Die High­lights vom September

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bto – DER ÖKONOMIE-PODCAST

Themen des wöchentlichen bto-Podcasts im letzten Monat waren:

Wachstum gibt’s nicht per Formular – Deutschland will mehr Gründungen und Innovation, doch staatliche Programme allein schaffen noch kein dynamisches Start-up-Ökosystem. Bürokratie, Regulierung und schwierige Wachstumsbedingungen bremsen junge Unternehmen. Wo die entscheidenden Hindernisse liegen und was sich ändern muss, diskutierten wir mit Alex von Frankenberg, dem langjährigen Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds.

Zahlen sagen mehr als 1000 Worte – Der deutsche Mittelstand trägt einen großen Teil der Wertschöpfung, wird in wirtschaftspolitischen Debatten aber häufig unzureichend erfasst. Aktuelle Unternehmensdaten ermöglichen einen genaueren Blick auf die wirtschaftliche Lage und die Wirkung politischer Entscheidungen. Welche Erkenntnisse der DATEV-Mittelstandsindex liefert, erörterten wir mit Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV.

Wieder am falschen Hebel gezogen – Europa verliert weiter an Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, während Brüssel vor allem auf mehr Geld und zentrale Steuerung setzt. Dabei liegen erhebliche Wachstumspotenziale in einem funktionierenden Binnenmarkt, weniger Regulierung und besseren Rahmenbedingungen. Welche Reformen Europas Produktivität tatsächlich steigern könnten, besprachen wir mit Dr. João Duarte, Professor an der Nova School of Business and Economics.

Der falsche Schluss – Die deutsche Wirtschaft wächst wieder etwas stärker, doch die strukturellen Probleme bleiben bestehen. Staatliche Ausgaben können die Konjunktur stützen, ersetzen aber keine Reformen für dauerhaft höheres Potenzialwachstum. Wie der aktuelle Aufschwung einzuordnen ist und welche Veränderungen notwendig sind, diskutierten wir mit Prof. Dr. Stefan Kooths vom Kiel Institut für Weltwirtschaft.

Die nächste Folge erscheint am kommenden Sonntag, dem 4. Oktober, um 9 Uhr.

 

bto REFRESH

Wenn der Staat die Preise treibt – Hohe Staatsschulden können selbst zum Inflationstreiber werden, wenn Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen wachsen. Angesichts steigender Schulden und Zinslasten gewinnt dieser Zusammenhang an Bedeutung. Schon 2023 sprachen wir mit Prof. Dr. John Cochrane von der Stanford University über seine fiskalische Theorie des Preisniveaus und die Folgen ausufernder Staatsverschuldung. Seine damalige Analyse liefert wichtige Erklärungen für die heutige Situation.

300 Milliarden falsch angelegt! – Deutschland verfügt über ein enormes Auslandsvermögen, erzielt damit aber vergleichsweise geringe Renditen. Die wachsende Renditelücke wirft die Frage auf, warum deutsches Kapital im Ausland so wenig erfolgreich angelegt wird. Bereits 2021 diskutierten wir mit Prof. Dr. Moritz Schularick über die Ursachen dieser chronischen Schwäche. Fünf Jahre später hat sich sein damaliger Befund weiter verschärft.

Aus PISA nichts gelernt – Deutschlands Bildungssystem erreicht bei PISA einen neuen Tiefpunkt und bleibt zugleich stark von der sozialen Herkunft der Schüler geprägt. Die Entwicklung gefährdet langfristig Wachstum und Wohlstand. Im September 2023 sprachen wir mit Prof. Dr. Ludger Wößmann vom ifo Zentrum für Bildungsökonomik über Ursachen und Folgen der Bildungsmisere. Die jüngsten Ergebnisse verleihen seinen damaligen Erkenntnissen zusätzliche Dringlichkeit.

Nach dem Versagen der Währungshüter – Inflation entsteht nicht allein durch externe Schocks, sondern hängt entscheidend davon ab, wie Notenbanken darauf reagieren. Heute verschärfen hohe Zinsen und wachsende Staatsschulden den Konflikt zwischen Geld- und Fiskalpolitik. Im Sommer 2022 diskutierten wir mit Prof. Dr. Ricardo Reis von der London School of Economics über die Verantwortung der Zentralbanken für den damaligen Inflationsschub. Seine Argumente helfen, die gegenwärtige Lage besser zu verstehen.

Mehr Staat ist noch keine Lösung – Deutschland setzt zunehmend auf staatliche Investitionen, Regulierung und politische Lenkung, obwohl die strukturellen Probleme damit nicht automatisch verschwinden. Entscheidend ist, welche Aufgaben der Staat übernehmen sollte und wo Wettbewerb und private Investitionen bessere Ergebnisse liefern. Bereits 2022 sprachen wir mit Prof. Dr. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, über diesen zunehmenden Neodirigismus. Seine damalige Kritik trifft den Kern der aktuellen wirtschaftspolitischen Debatte.

Die nächste Folge erscheint am kommenden Mittwoch, dem 7. Oktober, um 9 Uhr.

 

HANDELSBLATT-KOLUMNE

Der Mindestlohn wird zum Standortkiller – vor allem im Osten

Während die Mindestlohn-Erhöhungen in Metropolregionen praktisch keine Auswirkungen haben – das Lohnniveau liegt schon hoch –, trifft es ländliche Regionen vor allem im Osten stärker. Die Folge: Die Gewinnmargen der Unternehmen kommen unter Druck, und Personal wird abgebaut oder weniger aufgebaut. Der Dachdecker aus Thüringen verliert an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Kollegen in Oberbayern.

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Geld löst das europäische Wachstumsproblem nicht

Was Europa braucht, sind Reformen, die die Produktivität über alle Sektoren hinweg anheben. Dazu gehören Deregulierung, Arbeitsmarktflexibilität, tiefere Kapitalmärkte, funktionierende Bildung, wettbewerbsfähige Energiepreise und ernsthaft weniger Bürokratie. Aber mehr als Lippenbekenntnisse sind diesbezüglich von der EU-Kommission nicht zu erwarten. Schließlich möchte die EU-Kommission 2500 zusätzliche Beamte einstellen, und die wollen beschäftigt sein.

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Warum der SPD-„New Deal“ heute nicht funktioniert

Um immerhin 1,3 Prozent soll die hiesige Wirtschaftsleistung 2026 zulegen und im kommenden Jahr um 1,1 Prozent. Da mag der eine oder andere denken, das Milliarden-Schuldenprogramm der Bundesregierung wirkt. So glaubt auch die SPD an die Wunderwirkung staatlicher Konjunkturprogramme. Vergangene Woche sickerte durch, dass die Parteiführung keinen Sinn in weiteren Reformen sieht und bereits vereinbarte Maßnahmen, wie die Abschaffung der Rente mit 63, in Frage stellt.

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MAKE ECONOMY GREAT AGAIN

>> ENTEIGNUNGEN UND REFORMENDE – WIE DAS BÜRGERTUM DIE LETZTE CHANCE VERSPIELT

 

GASTBEITRAG BEI Der Pragmaticus

>> LESEN: Europas verschenktes Potenzial: 4 Wege aus der Krise

 

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