USA: Herunterspielen der Inflations­zahlen – ein Fehler

The Market setzt sich mit der Inflation in den USA auseinander und kommt zu einer skeptischen Einschätzung: Die Risiken würden unterschätzt:

  • „Wenn wir die Inflation der ersten fünf Monate des Jahres annualisieren, bedeutet dies eine Inflation von 6,5 % für das gesamte Jahr 2021. Trotz der Überraschung bezeichnet das Fed den Anstieg weiterhin als ‘vorübergehend’. Das Herunterspielen der Inflation hat viele Formen angenommen. Eine ist, zu sagen, der Preisanstieg sei fast ausschliesslich auf die Gebrauchtwagenpreise zurückzuführen. Eine andere ist, zu sagen, da die Inflationsangst schon da sei, kann sie die Wirtschaft nicht mehr schockieren, sie sei kein schwarzer Schwan. Als ob das Wissen um die Inflation und das Reden darüber sie verschwinden liesse.“ – bto: Wir haben aber gesehen, dass die Kapitalmärkte das Risiko einer längeren Inflationsphase als gering ansehen und auch, dass nach der Finanzkrise von Inflation keine Rede sein konnte – außer an den Vermögensmärkten.
  • Ist eine höhere Inflation in den Aktienkursen enthalten? Nein, ganz im Gegenteil. Die Märkte stiegen (…) an, Wachstumsaktien schnitten sogar besser ab als Value-Aktien, was in einem Inflationskontext ungewöhnlich ist. Die Verheissung, der Preisanstieg sei ‘vorübergehend’, liess auch den Dollar-Index im positiven Bereich schliessen, obwohl die Daten bedeuten, dass der Dollar schneller als erwartet an Kaufkraft verliert. Gold, anstatt zu steigen, tendierte zunächst schwächer. Die Anleihenrenditen fielen, obwohl sie eigentlich hätten steigen müssen. Die Inflation ist angeblich der Feind Nummer eins der Anleihenkäufer, weil sie den Nominalwert des Kapitals in Dollar aufzehrt. Dennoch sehen wir Renditen von kaum 1,5 % für die 10-jährige Anleihe, und das in einem inflationären Umfeld von 6,5 % plus (auf Jahresbasis). Nach Steuern werfen diese Treasuries eine Rendite von 1 % ab. Der Anleihenmarkt geht also davon aus, dass die Inflation in den nächsten zehn Jahren weniger als 1 % pro Jahr betragen wird, was absurd ist.“ – bto: Aber in der Eurozone ist es nicht besser. Die Zinsen sind trotz positiver Inflation negativ.
  • „Noch verrückter wird es bei der 30-jährigen Treasury-Rendite, die bei 2,2 % liegt. Nach Steuern liegt sie bei 1,5 %. Die Frage ist, wer bereit ist, ein solches Papier zu kaufen, in der Hoffnung, dass die Inflation über 30 Jahre im Durchschnitt 1 % pro Jahr betragen wird, und das bei einer noch nie dagewesenen Gelddruckerei und Schuldenschöpfung? Die Tatsache, dass die Anleiherenditen nicht bereits bei 4 bis 5 % liegen, ist ein Beweis dafür, dass man diesem Anleihenmarkt keinen Glauben schenken kann.“ – bto: Es zeigt eben die Wirkung der Notenbanken und der Regulierung, die einige Anleger in diese Anlageklasse zwingt.
  • „Eine andere Art der Leugnung ist zu behaupten, dass ‘Inflation gut für die Gesellschaft ist’, wie es Finanzministerin Janet Yellen tat. Die einzigen Gewinner sind die Regierungen, weil die Inflation ihre Schulden entwertet. Steigende Aktienkurse sind dagegen nicht absurd. Aktien können eine Absicherung gegen Inflation sein, denn ihr Anstieg kompensiert die Geldabwertung. Aber diese Wette gilt nur, solange das Fed die Inflation nicht bekämpft und die Zinsen nicht anhebt. Die beste Absicherung sind Value-Aktien, die heute Dividenden zahlen, nicht in einer fernen Zukunft.“ – bto: Allerdings wissen wir aus der Vergangenheit, dass Aktien in Zeiten längerer und höherer Inflation auch deutlich verloren haben – vor allem die Aktien von Unternehmen, die mit einer höheren Verschuldung in die Inflationsphase gekommen sind.
  • „In seiner jüngsten Inflationsanalyse  spottet Peter Schiff über die Ansicht, dass die Inflation ‘vorübergehend’ sei. Warum gibt das Fed nicht zu, dass Inflation mehr als ein vorübergehendes Phänomen ist? Seine Erklärung: ‘Da das Fed die Inflation nicht bekämpfen kann, muss es so tun, als sei sie nur vorübergehend.’ Das Fed kann die Zinssätze nicht erhöhen. Das würde eine schlimme Finanzkrise auslösen. Die USA und andere Zentralbanken – wie die EZB – haben nur sehr begrenzte Möglichkeiten.
