Viele Faktoren be­feuern Hunger­krise

Doomberg fasst die sich abzeichnende Krise bei der Nahrungsmittelproduktion sehr gut zusammen. Einfach Doomberg googeln und abonnieren. Meistens sehr interessante Überlegungen:
  • While the concept of a perfect storm is often too casually assigned in popular culture, it is difficult to find a more apt description of what has been unfolding in the global agriculture markets over these past several months. The tempest caused by the European energy disaster has merged with the hurricane of consequences flowing from Russia’s invasion of Ukraine, forming the genesis of a generational crisis in food that will leave few unaffected.“ – bto: Verglichen mit dieser Beschreibung sind meine Warnungen nun wirklich harmlos.
  • In a financial crash, the correlation between all asset classes converges to one. The coming crash in global food supply will be driven by a similar phenomenon across virtually every input into farming – they are all spiking to historic highs simultaneously, supply availability is diminishing across the spectrum, and the time to reverse the worst of the upcoming consequences is rapidly running short.“ – bto: Es kommen nämlich alle Faktoren zusammen.
  • We begin with the price of fertilizer, which has been soaring to record highs across the globe. Key sources of nitrogen, potassium, and phosphorous – important inputs into soil fertility, crop yield, and plant maintenance – have all gone vertical. Ammonia is derived directly from natural gas, and the price of natural gas outside of the US has gone vertical.“ – bto: Das – die Preisentwicklung bei Erdgas  und seine Folgen – fasst das Problem gut zusammen: Es wird sehr teuer und deshalb werden die Bauern weniger düngen und weniger erwirtschaften.
  • Belarus is the third-largest supplier of potash in the world and its state-owned miner, Belaruskali, declared force majeure after sanctions were imposed by the US and Europe. The number two supplier of potash globally? Russia. Perhaps front-running the Russian move on Ukraine, China halted phosphate exports last fall in an effort to ensure adequate domestic supply. The combined impact of these events can be seen in the Green Markets North American Fertilize Index, which tracks a blend of fertilizer prices globally.” – bto: Aber was interessiert das die Politik. Hierzulande wird ohnehin gerne festgestellt, dass zu viel gedüngt wird.

Quelle: Doomberg

  • Weed control is an important element of farming, and herbicides are an irreplaceable tool in the farmer’s repertoire. The most heavily used herbicide in the world is the controversial molecule glyphosate, known widely by its retail brand name Roundup. (…) Glyphosate is effectively little more than an elegantly modified fertilizer, containing both phosphorous and nitrogen. It is derived from similar starting materials – including ammonia – and, as such, its price has soared amid chronic supply shortages. This has caused the price of other herbicides to rise as farmers desperately seek substitutes (…).” – bto: Also werden auch die Pflanzenschutzmittel teurer.

Quelle: Doomberg

  • Diesel is another significant input into farming, and it too is facing a global supply crunch. (…) The dire diesel supply situation predates the Russian invasion of Ukraine. While global oil demand hasn’t yet reached its pre-pandemic level, global diesel consumption surged to a fresh all-time high in the fourth quarter of 2021. The boom reflects the lopsided Covid economic recovery, with transportation demand spiking to ease supply-chain messes.“ – bto: Die Versorgung mit Diesel ist ein bedeutender Aspekt, den ich nicht auf dem Radar hatte.
  • European refineries have struggled to match this revival in demand. One key reason is pricey natural gas. Refineries use gas to produce hydrogen, which they then use to remove sulphur from diesel. The spike in gas prices in late 2021 made that process prohibitively expensive, cutting diesel output.” bto: Das ist interessant. Sollte man irgendwie berücksichtigen, wenn es um die Wirkung von Lieferstopps geht.

Quelle: Doomberg

  • As expensive as it is to fuel the field equipment needed to farm, keeping them operational at all is becoming an ever-growing challenge. The same chip shortage constraining automobile production has struck the farming equipment industry, making new equipment and spare parts harder to come by.“ – bto: Hier denke ich, dass es meist nicht auf ein Jahr ankommt.
  • Compounding these challenges with machinery is a burgeoning labor shortage that is rapidly adding pressure to this brewing catastrophe.“ – bto: Es gab früher viele Saisonkräfte. Ob die angesichts Corona und Krieg entsprechend wiederkommen, ist offen.
  • Even generously assuming farmers can cobble together enough fertilizer, herbicide, machinery, and labor to produce a good harvest this fall, they may be left to deal with yet another crisis of supply that few off the field have on their radar: propane. (…) Here is the supply situation in chart form, with the shaded region signifying the high- and low-inventory levels over the past seven years.” – bto: Es klingt einfach alles nach einem massiven Angebotsschock.

