Wie Martyna Linartas mich bei Twitter blockte

In dieser Woche hatte ich einen längeren Austausch über Twitter mit einer Nutzerin, der ich seit Längerem folge, weil sie konsequent nur ein Thema kennt: die Ungleichheit in Deutschland und die sich daraus – aus ihrer Sicht – ergebende dringende Notwendigkeit der höheren Besteuerung der Reichen.

Bekanntlich sehe ich das differenzierter, habe ich mir doch die Zahlen sehr genau angeschaut:

Unge­rechtes Deutsch­land? – Ein tieferer Blick auf die Daten

Und vor allem erkannte ich – gemeinsam mit dem DIW –, dass das Problem bei uns nicht der Reichtum der Reichen ist, sondern das fehlende Vermögen der breiten Mitte:

Das Problem ist nicht der Reich­­tum der Reichen, sondern das feh­­lende Ver­mö­gen der Mitte

Abgesehen davon plädiere ich durchaus für einen Umbau des Steuersystems – siehe in meinem aktuellen Buch “Ein Traum von einem Land”.

All dies hat Martyna Linartas in ihren Tweets nie interessiert. Sie ist bei jedem Thema, bei dem es um Geldmangel für Projekte geht, der Ansicht, dass es nur daran liegt, dass die Reichen nicht höhere Steuern zahlen. Kommen wir nun zu ihrem letzten von mir kommentierten Tweet, der dazu führte, dass sie mich  auf Twitter blockte. Doch dazu am Ende mehr.

Kurz zu Ihrer Person: Martyna Linartas arbeitete von Dezember 2018 bis Oktober 2021 als studentische Mitarbeiterin von Annalena Baerbock, im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Dies neben ihrer Dissertation, die sie so beschreibt: “The Cluster of Excellence Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS) analyzes the contemporary controversies about the liberal order from a historical, global, and comparative perspective. What are the causes of the current contestations? How do they differ from earlier crises? What are the consequences for democracy and the global challenges of the 21st century?” Die Arbeit schreibt sie an der Berlin Graduate School for Global and Transregional Studies (BGTS, die zur FU gehört) mit einem Stipendium vom Cusanuswerk. (Quelle: LinkedIn, ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich der Titel der Promotion ist).

Doch kommen wir zum Inhalt. Frau Linartas twitterte einen Artikel, der auf der Website des Bayerischen Rundfunks erschien:

br.de: WIE EIN FALSCHER LEISTUNGSGEDANKE DIE PANDEMIE BEFEUERTE

Der Autor Thomas Kretschmer zitiert darin aus dem Buch “Verkannte Leistungsträger:innen” von Nicole Mayer-Ahuja und Oliver Nachtwey:

  • “Ausgehend von der gewagten Annahme, dass Vermögen schon irgendetwas mit besonderen Leistungen zu tun haben müsse, verzichtete der Staat auf erhebliche Steuereinnahmen. Dieses Geld fehlte in den kommenden Jahren für die Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen. Dies hatte direkte Auswirkungen auf die Arbeit in öffentlichen Diensten und deren Bedingungen. In staatlichen Krankenhäusern, Kindertagesstätten oder Einrichtungen der Jugendhilfe wurden die Budgets gekürzt, insbesondere die Personalkosten sollten sinken.“
  • “Die steuerliche Entlastung von Vermögenden trug zur massiven Reduzierung öffentlicher Dienstleistungen bei. Zugleich schlug sie sich in deutlich schlechteren Arbeits- und Lebensbedingungen für viele derjenigen nieder, die weiterhin für den Staat tätig sind.“

Und weiter:

  • Zwei Jahre Pandemie haben noch nicht ausgereicht, am Dogma von Leistung und Rationalisierung, zumindest im Gesundheitswesen, zu zweifeln. Dabei sollte sich, wie Mayer-Ahuja und Nachtwey anmahnen, eine Erkenntnis doch rumgesprochen haben: ‘Wenn Kranke nicht gepflegt, Lebensmittel nicht produziert, transportiert und verkauft oder Kinder nicht betreut werden, bricht das System zusammen. Auf die Krankenschwester können wir nicht verzichten, auf den Berater oder die Produktion von Autos zeitweise schon.’”

