Deutschlands wahre Notlage

Und dafür hat man vier Wochen gebraucht? Jetzt, wo die „Lösung“ der Haushaltskrise auf dem Tisch liegt, muss man sich schon fragen, wieso die Ampel-Koalition dafür so lange gebraucht hat.

Hauptsache, die Regierung ist mit sich selbst zufrieden. Robert Habeck zumindest ist es, wenn er im Interview mit dem ZDF-Heute-Journal folgendes von sich gibt: „Wir sind alle über unseren Schatten gesprungen. Niemand hat hier sein Lieblings- oder Parteiprogramm durchgesetzt … Und das tragen wir gemeinsam. Keiner stiehlt sich aus der Verantwortung … Deswegen ist das eher ein Tag, der noch mal zeigt, was diese Regierung leisten kann.“

Aus dem letzten Satz fließt mehr Wahrheit, als Habeck denkt. Denn man muss feststellen, offensichtlich kann die Regierung nichts mehr leisten – außer uns Bürgern noch mehr Geld abzuknüpfen.

Griff in die Tasche von Bürgern und Unternehmen

Nur zur Erinnerung: Der ursprüngliche Haushalt entsprach 11,5 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, 2019 gab sich der Bund noch mit 10 Prozent zufrieden. Ein Unterschied von 58 Milliarden Euro. Und da tat sich die Regierung dann schwer, 17 Milliarden Euro zu sparen.

Das vermeintliche „Sparen“ ist ein tiefer Griff in die Tasche von Bürgern und Unternehmen: Plastiksteuer, Kerosinsteuer, Agrardiesel, CO2-Abgabe, Netzentgelte, Anzapfen des „Sondervermögens Bundeswehr“ für die Ukrainehilfe. Alles schlägt auf die Bürger durch.

Dabei ist es der Ampel auch egal, dass es nun billiger wird, über Istanbul nach Asien und über London in die USA zu fliegen als über München und Frankfurt. Klimapolitisch ist die Kerosinsteuer sowieso unerheblich, weil wir bereits einen funktionierenden europäischen Emissionshandel haben und – für den unwahrscheinlichen Fall, dass wir weniger innerdeutsch fliegen – jeder Nachfragerückgang bei uns, es für unsere Nachbarn billiger macht, zu fliegen.

Ebenso egal scheint es zu sein, dass die Stromkosten nach Berechnungen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) für die Wirtschaft um 10 bis 20 Prozent steigen. Macht doch nichts, so klappt es mit der Deindustrialisierung dann noch schneller!

Eine Regierung ohne Plan, mit erheblicher Überschätzung der eigenen Fähigkeiten – „klimagerechte Transformation einer Industriegesellschaft“ gesteuert aus dem Wirtschaftsministerium – und ohne Mut, das zu tun, was eigentlich erforderlich wäre, um unser Land zu sanieren, wurschtelt sich weiter durch und fährt die Volkswirtschaft vor die Wand.

Die teuren Lügen der Regierenden

Aber nicht doch! Laut Habeck sind es „Kosten, die die Krise ausgelöst hat“, die nicht mehr übernommen werden können. So der Wirtschaftsminister ebenfalls im Heute-Journal. Er meint die Krise in der Ukraine.

In Wahrheit ist es die Krise der deutschen Politik, die zu diesen hohen Kosten für uns führt! Seit Jahren tischt uns die Politik immer teurere Lügen auf. Beispiele:

  • Die Energiewende sollte bekanntlich so viel kosten wie eine Kugel Eis. Mittlerweile dürfte es sich im Land herumgesprochen haben, dass wir trotz 1000 Mrd. (plus X) Euro Investitionen nicht nur Spitzenreiter bei den Preisen, sondern auch im CO2-Ausstoß sind. Und nun fehlt das Geld im Haushalt, um die Wahrheit weiter teilweise zu kaschieren. Dabei ist es simpel: Das Geld, welches wir hier verbrannt haben, fehlt uns an anderer Stelle.
  • Die Klimapolitik, die für ein „grünes Wirtschaftswunder“ sorgen soll, ist in Wahrheit ein Programm, das Milliarden an Subventionen erfordert, weil es nicht wirtschaftlich ist. So wird von der „Wasserstoffwirtschaft“ geträumt, die uns in eine billige Zukunft führen soll, dabei rechnet selbst das Fraunhofer-Institut aus, dass Wasserstoff nicht nur dauerhaft sehr teuer ist und besonders in Deutschland aufgrund der geringen Potenziale von Wind- und Sonnenenergie niemals wettbewerbsfähig ist. Dennoch wird diese Strategie mit Milliarden verfolgt. Geld, welches an anderer Stelle fehlt.
  • Durch die Migration würde niemand ärmer, niemandem würde etwas weggenommen. Das haben 2015 fast alle führenden Politiker gesagt, unvergessen der Auftritt des damaligen Justizministers Heiko Maas bei Maybrit Illner, wo er erklärte: „Die Milliarden für die Integration wurden in diesem Land erwirtschaftet und wurden niemanden weggenommen.“ Heute ist es so: Fast die Hälfte des Bürgergeldes fließt an Ausländer – über 19 Milliarden – Hauptempfänger: Ukrainer (707.000), Syrer (500.000), Türken (200.000), Afghanen (180.000). Gemessen am jeweiligen Bevölkerungsanteil heißt das: Von etwa 17,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund beziehen etwa 14 Prozent als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Bürgergeld. Bei Personen ohne Migrationshintergrund beläuft sich der Anteil auf vier Prozent. Man kann das zum Teil damit begründen, dass diese Menschen eine Zeitlang brauchen, bis sie Arbeit finden. Aber im Durchschnitt liegt die Erwerbsbeteiligung auch Jahre später tiefer und es ist ein überproportional hoher Anteil von Geringqualifizierten mit entsprechend tiefen Löhnen. Derweil setzt sich die Politik der offenen Grenzen fort und kostet weiter: 2023 lagen die Kosten des Bundes für Flüchtlinge und Asyl bei 28,6 Mrd. Euro. Länder und Kommunen wenden weitere 19,6 Mrd. Euro auf.
  • Die Aufgaben sind komplex, weshalb die Regierung, um besser regieren zu können, mehr Beamte braucht. So zumindest die Begründung. Erstmals ist 2023 die Zahl der Stellen in den Ministerien über 30.000 gestiegen. Persönlich würde ich eine umgekehrt proportionale Korrelation zwischen der Qualität der Regierungsarbeit und der Anzahl der Ministerialbeamten annehmen. Doch bereits der Blick auf die Kosten genügt. Überproportional stark steigt die Zahl der teuren Beamten mit Kosten von 15.000 Euro pro Monat und mehr. Die Ampel hat seit ihrem Amtsantritt 168 solche Stellen geschaffen – so der Bund der Steuerzahler –, was alleine 50 Millionen Euro jährlich kostet.
  • Um die laufenden Personalkosten gering zu halten, haben die Finanzminster und Kämmerer gerne auf den Weg der Verbeamtung gesetzt. Dies spart laufende Rentenbeiträge und damit Geld. Problem ist nur, dass die Pensionen ungleich höher sind als die gesetzliche Rente. Vorgesorgt für diese künftigen Lasten wurde natürlich nicht. Im Jahr 2021 lagen die Gesamtlasten für Beamtenpensionen in Deutschland bei 65,5 Milliarden Euro. Bis 2025 soll der Betrag um fast 24 Prozent auf 81 Milliarden Euro steigen.

Das sind nur einige der Gründe, weshalb Steuern und Abgaben weiter steigen müssen.

Halten wir fest: Trotz Rekordeinnahmen findet man keinen Weg zum „Sparen“, sondern erhöht die Einnahmen weiter. Dies auch noch höchst unsozial, handelt es sich doch um Dinge, die – mit Ausnahme des Fliegens – einen weit höheren Anteil an den Ausgaben von Haushalten mit geringem Einkommen haben. Nebenher beschleunigt die Regierung über noch höhere Strompreise die Deindustrialisierung.

Natürlich hat Deutschland eine Notlage. Aber nicht im Haushalt, sondern in der Politik.

→ cicero.de: „Deutschlands wahre Notlage betrifft nicht den Haushalt“, 15. Dezember 2023

Kommentare (72) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. foxxly
    foxxly sagte:

    unsere größte notlage in D ist, dass wir die notlagen viel zuwenig erkennen wollen und keinen anschub haben davon heraus zu kommen.

    viele bürger erkennnen immer noch nicht, wer uns in dieses desaster hineingeritten hat.
    diese leute sind fanatisch u. indoktriniert.
    mit wahrheiten und tatsachen sind sie nicht zu überzeugen.

    außerdem haben wir solange keine chance zu einer besserung, solange wir diese regierung diesen zerstörungswahn zulassen.
    alle maßnahmen dieser ampel läuft dauf hinaus, dass den bürger ihr letztes geld abgepresst wird um es nach oben und ins ausland umzuverteilen.

    das volk soll endgültig arm und reif gemacht werden für den sozialismus aus berlin und brüssel. der weg und die weichen sind eindeutig dahin gestellt.
    die kosten brechen uns das genick!

    wie lange behalten und leisten wir uns diese “rosstäuscher, und schlächter” noch ?

    Antworten
    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      @Bakwahn

      Wo? Das sagte er nicht. Ihm war erstmal wichtig, HIER nicht zu sein. Man kann es verstehen:

      https://think-beyondtheobvious.com/meine-gedanken-zum-bverfg-urteil/#comment-349552

      In einem noch früheren Beitrag schrieb er von der „kommunikativen Verwahrlosung“ hier.

