Wohl wahr: Deutschland muss im Umgang mit Migranten pragmatischer und realistischer werden

Nachdem es sich um eine nachhaltige finanzielle Last und keinen Wohlstandsgewinn handelt, wenn wir in großem Umfang Zuwanderung in das Sozialsystem und die unteren Einkommensgruppen fördern, ist es nur vernünftig, endlich zu einem nüchternen Umgang mit der ungeordneten Zuwanderung zu kommen. Zeit, die Schuldkomplexe der Vergangenheit zur Seite zu schieben, findet die NZZ:

  • „Auf keinem Gebiet entlädt sich die existenzielle Verunsicherung der Deutschen mit solcher Wucht wie bei der Debatte um die sogenannte Flüchtlingsfrage. Wie viele Flüchtlinge kann ein Land wie Deutschland – auch zum eigenen Nutzen – aufnehmen und integrieren, und wo liegt die Grenze der Belastbarkeit?“ – bto: Das ist eine ganz entscheidende Frage! Und die Antwort ist auch wirtschaftlich zu geben und da bin ich mit Blick auf die erheblichen Lasten der Alterung ausgesprochen skeptisch.
  • „Handelt es sich um Flüchtlinge oder um Geflüchtete? Natürlich erkennt man die humane Intention der Korrektur. Der Flüchtling soll nicht auf ein Schicksal festgelegt werden, das er, in Europa einmal angekommen, bereits hinter sich hat. Ich frage mich nur, was ein Flüchtling konkret davon hat, wenn er nach vollbrachter Flucht als Geflüchteter bezeichnet wird. Hat er damit ein Bleiberecht erworben? Und wie ist es dann mit der Unterscheidung zwischen aus wirtschaftlichen und aus politischen Gründen Geflüchteten? Sollen sie nun politisch Geflüchtete oder wirtschaftlich Geflüchtete heissen? Oder, wie einige Ideologen wollen, gar nicht mehr unterschieden werden?“ – bto: Es sind illegale Migranten. Punkt.
  • „Ich fürchte, die Einzigen, die einen Profit aus dieser Unterscheidung ziehen, sind die selbsternannten Anwälte der Flüchtlinge, die mit ihrer Wortwahl ihr überlegenes Bewusstsein dokumentieren.“ – bto: Das kann man wohl so sagen, es ist diese „Industrie“, die man nicht mehr so nennen darf.
  • „Die Mehrheit weiss oder ahnt, dass die Völkerwanderung von den armen in die reichen Länder weder durch eine rigorose Abschottung noch durch eine Politik der offenen Arme zu bewältigen ist. Selbstverständlich soll und muss ein grosses und reiches Land wie Deutschland so viele Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge aufnehmen, wie es nur kann. Und wenn die christliche Moral nicht dafür ausreicht, sollte die Erinnerung an die Verfolgten des Naziregimes zu diesem Schluss ermutigen.“ – bto: soso. Es macht uns alle perspektivisch aber deutlich ärmer.
  • „Allerdings liegt es auf der Hand, dass die reichen Länder nicht alle der 50 bis 100 Millionen Menschen aufnehmen können, die auf gepackten Rucksäcken sitzen und ihre Heimat in Richtung Europa verlassen möchten. Sicherlich nicht alle, aber wie viele bitte?“ – bto: so wenig wie möglich und vor allem nur bei entsprechender Integrationsbereitschaft und -fähigkeit. Also: Bildung!
  • „Das Problem der Deutschen ist, dass sie in dieser Frage nicht, wie andere europäische Nationen, pragmatisch und nach bestem Wissen, sondern nach ihrem – historisch bedingten – schlechten Gewissen oder dessen Verdrängung entscheiden wollen. Die sogenannten Lehren der Geschichte und der Judenverfolgung machen die Deutschen nahezu unfähig, angesichts der neuen Herausforderung pragmatische Entscheidungen zu treffen. Am Ende sind die Machtpolitiker der CSU und der AFD, die von der deutschen Vergangenheit nichts mehr wissen wollen, im Clinch mit moralischen Besserwissern, die am Beispiel der Flüchtlinge die vermeintlichen Lehren der Vergangenheit ausbuchstabieren wollen. Schuldverleugnung und Schuldbeflissenheit stehen sich gegenüber – mit den Flüchtlingen selber hat das so gut wie nichts zu tun.“ – bto: Es geht aber auch um die Zerstörung des Alten, was man nicht schätzt.
  • Wenn es in einer Stadt zu viele Grundschulen gibt, in der 70 bis 90 Prozent der Schüler Kinder von neu eingewanderten Migranten sind, wenn die Migrantenfamilien auf dem Wohnungsmarkt zu direkten Konkurrenten der einheimischen Armen werden, weil die Behörden ihr Versprechen, bezahlbare Wohnungen zu bauen, nicht halten, sinkt die Aufnahmebereitschaft schlagartig.“ – bto: und auch das zu Recht. Dass Städte mit hohem Ausländeranteil eher offen sind, hat damit zu tun, dass es immer mehr Bereiche gibt, aus denen Deutsche wegziehen.
  • „In einem Land wie Frankreich, das im europäischen Vergleich die weitaus grösste Zahl von Muslimen aus den ehemaligen afrikanischen Kolonien aufgenommen hat, ist die ursprüngliche Begeisterung für «la diversité» gegen null gesunken – jedenfalls in Bezug auf die muslimischen Einwanderer. Tausende von französischen jüdischen Familien sind wegen zunehmender antisemitischer Anfeindungen und Morde inzwischen nach Israel ausgewandert. Kürzlich hörte ich einen bekannten jüdischen Publizisten im französischen Fernsehen, der allen Ernstes vorschlug, die Aufnahme weiterer muslimischer Einwanderer schlicht und einfach zu verbieten.“ – bto: Muss es bei uns erst so weit kommen, damit wir Ähnliches diskutieren?
  • „In Frankreich mit seinen muslimischen Parallelgesellschaften in den Banlieues, in die sich die Polizei allenfalls in Mannschaftsstärke hineintraut, ist das Projekt der Integration der Muslime offenbar weitgehend gescheitert. Der französische Geheimdienst zählt unter ihnen 9000 Gefährder, also Leute, von denen nach der amtlichen Definition «eine öffentliche Gefahr ausgeht». Die entsprechende Zahl für Deutschland ist 750 – eine Zahl, deren Überwachung die deutschen Dienste nach eigenen Angaben eindeutig überfordert.“ – bto: Anstatt französische Verhältnisse zu verhindern, geben wir Vollgas in die gleiche Richtung.
  • „Der spektakuläre Erfolg der AfD gründete vor allem darauf, dass vier andere Parteien – die Linke, die Grünen, die SPD und Merkels CDU – in gemeinsamer Verbohrtheit eine Frage, die jeden halbwegs aufgeweckten Bürger bewegte, bis zur Parlamentswahl im September 2017 als eine «falsche Frage» qualifizierten: Wie viele Flüchtlinge kann ein Land wie Deutschland – auch zum eigenen Nutzen – aufnehmen und integrieren, und wo liegt die Grenze der Belastbarkeit?“ – bto: Die Frage ist, wollen wir wie Belgien, Frankreich und Schweden werden? Was ist der Nutzen für uns??

Fazit: „Es wäre niemandem gedient, weder den Flüchtlingen noch den Einheimischen, wenn wir die Grenzen der Aufnahmebereitschaft ignorieren und die demokratischen Regeln unseres Zusammenlebens aus falscher Toleranz aufgeben würden.“ – bto: Doch genau das machen wir gerade!

.nzz.ch: „Deutschland muss im Umgang mit Migranten pragmatischer und realistischer werden – jenseits von Schuldverleugnung und Schuldbeflissenheit“, 13. August 2018

58 Kommentare
  1. Avatar
    Bakwahn sagte:

    Alexander, bisher habe ich ihre Beiträge mit Gewinn gelesen und geschätzt; aber der obige ist weitestgehend Tastaturgestammel, voreilig und unüberlegt mit einer Prise Impulsivität. Sonst schreiben Sie prima.

