Gunnar Heinsohn: Die Reichen kön­nen nichts dafür

Gunnar Heinsohn erklärt in diesem Gastbeitrag den Grund für die immer größere Konzentration von Vermögen. Im Prinzip liegt es am Leverage-Effekt, der natürlich nur bei jenen wirken kann, die etwas zu Verpfänden haben:

Peter und Paul haben pfandfähiges und derzeit unbelastetes Vermögen – Firmenanteile und Zentrums-Immobilien – von je zwanzig Millionen. Einer liebäugelt mit einem Aktienpaket, das zehn Millionen kostet und lange schon sichere 400.000, also vier Prozent jährlich abwirft. Doch mit dem Kauf wird es nichts, weil die zu leihenden zehn Millionen nicht nur ein Pfand zum Preis von ebenfalls zehn Millionen, sondern auch noch eine Zahlung von vier Prozent Zins, also von 400.000 jährlich erfordern. Weil sich das nicht rechnet, unterbleibt die Transaktion.

Plötzlich jedoch geschieht etwas Märchenhaftes. Die Investmentabteilung seiner Bank teilt mit, dass die Zentralbank nur noch 0,1 Prozent Zins verlangt. Dass die hohe Instanz auf Gewinn verzichtet und sogar Verluste riskiert, klingt für Peter durchaus bedrohlich. Doch heutige Zentralbanken haben im Staat einen Eigentumsgeber letzter Hand, der für den Notfall ihrer Rekapitalisierung Vermögen und Löhne aller Untertanen heranziehen kann. Dieser Zugriff reicht auch für das Wiederbeleben systemrelevanter, aber bankrotter Geschäftsbanken. Er ermöglicht sogar die Unterbindung des Preisverfalls von Aktien durch deren Direktankauf, womit 2002 für Bankaktien und 2013 für alle Börsenpapiere die Bank of Japan beginnt. Entspannt erteilt Peter die Kauforder, verpfändet zehn Millionen seines Eigentums, sagt 10,000 Zins zu und erhält für die als Kredit erhaltenen zehn Millionen das Aktienpaket, das 400,000 für das regelmäßige Tilgen seiner Schuld sowie die Gebühren der Bankeigentümer abwirft.

Der Handel bleibt Paul nicht verborgen. Absolut macht er ihn nicht ärmer, aber beim Einkommen fällt er gegenüber Peter zurück. Beide gehören zu der kleinen Minderheit, die überhaupt pfandfähiges Eigentum in der gebotenen Größenordnung aktivieren können. Die übrigen neunundneunzig Prozent hören zwar oft von solchen Vermögen und dass sie auch noch dauernd größer werden, bedenken jedoch selten, dass innerhalb des einen Prozents das Gerangel um die auch dort vorhandenen vorderen Plätze niemals aufhört.

Paul will nicht der Dumme sein. Er zieht nach und noch ein paar Schnelle aus dem Umfeld gehen mit. Dazu gehören auch börsennotierte Firmen, die sich über die vier Prozent ärgern, die sie jährliche an ihre Aktionäre als Dividende ausschütten. Mit Nullzinsgeld kaufen sie die ertragssicheren Aktien zurück und steigern so die Einkünfte der verbleibenden Teilhaber. Es wirkt wie ein Wunder und ist doch rundum legale Wirklichkeit.

All diese Käufe verdoppeln über kurz oder lang den Preis des begehrten Aktienpakets auf zwanzig Millionen. In der dahinter stehenden Firma hat sich dabei nichts geändert. Die Rechtfertigung der Zinsnullung als Hilfe für die „Real“-Wirtschaft ist für die Betriebe weitgehend irrelevant. Vielerorts gefürchtete Zombies haben als Halbpleitiers ohnehin kaum noch Pfand für neue Kredite. Ihr Überleben wird mithin keineswegs verlängert. Gesunde bekommen ihr Geld allemal und könnten auch einen höheren Zins aufbringen. Sie werden die Subvention zwar mitnehmen, aber neue Maschinen kaufen sie erst, wenn sie die wirklich brauchen. Tatsächlich hilfreich wären bessere Patente und klügere Leute. Doch da müssen selbst die mächtigsten Zentralbanken passen. Es bleibt also beim Jahresertrag von 400.000. Doch zum gestiegenen Preis von nunmehr zwanzig Millionen sind das nur noch zwei Prozent.

Neue Käufer müssen jetzt also Eigentum zum Preis von zwanzig Millionen verpfänden und nicht mehr nur 10,000, sondern 20,000 Zins jährlich zahlen. Das verringert die Zahl möglicher Konkurrenten, sodass die großen Fische unter sich bleiben. Sie gewinnen zwar nicht mehr das Vierzigfache, aber doch ein immer noch stattliches Zwanzigfaches. Peter hingegen, der noch für zehn Millionen zugegriffen hat, verfügt jetzt über ein Aktienpaket zum Preis von zwanzig Millionen. Mit den nun ebenfalls verpfändbaren Zusatzmillionen setzt er seinen goldenen Weg fort, solange der Zins gegen null oder darunter tendiert und darüber Rentierendes noch zu haben ist.

Beobachter erhitzen sich über eine Vermögenspreis-„Inflation“. Sie streiten darüber, ob und wann sie auch bei Brot und Butter zu Millionenpreisen führen. Doch findet da wirklich Inflation statt? Wenn man 400,000 Zins einsetzen muss, um 400,000 Ertrag zu bekommen, bald danach die Zentralbank aber den Satz  verdoppelt und 800,000 Zins für einen unveränderten Ertrag von 400,000 fällig werden, wird diese Verteuerung mit Recht als Inflation empfunden. Solange jedoch der Zinseinsatz unterhalb des Ertrages bleibt, gibt es keine Inflation, sondern lediglich eine allmähliche Verringerung der Preissubvention. Die Sachen werden durch Zinsnullung schlichtweg billiger. Diese Deflation‘ ist erst vorüber, wenn durch Preissteigerungen beim Gekauften der Zinseinsatz und der Vermögensertrag wieder ähnlich hochstehen.