      Herr Tischer ist ( war hier ) jemand, der um der Klärung einer Frage willen diskutieren wollte. Die Mehrheit der Beiträge in den Kommentaren bei bto folgt diesem Ansatz nicht. Auch dann nicht, wenn man mit diesem Anspruch in den direkten Austausch geht und ihn explizit einfordert.

      Es geht stattdessen um Triebabfuhr, Provokation und Unterstellungen. Dies ist über die Zeit mehr geworden.

      P. S.: Ich vermisse ihn auch. Dem Blog ist eine Qualität verloren gegangen.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Es geht stattdessen um Triebabfuhr, Provokation und Unterstellungen. Dies ist über die Zeit mehr geworden.”

        Das ist ja auch die Motivation beziehungsweise die liebste Taktik der Ampel-Regierung und ihrer Vorfeldorganisationen. Ob nun beim “Selbstbestimmungsgesetz”, den klebrigen Farbsprühern der “Letzten Generation” oder im Umgang mit den Gegnern der heiligen “Transformation”, die angeblich alle Nazis sind.

        So ist der Kommentarbereich hier ein Spiegel seiner Zeit. Anderswo fällt es nur nicht so auf, weil dort emsige Zensoren arbeiten.

        “Ich vermisse ihn auch. Dem Blog ist eine Qualität verloren gegangen.”

        Ach, es geht schon. Ich gucke immer “Presseclub” oder irgendeine andere staatstragende Talksendung im Staatsfernsehen, wenn ich auf meine Wochendosis durchgetischerte Rabulistik kommen will. ;)

    • Beobachter
      Beobachter sagte:

      Ich vermisse Tischer nicht wirklich. Mag sein dass er um der Klärung einer Frage willen diskutieren wollte. Aber dabei wurde er eben extrem oberlehrerhaft. Das zeigte sich ja darin, dass er sogar mit stoertebekker aneinander geraden ist, mit dem er eigentlich inhaltlich verwandt war. Zumindest was die anti-AfD Haltung betraf.

      “Es geht stattdessen um Triebabfuhr, Provokation und Unterstellungen.”

      Mag sein, aber es kommt eben von beiden Seiten der politischen Trennlinie. Es gibt eben eine starke Spaltung in der Bevölkerung, die man nicht wegdiskutieren oder leugnen kann. Wer mehr für diese Spaltung verantwortlich ist, scheint mir aber eindeutig zu sein. Für mich sein es nicht die sogenannten “Rechten”.

      Antworten
      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Beobachter

        „Mag sein, aber es kommt eben von beiden Seiten der politischen Trennlinie.“

        Und? Ist das ein Qualitätsmerkmal? Das macht es doch nicht besser. Eher im Gegenteil.

        „Es gibt eben eine starke Spaltung in der Bevölkerung, die man nicht wegdiskutieren oder leugnen kann.“

        Was hier am Blog auch niemand tut. Aber wenn man aus jeder Sachfrage eine Haltungs-/Spaltungsdiskussion macht, löst man nie die Sachfrage.

        Das Muster muss Ihnen doch auch aufgefallen sein?
        Es kommt die Frage auf, ob Fakt X vorliegt oder nicht. Die Klärung dieser Frage ist i. d. R. unmöglich, weil sich folgender Austausch ergibt:

        A: „Aus folgenden Gründen gilt X.“
        B: „Aha, Sie wollen, dass X gilt, weil Sie dann Y fordern können.“
        A: „Nein, ich möchte klären, dass X gilt.“
        B: „Mit Ihrem Y gehören Sie zu den Schwabweltverschwörungszwangsimpfgenderlinksgrüner.“
        A: „Ich habe nichts zu einem Y gesagt. Gilt X jetzt, oder nicht?“
        B: „Leute wie Sie spalten mit ihrem Y die Gesellschaft!“
        A: „Ich wollte X klären. Haben Sie meine Begründung verstanden? Haben Sie ein Gegenargument?“
        B: „Da sehen wir es. Sie haben überhaupt nichts Substanzielles zu Y zu sagen. Sie wurden mal wieder kalt erwischt.“
        A: „Aber es ging doch um X…“
        B: „Das sagen Sie immer, wenn Sie nicht mehr weiter wissen!“

        Dass über Fakten und Erkenntnisse nicht mehr anders diskutiert wird als über Meinungen, Haltungen, Werte ist ein Problem, das eine Spaltung befördert. Es erzeugt den Zustand, dass man sich nicht mehr über den Zustand derselben Welt streitet, sondern in verschiedenen Welten lebt, mit jeweils eigenen Fakten.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Beobachter
        Interessant, wer sich hier so als ” Qualitäts-Supervisor ” aufspielen will.
        Es ist gerade ( DANKE! dafür ) die Souveränität & Toleranz von Dr. Stelter, er duldet Meinungsvielfalt mit gelegentlicher Anarchie ohne Zensur.
        Zu gelegentlich-anarchisch-chaotisch-wilden-Beiträgen:
        Beste Methode, automatisierte Analyse-Daten-Staubsauger zu verwirren, die kapieren kaum Euphemismen, pars-pro-toto-Bilder , zweideutige Mehrbedeutungen unserer reichen deutschen Sprache-
        ( ” gendern ” ist deren Versuch von Sprach-Kastration )
        wenn´s ” triebhaft” ( was genau meint C. Anders ? ) wird, schnallen die komplett ab.
        Wir spielen mit Datenanalysten & Zensur rum, wie´s uns passt!
        “Oberlehrer ” Özdemir: Ziel: “hunger games” :
        ( er schickaniert Bauern bis zum geht nicht mehr ) ,
        https://www.youtube.com/watch?v=2Y49kXdLZv4

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        >Wo? [ist Tischer]
        >Das sagte er nicht. Ihm war erstmal wichtig, HIER nicht zu sein.

        Schön formuliert. Er hatte das früher schon ein paar mal angedeutet und jetzt dann durchgezogen.

        Nur ein paar Gedanken…

        Herr Tischer war nicht anti-AfD, sondern mochte manche Personen nicht, hatte Sorge bzgl. der Absichten von Teilen der AfD und bezweifelte, dass mit AfD auf einmal alles besser würde. Hat er oft genug so klar formuliert.

        Hr. Ott: Ich bin mir recht sicher, dass Sie und Herr Tischer bzgl. der Grundwerte mehr Übereinstimmung haben als jeder von ihnen mit 80% der Bevölkerung. Das fiel hier nur nicht auf, weil die 80% nicht hier sind… okay, manchmal poppen sie mit ein bis zwei Sätzen hier auf… Fand daher schade, dass sie sich zunehmend so gekloppt haben. Ganz früher war das ja noch Stöcker vs. Tischer als ich hier einstieg. Na ja, ist vielleicht so’n Fight Club-Ding. Musste ja auch nach dem zweiten Post mit ihm in den Ring ;-)

        >Es geht stattdessen um Triebabfuhr, Provokation und Unterstellungen. Dies ist über die Zeit mehr geworden.

        Dem ist zuzustimmen. Noch einmal einen spürbaren Schub nach unten gab es mit Corona oder präziser: den Lock Downs. Bin mir sicher, dass wie bei Bayer noch mal -50% locker drin sind.

        Spiegelbild der Gesellschaft: Das gefällt mir. Ist was dran.

        Schwierig ist sicherlich auch, dass dies hier semi-öffentlich ist, da kommt man nicht umhin, sich zu präsentieren und das erschwert die Diskussion.

        Ist aber kein bto-Phänomen; muss man nur in anderen Foren oder bei Prime-Time-Talkshows gucken. Da geht’s hier noch recht zivilisiert zu.

        Nochmal
        >Wo? [ist Tischer]

        Hoffentlich zufrieden in seinem Park spazieren… davon hatte er mal berichtet.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        tischer war nicht nur oberlehrerhaftig, auch arrogant und oft beleidigend in seinen antworten.
        seine satz- wort und ausdruckverbesserungen fördern sich auch keinerlei arten von diskussionen.

        dabelo war auch kein angenehmer zeitgenosse hier.
        persönliche angriffe sind immer abträglich in einer diskussion.
        die rechthaberei hindert die konstruktivität.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @foxxly

        „seine satz- wort und ausdruckverbesserungen fördern sich auch keinerlei arten von diskussionen.“

        Genau falsch. Es ist das Notwendige, um überhaupt diskutieren zu können. Erst, wenn zwei Menschen Wörtern denselben Inhalt geben und Satzkonstruktionen dieselbe Funktion, können sie mit Wörtern Sätze bilden, die gegenseitigem Verstehen überhaupt zugänglich sind.

        Herr Tischer forderte das Minimum dessen ein, das es braucht, damit ein Austausch überhaupt eine klärende Funktion haben kann. Dabei war er pedantisch. Das führt zu Genauigkeit und zu beleidigten Leberwürsten.

        Die Wahrheit ist doch, dass viele Kommentatoren den Unterschied zwischen irgendeiner beliebigen Form des Austauschs und spezifisch einem klärenden Diskurs gar nicht kennen bzw. letzteres nicht können.
        Ständige Hinweise darauf können berechtigt als belehrend empfunden werden – aber arrogant ist derjenige der meint, er hätte gar nichts mehr zu lernen.

        Frage: Mit welcher anderen Methode kann man denn konstruktiv miteinander reden? Unkonstruktiv kann man auf alle möglichen Arten miteinander reden, auch auf nichtbeleidigende.

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        Ich komme nochmal darauf zurück, wen ich für die Spaltung hauptverantwortlich halte:
        Nils Heisterhagen (einer der wenigen halbwegs vernünftigen SPDler) schrieb schon 2018 in der FAZ:

        “Zu oft bleibt heute der Eindruck, dass viele Journalisten im Grunde nur ihre Abneigung gegen alles kultivieren, was nicht ihrer Lesart vom Linksliberalismus entspricht.”