    Zum Begriff der Fachkraft:
    In der öffentlichen Diskussion wird der Begriff der „Fachkräfte“ immer stärker entwertet.
    Fachkräfte sind Informatiker, Softwareentwickler, Netzwerkspezialisten, Hardwareentwickler, Ingenieure der Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Mechatronik etc. Das sind Berufe und Qualifikationen, die wir brauchen. Die kommen aber nicht.
    Die zu uns kommen, sind zu 95% beruflich völlig Unqualifizierte. Das kann auch gar nicht anders sein, denn diese Jungmänner kommen aus rückständigen Ländern mit unterentwickelten Volkswirtschaften. Also müssen wir Millionen dieser untauglichen Arbeitskräfte mit erheblichen personellen und finanziellen Aufwand anlernen, qualifizieren.
    In den Medien werden plötzlich folgende Arbeitskräfte zu hochgepriesenen Fachkräfte befördert:
    LKW-Fahrer, die ein Mülltransporter fahren und bedienen können, Gabelstapelfahrer (genau der, der mit der Stapelgabel prahlt), Lageristen und ähnliche Arbeiten. Auch Flaschensortierer, Produktionshelfer, angelernte Hilfsarbeiter und Handlanger in Produktionsbetrieben, Reinigungskräfte werden so zu „Fachkräfte“ hochgejubelt.
    Wir machen in Wirklichkeit dasselbe, was wir ab den späten 1950er Jahre gemacht haben: Wir holen uns „Gastarbeiter“, und mit diesen schlecht oder gering Qualifizierten unterfüttern wir unsere Gesellschaft erneut mit einer neuen Unterschicht. Außerdem sind das die ersten, die bei einem konjunkturellen Einbruch arbeitslos werden.
    Der Unterschied wird sein: die meisten von ihnen werden bleiben, werden zu Paßdeutsche, werden ihre Frauen und Familien nachholen, und dann beginnt die Kinderproduktion. Der weiteren und immer schnelleren Islamisierung Deutschlands steht dann nichts mehr im Wege.

    PS:
    Gelegentlich unterlaufen mir kleinere Grammatikfehler; ich bitte um Nachsicht.

    Felix Haller – Bakwahn
    seit 2013 alternativ

    Antworten
    • Avatar
      Alexander sagte:

      @Bakwahn

      Wenn man von den Gastarbeitern spricht muss man sehr genau differenzieren, ab wann das Modell scheiterte. Prof. Erich Weede tat das in diesem Vortrag:
      https://youtu.be/2XOWKWrtt2U

      Wenn sie von Fachkräften sprechen, dürfen sie gerne das ganze Handwerk mit einbeziehen. Bei 50% Studienanfängern in einem Jahrgang hat das Handwerk verloren, obwohl diese Leistungen nicht importierbar sind.

      Bei den Löhnen, die zuletzt im Handwerk bezahlt wurden, war die Flucht an Hochschulen programmiert – weil perspektivlos für Familie und Rente.
      Ich selbst habe das Lehrlingen empfehlen müssen, weil die Jungend eine Chance verdient.

      Ich selbst habe auch Schulverlierer aus türkischen Familien erlebt, die weniger Interesse an Ausbildung zeigten, aber mit ihren 17 Jahren schon (zwangs)verlobt waren, zustimmend….ein Zeitvorsprung, weil die Scheidungsquote nicht an die der Indigenen heranreicht.

      Bei 95% beruflich Unqualifizierten, also Analphaten in ihrer Muttersprache verschließt sich der Weg der Gastarbeiter aus den1950ern von selbst.

      Wo ich ihnen bestimmt zu nahe getreten bin ist die Frage der Vorzeigbarkeit von Kindern und Enkeln. Das sollte keine persönliche Provokation sein, sorry about that.
      Fakt ist, dass das genau meine Beobachtung ist.

      Wer heute erfolgreich ist muss verschiedene Parameter erfüllen und durfte verschiedene Fehler nicht begehen. Die Erfolgreichen geben den Ton an und setzen neue Massstäbe.

      Die Mehrheit der Studierenden träumt vom öffentlichen Dienst, weil ihre Eltern meine Beobachtungen teilen. Gleich danach kommen jene Industrien, die unsere target Salden explodieren lassen.

      Auch Anpassung gefährdet die Systemstabilität.

      Antworten
  2. Avatar
    Bakwahn sagte:

    Richard Ott,
    die Zugewanderten – egal welchen rechtlichen Status sie haben bzw. haben werden – werden hier bleiben. Die bekommen wir nie wieder los. Man kann diese Menschenmassen nicht einfach abwählen, wie eine unfähige Regierung.

    Merkel sagte bei Anne Will sinngemäß (in der für sie typischen Sprache einer 14jährigen Volksschülerin), es gehe ihr darum „möglichst viele Menschen in Deutschland zu haben.“ Man will die weitere millionenfache Zuwanderung, um die demographischen Lücken bei uns aufzufüllen. Viele Politiker, Wirtschaftsleute, Wissenschaftler, Journalisten sowieso verlangen deutlich mehr Einwanderung wegen des angeblichen Mangels an Arbeitskräften. Alle stellen keinerlei Anforderungen an die Zuwanderer; etwa Kriterien individueller Qualifikation und Eignung (wie etwa Bildung, Ausbildung, Sprachkompetenz, berufliche Tätigkeit und Erfahrung, Anpassungs- und Integrationsfähigkeit und Alter). Nichts dergleichen. Warum? Die Eliten in Politik, Staat, Wissenschaft und Gesellschaft wissen, daß zu uns keine wirklich Qualifizierten kommen; z.B. Informatiker, Softwareentwickler, Netzwerkspezialisten, Hardwareentwickler, Ingenieure der Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Mechatronik etc. Spitzenkönner meiden uns. Die schauen einmal auf ihre Gehaltsabrechnung! Die Steuern und Sozialabgaben liegen bei 46 – 50 %. Deutschland? Nein danke.
    Ein zweites Ziel, was viele politische, journalistische, intellektuelle, kulturelle und wirtschaftliche Eliten erreichen wollen: einen multiethnischen, multikulturellen, multireligiösen Staat, den One-World-Staat innerhalb kürzester Zeit erzwingen, der dann in absehbarer Zeit in den vereinigten Staaten von Europa aufgehen soll.

    Felix Haller – Bakwahn
    seit 2013 alternativ

    Antworten
    • Avatar
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Bakwahn

      Zum einen:

      Wir haben eine LÜCKE, nämlich nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte.

      Der Grund dafür ist weitgehend hausgemacht:

      Zum einen zu viele Schulabbrecher, zum anderen zu viele, die in die Fachhoch- und Hochschulen drängen und am Bedarf vorbei studieren.

      Diese Lücke ist nicht hinreichend mit qualifizierten Zuwanderern zu schließen, wie Sie richtig feststellen.

      Also wird man versuchen, die zu uns gekommenen und bei uns bleibenden Menschen mit enormem Aufwand für die hiesige Wertschöpfung zu qualifizieren und so hoffentlich zu integrieren.

      Zum anderen:

      Viele MENSCHEN (Wähler!) hierzulande wollen keinen multiethnischen, multikulturellen, multireligiösen Staat Deutschland und die Eliten (Politiker), soweit sie von ihnen abhängen auch nicht. In der Summe nicht mehrheitliche Ausnahmen bestätigen dies: ein erheblicher Teil der Grünen, ein guter Teil von Die Linke und ein eher geringer Teil der SPD (Basis). Die journalistische, intellektuelle und wirtschaftliche Elite ist – soweit ich sehe – gespalten.

      Unterm Strich:

      Es herrschen unterschiedliche Motive, es werden Ziele verfolgt, die nicht vereinbar sind und die „nationale Entwicklung bezüglich der Zuwanderung“ ist nicht absehbar, insbesondere weil der Migrationsdruck zunehmen wird und eine stimmige EU-Politik nicht erkennbar ist.

      Antworten
      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ Diemtar Tischer
        > Zum einen zu viele Schulabbrecher
        > zum anderen zu viele, die in die Fachhoch- und Hochschulen drängen

        Schulabbrecher/-versager haben meist familiäre Katastrophen erlebt.
        Mit Erwartungen überfrachtete Ehen scheiteren und hinterlassen solche Kinder + schwierige Millieus, wo Versagen kein Beinbruch ist.

        Massenakademisierung als Agenda gegen den Abstieg aus dem gefühlten Mittelstand u.o. das Phantom der Aufstiegsfortbildung / Chancengleichheit + mit Erwartungen an ihre Kinder überehrgeizige Eltern sind Ursache?

        Wie lange schon wecken unsere ÖR Medien Erwartungen im allabendlichen Telenovelaprogramm an ein Traumschiffleben? Hypergamie im Endstadium als Folge mit der Bereitschaft fehlende Einkommen durch Verschuldung zu kompensieren? Der Mittelstand terrorisiert sich selbst mit seinen illusorischen Erwartungen.

        Selbstverständlich planen gute Eltern alles für ihre abgezählten Kinder, auch das Sternzeichen (kein Witz!!!)…..das Vorbild der Medien machts möglich.

