Schuldenberge schüren Angst der Vermögenden

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Heute morgen habe ich bereits die neue Diskussion zu Schuldenschnitten und -erlässen diskutiert. Auch der österreichische Standard berichtet: „Die Schuldenberge, die sich da angehäuft haben, lassen sich nicht so leicht abtragen. Das dürfte sich rächen. Ökonomen haben längst Szenarien im Kopf, ob und wann ein Platzen der Schuldenblase droht, bei dem der Ausbruch einer neuerlichen Finanzkrise unvermeidlich wäre. Auch Alternativszenarien werden entworfen: ein weltweiter Schuldenschnitt, Zwangsabgaben, Weginflationieren der Schulden und, und, und. Viel ist Spekulation. Doch ihr liegt eine bittere Realität zugrunde.“ Danach werden die hier intensiv diskutierten Fakten zusammengefasst und auf die Warnungen der BIZ verwiesen: „Doch selbst wenn die großen Volkswirtschaften nach sieben Jahren aus dem Krisenmodus kommen sollten, birgt auch diese Entwicklung enorme Gefahren, auf die fast alle großen Wirtschaftsorganisationen wie Währungsfonds und OECD hinweisen: Der ohnehin schon kaum bewältigbare Schuldenabbau würde bei steigenden Zinsen zum Ding der Unmöglichkeit, lautet der Tenor. Besonders hart ging im Sommer die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit dem monetären Stimulus ins Gericht. Die Aktionen der Notenbanken seien konjunkturell ‘relativ unwirksam’ geblieben. Der Grund: Am zugrunde liegenden Problem der hohen Verschuldung hat das Doping selbstredend nichts geändert. Die BIZ, die auch Bank der Notenbanken genannt wird, hat folgende Berechnung angestellt: Mit einem Engagement von 20 Billionen Dollar oder 30 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung haben die Zentralbanken ihr Engagement seit Ausbruch der Krise verdoppelt. Folgen hatte die Öffnung des Waffenarsenals weniger für das Wachstum als für die Finanzmärkte. Die unvorstellbaren Summen sind in diverse Assetkategorien wie Aktien und Immobilien geflossen.“ Um abzuleiten: „Anders ausgedrückt: Die Schulden sind ebenso wie viele Preise an den Finanzmärkten und anderen Assetklassen auf All-Time-High, gleichzeitig werden die globalen Wachstumsprognosen laufend nach unten revidiert. Die Geister, die Notenbanken und Staaten mit ihrer Schuldenorgie riefen, werden sie nicht mehr los. Den Zusammenhang hat der Berater Daniel Stelter in seinem neuen Buch Die Schulden im 21. Jahrhundert relativ lapidar auf den Punkt gebracht: Da Verbindlichkeiten nichts anderes als vorgezogenen Konsum darstellten, sei eine Gegenreaktion in Form niedrigeren Wachstums unvermeidlich.“

„Zu den Befürwortern eines noch radikaleren Schritts, nämlich einer Zwangsabgabe auch ohne drohende Pleite, zählt Berater Stelter, weil es angesichts der hohen Verschuldung keine Alternativen gebe: ‘Kein Wunder, dass die Politik alles versucht, um weiterhin die Illusion aufrechtzuerhalten, die Probleme ließen sich noch schmerzfrei lösen’, meint der frühere Partner und Managing Director der Boston Consulting Group.“

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:

derStandard: Schuldenberge schüren Angst der Vermögenden, 31. Dezember 2014

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