Die EU hat es in der Hand, eine Hunger­krise noch abzu­wenden

Nichts birgt so viel sozialen Sprengstoff wie steigende Nahrungsmittelpreise und Hunger. Die blutigen Unruhen des Arabischen Frühlings 2011 waren eine Folge der Weizenknappheit, ausgelöst durch eine Dürre in China. Von den neun größten Weizenimporteuren der Welt, die allesamt im Nahen Osten liegen, wurden sieben von Unruhen erschüttert. In Ägypten beendete der Preisanstieg von Brot um 40 Prozent die fast 30-jährige Herrschaft von Husni Mubarak. Der syrische Bürgerkrieg hätte ohne die Dürre im Jahr 2009 wohl nie begonnen.

Nur schwerlich lässt sich behaupten, dass der Nahe Osten sich seither zu einer stabilen Region entwickelt hätte. Käme es erneut zu steigenden Getreidepreisen, wäre ein „Arabischer Frühling 2.0“ die Folge – mit noch mehr Konflikten und einer neuen, noch größeren Migrationswelle in Richtung Europa. Ein grausiges Szenario.

Doch genau ein solches Szenario steht bevor. Russland (18 Prozent) und die Ukraine (acht 8 Prozent) stehen für ein Viertel der weltweiten Exporte von Weizen und spielen auch bei anderen Getreidesorten eine entscheidende Rolle auf den Weltmärkten.

Im Angesicht von Krieg, Zerstörung und Sanktionen müssen wir davon ausgehen, dass die Produktion sinken und der Export erheblich geringer ausfallen wird. Schon im November haben Russland und China einen Exportstopp für Düngemittel verhängt, was den Preisanstieg weiter befeuert hat. Hinzu kommt, dass die Weizenvorräte Ende 2021 auf einem Fünfjahrestief lagen.

Der Weizenpreis war schon vor dem Angriff auf die Ukraine deutlich gestiegen und nähert sich wieder dem Niveau des Jahres 2012. Die EU muss schnell und entschlossen handeln, um eine massive soziale Destabilisierung vor unserer Haustür zu vermeiden.

Das reiche Europa kann eher höhere Preise verkraften

Neben einer breiten Förderung des Getreideanbaus in der EU – Frankreich und Deutschland stehen für 15 Prozent der Weltexporte – muss es um die Umleitung relevanter Mengen zulasten des hiesigen Konsums gehen. Die reichere Bevölkerung Europas ist eher in der Lage, höhere Preise zu verkraften und auf alternative Nahrungsmittel auszuweichen als die Bewohner im nördlichen Afrika.

Konkret bedeutet dies, dass die Europäische Union Weizen zu Marktpreisen aufkaufen und verbilligt an unsere Nachbarn auf der anderen Seite des Mittelmeers liefern sollte. In der Folge würden die Preise hierzulande überproportional steigen, und wir müssen zusätzlich noch Steuergeld für die Subventionierung aufwenden. Das ist unpopulär, aber der günstigste Weg, sind doch die Kosten im Vergleich zu den sozialen und finanziellen Lasten neuer Unruhen und Migrationsströme fast vernachlässigbar.

Der Krieg in der Ukraine hat uns schmerzhaft gezeigt, wie wichtig geopolitisches Denken ist. Beim Thema Lebensmittelpreise haben wir Gelegenheit zu beweisen, dass wir die Lektion gelernt haben.

handelsblatt.com: “Die EU hat es in der Hand, eine Hungerkrise noch abzuwenden”, 4. März 2022

Kommentare (75) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    @foxxly
    Man, man, man. Lesen Sie auch andere Beiträge? Für die Weizenernte 2022 braucht man kein Saatgut mehr. Der Weizen IST schon in der Erde.

    @Alexander
    Niemand wir Russland verbieten, Weizen zu verkaufen. Selbst in Hochzeiten des Embargos wurden ernährungsrelevante Exporte in den Iran genehmigt (ich kenne Futterzusatzstoffe für Geflügel).

    @alle
    Die Weizenpreise (Export) sind in Russland auf ein Sechs-Monats-TIEF gefallen (https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/kriegsausbruch-jagt-weizenpreise-decke-330-euro-590639).
    Das größte Problem scheint die Sorge um die Logistik. Wenn ich wüßte wie, würde ich mit kleinem Geld auf fallende Weizen-/Getreidepreise spekulieren…

    Ruhe bewahren.

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    • Alexander
      Alexander sagte:

      @Stoertebekker

      ( Klammer ) Preise meint was?

      https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/02/PD22_N010_51.html

      “Zwischen Russland und Deutschland werden primär Rohstoffe, Fahrzeuge und Maschinen gehandelt. Deutschland importierte 2021 vor allem Erdöl und Erdgas im Wert von 19,4 Milliarden Euro – das war ein Zuwachs um 49,5 % und machte 59 % aller Einfuhren aus Russland aus. Außerdem lieferte Russland vor allem Metalle (4,5 Milliarden Euro, +72,1 % gegenüber 2020), Mineralöl- und Kokerei-erzeugnisse (2,8 Milliarden Euro, +23,0 %) sowie Kohle (2,2 Milliarden Euro, +153,0 %) nach Deutschland.”

      Als -who ist who- wo demnächst die Preise durch die Decke gehen, weltweit.

      Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ stoertrekker
      man man man?
      was bitte sät man jetzt im frühjahr an? sommergetreide (zb gerste weizen, hafer), sommerraps sonnenblumen und mais.
      es ist ja auch nicht alles exportware!
      wahrscheinlich mehr als 60% der ackerfläche wird im frühjahr angesät!
      also bitte!

      Antworten
  2. Alexander
    Alexander sagte:

    Nicht der Krieg steigert (Weizen) Preise, sondern das Embargo gegen Russland.

    Warum?

    Weil der Krieg schon vorbei war als Selenski seinen Volkssturm bewaffnete. Das letzte Aufgebot bewaffnet man genau so, vermutlich 25.000 Stück Schrott – der für die Kreigsfreiwilligen Köche / Kellner fehlt. Wie groß der Bedarf ist, kann Selenski nicht eingestehen – ohne die Niederlage anzuerkennen.
    NVA Fliegerfäuste und Panzerabwehrwaffen taugen nicht, wenn die gezeigten 70er Jahe Sowjetpanzerwracks abgeschossene ukrainische Bestände waren – und die Besatzungen kaum ausgebildeter Jünglinge an die Front geworfen wurde, vgl. Volkssturm Kiew.

    Was Selenski wollte war der Kriegseintritt der Nato, die aus bestimmten Gründen bei Solidarität verbleibt.

    Nun straft der Westen die ganze Welt mit einem Embargo über alle russischen Waren, natürlich auch die ungestörten Saaten und Ernten der Ukraine unter russischer Besetzung/Verwaltung.

    Mit dem Überlaufen der letzten Kritiker ins Lager von magic money, steht auch die Zukunft des Euro fest – er kommt weg.

    Läuft.

    Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ alexander
      es ist die große frage, ob in der ukraine heuer genügend saatgut zur aussaat zu verfügung steht?
      oder dieses auch vom embargo betroffen ist.
      das meiste saatgut ist von wenigen monopolisierten weltweiten unternehmen zu beziehen.
      es ist zudem genverändert und ein eigener nachbau bringt sogut wie keine erträge!

      Antworten
    • jobi
      jobi sagte:

      @Alexander

      “Nun straft der Westen die ganze Welt mit einem Embargo über alle russischen Waren, natürlich auch die ungestörten Saaten und Ernten der Ukraine unter russischer Besetzung/Verwaltung”

      Der Westen, allen voran die EU, scheint noch nicht realisiert zu haben, dass sie sich an allen Fronten in der Defensive befindet.

      Die Hoffnungen=Illusionen der Gelddruck-Fraktion sterben zuletzt.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @toll

        “Dann kann Putin ja etwas gegen den Welthunger tun und sich zurückziehen.”

        ..sobald die Ukraine und ihre Partner zur Vernunft kommen, ist die Intervention vorüber und der Welthunger wird ausbleiben.

      • toll
        toll sagte:

        Es wird mit dem brillanten Strategen keine Rückkehr zu der Zeit vor seinem schwachsinnigen Krieg geben. Wenn ihm also was an Russland liegt, dann weis er dass er selbst das Problem ist. Ihm liegt aber nur etwas an sich selbst, weil er ein schlechter Staatsmann ist.

  3. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    bto: “Konkret bedeutet dies, dass die Europäische Union Weizen zu Marktpreisen aufkaufen und verbilligt an unsere Nachbarn auf der anderen Seite des Mittelmeers liefern sollte.”

    Widerspruch auf ganzer Linie, Herr Dr. Stelter! Das ist kurzsichtig, mutlos und herablassend gegenüber den Importländern und respektlos gegenüber der tapferen Ukraine!

    Mein Vorschlag:

    Die ägyptische Regierung fragt den ukrainischen Präsidenten offiziell, ob es zur Unterstützung des Weizenanbaus, auf den das ägyptische Volk zwingend angewiesen ist, der ukrainischen Armee als Ernteschützer militärisch beistehen soll, damit deren Bauern ungestört arbeiten können. Von den 450.000 ägyptischen Soldaten und 250.000 Paramilitärs werden die besten 100.000 Mann in die Ukraine entsendet, bei Bedarf weitere 200.000. Nur Heer, keine Luftwaffe oder Marine. Alternativ “freiwillige Zivilisten”, wenn man völkerrechtlich korrekt sein will, die die Ukraine mit Lebensmitteln bezahlt. Alle mit tragbaren Waffen wie Panzerfäusten oder MGs, Stinger oder ähnlichem. Aufgrund der ägyptischen Wehrpflicht wird der Ukraine bei fehlendem schnellen Abwehrerfolg die Teilmobilmachung angeboten, wodurch eine weitere Million Mann mobilisierbar wären. Russischer Boden wird von den Ägyptern nicht betreten, sie wollen nur den Weizenanbau der Ukraine unterstützen und einen indirekten Genozid an den eigenen Landsleuten durch Verhungern verhindern. Die muslimischen Brudervölker wie z.B. die Türkei oder Tunesien, die ebenfalls von ukrainischem Weizen abhängen, werden zum Mitmachen aufgefordert. Die oberste sunnitische Autorität Ahmad al Tayyib in Kairo fordert die Muslime in den 5 muslimisch geprägten ehemaligen Sowjetrepubliken zur Solidarität auf, ebenso die reichen Brüder in Saudi-Arabien, Kuwait und Co, die kein Interesse an Millionen hungriger Flüchtlinge in der Nachbarschaft haben sollten. Sie mögen das der russischen Regierung ausrichten. Die Bezahlung der muslimischen Kämpfer erfolgt durch die Ukraine in aktuellem und künftigem Weizen.

    Begründung an Russland, das darüber vollständig und schonungslos informiert wird: Sorry, aber wir dürfen unsere eigene Bevölkerung nicht hungern lassen, sucht nach einer anderen Lösung bei Eurem Streit mit den Ukrainern, der uns solange piepsegal ist, solange der Weizen zu uns fließt. Wenn wir schon Tote haben werden, dann lieber 15.000 tote Soldaten im ehrenhaften Kampf für die Ukraine als 100.000 verhungerte Kinder durch Feigheit zu Hause. Ihr bekommt eine Frist für einen Waffenstillstand bis zum 1.4.2022, damit die Aussähzeit nicht überschritten wird. Beeilt Euch mit der Entscheidung, in der Ukraine beginnt das Frühjahr.

