Das Virus, die Wirtschaft – und die Rettung

Dieser Beitrag gehört zum HOTSPOT CORONOMICS.

Es mangelt nicht an Programmen, die Notenbanken und Staaten weltweit ankündigen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie aufzufangen. Dabei kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Verantwortlichen die gewaltigen Schäden zwar erahnen und entsprechend großzügig und aggressiv agieren, zugleich aber nicht so richtig wissen, wo sie ansetzen sollen.

Einen Vorwurf kann man ihnen daraus nicht machen, ist es doch eine für uns alle neue Situation. Zwar gibt es die Lehren aus der Finanzkrise, doch diese sind eben nicht passend. Heute genügt es nicht, die Bilanzen der Banken zu sanieren – durch Kapitalzuschuss, durch Hoch-Manipulation der Vermögenspreise und durch Manipulation der Bücher –, sondern man muss echte Einnahmen ersetzen. Das ist ungleich schwerer zu organisieren und vor allem ungleich teurer.

CORONOMICS: So wirkt das Virus auf die Wirtschaft

Das Virus ist ein sogenannter „exogener Schock“ für die Wirtschaft. Plötzlich ändern sich die Rahmenbedingungen, die zuvor galten, grundsätzlich. Dabei unterscheidet man:

  • Exogene Schocks des Angebots: Das angebotene Volumen an Gütern und Dienstleistern ändert sich deutlich. Zwei Beispiele für einen negativen Schock: Ich erinnere an den Ölpreisschock der 1970er-Jahre, als Öl plötzlich deutlich teurer wurde. Dieser Preisanstieg schlug auf die Gesamtwirtschaft durch. Auch die Öffnung Osteuropas und Chinas für den Weltmarkt war aus ökonomischer Sicht ein Schock, diesmal durch das Vergrößern des weltweiten Arbeitskräfteangebots. Dies führte zu Lohndruck in den Industrieländern.
  • Exogene Schocks der Nachfrage: Das nachgefragte Volumen an Gütern und Dienstleistungen ändert sich deutlich. Dies wäre beispielsweise bei protektionistischen Maßnahmen der Fall, wenn neue Zölle die Nachfrage deutlich dämpfen.

Das Virus wirkte in der öffentlichen Wahrnehmung zunächst wie ein exogener Schock des Angebots. Das Schließen von Fabriken in China umfasste sehr schnell fast 90 Prozent der Exportkapazitäten des Landes und es war absehbar, dass aufgrund der internationalen Vernetzung der Produktionsketten sehr schnell in der ganzen Welt die Produktion ins Stocken gerät, weil Zulieferteile fehlen. Mit diesem Schock hätte man aus wirtschaftspolitischer Sicht noch recht einfach umgehen können. Man hätte den betroffenen Unternehmen Liquiditätshilfen zur Verfügung gestellt, die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und abgewartet. Irgendwann würden die Teile schon kommen, man hätte dann entsprechend mehr produziert und den Ausfall in ein paar Wochen aufgeholt. Das war das, was man als „V“ bezeichnet. Der tiefe Einbruch, von dem alle zu Recht annehmen, dass er nur temporär ist.

Schon in dieser Phase gab es einen Nachfrageschock, den die Bevölkerung im Westen aber nicht groß wahrgenommen hat: Die Nachfrage in China brach deutlich ein, so zum Beispiel bei Autos um über 90 Prozent. Wenig verwunderlich, hat man doch in Quarantäne angesichts der medizinischen Herausforderungen andere Interessen als den Kauf eines neuen Autos. Für Unternehmen, die nach China exportieren, war diese schon zu der Zeit als es sich noch um ein regionales chinesisches Virus-Problem zu handeln schien, ein massives Problem. Ein deutliches Desaster, vor allem für die deutsche Exportindustrie, ist China doch schon seit Langem einer der wichtigsten Handelspartner (mit 93 Milliarden Euro im Jahr 2018 Platz 3 hinter den USA und Frankreich) und ohne die stark gestiegenen Exporte nach China hätten wir in den vergangenen Jahren nicht so eine relativ gute Konjunktur erlebt.

Damit waren wir schon bei der Gefahr eines „U“ für die Entwicklung der Wirtschaft. Also eines Einbruchs, der etwas länger braucht, um überwunden zu werden. Auch in diesem Szenario sind die Maßnahmen für die Politik einfach. Es gibt zwar viele Exporteure, doch sind diese bekannt und man hätte mit dem gleichen Maßnahmenmix an Liquiditätshilfen und Kurzarbeit das Problem gelöst. Bessere Zeiten wären nur eine Frage der Zeit.

Jetzt blieb das Virus allerdings nicht in China, sondern machte sich auf den Weg um die Welt. Während die direkten Nachbarländer Chinas – Taiwan, Vietnam, Singapur – sehr konsequent frühzeitig auf das neuartige Virus reagierten und Südkorea mit Tests, Quarantänemaßnahmen und einem sehr gut funktionierenden Gesundheitswesen die Epidemie in den Griff bekam, haben die westlichen Länder – rückblickend gesehen – zu leichtfertig auf die Krise reagiert. Die Folge: In einer späteren Phase der Epidemie muss mit noch härteren Maßnahmen gegengehalten werden.

Diese härteren Maßnahmen – die faktische Stilllegung des öffentlichen Lebens – entsprechen wiederum einem Angebotsschock (die Produktion von Waren und Dienstleistungen sinkt) und zugleich – und dies ist weitaus schlimmer – einem massiven Nachfrageschock. Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sinkt deutlich – wenn man von der temporären Wirkung von Hamsterkäufen aller Art absieht.

Dieser Nachfrageeinbruch ist anders als „normale“ Nachfrageeinbrüche. Nicht nur haben wir zeitgleich einen Rückgang des Welthandels und damit der Exporte und der Inlandsnachfrage, sondern wir haben ein ganz anderes Muster des Rückgangs der Nachfrage. Eine normale Rezession trifft vor allem die Hersteller langlebiger Konsumgüter und Investitionsgüter und deren Lieferanten. Indirekt leiden dann auch alle anderen Sektoren der Wirtschaft von Reiseveranstaltern bis zu Restaurants und Kinos. Die Corona-Rezession trifft alle. Dabei trifft sie vor allem die Teile der Wirtschaft, die sonst immer nachgelagert von Krisen getroffen wurden und das mit voller Wucht.

Denken wir an einen Kinobetreiber: Mögen in Rezessionszeiten die Menschen sparen und etwas weniger ins Kino gehen, so hat das Kino weniger Einnahmen und wird vielleicht ein paar Mitarbeiter weniger beschäftigen. Das ist im konkreten Fall ärgerlich, führt zu geringeren Gewinnen, eventuell sogar zu Verlusten, ist aber nur manchmal existenzbedrohend. Natürlich gibt es auch in normalen Rezessionen den einen oder anderen Konkurs von Unternehmen, doch dies ist – so schmerzhaft es im Einzelfall sein mag – ein normaler Ausleseprozess. Die stärkeren Unternehmen überleben und damit wird die Wirtschaft insgesamt wettbewerbsfähiger.

Heute haben wir es aber nicht mit Umsatzrückgängen von ein paar Prozent zu tun. Müssen Geschäfte, Hotels und Restaurants geschlossen werden, fliegt niemand mehr und alle bleiben zu Hause, geht der Umsatz Richtung null. Dabei sind meistens schon Umsatzrückgänge über zehn Prozent existenzgefährdend.

Wir alle haben Schulden

Es lohnt sich, einen tieferen Blick auf diese Zusammenhänge zu werfen.

Beginnen wir mit dem Fall eines einzelnen Arbeitnehmers. Wenn dieser arbeitslos wird, fällt sein Einkommen – quasi sein Umsatz – auf null. Nehmen wir hypothetisch an, er würde umsonst wohnen und essen, wäre das kein großes Problem. Er hätte keine Existenznot. In der Praxis ist das anders. Wir alle haben laufende Kosten für den Lebensunterhalt: Essen, Wohnen, ein gewisses Maß an „sozialer Teilhabe“, wie das umschrieben wird. Folglich brauchen wir laufende Einkommen und selbst, wenn wir Ersparnisse haben, reichen diese nur für eine gewisse Zeit.

Bei den einzelnen Arbeitnehmern ist der moderne Sozialstaat gut aufgestellt. Nicht zuletzt als Lehre aus der Weltwirtschaftskrise und den politischen Folgen der damaligen Armutswelle springt bei Arbeitnehmern die Arbeitslosenversicherung ein. Bei allen Bürgern greift zudem die soziale Sicherung – Hartz IV – sobald die Ersparnisse nicht ausreichen.

Damit sehen wir schon das erste Problem: Die Absicherung greift, allerdings geht es zunächst gegen die Ersparnisse. Diese Regelung ist in normalen Zeiten auch richtig, weil so der Anreiz gegeben werden soll, bei Arbeitsplatzverlust möglichst rasch einen neuen Job zu suchen. Dies deshalb, weil man aus empirischen Studien weiß, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Job zu finden, mit der Dauer der Arbeitslosigkeit abnimmt. Im Fall eines Nachfrageschocks, wie wir ihn gerade erleben, ist das absolut falsch. Jede Reduktion der Ersparnisse der Bürger führt zu einer erhöhten Sparneigung, wenn die wirtschaftliche Entwicklung besser wird und dämpft diese.

Deshalb muss der Staat ab Tag 1 einspringen und die normalen Karenzzeiten aussetzen.
Dies muss Selbstständige umfassen.

Auf Ebene des Individuums ist also mit keiner Existenzbedrohung zu rechnen, wenn wir davon ausgehen, dass es keine weiteren Verpflichtungen gibt. Ernährung und Wohnen sind gesichert für den Einzelnen, aber auch für seine Familie. Zwar dürfte es bei vielen eine Einschränkung bei den finanziellen Möglichkeiten geben, diese ist jedoch nur temporär.

Problematisch wird es, wenn die Person noch darüber hinausgehende Verbindlichkeiten hat, zum Beispiel ausstehende Kredite. Hier besteht die Gefahr, dass diese nicht mehr bedient werden können, weil die Sozialtransfers dazu nicht ausreichen. Hier drohen Zahlungsverzug und Privatinsolvenz.

Der Ausfall privater Schuldverpflichtungen muss verhindert werden.
Mancher mag zwar argumentieren, dass es doch nicht die Aufgabe der Allgemeinheit ist, hier zu helfen. Andererseits sind die gesamtwirtschaftlichen Folgen von einem massenweisen Ausfall von Schuldnern so erheblich, dass er um jeden Preis verhindert werden muss.

Es ist also möglich, auf der Ebene der Individuen zu helfen – durch Transferzahlungen und Moratorien für private Schuldner.

Operativer und finanzieller „Leverage“

 Erweitern wir unser Beispiel. Bisher ging es darum, dem betroffenen Bürger bei der Bewältigung der laufenden Ausgaben zu helfen. Jetzt blicken wir auf den typischen Selbstständigen, quasi die kleinste unternehmerische Einheit. Dieser hat nicht nur das Problem, seine privaten laufenden Ausgaben zu begleichen, sondern weitere finanzielle Verpflichtungen: Miete, eingekaufte Waren, Löhne für Mitarbeiter, Einkommens-, Umsatzsteuervorauszahlungen, Sozialabgaben.

Der Grad des Problems lässt sich mit dem sogenannten „operativen Leverage“ erfassen.

Der operative Leverage-Effekt beschreibt die Auswirkungen von Schwankungen der Umsätze auf die Gewinnsituation in Abhängigkeit von der Kostenstruktur. Sind beispielsweise die Kosten zu 100 Prozent variabel, droht nie ein Verlust. Wenn es keinen Umsatz gibt, gibt es auch keine Kosten. Es gibt dann zwar keinen Gewinn, aber eben auch keinen Verlust. Beispiel wäre der Zeitungsausträger, der, wenn es keine Zeitungen auszutragen gibt, einfach zu Hause bleibt.

Das andere Extrem wäre ein Unternehmen mit 100 Prozent fixen Kosten. Kosten, die also auch anfallen, obwohl gar nichts hergestellt wird. So einen Fall dürfte es nicht geben, aber generell haben wir es gerade in Deutschland mit immer mehr Unternehmen zu tun, die aufgrund von Automatisierung weniger Möglichkeiten haben, die Kosten kurzfristig zu beeinflussen.

Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht den Zusammenhang: Abb. X: Die Wirkung des operativen Leverage

Quelle: Business Tipps, abrufbar unter: https://www.business-tips.de/finanzwirtschaftlicher-und-operativer-leverage-effekt/

Kurz zum Verständnis der Abbildung: x steht für die hergestellte und verkaufte Menge, E steht für den Umsatz, also die Menge x multipliziert mit dem Verkaufspreis pro Stück (x) und Kf2 und Kf1 für verschiedene Kostenverläufe. Kf2 beginnt mit höheren Fixkosten und hat dann geringere variable Kosten, Kf1 hat tiefere fixe Kosten und dafür höhere variable Kosten. Links des Schnittpunktes zwischen den Kostenlinien und der Umsatzlinie beginnt die Verlustzone, rechts die Gewinnzone. Man sieht deutlich, dass im Falle von Kf2 die Verluste sehr schnell deutlich höher sind als bei Kf1, wo der Unternehmer noch Anpassungen vornehmen kann. Der operative Leverage-Effekt misst das Verhältnis von relativer Bruttogewinnänderung zu relativer Umsatzänderung. Kf2 hat also in dieser Definition einen höheren operativen Leverage und ist damit riskanter.

Klar wird auch, dass je stärker der Umsatzrückgang ausfällt, desto größer die Verluste ausfallen. Egal wie hoch der operative Leverage ist, kommt es außer in den seltenen Fällen mit 100 Prozent variablen Kosten unweigerlich zu Verlusten, wenn die Umsätze wie in der Corona-Krise wegbrechen.

