürfen wir den Kollaps nicht verhindern und müssen vor allem aufpassen, das hinterher nicht wieder die selben Deppen das Sagen haben, so wie es nach der „Wiedervereinigung“ im Osten leider passiert ist. Die Demographie ist der Sargnagel des Systems.

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    Eva Maria Palmer sagte:

    Über ein Thema wird in diesem Forum hartnäckig der Mantel der Ignoranz gebreitet:

    Die Kosten der Zuwanderung!

    Herr Scholz hat in der FAZ dazu einige Zahlen geliefert und dabei geflissentlich verschwiegen, daß wir zur Zeit schon mehr als eine Million neue HartzIV-Empfänger haben, die uns sämtlich zugewandert sind.

    Also die hoffentlich nicht zu sehr getürkten Zahlen ganz offiziell vom Finanzministerium:

    Bis 2022: 70 Milliarden € + 8 Milliarden für die Kosten der Kommunen.
    Und jetzt kommt der Hammer:
    Originalton Scholz:
    „Der größte Ausgaben-Posten ist die Bekämpfung der Flucht-Ursachen“.
    Hat man schon jemals eine dreistere Verschleierung der Wahrheit erlebt?

    Der in diesem Forum als C4-„Deppen“-Professor bezeichnete, Herr Raffelhüschen, hat nicht nur die mangelnden Milliarden-Rückstellungen für unsere außerordentlich gut versorgten Beamten kritisiert, sondern auch die niederschmetternde Tatsache erwähnt, daß nahezu jeder der Zugewanderten bis an sein Lebensende eine halbe Million € an Sozialkosten verursacht.

    Da voraussichtlich alle 5 Jahre sich die Kosten der Zuwanderung für eine Million neuer Migranten weiterhin erheblich erhöhen werden, werden alle jetzigen und zukünftigen Finanzminister riesige Löcher in ihren Budgets entdecken.

    Da muß uns schon eine tolle „Modern Money Theory“ einfallen, wie wir diese enormen Belastungen schultern können.

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    John Leontop sagte:

    @Richard Ott
    Man kann Ausgaben für Militär bedauern, aber leider nicht die Augen vor der Realität verschließen (typisch deutsch für die Generation seit den 68ern). Kleine Empfehlung: „Strategy- A History“ (Lawrence Friedman) und „Destined for War: can America and China escape Thucydides’s Trap?“ (Graham Allison)

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      Richard Ott sagte:

      @John Leontop

      Haben Sie denn Ihre Augen für die Realität offen? Oder sind Sie Rüstungslobbyist?

      Wozu braucht die EU einen Flugzeugträger? Wofür soll er eingesetzt werden außer als grotesk überteuertes Prestigeobjekt? Die Bundeswehr zum Beispiel hat nicht einmal Flugzeugträger-taugliche Flugzeuge! Wer entscheidet, ob der Flugzeugträger tatsächlich in ein Einsatzgebiet entsendet werden soll? Das müssten wohl alle EU-Regierungen gemeinsam tun (wie effektiv Entscheidungen in der EU nach dem Einstimmigkeitsprinzip laufen sehen Sie an der nicht existenten gemeinsamen Steuerpolitik der EU), und aufgrund des Grundgesetzes bräuchte es für eine deutsche Beteiligung dann immer noch eine Zustimmung des Bundestags. Soll ich Ihre zweite Buchempfehlung so deuten, dass die EU sich mit ihm in einen möglichen Konflikt zwischen USA und China einmischen sollte?

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    Richard Ott sagte:

    „In die Bun­des­wehr wurde es auch nicht investiert. Die Ausrüstungsprobleme sind längst unübersehbar, fliegt, schwimmt und fährt doch bei der Truppe fast nichts mehr.“

    Mit dem neuen EU-Flugzeugträger (quasi eine Gorch Fock mit aufgepflanztem BER) wird das alles wieder in Ordnung kommen. Immer daran denken: Auch völlig sinnlose staatliche Ausgaben steigern das BIP. ;)

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Wessi

      Was Sie sagen ist zu EINFACH und zu BILLIG.