    Utopie? Keine Ahnung, aber so und nur so werden die Russen m.E. verstehen, dass genug genug ist. Die EU muss den arabischen Führern kein Geld zahlen, sondern die harten Konsequenzen für ihr eigenes politisches Überleben ab Herbst sehr deutlich machen, die haben das m.E. noch nicht ganz durchdrungen, dass sie nicht warten sollten, bis der Hunger ins eigene Land gekommen ist. Denn dann protestieren die Völker gegen ihre eigene Regierung wie 2011, nicht gegen die Russen. Und das sollten alle arabischen Sender und Koranschulen verbreiten, dann möchte ich mal sehen, wie lange sich Herr Putin mit seiner Strategie zu Hause noch halten kann. Russland hat 144 Millionen Einwohner, davon 14 % Muslime, aber weltweit gibt es 1,8 Milliarden Muslime. Diesen Konflikt dürfte sich sogar der Kreml überlegen. Emirates und Egypt Air richten für Bewaffnete eine kostenlose Pendelroute Kairo – Lwiw ein, alternativ Kairo – Warschau. Was ich bei evtl. militärischen Drohungen Russlands gegen Ägypten empfehlen würde, kann ich aus juristischen Gründen nicht äußern.

    So, und jetzt gerne Kritik bis zum Abwinken aus diesem Deutschland 2022, das fast nur noch finanzielle Lösungsversuche gegen Unterdrückung und Kriegsverbrechen kennt.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Susanne Finke-Röpke

      >Utopie?>

      Ja – und die Einladung an Russland, den Krieg auf Nordafrika auszuweiten.

      >So, und jetzt gerne Kritik bis zum Abwinken aus diesem Deutschland 2022, das fast nur noch finanzielle Lösungsversuche gegen Unterdrückung und Kriegsverbrechen kennt.>

      Die finanziellen Lösungsversuche bedeuten reale VERZICHTLEISTUNGEN unserer Bevölkerung.

      Das ist etwas anderes als das nur abstrakte FINANZIELLE.

      Außerdem:

      Wir liefern auch Waffen derart, dass der Krieg nach Einschätzung UNTERHALB einer Auseinandersetzung mit Nuklearwaffen bleibt.

      Wir haben nicht mehr allzu viele Optionen, wenn wir uns nicht selbst in eine prekäre Lage bringen wollen.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Frau Finke-Röpke

      Das ist eine sehr… originelle… Idee, die allerdings weder von Ägypten noch von der Ukraine oder Russland aufgegriffen werden wird. 100000 zusätzliche ägyptische Soldaten oder gar irreguläre Freischärler (die werden oft einfach erschossen und nicht wie normale Kriegsgefangene behandelt, weil die Konventionen zum Schutz für Kriegsgefangene für sie nur in Ausnahmefällen gelten), die in der Ukraine die Landwirtschaft bewachen, würden schlicht für unbeherrschbares Chaos sorgen.

      Wie sollten die Ägypter beispielsweise reagieren, wenn die ukrainische Armee ihnen erklärt, dass sie jetzt unbedingt durch diese Weizenfelder hindurch fahren müssen weil das aus irgendwelchen militärischen Gründen gerade dringend erforderlich ist? Schießen die dann auf die Ukrainer und treten plötzlich gegen den Staat, der sie ins Land eingeladen hat, in den Krieg ein?

      Tatsächlich sind die Kräfteverhältnisse zwischen Nahrungsmittelimporteuren und Nahrungsmittelimporteuren auch ganz andere. Entwicklungen auf dem globalen Markt für Sonnenblumenöl, normalerweise ein Nischenthema für echte Feinschmecker, zeigen ihnen, wo der Hase wirklich lang läuft:

      “Erdogan did not rule out the possibility of using the ruble in trade
      March 7, 2022

      Turkish President Recep Tayyip Erdogan announced in a telephone conversation with Russian President Vladimir Putin the possibility of using the Russian ruble in trade, RIA Novosti reported, citing A Haber TV channel.

      The telephone conversation between the presidents of Turkey and Russia, in which the main topic of discussion was the conflict in Ukraine, took place on Sunday and lasted for about an hour.

      Turkish President Recep Tayyip Erdogan has said that Turkey and Russia can use the ‘dollar, euro, ruble, gold and yuan in trade,’ and that the Russian president will order 30 ships loaded with sunflower oil, which are now in the Sea of ​​Azov.” – reported the TV channel.”
      https://www.reporter.am/erdogan-did-not-rule-out-the-possibility-of-using-the-ruble-in-trade/

      Spätestens wenn unsere Inflationsrate bei 50% pro Jahr ist, wird Habeck auch solche Telefonate mit Putin führen – und Ägypten schon viel früher.

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @R Ott

        Nehme an, dass Putin die Rubel nicht will… Da hat Erdogan schlau einen vermutlich früheren Vorschlag Putins zum denkbar günstigsten Zeitpunkt für sich selbst aus der Schublade geholt.

        In solchen Situationen sieht man sehr schön, dass jedem das eigene Hemd am nächsten ist. Und wenn Erdogan zum Handelsdrehkreuz für russische Nahrungsmittel wird, sind wir wieder in Zeiten der Seidenstraße und der Karawansereien… 🐫

  4. Johann Schwarting
    Johann Schwarting sagte:

    @bto

    “Der Krieg in der Ukraine hat uns schmerzhaft gezeigt, wie wichtig geopolitisches Denken ist.”

    “Es ist wichtig, diese [folgenden] Grundzusammenhänge immer wieder zu verdeutlichen.” wie ‘bto’ am 4. 2. 2018, 19:32 zum Ausdruck brachte.

    Um19:28 desselben Tages hatte ich ausgeführt, dass die aus debitistischen Gründen wachsenden Verschuldungssummen (Stichwort: ‘Vorher-Nachher-Problem’) auch eine Erweiterung der Haftungsräume erzwingen – @Alexander erkannte sehr richtig: “Haftung ist das Maß der Dinge.” Die Haftungsräume werden gemäß dem Debitismus unvermeidlich nach außen erweitert – nach innen geht es nicht so leicht, weil die Räume besetzt sind.

    Aus den deutschen Kleinstaaten mit den vielen Währungen wurde im 19. Jh. das Deutsche Reich mit der Reichsmark – die Haftungsräume der Kleinstaaten fusionierten zum einem Gesamthaftungsraum. Caesar hatte mit der Eroberung Galliens den Haftungsraum für seine Verschuldung expansiv zu einem Imperium erweitert – die Annahme, dass es um die Verbreitung der kulturellen ‘Werte’ der römischen Zivilisation ging, ist eine reine Simulation.

    Die Schulden der Stadt Göttingen wurden vor vielen Jahren teilweise vom Land Niedersachsen als höherer Systemebene übernommen. Ähnliches galt für die Länder Bremen und Saarland, die teilweise von der nächsthöheren Systemebene Bund ‘entschuldet’ wurden – die Schulden wurden hochgebucht. Für die Schulden der Euro-Länder bedeutet das ebenfalls, dass durch die politische EU eine neue Systemebene als gemeinsamer Haftungsraum aller EU-Mitgliedstaaten entsteht.

    Aus der Logik des Ablaufs im Gesamtsystem gibt es kein Entrinnen – PCMs Sätze: “Heute ist weltweit Bagehot total: Alle Staaten werden für alle Staaten…, weil dann allen etwas zustößt.” hatte @Alexander schon angeführt. Es ist TINA, dass der Euro die nationalen Währungen in Europa ablöst.

    Die Zentralmachtsysteme stehen wegen der debitistischen Logik – völlig unabhängig von den konkreten politischen Mandatsträgern – unter dem ständigen expansiven Druck, ihr Potenzial zu besichern.

    In PCMs Worten, die den debitistischen Code beinhalten: “Bei der Macht entscheidet nicht die Ausübung derselben, sondern deren Beibehaltung. Dies bedeutet automatisch Expansion.”

    Nachträglich zur vorgestrigen Feststellung in ‘bto’: “Die Realeinkommen sinken. So einfach ist das.” die folgenden Ausführungen aus hermetischer Sicht:

    “Es gilt zu verstehen: Der über den Kredit ermöglichte Zugang zum Geld kann nicht mehr (war nur zeitlich befristet möglich!) an eine gegenwärtig vorhandene Sache (Coin, Gold etc.) gekoppelt werden. Die Geldverteilung ist heute ausschließlich von den Erwartungen der Zukunft abhängig (zeitlich offenes System, Vorgriff, Aufschub). Weil das debitistische System als solches nach jeder inflationären Geld-/Potenzialauskehrung eine deflationäre Wiedereinkehrung (Tilgungsdruck und Verschuldungsunfähigkeit) des einmal durch Kredit geschöpften Geldes erzwingt, weil alle geldpolitischen Entstehungsprozesse an Laufzeiten geknüpft sind (endlich sind), sich das System als solches jede über den Kredit in das System eingebrachte Geldeinheit über selbigen Kontrakt “mit der Laufzeit” wieder entziehen muss (das Prinzip der Schwingung, Aus- und Wiedereinkehrung).”

    Quelle: https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=578838

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Johann Schwarting

      >Die Zentralmachtsysteme stehen wegen der debitistischen Logik – völlig unabhängig von den konkreten politischen Mandatsträgern – unter dem ständigen expansiven Druck, ihr Potenzial zu besichern.>

      und

      >Die Haftungsräume werden gemäß dem Debitismus unvermeidlich nach außen erweitert – nach innen geht es nicht so leicht, weil die Räume besetzt sind.>

      „Besicherung durch UNVERMEIDLICHE expansive Erweiterung“ – das ist mal wieder GROTTENFALSCH.

      Hat China eine Besicherung durch EXPANSIVE Erweiterung seines Territoriums vorgenommen in den letzten Jahrzehnten?

      Hat es nicht.

      Es hat „expandiert“ indem es SEINE Bevölkerung mit Hilfe westlicher INVESTITIONEN und durch westliches KNOW-HOW produktiver werden ließ und DADURCH den Wohlstand der Bevölkerung vermehren konnte.

      Das chinesische Sachvermögen ist gestiegen und wird BESICHERT durch die WETTBEWERBSFÄHIGKEIT Chinas – bis jetzt jedenfalls.

      Kurzum:

      Nachprüfbare empirische Evidenz widerlegt Ihre Behauptungen.

      Sie sind ein DOGMA ohne ERKENNTNISWERT.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ jobi

        LESEN, bevor Sie urteilen.

        WO habe ich jemals debitistische Zusammenhänge abgelehnt?

        Nirgends – oder habe ich jemals bestritten, dass die realwirtschaftlichen Investitionen durch Kredite, d. h. Verschuldung finanziert werden?

        Ich bestreite die URSACHENBESTIMMUNG, die J. Schwarting vornimmt.

        Dabei beziehe ich mich auf das, was ER sagt – NICHT auf IRGENDEINEN Debitismus.

        Daher:

        „DOGMA ohne ERKENNTNISWERT” bezieht sich auf den Beitrag von J. Schwarting und sonst NICHTS.

        Wenn Sie mich kritisieren wollen – gern, aber dann BEGRÜNDEN Sie, welche meiner obigen Aussagen FALSCH sind.

        Ist das, was ich über China gesagt habe falsch?

