Die Erbschaft­steuer und das Renten­system sind ungerecht

Liest man die Analysen zur gesetzlichen Rente im aktuellen Gutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Reformen längst überfällig und vor allem unvermeidlich sind. Das deutsche System zur Altersvorsorge ist ungerecht, nicht nachhaltig und wenig leistungsfähig.

Höchst ungerecht ist, dass Beamte mit ihrem Pensionssystem nicht Bestandteil der gesetzlichen Rentenversicherung sind. So liegen die Altersbezüge der Beamten deutlich über denen der Rentenempfänger (bis zu 71,75 Prozent des letzten Gehaltes im Vergleich zu 53 Prozent), und dies bei einer rund zwei Jahre höheren durchschnittlichen Lebenserwartung.

Während die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag anstrebt, Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, bleibt das Millionenheer an Beamten aus unerfindlichen Gründen außen vor.

Andere Staaten wie Österreich und die Schweiz haben entsprechende Reformen bereits vor Jahrzehnten durchgeführt, ohne dass der öffentliche Dienst deshalb an Qualität eingebüßt hätte. Eine überdurchschnittliche Qualität dürfte der staatlichen Verwaltung in Deutschland ohnehin kaum zugesprochen werden.

Wenig nachhaltig ist, dass angesichts der demografischen Entwicklung im deutschen Rentensystem entweder die Belastung der noch erwerbstätigen Bevölkerung wächst, das Rentenniveau sinkt oder das Rentenalter steigt. Natürlich kann man das Problem fortwährend leugnen – wie es auch einer der Wirtschaftsweisen, Achim Truger, in seinem Minderheitsvotum tut – und eine steigende Belastung der Beitragszahler und der Gesamtwirtschaft als verkraftbar abtun.

Leistungsniveau bei der Rente im Vergleich dürftig

Richtiger dürfte dagegen sein, was Trugers Kollegin Veronika Grimm ausführt, nämlich, dass die Flucht aus dem System weiter zunimmt – inklusive Auswanderung – und der Standort auch in dieser Hinsicht weiter deutlich an Attraktivität verliert. Die Reform ist deshalb dringend, gerade auch mit Blick auf die Generationengerechtigkeit.

Dabei müssen wir uns vor Augen halten, dass das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung im internationalen Vergleich dürftig ist. Niederländer bekommen laut OECD 89 Prozent ihres letzten Nettogehalts, Griechen 84, Italiener 82 und Franzosen immerhin noch 74 Prozent. Umso wichtiger ist es, mit einer kapitalgedeckten Säule das Niveau künftiger Renten zu erhöhen.

Auch dies kritisiert Truger in seinem Minderheitsvotum und warnt vor Finanzkrisen und Crashs, die Rendite kosten würden. Dabei sind diese nur temporär, und das Risiko einer nur von der deutschen Wirtschaftsleistung abhängigen Altersversorgung ist ungleich größer, als wenn das angesparte Kapital international gestreut angelegt wird.

Reform der Erbschaftsteuer möglich

Dabei gäbe es eine Idee, die Trugers Abneigung gegen die kapitalgedeckte Säule mit seiner Sympathie für eine Ausweitung der Erbschaftsteuer kombiniert. Der Steuerrechtsexperte Dirk Löhr schlägt in einem Aufsatz vor, diese beiden Konzepte zu verbinden. So sollte die auch verfassungsrechtlich umstrittene Befreiung von Betriebsvermögen bei der Erbschaftsteuer zugunsten eines einheitlichen Steuersatzes auf alle Erbfälle aufgegeben werden.

Um eine übermäßige Belastung der Unternehmen zu verhindern, sollte es dem Vorschlag nach möglich sein, die Steuerzahlung auf bis zu 33 Jahre zu verteilen, wobei dem Staat als Gläubiger jedes Jahr ein Anteil am Gewinn zustünde.

Diese Einnahmen sollten nicht im allgemeinen Steuertopf versinken, sondern ausschließlich zum Aufbau eines Fonds dienen, aus dem alle Bürger nach Erreichen der Altersgrenze eine jährliche Zahlung erhalten. In der Tat könnte so ein Fonds der Nukleus sein, um den herum weitere kapitalgedeckte Vehikel entstehen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sollte erwägen, diese Idee mit in die Verhandlungen mit seinen Koalitionspartnern zur Aktienrente zu nehmen. Es wäre nicht nur ein Anreiz für die dem Konzept kritisch gegenüberstehenden Linken in SPD und Grünen, sondern ein Beitrag für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Altersversorgung.

→ handelsblatt.com: „Erbschaftsteuer und das Rentensystem sind ungerecht“, 26. November 2023

Kommentare (89) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Roy
    Roy sagte:

    Die BfA-Rente ist im Vergleich zur privaten Rentenversicherung jedenfallls äußerst attraktiv. Besonders weil man bei der BfA-Rente zumindest einen weitgehenden Inflationsschutz hat. Für pflichtversicherte Rentner kommt die günstige Krankenkenversicherung hinzu. Für freiwillig versicherte Rentner und freiwillig Versicherte überhaupt wird es teuer.
    Schon jetzt wird die BfA-Rente zum großen Teil aus Steuern und Abgaben finanziert. Wo soll der Spielraum für ein höheres Rentenniveau herkommen?
    Der Vergleich mit dem Club-Med hinkt wohl etwas.
    Wer seine “Rente” aus privaten Investments zieht weiß, weich hohe Beträge nötig sind, um das Langlebigkeitsrisiko und vor allem die Inflation abzusichern, eine Million € ist da nicht viel.

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    • Hendrik Hein
      Hendrik Hein sagte:

      Da unterliegt Roy aber der Desinformation mit dem sogenannten “Bundeszuschuss” an die Rentenkasse. Dieser Begriff (leider ständig verwendet) suggeriert die Teilfinanzierung der Renten durch Steuermittel, der Zuschuss gleicht aber nur die “versicherungsfremden Leistungen” aus, ob überhaupt vollständig, ist umstritten. Ein Beamter von Minister Heil antwortete gerade, die Berechnung sei sehr umstritten (wieso kam dann einmal der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages zu einem Ergebnis?), man könne aber etwa von einer Deckung ausgehen. Wenn das so ist, wie kann dann ein merklicher Betrag zur Finanzierung der Renten übrig bleiben? Dümmer geht es nimmer!

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  2. weico
    weico sagte:

    Selten hat Hr. Stelter soviele “replay bei X” bekommen, wie für den Kommentar zu diesem Artikel:

    https://twitter.com/thinkBTO/status/1729544687361413341

    Mal kurz zurückerinnern über die Serie als die Parteiprogramme vorgestellt wurden…. vor den letzten Bundestagswahlen.
    Welche Partei war für die Beibehaltung der Kernenergie und für den Betrieb von “Nord Stream 2” aka dem “bösen Russengas” . :-)

    https://www.youtube.com/watch?v=dkkGigm2JZQ&t=2s

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    • Gnomae
      Gnomae sagte:

      @ weico

      Und bei Goodyear nochmals mehr als 1000 Industriearbeitsplätze in Deutschland im Abbau.

      Es scheint so, dass Mengenkürzungen (bei Strom) nicht den gewünschten Preissenkungseffekt hatten. Konzerne haben aber auf der Kostenseite: Höhere Löhne, Höhere Energiepreise etc. in D. Also sagt der Konzern-CFO: Standorte werden dort gefördert, an denen die GuV stimmt, ergo nicht in Deutschland.
      Gleichzeitig zerstören wir unsere Industrie durch Billigimporte (Modell Solarzellen etc. und wieder nichts gelernt).

      Im Fazit ersetzen wir den Industrieangestellten durch den Zuwanderer, der aber leider keinen Arbeitsplatz mehr vorfindet, jedenfalls keinen Industriearbeitsplatz. Mathematisch: auf der Industrieseite keine Sozialversicherungsbeiträge mehr, auf der Zuwandererseite Bürgergeld. Ein negativer Doppelwumms.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Gnomae

        “Mathematisch: auf der Industrieseite keine Sozialversicherungsbeiträge mehr, auf der Zuwandererseite Bürgergeld. Ein negativer Doppelwumms.”

        Richtig.

        Aber solange die Mehrheit der Altparteienwähler einen Doppelwumms will…muss man es so akzeptieren .