Die Zentralbanken treiben mit der Zinsnullung den Preis für den Erwerb von Vermögenstiteln also künstlich nach unten. Damit ermuntern sie die Wenigen, die überhaupt Pfand für das Erlangen von Zentralbankgeld stellen können, zum Aufsaugen der plötzlich zu Sonderangeboten werdenden Schätze. Solange diese betörende Melodie für unseren exklusiven Klub erklingt, werden viele seiner Mitglieder auch tanzen. Das vergrößert natürlich den Abstand zwischen dem Kollateral-Adel und dem Rest, der höchstens eine Wohnung belasten kann.

Würde der Staat jedem Käufer eines Kilogramms Butter zum Preis von zehn Euro fünf Euro zuschießen, das Milchfett also künstlich billiger machen, würde das plötzliche Abstellen dieser Subvention ebenfalls als inflationäre Preisverdopplung empfunden und doch nur eine künstliche Preisverringerung beenden. Allerdings käme diese Konsumgüterverbilligung allen zugute, während die Zinsnullung nur Leuten etwas bringt, die das ja weiterhin geforderte Pfand stellen können.

Eine Gleichheit für alle à la Butterpreissubvention gäbe es erst, wenn der Zinsverzicht um einen Pfandverzicht ergänzt würde. Er käme einem Rückzahlungsverzicht gleich, weil nach Tilgungsausfall bei den Kreditnehmern ohne Eigentum ja nichts zu holen wäre. Geld verlöre seinen wichtigsten Knapphalter. Das ist die mit Verlustrisiko verbundene Bereitschaft zur Eigentumsverpfändung. Die Geldemission würde grenzenlos, die Inflation sämtlicher Preise wäre die Folge. Solches Geld würde schnellstmöglich gegen eigentumsbesicherte Währungen abgestoßen und dabei seinen eigenen Preis, also seinen Wechselkurs, gegen null treiben. Die Währung würde unverkäuflich und deshalb unterbliebe auch der Marktverkauf, also die Abtretung von Eigentum gegen seinerseits eigentumsbasiertes Geld. Selbst bei bisherigen Inhabern nur geringer Summen gut besicherten Geldes würde die Freude über die plötzlich pfandfrei, also grenzenlos beschaffbare Währung schnell verfliegen.

Würde eine Zentralbank die Zinsnullung für gestern verliehenes Geld plötzlich zurücknehmen und Nachzahlungen hoch auf vier Prozent verlangen können, zwänge das viele Vermögende zu Notverkäufen. Es käme umgehend zu einem massiven Preisverfall an den Börsen. Die als Pfand gestellten Aktien würden auf einen Bruchteil der damit geliehenen Summen fallen. Banken würden untergehen, weil ihr Eigenkapital für die Differenz zwischen nicht Zurückbekommenen und den jetzt wertlosen Pfändern ihrer Schuldner aufgezehrt würde. Doch niemand wird mit der Rückzahlung gestern gewährter Zins-Subventionen heute einen Mega-Crash initiieren. Hingegen können Zentralbanken die Zinshöhe allmählich wieder an die Vermögenserträge heranführen und so die verführerische Bereicherungs-Tarantella beenden. Die Konzentration von Reichtum in immer weniger Händen würde zwar nicht aufhören, aber doch aufs gewohnte Tempo zurückgeführt.

Im “Lexikon ökonomischer Werke” (Düsseldorf: Wirtschaft und Finanzen 2006), das 650 wegweisende Texte seit Hesiod vorstellt, ist Heinsohn (*1943) – neben dem 1994er Nobelpreisträger Reinhard Selten (1930 – 2016) – als einziger deutschsprachiger Autor mit drei Texten vertreten (zwei davon mit Koautoren). Der Essay ist eine Kurzfassung eines Vortrags im Züricher Efficiency Club.

heinsohn-gunnar.eu: GELD – PREIS – KRISE – ZENTRALBANK

Kommentare (43) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    Heinz sagte:

    Was hindert eigentlich Peter und Paul ihr pfandfähiges und unbelastetes Vermögen, zweimal, dreimal oder gar hundertmal zu verpfänden? Ich meine, genau das kann man und wird gemacht, sobald man die Rechtsform eines besitzlosen Pfandes ermöglicht.

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    troodon sagte:

    Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es müsste eine Begrenzung des BANKkredits für bestehende Assets geben, ansonsten müssten die durch Kredithebel erlangten Gewinne viel höher besteuert werden.
    Wenn beides nicht geschieht, ist die nächste Krise immer nur ein Frage der Zeit und trifft dann auch viele Bürger, die von der vorherigen Bubble nicht oder nur unterdurchschnittlich profitiert haben.
    Wenn nur einzelne Länder die Beschränkung des Bankkredits für bestehende Assets einführen würden, müssten diese aber auch ausländische Käufe einschränken. Aktuell unrealistisch, somit weiter im Hamsterrad…

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    Dietmar Tischer sagte:

    Die Geschichte von Peter und Paul ist auf UNREALISTISCHEN Annahmen aufgebaut.

    Beispielsweise:

    >Doch heutige Zentralbanken haben im Staat einen Eigentumsgeber letzter Hand, der für den Notfall ihrer Rekapitalisierung Vermögen und Löhne aller Untertanen heranziehen kann.>

    Der Staat muss seine Zentralbank NICHT rekapitulieren.

    Im Notfall – welchem? – kann der Staat NICHT die Vermögen und Löhne ALLER (!!) Untertanen heranziehen.

    Es gäbe UNRUHEN bis hin zu BÜRGERKRIEG, wenn er das nachhaltig in größerem Umfang betreiben würde.

    Peter interessiert das alles NICHT und auch das nicht (das „Märchenhafte“).

    >Die Investmentabteilung seiner Bank teilt mit, dass die Zentralbank nur noch 0,1 Prozent Zins verlangt.>

    Ihn interessiert, zu WELCHEM Zinssatz SEINE Bank ihm ein Darlehen gewährt.