    Sie können auf Inflation nur reagieren, indem sie noch mehr Inflation erzeugen – also noch mehr Geld drucken. Sie gehen davon aus, dass eine schwache Wirtschaft oder eine Rezession für einen Rückgang der Inflation sorgen wird, aber das ist alles andere als sicher. Eine wachsende Zahl von Analysten glaubt nun, dass die Inflation dauerhaft sein könnte.“ – bto: Das ist eine wirklich schwere Frage. Ich denke, wir erleben die letzte Schlacht zwischen Inflation und Deflation vor dem Hintergrund der Rekord-Verschuldung, die nun mal deflationär wirkt.
  • „Das Bemerkenswerteste ist, dass die Kommentatoren für alles, was teurer wird, wie z. B. Löhne, Gebrauchtwagen, Öl, Holz oder andere Rohstoffe, eine Ausrede finden und davon ausgehen, dass jeder einzelne Anstieg vorübergehend ist, während sie keinerlei Zusammenhang mit dem massiven Gelddrucken herstellen, als ob es keinen Einfluss auf die Preise hätte.“ – bto: Dazu passt das Gespräch mit Tim Congdon diese Woche in meinem Podcast.
  • „Die Stimulierung der Wirtschaft während einer Expansion ist natürlich höchst inflationär. In den USA wird die Stimulierung auch bei einem erwarteten Wirtschaftswachstum von etwa 10 % im zweiten Quartal fortgesetzt. Der Kongress hat ein Konjunkturprogramm von mehr als 5 Bio. $ bewilligt, und das Fed hat seine Bilanz durch monatliche Ankäufe von Vermögenswerten auf fast 8 Bio. $ verdoppelt. Nie zuvor haben wir eine derart expansive Fiskal- und Geldpolitik erlebt. Daraus ergibt sich das Risiko einer permanenten Inflation.“ – bto: Ich würde sagen, „in Friedenszeiten“. Es ist richtig, dass dieses Geldmengenwachstum sich irgendwo niederschlagen muss. Bis jetzt sind es die Vermögenspreise.
  • „Inflationserwartungen sind eine Schlüsselkomponente der Inflation. Und diese Erwartungen steigen bei den deutschen Haushalten. Laut einem Bericht besitzen deutsche Haushalte privat 9100 Tonnen Gold (616 Mrd. €), das sind 270 Tonnen mehr als 2019. Dies entspricht 6 % der weltweiten Goldreserven. Während der Covid-Krise ist der Anteil der Goldinvestoren der ‘Generation Z’ (geboren zwischen 1995 und 2010) in Deutschland von 15,6 auf 23,3 % gestiegen.“ – bto: Ich tue mich immer sehr schwer, dass Verhalten deutscher Investoren als maßgeblichen Indikator zu nehmen. Wohl wenige Bürger sind so schlecht beim Thema Geldanlage.
  • „Die Inflation wird sich auch bei den Löhnen bemerkbar machen. Die Zahl der unbesetzten Stellen in den USA und in Europa (einschliesslich der Schweiz) ist höher als vor der Pandemie. Die Löhne müssen steigen, damit sich Leute bewerben. Es stimmt zwar, dass viele Unternehmen mehr automatisieren und bereits Ausgaben tätigen, um die Produktivität zu steigern, was sich als Gegenmittel gegen eine galoppierende Inflation erweisen könnte, aber die Geldpolitik ist nun schon seit mehr als zwölf Jahren akkommodierend und ihre Auswirkungen scheinen jegliche deflationären Effekte zu überwiegen.“ – bto: Es kam zu einer Balancierung der Kräfte,  aber das Ergebnis war eine geringe Inflation.
  • Die Inflation könnte sogar noch höher sein als ausgewiesen. Wenn wir sie mit den offiziellen Methoden der US-Regierung aus den Achtziger- oder Neunzigerjahren berechnen, ist das Bild noch viel schlimmer. Die Website shadowstats.com führt diese interessanten Berechnungen durch. Sie zeigen, dass die Konsumentenpreisinflation (Consumer Price Inflation, CPI) für Mai 2021 über 8 % liegen würde, wenn wir die Methode der Neunzigerjahre verwenden, und nahe an 14 %, wenn wir die Methode der Achtzigerjahre verwenden.“ – bto: Das wiederum glaube ich gerne. Es liegt in der Hand der Politik, die Inflationsrate zu manipulieren. Das bedeutet aber auch umgekehrt, es gab real kein Wachstum der Wirtschaft, was wiederum mit der Unzufriedenheit vieler Bürger korrespondiert.