        Die möglichen Koalitionspartnersvhaften,nach evt. Neuwahlen,lassen keinen Lichtblick zu,dass sich etwas zum Positiven für Deutschland ändern wird.

        Umfragen in Brandenburg zeigen jetzt auf,dass die atlantikbrückenskeptische Wagenknecht-Partei ja haupsächlich den Linken (Gott sei Dank …) schadet und auch die FDP und Freie Wähler nicht mehr mitregieren würden… :-)

        https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/brandenburg-umfrage-wagenknecht-bei-11-prozent-linke-muss-um-einzug-in-den-landtag-furchten-10859533.html

        Fazit: 4er Koalitionen und Zustände wie in Italien und die Gesellschaft spaltet sich…”dank” der Parteiendemokratie…immer weiter.

        Fazit:
        Gefangen in der Abwärtsspirale …

      • weico
        weico sagte:

        HR.Stelter hat ein schönes Bild repostet,dass toll aufzeigt wie die Russland-Sanktionen “wirken” (sic!) bzw. für Deutschland zum richtigen Bumerang wurden..:-)

        https://twitter.com/RobinBrooksIIF/status/1728467822416674847

        Anmerkung:
        Die Notlage wir ja von der Ampel damit begründet,dass der Ukraine-Konflikt die Ursache der jetzigen Notlage sei..!

        Ob sich da nicht manch ein
        “Michel” wohl etwas gar verarscht vorkommt.??

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Gnomae

        Bzgl. Goodyear u.a.: was ist denn der teuerste Input-Faktor beim Reifen? Und wo wird der produziert? Zudem – wo sind die größten Absatzmärkte?

        Unternehmen machen sich bei harten Entscheidungen auch gern nen schlanken Fuß und nehmen einen gerade verfügbaren Sündenbock. Lässt einen nicht so gierig aussehen.
        (Damit sind die Unternehmen defacto auch im Mainstream angekommen. Gewinn ist nunmal der GEWOLLTE Treiber der Marktwirtschaft und des Wohlstandes.)

        PS Siehe Industriestrom und Chemieindustrie. 20% der dortigen Energie sind Strom, der Großteil Erdgas (/Erdöl). In der öffentlichen Diskussion sah das ganz anders aus. Dass die Standorte zum günstigen GAS wandern, ist betriebswirtschafltich logisch. Dass die erneuerbare-Energien-Politik dafür zuständig gemacht wird, naja…

        PS2 Immer aufpassen, welchem Narrativ man bereitwillig folgt. Das endet auf der grün-roten wie auf der blau-schwarzen Seite im Desaster. Zwar an unterschiedlichen Stellen, aber im Desaster. Es mangelt ganz grundsätzlich an der Bereitschaft, erstmal komplette TRANSPARENZ zu schaffen und DANN um eine vernünftige Lösung zu ringen. Stattdessen erschöpft sich der Kampf im Nachweis der NICHTTranzaparen der anderen Seite.

        Abenteuerlich, ärgerlich, leider nicht zu ändern. Wegen schwarz-weiß-Sehnsucht der Bevölkerung und Erkläungsunfähig- und -unwilligkeit des politisch-medialen Komplexes. (zu Naturwissenschaften einen tiefer zu @komol).

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        “Dass die Standorte zum günstigen GAS wandern, ist betriebswirtschafltich logisch. Dass die erneuerbare-Energien-Politik dafür zuständig gemacht wird, naja…”

        Tja, warum kriegen wir denn kein günstiges Gas in Deutschland mehr? Hat das vielleicht doch irgendwas mit einer Entscheidung der Bundesregierung zu tun?

        “Immer aufpassen, welchem Narrativ man bereitwillig folgt. Das endet auf der grün-roten wie auf der blau-schwarzen Seite im Desaster. Zwar an unterschiedlichen Stellen, aber im Desaster. Es mangelt ganz grundsätzlich an der Bereitschaft, erstmal komplette TRANSPARENZ zu schaffen und DANN um eine vernünftige Lösung zu ringen.”

        Was soll das denn bitte werden? Etwa ein Wahlappell für die gelbe Partei, die so sehr für finanzpolitische Transparenz steht, in jeder nachträglich erklärten Haushaltsnotlage aufs neue? :D

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser

        Sehen Sie, Sie wollen auch keine Transparenz, weil dann der Traum vom Kuss der blauen Fee schlagartig zu Ende ist und Sie in der grauen komplizierten Wirklichkeit ankommen.

        https://www.oxfordenergy.org/wpcms/wp-content/uploads/2017/11/Energetika-20171109.pdf

        S. 6. Und dann überlegen Sie mal, warum es die rote Linie gab (niedrige Preise) und warum wir JETZT (LNG Terminals stehen) nicht zu 2013 zurückkehren sollten. Mir fällt nix ein.

        1. Fehler: schwarz-rot hat versäumt, ein/zwei Terminals zu bauen
        2. Fehler: Ukrainekrieg
        3. Fehler: NS1 Erpressungsversuch
        4. Fehler: NS Sprengung
        5. Richtig: schnell und viele LNG Terminals genehmigen und hinstellen.

        Konsequenz: Gaspreis höher, aber Versorgung sicher.

        PS Nee, gelb ist auch schwierig. Die haben die Marktwirtschaft auch verraten. Da ich aber wählen muss (intrinsisch wegen Diktaturerfahrung), wird‘s vermutlich das kleinste Übel sein.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        Ah ja, der lindgrüne Propagandist, der angeblich gar keiner sein will, redet auch schon von Transparenz.

        “S. 6. Und dann überlegen Sie mal, warum es die rote Linie gab (niedrige Preise) und warum wir JETZT (LNG Terminals stehen) nicht zu 2013 zurückkehren sollten. Mir fällt nix ein.
        (…)
        5. Richtig: schnell und viele LNG Terminals genehmigen und hinstellen.
        Konsequenz: Gaspreis höher, aber Versorgung sicher.”

        Äh, vielleicht weil unsere Wettbewerbsfähigkeit höher wäre, wenn wir unser Gas günstiger einkaufen würden? Ist nur so eine Idee…

        Sehr interessante Dartenreihe in dem Chart übrigens, mit den US LNG Preisen bis zurück ins Jahr 2011. Haben Sie auch einen Chart, der die Transportkapazität für US LNG nach Europa und im Vergleich dazu die Pipelinekapazität aus Russland zeigt, oder ist das das dann schon wieder zu viel Transparenz für Sie?

      • weico
        weico sagte:

        @Stoertebekker

        “5. Richtig: schnell und viele LNG Terminals genehmigen und hinstellen.

        Konsequenz: Gaspreis höher, aber Versorgung sicher.”

        Die Versorgung war vorher schon sicher und wäre durch Nord Stream 2 noch sicherer geworden, weil man die korrupten Ukraine dann umgehen konnte und die Durchführkosten gespart hätte.

        Man hätte ,nach den Sanktionsentscheiden noch viel mehr LNG Terminals in Deutschland hinstellen sollen, dann müssten die Russen nicht über andere Häfen …. Deutschland und die EU versorgen. :-)

        https://www.ft.com/content/aff34dec-9fbb-4158-9af8-7a7761b25893

        Über das russische Gas, dass nun über den Umweg von Indien,China usw. die EU erreicht … wollen wir gar nicht erst reden.

        Kapitalismus und Marktwirtschaft funktioniert eben Bestens…und zeigt wunderbar die westliche Moral auf !

      • weico
        weico sagte:

        Wie absolut unfähig die Ampelregierung auch bei dem Klimathema AGIERT, sieht man am RESULTAT der gewaltien CO2-Emissionen !

        Don Alphonso dazu:

        https://twitter.com/_donalphonso/status/1730168025091903892

        Wie üblich ist Deutschland der grösste Klimaschädling der EU…nach Polen !

        Zum Glück werden die CO2-Abgaben ja immer höher und damit die Energiepreise …..und der Michel wacht dann …vielleicht… langsam auf !

        Aber die grün-sozialistischen Dummies wollen lieber, neben der Weltrettung, Deutschland weiter mit Windrädern zupflastern und eine Wasserstoffwirtschaft aufbauen…! :-)

        Zum Glück liefert Amerika, Russland usw. ja genügend teures LNG…sonst wäre die Karte mit den CO2-Emissionen noch schlimmer…!