    Davon hängt ab, ob einen Kredit aufnimmt und das Aktienpaket kauft, alles andere gegeben.

    Anderes stimmt auch NICHT, z. B.:

    >Vielerorts gefürchtete Zombies haben als Halbpleitiers ohnehin kaum noch Pfand für neue Kredite. Ihr Überleben wird mithin keineswegs verlängert.>

    Zombies BRAUCHEN kein VERWERTBARES Pfand, um von der Bank Kredite zu bekommen, weil der Kredit, den ihnen die Bank gewährt, die Bank vor der PLEITE rettet.

    Und die Zentralbanken wiederum können die Banken vor der Pleite bewahren, wenn sie ihnen deren faule Kredite abkaufen.

    G. Heinsohn hat NICHT begriffen, dass die BELEIHUNG werthaltiger Pfänder nicht mehr umstandslos gilt, wenn die NOTENBANKEN ihre Geldpolitik ANDERS als in der Vergangenheit so betreiben, wie das heute der Fall ist.

    Hatten wir schon diskutiert am Blog, ist m. E. hinreichend geklärt.

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      Alexander sagte:

      @Dietmar Tischer

      Wann besichert ein Staat seine Monopolwährung?

      Sobald seine militärischen Mittel nicht hinreichen die Kaufkraft / den Wechselkurs für unersetzliche (Rohstoff-)Einkäufe zu bestimmen.

      Besichern kann er seine Monopolwährung nur mit freien Pfändern = Eigentümern, zur Befriedigung der Gläubiger im Falle eines Zahlungsausfalles, vgl. Veräußerung griechischer Häfen…..d.h. Privatisierung zu Händen ausländischer Gläubiger, vgl. IWF Projekte.

      Zombies machen per Definition zuwenig Gewinn für Zinsanstiege, ihre Kredite sind nach wie vor besichert – und zwar mit Phantomsicherheiten aus der Vermögenspreisinflation incl. der Rettung von Kursen der (z.B. griech.) Staatsanleihen. Auf dem Papier vergeben Banken keine faulen Kredite an die Privatwirtschaft und die Zentralbanken verhinderten die Deflation der Pfänder.

      Untertänige Untertanen lassen sich momentan durch Gentherapie im Versuchsstadium gegen eine Erkrankung immunsieren, deren Sterblichkeit unterhalb statistischen Rauschens liegt – wobei weder Anfang noch Ende der Immunisierung ermittelbar sind.

      Untertanen, die nicht einmal ihr Wahlverhalten ändern führen nach Verlust ihrer Eigentümer einen Bürgerkrieg? Nein. Einzige Bedingung dieser Untertanen ist schon jetzt “GLEICHHEIT” – demnächst auch bei Immunisierung….

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        Der Staat besichert NICHT.

        Staaten erhalten Kredite auf Basis ihrer Wirtschaftskraft und die Zinsen, die verlangt werden, orientieren sich an der Einschätzung der Märkte RELATIV zur Wirtschaftskraft anderer Staaten im Wesentlichen.

        Wenn die Zinslast zu hoch wird für die Staaten, kauft eben die Notenbank Staatsanleihen, um Zinsen und Kosten in Grenzen zu halten bzw. KONTINUIERLICH höhere Staatsverschuldung zu ermöglichen.

        Sie wiederholen Unsinn, der auch bei fortwährender Wiederholung Unsinn bleibt.

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        Alexander sagte:

        @Dietmar Tischer

        Der Staat besichert durch Einlage als Stammkapital bei Gründung seiner Zentralbank. Auf der Basis dieser Gesellschafter-Einlagen besichert die EZB ihr Bargeld (!) und in zweiter Linie stellt sie Sicherheit für untergegangene Kredite > verliert einen Teil ihres Stammkapitales.

        Wie bei einer gewöhnlichen GmbH müssen Gesellschafter mit frischem Kapital aushelfen, wenn das Eigenkapital aufgebraucht ist.

        Die spanische Notenbank kauft via target2 spanische Staatsanleihen heim, weil Staatsanleihen international vollstreckbare Titel sind…..und ihr Schaden in den Bücher der spanischen Notenbank begrenzt ist. vgl. H.W.Sinn.

        Dass Sie keine Ahnung von Buchhaltung haben, macht Ihre Bewertungen so unappetitlich rüpelhaft. Eine Bewertung habe ich mir eingangs extra gespart – soviel zu ihrer Friedfertigkeit.

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        Christian Anders sagte:

        @Alexander

        Welcher Spruch müsste denn fallen, dass die Deutsche Regierung Pfänder anbietet?
        Doch nur der, dass man gegen Euros keine Ware mehr am Weltmarkt bekommt – während man gleichzeitig keine gesuchten Waren anbieten kann, die man für Euros verkauft.
        DANN wäre man gekniffen. So lange man aber gesuchte Waren gegen Euros herausgibt sind auch Euros gesucht. Es hängt also viel daran, ob Deutschland weltmarktfähige Güter anbieten kann. Kann es aktuell und so lange das so ist, sehe ich den Ruf nach Pfändern nicht.

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        Christian Anders sagte:

        Nachtrag:

        „Wie bei einer gewöhnlichen GmbH müssen Gesellschafter mit frischem Kapital aushelfen, wenn das Eigenkapital aufgebraucht ist.“

        Und wenn Sie es nicht tun, passiert was? Soweit ich weiß, war das EK der tschechischen ZB über eine Dekade(!) negativ.

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        Dr.LucieFischer sagte:

        @Alexander
        “Untertanen, die nicht einmal ihr Wahlverhalten ändern führen nach Verlust ihrer Eigentümer einen Bürgerkrieg? Nein. Einzige Bedingung dieser Untertanen ist schon jetzt „GLEICHHEIT“ – demnächst auch bei Immunisierung….”

