„What Will Cause the Next Recession? A Look at the 3 Most Likely Possibilities“

Das ist doch eine wirklich interessante Frage. Wir alle wissen, dass es irgendwann wieder eine Rezession geben wird. Wir wissen auch, dass wir uns diese noch weniger leisten können, als die früheren, weil wir mit noch mehr Schulden operieren. Es lohnt also, auf die möglichen Auslöser zu blicken. Das tut hier die New York Times, die drei mögliche Auslöser für eine Rezession ausmacht:

  • Zunächst aber die Beruhigung: „To be clear, the economy is going gangbusters right now. The nation’s G.D.P. rose at an annual rate of 4.1 percent in the second quarter, the strongest quarter of growth since 2014.“ – bto: übrigens auch dank Trump.
  • „(…) many of the culprits in ending the expansion wouldn’t necessarily arise in isolation. Rather, each one could make the others worse, meaning the next recession might have multiple causes.“ – bto: Aber wir wissen doch, die Ursache für die Krise ist immer der vorangegangene Boom.
  • „The risk that the Fed will miscalibrate interest rate policy and cause a slowdown or a recession is rising, in part because of the timing of the tax cuts and spending increases enacted this year. (…) the Fed may soon find itself needing to raise interest rates more aggressively to keep inflation in check. But at the same time, mainstream macroeconomic models have the economic lift from tax cuts fading sometime between 2020 and 2022. That means the Fed could be raising interest rates to slow the economy just as tax policy is also working to slow the economy.“ – bto: Vor allem wirkte die Reduktion der Bilanz ebenfalls wie Zinserhöhungen, wie wir schon vor Wochen besprochen haben.
  • „The former Federal Reserve chairman Ben Bernanke put it more colorfully at a conference in June. The stimulative benefit of the tax cut is going to hit the economy in a big way this year and the next year. And then in 2020, Wile E. Coyote is going to go off the cliff.“ – bto: Und dann haben wir nicht nur in den USA ein Problem.
  • „The last two recessions started with the popping of an asset bubble. In 2001 it was dot-com stocks; in 2007 it was houses and the mortgage securities backed by them. So it makes sense to look to various markets that might be getting bubbly in dangerous ways. And that search leads quickly to debt markets, both in the United States and overseas.“ – bto: oder eben zur „Alles-Blase“, die wir gerade erleben.
  • Corporations have loaded up on debt over the last decade, spurred by low interest rates and the opportunity to increase returns for shareholders. The value of corporate bonds outstanding rose by $2.6 trillion in the United States between 2007 and 2017, — rising to about 25 percent of G.D.P. from about 16 percent.“ – bto:  gestern hier besprochen.
  • „Essentially, businesses have been in a sweet spot for years, in which profits have gradually risen while interest rates have stayed low by historical measures. If either of those trends were to change, many companies with higher debt burdens might struggle to pay their bills and be at risk of bankruptcy.“ – bto: Na, da dürfte doch die Fed wieder einspringen. Oder?
  • „If inflation were to get out of control and the Fed raised interest rates sharply, companies that can handle their debt payments at today’s low interest rates might become more strained. Moreover, with federal deficits on track to rise in the years ahead, the federal government’s borrowing needs could crowd out private borrowing, which would result in higher interest rates and even more challenges for indebted companies.“ – bto: Wie wir wissen, gibt es eigentlich kein Crowding-out in einer Welt, in der beliebig Geld geschaffen wird. Siehe auch James Montier zu Staatsschulden.
  • „Many words have been devoted to the economic risks of the trade war with China and other trading partners. It is relatively easy to identify individuals and companies with plenty to lose. But exports are only about 8 percent of total G.D.P. in a $20 trillion United States economy. The direct economic cost of the American tariffs on imports and retaliatory actions by other countries announced so far should be half a percent of total G.D.P. or less, hardly enough to raise recession alarm bells.“ – bto: Allerdings dürfte es auch die USA treffen, wenn die Weltwirtschaft in eine Rezession fällt.
  • „A global slowdown could also cause huge losses in American stock and bond markets, as American companies’ revenues abroad could plummet. That means a hit to Americans’ wealth and more expensive capital for businesses. It could be the thing that triggers a popping of the corporate debt bubble. (…) a trade war that causes a global economic slowdown, a market sell-off and an evaporation of business confidence certainly could (cause a recession).“ – bto: So ist es. Das System ist weltweit fragil.

Fazit: „The seeds of the next downturn have almost certainly already been planted. The question is which of them will grow into a problem big enough to matter.“ – bto: Ich bleibe dabei, es sind die Schulden, die das System so fragil machen.

nytimes.com: „What Will Cause the Next Recession? A Look at the 3 Most Likely Possibilities“, 2. August 2018

Kommentare (35) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Avatar
    Thomas M. sagte:

    @Mathologer

    Zur Vervollständigung meines Gedankens. Das war frei assoziiert nachdem ich Hr. Stöckers „… plötzlich in einem großen Konsumrausch sich tausende von Golfs in die Garage stellen“ gelesen hatte und zielte auf Konsum (und ggf. Investition) abhängig von der Verteilung des Geldes ab.