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser Ott

        Sie träumen ja immer noch.

        „Äh, vielleicht weil unsere Wettbewerbsfähigkeit höher wäre, wenn wir unser Gas günstiger einkaufen würden? Ist nur so eine Idee…“

        Was Sie oder die blaue Fraktion oder wer auch immer sich an Gaspreisen WÜNSCHEN, interessiert weder Vladimir Vladimirowitsch NOCH den Weltmarkt. Da gibt’s knallharte Commodity-Bepreisung.

        Ja, ich hab die Datenreihen. Die führen zu meiner obigen Aussage. Wenn Sie mir erklären wollen, warum RUS wieder WEIT unter LNG an uns verkaufen soll, bitte, gern. Gibt genau Null Notwendigkeit. (Kriegsende/Wiederannäherung/ggfs Reparatur NS vorausgesetzt)

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @weico

        „ Die Versorgung war vorher schon sicher und wäre durch Nord Stream 2 noch sicherer geworden, weil man die korrupten Ukraine dann umgehen konnte und die Durchführkosten gespart hätte.“

        Selektive Wahrnehmung. Leute, denkt doch einfach mal mit.

        a) Die Versorgung war GÜNSTIG, aber nicht sicher. Putin hat doch den Gashahn NS1 zugedreht, um uns an der Nase rumzuführen. TROTZ bestehender Verträge.

        b) SICHER ist die Versorgung, wenn man Zweit- ggfs. Drittlieferanten hat. Macht jedes gute Unternehmen. Wenn nicht – siehe Ford und Kiekert. Zwei/drei LNG-Terminals wären vermutlich ausreichend gewesen, um auf der Preisklaviatur bei Verhandlungen virtuos zu spielen.

        Sichere Versorgung ist immer/meistens etwas teurer. Wer sich an ein Monopol hängt, ist irgendwann am Fliegenfänger und wird dann preislich ausgequetscht. Siehe Podcast zu amazon/Monopolen.

      • weico
        weico sagte:

        @Stoertebekker

        “a) Die Versorgung war GÜNSTIG, aber nicht sicher. Putin hat doch den Gashahn NS1 zugedreht, um uns an der Nase rumzuführen. TROTZ bestehender Verzräge”

        ..NACHDEM Sanktionen gegen Russland ausgesprochen wurden,gab es kurzfristig kleine Gegenreaktionen.

        Da wir ja bei der Wahrheit bleiben wollen sei erwähnt,dass die Lieferungen trotz Sanktionen weiter fortgeführt wurden ..auch über andere Pipelines…und man in Deutschland die Gasspeicher füllen konnte.
        Die Wärmestuben mussten nicht gebaut werden….und die Russenangst war einmal mehr völlig unbegründet. :-)

        https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/nord-stream-1-gazprom-drosselt-lieferungen-weiter-nur-noch-20-prozent-der-kapazitaet-a-470b1991-21a5-4000-9d28-6a2277417f31

        Wie zuverlässig der russische Lieferant ist,können die Ukrainer sicher bestätigen.
        Trotz des Konflikts wird das Gas geliefert.

        Ob die Ukrainer auf das russische Gas und die Durchleitungsgebühren wirklich verzichten wollen ,wird man sicher bald erfahren.. :-)

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @weico

        Was haben die Sanktionen mit der Gaslieferung zu tun?

        Es gab einen Vertrag. Der wurde erfüllt, richtig. Weiß auch nicht, ob Sanktionen lt. Vertrag ein Kündigungsgrund wären.

        Bis RUS über NS1 nicht mehr geliefert hat. Und mit reparierten Siemens-Turbinen (eigentlich Sanktionsbrecher auf westlicher Seite!) angefangen hat, ein idiotisches Spiel zu spielen.

        RUSSLAND hat den Vertrag gebrochen. Wir haben genommen und brav bezahlt. Nach russischen Spielregeln (Kontengedaddel, Sie erinnern sich?)

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        Wollen Sie eigentlich wirklich mit “Transparenz” diskutieren, oder doch nur irgendwelchen Unsinn verbreiten, von dem Sie glauben, dass er eventuell irgendwelchen “grünen Investments”, die sie haben, zu unser aller anderen Schaden, nutzen könnte?

        Wär ja die typische lindgrüne FDP-Grünen-Attitüde und würde dazu passen, wie die als Regierungsparteien unseren ganzen Staat abwracken, aber haben Sie das echt auch persönlich nötig? Oder, noch schlimmer, erzählen Sie das alles bloß, weil es Ihr grünes Weltbild eben so vorsieht?

        “Was Sie oder die blaue Fraktion oder wer auch immer sich an Gaspreisen WÜNSCHEN, interessiert weder Vladimir Vladimirowitsch NOCH den Weltmarkt. Da gibt’s knallharte Commodity-Bepreisung.”

        Da gibts vor allen Dingen langfristige Lieferverträge für Großmengen von Pipeline-Gas – und dieses Gas landet eben zum großen Teil nicht auf den Spotmärkten. Aber Sie weigern sich ja immer noch, das zu begreifen.

        “Ja, ich hab die Datenreihen.”

        Haben Sie überhaupt verstanden, worauf ich hinauswill?

        2011 existierten überhaupt nicht die Kapazität und die logistischen Voraussetzungen, um Europa in nennenswerten Mengen mit US-LNG zu beliefern! Und da fangen Sie trotzdem an, irgendwelche Preischarts zu reproduzieren, um scheinbar zu zeigen, wie günstig US-LNG für Europa angeblich dauerhaft ist.

        “Wenn Sie mir erklären wollen, warum RUS wieder WEIT unter LNG an uns verkaufen soll, bitte, gern. Gibt genau Null Notwendigkeit. (Kriegsende/Wiederannäherung/ggfs Reparatur NS vorausgesetzt)”

        Weil es im Wiederannäherungs-Szenario in Russlands strategischem Interesse wäre – zumindest sollten wir das aus deutscher Perspektive hoffen – uns über einen langfristigen Pipeline-Liefervertrag an sich zu binden?

        Der Putin ist doch so böse und so verschlagen und so perfide – können Sie wirklich sich gar nicht vorstellen, dass er uns so ein teuflisches Angebot machen könnte, um Zwietracht zwischen uns und unserem Energiesicherheits- und Infrastruktursicherheits-Garantenland USA zu säen? ;)

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser

        Sie VERSTEHEN es wirklich NICHT.

        Alles, was Sie schreiben als richtig unterstellt, WARUM sollte Putin für das Pipeline-Gas einen LNG-Preis-15% aufrufen statt LNG-1%? WARUM, um Gotteswillen. Der ist nicht und war nie die Mutter Theresa. Und auch bei LNG-1% oder -2% sind alle Ihre anderen Gründe erfüllt.

        PS Lassen Sie‘s unternehmern sein. Mit Gefühlen und netten Gesten kommen Sie langfristig nicht erfolgreich über die Runden.
        PS2 Dass Sie mir was von Spot und Langfrist erzählen wollen, hat schon wieder was Lustiges, genaugenommen H2/H2O-Niveau. Bleiben Sie besser bei Ihren Leisten bzw. Ihrem Papier. Falls Sie mal in die Politik gehen und Wahlkampf machen, komme ich mal als Nachfrager vorbei. Versprochen.

    • dobeldo
      dobeldo sagte:

      Welches Land wollte uns denn durch Drosselung von Gas aus NS1 erpressen und welche Partei war bereit sich tief zu bücken ;-)

      Antworten
      • dobeldo
        dobeldo sagte:

        Wer afd wählt, wählt Putin in den Bundestag. Einen Politiker der nie gearbeitet hat in der freien Wirtschaft. Ein Versager auf ganzer Linie. Konnte noch nicht einmal seine Familie zusammenhalten.

  3. weico
    weico sagte:

    “@bto:Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sollte erwägen, diese Idee mit in die Verhandlungen mit seinen Koalitionspartnern zur Aktienrente zu nehmen.”

    Lindner sollte eher erwägen,den Bürger wieder in den Mittelpunkt zu stellen…. und nicht den Staat.

