Best of 2021 – Klimapolitik: Heiße Luft in jeder Hinsicht

Dieser Beitrag erschien im September 2021:

In den Wahlprogrammen der Parteien spielt der Klimaschutz eine große Rolle. Dumm nur, dass keine der Parteien, die jetzt im Bundestag sind, eine überzeugende Strategie darlegt, wie Klimaschutz gelingen kann, ohne den Wohlstand zu gefährden. Nur noch wenige Tage bis zur Wahl. Glaubt man den Umfragen, spielt der Klimaschutz eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Wähler zu mobilisieren. Die Parteien räumen dem Thema breiten Raum in ihren Wahlprogrammen ein. Dabei sind drei unterschiedliche Positionierungen erkennbar:

  • Problemleugnung: Die AfD distanziert sich eindeutig von jeder Art der Klimapolitik. “Den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung und Dekarbonisierungsmaßnahmen lehnt die AfD ab. Das Pariser Klimaabkommen vom 12.12.2015 ist zu kündigen. Deutschland muss aus allen staatlichen und privaten ‘Klimaschutz’-Organisationen austreten und ihnen jede Unterstützung entziehen. Die AfD fordert einen öffentlichen, freien Diskurs über die Ursachen von Klimaveränderungen und die verheerenden Folgen einer Dekarbonisierung. Jegliche Form der CO-Besteuerung ist abzuschaffen.” Konsequent folgert die AfD daraus unter anderem, Kohle- und Atomkraftwerke weiter laufen zu lassen.
  • Markt- und Innovationsvertrauen: Die FDP setzt auf den Markt, um Wege zur Reduktion von CO2 zu finden: „Deutschland und Europa haben sich zur Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 verpflichtet. Dieses Ziel wollen wir durch ein striktes CO2-Limit durch ein umfassendes Emissionshandelssystem erreichen. Den Weg dorthin überlassen wir dem Erfindergeist von Ingenieurinnen, Technikern und Wissenschaftlerinnen. So können wir Klimaschutz marktwirtschaftlich und wissenschaftlich sicher erreichen. (….) Nur der Emissionshandel garantiert eine Deckelung des Gesamtausstoßes an Klimagasen.” Darüber hinaus hat die FDP eine sehr wichtige und richtige Forderung im Programm: Wir wollen die Möglichkeit nutzen, Projekte in anderen Staaten zu finanzieren und die entsprechenden Treibhausgasreduktionen auf die eigenen Ziele anzurechnen. Artikel 6 des Pariser Abkommens sieht das ausdrücklich vor. Bislang verzichtet die EU jedoch freiwillig auf die Nutzung dieser Möglichkeit. Da es für das Klima irrelevant ist, an welcher Stelle CO2 eingespart wird, wollen wir bei höheren Zielen künftig die Möglichkeit eröffnen, diese im Sinne einer ökonomisch effizienten Klimapolitik auch über Maßnahmen nach Artikel 6 des Pariser Abkommens zu erreichen.” Ich erinnere an die über 80 Milliarden Euro, mit denen wir der Fotovoltaik weltweit zum Durchbruch verholfen haben. Einen Anteil der Millionen Tonnen von CO2, die weltweit mit Hilfe der Fotovoltaik eingespart werden, sollten wir uns zurechnen lassen – vor allem, weil diese Industrie heute fest in der Hand von chinesischen Anbietern ist. Die FDP denkt hierbei an künftige Maßnahmen wie zum Beispiel Aufforstungsprojekte, aber auch an die Modernisierung von Anlagen.
  • Beschleunigtes „Weiter-so“: CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE setzen darauf, dass der eingeschlagene Kurs fortgesetzt wird und haben nur unterschiedliche Vorstellungen vom Tempo. Das liest sich dann so:
    • UNION: Wir werden den Ausbau der Erneuerbaren Energien entscheidend voranbringen und daher deutlich schneller ausbauen, damit der stark steigende Energiebedarf gedeckt wird. Nur so wird die Energiewende in allen Bereichen gelingen, und nur so werden die Pariser Klimaziele erreicht werden.” Die UNION betont die entscheidende Herausforderung: “Wir brauchen Energiespeicher, um die Schwankungen der Erneuerbaren Energie in wind- und sonnenschwachen Zeiten auszugleichen. Wir werden die dafür notwendige Technologieentwicklung und -umsetzung weiter fördern (…).”
    • SPD:Um in Deutschland bis spätestens 2045 treibhausgasneutral leben, arbeiten und wirtschaften zu können, werden wir dafür sorgen, dass wir unseren Strom spätestens bis zum Jahr 2040 vollständig aus Erneuerbaren Energien beziehen. Unser Strombedarf wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten deutlich steigen, weil wir anstatt fossiler Energieträger deutlich mehr Strom im Verkehr und der Industrie einsetzen werden. Allein bis 2030 brauchen wir jährlich ungefähr 10 tWh Strom zusätzlich – das entspricht dem Stromverbrauch von Hamburg. Wir brauchen deshalb ein Jahrzehnt des entschlossenen Ausbaus der Erneuerbaren Energien.”
    •  GRÜNE: Wir werden das noch immer ungenügende Klimaschutzgesetz generationen- und budgetgerecht nachschärfen, jahres- und sektorenscharf ausbuchstabieren, die Rolle des Expertenrates für Klimafragen stärken und das deutsche Klimaziel 2030 auf mindestens minus 70 Prozent anheben. Unser Ziel ist es, 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2035 zu erreichen. So kann Deutschland in 20 Jahren klimaneutral werden.” Und an anderer Stelle: “Die Vorgaben des Pariser Klimavertrages sowie den Atomausstieg wollen wir im Grundgesetz verankern und Ökologie als weiteres Grundprinzip staatlichen Handelns stärken. (…) Mit einer CO2-Bremse machen wir Klimaschutz zur Querschnittsaufgabe, indem wir Gesetze auf ihre Klimawirkung hin prüfen, die Vereinbarkeit mit den nationalen Klimaschutzzielen und dem CO2-Budget sicherstellen (…).”
    • LINKE: Wir fordern die Energiewende mit 100 % Erneuerbaren bis 2035. Wir wollen den Kohleausstieg bis spätestens 2030. Wir wollen die Energiekonzerne entmachten und eine Energiewende in Bürgerhand, in öffentlichem oder genossenschaftlichem Eigentum.” Und an anderer Stelle: “Unser Ziel ist es, dass die Industrie bis 2035 weitgehend CO2-neutral und energie-effizient produziert (…) Es dürfen keine Arbeitsplätze verlagert werden, bevor nicht neue, gleichwertige Arbeit geschaffen wurde. Umgekehrt müssen neue Industrieanlagen so ausgerichtet sein, dass bis spätestens 2040 weitgehend CO2-frei und klimaneutral produziert werden kann. (…) Die Industriekonzerne müssen verpflichtet werden, diesen Umbau in die Wege zu leiten. Bei der Finanzierung der ökologischen Modernisierung der Produktion, wollen wir die Konzerne und Aktionäre in die Pflicht zu nehmen.” Gleiches gilt auch für die Vermieter, die zusätzlich mit Mietendeckel, CO2-Steuer und Grundsteuer belastet werden – neben Vermögenssteuer und -abgabe.

UNION, SPD, GRÜNE und LINKE fordern Verbote, staatliche Regulierung, Subventionen für bestimmte Sektoren und Bereiche. Zwar betont die UNION, auf den Markt und den Emissionshandel zu setzen, jedoch liest sich das Programm – geschrieben zu Zeiten, in denen man noch fest mit einer schwarz-grünen Koalition rechnete – in weiten Teilen wie eine Diskussionsgrundlage für die Koalitionsverhandlungen. Vergessen wir nicht, dass der amtierende CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier (63) erst vor wenigen Monaten eine Garantie für das Klima und die Wirtschaft abgeben wollte, verbunden mit konkreten CO2-Einsparungen je Sektor und Jahr bis 2050 – der Traum jedes Planwirtschaftlers und exakt das, was die GRÜNEN mit aggressiveren Zielen in ihrem Programm fordern.

DIW erklärt GRÜNE als Sieger

Dennoch kann man zwischen den Programmen differenzieren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat genau dies im Auftrag der vom GRÜNEN-Politiker Rainer Baake geleiteten Stiftung Klimaneutralität getan. Wenig überraschendes Ergebnis: Kein Parteiprogramm ist den Forschern gut genug mit Blick auf die Klimaziele, aber die GRÜNEN kommen den Vorstellungen der Stiftung am nächsten. Es lohnt sich, genauer anzuschauen, wie das DIW zu dieser Einschätzung kommt, denn es hilft zu verstehen, warum sich die deutsche Klimaschutzpolitik in eine Sackgasse manövriert.

Bei der Studie des DIW handelt es sich um eine Art Nutzwertanalyse. Es wird vorgegeben, zu welchen Aspekten der Klimapolitik sich die Parteien im Programm äußern müssen. Die Aussagen werden dann mit 0 bis 4 Punkten bewertet und die Kriterien gesamthaft nach Bedeutung gewichtet. Jeder, der mit dieser Methodik arbeitet, weiß, dass die Gewichtung entscheidende Bedeutung für das Ergebnis hat.

