„These Are The Cheapest ‚Market Shock‘ Hedges Right Now“

Wenn man sich überlegt, dass es in den kommenden Wochen und Monaten abwärtsgehen könnte und sich dagegen absichern will, stellt sich die Frage nach dem „Wie“. Die Bank of America hat mal nachgeschaut. Via Zero Hedge:

  • Zunächst die Feststellung von Zero Hedge, dass das „smart“ money sich schon aus dem Staube macht: „With the smart money exiting the stock market in droves, yield curves collapsing, extreme speculative positioning in bonds, and a dramatically diverging economic reality from market market narratives, the possibility of a crash – Fed triggered or not – is rising. Do ‚they‘ know something the dumb money does not?“ – bto: Zumindest früher lagen sie oft nicht so schlecht:

Quelle: Zero Hedge

Während gleichzeitig alle auf fallende Staatsanleihen setzen, was, wenn alle es tun, nicht so wahrscheinlich ist …

Quelle: Zero Hedge

Derweil flüchtet das Geld aus den Schwellenländern, ebenfalls wohl ein Zeichen dafür, dass zu einer Anspannung kommt:

Quelle: Zero Hedge

Was wäre nun die billigste Möglichkeit, sich gegen einen Einbruch zu widmen?

  • „Bank of America’s Jason Galazidis has some answers for traders looking for some protection. The screen below shows that the hedges, ranked by the average, which are most underpricing historical drawdowns are Gold calls, EUR 10y receivers and TLT (US 20y+ Treasury) calls: EUR 10y receivers and TLT calls screen as the best value hedges after Gold calls. Interestingly, USD 10y receivers screen materially richer owing to increased demand on heightened US trade tensions.
  • HSCEI puts are the second best screening equity hedge after RDXUSD (Russia) puts despite the HSCEI being the worst performing equity index in our screen (YTD peak vs. current levels).
  • EU Credit payers have richened remarkably over the last few months, particularly in IG, following the extreme widening in EU-periphery bond spreads in May. Our credit derivatives strategists note that the richening of downside tails in credit (payer skew) reached 8y extremes driven by heavy hedging demand.“

Quelle: Zero Hedge

Zur Einordnung wird dann noch gezeigt, wie stark in vergangenen Korrekturen, die Märkte zurückgingen:

Quelle: Zero Hedge

Wieder einmal schien zu gelten: Mit Gold fährt man in solchen Zeiten nicht schlecht.

→ zerohedge.com: „These Are The Cheapest ‚Market Shock‘ Hedges Right Now“, 1. Juli 2018

3 Kommentare
    • Thomas sagte:

      TLT ist ein ETF von ishares mit langlaufenden US-Staatsanleihen (>=20 Jahre). Kann man auch in Deutschland ohne Probleme ins Depot nehmen; ist steuer-transparent.

      Mit calls ist gemeint, dass man Optionsgeschäfte macht und dann von steigenden Kursen profitiert (vs. puts, da spekuliert man auf fallende Kurse).

      Ich vermute, da das Ganze als „Versicherung“ deklariert wird, wird zu calls geraten, weil man damit „Leverage“ bekommt (steigt der Kurs z.B. 10%, könnte der z.B. Call 50% steigen). Mit calls und puts kann man daher mit relativ geringerem Kapitaleinsatz Versicherungen für’s Depot bauen. Ein Klassiker wäre: Ich nehme einen riskanten Wachstumstitel ins Depot und erwerbe gleichzeitig einen put darauf, der beim Kursverfall an Wert gewinnt und damit eine Versicherung darstellt.

      Dahinterliegende These beim Artikel – nehme ich an: Wenn die Kurse schnell und deutlich sinken, wird Kapitel in die langlaufenden Anleihen und Gold umgeschichtet und dann profitiert man durch die calls.

      Das ist aber nix für den „normalen“ Investor. Wenn man schon bei den normalen Kursen nicht weiß, woran man ist, wird es bei Optionen erst recht vertrackt aufgrund von innerer Wert, Zeitwert, Fälligkeit (danach ist die Option wertlos) und dem Umstand, dass die Dinger ihren Wert nicht nur durch den zugrundeliegenden Titel erhalten, sondern auch noch gehandelt werden.

      Meine Meinung: Als Sicherungsmaßnahme viel zu komplex für Teilzeitinvestoren.

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