Ursache und Wirkung verkannt

Die Warnung der OECD vor ungleicher Einkommensverteilung als Wachstumshemmnis verkennt Ursache und Wirkung. Nicht die Ungleichverteilung führt zu geringem Wachstum, sondern geringes Wachstum zu mehr Ungleichverteilung. So meine Einschätzung in einem Kurzkommentar für manager magazin online: → manager-magazin.de: „Warum die OECD mit der Forderung nach Umverteilung falsch liegt“, 9. Dezember 2014

„Taugt Japan als Vorbild?“

Gestern habe ich die Monetarisierung der Schulden durch die Notenbanken als mögliche und zunehmend ernsthaft diskutierte Lösung für die Schuldenmisere diskutiert. Heute nun mein Blick auf Japan. Das Land ist uns um einige Jahre voraus und bewegt sich auf das „Endspiel“ zu. Lehrreich für uns in Europa. Wenn das Experiment gelingt und die Schulden wirklich […]

Goldentscheid: kurz- oder langfristiger Schaden ist die Frage

Heute morgen habe ich die letzten Argumente gegen den Kauf von Gold durch die Schweizer Notenbank verlinkt. Hier nun meine Sicht auf das Thema in meinem Kommentar für manager magazin online. Leider mit einem etwas irreführenden Titel. Meine Sicht ist einfach: Die Schweizer haben Sonntag die Wahl zwischen kurz- oder langfristigem Schaden. Die SNB ist […]

„Piketty, Right or Wrong? The Global Wealth Game“

Kommentar zum altbekannten Thema Vermögen versus Schulden im the Globalist. Für mich bleibt es faszinierend, wie selbstverständlich Piketty, die Credit Suisse und die Anhänger dieser Thesen davon ausgehen, dass Vermögen sich von der Realwirtschaft lösen können. Auch im englischsprachigen Raum habe ich keine entsprechende Kritik gefunden, weshalb ich auf diese Weise versuche, den Gedanken eine […]

„Besuch des Umverteilers“

Heute war Thomas Piketty zu Gast bei Sigmar Gabriel. Ich bin hingegangen, weil ich neugierig war zu sehen, welche Reaktion Piketty bei der Politik auslöst. Während Piketty seine bekannten Thesen wiederholte, übte sich der Vizekanzler in staatstragender Rolle. Wichtiger als Steuern sei natürlich mehr echtes Einkommen durch Wachstum der Wirtschaft. Andererseits wäre es natürlich schön, […]

„Die Fed hat ihre Ziele verfehlt – und die Fallhöhe ist hoch“

Anlässlich des Endes von Quantitativ Easing mein Kommentar bei manager magazin online: Nun ist es offiziell: Die US-Notenbank Fed beendet die Politik des Quantitative Easing (QE). Seit Beginn des Programms hat sie für immerhin fast 4.000 Milliarden Dollar Wertpapiere gekauft, vor allem Staatsschulden und hypothekenbesicherte Anleihen. Ziel war es, die US-Wirtschaft aus der Krise zu […]

„Wie man Firmen zu mehr Investitionen motiviert“

Alle fordern mehr Investitionen. Doch warum investieren wir nicht? Diese Frage habe ich schon mehrfach gestellt und nun in einem ausführlichen Beitrag für das manager magazin aufbereitet. Auszüge: Kommentatoren, vor allem aus dem angelsächsischen Raum, pflichten ihnen bei: Sollen die Staaten doch das günstige Zinsniveau dazu nutzen, um mit billigen Krediten im großen Stil Ausgabenprogramme […]

„Bürger retten statt Banken – warum die EZB jedem EU-Bürger 10.000 Euro zahlen sollte“

Das frisch gedruckte Geld der Notenbanken kommt in der Realwirtschaft nicht an. Anstatt es in den Finanzsektor zu pumpen, sollte die EZB es den Bürgern in der EU direkt überweisen: 10.000 Euro pro Kopf. O. k. Das ist sicherlich eine drastische Forderung. Aber wenn wir im bestehenden System bleiben, sollten wir es auch so spielen, […]

„Die Globalisierung wird zurückgedreht“

Das manager magazin beschäftigt sich intensiv mit der Zukunft der Globalisierung. Für mich ist die Globalisierung aus mehreren Gründen in Gefahr: kurzfristig durch die politischen Spannungen, mittelfristig durch die fundamentalen Probleme, vor denen wir stehen, womit das Risiko von einseitiger Politik wächst (siehe die Diskussion zu Währungskriegen). Vor allem aber strukturell: Viele Gründe für globale […]

„China vor der Schulden-Mauer“

Natürlich geht es in meinem Beitrag für manager magazin online nicht um Staatsschulden, sondern um die chinesische Gesamtverschuldung. Letztere gibt mit Blick auf Immobilienblase, Exportabhängigkeit und Demografie Anlass zur Sorge. „Der Abgesang auf China ist so alt wie die wirtschaftliche Aufholjagd. Und jedes Mal hat China den Zweiflern gezeigt, dass sie Unrecht haben. Ungebremst von […]