        Überlebende z.B. durch chronische Krankheit/ Siechtum / in nie gekanntem Ausmass erschöpft und am Ende ihrer Kraft, werden zu keinem Widerstand fähig sein. Genforschung bietet neue Verfahren biologischer Kriegsführung, die selektiv für Bevölkerungsgruppen designt werden können. Die labortechnischen Möglichkeiten dazu existieren, dass sich niemand die destruktiven Ausmasse vorstellen kann/ will/ ist psychohygienischer Selbstschutz: Verdrängung des Unfassbaren.
        Mehrere Semster Medizinstudium reichen nicht aus, um die Komplexität der menschlichen Gerinnungs-Kaskade zu verstehen, bestenfalls entsteht demütiger Respekt vor evolutionär-entwickelten Leistungen. Hybris zeigt sich in Forschung, die glaubt, innerhalb weniger Monate Nebenwirkungen von m-RNA- Injektionen ausschliessen zu können: die Warnung, die von Astra Z ausgeht ,
        ( wird gerade umbenannt in ” Vaxzevia” ) ist ein Warnschuss, der ungehört bleiben wird. Menschen ziehen es, positiv zu denken, positiv bias.
        Humane Gerinnungskaskade:

        https://www.google.com/search?q=Gerinnungskaskade,+Tabelle&client=firefox-b-d&sxsrf=ALeKk028DJfzxBZu8piDLRAHjNyDGkFFxQ:1617198120263&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=FiV3OqZYrs1oiM%252CRDjLLmcEgzJqIM%252C_&vet=1&usg=AI4_-kQnI6q92lxjR5VAm1pjF5RunGLVtw&sa=X&ved=2ahUKEwjnifW71NrvAhW3AmMBHcoBAe8Q9QF6BAgPEAE#imgrc=FiV3OqZYrs1oiM

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        Alexander sagte:

        @Chrisitian Anders

        Ohne BRD wäre die EU schon auseinander und diverse Staaten von ihren Heuschrecken Gläubigern gepfändet worden. Griechenland war der Probelauf und Madame Merkel musste helfen….Der Gewinn aus dem “weiter so” ist allemal größer als ein Insolvenzereignis.

        Wenn eine Notenbank über negatives Eigenkapital verfügen kann, hat positives Eigenkapital welche andere Aufgabe als die Besicherung von Geschäftsvorfällen?
        Die Perspektive der tschechischen Notenbank war und ist eine andere als die der griechischen Notenbank. Ob und wie lange Lieferanten mit solchen Ländern Handel treiben wollen hängt von dem Umständen ab…..

        China ist auf gutem Wege von z.B. deutschen Produkten unanbhängig zu werden. Was bietet die 83 Mio. BRD* sobald Peking entscheidet keine Premiumautos zu importieren und seltene Erden nur noch gegen AU liefert?

        (*neben der Demographie schrumpft hierzulande auch die intellektuelle Kompetenz, arm aber sexy)

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        Christian Anders sagte:

        @Alexander

        „Wenn eine Notenbank über negatives Eigenkapital verfügen kann, hat positives Eigenkapital welche andere Aufgabe als die Besicherung von Geschäftsvorfällen?“

        Nun, in der Zeitspanne, in der alle Geschäftsvorfälle bei negativem EK abgewickelt wurden?

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        Alexander sagte:

        @Dr. Lucie Fischer

        Bleiben wir bei den greifbaren Tatsachen der Bundespressekonferenz:
        https://youtu.be/AJplilEN1Ek

        Neben dem Gesundheitsminister erklärt unsere liebe Frau Kanzlerin, dass der “begrenzt zugelassene Wirkstoff” nicht gänzlich erforscht sei und man im Begriff ist zu lernen.
        Dass es keine begrenzte Zulassung gibt, wie man verspritze Stoffe nicht mehr aus den Körpern extrahieren kann dürfte allen klar sein.

        Diese Politik riskiert die Gesundheit einer unbekannten Menge Bevölkerung um einer Erkrankung vorzubeugen, deren positiv Getestete ohne Symptome weder infektiös noch erkrankt sind, vgl. WHO paper – umgekehrt aber Immunisierte andere infizieren und unverändert sterben können – vgl. RKI.

        Nachdem auch der Wirkzeitraum unerforscht ist empfehlen Hersteller (vgl. Pfizer CEO Interview) die Auffrischung nach ca. 6 Monaten mit erneuten Risiken unerforschter (Langzeit-)Nebenwirkungen.

        Untertan ist, wer sich trotz Aufklärung unterwirft weil er hofft damit besser zu leben. “Werch ein Illtum”.

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        Anna Nuema sagte:

        @Alexander:
        Alles recht und schön, aber bei derlei Ansagen (“… deren Sterblichkeit unterhalb statistischen Rauschens …”) gucke ich gerne mal schnell nach und finde das hier:
        “2020 sind in Deutschland 985.145 Menschen gestorben. Das sind fast 51.000 Tote mehr als im Schnitt der Jahre 2016 bis 2019. Und es sind auch rund 30.000 mehr als 2018, dem Jahr mit der schlimmsten Grippewelle seit 30 Jahren, verstorben sind. Eine erhöhte Sterblichkeit lässt sich anhand der destatis-Daten für Ende März bis Anfang Mai, im August und ab dem letzten Oktober-Drittel feststellen.”
        Quelle: https://de.statista.com/infografik/21523/anzahl-der-sterbefaelle-in-deutschland/

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        Joerg sagte:

        @AnnaN, Sterbedaten Covid19 auf Statista

        “Wie schaut man Daten an?”
        Textaufgabe: Zunaechst sind die Zahlen im zitierten Text ein Anhaltspunkt.
        985k sind 2020 gestorben. 30k mehr als 2018. 43k mehr als 2019.
        Bonus, wegen Alterung 1-2% mehr je Kalenderjahr zu erwarten.

        Rechnung:
        2018 (Grippewelle): 955k gestorben (985k – 30k)
        2019 (normal): 942k gestorben (985k – 43k)
        2020 (Covid19): 985k gestorben

        Jetzt die Bereinigung der Altersstruktur (1,5% pa) ausgehend von 2018 (Grippejahr)
        2018: 955k
        2019: 955k x 1,015 = 969k
        2020: 969k x 1,015 = 984k

        985k (Gezaehlt in 2020) minus 984k (aehnlich-wie-Grippe-2018-altersbereinigt) = 1k = Grundrauschen!