Benchmark für das DIW sind die eigenen Vorschläge für die Klimapolitik. Jene Partei, die sich in ihrem Programm am engsten an die Empfehlungen hält, muss als Gewinner vom Platz gehen. Nachdem die AfD wegen offenkundiger Weigerung, das Thema überhaupt aufzugreifen, nicht in der Studie auftaucht, ist die FDP das erste Opfer dieser Vorgehensweise. Das DIW erklärt:

Studienergebnisse legen nahe, dass ein sektorübergreifender CO2-Preis als zentrales Instrument in der Klimapolitik geeignet ist. Er ist eine wichtige, allerdings keine hinreichende Bedingung für das Erreichen der Klimaziele. Allein entfaltet die Bepreisung von CO2-Emissionen keine ausreichende Wirkung, um die notwendigen Veränderungen in der geforderten Geschwindigkeit zu erreichen. (…) Parteien sollten in ihren Wahlprogrammen daher konkrete Vorschläge machen, wie es gelingen kann, bestehende Lock-In-Situationen sowie fehlende Investitionsanreize zu überwinden und die notwendigen, tiefgreifenden Transformationsprozesse einzuläuten. Diese Vorschläge sollten auf Sektorenebene Hürden und Hemmnisse auf dem Weg zur Klimaneutralität adressieren und über reine marktwirtschaftliche Instrumente hinausgehen (…).“

Obwohl Ökonomen sich einig sind, dass ein sektorübergreifender CO2-Preis das beste Instrument ist, um die Ziele zu erreichen, erklärt das DIW, dass dem nicht so sei. Folge für die FDP: Da sie sich auf diesen Mechanismus konzentriert und ihn sogar mit einem CO2-Mengenbudget verbinden will, bleiben viele der Boxen im Raster des DIW leer, die Partei damit ohne Punkte – und die Schlagzeile war sicher: Die FDP ist schlecht für das Klima. Dabei würde ein Preis Effizienz und Effektivität sicherstellen, genau das, was uns seit Jahren bei der Klimaschutzpolitik fehlt. Übrigens: Die FDP ist die einzige Partei, die explizit regelmäßige Stresstests unserer Stromversorgung fordert, um sicherzustellen, dass wir keine Blackouts erleben müssen.

Damit haben wir nur noch die vier Parteien übrig, die sich im Kern, wie oben gezeigt, nicht groß unterscheiden. Hier kommt die Gewichtung ins Spiel. Besonders hoch wichtet das DIW den Umbau der Energieversorgung, was durchaus nachvollziehbar ist, steht der Bereich doch für fast 46 Prozent der Einsparpotenziale an CO2, wie das DIW feststellt. Die Unterpunkte bei den Aussagen zur CO2-Reduktion sind wiederum gewichtet:

  • Verzicht auf fossile Energieträger (31 %)
  • Erneuerbare Energien (31 %)
  • Ausbau der Stromnetze und Speicher (14 %)
  • Rest – Sektorenkoppelung, Wasserstoff, Wärmeversorgung (25 %)

Wer sich jetzt wundert, dass das jetzt in Summe 101 Prozent ergibt, der mag sich direkt an das DIW wenden. Ist aber so und dürfte mit einer „Rundungsdifferenz“ erklärt werden, die allerdings bei Nutzwertanalysen unüblich ist.

Doch kommen wir zurück zum Thema. Erstaunlich ist doch, dass die wirklich entscheidende Frage der Energiewende – Ausbau der Netze und Schaffen von Speichern für Zeiten, an denen keine Sonne scheint und kein Wind bläst – für die Beurteilung der Programme unmaßgeblich ist. Egal wie viele Punkte einer Partei hier zugebilligt werden, es spielt bei einer Gewichtung von 14 Prozent für das Gesamtergebnis keine Rolle.

Wer als Partei Punkte sammeln will, muss also

  • erklären, dass der Kohleausstieg bereits 2030 stattfindet. Das tun die GRÜNEN und die LINKEN, weshalb sie vier Punkte bekommen. SPD und UNION halten sich noch mit der Notwendigkeit auf, andere Energiequellen zu entwickeln, bevor man auf die Kohle verzichtet, die immerhin 27 Prozent des Stroms im ersten Halbjahr 2021 erzeugt hat. Die Folge ist jeweils nur ein Punkt, während GRÜNE und LINKE für ihre Forderung nach einem früheren Kohleausstieg vier Punkte bekommen.
  • erklären, dass Erdgas nicht oder nur kurzfristig als Ersatz für Kohle zum Einsatz kommt. Da UNION und SPD auch hier einen ausreichenden Ausbau von Erneuerbaren Energien zur Voraussetzung machen, büßen sie wieder wertvolle Punkte ein, während GRÜNE und LINKE für ihre diesbezüglichen Bekenntnisse belohnt werden.
  • mit vielen Worten beschwören, den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben. „Höheres Tempo“ bringt einen Punkt (UNION), die zusätzliche Erwähnung von Solarenergie (SPD) bringt zwei Punkte. Volle Punktzahl bekommt, wer wie GRÜNE und LINKE mit vielen Worten im Programm Seiten füllt.

Letzteres klingt dann so (GRÜNE): “Unser Ziel ist ab sofort ein jährlicher Zubau von mindestens 5 bis 6 Gigawatt (GW) Wind an Land, ab Mitte der 20er Jahre von 7 bis 8 GW, bei Wind auf See wollen wir 35 GW bis 2035. Im Bereich Solarenergie werden wir den Ausbau von beginnend 10 bis 12 GW auf 18 bis 20 GW pro Jahr steigern ab Mitte der 20er. (…) Daher beseitigen wir in einem kontinuierlichen Prozess bestehende Ausbauhemmnisse (…) In einem ersten Schritt wollen wir die Erneuerbaren Energien als zwingend für die Versorgungssicherheit definieren und dafür 2 Prozent der Fläche bundesweit nutzen. Alle Bundesländer haben hierfür ihre entsprechenden Beiträge zu leisten.”

„Zwingend für die Versorgungssicherheit“ werden die Erneuerbaren Energien allein dadurch, dass alle Grundlastkraftwerke (Kohle, Atom) abgeschaltet werden. Dass diese Vorstellung sich in der Praxis sehr schwer, wenn überhaupt, realisieren lässt, ist nicht maßgeblich, denn es sind gigantische Ziele. Zum Vergleich: Zurzeit haben wir in Deutschland insgesamt rund 55 GW Kapazität in Windanlagen am Land und 2020 wurden rund 1,2 GW gebaut. 5–6 GW wurden noch nie pro Jahr gebaut. Schon gar nicht 7–8. Abgesehen davon freue ich mich auf die Windräder auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, wenn wirklich jedes Bundesland zwei Prozent der Fläche für die Energieerzeugung nutzen soll.

Will man nach Auffassung des DIW – und der die Studie bereitwillig aufgreifenden und verbreitenden Medien – eine Klimaschutzpartei sein, muss man nicht sagen, wie es funktioniert, sondern einfach behaupten, es würde schon funktionieren. Wie ein Kapitän, der auf hoher See auf das Prinzip „Ein-Wunder-wird-geschehen“ setzt, nachdem er zur Motivation der Mannschaft, schneller zu rudern, ein Leck in das Boot geschlagen hat.

Um sich endgültig von UNION und SPD abzusetzen, mussten GRÜNE und LINKE nur noch ein frühes Verbrennerverbot (ebenfalls 2030) fordern und voll auf Elektromobilität setzen. Auch hier jeweils vier Punkte für GRÜNE und LINKE. Die SPD bekommt für ihre Forderung eines Tempolimits immerhin drei Punkte, während die FDP, die den Emissionshandel auf den Verkehr ausdehnen will, nur einen Punkt erhält. Allein diese relative Gewichtung sollte zu denken geben, ist doch der Klimaeffekt eines Tempolimits minimal und der des Emissionshandels nachgewiesen erheblich.

Die Sieger stehen damit schon fest, obwohl DIE GRÜNEN aus ideologischen Gründen jegliche Überlegungen zum Carbon Capture ablehnen. Denn diese von allen als wichtig angesehene Technologie – auch vom Thinktank Agora Energiewende, für die man UNION und FDP Punkte zusprach, ist mit durchgerechnet zwei Prozent vom Gesamtergebnis irrelevant. Gleiches gilt für die internationalen Überlegungen zum Klimaschutz, die – wie gesagt – die FDP in die Überlegungen einbringt.

DIE LINKE schnitt in diesem Vergleich so gut ab, weil sie ähnlich wie DIE GRÜNEN ein Programm aufweist, das die wirtschaftlichen Folgen komplett ausblendet. Während DIE GRÜNEN noch darauf setzen, dass ihr – unfundiertes – Versprechen „klimagerechten Wohlstand“ zu schaffen über die Risiken hinwegtäuscht, hat DIE LINKE in ihrem ganzen Programm immer dieselbe Lösung: Die Reichen und die Unternehmen sollen es bezahlen.

So wäre die Linke nach der Logik des DIW genauso wie bei der WDR “Wissenschaftssendung” Quarks auf Platz 1 gelandet, hätten die Forscher nicht teilweise die Punkte recht willkürlich verteilt und die GRÜNEN für die Länge der Ausführungen (nicht unbedingt mit mehr Inhalt) belohnt. So hat es dann für die GRÜNEN und die gewünschte Schlagzeile gereicht. (Ausführlicher nachzulesen hier.)

