Allzeithoch bei Krypto­währungen

Am 14. November 2021 geht es in meinem Podcast um Kryptowährungen. Zu Gast ist (erneut) der österreichische Ökonom und Publizist Rahim Taghizadegan. Taghizadegan leitet die private und unabhängige Bildungs- und Forschungseinrichtung Scholarium in Wien. Zur Vorbereitung ein paar Beiträge, die mir aufgefallen sind.

Heute kurz ein Blick auf die Kursentwicklung von Bitcoin & Co. via Zero Hedge:

Zunächst die Feststellung, dass Bitcoin einen neuen Rekord erreicht hat. Beeindruckend:

Quelle: Zero Hedge

Womit Bitcoin jetzt mehr wert ist als ein anderes, nicht gerade unterbewertetes Asset: Tesla.

Quelle: Zero Hedge

Noch besser lief es für Ethereum, von dem nicht wenige meinen, es sei besser als Bitcoin und vor allem technisch interessanter. Auch Charttechnisch ist es eine wahre Freude, für jene, die es haben. (Gehöre nicht dazu):

Quelle: Zero Hedge

Insgesamt bringen Kryptowährungen jetzt eine Marktkapitalisierung von 3000 Milliarden US-Dollar zusammen, was der Wirtschaftsleistung von Großbritannien entspricht.

Quelle: Zero Hedge

UBS gibt an, dass die Aktivitäten im Handel alles andere als hektisch waren. BTC-Transaktionen werden von Hamsterern dominiert: Rund 77 Prozent der Coins werden von denen gehalten, die bisher nur weniger als 25 Prozent ihrer angesammelten Menge verkauft haben. Da sich das alte Angebot nicht bewegt und das kurzfristige Interesse relativ gering ist, liegt die „Lebendigkeit“ weit hinter ihrem Höhepunkt. Die implizite Volatilität ist geringer bei früheren Höchstständen,  was auf weniger Euphorie hindeutet.

Beobachter erwarten, dass “Krypto-Assets Anfang nächsten Jahres einen hyperbolischen Anstieg erleben werden, in dem sie alle anderen Assets übertreffen werden”: “I guess we will be above $100,000, above $135,000 at the end of the year, and then we’ll continue to grow maybe towards to stock-to-flow X (S2FX) model target [at] $288,000 or even above. So I would not be surprised even to see in Q1 in Q2 next year prices of $300,000, $400,000 or $500,000 (…)”

Das klingt spannend. Aber warum kommt das klassische Instrument Gold, um sich abzusichern gegen Krisen im Finanzsystem und Inflation, so gar nicht voran in diesem Jahr? Obwohl in den letzten zwölf Monaten die Inflation stetig gestiegen ist, hat Gold einen Dämpfer bekommen. Das ist seltsam, denn das Edelmetall gilt seit Langem als Absicherung gegen Inflation und Geldentwertung. In den letzten zwölf Monaten gab es sowohl eine Menge Inflation als auch Gelddrucken, und dennoch ist Gold zurückgegangen, wobei die Goldminen zum Sektor mit der schlechtesten Performance im S&P 500 wurden.

Gold hat keine Rendite und hat historisch gesehen eine starke inverse Beziehung zu den realen Renditen. Je negativer die Realzinsen, desto attraktiver Gold. Die Realrenditen sind sehr niedrig und dennoch ist Gold gesunken:

Quelle: Bloomberg

Wie die Grafik zeigt, gibt es seit der Finanzkrise nur noch eine weitere Periode, die in etwa so aussieht: 2012 und Anfang 2013, als die Realrenditen während der „QE Infinity“ der Federal Reserve niedrig blieben und Gold zu fallen begann. Der Goldpreis nahm das Tapering der FED voraus, die letztlich zu einem Zinsanstieg führte und dann zu einer raschen Senkung wegen der realwirtschaftlichen Konsequenzen. Nimmt der Goldpreis auch heute eine Realzinssteigerung vorweg?

Ein weiterer Indikator gibt zu denken. Das Verhältnis von Aktien zu Gold, also der reale Preis des S&P 500 in Unzen Gold und nicht in Dollar, ist überraschend konstant geblieben, seit Richard Nixon die USA 1971 von den letzten Überresten des Goldstandards entfernt hat. Der S&P ist in Bezug auf Gold mehr wert als 1971 und nur wenig unter der Spitze des Bullenmarktes der 1990er-Jahre auf einem 16-Jahres-Hoch:

Quelle: Bloomberg

Es ist natürlich möglich, dass die Investoren statt Gold nun Kryptowährungen halten. Oder wir stehen vor einer Korrektur bei Anleihen und Aktien.