        Jetzt noch zum Graph:
        Da fallen zwei “Zacken” auf: im Mrz 2018 waren 30k wegen Grippe mehr als Durchschnitt gestorben.
        Im Dez 2020 waren 40k wegen Covid19? mehr als Durchschnitt gestorben.
        Der Rest ist alles Grundrauschen.

        Persoenlich, beachte ich die Divi-Daten alle paar Wochen:
        https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen
        Peak war 03.01.21 mit 5.745 belegten Intensiv-Betten wegen Covid19, jetzt sind wir komfortable ~2.000 Betten darunter. Auch verlaeuft die Steigung der Fallzahlkurve seit 13.03.21 moderater als in frueheren Wellen (Impfung der Risikogruppen wirkt!).

        Meine Meinung: Wir brauchen keinen harten Lockdown unterhalb von 250-300 Inzidenz mehr und koennen uns so durchwursteln?!
        2020 war der Peak um den 20.April, falls es in diesem Jahr aehnlich wird (Fruehling, Impfungen spielen in die Haende), haben wir es so gut wie geschafft.

        LG Joerg

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Anna Nuema

        Der Nachweis über Sars Cov 2 als Todesursache beruht auf dem PCR Test, dessen Ergebnis von der Anzahl der Testzyklen abhängt.

        Gestern entschied ein Wiener Verwaltungsgericht, dass der PCR Test nicht geeignet ist einen Kranken zu identifizieren – gemäß WHO Veröffentlichung: https://www.achgut.com/artikel/wiener_gericht_bestaetigt_dass_pcr_tests_keine_infektionen_nachweisen

        Der Umstand, dass positiv Getestete automatisch als Infizierte eingestuft werden und darauf lock down Massnahmen und Einschränkung der Grundrechte legitimiert werden – ist unwissenschafltich. Dasselbe gilt für Verstorbene positiv Geteste, wenn die Todesursache nicht einmal Grippe war.

        Diese Pandemie dient, die WHO Tatsache vorausgesetzt, einem anderem Zweck als dem Schutz von Gesundheit.

      • Avatar
        Joerg sagte:

        @Alexander, Sie gehen nicht auf AnnaN ein.

        Ihre [AnnaN] Verlinkung betraf die Frage, ob 2020 insgesamt MEHR Leute gestorben sind als sonst (also egal, ob mit oder ohne Corona-Test-Feststellung; Uebersterblichkeit).
        Fuer diese Fragestellung ist es irrelevant, ob Motorradfahrer oder Krebspatienten nach positivem PCR-Test als Covid19-Opfer in der Statistik auftauchen, es zaehlen nur die Toten insgesamt, oder?
        LG Joerg

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Joerg

        Die Übersterblichkeit inmitten einer Pandemie rührt aus den Auswirkungen der Einschränkungen (Sucide, verschobene medizinische Eingriffe, versäumte Arztbesuche, Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum) oder dem tödlichen Virus selbst?

        Ich beziehe mich auf die Sars Cov Opfer Zählungen und die Qualität dieser Zahlen, gemessen an den Schwächen des PCR Tests.

        Global sind die “falschen” PCR Zahlen nicht erschreckend, die Opfer der wirtschaftlichen Depressionen hingegen nicht minder zu bedauern.

      • Avatar
        Christian Anders sagte:

        @Alexander @Joerg

        Zuerst prinzipiell: Die Übersterblichkeit an sich sagt wegen laufender Präventivmaßnahmen weder was über a) die Gefährlichkeit des Virus ohne Lockdown, noch über b) die Wirksamkeit des Lockdowns aus. Weil a) WEGEN laufender Prävention nicht messbar ist, kann b) nicht evaluiert werden.

        Dass bekannte Paradox erfolgreicher Prävention: Man muss sie abstellen, um ihre Wirksamkeit zu testen. Wer traut sich?

        Dass PCR keine Erkrankten identifiziert, muss kein Gericht feststellen. PCR hat noch nie Erkrankte identifiziert. Man kann bspw. eine HIV-Infektion nachweisen. Eine Erkrankung an Aids aber überhaupt nicht.
        PCR weist also nach, dass die Schleimhautprobe mit Erregern besiedelt war. Eine Nichtinfektion (Eindringen des Virus in Körperzellen zwecks Vermehrung) ist nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Eine Erkrankung (=sympomatischer Verlauf einer Infektion) ist mit der Methode nicht detektierbar, weil sie nun mal keine Symptome detektiert. Hat sie noch nie.

        Dass Gerichte darüber befinden, was wissenschaftlich ist, ist quatsch. Sie befinden, was aus juristischer Sicht als wissenschaftlich gilt – optimalerweise ist das deckungsgleich.

        Danke @Alexander aber für den Link, da ich von dort zu einer mir noch unbekannten Studie gelangen konnte.

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        Alexander sagte:

        @ Christian Anders

        Was Gerichte anerkennen entzieht sich dem Informationsstrom der Regierungen und ihrer Chef-Wissenschaftler? Nach einem Jahr Pandemie wäre das zuviel verlangt, weil sich niemand “traut”?

        Mut ist ein schönes Stichwort, denn am Mut Millionen von Menschen mit unerprobten Vakzinen zu spritzen mangelt es den politischen Entscheidern solange nicht, bis sie selbst in der ersten Reihe stehen….Horsti kneift https://youtu.be/_e_tBudxjM0

        Inzwischen wird das mutige Israel von einer mysteriösen Herzinfarktwelle heimgesucht, Euromomo hat die Mortlitätsstatistik ausgeblendet bis belastbarere Daten eintreffen…..?