Übrigens: Das DIW war cleverer als Quarks. Das WDR merkte erst am Schluss, dass das Konzept der FDP überlegen ist und degradierte das Programm wegen „fehlender Glaubwürdigkeit“ von Platz 1 auf Platz 5. Das DIW stellte das bereits gleich zum Anfang sicher.

Falsche Ratgeber

Es ist müßig, sich über solche „Studien“ und deren Rezeption in den Medien zu ärgern. Das Problem ist viel größer:

  • Zum einen belohnen wir Politiker für Versprechen, nicht für die seriöse Realisierung von Maßnahmen. Die Folge ist ein Wettlauf um höhere Ziele, der dem Klima nichts bringt, aber den Standort gefährdet, weil er zu immer drastischeren Eingriffen führt.
  • Zum anderen orientiert sich die Politik an diesen Studien und denkt, dass gute Klimapolitik so funktionieren muss.

Die Folgen sind fatal. Nicht hinterfragte Studien, die angeblich vorrechnen, wie die Klimaneutralität hierzulande erreicht werden kann, werden zum Maßstab der Politik. Dabei blenden sie wesentliche Aspekte komplett aus: von der technischen Realisierbarkeit, über den mit dem Umbau der Wirtschaft verbundenen CO2-Ausstoß bis zu den finanziellen und ökonomischen Folgen. Prominentes Beispiel ist die “AGORA-Studie für ein Klimaneutrales Deutschland 2050” und die Aktualisierung für das Jahr 2045.

Die Studie verspricht nichts weniger als ein neues Wirtschaftswunder. So ist zu lesen: Der Weg in die Klimaneutralität ist ein umfassendes Investitionsprogramm, vergleichbar mit dem Wirtschaftswunder in den 1950er-/60er-Jahren. Kernelemente sind dabei eine Energiewirtschaft auf Basis Erneuerbarer Energien, die weitgehende Elektrifizierung von Verkehr- und Wärme, eine smarte und effiziente Modernisierung des Gebäudebestands sowie der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft für die Industrie.“ Das ist doch eine Aussage!

Die Autoren stören sich auch nicht an dem offensichtlichen Widerspruch zwischen ihrem Versprechen eines „Wirtschaftswunders“ und dem Verzicht, die wirtschaftlichen Folgen überhaupt zu analysieren: „Die ökonomischen Effekte der Klimaschutzmaßnahmen wurden nicht explizit untersucht. (…) Es wurde angenommen, dass temporäre Wettbewerbsnachteile für Unternehmen beim Übergang zu einer klimaneutralen Produktion vermieden oder kompensiert werden.“

Wie sollen eine deutlich kleinere Automobilindustrie, sinkende Massenkaufkraft (wegen wegfallender Arbeitsplätze und unverkennbar höheren Energiekosten) und die Verwendung von knappen Investitionsmitteln für unproduktive Zwecke ein Wirtschaftswunder auslösen, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir es mit einer alternden Gesellschaft, schrumpfender Erwerbsbevölkerung, stagnierenden Produktivitätszuwächsen und Billionen Euro an ungedeckten staatlichen Verpflichtungen zu tun haben.

Auch diese Behauptung ist interessant: Der Weg zur Klimaneutralität 2050, wie er in dieser Studie beschrieben wird, stellt einen aus Kosten­sicht und unter Berücksichtigung der Umsetzbarkeit optimierten Weg dar. Hauptkriterien bei der Auswahl der Maßnahmen waren Wirtschaftlichkeit und die Wahrung der Investitionszyklen. Das ist ebenfalls nicht nachvollziehbar, weil in der Studie zwar viele Zahlen auftauchen, aber nur eine mit einem Eurozeichen dahinter. Und diese Zahl ist nicht mal berechnet, sondern aus einer Studie von Boston Consulting und Prognos für den BDI abgeschrieben. Dabei liegt es auf der Hand, dass andere Maßnahmen mit anderen Kosten verbunden sind, vor allem wenn sie zu einem früheren Zeitpunkt umgesetzt werden.

Noch interessanter ist diese Aussage: “Die Schlüsseltechnologien für Klimaneutralität sind bekannt: Es geht um den Aufbau eines komplett auf Erneuerbaren Energien basierenden Stromsystems, das 2050 mindestens 50 Prozent mehr Strom produziert als heute.” Dies sehen andere Experten deutlich anders. Die Schlüsseltechnologien, gerade bezüglich der Speicherung von Energie fehlen heute noch. So rechnen Experten von BCG vor, dass wir weltweit bis zu 210 Milliarden Dollar pro Jahrzusätzlich in Forschung und Entwicklung investieren müssten, um die Technologien zu entwickeln, die uns noch fehlen, um zu Null-CO2 zu kommen! Und diese Investitionen in Forschung und Entwicklung würden in der Tat neue Industrien, Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen. Die Behauptung, dass die Technik schon bekannt sei, trifft nicht zu.

Doch nicht nur an den Aussagen bezüglich der Umsetzbarkeit der Maßnahmen und der zu befürchtenden wirtschaftlichen Auswirkungen gibt es Zweifel. Auch in anderer Hinsicht hält die Studie einer kritischen Betrachtung nicht statt. Ein Team um den Professor Dr.-Ing. Holger Watter hat die Studie untersucht und stellt gravierende Mängel fest. Diese reichen von der fehlenden Berücksichtigung des CO2-Ausstoßes im Zuge des Umbaus der Wirtschaft bis zu überoptimistischen Annahmen und dem Ausschluss bestimmter alternativer Wegen zur CO2-Reduktion.

Ungeachtet dieser Kritik wird mit diesen Studien in Medien, Politik und Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, es brauche einfach nur den festen Willen, um die Klimaziele zu erreichen. Leider ist dem nicht so.

Wir brauchen einen echten Neustart

Deutschland ist wenig sonnig, dicht besiedelt und hat einen hohen Energiebedarf. Wir verfügen über die drittniedrigsten Solar- und Windressourcen der Welt im Vergleich zu unserem Gesamtenergiebedarf. Klartext: Fast nirgendwo ist es so schwer, die Versorgung auf Erneuerbare Energien umzustellen, wie bei uns.

Dass dies nicht nur in der Theorie so ist, zeigt das erste Halbjahr 2021. Weil der Wind weniger blies, steuerte die Windkraft nur 22 Prozent zur Stromversorgung bei, statt 29 Prozent wie im Vorjahr. Neun Prozent entfiel auf Fotovoltaik und sechs Prozent auf Biogas. Zwölf Prozent steuerten Atom- und 27 Prozent Kohlekraftwerke bei. Also genau jene Erzeugungsquellen produzierten Energie, die wir nach Auffassung vieler Beobachter möglichst rasch vom Netz nehmen sollen.

Wir haben schon heute die höchsten Strompreise Europas. Und dies nicht trotz, sondern wegen der Erneuerbaren Energien, da diese immer einen Back-up brauchen für wind- und sonnenarme Tage. Nun schalten wir alles relevante Grundlastfähige ab und hoffen auf einen noch zu realisierenden technischen Fortschritt, um die Lücken zu schließen – oder auf Importe aus Kohle- und Atomkraftwerken der Nachbarn.

Wer hier auf ein beschleunigtes „Weiter-so“ setzt, der gefährdet die Zukunft des Landes. Wir brauchen dringend einen Neustart in der Klimapolitik. Statt alles auf eine Karte zu setzen, sollten wir verstärkt nach Möglichkeiten suchen, grüne Energie zu importieren und unsere Mittel auf Forschung und Entwicklung konzentrieren. Dann können wir nicht nur einen Beitrag leisten, um deutlich mehr als unseren Zwei-Prozent-Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß zu reduzieren, sondern wirklich die Zukunftsindustrien aufbauen, die grünen Wohlstand für morgen bedeuten. Voraussetzung ist allerdings, dass die kommende Bundesregierung erkennt, dass das Motto „Es-wird-schon-gut-gehen“ nicht zur Sicherung von Wohlstand hierzulande taugt.

Kommentare (39) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Michael Stöcker
    Michael Stöcker sagte:

    Best of 2021 – Geldpolitik:
    Heiße Luft in jeder Hinsicht

    Exzellent herausgearbeitet in einer bislang 5teiligen Serie von Robert Breedlove im Gespräch mit Jeff Snider: https://youtu.be/GQVGEQlhbJg?list=PL2jAZ0x9H0bR7K5mlncgcR1DujGsA0Ob8

    Insofern ist auch im Jahr 2022 wieder viel Aufklärungsarbeit nötig hinsichtlich der zahlreichen Zins- und Geldmythen, die leider auch hier am Blog immer mal wieder so gar nicht bto zum Besten gegeben werden. Von daher gibt es auch für 2022 genügend Stoff für anregende Lektüre/Podcasts und konstruktive Kommentare, mit denen wir gemeinsam weiter vorwärts irren können.

    LG Michael Stöcker

    Antworten
    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @M Stöcker

      Danke für den Link. Werde ich am Stück hören.
      (Hab im Übrigen gerade wieder ein paar Dollar verkauft, die ich mir bei günstigen Kursen aufgrund der Sniderschen Erklärungen zugelegt hatte.)