Wie sagte schon Isaac Newton im Frühjahr 1720, nachdem er in der Südseeblase viel Geld verloren hatte: Er könne „die Bewegungen der Himmelssterne berechnen, aber nicht den Wahn der Menschen“. Keine Ahnung, ob dies auch heute zutrifft.

zerohedge.com: „Bitcoin Hits New Record High, Surpasses Tesla’s Market Cap; Ether Tops $4800″, 8. November 2021

Kommentare (45) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Michael Stöcker
    Michael Stöcker sagte:

    Hallo Herr Pabst,

    Sie schreiben und fragen:

    „Nur mit dem Satz Edelmetalle sind eine ultimative Absicherung gegen gesellschaftliches Versagen habe ich so meine Probleme. Was verstehen sie unter gesellschaftlichem Versagen? Wenn sie damit meinen, dass evtl. das Finanzsystem gegen die Wand fährt, wo hat die Gesellschaft versagt?“

    Ich meine hier die extremste Form gesellschaftlichen Versagens, mit der wir in Deutschland leidvolle Erfahrungen machen mussten: WKI und WKII mit anschließender Währungsreform. In der Übergangsphase vom alten zum neuen gesetzlichen Zahlungsmittel ist Gold und Silber die ultimative Absicherung, da Edelmetalle anders als Währungen kein Geschöpf der Rechtsordnung sind und von daher auch ohne staatliche Institutionen auskommen.

    „Da ist wohl das Wissen über Gartenarbeit, Schlingen legen und Karnickel schlachten besser. Und wie der Hammer den Nagel trifft auch. Gutes Werkzeug ist nie “transitory”!“

    Das bin ich absolut bei Ihnen, Herr Pabst; ich schätze Ihre ganz praktischen und soliden Einwürfe hier am Blog sehr. Ich möchte noch ergänzen: Ein solider Baumbestand auf dem Grundstück sollte nicht fehlen; sonst nutzt das beste Werkzeug nichts, wenn man kein Holz für den Kamin schlagen kann, wenn der Strom/Heizung mal ausfallen sollte oder der Gashahn zugedreht wurde.

    LG Michael Stöcker

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Michael Stöcker>

      >… da Edelmetalle anders als Währungen kein Geschöpf der Rechtsordnung sind und von daher auch ohne staatliche Institutionen auskommen.>

      Ihre Blauäugigkeit, in diesem Fall, in Ehren.

      Sie können ein OBJEKT der Rechtsordnung und VERBOTEN werden, jedenfalls was Gold betrifft ist dies möglich, durchsetzbar und sanktionsfähig.

      Hat es allein im letzten Jahrhundert zu Hauf gegeben.

      Das kann auch in einer “Übergangszeit” der Fall sein.

      Ist das Verbot gewollt, kommt es ALLEIN auf die Durchsetzungskraft staatlich Institutionen an, inwieweit es wirkt.

      Klar, wenn Anarchie die Lage ist, sind wir in einer anderen Welt.

      Antworten
    • Carsten Pabst
      Carsten Pabst sagte:

      Sehr geehrter Herr Stöcker und Herr Tischer,
      vielen Dank für ihre Antworten.
      Für mich sind Ihre Beiträge auch immer sehr gewinnbringend, auch wenn oftmals die Meinungen auseinander gehen. Gerade im Hinblick auf das Geldsystem. Aber da dies sehr komplex ist und ich mich da als Laie einstufe, bringen mich ihre unterschiedlichen Auffassungen dennoch weiter. Es bringt die Hirnzellen in Wallung. Das hält auch warm:-)
      Das ist sowieso das Schöne an diesem Blog. Es wird oftmals hart um die Sache gerungen, aber der Ton macht die Musik. Und der ist sehr angenehm und auf einem hohen Niveau. Deshalb Dank an alle Foristen und an Herrn Dr. Stelter, dass es diesen Blog gibt und sich so viele aktiv beteiligen. Eine absolute Bereicherung.
      Und an Herrn Stöcker noch eine kurze Bemerkung aus der Praxis. Holz ist immer gut, zum Verbrennen müssen Sie es aber jetzt fällen, wenn das Gas 2024 wegbleibt. Es sollte schon drei Jahre trocknen, damit es ordentlich im Ofen brennt. Und immer dran denken: Wie der Vogel scheißt, so das Holz auch reißt!
      Mit diesem praktischen Ansatz wünsche ich einen guten Start in den Tag :-)
      Beste Grüße
      Carsten Pabst

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Pabst

      Herr Stöcker hat ein interessantes Problem: Wenn die Inflation kommt, wird niemand mehr seine Erklärungsversuche dazu hören wollen, wieso die Geldpolitik der Zentralbanken so toll ist und wir eigentlich noch viel mehr Gelddrucken bräuchten, das ja auch gar keine negativen Konsequenzen hat, und schauen Sie doch mal, wie niedrig die Zinsen sind, und wie das doch zeigt, wie gelassen “die Märkte” die Inflationsrisiken bewerten…

      Klar, dass er da aktuell Möglichkeiten sucht, sich irgendwie abzusichern. ;)

      Antworten
    • Johann Schwarting
      Johann Schwarting sagte:

      @ Michael Stöcker

      “In der Übergangsphase vom alten zum neuen gesetzlichen Zahlungsmittel ist Gold und Silber die ultimative Absicherung, da Edelmetalle anders als Währungen kein Geschöpf der Rechtsordnung sind und von daher auch ohne staatliche Institutionen auskommen.”

