Energie und Geschichte – eine Symbiose

Bereits öfter veröffentlichte ich einen Gastbeitrag von Herrn Bauer auf bto. Langjährige Leser/-innen kennen ihn als Kommentator.
Dieses Mal fasst der Autor seine Gedanken zur sozialen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft unter dem Aspekt der Energieproduktion und -nutzung als ein Schlüsselkritierium zusammen.

Energie und Geschichte

Energie ist Leben und Geschichte entsteht aus früher Erlebtem. Allerdings gibt es wenig Literatur, die den inneren Zusammenhang zwischen Energie und Geschichte schlüssig behandelt. Ein wichtiges, vielleicht sogar das wichtigste Werk dazu ist “ Why The West Rules – For Now” von Ian Morris, 2010, ISBN 978-1-84668-208-7. Der Autor liefert darin eine Weltgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart und untersucht die soziale Entwicklung (Social Development) anhand von Schlüsselkriterien unter Einschluss der Energie. Aus gegebenem Anlass (Entropie und Erneuerbare Energie) habe ich es noch mal hervorgeholt und durchforstet. Das Buch ist der Ausgangspunkt dieser Überlegungen und ich werde mehrfach darauf Bezug nehmen.

Mr. Morris wählte vier Kriterien, Energieverbrauch (Energy Capture), Organisation (Settlement Size), Kommunikation (Communication) und Kriegsstärke (War Making), und bildete daraus gleichgewichtet (4 x 250) einen Wert zwischen 0 und 1000 für die soziale Entwicklung, jeweils getrennt für Ost und West, wobei der Höchstwert 1000 für das Jahr 2000 steht.

Naturgemäß gibt es Energieverbrauch von allem Anfang an mit einem überlebensnotwendigen Mindestwert von 4 kcal/c/d (= 4.65 kWh/capita/day) für Nahrung und Brennholz. Die anderen drei Kriterien waren über lange Perioden der Frühgeschichte dagegen völlig untergeordnet und zeigen erst später quantifizierbare Werte und plausible Relationen zum Energieverbrauch. Es lag damit nahe, sie in den Energieverbrauch zu integrieren und nur mit diesem einen Wert die weitere Untersuchung fortzusetzen. Mr. Morris habe ich darüber unterrichtet.

Der Energieverbrauch entwickelte sich im Westen stetig über zwölftausend Jahre mit wechselnden Schwerpunkten von Vorderasien, bis er um 1 v./n. Ch. mit Rom als Zentrum bei 42 kcal/c/d (~rd. 50 kWh/c/d) stagnierte und ab dem 2. Jahrhundert signifikant wieder abfiel. Der Osten erlebte dieselbe Entwicklung 1000 Jahre später mit Kaifeng als Zentrum. Beide Zentren hatten an ihrem Höhepunkt etwa 1 Millionen Einwohner. Mr. Morris weist ausdrücklich (S. 168 ff mit Diagramm 3.8) auf diese Anomalien hin und begründet sie mit geschichtlichen Ereignissen (Regimewechsel, Unruhen).

Ich kann mich dieser Meinung nicht so recht anschließen, da die Parallelität der Ereignisse zu eindeutig ist, um nur zufällig zu sein. In Rom war dies die Periode von Augustus mit dem Wandel der Republik zur Autokratie bis zum Auftreten der Soldatenkaiser, eine Periode, die durch die Werke zeitgenössischer Beobachter gut belegt ist.

Trotz der noch vorhandenen Befestigungsanlagen war die Millionenstadt Rom bereits eine offene Stadt, jedoch kein Ort, um sicher zu leben. Der jährliche Zuzug aus dem Reich wird mit cirka 100000 beziffert – meist Entwurzelte aus allen Ecken des Reichs, Freigelassene, entlassene Soldateska – und glich in etwa den Abgang durch Geburtenschwund, Mord, Totschlag, einstürzende Wohnbauten und den Nachschub für die Menschen- und Tierkämpfe im Kolosseum aus. Diese menschliche Grundsuppe wurde durch die Gratisverteilung von Nahrung und freien Zugang zu den “Spielen” einigermaßen bei Laune gehalten. Zahlreiche lokale Aufstände und bürgerkriegsähnliche Eruptionen wurden brutal unterdrückt.

Für den Osten mit Zentrum Kaifeng gilt Vergleichbares, lediglich 1000 Jahre später.