        Wenn nicht, fragen Sie sich, Sie sich nicht mit Ihrer Aussage disqualifiziert haben.

        Erstaunlich, dass ich gerade Sie dazu auffordern muss.

        Denn ich schätze Ihre Beiträge.

      • Johann Schwarting
        Johann Schwarting sagte:

        @jobi

        Vielen Dank für den Link!

        Es geht um das Problem der Reiche, ihre Machterhaltungskosten externalisieren zu können bzw. mangels entsprechender Außenmacht-Mittel internalisieren zu müssen.

        “Im Laufe dieses Prozesses greift das Kernproblem (wie Macht ex ante finanzieren?) immer stärker. Ende: Die weltweite deflationäre Depression. Die gab’s immer wieder – man denke nur ans Silber-ATH (gemessen in anderen Waren, Leistungen) ca. 1470. Anschließend die Revolten, z.B. in Deutschland.”

        Dazu Paul C. Martins Ausführungen in

        Quelle: https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=278532

    • Alexander
      Alexander sagte:

      @Johann Schwarting

      “Die Haftungsräume werden gemäß dem Debitismus unvermeidlich nach außen erweitert”….

      Folgerichtig die EU Osterweiterung, um mit den Waren/Dienstleistungen auch gleich Finanzierungen zu verkaufen.

      Selbstverständlich erfodern solche Investitionen gewissen Schutz, damit logischerweise der NATO Beitritt aller EU Mitgliedsländer….

      Die russische Förderation hat diesem Wachstum ein Ende gesetzt.
      Es sieht nicht so aus, als ob die EU oder ihre Teilrepubliken die Kraft haben sich mit dem russichen Bären auf einen Tanz zu wagen, obwohl man ausdrücklich aufs Parkett gebeten wurde.

      Antworten
    • Johann Schwarting
      Johann Schwarting sagte:

      @jobi

      Paul C. Martin hat schon vor fast 18 Jahren über das Problem der Internalisierung der amerikanischen Machterhaltungskosten geschrieben.

      “Da Machterhalt immer Staatskonsum ist, und der nicht ewig per Vorabbezug von Einnahmen (nachdem es keine Externalisierung mehr gibt) zu finanzieren ist, kann dem US-Imperium, wie allen anderen in der Geschichte davor auch, das Ende prophezeit werden. Noch läuft die Maschinerie und wir schauen amüsiert zu, wie lange noch und lassen uns gern von neuen Strampel-Varianten der Macht aller Staaten zum Zwecke ihres Machterhalts überraschen.”

      “Derweil empfiehlt es sich, selbst die eigenen ‘privaten’ Machterhaltungskosten (= Einkommen zum Lebenserhalt) zu thesaurieren. Die einen nehmen dazu GZ (vorläufig zumindest noch), die anderen gehen in ‘Physisches’, wobei deren Risiken nicht nur in den Märkten für Thesaurierungsmittel, sondern auch in deren Expropriation liegen. Wer am Ende obsiegt, ist die große Frage. Aber kommt Zeit, kommt Rat. Noch läuft’s ja einigermaßen.”

      “Aber die Zeit wird knapper. Und die Lage von Argentinien bis Afghanistan zu studieren, ist lehrreich. Prolongieren (IWF) bzw. fremde Machterhaltungskosten auf die eigene Verschuldung umzubuchen, hat seine Grenzen. So etwas, wie ein ‘sich selbst tragendes Wachstum’ und dies weltweit oder gar ‘auf Dauer’ (Fukuyama usw.) ist und bleibt eine Fiktion. Je länger zugewartet wird, um so donnernder wird sich das unlösbare Problem des Staates als mit bewaffnetem Binnen- und Außenzwang operierende Institution entladen. Vae victis!”

      Think!

      Quelle: https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=264730

      China kann sich noch per Handelsbilanz usw. eine weitere Zeitlang um das Problem herummogeln, dass es selbst bzw. seine Bürger die Machtkosten tragen müssen.

      Antworten
  5. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Hab das hier schon mehrfach erwähnt, @Hansjörg Pfister ebenfalls. WINTERgetreide ist bereits in der Erde.

    Hat mir keine Ruhe gelassen, deswegen mal nachgeschaut.

    a) 95% des ukrainischen Weizens ist WINTERweizen.
    b) 25-50% des ukrainischen Maises werden als Frucht geerntet, der Rest geht in Silage etc.

    Dh wenn auf dem Land nicht gekämpft wird, kann der Weizen gepflegt und geerntet werden, der Mais gedrillt, gepflegt, geerntet. Blieben die Lager- und Transportprobleme…

    @Hansjörg Pfister

    1.) Flächenstillegung gibt es noch, aber nicht mehr zwangsweise (ich glaube, seit um 2010 nicht mehr). Im Moment gibt’s Prämien für Blumenwiesen und so Sachen. Wieviel Prozent das in Summe sind, weiß ich nicht, aber 10-15% scheint mir deutlich zu hoch. Diese Flächen könnten in der Tat jederzeit wieder bewirtschaftet werden.

    2.) Ein guter Landwirt arbeitet mit Fruchtfolgen, um den Boden nicht zu sehr auszulaugen. Insofern könnte es Schwierigkeiten geben, auf den für Mais vorgesehenen Flächen Weizen anzubauen, wenn im Vorjahr Weizen drauf war. Allerdings wird mit Dünger und Bodenbearbeitung der frühere Fruchtfolge”zwang” ein Stück weit ausgehebelt.

    3.) Unabhängig davon wäre auch als Frucht geernteter Mais für die Welt ein Segen. Also einfach Mais anbauen wo geplant und dann NICHT in die Biogasanlage fahren, sondern als Korn ernten. Bei uns (in einer Ecke von MV) gibt es ohnehin noch riesige Überhänge aus dem letzten Jahr (gute Ernte, jede Menge Grünmasse noch in den Silos). Tierfutter muss dann über andere Quellen kommen – wenn die Wiesen gut wachsen sollten, hälfe das.

    PS Hier noch die Quelle für die ukrainische Landwirtschaft: http://wdc.org.ua/en/node/29

    Antworten
  6. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    “Konkret bedeutet dies, dass die Europäische Union Weizen zu Marktpreisen aufkaufen und verbilligt an unsere Nachbarn auf der anderen Seite des Mittelmeers liefern sollte.”

    Die oekonomische Loesung sieht anders aus. Subventionierter Weizen fuehrt zu den ueblichen Verzerrungen (Verknappung, Schwarzmarkt, Korruption etc.). Wenn man den betroffenen Staaten helfen will, dann durch direkte Zahlungen. Wo die Regierungen mit solchen Zahlungen umgehen koennen, kann man direkt die Regierungen unterstuezten. Die wissen besser als “wir”, wozu sie das Geld ausgeben. Der Krieg wird ja viele Folgen haben, nicht nur hoehere Weizenpreise.

    Wo man den Regierungen nicht traut, kann man direkte Zahlungen an die armen Bevoelkerungsschichten vornehmen. Die wissen auch besser als wir, wozu sie in diesen Zeiten das Geld brauchen.

    Noch eine Anmerkung, die nicht auf Herrn Stelter gemuenzt ist. Es gibt hier so eine Stahlhelmfraktion, die sich letztes Jahr nicht entbloedet hat, als AfD-Wahlkampfhelfer aufzutreten. Jetzt spielen sie Buettel fuer russische Kriegspropaganda und machen sich zu nuetzlichen Idioten eines Gewaltregimes, das nach Innen und Aussen die Menschenrechte mit Fuessen tritt. Genau wie ich profitieren Sie alle von unserem freien, liberalen System. Das zu erkennen, scheint schon eine intellektuelle Ueberforderung darzustellen.

    Antworten
    • Sven
      Sven sagte:

      ich kann mich dem nur anschließen – die Kommentare zu den Artikeln werden immer gruseliger. Bin mir auch nicht sicher ob dass nicht doch ein Thema für Herrn Stelter ist, mittlerweile wird das hier zunehmend ein Tummelplatz für außerst obskure Meinungen, was es mir zunehmend verleidet überhaupt noch bei BTO vorbei zu schauen. Und irgendwas von hier zu im Freundeskreis zu teilen traue ich mich mittlerweile auch nicht mehr, da die Kommentare immer mehr nach braunem Sumpf riechen

      Antworten
    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      @Rolf Peter

      Ich schreibe zu dem Thema kaum, weil ich kaum Kluges dazu beizutragen haben – anders als die großen Versteher von allem, die den jetzigen Krieg als sicher zwangsläufiges Ergebnis westlicher Fehler deklarieren.

      Dennoch stimmt etwas: Westliche Politik über Jahrzehnte hat den jetzigen Konflikt unter die wahrscheinlicheren Geschichtsverläufen eingereiht und das mit Absicht, weil man selbst auch eine Strategie verfolgt hat.

      Das rechtfertigt nicht, was Putin tut, aber es zeigt auf, dass man sich nicht mit Verweis auf Putins Schuld einen schlanken Fuß machen kann, als hätte man nichts zum Konflikt beigetragen.
      Wenn man weiß, dass das, was man tut oder unterlässt, Konfliktpotentiale schafft, ist man immer mitverantwortlich.

      Dass bei einigen Kommentaren jetzt recht unsubtil durchdringt, dass Putin fast zum Einmarsch genötigt wurde, ist aber Quatsch und es ist bezeichnend, dass das immer jene Kommentatoren sind, die sonst nicht libertär (und wirtschaftlich neoliberal) genug daherreden können.

      Bei der verfahrenen Situation wird jetzt besonders gerne über Schuld statt über Lösungen geredet und deshalb bin ich auch nicht gewillt, hier kluge Vorschläge abzulassen:
      Ich habe keine Idee, wie man akut die Situation lösen kann, ohne dass eine der Seiten subjektiv nicht hinnehmbare Zugeständnisse machen müsste. Und da geht es ganz oft um Gesichtsverlust und das Demonstrieren von Haltung, seltener um Sachorientierung.

      Aber ich lese hier und woanders mit und lass mich durch die Allesversteher belehren, die das Ganze voll geblickt haben. Davon haben wir so viele, dass man sich fragt, wie es überhaupt dazu kommen konnte…

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Ch Anders

        Kleine Nebenbemerkung dazu. Auf die Frage, was er glaube, was Putin vom Westen erwartet, hat der Russland-Korrespondent (Russe) des Economist am letzten Freitag gesagt:

        “Ganz klar. Einen Anuf von Biden mit dem Vorschlag in Jalta eine Konferenz einzuberufen, an der Russland, die USA, ggfs. UK und F teilnehmen und auf der das Schicksal der Ukraine, der baltischen Staaten, von Moldawien und Georgien diskutiert wird.”

        Und auf die Frage, wen Putin als Regierungschef einsetzen würde: “Janukowitsch.”

        Verstehe einer die russische Seele.

        Aber wenn Sie die Möglichkeit haben – der Economist wird die Subscriber-Only-Events zur Ukraine wohl fortsetzen. Lohnt sich. Eine Stunde zoom mit vielen Fakten und Einschätzungen.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Stoertebekker

        Die baltischen Staaten DURFTEN lt. von Russland unterschriebenen Vertrag von 1997 SANKTIONSFREI für die Mitgliedschaft und den Beitritt zur EU entscheiden.

        Haben sie getan und ist erfolgt.