      “Trotz der Gewalt und der Gesetzlosigkeit strömen arbeitslose Venezolaner aus nah und fern in die Region, um in den florierenden illegalen Minen zu arbeiten und sich dafür mit Goldnuggets bezahlen zu lassen. Infolgedessen sind Goldplättchen, die mit Handwerkzeugen aus den rohen Nuggets herausgeschält werden, zur bevorzugten Währung in der Region geworden, wobei die Preise für Waren und Dienstleistungen in Gramm Gold angegeben werden. Für ein halbes Gramm Gold erhält man eine Übernachtung in einem örtlichen Hotel, während ein Essen für zwei Personen in einem chinesischen Restaurant und ein Haarschnitt ein Viertel bzw. ein achtel Gramm kosten.”

      https://www.zerohedge.com/markets/venezuelans-turn-gold-nuggets-local-currency-implodes

      Auch Gold ist verschuldet: Seine Förderung findet unter den Bedingungen des Kreditgeldsystems statt. Ihre Weiterverarbeitung zu Goldplättchen mit Handwerkzeugen aus rohen Nuggets ebenfalls.

      Das Gold wird im Schweiße des Angesichts geschürft, um es dann gegen Güter des täglichen Bedarfs einzutauschen (andere müssen mehr leisten, um es gegen Gold zu tauschen), weil es andere haben MÜSSEN oder gegen Pfand leihen (und damit wiederum Leistung erbringen, um die Schuld zu tilgen).

      Terminlich fixiert und sanktionsbewehrt wird Gold so in Staatsystemen als Steuer abgefordert: Es wird auf der Grundlage von Verschuldung zu ‘Geld’ und zur ‘Währung’.

      Auch im Goldstandard ist Gold verschuldet und ein Geschöpf der Rechtsordnung.

      LG JS

      Antworten
    • Johann Schwarting
      Johann Schwarting sagte:

      @ Michael Stöcker

      PCM (2005): “Die bekannten Albernheiten wie ‘Geldmenge’ oder ‘Umlaufgeschwindigkeit’ spielen keine Rolle.”

      “Seit 1991 hat Somalia keine ZB mehr, wie überhaupt der Staat verschwunden und die ‘Anarchie’ Einzug gehalten hat. Nach dem Hinschied der ZB ließ jeder, der wollte, die bekannten 1000-Schilling-Scheine bei privaten Druckereien in aller Welt herstellen. Der Kurs reagierte: Bis 1990 waren 1000 Sh. = 1 USD, dann ging’s abwärts auf 20.000 = 1 USD. Aktuelle Kurse pendeln zwischen 14.000 und 17.000. Jeder 1000er gilt jetzt gleich (aber es gibt keine höheren Nominale, da keine ZB sie ausgeben könnte) – ob die alten oder die privat gedruckten. Jeder kann die Scheine sehr gut auseinander halten – aber sie haben gleichen Kurs (abgepackt zu 100. Zehn solcher Papierriegel sind dann eine Mio.).
      Wie kommt der ziemlich konstante Kurs zustande? Warum fällt der Shilling, obwohl ihn jeder fabrizieren kann, nicht ins Bodenlose?
      Einfache Antwort: Der Kurs (je 1000er im Schnitt 6,5 US-Cents) entspricht genau den Druck- und Transportkosten (von irgendwo nach Somalia).
      Was lehrt:
      – Gibt es keinen Staat, der einheimische Währung braucht und demnach keine ZB, und können ergo auch keine höheren Nominale fabriziert und ausgegeben werden (also 10.000 – 100.000 – 1.000.000, usw. usw.), fällt der Kurs der allgemein akzeptierten Standard-Noten auf die Herstellkosten.
      – Diese können nicht mit einheimischer Währung bezahlt werden, sondern in der Währung dessen, der die Noten herstellt (ohne Limit).
      – Es kommt zwar zu einem vorübergehenden Währungsverfall (gegen Auslands-Valuten), aber dann stoppt dieser Verfall (es sei denn die Druckkosten der Druckereien steigen in deren Landeswährung).
      – Wer Noten importieren will, muss entsprechende Auslandsvaluta haben (sie gegen Warenausfuhr oder Rimessen von im Ausland lebenden Inländern beschaffen), was einem currency board-System nicht unähnlich ist.
      – Die bekannten Albernheiten wie ‘Geldmenge’ oder ‘Umlaufgeschwindigkeit’ spielen keine Rolle. Wer Geld braucht, muss sich verdingen (s. unten) oder ausländische Valuta beschaffen (was letztlich auch auf eine Leistung irgendwo hinausläuft). Dann kann er es sich selber drucken lassen.
      – Das ‘Preisniveau’ (Inland) richtet sich nach dem Gelddruckkostenniveau (Ausland).
      – Scheiden die ‘Alt’-Noten aus, was über kurz oder lang der Fall sein dürfte (Abnutzung), wird es gegen 100 % gehende, nur aus ‘Falschgeld’ bestehende Binnenwährung geben.
      Kurzum: Das Ganze ist die papierene Variante zum GOLDSTANDARD.
      Somalia geht’s gar nicht so schlecht, wie man annehmen sollte. Von 1000 Einwohnern haben z.B. 15 Telefon (Nachbarstaaten: 10, Westafrika 9). Auch Internetcafés in Mengen.
      Das Einzige, was nervt, sind die vielen Binnen-Zollstellen, die von lokalen Warlords eingerichtet wurden. Da kommt man aber mit entsprechenden Bodyguards (Standardausrüstung: Kalaschnikoff) gut durch. Die Big Shots leisten sich gleich eigene Milizen.
      NZZ-Afrika-Korrespondent Kurt Pelda meint, die Anarchie in Somalia funktioniere besser als die schwerfällige und korrupte Bürokratie in vielen Staaten des Kontinents.
      Ein Modell also, das zum Nachdenken anregt und optimistisch stimmen sollte.”