        Dem ist nichts hinzuzufügen. Und seitdem ist es noch viel schlimmer geworden.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Beobachter

        „Ich komme nochmal darauf zurück, wen ich für die Spaltung hauptverantwortlich halte: […]“

        Und ich komme nochmal darauf zurück, dass dies nicht verhindert, sich mit jemandem „auf der anderen Seite des Grabens“ bei einer Sachfrage mit den Mitteln des Sachdiskurses über die Sachfrage klärend auszutauschen.

        Wenn man diese Mittel nicht anwendet, weil man unbedingt affektiv darüber befinden möchte, wer da den Graben hingemacht hat, liegt es an einem selbst, nicht am Graben.

        Genau dafür war der Musterdialog A mit B gedacht. A wollte den Sachdiskurs über eine Sache, B wollte einen Schuldigen für eine ganz andere Sache finden. Im selben Gespräch.

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @Anders: “Dass über Fakten und Erkenntnisse nicht mehr anders diskutiert wird als über Meinungen, Haltungen, Werte ist ein Problem, das eine Spaltung befördert”

        Sie postulieren, dass Fakten und Erkenntnisse “höherwertiger, objektiver” sind, als Meinungen, Haltungen, etc.

        Das war vielleicht mal so. Aber seit “Follow the Science” ist eben (zurecht) vieles in Verruf geraten. Wer kann heute noch guten Gewissens verteidigen, was bei Corona war, und von angeblichen “Experten” bis heute relativiert und verharmlost wird.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Beobachter

        Fakten sind Fakten, weil Sie überprüfbar sind. Meinungen sind aus Fakten abgeleitete Bewertungen, die Faktenwissen mit Gefühlen bzw. Werten verknüpfen.

        Sie können deshalb nie gleich behandelt werden. Aber was ich tatsächlich NICHT postuliert habe:

        „Sie postulieren, dass Fakten und Erkenntnisse “höherwertiger, objektiver” sind, […]“

        Nein. Wo steht das? Nirgends. DAS ist so ein Moment, in dem ich X schreibe und jemand mir Y unterschiebt, um dann darüber zu diskutieren.

        Fakten und naturwissenschaftliche Erkenntnisse auf der einen und Meinungen und Werturteile auf der anderen Seite sind einfach zwei völlig verschiedene Konzepte, über die man aufgrund ihrer Verschiedenheit auf verschiedene Arten reden muss. Die Übertragung eines Konzepts auf das andere schlägt immer fehl. Mit Wertigkeit hat das nichts zu tun.

        Die Andersartigkeit von Fakten und Erkenntnissen beruht darauf, dass sich Naturgesetze nicht ändern, Werte, Normen, Haltungen und Gefühlslagen aber ständig.

        „Wer kann heute noch guten Gewissens verteidigen, was bei Corona war, und von angeblichen “Experten” bis heute relativiert und verharmlost wird.“

        Gehen wir als Arbeithypothese davon aus, man könne es nicht verteidigen: Was ändert sich dadurch an Erkenntnissen der Physik, Faktenwissen der Geologie, dem Inhalt echter historischer Dokumente, etc. pp.? Nichts!

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @Anders: Sie weichen aus. Ich schrieb was zu Spaltungsgründen, und Sie antworten, dass das nicht verhindern sollte, sich mit der Gegenseite auszutauschen. War aber nicht mein Thema.

        Und an Erkenntnissen der Naturwissenschaften ändert sich natürlich per se nichts. Aber bei Corona wurden Dinge als “Fakten” verkauft, die keine waren. Mit der Begründung “follow the science”. Und das hat die (eigentlich notwendige) objektive Bewertung von Fakten und die Reputation von Teilen der Wissenschaft schwer beschädigt. Damit wurden dem Mißtrauen in Wissenschaft völlig unnötig Tür und Tor geöffnet. Unverzeihlich. Kein Wunder, dass jetzt auch die Klimasache in die Defensive gerät.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Beobachter

        “Aber bei Corona wurden Dinge als “Fakten” verkauft, die keine waren.”

        Und es wurde die Publikation von und auch die Diskussion über Tatsachen unterdrückt, die bestimmten Interessengruppen politisch unangenehm waren.

        Erinnern Sie sich zum Beispiel daran, wie in den ersten Monaten jeder mundtot gemacht wurde, der behauptet hatte, dass COVID-19 nicht natürlichen Ursprungs sei, sondern im Labor entwickelt wurde. Mittlerweile halten sogar die amerikanischen Geheimdienste die “Labor-Ausbruch-Theorie” für die wahrscheinlichste Ursprungsgeschichte.

        Zum Glück gibts sowas in der “Klimaforschung” natürlich nicht. “Follow the science”. ;)

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Beobachter

        Nicht alle Erkenntnisse sind so offensichtlich wie die Grundrechenarten,
        aber alles wird verkauft als ob wir am Ende der Geschichte angekommen seien.

        Wenn die Datengrundlage schlecht ist, hilft Mathematik nur beim Verschleiern.

        Bsp.: Nicht lineare Fahrenheitskalen können kaum als Grundlage von Temperaturmessungen dienen, wenn das Ausdehnungsverhalten des Füllstoffes NICHT identisch ist.

        Zitat: Der Nachteil dieser Skala bestand darin, dass mit der verbesserten Genauigkeit von Messungen im 19. Jahrhundert insbesondere der untere und der obere Fixpunkt nicht hinreichend genau reproduzierbar waren. Es wurde damit eine Neudefinition der Skala nötig.
        1893 wurde sie mit der Mendenhall Order in den Vereinigten Staaten gesetzlich eingeführt. Seit 1948, als man das hundertteilige Thermometer in Celsius-Skala umbenannte und neu definierte, ist die Fahrenheitskala indirekt durch die Kelvin-Skala definiert.
        de.wikipedia.org/wiki/Grad_Fahrenheit#Weiterentwicklung

        Nix vorindustrielle Werte.

        Baumscheiben fallen mangels statistischer Mengen aus,
        Eisbohrkerne für die warme Südhalbkugel,
        bleibt das Wunder der Mathematik die aktuelle Politik zu legitimieren.

        Wer dieser Sache auf den Grund geht,
        leugnet Wissenschaft.

        So geht das.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Beobachter

        „@Anders: Sie weichen aus. Ich schrieb was zu Spaltungsgründen, und Sie antworten […]. War aber nicht MEIN Thema.
        ( Hervorhebung von mir )

        Wir befinden uns hier in einem Unterfaden, der originär durch meine Antwort an Bakwahn von 10:56 startete. Dort wurde das Thema gesetzt. Das Thema sind die Gründe, aus denen DT hier nicht mehr kommentiert.

        Sie verschieben gleich in der ersten Antwort an mich das Thema woanders hin. Ich wollte aber beim Thema bleiben. Ihre Reaktion: Sie attestieren mir, auszuweichen.

        Meine Meinung zu IHREM Thema ist klar. Eine Spaltung entbindet Diskursteilnehmer nicht von Diskursregeln, sofern was geklärt werden soll. Deshalb ist die Frage nach dem Schuldigen einer Spaltung irrelevant, insofern sie die Qualität einer Diskussion betrifft.
        Oder einfacher gesagt: Die es jetzt nicht können, hätten es ohne Spaltung auch nicht gekonnt.

        Machen Sie doch mal Ihre These konkret!
        Wenn es die Spaltung nicht gäbe, dann würde das für die Gründe, aus denen DT hier nicht mehr kommentiert, WAS genau bedeuten?

        Da Sie auch naturwissenschaftlich ausgebildet wurden weiß ich, dass Sie diese Form des Diskutierens mal gelernt haben.

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @Anders: Meine These der Spaltung bezog sich auf ihr “Triebabfuhr, Provokation, Unterstellungen”. Hat mit DT nichts zu tun. Sie haben zu DT geschrieben: ” …der um der Klärung einer Frage willen diskutieren wollte.Die Mehrheit ist ihm nicht gefolgt”. Hat DT dann selbst bestätigt, indem er Ihnen zugestimmt hat, dass er u.a. deswegen ausgestiegen ist. Die Hauptgründe der Nichtfolgung hat stoertebekker hier im Faden genannt. Sie können dem nicht zustimmen, haben Sie ja geschrieben, da bleibt der Dissens.

        Deswegen zu Ihrem Punkt: “Wenn es die Spaltung nicht gäbe, dann würde das für die Gründe, aus denen DT hier nicht mehr kommentiert, WAS genau bedeuten?”

        Es würde NICHTS bedeuten. DT hat sich zurückgezogen, weil die Masse hier nicht auf seine Weise diskutieren wollte. Dass dazu noch Emotionalität oder Aggression wegen der Spaltung dazu kam, ist m.E. nicht entscheidend.

    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @Bakwahn

      Er war/(wird wieder?) eine Bereicherung des Blogs, ganz ohne Frage.

      Vermissen tue ich ihn nicht, weil er für MEINE Ziele der Diskussionen hier eher nicht der richtige Gesprächspartner war. Was natürlich völlig ok ist – und ich habe seine Diskussionen mit zB @ChAnders auch gern gelesen.

      Nur hat er sich eben auch in meine, komplett anders gelagerten Diskussionen gewaltsam reingeschrieben und diese damit zT zerstört. Mich interessiert die gemeinsame Sammlung von verlässlichen Primärinformationen halt deutlich mehr als eine logikgeschulte Diskussion von aus FAZ- oder Wirtschaftsweisen-Artikeln abgleiteten Aussagen.

      Bzgl. meines Fachgebiets kann ich sagen, dass in derartigen Artikeln halt auch immer nur Teilwahrheiten stecken – was für eine nachgelagerte Diskussion mit meinen Zielen leider unzureichend ist.

