Droht sich der Anker der Inflations­erwar­tungen zu lösen?

Vor einigen Tagen durfte ich mich in der heute-show über die Risiken von Inflation und die Konsequenzen für die Geldanlage äußern. Mein Ziel war und ist, dass die Bürger nicht in Panik verfallen und stattdessen gründlicher über Geldanlage nachdenken.

heute-show: Nullzinsen! Wie lege ich mein Geld jetzt am besten an?

Passend dazu diskutiert der Economist die Inflationsrisiken am Beispiel der USA:

  • “The worst-case scenario painted by inflation hawks can be broken into stages. First, inflation will soon rise mechanically as numbers from the spring of 2020, when the economy and commodity prices slumped, fall out of comparisons with a year earlier. On that everyone agrees.” – bto: Richtig, auch ich meine, es gibt einige Preiserhöhungen in bestimmten Bereichen wie zum Beispiel Friseure oder Hotels, die auf höhere Nachfrage reagieren und einen Teil der Verluste wettmachen wollen.
  • The next phase is a second wave of inflation as spending by newly vaccinated consumers rebounds from the pandemic faster than production can keep up. Even stimulus advocates typically admit that overheating is a risk, and it would be more likely should more deficit spending pass.” – bto: Die aufgestaute Nachfrage kann kurzfristig zu entsprechenden Preissteigerungen führen. Aber genügt dies, um zu nachhaltig höheren Inflationsraten zu kommen.
  • “It is the last stage of the doomsday timeline that is most controversial, in which temporary inflation turns permanent as the publics inflation expectations rise and become self-fulfilling. Workers, anticipating a higher cost of living, demand higher pay; forward-thinking firms raise prices. The result would be a return to the 5% plus inflation of the late 1960s, or perhaps even the 10%-plus rates of the 1970s.” – bto: Das ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem Rückdrehen der Globalisierung ein durchaus denkbares Szenario.
  • Dagegen sprechen nach Auffassung der Fed die Inflationserwartungen, die fest verankert seien: Having [inflation expectations] anchored at 2% is what gives us the ability to push hard when the economys really weak,said Jerome Powell, the Feds chairman, on March 17th. But how strong is the anchor? There are at least three types of inflation expectations: those priced into financial markets; those that appear in surveys of households and businesses; and those of professional forecasters. Market expectations have been spooking hawks. The ten-year bond yield has risen to about 1.7%, up from 0.5% in early August. (…) The bigger problem is tail risk. (…) The market-implied probability of average consumer-price inflation exceeding 3% per year for the next five years is over 30%, according to the Minneapolis Fed. That does not imply 1970s-style inflation, but would be uncomfortable for the Fed.” – bto: Ich denke nicht, dass das für die Fed ein Problem ist. Es ist eher, was dieses Ich wünscht.
  • Householdsinflation expectations have not budged much, though consumers, like investors, have become less certain about the future (see chart). The danger is that the public is poorly informed, and its expectations are therefore fickle. (…) When they do have a view, both firms and households chronically overestimate price rises.” – bto: Das ist zumindest das Ergebnis von entsprechenden Studien. Demnach wären die Inflationserwartungen nicht wirklich “verankert”, sondern könnten sich ändern.  
  • “Professional forecasters can give Mr Powell most comfort. They are nearly unanimous and unwavering in believing what the Fed says about the long term. Yet their historical record as an early warning signal is not encouraging. As the economy overheated in the late 1960s prognosticators were behind the curve (…).” – bto: Auch das ist ein Dilemma. Wer vor Inflation warnt, dem wird von der breiten Mehrheit der Ökonomen entgegengehalten, dass es diese nach der Finanzkrise nicht gegeben hätte und wenn, dann käme sie nicht nur willkommen, sondern wäre auch zu kontrollieren.
  • “Part of the explanation is that forecasting inflation is hard. Even with todays vastly improved methods, after two years the consensus inflation forecast is on average off by 0.4 percentage points in one direction or another (…). Even Mr Summers—who does not suffer from excessive humility—couches his predictions in probabilities which make it nearly impossible for him to be proved wrong.” – bto: Das kann man ihm nicht vorwerfen. In der Tat ist es ein Thema, bei dem man wie so oft am besten nahe an der Mehrheitsmeinung bleibt. Ich denke aber auch, dass sich der Wind dreht und wir in diesem Jahrzehnt die Rückkehr der Inflation erleben werden.
  • Das liegt auch an der offensichtlichen Zielsetzung, die Schulden über Inflation zu entwerten: “(…) the Fed is undermining the implicit understanding that it will tackle overheating by emphasising its duty to ensure a thriving jobs market that reduces inequality. That makes it harder to imagine the central bank crushing inflation by engineering a recession, as happened in the 1980s. Should enough people doubt its hypothetical resolve, the door to persistently higher inflation—or to a painful credibility test—would be ajar.” – bto: Zu denen zähle ich mich eindeutig. In Europa gibt es gerade nur den Weg über höhere Inflationsraten, will man dem Euro-Projekt weiter Zeit kaufen.

 Deshalb auch mein heute-show-Fazit: kostengünstige und breite Diversifikation mit kühlem Kopf.

economist.com: „Just how anchored are America’s inflation expectations?“, 27. März 2021

Kommentare (51) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ stöcker 09:41 ……. wer sich auf die beleidungs-ebene bewegt, ist eher noch eine stufe unter den er beleidigen möchte, weil diese es vorsätzlich macht!

      ja, und glaubwürdigkeit ist was anderes, herr stöcker! dass ausgerechnet sie zur sache mahnen, obwohl sie selber gerne unsachlich werden.