Quelle: ShadowStats.com

Fazit: Wir werden sehen, wie es mit der Inflation weitergeht. Viele Faktoren sprechen dafür, dass es keinen ernsthaften politischen Willen gibt, gegen die Inflation vorzugehen.

Kommentare (27) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Leichter als die Inflation unter Kontrolle zu bekommen ist es, den Deutschen per Propaganda einzureden, dass sie von der aktuellen Niedrigzinspolitik profitieren. Sogar die relativ konservative WELT macht mit:

    “Ausgerechnet Deutschland ist der große Profiteur des Tiefzins-Zeitalters
    Die Zinspolitik der Eurozone ist hochumstritten – vor allem in Deutschland herrscht Empörung. Nun zeigen neue Zahlen, wo Finanzminister und Steuerzahler besonders profitieren. Und selbst wenn die Zinsen steigen, ist dieser Zustand auf Jahre manifestiert.”
    https://www.welt.de/finanzen/plus232309645/Minuszinsen-Wie-deutsche-Sparer-profitieren-koennen.html

    Tatsächlich profitieren werden nur die allerwenigsten, nämlich voraussichtlich diejenigen, die sich zu Niedrigzinsen mit extrem langer Zinsbindung verschuldet und Assets gekauft haben, was das komplette Gegenteil der typischen deutschen Festgeld- und Sparbuch-Anlagestrategie ist…

    Antworten
    • Gnomae
      Gnomae sagte:

      Ergänzend hierzu ein Höhepunkt der Propaganda: Negativzinsen seien verfassungskonform.

      Die deutschen Sparer haben irgendwie keine richtige Lobby, weder in der Politik noch außerhalb.

      Von niedrigen Zinsen profitieren: Die Südländer und, zutreffend, diejenigen, die an die billige Refinanzierung gelangen, um Assets zu erwerben.

      Antworten
    • Joerg
      Joerg sagte:

      Hallo Herr Ott,

      das wird schon … Verhaltensaenderungen (kein Zinssparen mehr – jetzt Aktiensparen) dauern immer ein bisschen … aber kaum ein Anreiz ist staerker als der pers. Geldbeutel?
      https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/investmentfonds-anleger-kaufen-so-viele-aktienfonds-wie-nie/27392600.html

      Nur, geballte, gleichgeschaltete, abrupte Verhaltensaenderungen (selbst wenn im Kern richtig) von Massen sind halt auch nicht unproblematisch …

      Profitieren koennen – wie meistens – die First Movers. Sobald aber alle in subventionsgetriebene (Billig-Geld ist eine Subvention fuer Asset-Preise?): Ost-Immobilien, Solar-Anlagen, Elektro-Autos, Aktien-ETFs … you-name-it stroemen, ist der Trend schon fast vorbei/flacht sich unangenehm ab oder pendelt gar zurueck?
      Spannende Zeiten.
      LG Joerg

      Antworten
  2. weico
    weico sagte:

    @Bauer

    “Die wird es aber nicht geben, denn sie ist schon da. Sie beginnt wie in allen historischen Fällen schön gemächlich, beschleunigt dann zunehmend und endet im gestreckten Galopp, um beim Gleichnis Pferd zu bleiben. ”

    …die Inflation bleibt schön gemächlich…wie ein alter Ackergaul .

    Der galoppiert nicht mehr …..sondern bricht irgendwann schlicht zusammen.

    Antworten
  3. Wolfgang Selig
    Wolfgang Selig sagte:

    bto: “Fazit: Wir werden sehen, wie es mit der Inflation weitergeht. Viele Faktoren sprechen dafür, dass es keinen ernsthaften politischen Willen gibt, gegen die Inflation vorzugehen.”

    Ich würde weiter gehen. Es gibt keinen ernsthaften Unmut in der Bevölkerung, auf die Politik wegen der steigenden Inflation Druck zu machen. Kommt vielleicht noch. Dann wird es interessant, wie Gewerkschaften, Medien, Konsumentenverhalten, Sparneigung, Anlegerverhalten und Intellektuelle reagieren. Es kann gut sein, dass wir am Anfang einer langen Epoche stehen. Nach 40 Jahren permanenter Zinssenkungen (mit Schwankungen) kann es jetzt auch Jahre in die Gegenrichtung gehen. Vielleicht sogar viele Jahre.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Wolfgang Selig

      >Dann wird es interessant, wie Gewerkschaften, Medien, Konsumentenverhalten, Sparneigung, Anlegerverhalten und Intellektuelle reagieren.>

      Es wird SEHR interessant.

      Und, glaube ich, es wird UNGEMÜTLICH für die REGIERENDEN und nachgeordnet auch die ZENTRALBANKEN.

      Denn weil Inflation sehr viele Menschen DIREKT negativ betrifft, wird es einen massiven Druck geben, nicht mit Worten, sondern mit MASSNAHMEN gegenzusteuern.

      Heißt:

      Dann platzen die Blütenträume mit Geld weitgehend ALLES regeln zu können.