      Quelle: https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=320245

      LG JS

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Johann Schwarting

        “Ein Modell also, das zum Nachdenken anregt und optimistisch stimmen sollte.”

        RIchtig.

        “Anarchistische Modelle” bzw. Modell die auf Tauschhandel/Kompensationsgeschäften usw. beruhen, haben viele Vorteile gegenüber Geld-bzw. Devisengeschäften.

        Vietnam ist zu einem bedeutenden Kaffee-Exporteur (2.Grösster) geworden, weil der DDR die Devisen fehlten um auf dem Weltmarkt einzukaufen.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeekrise_in_der_DDR

        Auch der Aufstieg Russlands ,im Gasgeschäft, ist den deutschen Kompensationsgeschäften zu verdanken. Stichwort: “Deutsch-sowjetische Röhren-Erdgas-Geschäfte”

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico

        Eine der lustigsten Geschichten aus der DDR-Planwirtschaft:

        “Außerdem kam mit dem Kaffee-Mix eine Mischkaffeesorte mit 50-prozentigem Ersatzkaffeeanteil auf den Markt (…) Die Bürger der DDR lehnten den Kaffee-Mix überwiegend ab und empfanden den Kaffeemangel als Angriff auf ein zentrales Konsumbedürfnis und einen wichtigen Bestandteil der Alltagskultur. Spottnamen wie „Erichs Krönung“ wurden geprägt. Der Kaffeemix führte zu Ausfällen an Kaffeemaschinen in der Gastronomie, da der Mixtur u. a. Erbsenmehl beigemischt war. Das darin enthaltene Eiweiß quoll unter Druck und Hitze auf und verstopfte die Filter. Es kam zu zahlreichen Eingaben und empörten Reaktionen gegenüber verschiedenen Gremien sowie zu Protesten.”

        Heute kommt das gute Erbsenprotein in den veganen “Beyond Meat”-Burger und wird viel teurer verkauft als echtes Fleisch.

        Da sieht man die Power, die dahintersteckt, wenn sich grüne Gehirnwäsche und modernes Marketing verbünden, da wird aus einem minderwertigen Ersatzprodukt plötzlich der ganz heiße Scheiß. ;)

  2. Carsten Pabst
    Carsten Pabst sagte:

    Three-fourths of CFOs of U.S.-based businesses noted difficulty in hiring workers, even as firms have increased wages, a recently released survey of U.S. CFOs conducted by Duke University’s Fuqua School of Business and the Federal Reserve Banks of Richmond and Atlanta found.

    The survey, released in October, found that 74% of CFOs reported that their companies are having difficulty filling open positions. Of those, 82% have increased starting wages, by an average of 9.8%, in an effort to fill the vacancies.

    https://www.wraltechwire.com/2021/11/01/duke-cfo-survey-hiring-more-of-pressing-concern-than-supply-chain-disruptions/

    Es ist eigentlich alles gegeben, um die Lohnpreisspirale in Gang zu setzen, bzw. noch mehr zu verstärken. Mal sehen, welche Assets davon profitieren.
    Und das die Zinsen vor den Midterm Elections angehoben werden, wage ich auch zu bezweifeln. Meinungen?
    Auf jeden Fall spannende Zeiten.
    Freundliche Grüße
    Carsten Pabst

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Carsten Pabst

      “Und das die Zinsen vor den Midterm Elections angehoben werden, wage ich auch zu bezweifeln. Meinungen?”

      Bei einer Inflation auf 30-Jahres-Hoch (wunderschöner Chart siehe Link) und einer gleichzeitig seriösen Geldpolitik gäbe es eigentlich keine Möglichkeit, auf Zinserhöhungen in den USA zu verzichten, aber vielleicht machen Präsident Biden und seine Tagespflegekräfte ja einen Erdogan-Move und ernennen einen komplett gehirngewaschenen Stiefellecker zum neuen Zentralbankpräsidenten?

      “And just in case there is any doubt that Biden is contemplating replacing Powell with Hillary Clinton fangirl and Democrat Lael Brainard, Biden said he wants to “reemphasize my commitment to the independence of the federal reserve to monitor inflation, and take steps necessary to combat it.” Translation: he wants to appoint a career democrat who will make it easier to push through the $150 trillion in QE needed over the next 30 years to pretend to fund “net zero” but is really meant to make the rich richer.”
      https://www.zerohedge.com/markets/biden-starts-freak-out-about-soaring-inflation-orders-economic-council-reduce-energy-costs

      Erdogan glaubt ja bekanntlich, dass die Inflation sinkt, wenn die Zentralbank die Zinsen *SENKT*, die Biden-Variante davon wären schuldenfinanzierte Investitions- und Sozialausgaben-Programme, die angeblich irgendwie deflationär wirken sollen:

      “Going forward, it is important that Congress pass my Build Back Better plan, which is fully paid for and does not add to the debt, and will get more Americans working by reducing the cost of child care and elder care, and help directly lower costs for American families by providing more affordable health coverage and prescription drugs—alongside cutting taxes for 50 million Americans including for most families with children. 17 Nobel Prize winners in economics have said that my plan will “ease inflationary pressures.” And my plan does this without raising taxes on those making less than $400,000 or adding to the federal debt, by requiring the wealthiest and big corporations to start to pay their fair share in taxes.”