      Antworten
      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ foxxly

        Schauen Sie sich das Interview mit Werner an und Sie werden feststellen, dass es sich NICHT um eine Beleidigung handelt, sondern um eine rein sachbezogene Feststellung. Ich kann es Ihnen gegenüber aber zukünftig auch gerne so formulieren, wie mein Lateinlehrer sich immer zu äußern pflegte, wenn einer mal wieder dummes Zeug von sich gab: „Auch das ist eine Meinung“.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ stöcker 10:05 h. stöcker, ich habe von ihnen schon viele “ablenkungen”, aber auch nicht zutreffendes gelesen, welches sie indirekt zugeben mussten.
        warum sollte ich ihnen diesmal glauben?
        sie sind nicht erhaben und widerspruchsfrei in ihren ausführungen.

        ich habe in ihren beitrag vom 07.04.2021 einen widerspruch erkannt. den habe ich auch begründet.
        warum antworten sie nicht selber direkt auf meine frage?
        warum wollen sie selber nicht diesen widerspruch auflösen?
        warum antworten sie daruf ausweichen und patzig?

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ foxxly

        „ich habe in ihren beitrag vom 07.04.2021 einen widerspruch erkannt. den habe ich auch begründet.“

        Sie GLAUBEN, einen Widerspruch erkannt zu haben.

        Es ist IHR Glaube, dass Kredite ganz grundsätzlich etwas Schädliches sind.

        Das Problem mit Gläubigen: Sie sind völlig unzugänglich für rationale Argumente. So auch Sie. Insofern können wir uns alle weiteren Worte sparen. Selbstverständlich können Sie aber gerne Ihr persönliches Credo hier nochmals abschließend zum Besten geben.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @foxxly

        Sie müssen, um den Widerspruch zu konstruieren, auf Prämissen zurückgreifen, die M. Stöcker bestreitet.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ stöcker 10:52 NEIN ! es sind ganz klar rationale überlegungen und tatsachen, dass einerseits mit krediten die konjunktur angekurbelt wird. das habe ich nie in zweifel gezogen.
        aber andereseits steigen damit die verschuldungen an, egal ob vom staat, oder privat.

        und genau das ist der widerspruch, weil sie dies als lösung verkaufen.
        wenn ein “weiterso” eine lösung ist, dann ist dies ihre meinung.

        ich sehe mit dem weiterso und der uferlosen verschuldung diesen fakt, dass das system nicht nachhaltig ist.
        und sie bezeichnen dieses geldsystem als nachhaltig.

        dass dieses geldsystem nicht nachhaltig ist, hat die historie mehrmals bewiesen.

        und daher liegen sie im ergebnis falsch. auf kurze sichtweise ist ein weiterso ausweglos, sonst kollabiert das geldsystem.
        sie fahren auf sicht und ich sehe die entwicklung nachhaltig und langfristig.

        jetzt könnte ich die frage stellen, wer von uns beiden ist irre oder vielleicht beschränkt?

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ foxxly

        Geben Sie mir Bescheid, wenn Sie sich Richard Werner angehört haben. Formulieren Sie dazu drei knackige Aussagen in Bezug auf seine Sicht zum Kreditgeldsystem, damit ersichtlich wird, dass Sie Werner auch verstanden haben. Dann können wir die Kreditgeldproblematik vielleicht ein wenig differenzierter angehen. Aber wenn Sie weiterhin stoisch JEDE Art von Kredit verteufeln, dann habe ich einfach keine Lust.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ stöcker 11:45 sie haben wohl meine einlassung zu den krediten nicht gelesen, oder nicht verstanden.
        ich differenziere zwischen den krediten welche in der realwirtschaft stattfinden und jenen, welche die geldmenge erhöhen!

        letzteres ist fatal für die gesellschaft, weil dies immer zu wachstumszwang und zerstörung und menschliches leid und not etc. in großen ausmaße führt.

        die bisherigen infos über kredite und deren zusammenhänge, waren immer geprägt von der verteidigung des herrschendes kreditgeldsystems. also einer wiederholung der geschichte.

        bringt uns sowas weiter?

        denkt doch bitte mal ein paar schritte weiter, auch wenn sie nicht ms sind.

        die lösungen stecken nicht in der gleichförmigkeit weiterso, sondern müssen abseits gesucht werden. (die gleichförmigkeit ist ja schon 1000x untersucht und verändert worden, – und, nichts gelöst!)

        und da unterscheiden wir uns!

        wenn es um ein weiterso geht,- und nur darum, dann habe ich wenig daran auszusetzen.
        ich denke halt weiter!

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ foxxly

        “ich differenziere zwischen den krediten welche in der realwirtschaft stattfinden und jenen, welche die geldmenge erhöhen!“

        So, so. Bankkredite, die die Realwirtschaft finanzieren, erhöhen also nicht die Geldmenge?

        Wieder einmal blamieren Sie sich hier mit fundiertem Nichtwissen.

        „die lösungen stecken nicht in der gleichförmigkeit weiterso, sondern müssen abseits gesucht werden. (die gleichförmigkeit ist ja schon 1000x untersucht und verändert worden, – und, nichts gelöst!)“

        Bevor Sie sich völlig im Abseits verlieren, sollten Sie sich erst einmal darum bemühen, das Diesseits korrekt zu verstehen.