Quelle: Doomberg

  • „What does propane supply have to do with farming? Grain drying. (…) Many farms are located in rural areas without ready access to natural gas, and thus some 80%  of grain dryers in the US, for example, rely on propane as a fuel.“ – bto: wieder was gelernt. Allerdings macht dies Dinge nur teurer? Oder trägt es auch dazu bei, dass es weniger Produktion gibt?
  • We believe we are at the onset of a global famine of historic proportions (…) One wonders how many people will starve before our politicians get serious.“ – bto: Ganz meine Meinung, wie ich ja bereits auf bto schrieb.
Kommentare (23) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Dieter Krause
    Dieter Krause sagte:

    Die Ukraine hat im Jahr 2020 mit ca. 65 Mio. t ca. 2%(!) der Weltgetreideproduktion erzeugt! Wegen des Krieges dürfte diese sich vielleicht auf 30 Mio. t im Jahr 2022 reduzieren. Es ist doch lächerlich wegen dieses Ausfalles gleich eine Hungersnot globalen Ausmaßes heraufzubeschwören! Es wird für bestimmte Staaten wie Ägypten nur teurer werden, seinen früheren Getreideeinkauf in der Ukraine zu ersetzen, da diese ein Billiganbieter war. In der EU könnte man im übrigen bei Bedarf sofort ca. 10 Mio. Hektar Ackerfläche, auf der momentan Ölfrüchte wie Raps oder Sonnenblumen für die Biodieselproduktion angebaut werden, für den Getreideanbau mit mobilisieren.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Getreideproduzenten

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Krause

      “Die Ukraine hat im Jahr 2020 mit ca. 65 Mio. t ca. 2%(!) der Weltgetreideproduktion erzeugt!”

      Das stimmt zwar, ist aber der falsche Vergleichsmaßstab. Hier ist schon der Export relevant und nicht die Gesamtproduktion, die in den meisten Staaten hauptsächlich selbst verbraucht wird.

      Es produziert auch fast jeder Haushalt auf der Welt Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Körperpflege, aber trotzdem ist es ziemlich schwierig, zum Beispiel hier in Deutschland Pfleger zu finden, die das für pflegebedürftige Personen auf dem Arbeitsmarkt anbieten…

      Antworten
  2. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Zur Trocknung von Getreide (Propangas-Thema) – das ist meiner Ansicht nach ein speziell amerikanisches Thema wegen der Größe des Landes ohne entsprechende Leitungsinfrastruktur. Zumindest bei uns dürfte der Großteil der Trocknung mit elektrischen Gebläsen erfolgen.

    Trocknung ist nötig, da das Getreide nicht nur verdirbt, wenn es zu feucht ist. Es besteht auch Brandgefahr durch Selbstentzündung. Restfeuchtemessungen in Lagern gehören in der Landwirtschaft zum Standard.

    Spannend wird der russische Exportstopp, wenn die nächste Ernte ansteht. Ggfs. reichen die Lagerkapazitäten nicht für viel mehr als eine Ernte.

    Antworten
  3. Alexander
    Alexander sagte:

    Land- Fort- + Fischereiwirtschaft ist die Anzahl der Betriebe rückläufig,
    wobei 50% der Betriebsinhaber außerhalb Nebeneinkünfte hinzuverdient.
    = was auf die Investitionskraft und Rentabilität der eventl. schon verschuldeten Höfe (privater Immos) schließen lässt.
    https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Landwirtschaftliche-Betriebe/_inhalt.html

    Die Sanktionen von 2014ff. zerstörten diverse Geschäftsmodelle von Viehzuchtbetrieben, deren Eigentümer kaum auf die Nahrungsmittelkrise von 2022ff. hoffen durften, Verluste mit jedem Tier hält niemand jahrelang durch…

    In der Zwischenzeit wurden bundesweit landwirtschaftliche Flächen in Solar- oder Windkraftfarmen umgewidmet, die Familien der Eigentümer streben nach Verpachtung und sichereren Einnahmen,
    als selbst + ständig + eigenverantwortlich arbeiten zu müssen. Die Anlagen laufen noch Dekaden…bis zur vollständigen Amortisation.