      @weico

      Hab den CEO von Meyer Burger auf ner Konferenz gehört und mir daraufhin dann auch ne kleine Beimischung ins Depot gelegt.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        Oh Gott, nicht schon wieder das Märchen von den Zentralbanken, die angeblich keinen Einfluss auf den Zins haben, auch wenn sie für Billionen Euro oder Dollar (für Luisa Neubauer: 1 Billion = 1×10^12) Staatsanleihen aufkaufen…

        “(Hab im Übrigen gerade wieder ein paar Dollar verkauft, die ich mir bei günstigen Kursen aufgrund der Sniderschen Erklärungen zugelegt hatte.)”

        Sie traden mit Währungen??

        Wenn Sie sehen wollen, was tatsächlich passiert, wenn eine Zentralbank trotz hoher Inflation (Türkei ist mittlerweile bei -zumindest laut den offiziellen Statistiken- 30% Inflation, das ist das weit fortgeschrittene Stadium derjenigen Entwicklung, die in Eurozone und USA gerade erst anfängt) die Zinsen nicht erhöht, dann schauen Sie sich doch mal den Kursverlauf der Türkischen Lira an:

        https://www.finanzen.net/devisen/euro-tuerkische_lira-kurs (besonders lustig als Langfristchart, dafür “MAX” auswählen)

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @R Ott

        Moin, ich trade nicht. Aber ich probiere Dinge aus, die ich für ein kalkulierbares Risiko halte – weil nur der EIGENE Schmerz zu Erkenntnis führt. J Snider hatte einen steigenden USD plausibel erklärt – hat für mich jetzt funktioniert.

        Sie wollen ja nicht, aber schauen Sie sich die Zeitreihen von QE und die Zinsen an – der Zins ist IMMER unten gewesen, bevor QE losging. Zudem haben die ZBs mittlerweile selbst eingeräumt, dass QE nur marginale Zinseffekte hatte.

        Wenn Sie meinen, dass wir steigende Inflation bekommen, dann einfach entsprechend investieren. Bin schon länger auch ein wenig in die Richtung aufgestellt, aber eher, weil ich 2010-2018 gute Einstiegskurse bei Gold wahrnehmen wollte. Im Zuge einer guten Diversifikation. Im Moment suche ich eher wieder nach Trends gegen die Mehrheitsmeinung. Nicht so einfach.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        “Sie wollen ja nicht, aber schauen Sie sich die Zeitreihen von QE und die Zinsen an – der Zins ist IMMER unten gewesen, bevor QE losging. ”

        Das stimmt doch gar nicht! Behauptet das etwa Snider in seinen stundenlangen Podcasts?

        Schauen Sie sich die Entwicklung von Bundesbank- bzw. EZB-Leitzins und dem Zins der Bundesanleihe seit 1993 an, wir hatten vor der Finanzkrise deutlich höhere Zinsen:

        https://index.fmh.de/charts/temp/chart_000331.png?3d19aaf3-0cb9-41aa-8171-a713031a023b

        (Ich hab Ihnen den Chart extra zusammengeklickt, bitte kurze Rückmeldung falls der Link nicht funktionieren sollte, dann lade ich Ihnen das Bildchen nochmal extra hoch.)

        “Zudem haben die ZBs mittlerweile selbst eingeräumt, dass QE nur marginale Zinseffekte hatte.”

        “Rauchen ist gesund”, sagt Dr. Marlboro.

        “Im Moment suche ich eher wieder nach Trends gegen die Mehrheitsmeinung. Nicht so einfach.”

        Na dann investieren Sie doch in osteuropäische Kohle- und Atomaktien. Ich bin schon drin. ;)

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ Stoertebekker

        Sie werden GLÄUBIGE nicht mit rationalen Argumenten überzeugen können. Die kognitive Dissonanz hat sie vollkommen unter Kontrolle (siehe auch Alexander & Co. am anderen Thread; ich habe bereits vor über zwei Jahren aufgehört, auf sein verblendetes Geschwätz zu reagieren).

        Herr Ott hat sich immerhin die Mühe gemacht, diese Grafik zu konfigurieren, schafft dann aber nicht den wichtigen Schritt, diese auch zu lesen. Wer genau hinschaut, der sieht sonnenklar, dass die Zinsen für die Bunds entweder in die entgegengesetzte Richtung laufen (93/94) oder aber die ZB den Verlauf der Bunds NACHvollzieht (99/00…).

        Und wie kann es sein, dass die Marktzinsen weiter fallen obwohl die Leitzinsen längere Zeit unverändert bleiben??? Fragen über Fragen, die mit der klassischen Interpretation der Rolle der DEzentralbanken nicht zu beantworten sind. Es ist DER zentrale Zinsfehler, der mich 2013 dazu getrieben hatte, hierzu einen gleichnamigen Blog zu starten.

        Was lernen wir daraus: Geldpolitik ist heiße Luft; und zwar in jeder Hinsicht.

        LG Michael Stöcker

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ Herr Stöcker
        Haben Se mal einen Beitrag zu den Planern, Methoden, Praktiken der Zinsmanipulation in London und andernorts ?
        https://www.wiwo.de/unternehmen/banken/gerichtsverhandlung-startet-das-muessen-sie-zum-euribor-skandal-wissen/21153918.html
        Weihnachten / Gläubigkeit gibt es seid zwei Jahren nicht mehr oder kennen Sie noch gesunde ungespritze Menschen die auf dem Weihnachtsmarkt Geschäfte tätigen wie gebrannte Mandeln, Mutzen kaufen und in den Kirchen Gottesdienst feiern “dürfen”?

        Wo sind denn die Regulatoren gewesen und wissen Sie, wie die neuen Manipulationen gehandelt werden oder machen Sie nur nachrangige deskriptive Statistik ohne die Rohdatenermittlung validieren und Schlüsse daraus ziehen zu können?

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Genosse Ökonom Stöcker

        “Und wie kann es sein, dass die Marktzinsen weiter fallen obwohl die Leitzinsen längere Zeit unverändert bleiben???”

        Könnte das vielleicht daran liegen, dass die Gegner Ihrer stets mit missionarischem Eifer vorgetragenen “Zinsfehler”-Theorie nie behauptet hatten, dass die Leitzinsen der einzige Einflussfaktor auf die Marktzinsen sind?

        Wenn die Zentralbank allerdings für Billionen Euro Staatsanleihen kauft, so wie das seit 2008 in EU und Eurozone geschieht, dann hält sie die Zinsen für die Staatsanleihen damit unten, wenn auch auf Kosten der Stabilität der Währung.

        Wie erklären Sie sich eigentlich aus Ihrem “Zinsfehler”-Weltbild heraus den Zusammenbruch der türkischen Währung?

        https://www.cnbc.com/2021/12/16/turkish-central-bank-cuts-rates-sending-lira-to-record-low.html

        Wieso crasht die Währung und die Inflation steigt noch weiter (mittlerweile +30% im Vorjahresvergleich) obwohl es doch angeblich gar keinen Effekt haben dürfte, wenn die Zentralbank die Leitzinsen verändert, also hier in diesem Falle senkt, obwohl (der prächtige Sultan Erdogan und seine in der türkischen Zentralbank installierten Stiefellecker würden sagen: “gerade weil”) die Inflation hoch ist?

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ Tom96

        „Haben Se mal einen Beitrag zu den Planern, Methoden, Praktiken der Zinsmanipulation in London und andernorts ?“

        Nein, habe ich nicht und finde ich aus wenig spannend. Sind halt die typischen Kartellabsprachen zur Gewinnoptimierung.

        „Weihnachten / Gläubigkeit gibt es seid zwei Jahren nicht mehr oder kennen Sie noch gesunde ungespritze Menschen die auf dem Weihnachtsmarkt Geschäfte tätigen wie gebrannte Mandeln, Mutzen kaufen und in den Kirchen Gottesdienst feiern “dürfen”?“

        Ich kann beim besten Willen keinen Zusammenhang zwischen Weihnachten, Mandel, Mutzen und EURIBOR erkennen. Erleuchten Sie mich.

        „Wo sind denn die Regulatoren gewesen und wissen Sie, wie die neuen Manipulationen gehandelt werden oder machen Sie nur nachrangige deskriptive Statistik ohne die Rohdatenermittlung validieren und Schlüsse daraus ziehen zu können?“

        Die gab es nicht. Und wie bitte schön sollen Manipulationen gehandelt werden? Im Supermarkt? An der Börse? Zu welchen Kursen? Sie sind mal wieder sehr kryptisch.

        Ich mache übrigens überhaupt keine Statistik, sondern versuche einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, damit auch Sie das real existierende Geldsystem besser verstehen können.

        LG Michael Stöcker

      • Michael Stöcker
        Michael Stöcker sagte:

        @ Richy Odd

        „Könnte das vielleicht daran liegen, dass die Gegner Ihrer stets mit missionarischem Eifer vorgetragenen “Zinsfehler”-Theorie nie behauptet hatten, dass die Leitzinsen der einzige Einflussfaktor auf die Marktzinsen sind?“

        In über 50 % der Fälle sind in den QE-Phasen die Zinsen GESTIEGEN und nicht gefallen. Was waren denn Ihrer Ansicht nach die dominanten Faktoren, die den von Ihnen unterstellten Zinssenkungseffekt überkompensiert haben?