    Er sollte sich die Rede von Hr.Westerwelle zu Gemüte führen…bevor die Partei noch unter die 5% Umfrage-Marke fällt.

    https://twitter.com/1234Fit/status/1694252526260933095/mediaViewer?currentTweet=1694252526260933095&currentTweetUser=1234Fit

    Antworten
    • komol
      komol sagte:

      Ja, die FDP sollte sich jetzt gegen Trend und Zeitgeist noch die finale Kugel geben (oder anders gesagt: sie muss; das ist alternativlos; intellkt. Sack(!)gasse :-)). Aber bitte in Zeitlupe (das ist ebenso alternativlos), wir wollen es ja genießen :-) Eigentl. wollten wir sie vor dem BVG-Urteil jetzt damit kriegen; ein Schelm wer denkt dass das BVG aufs Gegenteil aus war, es mit dem Urteil aber gerade bekommen wird (und vllt. noch viel mehr :-)) Beste sozialtechnologische Grüße

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @komol

        “Ja, die FDP sollte sich jetzt gegen Trend und Zeitgeist noch die finale Kugel geben (oder anders gesagt: sie muss; das ist alternativlos; intellkt. Sack(!)gasse :-)). ”

        Die dümmliche Folge nach Trend und Zeitgeist hat die FDP ja gerade erst in diese kritische Lage gebracht.

        Merke:
        “The trend is your friend, until the end when it bends” :-)

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @komol

        n bisschen off-topic zwischen zwei Außeneinsätzen und weil hier etwas kreativeRuhe herrscht.

        An die Gen3-4 Transformationsprediger: so ganz ohne Naturwissenschaften wird es dann doch nicht gehen.

        Hier ein wunderschönes Beispiel der republikanischen Senatorin Miller (@Confuser-Bro: das können Senatoren auch): “Hydrogen is often described as the future of clean and affordable energy. There are multiple ways it can be developed, but the most effective way is through a process called carbon capture utilization and storage. This process takes coal and natural gas emissions and converts them into hydrogen.”

        Wer glaubt, dass aus CO2 Wasserstoff gewonnen/produziert werden kann, der hat den “magic wand” von Harry Potter. Besser die regierenden Nicht-Naturwissenschaftler lassen sich mal n paar Grundlagen erklären, bevor sie alle möglichen Energie(relevanten)gesetze beschließen…

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @stoertebekker: Solange die Transformationsprediger jeglicher couleur das Sagen haben, kann man nur darauf warten, dass sie es an die Wand fahren. Danach kann es evtl. besser werden.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        “Wer glaubt, dass aus CO2 Wasserstoff gewonnen/produziert werden kann, der hat den “magic wand” von Harry Potter. Besser die regierenden Nicht-Naturwissenschaftler lassen sich mal n paar Grundlagen erklären, bevor sie alle möglichen Energie(relevanten)gesetze beschließen…”

        Die wirklich interessante Frage ist doch: Wie hoch müsste die staatliche Förderquote sein (natürlich bezogen auf die Kosten, nicht auf den Gewinn…), damit Sie auch in so ein offensichtlich schwachsinniges Konzept als “grünes Startup” investieren? 110 Prozent vielleicht? ;)

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser Ott

        Ihre Welt ist weiterhin zu unterkomplex. Die staatliche Förderquote reicht als Invest-Kriterium lange nicht aus. Sie sehen ja gerade, wie das mit den jährlich geplanten und verabschiedeten Staatshaushalten läuft. Heute Förderung bei erfolgreichem Ausstieg versprechen, übermorgen ist das aufgrund der Haushaltslage oder einer anderen Regierung oder oder oder vergessen. (Bei mir lagen knappe 4 Jahre zwischen Invest und versprochener Förderung, die es nun so nicht mehr gibt. Obwohl alle Bedingungen aus dem Ursprungsantrag erfüllt sind.)

        Deshalb niemals in Unsinn investieren (es sei denn man wähnt sich am Beginn eines Ponzi-schemes), die Idee muss sich auch allein tragen können. Und auch dann geht’s meistens schief.

        PS Lesen Sie nicht soviel, machen Sie lieber mal n bisschen. Da kommt man zu ganz praktischen Einsichten, wie’s wirklich läuft.
        PS2 Eigentlich hatte ich nur an @komol geschrieben, weil der die soziologischen Aspekte der Entwicklung in neue Strukturen als DIE entscheidende Einsicht propagiert. Wollte nur darauf hinweisen, dass, wenn man wegen Nichtwissens bzgl. Essen, Heizung, Wohnung wieder in der kalten Reisighütte haust (oder in den warmen Süden migrieren will), Nachdenken über Tertiärbedürfnisse zum Luxus wird. Erstmal die Basics ordentlich zusammenbekommen und Störfeuer unterlassen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        “Sie sehen ja gerade, wie das mit den jährlich geplanten und verabschiedeten Staatshaushalten läuft. Heute Förderung bei erfolgreichem Ausstieg versprechen, übermorgen ist das aufgrund der Haushaltslage oder einer anderen Regierung oder oder oder vergessen.”

        Tja, Fördermittel-basierte Geschäftsmodelle vertragen sich ganz schlecht mit Haushaltssperren.

        “Deshalb niemals in Unsinn investieren (es sei denn man wähnt sich am Beginn eines Ponzi-schemes), die Idee muss sich auch allein tragen können. Und auch dann geht’s meistens schief.”

        Da stimme ich Ihnen voll zu – aber wie Sie auch hier in diesem Kommentarbereich immer wieder sehen, gehen die Auffassungen darüber extrem auseinander, was denn eigentlich Unsinn ist und was nicht.

        Außerdem: Wollen Sie nicht mit der Zeit gehen und die grüne Transformation vorantreiben, einfach weil die so toll fortschrittlich ist, bis man wegen ihr pleite geht? ;)

        “PS Lesen Sie nicht soviel, machen Sie lieber mal n bisschen. Da kommt man zu ganz praktischen Einsichten, wie’s wirklich läuft.”

        Mache ich doch. Ich hab nur auf persönlicher Ebene nicht das Mitteilungsbedürfnis, dann solche typischen Stoertebekker-Landlust-Sätze ala “Draußen scheint die Sonne und hier bei mir gehts gleich noch in den Messraum wo ich mir schon einen frischen Prototypen zum Prüfen bereitgelegt habe” hier zu posten…

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser

        Zum letzten Satz: woher wissen Sie? 😳 In der Tat ein sonniger Wintertag in MV.

  4. Gnomae
    Gnomae sagte:

    “…Diese Einnahmen sollten nicht im allgemeinen Steuertopf versinken, sondern ausschließlich zum Aufbau eines Fonds dienen, aus dem alle Bürger nach Erreichen der Altersgrenze eine jährliche Zahlung erhalten. In der Tat könnte so ein Fonds der Nukleus sein, um den herum weitere kapitalgedeckte Vehikel entstehen.”

    Der Wert eines erhaltenen Arbeitsplatzes ist für die Bürger sicher mehr wert als Erbschaftssteuerzahlungen von Unternehmern. Damit auch ältere in die Rentenversicherung einzahlen, sollte der Kündigungsschutz für Arbeitnehmer ab 55 wesentlich gestärkt werden.

    Grundsätzlich sollte die Altersvorsorge bestehen aus Rentenversicherung, betrieblicher Rentenversicherung und privaten Bausteinen. Gleichzeitig sollte frühzeitig der Eigentumserwerb einer Wohnung / Haus langfristig gefördert werden, sei es durch Zuschüsse, Zinsvergünstigungen oder Abschreibungen.

    Von staatlichen Fonds ist grundsätzlich abzuraten, da diese letztendlich ein Versorgungswerk für (verdiente) Parteimitglieder werden und auch wieder der Gefahr unterliegen, dass deren Zweck ausgedehnt wird.

    Erst sollte man zu den Grundsätzen zurückkehren: Eine Rentenversicherung zahlt Renten, und sonst nichts.

    Der Niedriglohnsektor war eine Fehlentwicklung. Dies ist eine reine Subvention von Firmen und Arbeitgebern und schlägt sich natürlich in weniger Rentenbeiträgen nieder.

    Lieber in einem ungerechten System leben, als die ganze Welt beglücken und alle gleich zu machen.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @ Gnomae

      “Der Niedriglohnsektor war eine Fehlentwicklung. Dies ist eine reine Subvention von Firmen und Arbeitgebern und schlägt sich natürlich in weniger Rentenbeiträgen nieder.”

      Richtig.