        Dem Vorbild ihrer Stars folgend, streben junge Frauen nach Karrieren im Arztvorzimmer und zögern Kinder bis nach dem Hausbau hinaus – ohne zu wissen, dass viele transgender Stars unanbhängig vom biologischen Alter Kinder bekommen.

        Die Demographie ist Folge einer totalen Simulation und Zuwanderer ohne Zugang zu unserer Medienkultur sind frei.

        Wer die Kinder hat, dem gehört das Land. (Heinsohn)

        >die zu uns gekommenen und bei uns bleibenden Menschen mit enormem Aufwand
        Ausgeschlossen, dass ein Erwachsener Mensch 6 Jahre Deutschkenntnisse vor den 9 Jahren Basisschulwissen + 3 Jahre Lehre schneller absolviert, als es Kinder mit zwei indigenen Elternteilen vollbringen können.

        Wir alle wissen, dass auf unvollständige Bildung kein auskömmliches Leben wartet.

        Der Abstieg aufgrund fehlender Quantität und sinkender Qualität ist unaufhaltsam. Wer absteigt kann seine Lebensqualität nicht halten, weil Kredit nicht für die Qualität von Waren und Diensteistungen steht.

        @ Bakwahn
        Wer heute viele Kinder vorzuweisen hat und gut ausgebildet ist, muss ökonomsichen Erfolg haben.
        Das geht wo?
        – öffentlicher Dienst, Lehrer etc…
        – Zombieökonomien
        – wo der Staat die Preise diktiert

        Was für eine Perspektive haben diese letzten Erfolgreichen ihren vorgewiesenen Kindern zu bieten, wenn Staat und Zombieökonomie scheitern – durch den Eurocrash?

        In so einer verunsicherte Gesellschat drücken viele Migranten mit nur 1er Information: „ich bekomme Geld ohne Arbeit, je mehr Köpfe desto mehr Geld“

        Eine Gesellschaft verdaut sich selbst.

      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        Wenn ich mich einmal inkl. mir selber im kompletten Umkreis umsehe, sehe ich ein ganz einfaches Muster.

        Die Leute, die früh einen Partner (in der Uni) gefunden haben und anschließend in den ÖD oder stabile und stressfreie Jobs gegangen sind oder bei denen – selten genug – die Frau nur Teilzeit arbeitet, haben 2+ Kinder.

        Bei denen, die keine Kinder haben, liegen in der Regel fehlende Partner, Jobwechsel und stressige Jobs vor. Irgendwann ist man dann Mitte 30 und älter – das geht schnell, weil man erst mit Ende 20 überhaupt ins Berufsleben geht und da durchgenudelt wird und einfach guckt, dass man die Kurve bekommt – und dann ist der Zug auch schon fast abgefahren. Da gibt es dann noch ein paar, die ein Kind mit Mitte bis Ende 30 bekommen und dann auch schon am Limit sind und sagen „bloß kein zweites“, denn in dem Alter sinkt die Stressresistenz bereits spürbar ab.

        Kinderlosigkeit ist in den meisten Fällen m.E. keine bewusste „Lifestylewahl“, sondern ergibt sich einfach durch die Biografie. Wenn man das dann vielleicht mit Ende 30 bereut oder noch immer keinen Partner gefunden hat, wird man das wohl kaum so sagen, sondern dem Fragenden sagen „och, ich wollte mich nicht mit Kindern belasten und hab Karriere gemacht / bin lieber unabhängig“. So dreht man das Schicksal in eine bewusste Entscheidung um. Insofern wäre ich auch vorsichtig mit den Umfrageergebnissen zum Thema. Es ist ein komplexes Thema.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ Thomas M.

        Obwohl in Europa weniger Söhne auf die freiwerdenden Positionen folgen, gibt es einen Kampf um einen schrumpfenden Kreis von auskömmlichen Stellen.

        Wer nur den Rang seiner Eltern erklimmt gerhört zu den Absteigern seiner Generation. Diesem Wachstum sind natürliche Grenzen gesetzt. Umso härter konkurrieren sich Einheimische zu Tode. Alle Unfairness wird dem Wirtschaftssystem zugeschrieben, obwohl die Ursachen im Geldsystem liegen und seiner Vermögenspreisinflation.

        Zuwanderer jeder Generation mit familiären Kontakt in die Heimatländer haben es leichter. Kulturelle Akzeptanz hat nicht dieselben Ansprüche und man kann Vermögen in der gefühlten Heimat aufbauen bzw. adäquate Frauen importieren.

        Ich schreibe das um demgraphisches Versagen von Europäern zu begründen ohne diverse Egoismen entschuldigen zu wollen.

      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        @Alexander: Wie schon Opa Hoppenstedt (Loriot) feststellte: Früher war mehr Lametta ;)

        Eines meiner liebsten „Fazits“ – zumindest wenn es um ökonomische Themen gibt. (Ansonsten sollte man sich besser auf die guten Dinge konzentrieren. Verglichen mit den 80ern und 90ern ist z.B. das kulinarische und mediale Angebot um Größenordnungen besser geworden. Insofern: Ars Vivendi – da haben die Deutschen noch Nachholbedarf.)

  3. Avatar
    Bakwahn sagte:

    JM, Gregor_H,

    es geht um Identität! Deswegen schnellen die Kommentare auf Rekordhöhe.
    Die Wähler bzw. die deutsche Gesellschaft bekommen das, was sie gewählt und bestellt haben.
    Eine alternde, schwache Gesellschaft ergibt sich gefügig in Demut. Wir Deutsche, Souveräne dieses Landes, haben per politischer Wahl so entschieden und müßten grundsätzlich auch einverstanden sein mit dem Umbau hin zu einer multiethnischen, multikulturellen Gesellschaft mit all ihren absehbar negativen Konsequenzen.
    Aber die Ursachen für die politisch zugelassene, ja sogar forcierte Massenzuwanderung liegt an uns Deutschen. Wir sind es, die sich durch ihr kollektives, katastrophales generative Verhalten selber abschaffen.
    Ich habe es schon einmal geschrieben:
    Eine Umfrage unter den Lesern und Kommentatoren dieses Boards würden entlarvende, katastrophale Ergebnisse zeitigen. Wie viele Kinder und Enkelkinder hat jeder vorzuweisen?
    Die Antworten werden erschreckend sein. Wir alle handeln und haben gehandelt nach dem St. Florian Prinzip „Lieber Florian, laß unser Häusle stahn, zünd andre an.“
    Ich will Karriere machen, will gutes Geld verdienen, will gehobenen Konsum, einen modernen Lebensstil, will mich „selbst verwirklichen“; da stören Kinder nur; sie sind eine Armutsfalle. Kinder sollen gefälligst die anderen bekommen. Die „Anderen“ jedoch haben diesen wiederum was gehustet.
    Das Ergebnis haben wir jetzt. Auch justament will es wieder mal keiner gewesen sein.

    Felix Haller – Bakwahn
    seit 2013 alternativ

    Antworten
    • Avatar
      Thomas sagte:

      Deutschland, die Deutschen haben zu 100% verdient was mit ihnen und ihrem Land geschieht. Hitler hat gerade mal gut 43% bei der zweiten Wahl 1933 bekommen. Mit Druck und Gewalt.
      Wenn man die Nichtwähler mit einbezieht haben weit über 90% der Wähler bei der BTW Merkels bedingungsloser Grenzöffnungspolitik zugestimmt oder sie zumindest toleriert. Ich habe es schon in Herbst 2015 geschrieben: Wir sind auf dem Weg in die nächste deutsche Katastrophe. Das letzte Kapitel beginnt.

      Antworten
  4. Avatar
    JM sagte:

    Bereits set einiger Zeit beobachte ich folgendes: Immer wenn es um das Thema MIGRATION geht, schnellt die Zahl der Kommentare sprunghaft in die Höhe. Und zwar auf so gut wie allen Blogs und Foren. So auch hier.

    Es scheint sich um ein Thema zu handeln, das den Menschen unter den Nägeln brennt. Aber warum?

    Ich nehme an, dass die meisten der Kommentatoren im wahlfähigen Alter sind. Und es ist nun mal so, dass bei den letzten Wahlen wieder deutlich mehr als 80% für CDU-CSU-SPD-Grüne-FDP-Linke gestimmt haben, also für Parteien, die die Grenzöffnung klar befürwortet haben und es immer noch tun. Das alles hat NACH 2015 stattgefunden.

    Man hat bekommen, was man gewählt hat. Jetzt herum zu jammern ist nicht nur zu spät, sondern auch sinnlos.