      Das Thema Wiedervereinigung ist komplex und hat viele unterschiedliche Facetten, die nicht nur ökonomisch, sondern auch politischen Sonderheiten geschuldet sind.

      Wir sollten uns nicht in eine Debatte begeben, die nur damit enden kann, dass die fundamentalen FEHLENTWICKLUNGEN verkleistert werden.

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        Wolfgang Selig sagte:

        @Wessi: Ja, Sie wären in Westdeutschland reicher. Kann man so sehen, muss man aber nicht.

        Und wenn Sie z.B. in Bayern wohnten, sollten Sie mit Ihrer Einstellung die Bayernpartei wählen, denn dann müssten Sie beispielsweise nicht mehr die Saarländer und Pfälzer über den Länderfinanzausgleich durchfüttern und wären gleich noch reicher. Und wenn Sie Oberbayer wären, müssten Sie sich z.B. von den Oberfranken abspalten, denn dann wären Sie noch reicher und fütterten nicht auch noch die strukturschwachen nord- und ostbayerischen Gebiete mit ihrer kaputten und fast nicht mehr vorhandenen Porzellan-, Textil und Spielwarenindustrie durch. Und wenn Sie gar ein Münchner sind, müssten Sie das „verarmte“ Umland (z.B. im Gebirge) abspalten, dann wären Sie als Kleinstaat München noch reicher.

        Ob Sie dann aber am Wochenende noch ohne Visum zum Baden an die bekannten Seen oder zum Skilaufen in die Berge fahren dürfen oder das Umland Ihnen noch wie in den letzten 100 Jahren Trinkwasser schickt, weiß ich nicht. Und wie ohne die im Osten ausgebildeten (und dort jetzt fehlenden) jungen Leute Branchen wie z.B. das Handwerk, die Gastronomie oder die Industrie im Westen auf dem aktuellen Level funktionieren soll, weiß ich auch nicht, denn konsequenterweise müssten Sie dann die innerdeutsche Grenze für Migranten aus Ostdeutschland wieder schließen und überwachen.

        Da wünsche ich dann lehrreiche Stunden wie aus der Zeit vor der Deutschen Zollunion 1834, als Kleinstaaterei gang und gäbe war.

        Im Ernst: Ich will Ihre Analyse nicht ins Lächerliche ziehen, denn mathematisch ist sie kurzfristig richt. Aber die Kosten der deutschen Wiedervereinigung sind Kriegsfolgelasten und sonst nichts. Das haben vermutlich nicht Sie und ganz sicher nicht ich zu verantworten, aber so wie wir von den positiven Errungenschaften unserer Vorfahren profitieren (z.B. heute noch vom Eisenbahnnetz des 19. Jahrhunderts), so müssen wir die Folgen negativer Entscheidung (hier: 2. Weltkrieg) auch tragen. Das geht allen Bürgern in allen Staaten dieser Erde so.

        Falls Sie anderer Meinung sind, schlage ich vor, Sie unterhalten sich mit einem durchschnittlichen jüngeren Nordkoreaner unter 4 Augen unbeobachtet über die Vorteile von Alleingängen gespaltener nationaler Einzelteile. Falls Sie mit einem alleine sprechen dürfen.

        Meine persönliche Meinung ist: Sie werden den Ostdeutschen noch dankbar sein, wenn diese in einer Zeit zahlreicher dysfunktionaler Medien ein Bollwerk gegen autoritäre Tendenzen und für Meinungsfreiheit sind, denn sonst kann es passieren, dass in der nächsten Wirtschaftskrise ein Blog wie dieser im staatlich verordneten Uploadfilter gegen undemokratische Umtriebe hängen bleibt. Denn die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Ostdeutschen sensibler auf Einschränkungen der Freiheit reagieren, auch wenn einige (wie überall auf der Welt) dazu neigen, über das Ziel hinaus zu schießen.

