Stimulierung durch die Hintertür

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Im meinem Beitrag über China hatte ich es bereits angesprochen: China wird nicht tatenlos zuschauen, wie das Schuldengebäude zusammenbricht. Ganz nach westlichem Vorbild wird das Spiel eine Runde weitergetrieben, was, wie Marc Faber so schön beschrieben hat, den langfristigen Schaden nur vergößert. Die NZZ berichtet: „Eher geheimniskrämerisch führt die chinesische Zentralbank ein neues geldpolitisches Instrument ein.“

„Die PBOC vermeidet es tunlichst, mit einer offiziellen Senkung von Mindestreservesätzen oder gar einer Rücknahme der Leitzinsen für eindeutige Lockerungssignale zu sorgen, obwohl es angesichts niedriger Inflationsraten entsprechenden Spielraum gäbe. Es gilt, die mit Kreditausfallrisiken überfrachteten Grossbanken im Zaum zu halten und eine weitere Anregung von Schattenbank-Aktivitäten zu unterbinden. Mit dem PSL-Programm sollen nun gezielte Impulse gesetzt werden. So stehen Urbanisierungsprojekte und die Förderung des sozialen Wohnungsbaus weit oben auf der Pekinger Prioritätenliste.“

Und dann die Meldung: größter Exportüberschuss im letzten Monat! Exporte boomen (wohin nur fragt man sich angesichts der Lage der Weltwirtschaft!) und Importe sinken (von wegen, mehr Konsum und weniger Export). Wer die Zahlen glaubt, ist selber schuld!

NZZ: Stimulierung durch die Hintertür , 7. August 2014

Passend dazu auch die Warnung des IWF vor einer „harten Landung“ in China. Nur wenn die Regierung entschlossen Reformen angeht, wird die Wirtschaft auf Wachstumskurs bleiben.

The Telegraph: IMF warns China: reform or face ‚hard landing‘, 31. Juli 2014

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