Mit dieser Forderung:

  • Vielleicht wäre es nach zwei Jahren Pandemie endlich an der Zeit, diese Entwicklungen ins Auge zu fassen. Denn ohne eine besondere Anstrengung für die Armen und Prekären wird das Corona-Virus nicht in den Griff zu kriegen sein. Und wenn die Pandemie schon gezeigt hat, wie ungerecht unsere Gesellschaft durch das ewige Beharren auf dem ‘Leistungsprinzip’ geworden ist, sollte diese Erkenntnis doch auch zu einer Neuausrichtung von Wirtschaft und Gesellschaft führen.

Kurz gesagt:

  • Der Staat konnte nicht genug ausgeben, weil die Reichen nicht ausreichend besteuert wurden.
  • Dabei bleibt unklar, welche Steuer gemeint war, es werden aber die Steuerreformen von Kohl und Schröder erwähnt, was dafürspricht, dass es vor allem um die Einkommenssteuer geht.
  • Als Folge dieses Geldmangels kann der Staat nicht genug in Gesundheit und Gehälter der Mitarbeiter etc. investieren.

Frau Linartas kommentierte den Artikel so:

Quelle: Twitter

Nun haben wir allerdings folgende Situation:

1.     Dem Staat fehlte in den letzten zehn Jahren vor Corona kein Geld.

Die Gründe liegen auf der Hand:

  • Die absoluten Einnahmen des Staates boomten mit der Wirtschaft.
  • Die relativen Einnahmen des Staates stiegen überproportional, weil die Steuer- und Abgabenquote um drei Prozentpunkte vom BIP stieg.
  • Die Zinsausgaben des Staates sanken dramatisch.
  • Die Ausgaben für Arbeitslosigkeit sanken ebenfalls massiv.
  • Im Ergebnis hatte alleine der Bund im Zeitraum 2009 – 2018 in Summe rund 460 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung!

Fakt: Der Staat hatte kein Einnahmenproblem, sondern die Politik hat sich für eine bestimmte Mittelverwendung entschieden – viel Soziales, wenig für Bildung und Investitionen.

Alles hier vorgerechnet:

Die “schwarze Null” ist keine Leistung, eine Lüge und eine große Dummheit

 2. Das Gesundheitssystem ist finanziell gut aufgestellt

Außerdem kann keineswegs die Rede davon sein, dass das deutsche Gesundheitssystem zu wenig Geld bekommt:

Quelle: Weltbank

In dem Zusammenhang ist noch zu erwähnen: Obwohl wir so viel ausgeben, ist die Lebenserwartung nicht sonderlich hoch, man blicke auf die Briten (deren Gesundheitssystem nun wahrlich kein Vorbild ist!).

Es liegt also auch beim Gesundheitssystem an der Mittelverwendung und nicht an der Knappheit der Mittel.

Deshalb twitterte ich als Reaktion:

Quelle: Twitter

Meine Aussagen also wie oben und verbunden mit dem Link zur Berechnung der Staatseinnahmen:

  • Deutschland liegt an der Spitze der OECD bei Steuern- und Abgaben.
  • Deutschland hat die Quote um 3%-Punkte vom BIP erhöht
  • und hat also kein Einnahmenproblem,
  • sondern es wird eine falsche Politik betrieben.

Reaktion 1: Deutschland liegt in der OECD nicht an der Spitze bei der Steuerbelastung.

Der Sachverständige Achim Truger antwortete per Twitter und schrieb, dass es nicht stimmen würde, dass die deutsche Steuerbelastung an der Spitze der OECD stünde.

Damit hat er recht und da habe ich ihm auch nicht widersprochen. Ich habe mir allerdings erlaubt, darauf hinzuweisen, dass ich in meinem Tweet von Steuer- und UND Abgabenbelastung spreche. Und da sieht das Ranking der OECD so aus:

Quelle: OECD

Deutschland ist Platz 2.

