Geringes Wachs­tum ist kein Schick­sal

Laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung müssen wir uns dauerhaft auf ein geringes Wachstum einstellen. Auf nur noch 0,5 Prozent pro Jahr schätzt sie das Wachstumspotenzial, weil die Erwerbsbevölkerung schrumpft und die Produktivitätsfortschritte gering sind. Zu befürchten ist allerdings, dass dies mit Blick auf die rückläufige Entwicklung der Arbeitsproduktivität in den vergangenen Jahren eine zu optimistische Einschätzung ist.

Es ist gut möglich, dass wir ohne Reformen gar kein Wachstum mehr erzielen werden. Die Folge wären massive Verteilungskonflikte, auf die die aktuelle Streikfreudigkeit nur einen kleinen Vorgeschmack gibt.

Bleibt der sprichwörtliche Kuchen unverändert und wächst der Anteil derer, die als Rentner oder aus anderen Gründen keinen Beitrag (mehr) zur Erarbeitung des Kuchens leisten, wächst der Druck auf die wirtschaftlich aktive Seite der Gesellschaft überproportional.

Das sollten wir unbedingt verhindern und deshalb die Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Produktivität zum Fokus der Politik machen. Neben den bekannten Themen Digitalisierung, Infrastruktur, Bildung und Energiekosten muss es auch darum gehen, den Staat zurückzunehmen.

Bereits 2019 hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsplanung (DIW) Berlin darauf hingewiesen, dass die Bürokratisierung der Arbeitswelt zunehmend ein Produktivitätshemmnis darstellt. Denn so entfällt ein immer größerer Teil der Arbeitszeit auf die Erfüllung staatlicher Auflagen.

Dieses Problem löst man allerdings nicht, wie von der Politik gerne propagiert, über Gesetze zur Entbürokratisierung, sondern durch den Wegfall von Gesetzen. Die Politik von Brüssel bis Berlin gefällt sich zu sehr in der Rolle des Steuermanns der Wirtschaft, ohne zu erkennen, dass sie damit die Wirtschaft hemmt und sich selbst überfordert.

Restrukturierung des Sozialstaates notwendig

Eng damit verknüpft ist die Größe des Staates. Es ist kein Geheimnis, dass die Produktivitätsfortschritte vor allem in der Privatwirtschaft und dabei vor allem im produzierenden Gewerbe erzielt werden, wie das Bundesfinanzministerium berichtet. Nicht zuletzt bedingt durch die verfehlte Energiepolitik schrumpft der Anteil der Industrie, was bereits einen Teil der schlechten Produktivitätsentwicklung erklärt.

Hinzu kommt, dass der staatliche Sektor immer mehr Arbeitskräfte bindet. Zurzeit sind mehr als fünf Millionen Menschen im öffentlichen Sektor beschäftigt, dies entspricht rund elf Prozent der Erwerbstätigen, wie der dbb Monitor öffentlicher Dienst 2024  zeigt. Damit liegt Deutschland zwar trotz der Zunahme der Beschäftigung beim Staat noch unter dem Niveau anderer OECD-Länder und der europäischen Nachbarn, dennoch müssen wir eine weitere Zunahme verhindern.

→ handelsblatt.com: „Geringes Wachstum ist kein Schicksal“, 17. März 2024

Kommentare (175) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. JürgenP
    JürgenP sagte:

    Komol sagte: 23. MÄRZ 2024, 09:24 „Wenn man aber die [die grundlegende Ursache für die “Misere”] nicht kennt, kann man auch nicht versuchen, den Wandel zu gestalten bzw. in Bahnen zu halten / lenken. Man tappt einfach nur im Dunkeln und wird zum Spielball der Entwicklung“.

    „Wir müssen dahin kommen, dass wir soziale Systeme, tlw. uno actu, programmieren können – das ist das Ziel und muss das Ziel sein“.

    BTO „Restrukturierung des Sozialstaates notwendig“.

    Gibt es bspw. einen „Programmcode“ zur Restrukturierung des Sozialstaates (als System). An welcher Stelle wird in den Diskussionen, die hier permanent stattfinden, dieser Code aus soziologischer Sicht angesprochen bzw. ausgelassen, d.h. wo müsste man weiterführen/vertiefen bzw. abbrechen (abgesehen vom Kriegs-Bla-Bla & den Polit-Verunglimpfungen).

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      “Gibt es bspw. einen „Programmcode“ zur Restrukturierung des Sozialstaates (als System)”

      Also in der DDR 1.0 nannten die Genossen dieses Projekt den “Aufbau einer entwickelten sozialistischen Gesellschaft”, aber nach 40 Jahren ist das Programm irgendwie abgestürzt…

      Möchten Sie es gern nochmal laufen lassen? :)

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        Wenn DR. STELTER von einer „Restrukturierung des Sozialstaates“ schreibt, wird er ganz sicher nicht DDR 2.0 meinen. Wie sie allerdings aussehen sollte, die Restrukturierung, wäre zu diskutieren.

        Eine “DDR-alternative” Nazi-Lösung find ich nicht so doll. Hatte wir schon mal im Lande und lief auch schief. Ich frage daher jemanden, der im Gegensatz zu Ihne, eine brauchbare Idee haben könnte.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        Sie rennen in Ihrer Verzweiflung schon wieder irgendwelchen Wunderwaffen-Fantasien hinterher und begreifen gar nicht, wo Sie dabei ankommen.

        Nehmen wir mal an, jemand oder irgendetwas könnte tatsächlich “die Gesellschaft programmieren”.

        Wie soll denn dann in dieser Gesellschaft noch demokratische Willensbildung funktionieren? Das läuft dann immer auf ein totalitäres System hinaus, in dem “Demokratie” nur noch bedeutet, das die Leute gefälligst das zu wollen haben, was der Diktator beziehungsweise die Einheitspartei vorgegeben hat.

        Begreifen Sie das Problem?

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO Ich begreife das Problem. Sie nicht. Haben Sie schon die Dampferfahrt von Dresden nach Prillnitz gemacht und überlegt, nach welchem “Programm = Lenkungssystem” die (z.B.) Weiden am Elbufer ihre grünen Blätter entwickelt. Das scheint auch ohne Diktator zu funktionieren. Das machen die Jahr für Jahr, selbst wenn Diktatoren resp. Nazis in Sachsen regieren würden.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        Sie sind ja noch viel ignoranter als ich bisher dachte.

        “Haben Sie schon die Dampferfahrt von Dresden nach Prillnitz gemacht und überlegt, nach welchem “Programm = Lenkungssystem” die (z.B.) Weiden am Elbufer ihre grünen Blätter entwickelt. Das scheint auch ohne Diktator zu funktionieren.”

        Ja, das funktioniert ohne Diktator. Und zwar weil eine Pflanze kein Staat ist! Eine völlig andere Kategorie von Dingen.

        Wenn Sie die demokratische Willensbildung in einer Gesellschaft *programmieren* wollen, anstatt sie den Individuen zu überlassen, na, was sind Sie dann?

    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ jürgen p,
      wenn die ereignisse, entwicklungen etc. programmierbar sind,

      wer programmiert dann
      das schuldgeldsystem
      den sozialstaat
      den ukrainekrieg
      unsere deutsche unterdrückung
      den wef
      den putin
      den trump u. biden ??

      irgendwie suggerieren sie, dass alles nach plan läuft

      ich zb. behaupte, dass (außer naturkatastrophen) rund 95% all unsere materiellen lebensabläufen/verhalten, vom kreditgeldsystem abhängen und bestimmt wird.
      und dies ist menschengemacht!

      konkret: wer plant all unsere bestimmungen etc, oder wie sie es nennen wollen????????

      Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      23. März 2024, 21:41

      @ jürgen p,
      wenn die ereignisse, entwicklungen etc. programmierbar sind,

      wer programmiert dann
      das schuldgeldsystem
      den sozialstaat
      den ukrainekrieg
      unsere deutsche unterdrückung
      den wef
      den putin
      den trump u. biden ??

      irgendwie suggerieren sie, dass alles nach plan läuft

      ich zb. behaupte, dass (außer naturkatastrophen) rund 95% all unsere materiellen lebensabläufen/verhalten, vom kreditgeldsystem abhängen und bestimmt wird.
      und dies ist menschengemacht!

      konkret: wer plant all unsere bestimmungen etc, oder wie sie es nennen wollen????????

      Antworten
    • komol
      komol sagte:

      @Jürgen P

      Der soziologische Fachbegriff “soziale Systeme” hat nix mit dem normalsprachlich gebräuchlichen “Sozialsystem” bzw. “Sozialstaat” zu tun..

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @foxxly & komol Wenn man sich in Diskussionen erst mal einigen könnte, über welches System gesprochen wird, wären wir sicher einen Schritt weiter.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @foxxly “wenn die ereignisse, entwicklungen etc. programmierbar sind, …” & “irgendwie suggerieren sie, dass alles nach plan läuft”.

        Wenn DR. STELTER von einer „Restrukturierung des Sozialstaates“ schreibt, geht ER von einem Programm aus, dass im Ergebnis einen Sozialstaat liefert, der eben “Re”strukturiert ist. Dessen Struktur wechselt von der die wir aktuell haben zur gewünschten Version. Dasselbe tun SIE auch, wenn Sie von der Abschaffung des Kreditgeldsystems zu einem anderen (welchen?) schreiben. Lösen Sie sich dabei vom Wort “Programm” im Sinne einer EDV-Lösung. Prozess wäre evtl. der bessere Begriff.

        Die erste Anforderung besteht darin, dass gewünschte “neue” System “New-Sozialstaat” / “Anti-Kreditgeldsystem (= Sachsysteme) strukturell zu beschreiben. Wie soll das Sachsystem denn zukünftig funktionieren mit Qualitätsanforderungen an bspw. “lebensfähig”, “produktiv”, “flexibel”.

        Die zweite Anforderung heißt, den Wechsel von “alt” zu “neu” zu organisieren und zu managen (= Management von Sachsystem). Wie sollen Qualitätsanforderungen wie bspw. “Einhaltung Termine”, “Einhaltung Kosten”, “Umgang mit Komplexitätsentwicklung” realisiert werden..

        Die Frage, “wer” die Managementaufgabe umsetzt, d.h. wer führt, ist nicht ohne weiteres zu beantworten. Denn der “Sozialstaat” beispielsweise gliedert sich auf dutzende Subsysteme, die jeweils auf deren Ebene von “alt” zu “neu” zu organisieren und zu managen wäre. Man kann zwar pauschal behaupten, die “Politik” müsse das tun. Das ist allerdings viel zu kurz gegriffen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        Immer wieder faszinierend, zu sehen, wie viele Absätze komplett hohles Gesülze die angeblich so großartige Systemtheorie produziert.

        Die wird sicher alle unsere Probleme lösen.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO 25. MÄRZ 2024, 07:57 “komplett hohles Gesülze”

        Es mag ja sein, dass Ihnen das Betrachten von Sachverhalten aus unterschiedlichen, ggf. für Sie inhaltlich fremden, Richtungen aus Sozialisierungsgründen vollkommen fremd ist, vor allem wenn das Ergebnis der Betrachtungen nicht Ihrer ureigensten Meinung entspricht. Dieser Blog lässt aber genau das zu. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal, das der Betreiber für sich in Anspruch nehmen kann, welches Sie als Gast nicht durch abfällige Kommentare hintertreiben sollten. Übergehen Sie doch einfach meine Kommentare. Sparen Sie sich einfach die Zeit für sinnvolles, z.B. für eine lustige Dampferfahrt von Dresden nach Pillnitz.

  2. Michael Stöcker
    Michael Stöcker sagte:

    @ Vater Thiel

    „Vielleicht ist es heute wie damals nicht einmal so sehr Plan und Absicht, sondern einfach nur Ignoranz ?“

    Weder Plan noch Absicht noch Ignoranz; treffender ist wohl Harari:

    „Never underestimate human stupidity.“

    Wie passt übrigens Ihr Erklärungsversuch weiter unten für die Entwicklung der JGBs zu den Finanzmarktreaktionen auf den SNB Zinsentscheid? Denn daraufhin ist ja genau das geschehen, was der Mainstream erwartet.

    LG Michael Stöcker

    Antworten
    • Vater Thiel
      Vater Thiel sagte:

      @ Michael Stöcker

      Wenn ich Sie richtig verstanden habe :
      In Japan sind die kurzfristigen Anleihezinsen gesunken, OBWOHL die BoJ den Leitzins ERHÖHT hat (“Bernanke Conundrum”) ?
      In der Schweiz sind die kurzfristigen Anleihezinsen gesunken, WEIL die SNB den Leitzins GESENKT hat (“Mainstream”) ?

      Zunächst muss ich gestehen, dass ich geantwortet habe, ohne nachzufagen oder zu wissen, für welche Laufzeiten die Zinsen gefallen sind, ich bin davon ausgegangen, dass in Japan die Zinsen der kurzfristigen Staatsanleihen gefallen sind, obwohl
      die Zentralbank die Leitzinsen erhöht hat. Dass heisst, es wurden als erste Reaktion kurzfristige Anleihen gekauft. Warum ? Um Kursgewinne aus Aktien oder langfristigen Anleihen zu realisieren (“die Kurse werden wegen der höheren Leitzinsen fallen …”) und erstmal kurzfristig zu parken, ausländische Investoren hoffen vielleicht zusätzlich auf einen weiter steigenden Yen …

      In der Schweiz wurden offensichtlich in grossem Stil kurzfristige Anleihen gekauft, um sich die noch attraktiven Zinsen zu sichern, bevor sie weiter fallen. Das heisst, die Anleger erwarten mehrheitlich weiter sinkende Zinsen in der Schweiz, sind sich aber noch nicht soooo sicher, dass sie jetzt gleich ganz gross in riskantere oder längerfristige Engagements umschichten.

      Die Frage ist, ob das Reaktionsmuster so bleibt oder es sich nur um kurzfristig-psychologische Reaktionen handelt.

      Was meinen Sie ?

      Antworten
      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ Vater Thiel

        Ich denke, Sie kennen meine Meinung zum Thema Zinsen. Die ZBen haben KEINERLEI direkten Einfluss auf das mittelfristige sowie längerfristige Zinsniveau (siehe der nun schon in die Jahre gekommenen Beitrag zu den Allmachtsfantasien zur Zinssetzungshoheit aus dem Jahr 2013). Es gibt zwar immer noch einen hohen Anteil an Gläubigen, die an das scholastische Storytelling der ZBen glauben. Aber die ökonomische Realität setzt sich letztlich immer durch:

        Der Markt setzt die Zinsen!

        Es sind die ZBen, die um die Märkte kreisen und nicht vice versa.

        Auch die zinspolitischen Entscheidungen in Japan sowie in der Schweiz FOLGEN den Märkten. Die Märkte zucken kurzfristig ein wenig nach oben oder unten (je nach Glaubensstärke der Scholastiker; anschließend dominieren wieder die Profis den Markt und die Zinsen entwickeln sich in Richtung Wachstumserwartungen). Japan scheint die 35-jährige Phase wachstumsschwacher ökonomischer Aktivität allmählich hinter sich zu lassen, während die Schweiz/Europa/USA sich erst seit 2007 in dieser Phase befinden. Vergleichen Sie einfach mal die Zinsstrukturkurven von Japan und der Schweiz miteinander. Hier die von Japan: https://de.investing.com/rates-bonds/japan-government-bonds

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ Michael Stöcker

        “Der Markt setzt die Zinsen!”

        Interessant wäre zu wissen, in welchem Ausmaß die Zinsstrukturkurven der Staaten durch Maßnahmen des Bankensystems verzerrt sind, und in welchem Ausmaß sie die Knappheits-Verhältnisse in der Realwirtschaft widerspiegeln.

        Was die Wachstums-Schwäche betrifft, bin ich mir nicht sicher, ob die offiziellen Zahlen zu realem Wachstum, realer Produktivität und Preisniveau stimmen, weil die realen Werte ja nicht direkt ermittelt werden können, sondern nur durch Rückrechnung aus den nominalen verfügbaren Zahlen.