    Wer tagsüber durch Bauerdörfer streift wird weniger Landwirtschaftsverkehr sehen als vor 40 Jahren und in den frisch renovierten Häusern Pflegedienste finden, die dem Altbauern noch behilflich sind. Frisch renoviert für die Bedürfnisse der Neuzeit ohne Vieh aber mit Pferdehaltung zur Freizeitgestaltung abhängig berufstätiger Jungbauer:innen.

    Auch Vollerwerbsbauern streben nach zuverlässigerern Einkommen als die Natur sie erlaubt, Milchviehinfrasturktur wurde in Biogas know how reinvestiert (die Betriebsarten sind ähnlich zu steuern), alle freien umliegenden Flächen hinzugepachtet und dem Maisanbau angepasst. Entsprechend sind Maschinen und Lagerstätten errichtet worden.

    Eine Trendumkehr lässt sich nicht in der Eile der Sanktionen bewerkstelligen, neu zu erwerbende Maschinen unterliegen den Preissteigerungen ihrer Ausgangsstoffe, vergessenes Wissen müsste den aktuellen Gegebenheiten nachgebessert werden (vgl.pausieren = Verlust von Fachkenntnissen), alte Invesitionen müssten abgeschrieben werden besetzen aber verpfändete Verschuldungsfähigkeit…

    Überschießende Preise für Saatgut, Dünger, Chemie erschweren alle Kalkulationen, deren Investitionssicherheit unter politischem Vorbehalt neuerlicher Richtungswechsel liegen.

    Ökologischer Landbau – Viehwirtschaft kann dem Verbraucherverhalten zum Opfer fallen, wenn die Lebenshaltungskosten steigen und man sich zum gleichen Preis nur noch “konventionell” leisten kann.

    Der Subventionsbedarf kann allerorten erst nach Ablauf eines Erfahrungszeitraumes ermessen werden, alle bisherigen Kalkulationsgrundlagen dürften schon am Misthaufen gelandet sein.

    Läuft.

    Antworten
  4. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Fundiert dargelegte Sachverhalte, glaube ich, es fehlt mir aber die Differenzierung.

    >bto: Das – die Preisentwicklung bei Erdgas und seine Folgen – fasst das Problem gut zusammen: Es wird sehr teuer und deshalb werden die Bauern weniger düngen und weniger erwirtschaften.>

    Nicht notwendigerweise bei UNS, wenn die Bauern über höhere Preise oder Subventionen die Kosten reinbekommen.

    In der dritten Welt ist das anders.

    In den ganz armen Ländern ist es nochmals anders – dort wird mit Hausmist gedüngt, wenn überhaupt.

    Gilt auch für andere Input-Kosten.

    Schlussfolgerung:

    Es hat schon vor dem Krieg Hunger in der Welt gegeben und jetzt wird es leider noch mehr Hunger geben.

    Die Politik könnte gegensteuern, unsere auch, aber nur beschränkt bezogen auf das GLOBALE Gesamtproblem.

    Insofern:

    Dass die Politik sich ernsthaft mit dem Problem beschäftigen sollte, bevor viele Menschen sterben, ist – LEIDER – eine Leerformel.

    Die Politik beschäftigt sich mit LOKALEN, allenfalls REGIONALEN Problemen, weil diese DIREKT rückwirken.

    GLOBALE Hilfe auf Kosten der eigenen Bevölkerung ist dieser NICHT zu vermitteln und kann daher nur punktuell geleistet werden.

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  5. weico
    weico sagte:

    Natürlich ist jetzt wieder mal das Hungerkrisen-Thema in den Medien….und es wird gleich an das “Gewissen” der reichen Staaten appelliert
    Diese fallen gleich wieder in einen Aktionismus und glänzen mit verschiedensten JEKAMI-Ideen und Ansätzen..