      Deutschland sollte ein Hochlohnland sein.
      Dann würden auch wirkliche Fachkräfte kommen bzw. die eigenen Fachkräfte nicht abhauen .
      Zudem würde die Innovation dadurch ebenfalls gesteigert werden und die grosse Lohndifferenz würde wohl auch einen Anreiz für die etwas motivationsschwachen Bürgergeldempfänger bieten.

      Aber dieser Zug um ein Hochlohnland zu werden ist ….durch das EU- Projekt und die Einheitswährung …zunichte gemacht und schon längst abgefahren .

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        Hier der guter Rat der südländischen Freunde .. :-)

        Griechischer Ex-Minister rät Deutschland zum Verkauf seiner Inseln

        https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/jetzt-schlagen-die-ex-pleite-griechen-zurueck-verkauft-doch-eure-inseln-ihr-plei-86186406.bildMobile.html?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.bild.de%2Fpolitik%2Finland%2Fpolitik-inland%2Fjetzt-schlagen-die-ex-pleite-griechen-zurueck-verkauft-doch-eure-inseln-ihr-plei-86186406.bild.html

        Zuerst hat die Klimaregierung aber wichtigeres vor .
        Man muss mit über 250 Delegierte/”Experten” zum Umweltgipfel nach Dubai reisen…um das Klima und die Welt zu retten.

        Frage nach den Kosten..?

        Antwort: :
        “Welche Kosten durch die Mega-Delegation entstehen, konnte Staatssekretärin Morgan nicht beantworten. Die Summe werde nicht zentral erfasst.” :-)

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico

        “Griechischer Ex-Minister rät Deutschland zum Verkauf seiner Inseln”

        Wir könnten auch Berlin am Markt anbieten, aber die Stadt ist ja so versifft und unproduktiv, dass wir noch Geld drauflegen müssten, damit sie uns irgendjemand abnimmt…

        Ich finde diese “innovative” Idee hier viel besser:

        “Top-Ökonom fordert: Feiertage abschaffen, um den Haushalt zu retten!”
        https://www.bz-berlin.de/deutschland/top-oekonom-fordert-feiertage-abschaffen

        Und zwar gleich zwei: Einen für die “grüne Wirtschafts-Transformation” und einen für die Ukraine-Alimentation (“Verteidigungs-Etat”). Ich würde den ersten und den zweiten Weihnachtsfeiertag dafür vorschlagen, könnte man im Eilverfahren vielleicht sogar noch dieses Jahr umsetzen…

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott

        Weniger Feiertage: Meine Einschätzung aus 30 Jahren Praxis: Bei stagnierender Auftragslage / Nachfrage / Wirtschaft wird die zu verrichtende Arbeit auf die zusätzliche Arbeitszeit ausgedehnt und ggf. sinkt sogar noch die Produktivität aus Trotz. Und mit zwei Feiertagen weniger wird auch noch weniger konsumiert. Ei ei ei…

        Linear-Denken vom Feinsten.

        Man könnte das ja mal in eine Volksabstimmung geben. Dann wüsste man anschließend, wie sehr die Bürger tatsächlich hinter ökologischer und militärischer Transformation stehen. Ich schätze, diese sind 80% der arbeitenden Bevölkerung keine zwei Feiertage wert…

      • dobeldo
        dobeldo sagte:

        Bis dann der Iwan kommt und alles schlechter wird. Dann reden wieder alle davon das früher alles besser war. Politik sollte sich eben nicht am kruzfristigen Stimmungbild des Pöbels orientieren sondern langfristig handeln. Das sie dies nicht tut, ist mir bewusst, macht ihreren Einwurf aber auch nicht sinnvoller.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        “Meine Einschätzung aus 30 Jahren Praxis: Bei stagnierender Auftragslage / Nachfrage / Wirtschaft wird die zu verrichtende Arbeit auf die zusätzliche Arbeitszeit ausgedehnt und ggf. sinkt sogar noch die Produktivität aus Trotz.”

        Die Erfahrung kann ich aus der Praxis voll bestätigen – allerdings dürfte der Effekt in einer tatsächlich nahe an 100% Auslastung arbeitenden Fabrik mit Schichtdienst und rollender Woche und bei allen möglichen Tätigkeiten, die man ihrer Natur nach nicht “in die Länge ziehen” kann, ein anderer sein: Da wirkt es dann tatsächlich bloß noch wie eine Reduzierung des bezahlten Urlaubsanspruchs, also mehr Arbeit und niedrigerer Verdienst pro Stunde wenn man ihn auf alle Stunden im Jahr (inklusive Urlaubs- und Feiertagsstunden) bezogen ausrechnet und nicht nur auf die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden.

        “Und mit zwei Feiertagen weniger wird auch noch weniger konsumiert”

        Das ist doch super für unsere CO2-Bilanz! Wussten Sie nicht, wie klimaschädlich unser Konsum ist?;)

        @dobeldo

        “Bis dann der Iwan kommt und alles schlechter wird.”

        Sie können ja gern freiwillig mehr arbeiten und den Verdienst komplett an den deutschen Staat verschenken (“Schuldentilgungskonto des Bundes” – IBAN: DE17 8600 0000 0086 0010 30, BIC: MARKDEF1860) damit es der böse Ivan nicht bis vor Ihre Türe schafft. Hoffentlich werden dann von Ihrem Solidaritätsbeitrag auch tatsächlich Panzer gekauft und nicht irgendwelche gabunesische “unbegleitete minderjährige Asylbewerber” mit Bart von ihm alimentiert, aber da müssen Sie wohl Vertrauen in die Zuverlässigkeit unserer tollen Regierung haben (hahahahahahahaha).

        Wäre tatsächlich ein spannender Test um zu sehen, wie fanatisch und durchgeknallt Sie tatsächlich sind. Posten Sie doch den Überweisungsbeleg, wenn Sie auf das Schuldentilgungskonto gespendet haben. :)

      • weico
        weico sagte:

        @Thomas M.

        “Man könnte das ja mal in eine Volksabstimmung geben. Dann wüsste man anschließend, wie sehr die Bürger tatsächlich hinter ökologischer und militärischer Transformation stehen. Ich schätze, diese sind 80% der arbeitenden Bevölkerung keine zwei Feiertage wert…”

        Richtig !

        Der ZAHLER soll auch ENTSCHEIDEN können!

        Nebenbei :

        Solange man aber schon Mühe hat die Kleiderregeln im Parlament durchzusetzen, sollte man nicht schon von Volksabstimmungen träumen.

        Warnung …kann bleibende Folgeschäden auslösen : :-)
        https://twitter.com/KickTurk/status/1729769456123973689

      • dobeldo
        dobeldo sagte:

        @Ricardowitsch:
        Die Ukraine bekommt dieses wie im letzten Jahr alle Kapitalertraege direkt. Das sie in ihrem Staatsfetisch wieder den Umweg ueber den deutschen Bundestag vorschlagen, ueberrascht mich wenig. Eigenveranwortung ist Fremdwort fuer sie.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @dobeldo

        “Die Ukraine bekommt dieses wie im letzten Jahr alle Kapitalertraege direkt.”

        Sie Lügner, so kann man deutsche Kapitalerträge gar nicht verbuchen, das geht schon wegen der Abgeltungssteuer nicht.

        Aber meine Frage war ernst gemeint. Wieso arbeiten Sie nicht freiwillig länger und schenken das Geld dem Staat? Wollen Sie denn nicht – so wie es die Grünen es bei ihren schwachsinnigen Alleingängen immer formulieren – “Vorreiter” im Kampf gegen den bösen Russen sein?

      • dobeldo
        dobeldo sagte:

        Natürlich zahle ich die Abgeltungssteuer vorher. Die wird bei deutschen Brokern+Banken eh einbehalten und für mich abgeführt. Der Rest geht aber an die Ukraine.

        Ans Arbeiten im Angestelltenverhältnis denke ich derzeit nicht. Ich gehe momentan eigenen Projekten nach. Ob die sich mal monetarisieren lassen, weiß ich noch nicht. Es sind momentan nur wissenschaftliche Veröffentlichungen.

        Ich könnte aber schwach werden bei der Vorstellung das ein Untergebener Putin berichten muss das dobeldo wieder für Geld arbeiten geht und es komplett an die Ukraine spendet. Wie er dann wütend auf den Tisch haut <3 Träumchen, aber so viel bin ich am Arbeitsmarkt dann doch nicht wert.