Es ging dann auf Twitter hin und her über dieses Thema, was man als gelungene Ablenkung von meinem eigentlichen Punkt, dass unser Staat nämlich kein Einnahmen-, sondern ein Mittelverwendungsproblem hat, verstehen kann. Ich habe deshalb in einem neuen Thread meine Logik nochmals zusammengefasst. Man beachte gerade auch den letzten Tweet, in dem ich ausdrücklich davon spreche, das Steuer- UND Abgabensystem zu ändern:

Quelle: Twitter

Damit dachte ich, dass das Thema erledigt sei und vor allem, dass klar geworden wäre, dass es eben nicht an fehlendem Geld lag.

Doch weit gefehlt:

Reaktion 2: Vermögen werden viel zu tief besteuert in Deutschland.

Dann erhielt ich folgende Antwort:

Quelle: Twitter

Normalerweise hätte ich es darauf beruhen lassen, doch einiges störte mich:

  • Nirgendwo hatte ich gesagt, dass Vermögen zu hoch bzw. zu tief besteuert würden oder Ähnliches. Ich hatte nur daran erinnert, dass die Steuerbasis bei uns auch tiefer ist als woanders.
  • Es hatte wiederum nichts mit meinem Punkt zu tun, dass der Staat wahrlich kein Einnahmenproblem hat.
  • Und es wurde mir unterstellt, ich hätte keine Ahnung von den Fakten.

Deshalb habe ich mir erlaubt, darauf hinzuweisen, dass es ziemlich sinnlos ist, Vermögenssteuern in Prozent des BIP auszuweisen, wie Herr Fratzscher es so gerne tut:

Quelle: Twitter

Da Deutschland relativ zum BIP weniger Vermögen hat, ist also die Darstellung, die Frau Linartas verwendet hat, irreführend. Die Besteuerung der Vermögen wird deutlich geringer ausgewiesen, als sie ist. 

Hier nochmals die Daten der Credit Suisse:

Auch hier entspannte sich eine Diskussion mit Herrn Prof. Truger, die eigentlich überflüssig war, denn wir hatten diese schon mal vor einem Jahr und das Ergebnis war das bekannte:

Quelle: Twitter

Das ist genau die Bereinigung, die man vornehmen muss, wenn auch um den Faktor 1,5, legt man die Daten von der Credit Suisse zugrunde. Nichts anderes habe ich in meinen Tweets angeregt zu tun.

Ich habe auch niemals behauptet, der Vermögensunterschied würde den Unterschied im Steueraufkommen vollständig erklären – aber eben einen nicht zu vernachlässigenden Teil. Hinzu kommt: die Daten von Fratzscher stammen aus dem Jahr 2013, wo unser Vermögen noch deutlicher unter dem der anderen Länder lag und die Steuerbelastung – ich denke vor allem an die Grundsteuer – auch viel tiefer war. Gleiches gilt für die Erbschaftssteuer.

Darüber hinaus betonte ich, dass ich bereits in meinen Büchern – Herr Truger hat “Ein Traum von einem Land” von mir geschenkt bekommen –  für einen Umbau des Steuersystems plädierte, der, ohne die Abgabenlast weiter zu steigern, Vermögen höher belastet und Einkommen weniger:

Quelle: Twitter

Dies interessierte die Diskutanten allerdings leider nicht. So fasste ich so zusammen:

Quelle: Twitter

Ich habe mir also nichts anderes erlaubt, als daran zu erinnern, dass mein Startpunkt der Kritik nicht die fehlende Besteuerung war, sondern die fehlende Notwendigkeit höherer Abgaben, weil der Staat kein Einnahmenproblem hat. Davon völlig unbenommen kann man und sollte man das Steuer- und Abgabensystem modernisieren, wie ich mehrfach an diesem Tag in Tweets betonte.

Worauf hin ich diese Antwort bekam und geblockt wurde:

Quelle: Twitter

Also:

  • „Krude Verdrehung“ – mit keinem einzigen Argument wurde meine Aussage, dass der Staat genügend Einnahmen hat, angesprochen oder gar widerlegt.
  • „Falsche Behauptung“ – die Steuer- und Abgabenlast ist laut OECD die Zweithöchste. Siehe oben.
  • „Null Einsicht“ – die Vermögenssteuerbelastung, die als zusätzliches Argument eingeführt wurde, haben wir um die Tatsache, dass Deutsche relativ weniger Vermögen haben, korrigiert. Es wäre zu wünschen, dass Frau Linartas in Zukunft diesen Aspekt berücksichtigt und nicht die irreführende Darstellung Steuer/BIP verwendet.