        Mit folgenden KONSEQUENZEN für Russland:

        ÜBERFALL auf Russland, Vertreibung von KOMMUNISTEN auf russischem Boden, BEWAFFNUNG von Oppositionellen etc.?

        Nicht dergleichen, soweit ich weiß.

        Sondern:

        HANDEL mit Russland auf der Grundlage REGELBASIERTEN Handelns.

        Und jetzt kommt einer, der über ihr Schicksal diskutieren will!

        Der Westen müsste BESCHEUERT sein, über das SCHICKSAL der baltischen Staaten zu diskutieren.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        “Ganz klar. Einen Anuf von Biden mit dem Vorschlag in Jalta eine Konferenz einzuberufen, an der Russland, die USA, ggfs. UK und F teilnehmen und auf der das Schicksal der Ukraine, der baltischen Staaten, von Moldawien und Georgien diskutiert wird.”

        Ich kann mir ja vorstellen, dass die Economist-Redaktion in London bei solchen Moskauer Korrespondentenfantasien schon erregt säftelt und gleich den Cartoonisten für die Titelseite anruft, aber wie kommt der Korrespondent darauf? Dass er auch ein Russe ist, finde ich als Beleg ein bisschen dünn. Gibt es dafür irgendeine Primärquelle? Eine Putin-Rede vielleicht, oder ein Papier der russischen Regierung?

        Um das aus der neuen “Stewardessen”-Rede (es waren wohl auch Pilotinnen dabei, aber geschenkt) von vor einigen Tagen herauszuinterpretieren, fehlt mir die Fantasie. Dort sagte Putin über seine Kriegsziele im Wesentlichen das, was er eigentlich immer sagt (Ukraine entwaffnen, entnazifizieren und einen neutralen Status für die Ukraine erzwingen), aber für Leute, die sonst den Economist lesen, ist es vielleicht ganz interessant, dem Gedankengang einmal etwas länger zu folgen:

        https://www.youtube.com/watch?v=dT_W0Cs-wjs

        “What is going on now? I have already mentioned our objectives in this operation. First, of course, is to protect the people living in Donbass. How? By demilitarizing and denazifying Ukraine as well as establishing its neutral status. Why? Because the neutral status means Ukraine will not be joining NATO. They have it written in the Constitution that the country will be joining NATO. You understand – they have included that into the Constitution!”

        Und ein bisschen vorher:

        “Now listen. I will now say something that may sound rough but the situation compels me to say it. You know that occasionally in some regions packs of stray dogs attack people, injure or even kill them (this is a separate problem, and it is for the local authorities to deal with). But then these animals are poisoned or shot dead. But people of Donbass are not stray dogs. Approximately 13,000-14,000 people have been killed during these years. Over 500 children have been killed or injured. But what is particularly intolerable is that the so-called “civilized” West has preferred all these years to look the other way. All these years – 8 years! Eight years! [die Zahlen erscheinen mir realistisch, die OSZE-Berichte habe ich ja nun oft genug hier verlinkt, auch wenn die niemand lesen will und unsere westliche Kriegspropaganda sie seit Jahren ignoriert]

        Moreover, lately the Kiev authorities started to say openly and publicly that they are not going to fulfill the Minsk agreements. They are saying this from the TV screens and online. They are saying this everywhere on the record: We don’t like them; we will not do it. And all this time, Russia has been accused of not fulfilling the agreements. This is simply nonsense; the theater of the absurd; white is called black and black is called white. Lately, things got even worse. Actually, the talk has started long ago, but intensified of late. More and more often we hear that Ukraine would be admitted into NATO. Do you understand what this could lead to? Or can lead to still?

        If Ukraine is a NATO member, then according to the North Atlantic Treaty, all other members must support the country in case of a military conflict. No one besides us has recognized Crimea as a Russian territory. They are conducting military operations in Donbas but also could move onto Crimea, and in such case we would have to fight with the whole of NATO. What is that? Do you understand the consequences? I think everyone understands.”

        Das klingt nicht so, als ob eine strategische Neuordnung des gesamten Großraums an der Südwestgrenze Russlands auf der Agenda steht; die Ukraine-Frage irgendwie zu lösen, wird schon kompliziert genug.

        “Und auf die Frage, wen Putin als Regierungschef einsetzen würde: ‘Janukowitsch.'”

        Das wiederum ist schon deutlich realistischer. Wobei die wirklich interessante Frage ist: Regierungschef von was genau? Von welchem Territorium mit welchem rechtlichen Status?

        “Aber wenn Sie die Möglichkeit haben – der Economist wird die Subscriber-Only-Events zur Ukraine wohl fortsetzen. Lohnt sich. Eine Stunde zoom mit vielen Fakten und Einschätzungen.”

        Na, bis jetzt haben Sie mich mit Ihrer Nacherzählung eher abgeschreckt.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @R Ott

        Das war nicht so ernst gemeint, wie Sie und @D Tischer das jetzt nehmen. Er hat das seufzend gesagt und dann auch erklärt, dass Putin offenbar auf diese historischen Analogien steht – wenn sie denn wichtig für die Geschichte waren. Scheint unter abgehobenen Staatschef sowas häufiger zu geben.

        Hitler hat den Eisenbahnwagen der Kapitulation von 1918 doch 1940 auch noch mal entmottet, um die Franzosen beim Waffenstillstand zu demütigen.

        Und die aktuellen Verhandlungen laufen in Weißrussland, dort wurde auch der Zerfall der Sowjetunion besiegelt.

        Aber nochmal, das war nicht ganz ernst gemeint und sollte als kleine Einordnung in die Historie dienen. Zumal UK/F heute wohl weniger wichtig wären als NATO oder EU.

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Rolf Peter

      >Wenn man den betroffenen Staaten helfen will, dann durch direkte Zahlungen. Wo die Regierungen mit solchen Zahlungen umgehen koennen, kann man direkt die Regierungen unterstuezten… Wo man den Regierungen nicht traut, kann man direkte Zahlungen an die armen Bevoelkerungsschichten vornehmen.>

      Kommt darauf an.

      Wenn es zu nicht voraussehbaren, großen Verwerfungen in den Empfängerländern kommt, dann werden direkte Zahlungen dafür eingesetzt, irgendwelche subjektiv vom Staat oder den Bevölkerungen als dringend angesehene Probleme zu vermeiden oder zu lindern.

      Das ist zu erwarten und normalerweise nicht zu beanstanden.

      WIR verbinden mit unserer Unterstützung aber ein UNS betreffendes ZIEL:

      KEINE Migration nach Europa bzw. in die EU.

      Wenn es wirklich schlimm wird in diesen Ländern, ist die VERFÜGBARKEIT von Lebensmitteln in vielen Fällen vermutlich eine hinreichende Bedingung dafür, NICHT zu migrieren.

      Wenn bombardiert wird, ist sie nicht hinreichend.

      Was ich sagen will:

      Ich will ihre Verteilungsalternative nicht generell ausschließen, sehe sie aber auch nicht generell als optimale Hilfe an.

      Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Christian Anders

      >Westliche Politik über Jahrzehnte hat den jetzigen Konflikt unter die wahrscheinlicheren Geschichtsverläufen eingereiht und das mit Absicht, weil man selbst auch eine Strategie verfolgt hat.>

      Der Westen hat – zumindest dem strickten Sinn nach – Jahrzehnte vor dem jetzigen Konflikt KEINE Strategie, jedenfalls KEIN damit verbundenes ZIEL verfolgt.

      Er hat auf folgender ANNAME agiert:

      Es besteht mit anderen Ländern bzw. Handelsblöcken ein KONSENS darüber, dass arbeitsteilige KOOPERATION auf VERTRAGLICHER Basis (und Anerkennung der UN-Charta) zu mehr WOHLSTAND führt.

      Dies SCHLIESST AUS, dass zur Erringung von Wohlstand oder von Zielen GEWALT gegen andere eingesetzt wird.

      Ausnahme: Man wird angegriffen.

      Der Westen hat sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht immer und überall lupenrein darangehalten, aber gegenüber Russland schon.

      Es hat ja auch zur BEIDERSEITIGEN Zufriedenheit funktioniert – JAHRZEHNTELANG:

      Rohstoffe gegen Devisen, mit denen Russland in der Welt einkaufen konnte.

      Daher:

      Man hat zwar zu der SITUATION beigetragen, die bei Kriegsbeginn BESTAND, aber NICHT zu einem Konflikt, der mit ANGRIFFSKRIEG richtig beschrieben ist.

      Russland MUSSTE die Ukraine NICHT mit Krieg überziehen, denn sie wurde NICHT angegriffen – weder von der Ukraine, noch vom Westen.

      >Wenn man weiß, dass das, was man tut oder unterlässt, Konfliktpotentiale schafft, ist man immer mitverantwortlich.>

      Richtig – WENN man es WEISS.

      Hat man es gewusst?

      Das ist fraglich.

      Ich würde sagen, dass man es zumindest geahnt hat.

      Denn man hat die Ukraine und Georgien NICHT in die NATO aufgenommen, obwohl man es lt. Vertrag mit Russland hätte tun können.

      Was man offensichtlich NICHT geahnt und nicht gewusst hat:

      Dass Russland die vergleichsweise milden Sanktionen nach de Annexion der Krim als SCHWÄCHE des Westens verstanden hat und somit als Freibrief, die Ukraine mit Krieg zu überziehen.

      Daher, was den Westen betrifft:

      Er hat NICHT klug gehandelt und muss DAHER mit den Konsequenzen leben.

      Das ist etwas ANDERES als mitverantwortlich am KRIEG zu sein.

      Antworten
      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @DT

        Ich denke schon (aus Plausibilitätsgründen, nicht, weil ich es beweisen kann), dass westliche Interessen die Politik nach dem kalten Krieg in einer Art geleitet haben, die den jetzigen Krieg deutlich wahrscheinlicher gemacht haben.

        Was ist denn passiert? Die von außen „beratenene“ Privatisierungen der ehemaligen Planwirtschaften hat Oligarchen gezüchtet, die v. a. durch Geschäfte mit dem Westen fett werden konnten. Gleichzeitig hat dieses Oligarchentum das Entstehen einer Marktwirtschaft nach westlichem Vorbild bis zur Unmöglichkeit erschwert. Wer lässt aus einer Position der Stärke schon Konkurrenz entstehen?
        Das Vorbild westlicher Wirtschaftsweise war – u. a. durch Mithilfe eben jenes Westens – unkopierbar geworden. Die Wohlstandsentwicklung, die sich alle versprochen hatten, blieb auf der Strecke. Das Ergbenis ist, dass man sich von der Geschichte verraten fühlt. Oder besser gesagt, von bestimmten Akteuren.

        Zusätzlich halte ich es für völlig unplausibel, dass im Hintergrund von z. B. Nordstream 2 die Amerikaner nicht „dirty“ Strippen gezogen haben. Eine solche Rohstoffpipeline, die Russland Devisen bringt und Europa unabhängiger macht, kann nicht im Interesse relevanter Wirtschaftsakteure in den USA sein.

        Zynisch könnte ich sagen, dass die Oligarchen der USA vitales Interesse an einem Scheitern von Nordstream 2 haben müssen. Alles andere wäre völlig unlogisch.

        Wenn aus einer solchen Gemengelage ein Konflikt entspringt, hat man zwar den Luxus, auf einen Schuldigen zu zeigen, wenn er sich so präsentiert wie Putin. Aber gleichzeitig lenkt das von der Mitverantwortung ab.