Neben dem operativen Leverage gibt es außerdem noch den finanziellen Leverage. Damit ist gemeint, dass die wenigsten Unternehmen ohne externe Finanzierung auskommen. Es gibt also neben den operativen Kosten des Unternehmens auch noch finanzielle, konkret Zinsen und Tilgung. Dies ist relevant, weil nur die wenigsten Unternehmen ohne Fremdmittel auskommen. So liegt der Eigenkapitalanteil deutscher Unternehmen bei 31 Prozent (2018), wobei die kleineren Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern nur rund 22 Prozent Eigenkapital haben.[i] Gerade bei vielen Kleinunternehmen dürfte die Eigenkapitalquote noch deutlich darunter liegen.

Je höher der Eigenkapitalanteil, desto stabiler ein Unternehmen, je geringer, desto größer die Gefahr von Konkursen im Falle eines Geschäftsrückgangs. Geht ein Unternehmen insolvent, führt das wiederum zu weiteren Verlusten in der Wirtschaft. Es gibt eine Welle an weiteren Ausfällen, verlieren doch zum Beispiel Lieferanten ihre Forderungen und werden selbst insolvent.

Neben dem Eigenkapital spielt die Liquidität eine entscheidende Rolle, weshalb die meisten Rettungsprogramme auch hier ansetzen. Zwar ist die Liquidität der Unternehmen in den letzten Jahren gestiegen auf im Schnitt rund sechs Prozent vom Umsatz.[ii] Übersetzt bedeutet dies, nach 22 Tagen ist die Kasse leer, sobald der Umsatz auf null fällt.

Kommt es nun durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu deutlichen Umsatzrückgängen sind Hunderttausende von Unternehmen in Deutschland gefährdet. In einem Wirtschaftssystem, in dem es immer eine „Vorfinanzierung“ gibt, die hinter jedem Geschäft steht, führt ein Wegbrechen der Nachfrage zwangsläufig zu einer Welle an Konkursen. An deren Ende wankt auch das Finanzsystem.

Steuert man nicht gegen, ist eine Wirtschaftskrise die Folge, die die Weltwirtschaftskrise in den Schatten stellt, werden doch – wie schon erwähnt – zuerst genau jene Unternehmen getroffen, die sonst am Ende der Abschwungkette stehen.

Künstliches Koma ist die Lösung

Damit kommen wir zur Frage, was denn zu tun wäre, um die Krise abzudämpfen und eine Wiederholung einer Großen Depression zu vermeiden. Die Maßnahmen müssen meiner Meinung nach an dem Existenzproblem der Unternehmen ansetzen, und zwar beginnend beim Einzelunternehmer bis bin hin zum Weltkonzern. Das zeigt bereits, wie schwierig es für die Politik ist, sind doch Rettungsaktionen für große Unternehmen viel leichter zu organisieren als für viele kleine Unternehmer. Da kann es gut sein, dass die Hilfe zu spät kommt.

Die Wirtschaft müsste in ein künstliches Koma versetzt werden. Aus der Medizin kennen wir das: „Ein künstliches Koma ist eine lange Vollnarkose, die über Tage – in seltenen Fällen über Wochen – eingesetzt wird. Mithilfe von Narkose- und Schmerzmitteln wird der Patient kontrolliert in einen Zustand versetzt, in dem Bewusstsein und Schmerz ausgeschaltet sind.“ Bezogen auf die Wirtschaft würde das bedeuten, dass wir für eine bestimmte Zeit alles einstellen. Keine Lohnzahlungen, keine Mieten, keine Zinsen. Wir tun einfach so, als würde ein Quartal ökonomisch nicht stattfinden. Es gäbe keine Umsätze, aber es gäbe auch keine Verpflichtungen.

Beispiel Miete: Der Betreiber eines Kaffees kann die Miete nicht mehr bezahlen, weil er geschlossen hat. Der Vermieter verzichtet auf die Miete und im Gegenzug muss er keinen Zins und Tilgung bezahlen und die Bank wiederum keine Löhne und Zinsen. Wir stellen alles ein und wenn wir in drei Monaten – wenn wir annehmen, dass das Koma solange andauert, fangen wir dort an, wo wir aufgehört haben und tun so, als hätte es die Zeit dazwischen nicht gegeben.

Das geht leider nur in der Theorie. In der Praxis haben wir ja keinen kompletten Shutdown der Wirtschaft und wir haben echte Ausgaben – wie Nahrungsmittel – und viele Menschen haben unabhängig von der Wirtschaftslage ein Einkommen, zum Beispiel weil sie Rente beziehen. Deshalb müssen wir uns mit den Maßnahmen in der Praxis so nahe wie möglich an den Zustand des künstlichen Komas annähern.

Dies bedeutet, für die Menschen, die aufgrund des Virus weniger oder keine Einnahmen haben, muss es einen Ausgleich geben, der wirtschaftlich dem Gedanken des künstlichen Komas am nächsten kommt. Dies bedeutet, dass es nach der Komaphase keine Schmerzen mehr gibt. Also auch keine Verpflichtungen, die vorher nicht bestanden haben. Ich wiederhole es nochmals. Es muss so sein, als hätte es das Quartal nicht gegeben.

Wenn nun also Liquiditätshilfen in Form von Darlehen oder direkten Beteiligungen des Staates an Unternehmen von der Politik angeboten werden, erfüllt das diese Bedingung nicht. Wenn die Betroffenen nämlich aus dem Koma erwachen, sehen sie sich mit finanziellen Lasten konfrontiert, die sie vorher nicht hatten und die sie oftmals nicht erfüllen können. Gerade Restaurants, Hotels, Reiseveranstalter und Kinos – um ein paar Beispiele zu nennen – können den verlorenen Umsatz nicht wieder wettmachen. Ein Auto mag man ein paar Monate später kaufen, aber in das Restaurant geht man nicht doppelt so häufig, um früherer Mahlzeiten nachzuholen.

Wir müssen also als Gesellschaft den Umsatzausfall ersetzen. Diesen kennen wir natürlich nicht, aber wir kennen die Steuerzahler Deutschlands. Getrost dürfen wir davon ausgehen, dass nur Steuerzahler von dem Einbruch der Wirtschaft getroffen sind.

Dabei haben wir verschiedene Gruppen von Steuerzahlern auf Einkommen.

  • Bei Angestellten wird die Lohn- und Einkommenssteuer direkt an der Quelle abgezogen. Tritt Arbeitslosigkeit ein, wird Einkommen durch Sozialleistungen aufgefangen. Weitere unternehmerische Verpflichtungen sollten hier nicht bestehen, nur eventuelle private finanzielle Verpflichtungen aus Krediten. Hier wäre es denkbar, dass wir pauschal die Arbeitslosengelder und die Kurzarbeiterzahlungen deutlich erhöhen. Diese sollten ab Tag eins bezahlt werden.
  • Bei Selbstständigen und Unternehmen, die Einkommenssteuer bezahlen, sind die Einkünfte der vergangenen Jahre bekannt. Das Finanzamt kennt diese aus den Steuererklärungen. Hier sollte das Finanzamt in jedem Monat, den die Koma-Phase andauert, einen Betrag in Höhe von ein Zwölftel des Umsatzes des letzten verfügbaren Jahres auf das Konto des Unternehmens überweisen.
  • Bei Unternehmen, die Körperschaftssteuer bezahlen, wird genauso vorgegangen wie bei den Selbstständigen. Auch sie bekommen den Umsatz gutgeschrieben.

Entscheidend ist, dass dies ohne Antrag und ohne Bedürftigkeitsprüfung erfolgt. Alle werden so gestellt, als wäre nichts passiert.

Im kommenden Jahr müssen dann alle Bürger, die Zahlungen vom Staat erhielten, die im Zusammenhang mit der Bekämpfung der unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise stehen, eine Einkommenssteuererklärung abgeben. Dabei werden die Zahlungen vom Staat als Einkommen bewertet. Je nachdem, wie der tatsächliche Geschäftsverlauf war, ergeben sich dann folgende Zahlungsverpflichtungen der Empfänger:

  • Liegt der erzielte Umsatz inklusive der erhaltenen Umsatzausfallzahlungen des Staates auf Höhe des Umsatzes im Jahr 2019, behält der Empfänger die Zahlung und versteuert den sich ergebenden Gewinn.
  • Liegt der erzielte Umsatz inklusive der erhaltenen Umsatzausfallzahlungen über dem Niveau von 2019, ist der Teil der Ausfallzahlungen zu erstatten, der nicht erforderlich war, um das Umsatzniveau 2019 zu halten. Gewinn wird wie immer versteuert.

Unternehmer können die Erstattung der Umsatzausfallzahlung umgehend leisten, wenn sie nicht auf die Zahlungen angewiesen sind. Spätestens bei Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2020 wären die unnötig zugeflossenen Gelder zurückzuzahlen. Dabei gilt: Der Umsatz des Vorjahres wird garantiert.

Der Vorteil einer solchen Vorgehensweise liegt auf der Hand: Sie wirkt wirtschaftlich wie das Koma, ist einfach umzusetzen und kann im Nachhinein, wenn die Krise überwunden ist, korrigiert werden, indem jene, die die Zahlung des Staates nicht benötigen, diese nach Abgabe der Einkommenssteuererklärung erstatten müssen.

Wäre das gerecht? Im Einzelfall vielleicht nicht, in Summe schon. Natürlich mag es Unternehmen geben, die auch ohne Corona einen Umsatzrückgang erlebt hätten. Es wird auch Fälle geben, wo das Geld verloren ist, weil die Empfänger die Zahlungen falsch verwenden. Das dürfte aber relativ zum Gesamtvolumen vernachlässigbar sein.

Die kurzfristige Finanzierung ist im heutigen Null-Zinsumfeld gar kein Problem. Wir reden vom theoretischen Maximalbetrag von 25 Prozent des deutschen BIP des Jahres. Dieser wird bei Weitem nicht erreicht werden und selbst wenn, stiege die Verschuldung des deutschen Staates auf die Größenordnung von 85 Prozent des BIP – weit unter dem Niveau, das die meisten anderen EU-Staaten schon vor dem Corona-Schock hatten. Ohnehin sollten wir mit dem Thema der Schulden anders umgehen, doch dazu an anderer Stelle mehr.

So weit ist die Politik noch nicht

Blicken wir auf die Maßnahmen der Politik, so muss man feststellen, dass sie zunehmend die Dimensionen der Krise erkennt und deshalb immer größere Hilfspakete schnürt. Auch gibt es eine gewisse Entwicklung in Richtung „Koma-Konzept“, aber dort angekommen sind die Politiker noch nicht. Das ist keine Kritik, einfach weil wir wissen, dass es sich um eine in jeder Hinsicht einmalige Situation handelt.

  • Am Montag plant die Bundesregierung ein Hilfspaket von mindestens 40 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen zu beschließen. Das Geld soll teils in Form von direkten Zuschüssen ausgezahlt werden, teils in Form von Darlehen. Im Gespräch sind Zuschüsse von 9.000 bis 10.000 Euro für Firmen von bis zu fünf Mitarbeitern und bis zu 15.000 Euro für Firmen von bis zu zehn Beschäftigten – und zwar für eine Dauer von maximal drei Monaten. Insgesamt zehn Milliarden Euro als direkte Zuschüsse vergeben werden, der Rest als Darlehen. Bewertung bto: Es geht in die richtige Richtung. Nur woher sollen die Kleinunternehmer in Zukunft die Mittel nehmen, um den Darlehensanteil zurückzuzahlen? Außerdem ist der Betrag willkürlich. 10.000 Euro bei fünf Mitarbeitern deckt nicht einmal die Lohnkosten.
  • Schon beschlossen wurde eine Anpassung der Kurzarbeiter-Regelung bis Anfang April. Betroffene Unternehmen können Lohnkosten und Sozialabgaben von der Bundesagentur für Arbeit bezahlen lassen, Leiharbeitnehmer sind künftig eingeschlossen und es müssen nur zehn Prozent der Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen sein, damit die Regelungen greifen. Bewertung bto: Auch das ist richtig, aber angesichts der Dimensionen, vor denen wir stehen, unzureichend.
  • Ein unbegrenztes Milliarden-Schutzschild für Betriebe und Unternehmen aufstellen: Über ihre Hausbanken erhalten Unternehmen den Zugang zu Krediten und Bürgschaften bei der staatlichen Bewertung bto: Auch diese widerspricht der Koma-Logik. Die Unternehmen sind schlechter gestellt, weil sie mit höheren Schulden zu kämpfen haben.
  • Auch das Finanzamt soll sich großzügig zeigen: Stundungen werden auf Antrag gewährt. Wenn Unternehmen „unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind“, wird bis Ende des Jahres 2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge verzichtet. Auch die Voraussetzungen, um Vorauszahlungen von Steuerpflichtigen anzupassen, werden „erleichtert“. Bewertung bto: Das ist einfach nur kleinlich. Niemand kann es sich so leisten wie der Staat, auf Zahlungen zu verzichten.

Und was geistert noch so durch den Raum?