Fazit:

Das Ganze zeigt erneut, wie es auf Twitter falsch laufen kann. Die Gefahr, aneinander vorbeizureden ist groß  und ich möchte Frau Linartas und Herrn Truger nicht unterstellen, Sie hätten mich absichtlich missverstanden.

Sollte ich mich nicht klar genug ausgedrückt haben wie in diesem ausführlicheren Kommentar oder sollte ich an der einen oder anderen Stelle etwas unhöflich gewirkt haben, liegt das an  der Zeichenbeschränkung von Twitter und ich bitte um Nachsicht.

Sachferne Polemik, die kaum verhohlene Aggressivität postuliert, ist oft das Mittel der Wahl, wenn die eigene Ahnungslosigkeit bezüglich des Gegenstands versteckt werden soll. Martyna Linartas hat kein einziges sachdienliches Argument vorgebracht, dafür umso mehr Wert auf die hochgestellten Positionen – Sachverständiger, DIW-Präsident – ihrer Zitatgeber verwiesen. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich selbst Sachverständige und Präsidenten eines Instituts irren können. Aber um das herauszufinden, muss man dickere Bretter bohren können.  

Hoffentlich gibt der Stil, wie diese Diskussion geführt wurde, keinen Ausblick auf die Art und Weise, wie in diesem Land von der künftigen Politikergeneration Diskurse geführt werden wollen. Fachlich unpräzise bis unterbelichtet, ohne eigene Kenntnis in der Sache, dafür aber rhetorisch aufgerüstet und verunglimpfend ist das Land kaum voranzubringen. Ich kann hier sicher getrost unterstellen, dass der Werdegang der Politologin darauf ausgerichtet ist, nach der Promotion einen Platz in einem unserer Parlamente und damit Zugang zu politischen Schaltstellen zu suchen, den sie dann vielleicht auch finden wird. Die Qualität der politischen Entscheidungen ist dann vorprogrammiert.

Für eine persönliche Diskussion stehe ich gerne zur Verfügung.

Kommentare (47) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Wolf Palmer
    Wolf Palmer sagte:

    Guten Morgen, sehr geehrter Herr Dr.Stelter.

    Wie fast immer, eine riesige Diskussion, die am eigentlichen Problem vorbeigeht und die Ursachen der staatlichen Geldverschwendung verschweigt.
    Wenn Leute Ihres Kalibers mit Ihren EX-Kollegen von Boston-Consulting das staatliche Geldverschwendungs-Monstrum BRD mit seinen mehr als 700 Politversagern mal so beraten könnte, wie es bei vielen Unternehmen täglich geschieht, hätten wir so viel Geld eingespart, daß alle Bürger mit ihren Nettolöhnen sehr gut leben könnten und jeder von uns eine so auskömmliche Rente erhielte wie z.B. in Österreich.
    Statt dessen pflegen wir eine riesige Kaste von teils überflüssigen Beamtem, die so hohe Kosten verursachen, daß man innerhalb 40 Jahren im Billionen-Bereich landen wird, wie der hier oft vielgeschmähte Freiburger Ökonom ausgerechnet hat und wie auch der SPIEGEL am 23.10.20 in seiner Ausgabe 44 berichtete.
    Betrachten wir die Arbeit unserer weiblichen Verteidigungsministerinnen, sehen wir eine ungeheure Geldverschwendung.
    Schauen wir auf den bayrischen Verkehrsminister, der eine halbe Milliarde in den Sand gesetzt hat und immer noch im Amt ist und wahrscheinlich eine Super-Pension für seine Dummheit beziehen wird.
    Der Milliarden-Konkurs von Wirecard ist im Vergleich zu den 40 Milliarden Cum Ex und Cum Cum-Steuerverlusten eine Erdnuß.
    Das haben uns ausschließlich dämliche Politiker eingebrockt, die seit mehr als 10 Jahren Steuern an Finanz-Gangster zurückerstatten, die niemals von ihnen bezahlt wurden.
    Man könnte hier viele Tausende Beispiele von der Arbeit unserer Politversagern beschreiben.
    Schauen Sie sich einmal das fast leere Berliner Bullshit-Castle bei Sitzungen an und dann wird man erkennen, von wem wir regiert werden:

    Nach Ansicht der vielgeschmähten AfD Frau Weidel: “Von Idioten!”

