Warum wir wieder mehr Autos per Hand waschen werden

Martin Sandbu schreibt eine sehr interessante Kolumne in der FINANCIAL TIMES (FT). Heute geht es um das Thema der Arbeitsproduktivität und der steuernden (oder verheerenden) Wirkung des Staates in dem Zusammenhang. Es ist so erfrischend analytisch und sachlich, wohltuend anders als die Diskussionen hierzulande.

Zunächst geht es um eine Beobachtung: In den USA werden viele Autos noch per Hand gewaschen, in Norwegen faktisch nur mit Waschanlagen. Klar, man denkt sich sofort, es liegt an den Löhnen. Es geht aber noch weiter:

  • „Car wash by mechanised service or by manual labour: this simple transaction crystallises two distinct varieties of capitalism. Understanding why they are so different teaches us much about how each has changed, and what it takes to change any market economy for the better rather than for the worse. Every time something is done by humans that could be done by machines — in particular something that elsewhere is done by machines — we should stop and ask why. That’s because using human labour unnecessarily is a missed opportunity for greater prosperity. As a matter of definition, the more labour goes into producing a particular good or rendering a particular service, the lower the productivity of each hour’s work in that activity, and it is ultimately only from greater labour productivity that higher incomes can be paid.“ – bto: Es gibt also ein gesamtwirtschaftliches Interesse an Automatisierung. Passt so gar nicht zur aufgeregten Diskussion bei uns.
  • „What determines whether an economy opts for automated solutions or employs human labour? The first part of the answer is the level of wages — in particular at the low end of the labour market, where car cleaners will typically be recruited — relative to the cost of machines. The more people have to be paid, the more likely it is that the profit-maximising choice for a service station is to automate the car wash. If wages remain sufficiently low for a large enough supply of workers, automation is uneconomical.“ – bto: Und damit bleibt die Produktivität geringer. Vielleicht können diese Menschen nichts anderes und sind deshalb dort gut aufgehoben.
  • „More automation leads to higher labour productivity, and that in turn allows for higher wages. (…) So not only do rising wages encourage investment in car wash machines, but that investment itself also leaves a greater surplus from which to pay a higher wage for the (reduced) amount of labour still needed.“ – bto: Das leuchtet ein und entspricht ja der Erfahrung.

Jetzt wird es aber richtig interessant:

  • „The second part of the answer is wage inequality. (…) the more equal that wages are, the less point there is in paying others to carry out such tasks for you. If it takes 20 minutes to clean a car by hand, and the cost is the same as the amount you can earn in 20 minutes of work, there is little reason to outsource a task you might as well do yourself. If, however, that cost is equivalent to just minutes of your salary because the car cleaner makes so much less than you, things look very different. The demand for unskilled labour-intensive work depends on the unskilled wage relative to higher-paid labour — in other words, wage inequality — as well as relative to the cost of machines.“ – bto: Das ist ebenfalls einleuchtend und in den USA, aber auch in Norwegen, zweifellos der Fall. Aber in den USA wird viel mehr per Hand gemacht:

Quelle: FT

  • „The reasoning above explains why. Wages at the low end are higher, and the whole wage distribution more compressed, in Norway than in the US. Or to put it in broader terms, compared with the US, the Norwegian labour market rewards productivity-enhancing automation and renders unprofitable the business models that make intensive use of low-productivity labour.“ – bto: Und das wäre genau das, was man in einer alternden Gesellschaft tun sollte, allerdings muss dafür das Arbeitsangebot ausreichend gleichmäßig qualifiziert sein.
  • „(…) it has been the conventional wisdom that inequality is the price you pay for faster growth and that high wages discourage investment and productivity. These views went a long way to legitimise the rise in inequality and the decline of unions in many western countries. But the car wash story captures a particular kind of capitalism that from a conventional view should be impossible: where greater equality leads to growth, greater productivity and therefore higher incomes overall. It is a living example of the Nordic model.“ – bto: also mehr Gleichheit, um damit die Produktivität zu fördern?
  • „The high cost of unproductive manual work and relatively cheap high-skilled labour both make companies accelerate investment and adopt new technologies quickly. In such a form of capitalism, all those who would otherwise be cleaning cars can do other, more productive jobs. That, of course, requires the right policies — which in the Nordic countries have involved strong aggregate demand management, good provision of education and measures to protect workers rather than jobs, making it easy for them to switch between activities and industries.“ – bto: Das ist alles richtig und entspricht leider gar nicht dem, was wir hier veranstalten: verfallende Bildung, Migration überwiegend Ungebildeter, Strukturerhaltung. So wird das nichts!
  • Das beschreibt auch Sandbu: „There is a coda to the story about the car wash. Around the time I had that lunch chat, manual car washes began appearing in Norway again. Suddenly it became possible to have your car cleaned by hand — to be precise, by the hands of immigrant workers — and, at times, at a cut-rate price. It goes to show that it is possible to regress from a high-productivity, high-wage labour market to a low-productivity, low-wage one if policymakers do not watch out.“ – bto: Über diese Folge der Politik der offenen Grenzen hat hierzulande kaum jemand nachgedacht. Denn, sinken Lohnniveau und Produktivität, sinkt der Wohlstand und der Sozialstaat kommt zusätzlich unter Druck!

