„Charting The Slow, 30-Year Death Of The US Middle Class In A Global Context“

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Meine Argumentation zu den Krisenursachen beinhaltet auch diesen Aspekt: Nach dem Fall der Mauer und dem Eintritt Chinas in den Weltmarkt kamen die Löhne der breiten Mittelschicht unter Druck. Um dieses zu kompensieren, wurde der Konsum über Schulden und dank steigender Vermögenswerte zur Doktrin. Wovon naturgemäß jene mehr profitieren, die Vermögen haben. Hier nun ein paar interessante Charts zu den USA, die ohne viele Worte bei Zero Hedge veröffentlicht wurden:

  • Die Löhne in den USA stagnieren seit Jahrzehnten. (Norwegen ist sicherlich nicht ein Normalbeispiel, England ist getrieben von massiver Verschuldung.)

  • Die Gehaltsentwicklung der Top-10-Prozent war deutlich besser – sie haben weniger internationalen Wettbewerb und profitieren sogar noch von globalen Märkten.

  • Ein weiterer Grund kann – meines Erachtens verstärkend – in der letzten Loslösung der Begrenzung unseres Geldsystems liegen. Damit wurde erst das ungezügelte Kreditwachstum ermöglicht.

→ Zero Hedge: „Charting The Slow, 30-Year Death Of The US Middle Class In A Global Context“, 20. Juli 2015

2 Kommentare
  1. Dieter Krause says:

    Die Grafiken oben sprechen Bände: Die Einkommensungleichheit wuchs massiv mit Beginn der Reaganomics und dem Regierungsantritt Thatchers um 1980! Mit der damaligen Liberalisierung der Finanzmärkte und drastischen Einkommenssteuersenkungen. Samt Eindringen einer radikalen Marktideologie (mit ausgesprochenen Shareholderdenken) in den politischen Mainstream. Samt nachfolgendem gewaltigen Verschuldungsboom – Staaten, Haushalte, Privatunternehmen, Banken (Bilanzsummen der Großbanken). Die Bilanzsumme der Deutschen Bank ist von 1980 (ca. 55 Mrd. Euro – 104 Mrd. DM) bis 2008 auf 2.200 Mrd. Euro angewachsen – also um 4.000%! Die Umsätze von Daimler sind in dieser Zeit nur von ca. 16 Mrd. Euro (31 Mrd. DM) auf 95 Mrd. Euro gestiegen – also nur um 600%! Ein deutliches Zeichen für die Entkoppelung der Finanz- von der Realwirtschaft:
    http://www.bankgeschichte.de/de/docs/DB_1980.pdf
    https://geschaeftsbericht.deutsche-bank.de/2008/gb/serviceseiten/downloads/files/dbfy2008_jahresbericht.pdf
    http://www.daimler.de/Projects/c2c/channel/documents/1364451_1980_Daimler_Benz_Geschaeftsbericht.pdf
    http://www.daimler.de/Projects/c2c/channel/documents/1677322_DAI_2008_Geschaeftsbericht.pdf

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  2. prestele says:

    HIer ein Kurzkommentar (Zitat)
    Chicago economics in a nutshell:

    Slash taxes on the rich. Cover the resulting revenue shortfalls by borrowing from the rich instead.

    Now take the money government borrowed from the rich and spend as much as possible of it benefitting the rich – defense contracts, privatized services, fat finance fees, corporate welfare and more tax cuts.

    Do not spend it on what benefits everyone – infrastructure, education, environment, healthcare. Social safety nets are only acceptable as corporate welfare, enabling immorally low wages.

    Then turn to the shrinking middle class and growing poor and scold: Look at this government debt! Look what you did with your greedy wasteful demands for food, shelter, fair wages, clean air and water, education, healthcare and retirement security. You have to pay! No medicare and social security for you!

    The Chicago boys plundered the middle class and public wealth the earlier Keynsians built up.

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