      Antworten
      • Wolfgang Selig
        Wolfgang Selig sagte:

        @Herrn Tischer: Ungemütlich? Weiß ich gar nicht. In der Regel verfallen deutsche Regierungen seit Jahrhunderten auf die Idee, Sündenböcke zu suchen, für die es dann ungemütlich wird, während es für die Verursacher bzw. die Regierungen oft gar nicht so schlimm wird::

        * Der Klassenfeind (1949-1989 in der DDR)
        * Die Juden (1933-1945)
        * Die Franzosen, die Serben und die Russen (1914-1918)
        *Die Franzosen (1870-1871)
        * Die Franzosen (1811-1815)
        * Die Protestanten (1618-1648)
        * Die Katholiken (1618-1648)
        Und so könnte man weiter machen.

        Ich gehe fest davon aus, dass es dann zu einer Suche nach einem Sündenbock kommen wird. Das können die Reichen, die Flüchtlinge, die USA, die Chinesen, die Italiener, die Griechen oder die Russen sein – irgendwer wird sich finden, vermutlich aber niemand aus der o.g. historischen Liste, sondern jemand neues. Meine Vermutung: Die Linke wird sich auf die inländischen Reichen stürzen und die Rechten auf die hier wohnenden Ausländer. Große, militärisch starke fremde Länder eignen sich als Sündenbock eher nicht so, weil sie sich nichts gefallen lassen müssen, nicht mal Italien, und schon gar nicht USA oder China.

        Schuld daran haben beide o.g. gesellschaftliche Gruppen natürlich nicht, aber das wird dann wohl keine Rolle mehr spielen, weil Sachargumente in einer emotional aufgeladenen Atmosphäre nicht durchdringen werden. Nur eines dürfte sicher sein: Angela Merkel als eine wirklich Mitverantwortliche dürfte sich aus dem Ruhestand bedauernd über die schwere Lage äußern und ihre volle Solidarität mit der dann herrschenden Bundesregierung erklären, was auch immer das heißen mag, und die Bevölkerung bitten, dem aktuellen Bundeskanzler zu vertrauen. Ein Schuldeingeständnis wird jedoch nie von ihr kommen.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Wolfgang Selig

        Was ich mit „ungemütlich“ meine:

        Wir Deutschen sind GELD-Sparer – und zwar so gut wie ALLE.
        Daher werden nahezu alle WOLLEN, dass die Geldentwertung abgestellt wird, bevor es eine unerträgliche wird.

        Und es wird nicht erst dann eine unerträgliche sein, wenn die Preissteigerung bei 17% liegt wie gegenwärtig in der Türkei.

        Wir sind da viel, viel sensibler.

        Selbst wenn die Zinsen auf den Sparbüchern der Inflationsrate nachziehen würden, wird das Volk nicht zu bändigen sein.

        Der Zorn wird sich in erster Linie gegen die amtierende Regierung und gleich danach gegen die EZB richten.

        Also diejenigen, die das Schütten von Geld bewirkt haben (Regierung) und diejenigen, die es befördert haben (EZB, z. T. auch EU) und DADURCH verantwortlich für die Inflation sind, werden für die Malaise HAFTBAR gemacht.

        Ich glaube, dass da große EINIGKEIT in der Bevölkerung herrschen wird.

        Es wird daher m. A. n. nicht zu einer Suche nach IRGENDWELCHEN Sündenböcken kommen – dafür.

        Anders allerdings dort, wo man mentalitätsmäßig gut mit der Inflation leben kann in Eurozone und EU.

        Dort ist, wo die Bevölkerung Sachvermögen hat, vor allem also Wohneigentum hat.

        Dort wird man UNS zum Sündenbock machen, wenn unsere Regierung unter dem Druck der Bevölkerung die
        Geldbeschaffung teurer werden lässt und die Stimmung gegen die EZB mit dem Wunsch nach dem „Alte-Bundesbank-Kurs“ angeheizt wird.

        Wenn das Inflationsthema ein voll BEGRIFFENES wird, weil es quasi JEDER am Geldbeutel schmerzhaft SPÜRT, kann das DYNAMIT für unser Land und darüber Europa werden.

        Spaltung wohin man blickt – und eine veritable Inflation SPALTET noch mehr und vielleicht schneller und mehr als alles andere.

      • Wolfgang Selig
        Wolfgang Selig sagte:

        @Herrn Tischer: Hm, die Bundesregierung als Schuldigen? Glaube ich nicht. Die EZB schon eher. Wir werden sehen…^^

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Wolfgang Selig

        >Wir werden sehen>

        Ja.

        Es ist meine tiefe Überzeugung, wenn auch keine Gewissheit.