Als Quelle verwertbarer Leistung (Dimension kWh) stand der Menschheit damals außer etwas Wind- und Sonnenenergie nur Muskelkraft zur Verfügung, entweder menschliche oder von Nutztieren. Physikalisch betrachtet handelte es sich dabei um Energie niederer Ordnung (hoher Entropie). Hochtemperaturenergie konnte zwar schon früh – in größerem Umfange seit der Bronzezeit – erzeugt werden, jedoch nur mit erheblichem Einsatz, das heißt mit geringem Wirkungsgrad aus niederwertiger Energie.

In den menschlichen Ansiedelungen musste ein großer Teil der Flächen zur Unterbringung der Leistungsträger (Sklaven, Nutztiere) bereitgestellt werden, in der nächsten Umgebung für die Gewinnung von Nahrung und Fourage ebenso. Transport und Verteilung derselben einschließlich Brennmaterial für Küche und Heizung sowie Beseitigung der zwangsläufig entstehenden Abfälle (Mist, Asche) war ein logistisches Problem, das weitere Leistung und mehr Raum erforderte.

Und dies alles zusätzlich zum Raumbedarf für Verkehr, Handel, Gewerbe und die übrigen Funktionen des Zusammenlebens.

Diese Zwänge beschränkten die mögliche Dichte einer Siedlung, besonders die von großen, da Kommunikation, Organisation und Verkehr mehr oder weniger auf Fußgängergeschwindigkeit begrenzt waren. Rom und später Kaifeng erreichten diese kritische Größe und damit die Möglichkeit der Regierbarkeit. Es ist daher durchaus berechtigt, hier von einem Grenzwert zu sprechen, der der hohen Entropie der verfügbaren Energiequellen entsprach und diesen Grenzwert als Entropie der Stadtkultur zu definieren.

Die weitere Verdichtung wirkte destruktiv, die Verwaltung des Reichs und andere Kernfunktionen wichen unter Dezentralisierung an die Peripherie aus, die Zentren verloren an Macht, die Bevölkerung schrumpfte, der Zenit war überschritten, was ja auch die Geschichtsschreibung bestätigt. Der langsame Abstieg des Römischen Reiches in den nächsten 400 Jahren war anfangs eher die Folge dieser Strukturänderung als des Drucks äußerer Feinde, welcher erst weit später als Völkerwanderung fühlbar wurde.

Es gibt zu denken, dass gemäß Morris der Untergang Roms in die Obskurität des Mittelalters sich in einem Rückgang des Energieverbrauchs um nur rund 20 Prozent ausdrückt. Die Einwohnerzahl Roms sank von 1 Million auf unter 100000. Einen Rückgang des Energieverbrauchs von mindestens 20 Prozent streben doch auch unsere Klimaapostel an oder täusche ich mich da? Da steht künftigen Generationen noch einiges bevor, was sie sich so nicht wünschen können.

Erst die Aufklärung leitete die Kehrtwende ein und um 1700 wurde der Spitzenwert Roms im Westen wieder erreicht, um in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts allmählich übertroffen zu werden. Diesmal war es London, die als größte Stadt wieder in die Nähe der 1 Millionen Einwohner kam, mit einem Energieverbrauch von rund 50 kcal/c/d (58 kWh/c/d), einem Plus von etwa 20 Prozent seit Rom. Vor Beginn der industriellen Entwicklung waren die Energiequellen noch immer dieselben wie vor 1800 Jahren mit dem Unterschied, dass in London bereits überwiegend Kohle statt Holzkohle verbrannt wurde, was den höheren Grenzwert erklärt. Denn es war ein Grenzwert. London litt an denselben Symptomen wie seinerzeit Rom.

Warum beträgt die Spurweite fast aller Eisenbahnen seit dem 19. Jahrhundert bis heute und wohl in Zukunft 1435.5 mm? Weil dies die höchstzulässige Breite (4 ft. 8.5 in.) der Kutschen und Lastfuhrwerke im London des 18. Jahrhunderts war, damit zwei auf den engen Straßen und im dichten  Verkehrsgedränge noch aneinander vorbeikamen. Die ersten Eisenbahnkonzessionen übernahmen dieses Maß der Einfachheit halber, und dabei blieb es.

Laut zeitgenössischen Berichten mussten täglich 5000 Tonnen Stallmist und Kloakeninhalt aus London hinausgeschafft werden, was allein etwa 2000 Fuhrwerke beschäftigte, deren Zugtiere wiederum … usw. Jeder bürgerliche Haushalt hatte noch Droschken-/Reitpferde und Haustiere im Untergeschoss, von adeligen Hofhaltungen ganz abgesehen.