        „Wieso crasht die Währung und die Inflation steigt noch weiter (mittlerweile +30% im Vorjahresvergleich) obwohl es doch angeblich gar keinen Effekt haben dürfte, wenn die Zentralbank die Leitzinsen verändert, also hier in diesem Falle senkt, obwohl (der prächtige Sultan Erdogan und seine in der türkischen Zentralbank installierten Stiefellecker würden sagen: “gerade weil”) die Inflation hoch ist?“

        Sie sollten schon ein wenig Ihre Gedanken sortieren, bevor Sie mir antworten. Ich bin Ihnen aber gerne dabei behilflich.

        Da die Türkei viele (Vor)Produkte aus dem Ausland bezieht, steigen durch die Abwertung der Lira die Importpreise stark an. Das hat aber mit dem Leit- und Marktzinsniveau nichts zu tun, sondern vielmehr mit den üblen Signalen, die Erdogan an die Märkte aussendet. Diese Marktsignale sind es, die die Währung schwächen und somit die Inflation nach oben treiben. Eigentlich müsste die türkische ZB in FOLGE dieser Marktreaktionen die Leitzinsen erhöhen, um ein weiteres Abrutschen der Lira sowie der türkischen Anleihen einzudämmen. Das passt Erdogan aber nicht und er wird somit auch zukünftig durch die MÄRKTE abgestraft werden.

        Es passt also alles bestens zu meiner Argumentation, dass der Markt die Zinsen setzt und nicht die Zentralbank. Würde die ZB das Zinsniveau bestimmen, dann müssten ja nach Ihrer Theorie die Kurse der türkischen Staatsanleihen in die Höhe schnellen. Es passiert aber genau das Gegenteil. Die Macht der Märkte ist größer als die Wunschvorstellungen der Zentralbank/Erdogan.

        Merke: Der Markt setzt die Zinsen, nicht die Zentralbank. Dabei kann es selbstverständlich auch schon mal zu temporären Übertreibungen kommen (siehe Overshooting-Modell nach R. Dornbusch).

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Genosse Stöcker

        “In über 50 % der Fälle sind in den QE-Phasen die Zinsen GESTIEGEN und nicht gefallen. Was waren denn Ihrer Ansicht nach die dominanten Faktoren, die den von Ihnen unterstellten Zinssenkungseffekt überkompensiert haben?”

        Der dominante Faktor ist Spekulation. Kaum ein Marktteilnehmer hätte erwartet, dass der QE-Wahnsinn länger als ein Jahrzehnt geht, und viele haben sich beim Wetten auf einen Zinsanstieg mit verschiedenen Timings die Finger verbrannt. Sie erinnern sich doch selbst, wie oft wir seit 2008 über eine “Zinswende” bei den verschiedenen großen Zentralbanken geredet haben, obwohl nie eine kam.

        “Das hat aber mit dem Leit- und Marktzinsniveau nichts zu tun, sondern vielmehr mit den üblen Signalen, die Erdogan an die Märkte aussendet. Diese Marktsignale sind es, die die Währung schwächen und somit die Inflation nach oben treiben. ”

        Wie konkret “sendet” Erdogan “Signale” an die Märkte aus? Etwa über die von ihm kontrollierte Zentralbank? ;)

        “Es passt also alles bestens zu meiner Argumentation, dass der Markt die Zinsen setzt und nicht die Zentralbank.”

        Und wenn die Zentralbank im Wert von Billionen Euro beziehungsweise US-Dollar Anleihen am Markt kauft dann… hat das keinen Effekt? Wieso nicht?

  2. Alexander
    Alexander sagte:

    Lösungsansätze bietet die Aufarbeitung der jüngsten Geschichte.

    Dasselbe Personal, welches
    – die Klimakrise heraufbeschwört,
    – Temperaturziele definiert,
    – technologische Wandel befiehlt (Verbrennungsende),
    – Emissionshandel bepreist,
    ….und per Abschaltung die Grundversorgung zahlloser Individuen existentiell gefährdet..

    -> hat sich in der herbeigetesteten Pandemie der gefaketen Zahlen dadurch bewährt, Grundrechte zu schleifen als ob der Russe in Brandenburg Kinder schänden würde.
    (Dabei ergab die Faktenprüfung etwas anderes im Zusammenhang mit humanitären Einsätzen von Rotarmisten)

    Austauschbar das Blockieren von Tatsachen, die Verzögerungsgefechte um Richtigstellung, Beibehalten von falschen Massnahmen und weiteres Schüren von Hysterie wo Vernunft und Stringenz der Besonnenheit unnötige Opfer zu vermeiden Gebot gewesen wäre.

    Bsp.: Fact block by fact checkers
    https://youtu.be/cCOvFLlsjI4

    Wie also weitermachen wie gehabt?

    Am besten keine Fragen stellen,
    – der Massnahmen die ersonnen werden harren,
    – ohne zu murren alle Säfte empfangen die mir bestimmt sind
    – sich der überlassenen Freiheiten erfreuen
    – fleißig Beiträge erwirtschaften,
    – den Konsum beschränken und sparen,
    – Steuern zahlen
    – und für begangene Gedankenverbrechen um Verzeihung bitten.
    …damit die Rende sichä bleibt.

    Nein so läuft das nicht.

    & auch wen es schmerzt ist die aktuelle Opposition warscheinlicher Teil der Lösung als die Leute, die uns den bisherigen Weg eingebrockt haben.

    Antworten
    • jobi
      jobi sagte:

      “Wie also weitermachen wie gehabt?”

      Gesichtswahrung für’s politische Personal wird schwieriger, Impfpropagandisten gehen die Horrorszenarien aus ( wir müssen alle sterben – wir müssen solidarisch sein – wir dürfen die Krankenhäuser nicht überlasten – wir müssen systemrelevante Einrichtungen schützen ..)

      Omikron macht den Irrsinn der Maßnahmen offensichtlich ( für jeden leicht Erkrankten fünf Gesunde in zweiwöchige Quarantäne ), trotzdem wird weiter verschärft.

      Die Mutante bringt Bewegung – jetzt auch auf die Straße.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Jobi

        >Omikron macht den Irrsinn der Maßnahmen offensichtlich ( für jeden leicht Erkrankten fünf Gesunde in zweiwöchige Quarantäne ), trotzdem wird weiter verschärft.>

        Erstens – Sie werten, statt auf den Sachverhalt einzugehen:

        Es ist KEIN Irrsinn, wenn man die Kontakte zu vermindern trachtet.

        Denn weniger Kontakte sind tendenziell weniger Menschen auf den Intensivstationen, bisher wenigstens.

        Es ist vielmehr die AUSGEBLENDETE Verhältnismäßigkeit, die angesichts der enormen Kosten der Maßnahmen und bei Omikron vermutlich weniger Menschen, die nicht nur, aber auch wegen der Impfungen medizinisch versorgt werden müssen, offensichtlich wird.

        Zweitens – Absichtsäußerungen, die freilich noch keine Beschlüsse sind zur Kenntnis nehmen:

        Wenn es irgendwie geht, wird man die Maßnahmen NICHT weiter verschärfen.

        Die Politik ist nicht so dumm, dass sie die aufgeheizte Lage OHNE Not noch weiter aufheizt.

        Auch wenn man SACHLICH bleibt, kann man GEGEND die betriebene Politik sein.

      • jobi
        jobi sagte:

        @D.Tischer

        Irrsinnn ist, wenn man gesunde Menschen daran hindert, ihrer Arbeit nachzugehen und das damit begründet, dass die Arbeit evtl. nicht erledigt werden könnte, falls diese (dieselben!) gleichzeitig erkrankten.

        Je länger die Pandemie zeitlich gedehnt wird desto unzweifelhafter wird am Ende feststehen, welche Strategien erfolgreich waren.

        Wie gesagt, es wird schwieriger für unser politisches Personal ..

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @jobi

        Realitätscheck, Zitat:
        “…dass Daten nicht vollständig übermittelt werden. Deshalb gibt es Geimpfte, für die nicht bekannt ist, ob sie hospitalisiert wurden, und es gibt Hospitalisierte, für die der Impfstatus nicht bekannt ist. Ein Blick in die Rohdaten genügt, um die Basis der Daten, die oben vom RKI angegeben werden, zu kennen und sie nutzen zu können, um Ungenauigkeiten zu vermeiden, die Missverständnisse auslösen können, weil z.B. dem Leser des Junks, den das RKI schreibt, nicht klar ist, ob es sich bei den 4.020 Doppeltgeimpften um alle Doppeltgeimpften handelt, für die Symptome bekannt sind oder um alle Doppeltgeimpften, die positiv auf Omikron getestet wurden. Derartige Unklarheiten werden, weil der Ablauf der Datenerfassung und damit der Ablauf der Datenpräsentation eindeutig ist, absichtlich in die Berichterstattung eingebaut, um es Lesern zu verunmöglichen, den Daten detaillierte Informationen zu entnehmen. Neben Absicht kann nur noch Dummheit als Erklärung angeführt werden. Beide Erklärungen reichen aus, um das RKI zu schließen und die Datenerfassung an darin Kompetente und Ehrliche zu übergeben.”
        Quelle:
        https://sciencefiles.org/2022/01/04/robert-kochs-daten-manipulateure-tuenchen-und-vertuschen-zu-omikron/

        Nachdem der souveräne Bürger sich nicht qualifiziert politische Entscheidungen ohne Vormund zu treffen, verliert er folgerichtig die Kompetenz über seine Gesundheit Entscheidungen zu treffen. Betrifft Gesunde wie Kranke und Hilflose.