    Auch die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation meldet sich mit Aussagen wie:

    “Verhindert eine neue Hungerkrise!
    Der Ukrainekrieg treibt die Lebensmittelpreise in die Höhe. Deshalb muss den ärmsten Ländern jetzt schnell geholfen”

    “In den vergangenen 30 Jahren waren die Ukraine und Russland wichtige Getreidequellen für Länder wie die Mongolei, Sri Lanka, den Libanon, Ägypten, Malawi, Namibia und Tansania.”

    https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-verhindert-eine-neue-hungerkrise/28208706.html

    Würde die gute Frau und all die Politiker nur mal die Bevölkerungsentwicklung der erwähnten Länder , seit den erwähnten letzten 30 Jahren , anschauen …und dann noch die prognostizierten Zahlen für das Jahr 2050 …dann wüsste ALLE, WO MAN EIGENTLICH ANSETZEN muss, um HUNGERKRISEN nachhaltig zu verhindern/meistern.

    Nebenbei kann die gute Frau auch die Entwicklung ihres eigenen Landes (Nigeria) gleich mit anschauen :..

    Bevölkerung : 1950 37.860.000
    2000 122.352.000
    2030 ca. 263 Mio.
    2050 ca. 401 Mio.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ weico

      Wieder einmal VOLL am Thema vorbei.

      Es geht HIER darum, wie sich die AKTUELLEN Bedingungen für die Nahrungsmittelproduktion ÄNDERN und was die Politik tun könnte/sollte/müsste, um mehr Hungern zu verhindern.

      Was in der VERGANGENHEIT war und ZUKÜNFTIG sein wird, ist nicht das Thema hier.

      >dann wüsste ALLE, WO MAN EIGENTLICH ANSETZEN muss, um HUNGERKRISEN nachhaltig zu verhindern/meistern>

      Dieses Wissen ist nicht überflüssig, sondern gehört selbstverständlich ÜBERALL auf die Tagesordnung, übrigens auch mit einem Appell an das „Gewissen der reichen Staaten“.

      Auf letzteres bezogen ist insbesondere bei Gentechnik und Fleischverzehr Nachdenken angesagt.

      Schieben Sie doch nicht immer alles in irgendeine Ecke, die Sie/uns vermeintlich nicht betrifft.

      Wenn die Zunahmen der Erdbevölkerung UND die Ernährung der Menschen NICHT in ein verträgliches Verhältnis gebracht werden, und das auch mit einem substantiellen Beitrag von uns, wird es nicht nur für andere, sondern auch für UNS sehr UNGEMÜTLICH.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @DT

        “Es geht HIER darum, wie sich die AKTUELLEN Bedingungen für die Nahrungsmittelproduktion ÄNDERN und was die Politik tun könnte/sollte/müsste, um mehr Hungern zu verhindern.”

        Die Politik(er) findet IMMER eine AKTUELLE Bedingung, um etwas zu können/sollen/müssen und ihre JEKAMI-Ideen unter das Volk zu bringen.

        Ob die AKTUELLEN Bedingungen nun Dürren, Überschwemmungen, Kriege, Konflikte usw. lauten …es sind schlussendlich reine Symptombekämpfung .

        Wenn ein “armes” Land wie Indien halt lieber Milliardensummen in Waffentechnologie und Raumfahrtprogramme steckt, statt in Lagerkapazitäten für Getreide oder Verhütungs-und Aufklärung … dann sind und bleiben mediale Hilferufe und Anprangerungen des Westens und Verzichtsaufrufe …. schlicht ein HOHN.

        https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/indien-laesst-millionen-tonnen-getreide-verrotten-a-832714.html

        Bei all den “klugen Lösungsansätzen” und “Studien” kommt das Wort Verzicht/Einschränken ja X-fach vor …aber das Thema BEVÖLKERUNGSZUNAHME… wird faktisch gemieden.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        Schon klar: Alles, was Ihnen nicht gefällt, ist angeblich “am Thema vorbei”.

        “Was in der VERGANGENHEIT war und ZUKÜNFTIG sein wird, ist nicht das Thema hier.”

        Ich kann mir schon vorstellen, dass Sie persönlich nur jetzt in diesem Moment leben, so wie ein seichter Songtext aus dem öffentlich-rechtlichen Popradio das typischerweise verkünden würde, aber ist es nicht auch für Ihre Verhältnisse sehr billig, so zu argumentieren, wenn der erste Satz im Artikelvorspann lautet:

        “Doomberg fasst die sich abzeichnende Krise bei der Nahrungsmittelproduktion sehr gut zusammen.”