      Und trotz seiner zweifellos vorhandenen Diskussion- und Logikkompetenz hat er nie akzeptiert, dass eine Diskussion, die ANDEREN Zielen folgt als seine Diskusssion, anders geführt werden kann. (Datensammlung VOR Logik- und Sprachanalysen)

      Finde es nichtsdestotrotz schade, dass er uns hier mit denen allein lässt, die wenig Ahnung haben, vieles zu wissen glauben und alles kommentieren.

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Ch Anders

        “Was hier am Blog auch niemand tut. Aber wenn man aus jeder Sachfrage eine Haltungs-/Spaltungsdiskussion macht, löst man nie die Sachfrage.”

        Völlig richtig.

        Dasselbe gilt allerdings auch, wenn man aus der Diskussion um eine naturwissenschaflitche/ökonomische/Finanz-Sachfrage eine Logik-/Deutschdiskussion macht.
        (mein immer wieder kritisierter “Wechsel vom naturwissenschaftlichen ins philosophische Hauptseminar” – und jetzt bitte keine Diskussion, ob es das philosophische, soziologische, geisteswisssenschaftliche, germanistische oder oder oder heißen muss)

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        Gleich zweimal Widerspruch:

        In einem hinreichend autoritären sozialistischen Staat ist *jede* Diskussion eine Haltungsdiskussion. Sogar darüber, wie viele Geschlechter es gibt und welche Milch Sie zum Frühstück in Ihren Kaffee schütten dürfen.

        Und “Logik-/Deutschdiskussionen” müssen Sie aushalten – besonders dann, wenn Sie Logikfehler machen oder Sprachpanschereien betreiben.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser

        Ach, Sie wieder.

        Natürlich kann ich das aushalten. Trägt aber dadurch immer noch nicht zur Lösungsfindung bei.

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Bakwahn, @ Christian Anders, @ Thomas M. and to whom it may concern (gleichermaßen, die nur mitlesen, aber nicht kommentieren)

      Es ist schön zu erfahren, dass man vermisst wird.

      Danke.

      Christian Anders, Sie haben auf den Punkt genau dargelegt, warum ich hier nicht mehr kommentiere ─ ich könnte es nicht besser ausdrücken.

      Neben einigen anderen verdanke ich es insbesondere Ihnen, dass der Blog mir nicht nur Bemühungen abverlangt, sondern auch bereichernde Einsichten vermittelt hat.

      Leider wird dies Ihr klarsichtiger Kommentar @ Beobachter bei vielen anderen an diesem Blog nicht leisten können, was nicht an Ihnen, sondern an jenen liegt.

      Ich lese weiterhin die einführenden Beiträge von Dr. Stelter, weil sie a) in aller Regel von politisch und gesellschaftlich weitreichender Bedeutung sind und b) ein Qualitätsniveau aufweisen, das die Überprüfung eigenen Denkens herausfordert.

      Das gesagt habe ich immer respektiert, dass die Kommentierenden auch über andere Themen diskutieren können (sollten) und verurteile niemanden, der keine Klärung, sondern Selbstbestätigung sucht. Ich wünsche dabei gute Unterhaltung und bedauere diejenigen, die man mit durchaus bemerkenswerten Beiträgen ins Leere laufen lässt.

      Ich bin an keinem anderen Blog unterwegs und nutze die mir verbleibende Zeit, um mich mit dem zu beschäftigen, was meinem Begriffs- und Urteilsvermögen zugänglich ist und ich bezüglich Klärung für bedeutsam ansehe.

      Die dazu anregenden Perlen lassen sich finden, man muss nur tief genug tauchen.

      Und natürlich genieße ich weiterhin die wunderbare, wilde Auenlandschaft an einem der großen deutschen Flüsse.

      Antworten
      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Tischer

        Ich ahnte doch, dass Sie noch hier lesend vorbeischauen 😉 Ich fand übrigens Ihre direkten Kommentierungen der Stelter-Beiträge immer interessant zu lesen, weil sie die Lücken und Sprünge und Inkonsistenzen der Argumentation aufzeigten. Hab ich immer zusammen mit dem Beitrag gelesen und da steckte erkennbar viel Arbeit drin!

        Wünsche Ihnen einen frohen 3. Advent und glückliche Weihnachtszeit 😊

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Dietmar Tischer

        Kann mich Thomas M. nur anschließen. Ihre direkten „on topic“ Kommentare waren hirnbewegend.

        Genießen Sie Ihre Zeit.

      • Marco Jaggi
        Marco Jaggi sagte:

        Lieber Herr Tischer
        Ich habe ca. 100 Kommentare von Ihnen als Favoriten im Browser gespeichert. Ihre Kommentare sind essenziell für diesen Blog! Ich würde es ausserordentlich bedauern, nichts mehr von Ihnen lesen zu können :(

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Marco Jaggi

        Ich habe Ihren Kommentar mehrmals lesen müssen, um ihn zu begreifen und bin dabei richtig rot geworden.

        Denn ich habe auch an mein schlampiges Deutsch denken müssen, das Sie hoffentlich 100-fach ausgeblendet haben.

        Wie auch immer, Sie setzen der Auseinandersetzung mit mir die Krone auf, ich empfinde Ihre anerkennenden Worte wie eine Bescherung an Heilig Abend.

        Gleichwohl:

        Jeder hat auch ein anderes Leben und ich erlaube mir, mein anderes zu entdecken und zu gestalten.

        Auch wenn keine neuen Kommentare von mir hinzukommen, sollten die verbleibenden Ihnen eine Bereicherung sein – nicht als Verkündigung unantastbarer Wahrheit, sondern als Beispie-le dafür, wie man den Auffassungen und Aussagen anderer mit konstruktiver Absicht begeg-nen kann.

        Dies auch gewinnbringend für einen selbst, wenn auf der anderen Seite das Bemühen besteht, sich ebenso ernsthaft zu engagieren.

        Ich wünsche Ihnen und allen mir wohlgesonnenen Lesern und Kommentatoren sowie auch jenen, die ich geärgert habe, eine schöne Weihnachtszeit mit ruhigen, besinnlichen Stunden, um in dieser Zeit, die aus den Fugen ist, wenigstens gedankliche Orientierung gewinnen zu können.

        Kommen Sie alle gut ins NEUE JAHR, werden oder bleiben Sie gesund und behalten Sie – trotz allem – das Minimum an Optimismus, das ein gelingendes Leben verlangt.

      • EinBisherNurMitlesender
        EinBisherNurMitlesender sagte:

        “and to whom it may concern (gleichermaßen, die nur mitlesen, aber
        nicht kommentieren)

        Es ist schön zu erfahren, dass man vermisst wird.”

        Schön, dass Ihnen bewusst ist, dass es auch NurMitlesende – wie eben auch mich – gibt, denen es so geht.
        Meine Art, zumindest zu Versuchen, Klärung in kontroversen Diskussionen herbeizuführen, ist maßgeblich durch die ihrige beeinflußt und geschult worden – was das feine und auch das grobe “Besteck” angeht. Wobei das grobe immer noch fein dosiert war – wenn ich mich richtig erinnere – diese ist leider nicht so gut, wie ich es gerne hätte.

        “Ich lese weiterhin die einführenden Beiträge von Dr. Stelter”
        Sollten Sie dann sporadisch doch nochmals kommentieren, hoffe ich, dass ich diesen dann nicht verpasse.
        Desweiteren kann ich mich nur Christian Anders anschließen:
        “Kann mich Thomas M. nur anschließen. Ihre direkten „on topic“ Kommentare waren hirnbewegend.
        Genießen Sie Ihre Zeit.”

        MfG
        einer – von vermutlich nicht wenigen – für Ihre Kommentare dankbarer NurMitlesender.

        P.S.1 Wenn meine Zeit knapp war, habe ich primär ihre Kommentar- und Dialogfolgen gelesen. Auch oder gerade die, die Ihnen aus den von Ihnen und Christian Anders beschriebenen Gründen Kraft gekostet haben, haben mich besser gewappnet, mit solchen in meinem Lebensumfeld umzugehen.

        P.S. 2 schön, dass ich hier zeitnah nochmals die Möglichkeit meiner Wertschätzung für Ihre Kommentare zum Ausdruck bringen konnte, da ich dies bei Ihrem Abstinenzankündigungskommentar verpasst hatte.

        P.S. 3 Auch Dr. Stelter wird vermutlich ihre Kommentare vermissen – für mich waren Sie in diesem Block der Primus inter Pares

  2. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @R.Ott Ihr Managementproblem äußert sich regelmäßig durch Schwatzen vor Denken.

    @Beobachter .. „Um was es geht, ist eine bewußt gewollte Gesellschaftsveränderung …“. Darum geht es den politischen Parteien lt. ihrer Wahlprogramme immer. Während politische Inhalte (= Sachebene) sich differenzieren, gleicht sich die Art und Weise der Umsetzung (=Managementebene): es werden Eingriffe in hochkomplexe Systeme vorgenommen, teils mit brachialer Gewalt, verbunden mit der kausal-logischen Hoffnung, der gewünschte Output würde tatsächlich eintreten – was so gut wie nie geschieht ohne unerwünschte, teils drastische, Nebenwirkungen.

    @komol Komplexe (politische / wirtschaftliche) Systeme steuern sich selbst. Kein Dissens. Die dafür notwendigen Funktionen sind lt. Beer immer vorhanden bzw. identifizierbar, jedoch immer sehr unterschiedlich ausgeprägt. Also auch mit sehr unterschiedlichem Output auf der Sachebene.

    „Lassen Sie uns deshalb einfach mal empirisch schauen, wo solche Managementsysteme für die [Steuerung] = „Lenkung“ kompl. Systeme schon angewendet werden“.