      Das wird so oder so schmerzhaft, und die Wahlaussichten für die Demokraten in 2022 sind schon jetzt sehr schlecht, aber ich persönlich tippe auf eine Fortsetzung der Gelddruckpolitik nach einer kleinen Börsenkorrektur oder irgendeiner anderen inszenierten Krise zu ihrer weiteren Rechtfertigung – einfach schon deshalb, weil die politische Elite in den USA und auch in Europa keine Ideen hat, wie sich die wirtschaftlichen Probleme sonst lösen lassen könnten und sie deshalb weitermachen wie bisher, hat ja immerhin das System noch nicht zur Implosion gebracht sondern erodiert es nur ganz langsam.

      @Stoertebekker

      “Allerdings gibt’s bei der “number of employed” schon noch Luft nach oben, insofern bleibt abzuwarten, ob’s zur Lohn-Preis-Spirale kommt.”

      Sie können den Arbeitnehmern, egal wie groß ihre Anzahl ist, bei den Lohnverhandlungen ja erklären, dass die Inflation angeblich nur “transitory” ist, mal sehen, ob sie das überzeugt, auf ihre Lohnforderungen zu verzichten…

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @R Ott

        Wenn das die Arbeitnehmer nicht bewegt zu verzichten, gibt‘s halt noch n paar Millionen, deren Helikopter gefüllte Konten immer schneller leer laufen. Die kommen – gerade in den USA – schon wieder zurück.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        Klingt nach einem guten Rezept für eine Helikoptergeld-Preis-Spirale.

    • jobi
      jobi sagte:

      @ Carsten Pabst

      “Meinungen?”

      Der Preisanstieg ist hauptsächlich durch die pandemiebedingten Maßnahmen verursacht: Deutlich erhöhte verfügbare Einkommen (Stimmy-Checks) einerseits und Störungen von Lieferketten und Produktion andererseits.

      Rettungsgelder sind ausgelaufen, Störungen normalisieren sich bereits ( siehe z.B steigende Vorräte, sinkende Frachtraten)

      Inflation ist ein nachlaufender Indikator und führt im Umfeld hoher Verschuldung zu niedrigeren ! Zinsen.

      Daher meine Prognose für die kommenden Monate:
      Rückläufige Inflation, fallende Kapitalmarktzinsen und ein stärkerer USD.

      Die Situation bleibt spannend, weil die Biden-Regierung durch die Inflation unter Druck gerät, vor den Wahlen.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @jobi

        “Rettungsgelder sind ausgelaufen, Störungen normalisieren sich bereits ( siehe z.B steigende Vorräte, sinkende Frachtraten)”

        Das wird Ihnen vielleicht in den Medien erzählt, aber in meinem Industriealltag merke ich davon noch nichts. Stattdessen kommt ungefähr jede Woche von irgendeinem anderen Lieferanten oder Dienstleister eine, teils saftige, Preiserhöhung, und keiner kann Ihnen versprechen, dass das die letzte war.

        Komisch bei angeblich bloß “übergangsweiser” Inflation, oder?

      • Carsten Pabst
        Carsten Pabst sagte:

        Hallo Jobi, Hallo Herr Ott,
        Danke für Ihre Einschätzungen.
        Also mir flattern seit Wochen auch nur Preiserhöhungen von Baustoffherstellern und Lieferanten ins Haus. Von Entspannung kann deshalb noch keine Rede sein. Die sehe ich auch nicht, da nächstes Jahr weitere Treiber hinzukommen:
        https://www.ihk-ostbrandenburg.de/zielgruppeneinstieg-unternehmer/energie/auswirkungen-der-co2-bepreisung-4759348
        Ich für meinen Teil denke, wir werden uns dauerhaft auf Inflationsraten zwischen 3-5% einrichten können.
        Und die Einschätzung von Herrn Ott bezüglich der weiteren Geldpolitik in den USA stimme ich auch zu.
        Beste Grüße
        Carsten Pabst

      • jobi
        jobi sagte:

        @Herren Ott, Pabst

        Wie gesagt, Inflation tritt mit Verzögerung auf und deshalb werden die Zahlen im Dezember, Januar, Februar wohl auch noch “schockieren”, allein schon wegen des Basiseffektes.

        Zweitrundeneffekte dürften sich wegen der sich abzeichnenden Normalisierung in Grenzen halten.

        Aber ok, Prognosen sind immer schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

  3. Carsten Pabst
    Carsten Pabst sagte:

    Mal sehen, ob die Edelmetalle nicht langsam erwachen:

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/inflation-preise-in-den-usa-steigen-im-oktober-um-6-2-prozent/27786162.html

    Gepaart mit hohen Lohnabschlüssen in den nächsten Monaten sollte es nicht nur eine kurze Aufwachphase werden.
    Aber generell ist Gold für MICH das ultimative Geld, weil es einen eingebauten Schutz gegen Entwertung in sich trägt. Wer seine Kaufkraft langfristig einfach nur erhalten will, fährt mit Gold gut! Nicht mehr, nicht weniger.
    Aber wie immer eine Glaubensfrage. Und am Besten glaubt man an sich und seine Stärken. Sage ich zumindest immer meinen Lehrlingen :-)
    Beste Grüße
    Carsten Pabst

    Antworten
    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      @ Carsten Pabst

      „Mal sehen, ob die Edelmetalle nicht langsam erwachen:“

      Edelmetalle bleiben die ultimative Absicherung gegen gesellschaftliches Versagen. Davon sind wir meilenweit entfernt und auch die Bondsmärkte schätzen die aktuelle Situation als „transitory“ ein: https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?g=IKsg

      Nichtsdestotrotz sollte jeder mindestens 10 % in Gold halten und ein wenig Spielgeld in Bitcoin & Co. kann auch nicht schaden.