        Hat das Putin gezwungen, die Ukraine anzugriefen? Nein. Aber:

        „Es hat ja auch zur BEIDERSEITIGEN Zufriedenheit funktioniert – JAHRZEHNTELANG“

        Stimmt so sicher nicht. Reicht es einer Nation, im Freihandel seine Rohstoffe zu verkaufen?

      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ tischer
        >>Der Westen hat – zumindest dem strickten Sinn nach – Jahrzehnte vor dem jetzigen Konflikt KEINE Strategie, jedenfalls KEIN damit verbundenes ZIEL verfolgt. <<

        sie ignorieren, dass usa runde 5 mrd. $ aufgewandet hatte, damit es zur revolution auf den maidam-platz kommt..
        das ist hinreichend bewiesen (us-politiker haben es selber bestätigt)

        sie schreiben, wie ihnen in den kram passt, mal so, mal anders!

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Christian Anders

        >Was ist denn passiert? Die von außen „beratenene“ Privatisierungen der ehemaligen Planwirtschaften hat Oligarchen gezüchtet, die v. a. durch Geschäfte mit dem Westen fett werden konnten. Gleichzeitig hat dieses Oligarchentum das Entstehen einer Marktwirtschaft nach westlichem Vorbild bis zur Unmöglichkeit erschwert. Wer lässt aus einer Position der Stärke schon Konkurrenz entstehen?>

        Ich weiß nicht, ob „Oligarchen GEZÜCHTET“ richtig ist.

        Selbst wenn es richtig ist:

        Der russische STAAT hätte es verhindern können:

        SELEKTIVE Zusammenarbeit unter BEDINGUNGEN oder Grenzen DICHT.

        Es wäre durchsetzbar gewesen, NIEMAND wäre in Russland einmarschiert.

        Das Land ist militärisch NICHT angreifbar, weil man als Angreifer damit rechnen muss, vernichtet zu werden.

        Nord-Korea schottet sich auch völlig ab und niemand greift es an.

        >Die Wohlstandsentwicklung, die sich alle versprochen hatten, blieb auf der Strecke.>

        Ja, aber NICHT, weil der Westen KEIN Interesse an der Wohlstandsinteresse in Russland gehabt hätte, sondern weil die Wohlstandsentwicklung IN Russland SELBST verbockt wurde.

        Der Westen hat das Wohlstandsinteresse Chinas nicht sabotiert, sondern es gefördert, weil es dem Westen genutzt hat (NICHT allen Menschen GLEICHERMASSEN, aber als Konsumenten ALLEN).

        Nordstream 2 ist ein Projekt zwischen Deutschland und Russland.

        Klar hatten die „Oligarchen der USA“ kein Interesse daran.

        Sie haben das Zustandekommen erschwert, aber nicht verhindert.

        >„Es hat ja auch zur BEIDERSEITIGEN Zufriedenheit funktioniert – JAHRZEHNTELANG“

        Stimmt so sicher nicht.>

        Wenn einer der Partner NICHT zufrieden ist, dann muss er die Partnerschaft FRIEDLICH beenden und sich evtl. einen anderen Partner suchen.

        >Reicht es einer Nation, im Freihandel seine Rohstoffe zu verkaufen?>

        Der russischen Bevölkerung vermutlich schon, allerdings würde sie wohl eine ANDERE Verteilung und Verwendung der dafür erzielten Erlöse befürworten.

        Das ist aber das Problem Russlands, nicht das des Westens.

        Der ist nur an ZUVERLÄSSIGEN Lieferungen der Rohstoffe und den zu zahlenden PREISEN interessiert.

        Völlig klar:

        UNKLUG gehandelt zu haben, heißt NICHT, SCHULDIG geworden zu sein.

        Die Prämisse Ihrer Argumentation ist:

        Russland war nach dem Fall es Eisernen Vorhangs KEINE autonomer Staat.

        Er war einer, sogar ein militärisch sehr starker.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Christian Anders

        >Was ist denn passiert? Die von außen „beratenene“ Privatisierungen der ehemaligen Planwirtschaften hat Oligarchen gezüchtet, die v. a. durch Geschäfte mit dem Westen fett werden konnten. Gleichzeitig hat dieses Oligarchentum das Entstehen einer Marktwirtschaft nach westlichem Vorbild bis zur Unmöglichkeit erschwert. Wer lässt aus einer Position der Stärke schon Konkurrenz entstehen?>

        Ich weiß nicht, ob „Oligarchen GEZÜCHTET“ richtig ist.

        Wenn Russland seine Bodenschätze den Oligarchen ÜBERLÄSST, dann hat das Russland und nicht der Westen zu verantworten.

        Selbst wenn „gezüchtet“ richtig wäre:

        Russland hätte die Züchtung vermeiden können.

        Kooperation mit dem Westen nur unter bestimmten BEDINGUGNEN oder Grenzen DICHT.

        Der Westen lässt aus einer Position der Stärke sehr wohl Konkurrenz entstehen:

        China ist das Beispiel par excellence dafür.

        Jeder kann bei Geschäften mit dem Westen „fett“ werden, wenn es regelbasiert erfolgt und dem Westen nützt.

        Wer nicht fett werden will wie Nord-Korea etwa, lässt es bleiben, mit dem Westen zu kooperieren.

        Niemand von anderswo züchtet dort etwas oder irgendjemanden – jedenfalls so weit es den Westen betrifft.

        >Eine solche Rohstoffpipeline, die Russland Devisen bringt und Europa unabhängiger macht, kann nicht im Interesse relevanter Wirtschaftsakteure in den USA sein.>

        Abgesehen davon, ob Nordstream 2 Europa unabhängiger gemacht oder eine andere Abhängigkeit verstärkt hätte:

        Ja, die „Oligarchen der USA“ haben das Projekt erschwert, aber nicht verhindern können.

        >Es hat ja auch zur BEIDERSEITIGEN Zufriedenheit funktioniert – JAHRZEHNTELANG“

        Stimmt so sicher nicht.>

        Es stimmt.

        Denn wenn es NICHT zur Zufriedenheit Russlands funktioniert hätte, dann wären die Verträge gekündigt worden und man hätte sich evtl. andere Abnehmer für die Rohstoffe suchen müssen.

        Gleiches gilt für den Westen.

        Wenn es eine Unzufriedenheit gab, dann die mit der EIGENEN Position.

        Die hätte man aber SELBST verändern können, wenn man die Erlöse für die Rohstoffe anders verwendet hätte.

        Hat man nicht und ist daher dem Westen nicht anzulasten.

        >Reicht es einer Nation, im Freihandel seine Rohstoffe zu verkaufen?>

        Der Bevölkerung vermutlich schon, wenn die Erlöse ANDERS verteilt und genutzt würden.

        Ist Sache Russlands, nicht die des Westens.

        Das Problem Ihrer Argumentation:

        Die unterstellen, dass Russland KEIN autonomer Staat ist.

        Er ist einer, militärisch sogar ein sehr mächtiger.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ foxxly

        Unter SOUVERÄNEN Staaten gilt:

        Der Westen KANN Geld GEBEN, wem er will.

        Das Geld des Westens KANN ANNEHMEN, wer will.

        Mit dem Geben von Geld an die Ukraine verfolgt er zwar ein Ziel, aber kein STRATEGISCHES – das war der Punkt meiner Antwort an Christian Anders.

        Russland hat übrigens nicht anders gehandelt, es war eine Art Wettbewerb.

        Allerdings:

        Es war sehr UNKLUG vom Westen, der ukrainischen Bevölkerung zu suggerieren, dass sie mehr oder weniger ohne weitreichende ÄNDERUNGEN in ihrem Land in der EU aufgenommen werden kann.

        Frau v. Leyen begeht schon wieder diesen Fehler und das auch noch in dieser Situation.

        Das ist unverantwortlich.

        Die Frau muss endlich mal jemand zurückpfeifen.

      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ tischer 22:30
        >>Mit dem Geben von Geld an die Ukraine verfolgt er zwar ein Ziel, aber kein STRATEGISCHES – das war der Punkt meiner Antwort an Christian Anders. <<

        das westliche bestreben die ukraine aus dem russischen bereich heraus zu lösen, war und ist ein strategisches ziel der usa:
        …… nach deren doktrin, "dass zwischen russland und deutschland keine besten und intensivsten beziehungen herrschen dürfen, weil dies für die usa abträglich/nachteilig wäre"

        was soll dies anderes sein, als ein strategisches ziel?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ foxxly

        >… das westliche bestreben die ukraine aus dem russischen bereich heraus zu lösen>

        Was reden Sie hier von „russischem Bereich“?

        Das Land grenzt nicht nur an Russland, sondern auch an Polen und ist damit genauso gut im „westlichen Bereich“.

        Die Ukraine ist ein SOUVERÄNER Staat, der tun und lassen kann, WAS er will, solange er Russland oder andere Staaten nicht angreift.

        Ob er sich KLUG verhalten hat mit Blick auf die Russland-affine Bevölkerung im Osten ist eine andere Sache.

        Die USA und der Westen allgemein sind bestrebt, ihren Unternehmen Bedingungen zu schaffen, zu investieren und Geld zu verdienen.

        Das kann auch durch Verträge und finanzielle sowie materielle Unterstützung von dafür attraktiven Staaten sein.

        Damit verbunden sind aber KEINE strategischen Ziele, wie Putin eines mit dem Bestreben ein großrussisches Reich zu etablieren oder China ein anderes mit dem Bestreben Weltmacht Nr. 1 zu werden, haben.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @DT

        Sie erstaunen mich durch wie ich finde unzuverlässige Vereinfachungen.

        Die Idee, dass man etwas verhindern kann wenn nicht der Wille fehlt setzt Wissen voraus, dass ich zum damaligen Zeitpunkt nicht gegeben sehe.

        Nach der Öffnung des eisernen Vorhangs haben die östlichen Länder sich die Hilfe des IWF geholt, da man sich von diesem das nicht bei sich selbst vorhandene Wissen versprach, wie man ehemalige Planwirtschaften in Marktwirtschaften umwandelt.
        Die so implementierten Instrumente haben sich als evident untauglich erwiesen. Weder konnte die Öffnung der Märkte irgendwelche komparativen Vorteile freisetzen, wie es die Theorie versprach, noch hat die Öffnung der Finanzmärkte mit der einhergehenden Devisenspekulation den großen Segen gebracht, der versprochen worden war.

        Aus welcher starken Position heraus hätte man die damaligen Hilfen ablehnen können und/oder aus welchem eigenen Wissen um ökonomische Zusammnenhänge heraus hätte man es im Verlauf eigenständig modifizieren können?

        Ich sehe das nicht. Nicht mal am Horizont.

        Der Satz
        „China ist das Beispiel par excellence dafür.“

        hätte von mir sein können, nur genau andersherum gemeint: China hat eine eigenständige, andere (und uns Marktwirtschaftlern westlicher Prägung unsympathische) Wirtschaftstheorie entwickelt, dem IWF mit seinen Instrumenten und seinen anderen Theorien den Mittelfinger gezeigt und kann daraus jetzt Nutzen ziehen, den niemand mehr ziehen kann, der am Anfang einmal anders entscheiden hatte.