    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ w selig 17:06
      >>Wir werden sehen, wie es mit der Inflation weitergeht. Viele Faktoren sprechen dafür, dass es keinen ernsthaften politischen Willen gibt, gegen die Inflation vorzugehen.”<<

      eine inflationsbekämpfung geht über steigende zinsen und, oder geldentzug durch die EZB.
      beides ist in dieser wirtschaftlich angespannten lage nicht mehr möglich, ohne einen vorzeitigen crash hinzulegen. dies will keiner.

      also weiterlaufen lassen, bis (hoffentlich) ein anderer auslöser kommt.

      der unmut der bevölkerung: welcher?
      unser deutsches volk befindet sich im letargischen tiefschlaf.
      aus sich heraus wird es noch dauern bis die masse aufwacht und nochmals dauern bis der unmut kommt.
      regierung und medien haben die letargie erfolgreich verabreicht.

      das aufwachen wird dann umso schlimmer werden, wenn all die täuschungen der "führer" erkannt werden.
      die frage ist, ob dann noch ein unmut und aufbegehren möglich ist, weil dann vielleicht bereits eine massive totalitäre macht agiert.

      zunächst wird sich auch mit der wahl im september nichts ändern,- bezüglich aufwachen.

      viele reden, dass die aktuelle lage mit nichts jemals auf der welt vergleichbares da war.
      das sehe ich als falsch an:
      ja corona ist neu,
      aber die finanzielle entwicklung war vorher schon längst unausweichlich.
      diese plandemie ist nur noch ein beschleungiger.

      die infaltionäre und bald die hyperinflationäre entwicklung, hatten wir doch schon mehrfach; – und nichts daraus gelernt!
      genau deshalb müssen und werden wir wieder tief in den abgrund eintauchen.

      Antworten
      • Gnomae
        Gnomae sagte:

        “zunächst wird sich auch mit der wahl im september nichts ändern,- bezüglich aufwachen.”

        Die Prognosen deuten darauf hin, dass sich an der Grundausrichtung nichts ändern wird. Folglich werden die fiskalpolitischen Maßnahmen fortgeführt.

        Solange die Zentralbanken in den USA, Europa, England und Japan eine gemeinsame Auffassung über die Maßnahmen haben, wird das System wie bisher fortgeführt.

        Inflatorische Auswirkungen in 2023 von 2022 aus wird man erst Mitte 2023 beurteilen können. Bis dahin wird die Theorie des “average inflation targeting” maßgeblich sein.

        Dies bedeutet, dass selbst bei höherer Inflation in der zweiten Hälfte von 2021 bis Ende 2022 keine Panik auftreten muss, da es eben um eine Durchschnittsbetrachtung geht. Diese ist auch gerechtfertigt, da wir in 2021 mit Sicherheit erhöhte inflatorische Werte sehen, die aber ausschließlich auf einer niederen Basis in 2020 resultieren.

        Eine Hyperinflation ist bei vorhandener Industriekapazität und jederzeit erhöhter Produktionsmöglichkeit nicht in Sicht.

        Europa ist gefangen im Status-Quo, d.h. wir werden weiterhin die Südländer finanzieren und glücklich sein.

  4. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Es geht nicht um ein Herunterspielen der Inflationszahlen.

    Was IST, das IST – da gibt es nichts herunterzuspielen.

    Die Frage ist:

    Wie sind die Inflationszahlen zu INTERPRETIEREN, d. h. wie ist ihre Entstehung und weitere Entwicklung aufgrund von Wirkmechanismen zu BEURTEILEN?

    Das Problem sind die Wirkmechanismen.

    Denn aufgrund der Pandemie und durch die Pandemiemaßnahmen sind
    BEDINGUNGEN geschaffen worden, die es SO noch NIE gab.

    Niemand weiß, wie die Wirtschaftssubjekte NACHHALTIG agieren unter diesen Bedingungen und ob sich die Bedingungen durch eine Fortsetzung des Pandemiegeschehens nicht sogar ÄNDERN.

    Die bestehende Inflation kann nur temporär sein, kann aber auch der Beginn eines kontinuierlichen Anstiegs sein.

    Niemand weiß es.

    AUSSAGEN dazu sind oftmals INTERESSENGESTEUERT, beispielsweise wie hier festgestellt wird:

    >‘Da das Fed die Inflation nicht bekämpfen kann, muss es so tun, als sei sie nur vorübergehend.’>

    „Vorrübergehend“ lässt sich freilich auch begründen, wenngleich m. A. n. nicht besonders fundiert.

    Wie auch immer, was man mit GEWISSHEIT sagen kann:

    Das RISIKO eines nachhaltigen Anstiegs der Verbraucherpreise STEIGT merklich.

    Das ist die Position von Summers.

    Sie ist richtig, weil sich die NACHFRAGE mit der exorbitant gestiegenen Neuverschuldung des amerikanischen Staats und durch seine dadurch möglichen Ausgabenprogramme STARK erhöht.

    An diesem Sachverhalt und dem Wirkungsmechanismus steigender Nachfrage (bei nicht so stark steigendem Angebot) kommt man nicht vorbei.

    Ob man seinen Kürzungsvorschlägen JETZT schon zustimmen sollte, steht auf einem anderen Blatt.