        Ich glaube, das reale Wachstum der letzten fünfzehn Jahre ist in der westlichen Welt wesentlich höher als offiziell ausgewiesen.

        Ich spare mir heute durch kostenlose Verfügbarkeit im Internet etwa beträchtliche Summen für Software, Dokumentationen und Literatur …

        Ich glaube, das Wachstum der Realwirtschaft war die letzten fünfzehn Jahre wesentlich höher als offiziell gemeldet.

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ Micheal Stöcker

        “in welchem Ausmaß die Zinsstrukturkurven der Staaten durch Maßnahmen des Bankensystems verzerrt sind”

        Dabei gehe ich natürlich davon aus, dass die Zentralbanken nicht ausserhalb des Marktes stehen, sondern dessen Teil sind, spätestens seit 2008 ein zeitweise sehr dominanter Teil.

        Wenn die EZB im Rahmen eines QE 2.0 beginnen würde, im kommenden Jahr schön langsam über Strohmänner 30% der Gebrauchtwagen der Eurozone aufzukaufen, hätte dies wohl beträchtliche Auswirkungen auf das Preisniveau, nicht nur der Gebrauchtwagen. Und wahrscheinlich sogar auf das Zinsniveau, nicht nur der PKW-Kredite.
        Ersetzen wir PKW durch Staatsanleihen und Gebrauchtwagen durch “gebrauchte Anleihen”, also Alt-Anleihen …
        Selbst wenn die Staatsanleihen nie im Besitz des Nichtbankensektors waren, entziehen sie diesem doch Anlagemöglichkeiten bei stetig steigender Geldmenge. Und die BoJ hat sogar Aktien gekauft.
        Die Trennung des Unternehmens-Sektors einer Volkswirtschaft in “Bankensektor (incl. Zentralbanken)” und “Nichtbankensektor” oder “öffentliche Untenehmen” vs. “private Unternehmen” macht grundsätzlich Sinn, führt aber manchmal in die Irre.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Genosse Stöcker

        “Der Markt setzt die Zinsen!”

        Deswegen muss die Zentralbank ja auch am Anleihenmarkt intervenieren (beziehungsweise den von ihr beauftragten Händlern die Orders dazu geben…), um das Zinsniveau zu beeinflussen. ;)

  3. foxxly
    foxxly sagte:

    ………””Geringes Wachs­tum ist kein Schick­sal”” …… eingangsthema!

    ja und nein!
    ja, aus wirtschaftlicher sicht!
    nein, wenn wir die gentherapie und viel andere negativen gesundheitspraktiken einstellen, dann wächst die bevölkerung wieder.

    erstmals haben wir weltweit keinen bevölkerungs zuwachs !!

    das freut sich der bill g. über seinen erfolg.

    erstaunlich ist, dass die wirtschaft laut schreit, weil die demographische entwicklung rückwärts geht.
    andere kapitalistische kräfte arbeiten für die reduktion .

    klar ist, dass wir ein wachstum der arbeiter brauchen bei diesen auf systemischen wachstum progrmmierten geld- und wirtschaftssystem.

    bevölkerung-reduktion und – förderung, passen überhaupt nicht zusammen in unseren system.

    ein wirtschaftswachstum kann auch geschehen, wenn die bevölkerung schrumpft; … geht aber nicht sehr lange so weiter, sonst kippt die produktionswirtschaft.

    wir brauchen also lösungen, ohne einen bevölkerungswachstum wirtschaftlich aus zu kommen.
    in erster linie ist es eine verteilungsfrage unserer arbeitsleistung und des vermögens.
    dies ist in diesen herrschenden system unmöglich!

    aktuell sieht es aber so aus, dass die lenker des geld- und wirtschaftsystem (wiederholt) kriege brauchen und führen, damit anschließend ihr verachtendes system weiter funktioniert.
    dies ist abartig und widerstrebt jeder humanen vorstellung

    Antworten
  4. Renée Menéndez
    Renée Menéndez sagte:

    @Ott

    “Das ändert sich natürlich dann schlagartig, wenn die Solvenz der Banken oder gar die des Staates ernsthaft angezweifelt werden…”

    Ein Rest von Logik ist bei Ihnen ja doch vorhanden, jetzt brauchen Sie nur noch die Schlußfolgerungen zu ziehen.

    Im übrigen bestreite ich ja nicht, daß man sich mit Lebenslügen meist ganz gut durchs Leben schummeln kann. Man sollte sich aber nie zu sicher sein, die – völlig unwahrscheinlichen – “long tail” Ereignisse sind häufiger, als üblicherweise angenommen wird.

    Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @medica

        Fremdmut und Fremdsterben finden jetzt bald ein Ende.

        Zitat
        Russland kündigt an ihre Streitkräfte um 2 neue Bodenarmeen zu vergrößern!

        Das ist mehr als die gesamte Armee von Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen, Spanien, Schweden und Niederlande zusammen!
        https://t.me/kaiorak/5893

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander
        Wurden nicht als potentielle ” Lösungen” aus globaler Schuldenkrise
        die 3 magischen Faktoren benannt?
        Sparen, Produktivitäts-Wachstum oder Krieg?
        Wenn Russland nicht mehr von ” militärischer Sonderoperation” sondern offiziell von ” Krieg” spricht ( 2 neuen Bodenarmeen ) sollte
        sich in Berlin, Brüssel und Paris nackte Panik breitmachen!
        Steroid-geboosterte Herrscher scheren sich nur um eigenes Wohlergehen, Hof-Fotographen ( gestyled : Habeck, Baerbock ) dokumentieren Glücksstationen:
        https://www.derstandard.de/story/2000088405580/junger-mann-zeigt-bei-foto-mit-macron-den-mittelfinger

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @medica

        Was koennte Europa beserers geschehen, als wenn 100 Galaxy ueber Nacht alle Freunde nach den USA evaluieren, Oma Courage und Panzer Anton schon beim ersten Start im Fahrwerk als illegale Schutzsuchende?

        Dass wir Deutsche uns nicht selbst um Nazis und Verbrecher gekümmert haben scheint Schicksal zu sein…

        https://youtu.be/15_Tioe3UPM?si=U8sIkcCQL8mWaa78

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ Dr. Lucie Fischer

        Das Ganze erinnert ein wenig an die Situation am Hofe König Ludwigs XVI vor Ausbruch der französischen Revolution.
        Eine abgehobene, der Realität entfremdete Elite lebt in ihrer eigenen schönen heilen Traumwelt.
        Vielleicht ist es heute wie damals nicht einmal so sehr Plan und Absicht, sondern einfach nur Ignoranz ?

    • Dr.Lucie Fischer
      Dr.Lucie Fischer sagte:

      @Vater Thiel
      Das Muskel-Steroid-viril gestaltete Selbst-Inszenierungs-Boxerfoto des franz. Präsidenten ist ( leider ) kein höfisch-arrogantes Zufallprodukt!
      Es ist unter der Rubrik” Kulturkampf” einzuordnen.
      In D. ist es ( Bundestagsbeschluss ! ) unter Strafe verboten , offensichtliche Männer mit Trans-Verkleidung ( -” Identität” ) mit ” Er” und männlichem Namen anzusprechen. Die individuelle Wahrnehmung jedes einzelnen wird dadurch verzerrt und beleidigt, man riskiert Strafe, wenn man es wagt ,
      ” seinen Sinnen ” / Wahrnehmung/ zu trauen . Ziel: Submission.
      Für uns Erwachsene erscheint dieser Zwangs-woke- Akt lästig & lächerlich, für Kinder, die in Kitas früh ” nicht-binär-trans- woke” erzogen werden, haben Wahrnehmungs-Manipulationen ernste Folgen, massive Störung kritisch-kognitiver Funktionen auf allen ( allen! ) Gebieten.
      ( Gehirnwäsche unter Folter funktionieren genau so: ” Wie viele Finger halte ich hoch, Winston? ” / Orwell/ 1984 )
      Dazu heute in ” Tichys Wecker” Gespräch mit Prof. Schröter:
      der neue Kulturkampf, hörenswert:
      https://podtail.com/de/podcast/podcasts-von-tichys-einblick/te-wecker-am-23-03-2024/

      Antworten
  5. Rapheth
    Rapheth sagte:

    „Die Wirtschaft hört nicht auf zu wachsen, […] sie wächst bloß woanders.“

    Ich denke man hat sich gehörig bei den Energiepreisen verkalkuliert, einzelne Marktteilnehmer konnten, zum Ärger der restlichen Zwischenhändler ohne hohe Zuschläge für Rüstungsgüter anbieten, was zusätzlich bereits getätigte Investitionen zu entwerten drohte. Jetzt wo die tiefen Zerwürfnisse auf diplomatischem Parkett nicht mehr zu leugnen sind, wird es sich rächen, dass internationale Institutionen nach und nach systematisch vereinnahmt wurden. Militärische Belagerungen rohstoffreicher Staaten werden derweil immer riskanter, was mittlerweile auch weite Teile der Weltbevölkerung begriffen haben dürften.

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ rapheth,
      wieso verkalkuliert?
      es läuft (bisher) genau nach plan des WEF.

      soviel geld ausgeben, wie nur möglich. es soll garnicht effizient sein,
      hauptsache, es soll möglichst woanderes landen.

      nahezu alle maßnahmen der ampel verlaufen nach diesen schema ab.

      habeck spielt ein falsches spiel. er weiß, wie es seine partei erwischt und wo die wirtschaft der schuh drückt.
      deshalb kommt er jetzt mit lösungsen daher, welche wir hören wollen.

      bringt aber nichts mehr, weil die wirtschaft längst den rückwärtsgang eingelegt hat und die weiteren politischen bedingungen keine reale und schnelle besserung zuläßt

      Antworten
    • Rapheth
      Rapheth sagte:

      @ Fox „wieso verkalkuliert?
es läuft (bisher) genau nach plan des WEF.“

      Willst du dass dein Plan aufgeht, fasse Ziele weit genug.

      Ich glaube eher dass man dort, wo Besitzlosigkeit auf wenig romantische Liebe stossen könnte, nämlich wo man sie bereits zu genüge kennen gelernt hat, man bis zum letzten für hart erlangte Überzeugungen kämpfen wird.

      Antworten
  6. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Habe jetzt mehrere Wochen Deutschland von weit außen “beobachtet”. Das Land hat fertig. Flasche leer. Unter tatkräftiger Mithilfe der EU. Keine weiteren Erörterungen notwendig.

    Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Beobachter ” Das Land hat fertig . Flasche leer”.

      Das Lustige am D- und EU-Drama ist: von allen Seiten entlarven sich Machthaber ganz von alleine/ Selbstläufer eiteler Inkompetenz :
      Präs. Macron mit viril getunten ( ” Rambo-Benalla” ) Photo-shop-Boxer- Testosteron-Bizeps-Foto, ( Drohung an Putin / Fr. fast pleite ) .
      Klimaminister Robert entdeckt sein Herz für “Standort-Patriotismus ” nach Pleite mit rosa Addidas- Barbie-Shirt für die ” Mannschaft” –
      Klasse Resultat der ” gender-Stil-Berater” mit Erziehungsauftrag für´s dumme Volk.
      Verlogenheit auf allen ( wirklich allen! ) Ebenen, jetzt sollen Zinserträge von russ. Vermögen konfisziert werden: die ganze EU ist Metastasenartig Werte-verkommen bis ins mürbe Knochenmark.
      Wann kümmert sich Dr. Stelter mal um die katastrophale EU-Landwirtschaftspolitik? #Versorgungssicherheit#
      https://www.youtube.com/watch?v=jChjg0XVdeQ

      Antworten
    • dobeldo
      dobeldo sagte:

      Nächste Woche klebt sich Beobachter dann irgendwo fest und beschmiert Bilder weil er mehr Aufmerksamkeit für sein Anliegen und seinen Verein GenerationLetzte möchte will xD.

      Antworten
    • dobeldo
      dobeldo sagte:

      Liebe Gemeinde,
      das ist sie. Die Generation die denkt dieses Land “groß” gemacht zu haben. Viele Geschwister wenige Kinder. Immer im Ausland. Wenn es mal schwierig wird, sofort den Kopf in den Sand stecken. Eigeninitiative null. Der starke Führer wird gesucht.

      Wer die Generation sucht die anpackt und aufbaut, dass war die davor ;-)

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @dobeldo

        “Wer die Generation sucht die anpackt und aufbaut, dass war die davor ;-) ”

        Klar,da wusste jeder im Staat noch ,dass es sich auch wirklich lohnt !

        Nur die ganz Dummen reissen sich heute, für solch eine US/EU-Vasallenegierung …noch….den Arsch auf ! :-)

        Den diebischen “Rechts”staat gilt es mit den eigenen rechtlichen Waffen zu schlagen!

        Sprich:Den Staat abzocken wie und wo es nur geht und möglichst schnell in Frührente verschwinden….und die Dummen den Staat,Aufbauhilfe,Entwicklungsprojekte,Aufrüstung usw. bezahlen lassen.
        Motto: Mach aus dem Staat..Gurkensalat . ;-)

    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ weico,
      es wohl in deutschland strategisch, dass dieser bildungsmangel so läuft.
      denn seit mehr als 30 bis 40 jahre schon, wird angemahnt von allen parteien in der blockpartei, dass für die bildung mehr getan werden muss und ein defizit herrscht.

      ist ja klar: von dieser sog. eliten gehen die kinder in andere schulen und werden für die bessseren posten erzogen.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        “es wohl in deutschland strategisch, dass dieser bildungsmangel so läuft.”

        Wir sind ja auch ein Land, in dem Typen wie unser Genosse Stöcker als Lehrer arbeiten.

  7. Michael Stöcker
    Michael Stöcker sagte:

    Was die Welt im Innersten zusammen hält?

    Liebe – Geld/Kredit/Geisteskraft – Wachstum!

    … allerdings nur bei richtigem Gebrauch.

    Das alles – und noch viel mehr – thematisierte Goethe in seinem Lebenswerk.

    Gretchen wurde in Faust I mit dem barbarischen Relikt getäuscht (auf die Gretchen-Frage reagierte Faust mit männlichen Trieben statt bedingungsloser Liebe).

    Unproduktives Geld/Gold wiederum führt zu einem nicht nachhaltigen Wachstum (Sugar High) und ruiniert letztlich den Staat. In Faust II erklärt Mephistopheles dem Kaiser das Geheimnis, wie man durch Geisteskraft bei Goldknappheit dennoch ein produktives Wachstum hinbekommt:

    Mephistopheles
    Nimm Hack’ und Spaten, grabe selber,
    Die Bauernarbeit macht dich groß,
    Und eine Herde goldner Kälber
    Sie reißen sich vom Boden los.
    Dann ohne Zaudern, mit Entzücken,
    Kannst du dich selbst, wirst die Geliebte schmücken;
    Ein leuchtend Farb- und Glanzgestein erhöht
    Die Schönheit wie die Majestät.

    Kaiser
    Nur gleich, nur gleich! Wie lange soll es währen!

    Astrolog [spricht das nach, was Mephistopheles ihm vorspricht].
    Herr, mäßige solch dringendes Begehren!
    Lass erst vorbei das bunte Freudenspiel;
    Zerstreutes Wesen führt uns nicht zum Ziel.

    Erst müssen wir in Fassung uns versühnen,
    Das Untre durch das Obere verdienen.
    Wer Gutes will, der sei erst gut;
    Wer Freude will, besänftige sein Blut;
    Wer Wein verlangt, der keltre reife Trauben;
    Wer Wunder hofft, der stärke seinen Glauben.

    Kaiser
    So sei die Zeit in Fröhlichkeit vertan!
    Und ganz erwünscht kommt Aschermittwoch an.
    Indessen feiern wir, auf jeden Fall,
    Nur lustiger das wilde Karneval.