      Antworten
      • Carsten Pabst
        Carsten Pabst sagte:

        Hallo Herr Stöcker,
        vielen Dank für Ihre Antwort. Ob 10% oder mehr Edelmetalle ist Ansichtssache.
        Bin aber generell bei Ihnen.
        Nur mit dem Satz Edelmetalle sind eine ultimative Absicherung gegen gesellschaftliches Versagen habe ich so meine Probleme. Was verstehen sie unter gesellschaftlichem Versagen? Wenn sie damit meinen, dass evtl. das Finanzsystem gegen die Wand fährt, wo hat die Gesellschaft versagt?
        Falsch gewählt? Immer alles hingenommen, nicht auf ein besseres Finanzsystem hingearbeitet (welches ist das Beste?). Sie sehen mich das selbst als Laien sehr ratlos. Und wenn wirklich die Gesellschaft versagt, was will ich mit Edelmetallen, auch wenn ich persönlich dazu evtl. neige?! Da ist wohl das Wissen über Gartenarbeit, Schlingen legen und Karnickel schlachten besser. Und wie der Hammer den Nagel trifft auch. Gutes Werkzeug ist nie “transitory”!
        Beste Grüße
        Carsten Pabst

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Carsten Pabst

        Gutes Werkzeug und gutes Handwerk passen immer. 👍 Hab mir gerade einen halb-professionellen Dörrautomaten (Trockenobst, -gemüse, Dörrfleisch) zugelegt und nen guten Messerschärfer. Und für die Fleischbeschaffung ne Wärmebild.

        Und dann noch Karnickel abbalgen/Sau abschwarten/Reh aus der Decke schlagen ordentlich üben und gut ist’s. Essen geht immer. Transitory hin oder her.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Carsten Pabst

        >Da ist wohl das Wissen über Gartenarbeit, Schlingen legen und Karnickel schlachten besser.>

        So ist es.

        Außerdem kann der ERTRAG alles übertreffen, was betriebswirtschaftlich mit höhen Weihen gesalbte Menschen auch nur erahnen.

        Ich habe jedenfalls aus einer Kartoffelknolle in der Erde einen durchschnittlichen Ertrag von 9 bis 10 Kartoffeln erzielt.

        Allerdings:

        Kommt nicht von allein, man muss sich darum kümmern, u. a. auch Kartoffelkäfer „jagen“.

        Das volkswirtschaftliche Problem:

        Bringen Sie mal einem kulturhippen Städter bei, dass er aufs Land ziehen und die Vorteile genießen soll.

        Aussichtslos, da ist kein schicker Italiener um die Ecke.

        Aber sie kommen doch, ich bin sicher:

        Das ist dann der Fall, wenn sie Wertgegenstände, wie Schmuck, Teppiche etc. gegen Naturalien eintauschen wollen.

        Alles zu seiner Zeit.

  4. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Was man, glaube ich, schlussfolgernd sagen kann:

    Ein flexibler, technisch überdurchschnittlich versierter Teil der Bevölkerung, der zudem eine hohe Sensibilität für und ein großes Interesse an NUMERISCH bestimmbaren Werten hat, MISSTRAUT konventionellen UND/ODER dem Zugriff staatlicher Institutionen auf sein Vermögen so sehr, dass er in Kryptowährungen anlegt.

    Damit verbunden darf man des Weiteren einen Herdentrieb unterstellen, d. h. ein Aufspringen von Spekulanten, die sich an die ENTWICKLUNG der Bitcoin-Werte orientieren.

    Was überwiegt, dürfte unklar sein.

    Wie auch immer:

    Das alles muss letztlich nichts besagen.

    Das Leben ist auch nach dem Tulpenhype weitergegangen – mit einem Anlageverhalten, das sich wieder auf konventionelle Werte konzentriert hat.

    Antworten
    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @D Tischer

      Also auf den Konferenzen, in den Communities etc. treiben sich vor allem junge Leute mit häufig ziemlich schlichten Ideen vom Wirtschaftsleben rum. Die sind teilweise trotzdem quasi “zufällig” Millionäre geworden. (Wenn es denn nicht zum großen Crash kommt.)

      Die historische Grundidee von Bitcoin, die Banken/Zentralbanken/Politiker nach dem Crash 2008 ihrer Macht und ihres Zerstörungspotenzials zu berauben, hat halt ähnlich große Sogwirkung (gehabt), wie das Internet in seinen Anfängen oder die Klimathemen heute. Ans Gute glaubende (zT naive) Enthusiasten, die die Welt ihrer Eltern zum Besseren verändern wollen.

      Was mich aktuell viel mehr beunruhigt ist, dass das verdammte Großkapital schon wieder eine neue Spekulationsspielwiese erkannt hat und die Kryptos zum Spielball ihrer Interessen macht. Naive Krypto-Evangelisten, die von abgezockten Großfinanziellen zum eigenen Vorteil benutzt werden. Die Welt bleibt schlecht.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Stoertebekker

        Sind Sie sicher, dass es NUR die Idee war, dem Zerstörungspotenzial des konventionell betriebenen Geldsystems zu entkommen?