→ ft.com (Anmeldung erforderlich): „Economics and the art of car maintenance“, 1. März 2019

Kommentare (32) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Avatar
    Lenz sagte:

    Insbesondere eine Krankenschwester sollte deutlich mehr verdienen als jemand am Auto-Fließband, in Hannover fehlt in der Kinderklinik Personal – Mehr Verantwortung, Nachts & Wochenenddienst.
    Wirklich nett wäre ein Gewerkschaftlicher Norm-Mensch, an dem sich alles orientiert und dann kann man klar diskutieren wer da wo hin gehört.

    Autowäscher: Gerne die paar die älteren Menschen, die keinen Job mehr finden, 18 jährige, die keinen Lust auf irgend etwas haben, … als Normberuf geht das nicht und neulich in den Medien: Wer verdient viel? Müllfahrer – Monopolbranche.

    Das die Zuwanderer alles in den Keller rammen ist klar, unterdurchschnittlicher Verdienst, deutlich älter – klares Zuschussgeschäft – siehe Raffelhüschen / Pirna bei Youtube.

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    Eva Maria Palmer sagte:

    Es ist hinreichend bekannt, daß viele Autowaschanlagen trotz high tech-Ausstattung neue Lacke beschädigen können.

    Eine riesige Autowasch-Anlage, deren Besitzer ich persönlich kenne, hat das auch zugegeben.

    Neben dem automatischen Waschen hat er eine Halle, in der die gestreßten Lacke von Hand und mit Poliermaschinen fast auf den Neuzustand wiederhergestellt werden.

    Wenn mich nicht alles täuscht, haben wir dank Frau Merkel viel mehr als 1 Million neuer HartzIV-Empfänger, von denen die meisten gemäß Grundgesetz §16a, Sichere Drittstaaten-Regelung, eigentlich illegal zugewandert sind, was auch von etlichen Verfassungs-Richtern bestätigt wurde.

    Da unsere neuen Bürger gerne vielleicht ein bischen regulär arbeiten würden und den armen Deutschen (Dr.Stelter: Das Märchen vom…..) unter Umständen nicht bis an ihr Lebensende mit bis zu einer halben Million € Sozialaufwendungen (Prof.Raffelhüschen) auf der Tasche liegen wollen, wäre es doch naheliegend, diesen Leuten einen solchen Job anzubieten.

    Es gibt in Deutschland noch viele andere Jobs, in denen Handarbeiten gefragt sind.
    In den Herkunftsländern der Zuwanderer gibt es viele Leute, die schöne Arbeiten von Hand herstellen, die dort auch gerne von deutschen Touristen gekauft werden.

    Vielleicht müßte man für diese speziell für Zuwanderer geschaffenen Dienstleistungen den Mindestlohn abschaffen, und den roten, linken und grünen Parteien die Wahlstimme vorenthalten.

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      Richard Ott sagte:

      @Frau Palmer

      Glauben Sie wirklich, dass sich viele von den neuen Zuwanderern für Autowäscher-Jobs interessieren? Das ist doch unter deren Niveau. Außerdem ist das in den Herkunftsländern eine Frauenarbeit und folglich für männliche Zuwanderer nicht zumutbar. Die steigen gleich in der Geschäftsleitung der Autowaschanlagen-Betreiberfirma ein – sind dort vielleicht noch ein paar Posten frei?

      Wenn Sie glauben, dass ich jetzt zu zynisch bin, dann möchte ich an die Diskussion letzten Sommer über „Flüchtlinge als Erdbeerpflücker“ erinnern:
      https://www.welt.de/wirtschaft/article176979111/Landwirtschaft-Erntehelfer-bleiben-lieber-zu-Hause.html

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        Eva Maria Palmer sagte:

        Wenn ich in der Verantwortung wäre, würde ich das Problem so lösen:

        Jeder Zuwanderer erhält in Zukunft kein Bargeld mehr, sondern US-ähnliche „Food Stamps“.

        Für unqualifizierte Arbeiten, wie z.B. Autowäsche, würde ich einen entsprechenden Niedriglohn oder Bezahlung durch die Anzahl der gewaschenen Autos vereinbaren.

        Wetten, daß mehr als die Hälfte unserer zugereisten „Fachkräfte“ sich für die Arbeit entscheiden würden.