    10 W * 1h = 10 Wh
    1 W * 10h = 10 Wh

    Das hatte ich als Analogie im Kopf und wollte das auf Euro * Menschen münzen. Es ist natürlich völlig trivial, dass 1 Mio. Menschen mit einem Euro ganz was anderes machen als 1 Mensch mit einer Mio. Euro. Ich hatte mich aber spontan gefragt, inwieweit makroökonomische Formeln überhaupt Geld*verteilungen* berücksichtigen und nicht nur Geldmengen (z.B. Abhängigkeit Inflation/Preislevel von Geldmenge und solche Themen).

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  2. Avatar
    Carsten Pabst sagte:

    Sehr geehrter Herr Stöcker und Herr Tischer,
    ich bedanke mich für Ihre Antworten und Ausführungen. Ich bin immer wieder dankbar, hier im Forum sehr viel über Geld, Geldsysteme und deren evtl. Auswirkungen auf bestehende Systeme zu lesen. Die Artikel lassen mich sehr viel über unser bestehendes Geld- und Gesellschaftssystem nachdenken. Ich bezeichne mich eher als Laie, was Geldsysteme betrifft, verfolge aber seit Jahren das Geschehen an den Märkten, bzw. in den jeweiligen Notenbanksystemen mit hohem Interesse. Auch bin ich mir bewußt, dass ich natürlich den Wirtschaftsraum Venezuelas und Simbabwes nicht mit der Eurozone vergleichen kann. Ich könnte jetzt böse behaupten, beide Länder sind uns evtl. 15 Jahre voraus und bevor jetzt jemand Schnappatmung bekommt: Wie gesagt Laie.
    Für mich persönlich pumpen die Notenbanken weltweit eine Blase auf, die Ihresgleichen sucht. Wie das Experiment ausgeht, wird uns die Zukunft zeigen. Das die Notenbanken nicht allein Schuld an dieser Misere sind, ist mir klar. Dann muß ich als Bürger schon in den Spiegel schauen, um zu sehen, wer Mitschuld trägt.
    Eine Anmerkung zu Herrn Stöcker:
    Ihre Ausführung „Durch den Ankauf sind vor allem die Assetpreise gestiegen bzw. vor dem Absturz bewahrt worden. Insofern ist es eine Politik für die 1 %, die es für den Normalbürger immer schwerer macht, überhaupt noch Eigentum zu erwerben“ stimme ich im ersten Teil zu. Das Normalbürger immer schwerer Eigentum (auch wenn es Ihnen in diesem Moment nicht gehört, sondern den Kreditgebern) erwerben können, erkenne ich am heimischen Immobilienmarkt in meiner Region aber nicht. Da bauen Personengruppen durch die extreme Niedrigzinsphase Häuser, die es aufgund Ihrer mangelnden handwerklichen Fertigkeiten (Thema Eigenleistung) besser hätten sein lassen sollen. Aber mit oftmals nur 1% Tilgung lassen sich die nächsten 15 Jahre bei hohen Darlehenssummen ganz gut überbrücken. Was bei einem evtl. Zinsanstieg dann passiert, will ich mir im Moment gar nicht vorstellen. Aber da der Zinsanstieg nicht sein darf (oder kommt er doch schnell, wie in dem ein oder anderen Artikel schon erwähnt?), die Notenbanken dann ja evtl. alle Schulden annulliert/gelöscht/ausgebucht/simsalabim und weg waren sie haben, gehen wir ja glorreichen Zeiten entgegen (Sie merken, ich bin ratlos und etwas sarkastisch, gebe das auch gerne zu)
    Ich führ meinen Teil werde heute die Benotung meiner Lehrlinge jetzt mal komplett anders angehen. Nachdem alle Noten vergeben wurden, die Einser- und Zweierkandidaten sich freuen, die im Mittelfeld sich vornehmen, beim nächsten Werkstück es besser zu machen, ist den schlechten Ihr Ergebnis sowieso egal. Und dann annulliere ich alle Noten und gebe allen eine Eins. Und das wiederhole ich die nächsten Wochen und werde sehen, wie sich mein Experiment im Hinblick auf die Arbeitsmoral und das Arbeitsergebnis innerhalb der Gruppe entwickelt. Das Ergebnis kenne ich aber schon jetzt. Und wenn Sie jetzt denken, der Pabst hat Sie nicht alle, kann ich Ihnen das noch nicht mal übelnehmen. Aber eins glaube ich ganz gut zu verstehen aufgrund meiner Tätigkeit mit Menschen: Wie der Mensch tickt und wie er sich in bestimmten Situationen verhält. Und da garantiere ich, diese evtl. Annullierung von Schulden wird die Gesellschaft verändern. Und ich glaube nicht, das dies zu Ihrem Vorteil sein wird.
    Aber ich hoffe, komplett falsch zu liegen und kann dann im Rückblick über meine Gedankengänge und Ausführungen nur lachen. Ich hoffe, die Nerven der Foristen nicht zu sehr mit meinen Gedanken und Ausführungen zu strapazieren. Aber es sind für mich spannende, aber auch oftmals schwer zu verstehende Zeiten, besonders im Hinblick auf unser Geldsystem.
    Insofern drücke ich Ihnen die Daumen, das Sie Recht behalten und bedanke mich recht herzlich, das Sie sich die Zeit für eine Antwort genommen haben.
    Freundliche Grüße
    Carsten Pabst