        „ich denke halt weiter!“

        Bevor Sie sich im Weiterdenken verirren, empfehle ich Ihnen zuvörderst erst einmal mit dem Nachdenken zu beginnen; am besten gleich mit Ihrem Kalauer:

        “ich differenziere zwischen den krediten welche in der realwirtschaft stattfinden und jenen, welche die geldmenge erhöhen!“

        Hier werden Sie geholfen: https://youtu.be/xHXRE3yKgWg

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ stöcker 17:40 >>So, so. Bankkredite, die die Realwirtschaft finanzieren, erhöhen also nicht die Geldmenge?<<

        hier habe ich leider verkürzt geantwortet.
        (aber leider auch ein zeichen, dass sie meine ausführungen und idee dazu, nicht verstanden haben)

        kredite für die realwirtschaft, welche die geldmenge ausweiten/erhöhen, gehen letztlich als wachstum in das BIP ein.

        der BIP- zuwachs/jahr muss lastenfrei gestellt werden. das heisst: diese summe muss jährlich aufgeteilt pro kopf ausbezahlt werden.
        damit ist das wachstum in der summe neutralisiert und lastenfrei gestellt.
        der effekt des wachstumszwanges, durch diesen kredit entfällt dadurch.
        übrig an wachtum bleibt die pure arbeitsleistung und erfindungen, ohne kreditbelastung.

        ich bin gespannt, ob sie als treuer system-spur-denker, dies nachvollziehen können?

  1. ruby
    ruby sagte:

    Das System wird gespalten und aufgelöst werden hier ein Text eines wachen Professors:

    Es gibt immer Lösungen …

    Professor Dr. Renato Mizza, 06.04.2021

    Gesundheitsminister Spahn meint, im Sommer dürfen Geimpfte wieder in Restaurants und an Veranstaltungen. Danke. Endlich eine echte Impf-Apartheid wie damals in Südafrika – mit Impfpassgesetzen, so dass genetisch minderwertige Rassen ohne mRNA-Update ihre Homelands nicht verlassen dürfen.
    Auch für uns Ungeimpften ist das eine gute Lösung, wenn ihr Geimpften da alleine hingeht. Wir finden eure Kultur schon länger nicht mehr so toll. Die schönen Sachen in den Museen haben wir gesehen und was nachkommt, zelebriert oft die abartige Hässlichkeit oder die nackte Leere. „Foutu“, wie der Franzose elegant sagt. Um ein Schaf mit Taucherbrille auf die Bühne pinkeln zu sehen, müssen wir auch nicht zwingend ins Theater. Der peinliche Rapper, der eben noch für Impfungen geworben hat, lockt uns auch nicht hinter dem Ofen hervor. Wir sind erwachsen. Tja, und das Essen und der Kaffee sind bei Mama immer noch am besten. Und billiger. Auf Mallorca und in Paris waren wir schon. Wir bleiben gerne zu Hause.
    Die neue Askese. Ich lege mich auf mein Sofa und lese „Krieg und Frieden“, höre meine Schallplattensammlung rauf und runter, gehe mit Freunden spazieren; statt im Gym, mache ich meine Übungen zu Hause auf der Matte, statt im Restaurant treffen wir uns privat im Garten, statt ins Schwimmbad gegen wir im Sommer an den Fluss oder an den See. Statt zu shoppen, reden wir, lachen, philosophieren oder bilden wir uns. Feste feiern wir privat, wie sie fallen, und Kultur machen wir unsere eigene. In den ÖV zu all den Maskenzombies kriegt ihr uns eh nicht mehr. Wir fahren Auto (Greta vergib!), fahren Rad oder gehen zu Fuss (Greta segne!). Wir haben Sitzleder und richten uns für die nächsten Jahre gemütlich ein.
    Arbeiten werden wir nur noch, wo wir Ungeimpften von Herzen willkommen sind. Da gehen wir keine Kompromisse ein. Wir finden neue Lösungen, erschaffen eine Parallel-Wirtschaft, organisieren uns gemeinschaftlich, nehmen die Kinder von der Schule und unterrichten sie zu Hause. Jeder kann was. Das wird auch deshalb funktionieren, weil wir viel weniger Geld brauchen, da wir kaum mehr konsumieren. Eure geimpfte Kommerzwelt interessiert uns nicht. Die neue Einfachheit. Das Glück im Kleinen, im Alltäglichen, im Kontemplativen, in der Meditation, im Gebet, in der Bildung, im inneren Wachstum. Wir sind unbestechlich, denn unsere Lebensfreude kommt von innen. Ihr könnt sie uns nicht nehmen. Ihr könnt uns nicht dagegen impfen. Wir sind immun.
    Wisst ihr, wieviel Geld wir eurer geimpften Wirtschaft entziehen werden? „Divestment“: eine bewährte politische Strategie. Wetten, wir halten länger durch als ihr, die ihr in eurer Plandämonie täglich 100 Millionen Franken für eure sinnlosen Lockdowns verpulvert? Für die Kulturschaffenden, Gastrounternehmer und Gewerbetreibenden mit Herz: Wir verstehen, dass ihr verzweifelt seid und deshalb froh, wenn ihr überhaupt wieder öffnen könnt. Auch wenn Ungeimpfte aussen vor bleiben müssen. Ich fürchte aber, dass ihr nur mit uns gemeinsam überleben werdet. Könnt ihr euch vorstellen, was es für die geimpfte Welt bedeutet, wenn plötzlich 10, 20, 30% des Umsatzes wegbleiben, weil wir nicht mehr daran teilhaben. Wenn ihr uns weiter als Kunden und Gäste wollt, brauchen auch wir eure Solidarität, und ihr müsst uns etwas bieten. Denn wir sind bereits wunschlos glücklich.
    Wir schotten uns nicht ab. Wir haben immer ein offenes Ohr. Auch wenn bald gehäuft Impfschäden auftauchen und euch die Schulmedizin abgeschrieben hat. Wer weiss, vielleicht entdeckt auch ihr dann noch den Segen echter Heilkunde und die Demut des Gebets.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ ruby

      Waren Sie schon beim Arzt?

      Höchste Zeit, denn Sie haben offensichtlich die ORIENTIERUNG verloren.