    Mephistopheles
    Wie sich Verdienst und Glück verketten
    Das fällt den Toren niemals ein;
    Wenn sie den Stein der Weisen hätten
    Der Weise mangelte dem Stein.

    Die zwei zentralen Szenen zur Alchemie des Geldes hatte ich vor 5 Jahren hier verlinkt: https://zinsfehler.com/2019/01/23/warum-konnen-wir-unser-geldsystem-nicht-richtig-verstehen/ . Es ist die geniale Inszenierung von Peter Stein anlässlich der Expo 2000. Prädikat: AAA+++.

    Antworten
    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      Leider kein Erkenntnisfortschritt seit der Veröffentlichung des zweiten Teils 1832: https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-12-maerz-2024-100.html

      Ein paar ergänzende sowie kritische Anmerkungen zu der ansonsten sehr gelungenen Sendung:

      1. Es fehlt der Hinweis, dass nicht nur die Schulden, sondern zugleich auch die korrespondierenden Vermögen an die eigenen Bürger vererbt werden; zumindest solange ein Land kein persistentes LB-Defizit ausweist.

      2. Illusionäre Investitionen in kostenintensiven Klimaschutz (Deutschland alleine kann und wird das Klima nicht „retten“) sollten wir besser für Bildung, Infrastruktur sowie Klimafolgenschutz reservieren und nicht für Low-Tech Solarfirmen.

      3. Die Rolle der EZB mit Knopfdruck ist leider mehr als missverständlich und triggert bei manchem Zeitgenossen reflexartig das Simbabwe-Syndrom. Die Zentralbank drückt nur dann auf den (Überweisungs)Knopf, wenn der Staat seine Rechnungen zu begleichen hat. Denn in diesem Moment wird das Zentralbankgeld, das zuvor die Geschäftsbanken an die Zentralbank im Rahmen der Staatsanleihenkäufe auf das Konto des Staates bei der ZB überwiesen haben, wieder an die Geschäftsbanken zurücküberwiesen. Als Gegenbuchung auf der Passivseite der Geschäftsbanken gibt es zeitgleich die Gutschrift auf den Konten der Unternehmen und Bürger.

      4. Und was passiert mit den Zinsen? Einfach mal nachschauen, was gestern an den Finanzmärkten geschehen ist, nachdem die BoJ ihre Leitzinsen erhöht hat…

      … schon wieder das Bernanke Conundrum (für Newbies: Die Zinsen für Staatsanleihen fallen, OBWOHL die Zentralbank die Leitzinsen erhöht).

      5. Flüchtlinge/Migranten sind zumeist mehr Fluch als Segen. Zu dieser späten Einsicht ist auch Angus Deaton gekommen, der hier am Blog im letzten Jahr im Interview war. Herr Stelter war hier mal wieder seiner Zeit voraus.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Genosse Stöcker

        “Die Rolle der EZB mit Knopfdruck ist leider mehr als missverständlich und triggert bei manchem Zeitgenossen reflexartig das Simbabwe-Syndrom. Die Zentralbank drückt nur dann auf den (Überweisungs)Knopf, wenn der Staat seine Rechnungen zu begleichen hat.”

        Na zum Glück haben die öffentlichen Budgets in Deutschland (Bund + Länder + Kommunen + Sozialversicherungen) nur ein Haushaltsvolumen von 1875 Milliarden Euro pro Jahr. Da kommt es ja fast nie vor, dass der Staat irgendwelche Zahlungsverpflichtungen erfüllen muss. :D :D :D

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ Michael Stöcker

        Die Punkte 1., 2., 4. und 5. sind klar.

        Zum Stichwort Simbabwe ein Praxisbeispiel:
        Der Staat (Deutschland) nimmt beim deutschen Bankensystem (Geschäftsbanken und / oder Zentralbank) 100 Euro auf, um das Geld mit jeweils 25 Euro als Sozialhilfe für seine Bürger, Gehälter für seine Beamten, Atomstrom aus Frankreich und Fahrradwege in Peru auszugeben.

        Wieviel Simbabwe und wieviel “Bundesbank 1980” ist hier im Spiel ?
        Wieviel reale Wirtschaftsleistung steht der Geldschöpfung gegenüber ?
        Was wäre anders, wenn das deutsche Bankensystem die Staatsanleihen zuerst an die deutschen Haushalte verkauft hätte ?

        Entwicklung der Geldkonten im Detail:

        Staat (Deutschland D):
        ——————–
        Staatsanleihen 100 an Verbindlichkeiten aus Anleihen 100
        EUR-Geld (Guthaben bei BS Bankensystem D) 100 an Staatsanleihen 100
        Aufwand Fahrradwege Peru 25 an EUR-Geld 25
        Aufwand Einkauf Atomkraft aus Frankreich 25 an EUR-Geld 25
        Aufwand Gehälter Staatsbeamte an EUR-Geld 25
        Aufwand Bürgergeld 25 an EUR-Geld 25

        Haushalte D (Staatsbeamte und Bürgergeldbezieher):
        ————————————————-
        EUR-Geld (Guthaben BS D) 50 an Eigenkapital (50)

        BS Bankensystem D (einschliesslich Zentralbank):
        ———————————-
        Staatsanleihen 100 an EUR-Geld (Deposits Staat) 100
        EUR-Geld (Deposits Staat) 50 an EUR-Geld (Deposits Haushalte) 50
        EUR-Geld (Deposits Staat) 25 an Verbindlichkeiten BS Peru 25
        EUR-Geld (Deposits Staat) 25 an Target-Saldo EZB 25

        Volkswirtschaft D insgesamt, wo sind die fehlenden Posten zum Bilanzausgleich:
        —————————–
        Passiva: Verbindlichkeiten BS Peru 25
        Passiva: Target-Verbindlichkeiten EZB 25
        Passiva: Eigenkapital (Verlust) – 50

        Was wäre anders, wenn das deutsche Bankensystem die Staatsanleihen zuerst an die deutschen Haushalte verkauft hätte ?
        Die deutschen Haushalte und damit die deutsche Volkswirtschaft hätte 50 EUR Geld verloren statt gewonnen, die EUR-Geldmenge in D und in Euroland wäre gefallen statt gestiegen.
        Eine Abnahme der Geldmenge würde “besser passen” zu den durchgeführten realwirtschaftlichen Prozessen.

        Vielleicht kommen die überwiesenen deutschen Euros bald aus Frankreich und Peru zurück, aber als Einnahme für welche Leistung in einem sich deindustrialisierendem Land ?
        Und aus Sicht des Euroraums insgesamt beträgt der Geld- und Kapitalabfluss ja nur 25 EUR, und die Peruaner kaufen dafür hoffentlich französische Weine oder italienische Schuhe …

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ Michael Stöcker

        Das Bernanke Conundrum ist so seltsam zunächst nicht:
        Die Japaner verkaufen nach der Zinserhöhung der BoJ Aktien und länger laufende Staatsanleihen, um in kurzfristige Anlagen umzuschichten.
        Sicher gibt es noch weitere Gründe …

    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      Der IMF zieht nun nach: https://www.imf.org/en/Publications/fandd/issues/2024/03/Symposium-Rethinking-Economics-Angus-Deaton

      Mal schauen, wie lange es noch bei der ML-Fraktion dauert.

      Nee, nicht Marxismus-Leninismus; es sind die Betonköpfe Merz & Lindner.

      Oder um mit Goethe fast zu schließen:

      Es irrt der Mensch, solang er strebt.

      … und CL ist ein GROSSER Streber.

      Etwas optimistischer war Robert Musil:

      Wir irren vorwärts!

      Wer sich nun als Mietmaul der 1 % berufen fühlt, der kann gerne seinen bekannten Fix & Foxi-Senf zum Besten geben. Alle Vorwärtsirrenden sollten zuerst ein wenig mit dem selbständigen Denken fortfahren, bevor sie sich hier wieder argumentativ verirren.

      Und das war’s nun wirklich für Heute und die kommenden Tage. Insofern schon jetzt allen:

      Frohe Ostertage!

      Vielleicht ja die Auferstehung der Schuldenbremse als Investitionslokomotive. Dann klappt’s auch wieder mit dem Wachstum.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Genosse Stöcker

        “Vielleicht ja die Auferstehung der Schuldenbremse als Investitionslokomotive. Dann klappt’s auch wieder mit dem Wachstum.”

        Ja klar. Vielleicht gewinnt auch noch Ricarda Lang im Herbst den Berlin-Marathon. :)

        Aber man soll niemals “nie” sagen – der Sozialismus ist nach 1989 ja auch wieder auferstanden.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Keine Buchung ohne Beleg,
        alle Buchungen sind doppelt (Aktivvermögen/Passivvermögen).

        Jeder Geldeinheit im Schuldgeldsystem wird deshalb eine Schuld zugeordnet,
        weil ohne Schuld kein Geld entsteht.

        Geld schöpfen ohne Tilgung hieße Geld verschenken
        und Geldgeschenke (Nullzins) bzw. untilgbare Kredite sind Ursache der Krise nicht Lösung.

        Wenn Sie den Systemwechsel wollen, müssen Sie im Moment der Umstellung klären wovon die Rentner bzw. Sozialtransferempfänger ihre Lebenshaltung bestreiten sollen, wenn alle geleisteten Einzahlungen nicht mal als als Schuld übrig blieben – sondern verfielen.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ alexander,
        “”Wenn Sie den Systemwechsel wollen, müssen Sie im Moment der Umstellung klären wovon die Rentner bzw. Sozialtransferempfänger ihre Lebenshaltung bestreiten sollen, wenn alle geleisteten Einzahlungen nicht mal als als Schuld übrig blieben – sondern verfielen.””

        sie tun ja fast so, als ob die renten etc. im jetzigen schuldgeldsystem, beim zusammenbruch kein problem wäre!

        ja, nach dem unausweichlichen zusammebruch, wie immer dieser veranstaltet wird,
        gibt es zuhauf armuts-probleme bis zu todesfälle; – geschuldtet dem aktuellen system

        ja, man wird lösung finden für einen neustart.
        es wird wieder mit einem kopfgeld beginnnen, oder ähnliches.

        UND ja, die notenbank muss den bürgern den wertzuwachs in geld “schenken”, damit kein neuer schuldkredit-kreislauf entsteht.
        FRAGE:
        ist dieses geld geschenkt, wenn vorher entsprechende arbeitsleistung erbracht wurde? ich sage NEIN!

        aktuell ist es ja gerade umgekehrt: erst arbeiten und dann ist der lohn auch noch ein kredit……… verrückter geht es kaum. bekloppt, dass wir alle dies so akzeptieren!

        anschließend:
        entweder beim alten bleiben,
        oder neu aufbauen ohm die arbeitsleistung zu einer kreditschuld zu machen.

        da wäre ich doch lieber bei der zweiten möglichkeit!

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Das Geldsystem bricht nicht zusammen,
        Schuldner und Gläubiger brechen zusammen,
        thats it.

        Selbst wenn die BRD zusammenbräche,
        träte ein anderer Staat an ihre Stelle und begründete durch das Gewaltmonopol
        ein neues Eigentumsrecht als Grundlage eines neuen Schuldgeldsystemes.

        Die Möglichkeit für Staaten sich im Namen ihrer Bürger und als bürgerliches Pfand
        unbegrenzt Geldmittel zu verschaffen – wird niemals aufgegeben werden, solange
        eine Vielzahl der Bürger solche Leistungen wie “Rente” vom Staat haben wollen.

        Die Rentenversicherung war/ist/bleibt der staatliche Mythos schlechthin.

        Realität ist auch, dass der Staat seine Rentner/Pensionäre und Anwärter maximal schützte, durch Injektion eines Zaubersaftes, damit die alle ihre -Rände- auch lange geniesen werden.

        Kurzum:
        Durch Ableben erlöschen sämtliche Ansprüche.

    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ m stöcker,
      ein toller beitrag: https://zinsfehler.com/2019/01/23/warum-konnen-wir-unser-geldsystem-nicht-richtig-verstehen/ .

      was aber der vollständigkeits-halber, fehlt, ist der zins in diesen spiel.

      vielleicht auch, warum wesentlich mehr geld gedruckt wird(kredit), als wirtschaftsleistung erbracht wird.

      es gibt mittlerweile billiarden von dollar, euro und die anderen geldwährungen, im umlauf.

      davon sind pro jahr etwa ein dreistelliger billionen betrag als zinsen fällig werden.
      diese betrag kann nur durch weitere kredite bezahlt werden, weil es sonst nicht vorhanden ist
      alleine diese zins- menge übersteigt aber die gesamte weltwirtschaftsleistung.

      hier wird deutlich, welches ein nonsens dieses schuldgeldsystem ist.
      es ist ein system, mit einer gigantisch wachsenden ungleichheit/-gewichtung, welches todsicher in einer implosion endet und ganze gesellschaften ihre arbeitsleistung vernichtet und uns in ein elend reisst.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Ihr Zitat:
        “der wachstumszuwachs soll durch die notenbank zins- und tilgungfrei pro kopf und jährlich ausbezahlt werden (zu zeit ?? 50 bis 60 mrd€ )”

        Wo kommt der Wachstumszuwachs her, wenn destatis das BIP nur rückwirkend nach Wachstum oder Schrumpfung schätzen kann?
        Die Prognosen für laufende Quartale sind fake news.

        Ohne frische Kreditaufnahme KEIN Wachstum, wenn Wachstum ALLEIN durch Geldmenge bestimmt wird, die Einheit des BIP [€] ist.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ alexander,
        ich habe ihren frageninhalt schon längst beantwortet.
        aber nochmal:
        der unternehmer schöpft weiter, wie bisher auch kredite für seinen betrieb und wachstum.
        dieser kredit wird am jahresende durch die notenbank egalisiert in dem der wertzuwachst, wie beschrieben, ausbezahlt wird.

        es findet weiter wachstum statt, aber nicht kreditindudziert

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Ihr Zitat:
        “der unternehmer schöpft weiter, wie bisher auch kredite für seinen betrieb und wachstum.
        dieser kredit wird am jahresende durch die notenbank egalisiert in dem der wertzuwachst, wie beschrieben, ausbezahlt wird.”

        Also – ICH – nehme im Januar einen Kreidt auf, der zum Jahresende durch die Notenbank im Wertzuwachs abgelöst wird? Wer misst wie den Wertzuwachs und woran und wer zahlt die Verluste?

        In einem Kreditgeldsystem ist jede Geldeinheit Kredit, es gibt kein Wachstum ohne Kredit.
        Kredit verlangt Zins, Tilgung, Frist und Pfand.

        Ohne Besicherung einer Währung (Gold ist selbst Sicherheit) kein Außenhandel wegen Ausfallrisiko für Rohstofflieferanten.

        Eigentlich dachte ich, Sie hätten die Inhalte bereits kapiert.

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ foxxly

        “dieser kredit wird am jahresende durch die notenbank egalisiert in dem der wertzuwachst, wie beschrieben, ausbezahlt wird.”

        Nur zum detaillierten Verständnis, meinen Sie es wie folgt:

        Unternehmer U nimmt 100 EUR Kredit auf, um mit seinen acht Arbeitnehmern 10 Liter Qualitätswein zu 10 EUR/Liter aus Trauben seines Weingutes herzustellen.
        10 EUR gehen als Zins an den Banker, 70 EUR an seine Arbeitnehmer als Lohn und 10 EUR behält er als Gewinn für sich.
        Der Banker kauft ihm einen Liter Wein ab (10 EUR), er sich selbst auch einen Liter (10 EUR). Die Arbeitnehmer kaufen ihm nur sechs Liter (60 EUR) ab und behalten von ihrem Lohn 20 EUR als Ersparnis zurück.
        Am “Jahresende” hat der Winzer 2 Liter Wein auf Lager (Wert 20 EUR) und die Arbeitnehmer haben 20 EUR Ersparnisse in der Kasse.