        So etwas ähnliches haben wir doch schon im Bereich der Landwirtschaft bei der Ernte.

        Selbstverständlich werden die Rot-Linken-Grünen und der DGB nicht zustimmen.

        Das „arme Stelter-Deutschland“ sicherlich.

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    ikkyu sagte:

    Vergessen wird hier auch, dass eine Automatisierung nichts anderes als die Beschäftigung von Energiesklaven ist.

    Da insbesondere in Deutschland die Energiepreise im Gegensatz zu den Real-Löhnen in den nächsten Jahren massiv steigen werden, wird sich die Automatisierung von einfachen Prozessen immer weniger rentieren.

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      troodon sagte:

      @ ikkyu
      „Da insbesondere in Deutschland die Energiepreise … nächsten Jahren massiv steigen werden,“
      Haben Sie eine Studie dazu?

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        ikkyu sagte:

        @troodon

        Gibt es im Hinblick auf den Ausstieg aus der Kernenergie und der Kohleverstromung oder der Einführung von CO2-Steuern ein Argument, das für stabile Energiepreise in Deutschland spricht?

        Zur Problematik der zukünftigen Energieversorgung empfehle ich das Buch „Die Zukunft unserer Energieversorgung“ von Prof. Pelte:

        https://www.springer.com/de/book/9783658058142

        und die online verfügbaren Ergänzungen und Aktualisierungen:

        https://www.physi.uni-heidelberg.de/~pelte/energie/energie3/start.htm

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        troodon sagte:

        @ ikkyu
        Da von Ihnen „massiv“ steigende Energiepreise quasi als Tatsache „steigen werden“ (ohne wahrscheinlich o.ä.) angegeben wurden, hatte ich gehofft, Sie hätten auch eine Studie dazu.
        Eine einigermaßen aktuelle (April 2018) Darstellung einer Prognose zur Entwicklung der Strompreise habe ich lediglich unter dem nachstehenden Link gefunden. FALLS die richtig liegen, wäre der REALE Preisanstieg bis 2050 überschaubar.
        Da ich mir die Studie aber noch nicht näher angesehen habe, kann ich keine Wahrscheinlichkeit abschätzen, dass das auch so kommen wird. Es dient mir lediglich der Informationsfindung (Prognose Strompreisentwicklung pdf S71):
        https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Studien/gesamtwirtschaftliche-effekte-der-energiewende.pdf?__blob=publicationFile&v=8

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        ikkyu sagte:

        @troodon

        Bei der verlinkten Studie handelt es sich um eine Szenario-Studie, die das Vorhandensein der notwendigen Infrastruktur der Energieversorgung (Stromnetz und -speicher, PV- und Windkraftanalgen usw.) einfach voraussetzt.

        Die notwendigen CO2-Emissionen bei der Errichtung dieser Anlagen werden nicht berücksichtigt.

        Außerdem muß man bei den offiziellen Energiestatistiken sehr vorsichtig sein.
        Bei den sogenannten Erneuerbaren Energien wird hier nämlich ein Wirkungsgrad von 100% angenommen.

        Zitat:
        „Bei Wasserkraft, Windenergie und Photovoltaik wird in der Energiebilanz ein Wirkungsgrad von 100 % unterstellt. Nun lässt die Physik grundsätzlich keine Wirkungsgrade von 100 % zu. Die Festlegung des Wirkungsgrads der erneuerbaren Energien ohne Heizwert mit 100 % muss daher mit anderen Argumenten begründet werden. Der Grundgedanke ist hier, dass bei der Nutzung von Wasser, Wind und Sonne keine Rohstoffe verbraucht werden. Damit hat man eine Rechtfertigung, die physikalischen Gesetze zu ignorieren und in der Statistik so zu tun, als ob bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien keine Verluste anfallen. Tatsächlich fallen natürlich Umwandlungsver luste an, wobei folgende Werte als grobe Orientierung plausibel erscheinen: Bei Wasserkraft kann man einen Wirkungsgrad von 80 % ansetzen, bei Wind von 40 %. Bei der Photovoltaik kann man allenfalls einen Wirkungsgrad von 20 % erwarten.“

        https://www.energie.de/et/news-detailansicht/nsctrl/detail/News/energieeinsparung-durch-statistik-geht-das-2019247/

        Dies hat z.B. zur Folge, dass durch den theoretischen Ersatz (in der Praxis kann man kein Grundlastkraftwerk mit Flatterstrom ersetzen!) von Kernkraftwerken mit Erneuerbaren Energien der Primärenergieverbrauch in Deutschland statistisch sinken würde, auch wenn sich der tatsächliche Verbrauch in der Realität nicht verändert.