    Glaubt man wirklich, dass man, sagen wir mal, eine Million Menschen, die sich zu Unrecht hier aufhalten, wieder außer Landes schaffen kann? Das ist völlig illusorisch.

    Es ist ebenso illusorisch wie die Vorstellung, dass sich ein signifikanter Teil der Zugewanderten in eine Gesellschaft integrieren wird, deren herausragende Proponenten einen Kult des Selbsthasses zelebrieren, wie es ihn meines Wissens noch nirgends auf der Welt gegeben hat. In eine Gesellschaft, die sich selbst nicht leiden kann, würde ICH mich auch nicht integrieren.

    Man sollte die Dinge sehen, wie sie sind. Es wurde von oben ein Prozess in Gang gesetzt, der unumkehrbar ist.

    Entscheidend ist jetzt zu erkennen, wohin die Reise geht, und seine Handlungsoptionen danach auszurichten. Fürs Lamentieren ist es zu spät.

    Antworten
      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        Wenn Sie konsequent auf Gewalt, auch staatlich legitimierte, verzichten wollen, wird es schwierig. Dann müssen Sie sich sehr gute Anreize überlegen, um die Migranten dort hin zu bewegen, wo Sie sie hin haben wollen.

        Ansonsten ist die Geschichte voll von mehr oder weniger gewalttätigen Umsiedlungen oder Vertreibungen. Nach dem ersten Weltkrieg gab es zum Beispiel einen Gebiets- und Bevölkerungsabtausch zwischen Griechenland und der Türkei, in dessen Rahmen ungefähr 1,5 Millionen Menschen umgesiedelt wurden, teils mit Gewalt, teils freiwillig nach Entzug der Staatsbürgerschaft des entsprechenden Gebietes.

  5. Avatar
    Richard Ott sagte:

    Ich möchte hier die monatlich geupdateten Auswertungen des „Zuwanderungsmonitor“ vom IAB-Institut empfehlen:
    https://www.iab.de/de/daten/zuwanderungsmonitor.aspx

    Meiner Meinung nach bei der allgemein lückenhaften Datenlage noch das beste Zahlenwerk, um die tatsächlichen Erfolge der Wir-Schaffen-Das-Politik nachzuprüfen.

    Aus der aktuellsten Auswertung: (http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Zuwanderungsmonitor_1807.pdf)

    Beschäftigungsquote Deutschland insgesamt: 66,9%
    Beschäftigungsquote angenommene Asylbewerber aus den „Asyl-Hauptherkunftsländern“: 27,2%

    SGB2-Hilfequote Deutschland insgesamt: 9,2%
    SGB2-Hilfequote angenommene Asylbewerber aus den „Asyl-Hauptherkunftsländern“: 64,8%

    Die Zahlen sind verheerend schlecht, aber in den Medien werden daraus Berichte mit dem Tenor „Jeder vierte Flüchtling hat einen Job“.

    Antworten
  6. Avatar
    Bateman sagte:

    Beim Thema Bildung gibt es m.E. einen riesigen elephant in the room.
    Wenn man sich die Durchschnitts-IQs der Länder anschaut, aus denen nach Europe migriert wird, kann man nur feststellen, dass die da kommen bestenfalls noch zu guten Hauptschülern ausgebildet werden können.

    Eine Person mit einem avg IQ von unter 70 gilt in Deutschland (mit zwei Standardabweichungen unter Durchschnitt) als geistig behindert. Aussprechen darf man dies selbstverständlich nicht…

    https://iq-research.info/en/average-iq-by-country

    Antworten
  7. Avatar
    RW sagte:

    Der Klimawandel wird von Herrn Dr. Stelter geleugnet. Menschen sind für Herrn Dr. Stelter nur Material, das ökonomische Gewinne abwerfen muss. Das der westliche Lebensstil die Ursache von Klimawandel und Migration ist, wird geflissentlich übersehen. Wie gesagt, wenn Herr Dr. Stelter für beides eine besser Lösung hat, sollte er nicht die Leute aufhetzen, sondern selbst als Bundeskanzler aktiv und die Dinge, falls er dafür Mehrheiten bekommt, in dem hier immer beschriebenen Sinne neu gestalten.

    Antworten
    • Avatar
      SB sagte:

      RW: Sie sind – wohl ganz bewusst – dem linksgrünen Framing verhaftet. Etwas feststellen ist nicht „hetzen“. Und Dr. Stelter leugnet nicht den Klimawandel, sondern allenfalls den menschgemachten Klimawandel, den er aber bei genauer Betrachtung auch nur zur Diskussion gestellt hat. Erklären müssen Sie noch, warum jemand, der etwas kritisiert oder auch nur feststellt, gleich Bundeskanzler werden muss, um anders zu gestalten. Mit diesem Ansatz würden Sie quasi jeden Kritiker mundtot machen, der nicht aktiv gestalten will. Eine echt linke Methode.

      Antworten
    • Avatar
      Wolfgang Selig sagte:

      @RW: Sie verbreiten einfach nur Fake News. Herr Dr. Stelter diskutiert den Klimawandel bzw. dessen Ursachen und leugnet nichts. Außerdem ist der westliche Lebensstil in vielen Fällen nicht die Ursache der Migration, sondern Chaos und Misswirtschaft in den Heimatländern. Bestes Beispiel: Israel. Warum bekommen es die Israelis unter den gleichen klimatischen Bedingungen auf die Reihe und die umliegenden Staaten wie z.B. Irak oder Syrien nicht? Die Antwort liegt m.E. ausschließlich in Fragen der Kultur, der Bildung, der Demokratiefähigkeit, der Religion und der allgemeinen Lebenseinstellung.

      Antworten
    • Avatar
      Hansjörg Pfister sagte:

      @RW: Sie schießen sich mit dieser Haltung selbst ins Knie. Herr Stelter hat vor einiger Zeit in diesem Blog einen Beitrag von mir veröffentlicht aud em ich hier zitieren möchte:
      „Um die moralisch richtige Haltung zu zeigen, bedarf es keiner intellektuellen Anstrengung. Es genügt, das nachzuplappern, von dem man annimmt, dass es auf ein allgemeines gefühliges Wohlwollen trifft. Oder man skandalisiert Aussagen von „Rechten“ oder solchen, die man zu Rechten machen möchte, um sich dann ob der eigentlich harmlosen Begriffe oder Statements zu empören. All dies nur, um der Gemeinschaft der Guten, Gebildeten und Klugen anzugehören. Darüber verlernt man aber das sachlich und logisch richtige Argumentieren. Das Ergebnis ist dann der naive und dumme Grüne oder Linke.“

      Antworten
  8. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    >Wie viele Flüchtlinge kann ein Land wie Deutschland – auch zum eigenen Nutzen – aufnehmen und integrieren, und wo liegt die Grenze der Belastbarkeit?“>

    Das ist die Frage der Fragen, wobei zu beachten ist, was Dr. Lucie Fischer richtig stellt:

    Es muss Migranten heißen, nicht Flüchtlinge.

    Denn bei „Flüchtlingen“ läuft immer ein VERPFLICHTUNG mit, der wir uns ohne weitere Überlegungen zu unterwerfen hätten.

    Nicht bei allen, die zu uns kommen, haben wir eine Verpflichtung, sie aufzunehmen und zu integrieren.

    Außerdem:

    Es geht nicht nur um den eigenen Nutzen, also unseren, sondern auch den Nutzen derer, die zu uns kommen und die wir aufnehmen.

    Die obige, leicht zu modifizierende Frage haben ALLEIN wir zu beantworten, also diejenigen, die einen deutschen Pass haben und somit auch jene, die irgendwann einmal aufgenommen wurden und insoweit – als Passinhaber – als integriert gelten dürfen.

    Die Antwort ist idealerweise im öffentlichen Diskurs zu finden.

    Wenn eine Mehrheit es will, dass wir so viele Menschen aufnehmen, dass es uns in vielen Belangen schlechter geht, dann sei das so.

    Wenn es viel weniger sein sollen als einige Gutmeinende es wollen, dann MÜSSEN es weniger sein.

    Auf jeden Fall sollte m. A. n. gelten:

    Wir haben keine Verpflichtung – keine, niemanden gegenüber – uns aus welchen Gründen auch immer, also auch nicht aus den humanitärsten, unsere Gesellschaft nachhaltig zu destabilisieren.

    Wenn mir bei Erreichen dieser Grenze und meiner Weigerung, Not leidende Menschen aufzunehmen, jemand sagen würde, ich sei inhuman, wäre meine Antwort:

    Ja, das bin ICH.