    Sehr guter Vorschlag, jedoch für einen anderen Blog. Selbst Dr. Stelter hat in der Vergangenheit schon zwei, drei vergebliche Versuche in diese Richtung gestartet. Nachdem die „Hauptkommentatoren“ nicht über das übliche Politiker-Bashing hinaus zu bewegen waren, wurde es fallen gelassen bzw. nicht weiter verfolgt.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      ” Ihr Managementproblem äußert sich regelmäßig durch Schwatzen vor Denken.”

      Mein Problem scheint wohl eher zu sein, dass bei mir die allgegenwärtigen grünsozialistischen Umerziehungsversuche aus irgendeinem Grund nicht funktionieren, sondern meine Ablehnung dieses ganzen Schwachsinns sogar noch verfestigen…

      Antworten
    • Vater Thiel
      Vater Thiel sagte:

      @ JürgenP

      “Managementsysteme für die [Steuerung] = „Lenkung“ kompl. Systeme”.

      Ganz offensichtlich ist es möglich, dass Politiker mit entsprechendem Nimbus aus dem Bauch raus Entscheidungen treffen, die trotz ihrer extremen und zersetzenden Folgewirkungen ohne nennenswerten Widerspruch durchgeführt werden.
      Kein Managementsystem der Welt kann das verhindern.

      Die Hoffnung, dass eines Tages Computer Gesellschaft, Politik und Volkswirtschaft “optimal” (was ist das ?) steuern, halte ich für blanke Illusion. Komplexe Systeme, bei denen Menschen involviert sind, sind nicht-deterministisch und nicht-endlich und damit für Lösungen per Algorithmen, egal wie “intelligent” diese sind, praktisch nicht zugänglich.
      Was nicht bedeutet, dass AI das Leben in Zukunft nicht gravierend erleichtern kann.
      Ob die hierfür benötigten gigantischen Energiemengen mit Wind und Sonne allein beschafft werden können ?

      Antworten
    • Vater Thiel
      Vater Thiel sagte:

      Im Grunde genommen ist der Schach-Computer “Deep Blue” nichts anderes als ein Planungs-Kommissar, der für einen Akteur einer Zwei-Personen-Volkswirtschaft den optimalen nächsten Zug berechnet.
      Die Volkswirtschaft “Planet Erde” hat über acht Milliarden Schachspieler, die täglich weit mehr als einen wirtschaftlich relevanten Schachzug mit deutlich mehr als sechzehn Schachfiguren und Handlungsalternativen durchführt.
      Hat jeder Bürger künftig seinen Personal Deep Blue, der seine nächste optimale Handlung berechnet und erzwingt ?
      Oder koordiniert eine Super Deep Blue von einem Sateliten im Weltraum aus alle Handlungen aller Leute in jeder Sekunde ?

      Antworten
  3. Michael Stöcker
    Michael Stöcker sagte:

    „Das vermeintliche „Sparen“ …

    Immer wieder werden Ausgabenkürzungen im Orwellschen Neusprech als Sparen deklariert.

    Endlich mal auch hier am Blog mit dem Zusatz „vermeintliche“. Denn eigentlich handelt es sich ja bei einem „Sparhaushalt“ um eine Kürzung der Ausgaben. Sparen bedeutet immer noch:

    Ich nehme mehr ein, als ich ausgebe (Überschuss). Und nicht: Ich mache weniger Schulden!

    Wer noch am Thema TARGET2 interessiert ist (schon ein paar Tage her), hier die Einschätzung von Herrn Menéndez: https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/der-fokus-auf-die-schuldenbremse-verkennt-das-umfeld/#comment-353938

    LG Michael Stöcker

    Antworten
    • Vater Thiel
      Vater Thiel sagte:

      @ Michael Stöcker

      Willkommen zurück zum interessanten Dauerthema.

      Ersparnis aus Sicht der (geschlossenen) Volkswirtschaft als Ganzes sind nur neue reale Güter, niemals Geld, Forderungen, Schulden, Unternehmensanteile oder sonstige Finanztitel, weil diese letzlich gesamtwirtschaftlich sich immer auf null saldieren.

      Dem Finanzminister fehlen jeweils 500 Mio. Euro für die Ausgabenposten
      1) “Zuschuss für Bevölkerungsgruppe G1” und
      2) “Neubau Kanzleramt”.

      Alternativen:
      a) Er holt sich die 1 Mrd. Euro über eine Steuer
      b) Er holt sich die 1 Mrd. Euro durch Verschuldung bei den privaten Haushalten
      c) Er holt sich die 1 Mrd. Euro durch Verschuldung bei den Geschätsbanken
      d) Er lässt sich die 1 Mrd. Euro von der Zentralbank schenken
      e) Er verzichtet auf die Ausgaben
      f) … ?

      “Österreicher” würden behaupten, dass der Ausgabenverzicht dazu führt, dass die 1 Mrd. Euro trotzdem ausgegeben werden, und zwar von den privaten Unternehmen oder Haushalten.
      Sie würden weiterhin behaupten, dass die Privaten die Ausgaben effizienter und bedarfsgerechter verwenden werden als der Finanzminister.

      “Keynesinaer” (?) würden behaupten, dass wenn der Staat die 500 Mio. Euro für den Zuschuss nicht ausgibt, sie niemand sonst ausgibt.
      Die Privaten würden freiwiilig nicht 500 Mio. für die Bevölkerungsgruppe G1 spenden.
      “Keynesinaer” (?) würden behaupten, dass wenn der Staat die 500 Mio. Euro für das Kanzleramt nicht ausgibt, niemand das Kanzleramt baut.
      Im Fall des Ausgabenverzichts verbleiben 1 Mrd. Euro bei den privaten Haushalten und Unternehmern und diese würden aus Sicht der “Keynesianer” das Geld entweder horten oder damit irgendeinen Unsinn anstellen.

      In Fall c) und d) steigt die Geldmenge um 2 Mrd. Euro, die Gütermenge aber nur um 1 Mrd. Euro.
      Im Fall d) steigt die Geldmenge dauerhaft, ausser der Staat erhebt später eine Steuer von 1 Mrd. Euro und lässt das Geld von der Zentralbank vernichten.

      Wahrscheinlich tue ich dem armen Keynes unrecht, die IS/LM-Modelle stammen ja von seinen Jüngern.

      Antworten
  4. weico
    weico sagte:

    Der Unterschied zwischen Italien und Deutschland ist nur (noch), dass man in Italien viel Erfahrung damit hat und erkennt…. wenn man als Regierung völlig gescheitert ist…und besser Neuwahlen abhält !

    Die Sonntagsumfragen und Ampelwerte sprechen für sich .

    Noch etwas Silvesterkrawall und dann bringt das Neujahr wohl ….. neue Rekordwerte :-)

    Antworten
  5. Vater Thiel
    Vater Thiel sagte:

    Als Zyniker meine ich:
    Das “deutsche Volk” setzt nur seinen Nero-Befehl endlich um, denn seiner Meinung nach hat es den Untergang verdient.
    Und mit der Umsetzung gibt es ihm auch noch recht mit seiner Meinung:
    Das Volk der Ehrlosigkeit, der Schande, der Selbstzerfleischung, der Kleinmütigkeit und Kleingläubigkeit.

    Jede mit Fanatismus umgesetzte gute Absicht führt letztendlich zum genauen Gegenteil.
    War schon Thema in der griechischen Tragödie und wurde von unseren Dichtern und Denkern ausführlich thematisiert.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @ Vater Thiel

      “Das Volk der Ehrlosigkeit, der Schande, der Selbstzerfleischung, der Kleinmütigkeit und Kleingläubigkeit.”

      Wie beim bekannten “Schweinezyklus”, kann man bei dem wirtschaftlichen und politischen Auf-und Ab schon fast von einem “deutschen Zyklus” reden…:-)

      Antworten
    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @Vaddern

      Was zum Teufel zwingt Euch in diesen Negativmodus??.

      Happiness is results minus expectations. Ergo, man kann an zwei Fronten arbeiten.

      Heute im Economist: Deutschland ist nach adjustments für Arbeitszeit das zwölftreichste Land, direkt hinter den USA. Davor u.a. UAE, Qatar, Scandinavics, Belgium, Switzerland.

      Also – umziehen wäre ohne große Anstrengung möglich. Leider ist Norwegen fast immer dunkel und Schweden von Clankriminalität zersetzt. Aber Qatar hat doch was.

      Wenn Ihr in Selbstmitleid, Zynismus, Frust die Zeit bis zur und in der Rente verbringen wollt – bitteschön. Man kann in D auch anders. Muss nur wollen.

      Einen erzgebirglich geschmückten und kerzigen dritten Advent!

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Stoertebekker

        “Wenn Ihr in Selbstmitleid, Zynismus, Frust die Zeit bis zur und in der Rente verbringen wollt – bitteschön. Man kann in D auch anders. Muss nur wollen.”

        Wieso Selbstmitleid ?

        Sieht doch immer besser aus für die Zukunft Deutschlands.

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article249094516/Ampel-bei-Sonntagsfrage-gleichauf-mit-der-Union-AfD-legt-weiter-zu.html

        Wie gut es einem SELBER geht,ist eh immer sehr Subjektiv.

        Nebenbei :
        Man kann Pessimisten und Optimisten sehr schlecht vergleichen .

        Kritik an Pessimismus ist meist eh ein Rohrkrepierer.

        Die pessimistischen Juden haben z.B. die damaligen Zeichen der Zeit ja gut erkannt und haben ,dank Emigration, dann überlebt…während die optimistischen Juden,die auf den deutschen Rechtsstaat und die aufgeklärte Gesellschaft vertrauten…. heute (wenn überhaupt) mit Stolpersteinen/,Gedenkstätten gedenkt/gewürdigt werden.