      • Avatar
        Quintus sagte:

        @wessi
        Ich glaube, sie haben Hr.Tischer nicht richtig verstanden. Die Abwicklung der DDR lediglich aus monetärer Sicht zu betrachten ist schlicht nicht legitim, da es damals auch eine politische und geostrategische Sicht der Dinge zu berücksichtigen galt.
        Der Aufbau der Neuen Länder hat übrigens nicht nur gekostet, er brachte auch einen Wirtschaftsboom mit sich, den Jüngere geflissentlich übersehen, die zu dieser Zeit nicht in Lohn und Brot standen.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Wolfgang Selig

        Dank auch von mir.

        Ich kann es mir damit ersparen, auf diese bemerkenswerte Aussage einzugehen:

        >Komplex sind die Dinge nur für diejenigen, die sie nicht verstehen.<

        Als Sie diesen Satz gelesen haben, werden vermutlich auch Sie sich die Frage gestellt haben, der ich nicht ausweichen konnte:

        Warum diskutieren wir überhaupt, wenn die Dinge so EINFACH sind, wie sie jeder für sich versteht?

  6. Avatar
    globalvoterorg sagte:

    Die Analysten wollen einfach nicht auf die Idee kommen, die sich der Wahrheit nähert. Allemal, nicht wie beschrieben die Politiker, die Schulden machen, als wäre, morgen, die Welt zu Ende! Der Aha Effekt ist er, jetzt, da! Schulden machen, bis der Arzt kommt ist keine Nachlässigkeit, sondern Keynstes vom Besten! Dies interessiert die Bürger nicht, weil die da oben, ja, doch machen, was sie wollen. Demokratie!? Eine Lachnummer? Nein, Demokratie steht drauf, aber die Bürger wollen nicht, weil sie selber Protagonisten der, selbst, mitgemachten Finanzdiktatur sind. So leben wir in einer Scheinwelt, mit Scheingeld und Scheindemokratie und viele sind glückselig, wenn der FCB wieder führt! Die Konsequenz daraus wird, aber, kein Scheintod, sondern, der ist dann echt!
    Das FIAT Schuldgeldsystem und die Militärsmacht bringt uns um. Schon mal darüber nachgedacht!?
    Nicht die Politiker sind die Pösen, sondern, WIR, denn, wir wissen nicht, was wir tun! Was sie tun!?
    Wer tutet? Hoch, lebe die Mittelmäßigkeit und die TotaleDekadenz!

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      Michael Stöcker sagte:

      Es wäre besser, Sie würden sich durch die zahlreichen Links in den Kommentaren im Beitrag von heute Morgen durcharbeiten, als unablässig immer wieder den gleichen unreflektierten Dünnschi… hier zum Besten zu geben. Hier „tutet“ vor allem eins: Ihre zur Schau getragene Mittelmäßigkeit.

      Starten Sie am besten mit Ulrich Bindseil, den ich hier schon mal vor einiger Zeit verlinkt hatte: https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/im-sommer-crasht-es-noch-nicht/#comment-24651

      LG Michael Stöcker

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        Peter Denk sagte:

        Lieber Herr Stöcker,

        Ihr o.a. Beitrag geht unter die Gürtellinie und offenbart eigentlich nur sehr deutlich und von Ihnen sicher ungewollt Ihre narzisstische Persönlichkeit auf vermutlich vorangegangene Kritik oder Kränkungen und Ihre Empfindung, nicht wichtig genug genommen zu werden. Ein typisches Zeichen ist immer die emotionale Überreaktion, die in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zur Ursache steht.

        Wenn Ihnen etwas „unter Ihrem Niveau“ erscheint, dann sollten Sie trotzdem nicht zu Beleidigungen greifen. Niemand zwingt Sie außerdem den nach Ihrer Meinung groben Unsinn zu lesen oder darauf zu antworten. Sie können die Aussagen auch einfach ignorieren und den anderen Lesern überlassen, was sie damit anfangen.

        Ich denke, die Kommunikation sollte hier den Gedankenaustausch fördern und nicht zerstören. Wenn es derartige Herabwürdigungen gibt, werden sich Diskussionsteilnehmer und Leser zurückziehen und es entsteht eine weitere Echokammer (davon gibt es übrigens schon genug).