  • Das bedingungslose Grundeinkommenhier ausführlich diskutiert – wird von einigen jetzt gefordert: Das verbuche ich unter „Krise als Chance nutzen, um Lieblingsthemen durchzudrücken“. Das Grundeinkommen ist in Deutschland – anders als in Ländern wie den USA mit schlecht ausgebautem Sozialsystem – nicht erforderlich. Was wir machen sollten, ist, die Zahlungen bei Neuanträgen ohne Vermögensprüfung zu leisten, und das von Tag eins an und für alle Bürger. Man könnte auch über eine Verdoppelung der Beträge für einen Zeitraum von sechs Monaten nachdenken.
  • Die Beteiligung des Staates an strauchelnden Unternehmen: Führt wiederum zu der Frage, ob wir das wirklich wollen. Naturgemäß kann sich das ohnehin nur auf prominente Einzelfälle beziehen wie beispielsweise die Lufthansa. Gehen wir großzügiger diesen Weg bis in den Mittelstand hinein, laufen wir in das Szenario einer staatlich dominierten Wirtschaft. Dies wäre weder effizient, noch entspräche es der Idee des gedanklichen Komas.

Fazit: „Gedankliches Koma“ ist effektiv und effizient

Heute haben wir verschiedene Probleme, die sich gegenseitig verstärken und in Summe zu einem sich mehr verstärkenden Abschwung führen. Die Unternehmen wissen nicht wie stark und wie lange sie unter der Krise leiden werden. Sie wissen nicht, ob und wie die Hilfe des Staates wirkt und sie fürchten die längerfristigen Konsequenzen. Wenn ich künftig Schulden tilgen oder den Staat als Miteigentümer loswerden muss, setze ich alles daran, dies zu verhindern. Also baue ich Kosten um jeden Preis ab und das verstärkt die Krise. Der Koma-Ansatz ist da besser.

Und wie wir das finanzieren? Zunächst mit neuen Schulden, die der Staat zu Negativzins aufnehmen kann. Danach sehen wir mal, was wir machen im europäischen Kontext. Aber das ist ein Thema für ein anderes Mal.

 


[i] Statista: Durchschnittliche Eigenkapitalquoten mittelständischer Unternehmen in Deutschland nach Beschäftigungsgrößenklassen 2006 bis 2018, abrufbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/150148/umfrage/durchschnittliche-eigenkapitalquote-im-deutschen-mittelstand/

[ii] Der Treasurer: LBBW-Umfrage: Deutsche Unternehmen halten zu viel Liquidität, 16. März 2018, abrufbar unter: https://www.dertreasurer.de/news/cash-management-zahlungsverkehr/lbbw-unternehmen-halten-zu-viel-liquiditaet-61971/

Kommentare (89) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    Thomas M. sagte:

    Ein Satz wie aus einem dystopischen Science Fiction-Roman:

    „Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, in ganz Deutschland Ansammlungen von mehr als zwei Menschen zu verbieten.“

    Vielleicht sollte man sich den Satz aufschreiben inklusive Anmerkung, dass dies keiner normaler Zustand ist, plus Datum, ab wann man gegen das Gesetz beginnt bewusst zu verstoßen, damit aus der massiven Freiheitseinschränkung keine freiwillig gelebte Gewohnheit und die neue Normalität in der Republik wird.

    Bin mal gespannt, wie sich das auf die Volkspsyche auswirkt… bei der Bewegungs- und Aktivitäten-Einschränkung in Kombination mit ökonomischen Stress ist der Anstieg der Aggression vorprogrammiert.

    Ich hab mich zudem gefragt, ob in Großstädten überhaupt genug Platz ist, damit die Leute vor die Türe gehen können und dann noch genug Abstand halten können, ohne dass es zu „gruppig“ wird. Vielleicht braucht es eine Ausgangserlaubnis für einzelne Buchstaben des Nachnames. Diesen Montag dürfen die Nachnamen A, D, L und U vor die Türe.

    Interessant: Ob das nun recht irre ist oder doch sehr vernünftig, ist gar nicht einmal leicht zu entscheiden…

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    • Avatar
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Thomas M.

      >Ob das nun recht irre ist oder doch sehr vernünftig, ist gar nicht einmal leicht zu entscheiden… >

      Versuchen Sie nicht erst.

      Wichtig an dem Satz ist das:

      „geeinigt, in ganz Deutschland“

      Wenn sich ALLE, auf die es ankommt, einig sind, dann tut VERBIETEN nicht weh.

      Es ist dann so etwas wie Schicksal.

      Damit:

      ERTRÄGLICH.

      Solange es das ist, sind wir der gesellschaftlichen Befindlichkeit nach noch in der Spur.

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        Thomas M. sagte:

        Feiern in den eigenen vier Wänden sei wohl inakzeptabel – ist demnach aber auch noch nicht verboten :>

  2. Avatar
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    Video, ansehen, auf Bild.de: Alexander von Schönburgs ( “ Die Kunst, stilvoll zu verarmen“) verzweifelte Wutrede gegen unbegrenzte staatliche Kontrolle.
    Meine Prognose: Bargeldverbot wird gerade vorbereitet in Verbindung mit “ bedingungslosem Grundeinkommen“, der gnädige Staat lässt niemanden alleine.

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    • Avatar
      dberndjt sagte:

      zu dem Vorschlag von D. Stelter möchte ich anmerken:
      Ich finde Ihre Darstellung und Abhandlung sehr sachlich und gut und in die richtige Richtung, wenngleich zu weit gehend,
      In künstliches Koma versetzen ist gut formuliert und prägnant.

      Ihr Vorschlag geht aber zu weit und unterschlägt einen spannenden Teil.
      Sie sagen, dass die Unternehmen so zu stellen sind wie sie gestanden hätten, hätten sie den Umsatz gemacht wie 2019. Sie handeln dann den Fall ab, was ist wenn a)der 2020 Umsatz genau dem entspricht war 2019 war – dann zahlt das Unternehmen an den Staat wieder zurück und b)wenn er drüber liegt. Dabei rechnen Sie die staatliche Zahlung mit ein. Sie schreiben nicht, was ist, wenn die Rechnung zu einem Umsatz unter 2019 führt? Wollen Sie dann noch eine weitere Zahlung des Staates? Das entspräche Ihrer Logik.
      Im Übrigen führt Ihr Vorschlag zu einer erheblichen Ausweitung der Verschuldung (was aber nicht sein müsste, wie ich meine)

      M.E. hat der Unternehmer keinen Anspruch darauf so gestellt zu werden, wie er gestanden hätte, wenn alles wie 2019 gelaufen wäre. Ihm und den Aktionären steht kein Gewinn wie letztes Jahr zu (tendenziell). Das geht eindeutig zu weit. Ich habe deshalb kein Problem damit, wenn für den Unternehmer zur Deckung seines Lebensunterhalts dann etwas gezahlt wird vom Staat, was sich am Existenzminimum orientiert. Das gilt natürlich auch für Selbständige.
      Es geht nicht darum Gewinne zu garantieren, sondern den Zusammenbruch zu vermeiden.

      Wäre folgendes auch erwägenswert?
      • Es wird staatlich (vorzugsweise in der EU), ein Moratorium verhängt, wonach Forderungen und Verbindlichkeiten zu einem bestimmten Stichtag mittels staatlicher Anordnung eingefroren werden für einen Zeitraum x, sprich: Jeder stundet dem Anderen , da auch ihm gestundet wird?
      • Das wegfallende Einkommen (z.B. bei Selbständigen, Kleinunternehmern etc. wird durch eine vorübergehende Grundsicherung ersetzt, die sich prinzipiell am Existenzminimum orientiert)?
      • Dieses Moratorium bleibt x Wochen/Monate länger bestehen, als die Maßnahmen zur Begrenzung .
      • Davon unbenommen sind neue Einkäufe/Verkäufe, die normal abgewickelt werden.
      • Die ansonsten getroffenen Entscheidungen über Kurzarbeitergeld etc. bleiben bestehe
      Tilgungen unterbleiben und werden durch Verlängerung der Laufzeiten korrigiert. Die Zinsen währen der Zeit des „Komas“ werden von den Banken getragen und vom Staat getragen.

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    Felix Schroeder sagte:

    Forist Konstantin sprach von Dekadenz. Das trifft es auf allen Ebenen. Auch die Diskussion hier zeigt deutliche Anzeichen der Dekadenz.

    Es handelt sich um einen Seuchenfall, wie wir ihn aus der Geschichte reichlich kennen. Kluge Kinder können wissen, was zu tun ist. Die Menschheit weiß seit Jahrtausenden, wie damit umzugehen ist. Unsere modernen Rechtssysteme bieten der Politik alle erforderlichen Handlungsoptionen an. Zusätzlich verfügen wir über die moderne Medizin. Herr Kekule und andere weisen seit Jahrzehnten darauf hin, dass wir uns auf einen solchen Fall vorbereiten müssen. Das war immer nachvollziehbar.

    Das Problem in einem Wort: Dekadenz.

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    Dr. Lucie Fischer sagte:

    Max Otte hat in seinem akribisch verfassen letzten Buch den Titel
    “ System-Crash“ gegeben. Wir befinden uns mitten darin, ich gehe mittlerweile davon aus, dass es sich um ein militärisch- gen-manipuliertes Virus handelt: letal nur für bestimmte Genome und deren Gensequenzen: im Zeitalter von Individueller Gentherapie ( Krebszellen) kann das ein Labor mit nur wenigen Fachkräften designen.
    Jeder Think-Tank würde die Idee prämieren, Angst vor Seuchen zum Vorwand für Bargeld-Verbot / globale Währungsreform zu nutzen.
    In der „Bild“-Zeitung ist heute die einkaufende Kanzlerin zu sehen
    ( beladen mit 4 Flaschen Weisswein), sie ZAHLTE MIT KARTE.
    Die Kanzlerin bereitet das Michelvolk auf Kommendes vor.

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    cisplatin sagte:

    Die aus meiner Sicht sich demaskierende Konzeptlosigkeit, ja Anmaßung der Agierenden in allen Hierarchieebenen staatlicher Gewalt möchte ich hier an einem sehr persönlichen Beispiel darlegen:
    Aktuell (Tag 9) befinde ich mich in Quarantäne nach Kontakt mit einem an Covid 19 schwerst erkrankten 50-jährigen Patienten. Der Patient wurde tags zuvor aus einer orthopädischen Kurklinik mit „Erkältungssymptomen“ entlassen und suche mich (hausärztliche Internistin) auf. Leider ohne die für unsere Patienten bereitgestellten Maske und Handschuhe. Trotz Therapie (und unzweifelhafter Therapieadhärenz) verschlechterte sich der Zustand, vier Tage nach diesem Kontakt traten Beatmungs-, Katecholamin- und Dialysepflichtigkeit ein.
    Der unverzüglich bei den Mitarbeitern und mir durchgeführte SARS Cov-2 Test ist negativ, aber leider nicht ausreichend, Quarantäne behördlich angeordnet, auf Grund des unvollständigen! vorschriftsmäßigen Schutzes.
    Konsequenzen für die Kurklinik und der dort Behandelten und Beschäftigten? KEINE!
    Es liegt mir fern, mich in Spekulationen über diese gesundheitspolitisch nicht nachvollziehbare Vorgehensweise zu empören.
    Ich hege jedoch mittlerweile erhebliche Zweifel an der Legitimation erlassener Allgemeinverfügungen: es wird ausdrücklich nicht die Zielgruppe besonders Vulnerabler adressiert, es werden politisch opportune Maßnahmen in unerträglicher Hypokrisie getroffen.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ cisplatin

      Aus Ihrem Fall – sich sehe ihn als BEISPIELHAFT an – schließe ich etwas anderes als „demaskierende Konzeptlosigkeit“:

      Es besteht bei denen, die zum Handeln legitimiert sind, bis auf die unterste Ebene ORIENTIERUNGSLOSIGKEIT, so dass KEIN stimmiges Handeln erfolgen kann.

      Gestehen Sie den verantwortlichen Akteuren zu, dass sie mit einem Spektrum umfang- und weitreichender Problemsituationen konfrontiert werden, für die es keine Erfahrungswerte gibt.

      Da kann der Fall „Kurklinik“ vorkommen – aus Ihrer Sicht unverzeihliche Inkompetenz, aus Sicht der Verantwortlichen bedauerlicher Fehler.

      Daher ist VERSTÄNDLICH, was ich genauso wie Sie sehe:

      >…wird ausdrücklich nicht die Zielgruppe besonders Vulnerabler adressiert, es werden politisch opportune Maßnahmen in unerträglicher Hypokrisie getroffen.>

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    Namor sagte:

    Dann fasse ich (bei weitem nicht erschöpfend) die renommiertesten kritischen Stimmen, der deutschsprachigen zusammen. Vorneweg Wodarg der eine eigene Seite zur Untermauerung betreibt. Dann Karin Mölling, Hendrick Streeck und nun Sucharit Bhakti.

    Der neueste Link bei Wodarg zielt auf Japan, warum immer nur Italien? Wobei auf Italien im Artikel ausführlich verwiesen wird.

    https://www.japantimes.co.jp/news/2020/03/20/national/coronavirus-explosion-expected-japan/#.XnbHzBi1J-F

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      Namor sagte:

      Und weil ich nicht weiß, was ich davon halten soll, hier zur Diskussion:

      https://steiermark.orf.at/stories/3039709/
      Am 18.03. vier Fälle in der Stmk, von drei wird die Todesursache mit Multiorganversagen angegeben. (Beim ersten Fall, 74 weiblich, Link im Link folgen.) Beim letzten Fall, 80 weiblich, keine Angaben.

      Covid-19 repliziert im oberen Rachenbereich, tödlich wird es vor allem durch den Befall der Lunge, und dann kommt der Tod durch Lungenversagen, ist das richtig so?

      Dann sind 3 der 4 und möglicherweise auch der 4te nicht ursächlich auf Covid-19 zurückzuführen. Selbst bei Tod durch Lungenentzündung wird Covid-19 nur ein Baustein sein, möglicherweise einer der zwingenderen.

      Weiters weiss man nichts über die Reliabilität des Tests, weil diese in der Eile gar nicht ausreichend geprüft werden könnten, da gibt es Meldungen über horrende (alpha-) Fehler. Also positive Ergebnisse obwohl gar keine Infektion.