        “schaun mer mal dann seng mas scho”

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      Quintus sagte:

      @ Dr. Lucie Fischer
      Wie Recht sie doch haben, doch der Wahnsinn beginnt erst.
      Hier spricht der Bürgermeister aus Halle zu dem Problem eines mutierten Virus bei bereits zweifach geimpften Personen an 3 Krankenhäusern in Halle.
      Schnelltest negativ, keine Krankheitssymptome, bei anschließendem PCR-Test wurde jedoch eine sehr hohe Virenlast festgestellt.
      Wenn Krankenschwestern zu Superspreadern werden:
      https://www.youtube.com/watch?v=X6tcZyzdoIE

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        Dr.LucieFischer sagte:

        Danke Quintus, ich gebe zu, es stengt an, zu warnen-
        Wie gerne würde ich wissen, wie der verehrte Professor Heinsohn die Gefahr biologischer Kriegsführung einschätzt! Er ist einer der wenigen Forscher, der die mörderische Seite des Menschen furchtlos analysiert hat ohne soziologisch-beschönigendes Geschwafel- Nur Sigmund Freud erreicht m.E. seinen intellektuellen Mut. Zur Komplexität immunologischer Dynamik existieren nicht so übersichtliche Schaubilder, es ist eine Schande, wie schäbig z.B. Professor Bhakti von Politik und Forschungskollegen ausgegrenzt wird. Ich kenne persönlich dazu beschämende Beispiele.( ehem. Kollegen, jetzt bezahlte Lobbyisten in Pharma-Diensten) .

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    Alexander sagte:

    RISIKO heißt das Zauberwort für das Ende der Sause.

    Sars-Cov2 Bxx ff. setzt den “great reset” für die Rettung durch Geldflutung, weil man nur noch Aktienbewertungen inflationieren kann. Reale Wirtschaftseinbrüche werden real durch Buchhaltung erfasst und Fehlbeträge müssen real aus Eigenkapitalen beglichen werden – ohne Aussicht auf staatliche Hilfe mangels Bedürftigkeit.

    Bsp. der pandemiebebingte Rezessionseinbruch 2020 ist größer als die durchschnittliche Umsatzrendite der Metall und Elektro Industrie, bei sinkenden Umsätzen stehen finanzierte (gehebelte) Anlagevermögen sofort unter Wasser:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153677/umfrage/ertragslage-der-metall–und-elektroindustrie-in-deutschland-seit-1997/

    Alle aus der Realökonomie abgeleiteten Bewertungen müssen diesem Trend folgen, mit allen Konsequenzen für inflationierte Immobilien und Aktienmärkte. Für Übertreibungen bleibt nur noch die Phantaisie der Zukunftstechnologien…….deren Bäume über den Himmel hinaus wachsen.

    An das Märchen von der Machbarkeit politischer Utopien glauben nur jene Kräfte, die gar nichts von der ökonomischen / steuerlichen Realität verstehen – anders als Kleinbürger müssen Unternehmen ihre Investitionen immer nach vorne finanzieren und “Ersparnisse” dienen nur der Besicherung solcher Kredithebel – für mehr reicht es im Normalfall gar nicht.

    “Cash ist king” – P.C.Martin, ….wenn die Kreditschneeballlawinen im Tal auslaufen.

    Danach droht uns ein Neuanfang, vgl. Gunnar Heinsohn.

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      Bauer sagte:

      @ Alexander

      Zins ist eine Risikoprämie. Ein Nullzins bedeutet, dass es vordergründig kein Risiko gibt. Damit sind wir endlich im Paradies auf Erden angelangt, möchte man meinen. Es gibt schon zu viele, die das sogar als die Realität ansehen.

      Zins ist eine Risikoprämie, immer noch. (Prä-)historisch gesehen, war das Leben kurz und risikoreich, was der Zins widerspiegelte. Die ältesten Aufzeichnungen stammen aus der Zeit der Sumerer im fruchtbaren Halbmond und betrafen landwirtschaftliche Produkte, vorwiegend Getreide. Dieses über eine Saison zu bringen, war mit hohen Verlusten durch Feuchtigkeit und Mäusefraß verbunden. Feuchtes, angekeimtes Getreide war schon nicht mehr als Saatgetreide nach dem Winter verwendbar. Hinzu kam das allgemeine Lebensrisiko der Parteien (Verleiher und Leiher) bei einer mittleren Lebenserwartung von kaum 30 Jahren und das politische Risiko (Krieg, Wirren, Konfiskation bei allgemeinem Mangel). Unter diesen Voraussetzungen war ein Zinssatz von 30% und mehr durchwegs angemessen (Zinssatz >= Schwundrate) und keineswegs der Wucher, der ihm heute beigemessen wird.

      An diesen Zuständen hat sich über Jahrtausende nichts oder wenig geändert. Athen musste sein Getreide aus Kleinasien in offenen Schiffen importieren, Rom aus Nordafrika ebenso. Das Risiko der Seefahrt löste lediglich andere Risiken ab, so dass sich insgesamt wenig verbesserte.

      >> hierher gehört das Diagramm aus dem bto-blog vom 21.03.2020, Globale Zinsentwicklung seit 1300 [BoE, Schmelzing]

      Nach den Wirren des frühen Mittelalters kommen wir in den Bereich obigen Diagramms. Der erste bemerkenswerte Zinsanstieg ab etwa 1360 ist wahrscheinlich der Großen Pest zuzuschreiben. Der weitere ab etwa 1430 könnte im allgemeinen Geld-(Silber)mangel der Periode begründet sein, der die moderne Seefahrt nach Asien und Amerika auslöste. Zwei weitere Spitzen markieren die Religionskriege und den 30jährigen Krieg. Insgesamt sank der Zins jedoch im Gefolge der sichereren Lebensbedingungen und der Kapitalzuflüsse aus den Kolonien.

      Der Beginn des Industriezeitalters um 1800 und die gleichzeitig stattfindenen napoleonischen Kriege führten zu einem unmittelbaren und in dieser Größenordung neuen Kapitalbedarf, der Zins stieg nachhaltig in der ersten Hälfte des 19. Jhdts., um mit dem Einsatz des modernen Bankwesens wieder zu sinken auf rd. vier Prozent, bekanntlich dem gesetzlichen Zinssatz vor WW1.