        Aber Danke für den Lacher.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @dobeldo

        “Natürlich zahle ich die Abgeltungssteuer vorher. Die wird bei deutschen Brokern+Banken eh einbehalten und für mich abgeführt. Der Rest geht aber an die Ukraine. (…) Aber Danke für den Lacher.”

        Der Dank geht zurück an Sie, Sie sind ja noch viel wahnsinniger als ich bisher dachte.

      • dobeldo
        dobeldo sagte:

        Jetzt komm schon, dass kannst du besser. Du weißt doch schon das es mir egal ist was du von mir hälst.

  5. Felix
    Felix sagte:

    Was ein Gejammer hier. 50 Jahre zu spät und dazu ein bißchen Soziologenspaß. Doc Fischer ist hier als einzige auf der Spur: die Alten werden gestorben und die Neuen gewöhnen sich an die Armut. Jeder eine Wohnwabe mit Unterhaltungselektronik. Das regelt sich alles biologisch, denn nur juristische Personen sind unsterblich. Bisher.

    War nur Spaß. In Wirklichkeit hat unsere Regierung einen Plan und wir stehen vor einer glänzenden Zukunft.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Felix

      “In Wirklichkeit hat unsere Regierung einen Plan und wir stehen vor einer glänzenden Zukunft.”

      Aber nur genau dann, wenn die Regierung ab jetzt jedes Jahr eine Notlage erklärt. ;)

      Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Felix
      Die WHO bereitet einen globalen ” Pandemie-Vertrag” vor, der es in sich hat-
      am besten informiert Norbert Haering über Details: so könnten die WHO nationale Grundrechte dann eigenmächtig ausser Kraft setzen , wenn WHO einen ” Gesundheits-Klima-Notstand festzustellen beliebt.
      Notstandsgesetze für alle Notlagen, fraglich, ob es dann noch jemals zu BT-Wahlen kommen kann?
      https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Vertrag_zur_Pandemiepr%C3%A4vention
      Frage an Sie ( OT) :
      Bayers Glyphosat wurde von der EU für weitere 10 Jahre zugelassen, Jubel bei Bauernverbänden und Medien. Wie kommt es, dass die Bayer -Aktie auf tiefstem Niveau vor sich hin dümpelt?
      ( Ich vermute , dass Leichen im Bayer-Keller demnächst zu stinken beginnen)

      Antworten
      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        Bayer: soweit ich mich erinnere hat Bayer für Monsanto 60 Mrd. bezahlt. Und seitdem hat sich die Marktkapitalisierung auch noch um 60 Mrd. reduziert. Fehlinvestition des Jahrhunderts. Da ist es fast egal, ob Glyphosat noch weiter im Handel bleibt.

    • dobeldo
      dobeldo sagte:

      und Putin das Dreckschwein steckt mit drin. Wirbelt nuklearverseuchten Staub in Tschernobyl auf und will uns alle vergiften.

      Scheiße soll er fressen der Mörder.
      /s

      Antworten
  6. komol
    komol sagte:

    Es ist wirklich unfassbar. Ein Merz freut sich als 90er (aus der Zeit rausgefallen, in die Vorphase, also vor den Eintritt in die finale Übergangsphase von G3 zu G4) zu gelten und spricht dazu völlig unwissend davon, dass wenn Dtl. die Haushaltdisziplin nicht wahren würde, in Europa die Schleussen aufgehen würden. Das ist das intellkt. Ende der CDU!!

    Übrigens werden die jetzt noch anstehenden fünf BVG-Urteile die Reg.(politik) betreffend das befördern, was Mützenich heute anriss: Ein zunehmende (öffentl.) Hinterfragung der Operationen im Teilsystem Recht (in den USA ist das ja schon etwas stärker angelaufen). Das ist das übergreifend Entscheidende, um was es hier soziologisch, d.h. ganzheitl. eingeordnet geht!

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @komol

      “und spricht dazu völlig unwissend davon, dass wenn Dtl. die Haushaltdisziplin nicht wahren würde, in Europa die Schleussen aufgehen würden. Das ist das intellkt. Ende der CDU!! ”

      Ach, Sie kapieren das Problem doch gar nicht.

      Auch im internet-gestützten IT-Sozialismus der vierten Generation werden schnell die Waren knapp, wenn der Staat beziehungsweise dessen ledrige Erfüllungsgehilfin bei der EZB unbegrenzt Geld druckt…

      Antworten
      • komol
        komol sagte:

        @ott

        Ich frage mich, wie man sich (und damit sind jetzt nicht i.e.L. Sie und ihre Verzweiflungsaussage hier gemeint, darum gehts nicht unbedingt) vom Zeitgeist so dermaßen vernaschen lassen kann. Und ich sage Ihnen ehrlich, dass das (nicht überall aber auffällig signifikant) auch was mit dem Alter (also nicht nur Milieuvernetzung etc.) zu tun hat. Das, was die Generationen trennt, war das letzte mal vor 500 Jahren so groß wie heute! Und jetzt fragen Sie sich mal ganz ehrlich nach der Hauptursache dafür.. Bzw. beschreiben Sie mal, wieso die ältere Mehrheit dagegen nicht ankommt.. kann es vllt. sein, dass die jungen durch diese Hauptursache x-mal so sophisticated sind und x-mal so viel wissen (ich meine sozial bzw. gesellschaftlich relevantes Wissen!!!) wie die alten???

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @komol

        “Das, was die Generationen trennt, war das letzte mal vor 500 Jahren so groß wie heute! Und jetzt fragen Sie sich mal ganz ehrlich nach der Hauptursache dafür..”

        Äh, weil nicht genug Geld gedruckt wird? Oder kommt jetzt wieder irgendwas mit Kommunismus?

        “Bzw. beschreiben Sie mal, wieso die ältere Mehrheit dagegen nicht ankommt.. kann es vllt. sein, dass die jungen durch diese Hauptursache x-mal so sophisticated sind und x-mal so viel wissen”

        Ach so, wegen Internet! Ja, natürlich! Das macht auch wie von Zauberhand, dass immer und überall in der Planwirtschaft genug Waren da sind, selbst wenn keiner Lust auf Arbeiten hat. :D

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        Es gibt keine “juristische Person” ohne das ein Mensch diese mit seiner Unterschrift zeichnet, noch nicht einmal eine Obligation!
        Wenn Sie es nicht verstehen, dann ist es …
        https://youtu.be/TdSgO04zHq4?si=VT8v3ydONNqR33gC
        Guckst du hier
        “Borbetomagus (Im Nebel der Geschichte Teil 3)
        Was verbirgt sich hinter dem „Renaissance-Humanismus“?”

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @Komol:” kann es vllt. sein, dass die jungen durch diese Hauptursache x-mal so sophisticated sind und x-mal so viel wissen”

        Das war jetzt aber Realsatire. Gehen Sie mal an die heutigen Universitäten. Ah, Sie sind ja wohl da irgendwo Soziologe. Erklärt alles.

      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Ach so, wegen Internet! Ja, natürlich! Das macht auch wie von Zauberhand, dass immer und überall in der Planwirtschaft genug Waren da sind, selbst wenn keiner Lust auf Arbeiten hat.”

        Das Internet wird auch immer beliebter um sich über Ungerechtigkeiten und sonstige Sachen zu beschweren.