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    Konstantin sagte:

    Es war ein Zeichen totaler Dekadenz, dass Herr Spahn keine frühzeitigen Maßnahmen getroffen hat und dem Karneval seinen Lauf lief. Es herrscht ein gefährlicher Virus in den Medien, aber die karnevaltreuen CDU-Wählerstimmen waren einfach wichtiger. Die vielen teueren Karnevalsverkleidungen, Konfetti, Bier und Süßigkeiten – eine Verschwendung, die wegzuwerfen.

    Ein wahrer Brandbeschleuniger, wie die Mainpost schreibt. Aber Kritik an Ministern während einer Krise ist wie Kritik an der Kirche – darf es nicht geben, denn es müssen alle zusammenhalten. Falsche Solidarität. Glaube und Hoffnung stehen an erster Stelle, ersteres ist sogar vom Grundgesetz geschützt. Dekadenz.

    Dafür sind alle in einer Sache gut: China kritisieren. Das können wir alle. Geht ganz einfach. Dass China sehr viel früher reagiert hat, scheinen die meisten dieser einfallslosen Kritiker sehr schnell zu vergessen.

    Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste. Die Fähigkeiten einiger Politiker passen nicht an die aktuelle Gefahrenlage. Aber Aktienmärkte sind wichtiger als Personalentscheidungen. Dekadenz.

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      Felix Schroeder sagte:

      @ Konstantin

      Sie haben es erfaßt: Dekadenz. Und zwar schon mindestens seit der Abwahl von Helmut Schmidt (natürlich ein gewillkürter Zeitpunkt).

      Mein Tip: Keep calm and carry on.

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    JürgenP sagte:

    Was passierte zum Zeitpunkt der Havarie (in Wutan), was kurz danach und was jetzt gerade?

    ! Hypothese:

    Erstens. Ein schwaches Warnsignal wurde unterdrückt. Leider – der Arzt ist jetzt tot. Die Geschehnisse nahmen ihren Lauf, bis die Folgen zu weiteren Warnsignalen führten, die in kurzer Folge zur Auslösung eines hoch anspruchsvollen und sehr dynamischen Interpretationsszenarios führten.

    Zweitens. Es verstehen nur wenige Experten das, was vor sich geht. Und die erhöhen die Anzahl die Warnsignale und verstärken sie mit ihren Expertisen. Die Architektur des hygienisch – medizinischen Warnsystems bildet exakt alle Infektionen ab, wie sie von den gerade im Bau befindlichen Kliniken, zwangsläufig noch unvollständig oder fälschlich, gemeldet werden.

    Drittens. In einem dynamischen Umfeld mit einer großen Anzahl von zeitnah auftretenden Meldungen sind Entscheidungsträger, die über die „Flughöhe des soziotechnischen Gesamtsystems Volks- & Weltwirtschaft“ zu entscheiden haben, vollkommen überfordert. Sie zögern zunächst, spielen runter (nicht bei uns …). Dann aber geht es los.

    Viertens. Checklisten für drohende Pandemien „kennen“ nur die spezifische Handlungsfolge innerhalb des eigenen Systems, nicht aber mögliche Wirkungen außerhalb dessen.

    Fünftens. Tritt wie in diesem Fall eine Lawine von Handlungsanweisungen auf – wobei einige dieser Meldungen anderen widersprachen – dann ist immer noch, aber dann ganz besonders, die geballte Analysefähigkeit der Operatoren gefragt, um zu entscheiden, welche Anweisungen für die augenblickliche Situation wichtig sind bzw. welche Handlungsanweisungen schlichtweg zu ignorieren, da falsch, sind.

    Sechstens. Bei komplexen, dynamisch ablaufenden Havariesituationen müssen die Operartoren in die Lage versetzt werden, die Gesamtsituation des Gesamtsystems schnell und eingängig zu erfassen.

    Siebtens Nach den umfassenden Anaylsen von DS sind wir uns hier im Blog sicher einig:
    über die Gesamtsituation des Gesamtsystems „Volks- & Weltwirtschaft“ hat diese Regierung ein vollkommen schiefes Bild. Sie geht von einem falschen tatsächlichen Zustand aus, sowohl in medizinischer, als auch wirtschaftlicher Hinsicht.

    Wäre den Operateuren in der Regierung unmittelbar bewusst geworden, dass nur ein sofortiges, sehr feinfühliges manuelles Kontrollieren der „Flugbahn der Wirtschaft“ an seiner Leistungsgrenze, den drohenden Absturz verhindern könnte, würde es möglicherweise anders ausgehen

    – als zurzeit vorprogrammiert.

    Es ist die Crux der Technikgläubigkeit, dass angezeigte Warn- und
    Fehlermeldungen meist – ohne ausreichende Analyse durch die Operatoren – als
    zutreffend angesehen werden und die damit verbundenen Handlungsanweisungen
    befolgt, sprich abgearbeitet werden – auch wenn diese ausnahmsweise falsch sind.

    (Quelle: Komplexe Fehlersituationen in heutigen Verkehrsflugzeugen:
    Ist die Leistungsgrenze der Operatoren erreicht / überschritten? Max Körte (DLRG-Bericht 2014-01, auszugsweise, mit eigenen Änderungen/Anpassungen von Textauszügen)

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ JürgenP

      >Nach den umfassenden Anaylsen von DS sind wir uns hier im Blog sicher einig:
      über die Gesamtsituation des Gesamtsystems „Volks- & Weltwirtschaft“ hat diese Regierung ein vollkommen schiefes Bild. Sie geht von einem falschen tatsächlichen Zustand aus, sowohl in medizinischer, als auch wirtschaftlicher Hinsicht.>

      Das sehe ich auch so, wobei ich nicht sicher bin, ob ich mit allen einig bin ;)

      Aber.

      Die REGIERUNG kann NICHTS ANDERES als ein vollkommen schiefes Bild haben.

      Uns selbst dann, wenn sie das RICHTIGE Bild hätte:

      Sie müsste mehr oder weniger im Verbund mit ANDEREN handeln, die ein vermutlich noch schieferes Bild haben.

      Fazit:

      Die Dinge nehmen ihre Lauf so, wie es nicht viel anders zu erwarten ist.

      Die Regierung und wir alle IRREN VORWÄRTS (M. Stöcker)

      Antworten
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        Richard Ott sagte:

        „Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.“ -Mark Twain

        Funktioniert natürlich auch als Strategie, wenn man gar keine Orientierung hat und auch nie hatte. ;)

      • Avatar
        ruby sagte:

        Nein Herr Tischer,
        wir haben eine Chance!
        Jetzt, jeder und morgen, übermorgen sowie Mittwoch bis zur Bundestagsitzung.
        Wir haben die unabhängige Deutsche Bundesbank, das unabhängige Bundesverfassungsgericht, das unabhängige Bundesverwaltungsgericht, den unabhängigen Bundesgerichtshof, den unabhängigen Bundesfinanzhof, alle bestehen aus Menschen die erreicht werden können und viele Wege in die Medien – TV, Rundfunk, Soziales Internet…ermöglichen.
        Es ist machbar, wir sind nicht isoliert.
        Keiner darf uns einsperren, es gibt keine Ausgangssperre, die uns stumm machen darf.
        Jeder Mensch hat Grundrechte und jeder Mensch hat sich daran zu halten. Das Infektionsschutzgesetz IfSG ist nur für Individuen anwendbar nicht bei einen Volk und nur durch die zuständige Behörde und das ist die Gesundheitsbehörde vor Ort, nicht Bundesminister der Bundesregierung
        Die Freiheit beginnt gerade.
        Die Bundesrepublik ist ein demokratischer förderativer Bundesstaat!
        Das ist unser Leben, das kein Organ alleine am Wochenende abändern kann.
        Demokrat sein bedeutet die Rechte zu vierseitigen.
        Dafür habe ich ein öffentliches Gelöbnis und Verpflicht abgegeben und niemand entbindet mich davon schon garnicht diese Frau, die damals noch FDJ Mitglied in der sowjetisch besatzten Zone war, so wie es auf jeder Karte die im Schulunterricht benutzt wurde beschrieben war.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Die Regierung hat schon ein ZIEL.

        Es ist die Minimierung des Schadens.

        Sie kann es aber operativ NICHT erreichen.

        Die Gründe:

        a) wie gesagt, die Regierung hat keine hinreichend genaue Kenntnis der Gegebenheiten (das „vollkommen schiefe Bild“ , dem ich mich angeschlossen habe, halte ich bei fairer Beurteilung doch für überzogen)

        b) sie verfügt nicht über die Mittel, zielgenau zu agieren, denn sie ist mit einem – teilweise zumindest – moving target konfrontiert.

        c) sie ist Handlungsrestriktionen ausgesetzt, etwa wie besprochen der „kulturellen Befindlichkeit“ der Bevölkerung und auch Notwendigkeiten, etwa die Ernährung zu gewährleisten.

        Die Regierung, speziell „Macher“ wie Söder finden zwar Anerkennung bei der Bevölkerung, sind aber immer hinter der Kurve, wobei sie eben nicht wissen, hinter welcher.

      • Avatar
        JürgenP sagte:

        @ruby
        Ihren Beitrag finde ich mit Abstand den Besten, den es in diesem Blog in letzter Zeit zum Lesen gab. Er trifft den Kern der Sache. Jedem muss klar sein, dass mit § 28 Abs. 3 in Verbindung mit § 16 Abs. 8 IfSG die Persönlichkeitsrechte mit der passenden „Präventionsbegründung“ vollkommen abgeschnitten werden können.

        Es gibt die Möglichkeit in einem Rechtsstaat dagegen vorzugehen, aber …

        „Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist bei der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz – Amt für Gesundheit – einzulegen. Widerspruch und Anfechtungsklage haben gemäß § 28 Absatz 3 in Verbindung mit § 16 Absatz 8 IfSG keine aufschiebende Wirkung“.
        https://www.hamburg.de/allgemeinverfuegungen/13721232/allgemeinverfuegung-zur-eindaemmung-des-coronavirus-in-hamburg/

        Ziel ist es: „(…) nach dem Stand der medizinischen Erkenntnisse besonders vulnerable Personengruppen vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 zu schützen.“

        Es stellt sich die Frage, ob dieser Personenkreis nicht hätte anders und mit viel weniger Aufwand geschützt werden können, als durch den Totalwahnsinn eines Shutdowns des gesamten öffentlichen Lebens. Wird das in Zukunft immer so gemacht? Ich kenne die eine oder andere Mikrobe, bei der das auch ganz gut passen würde …

        @DT
        „Die REGIERUNG kann NICHTS ANDERES als ein vollkommen schiefes Bild haben“.

        Richtig.

        Wessen Problem ist denn das?
        Wer kann es lösen?
        Wie kann es gelöst werden, mit welcher Methodengrundlage?
        Wann kann es gelöst werden?

        Fragen, die nicht passen, wenn der Bug sich nach unten neigt und der Absturz deutlich Fahrt aufnimmt, was die Alarmsignale nur noch deutlicher anschwellen lässt, um dann noch wahnsinnigere Hilfsaktionen folgen zu lassen.

        @RO
        Mir scheint, dass Mark Twain die eine oder andere Situation erlebt hat, bei der er sich auch nur an den Kopf fassen konnte.

        @DS
        Falls Sie mit der Komamethode auch gleich die „Macher“ vom Kaliber Söder mit komatisieren könnten, wäre mir es recht. Wir brauchen in Zukunft andere Macher und Methoden.

      • Avatar
        ruby sagte:

        @JürgenP
        Es gibt eine Zauberlehre:

        Überfrachtungsverbot

        Das Bundesverfassungsgericht hat diese Möglichkeit.
        Am schnellsten ist das mit der guten klassischen Normenkontrollklage vor in Kraft treten, eine staatsbürgerliche Inanspruchnahme unserer Rechte.

      • Avatar
        Bauer sagte:

        @ D. Tischer, @ R.Ott

        >> „Die Regierung hat schon ein ZIEL.
        Es ist die Minimierung des Schadens.“

        Das bestreite ich nicht, es frägt sich nur, welcher Schaden gemeint ist.

        Regierungen sind doch nur mehr das Fettauge, das auf einer obskuren Suppe schwimmt, deren Zusammensetzung die Regierung schon nicht mehr kennt. Das Fettauge weiss jedoch (oder ahnt es), dass es bei zuviel Turbulenz untergemischt wird. Ergo ist absolute Ruhe an der Oberfläche das Gebot der Stunde.

        Auch in einem Friedhof herrscht Ruhe, während im Untergrund die Würmer emsig am Werk sind.

        Man verzeihe mir diese rüde Metapher, denn was uns bevorsteht wird nicht weit davon abweichen.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ ruby

        >Das Infektionsschutzgesetz IfSG ist nur für Individuen anwendbar nicht bei einen Volk und nur durch die zuständige Behörde und das ist die Gesundheitsbehörde vor Ort, nicht Bundesminister der Bundesregierung>

        … Die Bundesrepublik ist ein demokratischer förderativer Bundesstaat!
        Das ist unser Leben, das kein Organ alleine am Wochenende abändern kann.>

        Sie irren sich – und zwar GEWALTIG.

        Damit meine ich NICHT Ihre rechtliche Bewertung.

        Ich meine vielmehr dies:

        Wenn eine als vermeintlich oder tatsächlich angenommene GEFÄHRDUNG beträchtlichen Ausmaßes EXISTIERT, d. h. von den Regierenden mit den meisten Ressourcen ERKANNT und von der Mehrheit der Bevölkerung als GEGEBEN angesehen wird, dann ist ALLES möglich.