    Und ich würde hinzufügen:

    Ich habe hinreichende Gründe, es zu sein.

    Antworten
    • Avatar
      Ulrich Remmlinger sagte:

      Herr Tischer, sie vermischen Flüchtlinge und Migranten.

      Flüchtlinge müssen nicht integriert werden. Sie flüchten vor dem Krieg und kehren nach einer überschaubaren Zeit in ihr Heimatland zurück, um beim Wiederaufbau mitzuarbeiten. Idealerweise werden sie, so wie das UNHCR es seit Jahrzehnten macht, grenznah zu ihrer Heimat untergebracht. Prof. Paul Collier versucht gerade in diesen Flüchtlingslagern menschenwürdige Arbeit zu organisieren.

      Migranten haben dagegen in D nichts zu suchen. Solange es in D kein Einwanderungsgesetz gibt, sind wir kein Einwanderungsland und der Grenzübertritt ohne Schengenvisum ist illegal. Der millionenfache Mißbrauch des Asylgesetzes schafft noch keine neue Rechtsnorm.

      Antworten
      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Ulrich Remmlinger

        Auf Basis Ihrer Differenzierung sagen Sie:

        Die einen (Flüchtlinge) müssen wir nicht integrieren, weil sie zurückkehren werden und die anderen (Migranten) auch nicht, weil sie bei uns nichts zu suchen haben.

        So also ist das Problem Ihrer Meinung nach für uns gelöst.

        Für mich klopfen zuerst einmal Menschen bei uns an, wobei der Oberbegriff, der alle zusammenfasst meiner Wortwahl nach „Migranten“ ist.

        Flüchtlinge ist eine Untergruppe, die aus Verfolgten und jenen, die einem Krieg entkommen wollen, besteht.

        Entscheidend für mich ist, ob wir sie (Migranten) aufnehmen sollten und wenn so, in welcher Zahl bzw. wo Grenzen dafür sind, wenn es welche gibt.

        Diese GRUNDSÄTZLICHE Entscheidung kann m. A. n. nicht auf der Basis von Rückkehrmöglichkeiten oder Mißbrauch getroffen werden.

        Sondern sie kann nur anhand der Beantwortung folgender Frage getroffen werden:

        Was wollen und können wir uns zumuten?

      • Avatar
        SB sagte:

        @Dietmar Tischer:

        „Was wollen und können wir uns zumuten?“

        Die Antwort findet sich im demokratisch zustande gekommenen deutschen Recht. Demnach gibt es in D (grundsätzlich vorübergehende) Migration im Wege des Asylrechts (= politisches Asyl) und Arbeitsmigration im Wege eine vollkommen unzulänglichen „Einwanderungsrechts“ (blaue Karte). Ein funktionales Einwanderungsrecht, das diesem Begriff wie in anderen Staaten gerecht würde, gibt es in D nicht, weil sich die vormaligen Volksparteien nicht darauf einigen können. Also gibt es in diesem Sinne gar kein deutsches Einwanderungsrecht und es verbleiben nur die zuvor beschriebenen Migrationswege. Die von Merkel 2015 eingeleitete Massenmigration ist deshalb nicht nur rechtswidrig, sondern auch demokratisch nicht legitimiert. Was wir uns zumuten wollen und können, wurde nämlich bisher im demokratischen Diskurs zu keiner Zeit erörtert, geschweige denn entschieden. Es wurde schlicht und einfach über die Köpfe der Bürger hinweg „gemacht“.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ SB

        >Die Antwort findet sich im demokratisch zustande gekommenen deutschen Recht.>

        Eine Antwort, ja.

        Das Recht ist aber nicht tauglich, wenn JEDER, der es irgendwie über die Grenze geschafft hat, nur „Asyl“ sagen muss, um einen möglicherweise jahrelangen Prozess in Gang zu setzen, anhand dessen entschieden wird, ob sein Bleiben rechtmäßig ist oder nicht. Und dies während die Menschen die Zeit über unserer Fürsorge unterliegen.

        Deshalb sollte es eine Diskussion geben, mit der Frage, die ich gestellt habe.

        Haben wir uns entschieden und möglicherweise immer wieder neu entschieden, muss das die Funktionalität betreffend auch Rechtsfolgen haben, was u. U. heißt, dass wir unsere Gesetze ändern müssen.

        >Was wir uns zumuten wollen und können, wurde nämlich bisher im demokratischen Diskurs zu keiner Zeit erörtert, geschweige denn entschieden.>

        So ist es.

        >Es wurde schlicht und einfach über die Köpfe der Bürger hinweg „gemacht …>

        und ergänzt:

        „Wir schaffen das“ – und damit, so dachte man – brauche es keine Diskussion.

        Das war ein FEHLER.

        Jetzt wird diskutiert, wenn auch nicht so, wie ich es mir wünsche.

        Und es wird noch mehr diskutiert werden, wenn wir – wie W. Selig sagt – eine spürbare Rezession erleben.

        Denn dann laufen die Erfolgszahlen der Integration in die andere Richtung.

  9. Avatar
    SB sagte:

    „bto: Die Frage ist, wollen wir wie Belgien, Frankreich und Schweden werden?“ – Wir sind bereits wie Belgien, Frankreich und Schweden. Nur zwei aktuelle Beispiele:

    Deutsche Polizeibeamte werden von Migranten in den Schwitzkasten genommen
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article181250902/Video-aus-Plauen-Polizisten-bei-Festnahme-eines-Libyers-angegriffen.html

    Bizarres Beispiel für eine „Willkommenskultur“ außer Kontrolle
    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/bizarres-beispiel-fuer-eine-willkommenskultur-ausser-kontrolle/

    „Handelt es sich um Flüchtlinge oder um Geflüchtete?… – bto: Es sind illegale Migranten. Punkt.“ – So ist es. Die bewusst fälschliche Verwendung der Begriffe Flüchtlinge und Geflüchtete, ist nichts anderes als linksgrünes Framing zum Zwecke der ideologischen Gehirnwäsche.

    „Selbstverständlich soll und muss ein grosses und reiches Land wie Deutschland so viele Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge aufnehmen, wie es nur kann. Und wenn die christliche Moral nicht dafür ausreicht, sollte die Erinnerung an die Verfolgten des Naziregimes zu diesem Schluss ermutigen.“

    Ich lehne diese aus einem absurden Schuldkult abgeleitete Kollektivhaftung ab. Wer sich – aus welchen Gründen auch immer – dazu verpflichtet fühlt, Flüchtlinge aufzunehmen, soll eine private Bürgschaft unterschreiben und nicht die Gesellschaft als solches in Kollektivhaftung nehmen. Noch besser soll er dafür sorgen, dass den Leuten vor Ort wirksam geholfen wird, z.B. in Flüchtlingslagern. Dazu kann der sich zur Hilfe verpflichtet Fühlende optimaler Weise auch gleich selbst vor Ort helfen.

    „Das Problem der Deutschen ist, dass sie in dieser Frage nicht, wie andere europäische Nationen, pragmatisch und nach bestem Wissen, sondern nach ihrem – historisch bedingten – schlechten Gewissen oder dessen Verdrängung entscheiden wollen.“

    Das Problem ist nicht eines „der Deutschen“ (was soll diese Pauschalisierung?), sondern der linksgrünen deutschen Politik (von CDU bis Linke), die sich nicht genug im zumal für die aktuellen Generationen völlig absurden Schuldkult suhlen kann. Ich habe kein historisch schlechtes Gewissen. Deutsche, die sich diesen groben Unfug von „deutscher Schuld“ einreden lassen (haben), sollten sich dringend in psychologische Behandlung begeben.

    BTW: Ein interessanter Artikel: „Rettung verpflichtet nicht, Menschen einwandern zu lassen“ https://www.welt.de/politik/deutschland/article179389826/Historiker-Winkler-Rettung-verpflichtet-nicht-Menschen-einwandern-zu-lassen.html

    Antworten
  10. Avatar
    Thomas M. sagte:

    >Muss es bei uns erst so weit kommen, damit wir Ähnliches diskutieren?

    Kurz mit meiner Einschätzung beantwortet: Ja.

    Heute Morgen vor der Arbeit beim Friseur im Stern las ich im Editorial, dass man doch ein verpflichtendes Jahr Gesellschaftsdienst für junge Leute einführen sollte, weil die Gesellschaft auseinanderdriftet. Entweder Bundeswehr oder was Soziales oder Ökologisches. Es gäbe ja auch die 1,4 Mio. Flüchtlinge und daher viel zu tun. Ich hab mich nur gefragt: Was genau ist zu tun?