      Was hat dieser Unsinn mit dem hier behandelten Thema der Verankerung von Inflationserwartungen zu tun?

      NICHTS.

      Unsinn habe ich gesagt?

      Dieses Lob nehme ich zurück.

      Es ist bodenloser SCHWACHSINN und zudem eine VERHÖHNUNG von Opfern, unser Impfszenario mit der Apartheid in Südafrika in Verbindung zu bringen.

      Ich wünsche dem Autor nichts Böses, wenn das aber – wie Sie bar JEDEN Urteilsvermögens behaupten – ein WACHER Mensch geschrieben hat, wünsche ich, dass ihn jemand in den Tiefschlaf versetzt oder wenigstens die Tastatur lahmlegt.

      Für die Demut des Gebets ist hier jedenfalls ersichtlich zu spät.

      Antworten
    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      „Impf-Apartheid“… endlich mal was Neues statt „Ungeimpften-Stern“ oder so.

      Wenn Vergleiche nicht mal mehr hinken, weil ihnen die Beine gleich ganz fehlen.

      Die Drohung, aus Trotz die Wirtschaft zu ruinieren, indem man seine wunschlose Glücklichkeit endlich mal aktiv auslebt, ist auch ne fesche Idee. Wäre natürlich auch vorher schon gegangen. Wieso ging das bloß vorher nicht? Eine Parallelgesellschaft des Kulturkreises der wunschlos Glücklichen zu etablieren?

      (Dass jemand, der solche Texte schreibt, Homeshooling in den Ring wirft, ist ein sackstarkes Argument für die Schulpflicht, sogar im suboptimalen Deutschen Schulsystem)

      Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ ruby

      Man nag zu diesem Erguss stehen wie man will. Aber:

      >> “Gesundheitsminister Spahn meint, im Sommer dürfen Geimpfte wieder in Restaurants …”

      Diese Ansage alarmiert, denn sie führt in die Zweiklassengesellschaft.

      Jedoch: nach Einführung des Rauchverbots wurden – immerhin in Frankreich – die Lokale zweigeteilt. Hat sich auch überlebt.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      Off-Topic, ich weiß, aber die selbstgerechte Empörung der vom Staate Wohlversorgten (ob nun Rentner oder beim Staat Angestellte in welchem Status auch immer) möchte ich nicht unwidersprochen stehen lassen.

      “Impf-Apartheid” passt als Begriff schon, aktuelle Vorschläge wie die von unserem Jensi zeigen ein ähnlich pervertiertes Verständnis von Grundrechten wie es damals in Südafrika herrschte, wobei dort immerhin “Apartheid” draufstand, wo auch “Apartheid” drin war, das war zwar ein Euphemismus aber wenigstens halbwegs ehrlich.

      Es scheint sich in Deutschland immer mehr die Auffassung breit zu machen, dass unsere verfassungsmäßigen Grundrechte keine Schutzrechte des Individuums gegenüber einem potentiell übergriffigen Staat sind, sondern ganz im Gegenteil lediglich Privilegien, die der Staat nach willkürlichen Kriterien gewähren und auch wieder entziehen kann. Solches Staatshandeln ist aber ganz offensichtlich verfassungswidrig.

      Solange ich nicht einmal ein, wie heißt es so schön, “Impfangebot” bekommen habe, ist es völlig inakzeptabel, dass ich irgendwann nicht mehr einkaufen oder ins Restaurant gehen dürfen soll, Geimpfte aber schon, es sei denn, ich gebe locker 150 EUR im Monat für Corona-Schnelltests aus, um auch die gleichen Dinge tun zu können, die Geimpfte einfach so dürfen.

      Verblüffenderweise kommt viel Zustimmung zur deutschen “Impf-Apartheid” auch von den gleichen Linksradikalen, die selbstverständlich damals die Apartheid in Südafrika bekämpft hätten und heute andere Grundrechte aus dem deutschen Grundgesetz am liebsten einschränkungslos für jeden Bewohner dieses ganzen Planeten gelten lassen möchten – selbst wenn wie beispielsweise in Artikel 16 GG genau geregelt ist, unter welchen Bedingungen sich Nicht-Staatsbürger vernünftigerweise eben nicht auf das deutsche Asylrecht berufen können.

      Total verlogen, aber wen interessiert schon das Rechtsstaatsprinzip, wenn es den eigenen politischen Interessen im Weg steht?

      @Herr Tischer

      “Waren Sie schon beim Arzt?”

      Waren Sie schon beim Impfarzt und möchten gerne irgendwann im Sommer für sich mehr Platz im Restaurant haben? ;)

      Antworten
      • Dr.LucieFischer
        Dr.LucieFischer sagte:

        @Richard Ott ,
        Danke für die klaren Worte, das Grundgesetz sollte man aktuell stets in der Tasche haben.
        Zu Ende gedacht bedeutet die globale Impf-Kampagne , dass gegen den Genuss von gentechnisch-veränderten Organismen ( GVO) / Pflanzlich /Tierische / logischerweise keinerlei Gegenargumente mehr geltend gemacht werden können. Goldene Regel:
        Was die ” Wissenschaft ” an Tieren für den Markt ausprobiert und durchgesetzt hat, hat, wird auch für Menschen potentiell umgesetzt: Massenhaltung auf engstem Raum, Mikrochips für Haus-und ” Nutz”-Tiere, Kohlehydrat-Mast, +Kastrationen, prophylaktische Antibiotikagabe mit tolerierten Resistenz-Entwicklungen, überflüsses
        ” Material”/ male-Kücken /schreddern oder bei Verdacht/ Tiere auch bei *Virusbefall* keulen. ( = sadistischer Euphemismus) .
        Wenn die von Malthus vorausgesagte Weltbevölkerungs-Explosion bedrohlich wird, existieren elegante Methoden, dem ein schleichendes Ende zu setzten- genau so schnell, wie die Sargbauer nachkommen können. Die einst zufällige Dezimierung indigener Völker durch Viren/ *Kolonisatoren* sind nicht in Vergessenheit geraten.

