Die High­lights vom November

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bto – DER ÖKONOMIE-PODCAST

Themen des wöchentlichen bto-Podcasts im letzten Monat waren:

Das ominöse Versagen des Marktes – Politiker rufen gern „Marktversagen“, doch oft sind politische Eingriffe selbst die Ursache wirtschaftlicher Verzerrungen, sichtbar in Energie-, Wohnungs- und Geldpolitik. Deutschlands anhaltende Stagnation ist ebenfalls ein Resultat solcher Fehlsteuerungen. Welche Rolle funktionierende Märkte und Haftung wirklich spielen, erläutert Prof. Dr. Stefan Kooths in seinem neuen Buch. Darüber sprach ich mit ihm – ergänzt um Eindrücke meiner China-Reise.

Die neue Weltfinanzordnung – Der Dollar verliert an Einfluss, während China gezielt ein eigenes Währungs- und Zahlungssystem etabliert und so die globale Finanzarchitektur verändert. Gleichzeitig tragen die USA selbst dazu bei, ihre Währungsdominanz zu untergraben. Welche Zukunft der Dollar und Europa in diesem multipolaren System haben, analysiert Harvard-Professor Kenneth Rogoff. Mit ihm diskutierte ich die entstehende Weltfinanzordnung.

Licht und Schatten beim Mindestlohn – Der Mindestlohn gilt vielen als Erfolg, doch steigende Löhne könnten unter schlechteren Rahmenbedingungen neue Risiken bergen. Wie sich Mindestlöhne in Unternehmen auswirken und weshalb Kurzarbeit oft klüger ist als Entlassungen, zeigt Dr. Effrosyni Adamopoulou vom ZEW Mannheim. Mit ihr unterhielt ich mich über die feine Balance zwischen sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Vernunft.

Trumps Angriff auf die Weltwirtschaft – Donald Trump stellt in seiner zweiten Amtszeit erneut die Grundlagen der globalen Wirtschaftsordnung infrage – und hinterlässt ein gefährliches machtpolitisches Vakuum. Seine Zölle und Unberechenbarkeit gefährden Handel, Märkte und internationale Stabilität. Wie gravierend die Folgen sein könnten, zeigt Philip Coggan, langjähriger Wirtschaftsjournalist von FT und Economist. Über diese Risiken sprach ich ausführlich mit ihm.

Fehlereingeständnis? Fehlanzeige! – Die Energiewende führt in Deutschland wie in Großbritannien zu denselben Folgen: explodierenden Strompreisen, dem Niedergang energieintensiver Industrien und einem Rückgang der Produktivitätsentwicklung. Während die Briten die Kosten offen benennen, werden sie hierzulande systematisch verschleiert. Wie groß die Herausforderungen wirklich sind, erläuterte Dr. David Bothe von Frontier Economics, einer der Autoren der DIHK-Studie „Neue Wege für die Energiewende (‚Plan B‘)“.

Die nächste Folge erscheint am kommenden Sonntag, dem 7. Dezember, um 9 Uhr.

 

bto REFRESH

Teil des Problems – Die Zentralbanken haben sich mit ständigen Interventionen selbst in eine Sackgasse manövriert: Blasen, Ungleichheit und verzerrte Marktsignale sind die Folge. Genau darauf weisen Kritiker wie Scott Bessent und schon früh William White hin. Über die Risiken dieser Politik sprach ich mit White im Jahr 2020 – ein Gespräch, das heute besonders relevant ist.

Gold – Seismograf im Finanzsystem – Der starke Anstieg des Goldpreises zeigt, dass die Zweifel am globalen Finanzsystem wachsen. Notenbanken kaufen in Rekordmengen, Anleger flüchten in Sicherheit. Was im Goldmarkt passiert, erklärte Ronald Stöferle, Managing Partner der Liechtensteiner Fonds- und Vermögensverwaltungsgesellschaft Incrementum AG, bereits in Episode 170. Gemeinsam beleuchteten wir, welche Parallelen zur Krise von Bretton Woods bestehen und was das für Anleger und das Geldsystem der Zukunft bedeutet. Zeit für ein bto REFRESH.

Schlüsselindustrie am Tiefpunkt – Deutschlands Chemieindustrie schlägt Alarm: hohe Energiepreise, schrumpfende Auslandsnachfrage und strukturelle Standortprobleme setzen der Branche massiv zu. Die Zahlen des VCI bestätigen eine dramatische Lage, die exemplarisch für den industriellen Abschwung steht. Bereits 2022 warnte Lanxess-Chef Matthias Zachert eindringlich vor diesem K. o. Heute ist das Thema dringlicher denn je.