    Ich weiß nicht… als ich damals in die USA zum Studieren/Jobben in die USA ging, haben die mir einen 2h-Crashkurs in Kultur gegeben und der Rest war dann „learning on the job“. Hier in D muss Integration anscheinend betreut in Schongruppen statt in der Realität ablaufen. Was im Prinzip schon zeigt, wie ein nennenswerter Teil der Politiker und Journalisten insgeheim wirklich über die Flüchtlinge denkt: Zu unbeholfen, um sich selber durchzuschlagen und es zu etwas zu bringen.

    Ich persönlich fände den Titel „Flüchtling“ übrigens spätestens nach einem Jahr im neuen Land despektierlich. Wie wäre es stattdessen zumindest mit „ehemals Geflüchteten“?

    Antworten
  11. Avatar
    refugees welcome sagte:

    Wenn man nun wollte, daß sich gut ausgebildete Personen mit hohem Einkommen und Vermögensbesitzer international in Deutschland als Wohnsitz niederlassen sowie als Steuerstandort wählen (vgl. die Entwicklung speziell in London seit den 90er Jahren), war die sogenannte Flüchtlingspolitik ab 2015 nur kontraproduktiv.

    Das fängt bei der mangelnden Grenzsicherung an, geht weiter über eine unsinnige und veraltete Rechtslage aus welcher derjenige übermäßige Vorteile zieht, der seine wahre Idendität (und fehlende Asylwürdigkeit) verschleiert, faktisches Anlocken von Glücksrittern international durch hohe Sozialleistungen teilweise in Geld und der Möglichkeit, hier „Geschäften“ aller Art nachzugehen, mangelnde Durchsetzung und Durchführung von Abschiebungen sowie wohl einer übertriebenen political corectness geschuldeten Ausdrucksweise in der Systempresse, die nicht zwischen Asylbewerbern und Wirtschaftsmigranten trennt, sondern diese pauschal als Flüchtlinge bezeichnet.

    Faktisch kann jeder, der nur europäischen Boden betritt, eine jahrelange Vollversorgung zu Lasten der Allgemeinheit erzwingen. Genau aus diesem Grund gibt es die sog. „Flüchtlingsretter“ im Mittelmeer.

    Antworten
  12. Avatar
    Alexander sagte:

    Die stoische Friedfertigkeit der in der Bundesrepublik sozialisierten Menschen gegen barbarische Gewalttaten frisch migrierter Schutzsuchender lässt auf schwache soziale Kompetenz schließen, weil alle Alarmglocken läuten müssten. Selbstaufgabe ist Wahnsinn und gehört behandelt.

    Die Legende von der überraschenden Einreise von Millionen gut ausgebildeter Fachleute ist natürlich Schwachsinn, denn weder die Sicherheitsorgane (BND, MAD, BKA, LKA) noch das Außen- bzw. Innenministerium werden von Pfadfindern geleitet.

    Leider arbeitet auch die Zeit gegen Europa, denn wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte.

    Barbarische Europäer werden etwas Neuem Platz machen, das ist sicher.

    Antworten
      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        Ich erinnere da immer gerne daran, dass wir im evolutionären BIOS noch die ganzen barbarischen Überlebensprogramme haben. Wenn der Druck hoch genug ist, werden die aktiviert… gucken wir mal, was dann passiert.

        Insofern würde ich die euopäische Kultur nicht verfrüht ganz abschreiben; die hat immerhin schon einiges ausgehalten und überdauert.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ Hansjörg Pfister

        Obwohl sich jeder von uns sehr um Selbstzensur und Selbstdiskrimierung bemüht, reißen die Beschimpfungen durch moralisch überlegende Persönlichkeiten nicht ab… als deutscher Barbar (Essen, Trinken, Wohnen, Kultur, Vorlieben) habe ich keine Chance, es sein denn ich sterbe aus

        @Thomas M.
        Ja gaaanz zuletzt beißt das verwundete Tier zu, für Menschen gilt aber, dass sie mit 60 Jahren die fehlenden Kinder nicht nachzeugen können. Insofern sehe ich die Aufständischen im fortgeschrittenen Mittelalter nicht ohne Ironie. Niemand holt die durch Indoktrination verlorenen Jahre auf.

        Durch Dekonstruktion vieler Philosophen (vgl Yüksel) haben wir den Kontakt zu unserer Kultur durch ÖR/Privatsender (vgl. Dschungelcamp) ersetzt. Auch dieser Verlust ist durch späte Erkenntnis nicht reparabel.

        Leider hat man die Interpretation unserer kulturellen Schätze den Falschen überlassen, https://www.youtube.com/watch?v=EzuMjY5X_mk

      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        @Alexander: Sie haben immer wieder faszinierende Links! In diesem Leben werde ich aber wohl weder mit klassischem noch modernem Theater mehr warm…

        Bzgl. „ganz am Ende beißt das verwundete Tier zu“. Ich empfand die letzte Bundestagwahl schon als ganz schön kräftige Immunreaktion. Das Ganze wird sich wohl in Generationen und nach uns entfalten. Europa ist groß… und stets in Bewegung.

        Eine Zeitreise…
        https://www.youtube.com/watch?v=RJfQ8-M2-j0

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ Thomas M.

        Unser Bildungssystem versagt leider völlig wenn es um Einführung in die wunderbare Welt des Theaters geht. Ohne Hilfe braucht man Jahre den ganzen Schrott von den Texten der Dichter zu trennen. Die Originaltexte sind Sprengstoff….und natürlich fürchtet man in der Szene die Neurechten.
        Migranten muslimischen Ursprunges habe ich dort noch keine getroffen und ich bezweifle deren Interesse später einmal Subventionen zu zahlen.

        Selbstverständlich hängt Europa nicht am Euro und fürchtet keine dritte Welt Migration, die Frage ist nur wo sich das Leben neu sammeln wird – Gunnar Heinsohn hat dazu 2011 schon Überlegungen angestellt:
        https://www.cicero.de/innenpolitik/ein-gedankenspiel-europa-nach-dem-euro/41558

      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        @Alexander: Ich habe den Heinsohn-Artikel schmunzelnd bzgl. möglicher Staatenänderungen gelesen… als jemand der relativ nahe an der Grenze zu den Niederlanden aufgewachsen ist, kann ich mir so eine ganz langfristige Entwicklung gut vorstellen. Historisch ist es vermutlich eher der Normalfall als ganz starre Grenzen über mehrere Jahrhunderte?!

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Thomas M.

        Heinsohns Utopie macht Hoffnung. Ich bin ganz bei ihm wenn es darum geht die richtigen Schlüsse aus >1000 Jahren europäischer Bürgerkriege zu ziehen., das Ergebnis sind unsere willkürlichen Grenzverläufe.
        Kulturräume brauchen andere Lösungen um gemeinsame Lasten zu tragen (Sozialversicherung, Finanzierung von Infrastruktur….) als den erzwungenen Nationalismus einer untergangenen Zeit.
        Wer heute noch an diesen Grenzen hängt und zugleich an der Grenzöffnung für Kulturfremde festhält hat egoistische Motive, nicht zuletzt die Mandatsverteilung am Steuertrog von Brüssel.

        Hier im Zentrum von Bayern sind die Emotionen ähnlich den Grenzgebieten im Westen, es gibt bestes Auskommen mit Nord-/Südtiorl. Die Menschen sind viel weiter als ihre Regierungen.

        Ich möchte das nicht durch zurückgebliebene und verstärkt zuwandernde Kulturkreise verlieren. Ich glaube diesen Wunsch mit einer Mehrheit zu teilen und konstruiere daraus Hoffnung für Europa.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        „Die willkürlichen Grenzverläufe in Europa“?

        Sie glauben vielleicht auch, dass die Figuren auf einem Schachbrett nach 50 Zügen „willkürlich“ gesetzt sind – aber das liegt daran, dass Sie das Spiel nicht verstehen.

        Die Grenzverläufe in Europa sind das Resultat von jahrhundertelangen Konflikten um Einfluss zwischen Nationalstaaten. Das ist nicht so wie in Afrika oder der arabischen Welt, wo wirklich irgendwann mal ein Diplomat eine Grenzlinie mit dem Lineal auf der Landkarte gezogen hat.