        Unsere Abhängigkeit gipfelt darin, dass wir zwar arbeiten können aber ohne die Hilfe der geldpolitisch manipulativen EZB der Laden schon länger zusammengekracht wäre….

        Kein Zweifel besteht über die Kompetenz der medialen, politischen und wissenschaftlichen Eliten – welche sich so aufopferungsvoll um unsere Belange kümmern.

        Dafür darf man einfach mal danke sagen.

        Confessions – Listen Without getting Angry 😠 😡 “Wow”
        https://youtu.be/gbr5tS2G7Tw

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Es ist KEIN Irrsinn, wenn man die Kontakte zu vermindern trachtet. Denn weniger Kontakte sind tendenziell weniger Menschen auf den Intensivstationen, bisher wenigstens.”

        Dieser Zusammenhang wird sich umso mehr abschwächen, je stärker sich Omikron verbreitet, denn die Variante ist gleichzeitig leichter übertragbar und führt seltener zu schweren Verläufen.

        Davon abgesehen: Sollten die Quarantänemaßnahmen auch für betroffenes Krankenhauspersonal gelten? Je härter die Maßnahmen sind, desto weniger Intensivbetten werden auf den Intensivstationen betrieben werden können, weil dann absehbar das Personal fehlt. Ganz schön blöd, oder? ;)

        Aber die Genossen werden sich schon etwas dabei gedacht haben, nicht wahr?

        “Die Politik ist nicht so dumm, dass sie die aufgeheizte Lage OHNE Not noch weiter aufheizt. ”

        Naja…

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Jobi

        Gesunde Menschen werden NICHT gehindert, ihrer Arbeit nachzugehen, wohl aber wird die NACHFRAGE in bestimmten Bereichen BEGRÜNDET so zurückgefahren, dass manche Menschen nicht arbeiten können bzw. dies ihnen nur unter bestimmten Bedingungen möglich ist.

        Was sie HINDERN nennen, ist eine FOLGE von gut begründeten Maßnahmen, allerdings mit dem Effekt, dass sie nicht arbeiten können.

        Die SCHÄDEN der Pandemie sind nicht zum Nulltarif einzudämmen.

        Vom Virus befallene Menschen und als positiv getestete, die ein Potenzial für die Erkrankung ANDERER sind, werden allerdings zeitweise am Arbeiten gehindert – ebenfalls BEGRÜNDET.

        >Je länger die Pandemie zeitlich gedehnt wird desto unzweifelhafter wird am Ende feststehen, welche Strategien erfolgreich waren.>

        Wer „dehnt“ Ihrer Meinung – das Virus mit seinen Varianten oder die Politik?

        >Wie gesagt, es wird schwieriger für unser politisches Personal ..>

        Es kommt darauf an.

        Wenn die Impfquote stetig steigt und die Virusmutanten harmloser werden, dann wird es LEICHTER für das politische Personal.

      • jobi
        jobi sagte:

        @D.Tischer

        “Die SCHÄDEN der Pandemie sind nicht zum Nulltarif einzudämmen.”

        Die Schäden der Pandemie werden expotenziell gesteigert, wenn man dieselben Strategien fährt wie bisher.

        War deren Nutzen schon bisher zweifelhaft (siehe Vergleich mit GB SE DK ua.) so sind sie es unter aktuellen Bedingungen erst recht.

        Und das scheinen immer mehr Menschen zu verstehen.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Dieser Zusammenhang wird sich umso mehr abschwächen, je stärker sich Omikron verbreitet, denn die Variante ist gleichzeitig leichter übertragbar und führt seltener zu schweren Verläufen.>

        Richtig und hoffentlich schwächt er sich tatsächlich ab mit Omikron.

        Hatte Ihre Aussage nicht auf dem Schirm, da ich mich auf @ Jobi konzentriert habe.

        >Davon abgesehen: Sollten die Quarantänemaßnahmen auch für betroffenes Krankenhauspersonal gelten?>

        Ja, WENN das Krankenhauspersonal der limitierende Faktor ist und die mit einer positiv getesteten Person Kontakt Habenden nicht sicher geschützt sind bzw. werden können.

        Denn wenn eine Person MEHRERE anstecken kann, dann ist es besser, wenn unter dieser Bedingung nur einer dieser Menschen ausfällt als mehrere.

        Letztendlich ist aber die jeweilig Virusvariante bei derartigen Entscheidungen mit im Spiel:

        Wenn bei Ansteckung sehr verbreitet KEINE Symptome erkennbar sind, kann man auch die Quarantänemaßnahmen reduzieren und im Extremfall auch ganz aufheben.

        @ jobi

        >War deren Nutzen schon bisher zweifelhaft (siehe Vergleich mit GB SE DK ua.) so sind sie es unter aktuellen Bedingungen erst recht.>

        Man kann entsprechend seiner Wertvorstellungen eine SUBJEKTIVE Meinung zum Nutzen bzw. Schaden der bisherigen Maßnahmen haben und diese wie Sie bezweifeln.

        Wenn aber eine MEHRHEIT der Bevölkerung nicht will, dass die Intensivstationen überlastet sind (Triage!) und die getroffenen Maßnahmen AKZEPTIERT bzw. teilweise VERSCHÄRFTE befürwortet, dann ist diese SUMME subjektiver Meinungen als OBJEKTIV für die Gesellschaft zu werten.

        >Und das scheinen immer mehr Menschen zu verstehen.>

        Nein.

        Immer mehr Menschen scheinen zu ERKENNEN, dass die KOSTEN der Maßnahmen in der Summe zu hoch werden, was zur FOLGE hat, dass sich

        a) immer mehr impfen lassen

        und

        b) die Maßnahmen zumindest bei dem anscheinend milderen Krankheitsverlauf von Omikron nicht mehr in der Art und dem Umfang aufrechterhalten werden müssen.

        DESHALB ist auch eine allgemeine IMPFPFLICHT längst nicht ausgemacht.

        Mal grundsätzlich als Hilfe für eine den Sachverhalten ANGEMESSENE Diskussion:

        Man kann zurecht der Meinung sein, dass die Politik bei weitem nicht immer RICHTIG agiert hat.

        Man kann aber nur schwerlich behaupten, dass Sie UNVERNÜNFTIG agiert habe, als sie Maßnahmen beschlossen hat.

        Und man kann NICHT behaupten, dass sie jemals MASSIV gegen die Mehrheit der Bevölkerung Maßnahmen durchgesetzt habe.

      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ tischer 00:54
        >>Und das scheinen immer mehr Menschen zu verstehen.
        Nein.<<

        DOCH !
        die menschen verstehen immer mehr, dass sie von der regierung regelrecht verarrscht und missbraucht werden.

        wie kann es zb. sonst sein, wenn die klinikbetten auch während der plandemie abgebaut wurden?
        ja, weil ihnen das personal davonläuft.
        warum läuft es weg. was haben politik dazu getan, damit dies nicht so läuft: NICHTS!

        ein verweis auf die tarifhoheit springt in diesen notfall sicher zu kurz.

        dieser vorgang hat mit vorsatz zu tun !

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Alexander

        Jetzt mal ehrlich: Sie haben einen Sciencefiles-Link zu einem Artikel gesetzt, aus dem einen die pure Dummheit des Autors direkt anspringt. Wer sich auch nur die Mühe macht, sinnerfassend zu lesen, kann die meisten Fragen, die von ihm aufgeworfen werden, anhand seines eigenen Artikels beantworten.

        Dann kommt aber das Beste. Der Autor stellt Fragen wie diese:
        „Beziehen sich die 4.020 doppelt Geimpften auf die 10.433 Verdachtsfälle oder auf die 6.788 Verdachtsfälle, für die Zusatzinformationen vorhanden sind?“
        ( Für Mitleser: Es gab 10.433 positiv Getestete, davon 6.788 mit Zusatzinformationen zu Symptomen und 4.020 Geimpfte mit mindestens zwei Impfungen )

        Ich lasse die völlige Sinnlosigkeit dieser Frage mal auf jeden wirken, der zur Schule gegangen ist. Ein Tipp für jene, bei denen das lange her ist: Hat was mit relativen und absoluten Zahlen zu tun.

        Ich empfehle wie immer bei @Alexanders Links tatsächlich das Selberlesen. Vom Inhalt bleibt nichts, der Rest ist ad hominem Gestänkere.

        Mein persönliches Fazit: Es gibt Menschen, die Dinge nicht verstehen und daraus schließen, dass da eine Manipulation, eine Verarsche, ein was-auch-immer vorliegt.
        Auf die selbstreflexive Idee, dass das an IHNEN und ihrem Kompetenzmangel liegen könnte, kommen sie nicht.

        Das ist Psychologie und hier 1a mit * vorgeführt – die merken nix mehr.

        Disclaimer: Sollte sich jemand verspottet und dadurch beschämt fühlen, so kann ich das bestätigen. Wer mit sowas austeilt, soll gefälligst auch einstecken.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Christian Anders

        “Für 6.788 Fälle wurden Angaben zu den Symptomen übermittelt, es wurden überwiegend keine oder milde Symptome angegeben. Am häufigsten wurde von Patientinnen und Patienten mit Symptomen Schnupfen (54 %), Husten (57 %) und Halsschmerzen (39 %) genannt.