Nach allen Indizien war London daran zu ersticken, also gerade an dieselbe Entropie-bedingte Entwicklungsgrenze zu stoßen wie Rom 1800 Jahre vorher. Es kam jedoch anders – gerade noch zur rechten Zeit. Ingenieure mit praktischer Erfahrung stießen die Tür zur Zukunft auf: Matthew Boulton und James Watt 1776 mit der ersten brauchbaren (das heißt Drehmoment liefernden) Dampfmaschine und Richard Trevithick 1804 mit der Lokomotive, der selbstfahrenden Dampfmaschine auf Rädern.

Wie groß der Druck der Entropiegrenze bereits war, kann man ermessen an der Geschwindigkeit der industriellen Übernahme und Verbreitung dieser Erfindungen. Innerhalb weniger Jahre förderten die Kohleminen ihr Wasser kontinuierlich mit Dampfpumpen aus den Schächten, die Textilindustrie expandierte und verzehnfachte ihren Umsatz, die ersten Eisenbahnen verbanden die Städte im englischen Mittelland. Die Betriebskosten sanken teilweise um mehr als 90 Prozent, der frei werdende Cashflow wurde reinvestiert statt konsumptiv verteilt, was Charles Dickens und später Karl Marx und Friedrich Engels zu Kritik und düsteren Vorhersagen veranlasste, die zwar in dieser Schärfe nicht eintraten, uns aber heute noch beschäftigen.

Morris analysiert hier eine Singularität. Das ist ein Bruch in der Entwicklung und er hat zweifellos recht damit, datiert sie allerdings erst für die Jahrtausendwende. Meine statistische Analyse ergab, dass diese Singularität für den Westen unmittelbar mit Beginn des 19. Jahrhunderts, also um 1800 anzusetzen ist. Im Osten, der ja damals noch weitgehend kolonial beherrscht wurde, kam der Start erst rund 100 Jahre später um 1900, ausgelöst durch die Emanzipierung der Kolonien und ihre Einbeziehung in den Ersten Weltkrieg. Während vor dieser Singularität die Entwicklung gut mit Polynomen nachzubilden ist, gelten seitdem exponentielle Formeln.

Letztere haben allerdings die Eigenschaft, dass ihnen bald die Luft zu dünn wird, sie also nicht einfach extrapoliert werden können. Im Westen beobachten wir diese Erscheinung seit der Jahrtausendwende, wenn sie nicht schon vorher bereits fühlbar war. Der Osten holt auf und verkürzt den Abstand stetig. Da die technische Entwicklung inzwischen eindeutig an physikalische Grenzen stößt, bahnbrechende Ausweitungen der erreichbaren Grenzen also nicht gleich zu erwarten sind, stellt sich die Frage, ob hier nicht ein neuer Grenzwert der erreichbaren Entropie vorliegt. Die GRÜNEN sind ja schon dabei, einen solchen Deckel anzuordnen und möglichst bald sukzessive abzusenken. Was sie damit anrichten werden, lässt sich durch Studium des römischen Endes erahnen.

Trotz Globalisierung wird dieser zu erwartende Deckel nicht gleichmäßig wirken. Der Energieverbrauch in den USA beträgt gegenwärtig rund 240 kWh/c/d, in Europa (EU) 110 kWh/c/d, in China 51 kWh/c/d und im weltweiten Durchschnitt 58 kWh/c/d. Dies sind die letzten einheitlich verfügbaren Daten von 2014, die auch heute noch aktuell sein sollten, da der zwischenzeitliche Zuwachs von etwa 1,4 Prozent jährlich durch die COVID-Folgen in etwa kompensiert wird.

Es ist interessant zu vermerken, dass die USA etwa doppelt so viel Energie brauchen wie Europa für einen im Wesentlichen gleichwertigen Lebensstandard. Europa musste seinen Energieverbrauch nur reichlich verdoppeln, um seinen gegenwärtigen Lebensstandard zu erreichen, und dass China sich im Mittel etwa auf dem Stand von London um 1800 befindet, allerdings mit einer enormen Zuwachsrate, die, sollten da jemals Vergleichsdaten zugänglich werden, ähnlich ist wie im London des beginnenden 19. Jahrhunderts.