        Zurzeit wird eine Deutsche Flugbegleiterin “gefeiert” , weil die aus der Wohlfahrtsoase Deutschland stammende Frau wohl noch etwas Mühe mit unserem schweizerischen System der Eigenverantwortung und dem Verursacherprinzip hat.. :-)

        https://www.20min.ch/story/deutsche-beschwert-sich-ueber-schweizer-gebuehrensaecke-und-erntet-hass-483751142675

        Aber man hat ja Verständniss für Leute,die aus politisch und kulturell ganz andersartigen- und von “ganz fernen Länder” kommen. :-)

        Nebenbei:
        In den selben Boulevardmedien wird schon berichtet,wie die Griechen sich nun über die Deutsche Finanzlage freuen/spotten und den “genialen” Vorschlag machen:

        “Verkauft doch eure Inseln..!” :-) :-)

  7. Fala
    Fala sagte:

    Das Aufkommen an der Erbschaftssteuer steht den Bundesländern zu. Die Erhöhung des Steueraufkommens aus der Erbschaftssteuer kann daher bislang nicht zur Finanzierung der Renten herhalten.
    Man müsste zunächst das GG ändern. 2/3 Mehrheit hierfür … sehr unwahrscheinlich.
    Zudem ist das Aufkommen an der Erbschaftssteuer in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich ist – Bayern würde im Ergebnis pro Kopf mehr für die Rentenversicherung zahlen, als Thüringen …

    Antworten
  8. komol
    komol sagte:

    Mit der Fondsidee wäre ich vorsichtiger, zumal wenn man nicht versteht in welcher Zeit wir leben. Solange sich der Wandel von G3 zu G4 vollzieht – und der Strukturwandel der Realwirtschaft war lange aufgeschoben durch die FuK-Krise 07/08 und die dadurch ausgelöste zweite Runde des Gelddruckens mit massiver Vermögenspreisinflation (aber eben keiner CP-Inflation, und warum das nicht, haben die meisten bis heute nicht verstanden) in den 10ern, wird aber jetzt in den 20ern und 30ern virulent – ist jetzt erst einmal nicht mehr mit auf lange Sicht intertemporär ständig steigenden Aktienkursen wie in den letzten mehr als 100-150 Jahren zu rechnen. Ganz im Gegenteil.

    Es ist grausam zu sehen, wie viele einfach nicht begreifen, was los ist, auch wenn wir überall Krise haben und es kontinuierlich immer mehr wird. Wahrscheinlich denken sie, dass das historisch gesehen Zufall ist. Und da machen wir mal einfach so weiter wie wir es über Generationen gelehrt bekommen haben und denken selber nicht weiter drüber nach. Gut, der Mensch ist ein Gewöhnungstier und das Gefährliche ist, dass der Wandel, weil er so epochal ist und wir erst 3 der Art in der Zivilisationsgeschichte (G1-G3) sahen, sehr langsam läuft. Viele werden da wie der Frosch auf der sich langsam erhitzenden Herdplatte sitzen bleiben, aber am Ende kleben und nicht mehr los kommen (das hat irgendwas von sich selbst festkleben :-):-), und es passt ja bildlich gut, wenn man die armen kaputten Mitläufer sieht, welche die Klimakleber aggro von der Strasse wegziehen).

    Aber ich verstehe auch, dass man vieles was passiert, einfach nicht zusammen bringen kann, weil man eben leider nicht ganzheitlich denkt (denken kann). Dies gilt v.a. für die Klimakrise i. Z. mit dem Wandel von G3 zu G4. Hier gibt es 2 Ebenen. Materialistisch gesehen müsste man stark in die Systemtheorie einsteigen und auf die Kopplungen zw. physik., biol., psych und soz. Systemen zu sprechen kommen. Dann könnte man verstehen, wieso es gerade zu Ende von G3 zur Klimakrise kommen musste. Das führt hier aber zu weit. Für die zweite Ebene kann man jedoch genauer vermuten, dass das Klimathema als Thema wie eine Art Proxy bzgl. der Unmöglichkeit des Erkennens des Wandels im Prozess des Wandels von G3 zu G4 wirkt. Wenn wir keine Computer hätten, würden wir zwar merken, dass sich das Klima verändert, doch der Nachweis, dass dies großteils auf menschl. Handeln zurückgeführt werden kann, wäre erstens schwerer (bis, so würde ich sagen, unmöglich), und zweitens hätte die Kommunikation darüber ohne das weiterführende Internet gar nicht so massiv in Schwung kommen können – also zumindest nicht so dermaßen, dass wir, selbst wenn wir zumindest Computer gehabt hätten, am Ende wirklich ernsthaft versucht hätten, etwas gegen zu tun. Die ersten wichtigen großen Konferenzen der 90er hätten vllt. stattgefunden, aber die Nachweisgrundlagen wären zweifelhafter gewesen; man hätte sich deshalb zumindest weniger stark festgelegt (wenn überhaupt), und im Anschluss wäre es auch kaum zu einer so großen Auf- und sich fortgeführt habenden Selbstaufstachelung breiter Bev.teile bei dem Thema gekommen – ich vermute man hätte letztendlich viel mehr den Weg des industr. Weiterso und parallel des Anpassens der Lebensgewohneiten an Klimaveränd. gewählt.

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ komol,
      das klima-thema eignet sich nicht für ihre argumentationen g3/ge etc.
      es ist nicht endgültig geklärt, ob der klimawandel menschengemacht ist; zumal man manipulierte zeitreihen und temperaturen braucht um diesen wandel irgenwie zu beweisen.

      denken sie lieber an ein geschäftsmodel, da sind wenigstens die interessen zu erkennen.

      Antworten
      • komol
        komol sagte:

        Naja, aber an ihrem Zweifel sieht mans ja schon. Unsre Daten und Modelle zeigen zumindest, dass es höchst wahrscheinlich so ist. Hätten wir aber das ganze eletr. Mess-, EDV- und Komm.gerät nicht, gäb es viel mehr von Ihnen, v.a. auch in Verantwortungspositionen.

        Wir müssen anders denken, viel weitgreifender. Hätten wir G3 durch den Buchdruck nicht bekommen, wer weiß ob wir bis heute überhaupt eine Dampfmaschine, geschweige denn Elektr. usw. und damit auch einen Klimawandel hätten..

        Mit dem Klimathema als Proxythema oder quasi Medium zur “Feststellung” des Wandels von G3 zu G4 wird es wahrschl. so werden:

        (wobei man sich immer fragen muss, wieso die Mehrheit den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, also nicht sieht, was Computer und Internet für eine Revolution darstellt, und dass die Krisen in den Funktionssystemen der Gesellschaft alle im Urgrund damit zu tun haben; Hinweis: weil es eben so durchgreifend ist und die G. bis in die kleinsten Kapillaren betrifft (und daran sieht man eben auch gleich mal dass Menschen zu 99,9% Produkt der Gesellschaft sind (bzw. eben Bewußtseinssysteme Nutzobjekte der sozialen Systeme zur eigenen Reproduktion) und eben vorwiegend nur das machen, was andere machen; ein sich selbst verstärkender Diskurs zu dem Thema kann nicht zustande kommen; erst nachher, wenn der Wandel mal durch ist, sieht man immer was los war)) – oder einfacher gesagt: ein System, d.h. hier die G., kann sich nicht selbst beobachten (blinder Fleck), nur durch den internen Aufbau einer künstl. Unterscheidung von sich selbst zu etwas anderem, aber eben nur intern, d.h. hinter der eigentl. S/U-Differenz, die es in Wahrheit ausmacht (und im Wandel erst Recht nicht, dazu braucht es zusätzlich auch noch eine proxy-Unterscheidung hinter dieser künstl. zweiten):

        Wir machen bisschen was, werden den Klimawandel dadurch aber nicht aufhalten, dafür ist es so oder so schon zu spät, denn die wichtigen Kipppunkte sind durch, muss man ehrlich sagen (sagen KForscher bloss ungern, weil damit würden sie sich ja selbst unwichtiger als vorher machen); aber dass wir was machen und v.a. durch die damit verbundenen massiven Kosten kommt der Grunsatzstreit um Menschenbilder, Lebensweisen, Interessen und Gesellschaftskonfiguration so richtig hoch. So wie wir es in G4 durch die Digitalisierung originär erwarten. Bloss eben nicht von daher selbst (das wäre wie gesagt unmöglich wegen dem blinden Fleck) – also es wird nicht über Digit. und die damit schon vollzogenen und noch anstehenden großen Veränderungen der G. gesprochen und wo wir i.S. Gesellschaftskonfiguration am Ende hin wollen (kommen werden). Das ist überall so, nicht nur in Dtl., wo der Hauptproxy das Klimathema ist, auch in USA, wo man mit dem nackteren Kulturkampf zwar (schon) näher am eigentl. Punkt dran ist (man ist ja auch weiter i. S. Digitalisierung (von dort kommts ja)), aber trotzdem auch nicht direkt begreift, woher der Wind eigentl. weht.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @komol

      “Mit der Fondsidee wäre ich vorsichtiger, zumal wenn man nicht versteht in welcher Zeit wir leben. (…) ist jetzt erst einmal nicht mehr mit auf lange Sicht intertemporär ständig steigenden Aktienkursen wie in den letzten mehr als 100-150 Jahren zu rechnen. Ganz im Gegenteil.”