        Auch eine Bewertung der niedrigen EROI´s von Solar-und Windkraftanlagen fehlt in dieser Studie komplett.

        Da halte ich mich lieber an die aus der grundlegenden Physik abgeleiteten Erkenntnisse von Prof. Pelte, als dass ich meine Zukunftserwartungen und damit Investmententscheidungen an solchen politischen Gefälligkeitsstudien ausrichte.

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        troodon sagte:

        @ ikkyu
        “ politischen Gefälligkeitsstudien “
        Genau deshalb würden mich andere Studien zur möglichen Entwicklung des Strompreises interessieren.
        Unabhängig davon, die angestrebte Co2 Reduktion wird D nicht erreichen. Zumindest nicht die Ziele bis 2020 und 2030. Was danach kommt, ist von der Entwicklung der Technik zur Energiespeicherung abhängig. Und da ist vieles im Fluss, aber eben nicht absehbar, wann wirklich wirtschaftlich rentable Möglichkeiten in Massen darstellbar sind…

        Interessant, IG Metall zum Thema Elektroautos:
        „Die Herausforderung zeigt sich aktuell beim Umstieg auf Elektroautos.

        Dieser allein wird zunächst mehr als 150.000 Arbeitsplätze in den nächsten Jahren überflüssig machen. Neue entstehen, aber oft nicht im gleichen Betrieb, am gleichen Ort – und schon gar nicht mit der gleichen Qualifikationsanforderung.“
        https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article216678645/IG-Metall-Chef-Der-Nahverkehr-funktioniert-ja-nicht.html

        und ebenso interessant:
        „Weil Deutschland seine CO2-Reduktionspflichten nicht einhält, plant Finanzminister Scholz erstmals Strafzahlungen ein.“
        „Für 2020 bis 2022 sind jeweils Kosten von 100 Millionen Euro eingeplant, insgesamt 300 Millionen.“
        … „Die Organisation Agora Energiewende hält deutlich höhere Kosten für möglich. Bis 2022 beziffert sie diese auf bis zu 2 Milliarden Euro. Bis 2030 könnten Aufwendungen von bis zu 62 Milliarden Euro entstehen – wenn der Klimaschutz in Deutschland nicht deutlich schneller vorankommt als bisher.“
        http://www.taz.de/!5579463/

        Dazu der Mangel an großen Technolgieunternehmen.
        Deutschland in der Zange, keine guten Aussichten…

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    ikkyu sagte:

    Norwegen leidet aufgrund seiner hohen Einnahmen aus den Ölexporten an der „Holländischen Krankheit“.

    Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass sich keiner findet, der für niedrigen Lohn mit der Hand Autos wäscht.

    Wer das unterschlägt, kommt sicher nicht zu einer wirklichkeits-adäquaten Analyse.

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    Ulrich Remmlinger sagte:

    Während meiner Zeit in den USA fiel mir auf, daß in den Parkhäusern überall noch Kassierer in kleinen Häuschen saßen, bei denen man seine Parkgebühr zahlen mußte. In D war das längst mit Parkscheinautomat und Schranke automatisiert. Als ich meine Arbeitskollegen auf diesen Anachronismus ansprach, erklärte man mir, das sei unverzichtbar, damit die Menschen aus den Ghettos Arbeit bekommen. Dies sei eine wichtige Kriminalitätsprävention.

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      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Herrn Ulrich Remmlinger: Ich finde das mit der Kriminalitätsprävention sehr interessant.

      Was mich interessieren würde: Hatten die Betroffenen keine Lust, höherwertige Jobs zu erlernen, oder hat ihnen die Politik und die Gesellschaft das nicht zugetraut und beispielsweise die Schulen verkommen lassen? Oder vielleicht sogar beides? Das ist für mich der entscheidende Unterschied zu den Thesen hier. Herr Dr. Stelter scheint davon auszugehen, dass bessere Schulen und mehr Automatisierung, die natürlich mehr Wohlstand nach sich ziehen, auch tatsächlich von den meisten Leuten gewollt sind. Was ist, wenn etliche Leute mit einfachen Jobs zufrieden wären, weil sie sich intellektuell mit immer noch mehr Bildung überfordert fühlen? Dann müsste man entweder ein entwürdigendes Bedingungsloses Grundeinkommen einführen oder solche Kassenwärterjobs bewusst zulassen bzw. einkalkulieren. Auch wenn die Gesamtwirtschaft hierdurch eher langsamer wachsen würde.

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        Ulrich Remmlinger sagte:

        @ Susanne Finke-Röpke
        Ich lebte im Großraum Detroit. Wenn sie dort als Schwarzer mit einer alleinerziehenden Mutter im Ghetto aufwachsen, dann sind ihre Chancen auf Bildung sehr gering. Es gibt nur einzelne, sehr starke Charaktere, die das schaffen.