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  2. Schwarzenberg
    Schwarzenberg sagte:

    Da denke ich an das Buch von Jaron Lanier: “Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst”.

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  3. Felix
    Felix sagte:

    Ich mache es kurz mit einen Zitat, frei aus dem Kopf:

    “Man kann sich in den Sozialismus hineinwählen, aber heraus muss man sich schießen.”

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  4. Michael Plesch
    Michael Plesch sagte:

    Das wäre mal wirklich eine sehr interessante Podiumsdiskussion.

    Es ist aber sehr schade, dass ideologisch aufgeladene Diskussionen immer wieder mit Totschlagargumenten oder mit dem schlichten canceln des Gesprächspartners beendet werden. Teilweise wird da versucht die eigene Hilflosigkeit zu kaschieren. Hätte Frau Linartas die Argumente und Fakten verständen, so hätte sie eigentlich einsehen können, dass Ihr Weg die beschriebene Ungleichheit durch Stärkung der Mittelschicht lösen möchte und nicht durch weitere Umverteilung.

    Außerdem sollte nicht außer acht gelassen werden, dass der enorme Vermögenszuwachs, der immer so kritisch beäugt wird, aus der fehlerhaften Politik resultiert. Die Zinssenkungen waren die letzte Rettung für Politiker, die sich gegen Reformen und unangenehme Entscheidungen verwehrt haben. Man hätte auch das Geld für die Rente mit 63 nutzen können, um z.B. Einkommenssteuer der so oft genannten Krankenschwestern zu senken. Das tut Politik aber nicht. Stattdessen werden immer weitere Geldquellen erschlossen, um Wahlgeschenke zu finanzieren, die die Parteien eine Legislatur länger an der Macht halten. Zu diesem Apparat gehört leider Frau Linartas.

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  5. weico
    weico sagte:

    @bto:

    “Hoffentlich gibt der Stil, wie diese Diskussion geführt wurde, keinen Ausblick auf die Art und Weise, wie in diesem Land von der künftigen Politikergeneration Diskurse geführt werden wollen. Fachlich unpräzise bis unterbelichtet, ohne eigene Kenntnis in der Sache, dafür aber rhetorisch aufgerüstet und verunglimpfend ist das Land kaum voranzubringen.”

    Wie der politische Stil und die Politikergeneration JETZT schon ist,sah man ja wieder in der Bundestagsdebatte zum Internationalen FRAUENtag.
    Wie will man mit solchen Leuten ein Land voranbringen,die Männer nicht von Frauen unterscheiden “können”/wollen…??

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article236970561/Von-Storch-provoziert-Bundestag-Tessa-Ganserer-als-Frau-verkleidet.html

    Ein Mann darf nicht mehr als Mann bezeichnet werden, obwohl der Mann als Mann kandidierte und als Mann gewählt wurde.

    Was will man aber auch anderes von solchen Politikern erwarten, die auch NationalSOZIALISTEN nicht (mehr) als SOZIALISTEN erkennen “können”/wollen.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      Nachtag:
      Beim lesen der Leserkommentare,im verlinkten Beitrag , sieht man deutlich … wie sich ein Grossteil der Bürger von der Politik völlig unverstanden fühlt.

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article236970561/Von-Storch-provoziert-Bundestag-Tessa-Ganserer-als-Frau-verkleidet.html

      Wenn sogar die “Mitte Parteien”, UNION und FDP, in den Beifallsapplaus der “Rot-Rot-Grünen” mit einstimmen,dann ist die Qualität der politischen Entscheidungen und die Zukunft wirklich schon vorprogrammiert.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @weico

      Tja, das ist einer der schönsten inneren Widersprüche der modernen linksgrünen “woken” Ideologie, der gerade zu einem heftig eskalierenden Konflikt im linken Spektrum führt.