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    • Avatar
      jobi sagte:

      Hallo Herr Pabst,
      letztlich kann niemand dauerhaft über seine Verhältnisse leben – das gilt für die schwäbische Hausfrau, für die Türkei und Venezuela genau so wie für die Länder mit den großen Reservewährungen.
      Der hauptsächliche Unterschied liegt in den Möglichkeiten zur Insolvenzverschleppung.
      Lassen Sie sich also nicht von den Bilanzakrobaten hinter die Fichte führen und bereiten Sie sich vor, so gut es geht.
      Ihre Ansätze dafür sind mE durchaus praktikabel.

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      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ jobi

        „letztlich kann niemand dauerhaft über seine Verhältnisse leben – das gilt für die schwäbische Hausfrau, für die Türkei und Venezuela genau so wie für die Länder mit den großen Reservewährungen.“

        Da stimme ich grundsätzlich mit Ihnen überein. Allerdings ist der Vergleichsmaßstab für ein Land nicht die sektorale Bilanz, sondern die Leistungsbilanz (siehe Japan mit hoher Staatsverschuldung aber dennoch positiver/ausgeglichener Leistungsbilanz wegen hoher privater Sparquote). Und da sieht es in der Tat bei den von Ihnen genannten Ländern nicht gut aus.

        Bei Reservewährungen sieht es ein wenig anderes aus. Die können sich durchaus dauerhafte LB-Defizite leisten, dürfen es allerdings nicht übertreiben. Die USA haben mAn hier eine kritische Grenze erreicht. Allerdings fehlt es an Alternativen, da sich Euroland ja gerade selber zerlegt; so geht die Dominanz des Dollar wohl noch in einige weitere Runden.

        LG Michael Stöcker

  3. Avatar
    Thomas M. sagte:

    „Der Geist weht, wo er will und wann er will. Bewirken kann man da nichts, erzwingen schon gar nicht.“

    So ist es, wobei ich noch ergänzen möchte: – und er weht, sofern man ihn lässt.

    Ich hoffe, dass kein Zentralbanker wirklich denkt, man könne Innovation und Produktivität mit einem einzelnen Zins-Drehregler rauf- und runterschrauben. Dann wird gerne noch von „politischen Rahmenbedingungen“ gesprochen. Auch die sind nur notwendige, aber nicht hinreichende Bedingungen.

    Vielleicht kann man die langen Wellen der Entwicklung letztlich doch nicht verkürzen… (so es sie denn gibt)

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    • Avatar
      waltomax sagte:

      „Ich hoffe, dass kein Zentralbanker wirklich denkt, man könne Innovation und Produktivität mit einem einzelnen Zins-Drehregler rauf- und runterschrauben. Dann wird gerne noch von „politischen Rahmenbedingungen“ gesprochen. Auch die sind nur notwendige, aber nicht hinreichende Bedingungen.“

      Das mit dem Drehregler glauben die wohl selber wirklich. Daneben der thumbe Optimismus der Märkte und deren Kaffeesatzleser….

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  4. Avatar
    Carsten Pabst sagte:

    Sehr geehrter Herr Stöcker,
    ich bin gerne bereit meinen Fehler/ schlechten Vergleich zuzugeben. Dann bitte ich aber auch um eine Begründung, warum ich so daneben liege. Und nur noch mal zum Verständnis, was ich ausdrücken wollte:
    Für mich ist es absolut unvorstellbar, das die Notenbank alles aufkauft (für mich in diesem Fall die Schulden eines Währungsraumes), diese annulliert und alles geht seinen gewohnten Gang, ohne das Währungen (ist die Währung in diesem Moment dann überhaupt noch da? Schuldgeldsystem?) erodieren und bei der Bevölkerung ein massiver Vertrauensverlust in selbige stattfindet. Und bitte beantworten Sie mir dann auch noch, warum ich täglich arbeiten gehe (Tue ich sehr gerne) um meinen Lohn (etwas, womit man für eine Leistung, Mühe o. Ä. entschädigt wird; Belohnung) zu verdienen, wenn andererseits Schulden einfach ohne Konsequenz annuliert werden. Und bitte eine Erklärung, die auch ein Laie versteht, der Bilanzen nicht mit ins Bett nimmt. Ich bedanke mich im Voraus.
    Freundliche Grüße
    Carsten Pabst

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    • Avatar
      Michael Stöcker sagte:

      Lieber Herr Pabst,

      das BIP pro Kopf liegt in Venezuela bei ca. 33% von Euroland, bei Simbabwe sind es gerade mal 2,9 % bzw. ca. 876 EUR gegenüber 29.900 in Euroland (Stand 2017).