        Oder, was glauben Sie, würde passieren, wenn wir militärisch ANGEGRIFFEN würden?

        Es wäre auch ALLES möglich.

        Sie verkennen die FAKTISCHE Bedeutung des Rechts.

        Es ist verbindlich für das, was als NORMAL angesehen und akzeptiert wird.

        Insoweit können Sie auf „unantastbar“ bestehen und dies auch DURCHSETZEN lassen.

        Gilt etwas situativ als NICHT normal – wobei diese Geltung KOLLEKTIVISTISCH hergestellt wird, auch durch Verstummen – IST Ihr Beharren lediglich das Aufstampfen eines störrischen Kleinkindes.

        Ihr Irrtum ist es zu glauben, mit dem ersten Atemzug Ihres Lebens UNSTERBLICHE Individualität zuerkannt bekommen zu haben.

        >Keiner darf uns einsperren, es gibt keine Ausgangssperre, die uns stumm machen darf>

        Man darf Sie, mich und beliebige andere einsperren.

        Sie dürfen aber gern noch schreien.

      • Avatar
        ruby sagte:

        Ach Herr Tischer,
        wenn Krieg ist, dann kann der Feind ja volle Kanone bekämpft werden ohne Verfassung brechende Lügereien.
        Vielleicht schreiben wird dann „Von der coronaen Revolution“ in Anlehnung an
        https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-531-90400-9_18
        Da sind die Herrschenden Eliten und das Volke mehrheitlich etwa einen Kopfe kürzer herausgekommen, geschätzt 20 Tsd – Humor oder Evidenz?

  9. Avatar
    JürgenP sagte:

    „Das Virus ist ein sogenannter „exogener Schock“ für die Wirtschaft. Plötzlich ändern sich die Rahmenbedingungen, die zuvor galten, grundsätzlich“.

    Zwangsläufig ausgelöste Aktivitäten der Regierung:

    von …
    • Hilfspaket von mindestens 40 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen;
    • Anpassung der Kurzarbeiter-Regelung bis Anfang April;
    • unbegrenztes Milliarden-Schutzschild für Betriebe und Unternehmen;
    • FA-Stundungen auf Antrag;
    bis …
    • Beteiligung des Staates an strauchelnden Unternehmen;

    „Alternativvorschlag“ von DS:

    „Die Wirtschaft müsste in ein künstliches Koma versetzt werden“

    Geht das überhaupt? Na klar:

    „kurzfristige Finanzierung ist im heutigen Null-Zinsumfeld gar kein Problem“.

    Für mich hört sich das so an, als hätte der Kapitän der Titanic kurz nach Feststellung, dass die Schotten überflutet werden, beim Schiffszimmerer noch ein paar Rettungsboote bestellt. Er solle zum Zimmern die Teak-Planken nehmen, die nun sowieso nicht mehr gebraucht werden und wenn er das ganze Hauptdeck runterreißt, wird man ihm einen Orden geben, Hauptsache die Boote schwimmen bald.

    Ein bisschen Zeit ist ja noch …

    Die Zeit zum Experimentieren ist grad gekommen, komatisieren wir doch die Wirtschaft. Aber warum nicht? Auf die Diskussion bei Anne Will bin ich gespannt.

    Antworten
    • Avatar
      Dietmar Tischer sagte:

      @ JürgenP

      >Für mich hört sich das so an, als hätte der Kapitän der Titanic kurz nach Feststellung, dass die Schotten überflutet werden, beim Schiffszimmerer noch ein paar Rettungsboote bestellt. Er solle zum Zimmern die Teak-Planken nehmen, die nun sowieso nicht mehr gebraucht werden …>

      Dieser Kapitän ist natürlich ein VERSAGER, weil er auf Teufel komm raus, d. h. mit UNVERANTWORTLICHEM Risiko das Blaue Band gewinnen wollte.

      Aber er ist auch ein PRAGMATIKER:

      Die Katastrophe ist und bleibt zwar eine Katastrophe, aber AUCH dabei kann man mit Umsicht den Schaden zu MINIMIEREN suchen.

      Das versucht er Ihrer Auffassung nach.

      Man kann ihn DAFÜR durchaus loben.

      Antworten
  10. Avatar
    Benjamin S sagte:

    „ Zwar ist die Liquidität der Unternehmen in den letzten Jahren gestiegen auf im Schnitt rund sechs Prozent vom Umsatz.[ii] Übersetzt bedeutet dies, nach 22 Tagen ist die Kasse leer, sobald der Umsatz auf null fällt.“

    Hallo Herr Stelter, wie kommen Sie auf die 22 Tage? Das würde m.E. nur auf Unternehmen zutreffen, welche vor der Krise unprofitable auf einem Niveau Umsatz = Kosten gearbeitet haben (Ausdehnung von Zahlungszielen und andere Instrumente etc mal außen vor gelassen).

    Antworten
    • Daniel Stelter
      Daniel Stelter sagte:

      Das stimmt. Nehmen wir eine Marge von 10 Prozent an, wären es 25 Tage. Nehmen wir an, die Fixkosten liegen bei 50% und die variablen sind sofort mit dem Umsatz weg, dann sind es vielleicht 50 Tage.

      Antworten
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      JürgenP sagte:

      Habe ich mir angehört. Der Beitrag passt prima zum Thema „Verarbeitung von Warnsignalen“ in komplexen (Fehler-)Situationen, siehe oben.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Gregor-H & Bauer

      Prof. S. Bhakdi ist ein ernsthafter Mensch und sicher auch ein kompetenter Virologe.

      Ich gehe auf den Kern seiner Darlegungen ein, mit dem er seine Auffassung, dass die Regierung „sinnlose Maßnahmen“ anordne, begründet.

      Vorab:

      Er präsentiert Zahlen, die m. A. n. keine ZWINGEND schlüssige Begründung erlauben.

      Ich interpretiere sie in folgender Rechnung so, wie ich sie verstehe und dabei seiner Begründung ohne Abstriche gerecht werde. Ich interpretiere sie also nicht bewusst so, dass sie zu meiner Meinung passen.

      Was Bhakdi sagt:

      a) 10.000 Menschen, die befallen sind (was nicht krank sei), führen bei 0,5% Krankheitsrate zu 50 Kranken/Tag und gegenwärtiger Lage (100% Behandlungskapazität) zu 30 Toten.

      b) Bei Hochrechnung auf 1. Mio. Befallene („Horrorszenario“) seien 3.000 Toten in 100 Tagen zu befürchten

      c) Es sterben jeden Tag in Deutschland 2.200 Menschen über 65 Jahren, wobei das Coronavirus, von dem sie betroffen sind, dabei eine untergeordnete Rolle spiele.

      (Bemerkung zu c): Ich hatte Ihnen, Herr Bauer, am anderen Thread gesagt, dass die Anzahl unter c) niemand kenne. Offensichtlich ist sie bekannt, jedenfalls nach den hier zu vernehmenden Aussagen. Ich korrigiere mich daher und akzeptiere die hier genannte.)

      Nach DIESEN Zahlen ist es in der Tat SINNLOS SARS-CoV-2 zu bekämpfen, weil unvermeidbar MEHR Menschen inkl. dieses Virus sterben als vor ihm zu retten wären.

      Die Zahlen sind aber in einem entscheidenden Punkt nicht akzeptabel.

      Frau Merkel hat von 60 bis 70% der Bevölkerung als MÖGLICHEN BEFALLENEN gesprochen, was ich als den Befund renommierter Virologen ansehe.

      Das sind nicht 1 Mio. , sondern ca. 50 Mio. Menschen (betrachte ich als worst cast-Szenario).

      OFFEN ist dabei, über wieviel Tage sich der Befall erstreckt.

      Ich gehe von 100 Tagen aus, was nicht gesichert ist und daher MEINE folgende Rechnung auch NICHT schlüssig macht.

      Das ist sie:

      a) ich bleibe bei 50 Kranken/Tag als zu BEHANDELNDE und negiere die „nur“ 30 Toten der ersten Tage der Epidemie.

      Von oben b), d. h. 1. Mio. Befallener auf 50 Mio. hochgerechnet und bei 100 Tagen geblieben, was ich bei normalen Leben, d. h. ohne jegliche kontaktvermeidende Maßnahmen annehme, aber natürlich niemand weiß, komme ich für b1) zu folgender Zahl zu bekämpfender Erkrankten

      50 Kranke/Tag bei 10. 000 Befallenen, ergibt bei 50 Kranken/Tag und 50 Mio. Befallener in 100 Tage: 250.000 Kranke, die gegen SARS-CoV-2 zu behandeln seien.

      Dagegen steht c), was ich belasse und bei 2.200 „Sowieso-Sterbenden“ pro Tag in 100 Tagen eine Gesamtzahl von 220.000 Toten ergibt.

      Der Saldo:

      250.000 Menschen vor dem Tod durch SARS-CoV-2 gerettet – vermutlich ein letztlich nicht realistisches Optimum – minus 220.000 Tote, die auch ohne Viruserkrankung sterben, ergibt:

      Die Maßnahmen der Regierung RETTEN 30.000 Menschen das Leben.

      Wer eine bessere Interpretation anbieten oder eine andere Rechnung aufmachen kann, soll das gern tun.

      Meine wirft die beiden folgenden Fragen auf:

      a) Ist es SINNLOS, 30.000 alten Menschen das Leben retten zu wollen?

      und

      b) ist es zu AKZEPTIEREN oder ABZULEHNEN, bei den absehbaren Kosten (im weitesten Sinn, nicht nur in Geld betreffend) der Bevölkerung Maßnahmen aufzuerlegen, wie wir es erleben?

      Antwort zu a):

      Es ist nicht sinnlos.

      Antwort zu b):

      Das ist eine offene Frage, die jeder für sich beantworten sollte.

      Die Bevölkerung würde m. A. n. mit großer Mehrheit AKZEPTABEL sagen.

      Antworten
      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        „Frau Merkel hat von 60 bis 70% der Bevölkerung als MÖGLICHEN BEFALLENEN gesprochen, was ich als den Befund renommierter Virologen ansehe.“

        Diese Zahl ergibt sich rechnerisch aus den Annahmen zur Basisreproduktionszahl des Virus als theoretischer Endpunkt der Epidemie, wenn sie nicht vorher irgendwie gestoppt wird:

        Basisreproduktionszahl (R0)

        Verschiedene Studien verorten die Zahl der Zweitinfektionen, die von einem Fall ausgehen (Basisreproduktionszahl R0), zwischen 2,4 und 3,3. Dabei wurden einzelne Studien mit deutlich höheren Schätzwerten nicht berücksichtigt. Dieser Wert kann so interpretiert werden, dass bei einem R0 von etwa 3 ungefähr zwei Drittel aller Übertragungen verhindert werden müssen, um die Epidemie unter Kontrolle zu bringen (21). Das R0 in China wurde im WHO-China Joint Mission Report in der Abwesenheit von Maßnahmen als 2–2,5 angegeben (13).“
        https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText3

        Wenn nämlich zwei Drittel der Bevölkerung das Virus schon hatten (und dann weitestgehend immun sind) und jeder Infizierte das Virus an 3 weitere Personen überträgt während er infektiös ist, dann gibt es nur eine Neuinfektion. Und damit stagniert die Ausbreitung des Virus und hört dann im weiteren Verlauf langsam auf.

        Der gleiche Mechanismus ist auch der Grund, wieso man bei Masern eine Impfpflicht eingeführt hat. Masern haben eine Basisreproduktionszahl von ungefähr 15, also brauchen Sie ungefähr (1 – 1/15)*100% = 93% Immune in der Bevölkerung, um die Ausbreitung einer Epidemie zu verhindern.

        (Das kann man natürlich noch viel komplexer modellieren, aber die einfache Erklärung finde ich sehr schön anschaulich und auch hinreichend genau.)

      • Avatar
        Bauer sagte:

        @ D. Tischer

        Vergebens suche ich nach brauchbaren Zahlen über die allgemeine Vorbelastung durch COVID, die ja auch Prof. Bhakdi erwähnt. Das würde meine mathematischen Modellen wesentlich verfeinern. Es müsste doch möglich sein, aus den im Zeitraum 01. bis 03.2019 (dieselbe Jahreszeit!) untersuchten und aufbewahrten Blutproben einschlägiger Patienten ausreichend umfangreiche Daten über latenten COVID-Befall in kürzester Frist zu gewinnen. Das wäre dann das „Grundrauschen“ (in Anlehnung an die Radioastronomie), das bei Verwertung der akuellen Zahlen sowohl bei den Ansteckungen als auch bei den Todesfällen zu berücksichtigen wäre. Vermutlich wäre die Lage dann weit weniger dramatisch.

        Frau Merkel nehme ich die 70% Durchseuchungsrate nicht unbesehen ab. Vermutlich entgeht uns ausserdem die Hälfte der Neuansteckungen, da sie ohne aussergewöhnliche Symptome verlaufen. Das würde bedeuten, dass mit einer höchstens halb so hohen Durchseuchung der Wendepunkt schon erreicht sein könnte, wovon der allergrösste Teil auch ohne medizinische Sonderbehandlung abklingen würde und somit ohne Schaden in kurzer Frist überlebbar wäre.

        Bei meinen Ländervergleichen fällt mir immer wieder die wilde Streuung von abgeleiteten Schlüsselzahlen (Verdoppelungsrate, Mortalität) auf. Meine Zweifel zielen auf die Unschärfe der Datenerhebung:

        – Was erklärt ein Arzt als COVID-Ansteckung, alles was mit Temperaturerhöhung hustet oder nur klinisch bestätigte Fälle? Das ist doch in weiten Grenzen Ansichtssache je nach kulturellem Hintergrund, professioneller Erziehung und politischer Beeinflussung (euphemistisch Sprachregelung).