    Die Position von Stiglitz, dass Leute wie Summers eine „falsche Fährte“ legten, um die Politik von Biden zu behindern oder gar zu diskreditieren, kann man durchaus einnehmen.

    Aber das steigende Risiko nachhaltig höherer Verbraucherpreise ist damit nicht vom Tisch.

    Stiglitz legt eine falsche Fährte, wenn er sich auf die durchaus vertretbaren Wünsche der Politik bezieht, aber das Inflationsrisiko damit abtut, dass es Instrumente für die Bekämpfung der Inflation gäbe.

    Die gibt es natürlich.

    Aber RICHTIG ist nicht immer RELEVANT.

    Das “vergessen” mitunter auch Nobelpreisträger, wenn sie von Interessen geleitet argumentieren.

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ D. Tischer

      >> “Es geht nicht um ein Herunterspielen der Inflationszahlen.”

      Sie werden doch nicht leugnen wollen, dass sich die Schere zwischen ‘gewünschten’ und herbeigeredeten Zahlen und der tatsächlich bereits in Gang befindlichen Inflation immer weiter öffnet?

      Es genügt schon, wenn die ZB und und Statistiker schizophren agieren, aber bitte doch nicht Sie auch noch.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        “Sie werden doch nicht leugnen wollen, dass sich die Schere zwischen ‘gewünschten’ und herbeigeredeten Zahlen und der tatsächlich bereits in Gang befindlichen Inflation immer weiter öffnet?”

        Was wird denn eigentlich gewünscht (und von wem) …und wie sieht es “tatsächlich” aus ..und wie wird “gemessen” …usw.?

        In der Türkei ist z.B 5% gewünscht …tatsächlich aber über 17% .
        https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tuerkei-inflationsrate-steigt-auf-mehr-als-17-prozent-a-4ea18fc2-c73e-4c4a-9a03-4d6c03c62e39

        In Venezuela, Argentinien usw. gehen die “Wünsche und Tatsachen” wohl noch “etwas” weiter auseinander.

        In unseren “Breitengraden” ist Inflation doch schlicht ein langweiliges und nerviges Dauerthema…. wie das Wetter … und die Langzeitprognosen sind etwa gleich “zutreffend” !

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        >Sie werden doch nicht leugnen wollen, dass sich die Schere zwischen ‘gewünschten’ und herbeigeredeten Zahlen und der tatsächlich bereits in Gang befindlichen Inflation immer weiter öffnet?>

        Ich habe nicht geleugnet, dass sie sich geöffnet hat.

        Ob sie sich „IMMER weiter öffnet“, weiß niemand.

        Es könnte durchaus so sein, aber ob es so sein WIRD, ist eine ÜBERZEUGUNG, die man zwar haben kann, aber für die es AKTUELL keine hinreichend fundierte GEWISSHEIT gibt.

        Wenn ich mit Summers der Meinung bin, dass das RISIKO weiter steigender Inflation ZUNIMMT, heißt dies:

        Mechanismen sind im Gang, die es weiter steigen lassen können.

        Wenn diese Mechanismen befeuert werden, z. B. durch weiter steigende Staatsverschuldung und Nachfrage durch den Staat, OHNE dass Gegenmechanismen in Gang kommen oder in Gang gekommene wieder abflauen, dann WIRD es STEIGENDE Inflation geben.

        Das ist die Auffassung, die m. A. n. gerechtfertigt ist.

        Auf die Entwicklung schauen und sich ENTSCHEIDEN, ab wann Risiko zu Gewiss geworden IST – und dann aber auch entschieden Gegenmaßnahmen in Gang setzen.

        Ich würde nicht sagen, dass die ZB schizophren agieren.

        Man kann ihre BEGRÜNDUNGEN infrage stellen und auch, ob es richtig ist, wie sie reagieren, aber schizophren ist etwas anderes.

        Ich bestehe darauf, dass die hier angestellten Überlegungen KEINE Haarspalterei sind.

        Zu viel von dem, was ich lese, ist von Interessen geleitet.

      • Dagobert
        Dagobert sagte:

        @Bauer

        Schönes Bsp. Holzpreis
        https://www.finanzen.net/rohstoffe/holzpreis
        dem Anstieg folgt die Beruhigung, weil außer dem billigen Geld kein Parameter für Massennachfrage passt.

        Momentan steigen die (Stahl)Schrottpreise, denn was letztes Jahr nicht anfiel kann 2021 nicht in der Stahlerzeugung zum Abkühlen der Schmelze verarbeitet werden….auch das beruhigt sich sobald die Keisläufe wieder unEINGESCHRÄNKT arbeiten dürfen.

        Amüsant, dass gute Inflation alle reich macht und Pöse die Reichen wieder arm….aber der Armut entgeht keiner, wenn sie so gewollt politisch herbeigeführt wird.