        Ich kann mir nicht vorstellen, wie Sie konkret das Zusammenleben in Europa anhand von „Kulturräumen“ anstatt Nationalstaaten organisieren wollen. Und wie definieren Sie überhaupt den Begriff „Kulturraum“? Können Menschen Teil von dem gleichen Kulturraum sein, wenn sie unterschiedliche Sprachen sprechen? Wenn nicht, sind wir sofort wieder bei annähernd den aktuellen nationalstaatlichen Grenzlinien.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ Richard Ott

        Falls sich no go areas in Frankreich zu ganzen Landstrichen ausbreiten, die Anschluss an no go areas in Belgien wünschen, dürfen sie Herr Ott gerne ihre Nationalgrenze verteidigen – bis zum letzten Schuss.

        Für diesen Fall erwarte ich die Weigerung von Finanzausgleichen/Sozialstaatslichkeit/Bankenrettung aus friedlichen Regionen für solche Sonderzonen, weil Aushungern ein einfacher Weg ist.

        Nationalstaaten sind nur ein Konstrukt. Die Geschichte nimmt seit Grenzöffnung an Fahrt auf und niemand kennt das Ziel der Reise.

        Anders als der französische König musste der Zentralstaat Frankreich sprachliche Vielfalt per Zwang abschaffen und unterdrückte diese Minderheiten. Nichts ist vergessen. Selbstverständlich durchschneiden unsere Nationalgrenzen Familien bis heute….

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        Sie schwafeln.

        Jedes politische System ist ein Konstrukt, die Nationalstaaten genauso wie die EU und die feudalistischen Fürstentümer, die wir vor den Nationalstaaten hatten.

        Was Sie konkret wollen, verstehe ich immer noch nicht. Wie stellen Sie sich denn das politische System vor, das die Natioalstaaten in Europa ablösen soll?

        Und vielleicht wird es Sie schockieren, aber Ihr scheinbar eleganter Plan mit dem „Aushungern“ (ist das im übertragenen Sinn gemeint oder wortwörtlich?) ist noch viel brutaler als nötigenfalls nationalstaatliche Grenzen auch mit staatlicher Gewalt zu verteidigen: Die Zonen, die Sie „aushungern“ wollen, müssten Sie mit Truppen umstellen oder irgendwie anders den Zugang zu ihnen kontrollieren. Ansonsten werden sich die Hungrigen im Umland bedienen.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Richard Ott

        Heinsohn versucht (link oben) eine positive Utopie und ich sie gefällt mir.

        Dass Europa die Sezession bevor steht übersteigt ihren Horizont.
        Selbstverständlich stehen mit dem Euroende auch die Finanzierungen aller Transferleistungen in Frage. Wegen mir schon heute die innerstaatlichen der Bundesrepublik ;o)

        Warum sich Frankreich von den Maghrebinern auf der Naser herum tanzen lässt und man no go areas duldet kann ich nur mit personeller Inkomeptenz erklären, wie in Schweden und in Berlin.

        Selbstverständlich sind nicht alle Europäer kastriert und Gewalt wird Teil der Lösung sein – so sagt das zumindest der Autor des „Heerlagers der Heiligen“, Jean Raspail in diesem Interview: https://www.youtube.com/watch?v=namoGyddynE

        Das Ende der Nationalstaaten begrüße ich ehrlich als Fortschritt, denn es trifft alle Kollektivisten :o)

  13. Avatar
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    Bewusste Medien-Begriffs-Verwirrung:
    Anstatt von “ Migration“ zu reden, wird der schwammige Begriff
    “ Flüchtling“/ “ Schutz-Suchender“ hartnäckig weiter verwendet.
    Ohne klare Begriffe kein klares Denken/ Handeln. Die Konfusion wird bewusst organisiert.( Medien): Aber nur politisch Verfolgte haben Anspruch auf Asyl. Migration aus anderen Gründet damit nichts zu tun.

    Antworten
    • Avatar
      Thomas sagte:

      Das Asylrecht muss aufgegeben werden. Selbst nach strenger Auslegung haben hunderte Millionen Menschen Anrecht auf Asyl in Deutschland. Das Asylrecht war auf Fälle wie dem Ungarnaufstand gemünzt wo einige zehntausend Ungarn kamen. Die Welt hat sich radikal verändert. Alles, das gesamte Grundgesetz, muss auf den Prüfstand. Viele haben den Gong noch nicht gehört: Dies ist ein Kampf um unsere Existenz. Und die jetzigen Eliten im Westen sind unsere grössten Feinde. Sie benutzen Einwanderung aus der Dritten Welt/Islam als Waffe gegen ihre eigenen Völker.

      Antworten
  14. Avatar
    Susanne sagte:

    „Das Problem der Deutschen ist, dass sie in dieser Frage nicht, wie andere europäische Nationen, pragmatisch und nach bestem Wissen, sondern nach ihrem – historisch bedingten – schlechten Gewissen oder dessen Verdrängung entscheiden wollen.

    Ich glaube bis heute nicht, dass die Refugees-welcome-Gefühlsduselei ihre Ursache in einem historisch bedingten Komplex hat, und ich glaube schon gar nicht, dass Merkel die Scheunentore aus humanitären Gründen aufgerissen hat. Meiner Ansicht nach geschah dies zumindest auf politischer Ebene aus ganz pragmatischen Gründen: Mit den Migranten sollten (billige) Arbeitskräfte und Konsumenten – Zetsche hat ja schon vom zweiten Wirtschaftswunder visioniert – ins Land kommen, die bestenfalls auch noch dazu beitragen sollen, die riesigen Löcher in den sozialen Sicherungssystemen zu stopfen. Das erklärt für mich auch, warum man den Familiennachzug so bereitwillig unterstützt. Dass nun leider nicht zu Tausenden Akademiker ins Land strömen, die sich auch noch gleich auf Zetsches Karossen stürzen, sondern zu einem Großteil Menschen, die unsere sozialen Sicherungssysteme gewaltig belasten werden, wird weiterhin einfach ausgeblendet. Zumindest in der Öffenlichkeit, müsste man doch sonst zugeben, dass man sich mit der unkontrollierten Massenzuwanderung schlicht verkalkuliert hat.

    Antworten
    • Avatar
      Thomas sagte:

      Die gebildete Oberschicht ist bereits vor Jahrzehnten in den Westen ausgewandert. Von dem was jetzt kommt haben die naiven Deutschen keine Vorstellung. Allenfalls eine Ahnung nach drei Jahren rechtswidriger Grenzöffnung. Siehe die Afrikaner, die vor einigen Wochen den Grenzzaun in Ceuta gestürmt haben.
      Merkel hat die gesellschaftliche und politische Architektur Deutschlands eingerissen. Die Folgen sind unabsehbar. Was bisher geschehen ist ist bestenfalls ein prelude.
      Wenn uns nicht Remigration in grossem Stil sowie die Festung Europa gelingt wird Europa langfristig mit Afrika und Arabien verschmelzen. Dieser Prozess ist bereits angelaufen und nimmt an Fahrt auf.

      Antworten
  15. Avatar
    Thomas sagte:

    Deutschland brauch überhaupt keine Zuwanderung. Deutschland ist auch kein Einwanderungsland sondern eines der dichtbesiedelsten Länder der Welt. An den Deutschen wird ein Verbrechen verübt. Deutschland ist, neben den USA, das Hauptschlachtfeld des Globalismus. Was in kürzester Zeit aus Deutschland werden wird hat Trump in einem anderen Zusammenhang bereits formuliert: Ein Shxxhole country. Es ist ein Plan der eiskalt abgearbeitet wird. Jetzt sollen die illegalen Siedler nachträglich legalisiert werden. Das Deutschland das wir kennen ist bereits unwiederbringlich zerstört worden.

    Antworten
  16. Avatar
    Ulrich Remmlinger sagte:

    Ich warte immer noch darauf, daß mir jemand sagen kann, für wen diese Migration gut ist.
    Für die Migranten ist ein ganzes Leben lang die Abhängigkeit von Sozialhilfe würdelos und die für sie fremde Kultur in D eine Belastung.
    Für uns sind die kulturellen, kriminellen und finanziellen Belastungen nur negativ.
    Den Ursprungsländern fehlen die jungen kräftigen Männer beim Aufbau.
    Wer profitiert von der Migration?

    Antworten
    • Avatar
      Wolfgang Selig sagte:

      @Herrn Remmlinger: Zu Ihrer Frage:

      Die Migration in der aktuellen Form ist unter Profitgesichtspunkten (Aufzählung ohne Anspruch auf Vollständigkeit) für folgende Gruppen gut:

      1. Rechtsanwälte mit schlechter Auftragslage; Migranten sind nicht wählerisch, ja können es auch nicht sein.

      2. Kirchenmitarbeiter. Ihnen fehlen zunehmend die Schützlinge; hier kann man sich bei neuen Schäfchen profilieren. Die vorhandenen sind oft zu kritisch oder desinteressiert.