        – Was schreibt ein Arzt in den Totenschein? Die zeitgerechte Neigung verleitet, da kurzerhand den vordergründigen und dramatischen COVID-Befall anzukreuzen statt der längst schon entscheidenden Vorbelastung.

        – Einige Staaten haben keine Ansteckungen gemeldet, bevor nicht Todesfälle eintraten, und selbst danach nur unvollständig und sporadisch. Die beiden Meldungen sind nicht konkludent. Da ich den Todesfallzahlen eher traue (Leichen kann man nicht so eifach unter den Teppich kehren), habe ich eine mathematische Beziehung zu den Fallzahlen entwickelt, die mir erstaunliches verrät. Das behalte ich jedoch lieber für mich, da ich mich gerade in einem einschlägig vorbelasteten Land befinde und noch ruhig schlafen will.

        Es wäre der letzte Witz der Weltgeschichte, wenn jetzt die Aufregung um COVID unsere kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen zerstören würde.

  11. Avatar
    Bauer sagte:

    Die von Dr. Stelter vorgetragenen Ideen sind begrüßenswert, weil sie einen neuen Ansatz bieten, und bedenkenswert schon weil es an realistischen Alternativen mangelt. Die lebhafte Diskussion zeigt es.

    Als nicht ausschließlich Wirtschaftler, sondern in erster Linie Ingenieur muss ich allerdings etwas Wasser in den Wein rühren. Ich habe zweimal den Aufbau einer Serienfertigung in der Luftfahrtindustrie in (mit-)leitender Position betreut und habe einigen Überblick über die Zeitabläufe. Nach meiner bescheidenen Meinung setzen Dr. Stelter und die Kommentatoren die Zeitspannen zu optimistisch an.

    Das Herunterfahren (oder eher heruntergedrückt werden) einer Produktion und der Absprung der Zulieferer wird viel rascher erfolgen als gemeinhin angenommen. Da werden dann eben schnell Kochtöpfe und Nachtgeschirre (bitte bildlich verstehen) ziemlich low tech gefertigt, um zu überleben. Die hochentwickelten Organisationsstrukturen und das know-how lösen sich auf.

    Das Hochfahren einer anspruchsvollen Fertigung (nur eine solche können wir in D brauchen) dauert dagegen wesentlich länger als erhofft. Neue Zulieferer müssen für die ausgefallenen gefunden werden, die ihrerseits das gleiche Problem in der nächsten Ebene haben. EDV muss abgestimmt werden, neue Zertifizierungen durchgeführt werden und Pufferlager angelegt werden, teilweise neues Personal geschult werden, weil die alten nicht mehr zurückkommen und die Belegschaften sich neu sortieren weil z.B. lange Pendlerzeiten nicht mehr akzeptabel sind.

    Vorwiegend in der Automobil- und Flugzeugindustrie werden die Firmen versuchen, ihre international verflochtenen Zulieferketten zu kürzen und enger bei sich zu haben. In der Politik wird es zu Hahnenkämpfen kommen, wenn dadurch Werke geschlossen bleiben und nur Kahlschlag übrigbleibt. Frankreich wird mit Macht versuchen, die Airbusfertigung möglichst weitgehend bei sich zu konzentrieren, was um so leichter ist als die Produktionszahlen zumindest in naher Zukunft schrumpfen werden.

    Wir sind in der Eiszeit angekommen.

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      Gregor_H sagte:

      Ich stimme @Bauers Kommentar zu bis auf den letzten Satz:
      Ich denke für EUROPAS Gesellschaft ist die Eiszeit gekommen. Der absehbare wirtschaftliche Absturz wird nicht mehr vollständig aufgeholt werden können.

      Die ASIATISCHEN Unternehmen werden m.E. das ausfallende europäische Angebot schnell übernehmen.
      Wie die US-Wirtschaft diesen Schock verkraften wird, dazu habe ich keine Meinung. Allerdings höre ich, anekdotisch, daß auch in den USD seit einer Woche immer mehr Geschäfte schließen.

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      Alexander sagte:

      @Bauer

      Alle Lieferanten der ersten Reihe mussten sich aufgrund der Pflichten-/Lastenanforderungen ihrer monopolistischen Großkunden derart spezialisieren, dass die Auto-/Luftfahrtindustrien ziemlich sicher sind keinen zu verlieren, es sei denn durch Konkurs.

      Um überhaupt im Geschäft zu bleiben würde ich Zombiefizierung in dem Sektor für das größere Problem halten, heute. Man hat sich derart spezialisiert, dass man mit den Anlagen + Ausrüstung + Personal auf keinen Fall morgen etwas total anders machen kann.

      „Früher“ wechselte man in Rezessionszeiten von Luftfahrt z.B. in den Maschinenbau, aber die Werkstoffe differieren heute so sehr, dass man es vergessen kann auf einer 5 Achsen Portalfräsmaschine auch nur ein M30 Gewinde zu fertigen, wenn das 10m Schmuckstück für Hochfrequenzfräsen von AluSonderlegierungen konstruiert wurde.

      Um dem Weltmarkt trotzen zu können, ist Endstufenspezialisierung heute ein Klumpenrisiko.

      Anderes Beispiel Autozulieferer, die niemals auf die Losgröße 1 Stück des spezialisierten Sondermaschinenbaus rentabel eingehen können. Um deren Massenauslastung mache ich mir seit zwei Jahren Gedanken……
      Zur Veranschaulichung: https://youtu.be/0hI9zNdP-fQ ganz ansehen schadet nicht…

      Der Wechsel in andere Sektoren ist beim allgemeinen shutdown sowieso Illusion.
      #alles steht.

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        Bauer sagte:

        @ Alexander

        Zu Ihren ersten beiden Absätzen muss ich Widerspruch anmelden.

        CNC-Maschinen, auch Roboter sind zunächst Universalmaschinen in verschiedenen Größenordnungen und abgestufter Raffinesse. Erst durch die eingespannten Werkzeuge und die Programmierung werden sie zu Spezialmachinen, natürlich innerhalb ihrer Leistungsgrenzen. Darunter können sie für alles mögliche eingesetzt werden, sind aber dann u.U. unwirtschaftlich.

        Als ich mit solchen Maschinen Fertigungen aufbaute, habe ich zu Testzwecken Spielbretter für Gesellschaftsspiele und Kinderspielzeug in Einzelstücken darauf gefertigt, zum Gaudium der Mitarbeiter und der Kinder. Das oben erwähnte Beispiel der Kochtöpfe ist also durchaus innerhalb kürzester Zeit möglich, aber natürlich eine fürcherliche Mittelverschwendung und Unterforderung des Bedienpersonals.

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        Alexander sagte:

        @ Bauer

        Ich unterschätze Ihre Fachtkenntnis keineswegs und mutmaße Ihren Einblick exakt entlang der Beispiele. Sie verstehen mich vielleicht, wenn Sie den Vergleich anstellen wieviel Drehmoment für ein M30 (Steigung 3.5mm) erforderlich ist und ob die topaktuellen Maschinen der Industrie 4.0 mit ihren Hochleistungsspindeln (>20.000 1/min) und 2g BeschleunigungsDynamiken diese Drehmomente unter einer Drehzahl von 100 1/min aufbringen können. -> Können sie nicht und schwerere Schnitte für Guß oder Stahl überfordern die Führungsbahnen so sehr, dass das Werkzeug widerstandsfähiger ist als die Maschine selbst.

        Die Spezialisierung ist so weit fortgeschritten, dass gewisse Anlagen für den Formenbau die Toleranzen im Maschinenbau nicht einmal am Tag der ErstInbetriebnahme erfüllen.

        Ich könnte das durch die Leistungdaten der Hersteller endlos lange nachweisen, nur dass heutzutage keine Daten mehr online abrufbar sind. + Die Entscheider haben in den meisten Fällen nicht die erforderliche Kompetenz.

        Das Minenfeld aus Fehlinvestition durch falsche Erwartung hat manches Unternehmen zombifiziert, weil die Schlüsselqualifikation seit 20 Jahren fällt.

  12. Avatar
    Richard Ott sagte:

    bto: „Beispiel Miete: Der Betreiber eines Kaffees kann die Miete nicht mehr bezahlen, weil er geschlossen hat. Der Vermieter verzichtet auf die Miete und im Gegenzug muss er keinen Zins und Tilgung bezahlen und die Bank wiederum keine Löhne und Zinsen. Wir stellen alles ein und wenn wir in drei Monaten – wenn wir annehmen, dass das Koma solange andauert, fangen wir dort an, wo wir aufgehört haben und tun so, als hätte es die Zeit dazwischen nicht gegeben. Das geht leider nur in der Theorie. In der Praxis haben wir ja keinen kompletten Shutdown der Wirtschaft und wir haben echte Ausgaben – wie Nahrungsmittel – und viele Menschen haben unabhängig von der Wirtschaftslage ein Einkommen, zum Beispiel weil sie Rente beziehen. Deshalb müssen wir uns mit den Maßnahmen in der Praxis so nahe wie möglich an den Zustand des künstlichen Komas annähern.“

    Da sehe ich ein grundsätzliches konzeptionelles Problem bei dem Koma-Konzept.

    Wieso sollen Nahrungsmittel „echte Ausgaben“ sein, und Mietzahlungen irgendwie … „unecht“? Die Gebäude werden genauso weiter gebraucht und genutzt wie Nahrungsmittel – nur mit dem Unterschied, dass sie sich lediglich abnutzen und Betriebskosten haben und nicht direkt verbraucht werden.

    Was ist zum Beispiel mit Ausgaben für Telekommunikation, sind die „echt“ oder „unecht“? Und wie lässt sich das Vermieter-Beispiel auf ihn übertragen? Der Handy-Vertragsanbieter und Netzbetreiber kann auf die Zahlung der Monatsgebühr für den Vertrag verzichten – und dann zahlt er auch keine Zinsen und keine Tilgung an die Bank, die den Aufbau des Mobilfunknetzwerkes finanziert hat? Was ist mit der Stromrechnung für den Betrieb des Netzes?

    Das ganze läuft darauf hinaus, dass die Produzenten von „echten“, also unverzichtbaren, Gütern und Dienstleistungen weiter produzieren und liefern sollen, um den Rest weiter zu versorgen solange der im Koma liegt – und die Kosten dafür tragen sie auch noch überproportional mit, weil sie zuerst während des Komaschlafes Steuern und Abgaben zahlen und hinterher die neu gemachten Staatsschulden anteilig mit übernehmen.

    Das kann man vorschlagen, aber man sollte auch klar auf die Konsequenzen dieses Vorschlags aufmerksam machen.

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      Helge sagte:

      „Wieso sollen Nahrungsmittel „echte Ausgaben“ sein, und Mietzahlungen irgendwie … „unecht“? Die Gebäude werden genauso weiter gebraucht und genutzt wie Nahrungsmittel – nur mit dem Unterschied, dass sie sich lediglich abnutzen und Betriebskosten haben und nicht direkt verbraucht werden.“

      Der angenommene Zeitraum beträgt 3 Monate:
      3 Monate keine Ausgaben für Nahrungsmittel > Menschen verhungern.
      3 Monate keine Ausgaben für die Miete > ?. Allerdings unter der Voraussetzung, daß Kredite der Vermieter ebenso pausiert und wiederum existentielle Einnahmeausfälle der Vermieter (weil sie z.B. keine Nahrungsmittel mehr kaufen können) ersetzt werden.

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      Richard Ott sagte:

      @Namor

      Man könnte als Gläubiger ja für die Bank einen Insolvenzantrag (Fremdantrag) beim Amtsgericht stellen, wenn sie sich weigert, das Guthaben auf dem eigenen Girokonto auszuzahlen. Schon die Drohung damit verschafft einem normalerweise sehr schnell die Aufmerksamkeit der Filialleitung oder Geschäftsführung. ;)

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  13. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    „Künstliches Koma ist die Lösung“:

    REAL ist die Wirtschaft im Tiefschlaf, aber MONETÄR operiert sie so, als wäre nichts. Denn richtig, Geld ist genug da.

    Der Ansatz ist brillant, weil ZIELFÜHREND – den Schaden so gering wie möglich haltend.

    Was mich beschäftigt ist die Situation NACH dem Aufwachen.

    >Wenn nun also Liquiditätshilfen in Form von Darlehen oder direkten Beteiligungen des Staates an Unternehmen von der Politik angeboten werden, … sehen sie (die Betroffenen nach dem Koma, D.T.) sich mit finanziellen Lasten konfrontiert, die sie vorher nicht hatten und die sie oftmals nicht erfüllen können>

    Das ist offensichtlich.

    Es ist daher möglich, dass diese Unternehmen in Liquidation gehen, weil sie nach dem Aufwachen NICHT mehr existieren WOLLEN.

    Das wäre keine Lösung, weil der Schaden aus der Komaphase nach hinten verschoben und die Wirtschaft nach dem Aufwachen zusätzlich BELASTET würde.

    Daher:

    >Wir müssen also als Gesellschaft den Umsatzausfall ersetzen.>

    ersetzen – was heißt das?

    Heißt es, GENERELL den Umsatzausfall AUSGLEICHEN ohne jegliche VERPFLICHTUNG nach dem Aufwachen?

    Oder:

    Heißt es, SELEKTIV den Umsatzausfall AUSGLEICHEN ohne jegliche VERPFLICHTUNG nach dem Aufwachen und bei anderen Unternehmen den Umsatzausfall ausgleichen mit der VERPFLICHTUNG, nach dem Aufwachen Rückzahlungen zu leisten?