      Die Leistungsbilanz von Simbabwe ist seit Jahren negativ, die von Venezuela seit dem Ölpreisverfall. Die sind einfach zu einseitig bzw. gar nicht aufgestellt. Euroland hat hier doch ganz andere Voraussetzungen und ist viel breiter auf den internationalen Märkten präsent.

      „Für mich ist es absolut unvorstellbar, das die Notenbank alles aufkauft (für mich in diesem Fall die Schulden eines Währungsraumes), diese annulliert und alles geht seinen gewohnten Gang, ohne das Währungen (ist die Währung in diesem Moment dann überhaupt noch da? Schuldgeldsystem?) erodieren und bei der Bevölkerung ein massiver Vertrauensverlust in selbige stattfindet.“

      Notenbank und Staat bilden grundsätzlich eine bilanzielle Einheit (in Euroland etwas kompilzierter). Durch den Ankauf sind vor allem die Assetpreise gestiegen bzw. vor dem Absturz bewahrt worden. Insofern ist es eine Politik für die 1 %, die es für den Normalbürger immer schwerer macht, überhaupt noch Eigentum zu erwerben. Das verstärkt wiederum den Matthäus-Effekt. Staatsanleihen kann man annullieren, man kann sie aber auch auf ewig revolvieren. Realwirtschaftlich macht das keinen Unterschied. Wenn man sie annulliert, dann aber nur symmetrisch (also für alle Euroländer gleich). Sonstige Assets, die nicht staatlicher Natur sind, dürfen selbstverständlich nicht annulliert werden.

      Damit es auch zu einem starken Anstieg der Verbraucherpreise in Euroland kommen kann – also der von Ihnen gefürchteten galoppierenden Inflation – , müsste mAn nicht nur zuvor die Massenkaufkraft stark ansteigen, sondern zudem eine Zerstörung von Produktionskapazitäten durch Katastrophen -. welcher Art auch immer – erfolgen. Das ist ja die „weise“ Empfehlung der österreichischen Liquidationisten: https://acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com/2014/07/liquidationisten-fordern-noch-mehr-leid.html?m=0

      Und jetzt einfach noch mal überlegen, wer denn den größten Teil der Assets gehalten hat und ob diese nun, nachdem sie ihre Assets an die ZBen vertickt haben, plötzlich in einem großen Konsumrausch sich tausende von Golfs in die Garage stellen, den Keller mit Billigwein von Lidl befüllen und ihren Fleisch und Milchkonsum um 50000 % erhöhen?

      LG Michael Stöcker

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      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Stöcker: Der letzte Absatz ist ein sehr wichtiger… 1 € = 1 € in der Formel; aber die Realität ist eben doch deutlich komplexer, weil es eine Rolle spielt, *wer* den Euro hat.

        Anders formuliert:

        1.000.000 € / 1 Person
        1 € x 1.000.000 Person(en)
        bzgl. der Wirkung.

        Haben die ökonomischen Modelle so etwas eigentlich drin?

      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        oh, die zwei eckigen Klammern wurden vom System nicht übernommen… geschrieben hatte ich:

        1.000.000 € / 1 Person ungleich
        1 € x 1.000.000 Person(en)
        bzgl. der Wirkung.

      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        Auch auf die Gefahr mich hier lächerlich zu machen. (Ich wünschte man könnte editieren.) Anscheinend ist Mathe und Physik doch schon zu lange her… Ich wollte auf fehlende Äquivalenz hinaus. Also jetzt final und hoffentlich richtig :)

        1.000.000 € x 1 Person ungleich
        1 € x 1.000.000 Person(en)

      • Avatar
        waltomax sagte:

        @Hallo Herr Stöcker,
        die Zentralbanken und die Politik können die Rahmenbedingungen für kreative Geister schaffen, die auf der Basis von Innovationen neue Produkte und Diensleistungen anbieten wollen und können. Das kann neuen Bedarf wecken.
        Politiker, Banker und Wirtschaftler überschätzen sich also, weil die eigentlichen Entscheidungen gar nicht auf ihrer Ebene fallen. Der Geist weht, wo er will und wann er will. Bewirken kann man da nichts, erzwingen schon gar nicht.

        Kondratieff liegt sehr richtig mit seiner Beschreibung der elementaren Bedeutung von Basiserfindungen.

        Ohne diese vermag Vermögen nichts. Es sei denn, es handle sich um Risikokapital.

      • Avatar
        Mathologer sagte:

        Den Sachverhalt würde man auch als Nicht-Mathematiker mit

        1Mio EUR geteilt durch 1 Person

        ist ungleich

        1Mio EUR geteilt durch 1Mio Personen

        beschreiben. Demnach verwenden Sie die falschen Operatoren. Ob das eine hinreichende Voraussetzung für das Attribut „Lächerlichkeit“ darstellt, sei mal dahingestellt.