        Wie sagt man so schön:
        Optimisten haben das Flugzeug erfunden…. die Pessimisten den Fallschirm :-)

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @Stoertebekker

        Negativmodus und Happines schliessen sich gegenseitig nicht aus.
        Ich sehe mich bildlich auf der Titanic, die auf den Eisberg zusteuert, auf der die Kapelle jedoch bis zum Untergang spielt.
        Von dieser positiven Einstellung war angeblich auch die Bevölkerung um 1348 (?) zur grossen Pest in Venedig geprägt, ein wohltuender Kontrast zum selbgewählten Einzelhaft-Gulag in der Corona-Zeit, als das oberste Prinzip “Überleben um jeden, wirklich um jeden (!) Preis” war.

        Aber gut möglich, dass in zehn jahren Abu Tschakka Kanzler ist und der Remmo-Clan für die innere und äussere Sicherheit sorgt.
        Als Mann lebt es sich vielleicht gar nicht schlecht im konsumorientierten Macho-Islam.
        Und was die Damen anbelangt: Bei vielen FFF-Girls und evangelis chen Pfarrestöchtern habe ich das Gefühl, sie können den tag gar nicht mehr erwarten, bis ein echter Mann sie zurück an Heim und Herd führt.

        Sorry meinen Sarkasmus, aber die Anzeichen des Wahnsinns in Politik und Gesellschaft sind doch unübersehbar, oder ?
        Aber ich habe morgen ein Meeting mit einer strammgrünen Ex-Kollegin, ich werde mir von ihr erklären lassen, warum wir im besten D aller Zeiten leben und berichte spätestens am Di darüber.

        In diesem Sinne einen beschaulichen dritten Advent, ich gönne mir heute Currywurst mit Pommes und Cola im örtlichen Cafe …

        auf Grund des Grössenwahns (“unsinkbar”) und der Dummheit ihrer “Betreiber”, der White Star Line, dem Eisberg zusteuert

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        “auf Grund des Grössenwahns (“unsinkbar”) und der Dummheit ihrer “Betreiber”, der White Star Line, dem Eisberg zusteuert”

        Die Titanic verdankt ihr Ende angeblich dem Grössenwahn und der Dummheit des Managements (“der Politiker”) der White Star Line.
        “Die Titanic ist unsinkbar”, Rettungsboote brauchen wir eigentlich gar nicht. Parallelen ?
        Legendär Passagier Benjamin Guggenheim, der als Gentleman abtreten wollte und sich mit einer Flasche Champagner auf seine Luxuskabine zurückzog.

      • jobi
        jobi sagte:

        @Stoertebekker

        Das was viele stört, ist ja kein subjektiv individuelles Problem.

        Es ist die Erosion des gesellschaftlich kulturellen Grundkonsenses und dass gegenwärtige Politik offensichtlich alles dafür tut, diese weiter zu befördern.

        Und das ist keineswegs ein globales oder auch nur westliches Problem und unterliegt auch keiner irgendwie gearteten Gesetzmäßigkeit, wie @komol zu wissen glaubt. Der Vergleich mit einigen Nachbarländern legt durchaus die Vermutung nach, dass ein “deutsches Wesen” hier eine gewisse Rolle spielt.

        @weico

        Sie kennen den Unterschied zwischen Pessimisten und Optimisten ?

        Pessimisten sind Optimisten, die nachgedacht haben.

      • Vater Thiel
        Vater Thiel sagte:

        @ jobi

        “Es ist die Erosion des gesellschaftlich kulturellen Grundkonsenses und dass gegenwärtige Politik offensichtlich alles dafür tut, diese weiter zu befördern.”

        Exakt auf den Punkt gebracht.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Vater Thiel

        >Ich sehe mich bildlich auf der Titanic, die auf den Eisberg zusteuert […]

        Sie Optimist. Ich schätze wir haben den Eisberg schon hinter uns gelassen und die MS Deutschland läuft bereits von unten voll ;-)

        Die, die näher am Maschinenraum sind, haben das schon länger bemerkt. Auf dem Oberdeck tanzt man noch Walzer und träumt im Sternenlicht.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Thread

        Mit einigen von Ihnen habe ich ein fundamental anderes Grundverständnis, wie man das Leben betrachten/angehen soll.

        Es geht für mich nicht darum, die idealen Zustände herbeizureden/-schreiben/-…, im allerbesten Fall herbeizudemonstrieren oder sogar herbeizuputschen (traue ich hier nahezu niemandem zu, wegen Sofalastigkeit und lauter Klappe statt stiller Zähigkeit).

        Es geht schlicht darum, in den jeweiligen Umständen die KONTROLLE über sein Leben zu BEHALTEN und sich nicht dem Gefühl des Ausgeliefertseins hinzugeben.

        Das gilt für ALLE politischen Umfelder, die wir hatten, haben und noch erleben werden. Innerhalb dieses Kontrollerhalts kann man dann sehr wohl an der Veränderung der Umstände arbeiten. Aber zuerst muss man mal bei sich aufräumen. Für mich hat der aktive Teil der Kontrolle über mein Leben halt was mit Holz hacken, Wild jagen und verarbeiten, Finanzplanung für die Rente usw. zu tun. Das mag bei Anderen anders sein.

        Der erste Schritt: aufhören zu jammern. Der zweite: die Realität umfassend anschauen und nicht nur die genehmen Teile einblenden. Passiert bei vielen hier nicht.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @jobi

        “Es ist die Erosion des gesellschaftlich kulturellen Grundkonsenses und dass gegenwärtige Politik offensichtlich alles dafür tut, diese weiter zu befördern. Und das ist keineswegs ein globales oder auch nur westliches Problem und unterliegt auch keiner irgendwie gearteten Gesetzmäßigkeit, wie @komol zu wissen glaubt. Der Vergleich mit einigen Nachbarländern legt durchaus die Vermutung nach, dass ein “deutsches Wesen” hier eine gewisse Rolle spielt.”

        Doch, diese zunehmende Polarisierung ist schon ein allgemein westliches Problem und nicht nur auf Deutschland beschränkt. Genug Beispiele in anderen westlichen Ländern gibt es doch auch: USA, UK, Frankreich, Niederlande, Spanien, Polen (aktuell sogar hier Podcast-Tagesthema), und so weiter.

        Da ist es schon interessanter, auf die Minderheit der westlichen Länder zu schauen, in denen dieser Trend nur mit gebremster Geschwindigkeit abläuft. Die Schweiz scheint das noch sehr gut hinzukriegen.

        @Stoertebekker

        “Der zweite: die Realität umfassend anschauen und nicht nur die genehmen Teile einblenden. Passiert bei vielen hier nicht.”

        Da kenne ich aber auch einen an der Ostseeküste, der damit oft große Probleme hat… ;)

  6. komol
    komol sagte:

    Eigentlich ist das klasse gemacht! Hab ich vom System auch so erwartet – viel besser als man es vorher je antizipieren kann. Es wirkt wie das Durchschlingeln durch einen als fast unmöglich gehaltenen Dickicht, insb. von Seiten der Linken. V.a. wurde dabei auch die Pfadeinengung aufgelockert. Eine bessere Lösung hätte ich mir nicht vorstellen können. Nur wer keine Ahnung von Politik und Systemen hat, wird die Lösung kritisieren. Dass das die Mehrheit ist, ist aber wiederum gesund. Was nun gesamtsystemisch zunehmend problematisiert werden wird, ist das pol. Handeln im Rechtssystem. Dafür gibts auch viele Anzeichen weltweit. Und das haben wir erwartet. Denn nach den Turbulenzen durch das Aufkommen eines neuen Verbreitungsmediums für Kommunikation (Gesellschaft 4.0) in W. (seit 00ern) und P. (seit 10ern) muss in den 20ern nun zwangsläufig das Recht dran sein. Was bislang geschah ist aber nur preliminary – die richtige lock-in dort könnte mit den Wahlen in den USA dann endlich kommen..

    Antworten
  7. JürgenP
    JürgenP sagte:

    “Natürlich hat Deutschland eine Notlage. Aber nicht im Haushalt, sondern in der Politik”.

    Präziser: es besteht eine Notlage im MANAGEMENT komplexer Verhältnisse. Der Politik, d.h. den Entscheidern, fehlen Strategien und Mittel, um damit fertig zu werden. Die logische Folge sind, wie im Blog bereits zig-fach beschriebene operative Panik und Kurzschlusshandlungen. In der absehbaren Folge wird sich dieses Geschehen in allen Institutionen durchsetzen: in politischen Gremien, in Verwaltungen und Unternehmen, sogar in Familien, denen zunehmend das Wasser bis zum Hals steht.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      “Die logische Folge sind, wie im Blog bereits zig-fach beschriebene operative Panik und Kurzschlusshandlungen. ”

      Nein, das ist kein Management-Problem. Die komplette politische Agenda der Regierung ist Schwachsinn, das ist viel grundlegender, und da hilft auch kein Systemtheorie-Gesülze.

      “sogar in Familien, denen zunehmend das Wasser bis zum Hals steht.”

      Wo ist das Problem? Unser Insolvenz- und Heizungsminister würde jetzt sagen: “Sie drohen auch dann nicht zu ertrinken, sondern sie atmen bloß irgendwann Wasser ein.” :D :D :D

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser Ott

        Ach, hier sind Sie. Hab drüben (gestern) noch n paar Antworten für Sie. Bzgl. Europa macht dem Hegemon das Leben schwer und der Hegemon zerfleischt sich selbst.

        Und zu „U. Hermann analysiert großartig – die Schlussfolgerungen sind diskutabel“. Allemal besser als Ihr schwaches/ängstliches „ich sag nix dazu“ beim Brückenstrompreis.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        Kuckuck, hier bin ich.

        Lohnt sich es denn, rüberzuklicken, oder haben Sie bloß mal wieder aufgeschrieben, was Sie heute noch alles kochen oder essen wollen?