    Ich denke bei letzterem an folgenden Fall:

    Eine GmbH hat einen Inhaber (Familie), residiert in einer Villa, die ihr nicht gehört (Miete), die Einnahmen bestehen NUR aus Dividendenzahlungen, die der Inhaber Hand-in-den-Mund konsumiert. Die Dividendenzahlungen fallen aus, Rücklagen sind nicht vorhanden.

    Wie verfährt man mit diesem Unternehmen – was soll „ersetzen“ für es bedeuten?

    Wenn ihm in der Komaphase der Umsatzausfall, i. e. die Dividendeneinnahmen nicht ersetz werden, wird dieses Unternehmen DISKRIMINIERT.

    Würde es Assets verkaufen, könnte es die Koma-Phase zwar überleben, wie oben ein Unternehmen, das seine Assets verkauft im Fall der Liquidation.

    Das wollen wir aber nicht bei obigen PRODUKTIVEN Unternehmen und:

    Warum soll es gerade DIESES Unternehmen sollen MÜSSEN?

    Weil es bzw. sein Inhaber „nur“ KONSUMTIV in der Gesellschaft unterwegs ist?

    Wenn dieses Unternehmen nach dem Aufwachen den erstatteten Dividendenausfall nach welchen Modalitäten auch immer zurückzahlen MUSS, wird es auch DISKRIMINIERT.

    Denn nach den Vorstellungen von Dr. Stelter gilt:

    >Spätestens bei Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2020 wären die unnötig zugeflossenen Gelder zurückzuzahlen. Dabei gilt: Der Umsatz des Vorjahres wird garantiert.>

    Die ausgefallenen Dividendenzahlungen müssten demnach auch garantiert sein.

    Kurzum:

    Abseits der natürlich viel wichtigeren Maßnahmen einer Schadensminimierung wird es spätestens in der Phase nach dem Aufwachen eine UMVERTEILUNGSDISKUSSION geben.

    Es wird sich zeigen, ob diese – dem Stellenwert in der öffentlichen Diskussion nach – nur ein geringfügiger Kollateralschaden sein wird oder nicht.

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      „REAL ist die Wirtschaft im Tiefschlaf, aber MONETÄR operiert sie so, als wäre nichts.“

      Tatsächlich ist sie es aber nicht. Bestimmte Güter und Dienstleistungen werden weiter nachgefragt, manche sogar noch viel mehr als in normalen Zeiten. Genug Beispiele dafür fallen Ihnen sicher selbst ein.

      Was machen wir mit den Leuten, die unseren Komapatienten versorgen, waschen und überwachen, während er schläft bis das Virus unter Kontrolle gebracht ist (was schlimmstenfalls viele Monate lang dauern könnte)?

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Ist ja richtig – die gesamte Volkswirtschaft ist nicht im Koma.

        Jemand muss ja die Regale mit Klopapier füllen;)

        >Was machen wir mit den Leuten, die unseren Komapatienten versorgen, …>

        Normalerweise würde man sagen:

        Die machen ihren Job und werden dafür bezahlt.

        Es ist aber NICHTS normal.

        Denn JETZT wird normal auch vielfach sein:

        Geld für Nichtstun.

        Daher müssen wir mit denen etwas machen, die (noch) etwas tun und es ist auch klar, was:

        https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/interview-katrin-goering-eckardt-fordert-guter-job-bonus-fuer-kassiererinnen-waehrend-coronakrise/25668310.html

        Darauf hätte man wetten können, das ist Reflex.

        Was mich perspektivisch sehr besorgt:

        Das Gerechtigkeits-Grundrauschen in unserer Gesellschaft wird sich in und nach dieser Krise MASSIV verstärken, weil bei sich jeden Tag überbietenden Summen Geld für ALLES da ist.

        Mit derartigen als angemessen geltenden Vorschlägen – und das sind sie, wenn renommierte Wirtschaftsblätter sie verbreiten – kontaminieren wir uns MENTAL.

        Das beseitigt keiner mehr – ich wüsste nicht einmal, wer das sein sollte in unserer Gesellschaft.

        Die Qualifikation „während der Coronakrise“ ist NUR während der Coronakrise eine.

        Danach, wenn diese vorüber ist, fällt sie unter den Tisch.

        Sie wird durch ein sich immer mehr verfestigendes „geht doch“ ersetzt werden.

    • Avatar
      Alexander sagte:

      @ Dietmar Tischer

      „Eine GmbH hat einen Inhaber (Familie), residiert in einer Villa, die ihr nicht gehört (Miete), die Einnahmen bestehen NUR aus Dividendenzahlungen“

      Genau wegen solcher an den Haaren herbei gezogenen Beispielen wird es keine direkten Liquiditätshilfen geben. Bevor die Mietvilla den gewöhnlichen Neid erzeugt, sollte man am Bsp. des jüngst auf bto vorstellten Angestellten und seiner Immobilie nachrechnen.

      Bei 150td€ Bruttoeinkommen des Geschäftsführers bleiben 90td€ nach Steuern/Abgaben übrig, was für eine 3ZKB reicht – nicht für die Villa.

      Um bei 6% Kapitalrendite die 150td€ brutto zu erlösen müsste die Anlagesumme (in was auch immer) 2.500.000€ schwer sein. Eigenkapital, welches durch Verpfändung in Liquidität verwandelt werden würde….anstelle dem Scholz die Bilanzen zu öffnen.
      Falls die GmbH gehebelt ist, werden die Kapitalgeber sehr genau hinsehen, ob ihre Kredite noch sicher sind……auch dann kein Fall für staatliche Alimentation, denn diese GmbH steht unter Aufsicht…von wegen Mietvilla und großartiges Leben.

      Was bleibt ist die demokratische Sorge von Ungerechtigkeit….und das bei einem CumCumEx Finanzminister.

      Wo bleibt die Dimension?

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  14. Avatar
    ruby sagte:

    Wenn das
    https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-krise-der-bund-erhoeht-massiv-seine-feuerkraft-16689909.html
    neben der wohl geplanten Änderung des des Infektionsschutzgesetz IfSG im Kabinett und Bundestag sowie Bundesrat beschlossen werden soll hat diese Regierung die Bundesrepublik zerstört und einen Zentralstaat errichtet.
    Diese Politiker empfinde ich als persönliche Bedrohung.
    Mein Landrat hat gerade die befristete Allgemeinverfügung gemäß Paragraph 28 Absatz 1 veröffentlicht.
    Damit wird in unserem Bundesland rechtmäßig und ordnungsgemäß regiert.

    Antworten
  15. Avatar
    Alexander sagte:

    Alle bisher erfolgten Massnahmen versetzten die Ökonomie in Ohnmacht und man benötigt Narkotika um die Ökonomie nicht im Schlaf zu ersticken. Lebenserhaltende Massnahmen in Form von Kurzarbeitergeld (incl Soz.Beiträge) sichern die Liquiditiät ebenso, wie die Stundung von finanziellen Verbindlichkeiten…..damit Lieferanten weiter bezahlt werden können, nach großzügigem Zahlungsziel…. = Koma der Intensivmedizin…

    Banken und soziale Sicherungssysteme können über Anleihen durch NB´s zwischenfinanziert werden, ohne dass Beteiligungsstrukturen durch öffentliche Mittel verfälscht würden. Die Lebenshaltung & Grundbedürfnisse sind vergleichsweise günstig….

    China musste schmerzhafteste Einschnitte vornehmen, weil man nicht um die Gefährlichkeit des Virus wusste. Mit dieser Erfahrung ließe sich der Aufwachprozeß unserer Ökonomie verkürzen und die Ausfälle an Umsatz, Liquidität, Einkommen auf 4-6 Wochen begrenzen.
    Die Starken überleben das, wie ein befreundeter Handwerksunternehmer, indem man den Jahresurlaub jetzt am Stück abfeiert. Der Verlust wird mit der Steuer von 2019 verrechnet…., denn Umsatz ist nicht gleich Gewinn…

    Ein Problem sehe ich für die „Hand in den Mund“ Unternehmen, wovon viele sterben werden. Die Entschuldung könnte über gelockerte Insolvenzregeln (Katastrophenfall) den Neustart als Buchungsereignis möglich machen, d.h. Abschreibung der Sozialbeiträge und Existenzhilfen für die Ablöse von Lieferantenrechnungen…als Startkapital (Gastgewerbe…..) wenn der Betrieb fortgeführt werden will.

    Mittelfristige Probleme für den Hochbau, teure Konsumgüter und langlebige Investitionsgüter….wenn Insolvenzen den Preismarkt mit Gebrauchtgütern hinterfrägt. Das ist dann auch die Spielwiese für politische Subventionen wie in der ParteienBRD genußvoll erprobt….

    Obwohl ich kein Freund von Zombies bin, ist das jetzt nicht der Zeitpunkt denen die Licher zu schließen, dafür ist die gegenseitige Abhängigkeit zu groß.

    Mit Umsicht und dem Willen aus politischen Fehlern zu lernen, muss das Corona Virus kein Auslöser einer Kernschmelze sein…..wenige Fehlentscheidungen machen ihn möglich.

    Auf jeden Fall ist jetzt nicht der Zeitpunkt für Wahlkampf, Hahnenkämpfe und Selbstdarstellung. Natürlich wird man das versuchen und wir sitzen in der ersten Reihe.

    Ich hoffe sehr, dass sich die Gedanken von Daniel Stelter herumsprechen, weil die führenden Wirtschaftswissenschaftler zu abhängig in ihren Vorschlägen gebunden sind.

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  16. Avatar
    Felix Schroeder sagte:

    Koma – das wäre eine denkbare Lösung, wenn man das vor 10 Jahren auf breiter Basis entwickelt hätte UND die KI schon so weit wäre, die dadurch erforderlich Verwaltungsarbeit zu erledigen. So ist es allenfalls gut durchdachte „Science Fiction ohne Action (und ohne Science)“.

    Vor Ort kann man die Zersetzung der Wirtschaft doch schon in Echtzeit beobachten.

    Helikoptergeld: an alle Steuerzahler sofort einen Betrag im mittleren vierstelligen Bereich als Erste Hilfe. Das wäre eine Maßnahme die a) helfen könnte, und b) die Vorteile der Geldpolitik einmal auch denen zukommen lassen würde, sie sonst nur dafür zahlen, den 99,9% also.

    Wenn dadurch einmal ein Schlaglicht auf die INFLATION geworfen würde, umso besser: die Menschen müssen sowieso langsam mal anfangen, sich mit diesem Problem zu befassen!

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  17. Avatar
    Heinz sagte:

    Ich bereite mich auf eine L-Kurve vor. Wie Hr. Stelter in seinem Blog und in seinem Büchern des öfteren angemerkt hat, steht uns auch ohne externe Schocks eine wirtschaftliche Eiszeit bevor. Die ist nur wegen der außergewöhnlichen Maßnahmen der NB noch nicht angekommen. Um aber das „sanitäre-ökonomische“ Metaphernspiel fortzusetzen, ein übergewichtiger, hypertoner, an Diabetes leidender Dialysepatient wird mit einem Hirnschlag eingeliefert und die Ärzte hoffen diesen mit künstlichem Koma von all seinen Leiden zu kurieren. Ich denke, der Patient wird nie mehr laufen können und bleibt Dauergast auf der Intensivstation. Schlimmer noch, er wird sich eine bakterielle Sepsis und einen MRK einfangen. Wie bereits schon einmal angemerkt, können strukturelle Probleme nicht durch geldpolitische Maßnahmen gelöst werden.

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  18. Avatar
    Immo wirtz sagte:

    Brillante Analyse, richtiges Konzept. Eine einfache, rückzahlbare Liquiditätshilfe (über KfW und Banken) wird den Unternehmen nicht helfen. Wollen wir hoffen, dass unsere Bundesregierung dies so umsetzt. Sorgen mache ich mir zum einen um die anderen europäischen Länder, die ohnehin schon hoch verschuldet sind und die Langzeitfolgen dieser aus der Krise resultierenden neuen Verschuldung. Der ohnehin schon geringe Handlungsspielraum nimmt, für den Fall weiterer Krisen, immer weiter ab. Es rächt sich m.E. nun, dass man die wirtschaftlich guten Jahre nicht genutzt hat.

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      Michael Stöcker sagte:

      Was sind für Sie Kleinstunternehmen?

      Bis zu 5 Beschäftigten gibt es max. 5.000 EUR und ab 50 bis 250 MA erst gibt es die 30.000. Macht bei 200 MA also 150 EUR pro MA und bei „Kleinstunternehmen“ mit 5 MA 1.000 pro MA.

      LG Michael Stöcker

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  19. Avatar
    markus sagte:

    Es ist trotzdem Moral Hazard „light“. Letztendlich lohnt sich ins Risiko zu gehen, gut zu leben, und wenn es hart kommt wird man schon rausgehauen. Ich würde auch lieber in einem schönen Haus wohnen, stattdessen wohnen wir in einem alten Appartement ohne Balkon oder Terrasse wo der Vermieter nur das nötigste tut. Dafür haben wir etwas Rücklagen.

    Was ist mit Familien, die z.B. Überstunden abbauen? Oder Überstunden abbauen, unbezahlten Urlaub nehmen und gleichzeitig weiter KiTas zahlen müssen und obendrein homeschooling machen müssen? Ein Krippenplatz kostet ugf. 500 Euro pro Monat ( städtischen haben wir nicht bekommen… aber das ist ein anderes Thema).

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  20. Avatar
    weico sagte:

    Man darf nicht nur die „negativen“ Seiten dieser Pandemie anschauen.

    Es überlebten in China X-fach mehr Menschen,“dank“ Corona,durch die die besseren Luftwerte (weniger Feinstaub),als dass es Todesfälle durch den Virus gab. Wer sich einmal die Zahlen der jählichen „Feinstaubtoten“ anschaut,wird die Corona-Todesfälle mit anderen Augen anschauen.