        Da Ihr Augenmerk auf den politischen Einfluss abzuzielen scheint, würde ich statt dem „Betrag“ eine Wichtung in die Gleichung einsetzen, also z.B.

        person(1) x einfluss(1)

        ist größer als

        person(2 bis n) x einfluss(2 bis n)

        , wobei ich annehmen würde, dass die Größe „Einfluss“ abhängig von den beteiligten Personen und dem Themengebiet ist. In wie weit der „Einfluss“ eine Funktion von Geldvermögen bzw. Liquidität der beteiligten Personen ist, dürfte von dem zu entscheidenen Sachverhalt abhängen. Ich sehe in den meisten Fällen eher die schwer zu quantifiezierende Grösse „Sozialkapital“ in der Rolle in der Sie das Geldvermögen sehen.

        Ein „>“ ist also keineswegs zwingend.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ waltomax

        Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Die Zentralbanken haben allerdings mAn ihre Aufgabe im Kontext der Finanzkrise ganz hervorragend erfüllt (zuvor haben sie allerdings versagt, weil sie ebenfalls dem neoliberalen Mainstream auf den Leim gegangen sind und die damaligen Fehlentscheidungen von Summers und Rubin unter Clinton auch noch goutiert hatten).

        Bei den Rahmenbedingungen hat insbesondere die Politik versagt, WEIL sie auf die unsinnigen Ratschläge der Ökonomen gehört hat und sich auf die mikroökonomische Logik der schwäbischen Hausfrau eingelassen hat, statt in makroökonomischen Kategorien zu denken. In Österreich scheint so langsam die keynesianische Konterrevolution vorbereitet zu werden. Hoffentlich übertreiben die es dann aber nicht in die andere Richtung (Stichwort: Zu viel und zu spät).

        Zum Thema Kondratieff: Das Hauptproblem ist die Transformationsphase. Ich empfehle hierzu insbesondere Lord Adair Turner: Capitalism in an Age of Robots https://youtu.be/D6FBL6c6C5E

        LG Michael Stöcker

    • Avatar
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Carsten Pabst

      >Dann bitte ich aber auch um eine Begründung, warum ich so daneben liege.>

      Sie müssen um überhaupt nichts bitten, denn Sie liegen nicht daneben.

      Ihnen wird hier nur eingeredet, dass Sie daneben liegen.

      Der Grund dafür ist einfach:

      Der Geldtheoretiker M. Stöcker hat offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen oder verarbeitet, was in Venezuela gerade abläuft.

      Das Land steht mehr oder weniger vorm Bürgerkrieg, nicht weil die dortige Notenbank alles aufgekauft hat und die Läden daher leer sind, oder – würde M. Stöcker sagen – gerade weil die Notenbank leider nicht alles aufgekauft haben und die Läden daher leer sind.

      Die Notenbank spielt in Venezuela nicht die entscheidende Rolle.

      Es ist die POLITIK, die ein mit enormen Ölvorkommen gesegnetes Land runtergewirtschaftet und für ein vermutlich baldiges „Das wars“ sorgen wird.

      Kurzum:

      Ich bin zwar auch der Meinung, dass die Geldpolitik unterschätzt wird, glaube aber, dass sie letztlich nichts gegen fundamental wirksame REALWIRTSCHAFTLICHE Entwicklungen ausrichten kann.

      Ob derartige Entwicklungen durch die Politik hervorgerufen werden, etwa wie in Venezuela oder die Politik nicht hinreichend auf sie reagieren kann, wie etwa in der Eurozone, spielt dabei keine Rolle.

      Notenbanken können nicht die Politik ersetzen, auf Dauer jedenfalls nicht.

      Antworten
      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        „Der Geldtheoretiker M. Stöcker hat offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen oder verarbeitet, was in Venezuela gerade abläuft.“

        Da haben Sie wohl meine Antwort an Herrn Pabst überlesen oder aber missinterpretiert, Herr Tischer; denn ich habe nichts anderes geschrieben, als das, was Sie hier zum Besten geben.

        LG Michael Stöcker

  5. Avatar
    waltomax sagte:

    Vom Nutzmenschen

    Existierst Du oder bildest Du Dir nur ein, zu existieren?
    Der Kapitalismus nimmt Dich nur als Konsument, Schuldner und Kanonenfutter wahr.

    Denn dann fährst Du Profite ein und existierst. Der Staat sieht in Dir lediglich den Steuerzahler und ggf. den Wähler. Kapital und Staat verheizen Dich schließlich im Krieg, wenn Du nichts mehr einbringst. Denn dann bist Du überflüssig und darfst Deiner Endnutzung zugeführt werden. Du existierst also nicht als Mensch, sondern nur als Nutztier, meist gehalten in den Nutztierhaltungen der großen Trabantenstädte.