        .

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @R. Ott

        Das man sich Impfen aussuchen kann, Hautfarbe aber nicht, haben Sie in Ihrer Analogie nur vergessen, oder nicht gewusst? Von der Idee ab, dass das Eine dauerhaft sein sollte, das Andere temporär…
        Herr Tischer hat gesagt, wozu diese Unterschiede führen: Man verhöhnt die Opfer der Apartheid, indem man sich ihren Status ausleiht für etwas, was einige Regale tiefer liegt. Denke man sich einen eigenen Begriff aus!

        Wie @Bauer sagt, wird sich die Idee ohnehin überleben, falls sie denn kommt.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Das man sich Impfen aussuchen kann, Hautfarbe aber nicht, haben Sie in Ihrer Analogie nur vergessen, oder nicht gewusst?”

        Ach, ich kann mir aussuchen, ob ich geimpft werden will? Das ist mir neu, wie und wo geht das in Deutschland derzeit für jemanden, der nicht Ü60 oder in irgendeiner der anderen priorisierten Gruppen ist? Falls ich einen Arzt finde, der mich mit irgendwo abgezweigtem Impfstoff trotzdem impfen würde, würde der sich sogar strafbar machen.

        “Herr Tischer hat gesagt, wozu diese Unterschiede führen: Man verhöhnt die Opfer der Apartheid, indem man sich ihren Status ausleiht für etwas, was einige Regale tiefer liegt. ”

        Der übliche Empörungs-Sermon, so reflexhaft wie unpassend.

        Sie vergessen nämlich: Die Opfer der Apartheid in Südafrika durften immerhin in ihren eigenen Geschäften und Restaurants unbehelligt einkaufen gehen und essen, solange die Rassentrennung eingehalten wurde. Würden Sie das den Ungeimpften im Spahnschen Hygieneregime auch zugestehen, oder wäre das zu großzügig für Sie?

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ott 07:39 ….. dass ausgerechnet die “christ-demokraten” und die “guten demokraten” eine solche abscheuliche politik betreiben und letztlich unsere demokratie mit füßen treten und zu grabe tragen, – ist natürlich den farbtreuen parteigängern nicht klar, weil sie längst blind sind.

        ich sage dies schon lange, dass die große , späte erkenntnis dies sein wir, dass der umbau in den sozialismus von cducsuspdgrünefdp kommt bzw. vollzogen wird.
        sie werden verantwortlich sein, für all das kommende leid, not und wahrscheinlich sogar krieg!

        wie war dies damals? wie konnte dies nur geschehen?
        ja genauso wie heutzutage!

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @R. Ott

        „Sie vergessen nämlich: Die Opfer der Apartheid in Südafrika durften immerhin in ihren eigenen Geschäften und Restaurants unbehelligt einkaufen gehen und essen, solange die Rassentrennung eingehalten wurde. Würden Sie das den Ungeimpften im Spahnschen Hygieneregime auch zugestehen, oder wäre das zu großzügig für Sie?“

        Ich habe jetzt fünfmal gelesen, ich dachte erst, ich habe einen Augenschaden. Wir haben ja nie auf derselben Wellenlänge gefunkt – aber dieser Ausfluss ist völlig inakzeptabel. Ekelhaft, despektierlich gegenüber echten Opfern weil man sich seinen eigenen, imaginierten Opferstatus hochtunen möchte.

        Dass mich das empört, hat mit Kinderstube zu tun, die Sie völlig vermissen lassen. Für diesen Blog und sein Niveau unwürdig. Sich verbal so auszustellen, weil man es halt darf, taugt als Dienst an der Meinungsfreiheit das, was Onanie zum Kinderkriegen taugt.

        „Ach, ich kann mir aussuchen, ob ich geimpft werden will?“

        Ja. Dass Sie ein „sofort“ mitlesen, ist bezeichnend.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Ich habe jetzt fünfmal gelesen, ich dachte erst, ich habe einen Augenschaden. Wir haben ja nie auf derselben Wellenlänge gefunkt – aber dieser Ausfluss ist völlig inakzeptabel. Ekelhaft, despektierlich gegenüber echten Opfern weil man sich seinen eigenen, imaginierten Opferstatus hochtunen möchte. Dass mich das empört, hat mit Kinderstube zu tun, die Sie völlig vermissen lassen.”

        Kommt noch ein Argument oder vielleicht sogar eine inhaltliche Antwort auf meine Frage oder haben Sie nur noch weitere neue Varianten von Empörungsgeschrei zu bieten?

        Damit beeindrucken Sie mich nicht, welche Gefühle ich in Ihnen auslöse, ist mir egal.

        Ich will nur wissen, ob Sie mich wenigstens in Geschäften für Ungeimpfte frei einkaufen lassen würden, solange ich nicht geimpft bin.

        Haben Sie eine Antwort auf diese Frage? Oder schaffen Sie es vor lauter Empörungslust nicht, darüber nachzudenken?

        >>Ach, ich kann mir aussuchen, ob ich geimpft werden will?“
        >Ja. Dass Sie ein „sofort“ mitlesen, ist bezeichnend.

        Solange ich es nicht “sofort” kann, sind Sonderprivilegien für Geimpfte ganz offensichtlich rechtswidrig.

        Da können Sie geifern wie Sie wollen.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @R. Ott

        „Ich will nur wissen, ob Sie mich wenigstens in Geschäften für Ungeimpfte frei einkaufen lassen würden, solange ich nicht geimpft bin.“

        ???