    Warum es in Italien mehr Todesfälle als in China gibt ist,wie der SZ-Artikel,schreibt, offensichtlich:
    „Die Gründe sind in der Demografie, der Luftverschmutzung und Einsparungen im Gesundheitssystem des Landes zu suchen.“
    https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-italien-gruende-1.4851458

    Dieser „Medienhype“ und die dadurch beeinflusste Politik ist einfach nur lachhaft. Für den wirtschaftliche Schaden sind ALLEINE die Politik und (Staats)Medien verantwortlich . Der folgende Artikel bringt es treffen auf den Punkt.

    „Menschenverstand gebrauchen !“ :
    https://www.journal21.ch/menschenverstand-gebrauchen

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      Gregor_H sagte:

      „Menschenverstand gebrauchen“
      und
      Gustave Le Bon’s kleines Büchlein
      „Psychologie der Massen“
      übers Wochenende lesen (sind nur 150 Seiten).

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      Felix Schroeder sagte:

      Das mit dem „Tod durch schlechte Luft“ glauben Sie nicht wirklich, oder?

      Die offiziellen Zahlen aus China glauben Sie auch nicht, oder?

      Und das Länder wie Japan oder Südkorea (demokratisch, rechtsstaatlich, frei aber zugleich klassisch gebildet und diszipliniert) einem Medienhype zum Opfer gefallen sind, das glauben Sie auch nicht, oder?

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        Richard Ott sagte:

        @Gregor_H

        Grundsätzlich halte ich es ja für plausibel, dass schwere Luftverschmutzung die Anfälligkeit für Krankheiten des Atmungssystems erhöht, aber der PM10-Feinstaub-Bezug für Italien erscheint mir ein bisschen konstruiert. Die Luft in Norditalien ist auch deutlich weniger mit Schadstoffen belastet als in China, trotzdem gab es dort schon mehr Corona-Tote als in der Provinz Hubei.

        „Ein Wissenschaftlerteam verschiedener italienischer Universitäten will einen Zusammenhang zwischen der Luftverschmutzung durch Feinstaub und der Häufung von Coronavirus-Infektionen gefunden haben, die in der Po-Ebene, besonders in der Lombardei und der Emilia-Romana, am höchsten ist. In ihrer Studie, für die sie die Feinstaub-Messwerte (PM-10) der Überwachungsstationen der Umweltschutzbehörden [aha, also wahrscheinlich fast nur an Hauptverkehrsstraßen gemessen] auswerteten und mit den bestätigten Covid-19-Fällen verglichen, gingen sie ebenfalls davon aus, dass Viren auf Smogpartikeln und inbesondere Feinstaubpartikeln bis zu mehreren Tagen und Wochen in der Luft bleiben und reisen können.“

        Naja. Menschen sind zum Glück nicht nur abwehrunfähige Virus-Nährböden sondern haben auch ein Immunsystem, um nicht jedes Mal krank zu werden, wenn wir irgendwo Staub einatmen, was ja permanent der Fall ist. Einige wenige Viren, die schon mehrere Tage durch die Luft geflogen sind, sind relativ einfach abzuwehren.

        Irgendwelchen Feinstaub gibt es fast überall und fast immer, bald blühen in Europa überall die Bäume und Gräser und dann werden ganz viele kleine Partikel durch die Luft fliegen und Viren mit sich tragen können.

        Das sieht für mich wie eine der oft vorkommenden Verwechslungen von Korrelation und Kausalität aus. Wir hatten auch schon Coronavirus-Ausbrüche in dicht besiedelten Gebieten mit relativ niedriger Luftverschmutzung, wie zum Beispiel Südkorea. Und in dünn besiedelten Gebieten gibt es auch automatisch niedrige Luftverschmutzung; gleichzeitig ist dort das Risiko gering, am Coronavirus zu sterben, weil ja die Siedlungsdichte niedrig und die Virusübertragung schwerer ist.

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      Richard Ott sagte:

      @weico

      „Wer sich einmal die Zahlen der jählichen „Feinstaubtoten“ anschaut,wird die Corona-Todesfälle mit anderen Augen anschauen.“

      Wenn Feinstaub angeblich so extrem gefährlich ist (schlimmer als das Coronavirus…), wieso werden dann Holzkamine zum Beispiel im Grün-schwarz regierten Baden-Württemberg nicht verboten sondern sogar noch im Rahmen der „Energiewende“ zusätzlich gefördert?

      Antworten
  21. Avatar
    foxxly sagte:

    – die koma-theorie halte ich für undurchführbar, weil die komplette versorgungsbranche etc. weiterlaufen muss.
    – ein bedingungsloses grundeinkommen ist nicht ohne gegenleistung akzeptabel. staat u. unternehmen werden niemals ihre machtpositionen aufgeben.
    -es zeigt sich, dass grenzenloses wirtschaften nach harter betriebswirtschaftlichen bedingungen, genau in diese dilemma führt.-
    -es müssen mindestens 60- 70% selbstversorgungsgrad in wirklich allen produkten erreicht werde. bestehende produktionseinrichtungen, könnten dann bei bedarf in aller regel ihr produktionen ausweiten.
    ein subsidiaritätsprinzip muss wieder vorrang haben. auch, wenn manches dann nicht mehr ganz so billig ist.
    -zentralismus und sozialismus sind kontraproduktiv, – nutzt aber den machtinstitutionen etc.
    -ja, und das hauptübel, dass unsere arbeitsleistung von mensch und maschine, niemals eine kreditschuld sein darf, muss beendet werden.

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      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      „– ein bedingungsloses grundeinkommen ist nicht ohne gegenleistung akzeptabel. staat u. unternehmen werden niemals ihre machtpositionen aufgeben.“

      Nicht „Staat und Unternehmen“.

      Alle diejenigen, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen, werden es nicht akzeptieren, dass bestimmte Leute leistungslos und bedingungslos dauerhaft mit alimentiert werden und das durch ihre Steuern finanziert wird.

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        troodon sagte:

        @Richard Ott
        Ein echtes bedingungsloses Grundeinkommen würde jeder bekommen, auch der, der zusätzlich arbeitet und dadurch zusätzliches Einkommen generiert.
        Aber jetzt ist definitiv nicht der Zeitpunkt dieses einzuführen.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @troodon

        Schon klar, trotzdem haben wir dadurch dann weniger Angebot (außer alle Grundeinkommen-Bezieher arbeiten genau so weiter wie vorher, was ich für sehr unwahrscheinlich halte) und mehr Nachfrage. Das bringt nur Inflation.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Wir haben bei einem BGE nicht weniger, sondern zumindest in essentiellen Branchen genausoviel Angebot, weil die dortige Nachfrage befriedigt werden MUSS.

        Beispiel Müllabfuhr, Gesundheitswesen und Pflege gingen auch:

        Wenn die Werker mit BGE nur noch 3 Tage pro Woche den Job machen wollen, muss jemand für die restlichen 2 Tage eingestellt werden.

        Das würden Menschen sein, denen das BGE nicht reicht.

        Die Kosten der Müllabfuhr würden steigen, weil die 3-Tage-Werker nicht weniger pro Tag verdienen würden als zuvor. Denn würde ihnen der Lohn gekürzt, hätte sie noch weniger oder keine Lust zu arbeiten und die Müllabfuhr große Probleme.

        Ergebnis, ganz klar:

        Inflation.

        Und die Spirale wäre in Gang gesetzt, weil die die nun teurere Müllabfuhr mit einem höheren BGE kompensiert werden müsste …

      • Avatar
        ruby sagte:

        @DT
        Dienstag wird die Biomüllabfuhr 14 täglich ausfallen und fünf Recyclinghöfe werden für 160.000 Einwohner geschlossen.
        Die Wirklichkeit ist soweit.
        Im Februar 2019 bei der Grippewelle fehlten drei Monate Fahrer, die Tarife wurden verbessert um neue Subunternehmet in Vertrag zu bekommen : Privatrecht in der öffentlichen Aufgabenwahrnehmung.

  22. Avatar
    Paule sagte:

    Das ganze wird letztendlich im Nachgang durch die Allgemeinheit bezahlt werden. Wieso sollte ich einem Unternehmen oder Selbständigen auch entgangene Gewinne finanzieren? Es würde genügen, eine Insolvenz zu vermeiden.

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    • Daniel Stelter
      Daniel Stelter sagte:

      Wer es hinterher wie bezahlt, ist hier noch kein Thema. Das bespreche ich kommende Woche. Wenn sie nicht ausreichend umfangreich handeln gibt es Entlassungen etc. Diese gilt es zu verhindern.

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        Marco sagte:

        Können Sie nicht endlich in die Politik gehen? Solche pragmatischen Ansätze vermisse ich schon seit Jahren. Lieber wird erstmal das 25 seitige Antragsformular entwickelt, um auch wirklich alles total gerecht auszuzahlen… leider wirds am Ende dann wieder für alle viel teurer, weils alles 1000 Jahre dauert, Millionen an Verwaltungskosten entstehen und die Zahlungen viel zu spät kommen.

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        markus sagte:

        Ist doch klar wer hinterher zahlt. Die, die bisher auch immer gezahlt haben: die, die nicht zur „Elite“ gehören und die keine großen Schuldner sind. Ich habe „Elite“ in Anführungszeichen geschrieben, weil es ja eigentlich ein positiver Begriff ist. Aber wie beim Begriff „liberal“ hat sich das arg verengt (hier auf die Geld- und /oder Networking-Elite).

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        evi Dent sagte:

        Wieso Entlassungen verhindern? das wird nicht mehr funktionieren bei abgebremster Supertankerwirtschaft.
        Warum brauchen die Leute Arbeit? Die Antwort ist : Lohn und Brot.
        Wer nur Brot bekommt muss weiterbuckeln um das Magenknurren abzustellen.
        Wer Lohn bekommt , kann sich Brot kaufen . Mehr noch : Er oder sie kann entscheiden , ob dafür Brot oder Kaviar , Schnaps oder Zigaretten oder alles zusammen eingetauscht wird .
        Wer genug eigene Mittel hat braucht keine Arbeit bzw. kann tun, was ihm oder ihr Spass macht. Die Mehrzahl der Leute müssen für Knete in die Maloche gehen, obwohl sie eigentlich nicht wollen, das jeden Tag und um jeden Tag Urlaub betteln.
        Bezahlen werden genau sie mit Steuern, Abgaben, Beiträgen , Zuschlägen, Bepreisungen und Gebühern über Gebühr.
        Dann doch bitte gleich lebenslanges Helikoptergeld und dabei aufpassen, dass die Rotoren nicht die Scheine zerschnipseln!

        Nur Politiker, Konzernlenker und andere Bevormunder lieben ihre machthabende „Arbeit“ und messen sich selbst genug Lohn dafür an, um damit ganze Bäckereien einkaufen zu können. Sie finden immer Mittel und Wege um , wenn nicht zahlungsfrei, so doch zahlungsoptimiert den Kelch an sich vorbei gehen lassen zu können.
        Steuererleichterungen gibt es für Unternehmen und nicht für Menschen.
        Mir kommt noch eine ganz andere Frage: Wie hoch in % vom BIP wird die Staatsverschuldung in Deutschland bei zusammengebremster Wirtschaft sein?

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        troodon sagte:

        @Evi Dent
        „Wie hoch in % vom BIP wird die Staatsverschuldung in Deutschland bei zusammengebremster Wirtschaft sein?“
        Aktuell natürlich noch nicht zu beantworten, da man die Dauer der Einschränkungen noch nicht genau abschätzen kann.
        Trotzdem, mein Tipp für Ende 2020: Anstieg von jetzt 60% auf 67-70%. 2021 dann nochmal weiterer, leichter Anstieg.

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        Richard Ott sagte:

        @troodon

        Zu optimistisch. Wenn das 2020er BIP um 10% gegenüber dem Vorjahr absinkt, ergibt sich schon dadurch ein Anstieg der Verschuldungsquote von 60% auf 66% – und das bevor ein einziger Euro neue Schulden aufgenommen wurden.

        Entscheidend wird aber sein, wie lange der „Koma“-Zustand anhält und wie schnell das Virus unter Kontrolle gebracht werden kann, entweder durch ganz massive Eindämmung oder durch neu erfundene Therapien. Länger als ein paar Monate halten wir den aktuellen Zustand sicher nicht durch ohne dass die Wirtschaft zusammenbricht und die Leute durchdrehen. Dann blieben nur noch die Alternativen harte Quarantäne mit chinesischen Methoden oder den Kampf gegen die Ausbreitung aufgeben, unter Inkaufnahme sehr vieler Toter.

        Diesen Artikel dazu habe ich schon mal auf Englisch zitiert, jetzt gibt es sogar eine deutsche Übersetzung davon:
        https://medium.com/@amiede/die-kurve-abflachen-flattening-the-curve-ist-ein-t%C3%B6dlicher-trugschluss-de3ea76f0984

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        troodon sagte:

        @Richard Ott
        „Entscheidend wird aber sein, wie lange der „Koma“-Zustand anhält und wie schnell das Virus unter Kontrolle gebracht werden kann“
        Absolut, ich bin von 5% BIP Rückgang 2020 UND 175-200 Mrd € Neuverschuldung ausgegangen durch Mehrausgaben und wegbrechende Steuereinnahmen. Wenn man bei den direkten Ausgaben weniger großzügig ist, bricht das BIP natürlich stärker ein, dafür dann weniger Neuverschuldung 2020. Das würde sich dann aber in 2021 rächen…
        Bei drei Monaten Lockdown wäre BIP Rückgang natürlich deutlich höher… Das ist NOCH nicht meine Erwartung.

        Hauen sie doch mal einen Tipp raus, denn viel mehr ist es ja nicht…

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