Was tun mit dem Geld? ‒ Unlike the US, European groups have no forex excuse

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US-Aktien kommen unter Druck, weil der starke Dollar die im Ausland erzielten Gewinne schmälert. In der Tat mehren sich die Meldungen, dass Gewinnziele in den USA verfehlt werden. Da müsste es doch in Europa und vor allem in Deutschland besser aussehen. Starker Dollar, starke Gewinne ‒ müsste man meinen. Doch ist dem wirklich so? Wenn man die Kursentwicklung des Dax und der anderen europäischen Märkte ansieht, spricht alles dafür. Zuwächse von 25 Prozent bis jetzt in diesem Jahr sind beeindruckend.

Interessanterweise gehen die Gewinnschätzungen der Analysten aber nicht nach oben. Im Gegenteil, die Erwartungen verharren auf tiefstem Niveau, wie eine Betrachtung der „Kaufen/Halten/Verkaufen“-Empfehlungen der Analysten seit 1990 zeigt. Auf den ersten Blick sollte dies sogar erst recht für europäische Aktien sprechen, tendieren die Analysten doch dazu, prozyklisch zu sein. In guten Zeiten haben sie auf Höchstständen zum Kauf geraten (2000, 2007) und in schlechten zum Verkauf (2003, 2009). Schlechte Erwartungen also als starkes Kaufsignal heute? Die FT warnt. Denn es ist ungewöhnlich, dass sich die Empfehlungen so weit vom Markt empfehlen, der immerhin seit fünf Jahren steigt:

Die optimistische Interpretation: Die Analysten werden noch aufholen, sobald die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen. Auch dürfte der tiefe Ölpreis sich vermehrt in den Zahlen niederschlagen.

Die Skeptiker sehen das anders: Der Vorteil des schwachen Euro wird durch die Schwäche der amerikanischen Wirtschaft und der Schwellenländer mehr als kompensiert. Bisher gibt es wenige Anzeichen für einen Anstieg der Gewinne und ein Anspringen der US-Wirtschaft.

Zudem werden die europäischen Aktien mit dem geringsten Abschlag zu den US-Werten seit dem Jahr 2000 gehandelt. Kommt die Rechtfertigung mit höheren Gewinnen nicht bald, droht Ungemach.

FT (Anmeldung erforderlich): Unlike the US, European groups have no forex excuse, 24. April 2015

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