Dieser neue Deckel ist nicht einfach zu überwinden, da er einerseits administrativ verordnet wird und andererseits physikalisch die Luft dünn wird. Die Industrienationen sind an Grenzen angelangt, die mit herkömmlichen und erprobten Mitteln nicht mehr überwindbar sind. Kommunikation und EDV haben mit der Lichtgeschwindigkeit jeweils ihr Limit erreicht. Im Luftverkehr beschränken wir uns auf Geschwindigkeiten unterhalb Mach 1 (Schallgeschwindigkeit), weil alles darüber zwar technisch bereits erprobt, aber völlig unwirtschaftlich ist und bleibt. Die Erdölchemie ist ausgereift, aber man wird ihr den Hahn zudrehen.

Auch diese Grenze wird eines Tages überschritten werden, allerdings nicht durch Fortschreibung der gegenwärtigen Zustände. Auf mittlere Sicht gibt es die Aussicht, dass mit zwei Sprüngen vorwärts die Stagnation überwunden werden könnte, nämlich mit

  • dem praktisch unlimitierten Zugang zu Energie und daraus resultierend zu Leistung durch die Weiterentwicklung der Nukleartechnik auf Basis der Nutzung von Thorium und verwandter Techniken. Wer diese Nuss als Erster knackt, wird die Welt beherrschen. Wichtig wird dabei sein, Thoriumreaktoren so weit zu miniaturisieren, dass sie in mobilen Einheiten (Schiffe, Schwermaschinen) mit Vorteil anwendbar werden. Mit Uranreaktoren ist dies im Militärbereich längst gelungen. Darüber wird man zum Wasserstoffantrieb greifen, darunter zum Elektroantrieb, da beides durch billigere Energie Vorteile verspricht. Hier ist mit Asien, insbesondere mit China zu rechnen.
  • einem langfristig stabilen Finanzsystem, um das durch Unterbeschäftigung eskalierende Verteilungsproblem im Griff zu behalten und eine weltweit konfliktarme Wirtschaftsordnung zu gewährleisten. Dies wäre ein ernstes Anliegen der Industriestaaten, um zuerst ihre bereits aus dem Ruder laufenden Dysfunktionen zu beheben und wenigstens auf dem Finanzsektor die Oberhand behalten zu können.

Fazit

Ein Großteil der immer vorhandenen übrigen Probleme könnte sich damit weitgehend von selbst erledigen. Beides wird Zeit brauchen, die uns lehren wird, mit den Versäumnissen der Vergangenheit zu leben und in Zukunft auf weltanschauliches Sektierertum zu verzichten. 

Kommentare (30) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Johann Schwarting
    Johann Schwarting sagte:

    @ all: Aufstieg und Niedergang

    “Die weitere Verdichtung wirkte destruktiv, die Verwaltung des Reichs und andere Kernfunktionen wichen unter Dezentralisierung an die Peripherie aus, die Zentren verloren an Macht, die Bevölkerung schrumpfte, der Zenit war überschritten, was ja auch die Geschichtsschreibung bestätigt. Der langsame Abstieg des Römischen Reiches in den nächsten 400 Jahren war anfangs eher die Folge dieser Strukturänderung als des Drucks äußerer Feinde, welcher erst weit später als Völkerwanderung fühlbar wurde.”

    Wir haben es im Zusammenhang mit dem ‘Vorher-Nachher-Problem’, dem Zwang zur Vorfinanzierung des Staates und der Wirtschaft und letztendlich allen Geschehens mit unlösbaren Problemen der internen und externen Expansion zu tun. Der Debitismus stellt dar, dass jeder Macht-Durchlauf gekennzeichnet ist durch Aufstieg und Niedergang.

    Der Debitismus und die Machttheorie zeigen, “dass ein Machtsystem sich nur halten kann, solange es seine Kosten externalisieren kann (vgl. für den Fall Athens die Ausführungen von Uwe Wagschal, 2000), was aber über kurz oder lang zur Internalisierung führt (aus Tribut wird Steuer) und was dann unausweichlich im Bankrott endet. Der kann gestretcht werden, wie wir wissen, sei es durch Münzverschlechterung bzw. durch sich immer höher aufschaukelndes Schuldenmachen. Postings dazu noch und noch.” (also Vertagungen und Prolongationen).

    Interessant ist der Crash des Jahres 30 n. Chr. unter Tiberius. Der römische Kaiser verpflichtete Vermögende, zwei Drittel ihres Geldes in Immobilien anzulegen, um den Preisverfall zu stoppen. Die Preise der den Krediten zugrunde liegenden Pfänder sollten stabilisiert und erhöht werden, damit die Banken nicht zusammenbrechen. Der schleichende deflationäre Niedergang des römischen Imperiums konnte trotzdem nicht aufgehalten werden.