        Man könnte fast glauben, eine “sich abzeichnende Krise” bezöge sich auf ein mindestens teilweise in der Zukunft liegendes Ereignis…

      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ weico 02:23
        >>…aber das Thema BEVÖLKERUNGSZUNAHME… wird faktisch gemieden.<<

        das gegenteil ist der fall!
        selbst china hat die einkind-familie aufgegeben.
        und die länder haben größte sorge, wenn die demographie sich verlangsamt.

        dies alles ist wirtschaftlich systemisch überlebenswichtig, weil es ohne wachstum nicht überleben kann.

        DAS IST DER ALLÜBERGREIFENDE FEHLER UNSERER WIRTSCHAFTSGESELLSCHAFT; dass wir sogar bevölkerungswachstum brauchen, obwohl wir diese dann mit kriegen wieder vernichten, sowie mit impf-programmen dezimieren wollen.

        unser kapitalistisches zwangs-wachstums-system ist nicht willens darüber nachzudenken, geschweige denn zu handeln, wie wir mit einem wachstum ohne kreditausweitung über die runden kommen.
        unser system ist wirtschaftlich höchst inhuman, -und töten ist legitim, wenn es die "richtigen" vollziehen.

        wann hört der irrsinn endlich auf und lernen dazu?

      • weico
        weico sagte:

        @foxxly

        “das gegenteil ist der fall!
        selbst china hat die einkind-familie aufgegeben.
        und die länder haben größte sorge, wenn die demographie sich verlangsamt.”

        Die Demografie verlangsamt sich nicht.
        Die Weltbevölkerung wächst und “dank” der Migration, werden die Europäer höchstens eine etwas dunklere Hautfarbe bekommen. .

        https://www.youtube.com/watch?v=Ia5-h_TZsfM

  6. Kai Baumgartner
    Kai Baumgartner sagte:

    „What does propane supply have to do with farming? Grain drying (…)“ – bto: wieder was gelernt. Allerdings macht dies Dinge nur teurer? Oder trägt es auch dazu bei, dass es weniger Produktion gibt?
    =
    Lagerung und Haltbarkeit könnten kompromittiert sein, wenn Standards überdehnt oder nicht eingehalten werden (nicht ausreichende Trocknung von 17-30% auf 8-15%) und nicht nur der Preis.

    Antworten
  7. RMPetersen
    RMPetersen sagte:

    Wenn der Ukraine-Krieg und vor allem die Handelsbeschränkungen aufhören (würden), wäre das Szenario weitgehend vermieden.

    Dass die Düngeverordnung und andere für die lanwirstchaftliche Produktion schädlichen Regelungen der letzten Jahre freiwillig, d.h. auf Druck der Grünen+Linken eingeführt wurden, sollte noch erwähnt werden.

    Antworten
  8. Joerg
    Joerg sagte:

    @Hr Stellter
    zu “Es wird sehr teuer und deshalb werden die Bauern weniger düngen und weniger erwirtschaften.”

    Das ist zu unterkomplex. Bei hoeheren Produkt-Preisen (Garantien? Future-Absicherungen auf hohem Niveau?) koennen auch hoehere Duenger/Diesel-Preise erlaubt sein.
    Es gibt zT auch Substitionsmoeglichkeiten (Guelle, Huehnermist, Biogasanlagen-Schlamm, Mulch-/Gruenduengung, etc).

    zu “Die Versorgung mit Diesel ist ein bedeutender Aspekt, den ich nicht auf dem Radar hatte.”

    Letztendlich gipfelt alles in “billige fossile Energie” ermoeglicht hoeheren Wohlstand (weltweit) als “teure fossile Energie” (vgl. Hr. Bauer)

    Das ist halt voruebergehend so. Da wird man ansetzen (muessen) … (Fracking? Mehr Oelfoerderung? Kohle-Tage/Untertageabbau? Atomenergie zur teilw. Substitution foss. Energien?)? Alles andere ist Klein-Klein?!

    zu “Propan: wieder was gelernt. Allerdings macht dies Dinge nur teurer? Oder trägt es auch dazu bei, dass es weniger Produktion gibt?”
    Propan auch zT substituierbar (Strom). Trocknungsanlagen finden erst NACH der Produktion Einsatz (Ernte-Konservierung).

    zu “One wonders how many people will starve before our politicians get serious.”
    Ganz genau. Schoenwetter-Demokratie. In Krisen wird alles moeglich (auch das Gegenteil).