        Auch disfunktionale Märkte finden ihr Gleichgewicht 😎

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ weico, D.Tischer, Dagobert

        Die Reaktionen auf meinen zugegeben spontan verfassten Einwurf amüsieren mich fast noch mehr als der ursprünglice Anlass. Dank dafür.

        Aber wenn ich die Diskussion übergreifend, nicht nur in bto richtig interpretiere, wird eine moderate Inflation, die wie ein Pferd gehorsam seine Runden an der Longe dreht, doch in Mehrheit als letzter verträglicher Ausweg aus der Klemme herbeigewünscht. Man will es nur nicht offen zugeben.

        Die wird es aber nicht geben, denn sie ist schon da. Sie beginnt wie in allen historischen Fällen schön gemächlich, beschleunigt dann zunehmend und endet im gestreckten Galopp, um beim Gleichnis Pferd zu bleiben. Volcker lässt schon heute grüßen, er wusste warum er so hart in die Zügel griff. Diesmal würde die gleiche Reaktion sofort die Katastrophe auslösen, die man eigentlich zu vermeiden sucht.

        PS: Ich war in jüngeren Jahren Wettbewerbsreiter und Wrangler im immer noch wilden Westen, und weiss mit durchgehenden Pferden umzugehen.

      • Dagobert
        Dagobert sagte:

        @Bauer

        34 Jahre nach Paul Volcker ist die Welt nicht mehr dieselbe, wie 1987. Das Lohnerhöhungspotential von US Arbeitern ist abgebrannt, die Deindustrialisierung von Chimerica beinahe abgeschlossen.

        https://youtu.be/f88bxRXz9DU …und das Gastspiel von Donald war so kurz, dass Honky Joe sie rasch entwerten/lockn konnte.

        Zinserhöhungen im Maßstab von Volcker wären wünschenswert um die Überschuldung in den USA und weiten Teilen der US$ nullzins finanzierten Welt offen zu legen. Ich erinnere an die Wirtschaftskrisen in Brasilien und Türkei, die von moderaten Zinserhöhugnen losgetreten wurden…

        Trifft galoppierende Infla auf überschuldete Pleitiers, kommt das Licht am Ende des Tunnels schnell näher – von moderater Entschuldung kann beim Aufprall dann keine Rede sein.

        Honk
        Honk
        Honk Summer 2021
        bitchute.com/video/ditFpZlgswCW/

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        >Sie beginnt wie in allen historischen Fällen schön gemächlich, beschleunigt dann zunehmend und endet im gestreckten Galopp, um beim Gleichnis Pferd zu bleiben. Volcker lässt schon heute grüßen …>

        Wir haben NICHT die Bedingungen, die Volcker hatte bzw. die es vor Volcker gab (so auch @ Dagobert)

        Was Sie schreiben, ist daher eine Projektion – mehr nicht, weil Sie keinen Wirkmechanismus angeben.

        Ich gebe jetzt mal einen Wirkmechanismus an, der noch nicht „in Betrieb“ ist, aber GERADE in Gang gesetzt wird.

        Das BMWi hat begonnen, über die KFW Kredite bis EUR 75.000 für die energetische Gebäudesanierung auszureichen.

        Wenn diese in einem erheblichen Umfang in Anspruch genommen werden, steigt die Nachfrage nach Handwerkern.

        Bei dem Mangel, den wir haben, heißt das:

        Die PREISE für diese Handwerksleistungen und vermutlich auch das benötigte Material STEIGEN. Und es wird spill over-Effekte geben.

        Also:

        Beobachten wie auch anderes, das als Mechanismus zu erkennen ist.

        DANN die Schlussfolgerung ziehen.

      • Dagobert
        Dagobert sagte:

        @Dietmar Tischer

        20 Jahre Nullzins haben die Bauwirtschaft so erfolgreich BOOMEN lassen, dass vielerorts Blasen zum Platzen der Vermögenspreise anstehen. Bauinvestitionen rentieren damit kaum.

        Ebenso lang wird energetisch saniert, begleitet von Gesetzesinitiativen und Auflagen wie in Kretschmarland; für die Grünwähler versteht sich der neueste Schick ganz von selbst,

        …will sagen, das ganze Land wartet auf spontane Einfälle der Geistesgrößen des BMWi / KfW und freut sich auf die Fallstricke und Verschuldungszwänge diverser winkeladvokatischer Förderprogramme.

        Verdoppelt sich jetzt die Nachfrage trifft sie auf einfache Kapazität. Verdoppeln sich die Preise verzichten die Kunden oder schieben das Vorhaben bis nach dem nächsten lock down, wenn die Lieferungen auch geleistet werden…..denn jetzt bekommen sie auch für 4fachen Preis keine Markise geliefert.

        Ohne Befriedigung der Nachfrage, keine Inflation weil kein Geld in Umlauf kommt.

        Derweil stirbt mit dem Tourismus auch die Nachfrage nach Handwerksleistungen rund um das Beherbergungsgeschäft in ganz Europa – der Pandemie sei Dank bleibt die Infla 2020/21 aus…..