      Was dann passierte ist Zeitgeschichte, die Weltwirtschaftskrise 1929/31 und die Greenspanblase, die uns nicht mehr loslässt. Da diese letzten wilden Bewegungen der Zinskurve keine haltbare Aussage zulassen, habe ich mehr erlaubt, die Zinskurve hypothetisch bei 4% zu verlängern. Ganz einfach, weil dies normalem wirtschaftlichen Risiko etwa entspricht und ein Nullzinsregime auf Dauer nicht haltbar sein wird.

      Wenn man den bto-blog vom vom 19.03.2021 nochmal liest, kann man schon zu dem Schluss kommen, dass sich der Zins wieder dorthin bewegt. Zu wünschen wäre es, zumindest aus meiner Sicht.

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        Alexander sagte:

        @Bauer

        Ohne Ihre Herleitung in Frage stellen zu wollen, mein Alternativangebot:

        Nullzins drückt Nullrisiko aus was in jedem Fall eine unverschämte Lüge ist.

        Nullzins ist jedoch sehr bequem und da der Westen seine Probleme nicht lösen mag, beauftragte man schlaue Wissenschaflter den Nullzins durch Preisfindung des Marktes zu erklären – in einem staaltichen Monopolgeldsystem :o)

        Des weiteren verringerte man jede Haftung durch juristische Konstruktionen und lagerte über die Kreditgeldschöpfung alle Kreditrisiken über die schöpfenden Banken in die Zuständigkeit der Zentralbank aus.

        Wachstum und Beschäftigung sollte daraufhin fulminant ausfallen und es schien gerade so, als ob man zuwenige Arbeitskräfte habe und dringend zusätzliche Menschen geschenkt braucht – auch wenn diese über keinerlei Qualifikation verfügen, das Ergebnis ist immer positiv.

        Obwohl Nullrisiko und Nullzins unendliches Wachstum rechtfertigen erklären schlaue Wissenschaftler die Endlichkeit desselben und ihre wissenschafltichen Kollegen entdeckten einen tödlichen Virus, der den Stillstand ganzer Ökonomien erzwingt.

        Die Dankesanzeigen über verstorbene Konzernmitarbeiter füllen täglich die Seiten der Nachrichtenblätter und das eigene Leben zu schützen verschließen sich die Bürger in ihren Heimen hinter Masken.

        Da der Stillstand alle vergebenen Kredite ihrer Kalkulation beraubt und damit alle Bewertungen aller Vermögenspreise zunehmend unmöglich macht, benötigt man dringend Zentralbanken und ihre Geschütze….denn eine Abwärtsspirale sei nicht anders zu verhindern….

        Der Ausgang der Schlacht ist offen, fest steht dass über die Preise auch die Zinsen steigen werden….weil ein tödlicher Virus ein unkalkulierbares Risiko ist.

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    Dr.LucieFischer sagte:

    Vielen Dank für diesen TBO-Beitrag, wieder einmal ein highlight!
    Ron Paul bezeichnet im huete ( auf Goldseiten.de gefundenen ) Interview die Zentralbanken / FED/ als moralisch und finanziell korrupt, seine Analyse und Prognose zur aktuellen Situation ist pessimistisch und beunruhigend.
    Finanziell-ökonomische Aufklärung, wie von Herrn Dr. Stelter unermüdlich forciert, sieht auch Ron Paul als einzigen Ausweg, gegen Ende auch einige praktische Empfehlungen:
    https://youtu.be/W_GTkEAsxOQ

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      Anna Nuema sagte:

      @Dr. Lucie Fischer:
      Ich weiß, ich ich habe zuletzt nicht so positiv auf ihr Fundstück reagiert. Aber dieses hier erinnert mich an dieses hier: https://youtu.be/ezFXCUni-ak
      Das fand ich vor einigen Tagen als ich zum Thema Gold als Inflationsschutz googelte. Mein großes Thema in diesen Tagen. Es ist auch von Kitco News. Vielleicht finden Sie es ebenfalls interessant.

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    foxxly sagte:

    …… ach, die armen reichen können garnichts dafür, dass sie noch reicher werden!

    ich finde es verwerflich, dass das system dafür sorgt, dass finanzkapital in einem noch größeren missverhältnis zu der realwirtschaft exponentiell ohne not, wächst.

    banken, notenbanken sorgen also dafür, dass die ungleichheit in der gesellschaft, ohne wirklichen effekt für den rest der gesellschaft, steigt.
    sollte diese nicht eigentlich das gegenteil bewerkstelligen?

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      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      “banken, notenbanken sorgen also dafür, dass die ungleichheit in der gesellschaft, ohne wirklichen effekt für den rest der gesellschaft, steigt.
      sollte diese nicht eigentlich das gegenteil bewerkstelligen?”

      Na hoffentlich nicht!

      Banken sollen Gewinn machen und sich dabei an die Gesetze halten, so wie jedes andere Unternehmen auch.

      Und Notenbanken sollten eigentlich die Preisstabilität sicherstellen, und nichts anderes.

      Aus Verteilungsfragen sollten sie sich tunlichst raushalten, das wird sonst übel enden. Als nächstes kommen sonst noch die Gretischisten und fordern, dass die Notenbanken den Klimawandel bekämpfen sollten. Und wieso sollen die Notenbanken eigentlich keinen Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus leisten? Oder für den Weltfrieden?

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        foxxly sagte:

        @ ott 10:45
        >>Banken sollen Gewinn machen und sich dabei an die Gesetze halten, so wie jedes andere Unternehmen auch. <<

        banken sollte in dem ganze geld-und wirtschaftskreislauf eine neutralstellung haben.

        daher sollte bei den banken niemals ein gewinn-streben/eigeninteresse vorhanden sein dürfen.
        dies ist neben dem kreditgeldsystem, der nächste systemfehler!

        banken müssten ein voll integraler bestandteil der realwirtschaft sein!

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        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        Unverständliches Kauderwelsch.