    Quelle: https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/search.php?search=Rom+und+Niedergang&ao=and&u_name=dottore

    Warum Steuerstaaten immer wieder scheitern müssen. verfasst von dottore, 10.03.2004, 13:33
    Re: DIE WELTWIRTSCHAFTSKRISE VON 1929 – EIN EINMALIGER FALL? verfasst von dottore, 25.05.2000, 13:39

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  2. Bauer
    Bauer sagte:

    @ foxxly

    >> “ist mein wohlstand geringer, wenn ich den anzug, mantel etc. 1 jahr länger trage? NEIN !
    genaus bei vielen anderen konsumartikeln.”

    Damit gibst Du Dir die Antwort gleich selbst. Noch mehr Konsum steigert nur die Müllhaufen, deren Beseitigung allerdings positiv ins BIP eingeht.

    Mehr Energie für Investitionen ist jedoch unabdingbar, schon weil die Hälfte der Menschheit eben noch keine zwei Anzüge hat oder 3 Laufmeter Kleiderschrank wie nach einiger Zeit meine Begleiterinnen, aber auch um in billigere Energiequellen zu investieren. Das letztere wird teuer, trägt sich aber, da produktiv.

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    • Gnomae
      Gnomae sagte:

      @ weico

      Es geht noch mehr: “Die bisherige Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth wird Staatsministerin für Kultur und Medien im Kanzleramt.” (FAZ).

      Antworten
  3. Tom96
    Tom96 sagte:

    @ Bauer
    Was ist mit der Freien Energie von Nikola Tesla, deren Potential seit Jahrzehnten versteckt gehalten wird – präzise seit der Vater vom alten Bush als Spion eingeschleust wurde, um diese Forschungsergebnisse und Lösungen zu stehlen?
    https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/Stellungnahmen/Stellungnahmen-Gruenbuch/Privatperson/150228-franz-r.pdf?__blob=publicationFile&v=1
    Der Vorteil der Ausbeutung der unwissenden Menschheit ist ein lukratives Geschäftsmodell seit ewigen Menschheitszeiten.
    Das Erdöl ein Auslaufmodell ist, halte ich für ein Ammenmärchen, um Preiserhöhungen durch Knappheit zu erzielen.
    Alle Blattwerke landen immer wieder in Erdgasen und Erdölen und in einer Biodiversitätswelt mit massiver Bevölkerungsreduzierung sind diese sind das natürlichste der Erde – no problem at all only for the stupids.

    Antworten
      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ Bauer
        Umgekehrt wird ein Schuh draus, lassen sie Elon Musk den Strom seiner Teslamobile abschalten, aus welchen Begründungen und Schaltkreisen auch immer.

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        Vergessen:
        Etwas zu Wikipedia zu schreiben und deren Artikelgenese bleibt an der Machbarkeit durch Natur zu messen nicht der “gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit” siehe
        Berger, Peter L. ; Luckmann, Thomas
        “In ihrer mittlerweile klassisch gewordenen Arbeit haben Peter L. Berger und Thomas Luckmann die Wissenssoziologie auf eine neue Basis gestellt. Mit dem begrifflichen Instrumentarium von Philosophie, Anthropologie, Sozialpsychologie und Sprachwissenschaft gehen sie der Frage nach, durch welche Prozesse sich für die Mitglieder von Gesellschaften eine intersubjektiv geteilte, gemeinsame Wirklichkeit herausbildet: wie die Formen der Vermittlung zwischen der objektiven Wirklichkeit der Gesellschaft, die durch soziale Interaktionen hervorgebracht, institutionell verstetigt und in vielfältiger Weise tradiert wird, und die subjektiven Bildungsprozesse der beteiligten Individuen zu verstehen sind.”
        https://sfbs.tu-dortmund.de/handle/sfbs/784

  4. weico
    weico sagte:

    @Bauer

    “Fazit
    Ein Großteil der immer vorhandenen übrigen Probleme könnte sich damit weitgehend von selbst erledigen.”

    Leider macht der neue Koalitionsvertrag, zukünftige Problemlösungen,nicht leichter. Im Gegenteil. Die Ideologien werden, durch die Senkung des Stimmrechtalters, sicherlich noch befeuert werden.