        Nordkorea kann schlecht als Beispiel herhalten, dass man ja nicht mitmachen muss. Was hat das nordkoreanische Volk denn davon?
        SÜDkorea ist ein viel besseres Beispiel: Jahrzehntelang dem Freihandel eine Absage erteilt und gegen jede Logik, wie sie der IWF vertritt, im Protektorat eigens gebauter Zollmauern eine heimische Wirtschaft hochgezogen, die jetzt global konkurrenzfähig ist.

        Jetzt sagen Sie, dass das doch jeder so hätte machen können und man nicht hinterher wegen der schlechten Entscheidungen der Vergangenheit einfach irgendwo einmarschieren kann?
        Recht haben Sie.

        Bloß war die schlechte Entscheidung offensichtlich, anfänglich auf die „Wirtschaftsexperten“ eben jenes Modells zu vertrauen, das man als Ergebnis einer Transformation anstreben wollte.
        Diese Experten hatten (und haben bis heute) bloß gar keine Ahnung, WIE man Entwicklung in ein solches System hinein betreibt, denn ihr theoretischer Baukasten gibt das gar nicht her. Der funktioniert nur, wenn das System schon da ist.

        Im Ergebnis erzeugt das Gesellschaften, die einen starken Mann wie z. B. Putin wollen. Orban wäre ein anderes Beispiel. Der ist auch nicht deshalb gewählt worden, weil Ungarn mit den offenen Finanzmärkten so gute Erfahrungen gemacht hat.

        Nur ist Orban nirgendwo einmarschiert, womit wir wieder aktuell im Heute sind: Nichts, was ich ausführte, rechtfertigt Putins Einmarsch in die Ukraine. Es diente zur Einordnung und auch Richtigstellung.

        Denn das Russland jederzeit „einfach so“ auch anders hätte entscheiden können, sehe ich nicht.

        „Einfach so“ deshalb in Anführungszeichen, weil es mich fatal an das vollnaive „einfach so“ von FFF erinnert, das mich so aufregt.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Die USA und der Westen allgemein sind bestrebt, ihren Unternehmen Bedingungen zu schaffen, zu investieren und Geld zu verdienen. Das kann auch durch Verträge und finanzielle sowie materielle Unterstützung von dafür attraktiven Staaten sein.

        Damit verbunden sind aber KEINE strategischen Ziele, wie Putin eines mit dem Bestreben ein großrussisches Reich zu etablieren oder China ein anderes mit dem Bestreben Weltmacht Nr. 1 zu werden, haben.”

        Sie sind ja erschreckend naiv.

        Sie glauben ernsthaft, die USA verfolgen mit ihrer Außen- und Handelspolitik keine geostrategischen Ziele?

        Haben Sie schon einmal von der schlagkräftigen Unterstützung der “United Fruit Company” (heute Chiquita) durch die CIA zur Beherrschung der dann so genannten “Bananenrepubliken” in Mittelamerika gehört?

        Oder wenn Sie lieber ein aktuelles Beispiel wollen: Wieso hat die Trump-Regierung auf rechtlich zweifelhafter Basis einer Ölfirma namens “Delta Crescent Energy LLC” erlaubt, im Nordosten Syriens Ölquellen zu betreiben und Öl zu exportieren? Das funktioniert nur wenn gleichzeitig US-Truppen das Gebiet besetzt halten, denn erstens sieht die syrische Regierung (Sie wissen schon, dieser böse Assad, fast so schlimm wie Putin) solche Aktionen als völkerrechtswidrige Plünderung syrischer Ressourcen an und zweitens müssen die amerikanischen Truppen dort die mit ihnen verbündeten Kurden vor den Angriffen des amerikanischen NATO-Verbündeten Türkei schützen – was nebenbei auch zeigt, was für ein tolles “Verteidigungsbündnis” die NATO tatsächlich ist.

        https://www.politico.com/news/2020/08/03/delta-crescent-energy-syrian-oil-391033

        Oder ist das wieder einmal Rabulistik und Sie meinen damit tatsächlich, dass die USA kein strategisches Ziel dahingehend hat, Weltmacht Nr. 1 zu *WERDEN* weil die USA das im Moment ja schon (oder noch…) *SIND*?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Christian Anders

        >Nach der Öffnung des eisernen Vorhangs haben die östlichen Länder sich die Hilfe des IWF geholt, da man sich von diesem das nicht bei sich selbst vorhandene Wissen versprach, wie man ehemalige Planwirtschaften in Marktwirtschaften umwandelt.>

        Ich denke, dass Sie von Vorstellungen ausgehen, die NICHT realistisch sind.

        Ohne Russlandkenner zu sein, glaube ich, dass die SITUATION nach dem Fall des Eisernen Vorhangs bezüglich Russlands eine war, in der die ART von Hilfe, die Sie sehen, NICHT realisiert werden konnte.

        Russland war auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs eine WELTMACHT.

        Egal mit welcher Führung – Demokratie, Einparteiensystem, Diktatur – NIEMAND hätte sagen können:

        WANDELT das Land in eine Marktwirtschaft um.

        Zu viele Institutionen, Strukturen, Unternehmungen hätten platt gemacht werden müssen (im Gegensatz zu China, wo es solche nach der FREIWILLIGEN Abkehr vom Maoismus in diesem Umfang nicht gab).

        Der Vergleich hinkt, aber nur mal angedacht:

        Die Vereinigung Deutschlands konnte nur gelingen, weil Westdeutschland in BILLIONENHÖHE Transfers nach Ostdeutschland geleistet hat.

        Ich lebe in Ostdeutschland und kann ihnen sagen, dass die Verbitterung bei den Alten bis heute weiterschwelt.

        Die Menschen verstehen bis heute nicht, dass der Kapitalstock der DDR nicht für hocheffiziente Produktion, sondern für maximale Beschäftigung geschaffen wurde.

        Er war im Kapitalismus nicht tauglich und MUSSTE entwertet werden.

        Klar, dass die Leute sagen:

        Der Westen hat uns die Arbeitsplätze geraubt, uns kaputt gemacht.

        Sie verstehen, was ich meine.

        In Russland hätten die Weichen in diese Richtung gestellt werden können und man hätte langsam eine Marktwirtschaft aufbauen können.

        Die Rohstoffe sind da, ein großer Markt mit tendenziell hohem Nachfragpotenzial ebenfalls, sehr gut ausgebildete Menschen auch.

        Auch Russland hätte deutsch Automobilfabriken (Pkw), Chemieindustrie etc. haben können.

        Man hätte ihnen allerdings Bedingungen bieten müssen, um im internationalen Wettbewerb als attraktiver Standort zu gelten (Investitionssicherheit, Steuern, weitgehend marktwirtschaftliches Operieren).

        Das hat man nicht.

        Man kann das dem Westen nicht ankreiden.

        >Diese Experten hatten (und haben bis heute) bloß gar keine Ahnung, WIE man Entwicklung in ein solches System hinein betreibt, denn ihr theoretischer Baukasten gibt das gar nicht her. Der funktioniert nur, wenn das System schon da ist.>

        NEIN, sondern:

        Er funktioniert, wenn das System BEREIT ist, sich mit Anwendung des PRAKTISCH adaptierten Baukastens TRANSFORMIEREN zu lassen.

        China ist diesen Weg gegangen und geht ihn noch, allerdings behält es TROTZ Transformation die KONTROLLE über das Land.

        In Russland wäre dies sicher schwieriger gewesen, wenn nicht sogar aussichtslos.

        Den Weg zu gehen oder nicht zu gehen, war dennoch die ENTSCHEIDUNG Russlands.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Rolf Peter

      “Wo man den Regierungen nicht traut, kann man direkte Zahlungen an die armen Bevoelkerungsschichten vornehmen. Die wissen auch besser als wir, wozu sie in diesen Zeiten das Geld brauchen.”

      Und wie soll das ganz praktisch auf der Ebene der Zahlungsabwicklung funktionieren?

      Der deutsche Staat war in den letzten 2 Jahren nicht einmal in der Lage, sicherzustellen, dass “Corona-Hilfen” und die Vergütungen für Corona-Testzentren auch nur an Unternehmen und Einrichtungen überwiesen wurden, die tatsächlich existierten – obwohl das relativ einfach nachprüfbar sein sollte.

      Und jetzt schlagen Sie vor, dass der Staat Zahlungen an Millionen einzelne Personen in irgendwelchen Entwicklungsländern leistet? Vergessen Sie es.

      “Es gibt hier so eine Stahlhelmfraktion, die sich letztes Jahr nicht entbloedet hat, als AfD-Wahlkampfhelfer aufzutreten.”

      Es gibt hier auch eine Bullerbü-Fraktion, die staatliches Handeln ausschließlich an irgendwelchen naiven Moralvorstellungen ausrichten will und -folgerichtig- bei jeder Gelegenheit Moralpredigten hält.

      Ich ahne auch, welche Partei diese Leute präferieren und aus welchem Millieu sie kommen.

      Wenn Sie keine Soldaten mögen (das meinen Sie doch mit den “Stahlhelmträgern”, oder?), dann können Sie übrigens auch selbst mit dem Lastenfahrrad in den Krieg radeln und für ihre angeblichen Werte, die Sie in ihren Predigten hochhalten, selbst kämpfen und gegebenenfalls auch sterben. Lassen Sie mich raten: Das wollen Sie dann auch wieder nicht, oder täusche ich mich da?

      “Jetzt spielen sie Buettel fuer russische Kriegspropaganda und machen sich zu nuetzlichen Idioten eines Gewaltregimes, das nach Innen und Aussen die Menschenrechte mit Fuessen tritt”

      Ihr Problem ist leider, dass Sie die westliche Kriegspropaganda zu 100% glauben (jetzt kommt gleich wieder der nächste moralische Empörungsschwall…) und zu einer differenzierten Betrachtung des ganzen Problems gar nicht mehr in der Lage sind.

      Klar dass Sie dann jeden, der auch nur irgendwelchen Widerspruch äußert, mit dem ganz großen Moralkaliber beschießen müssen.

      “Genau wie ich profitieren Sie alle von unserem freien, liberalen System.”

      Nein, da ich weder Staatsangestellter noch Beamter, Rentner, unqualifizierter Migrant oder anderer Subventionsempfänger aus den Lieblingsbranchen der Bullerbü-Klientel bin, muss ich den ganzen Schwachsinn leider mit meinen Steuern bezahlen und profitiere nicht.

      Und wie “frei und liberal” unser System noch ist, habe ich in den letzten 2 Jahren erleben können. Ich konnte eine ganze Zeit lang nicht einmal Schuhe kaufen gehen weil ich mich geweigert habe, mich mit einem experimentellen Impfstoff spritzen zu lassen, von dem sich jetzt herausstellt, dass seine Wirksamkeit übertrieben und seine Nebenwirkungen systematisch verschwiegen wurden. Und dagegen effektiv protestieren durfte ich auch nicht, angeblich wegen “Infektionsschutz”.

      Dieses Freiheits-Gesülze kann ich nur noch schwer ertragen.

      Antworten
      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        @R. Ott

        „Nein, da ich weder Staatsangestellter noch Beamter, Rentner, unqualifizierter Migrant oder anderer Subventionsempfänger aus den Lieblingsbranchen der Bullerbü-Klientel bin, muss ich den ganzen Schwachsinn leider mit meinen Steuern bezahlen und profitiere nicht.“

        Doch, Herr Ott, Sie profitieren sehr wohl von diesem System. Es hat Ihnen ermöglicht, Ihr unternehmerisches Talent zu entfalten. Unter welchem real existierenden System hätten Sie es besser tun können?