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Dagobert

        >Verdoppelt sich jetzt die Nachfrage trifft sie auf einfache Kapazität. Verdoppeln sich die Preise verzichten die Kunden oder schieben das Vorhaben bis nach dem nächsten lock down, wenn die Lieferungen auch geleistet werden…..denn jetzt bekommen sie auch für 4fachen Preis keine Markise geliefert.>

        Nicht jeder Kunde verschiebt, wenn er Geld, z. T. viel Geld für das Sanierungsvorhaben als ZUSCHUSS bekommt:

        Da kann teurer auch dann noch günstig sein, wenn die Inflation an jedem Handwerkerangebot schwarz auf weiß abzulesen ist.

        And believe me:

        Wenn die Deutschen die Energiewende wollen, dann wird es Zuschüsse geben WHATEVER it TAKES.

        Ich bin der Überzeugung, habe allerdings keine Gewissheit dafür, dass der Energiewendekollektivismus die Inflationsspirale in Gang setzen wird.

        Das Klimaziel 2050 war gestern, heute sind wir bereits bei 2045.

        Das ist erst der Anfang der zeitlichen Komprimierung, warten Sie, bis die Grünen mit an der Regierung sind, da geht es ganz anders zur Sache – erst einmal.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Dagobert

        “Derweil stirbt mit dem Tourismus auch die Nachfrage nach Handwerksleistungen rund um das Beherbergungsgeschäft in ganz Europa”

        Das ist doch eine schöne Pointe: Anstatt sich im Lockdown eine neue Heizung zu installieren, so wie Grünen-Wirtschaftsexperte Habeck das vorgeschlagen hatte, können die Hoteliers samt Angestellten gleich selbst zu Heizungsinstallateuren umschulen!

      • Dagobert
        Dagobert sagte:

        @Dietmar Tischer

        Vermutlich stimmen wir überein, dass die Inflation der Immobilienmärkte dann ausgereizt ist, wenn die Mietzahlungsfähigkeit durch zukünftige Lohnzuwächse begrenzt ist. Dieselben Mieter haben natürlich auch keine Verschuldungsfähigkeit…..

        Steigen die Preise in Märkten ohne Lohnerhöhungspotential wirkt sich die Übung deflationär aus.

        Das gilt ganz besonders für ALLE Vorhaben zukünftiger Regierungen, solange die Grenzen für die Abwanderung von Produktion offen bleiben + mit den Arbeitsplätzen Kaufkraft schwindet.

        Darüber hinaus “glaube” ich, dass wir zwischen den “herbeigetesteten Pandemien” den “peak an Manipulation” gesehen haben und die Fähigkeit von ZB + Medien die Realität zu verschleiern monatlich abnimmt.

        Der Realitätsschock* ist immer deflationär gegen Wünsche in der Zukunft.

        *Vor 2045 hat sich die Gesellschaft demographisch von Einzahlern in Empfänger gewandelt, entsorgte Rentner inflationieren nichts wenn ihre Erwerbsbiographie 10 Jahre vor dem Regeleintritt für 40% Rentenverlust sorgt.

        Diese Politik ist schachmatt, ihr Spiel ist aus.

        @Richard Ott

        Wäre die Umschulung von Fachkräften nach anderen Gewerken so einfach, gehörte der Fachkräftemangel mit der Zuwanderung syrischer Mediziner und SubSahara Raketeningenieure zur Vergangenheit.

  5. Alexander
    Alexander sagte:

    “Selbsthaltung” durch Anleihekäufe mit frisch geschöpftem Geld, bewirkt niedrige Zinssätze und unterstützt Stabilität der Vermögensmärkte. Antworten auf das Marktgeschehen kann man keine aus der Vergangenheit ableiten, wenn das Ausmaß der Geldschöpfung / Marktmanipulation historische Dimension hat.

    Zweifellos kann diese Selbsthaltung nur an sich selbst scheitern, die Folgen der experimentellen Geldinjektionen muss man auswarten um sich nicht lächerlich zu machen.

    Antworten
  6. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    bto: „Das Bemerkenswerteste ist, dass die Kommentatoren für alles, was teurer wird, wie z. B. Löhne, Gebrauchtwagen, Öl, Holz oder andere Rohstoffe, eine Ausrede finden und davon ausgehen, dass jeder einzelne Anstieg vorübergehend ist, während sie keinerlei Zusammenhang mit dem massiven Gelddrucken herstellen, als ob es keinen Einfluss auf die Preise hätte.“

    Das ist mittlerweile wie beim Palmström von Christian Morgenstern in der “Unmöglichen Tatsache”:

    Und er kommt zu dem Ergebnis:
    “Nur ein Traum war das Erlebnis.
    Weil”, so schließt er messerscharf,
    “nicht sein kann, was nicht sein darf.”

    Antworten

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