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    markus sagte:

    Alles völlig richtig. Eigentlich so klar, dass man darüber gar nicht schreiben sollen müsste.

    Anmerkungen:
    – Angesichts von Peak-Oil und Klimaerwärmung sollte allerdings auch die Produktivität pro eingesetzte Energie (inklusive Automatenherstellung) betrachtet werden.
    – Aus Sicht der Oberschicht wird in der Regel die menschliche Arbeitskraft bevorzugt werden, weil weniger Investitionsrisiko und weil so auf die unteren Ränge herabgeschaut werden kann und die eigene Position damit überhöht wird.

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Stöcker

      Viel Erfolg bei der Suche nach Ingenieueren, die Innovationen zur Produktivitätssteigerung hervorbringen könnten, wenn Sie die so bezahlen wollen wie Autowäscher.

      „Dr.D“ weiter oben hat völlig recht mit dem DDR-Beispiel – damals verdienten Ingenieure tatsächlich genau so viel wie einfache Arbeiter, ich habe es in meiner Familie selbst gesehen. Und die DDR war eine echte Erfolgsgeschichte, nicht wahr?

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        Michael Stöcker sagte:

        @ Richard Ott

        „wenn Sie die so bezahlen wollen wie Autowäscher.“

        Sie projizieren sich hier mal wieder was zurecht. Davon ist und war nicht die Rede. Und hören Sie mit den dümmlichen DDR-Analogien auf. Das ist ja schlimmer als im Kindergarten und zieht die Qualität der Diskussion unter Stammtischniveau.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @ Herr Stöcker

        Wie putzig. Reizt es Sie so sehr, wenn Sie daran erinnert werden, wie übel sozialistische und planwirtschaftliche Ideen in der DDR gescheitert sind? Da hätte ich Sie für souveräner gehalten, aber ich passe meine Erwartungen gern nach unten an.

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        Michael Stöcker sagte:

        @ Richard Ott

        Hören Sie endlich mit Ihren dümmlichen Projektionen auf, Herr Ott. Es wird langsam peinlich.

        Damit es aber auch für Sie nochmals klar und deutlich wird:

        Stöcker ist überzeugter Liberaler, der aber nicht so einfältig ist wie die Liberalala-Fraktion rund um die FDP oder gar die Libertären, die glauben, der Markt richte ALLES. Das Wirtschaftssystem der DDR/Sozialismus ist GRANDIOS gescheitert. KEINER bei klarem Verstand möchte einen solchen Unsinn wiederholen. Aber auch ein rein (finanz)kapitalistisches System mit einem Nachtwächterstaat wird aufgrund des Matthäus-Effekts grandios scheitern (Marx/Schumpeter).

        Der Hauptunterschied: Die Fallhöhe im Kapitalismus ist deutlich höher: Statt langem sozialistischen Siechtum, kommt es nach fulminantem Aufstieg am Kulminationspunkt zum radikalen Absturz, sofern der Staat nicht korrigierend eingreift.

        „aber ich passe meine Erwartungen gern nach unten an.“

        Es wäre schon viel geholfen, wenn Sie Ihre Projektionen nach oben anpassen würden; denn dann müssten Sie nicht so tief unten im Trüben fischen.

        LG Michael Stöcker

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        Nein, ich halte Sie wirklich nicht für einen Liberalen. Sie glauben an geldpolitische Quacksalbereien und planwirtschaftliche Ideen sehen nicht einmal, wie das in grundsätzlichem Widerspruch zu liberalen Werten steht.

        Sie sind ungefähr so liberal wie die DDR demokratisch war.

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        Carl Maier sagte:

        Hallo zusammen!
        als langjähriger Konsument von bto — an dieser Stelle vielen Dank an Herrn Stelter für die Mühe und stets erhellenden Einschätzungen — hier nun mein erster Kommentar:

        Dass die Lohnhöhe, die durch Automatisierung eingespart werden kann, eine Motivation für Automatisierunganstrengungen ist, liegt auf der Hand. Ein weiterer Aspekt ist meiner Meinung nach hierbei die technische und technologische Umsetzbarkeit. Dieser Effekt verstärkt meiner Auffassung nach zudem noch den ersten, vor allem wenn die technologische Umsetzung am unteren Ende der Lohnskala durchaus diffizile manuelle Arbeiten betrifft, am oberen Ende der Lohnskala hingegen keine physische Arbeit betrifft. Als letzter Punkt kommt hier die Möglichkeit der Automatisierung hochbezahlter geistiger Tätigkeiten durch „künstliche Intelligenz“ im Zusammenspiel mit bereits vorhandenen und klassifizieren Daten zu Trainingszwecken zum Tragen.