        Ich kann das doch nicht entscheiden? Falls Ihre Frage ist, ob ich Ungeimpfte per staatlicher Anordnung von irgendwas ausschließen würde, wenn ich das entscheiden könnte: Nein.
        Würde ich je nach Lage entscheiden, dass Angebote gar nicht erst existieren (per Anordnung geschlossen): Ja.

        Eindeutig genug?

        Bin ich der Meinung, dass man es mit der Apartheid vergleichen kann, ohne Opfer zu instrumentalisieren, nur um sich selbst als Opfer darzustellen: Nein.

        Bin ich der Meinung, dass derlei Vergleiche vor allem verbaler Exhibitionismus ist, weil einem einer abgeht, seine Meinungsfreiheit auf genau diese Art zu praktizieren: Ja.

        Auch eindeutig?

        Aber Sie haben recht, interessieren muss sie das nicht.

      • Dr.LucieFischer
        Dr.LucieFischer sagte:

        @Richard Ott,
        Es wird auf clandestine Restaurants-Besuche ( wie bei Freunden ) hinauslaufen, wie aktuell in Paris/ die Spitze des Eisberges:
        https://www.rnz.de/panorama/aus-aller-welt_artikel,-empoerung-nach-tv-bericht-wirbel-um-illegal-geoeffnete-luxus-restaurants-in-paris-_arid,652804.html

        Fast jedes Wochende koche ich jetzt abends traditionelle Gerichte für Freunde, grosse Tafel, viel Gelächter ( Liebe geht durch den Magen, stimmt ), und die Spreu hat sich vom Korn getrennt- die Langweiler kommen nicht mehr, Nachteil; Alle bleibe bis mindestens 2 Uhr früh, dann keine Flics mehr auf den Strassen, ich ziehe mich zurück, wenn die Karten rausgespielt werden. Prohibitions-Kultur vom Feinsten, mehr verrate ich nicht.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Dr.LucieFischer

        Ja, R. Ott hat klare Worte gesprochen.

        Klare, aber abgrundtief DÄMLICHE.

        Das sollten Sie nicht mit dem Verweis auf das Grundgesetz schönreden.

        Gerade Sie NICHT:

        Ihre Referenz ist doch Taleb, wie Sie hier immer wieder betonen.

        Wie würde er denn bewerten, was R. Ott sagt?

        Er würde nur den Kopf schütteln und sich abwenden.

        Das hätte ich auch von Ihnen erwartet.

    • Anna Nuema
      Anna Nuema sagte:

      Hat mal jemand Professor Dr. Renato Mizza geggoogelt? Ich habe jedenfalls nichts gefunden – außer bei querdenken.de

      Antworten
  2. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Die Anker-Analogie hat etwas für sich:

    „fest verankerte“ Inflationserwartungen vermitteln SICHERHEIT.

    Aber sie sagen NICHTS darüber aus, unter welchen Bedingungen sich das Schiff LOSREISSEN kann.

    Ungewissheit also.

    Was man aber UNABHÄNGIG davon mit SICHERHEIT sagen kann:

    Wenn die FISKALPOLITIK in USA tatsächlich so betrieben werden sollte, wie von der Biden-Regierung beabsichtigt, wird die Inflationsrate STEIGEN.

    Und zwar NICHT von Erwartungen abhängig, sondern von der Realität GESCHAFFEN:

    Denn es wird einen Nachfrageschub geben, dem bei einem praktisch leergefegten Arbeitsmarkt nicht mit einem entsprechend wachsendem Angebot an Gütern und Dienstleistungen begegnet werden kann.

    Wir werden auch in Europa diesen Weg gehen.

    >In Europa gibt es gerade nur den Weg über höhere Inflationsraten, will man dem Euro-Projekt weiter Zeit kaufen.>

    Ich würde zwar sagen „zu höheren Inflationsraten“, aber damit nur diese Auffassung unterstreichen.

    Wenn sie RICHTIG sein sollte, dann stehen INSBESONDERE uns Deutschen turbulente Zeiten bevor.

    Antworten
  3. Carsten Pabst
    Carsten Pabst sagte:

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter,
    Ihre Aussage, bei 2 % Inflation halbiert sich Vermögen in 20 Jahren, ist nicht zutreffend (ab Minute 1).
    Das tut es bei 3,5 % Inflation.
    Und das ist meiner Meinung nach das Gefährliche an solchen Sendungen und Videoformaten. Unbestritten Ihrer
    wirtschaftlichen Kompetenz, warten diese Geier normalerweise auf solche Fehler, um sie im Anschluß auszuschlachten.
    Gerne wird da auch mal aus dem Kontext etwas rausgeschnitten und anders zusammengefügt, sodaß die interviewten
    Persönlichkeiten nicht in einem guten Licht darstehen. Insofern würde ich behaupten, Sie sind gut weggekommen.
    Ich würde es aber nicht dauerhaft darauf anlegen. Gerade Lutz van der Horst ist ein solch ein Vogel, der nur auf Fehler wartet,
    um sie dann genüsslich auszuschlachten.
    Und Mick Knauff hat eine markante Stimme und ist clever. Hätte er jetzt noch Ahnung, würde er Jahrgangssardinen empfehlen. Die kann man in Jahrzehnten auch noch essen, steigen aber evtl. im Wert😉
    Freundliche Grüße
    Carsten Pabst

    Antworten
    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      @Hr. Pabst: Profis wissen: Die -50% bei 2% CPI-Inflation sind noch optimistisch – wenn man die harmonisierte Adjustierung bei der Inflation rausrechnet und Vermögenswerte rein…

      Ansonsten tät ich sagen: 6.676 von 10.000 nach 20 Jahren bei 2% – Ey, fast die Hälfte weg! In so einem Format mit Mick und Co. kann man auch mal kernig runden ;)

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        Für Welke und van der Horst die Zahlen möglichst ganz weglassen und lieber mit Eiskugeln oder (besonders emotional) Würstchen erklären: “Mit 2% Inflation ist nach 20 Jahren fast die Hälfte von deinem Würstchen weg und Du konntest nicht einmal was abbeißen, das haben alles der Olaf Scholz und der Peter Altmaier weggefuttert!”