      Selbst die Grünen LSBTTIQWERTZ+*-Experten werden Ihnen nicht schlüssig erklären können, wieso manche sich für Frauen erklärende Männer tatsächlich als “Frauen” angesehen werden müssen, aber andere das auf keinen Fall dürfen. Hängt es davon ab, ob die “Person mit Penis” sich “ernsthaft” als Frau fühlt oder nicht? Aber wer soll das überprüfen? Dass Ärzte und Psychologen es tun, lehnen die neuen Trans-Grünen ja kategorisch ab und sagen stattdessen: “Von dem Begriff ‚Frauen‘ werden alle erfasst, die sich selbst so definieren.” Soll vielleicht eine politische Gesinnungsprüfung darüber entscheiden, ob Transgender “wahre” Transgender sind und die Frauen-Privilegien genießen dürfen?

      https://www.emma.de/artikel/gruener-mann-entlassen-338959

      Meine Vermutung: Da hat sich eine innerparteiliche “Queer”- und Transgender-Beutegemeinschaft gebildet, die keine Konkurrenz an den ihnen angeblich durch ihre Identität zustehenden Futtertrögen zulässt und jede Kritik an ihrer Abzocke höchst aggressiv wegbeißt, ja sogar wegbeißen muss, wenn sie nicht will, dass ihre Masche auffliegt.

      Mit Herrn Ganserer werden wir noch viele unterhaltsame Stunden im Bundestag haben.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico

        Noch lustiger ist die Frage: Wieso soll eigentlich jemand komplett unabhängig von jeder biologischen Grundlage oder medizinischen Indikation wählen dürfen, ob er eine Frau ist oder nicht, aber nicht ob er – wie heißt das heute so schön – “BIPOC” (black or indigenous person of colour) ist oder nicht?

        Gilt dann plötzlich wieder, dass man bestimmte Gene haben muss, um die Privilegien im Sinne der neuen linken Rassenlehre zu genießen, was für die linke Genderidentitätslehre aber gleichzeitig nicht der Fall ist?

  6. Hansjörg Pfister
    Hansjörg Pfister sagte:

    Guten Abend Herr Dr. Stelter,
    jeder der noch drei nicht gleichgeschaltete Neuronen in seinem Großhirn hat, weiß was los ist. Wohin das führt und auch schon geführt hat, sollte klar sein: Zu einer dysfunktionalen Politik. Die Folgen dieser dysfunktionalen Poltik führen zu Massenprotesten mit denen die Herrschenden aufgrund ihres moralischen Überlegenheitsgefühls (wir sind die Guten) und auch schlichter Blödheit nicht umgehen können. Man lese nur mal diesen Artikel:
    https://www.achgut.com/artikel/beleidigungen_und_ausfaelle_justin_trudeau_dreht_hdurch
    Man wird diese Leute irgendwann aus dem Amt jagen, was danach kommt weiß keiner. Bekanntlich folgt in den antiken Verfassungskreisläufen auf die Ochlokratie (in einer solchen leben wir zur Zeit) meist die Tyrannis. Mal sehen. Ich gehe Samstags demonstrieren und Montags spazieren. Auch wenn das politisch nichts nützen sollte, der Seele und dem Körper tut das gut.

    Antworten
  7. Frank Schönborn
    Frank Schönborn sagte:

    Werter Dr Stelter,
    Vielen Dank für Ihre interessanten und sachlichen Diskussionsbeiträge.
    Geben Sie bitte nicht auf, auch wenn Ihre Bemühungen manchmal zwecklos erscheinen mögen. Denn es geht meines Erachtens weniger darum festgelegte Ideologen zu überzeugen als dem mitdenkenden und lesenden Publikum die Möglichkeit zu geben, sich eine umfassende und faktenreiche Meinung bilden zu können.

    Antworten
  8. Johann Schwarting
    Johann Schwarting sagte:

    Dr. Stelter

    “Hoffentlich gibt der Stil, wie diese Diskussion geführt wurde, keinen Ausblick auf die Art und Weise, wie in diesem Land von der künftigen Politikergeneration Diskurse geführt werden wollen.”