        Welchen Betrag muss die Zentralbank jetzt als Wertzuwachs an die zehn Haushalte auszahlen, an die acht Arbeitnehmer, den Unternehmer und den Banker ? Zehn EUR an jeden (das BIP, also die gesamte neue Produktion des Jahres), oder nur zwei EUR an jeden (nur den Wert des Lagerbestandes) ?

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        Muss natürlich heissen “80 EUR an seine Arbeitnehmer als Lohn”, nicht 70 EUR.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ alexander,
        “”Also – ICH – nehme im Januar einen Kreidt auf, der zum Jahresende durch die Notenbank im Wertzuwachs abgelöst wird? Wer misst wie den Wertzuwachs und woran und wer zahlt die Verluste?””

        wenn sie eine firma betreiben, dann wissen sie am jahresend ind er bilanz, ob sie mehr haben oder nicht………. so auch in der der volkswirtschaft.

        bei zuwachs, wird in meinen model der wert in geld ausbezahlt, .. wie bereits gesagt.

        lösen sie sich mal von diesen desaströsen geldsystem !!

        eine notenbank hat das geld in dem umfange der wirtschaftsleistung, zu geben,
        NICHT um es zur “verfügung” zu stellen.
        das ist der unterschied!
        damit entfällt die besicherung…… ist ja auch kein kredit

        bei verlust kann man diesen nachträglich anrechnen

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ vater thiel,
        wenn dieser unternehmer die volkswirtschaft repräsidieren soll, dann gilt:
        der zuwachs in geld wird den bürger…….. wie gesagt, ausbezahlt!

        wenn kein zuwachs erwirtschaft wird, warum soll dann etwas ausbezahlt werden?

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Die Bilanz hat 100% nur steuerrechtliche Bedeutung, ihre Vermowgenaufstellung ist steuerrechtlicher Natur…reale Verkehrswert sind gar nicht vermittelbar….

        Sie wollen den System Wandel doch nicht auf Illusionen begründen?

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ alexander,
        …….. alles was nicht kommt, aber besser sein kann, oder wird, bleibt eine illusion.

        sie beschreiben unseren untergang mit dem aktuellen system auch sehr gut.

        was ist eigentlich ihr lösungsvorschlag als gegenstück zum schuldgeld??

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ foxxly

        “wenn dieser unternehmer die volkswirtschaft repräsidieren soll, dann gilt:
        der zuwachs in geld wird den bürger…….. wie gesagt, ausbezahlt!”

        Der Unternehmer repräsentiert die Volkswirtschaft, sie können die Zahlen im Beispiel auch durch die Zahlen der Sektoren in D für das Jahr 2022 ersetzen.
        Problem: Mit der Auszahlung des Zuwachses durch die Zentralbank erhalten die Haushalte das Geld für ihre Arbeitsleistung doppelt: Einmal als Lohn oder Gewinnauszahlung durch die Unternehmen, das zweitemal von der Zentralbank. Macht das Sinn ?
        Ihre Forderung nach Einkommens- und Vermögensobergrenzen sind noch nachvollziehbar, aber die Zentralbankzahlung ?

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Ich befürworte Rechtsstaatlichkeit, innerhalb der maximale private Freiheit
        insbesondere (Selbst-) Eigentüm geschützt wird.

        Das Geldsystem ist mir egal, weil jedes System an seinem Missbrauch scheittert und seine Teilnehmer durch Pleite untergehen.

        Nach der Gentherapie Pandemie jetzt Krieg zu führen bedeutet für mich einer unbelehrbaren Mehrheit nichts mehr mitteilen zu können, als deren Untergang mit an zu sehen.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ vater thiel,
        die auszahlung des wertzuwachses, ist genauso wichtig, wie die obergrenzen; – neben anderen weiteren prametern.

        haben sie nachgerechnet, wieviel geld die auszahlung ist? es sind in dem beispiel 625€ pro nase !
        das sollte ihre bedenken stark vermindern.
        dieses geld ist der preis dafür, dass es nach der auszahlung faktisch kein schuldgeld mehr ist, UND das wirtschaftsystem nicht weiter als kreditlast verfolgt.

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ foxxly

        “dieses geld ist der preis dafür, dass es nach der auszahlung faktisch kein schuldgeld mehr ist, UND das wirtschaftsystem nicht weiter als kreditlast verfolgt.”

        Dann wäre es am besten, die Unternehmer und Bauherren nehmen gar keine Kredite mehr auf, und die Zentralbank zahlt direkt die Löhne und sonstigen Rechnungen. Das wäre das wirklich sichere Ende des Schuldgeldsystems.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ vater thiel,
        irgendwie wollen sie sich nicht vorstellen, dass es eine möglichkeit gäbe, dass unsere arbeitsleisung, keine kredit-schuld mehr wäre.
        -weiter ein anreiz zur arbeit besteht
        -die wirtschaft langsamer läuft, aber nachhaltig und umwelt schonender wäre
        -vom vom kredit-indzierten wachstumszwang befreit würde
        -daher kaum noch ein grund zum kriege bestünde um die mäkte zu vergrößern
        -usw.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        Gibts im mysteriösen foxxly-Geldsystem, in dem Arbeit keine Kreditschuld mehr sein darf eigentlich noch die Möglichkeit für Angestellte, einen Kredit aufzunehmen um dafür zum Beispiel ein Haus zu kaufen? Oder geht das dann nur noch mit 100% Eigenkapital?

        “-daher kaum noch ein grund zum kriege bestünde um die mäkte zu vergrößer”

        Dann führen wir halt aus anderen Gründen Krieg. Da findet sich immer was. ;)

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ r ott,
        natürlich kann weiterhin, konsumen und unternehmer kredite tätigen und dafür auch zinsen zahlen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        Aber dann zahlt der Angestellte seine Kreditschuld+Zins doch auch wieder mit seiner Arbeitsleistung ab, wenn er nicht gerade zufällig ein großes Dividenden-Aktienpaket hat oder Großgrundbesitzer ist und so Rendite erwirtschaften kann…

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ foxxly

        “irgendwie wollen sie sich nicht vorstellen, dass es eine möglichkeit gäbe, dass unsere arbeitsleisung, keine kredit-schuld mehr wäre.”

        Solange der Winzer einen Kredit aufnehmen muss, um die Löhne seiner Arbeitnehmer, seinen eigenen Lohn (Gewinn) und den Lohn des Bankers (über den Zins) zu bezahlen, ist die Arbeitsleistung aller Beteiligten nach Ihrer Definition eine Kredit-Schuld.
        Daran ändert sich auch nichts, wenn die Zentralbank die Löhne noch ein zweitesmal ausbezahlt.
        Der Winzer hat trotzdem noch eine Kreditschuld.
        Ausser er nimmt den Kredit direkt bei der Zentralbank auf und die erlässt sie ihm nach vollbrachter Arbeitsleistung.

        Was Ihre positiven Zukunftsvisionen anbelangt, so bin ich da nicht völlig pessimistisch.
        Ich glaube nur nicht, dass eine Behörde wie die Zentralbank die Auswirkungen der menschlichen Dummheit neutralisieren kann.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ r ott,
        der AN zahlt auch steuern und er kauft sogar zb. kleidung und lebensmitteln ein, von seinen lohn.
        und hierdurch vermehrt sich die geldmenge nicht! sowas!

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        Tja, wenn er einen Immobilienkredit von der Bank ausgereicht bekommt, erhöht sich die Geldmenge eben schon. Geld entsteht im Kreditgeldsystem durch Kreditschöpfung.

        Wollen Sie das nun weiter haben oder nicht?

      • Renée Menéndez
        Renée Menéndez sagte:

        @Ott

        “Geld entsteht im Kreditgeldsystem durch Kreditschöpfung.”

        Jetzt haben Sie aber einen Bauchklatscher hingelegt und sind voll der “Kredit ist Geld” Fraktion auf den Leim gegangen. Der emotionale Hang, Schuldverhältnisse für Zahlungsmittel zu halten, ist eben doch nicht ganz so leicht zu überwinden… :-)

        P.S. Auch wenn es schwerfällt: es existiert kein “Schuldgeld” ! Das sollte für Sie aber nicht ZU schwer sein. Für andere schon.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Renée Menéndez

        “Der emotionale Hang, Schuldverhältnisse für Zahlungsmittel zu halten, ist eben doch nicht ganz so leicht zu überwinden… :-)”

        Grüße aus dem Maschinenraum in den Elfenbeinturm, solange Schuldverhältnisse für Zahlungsmittel mit Banken und die Zahlungsmittel selbst komplett gleich behandelt werden, sind die beiden Dinge in der Lebenspraxis der Menschen das gleiche. (Das ändert sich natürlich dann schlagartig, wenn die Solvenz der Banken oder gar die des Staates ernsthaft angezweifelt werden…)

        Oder ist Ihnen schonmal eine Baufirma untergekommen, die Rechnungszahlung per Banküberweisung abgelehnt hat?

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Schuld entsteht immer wenn Arbeit vorfinanziert wird in der Hoffnung = nicht wissen, ob der Markt die Ware auch zum kalkulierten Preis abnimmt.

        Weil Gold nicht aus dem Nichts kommt, stellt auch Gold Schuld dar, gegen seinen Foerderer.

        Kredit ist nicht der tabubruvh sondern die kolkektivierung des Risikos.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ r ott,
        sie haben recht: die geldumlaufmenge wird daurch schon erhöht.
        sorry, hatte mich in der eile vertan.

        @ renee m
        es ist mir egal wie es anders genannt werden will / soll:
        es bleibt eine schuld, auch wenn die kreditschuld getilgt wird.
        was bei den schuldzinsen anders aussieht, weil es letztlich keinen gegenwert hat und faktisch neuer kredit geschöpft werden muss um diese zinsen bezahlen zu können.

        da helfen auch buchungstricks nicht!

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ vater thiel 11:21

        die auszahlung der notenbank kann garnicht der lohnmenge entsprechen (rund 625€ pro jahr und kopf)

        die lohnmenge kann auch nicht den jährlichen geldmengenzuwachs entsprechen, weil dieser zum hohen anteil im bestehenden geldkreislauf zirkuliert.

        der winzer zahlt seinen kredit zurück durch seine einnahmen.
        es gibt daher keine zweite auszahlung!

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ foxxly

        Aber nach Ihrer Definition ist doch die Arbeitsleistung des Winzers, seiner Arbeitnehmer und des Bankers eine Kreditschuld, und das muss durch die Zentralbank durch eine Auszahlung an die Haushalte korrigiert werden ?

        Deshalb hatte ich weiter oben ja die Frage gestellt:

        “Welchen Betrag muss die Zentralbank jetzt als Wertzuwachs an die zehn Haushalte auszahlen, an die acht Arbeitnehmer, den Unternehmer und den Banker ? Zehn EUR an jeden (das BIP, also die gesamte neue Produktion des Jahres), oder nur zwei EUR an jeden (nur den Wert des Lagerbestandes) ?

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ vater thiel,
        ich hatte es auch schon erläutert!

        die betriebliche arbeitsleistung ist nicht identisch mit dem geldmengenzuwachs aus dem zuwachs unseres BIP.
        und nur dieser zuwachs soll ausgeglichen werden!

        es gibt keine doppelzahlung der arbeitsleistung.

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ foxxly

        O.K., Sie gehen davon aus, dass die Beispielwirtschaft nicht gewachsen ist und nicht wächst.
        Bei einer Wirtschaft ohne Wachstum ist es also kein Problem, wenn Arbeitsleistung eine Kreditschuld ist.

        Wenn der Winzer aber in der nächsten Periode zwölf Liter Wein herstellt statt wie bisher zehn Liter, dann muss er 20 Euro zusätzlichen Bank-Kredit aufnehmen, um dem Banker 2 Euro zusätzlichen Zins, sich selbst zusätzliche 2 Euro Unternehmerlohn (Gewinn) und seinen Arbeitnehmern zusätzliche 16 Euro Lohn auszuzahlen. Dadurch erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr die Geldmenge um 20 Euro und die Arbeitsleistung (das BIP) um 20 Euro.
        Dann müsste die Zentralbank also zusätzlich 20 neue Euro schaffen und als Ausgleich zu gleichen Teilen an die Haushalte auszahlen ?

  8. Lothar
    Lothar sagte:

    Heute Mittag stellt Lindner den Tragfähigkeitsbericht vor. Nach ersten Meldungen sind die deutschen Staatsfinanzen nicht zukunftsfest.
    Ohne politisches Gegensteuern drohen die deutschen Staatsfinanzen nach Expertenmeinung aus dem Ruder zu laufen. Bei uns wird halt immer erst dagegen gesteuert, wenn der Eisberg unmittelbar vor dem Bug ist, um bei der Seemannssprache zu bleiben. Ich rechne mit sehr harten Einschnitten in der Zukunft, und es ist fraglich, ob unser Staatswesen und unsere Demokratie das diesmal schafft.

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      NEIN, der great reset ist längst eingeleitet und politisch, mit unterstützung des wef, sogar noch forciert/bestärkt!

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        Man erinnere sich wie der “Global Trend 2040” vor 3 Jahren lautete.

        https://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kolumne-globale-trends-geheimakte-2040-us-spione-fuerchten-um-den-sozialen-frieden-/27129306.html

        Seit damals ist der Trend zur Spaltung und zum weiteren Innovations-und Wachstumsverlust ziemlich deutlich geworden.

        Die strunzdumme EU reagiert darauf,indem man das EU-Gebilde mit nochmehr “innovations- und hochtechnologischen” (sic!) Mitgliedern aufblähen will…und unzählige muslimische Jungfachkräfte anwirbt…. :-)

        Die Umstellung auf Kriegswirtschaft ist nur noch der Schlusspunkt des ganzen EU-Irrsinns.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @weico 11.14
        Die EU als ” strunzdumm” zu bezeichnen ist verharmlosend-
        Hinterhältig und mit allen Betrugsmaschen, List und Tücke werden z.B . Verbraucher hinter die Fichte geführt, systematisch betrogen:
        z.B. werden ” Geflügelprodukte ” aus der Ukraine zollfrei importiert, in einem EU-Land nur neu verpackt und dann als ” EU”-Produkt verkauft.
        Obwohl in der Ukraine keinerlei Haltungs-Vorschriften für erbärmliche Massentier-KZ-Hüherhaltung existieren – es wird gefüttert mit pestizid-belastetetem Futter-
        Der EU-Label-gläubige ( die blauen Sterne des Betrugs) Konsument verzehrt belastetes Produkte, ohne den den Schwindel zu ahnen,
        guten Appetit !
        https://www.gefluegelnews.de/article/europaische-union-weiterhin-umfangreiche-eier-und-geflugelfleischlieferungen-aus-der-ukraine
        Franz. Bauern ( existenzgefährdet ) fordern ” Frexit”, sie haben die Agrar-
        Subventions-Falle aus Brüssel ( deren langfristige List-Strategie ) erkannt.
        s. YT- Kanal von Florian Phillipot ( engl. Untertitel ) Gründer der Partei
        ” Les Patriots”.

    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      @Lothar

      passend dazu: clang, clang, clang
      https://www.youtube.com/watch?v=Y2h-UNHqGLI

      Der Anteil derer, die noch mehr abgeben würden / verzichten wollen, dürfte bei ca. 5-10% liegen. Wird dann interessant, was die anderen 90-95% wählen, wenn’s ans Sparen oder Steuererhöhungen gehen soll. Vielleicht lässt man es daher auch…

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        Dazu gab es vor kurzem ne schöne Umfrage in den USA darüber, wie viel die Generation Greta bereit wäre, jeden Monat extra für den “Kampf gegen den Klimawandel” auszugeben:

        Poll: Nearly Half Of Young People Won’t Spend $10 Monthly On Climate Action

        “Less than half (45%) of the youngest crop of voters aged 18-34 would be willing to spend $10 or less per month to combat climate change, according to a recent survey by CRC Research for 85 Fund obtained exclusively by DailyMail. And one out of five (20%) in the same age bracket responded that they would not pay anything at all, according to the poll results.”
        https://www.zerohedge.com/political/nearly-half-youngsters-unable-spend-10-month-combat-climate-change-poll-finds

        Der Boomer-Selbsteinschränkungswille beim Thema “Rente” dürfte ähnlich stark ausgeprägt sein. :)

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott

        Die Verteilung scheint mir sehr plausibel. Ich kenn ja aus der Praxis, wieviel Extrageld – oder überhaupt Geld – für bestimmte Nachhaltigskeitsthemen auf den Tisch gelegt werden. Das ist tatsächlich überschaubar… Das Gros kann oder will nicht viel ausgeben. Das heißt nicht, dass nicht ab und an ‘n Euro fürs gute Gewissen drin ist… So wie damals, als ich noch regelmäßig in der Kirche hocken musste, da kam ja dann auch immer das Körbchen vorbei und ich hab was reingetan…

        @Fr. Dr. Fischer

        >Na dann sinken wir halt.