        “Allemal besser als Ihr schwaches/ängstliches „ich sag nix dazu“ beim Brückenstrompreis.”

        Dafür, dass sie sich partout weigern, über die Ergebnisse Ihrer “Berechnungen” zu schreiben, fangen Sie erstaunlich oft wieder von dem Thema an. Immerhin hat sich die dahintersteckende politische Frage mittlerweile von selbst erledigt, oder glauben Sie, dass unsere Notlagen-Regierung das Geld für die Finanzierung dieses Projektes noch irgendwie zusammenkratzen könnte? ;)

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser Ott

        Sie sind am Ende. 148m USD Strafe hauen selbst Sie aus den Puschen.

        Und zu meinen Berechnungen hatte ich Ihnen bereits 80% der Infos gegeben, inkl. Link zur Studie. Aber noch nichtmal die letzten 20% bekommen Sie hin, obwohl ich sogar den Rechenweg angedeutet habe. Schöne Ingenieursehre…

        PS was ich esse, hab ich noch nie geschrieben. Was ich in den Keller lege, schon. Geht ja in Ihren Beiträgen häufig um das Eintreten der totalen Apokalypse. Da sehe ich das als praktische Lebenshilfe für Sie und ihresgleichen. 🤷‍♂️😎

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @stoertebekker: Es geht nicht um die “totale Apokalypse”. Es geht aber um eine geplante Gesellschaftsveränderung, die ich ablehne, und die von Leuten forciert wird, die – warum auch immer – derzeit das Sagen haben. Und das kann man nicht mehr schönreden, oder sich auf die Selbstversorgung/Autonomie zurückziehen. Sie reden doch immer davon, dass Sie von der DDR genug haben. Sehen Sie nicht die Zeichen an der Wand?

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Beobachter

        Natürlich seh ich Zeichen an der Wand. Im Gegensatz zu Trägern der blauen Brille sehe ich aber auch das exakt gleiche realitätsferne Macht-/Führungsverständnis bei der blauen Fraktion. Aber vor allem sehe ich, was passiert, wenn’s wirklich eng wird.

        LNG-Terminals gebaut, kein Brückenstrompreis, Waffenlieferungen in die Welt, Aussetzung der eE Förderung, schrittweise Verschärfung des Asylrechts (wir werden geschlossene europ. Grenzen bekommen) usw. Und ich hab genug von der Welt (bis Nordkorea) gesehen, um zu wissen, wie brutal gut (relativ) hier immer noch alles ist.

        Habe eben die unten stehende Passage gefunden. In einem Kapitel, das fragt, warum Pessimismus so dominant ist. Im unten stehenden Sinne bin ich exakt der „serious possibilist“ des letzten Satzes. Vielleicht hilft es, schlicht Wahrscheinlichkeiten zu überlegen…

        „Optimism is the best bet for most people because the world tends to get better for most people most of the time.

        But pessimism holds a special place in our hearts. Pessimism isn’t just more common than optimism. It also sounds smarter. It’s intellectually captivating, and it’s paid more attention than optimism, which is often viewed as being oblivious to risk.

        Before we go further we should define what optimism is. Real optimists don’t believe that everything will be great. That’s complacency. Optimism is a belief that the odds of a good outcome are in your favor over time, even when there will be setbacks along the way. The simple idea that most people wake up in the morning trying to make things a little better and more productive than wake up looking to cause trouble is the foundation of optimism. It’s not complicated. It’s not guaranteed, either. It’s just the most reasonable bet for most people, most of the time. The late statistician Hans Rosling put it differently: “I am not an optimist. I am a very serious possibilist.”“

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        Da muss ich Ihren “ernsthaften Possibilismus” doch wieder ein bisschen einfangen – am Ende bin ich noch lange nicht, auch das ist mal wieder naives Wunschdenken Ihrerseits.

        “Aber vor allem sehe ich, was passiert, wenn’s wirklich eng wird: LNG-Terminals gebaut”

        Ja, nachdem uns unsere “amerikanischen Freunde” die Pipelines weggesprengt haben. Ganz toll. Das soll ein Anlass zum Optimismus sein?

        “Und zu meinen Berechnungen hatte ich Ihnen bereits 80% der Infos gegeben, inkl. Link zur Studie. Aber noch nichtmal die letzten 20% bekommen Sie hin, obwohl ich sogar den Rechenweg angedeutet habe.”

        Schreiben Sie Ihre Rechnung doch einfach auf, falls Sie über sie diskutieren wollen.

        “Geht ja in Ihren Beiträgen häufig um das Eintreten der totalen Apokalypse.”

        Bei mir? Nein, da verwechseln Sie mich wohl der brillianten Ulrike-Herrmann-Analyse, die Sie dieses Jahr gelesen haben.

        Ich mache mich über den allgegenwärtigen Klimakatastrophen-Weltuntergangsglauben lustig, was Sie natürlich ärgert, weil Sie den zum Teil Ihres grünen Lifestyles gemacht haben.

        Der einzige Kontext, in dem ich tatsächlich über so etwas wie “totale Apokalypse” schreibe, ist, wenn hier mal wieder eines unserer NATO-Globalstrategie-Genies aufschlägt und einen amerikanischen Angriff auf Russland fordert. So einen großen Atomkrieg zwischen zwei Atommächten mit zusammen über 10000 Nuklearsprengköpfen könnte man durchaus mit “totale Apokalypse” beschreiben, und das, obwohl die globale Durchschnittstemperatur dann gar nicht steigen, sondern sinken wird. Aber vielleicht beruhigt Sie das ja sogar. ;)

        @Beobachter

        Vielleicht glaubt der Stoertebekker einfach, dass er in einem autoritären grünen Sozialismus aufgrund seines Vermögens viel angenehmer leben wird als er es als kleiner Berufsanfänger in dem autoritären roten Sozialismus konnte?

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser Ott

        Dass Sie am Ende sind, habe ich nur auf die Diskussion um Finanzen und den Hegemon bezogen. Und das stimmt dann ja auch.

        Dass LNG-Terminals gebaut wurden, hat dazu geführt, dass Ihre apokalyptische Vorhersage von kalten Wohnungen und Bürgerkrieg das blieben, für was ich sie gehalten habe – Panikmache. Exakt so, wie Ihre Vorhersagen bzgl. des Zusammenbrechens des Pflegesystems wegen Impfpflicht, Ihre Vorhersage zu Hyperinflation und dem folgenden Bürgerkrieg usw. usw.

        Ihre Panikmache bzgl. einer grünen Öko-Diktatur lösen sich ja gerade genauso in Luft auf. Ruhig bleiben, Gelassenheit walten lassen und den Verstand einschalten. Dann klappt das schon.

        Und NIEMALS auf den Kuss der blauen Fee hoffen. Schlicht, weil sie keine absolute Mehrheit bekommen wird und mit anderen gemeinsam regieren werden muss. Das bedeutet dann Abstriche machen (also an den Forderungen, nicht bzgl. Prüfung wer geimpft ist und deshalb am besten weggesperrt wird).

        Üben Sie sich lieber im Rechnen (Strompreis bei H2-Welt wäre ein guter, einfacher Start), drücken Sie Ihre Emotionen weg, wenn’s kritisch wird und schreiben mir weiter so nette Briefe.

        Einen sonnigen dritten Advent!

        PS Verzicht finde ich völlig in Ordnung. Das ist der einzige Weg, einigermaßen sicher das zu erhalten, was es hinter die Brandmauer geschafft hat.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        “Dass Sie am Ende sind, habe ich nur auf die Diskussion um Finanzen und den Hegemon bezogen. Und das stimmt dann ja auch.”

        Weil Ihre zusammengegoogelten Listen von Prozessen in den USA gegen amerikanische Konzerne in Produkthaftungsfällen so überzeugend sind, um zu zeigen, dass der Bayer-Konzern nicht ausgeplündert wird? ;)

        Oder weil Sie es auch schon für “US-Konzerne ausplündern” halten, wenn die EU deren Steuerspar-Gestaltungen in Europa angreift?

        “Dass LNG-Terminals gebaut wurden, hat dazu geführt, dass Ihre apokalyptische Vorhersage von kalten Wohnungen und Bürgerkrieg das blieben, für was ich sie gehalten habe – Panikmache. Exakt so, wie Ihre Vorhersagen bzgl. des Zusammenbrechens des Pflegesystems wegen Impfpflicht, Ihre Vorhersage zu Hyperinflation und dem folgenden Bürgerkrieg usw. usw.”

        Ach soo, jedes negative Szenario, das ich irgendwann mal beschrieben habe, ist schon die “totale Apokalypse”. Müssen Sie das so framen, weil es Ihnen sonst zu einsam nur mit Ulrike Herrmann im Klimawandel-Apokalypse-Lager ist?

        “Ihre Panikmache bzgl. einer grünen Öko-Diktatur lösen sich ja gerade genauso in Luft auf.”

        Hab ich irgendwas verpasst und irgendjemand hat die Grünen dieses Wochenende in Berlin weggeputscht?

        “Und NIEMALS auf den Kuss der blauen Fee hoffen. Schlicht, weil sie keine absolute Mehrheit bekommen wird und mit anderen gemeinsam regieren werden muss.”

        Naja, zum koalieren gehören immer mindestens zwei. Wenn keine andere Partei eine Koalition mit der AfD eingehen will, dann würde ich erwarten, dass irgendwann so viele Leute die AfD wählen werden, dass die AfD als einzige übriggebliebene Oppositionspartei irgendwann mit dem “sozialistischen Einheitsparteienblock in der gemeinsamen Wahlliste der Nationalen Front” um die absolute Mehrheit konkurriert.