      Jetzt bin ich aber schon ein bisschen überrascht.

      Sie glauben an die Kommunikation als Grundordungsprinzip der ganzen menschlichen Geschichte und des ganzen Universums und an die Einzigartigkeit der modernen Kommunikationstechnologien – und trotzdem sind Sie nicht voll in einen NASDAQ-ETF oder Facebook-Amazon-Apple-Google-Netflix Einzelaktien oder irgendeine ähnliche Strategie investiert?

      Das ist ja fast wie bei Genosse Stöcker, der immer öffentlich Gelddrucken fordert und sich dann privat Goldbarren kauft…

      Antworten
      • komol
        komol sagte:

        @ott

        Na die schon, aber von den 99,9% der anderen NormalU würde ich die nächsten 20-30 Jahre eher die Finger lassen (bzgl. langf. reingehens zumindest). Klar ist aber auch, dass den Wandel so oder so der Staat managen wird müssen, also die Staats- und Schuldenquoten werden so oder so steigen. Und hofftl. hat am Ende nicht noch der Pech, der am Ende bei Übernahmen durch den Staat auf einmal seine Tecaktien abgeben muss :-):-) Also vllt. besser die Währungen und Anleihen der Staaten kaufen, die dort vorne mit dabei sind (also was bzw. das Richtige machen), oder eben solche TecU haben. .. Weniger verlieren als andere wäre ja schonmal optimal .. anyway.. bzgl. der dt. Rente wäre der richtige Schritt die Digit. mit nem xxx-milliarden-sv anzustoßen, anstatt hier die Abgaben der zuk. Rentner zu verbrennen und dann eine Rev. anstatt einer Evolution zu bekommen :-)

    • weico
      weico sagte:

      @komol

      “Mit der Fondsidee wäre ich vorsichtiger, zumal wenn man nicht versteht in welcher Zeit wir leben. ”

      … und wenn man bedenkt in welchem Land ! :-)

      Ein Land, dass mit Währung, Schulden usw. ja schon ganz viele und grosse Erfahrungen gemacht hat und man sehen konnte/kann ….. wie man regelmässig so richtig “vergeigt”.

      Gerade flimmert mal wieder mal eine Eilmeldung über den Bildschirm…:

      Kabinett stimmt Nachtragshaushalt für 2023 zu
      Die Bundesregierung bat den Bundestag, die Notlage nachträglich für das Jahr 2023 festzustellen – mit Verweis auf den »Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Energiepreisschock«, der »auch noch im Jahr 2023 deutlich spürbar« gewesen sei. :-)

      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kabinett-stimmt-nachtragshaushalt-fuer-2023-zu-a-309b4853-da1e-4b05-ab6f-ccee5131052b

      Solchen “demokratischen” Regierungen einen Fonds anvertrauen …über einen langen Zeitraum? Da kann man nur viel Glück und Gottvertrauen wünschen….. :-)

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @ Richard Ott

        “Nachträglich festgestellte “Notlagen” sind immer die schönsten…”

        …und die “glaubwürdigsten” ! :-)

  9. Jop
    Jop sagte:

    25% und 33 Jahre Tilgung bei Unternehmen Vererbung. Da dürfen die Menschen aber nicht so schnell sterben, sonst ist der Bund irgendwann Mehrheitseigner.

    Antworten
  10. Lothar
    Lothar sagte:

    Solch übles Beamtenbashing ist wirklich selten, und dann noch auf so einer renommierten Seite. Ich rate Herrn Stelter sich einmal etwas genauer zu informieren und empfehle ihm die 7 Irrtümer zur Beamtenversorgung zu lesen oder das Urteil des BVerfG zur letzten Kürzung der Beamtenversorgung.
    http://www.vrb.de/pdf/downloads/irrtuemer_beamtenversorgung.pdf
    https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2005/09/rs20050927_2bvr138702.html
    Der Hammer ist aber der Vorwurf der höheren Lebenserwartung. Will Herr Dr. Stelter eine Rentenreform nach Lebenserwartung? Wie hoch ist eigentlich die Lebenserwartung von Ökonomen? Unter dem Gesichtspunkt könnten wir die Renten von Frauen, Akademikern, usw. kürzen und von Rauchern und Alkoholikern erhöhen, oder gleich jährlich an die individuelle Lebenserwartung anpassen. Noch gilt in der Gesellschaft das Narrativ, dass Beamte gut gestellt sind. Es ist in der Gesellschaft noch nicht bekannt, dass Beamte der unteren und mittleren Besoldungsgruppen und bis in den gehobenen Dienst, weniger verdienen, als Bürgergeldfamilien. Das wird sich 2024 mit zu erwartenden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts ändern, und dann wird es richtig teuer. Da sind die 60 Milliarden des jetzigen Urteils des Bundesverfassungsgerichts Peanuts.

    Antworten
  11. foxxly
    foxxly sagte:

    die gesamten sozialkosten sollten raus aus den arbeitskosten!

    damit würde die wirtschaft wieder wettbewerbsfähiger und die sozialkosten gerechter verteilt

    Antworten
      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @foxxly

        „ …….. die kosten müssten über die MWST eingebracht werden“

        Dann bezahlen diejenigen anteilig am meisten, die am wenigsten haben. Das ist jetzt wieso genau eine gute Idee?

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ ch anders,
        natürlich muss man die bedürftigen entlasten. ………. macht man ja sowieso.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Dann bezahlen diejenigen anteilig am meisten, die am wenigsten haben.”

        Wieso, das “Bürgergeld” würde natürlich entsprechend erhöht werden, schon um die Motivation für eine eigene Arbeitsaufnahme nicht zu groß werden zu lassen. ;)

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @foxxly @Richard Ott

        „[…] über die MWST eingebracht werden […] natürlich muss man die bedürftigen entlasten […] das “Bürgergeld” würde natürlich entsprechend erhöht werden„
        ( Zusammenschnitt von mir )

        Dekliniert das mal weiter. Das ist so ziemlich das Dümmste Sozialkonzept, dass ich mir vorstellen kann.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        Dekliniert das mal weiter. Das ist so ziemlich das Dümmste Sozialkonzept, dass ich mir vorstellen kann.

        Ach, das können Sie sicher besser! Wir haben ja zum Beispiel noch gar keine “CO2-Komponente” mit Klimageld-Rückerstattung eingebaut… ;)

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        Weil’s hier eh nicht mehr um Erbschaft und Renten geht, mein Einwurf: Die Fehlentwicklung Bürgergeld ist die Mutter aller Probleme am Arbeitsmarkt und bei den Sozialkosten. Will nur keiner in Verantwortung wahrhaben. Weil wir ja sonst eine “ungerechte” Gesellschaft wären.

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ Geld für Bürgen ? …

        Bei Umdrehung der Wirklichkeit gibt es nur eins, keine Gnade bei der Rückkehr

        PS
        Herr Thiel,
        Danke für ihre simplifizierenden Modelle mit der Spur ins Leben und vergessen Sie den großen Zauberer Nils nicht: Gesang, Guitarre, Piano, Tanzen und Supermusiker … Salto mit und ohne, da ist Jimmy Hendrix nur Legende geblieben – smiley

        https://youtu.be/uvr24-b6uNE?si=ZgNwyqn4iLBX1Y4W
        Nils Lofgren Band Grugahalle 1979

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Beobachter 11:15
        “Bürgergeld” : fast perfekte Falle totaler Abhängigkeit von Machthabern:
        ” Wir bleiben zuhause-Motto ” ( Musik in Moll) aus Corona-Zeiten reloaded :
        https://www.sterntv.de/wirbleibenzuhause
        Sofa-Bürger , die ÖR-TV-Porno glotzen , Kiffen , Chips mampfen, Playstation spielen: Prognose des WEF-Lieblings Yuval Harari, allerdings: es werden ” useless people” sein, sie wissen es nur noch nicht.
        ” Bürgergeld” kann / wird/ jederzeit an ” Staats-Bedingungen” geknüpft werden wie: Auszahlung in CBDC´s, vollständiger Booster-Status.
        Schwarmintelligenz von Ratten vermeidet Rattenfallen, man zweifelt erneut am Verstand des ” homo sampiens”.

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