        Köstlich!

        Ich kann mit den Neo-Grünen so gar nix mehr anfangen. Steigen ungeniert mit dem Establishment in die Kiste, tricksen und machen Vetternwirtschaft und aus der weißen Taube ist ein grauer Falke geworden. Das war zumindest früher mal kapitalistisch-rechts einsortiert. Man kann das natürlich auch als Reifungsprozess verstehen ;-)

  9. foxxly
    foxxly sagte:

    bto: herr dr. stelter, ich weiß, dass sie und wir hier ungern grundsatzfragen diskutieren wollen.
    es soll bitte keine anmaßung sein, wenn ich von ihnen erwarte folgendes zu überlegen und zu diskutieren:

    “”Geringes Wachs­tum ist kein Schick­sal”” ihre überschrift!

    DOCH, ……… wachstum ist unser schicksal!!
    es spielt wenig rolle, ob geringes-, oder starkes wachstum dabei gemeint ist.

    unser wachstum basiert auf krediten und das , wie sie sicher auch wissen, ist der systemfehler!

    nun, unsere unternehmen brechen zunehmend unter ihren finanziellen lasten zusammen.
    es sind –
    -die eigenen kredite
    -fremdkapital als anlage
    -politische abgaben, (wobei die steuer noch gering ist)

    unternehmen müssen gegen die stark zunehmenden lasten,
    rationalisieren, effiziensteigern
    absatz steigern, märkte erweitern

    exporte werden durch die de-globalisierung massiv gebremst,
    aber auch durch die wirtschaftsmacht der giganten.

    kurz:
    das wachstum für die masse der unternehmen ist stark gebremst und
    die abgabelasten und finanzlasten steigern sich exponenziell

    was glauben sie, was
    rationalisierungen, bzw digitalisierung und so weiter, noch für die unternehmen bringen werden?
    können diese noch auf kosten der anderen mitbewerber wachsen, und wenn ja, wieviele betriebe?
    eine steigerung über den globalen markt dürfte wohl hinfällig sein.

    dazu kommt zu allen problemen, dass die wirkungen der BRICS- wirtschaftsgemeindschaft, und zunehmend an die wand drücken werden.

    die teuerung und finanzielle lasten sind unser existenzielles problem.

    dieses geld- und wirtschaftssystem (schuldgeldsystem) ist wieder einmal am ende!
    keine erfindung kann es mehr retten, wenn arbeitsleistung zu einer kreditschuld wird!

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      ………. wir kranken doch an uns selbst:
      wir beschäftigen eine heerschar von experten, welche letztlich keine wirkliche lösung bringen.
      wir verlieren uns in der selbstbeschäftigung.

      tut mir leid: die aller meisten experten im podcast sind nutzlos und zeitverschwendung!

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        …….. oder irre ich?

        hat irgend ein nobelpreisträger der vergangenheit, mit den eigenen modellen, irgend eine lösung gegen das herrschende schuldgeld, gebracht NEIN!

        alle haben dieses extrem wichtige und entscheide faktum ausgelassen und nicht mal erwähnt, wo die existenziellen probleme liegen.

        irre ich mich?

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @foxxly
        ” irre ich mich”
        So wichtig Selbstzweifel sind ( = Zeichen von Klugheit ) ,
        Sie haben ( auf tragische Weise ) recht, aber : Sie sind nicht alleine:
        https://www.goldseiten.de/artikel/612087–Moderner-Fuehrungsstil~-Perfekte-Mischung-aus-Taeuschung-Unredlichkeit-und-Ablenkung.html

        Wer sich betrügen lassen wollte / will / Illusionen bevorzugt( e ) , ist
        ( machmal, leider ) nicht zu retten.
        Erinnerung an erpresserisch- staatlich-medialen Druck zur gen-manipulativen mRNA-Injektion ohne Pharma-Haftung-
        die ” Aufarbeitung” dieses Angschlags auf Leib und Leben wird von genau denen weiter verdrängt, die auch finanziell dem WEF-Ziel “Verarmung” entgegensegeln. ( vielleicht ? zugedröhnt happy. )

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Systemübergreifend steht die Anpassung durch Pleite bei Gründung fest,
        die Dimension der Pleite macht den Unterschied.

        Wie gewohnt wurden die Gewinne privatisiert (vgl. Ugur samt Aktionären)
        und werden die Verluste sozialisiert – “hat nichts mit nichts zu tun”.

        Kollektive Lösungen werden vom Kollektiv abgelehnt,
        weil man so lange schon auf Kosten der Anderen relativ aufwandsneutral fein leben durfte,
        die Politikgestalter allen voran; vgl. https://www.rationalgalerie.de/schmock/markus-lanz

        Deshalb “weiter so”

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        “hat irgend ein nobelpreisträger der vergangenheit, mit den eigenen modellen, irgend eine lösung gegen das herrschende schuldgeld, gebracht NEIN!”

        Na, die naheliegende und schon lange bekannte Lösung für dieses Problem ist, wieder irgendetwas als Geld zu benutzen, von dem die Zentralbank nicht beliebig viel herstellen kann.

        Die roten und grünen Sozialisten, die sich unseren Staat zur Beute gemacht haben, hassen diese Idee natürlich. Die Papiergeld-Bänker ebenso, allerdings aus anderen Gründen. Darüber gibts viele klassische Texte, sogar die intelligenteren von den Zentralbankpräsidenten schreiben darüber:

        Gold and Economic Freedom
        by Alan Greenspan (1966)
        https://constitution.org/1-Activism/mon/greenspan_gold.htm

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ foxxly

        “hat irgend ein nobelpreisträger der vergangenheit, mit den eigenen modellen, irgend eine lösung gegen das herrschende schuldgeld, gebracht”

        Haben Sie eine Lösung ?
        Selbst wenn wir auf ein Vollgeldsystem mit Gold als einzig zulässigem Zahlungsmittel umstellen würden, wäre es immer noch ein Schuldgeldsystem.
        Denn wenn ich für den Bau oder die Renovierung eines Hauses das nötige Gold nicht habe, muss ich mir einen entsprechenden Kredit besorgen. Die Auszahlung erfolgt dann nur nicht auf ein Bankkonto oder in Form von Geldscheinen, sondern in Form von Goldmünzen. Der Kreditgeber hat immer noch das Risiko, dass ich das Gold nicht zurückzahle, und er verlangt wohl immer noch Zinsen, wenn auch in Form von Gold.

        Die radikale Lösung, Kredite und überhaupt alle Schuldverhältnisse gesetzlich zu verbieten, ist praktisch kaum durchführbar.

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ foxxly

        Sie irren sich nicht und Sie irren sich doch:

        “Man muss Paul Schreyer vom Multipolar-Magazin dankbar sein, dass er den langen Kampf vor dem Verwaltungsgericht auf Herausgabe der Protokolle des RKI hartnäckig durchgefochten hat. Und man darf gespannt sein, ob er auch noch die Offenlegung des Namens desjenigen politischen Akteurs erreichen kann, der die Hochstufung der Risikobewertung auf „hoch“ ohne Faktengrundlage angeordnet hat.”
        aus dem Fassadenkratzer von heute 20. März 2024

        https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-protokolle-1

        „Es soll hochskaliert werden“ :

        “Das Fazit aus all dem: Die Behauptung, das RKI habe die Hochstufung – und damit die Grundlage für Lockdown und Ausnahmezustand – auf Basis wissenschaftlicher Beratungen getroffen, ist nicht länger haltbar. Die Hochstufung erfolgte abrupt, ohne dokumentierten Diskussions- und Beratungsprozess, auf Anweisung eines ungenannten Akteurs.

        Das heißt auch: Es ist nun klar, dass die Gerichte in Deutschland, die sich bei ihren Urteilen zur Rechtmäßigkeit der Corona-Maßnahmen darauf verließen, dass die Risikoeinschätzung des RKI wissenschaftlich basiert war – und diese Risikoeinschätzung in den jeweiligen Verfahren eben nicht kritisch überprüften –, einen Fehler begangen haben, dessen Anerkenntnis und Aufarbeitung weiterhin ausstehen.”

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ vater thiel,
        vor wenigen tagen habe ich ihnen mein model erklärt.
        versuchte mich etwas kurz zu halten.
        deshalb hier die ergänzung und konkret auf ihr heutige frage:

        der wachstumszuwachs soll durch die notenbank zins- und tilgungfrei pro kopf und jährlich ausbezahlt werden (zu zeit ?? 50 bis 60 mrd€ )

        der geschäftsablauf der wirtschaft und gesellschaft bleibt wie bisher. d.h.
        es gibt weiter miet und verpachtungen und kredite können wie bisher auch getätigt werden.

        ändern muss sich, dass der staatsapparat keinen kredit von banken bekommen darf. dieser muss sich ausschließlich über die bürger finanzieren.

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ foxxly

        “der wachstumszuwachs soll durch die notenbank zins- und tilgungfrei pro kopf und jährlich ausbezahlt werden (zu zeit ?? 50 bis 60 mrd€ )”

        Das ist eine Form von Helikoptergeld oder zentralbankfinanziertem Bürgergeld, bei dem jeder Bürger aktuell 600 bis 700 Euro pro Jahr geschenkt bekäme. Was machen die Bürger mit dem Geschenk ? Viele lassen es auf dem Girokonto, einige kaufen sich iPhones und subventionieren Apple, im günstigsten Fall tragen sie es ins Restaurant und stützen den heimischen Mittelstand.
        Für die Immigration ein weiterer Pull-Faktor.
        Soweit das Geld nicht an Unternehmen ausserhalb des Euroraums fliesst, wirkt es inflationsfördernd und begünstigt tendenziell die ohnehin schon Wohlhabenden.

        Kann man machen, aber ändert das etwas am Schuldgeldsystem ?

        Und was ist wenn die Wirtschaft schrumpft, muss dann jeder Bürger der Zentralbank was zurückzahlen ?

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ alexander,
        es ist doch kein geldgeschenk, wenn mein lohn, ein echter lohn ohne kreditbelastung ist!

        im gegensatz zum aktuellen system, wo mein “lohn” ein kredit ist.
        jeder “empfänger” muss also weiter arbeiten, wie immer und wie aktuell auch!

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ vater thiel,
        ich verstehe ja, dass etwas neues für viele unverständlich , oder sogar ein problem sein mag.

        fals notwendig,
        lässt sich leicht in zusätzlichen notwendigen rahmenbedingungen regeln.

        wenn sie selber rechnen: 50 mrd€ geteilt durch 50 mill€ ergibt 625€.

        davon kann kein drückeberger leben!

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ foxxly

        Zu wissen, wann es Zeit ist nein zu sagen, wirkliche Ökonomen und Ärzte sowie Rechtsgelehrte haben das getan.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ tom96,
        sie gehen wohl davon aus, dass nach änderung der zinsstrukturkurve (umkehrung der zinskosten für die zukunft)
        die rezessionen folgen und wie in den vergangenen ereignissen, dann die verwerfungen und problemen/pleiten etc, die wirtschaft, als “geheilt” weiter machen kann.

        das ist ein großer irrtum!
        irgendwann (höchstwahrscheinlich aktuell !) sind die verwerfungen so extrem groß, dass es keine heilung mehr gibt.

        dies haben wir doch schon mehrfach erlebt (historisch)
        allerdings gab es “rechtzeitig” kriege; so dass die ursächlichkeit nicht auf das schuldgeldsystem gelenkt werden brauchte.

        mit sehr hoher wahrscheinlichkeit passiert es diesmal genau wieder so!
        wir sind schon live dabei!

        es kann auch varianten zu den abläufen geben. das resultat wird das gleiche werden!

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ tom96,
        natürlich habe ich auch eine kleine hoffnung, dass der ablauf des (WEF-) zusammenbruchs und die strategie von unseren freunden übern teich, nicht so aufgehen, wie es sich diese herrschaften vorstellen.
        schön wäre es !

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ foxxly

        Zu niedrigeren Zinsen in der Kurzfrist sind die Ursachen zu ergründen und das ganz materiell im Unternehmen mit seinen Eigner und deren Finanzierern.
        Das beinhaltet die Schließung, wenn keine Rückdrehung durch wirtschaftliche Erlösung aus dem Produktionsprozeß erwartet wird.

        Die Antwort ist unter der Prämisse der Unternehmensfortführung zu stellen!
        Und diese schließt alle Teilnehmer an der Leistung bis zur Umsatzerlösung und Ertragserzielung des Produktes ein.
        Was hier abstrakt generell klingt, das geht nur heruntergebrochen auf alle Tätigkeiten die gedeckt (Beitragsdeckungsrechnung) und die korrespondierenden Umsatzerlöse.
        Das geht in die Zukunft nur planerisch. Jedoch geben die Istergebnisse entscheidende Erfahrungen und Lösungsmöglichkeiten.

        Ihre “Finanzierenden Banken” mit den Zinserwirtschaftungen, die sowohl Aufwandzinsen oder Ertragszinsen sind, stehen vor denselben Fristentransformationen :
        wie können langfristige weniger zinsertragreiche Kredite und kurzfristige höher ertragreiche in einen kontinuierlichen Ausleihungsprozeß münden.
        Sie haben Japan erwähnt, daß nach 17 die Negativzinsen beendet – Spitzenspritzquote, inverse Altersentwicklung
        https://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_Japans
        (Einschränkung, wenn eine Statistik noch Wirklichkeit mißt)
        Also werter foxxly wo ist da der Wachstumszwang oder ist es nicht eher die strategische Schrumpfungswirtschaft, weil alle Leistung in Menschenarbeit beginnt, von der Idee bis Fertigung und der Anwendung beim Verbraucher.

        Wie können die “gebildetsten Westler” sich in den Auflösungsmodus manövrieren lassen?
        Wann ist genug Zukunft verfrühstückt durch Sofortgier aus inversen Kreditzinstrukturen ohne Vorsorgewissen …

  10. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @RO “… komplett unterschiedliche Organisationsprinzipien”. Falsch: die grundlegenden Prinzipien (= Gesetzmäßigkeiten) nach denen organisiert wird, sind invariant. Die Funktionen, auf die sie angewendet werden, sind vollkommen unterschiedlich. Die Ausprägung der Funktionen einer Organisation (Institution), also deren Verhalten, hängen vom Kommunikationsmuster ab, welches sich aus der Anwendung der Prinzipien ergibt. Folglich gilt:

    Die Führung eines Staates und eines Schiffes funktionieren somit nach den gleichen Prinzipien. Aufgrund der gewünschten Funktionen sind sie jedoch vollkommen unterschiedlich ausgeprägt. Die Institutionen haben schlicht unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Erwartungsgemäß verhalten sie sich auch vollkommen unterschiedlich. Für Ihr Verständnis ein einfach gewähltes Beispiel sind Herz und Nieren, die sich aus derselben Zelle nach denselben Prinzipien mit denselben Bausteinen zu (teilautonomen) Organisationen mit vollkommen unterschiedlichen Funktionen entwickeln.