        Leute, denen es in Deutschland nicht passt, wandern typischerweise nicht nach Russland oder China aus, sondern in andere Länder, in denen dasselbe System in etwas abgewandelter Form vorherrscht.

        Mich wuerde echt mal interessieren, was Sie eigentlich wollen. Sie treten hier regelmäßig als Exponent dieser sauertöpfischen, weinerlichen „Grievance Culture“ auf, obwohl es Ihnen doch gut geht.

        Ihre übrigen Ausführungen sind Unterstellungen, fuer die die zitierten Anmerkungen keine Belege liefern.

        Nur auf einen Punkt gehe ich ein. Es geht in erster Linie nicht um Moral, es geht um die Verletzung geltender Regeln, die das Zusammenleben organisieren. Und es geht um die Durchsetzung dieser Regeln. Stark vereinfacht (!) gesagt, kann ein souveräner Nationalstaat nach Innen tun und lassen, was er (sein Regime) will, nach aussen aber nicht.

        Wenn Russland von Freunden umgeben sein will, dann ist es eine gute Idee, sich auch als Freund zu verhalten und sich als attraktiver Partner aufzustellen. Wer versucht, seine Nachbarn durch Einschüchterung, Säbelrasseln, Cyberangriffe etc. auf Vordermann zu bringen, macht sich halt Feinde und keine Freunde.
        Und: Fuer Menschen unseres Kulturkreises, dazu gehören Russland und die Ukraine, ist das westliche System sowieso attraktiver als eine russische Despotie.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Rolf Peter

        >Es geht in erster Linie nicht um Moral, es geht um die Verletzung geltender Regeln, die das Zusammenleben organisieren. Und es geht um die Durchsetzung dieser Regeln.>

        Um nichts anderes – RICHTIG.

        Warum?

        Weil auf REGELN basierendes Handeln ein ZIVILISATIONSFORTSCHRITT ist, von dem ALLE, die sich daran beteiligen, PROFITIEREN.

        Denn Regeln kennzeichnen VERPFLICHTUNGEN und RECHTE bzw. FREIHEITSGRADE, ermöglichen EINSCHÄTZUNGEN von Teilnehmern anhand ihres Regelverhaltens, erlauben harte KRITERIE für regelkonformes Verhalten oder Abweichungen – und bieten somit zwar keine Garantie, aber erhebliche SICHERHEIT.

        Das kapieren manche an diesem Blog nicht und damit eben auch nicht, dass es NICHT hinnehmbar ist, wenn die Regeln so wie jetzt von Putin verletzt werden.

        Wer es nicht kapiert und diesen Krieg RECHTFERTIGT, der rechtfertigt implizit auch, dass die Menschheit sich zurück zur Keule orientiert, um ihre Konflikte zu lösen.

  7. Thomas Schreiber
    Thomas Schreiber sagte:

    Wenn ich diesen Gedanken konsequent weiterdenke, komme ich zu einem noch viel tiefer sitzenden Ergebnis.
    Was wäre, wenn Putins Ziel nicht nur die Einnahm der Ukraine um ihrer selbst willen geplant hätte oder wegen eines Großrussland, sondern die strategischen Denker im Kreml den nachhaltigen Hebel über Lebensmittel oder Hunger in Nordafrika und in den arabischen Staaten in der Hand haben wollen?
    Damit könnte Putin die Europäer mit Flüchtlingen nach Belieben “fluten” oder verschonen und dies würde ihm nachhaltig eine nennenswerte Verhandlungsposition einräumen.
    Die Chinesen haben strategisches Vorgehen hinsichtlich der Rohstoffe in Afrika eindrucksvoll vorgemacht. Warum nicht von denen lernen?

    Antworten
  8. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >Die EU muss schnell und entschlossen handeln, um eine massive soziale Destabilisierung vor unserer Haustür zu vermeiden.>

    Das ist Ziel ist richtig.

    >Konkret bedeutet dies, dass die Europäische Union Weizen zu Marktpreisen aufkaufen und verbilligt an unsere Nachbarn auf der anderen Seite des Mittelmeers liefern sollte.>

    Die Maßnahme ist auch richtig.

    >Das ist unpopulär, aber der günstigste Weg, sind doch die Kosten im Vergleich zu den sozialen und finanziellen Lasten neuer Unruhen und Migrationsströme fast vernachlässigbar.>

    Die Bewertung:

    „UNPOPULÄR“ ist richtig.

    WIE unpopulär, wenn bei uns die Preise STEIGEN und wir das teurer gewordene VERSCHENKEN (für einen Imagegewinn), wird sich zeigen.

    Der „günstigste Weg“ – ja, VORAUSSCHAUEND schon.

    Sehr treffender Artikel.

    Interessant wird sein, wie die Bundesregierung und die EU REAGIEREN, und wenn sie entsprechend reagieren, wie das bei den Bevölkerungen ANKOMMT.

    Ich rede nicht von der Finanzierung.

    Die ist unwichtig.

    Geld ist für ALLES da – kein Problem.

    Das Problem IST, dass NICHT alles da ist, was gewünscht und gewollt wird.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Geld ist für ALLES da – kein Problem.”

      Ja, so dachte die deutsche Regierung 1923 auch. Für das große Befreiungsziel muss man eben so viel Geld drucken, wie nötig – genau wie beim Ruhrkampf.

      Jetzt regen Sie sich wieder darüber auf, was für eine untaugliche Analogie das angeblich ist, aber die Benzinpreise und die Weizenpreise sind schon wieder mehrere Prozent höher als letztes Wochenende, als sie sich zuletzt darüber aufgeregt hatten, wie blöd meine Analogie doch ist. ;)

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Ott

        Ruhrkampf hinkt vor allem in der Dimension – anders als 1923 nur das verdammte Reich überschuldet war … sind es heute:

        – alle Verbraucher unterhalb der Pensionsgrenze
        – alle Unternehmen aller Formen

        Die Schadschwellen für Banken- , Versicherungen-, Sozialsysteme sind nicht durch Geldschöpfung kompensierbar, weil der Nachfrageausfall den Wirtschaftsraum auf Existenzökonomie hinabdemütigt.

        Die nachfolgenden Optionen beschränken sich nicht auf einen kommunistischen Putsch wie seinerzeit im Ruhrgebiet – gerade da es keine Freikorps gibt solche Aufstände zu richten.

        Eingedenkt der ausgewiesenen Geldvermögen, die ohne Angebot nichts wert sind = und die Schulden der Anderen spiegeln.

        Läuft.

      • Susanne Finke-Röpke
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Herrn Richard Ott:

        Ruhig Blut, Herr Ott, mit zunehmenden Preisen wird der Protest gegen Sie immer stiller werden. Ich sage es wirklich nicht gerne, aber die Zeit arbeitet für Sie.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott, @ Susanne Finke-Röpke

        @ Richard Ott

        Ihre Analogie ist BLÖD, weil UNTAUGLICH, eine Erwiderung auf
        meine Behauptung zu sein.

        Mit Ihrer Rechthaberei begreifen Sie das nicht.

        @ Susann Finke-Röpke

        Richard Ott hat selbstverständlich recht damit, dass die Preise steigen, wenn mit staatlicher Verschuldung mehr Nachfrage geschaffen wird bei gleichem oder sogar geringerem Angebot.

        Insofern kann und wird vermutlich die Zeit sehr wohl für ihn arbeiten.

        Das heißt aber nicht, dass der Staat mit zunehmender Verschuldung NOTWENDIGERWEISE falsch handelt.

        In BESTIMMTEN Situation ist es erforderlich, sich mehr als üblich bzw. gerechtfertigt zu verschulden.

        Man kann durchaus dafür argumentieren, dass er sich in der JETZIGEN Situation mehr verschuldet.

        Das Problem ist:

        Er hat sich ZUVOR zu hoch verschuldet bzw. die mit der Verschuldung möglichen Ausgaben in den KONSUM geleitet statt sie für INVESTITIONEN zu nutzen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Ihre Analogie ist BLÖD, weil UNTAUGLICH, eine Erwiderung auf
        meine Behauptung zu sein. ”

        Doch, genau das ist sie.

        Sie behaupten: “Geld ist für ALLES da – kein Problem.”

        Beim ersten Teil der Aussage stimme ich Ihnen zu, Sie können so viel Geld drucken, wie Sie wollen. Das Problem ist halt die Inflation, insbesondere dann, wenn mit dem Gelddrucken immer größenwahnsinnigere Projekte wie “Kampf gegen den Klimawandel”, “Krieg gegen das Coronavirus” oder neuerdings “Wirtschaftskrieg gegen Russland” finanziert werden sollen.

        Verglichen damit war der Ruhrkampf ja noch vergleichsweise sinnvoll – das Ruhrgebiet gehört jedenfalls weiterhin zu Deutschland, auch wenn es heute immer weiter deindustrialisiert wird. Und der Preis dafür war die Vernichtung der Stabilität der deutschen Währung, und das wiederum zog später eine Reihe anderer negativer Konsequenzen hinter sich her.

        “Man kann durchaus dafür argumentieren, dass [der Staat] sich in der JETZIGEN Situation mehr verschuldet. Das Problem ist: Er hat sich ZUVOR zu hoch verschuldet bzw. die mit der Verschuldung möglichen Ausgaben in den KONSUM geleitet statt sie für INVESTITIONEN zu nutzen.”

        Nein, die Größenordnungen des Verschuldungsbedarfs (aus dem dann ganz schnell ein Gelddruckbedarf wird) zur Finanzierung der aktuellen hirnrissigen Projekte, für die auch Sie so laut “Hurra!” schreien, sind so gigantisch, dass es egal ist, ob der Staat mit einem niedrigen oder hohen Schuldenstand startet. Das ändert nur das Timing ein bisschen, bis das Gelddrucken und die Inflation tatsächlich los geht.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Beim ersten Teil der Aussage stimme ich Ihnen zu, Sie können so viel Geld drucken, wie Sie wollen.>

        Na also.

        >Das Problem ist halt die Inflation, insbesondere dann,…Das Problem IST, dass NICHT alles da ist, was gewünscht und gewollt wird.>

        Das heißt INFLATION, wenn man die Nachfrage mit „Gelddrucken“ anheizt.

        Was diskutieren Sie mit mir dann noch über den Ruhrkampf von 1923 oder über heutig „hirnrissige Projekte“?

        Das ist überflüssig.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Was diskutieren Sie mit mir dann noch über den Ruhrkampf von 1923 oder über heutig ‘hirnrissige Projekte’?”

        Sie gehen immer so schön hoch dabei, das finde ich sehr interessant und vergnüglich – und es macht mich auch neugierig:

        Haben Sie etwa selbst ein bisschen die Befürchtung, dass dieses Mal das große Kampfziel, das als Rechtfertigung für das Gelddrucken ausgegeben wird, eine Nummer zu hirnrissig oder zu groß sein könnte und alles wieder so oder so ähnlich endet wie 1923?