    Der Kapitalismus ist nicht daran interessiert, arme Länder aufzubauen, besonders dann, wenn sie Rohstoffländer sind. Denn der Profit resultiert immer noch aus dem Import billiger Rohstoffe und im Export daraus hergestellter Waren, die möglichst teuer abgesetzt werden sollen.

    Der Neokolonialismus wird höchstens von den klugen Chinesen durchbrochen, die immerhin Infrastruktur gegen Rohstoffe liefern. Wahrscheinlich aufgrund eigener Erfahrungen der übelsten Art.
    Auf jeden Fall wird nach der Zukunft der Menschen nicht wirklich ernsthaft gefragt. weder in Afrika noch sonst wo. Denn es hat keine Vorteile, wenn sie sich zu Konkurrenten entwickeln und ihre Rohstoffe selber verarbeiten. Daher werden sie kaum als Konsumenten wahrgenommen, die eigentlich einen enormen Bedarf haben. Denn dann würden sie zunehmend unabhängig. Und gerade das will niemand.
    Es bräuchte also eigentlich keine Rezession aufgrund vermeintlich gesättigter Märkte, wie sie sich gegenwärtig abzeichnet und die Exportländer zunehmend in Wirtschaftskriege treibt.
    Nehmen wir also zur Kenntnis, dass die Weltwirtschaft auf dem Ungleichgewicht zwischen Leistung und Gegenleistung beruht. Das nennt man Profit. Und der Profit ist dann sicher, wenn die Kunden abhängig sind.

    Wer rettet erst Afrika und dann die Welt? Keine alte Sau.

    Davon lenkt auch nicht das Milchpulver ab, das mit größtenteils verseuchtem Wasser angerührt wird, sofern überhaupt verfügbar. Denn wer nicht als Konsument, Schuldner und Steuerknecht betrachtet werden kann, ist ein verzichtbarer Mitesser. Er muss sterben. Das wird immer schon durch Krieg erledigt.

    Der Krieg ist und bleibt der Vater aller Dinge

    Der Kapitalismus braucht Investitionsmöglichkeiten und Absatz, sonst kann er sich sein Kapital in den Hintern stecken. Wenn der Westen nicht mehr genug konsumiert, dann müssen eben Bedürftige importiert werden. Nur dann kann die sich natürlich einstellende Sättigung noch hinausgeschoben werden.

    Aber eines Tages ist es dann wieder soweit. Eine globale Rezession steht vor der Tür und macht die Vernichtung großer Massen nötig, bevor sich diese erheben und dem Establishment gefährlich werden können.
    Dann greift das internationale und heimat- bzw. staatenlose Establishment auf einige Politmarionetten zurück, damit ein Bürgerkrieg oder Krieg zwischen Nationen initiiert wird. Der vernichtet besonders die überflüssigen “zornigen jungen Männer” (Sloterdijk), die eine Zukunft in der Form von Lohn und Brot sowie (zumindest überwiegend) Familie wollen.

    Um den Krieg zu bekommen, werden meist Diktatoren wie Hitler oder S. Hussein erst systematisch aufgerüstet und dann in “Befreiungskriegen” wieder entsorgt. Das schafft dann wieder Arbeit. Erst in der Rüstung und später im Wiederaufbau der verwüsteten Länder.

    Das beste Beispiel ist die Finanzierung von Hitler durch die Wallstreet, die allerdings in Nürnberg nicht auf der Anklagebank saß.

    “Edel sei der Mensch, hilfreich und gut….?”

    Massenmord ist normal und immer schon das politische Mittel der Wahl gewesen. Der Mensch war noch nie etwas wert und wurde von jeher genutzt und entsorgt. Von wem? Von den 0,01 Prozent, dem Pyramidion.

    Dank atomarer Bewaffnung ist der längst fällige Vernichtungskrieg gegen das Gros der Menschheit bisher ausgeblieben. Die Risiken für das Pyramidion sind einfach zu wenig kalkulierbar. Nordkorea gibt es nur noch, weil es Atomwaffen hat. Den Iran wird es bald nicht mehr geben, weil er keine Atomwaffen hat.

    Deutschland hat erst Ruhe, wenn es blockfrei und atomar bewaffnet ist. Das ist meine so schmerzliche wie zwingende Einsicht.
    Denn der Mensch ist eben nicht edel, hilfreich und gut. Es wird Zeit für uns alle, sich mit dieser Tatsache abzufinden. Und trotzdem:

    Der unwahrscheinliche Gegenentwurf zum atomaren Holocaust: 30 Milliarden Menschenkinder

    Angeblich soll es auf der Erde 2100 nur noch Stehplätze geben. Erfahrungsgemäß haben Menschen, die im materiellen Wohlstand leben, weniger Kinder. Ein würdiges Leben für alle wäre also eine Alternative zum Massenmord, wie er in der Geschichte der Normalfall ist. Wo ansetzen?