        Folgendes Beispiel: Die Tätigkeit eines promovieren Juristen in einer Großkanzlei, der 1000seitige M&A Verträge entwirft und prüft, kann (ebenso wie die Tumorerkennung anhand von bildgebenden Verfahren durch medizinische Spezialisten – hierzu existieren bereits Studien und Vergleiche mit Bilderkennung durch künstliche neuronale Netze) mittelfristig wesentlich einfacher automatisiert werden. Und falls diese Automatisierung erfolgt ist, ist sie durchaus relativ breit für vergleichbare Tätigkeiten nach einer entsprechenden Kalibrierung anwendbar. Selbstverständlich wird eine möglich Softwarelösung im Beispiel lediglich eine Empfehlung und einen Verweis auf Elemente, die sich ein kompetenter menschlicher Spezialiste nochmals anschauen muss, liefern. Wenn sich damit jedoch die benötigte Zeit halbiert, ist die Einsparung immens.

        Im Gegensatz dazu ist die Entwicklung eines Roboters, der mir zuhause meine Toilette zuverlässig reinigt, technisch durchaus anspruchsvoll. Außerdem. Ist der Transfer eines solchen Geräts in die Toilette meines Nachbarn (braunes 60er Jahre Interieur und abweichender Badezimmergrundriss, etc.) schwierig.

        Also: Gerade die vorhandenen und klassifizierten Datenmengen (z.B. Tumor-Aufnahmen mit Befund der letzten X Jahre weltweit) erlauben eine wesentlich leichtere Automatisierung von geistigen (oft hochbezahlten) Tätigkeiten. Und das sollte doch dann eigentlich wieder für eine Entwicklung hin zu einer geringeren Lohnspreizung führen?

        Herzliche Grüße!

  7. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    Ich stelle erst einmal fest, dass wir in Zukunft vermutlich WENIGER Autos zu waschen haben.

    > using human labour unnecessarily is a missed opportunity for greater prosperity …

    >Es gibt also ein gesamtwirtschaftliches Interesse an Automatisierung.>

    Aber NUR dann, wenn diejenigen, die durch die Automatisierung ihren Job verlieren, woanders einen gleichwertig oder besser bezahlten Job erhalten können.

    Ist das nicht der Fall, dann sollte es zwar weiterhin ein gesamtwirtschaftliches Interesse an der Automatisierung und damit hoher Produktivität bzw. Produktivitätssteigerungen geben, aber ein GESAMTGESELLSCHAFTLICHES gibt es dann nicht mehr.

    Das ist der Punkt, an dem die Diskussion abbiegen und zumindest auch Folgendes einbeziehen sollte:

    Wenn zu viele Menschen weniger als zuvor oder von Anfang an zu wenig verdienen, um das Auto waschen zu lassen, dann waschen sie es selbst (falls sie überhaupt noch eines haben).

    Und dann gibt es möglicherweise auch weniger automatisierte Waschanlagen.

    Ich kann mir vorstellen, dass dies in USA der Fall ist.

    Das hat erst einmal nichts mit der Zuwanderung zu tun.

    Solange die Produktivität in den Bereichen, die flächendeckend KOSTENSENSIBEL sind, also z. B. in der Produktion von Lebensmitteln HOCH genug ist, gibt es kein Problem mit der Produktivität.

    Die Bereiche wechseln mit der Entwicklung von Gesellschaften. Bei uns wird die Produktivität bzw. das Produktivitätswachstum in den Bereichen Gesundheit und Pflege immer wichtiger.

    Alles andere ist im Wesentlichen Sozialstaat und Umverteilung.

    Das wird es auch bleiben – die demografische Entwicklung einmal außen vor gelassen -, weil die Produktivität sehr hoch ist bzw. die Kosten woanders deutlich niedriger sind.

    Bei Sozialstaat und Umverteilung ist die FINANZIERUNG entscheidend.

    Die Produktivität muss in ALLEN Bereichen der Wertschöpfung hoch bleiben, damit über Steuereinnahmen und Abgaben die Finanzierung geleistet werden kann.

    Vermutlich bleibt sie sehr hoch und steigt sogar.

    Die entscheidende Frage:

    Ist die Gesellschaft bereit, die Bereiche, die aufgrund hoher Produktivität die wettbewerbsfähige Wertschöpfung und damit die Finanzierung der sozialen Systeme ermöglicht, zu erhalten?

    Zweifel sind angebracht.

    Antworten
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    Thomas M. sagte:

    „In such a form of capitalism, all those who would otherwise be cleaning cars can do other, more productive jobs.“

    Ich halte diesen Satz für schlichtweg falsch. (Ich frage mich übrigens immer, ob manche Akademiker nicht genug unters „gemeine Volk“ kommen.)