    Treffend beschrieben von Klonovsky:

    “Die neue Koalition will das Wahlalter auf 16 Jahre senken – die Anwendung des Erwachsenenstrafrechts, das Recht darauf, Schnaps zu trinken oder einen Pkw-Führerschein zu erwerben, aber nicht; das sind nämlich ernsthafte Dinge, die wohlüberlegt sein wollen und deshalb erst einem Volljährigen zustehen. Rote und Grüne vertrauen darauf, dass gerade die Jugend naiv genug ist, sich von ihren Katastrophenandrohungen einschüchtern zu lassen und ihren Verheißungen zu glauben.”

    https://www.klonovsky.de/2021/11/12082/

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    • Gnomae
      Gnomae sagte:

      @ weico

      Der neue Koalitionsvertrag verdient eine neue Überschrift:

      Ὤδινεν ὄρος καὶ ἔτεκε μῦν” (Aesop)

      Bei Horaz noch besser formuliert in der Ars Poetica:

      “Parturient montes, nascetur ridiculus mus”

      “Es kreißen die Berge, geboren wird eine lächerliche Maus”

      Antworten
  5. Hansjörg Pfister
    Hansjörg Pfister sagte:

    @Bauer
    Mal was Technisches: Ein Thoriumreaktor erzeugt aus Thorium über einen Zwischenschritt Uran 233. Das wird dann wie Uran 235 (via Uran 236) gespalten. Es spricht im Prinzip nichts dagegen aus einem großen Thorium Reaktor Uran 233 für kleinere Reaktoren abzuzweigen. Außerdem denke ich, dass die Zukunft Fusionsreaktoren sein werden. Hier wurden in letzter Zeit große Fortschritte erzielt. Ich denke außerdem, dass es in Zukunft auch Laufwellen- und/oder Dual Fluidreaktoren geben wird, mit deren Hilfe man den ganzen langlebigen Atommüll beseitigen kann (durch Umwandlung von Nukliden mit langer Halbwertszeit in solche mit kurzer Halbwertszeit).

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  6. weico
    weico sagte:

    @Bauer

    “Auf mittlere Sicht gibt es die Aussicht, dass mit zwei Sprüngen vorwärts die Stagnation überwunden werden könnte, nämlich mit
    dem praktisch unlimitierten Zugang zu Energie und daraus resultierend zu Leistung durch die Weiterentwicklung der Nukleartechnik auf Basis der Nutzung von Thorium und verwandter Techniken.”

    Korrekt !

    Solches zu erkennen, ist das Eine. Diese Erkenntnis dann auch zu wollen bzw. umzusetzen….. das Andere.

    Deutschland WILL KEINE ATOMENERGIE ,aus rein IDEOLOGISCHEN Gründen, wie der neue Koalitionsvertrag zeigt.

    Aus dem Koalitionsvertrag:
    “Der menschengemachte Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wir müssen die Klimakrise gemeinsam bewältigen. Darin liegen auch große Chancen für die Modernisierung unseres Landes und den Industriestandort Deutschland: Neue Geschäftsmodelle und Technologien können klimaneutralen Wohlstand und gute Arbeit schaffen.
    “Dabei sichern wir die Freiheit kommender Generationen im Sinne der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, indem wir einen verlässlichen und kosteneffizienten Weg zur Klimaneutralität spätestens 2045 technologieoffen ausgestalten.

    Am deutschen Atomausstieg halten wir fest.

    Wir setzen auf eine sozial-ökologische Marktwirtschaft und auf konkrete Maßnahmen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden und die Menschen mitnehmen.”

    Fazit : Die Kernkrafttechnologie will man nicht, aber dass Endprodukt ..aka ATOMSTROM… importiert man sehr grosszügig und gerne.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @weico

      Der römische Kaiser Caligula hatte sein liebstes Pferd zum Konsul ernannt, wie haben womöglich in 2 Wochen einen “Wirtschaft und Klimaschutz”-Minister Habeck und eine Außenministerin Baerbock…

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Der römische Kaiser Caligula hatte sein liebstes Pferd zum Konsul ernannt, wie haben womöglich in 2 Wochen einen “Wirtschaft und Klimaschutz”-Minister Habeck und eine Außenministerin Baerbock…”

        …und vielleicht einen Gesundheitsminister Lauterbach .

        Alle Menschen in den Lockdown und Isolierung , bis 2030 …und schon ist das Klimaziel erreicht !