    Der Ansatz zu tiefgreifenden Veränderungen kann sich nicht nur in humanitären Aktionen da und dort erschöpfen. Es geht darum, das hierarchische System in seinen Grundfesten anzugreifen:

    “Gebt mir die Kontrolle über das Geldwesen und mir ist egal, wer regiert.” Soll Rothschild “hierarchisch” gesagt haben.

    “Gebt mir die Kontrolle über meine Existenzmittel und mir ist egal, wer das Geldunwesen kontrolliert”, entgegnen viele Vordenker “””heterarchisch”””.
    So viele Menschenkinder können nur existieren, wenn es Millionen von Kommunen gibt, die sich der Sicherung und Verteilung all dessen annehmen, was der Mensch grundlegend braucht.

    Da Dezentralität der Gegenentwurf und Feind des zentralistisch- faschistischen Finanzkapitalismus ist, wird sie schon als Grundidee negiert und bekämpft.

    Die Macht, die jeder einzelne von uns hat, liegt in der Existenzmittelautarkie, die er in der Vernetzung mit anderen erreicht.
    Was wollen die Rothschilds und Konsorten denn, wenn Sie das Wesentliche im Leben selber herstellen und sichern? Dann brauchen Sie ihn und sein Geld nicht.

    Die Macht der Kartelle fußt letztlich auf unserer Unfähigkeit, uns zu vernetzen und füreinander zu sorgen.

    Unsere mangelnde Solidarität mit unseren Mitmenschen ermöglicht es den vermeintlich Mächtigen erst, uns zu teilen und uns zu beherrschen.
    Die Freiheit fängt in der Kooperation mit den Menschen an, welche uns unmittelbar umgeben. Sie ist im Grunde einfach zu erreichen; was fehlt, das ist das Bewusstsein für diese Lösung. Das ist der Erfolg der Gehirnwäsche, nur in Hierarchien denken zu sollen, zu können und zu dürfen.

    Afrika ist uns eigentlich schon voraus. Es fehlen den Gärtnern Afrikas nur noch einige moderne Hilfsmittel, wie zum Beispiel Wasserpumpen und Solardächer.

    Wenn es keinen Dummkopf mehr gibt, der sich vom Westen als Warlord installieren und gegen andere ausspielen lässt, dann ist der Frieden nahe.

    Denn alle können die Mörder des Westens nicht umbringen, um einen grundlegenden Wandel zu verhindern.

    Waltomax (2018)

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    • Avatar
      Dietmar Tischer sagte:

      @ waltomax

      >Der Kapitalismus ist nicht daran interessiert, arme Länder aufzubauen, besonders dann, wenn sie Rohstoffländer sind.>

      Wie kommen Sie darauf, dass er überhaupt an irgendetwas interessiert sein sollte?

      Antworten
      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        „Wie kommen Sie darauf, dass er überhaupt an irgendetwas interessiert sein sollte?“

        Aber selbstverständlich ist er an irgendetwas interessiert: Das Wesen des Kapitalismus hatte Marx klar und deutlich herausgearbeitet; und das bestimmt auch das gesamte Denken hier am Blog und anderswo: Wie kann man aus Geld mehr Geld machen (Rendite, Rendite, Rendite). Sie kennen meine Lösung für dieses von Marx unverstandene Problem: Der Kapitalist kann nicht mehr Geld aus dem System herausholen, als er zuvor hineingeworfen hat.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ M. Stöcker

        Der Kapitalismus ist eine SYSTEM.

        Systeme sind an nichts interessiert, können es nicht sein.

        Sie meinen Akteure im System.

        Was die betrifft, hat Marx das System seiner Zeit richtig verstanden.

  6. Avatar
    Dr. Strange sagte:

    Wie oft denn noch ? Der Blog ist voll von negativen Aussagen und Prognosen, aber eingetroffen ist noch nichts.
    Es wird einfach die Macht der Notenbank unterschätzt. Es läuft wie in Japan. Alles wird einfach aufgekauft und am Ende annulliert. Das wars. Ende und aus.

    Gewöhnt euch dran. Es ist das neue Zeitalter

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      Carsten Pabst sagte:

      @Strange
      Genau! Und nicht die Notenbank von Simbabwe und Venezuela vergessen. Da wurde halt nur die Anzahl der Nullen auf den Scheinen erhöht und dafür wurde der Einkaufskorb überschaubarer.
      Komischerweise wollten sich die Einwohner nur nicht an das neue Zeitalter gewöhnen. Aber diesmal ist ja alles anders!
      Freundliche Grüße
      Carsten Pabst

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        Michael Stöcker sagte:

        Sorry, Herr Pabst, aber ein Vergleich mit Venezuela oder gar Simbabwe ist VÖLLIG DANEBEN! Hier vergleichen Sie nicht nur Äpfel mit Birnen, sondern Fallobst mit iPhones/Ferrari/…

        LG Michael Stöcker

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      waltomax sagte:

      Schulden und Guthaben verhalten sich spiegelbildlich. Verschwinden die Schulden, lösen sich die Guthaben in Luft auf. Kauft eine Zentralbank z. B. Aktien, dann verzerrt sie den Markt und erzielt politische Börsenkurse. U.U. machen Betriebe in einer Rezession dicht, obwohl sie höchste Notierungen verzeichnen. Die Notenbank macht dann mit gedrucktem Geld keine Verluste. Aber derjenige, der sich im Besitz hochpreisiger Aktien dünkt, kuckt tief in den leeren Eimer.
      Viele Rentenfonds werden darunter sein…Som mancher alte Mensch wid dann am Lederriemen kauen.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Dr. Strange

      Es stimmt schon, dass noch nichts eingetroffen ist.