        124 Patientinnen und Patienten wurden hospitalisiert, vier Person sind verstorben.

        1.097 Patientinnen und Patienten waren ungeimpft, 4.020 waren vollständig geimpft, von diesen wurde für 1.137 eine Auffrischimpfung angegeben.”

        82 000 000 Menschen auf der Basis dieser Zahlen um ihre Grundrechte zu berauben muss man erst mal fertig bringen.

        Für wissenschaftliche Evidenz steht die Datenkorrektur des RKI,
        die Zahl der ungeimpften Patienten unter den gemeldeten Omikron Fällen (03.01.22) sei NICHT 186 SONDERN 1097.

        Na, dann ist ja alles gut.

        -> nur noch 12 x spritzen, dass ist wieder Weihnachten.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Alexander

        Sind sie Masochist? Ich schrieb:

        „Auf die selbstreflexive Idee, dass das an IHNEN und ihrem Kompetenzmangel liegen könnte, kommen sie nicht.“

        woraufhin Sie sogleich herbeieilen, um das zu bekräftigen. Mit den Worten:

        „82 000 000 Menschen auf der Basis dieser Zahlen um ihre Grundrechte zu berauben muss man erst mal fertig bringen.“

        Nein! Nicht aufgrund DIESER Zahlen. Das ist nur ein Ausschnitt spezifisch für Omikron. Die Gesamtzahlen, um die es geht, kann man den Berichten auch entnehmen, WENN man sich denn dafür interessiert und nicht einfach jemand anderes für sich lesen und denken lässt, der dann eine Seite fehlerhaft verreißt.

        Sie demonstrieren die von mir angesprochene völlig fehlende Selbstreflexion, indem Sie einfach mal Sachen behaupten, die nachweislich falsch sind, weil es Ihnen gerade passt.
        Nochmal: NICHT wegen DIESER Zahlen. Punkt.
        Was man wissen kann, wenn man sich nur ein bisschen mit den Wochenberichten beschäftigt hätte, statt das andere machen zu lassen, die hinterher zusammenschwurbeln, was man selbst gerne hören möchte.

        Fun Fact: Das Verhältnis von 82Mio. und diesen relativ dazu kleinen Zahlen war gar nicht Inhalt Ihrer Quelle. Sie haben flugs die Torpfosten verschoben. Hauptsache das Selbstbild ist immunisiert gegen alles. Da ist auch ohne Spritze was passiert.

        Läuft.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Christian Anders

        Wieder einmal keine Zahlenangaben aus keinen Quellangaben, dafür der Versuch mir ans Bein zu pinkeln.

        Frühere Quellangaben von @Namor wischen Sie über ungenehme Inhalte einfach weg.

        So läuft das nicht.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Ja, WENN das Krankenhauspersonal der limitierende Faktor ist und die mit einer positiv getesteten Person Kontakt Habenden nicht sicher geschützt sind bzw. werden können. ”

        Das Problem ist, dass wegen einer Impfpflicht vergraultes oder wegen einer Quarantänemaßnahme zu Hause sitzendes Pflegepersonal gar keine Patienten im Krankenhaus mehr betreut!

        Damit können Sie die Krankenhäuser überlasten ohne dass die Hospitalisierungszahlen steigen, einfach durch Schwund beim Personal. Und paradoxerweise führen Maßnahmen die zur Eindämmung des Infektionsgeschehens gedacht sind (und von denen ich die meisten für nutzlos bis kontraproduktiv halte, aber diese Diskussion hatten wir schon…) dazu, dass die Personaldecke bei den Krankenhäusern immer dünner wird.

        Es gab ja sogar schon den Vorschlag, Pflegekräfte komplett von den Quarantäneregeln auszunehmen – denn ein infizierter Pfleger ist immer noch besser als gar kein Pfleger, wenn die Motivation hinter den Maßnahmen tatsächlich wie vorgegeben die Sorge vor einer Überlastung der Krankenhäuser ist, und nicht bloß das Verspritzen möglichst vieler Impfdosen in der Bevölkerung und das Bedienen der Profilneurosen und der autoritären Gelüste von Lauterbach & Co.

        @Christian Anders

        Ein netter Versuch von Ihnen, so schön mit “Geschwurbel” und Kraftausdrücken, um von der wiederum kläglichen Schutzwirkung der Impfung bei der Omikron-Variante abzulenken, die der eigentlich interessante Inhalt des verlinkten Artikels ist.

        Gibts dafür in Ihrem Umfeld Applaus für besondere Regierungstreue und öffentlich vorgeführten Kadavergehorsam, auch wenn die Wunderwaffen sich immer mehr als Blindgänger herausstellen?

        Und bitte nicht beleidigt sein, jemand der austeilt wie Sie, kann doch auch einstecken, nicht wahr? ;)

        >„82 000 000 Menschen auf der Basis dieser Zahlen um ihre Grundrechte zu berauben muss man erst mal fertig bringen.“
        “Nein! Nicht aufgrund DIESER Zahlen. Das ist nur ein Ausschnitt spezifisch für Omikron. Die Gesamtzahlen, um die es geht, kann man den Berichten auch entnehmen, WENN man sich denn dafür interessiert und nicht einfach jemand anderes für sich lesen und denken lässt, der dann eine Seite fehlerhaft verreißt.”

        Aufgrund welcher “Zahlen” werden denn unsere Grundrechte tatsächlich eingeschränkt? Und wie begründen die Bundesregierung und die Länderregierungen, dass die vielen Einschränkungen unserer Grundrechte verhältnismäßig – also geeignet, erforderlich und angemessen – sind? Soweit mir bekannt, werden die Grundrechtseinschränkungen überhaupt nicht mit irgendwelcher Evidenz begründet, stattdessen lesen Sie in den staatlichen Rechtfertigungsschriften ganz viel von “Entscheidungen unter Unsicherheit” und angeblich “schlüssigen Gesamtkonzepten”, zu denen dann ganz viele einzelne Maßnahmen gehören, deren einzelne Eignung überhaupt nicht mehr geprüft wird. Oder glauben Sie etwa, dass beispielsweise die Maskenpflicht unter freiem Himmel die Verbreitung des Virus einschränkt? Falls ja, wie genau soll das vonstatten gehen?

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Alexander

        ???

        Quellen sind

        [1] ihr eigener Link
        [2] die RKI Wochenberichte, hier der, auf den sich [1] bezieht und sein direkter Vorgänger

        Ich schrieb doch: „einfach mal selber reinlesen“ statt lesen und denken zu lassen.

        Wenn Sie selber Zahlen möchten, die Sie auf Impfquoten etc. beziehen können, nutzen Sie https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Projekte_RKI/COVID-19_Todesfaelle.html

        Alles frei verfügbar.
        Was wollen Sie also?

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Christian Anders

        Sie verpassen jede Gelegenheit Ihre wissenschaftliche Überlegenheit zu beweisen, durch Zitate dessen was sie behaupten – gerne mit pdf link und Seitenangabe, wo zittiertes im Original nach zu lesen ist.

        Schwach, schwächer – Christian Anders.

        Läuft.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Ott @A

        „Welche konkrete Behauptung von mir hätten Sie denn gerne mit einer Quelle belegt?“

        @Ott

        „um von der wiederum kläglichen Schutzwirkung der Impfung bei der Omikron-Variante abzulenken, die der eigentlich interessante Inhalt des verlinkten Artikels ist.“

        Das ist genau nicht der Inhalt des Artikels.

        Der Artikel wirft Fragen auf, als ob es auf sie keine Antworten gäbe um so zu suggerieren, da würde etwas verschleiert. Dummerweise stehen die Antworten meist im Text.

        Es geht um das Teilgebiet der Omikroninfektionen.
        Die Zahlenbasis ist immer dann die 10.443, wenn nicht explizit anders dargelegt.
        Unbekannt ist die genaue Zahl der Patienten, die Symptome angegeben hatten ( kleiner 6778 ).
        Errechnet werden kann die Anzahl derjenigen mit unklarem Impfstatus = 5326. Das zeigt den m. E. einzigen validen Punkt des Artikels: Dass die Erfassung der Impfstatus schlecht ist (warum so, weiß ich nicht und steht da auch nicht).

        Deshalb werden in der Gesamtschau vom RKI unklare Status NICHT mitausgwertet, wenn Raten geimpft vs. ungeimpft verglichen werden (steht in den Wochenberichten explizit drin).

        Der Artikel behauptet, Hospitalisierungen würden nicht erfasst. In den Wochenberichten finde ich Auswertungen der erfassten Hospitalisierungen.

        Der Artikel sagt nicht, auch nicht implizit, WAS für eine Erkenntnis aus den aus seiner Sicht korrigierten Zahlen zu ziehen wäre, die man aus den aktuellen nicht ziehen kann.

        „Aufgrund welcher “Zahlen” werden denn unsere Grundrechte tatsächlich eingeschränkt?“

        Z. B. dieser hier, S. 23: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2021-12-23.pdf?__blob=publicationFile

        Dabei steht:
        Für den in Abbildung 17 dar- gestellten Zeitraum lagen für 1.023.246 der 1.230.201 (83 %) übermittelten symptomatischen COVID- 19-Fälle bzw. für 58.721 der 89.910 (65 %) übermittelten hospitalisierten COVID-19-Fälle ausreichende Angaben zum Impfstatus vor.