  9. Bauer
    Bauer sagte:

    >> “Die EU hat es in der Hand, eine Hunger­krise noch abzu­wenden”

    Der Spruch ist nicht neu, denn “Die EU hat es in der Hand, eine Klima­krise noch abzu­wenden” usw usw. Und dabei lautet die Gleichung immer: EU = Deutschland an erster Stelle. Ein bisschen viel für nur ein Prozent der Weltbevölkerung.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Bauer

      Wir könnten auch anbieten, die “Nicht-Aufnahme der Ukraine in die NATO” als deutsches Staatsziel ins Grundgesetz zu schreiben, woraus sich selbstverständlich ergeben würde, dass die Bundesregierung immer ihr Veto einlegen muss, wenn der Beitrittsantrag bei der NATO auf die Tagesordnung kommt.

      Das bringt vermutlich mehr Entspannung an der Nahrungs- und Energiepreisfront als die vorgeschlagene Weizen-Verschenk-Aktion auf deutsche Steuerzahler- und Verbraucherkosten.

      Antworten
      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ R. Ott

        Eine blendende Idee! Ich wäre sofort dabei. Aber wer hängt der Katze die Schelle um?

      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        Sofort dafür !

        Aber nach der “Kriegrede” von Olaf und der geplanten Unterstützung für die Rüstungsindustrie, wird dies wohl schwierig werden.

        Welcher EU-Politiker will schon gegen die USA die Stirn bieten ?

        Ein “europäischer Mandela” ist leider nicht in Sicht….und auch auf Mandela wurde ja leider nicht gehört.
        https://www.youtube.com/watch?v=NQyN4X0sFdA

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Bauer

        “Aber wer hängt der Katze die Schelle um?”

        It took Nixon to go to China.

        Insofern könnten nur Habeck und Baerbock mit Unterstützung der größten Menschenrechts-Heulerinnen wie Claudia Roth im Scholz-Kabinett diese Initiative erfolgreich starten – aber bis sie es tun, müssen die Schmerzen noch viel, viel größer werden. Die FDP ist soweit ideologisch entkernt, dass sie es problemlos abnicken würde, wenn es dafür ein paar Kompensationspöstchen gibt – und Linke und AfD wären sowieso dafür. Die Transatlantiker von der CDU und in der Berliner Journaille würden ganz schön zetern, aber was wollen sie dagegen tun?

        Heimlich wäre Biden vermutlich froh, wenn ihm so eine deutsche Initiative rechtzeitig vor den Zwischenwahlen das Energiepreis-Problem entschärfen könnte und seiner Partei zumindest theoretische Chancen auf ein vernünftiges Abschneiden ließe.

      • weico
        weico sagte:

        “Aber nach der “Kriegrede” von Olaf und der geplanten Unterstützung für die Rüstungsindustrie, wird dies wohl schwierig werden.”

        Bevor sich jetzt jemand an “Kriegrede” von Olaf stösst oder aufregt, muss ich mich entschuldigen.

        Es sollte “Kriegsrede” von Olaf Scholz heissen.

        https://www.nachdenkseiten.de/?p=81316

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ weico

        Ich kombiniere:

        weico: “Aber nach der “Kriegrede” von Olaf und der geplanten Unterstützung für die Rüstungsindustrie, wird dies wohl schwierig werden.”

        R.Ott: “Wir könnten auch anbieten, die “Nicht-Aufnahme der Ukraine in die NATO” als deutsches Staatsziel ins Grundgesetz zu schreiben, woraus sich selbstverständlich ergeben würde, dass die Bundesregierung immer ihr Veto einlegen muss, wenn der Beitrittsantrag bei der NATO auf die Tagesordnung kommt.”

        Mit beidem zugleich im Verfassungsrang könnte man leben und etwas bewirken. Es wäre eine feine Geste im nationalen Interesse, die Verteidigungskraft der BW zu stärken und gleichzeitig deren Einsatz im Ukraine/Russland Konflikt auszuschliessen und andere Natostaaten davon abzuhalten, ganz Europa anzuzünden.

      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ bauer
        ……. als 53.(?) staat amerikas, dürfte diese freie entscheidung für D nicht möglich sein!

  10. Alexander
    Alexander sagte:

    Europa soll also die Last der Sanktionen tragen +
    kanadischen und amerikanischen Weizen subventionieren, also genau die Länder pampern die Europa das Schlamassel mit der Ukraine erst eingebrockt haben?

    Die USA und Kanada umgekehrt tuen nichts um die Ölpreise zu dämpfen, wie Präsident Trump das durch Freigabe der Exporte so schändlich vermochte.

    Ganz lichtvolle Ideen!

    Läuft.

    Antworten
  11. Hansjörg Pfister
    Hansjörg Pfister sagte:

    @foxxly:
    “meinen sie damit, wenn statt bio wieder konventionel angebaut wird?”
    Genau das meine ich. Knackpunkt: Sie können sofort von bio auf konventionell umstellen, aber von konventionell auf bio dauert es Jahre. Außerdem, wie sie richtig sagen, die Düngemittelpreise…

    Antworten
  12. weico
    weico sagte:

    @bto:”Konkret bedeutet dies, dass die Europäische Union Weizen zu Marktpreisen aufkaufen und verbilligt an unsere Nachbarn auf der anderen Seite des Mittelmeers liefern sollte. In der Folge würden die Preise hierzulande überproportional steigen, und wir müssen zusätzlich noch Steuergeld für die Subventionierung aufwenden. Das ist unpopulär, aber der günstigste Weg, sind doch die Kosten im Vergleich zu den sozialen und finanziellen Lasten neuer Unruhen und Migrationsströme fast vernachlässigbar.

    Der Krieg in der Ukraine hat uns schmerzhaft gezeigt, wie wichtig geopolitisches Denken ist. Beim Thema Lebensmittelpreise haben wir Gelegenheit zu beweisen, dass wir die Lektion gelernt haben.”

    ..wenn man wirklich völlig Naiv die Pläne der NATO und USA unterstützen will und auf einen möglichst langen und blutigen Konflikt hofft… kann und muss man solche “Ideen” in Betracht ziehen.

    Teures Getreide kaufen, dass die USA und Kanadier gerne liefern ….wird von den EU-Steuerzahler teuer bezahlt und an arme Nationen weitergegeben….und gleichzeitig schüren die USA und ihre NATO-Vasallen, mit ihren Sanktionen und Waffenlieferungen, den Konflikt weiter an …..mit der Hoffnung, dass sich die Russen in einem jahrelangen Konflikt eine “blutige Nase” holen bzw. ihr 2. Afghanistan einfangen.
    Die EU und die Mehrheit der Bürger macht sicherlich, unter deutscher Führung ..bei solch genialen US-Plänen mit und zahlt gerne um die Werte zu verteidigen.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=81506

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @weico

      “Teures Getreide kaufen, dass die USA und Kanadier gerne liefern ….wird von den EU-Steuerzahler teuer bezahlt und an arme Nationen weitergegeben….und gleichzeitig schüren die USA und ihre NATO-Vasallen, mit ihren Sanktionen und Waffenlieferungen, den Konflikt weiter an …..mit der Hoffnung, dass sich die Russen in einem jahrelangen Konflikt eine “blutige Nase” holen bzw. ihr 2. Afghanistan einfangen.”

      Ja, aber Sie denken viel zu klein:

      Wenn die EU soweit es geht den ganzen Weltmarkt für Weizen leerkauft und dann verbilligt an unsere Verbündeten und alle Migrations-Risikoländer liefert, dann leisten wir einen noch viel größeren Beitrag für den Krieg, und damit folglich für den Frieden.

      Antworten
  13. @foxxly
    @foxxly sagte:

    der wahrheit wegen, soll schon erwähnt werden, dass die nordafrikanische revolution, sowie in syrien und ukraine/maidan (5 mrd.$), von unseren freunden übern teich, erzeugt/geschürt und massiv unterstützt wurde.
    da sind schlechte ernährungslage sehr hilfreich!
    war auch wieder eine win-win-situation für die profiteure, wie auch aktuell mit ukraine/russlan-konflikt.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      “der wahrheit wegen, soll schon erwähnt werden, dass die nordafrikanische revolution, sowie in syrien und ukraine/maidan (5 mrd.$), von unseren freunden übern teich, erzeugt/geschürt und massiv unterstützt wurde.”

      Ja, das wurde auch früher schon gerne von unseren eifrigen US-Vasallen in den Haltungsmedien verschwiegen, und in der derzeitigen USA-Hurra-Kriegspropaganda ist es noch wichtiger, darauf hinzuweisen.

      “Secret CIA effort in Syria faces large funding cut
      [June 12, 2015]
      The House Intelligence Committee recently voted unanimously to cut as much as 20 percent of the classified funds flowing into a CIA program that U.S. officials said has become one the agency’s largest covert operations, with a budget approaching $1 billion a year.
      (…)
      At $1 billion, Syria-related operations account for about $1 of every $15 in the CIA’s overall budget, judging by spending levels revealed in documents The Washington Post obtained from former U.S. intelligence contractor Edward Snowden.

      U.S. officials said the CIA has trained and equipped nearly 10,000 fighters sent into Syria over the past several years — meaning that the agency is spending roughly $100,000 per year for every anti-Assad rebel who has gone through the program.”

      https://www.washingtonpost.com/world/national-security/lawmakers-move-to-curb-1-billion-cia-program-to-train-syrian-rebels/2015/06/12/b0f45a9e-1114-11e5-adec-e82f8395c032_story.html

      Unglaublich effektiv. Mit nur 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr über ein paar Jahre hinweg (allerdings in einem Schwellenland das vor dem Krieg ungefähr halb so viel Bevölkerung wie die Ukraine und grob geschätzt vielleicht halb so viel Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung wie die Ukraine hatte, da knallt jeder CIA-Dollar also viermal so stark rein) hat die CIA damit alleine für Deutschland locker das Dreißigfache an laufenden Kosten verursacht. Von dem Chaos in Syrien ganz zu schweigen…

      Antworten
  14. Hansjörg Pfister
    Hansjörg Pfister sagte:

    Ich habe es in einem früheren Kommentar schon gesagt: Der Aussaat Termin für Sommerweizen ist jetzt (der für Winterweizen war im letzten Herbst). Man kann große Flächen, auf denen sonst Mais (Aussaat April) angebaut wird, auch für Weizen verwenden. Dann hat man allerdings weniger Biogas und weniger Viehfutter. Außerdem gibt es große brachliegende Flächen von vielleicht 10 – 15% der verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche. Die Landwirte bekommen Subventionen, damit sie da nichts anpflanzen. Auch das kann man aktivieren, so man denn will. Desweiteren kann man mehr Flächen konventionell bewirtschaften. Das bringt bis zu 60% mehr Ertrag. Dafür braucht es aber Düngemittel und die sind halt auch knapp. Das sind die Maßnahmen, die sofort wirksam wären. Ideologie und Dummheit stehen dem aber entgegen. Mittelfristig ist es nun so, dass große Flächen zubetoniert werden, Industrie und Gewerbe gehen sehr großzüzig damit um. Als Ausgleich gibt es dann “Biotope”. Diese befinden sich dann auch oft auf ehemaligen Agrarflächen. Alles nicht gut durchdacht.

    Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ h pfister
      >>Das bringt bis zu 60% mehr Ertrag. <<
      meinen sie damit, wenn statt bio wieder konventionel angebaut wird?
      oder, wie soll dieser mehrertrag her kommen?

      die hohen düngemittelpreise werden global schon zu einen problem:
      die landwirte werden weniger kaufen und anwenden.
      bei normaler witterung, werden dann die erträge durchaus spürbar geringer ausfallen.

      Antworten

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