2,500 Years Of Financial Crises :“Augustus Was The First Keynesian“

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Passend zu der Diskussion von Piketty heute morgen ein anderer Blick in die Geschichte: 2500 Jahre Finanzkrisen. John Authers von der FT im Interview mit Bob Swarup, dem Autor des Buches „Money Mania“. Dabei wird deutlich, dass wir in den letzten 2500 Jahren zwar enorme wirtschaftliche Fortschritte erzielt haben, entlang des Weges jedoch immer wieder mit “Finanzkrisen” zu tun gehabt haben. Faszinierend finde ich immer wieder, wie verschiedene Autoren aus verschiedenen Blickwinkeln Finanzkrisen analysieren:

  • Swarup: Innovationen führen zu Strukturbrüchen
  • Reinhart/Rogoff: (Staats-)Verschuldung
  • Piketty: Vermögenskonzentration

Dabei gehört alles zusammen. Schuldendruck führt zu vermehrter Innovation und Wirtschaftswachstum, gleichzeitig aber zu einer verringerten Schuldentilgungsfähigkeit der Schuldner, die den Technologiesprung nicht schaffen. Politiker kaufen Stimmen durch kreditfinanzierte Wohltaten und versuchen den Wettbewerbsdruck durch mehr private Verschuldung zu übertünchen. In der Folge steigt die Vermögenskonzentration. Diese Prozesse sind unserer Wirtschaftsordnung immanent. Gegensteuern könnte man nur durch eine Begrenzung des Schuldenwachstums, Beschränkung der Verschuldung auf produktive Zwecke und kontinuierliche Umverteilung. Sonst werden wir auch in Zukunft regelmäßig Systemkrisen haben.

FT via Zero Hedge: 2,500 Years Of Financial Crises :“Augustus Was The First Keynesian“, 26. April 2014

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