        “Neutralstellung”, “kein Gewinnstreben” aber “integraler Bestandteil der Realwirtschaft” – was soll das bedeuten? Wissen Sie überhaupt selbst, was Sie wollen?

      • Avatar
        foxxly sagte:

        @ ott 11:55 >> Wissen Sie überhaupt selbst, was Sie wollen?<<

        ja, weiß ich !!

        und sie wissen es auch!

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        Keine Ahnung. Ich weiß nicht, was Sie genau wollen, denn ich kann Ihre Gedanken nicht lesen. Den totalen Krieg vielleicht? Oder doch nur MAOAM?

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        Feelicia Knax sagte:

        @foxxly

        “Der Sozialismus, in seinen verschiedenen Zweigen, und durch Maßnahmen von naturgemäß unbeschränkter Zahl, fordert ..
        VOM GESETZ die Verwirklichung des Dogmas der Brüderlichkeit.”

        “….denn Sie können nicht die Brüderlichkeit gesetzlich verankern ohne die Ungerechtigkeit gesetzlich zu machen”

        (Frédérice Bastiat, https://www.bastiat.de/gerechtigkeit-und-bruederlichkeit/ )

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        Heinz sagte:

        @Feelicia Knax
        Danke für den Link. Ich bin seit einiger Zeit mit ähnlichen Gedanken im Schwange. Daher mein Einwand: “Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahres Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts, bedenket auch nichts; es ist uns besser ein Mensch sterbe für das Volk, denn daß das ganze Volk verderbe.…” Johannes 11

    • Avatar
      Hans Severin sagte:

      @ foxxly,
      tja, das jetzige “Dunkle Zeitalter” wurde auch als das Zeitalter der großen Ungerechtigkeit bezeichnet. Wird sich hoffentlich ändern, hängt von uns Menschen ab, ist nicht naturgegeben, wie lange so ein Zeitalter dauert. Die nachfolgende Beschreibung der verschiedenen Perioden ist 600 Jahre alt, setzen wir uns dafür ein, dass es nicht noch mal so lange dauert…

      … the world is a chariot
      And it has a charioteer.
      It keeps changing, age after age.
      …….

      … die Welt ist ein Streitwagen
      Und sie hat einen Wagenlenker.
      Sie verändert sich ständig, Zeitalter für Zeitalter.
      …….
      Das Satyayug war das Zeitalter der Zufriedenheit
      Es hatte Dharma als seinen Wagenlenker.

      Das Tretayug war das Zeitalter der Kontinuität,
      Es hatte Tüchtigkeit als seinen Wagenlenker.

      Das Dwaparyug war das Zeitalter der Buße,
      mit der Wahrheit als seinem Wagenlenker.

      Das Kaliyug ist das Zeitalter des Feuers,
      mit Falschheit als seinem Wagenlenker.

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      Dr.LucieFischer sagte:

      @foxxly
      Für das menschliche Bewusstsein existieren nur Dinge, die einen präzisen Namen haben-
      Immer die ” Superreichen” etc zu bejammern, beeindruckt niemanden, ab wann ist man
      ” reich”? Lieschen Müller stellt sich dabei Faberlos-Lottogewinn vor (Neid, also mitspielen ) die Macht von z.B. Black-Rock & Davos Konsorten bleibt anonym , unangreifbar, inexistent.
      Zaghaft-verdiente journalistische Schritte: Hans-Jürgen Jakobs: “Wem gehört die Welt”: Schattenbanken & grauer Kapitalmarkt bekommen Namen und Gesicht:
      https://www.youtube.com/watch?v=r0rCiMSdkrE

      Antworten
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    Dr. Gerald Baumann sagte:

    Schönes Gleichnis! Was ist aber nun das Fazit für den normalen Otto, der nicht wie Peter und Paul über große Pfänder verfügt? Soll er zumindest sein Kommer-Weltportfolio über Kredit hebeln, soweit die Bank da mitspielt?

    Antworten
    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @Dr. Baumann
      “Soll er zumindest sein Kommer-Weltportfolio über Kredit hebeln, soweit die Bank da mitspielt?”

      Ich weiß nicht, was genau ein “Kommer-Weltportfolio” sein soll, aber per Kredit gehebelte Portfolios werden beim nächsten Crash garantiert zwangsliquidiert werden, wenn Sie nicht genügend andere hinreichend flüssige Assets in der Hinterhand haben.

      Dann freut sich die Bank, oder Leute wie ich, die ohne Leverage arbeiten und dann billig zukaufen können…

      Antworten
      • Avatar
        Joerg sagte:

        @Hr Ott,
        Kommer-Weltportfolio meint ein ETF-Portfolio (exchange traded funds) der Welt AG (also moeglichst breit, in moeglichst alle Aktien-Unternehmen der Welt ueber ETFs investieren).

        Gerd Kommer betreibt eine Vermoegensverwaltung und hat als Koryphaee einen sehr empfehlenswerten Blog:
        https://www.gerd-kommer-invest.de/blog/

        Dass ein wesentlicher Teil (Geldvolumen als auch Anzahl) der Marktteilnehmer auf Margin spekuliert/investiert, scheint mir praxisfern (insgesamt, ueber alles, vielleicht Faktor 1,1-1,2x der Marktkapitalisierung?). Das mag eher bei Immos so zu sein?

        Herrn Heinsohns Beispiel ist viell. eher als prinzipielles zu verstehen (fuer Kredithebel und Asset-Inflation-Mechanismus) als ursaechlich fuer die momentane Aktienmarkt-Entwicklung?

        Persoenlich scheint mir die Auswirkung des “billigen Geldes” eher in der Ausweichreaktion vieler, vieler Anleger zu bestehen? Asset-Stroeme fliessen seit geraumer Zeit vermehrt in Aktien/Fonds statt in Renten, weil die Realrendite auf Renten global so offensichtlich negativ ist [und wohl erstmal bleiben wird].
        Also die Preisentwicklung ist nicht [va / nur] durch wenige “Reiche” begruendet, sondern von der Sparleistung der Massen (alle, ausser der “unteren 30%”)?!

        LG Joerg

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