Ein Notenbanker rechnet ab

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Ein Leser hat mich freundlicher Weise auf einen interessanten Beitrag aufmerksam gemacht. Der Chef der englischen Notenbank hat sich in einer Rede kritisch mit der Rolle der Notenbanken vor und in der Finanzkrise (die ja, wie bekannt, noch lange nicht zu Ende ist) auseinandergesetzt. Dabei wird deutlich, dass der enorme Anstieg von Vermögen und Schulden ohne das aktive Zutun der Notenbanken nicht möglich gewesen wäre. Und auch, dass durch die Verdoppelung der Dosis und die Fortsetzung der gleichen Politik, die Probleme nicht gelöst, sondern weiter verschärft werden. Stellt sich die Frage: Wieso wird es jetzt angesprochen? Da weist die Bank of England vor kurzer Zeit auf die eigentlich wohlbekannte Tatsache hin, dass sie nur indirekt ein kleines bisschen Einfluss auf die Geldmenge hat und nun wird in moralischen Kategorien argumentiert. Könnte glatt sein, dass damit versucht wird, die Institution doch noch über die unweigerlich bevorstehenden Turbulenzen hinweg zu retten.

FuW: Ein Notenbanker rechnet ab, 4. Juni 2014

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