      Und richtig ist auch, dass die Notenbanken bisher einfach aufgekauft haben.

      Es ist aber völlig implausibel, dass ALLEIN die Notenbanken es richten werden.

      Ganz gewöhnliche Menschen werden mehr als ein Wörtchen mitreden.

      Daher diese Aussage, die keine Prognose ist:

      Ich halte es für möglich, dass irgendwann mit dem Aufkaufen Schluss ist, weil die Notenbanken sich mit einem Zustand konfrontiert sehen, der nicht anders als mit „Das wars“ zu bezeichnen ist.

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    Zweifler sagte:

    Es wird wohl so sein, wie in der griechischen Tragödie: Wie der Mensch auch handelt, es führt immer ins Unglück.
    Da beklagen die Ökonomen nun jahrelang die lockere Geldpolitik der Notenbanken und den daraus folgenden sicheren Untergang.
    Werden diese endlich restriktiver, führt das erst recht in den Abgrund.
    Für Ökonomen, scheint mir, ist der Mensch an sich schon eine Katastrophe und vermutlich haben sie damit Recht.
    Ich rate zu einer ruhigeren Beschäftigung, malen, musizieren…

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      Uwe Zind sagte:

      @ Zweifler Ein schöner, guter Vorschlag am Schluss. Ganz im Ernst. Vor allem auch ökologisch völlig korrekt. Leider für viele nicht machbar. Wer kommt schon auf sooo Gedanken. Da bleibt nur noch das Spielen mit dem smartphone…

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      Michael Stöcker sagte:

      „Für Ökonomen, scheint mir, ist der Mensch an sich schon eine Katastrophe und vermutlich haben sie damit Recht.“

      Anders wird ein Schuh draus: Für die Menschheit (99 %) sind Ökonomen eine Katastrophe. Erst machen sie sich völlig unglaubwürdig, indem sie mathturbierend über Jahrzehnte ihre weitgehend sinnfreien geistigen Ergüsse zum Besten geben. Sie haben sich damit dermaßen unglaubwürdig gemacht, dass Ihnen selbst dann keiner mehr zuhört, wenn sie endlich mal die Wahrheit aussprechen: https://zinsfehler.com/2017/11/24/keynesianische-revolution-2-0/.

      LG Michael Stöcker

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      Wolfgang Selig sagte:

      @Zweifler: Ihr Beitrag hat fast schon philosophischen Charakter, aber vom Malen und Musizieren werden die meisten Menschen nicht satt. Das ist ein Tipp für kinderlose Asketen.

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    ZIRP sagte:

    Ende des Jahres wird die Federal Funds Rate des FED bei 2,5% liegen, Ende 2019 bei 3,5%, Ende 2020 bei 4,5%, u.s.w.:

    https://de.global-rates.com/zinssatze/zentralbanken/zentralbank-amerika/fed-zinssatz.aspx

    Die Rendite von 10jährigen US-Treasuries jeweils zzgl. 100 Basispunkte über der jeweiligen Federal Funds Rate. Es kann jeder selbst abschätzen, wie lange dies noch für das Wirtschaftsgeschehen erträglich ist.

    Beispielsweise dergestalt, ob der amerikanische Case Shiller – Hauspreisindex weiterhin ansteigt:

    https://fred.stlouisfed.org/series/CSUSHPINSA

    Falls nicht (mehr), wird allmählich das Ende erreicht sein.

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    waltomax sagte:

    waltomax

    Die zunehmende Polarisierung zwischen Arm und Reich schwächt den US – Konsumenten. Der lebt zum größten Teil von der Hand in den Mund, auf Pump oder ist pleite, weil überschuldet. Das betrifft eben besonders eine Volkswirtschaft, die auf ihrem Binnenmarkt fußt. Wenn immer mehr Menschen an den wirtschaftlichen Rand gedrängt werden, mündet das oft in sozialen Unruhen bis hin zum Bürgerkrieg. Ob die USA auf dem Wege zur Ein-Drittel-Gesellschaft sind, bleibt für den Laien nur zu ahnen.
    Fakt ist, dass die USA wohl mehr von innen bedroht sind, denn von außen. Kommt nun das Helikopter -Geld? Und wer will das im Ausland als Bezahlung haben?

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