    Man könnte schreiben: „could do theoretically more productive jobs“.
    -wenn diese Jobs von Unternehmen ausgeschrieben werden(weil die damit bereitgestellten Dienstleistungen/Produkte nachgefragt werden)
    -sie für den Job qualifiziert sind (und das ist weit mehr als nur Ausbildung, dazu gehören noch Motivation, physische und kognitive Fähigkeiten – die alle sind nur sehr begrenzt durch Schulungen zu steigern!)

    Mal keck gefragt: Ist eine Gesellschaft, in der Autos von Hand gewaschen werden, nicht zu bevorzugen, wenn die Alternative viele Arbeitlose sind, die im Hi-Tech-Land nicht gebraucht und irgendwo „geparkt“ werden?

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Thoma M.

      Der von Ihnen zitierte Satz ist nicht falsch, aber in gewisser Weise IRRELEVANT.

      Das sehen Sie schon richtig.

      Zu Ihrer Frage:

      >Ist eine Gesellschaft, in der Autos von Hand gewaschen werden, nicht zu bevorzugen, wenn die Alternative viele Arbeitlose sind, die im Hi-Tech-Land nicht gebraucht und irgendwo „geparkt“ werden?>

      Sie fragen nach der GESELLSCHAFT und nicht nach dem gesamtgesellschaftlichen Output.

      Ich meine auch, dass diese Frage nach Lage der Dinge vorrangig diskutiert werden sollte.

      Meine Meinung dazu:

      Wenn die Gesellschaft einen Teil der arbeitsfähigen Menschen nur noch mit unproduktiven Tätigkeiten beschäftigen kann, dann soll diese Teil beschäftigt statt nicht beschäftigt werden.

      Wenn die Tätigkeit dieser Menschen nicht produktiv genug ist, um mit dem erzielten Einkommen einen als angemessen erachteten Lebenserhalt zu erzielen, müssen sie von der Gesellschaft unterstützt werden.

      Das ist natürlich eine zu bevorzugende Gesellschaft, wenn die Alternative heißt:

      Produktivität auf Teufel komm raus und wer nicht produktiv genug ist, muss sehen, wo er bleibt. Das funktioniert vielleicht (noch) in USA, bei uns nicht.

      Diese Alternativbetrachtung sollte aber nicht folgende Einsicht verstellen:

      Die Produktivität der existierenden Unternehmen muss hoch gehalten werden – AUCH auf Kosten weiterer Arbeitsloser. Das habe ich weiter unten mit der Finanzierung des Sozialstaats begründet.

      AUSSERDEM müssen NEUE produktive Arbeitsplätze hinzukommen, etwa auf den Feldern der Digitalisierung.

      Das ist natürlich schwierig, wenn man nur über Umverteilung und den Sozialstaat statt über Investitionen diskutiert.

      Das ist das Problem in Deutschland, immer wieder hier am Blog diskutiert.

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        Thomas M. sagte:

        Ich habe mich an dem Wörtchen „can“ gestoßen, denn das suggeriert eine Einfachheit des Jobwechsels, die nicht gegeben ist. Wer heute Autos wäscht, kann vermutlich nicht morgen die Roboter der Anlage entwickeln, bauen und warten. (Um einmal bei dem Beispiel zu bleiben.) Insofern ist der Satz mit dem Wort „can“ im Sinne von „kann“ m.E. schon falsch.

        >Sie fragen nach der GESELLSCHAFT und nicht nach dem gesamtgesellschaftlichen Output.

        Absolut richtig. Meine Einschätzung ist, dass die *Fokussierung* auf möglichst hohe Produktivität ein gesellschaftlicher Irrweg ist. Am Ende dieser Entwicklung sehe ich Läden, wo robotergefertigte Güter stehen, man wird beim Einkaufen gescannt, abgerechnet wird über Paypal, die irgendwo auf dem Planeten ihr Rechenzentrum haben (in dem auch kaum ein Mensch arbeitet), im Krankenfalle beschreibt man seine Symptome einem Expertensystem auf dem Tablet, die Medizin kommt per Drohne und Massage oder Pflege oder die Tipps im Fitnesstudio gibt’s auch vom Roboter 24/7. Sinfonie ist auch zu personalintensiv, daher Octa-Surround-Sound in der Konzerthalle. Und Essen kommt natürlich auch vom Förderband in der Kantine oder bei einer der dann vermutlich drei planetaren Fast-Food-Ketten. Wenn mal was nicht klappt, diskutiert man dann mit der synthetischen Hotline und hofft, dass der Case schon programmiert ist.

        Alles schön produktiv. Nur frage ich mich da: Was machen die Menschen in solch einer Welt?