  4. jobi
    jobi sagte:

    Hmm..

    Zuerst dachte ich, Herr Dr.Stelter hätte die heute-show mit dem heute-journal verwechselt.

    Ob seine Botschaft dort seine Zielgruppe erreicht ?

    Antworten
  5. Thomas M.
    Thomas M. sagte:

    Na, Herr Ott: Das ist ein Top-Sendeslot mit Reichweite. Wenn da nur 1% interessiert zugehört hat, hat das mehr Impact als die Special Interest-Seiten der Finance, auf denen wir so abhängen. Ist schon richtig so, dort zu erklären.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Thomas M.

      Das ist dann wirklich ein Argument dafür, bei DSDS die Bach-Kantate zu singen, wenn man dorthin eingeladen wird.

      Oder sich bei Kurt Krömer im Verhörraum beschimpfen zu lassen, oder im Dschungelcamp ein paar Kamelhoden auszuzutzeln – denn es gibt im Fernsehen ja keine schlechte Publicity, oder?

      Ich glaube nicht, dass man langfristig gewinnt, wenn man in eine Sendung geht, die ihre Gäste verarscht – zumindest alle diejenigen, die nicht bei ihrer Agenda mitmachen.

      Antworten
      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        Sie sagen es ja selber: Wenn man in der Show verarscht oder missbraucht wird, sollte man sich fernhalten oder zumindest genau überlegen, ob man seine Botschaft in dem feindseligen Umfeld überhaupt absenden kann. Aber perfektes Umfeld für *öffentliche* Auftritte gibt’s halt auch nicht – schon gar nicht, wenn man was mit Einschaltquoten sucht. Ich hab mal gerade reingeguckt: War doch okay, so wie es gelaufen ist.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        Stelter kam noch gut weg, was neben den total durchgeknallten Ripple- und Iota-Kiddies auch nicht besonders schwierig war, aber das hätte auch anders laufen können.

        Glauben Sie zum Beispiel im Ernst, dass Mick Knauf auf die Frage “Was sagen Sie den Leuten, die Sie als unseriös empfinden?” die Antwort “Thunfisch!” gegeben hat? Oder ist das vielleicht ein sinnentstellender Schnitt im Interview, der ihn besonders dumm aussehen lassen sollte?

        https://youtu.be/q1P5tdTcCrk?t=133

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        >Glauben Sie zum Beispiel im Ernst, dass Mick Knauf auf die Frage „Was sagen Sie den Leuten, die Sie als unseriös empfinden?“ die Antwort „Thunfisch!“ gegeben hat?

        Ich weiß es nicht. Aber vorstellbar. Am besten fragen wir Herrn Knauf: Vielleicht liest er mit?

      • Dr.LucieFischer
        Dr.LucieFischer sagte:

        @Richard Ott,
        N.N. Taleb bemerkt in einer Fussnote *,
        Er gebe nach zu vielen böswilligen Verzerrungen durch Journalisten keine Interviews mehr, es sei denn , er werde durch seinen Verlag dazu gezwungen. Uns selbst dann fühle er sich nicht genötigt, auf ihm sinnlos/ dämliche/ verfängliche Fragen überhaupt direkt zu antworten:
        er ” antworte ” dann eine ihm gerade im Moment sinnvoll erscheinende Erkenntnis/ statement. Die Reporter seien meist so überrascht, dass sie den Wechsel der Ebenen / Metaebene/ gar nicht realisierten.
        Dr. Stelter hätte auf die Frage nach Anlageempfehlungen z.B. antworten könne, dass zuvor die Problematik des ” fiat-geldes” allgemein geklärt / verstanden/ werden müsse-
        zack! wäre Dr. Stelter sofort Koch***, nicht Kellner der show gewesen.
        ( ***5-Sterne-Koch, mindestens!). Spätere Verzerrungen/ aus-dem-Zusammenhang-reissen/ wären erschwert/ unmöglich.

        Zu Vermeiden sind Situationen wie : Richter:
        ” Angeklagter, antworten Sie nur mit Ja oder Nein:
        Hören Sie endlich auf, Ihre Frau zu schlagen?

        * Genaue Quelle gerade nicht auffindbar, in einem seiner Bücher

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Dr.LucieFischer

        Sie verweisen auf das, was derartige ÖFFENTLICHE Kommunikation charakterisiert:

        EFFEKTE.

        Und nur um die kann es gehen, wenn eine möglichst große Akzeptanz, i. e. hohe Einschaltquoten, erreicht werden soll.

        ERKENNTNIS ist damit AUSGESCHLOSSEN.

        Ich habe mich gefragt, welche Erkenntnis Dr. Stelter in der Sendung vermitteln konnte.

        Es gibt nur eine Antwort darauf:

        KEINE.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        “Ich habe mich gefragt, welche Erkenntnis Dr. Stelter in der Sendung vermitteln konnte.”