    Wenn von Dr. Stelter der Wunsch geäußert wird, dass sich der Staat zurücknehmen solle (“Verhalten”), müsste geklärt werden, an welcher Stelle welches Organisationsprinzip in welche Richtung für welche Funktionsänderung anzupassen wäre. Eine Forderung, “man müsse mal was ändern” reicht da nicht. Im Grunde keine so schwierige Aufgabe unter Zuhilfenahme des invarianten Organisationsmusters (das jeder in sich trägt).

    Sollten Sie beispielhaft – noch einfacher – chlorphyll gefüllte Zellstrukturen betrachten, also gerade erblühende Sträucher vor der Haustür oder im sächsischen Urwald, hätte das auch was mit “grün” zu tun.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      Oh je, jetzt hab ich den Systemtheorie-Bullshit-Mode aktiviert.

      “Falsch: die grundlegenden Prinzipien (= Gesetzmäßigkeiten) nach denen organisiert wird, sind invariant”

      Welche grundlegenden Prinzipien sind das denn angeblich? Und wo kommen die her?

      Kommt jetzt eine Ladung Kybernetik-Bullshit hinterher? Ich habs geahnt:

      “Wenn von Dr. Stelter der Wunsch geäußert wird, dass sich der Staat zurücknehmen solle (“Verhalten”), müsste geklärt werden, an welcher Stelle welches Organisationsprinzip in welche Richtung für welche Funktionsänderung anzupassen wäre. Eine Forderung, “man müsse mal was ändern” reicht da nicht. Im Grunde keine so schwierige Aufgabe unter Zuhilfenahme des invarianten Organisationsmusters (das jeder in sich trägt).”

      Tja, dann könnten wir ja auch einen Insektenstaat aufmachen, mit einer riesigen eierlegenden Königin, die Pheromone versprüht um ihre Arbeiterinnen, Soldaten und Drohnen zu steuern. Wäre vielleicht Ricarda Lang für die Rolle geeignet, oder müsste man sie erst noch genetisch dafür modifizieren? ;)

      Oder ist es vielleicht doch keine so gute Idee, bei Ordnungsprinzipien des Staatswesens mit Biologie zu argumentieren?

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO Eines ist sicher: Sie liefern immer wie bestellt ohne langes Nachdenken. Ein Tip zu Ostern … fahren Sie mit dem Raddampfer von Dresden nach Pillnitz oder wo auch immer hin. Genießen Sie die schöne sächsische Natur und wundern sich auch weiterhin, dass die Blätter sprießen. Warum und wie sie es tun, wird für Organisationsanfänger wie Sie immer ein dunkles Geheimnis bleiben. Antworten auf Ihre stilistisch immer gleichen rethorischen Fragen zu geben, also in einen offenen Diskurs zu gehen, wäre reine Zeitverschwendung.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        Es sind nur keine rhetorischen Fragen, sondern ernst gemeinte, auf die Sie offensichtlich keine Antworten haben. Kann man im westdeutschen Grünen-Millieu wirklich Leute mit diesem Geschwafel beeindrucken?

        “Genießen Sie die schöne sächsische Natur und wundern sich auch weiterhin, dass die Blätter sprießen. Warum und wie sie es tun, wird für Organisationsanfänger wie Sie immer ein dunkles Geheimnis bleiben.”

        Das liegt nur an der glorreichen Systemtheorie, und deswegen (!) müssen wir unseren Staat auch so organisieren, wie das linksgrüne Systemtheoretiker, die angeblich das Geheimnis der blühenden Bäume erforscht haben, uns diktieren.

        Jetzt alles richtig so? ;)

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO Gratuliere. Alles verstanden ;-) ;-) ;-)

        Welche grundlegenden Prinzipien sind das denn angeblich? > ISBN 978-3-258-07396-5 / Kapitel 1

        Und wo kommen die her? Geboren irgendwann kurz nach dem Urknall > 1290-ISBN 3 499 18850 3

        Kommt jetzt eine Ladung Kybernetik-Bullshit hinterher? > Anfänger halten es für Bullshit, Clevere nutzen das Wissen, um sich nicht so viel Sorgen zu machen. Ganz clevere formen damit profitable Unternehmen. Lesen Sie mal bei Nadella nach.

        Oder ist es vielleicht doch keine so gute Idee, bei Ordnungsprinzipien des Staatswesens mit Biologie zu argumentieren? siehe > ISBN 978-3-258-07396-5 / Kapitel 1.31 bzw. die dort angegebene Quelle der Erkenntnis (Nr. 44).

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        “Gratuliere. Alles verstanden ;-) ;-) ;-)”

        Schön. Es überzeugt mich halt bloß überhaupt nicht.

        Warum soll ein Staat unbedingt organisiert sein wie ein Lebewesen, und zwar auch noch wie eines mit einem menschlichen Gehirn und nicht zum Beispiel wie eines mit dem ebenfalls hoch entwickelten aber ganz anders strukturierten Zentralnervensystem von einem Oktopus, obwohl er kein Lebewesen ist?

        Und welche ganz konkreten Schlussfolgerungen (bitte nicht wieder mit Consulting-Blabla anfangen…) folgen für die Struktur der Organisation daraus?

        “Und wo kommen die her? Geboren irgendwann kurz nach dem Urknall”

        Ist das nicht ein bisschen aufwendig, bis zum Urknall zurückzugehen, wenn man doch nur eine Rechtfertigung für möglichst üppige Wärmepumpen-Subventionen sucht?

        Oder kriegt man gerade damit die esoterischen New-Age-Omas bei den Grünen rum? ;)

    • Vater Thiel
      Vater Thiel sagte:

      @ JürgenP

      “Wenn von Dr. Stelter der Wunsch geäußert wird, dass sich der Staat zurücknehmen solle (“Verhalten”), müsste geklärt werden, an welcher Stelle welches Organisationsprinzip in welche Richtung für welche Funktionsänderung anzupassen wäre.”

      Wenn man privat oder als Gesellschaft irgendwann falsch abgebogen ist, sollte die Erinnerung an die Lösungsansätze der Vergangenheit kein Tabu sein. In der alten BRD hat sich der Staat im Vergleich zu heute deutlich zurückgenommen, und die Ausrede, damals war die Welt nicht so komplex, möchte ich nicht gelten lassen.
      Die Russen waren in Form der Sowjetunion nicht weniger bedrohlich als heute unter Putin, die Gefahr eines Atomkrieges war allgegenwärtig, viele meiner Schulkameraden fühlten sich damals als die letzte Generation, ohne es so zu nennen.
      Aufstand 1953 in Berlin, 1958 in Ungarn, 1968 in Prag, 1980 in Warschau, alle gewaltsam niedergeschlagen.
      Einmarsch in Afghanistan 1980. Trotzdem wurde im kalten Krieg Handel mit der Sowjetunion getrieben, sie galten sogar als zuverlässiger Zahler. Und bei aller berechtigten Hochrüstung (Pershing II) war damals Realpolitik und Diplomatie angesagt, wahrscheinlich, weil die Politiker den zweiten Weltkrieg noch live miterlebt hatten.
      Ausserdem gab es die Probleme Inflation (1970er), Vietnam, Waldsterben, “Hauptwiderspruch zwischen Arbeit und Kapital”, RAF u.s.w.
      Alles schon mal dagewesen.
      Vielleicht war auch ein Vorteil, dass ein viel grösserer Anteil der Führungskräfte in Politik und Wirtschaft der Oberschicht angehört haben und nicht auf Gedeih und Verderb auf ein Einkommen aus ihrer politischen Tätigkeit angewiesen waren.

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @Vater Thiel Das mit dem falsch abgebogen sein mag sein. Ich habe aber den Vorschlag noch nicht verstanden, “an welcher Stelle welches Organisationsprinzip in welche Richtung für welche Funktionsänderung anzupassen wäre”, damit alles noch viel besser wird. Sie bringen sonst immer so schöne plastische Beispiele.

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ JürgenP

        Da müssen jetzt Sie mir mit einem Beispiel auf die Sprünge helfen, da mir die Fachterminologie fremd ist.
        Wenn der Staat sich, wie z.B. in den 1960ern, grundsätzlich NICHT in die Angelegenheiten seiner Bürger und die Angelegenheiten anderer Länder einmischt, welche(s) Organisationsprinzip(ien) sind dann in Bezug auf welche Funktion(en) betroffen ?

        Ist “Subsidiaritätsprinzip” ein Organisationsprinzip und wenn ja, ist es auf alle Funktionen des politischen Appartas anwendbar ?

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @Vater Thiel Das Subsidaritätsprinzip geht übersetzt von folgenden Prämissen für Management aus:
        – findet statt bei der Gestaltung und Lenkung ganzer Institutionen in ihrer Umwelt
        – ist Führung Vieler,
        – ist Aufgabe Vieler,
        – ist indirektes Einwirken,
        – ist auf Steuerbarkeit ausgerichtet,
        – hat nie ausreichende Informationen,
        – hat das Ziel der Maximierung der Lebensfähigkeit.

        Zentralismus wäre das gegenteilige Prinzip mit entsprechend gegenteiligen Wirkungen.

        Es spielt keine Rolle, auf welches System es angewendet wird. Selbstverständlich sind die funktionellen Ausprägungen dieses Prinzips abhängig von Zielen und Aufgabenstellungen des Systems.

        In Bezug auf die “Aufgabenstellung” des Dr. Stelter für das System “Wirtschaft” (> mehr Wachstum) könnte die konsequente Anwendung dieses Prinzips weiterhelfen. Das lehren und Beobachtungen von Systemen, die nach dem einen oder anderen o.g. Prinzip organisiert wurden.

        Mein Beispiel zur „Restrukturierung des Sozialstaates (s.u.)“ deutet an, wie politische Entscheidungen der EU wegen Missachtung des Subsidaritätsprinzips desaströse Wirkungen auf vorhandene Strukturen entfalten können. Dabei ist es nicht die Ausschreibung von Planungsleistungen selbst, die so wirken, sondern die dahinter gestellten monsterartigen bürokratischen Ordnungsstrukturen, die den puren Zentralismus fördern, anstatt individuelle Leistungen kleinteiliger und flexibler Strukturen.

        Das EU-Ordnungssystem trieft von solchen Entwicklungen und führt zur zunehmenden Disfunktionalität infolge begleitender Komplexitätsentwicklung – gemessen an Systemen mit hohen individuellen Freiheitsgraden.

        Ich hoffe, dass die Darstellung genügt, nehme aber nicht in Anspruch, dass sie allumfassend ist.

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ JürgenP

        Ich denke ich habe es verstanden, auch ohne die Assistenz von Herrn Kasulke, Danke.

    • komol
      komol sagte:

      @Jürgen P

      Ich glaube, wir machen einen schweren Kategoerienfehler, wenn wir denken, da ist die Wirtschaft vor uns, und wir entscheiden jetzt, dass wir sie frei laufen lassen, und dann stellt sich Selbstorganisation ein usw. Der Kategorienfehler liegt darin, dass hier angenommen wird, dass Wirtschaft quasi Gesellschaft ist. Das ist der Hauptfehler (und übrigens der Kardinalfehler jedes Ökonomen). In Wahrheit ist es doch so, dass sich die Gesellschaft selbst organisiert, immer, und überall (die biolog. Prinzipien der SO laufen also, immer und überall, siehe Kybernetik 2ter Ordnung). Und die Entscheidungsprozesse, die dann zu freier oder unfreierer Wirtschaft führen, sind Teil dieser Selbstorganisation. Selbstorganisation ist also immer. Und wenn die Wirtschaft mal durch Entscheidungen unfreier gemacht wird, ist das Teil der Selbstorganisation der Gesellschaft.

      Wir können nur versuchen zu verstehen oder erklären, wieso es in der Gesellschaft so kommt, dass Wirtschaft tlw., phasenweise oder gar nachhaltig unfreier gemacht wird – dass sie also (auf einmal?) einen Teil ihrer selbst umstrukturiert..

      Ein Fehlerklärung dafür wäre nun wieder, wenn wir das auf Personen abladen usw. (was viele (auch aus Verzweiflung) machen). Besser wäre es, von gewissen Trends auszugehen usw. Wenn man sich nun die Geschichte der Selbstorganisation der Gesellschaft anschaut, erkennt man die Ursachen des Trends, welcher u.a. dazu führt, dass die Freiheit der Wirtschaft heutzutage so stark eingeschränkt wird..

      Selbst ich, der die Politik der Regierung begrüsst, muss sagen, dass ich mir das, was hier passiert, und auch tlw. weit über Dtl. hinaus, nicht hätte vorstellen können. Schauen Sie sich die Talkshows usw. an. Überall ist der Trend sichtbar. Ich nenne es jetzt mal wokeness. Das ist so krass, dass die Gegner, die ja nun mal (noch) in der Mehrheit sind, so dermaßen ausgegrenzt werden, dass ich mich frage, wie sowas je zustande kommen konnte (ja manchmal tun sie mir fast bisschen Leid, denn man sieht ihnen auch an, dass sie gar nicht verstehen, wie ihnen geschieht, und deshalb werden sie auch sehr sehr böse, und das wird noch massiv zunehmen) – im Grunde war das in der Welt des letzten, vorletzten usw. Jhds. nicht kontingent, sondern eigentl. unmöglich. Um das zu erklären, hilft aber eben das Verständnis von der Selbstorganisation der Gesellschaft, seiner Geschichte usw. So kann man den Trend erklären, verstehen, und dann eben auch besser Prognosen erstellen..

      Kurz dazu: Es ist nun so, dass wir durch das neue Verbreitungsmedium für Kommunikation, also den Grundelementen des Systems namens Gesellschaft, also dem Internet, von G3 zu G4 übergehen, und wir dadurch eben, so wie zu Zeiten der Einführung des Buchdrucks eine neue und weiterführende Welle der Vergesellschaftung des Individums bekommen. Am Ende wird das eine (Voll-)Netzwerkgesellschaft werden, wo man, wenn man den allg. Trend nicht verinnerlicht, ganz schnell mal temporär exkludiert werden kann (allerdings eben auch mit großen Chancen, schnell wieder rein zu kommen, themenabhängig). Bislang haben wir aber noch stark die funkt. Differenzierung der G3-Gesellschaft drunterliegen. Nur hat sich jetzt als Teil der Übergangsphase das Funktionssystem der Massenmedien quasi über die anderen Funktionssysteme gelegt!! Heisst: Die Massenmedien supercodieren die jeweiligen Kommunikationen der anderen Teilsysteme (Wirtschaft, Politik, Recht, Wissenschaft, Religion, Erziehung, Kunst, Gesundheit, Sport, Militär usw.) umfassend. So ist es möglich geworden, dass eine rel. kleine “Gruppe” von Handelnden, also jene, die am konsistentesten (das Wort müsste man jetzt hier genauer erklären, ist aber zu schwer für hier) vernetzt sind, “am Steuerpult des Wandels” sitzen. Steuerpult meint, dass sich der Wandel, der sich so oder so seinen Weg suchen und durchsetzen wird, über ihren “Buckel” vollzieht – sie bilden dafür quasi eine Art “Sekundärmedium”, oder wie auch immer man das bezeichnen mag..

      Das sind die Diskussionen, die wir führen müssten. Nicht ob, wie, wann oder wo Produkt.wachstums usw. Übrigens lassen sich die Veränderungen der Produktivität nat. ebenfalls sehr gut mit diesem übergreifenden, also gesamtgesell. Wandel verstehen und erklären. Nur das ist nicht unser eigentl. Problem. Es handelt sich nur um ein Symptom..

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @Komol “Der Kategorienfehler liegt darin, dass hier angenommen wird, dass Wirtschaft quasi Gesellschaft ist” > “Das sind die Diskussionen, die wir führen müssten”. Ich glaube, dass Dr. Stelter diese Diskussion führen könnte und würde.