    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      „aus rein IDEOLOGISCHEN Gründen“

      Garantiert nicht ideologiefrei, aber REIN ideologisch wäre es, wenn es ohne Probleme wäre. Davon ist Atomenergie – auch die neuen Techniken im Experimentierstatus – weit entfernt.

      Das ist das grundfalsche FFF-Argument „wir wissen es, also müssen wir einfach nur…“ bloß von der Kontraseite vorgetragen. Als ob es das besser macht.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Christian Anders

        “Garantiert nicht ideologiefrei, aber REIN ideologisch wäre es, wenn es ohne Probleme wäre. Davon ist Atomenergie “– auch die neuen Techniken im Experimentierstatus – weit entfernt.

        ….kommt die Erkenntnis ebenfalls vom Potsdamer-Klimaverein oder auf welche Experten beziehen ihre Aussage:
        Davon ist Atomenergie “– auch die neuen Techniken im Experimentierstatus – weit entfernt”.

        Bzw. an welche …:

        “Neue Geschäftsmodelle und Technologien können klimaneutralen Wohlstand und gute Arbeit schaffen.”

        ..die im Koalitionsvertrag stehen, sehen/denken sie…. in naher Zukunft ?

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @weico

        Kernenergie produziert strahlenden Müll, der endgelagert und transportiert werden muss. In wesentlich geringerem Maß auch der neue Ansatz.

        Will man den bisher produzierten Müll in neuen Reaktoren als Grundstoff nutzen, muss man ihn wieder auslagern und transportieren.

        Vor diesem Hintergrund zu sagen, es sei NUR Ideologie, zeugt von Denkfaulheit.

        Auf die o. g. Probleme komme ich durch Selberdenken, dafür muss man nirgendwo abschreiben. Können Sie ja auch mal probieren!?

        Am witzigsten ist, dass Sie den gleichen Fehler beim Begründen begehen wie Fridays For Future – eine Schublade, in die Sie sicher nicht möchten.

      • weico
        weico sagte:

        @Christiian Anders

        “Kernenergie produziert strahlenden Müll, der endgelagert und transportiert werden muss. In wesentlich geringerem Maß auch der neue Ansatz.

        Will man den bisher produzierten Müll in neuen Reaktoren als Grundstoff nutzen, muss man ihn wieder auslagern und transportieren.”

        Transportieren/Transport soll also wirklich ein Problem darstellen ?

        Zum Thema…:
        “Neue Geschäftsmodelle und Technologien können klimaneutralen Wohlstand und gute Arbeit schaffen.”
        ..fällt Ihnen Nichts ein, gell..!

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @weico

        JA, strahlenden Müll transportieren zu müssen, IST ein Problem.

        Ansonsten beantworte ich von Ihnen nur noch, was ich will. Warum? Auf meine Fragen antworten Sie GAR NICHT – da fühle ich mich immer noch zu freundlich eigentlich.

        Oder anders gesagt: Als ob Ihnen irgendetwas einfiele… Sie flexen mit Luftmuskeln rum.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @weico

        Sie müssen mit dem argumentieren, was IST. Ihren Kommentar verstehe ich so, dass es TATSÄCHLICH Probleme gibt.

        Damit haben Sie Ihren Standpunkt von der reinen Ideologie gerade selbst zerlegt.
        Wir machen Fortschritte.

      • weico
        weico sagte:

        @Christian Anders

        “Sie müssen mit dem argumentieren, was IST. Ihren Kommentar verstehe ich so, dass es TATSÄCHLICH Probleme gibt.”

        Dann verstehen Sie sicher auch ,dass die Probleme durch ideologisch verdummte Menschen GEWOLLT SELBST VERURSACHT WERDEN ….und nicht durch die Transporte .

        Die typischen Atom-und Klimaspinner halt..!

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ weico

        >Technisch absolut KEIN Problem…. nicht mal in Deutschland…:>

        RICHTIG.

        Daher reißt sich geradezu jedes Dorf in Deutschland darum, Lagerstätte für den strahlenden den Müll zu werden. 😉

        Das Lagern von strahlendem Müll ist so wahnsinnig attraktiv, weil die Lagerung von anderem Müll nur Probleme bereitet.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @weico

        „Dann verstehen Sie sicher auch ,dass die Probleme durch ideologisch verdummte Menschen GEWOLLT SELBST VERURSACHT WERDEN ….und nicht durch die Transporte .“

        Aber ja. Genau so argumentiert doch auch FFF: Es sei eigentlich alles problemlos technisch möglich. Die Probleme würden nur durch ideologisch verdummte Menschen GEWOLLT SELBST VERURSACHT.