        Es mag ja sein, aber in meinen Ohren klingt das doch ein wenig zu idealistisch.

        Hat sich einmal einer der Pioniere, etwa der/die Entwickler von Bitcoin darüber ausgelassen, ob ihre Währung auch ein Zerstörungs- bzw. Beraubungspotenzial hat?

        An das Bereicherungspotenzial glaube ich, nachdem mir von einem Menschen berichtet wurde, der zu der Klientel gehört, die „zufällig“ Millionäre geworden sind (ja „zufällig“, weil die mit ihrer Cleverness hart am Ball geblieben sind).

        Die betreffende Person ist gerade dabei, eine Eigentumswohnung von so um die 120 m² für EUR 1,80 Mio. zu kaufen.

        Versprechen des Verkäufers:

        In 2 Jahren ist die Wohnung 20% mehr wert.

        So läuft’s:

        Es geht anscheinend nur noch AUFWÄRTS hierzulande.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @D Tischer

        Ja, ich bin sicher. Im nullten Block der Bitcoin-Blockchain, also im Urknall, ist die Headline der London Times vom 3. Januar 2009 verschlüsselt enthalten: „Chancellor on the brink of second bailout for banks“. Der ganze Frust über das Leid des kleinen Mannes und das Davonkommen der Verursacher des Desasters (Banken, Politik) entlädt sich in dieser Initialzündung für ein neues Geldwesen.

        Nur leider ist die Großfinanz schon wieder der Reiter und nicht das Pferd…

        Es wäre genial, wenn Satoshi Nakamoto (Pseudonym für den Erfinder) genauso wie banksy bei seinem Bild einen Selbstzerstörungsmechanismus einprogrammiert hätte, der ferngezündet werden kann…

        Naja, hope springs eternal. Und der Grundgedanke einer Blockchain-Währung könnte uns tatsächlich in ein neues besseres Finanzsystem treiben.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Hat sich einmal einer der Pioniere, etwa der/die Entwickler von Bitcoin darüber ausgelassen, ob ihre Währung auch ein Zerstörungs- bzw. Beraubungspotenzial hat?”

        Das würden viele Leute den Entwickler von Bitcoin gerne fragen, aber niemand weiß, wer das ist. Er (?) trat nur online und unter Pseudonym auf. Kennen Sie die Geschichte nicht?

        https://www.coindesk.com/learn/who-is-satoshi-nakamoto/

        “Die betreffende Person ist gerade dabei, eine Eigentumswohnung von so um die 120 m² für EUR 1,80 Mio. zu kaufen. Versprechen des Verkäufers: In 2 Jahren ist die Wohnung 20% mehr wert.”

        In Bitcoin oder in Gold oder in Brüsseler Peseten ausgedrückt? ;)

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Ich weiß, dass der Entwickler nicht identifiziert wurde.

        Aber er oder andere hätten etwas verlauten lassen können.

        Wohnungskauf in Brüsseler Peseten.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @D Tischer

        Der braucht nix verlauten zu lassen (da haben sich schon falsche Leute als er ausgegeben). In dem Moment, in dem von den allerersten geschaffenen Bitcoin auch nur ein Bruchteil bewegt wird, geht die Jagd los. Das ist alles vollkommen transparent und diese Bitcoins stehen unter Dauerbeobachtung.

  5. Alek Mijovic
    Alek Mijovic sagte:

    Guten Morgen zusammen,

    ich bin zwar kein Psychologe, aber ich würde es mal von dieser Seite betrachten:
    Aus meiner Sicht zeugt dies vom schwindenden Vertrauen in Währungen und Institutionen.

    In der Vergangenheit haben Regierungen bewiesen, dass sie wirkungsvoll physisches Gold kontrollieren/konfiszieren können. Bei Kryptowährungen geht das nicht so einfach, bzw. man kann sie ruck zuck verlagern. Das muss nicht mal physikalisch erfolgen, sondern digital halt…

    Ich denke einfach, die “Märkte” (also die normalen Leute) sind ja nicht dumm, sie wissen genau dass hier etwas nicht stimmt und obwohl keiner genau weiß, was auf uns zukommt, weiß jeder dass es weh tun wird. Insofern versucht man sich abzusichern und zu diversifizieren => nach dem alten Spruch: not all eggs in one basket…

    Viele Grüße,

    Alek Mijovic

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Alek Mijovic

      “Aus meiner Sicht zeugt dies vom schwindenden Vertrauen in Währungen und Institutionen.”

      Klar, das Vertrauen in die Regierungen und Zentralbanken ist mittlerweile schon so zerstört, dass “Die Gelddruckmaschine macht brrr” Teil der Internet-Kultur geworden ist: https://knowyourmeme.com/memes/money-printer-go-brrr

      Und das war ganz am Anfang der Corona-Krise. Da fällt der Cryptowährungskauf mit den vom Staat im Lockdown zugeschickten frisch gedruckten Dollars natürlich leicht.