        Ist vielleicht halb off-topic, was ich schreibe, aber die Autoren der makro-ökonomischen Artikel pflastern ja Straßen in eine bestimmte Richtung. Da lohnt sich der Blick, wo diese denn gesellschaftlich hinführen würden. In jüngeren Jahren habe ich diese Szenarien in Science Fiction gelesen und dachte „cool“. Heute, wo es sukzessive Realität wird, habe ich größere Zweifel.

        Ich gehe freilich auch davon aus, dass das alles ohnehin nicht planbar ist und sich entfaltet.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Thomas M.

        >Meine Einschätzung ist, dass die *Fokussierung* auf möglichst hohe Produktivität ein gesellschaftlicher Irrweg ist.>

        Ja, meine ist das auch.

        Aber sie muss dennoch im Fokus bleiben, weil über die Rückkoppelung durch auch produktivitätsbedingte Wettbewerbsfähigkeit die Gesellschaft natürlich auch betroffen ist.

        Außerdem spielt hier auch die Demografie rein.

        >Alles schön produktiv. Nur frage ich mich da: Was machen die Menschen in solch einer Welt?>

        Das ist überhaupt nicht off-topic.

        Letztlich, auch aus anderen Gründen, wie der Ressourcenknappheit, werden die Menschen sich ÄNDERN müssen – weg vom MATERIELLEN Konsum.

        Wenn das konsequent erfolgt, sind wir auf dem Weg in ein anderes System.

        Ich weiß auch nicht, ob dann noch der Renditewettbewerb der treibende Faktor ist oder, wenn er es noch ist, lediglich etwas anderes angetrieben wird, etwa mehr „sinnstiftende“ Produkte und Dienstleistungen als die Produktion materieller Güter.

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    Dr.D. sagte:

    Dass der Held der Arbeit – der Lastwagenfahrer – mehr erhielt als der forschende Professor, konnten wir im real existierenden Sozialismus vor mehr als 30 Jahren schon einmal bestaunen. Das Ergebnis ist auch bekannt.

    Die kollabierende DDR wurde von der BRD aufgefangen. Wer wird das kollabierende Gesamtdeutschland und damit auch kollabierende EU auffangen? Ich befürchte, die Klimaziele für Deutschland werden erreicht werden, aber ganz anders als von der Mehrheit angenommen. Wer dann unter 40 Jahren alt ist und trotz weltweit gesuchter Ausbildung noch hier ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

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    Richard Ott sagte:

    Das funktioniert natürlich nur im Kapitalismus. Sobald der Mindestlohn nur hoch genug ist oder durchgeknallte SPD-Funktionäre den sozialistischen Einheitslohn (Neulich tatsächlich so gesagt vom SPD-Bundestagsabgeordneten Rix: „Jemand der Autos zusammenschraubt, sollte nicht mehr verdienen als jemand, der auf Kinder aufpasst und sie betreut.“) für alle Berufsgruppen durchsetzen, muss dann doch wieder automatisiert werden, auch wenn es eine Menge Unqualifizierte gibt.

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      Johannes sagte:

      @ RO: „(Neulich tatsächlich so gesagt vom SPD-Bundestagsabgeordneten Rix:„Jemand der Autos zusammenschraubt, sollte nicht mehr verdienen als jemand, der auf Kinder aufpasst und sie betreut.“ )“

      Ob diesem Ausbund an Klugheit bewusst ist, dass nach dieser „Logik“ auch seine Aufwandsentschädigung als BT-Abgeordneter dem Verdienst des „Autoschraubers“ oder „Kita-Betreuers“ entsprechend ausfallen würde? Eher nicht und wenn doch, dann geht diese mit Haltung und Moral gepanzerte Person sicher einfach davon aus, der er „natürlicheweise“ von solch einer „Lohngleichschaltung“ ausgenommen wäre. Denn schließlich ist seine „Arbeit“ gesellschaftlich bedeutsamer. Da gab es doch mal in den ehemaligen kommunistisch geführtern östlich liegenden Ländern Europas (incl. DDR) die, die etwas „gleicher“ waren als die übrigen…

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        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Johannes: Haben die Gewerkschaften das Herrn Rix unwidersprochen durchgehen lassen? Also wenn in den 70ern ein MdB so etwas auch nur andeutungsweise von sich gegeben hat, ist der DGB reingegrätscht und hat auf die Autonomie der Tarifparteien gepocht. Oder ist das jetzt Makulatur und den Gewerkschaften ist die Tarifpolitik inzwischen weitgehend egal, Hauptsache linke Einheitsfront?

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        Jacques sagte:

        @ Susanne:

        Die Gewerkschaften heute sind doch längst auf die Linie des Linksradikalismus eingeschwenkt. Über Jahrzehnte fettgeworden, wissen sie nicht mehr wie sie zu dem Wohlstand gekommen sind. Man demonstriert lieber zusammen mit Kirchen gegen Abschiebungen.

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