        Dabei sollte man beachten: was man weiß und was man meint, muss hier nicht bestätigt werden, denn das kennt man schon und nur bestätigt zu werden, weil man das für die innere Ausgeglichenheit braucht, kann nicht Sinn und Zweck einer solchen Kommunikationsplattform sein.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Peter Denk

        Danke.

        Sie haben sich differenzierend sehr gewählt zu M. Stöcker geäußert.

        Ich kann mich dem nur anschließen.

        Es ist nicht verboten die Auffassungen zu haben, die M. Stöcker hier vorträgt. Er muss aber bei dem Gedankenaustausch, der hier stattfindet, sich mit denen der Anderen auseinandersetzen, soweit diese in einen Dialog mit ihm eintreten und er ihn annimmt.

        Die Auffassungen der Anderen sind die AUSSAGEN, die sie vorbringen – in aller Regel Sätze, die auf Sachverhalte hin zu überprüfen sind oder auch nicht.

        Die Autoren der Aussagen zu kategorisieren und jemanden damit in die Ecke zu stellen, ist anmaßend.

        Zudem ist es m. A. n. auch abstoßend, wenn Wissen, das man M. Stöcker in beachtlicher Tiefe, aber nur begrenztem Umfang zugestehen muss, für unreflektiertes Sendungsbewusstsein missbraucht wird.

        Leute mit Format haben das nicht nötig.

      • Avatar
        Horst sagte:

        „Sie haben sich differenzierend sehr gewählt zu M. Stöcker geäußert.“

        Sehr sachlich hat sich der Kommentator jedenfalls nicht geäußert, dass Sie dennoch zu einer solchen Conclusio kommen, überrascht nicht.

        „Die Autoren der Aussagen zu kategorisieren und jemanden damit in die Ecke zu stellen, ist anmaßend.“

        Zu beobachten ist in letzter Zeit verstärkt, dass diese Mechanismen ebenso gut auf Sie zutreffen in Bezug auf Stöckers Aussagen.

        „Zudem ist es m. A. n. auch abstoßend, wenn Wissen, das man M. Stöcker in beachtlicher Tiefe, aber nur begrenztem Umfang zugestehen muss, für unreflektiertes Sendungsbewusstsein missbraucht wird.“

        Nun das kann angesichts der Fülle der Kommentare aus Ihrer Feder ebenfalls zutreffen, gleichwohl Sie über einige Jahre mehr Lebenserfahrung als Stöcker verfügen.

        Die hohe Qualität Ihrer einstmaligen Kommentare nimmt sehr ab in letzter Zeit, daran ändert die Kunst des Verpackens logischer erscheinender Satzfragmente nach platonisch-stoischer Manier nicht besonders viel.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Horst

        Bewerten Sie mich und meine Beiträge, wie Sie wollen.

        Ich habe kein Problem damit.

        Was für Sie als „Kunst des Verpackens logischer erscheinender Satzfragmente nach platonisch-stoischer Manier“ bezeichnen, ist anderswo die Selbstverständlichkeit, Aussagen ernst zu nehmen und nach dem zu bewerten, WAS sie meinen. Ich könnte Ihnen einige Adressen nennen.

        Ich beanspruche lediglich, mich genau darum zu bemühen und, wenn ich anderer Meinung bin, dies auch zu begründen, sowie – an den Aussagen gemessen oder bei ausbüchsender Verweigerung, sich meiner Kritik zu stellen – DANN auch direkt zu werden.

        Das ist, wenn Sie so wollen, mein „Sendungsbewusstsein“.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        Lieber Herr Denk,

        seit 2017 habe ich mich dezent zurück gehalten und immer wieder den gleichen Sermon von globalvoterorg zum „PÖSEN FIAT-Schuldgeldsystem“ (https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/enteignung-weil-es-mit-der-inflation-nicht-klappt/#comment-27078 ) stoisch ertragen, den er im Wochenrhythmus in elegischer Redundanz zum Besten gibt, in der Hoffnung, dass ein anderer für ein wenig Bloghygiene sorgt.

        Aber Sie haben recht, ich hätte es auch anders formulieren können/sollen. Sie sollten da aber nicht zu viel hinein interpretieren, da ich meine größten Kritiker hier im Forum ganz besonderes wertschätze.