        Aus den Zahlen kann man jetzt seriös diverse Werturteile und Meinungen entwickeln, die voneinander abweichen.
        Unseriös ist, eine Verschleierung (wovon genau?) zu unterstellen und andere Zahlen zu fordern, mit denen dann (was eigentlich?) zu beweisen wäre. Genau das passiert hier.

        Und ich wäre nicht mit Ihnen so lange in einem Kommentarbereich, könnte ich nicht einstecken ;-)

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Sie:

        >Davon abgesehen: Sollten die Quarantänemaßnahmen auch für betroffenes Krankenhauspersonal gelten?>

        Ich ihre Frage beantwortend:

        >“Ja, WENN das Krankenhauspersonal der limitierende Faktor ist und die mit einer positiv getesteten Person Kontakt Habenden nicht sicher geschützt sind bzw. werden können. ”

        Sie darauf NICHT eingehend, sondern eine PROBLEM generierend:

        Das Problem ist, dass wegen einer Impfpflicht vergraultes oder wegen einer Quarantänemaßnahme zu Hause sitzendes Pflegepersonal gar keine Patienten im Krankenhaus mehr betreut!>

        Das ist eine Behauptung durch IHRE Interpretation eines Problems.

        Sie ÜBERSEHEN dabei, dass das Krankenhauspersonal durch die Pandemie – und die war der ANFANG – d. h. durch zu hohe Belegung der Krankenhäuser überlastet wurde.

        Mehr Menschen erkrankten durch die Belastung oder kündigten.

        Ich sage nicht, dass andere Faktoren nicht hinzukamen, sondern nur:

        Sie BLENDEN Realität AUS.

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Christian Anders

      Es ist sinnlos, mit einigen hier am Blog zu diskutieren.

      Genauso gut könnte man die Anhänger Trumps davon überzeugen wollen, dass er die Präsidentschaftswahl auf FAKTENBASIS verloren hat.

      Biden hatte 7 Millionen Wahlstimmen mehr als Trump erhalten und 302 Wahlmänner gegenüber den 232, die Trump hinter sich hatte.

      Auch wenn mehrmals nachgezählt wurde:

      Spielt keine Rolle, für die Anhänger Trump waren das WAHLFÄLSCHUNGEN.

      So ist es auch hier mit denen, die sich notorischen den Fakten VERWEIGERERN:

      Irgendetwas „Passendes“ aus dem Netz fischen und es hier raushauen.

      Das ist das RITUAL der Selbstbestätigung – als „Wahrheitsfindung“ verkauft.

      Wenn das Verweigerungspotenzial so groß ist, fällt mir nur noch ein:

      Perlen vor die … werfen.

      Antworten
  3. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Aktuelle Wortmeldungen illustrieren mal wieder ein grundsätzliches Problem. Unsere deutsche Klimaprinzessin Luisa Neubauer scheitert gerade grandios beim Umgang mit Zahlen im Zahlenraum bis 10^18:

    “Olaf Scholz ist seit 4 Wochen im Amt, in dem Zeitraum
    – wurden in Alaska Temperaturrekorde gebrochen
    – stiegen die Kosten der Klimakatastrophen in 2021 auf $170 Trillionen
    – bedrohten Fluten in Malaysia ca. 125.000 Menschen
    & erklärte unser Klimakanzler Erdgas sei nachhaltig.”

    Anscheinend hat sie eine amerikanische Meldung zu dem Thema gelesen, wo von angeblichen Klimakatastrophenkosten in Höhe von “$170 billion” die Rede ist, und dann leider komplett falsch übersetzt und umgerechnet. “$170 billion” sind auf Deutsch 170 Milliarden US-Dollar (170×10^9). “170 Trillionen US-Dollar” (170×10^18) wären ungefähr das 2-millionenfache der globalen weltweiten jährlichen Wirtschaftsleistung, die liegt nämlich bei nominal ungefähr 95 Billionen US-Dollar (95*10^12).

    Immerhin hat Luisa bemerkt, dass sie einen Fehler machte und sich korrigiert:

    “*Billionen, natürlich, danke für die aufmerksamen Hinweise.”
    https://twitter.com/Luisamneubauer/status/1477971876907470853

    Leider immer noch ein bisschen falsch, aber wen interessiert das schon, wenn es um den Kampf gegen den gefährlichen Kliemerwandel geht? ;)

    Fazit: Die Klimabewegung ist offensichtlich ein Haufen hysterischer und mit geschürter Panik den eigenenen wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Vorteil suchender Trottel, die nicht einmal ein ganz grobes Gefühl dafür haben, ob volkswirtschaftliche Zahlen ungefähr in der Größenordnung realistisch sein könnten. Die werden unsere Wirtschaft mit Vollgas an die Wand fahren, wenn wir ihnen die Gelegenheit dazu geben.

    Antworten
      • Namor
        Namor sagte:

        Metternich setzte in (fast) jede Redaktionsstube einen Regierungsmitarbeiter. Die gratis Arbeitskraft war willkommen. Fast nie mussten diese Kräfte intervenieren, die alleinige Anwesenheit, führte zu Kaisertreue. Heute erledigen diese Aufgaben ÖR, Presseagenturen, etc.

        Die Massenmedien sind immer noch lebendig, werden von zb der Gates Stiftung gefördert, oder für die Inhalte von Google bezahlt. Flüchtlingskrise und Corona sind Anlässe Unsummen über die Regierung an ausgesuchte Medien zahlen zu können.

        Regierungsmedien gibt es nicht nur seit Metternich, manche behaupten, schon seit Beginn der Zeitungen in England geht es um politische Beeinflussung, damals vermutlich noch von unterscheidbaren politischen Kräften.

        Wir werden sehen, wie lange die aktuellen Freiheiten, online Meinungen zu äußern, noch andauern. Der Mehrheit kann man Zensur aufs einfachste verkaufen, Feindbild aufbauen und das Rudel heult.

        Vielleicht kommen die Medien leichter aus der Corona Sache raus, als wir meinen. Serbien, Irak, Syrien, Lybien, Flüchtlingskrise, etc. Eine neue Sau durchs Dorf treiben und Corona wird “wohlwollend” ins kollektive Gedächtnis eingebaut, ohne nennenswertes Echo in die Gegenwart.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Namor 6:56

        Vorgestern tauschte Macron die Flagge Frankreichs gegen die blau- europäische Flagge am Arc der Triomphe, eine Welle nationaler Empörung erzwang deren Entfernung. Wurde die Symbolik verstanden?
        Gesten nun ein neuer Auftritt des franzöischen Herrschers / EU-Ratsvorsitzenden:
        Er drohte denen, die sich nicht ” Impfen” lassen, mit dem Wort: “Emmerder”.
        Wort-ursprung liegt in ” Merde”, vulgo ” Scheisse”, also er droht allen Kritikern damit, das Leben zur dreckigen Hölle zu machen UND erklärt , sie seinen keine ” citroyen” / Bürger Frankreichs mehr. Im MIttelalter nannte man das ” Vogel-frei-” erklären, solche Menschen konnten damals ungestraft ermordet werden.
        Die Masken von Macron fallen, er droht macht- vulgär, dabei sollte er wissen:
        Seine ” Affaire-Benalla” ist nicht vergessen. Gewaltschläger und ein ordinärer Präsident mit napoleonischem Machtgehabe werden Charakterstarke nicht brechen.
        Brave Heards, überall, nur medial nicht existent.
        Nur die ersten Minuten hier , das reicht schon für Eilige:
        https://www.youtube.com/watch?v=g5aAzXlX1Ds

        Schuldenkrisen wurden historisch durch Eliminierung von Gläubigern ( z.B. Rentenforderungen) gelöst.

  4. @foxxly
    @foxxly sagte:

    @ bto:
    dass selbst die wirtschaft die maßnahmen gegen den klimawandel wollen, ist ein untrügliches zeichen, dass es um ein geschäft geht und dieser klimawandel ein mittel zum zwecke dient.

    al gore soll mit den co2 -zertifikaten milliarden verdient haben. da kann man schon mal in entsprechende filme investieren zur emotionalen steigerung produzieren; – ein klima für den klimawandel erzeugen !

    die industrie sieht gute möglichkeiten zur abschöpfung von weiteren subentionen.

    der effekt ist, dass dabei wieder sehr viel geld von der masse zwangsabgeschöpft wird und zu den größeren händen umverteilt wird.

    die politik ist dabei wieder willfähriger handlanger.

    alleine die steigerung der wirtschaftsleistung durch den wachstumszwang, werden kaum eine reale verringerung von co2 bewerkstelleigen können.

    den größten effekt zur co2 -reduktion, hat die wirtschafts-depression, – zb. jetzt mit diesen corona-maßnahmen.
    nur lange hält dies die wirtschaft und gesellschaft nicht aus, weil wachstum systemisch überlebensnotwendig ist.
    von den zusätzlichen kreditbelastungen, garnicht zu reden.

    der lastenausgleich /enteigungen des bürgers, steht bereits am horizont, oder schon vor der haustüre?

    Antworten
    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ foxxly

      >> “dass selbst die wirtschaft die maßnahmen gegen den klimawandel wollen, ist ein untrügliches zeichen, dass es um ein geschäft geht und dieser klimawandel ein mittel zum zwecke dient.”

      Du machst Deinem Namen Ehre und hast die Nase im Wind.

      Ja, die Klimahype wird schon zum Selbstläufer, …… bis die Folgen fühlbar werden!

      Antworten

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