        Allerdings würde sie schnell durch endlose Symptomdeutung und fruchtlose Themenumsteuerung ins Nirwana gelenkt. Daher: reine Zeitverschwendung, “wenn In Wahrheit ist es doch so [ist]”, dass sich die Gesellschaft selbst organisiert, immer, und überall > folglich gute Chancen bestehen, dass sich die aufgeworfenen Probleme – der Finanzen, der fehlenden Häuser, zu knappen Rente oder egal was – der früher oder später von selbst erledigen. “Früher” könnte schon nächstes Jahr sein, “später” im nächsten Jahrhundert. Da wir uns im Übergang befinden wohl eher Letzteres. Bis dahin gilt es den Ball flach zu halten …

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @komol

        “Schauen Sie sich die Talkshows usw. an. Überall ist der Trend sichtbar. Ich nenne es jetzt mal wokeness. Das ist so krass, dass die Gegner, die ja nun mal (noch) in der Mehrheit sind, so dermaßen ausgegrenzt werden, dass ich mich frage, wie sowas je zustande kommen konnte (ja manchmal tun sie mir fast bisschen Leid, denn man sieht ihnen auch an, dass sie gar nicht verstehen, wie ihnen geschieht, und deshalb werden sie auch sehr sehr böse, und das wird noch massiv zunehmen)”

        Frage an die Komintern im Soziologie-Institut: Wenn Sie merken, dass es die Leute ankotzt und dass sie gerade “sehr sehr böse” werden, warum machen Sie dann trotzdem immer weiter damit?

        So zuversichtlich, dass dieses Mal niemand irgendwann eine rumänische oder argentinische oder iranische Lösung durchzieht, um die bolschewistische Gängelei wieder loszuwerden? Oder ist dieses Mal alles anders wegen “des Telos”?

      • komol
        komol sagte:

        @Jürgen P

        Naja, es geht m. E. erst einmal immer noch darum, zu verstehen, warum wir in der ganzen “Misere” sind. Und dabei hilft nur die Systemtheorie, genauer: die soziolog. Systemtheorie. Da die aber so schwierig ist, schätze ich die Chancen für die meisten Beobachter (auch viele Soziologen selbst, v.a. eben RC-Theoretiker und jene von der Kritischen Theorie (wobei es für Letztere egal ist, denn es läuft ja in ihrem Sinne, nur wissen sie nicht warum, und vllt. ist es für sie ja deshalb auch egal zu verstehen warum)) als sehr gering ein. Insb. weil sie davon ausgeht, dass die Elemente sozialer Systeme nicht Individuen bzw. Subjekte und auch nicht nur Handlungen (im eigentl. Sinne) sind, sondern einzelne Kommunikationen, die sich autopoietisch in einer unendlichen Kette immer wieder selbst aus anderen Kommunikationen erschaffen (wobei psych. Systeme für den Prozess nur als Durchlauferhitzer fungieren). Wenn man das nicht begreift, begreift man die Epochalität der Einführung des Internets nicht (stark genug) und kann die grundlegende Ursache für die “Misere” niemals erkennen. Wenn man aber die Ursache nicht kennt, kann man auch nicht versuchen, den Wandel zu gestalten bzw. in Bahnen zu halten / lenken. Man tappt einfach nur im Dunkeln und wird zum Spielball der Entwicklung. Und genau das ist es, was überall passiert. Das mag für Systemtheoretiker zwar lustig aussehen, aber wünschenswert ist es für uns nicht.. Wir müssen dahin kommen, dass wir soziale Systeme, tlw. uno actu, programmieren können – das ist das Ziel und muss das Ziel sein.

  11. JürgenP
    JürgenP sagte:

    „Die Politik von Brüssel bis Berlin gefällt sich zu sehr in der Rolle des STEUERMANNS der Wirtschaft, ohne zu erkennen, dass sie damit die Wirtschaft hemmt und sich selbst überfordert“.

    Die Politik, genauer bestimmte politische Institutionen, haben die Rolle des Steuermanns per Gesetz. Das ist auch gut so, denn kein Schiff fährt ohne Steuermann. Daneben haben bestimmte politische Institutionen die Rolle des Kapitäns, ebenfalls per Gesetz.

    Hochseefahrern ist klar, dass diese Rollenverteilung gute Gründe hat. Sie hat mit strategischer Verantwortung und bei schlechter See mit dem letzten Wort zu tun.

    Interessant wäre die Klärung der Frage, welche politische Institution die jeweiligen Rollen nach Plan (= Grundgesetz zum Zeitpunkt der Gründung) einnehmen sollten, und wie sie tatsächlich im Sinne des BTO-Statements ausgeübt werden. Das muss nicht mehr übereinstimmen, Stichwort Vertretung durch Parteien.

    Wenn man den Bundeskanzler für den Kapitän hielte, so wäre das planmäßig gerade nicht seine Rolle. Auch die Ressortminister sind es aus Sicht des politischen Gesamtsystems nicht. Das wäre so, als wenn der Steward aus der Aida-Luna-Bar den Kurs des Schiffes nach Neufundland bestimmen könnte und zwischendurch nachschauen würde, ob die Crew noch am Rudern ist.

    Grundlegende Managementkenntnisse sind gefragt. Erster Schritt zu Besserung wäre es also festzustellen, wer die Rolle des Kapitäns einnimmt und wer Steuermann (der Wirtschaft) ist. Im nächsten Schritt wäre zu klären, wer es besser sein sollte, um den BTO-Anforderungen für den richtigen (Wirtschafts-)Kurs zu genügen.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @JürgenP

      “Die Politik, genauer bestimmte politische Institutionen, haben die Rolle des Steuermanns per Gesetz. Das ist auch gut so, denn kein Schiff fährt ohne Steuermann”

      Nütz aber alles Nichts,wenn der Steuermann besoffen ist…oder nicht nach Seefahrerhandwerk …. sondern Blind nach Ideologie fährt.

      Hr.Schnabl drückt das jetzige Dilemma sehr gut aus und zeigt auch die Vorteile für Wirtschaft und Innovation… der damaligen DM auf:

      https://archive.md/msvhD

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      “Die Politik, genauer bestimmte politische Institutionen, haben die Rolle des Steuermanns per Gesetz. Das ist auch gut so, denn kein Schiff fährt ohne Steuermann. Daneben haben bestimmte politische Institutionen die Rolle des Kapitäns, ebenfalls per Gesetz.”

      Völliger Blödsinn.

      Auf einem Schiff sind die Offiziere und die Mannschaft in einer Kommandohierarchie organisiert, wohingegen es in einem demokratischen Staat Gewaltenteilung gibt. Das sind komplett unterschiedliche Organisationsprinzipien.

      Oder malen Sie sich gerade aus, wie die Befehlskette in einer grünen Diktatur mit Planwirtschaft aussehen sollte?

      Antworten
  12. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    Die primitive Wachstumsgläubigkeit, die hier an den Tag gelegt wird, beruht auf zwei Grundlagen:
    Die Annahme, die Beobachtungen der letzten 200 Jahre könnten für die nächsten Jahrhunderte in die Zukunft fortgeschrieben werden. Also die gleiche Logik wie, “in den USA sind landesweit im Durchschnitt die Hauspreise noch nie gesunken.”
    Oekonomischen Modellen, die den Teil des BSP-Zuwachses, der mit zunehmendem Einsatz von Kapital und Arbeit nicht erklärt werden kann, mit “technischem Fortschritt” erklären. Andere Hypothesen zur Erklärung dieses Residuums wurden nicht betrachtet und damit der Blickwinkel eingeengt. Inzwischen gibt es Modelle, bei denen der technische Fortschritt sich endogen aus dem Modell heraus entwickelt. Damit kann man dann “zeigen” dass ständiger Fortschritt und ewiges reales Pro-Kopf-Wachstum möglich sind.
    Diese Modelle sind aber nichts anderes als mathematisch ausgedrückte Märchen. Sie sind weder mit tatsächlich beobachtbarem menschlichen Verhalten verknüpft, noch bilden sie physikalische und andere natürliche Beschraenkungen ab.
    Sie ziehen auch nicht die Moeglichkeit in Betracht, dass das Residuum auf anderen Inputs beruht, die im Modell nicht abgebildet sind, z.B. der Nutzung von Naturkapital (was sich nicht nur im Klimawandel, sondern auch im Artensterben, der Verschlechterung der Bodenqualität, Erosion, Störungen im Wasserhaushalt usw. zeigt), Sozialkapital (die Organisation und der Zusammenhalt in einer Gesellschaft, deren Uebernutzung wir ja zu Zeit im vielen Gesellschaften beobachten können) und Energie. Bei Energie wurde das schon gemacht. Im Ergebnis fällt dann die Rolle des technischen Fortschritts geringer aus. Unser Wohlstandszuwachs resultiert aus steigendem Energieeinsatz.
    Diese Fixierung auf BSP-Zahlen fuehrt noch zu anderen Problemen. Ein höheres BSP (z.B. der Vergleich USA – Deutschland oder EU) ist nicht zwingend das Ergebnis höherer Produktivität. Da kommen Wechselkurs- und Kaufkrafteffekte mit in Spiel sowie unterschiedliche Erwerbsquoten und Arbeitszeiten. Die Amerikaner arbeiten einfach länger als die Deutschen. Heisst das, sie haben deshalb einen hoeheren Wohlstand? Wohl kaum, aber in Herr Dr. Stelters Wachstumsreligion schon.
    Im Ergebnis beruht die Forderung nach mehr Wachstum auf einer unüberlegten Fortschreibung der Vergangenheit in die Zukunft, ungeeigneten, nur von Ökonomen benutzten Modellen (und auch die wenden sich zunehmen davon ab, weil die Unzulänglichkeiten zu offensichtlich geworden sind) und einem fehlenden Verständnis der Konzepte der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

    Antworten
    • Alexander
      Alexander sagte:

      @Rolf Peter

      Wenn Sie richtig liegen = alles richtig was die Bundesregierung macht.

      2020 der totale Abbruch der Finanzierungsketten durch lock downs.
      2021 Verteuerung der Energie um 50%+X
      2022 Verteuerung des Wohnraums durch Gesetzgebung
      2022 Abbruch externer Energieversorgung
      2023 Abschaltung letzter AKW
      +
      externe Ereignisse:
      2021 Verkürzung der Lebenserwartung durch “long covid” aka “Spike-Protein-Leiden”
      2022 Verteuerung der Kapitalkosten durch die EZB

      Der Landverbrauch wurde gestoppt,
      das Wachstum unterbrochen,
      die Klimaziele erreicht….

      Ein voller Erfolg.

      Antworten
      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        Aus meinen Ausführungen folgt nicht, dass die Politik der Regierung richtig ist. Daraus folgt nur, dass die Forderung nach “Wachstum, Wachstum, Wachstum” unsinnig ist.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Rolf Peter

        Ohne Wachstum herrscht Deflation der Vermögenspreise,
        wenn getigte Kredite die Geldmenge schrumpfen ließen – ohne folgende Nachfrage.

        Stupid austrians wollen dem Wachstum durch Deflation Grenzen setzen,
        wenn Konkurrenz solche Sondergewinne (Produktivität, Innovation) schrumpfen lässt,
        also nach Wachstum eine Konsolidierung anstreben. Dagegen verlängert der Staat diese Gewinne durch seine Gesetzgebung, vgl. EEG.

        Allein der Staat kann keine Konsolidierung brauchen, wenn seine Weisen glauben die ewig prolongierten Kredite durch Inflation verkleinern zu können. Jede Tilgung ohne Neuverschuldung führte zur Deflation.

        Was wir jetzt erleben ist vorsätzliche Deflation durch Politik aus dem Glauben
        einen Totalumbau der Ökonomie als Operation am offenen Herzen durchführen zu können.

        Deflation, wenn unausweichliche Pleiten für ein Überangebot sorgen, bei zusammenbrechender Nachfrage – während die Zentralbank ihr Inflationsgespenst verzinst.

        Wachstumskritik ist wohlfeil, aber nicht mehr das Problem der BRD 2024, sobald die Liquiditätskrise der Realtwirtschaft den Staatshaushalt erreicht. Nach dem Maschinenstopp des Tankers von 2020 kommt derselbe jetzt zum Stehen.

        Lösung?
        Grüner Stahl?

        Nein,
        Stillstand um Kosten zu sparen,
        als neue Normalität.

        Davon kommt kein Singvogel zurück,
        kein abgeholzter (EEG, Pellets) Bahndamm spendet Pollennahrung für Insekten,
        kein abgestürzter Grundwasserpegel steigt,
        keine trocken gelegten Auen schöpfen wieder Biotope,
        kein stillgelegter Acker wird fruchtbar,
        kein Arbeitsplatz entsteht,
        keine Bildungslücke wird geschlossen.
        vgl. Der Untergang der Donauauen v. 1993
        https://www.youtube.com/watch?v=h_DOIo5ZnZU

        It´s economy.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Rolf Peter

      Diese Degrowth-Predigten hier werden immer dämlicher.

      “Die Amerikaner arbeiten einfach länger als die Deutschen. Heisst das, sie haben deshalb einen hoeheren Wohlstand? Wohl kaum, aber in Herr Dr. Stelters Wachstumsreligion schon.”

      Doch, natürlich!

      Wenn alle länger arbeiten, dann wird mehr produziert als wenn alle weniger arbeiten. Das kapierten sogar die Wirtschaftsplaner im real existierenden Sozialismus, nur die Anhänger der modernen Klimareligion sind offensichtlich zu blöd dazu und glauben, die ganzen schönen Güter und Dienstleistungen kämen wie im Schlaraffenland einfach von selbst angeflogen.

      Antworten
      • dobeldo
        dobeldo sagte:

        Wenn du den ganzen Tag Internetkommentare produzierst, dann steigert dass nicht unseren Wohlstand sondern verursacht höchstens eine Kopfschmerzenpandemie.

        Von der Kritik an der Wohlstandsmessung via BIP hast du vielleicht auch schon einmal gelesen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @zimbodeldo

        Ach, Sie helfen mir ja freundlicherweise so schön, dass ich sogar beides schaffe. :)

        “Von der Kritik an der Wohlstandsmessung via BIP hast du vielleicht auch schon einmal gelesen.”

        Eine geniale Idee der Grünen: Wohlstand vernichten und dann die Definition von “Wohlstand” ändern. Ob da jemand mit mehr als 2 Gehirnzellen drauf reinfällt?

      • dobeldo
        dobeldo sagte:

        Joseph Stiglitz hast du vielleicht schon einmal gehört. Der hat irgendwie so einen Preis bekommen der ihm Kompetenzverbürgt. Glaube du hast keinen solchen Preis.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @zimbodeldo

        Sie meinen den Preis, den auch der Erfinder der Lobotomie für “Medizin” bekommen hat und Barack Obama für “Frieden”? :D :D :D

    • Vater Thiel
      Vater Thiel sagte:

      @ Rolf Peter

      Ein Beispiel:
      Im Jahr 1994 wurden in D 100.0000 Gesetzestexte in Buchform produziert, BIP-relevanter Verkaufswert 1 Million Euro.
      Im Jahr 2024 wurden in D nur noch zehntausend Gesetzestexte in Buchform produziert, Verkaufswert 20.000 EUR.
      Würde D nur Gesetzestexe produzieren, hätte das offiziell im BIP ausgedrückte reale Wachstum (Nominales Wachstum zu Preisen von 1994) minus neunzig Prozent betragen.

      Im Jahr 2024 wurden jedoch zusätzlich 990.000 inhaltlich identische Gesetzestexte kostenlos als PDF von der Website des Bundesjustizministeriums heruntergeladen. Das tatsächliche reale Wachstum betrug somit nicht minus neunzig Prozent, sondern plus neunundert Prozent. Das sind 30% Wachstum pro Jahr, wenn ich mich nicht verrechnet habe.
      Ein Wachstum, dass mit deutlich weniger Verbrauch natürlicher Ressourcen generiert wurde, wenn ich mich nicht irre.

      Ich will sagen, erstens, offizielles (BIP) und tatsächliches Wachstum, offizielle (VPI-Index) und tatsächliche Preisentwicklung sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

      Zweitens, gigantische, vor wenigen Jahrzehnten Jahren noch unvollstellbare Wachstumsraten sind tatsächlich möglich.
      Warum nicht auch im Energiesektor oder in Sektoren, in denen wir es uns heute überhaupt nicht vorstellen können ?