        „Ich denke, die Kommunikation sollte hier den Gedankenaustausch fördern und nicht zerstören. Wenn es derartige Herabwürdigungen gibt, werden sich Diskussionsteilnehmer und Leser zurückziehen und es entsteht eine weitere Echokammer (davon gibt es übrigens schon genug).“

        Dem möchte ich sehr gerne zustimmen, begrüße es aber ausdrücklich, wenn sich Diskussionsteilnehmer zurückziehen/zurücknehmen und erst dann wieder kommentieren, wenn sie zu einer sachlichen Diskussion fähig sind. Ihr Kommentar/Zwischenruf ist für eine solche Diskussionskultur, die sich hier wohl die meisten wünschen, ganz hervorragend geeignet. Insofern: Vielen Dank.

        LG Michael Stöcker

  7. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    >Wo ist das Geld geblieben?>

    Hier der Versuch, eine Teilantwort zu geben:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/180388/umfrage/passagiere-von-kreuzfahrten-aus-deutschland/

    Zahl der Kreuzfahrtpassagiere aus Deutschland:

    2004: 890.000

    2017: 2.659.000

    Vielleicht kann jemand zusätzlich die Daten zur Verteilung der Altersgruppen aufrufen.

    Hier:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/179265/umfrage/alter-der-passagiere-bei-kreuzfahrten/

    Solange mir diese Zahlen nicht bekannt sind, enthalte ich mich jeder definitiven Aussage, welche Altersgruppe die größte der Kreuzfahrtpassagiere ist.

    Ich bin nur sicher, dass sich die Nettoeinkommen der Beschäftigten zwischen 2004 und 2017 nicht so erhöht haben, dass ihnen die Verdreifachung der Passagierzahl zugerechnet werden kann.

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    • Avatar
      markus sagte:

      Dazu fällt mir ein (heute im Radio):

      Pflegekosten sollen zukünftig gedeckelt werden und fehlende Mittel sollen in Zukunft aus Steuermitteln beglichen werden.

      Wenn ich weiss, dass meine (zugegebenermassen netten) Kollegen, die demnächst in Altersteilzeit gehen werden, während ihrer berufliche Laufbahn durch die Bank höhere Gehälter als Kollegen meiner Alterskohorte (bei gleicher Qualifikation und entsprechendem Alter) hatten, deucht mir das trotzdem ein wenig unfair.

      Antworten
    • Avatar
      Thomas M. sagte:

      Falls Sie das noch lesen: Den demographische Bauch bilden die Passagiere 30-59 Jahre mit rund 60%. 60+ und U30 teilen sich die verbleibenden rund 40% hälftig.

      Kreuzfahrten sind also längst kein Rentnerthema mehr und die Kreuzfahrtschiffe verdrängen nicht nur eine Menge Wasser, sondern auch andere weniger sich rund-um-kümmernde Reiseformen. Das muss aber nicht negativ auffallen, da der Tourismus weltweit kräftig wächst. Laut Statista sind die Einnahmen weltweit von 2000 bis 2017 um den Faktor 2,7 gestiegen.

      Antworten
      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Thomas M.

        Schön, dass Sie diese Informationen posten.

        Ich werde mich aufgrund der Verteilung einer Aussage bzw. Antwort enthalten, zumal diese sowieso nicht die gesamte Volkswirtschaft hätte betreffen können.

        Vermutlich ist meine folgende Aussage problematisch:

        >Ich bin nur sicher, dass sich die Nettoeinkommen der Beschäftigten zwischen 2004 und 2017 nicht so erhöht haben, dass ihnen die Verdreifachung der Passagierzahl zugerechnet werden kann.>

        Sie wird nicht NUR ihnen, aber wohl auch ihnen zuzurechnen sein.

        Es spielt hier m. A. n. auch anderes mit:

        Die Preise für Kreuzfahrten, die gefallen sein dürften aufgrund der immer größeren Schiffe (Skaleneffekte). Das könnte genauso wie das billige Fliegen eine wesentlich Ursache sein, warum der Kreuzfahrten und der Tourismus so stark gewachsen sind.

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