        Bei einfach allem, was theoretisch technisch möglich wäre, sind Menschen das Problem, die etwas anders wollen als theoretisch ginge. Willkommen im Leben in einer Demokra… ups. Was erzähle ich das denn einem selbsterklärten Demokratiefreund, der das bloß selektiv bei seinen Lieblingsthemen mal „vergisst“.

        Sie sind auf der Zielgeraden zum größten Schwätzer hier im Blog. Lauf Forest, lauf!

  7. foxxly
    foxxly sagte:

    ein fazit daraus ist:
    man darf/sollte niemals alles machen, was (technisch) möglich ist.
    (zb. atom ist ansich neutral. in der bewaffnung aber höchst schädlich und in der gesundheit und stromerzeugung nützlich)

    real ist:
    alles was machbar ist, wird bis weit über die übertreibung hinaus, ausgereizt.

    ein sozialismus, sowie ein freier markt, regeln keineswegs diese beiden pole/entwicklungsextreme.

    politische rahmenbedingungen und dessen wachstumszwang bedürfen eine gewaltigen umkehrung/änderung.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      “ein fazit daraus ist:
      man darf/sollte niemals alles machen, was (technisch) möglich ist.”

      Nein, das Fazit ist: Wenn wir unseren Lebensstandard steigern wollen, dann brauchen wir Energie! Und zwar möglichst viel davon und möglichst günstig! Und dazu kommt noch, besonders interessant für die städtischen Grünen: ohne reichlich Energie können Menschen in Ballungsräumen mit sehr hoher Bevölkerungsdichte schlicht nicht leben.

      Und aus physikalischen Gründen sind die einzigen beiden Prozesse (zumindest soweit uns bekannt..), mit denen wir unsere Energieausbeute gegenüber der heute deutlich steigern könnten, die kontrollierte Verschmelzung von “kleinen” Atomkernen (Kernfusion) oder die kontrollierte Spaltung von “großen”, meistens radioaktiven, Atomkernen (Kernspaltung) – wenn Ihnen nicht gefällt, dass bei manchen der Reaktordesigns mit Kernspaltung Baumaterial für Atombomben anfällt, dann müssen Sie die Thorium-Route oder eine der anderen Varianten abseits der “konventionellen” Reaktortypen gehen.

      Mit Windkraftanlagen oder Photovoltaik-Panels geht so ein Sprung wie der von Rom 100 n. Chr. zu London 1850 n. Chr. nicht nochmal, dafür ist die Energieausbeute dieser Anlagen in Relation zum Aufwand für ihre Herstellung viel zu klein.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ott
        sie haben eine sehr egoistische auffassung!
        wenn sie weiter und zu ende denken, dann haben auch ihre kinder und enkeln ein massives problem damit!

        wir gehen immer von einer steigerung unseres lebensstandarts aus.
        für wen soll dieser noch weiter gesteigert werden, – für den reichen, welche heute schon nicht mehr wissen wohin mit ihren geld?
        ist das nicht schon haushoch überzogen?
        und was hat der der klein- und mittelstand davon; –
        insbesonders, wenn dieser wohlstand auf verschuldung und raubbau beruht?

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        “wenn sie weiter und zu ende denken, dann haben auch ihre kinder und enkeln ein massives problem damit!”

        Wieso, glauben Sie etwa, denen geht schon das Uran aus? Oder gar das Thorium?

        “wir gehen immer von einer steigerung unseres lebensstandarts aus.
        für wen soll dieser noch weiter gesteigert werden, – für den reichen, welche heute schon nicht mehr wissen wohin mit ihren geld?”

        Denken Sie mal andersherum und stellen Sie sich vor, ich würde Ihnen etwas wegnehmen, was Sie vor 20 Jahren noch nicht hatten. Vielleicht Ihr internetfähiges Handy mit Touchscreen? Oder Ihren Laptop?

        Da wären Sie aber ganz schön sauer, oder?

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ott
        unser wohlstand wird in geld gemessen. (BIP)
        da unser geld inflationier, sinkt bereits. und der wohlstand bei einer beachtlichen anzahl von bürgern das einkommen inflationsbreinigt schon lange nicht mehr steigt.

        ist mein wohlstand geringer, wenn ich den anzug, mantel etc. 1 jahr länger trage? NEIN !
        genaus bei vielen anderen konsumartikeln

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