      Laut Malthus wäre die Menschheit mangels Nahrung längst ausgestorben.

      Die Forderung nach Degrowth mag für satte, mental alte, des materiellen Komforts überdrüssige Gesellschaften nachvollziehbar sein.
      Die Gesellschaften mit einem hohen Anteil körperlich und / oder geistig junger Menschen wird diesen Weg nicht gehen.

      Antworten
      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        Nachtrag: Die Verkaufszahlen sind fiktiv und dienen nur der Verdeutlichung, der Verkaufswert für 2024 muss natürlich 200.000 heissen, also 10.000 Bücher zu 20 Euro pro Buch.

  13. Bauer
    Bauer sagte:

    bto: *Restrukturierung des Sozialstaates notwendig”

    Daraus wird nichts werden trotz Fettdruck des Zwischentitels. Denn es kann nur bedeuten “Massiver Rückbau des Sozialstaates” z.B. auf US-Niveau. Das ist nämlich der Motor, der die USA treibt, natürlich mit einer öffentlichen Mentalität, die das gutheisst.

    Davon ist D jedoch Lichtjahre weit entfernt, also wird nichts draus werden und der Karren wird weitereiern, bis er endgältig im Dreck steckt.

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ Tom96

      Danke für den Link. Wann wird Scholz dieselbe Rede halten, natürlich mutatis mutandis bezogen auf die Situation Deutschlands?

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Bauer

        Die Kanzlerakte (vgl. Egon Bahr) macht alle Amtsträger zu IM der CIA,
        von daher war Souveränität niemals gegeben (vgl. Schäuble).

        Nicht zu entschuldigen ist allerdings die Feigheit des Souveräns,
        wenn es Aufstände nur noch über Steuervorteile gibt.

        Abverreckt.
        https://www.bitchute.com/video/eanPDigmppgG/.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @weico

        Hab ich einem befreundeten Jagd-Kampfzugfuehrer wegen der Spritzploerre auch gesagt:

        Der Befehl zur Befehlsverweigerung kommt nie…

        Deswegen ist coward noch gnädig…

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      Nein, nein, nein.

      Der Wertewesten mit seiner angeblich “regelbasierten Grundordnung” findet es gar nicht gut, wenn kleine freche Staaten die USA aus ihrem Territorium *rauskicken*. So ein eigenmächtiges Verhalten wird nur genau dann gelobt, wenn die USA zum Bau von Stützpunkten *eingeladen* werden. :)

      Antworten
  14. Cornosan
    Cornosan sagte:

    Ein Freud´scher Verschreiber? “…Das Deutsche Institut für Wirtschaftsplanung (DIW) Berlin….”
    Tatsächlich gibt es ein Deutsches Institut für Wirtschaftsplanung (DIW) aber in Düsseldorf (https://diw-institut.de/).
    Aber ich vermute Sie meinten, die Günther-Mittag-Planwirtschaftsakademie in Berlin mit angeschlossenem Kompetenzzentrum für Klimafragen und Pinguine in der Arktis

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Cornosan

      Machen Sie sich nicht über das DIW lustig. So gut mit Excel umgehen kann kein anderer SPD-Ortsverein im ganzen Land.

      Antworten
  15. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @BTO „Restrukturierung des Sozialstaates notwendig“

    Konkretes Beispiel, Stand 03.2024:

    • Immobilienkrise
    Zahl der Baugenehmigungen auch zu Jahresbeginn deutlich gesunken. Auch wenn Bausparkassen eine leichte Belebung der Nachfrage nach Krediten registrieren – die Krise im Immobilienmarkt dürfte sich eher noch verschärfen. Wichtigstes Indiz dafür ist die Zahl der Baugenehmigungen.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-krise-zahl-der-baugenehmigungen-auch-zu-jahresbeginn-deutlich-gesunken-a-1f2177d5-2820-4de7-890e-fd5e3188a835

    • Baugenehmigungen
    Es sind Architekten und Ingenieure, die für Baugenehmigungen sorgen – nachdem sie Planungsaufträge erhalten haben. Von privaten und öffentlichen Bauherren.

    Es gilt das:

    • Vergaberecht
    Eine negative Entwicklung sei in Bezug auf das Vergaberecht, genauer bei der Auftragswertberechnung von Planungsleistungen für den öffentlichen Auftraggeber in der VgV, zu vermelden. Es sei nunmehr die auf Druck der EU-Kommission vom deutschen Gesetzgeber vorgenommene Streichung der Sonderregelung § 3 Abs. 7 S. 2 VgV in Kraft getreten.

    Ab SOFORT seien zur Schätzung des Auftragswerts die Gesamtwerte aller für ein Bauvorhaben vorgesehenen Planungs- und Überwachungsleistungen zusammenzurechnen, unabhängig davon, ob es sich um gleichartige Leistungen handele oder nicht.
    Der so errechnete Auftragswert werde dadurch künftig in aller Regel oberhalb der EU-Schwellenwerte für Planungsleistungen in Höhe von 215.000 Euro liegen, was die Pflicht zu EU-weiten Ausschreibungen nach sich zöge.

    Um die Vielzahl der daraus resultierenden EU-weiten Ausschreibungen zu vermeiden, würden sicherlich viele öffentliche Auftraggeber, insbesondere die Kommunen, wie bereits angekündigt, Leistungen zusammenfassen zu Generalplanungsaufträgen oder sogar zu Totalunternehmeraufträgen.

    Die Konsequenzen der VgV-Änderung seien somit immens und derzeit noch gar nicht absehbar.

    Quelle: https://www.akhh.de/fileadmin/Kunden_Upload/Deutsches_Architektenblatt/DAB_Lokalteil_Hamburg_Januar-Februar_2024.pdf

    • Restrukturierung von Regularien
    „Und schließlich werde die Kammer die derzeit schwierige Entwicklung der Baukonjunktur genau beobachten und mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die Rahmenbedingungen für die Planerinnen und Planern zu verbessern. Hierzu gehöre auch der Einsatz für weniger und einfachere Regularien in Form von Gesetzen, Normen etc.

    • Lösung
    Leitbild hierfür könne ein Satz von Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, sein, den er in seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit in Hamburg äußerte:

    „Unser Staat muss tradierte Handlungsmuster selbstkritisch überprüfen und anpassen, er muss lernen, seine Komplexität zu begrenzen und zu reduzieren und er muss auf allen Ebenen besser, schneller, vor allem lösungsorientierter werden.“

    • Fazit:
    Der Staat „er muss lernen, seine Komplexität zu begrenzen“ >> um produktiver zu werden.

    @Bauer >> passt genau zu Ihrem gestrigen Statement.

    • Voraussetzung
    Verstehen, was „Komplexität“ ist.

    Vorher gibt es keine Restrukturierung. Und wenn, dann nur in die falsche Richtung, siehe oben.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      “Lösung
      Leitbild hierfür könne ein Satz von Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, sein, den er in seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit in Hamburg äußerte:

      ‘Unser Staat muss tradierte Handlungsmuster selbstkritisch überprüfen und anpassen, er muss lernen, seine Komplexität zu begrenzen und zu reduzieren und er muss auf allen Ebenen besser, schneller, vor allem lösungsorientierter werden.'”

      Harbath über den leistungsfähigen, lösungsorientierten Staat. Das ist ja fast so lustig, wie wenn ein Fisch im Aquarium einen Vortrag über Raumfahrt hält.

      Könnte es vielleicht sein, dass der Einbruch der Bauanträge wesentlich damit zusammenhängt, dass die Kosten für den Bau einer Wohnung aufgrund von grünem Klimawahn, EU-Dämmwahn und neuen Heizungsgesetzen durch die Decke gehen? Private Bauherren müssen sich nämlich nicht an das öffentliche Vergaberecht halten…

      Antworten
  16. Lothar
    Lothar sagte:

    Oho, das hat Herr Dr. Stelter aber schön ausgedrückt, “damit liegt Deutschland zwar trotz der Zunahme der Beschäftigung beim Staat noch unter dem Niveau anderer OECD-Länder und der europäischen Nachbarn”. Wir liegen mit 11,13 % am letzten Platz der Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst in Europa, und zwar mit Abstand, gem. der von Herrn Dr. Stelter angegebenen Studie. Der OECD-Durchschnitt beträgt 18,38 %.
    Was ist das jetzt, Framing oder Nudging?
    „Framing bedeutet, einige Aspekte einer wahrgenommenen Realität auszuwählen und sie in einem Text so hervorzuheben, dass eine bestimmte Problemdefinition, kausale Interpretation, moralische Bewertung und/oder Handlungsempfehlung für den beschriebenen Gegenstand gefördert wird.
    Unter Nudging versteht man die Instrumentalisierung kleiner Veränderungen in der Struktur einer Entscheidungssituation (sogenannter Nudges), die dazu führen, dass Individuen ihr Verhalten und ihre Entscheidungen auf vorhersehbare Art und Weise ändern.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Lothar

      “Wir liegen mit 11,13 % am letzten Platz der Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst in Europa, und zwar mit Abstand, gem. der von Herrn Dr. Stelter angegebenen Studie. Der OECD-Durchschnitt beträgt 18,38 %.”

      Besonders sinnvoll ist diese Kennzahl sowieso nicht, weil in den einzelnen OECD-Staaten völlig unterschiedliche Praktiken dazu herrschen, welche Tätigkeiten im “öffentlichen Dienst” organisiert sind und welche nicht.

      In Großbritannien sind zum Beispiel fast alle Ärzte und Krankenpfleger über den NHS direkt beim Staat angestellt, in Deutschland ist das nicht so. Kindergärten kann man staatlich oder privat organisieren, dann sind die Kindererzieher entweder “öffentlicher Dienst” oder eben nicht. Öffentlicher Nahverkehr dito. Und so weiter…

      Antworten
      • Lothar
        Lothar sagte:

        Ihr Beispiel Ärzte in GB und Kindergärten zeigt dann aber doch, dass in Deutschland schon vieles privatisiert ist, was in anderen Ländern nicht privatisiert ist. Beim Thema Nahverkehr denke ich, haben die Privatisierer von damals auch nicht damit gerechnet, dass es bei der Deutschen Bahn einmal einen Weselsky geben würde, der die Räder still stehen lässt, wenn sein starker Arm es will.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Lothar

        “Ihr Beispiel Ärzte in GB und Kindergärten zeigt dann aber doch, dass in Deutschland schon vieles privatisiert ist, was in anderen Ländern nicht privatisiert ist.”

        Grundsätzlich und formal gesprochen ja. Aber die Frage ist: Ist es ein wesentlicher Unterschied, ob das Gesundheitssystem wie in UK steuerfinanziert wird und die Ärzte beim Staat angestellt sind oder zum Großteil durch Sozialversicherungsbeiträge wie in Deutschland?

        Für die Statistik “Erwerbstätigenanteil im öffentlichen Dienst” machen solche Organisationsfragen einen entscheidenden Unterschied, aber ändert sich dadurch irgendwas an Ihrem Alltag oder der Qualität der medizinischen Versorgung? Oder ist dafür viel wichtiger, welche Leistungen das Gesundheitssystem anbietet und welche nicht, zu welchen Kosten, wie gut die Ärzte sind, und so weiter?

        Öffentlichen Nahverkehr (ich denke hier eher an Regionalbahnen und Busse als an den DB-Fernverkehr) kann man mit staatlichen Anbietern oder auch mit privaten Nahverkehrsbetrieben organisieren, wobei letztere dann üblicherweise aber wieder massiv aus den öffentlichen Budgets subventioniert werden. Wieso soll da irgendjemanden interessieren, ob der Busfahrer bei einer privaten Firma oder beim Staat angestellt ist? Welchen praktischen Unterschied macht das?

        (In einer linksgrünen Gesinnungsdiktatur ist eine maximal große Zahl direkt beim Staat Angestellter natürlich für die sozialistische Einheitspartei viel besser, weil die dann leichter durchgreifen kann – aber darauf wollte ich erstmal noch nicht hinaus…)

  17. Alexander
    Alexander sagte:

    Stille Depression nennt u. a. Marc Faber die von den Behörden und Wissenschaftlern geleugnet Lage in Europa 2024.

    Stille Depression und Vollbeschäftigung, sogar Arbeitskraeftemangel….

    Wenn nicht einmal Wirtschaftszweise den Fehler finden, dann ganz bestimmt ungelernte Politikstars mit Beitragsmedien.

    Der loop aus Erkenntnis ueber Veraenderungsbedarf und Wiederholung alter Fehler kostet den Teilnehmer nun schon 30 Lebensjahre….

    Das haben wir geschafft.

    Laeuft nimmer.

    Antworten
  18. foxxly
    foxxly sagte:

    bto: “”Restrukturierung des Sozialstaates notwendig””

    ja, dann fangen wir mal mit der verteilungsfrage an!

    wir haben viel zu wenig absatz an produkten:

    die einkommensgrößen im wohlstands-bereichen über 4-bis 5 000€ netto, steigen den absatz der herstellen kaum noch.
    während die untere ebene zu wengig geld hat, um den absatz zu steigern.

    was glauben sie:
    was steigert den absatz besser?
    -soziale einsparungen. oder
    -besseres einkommen der unteren mittelschichten?

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      “während die untere ebene zu wengig geld hat, um den absatz zu steigern.”

      Also für den Konsum der unteren Ebene wird nun wirklich mehr als genug getan.

      Der Bürgergeld-Regelsatz (also ohne Miete, ohne Heizung, die werden extra gezahlt) wurde in den letzten 2 Jahren um über 25% erhöht…

      Von solchen leistungslosen Einkommenssteigerungen können die meisten in der 5000-EUR-Netto-Region nur träumen.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ r ott,
        würden die leistunglosen einkommensempfänger, mehr konsumieren, wenn sie für das gleiche geld arbeiten müssten?

        nächstes problem:
        wenn dadurch mehr produziert wird, gibt es zunehmend ein exportproblem.

        wachstum auf kosten anderer gelingt immer weniger!

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        “würden die leistunglosen einkommensempfänger, mehr konsumieren, wenn sie für das gleiche geld arbeiten müssten?”

        Fast alle Menschen hätten deutlich mehr Konsumlust, wenn ihnen der Staat auch ohne Gegenleistung ihr Einkommen zahlen würde.

        Dann produziert halt nur niemand mehr irgendetwas…

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ r ott,
        ………aber mehr wähler für diese regierung und verteidiger unserer “demokratie”
        andersum geht die demokratie kaputt, würden die herrscher sagen.

    • Graf Cagliostro
      Graf Cagliostro sagte:

      Lieber Foxxly,

      wenn Sie weiter soziale Wohltaten verteilen, steigt die Produktivität nicht, weil nur wer produktiv(!) arbeitet, kann die Produktivität auch steigern. Darüber werden am Ende die sozialen Leistungen finanziert, wenn sie nur Geld drucken, haben sie am Ende Zustände, wie in Venezuela.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ graf c.
        …… so darf ich ihre aussage nicht stehen lassen:
        für mich gäbe es kein leistungsloes einkommen. d.h. jeder muss arbeiten, es sei denn er hat den kopf untern arm!
        irgend eine sinnvolle tätigkeit gibt es immer.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        Ist trotzdem ausländerfeindlich und insbesondere Asylzuwanderer-feindlich. Deren Hartz-4-Quote liegt nämlich viel höher als bei der eingeborenen Bevölkerung, dadurch sind die von Ihrer gottlosen “Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen”-Moral ganz besonders schwer beeinträchtigt.

        ;)

  19. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    bto: “Neben den bekannten Themen Digitalisierung, Infrastruktur, Bildung und Energiekosten muss es auch darum gehen, den Staat zurückzunehmen.”

    Sicherlich ein Vorschlag, den die sozialistische Einheitspartei in Berlin begeistert aufgreifen wird…

    Antworten

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