        “Das bedeutet dann Abstriche machen (also an den Forderungen, nicht bzgl. Prüfung wer geimpft ist und deshalb am besten weggesperrt wird). ”

        Ganz dreiste Täter-Opfer-Umkehr. Wir wollen uns doch bitte daran erinnern, dass die besonders durchgeknallten Pfizer-Werbemännchen und die selbsternannten Humanisten mit besonders viel Sendungsbewusstsein aus dem Geimpften-Lager die Ungeimpften wegsperren wollten – und nicht umgekehrt. Die Ungeimpften wollten einfach nur in Ruhe gelassen werden und niemanden einsperren oder gängeln.

        “Üben Sie sich lieber im Rechnen (Strompreis bei H2-Welt wäre ein guter, einfacher Start), drücken Sie Ihre Emotionen weg, wenn’s kritisch wird und schreiben mir weiter so nette Briefe.”

        Ich seh es ja ein: Sie wollen gar nicht über das Thema reden.

        “Verzicht finde ich völlig in Ordnung. Das ist der einzige Weg, einigermaßen sicher das zu erhalten, was es hinter die Brandmauer geschafft hat.”

        Das hängt davon ab, auf welcher Seite der Brandmauer es anfängt zu brennen…

        Einen schönen dritten Advent auch Ihnen – vergessen Sie nicht, Ihren Ihren Adventskranz rechtzeitig zu löschen, sofern Sie nicht sowieso schon auf diese gefährlichen CO2- und Feinstaub-emittierenden Kerzen verzichtet haben. (Welche weihnachtlichen Leuchtmittel sind eigentlich bei Lifestyle-Grünen im Trend? Haben Sie vielleicht ganz besondere und auch ganz besonders teure Bienenwachs-Kerzen, die von woken transsexuellen Imker*innen gerollt worden sind?)

    • Beobachter
      Beobachter sagte:

      Wenn es nur ein MANAGEMENT-Problem wäre, könnte man ja (zumindest theoretisch) Lösungen finden. Ist es aber nicht. Um was es geht, ist eine bewußt gewollte Gesellschaftsveränderung hin zu einer anderen Republik (oder besser: linksgrüner Gesinnungsautokratie). Diese System braucht Wahlalter 16 für leicht manipulierbare Jugendliche, Schleifung des Privateigentums, weitere Migration zur gesellschaftlichen Verängstigung, etc etc

      Antworten
    • komol
      komol sagte:

      @Jürgen P

      Jetzt mal abgesehen von den ganzen Leuten (hier und anderswo), die von komplexen Systemen und deren Management keine Ahnung haben, muss ich sagen, dass ich das pol. Vorgehen der Regierung, nicht nur inhaltlich, v.a. auch in seiner zeitlichen Sequenz, Kommunikation und Vorausschau (Pfadmanagement) usw. so klasse fand, dass man m.E. meinen könnte, dass die absolut Ahnung vom Thema “Management kompl. Systeme” haben müssen. Klar ist aber, dass sie es erstens nicht bzw. nur tlw. (es sind paar dabei auf zweiter und dritter Ebene) haben, und zweitens war das ja kein gesteuerter Prozess, sondern eine Aushandlung ohne echten Mediator.

      Für mich, der im Unterschied zu Ihnen denkt, dass sich Systeme selbst steuern (also über den vermeintl. Steuermann hinaus, der also endogen ist), die Anwendung von Managementsystemen also (höchstens (aber das ist eben schon sehr viel und sehr sehr viel wert)) eine mitlaufende Selbstbeschreibung des Prozesses darstellt (wobei nat. klar ist, dass dies auch für das Ergebnis hundert mal besser ist als wie ohne so ein Management komple. Systeme), zeigt sich darin gerade wieder einmal der Beweis dessen.

      Vllt. müssen wir die Anwendung von solchen Managementsystemen deshalb mal verwsuchsweise aus einem anderen Blickwinkel betrachten – also fragen, wie bzw. wieso es dazu kommen kann (also weniger die Frage wozu?) bzw. wieso es dort oder hier eben andererseits gerade nicht der Fall ist.. Ich denke dazu einführend, aber das kann man ja diskutieren, dass die Anwendung erst einmal nur dort zum Fall werden kann, wo sich schon informationell und operativ geschlossene Kommunikationsysteme bzw. Subsysteme (also sagen wir mal v.a. bei den vermeintlichen Steuermännern) gebildet haben, und dass es, wenn die Anwendung der Fall ist, ein Zeichen dafür ist, dass es unter die Ebene, auf der es angewendet wird, schon weitere Subsystembildungen gibt bzw. die sich dadurch manifestieren bzw. gerade uno actu schießen… Lassen Sie uns deshalb einfach mal empirisch schauen, wo solche Managementsysteme für die Steuerung kompl. Systeme schon angewendet werden.. Ich glaube dass dann genau das auffallen wird!?

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @komol

        “Lassen Sie uns deshalb einfach mal empirisch schauen, wo solche Managementsysteme für die Steuerung kompl. Systeme schon angewendet werden..”

        Nur zu !

        Bringen sie all die erfolgreichen empirischen Beispiele.

  8. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Ich finds besonders toll, dass die “Bürgergeld”-Empfänger von den höheren Steuern und Abgaben auf Energie nicht betroffen sind, weil natürlich ihre Regelsätze immer großzügig an die Lebenshaltungskosten angepasst werden und die Heizkosten sowieso vom Amt bezahlt werden.

    So fühlen sie sich weiter in unserem Sozialsystem wohl.

    Antworten
  9. weico
    weico sagte:

    @Beobachter

    “Warum der deutsche Michl so komatös ist, verstehe ich auch nicht mehr. ”

    Vielleicht hilft ja KI dem “deutschen Michl” …und anderen demokratiefernen Regierungen.. ja auf die Sprünge .

    Die Idee nennt sich KI-​unterstützte direkte Demokratie» («Supporter Democracy»)

    https://kof.ethz.ch/news-und-veranstaltungen/kof-bulletin/kof-bulletin/2023/12/kuenstliche-intelligenz-und-zweifache-stimmabgabe-eine-idee-zur-neuerfindung-der-direkten-demokratie.html

    Antworten
  10. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Lieber Herr Stelter,
    Sie haben ja völlig recht. Aber eben schon seit Jahren, und es ändert sich nichts. Dem Wähler scheint es nichts auszumachen, denn auch von der CDU wird man keine andere Politik bekommen. Warum der deutsche Michl so komatös ist, verstehe ich auch nicht mehr. Sich freiwillig ausziehen zu lassen ist schon was.

    Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Beobachter
      …” Sich freiwillig ausziehen zu lassen ist schon was”.
      Sich unvorbereitet – Schlachthof-schafsdumm-wehrlos zu erwartender Rache-Überfälle auzusetzen ist schlimmer als ” ausziehen lassen”
      Ich frage mich , warum nicht bis zur völligen Aufklärung diskutiert wird:
      Wie konnten israelische Kibbuzim-Bewohner in Grenznähe unbewaffet und ohne Nachtwachen von Grenznachbarn ( Nachbarn !) wehrlos abgemetzelt werden?
      https://www.rnd.de/politik/israel-ueberraschungsangriff-der-hamas-wirft-schatten-auf-geheimdienste-WRMRVSQVWJJZ3CQOCFAK7ZNVAQ.html
      Wer genehmigt eine ” Rave-Party” am Grenzzaun, wo jedem klar sein konnte :
      Raver konsumieren Drogen / Ecstasy/ Speed/ für nächtelanges Tanzen.
      Wer anvertraut einer Regierung militärische Rache-Aktionen , die im Vorfeld
      der Hamas-Morde in genau jeder Hinsicht tödlich versagt hat ?

      Deutsche Bürger haben noch den ( kleinen) Vorteil:
      Sie können wissen, dass Regierende bewusst und seit langem destruktiv gegen deutsche Bürger handeln- in jeder HInsicht.
      Finanzielle Verluste können noch verschmerzt werden , Gefahren durch Flash-Mob-Progrom-Morde werden nicht überlebt.
      (Bilder zur langen Geschichte der Religionskriege, Tempelritter, heute:
      Servus TV, 20:15)

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Doc Fischer

        “Ich frage mich , warum nicht bis zur völligen Aufklärung diskutiert wird:
        Wie konnten israelische Kibbuzim-Bewohner in Grenznähe unbewaffet und ohne Nachtwachen von Grenznachbarn ( Nachbarn !) wehrlos abgemetzelt werden?”

        Viele dieser Siedlungen haben tatsächlich paramilitärische “Wach-Einheiten”, aber einen für sie überraschenden Großangriff können die so auch nicht abwehren.

        Und für die Bewachung der Grenze ist der israelische Staat zuständig – der hat allerdings in diesem Fall eklatant versagt, was Netanjahu wohl bald politisch den Kopf kosten wird.

        Der Schatten auf den Geheimdiensten ist übrigens mittlerweile deutlich größer als es Ihre Quelle aus dem Oktober noch beschreibt:

        “Israel Knew Hamas’s Attack Plan More Than a Year Ago

        Israeli officials obtained Hamas’s battle plan for the Oct. 7 terrorist attack more than a year before it happened, documents, emails and interviews show. But Israeli military and intelligence officials dismissed the plan as aspirational, considering it too difficult for Hamas to carry out.

        The approximately 40-page document, which the Israeli authorities code-named “Jericho Wall,” outlined, point by point, exactly the kind of devastating invasion that led to the deaths of about 1,200 people.

        The translated document, which was reviewed by The New York Times, did not set a date for the attack, but described a methodical assault designed to overwhelm the fortifications around the Gaza Strip, take over Israeli cities and storm key military bases, including a division headquarters. (…)”
        New York Times, Nov. 30, 2023
        https://archive.is/fWAoj (archivierte Version weil Paywall)

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