      Antworten
    • Hansjörg Pfister
      Hansjörg Pfister sagte:

      @Alek Mijovic
      “Aus meiner Sicht zeugt dies vom schwindenden Vertrauen in Währungen und Institutionen.”
      Na so schlimm kann es nicht sein, sonst hätten die Stablecoins, vor allem die , die an Fiat – Währung gebunden sind (z.B. Tether), nicht so reüssiert in letzer Zeit. Die Leute stecken ihr Geld in Tether & Co, von dort geht es dann in Bitcoin & Co und wieder zurück, wenn man aus der Spekulation aussteigen will. Da Tether (und auch andere) 1:1 an den USD gekoppelt sind (und angeblich dort mit Cash und Staatspapieren hinterlegt sind), bedeutet das auch ein gewisses Vertrauen in den USD.

      Antworten
    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @Alek Mijovic

      Das, was @Hansjörg Pfister sagt, ist genau richtig. Die stable coins USDT/ TUSD/ USDC/usw. leben vom Vertrauen in die vermutliche Deckung mit USD. Ich glaub das einfach nicht.

      Und die Staaten können – wenn sie denn wollen – sehr wohl drauf zugreifen. Immer dann und immer dort, wo von Krypto in echtes Geld zurückgetauscht wird. Und da verändert sich die Welt gerade. Bestimmte Börsen lassen zB wegen regulatorischer Auflagen keine Ein-/Auszahlungen in EUR oder USD oder CYN mehr zu.

      Und mal ganz ehrlich – wenn ich Staat wäre, fände ich den Abfluss großer Geldmengen in die parallele Kryptowelt mit ihren diversen Falltüren im Moment doch gar nicht so schlecht. Dies Geld ist dem Nachfrage-Kreislauf erstmal entzogen. Und das erste Mantra der Kryptos ist HODL. (halten, halten, halten – nie verkaufen)

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Stoertebekker

        “Und mal ganz ehrlich – wenn ich Staat wäre, fände ich den Abfluss großer Geldmengen in die parallele Kryptowelt mit ihren diversen Falltüren im Moment doch gar nicht so schlecht. Dies Geld ist dem Nachfrage-Kreislauf erstmal entzogen. Und das erste Mantra der Kryptos ist HODL. (halten, halten, halten – nie verkaufen)”

        Dem Staat ist in erster Linie wichtig, dass er die Kryptos besteuern kann.

        Um beim gestrigen Beispiel zu bleiben, Kanton Zug , sei aufgezeigt, wie sich der Staat an diesem Bitcoin-Halter bzw. Händler/Schürfer usw. “bedient” :

        https://www.zg.ch/behoerden/finanzdirektion/steuerverwaltung/kryptowaehrungen

  6. PeterWagner
    PeterWagner sagte:

    Laden Sie zu dem Thema bitte Marc Friedrich ein. Er hat die Kompetenz komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären. Dank seines Buches als auch seines YouTube Kanals bin ich frühzeitig in Bitcoin eingestiegen. Eine Folge mit ihm wäre für uns alle von großem Mehrwert. Vor allem vs. Ihrer Skepsis.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @PeterWagener

      “Dank seines Buches als auch seines YouTube Kanals bin ich frühzeitig in Bitcoin eingestiegen.”

      Ich mag es ihnen gönnen.

      Aber denken Sie auch daran ,was ein erfahrener Bankier ( Hr. Somary ) einst sagte:

      “Den Markt jederzeit verlassen zu können und den richtigen Augenblick hierzu nicht zu versäumen, das ist die eigentliche Kunst des Bankiers.”

      Somary hat seiner Klientel über 2 Weltkriege hinweg ihr Vermögen gesichert/gerettet, weil er vorhersah wie die STAATEN ins verderben laufen und Diese (auch gegen Kapitalflucht) handeln werden.

      https://schweizermonat.ch/wo-wuerden-sie-vermoegen-anlegen/#

      Antworten
    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      @ PeterWagner

      Da Dr. Stelter einen gehobenen Qualitätsanspruch hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass er diesen aufgeregt schwätzenden Crash-Propheten zum Gespräch einlädt. Seit nunmehr 9 Jahren warten wir alle gespannt auf den „größten Crash aller Zeiten“.

      Worin besteht denn Ihrer Ansicht nach der Mehrwert von MF?

      LG Michael Stöcker

      Antworten
  7. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Herzlichen Glückwunsch übrigens zum überaus gelungenen Timing!

    Das Bitcoin-Thema genau für die Woche vorzuplanen und den Podcast zu produzieren, und so weiter, in der Bitcoin ein neues Allzeit-Hoch setzt, das muss man erstmal schaffen. :)

    Und dann auch noch mit Zerohedge-Content, da wird die Reservearmee der prekär lebenden linken Berliner Haltungsjournalisten im gemieteten Wohnklo und ohne Bitcoin-Investments vor Wut schäumen…

    Antworten
  8. foxxly
    foxxly sagte:

    ……. nur weil viele jetzt krypto´s kaufen, muss es noch lange nicht die gute, richtige etc. anlage sein.

    dieser mechanismus der mehrheit, hat schon öfters zu großen verlusten, und katastrophen geführt.
    eine rationalität wird dabei meist “demokratisch” negiert, bzw. bekämpft.

    und grundsätzlich sollte gelten:
    es darf/solte nicht alles was technisch möglich ist, auch gemacht werden. nicht jede form ist sinnvoll und gut.

    Antworten

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