      3. Gewerkschaften: Hilfsarbeiter ohne gute deutsche Sprachkenntnisse brauchen eine Gewerkschaft; gut ausgebildete einheimische Fachkräfte eher weniger. So kann dem eigenen Schrumpfungsprozess entgegengewirkt werden.

      4. Arbeitgeber mit unangenehmen und/oder schlecht bezahlten Hilfstätigkeiten mit Nachwuchssorgen, z.B. Reinigungsfirmen.

      5. Politiker auf Wählersuche, z.B. vom linken Flügel diverser Parteien, da sie hoffen, dass die Geflüchteten und deren Familien nach der Einbürgerung die eigene Partei wählen. Hat bei den Russlanddeutschen und der Union jahrelang funktioniert, bei Türken und SPD im Ruhrgebiet auch. Klappt allerdings immer schlechter.

      6. Arbeitslose Sozialpädagogen und verwandte Berufe. Die sind erstmals in der Geschichte Deutschlands alle in Lohn und Brot.

      7. Drogensüchtige (meine ich nicht im Scherz, es gibt ziemlich viele in Deutschland): hier kommt eine potentielle Lieferantengruppe ins Land, denn viele stammen aus Ländern mit funktionierenden Anbau- und Handelsstrukturen wie Afghanistan. Senkt tendenziell die Preise wegen erhöhtem Angebot. Als Beispiel empfehle ich ein vertrauliches Gespräch mit Mitarbeitern der Deutschen Bahn am Nürnberger Hauptbahnhof zum Thema „Gleis 1“.

      8. Medienschaffende: hier kommt Gesprächsstoff rein. Die eine oder andere zusätzliche Bildzeitung oder Spiegelausgabe sollte sich beispielsweise dadurch bei den schon länger hier lebenden zusätzlich verkaufen lassen.

      9. Konsumartikelhandel, z.B. Discountermärkte. Jeder Geflüchtete benötigt Essen, Hygieneartikel, Getränke, Kleidung, etc. Kurbelt die Nachfrage an, die Rechnung zahlt der Steuerzahler.

      10. Vermieter in ungünstigen Gegenden, z.B. in Abwanderungsgebieten. Hier hilft der Königssteiner Schlüssel, alle Mietobjekte zu füllen, der Staat zahlt. Die Alternative wäre ein Leerstand bzw. Abbruch.

      11. Gelangweilte wohlhabende Rentner und andere sog. „Gutmenschen“, die sich in ihrer eigenen Hilfsbereitschaft sonnen können. Die machen das zur Befriedigung ihres Egos, der andere kann sich nämlich kaum gegen die eigene Besserwisserei wehren. Ist leichter als etwa eine länger hier lebenden Pflegebedürftigen zu betreuen, wenn man am Sonntag ein paar kluge Ratschläge zur Lebensführung in der BRD gibt.

      12. Politiker der Altparteien: sie müssten nämlich zugeben, dass sie mit manchen Dingen auf dem Holzweg waren.

      13. Die Tourismusindustrie, die die Wiedereinführung von nationalen Grenzkontrollen bzw. -währungen ablehnt.

      14. Die Sicherheitsbranche: Pfeffersprays, kleine Waffenscheine für Schreckschusswaffen, etc. boomen ohne Ende.

      undundund.

      Der tiefere Grund gegenüber dem von Ihnen angefragten Profitdenken ist aber ein gesellschaftlicher. Die meisten Befürworter der Migration profitieren nämlich finanziell nicht davon.
      „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.“ war früher ein größenwahnsinniger imperialistischer Spruch. Heute ist es der ideologische Größenwahn, als mittelgroßes Land schnell mal den Globus alleine retten zu können. Nur – Größenwahn bleibt halt Größenwahn. Nach 1945 haben die USA, die UdSSR, UK und Frankreich dafür gesorgt, dass uns der militärische Größenwahn ausgetrieben wird. Heute brauchen wir die Visegradstaaten, aber auch Leute wie Österreichs Kanzler Kurz oder die aktuelle italienische Regierung für das gleiche Thema in abgewandelter Form. Darum ist die EU m.E. so unglaublich wichtig für uns. Der Klugheit des deutschen Wahlvolks alleine kann man unverändert nicht trauen, aktuell jedoch aus anderen Gründen als vor 80 Jahren.

      Antworten
  17. Avatar
    Johannes sagte:

    Wie wahr! Falsch verstandene UND falsch gelebte Toleranz haben Deutschland bei diesem Thema inzwischen in eine erhebliche Schieflage gebracht. Ein Gegensteuern scheint fast nicht mehr möglich angesichts einer „Haltungselite“ aus Politk, teilweise Wirtschaft (s. Joe Kaeser…) und vieler (nicht aller) öffentlicher Medien (Presse, Funk und Fernsehn), die sich im Zirkeldiskurs gegenseitig als moralisch hochstehend versichert.

    Auf die CDU (unter Merkel) darf hier nicht mehr gehofft werden (ist zwar inzwischen eine Binnsenweisheit); aber siehe hier für den noch Hoffenden:

    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/guenther-spricht-aus-was-merkel-denkt/

    Ob der Druck, den AfD und CSU aus jeweils unterschiedlichen Gründen heraus erzeugen, ausreichen wird eine vernunft- statt eine moralgeleiterten Politik „zu wecken“? Wer weiß…

    Antworten
    • Avatar
      Wolfgang Selig sagte:

      @Johannes: Nein, der Druck von AFD und CSU reicht noch nicht, weil es noch zu wenige Einsichtige sind und wir durch die Niedrigzinssituation noch eine zu gute Konjunkturlage haben. Das ändert sich erst in der nächsten Rezession, denn dann wird die Situation auf dem Arbeitsmarkt schwieriger und damit verbunden gehen auch die öffentlichen Kassen in die Knie. Dann wird der Anteil der Wähler der AFD bzw. kritischer Geister in anderen Parteien (z.B. Herr Dobrindt) steigen und Schönredner (z.B. Olaf Scholz) Probleme bekommen.

      Antworten
      • Avatar
        Johannes sagte:

        @ WS: „…noch eine zu gute Konjunkturlage haben.“

        Ja, sehe ich auch so. Allerdings verändert sich die Sicherheitslage in Deutschland seit drei Jahren infolge der Migration zum deutlich schlechteren. Über die „Einzelfälle“ sind wir da längst hinaus, wie den offiziellen polizeilichen Krimalstatistiken zu entnehmen ist, so diese mit den Informationen zum Bevölkerungsanteil verknüpft werden, wie hier geschehen:

        https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/wenig-bekannte-fakten-zur-auslaenderkriminalitaet-in-deutschland/

        Diese Entwicklung bereitet mir inzwischen mehr Sorge, als eine ungünstige wirtschaftliche Entwicklung. Denn zum einen kann es für einen schnell persönlich gefährlich werden (ich z.b. fahre berufsmäßig sehr viel Zug und halte mich daher sehr häufig an Bahnhöfen auf). Zum anderen gibt es bereits „Gegenbewegungen“ (v.a. im Osten unseres Landes), wo das Recht in die eigene Hand genommen wird. Und diese „Bewegungen“ werden sicher Zulauf bekommen, wenn sich die Sicherheitslage im öffentlichen Raum noch weiter verschlechtert. Berlin scheint den Anfang zu machen (bei der Verschlechterung der Sicherheitslage)

        https://www.morgenpost.de/berlin/article214406967/Das-sind-Berlins-gefaehrlichste-U-Bahnhoefe.html

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Wolfgang Selig

        Ihren Verweis auf die nächst Rezession kann man nicht ernst genug nehmen.

        Durch die schon unwirklich lange anhalte positive Wirtschaftsentwicklung sind wir in einem Maß wohlstandscodiert (Dr. Stelters „Wohlfühlblase“), das ich langsam beängstigend finde.

        Ich glaube, dass viele Menschen hierzulande überhaupt nicht wissen, was eine Krise ist.

        Wenn es eine gibt, wird – völlig richtig – nicht mehr alles mit Geld glattzubügeln sein.

        Ich glaube auch, dass dann der Zustrom zur AFD noch einmal einen Schub erhalten würde.

        Aber:

        Diese Partei könnte in einer solchen Situation auch keine Wunder bewirken.

        Sie müsste darauf hoffen, dass der Kelch des Regierens oder Mitregierens an ihr vorbeigereicht werde.

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar zu Hansjörg Pfister Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.