    Es bleibt aber ein heuchlerischer Nachgeschmack: Ob auf der Welt Menschen hungern, liegt NICHT an den landwirtsch. Ertraegen im Westen!
    Wir produzieren und verteilen weltweit stets genug Nahrungsmittel fuer die, die es bezahlen koennen (oder es von jemandem bezahlt bekommen).
    Das wird wohl auch so bleiben?!

    LG Joerg

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @Joerg

      “Es bleibt aber ein heuchlerischer Nachgeschmack: Ob auf der Welt Menschen hungern, liegt NICHT an den landwirtsch. Ertraegen im Westen!”

      Exakt.

      Ein Blick auf die Militärausgaben oder die Bevölkerungsentwicklung und das Hunger-Thema ist meist sehr schnell abgehakt…

      Antworten
  9. Lele Castello
    Lele Castello sagte:

    Chipmangel. Ihr Gesprächspartner am Sonntag wollte doch, mit seinem Ackerdüngerchip, die Ernte steigern. Der Chip der in jeder Ecke des Ackers weiss was Sache ist. :) Wird man wohl auf Erfahrung zurückgreifen müssen. Aber das mit Diesel schaut nicht gut aus.

    Antworten
  10. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Doomberg: „We believe we are at the onset of a global famine of historic proportions (…) One wonders how many people will starve before our politicians get serious.“

    Naja, aus menschlicher Sicht ist das natürlich tragisch, aber ist es nicht auch gleichzeitig voll gut fürs Klima, wenn es weniger Bevölkerung auf der Erde gibt?

    Bald werden wir sehen, wie viele westliche Politiker dieses Credo der Klimareligion tatsächlich verinnerlicht haben…

    Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ ott
      die klima-ideologen und fanatiker werden angesichts der zunehmenden prekären versorgungslage zurückstecken müssen.

      die gefahr ist, dass die erzeuger, trotz höherer einnahmen, die kosten nicht voll weitergeben können.

      zb. zur zeit bei milch. diese teuerung seit wenigen monaten reicht nicht aus, um die gestiegenen betriebsmittel-preise aufzufangen.
      d.h.
      die einkommensituation ist jetzt schlechter, als vor dieser aktuellen krise.

      dieser mechanismus könnte auch bei vielen anderen branchen und betrieben ebenfalls zutreffen.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        “die klima-ideologen und fanatiker werden angesichts der zunehmenden prekären versorgungslage zurückstecken müssen.”

        Diese Erwartung hatte ich früher auch, aber ich rolle Ihnen nochmal zur Kontemplation das berühmte Schäuble-Corona-Zitat herein:

        “SCHÄUBLE: Die Corona-Krise ist eine große Chance. Der Widerstand gegen Veränderung wird in der Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir politisch bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen – auf der Grundlage der Überzeugung, dass derjenige, der entscheidet, auch die Verantwortung dafür übernimmt. In diese Richtung haben wir uns mit dem Hilfspaket bewegt.

        [INTERVIEWER:] Könnte die Bevölkerung dem nun auch eher folgen?

        SCHÄUBLE: Davon bin ich überzeugt. Ich will die Pandemie nicht verharmlosen, wenn ich feststelle: Große Krisen sind große Chancen.”

        https://www.wolfgang-schaeuble.de/die-pandemie-ist-eine-grosse-chance/

        Ist nicht auch eine große Hungerkrise eine große Chance? Mit ihr könnte man zum Beispiel die Einführung bestimmter neuer Essvorschriften (“veganer Eintopfsonntag” – natürlich für die Freiheit) oder Esstabus rechtfertigen, oder gar richtig in die Rationierung von Lebensmitteln einsteigen.

        Der feuchte Traum jedes grünen Klimafanatikers – und wenn es Protest gibt, kann man alle daran erinnern, dass selbstverständlich nur der böse Putin [wütend-kreisch!] an der ganzen Situation Schuld hat.

      • Lele Castello
        Lele Castello sagte:

        Ideologen und Fanatiker stecken nicht zurück. Das System muss die Technokraten rauswaschen die ihnen zuhören. Das dauert.

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