Cum-Ex bleibt ein Skandal – Die Abweisung der dänischen Klage im Cum-Ex-Komplex vor einigen Wochen offenbarte erneut gravierende Versäumnisse der Behörden. Welche institutionellen Fehler dahinterstehen, erläuterte Gerhard Schick bereits in Episode 68. Schick prangerte Interesselosigkeit und Unvermögen der Institutionen an, deren Versagen die Finanzkrise 2008/2009, den Cum-Ex-Skandal oder das Wirecard-Desaster zum erheblichen Nachteil der Steuerzahler begünstigt haben. Angesichts der Entscheidung vor dem Londoner High Court höchste Zeit für ein bto REFRESH!

Die nächste Folge erscheint am kommenden Mittwoch, dem 10. Dezember, um 9 Uhr.

 

HANDELSBLATT-KOLUMNE

Gerede vom Marktversagen ist in Wahrheit Politikversagen

Der planwirtschaftliche Ansatz der Transformation hat Deutschland mit 39,6 Cent pro Kilowattstunde die höchsten Energiekosten Europas beschert. Anstatt nun die systemischen Fehler zu korrigieren – etwa durch Wiedereinstieg in die Kernenergie oder wenigstens durch Technologieoffenheit – reagiert die Politik mit Industriestrompreis-Subventionen. Man bekämpft also die Symptome einer verfehlten Politik mit noch mehr Staat, ohne die Ursachen anzugehen.

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Warum der fallende Dollar eine Gefahr für den Euro darstellt

Der Anteil des US-Dollar an den globalen Währungsreserven ist auf 56,3 Prozent gefallen, den niedrigsten Stand seit 30 Jahren. Davon profitiert hat nicht der Euro, dessen Anteil seit Jahren bei rund 20 Prozent stagniert, sondern Gold. Der Anteil des Edelmetalls an den Zentralbankreserven ist auf 27 Prozent gestiegen und hat damit erstmals seit 1996 den Anteil von US-Staatsanleihen überholt.

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Deutschland steckt in der Lohnfalle

Der Europäische Gerichtshof hat der Klage Dänemarks und Schwedens gegen die europäische Mindestlohnrichtlinie teilweise recht gegeben. So bleibt die Festlegung des Mindestlohns allein in der Zuständigkeit der Nationalstaaten. Das ist gut, gab es doch hierzulande immer wieder unter Berufung auf die Kriterien der europäischen Richtlinie zum Medianlohn die Forderung, den Mindestlohn auf 15 Euro anzuheben. Diese Forderung dürfte nicht verstummen, hat nun aber aus dem EU-Recht heraus keine vermeintliche Legitimation mehr.

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Amerikas Rücksichtslosigkeit – ein Geist, der nicht mehr verschwindet

Trump kehrt genau zur diskreditierten Wirtschaftspolitik der 1930er-Jahre zurück. Statt Allianzen zu schmieden, um strategische Abhängigkeiten von China gemeinsam zu reduzieren, isoliert der US-Präsident sein Land und treibt potenzielle Partner in die Arme Pekings. Die Botschaft an die Welt ist klar: Amerika ist kein verlässlicher Partner mehr. Neue globale Rivalitäten, ständige Unsicherheit für Unternehmen und das Risiko eines schleichenden Zerfalls multilateraler Zusammenarbeit sind die Folge.

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Gebt zu, es war ein Fehler

Die Strompreise in Deutschland sind bekanntlich hoch. Obwohl die Verfechter Erneuerbarer Energien nicht aufhören zu betonen, wie billig diese doch seien, schlägt sich diese Behauptung nicht in den tatsächlichen Stromkosten nieder. Die Ursache dafür kann wiederum nicht überraschen: Da eine Industrienation rund um die Uhr verlässlich Strom benötigt, braucht es erhebliche Überkapazitäten bei Erneuerbaren Energien, ein neues Leitungsnetz, Doppelstrukturen – gerne als Back-ups verkleinernd umschrieben, Stromimporte zu hohen Preisen und Speicher aller Art, um Abnahmespitzen zu glätten.

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>> MEGA LIVE – WEHRDIENST, RENTE UND EIN BESONDERER FAN-BOY-MOMENT

>> VOUCHERSYSTEM FÜR SCHULEN, AKTIENRENTE, EU – IST DAS MEGA ODER KANN DAS WEG?

 

ZU GAST BEI Fast & Curious

>> ANHÖREN: Warum vom „Herbst der Reformen“ bisher nichts zu sehen ist

 

ZU GAST BEI René will Rendite

>> ANSEHEN: Der Politik bleibt nur ein Ausweg

 

ZU GAST BEI WeLT TV

>> ANSEHEN: Stahlgipfel – Die Krise ist hausgemacht

>> ANSEHEN: Wirtschaftsweise: Ohrfeige für die Bundesregierung

>> ANSEHEN: Wir können uns den Sozialstaat schon seit Jahren nicht leisten

 

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