        Wahrscheinlich irgendwas mit “noch härterer Lockdown”, andere Botschaften gibt es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ja nicht mehr. ;)

        Nein, im Ernst: Es geht darum, das eigene Gesicht im Fernsehen bekannter zu machen, und nur darum. Deshalb sind auch republikanische Politiker in die “Daily Show” (das amerikanische Vorbild der heute-show, falls Sie es nicht kennen) auf Comedy Central gegangen, wohl wissend, dass sie dort verarscht werden und dass sachliche Diskussionen dort völlig sinnlos sind weil der Moderator bei dem Versuch des zu verarschenden Gastes, eine anzufangen, dann sein Grinsgesicht aufsetzt und “Aber wir sind doch nur eine Comedysendung!” sagt. Aber der eigenen Marke hilfts.

      • Dr.LucieFischer
        Dr.LucieFischer sagte:

        @Lieber, sehr geehrter Herr Tischer,
        Lieber Herr Ott,
        Öffentlich bekannt wird ein Autor am besten durch richtige Skandale, so N. N. Taleb, Antifragilität S. 82 ff ” Bitte verbieten Sie mein Buch:die Antifragilität von Information”.
        Wenn Herr Dr. Stelter öffentlich Herrn Fratscher verprügeln würde wegen bekannter Differenzen, würden seine Buchauflagen explodieren.
        Taleb, S.85 über sein Gepräch mit seinem italienischen Verleger:
        …der zweite Hauptreferent ( der Tagung ) war ein berühmter Fragilist/ Wirtschaftswissenschaftler/ , der -nach Taleb- ein sogenanntes Ohrfeigengesicht hatte,
        ” ein Gesicht, das einen förmlich dazu einlädt, hineinzuschlagen, so wie ein Nusshörnchen einen einlädt, hineinzubeissen”..
        ” Nichts, womit ich es als Autor auf die Titelseite des CORRIERE DELLA SIERA schaffe, könnte meinem Buch schaden. Ein Künstler oder ein Schriftsteller kann von fast jedem Skandal profitieren”… Ausserdem:
        ” Wenn Sie keine Schulden haben, kann Ihnen ihr Ruf in Wirtschaftskreisen gleichgültig sein- letzlich werden Sie wohl nur dann einen guten Ruf haben, wenn er Ihnen gleichgültig sein kann. Es ist wie bei Verführungen: die Menschen tendieren dazu, denen am meisten zu geben, die am wenigsten brauchen”.

  6. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    bto: “Deshalb auch mein heute-show-Fazit: kostengünstige und breite Diversifikation mit kühlem Kopf.”

    Ist ja eine völlig richtige Empfehlung, aber für die typische Heute-Show-Zielgruppe vermutlich schon ein Schritt zu weit, die meisten von denen werden nicht viel Vermögen haben, dessen Anlage man diversifizieren könnte, sondern eher Schulden.

    Für die sollte die Empfehlung lauten:

    1. Keine Konsumschulden machen, auch dann nicht wenn man im Möbelhaus oder im Elektronikmarkt mit “Null-Zins-Finanzierung” bequem in 48 Monatsraten kaufen kann, oder so.
    2. Mindestens 3 Monatseinkommen als Finanzreserve für unvorhersehbare Ausgaben ansparen, vorher braucht man gar nicht anzufangen, über Investment-Strategien zu reden.

    Da helfen dann sogar die Thunfisch-Dosen von Mick Knauf, die kann man aufessen und spart beim Lebensmittelbudget, wenn plötzlich das Auto kaputt geht und man dringend die Reparaturrechnung zahlen muss nur um wieder mobil zu sein.

    Antworten
  7. Dr.LucieFischer
    Dr.LucieFischer sagte:

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter,
    Ab jetzt müssen Sie sehr gut aufpassen, wachsam sein:
    Mit Ihren analytisch-kritischen Büchern erreichen Sie Mittelschichten, die sich gegen die Finanzpolitik gefährlicher zu Wehr setzten könnten, als vorgesehen:
    Wenn Sie sich in den Hinterhalt einer Sendung locken lassen, deren Macher taktisch und strategisch denken, setzten Sie sich dem Risiko aus, in Bälde verspottet und nicht mehr ernst genommen zu werden:

    Strategem 30: Die Rolle des Gastes in die des Gastgebers umkehren /
    Strategem des unbemerkten Kompetenzraubes:
    Harro von Senger, die Kunst der List, Strategeme durchschauen und anwenden.

    https://de.linkedin.com/pulse/13-strategeme-und-kommunikation-die-rolle-des-gastes-gastgebers

    Antworten
  8. ruby
    ruby sagte:

    Nach dem Video ist mir das Grausen in die Magengegend gestiegen.
    Gut, daß das Blöd Boulevard blatt noch zu kaufen ist, nur halt nicht im Hausarrest.
    Wo liegt die Grenze der Erniedrigung?
    Diese Situation wird geklärt.

    Antworten
  9. foxxly
    foxxly sagte:

    …….. bezüglich inflation nach der finanzkrise und nach corona, – das darf man nicht in einem topf werfen!

    die finanzkrise hat die realwirtschaft kaum betroffen, aber die p(l)andemie bzw. die politischen lockdown-maßnahmen, haben erhebliche auswirkungen in der realwirtschaft. stichworte: pleiten, marktmacht, kaufkraft der masse sinkt, aufwand und kosten steigen.

    Antworten
  10. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    “Vor einigen Tagen durfte ich mich in der heute-show über die Risiken von Inflation und die Konsequenzen für die Geldanlage äußern. Mein Ziel war und ist, dass die Bürger nicht in Panik verfallen und stattdessen gründlicher über Geldanlage nachdenken.”

    Oh Gott, die heute-show. Da können Sie auch bei “Deutschland sucht den Superstar” eine Kantate von Bach singen.

    Der Versuch ehrt Sie, aber in der merkeltreuen ZDF-Regierungs-Clown-Parade mit dem grotesk fettleibigen Moderator halte ich das für vergebene Liebesmüh.

    Antworten

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