    Vielleicht müssen wir froh sein, dass diese Art und Weise, wie die Diskussionen allenthalben geführt werden, noch möglich ist. Andernfalls hätte die Demokratie, die ja unsere einzig verbleibende Herrschaftslegitimation zwecks Zessionen der bürgerlichen Rechte ist, den Wartestand schon längst verlassen – der freie öffentliche Diskurs wird ja schon zunehmend infrage gestellt.

    Es gilt, ‘the hidden engine’ – den debitistischen und machttheoretischen Systemcode selbst – zu verstehen, wie er im Link meines Beitrages https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=540494 aus gegenwärtiger Sicht formuliert wird.

    “Es ist, und das ist die für mich die wichtigste persönliche Erkenntnis aus einem persönlichen Gespräch mit Dottore vor neun Jahren, das es der die Vorfinanzierung aller Entwicklungen notwendig machende Systemcode selbst ist, welcher den Umschlag aller Werte, bis hin zur Verachtung allen kulturellen Erbes und gefestigten Miteinanders, als eine bloße Entsprechung der begrenzten Verschuldungsfähigkeiten / Haftbarkeiten debitistischer Machtsysteme, erzwingen wird.”

    “Für eine persönliche Diskussion stehe ich gerne zur Verfügung.”

    Einerseits ist es sehr anerkennenswert, dass Sie sich zur persönlichen Diskussion mit den Kontrahenten bereiterklären. Andererseits äußerte @Ashitaka am 27.10.2017, 18:50 seinen Wunsch, “mit Ihnen gerne mal privat die Gedanken kreisen zu lassen.”

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Johann Schwarting

      >der freie öffentliche Diskurs wird ja schon zunehmend infrage gestellt.>

      Der freie Diskurs ist schon immer infrage gestellt worden, soweit er auf den Systemumsturz zielt, was auch heißt:

      Die Voraussetzungen, die ihm zugrunde liegen, in Frage zu stellen.

      Was verstehen Sie unter „freiem öffentlichen Diskurs“?

      Es hat ihn NIE gegeben, wenn man darunter versteht, dass JEDER die gleichen Möglichkeiten haben MUSS, sich zu ÄUSSERN und GEHÖR zu verschaffen.

      Was es zunehmend gibt:

      Der Diskurs wird INSTITUTIONELL determiniert in dem Sinn, dass über die technologisch möglichen und gesellschaftlich mehrheitlich gewollten WEITREICHEND Einfluss ausübenden Medien BESTIMMTE Auffassungen dominieren sollen.

      Es sind vor allem diejenigen, die als regierungsfreundliche gelten.

      Das ist ein Diskussionsthema, das einem die besten Lebensjahre rauben kann.

      Ich will das hier nicht einmal ansatzweise in Gang setzten, sondern nur einen Gedanken dazu aussprechen:

      Bei den VIELFÄLTIGEN und zudem sehr UNTERSCHIEDLICHEN Interessen, die in der Gesellschaft vertreten werden, ist es für jede Regierung – und ich mein nun wirklich JEDE – einfacher, einen Konsens herzustellen und insoweit als „vernünftige Regierung“ zu gelten, wenn der von weitgehend HOMOGENEN Interessen getragen wird.

      Diese Homogenität kann durch die Massenmedien befördert werden.

      Ich hoffe, dass verstanden wird, dass ich mit diesem Beitrag nicht einer bestimmten Politik das Wort rede, noch eine bestimmte verdamme.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Der freie Diskurs ist schon immer infrage gestellt worden, soweit er auf den Systemumsturz zielt, was auch heißt: Die Voraussetzungen, die ihm zugrunde liegen, in Frage zu stellen.”

        Das ist grundsätzlich richtig, in autoritären Staaten wird allerdings eine besondere Variante dieser Aufführung gespielt:

        Da schänkt die Regierung den Diskurs ein, weil sie jeden Kritiker als einen Umstürzler hinstellt, was natürlich sehr bequem für die Regierung ist. So wird jeder Oppositionelle zum Staatsfeind, zum Faschisten, zum “Feind der DDR” oder gar zum “Terroristen”.

        “Bei den VIELFÄLTIGEN und zudem sehr UNTERSCHIEDLICHEN Interessen, die in der Gesellschaft vertreten werden, ist es für jede Regierung – und ich mein nun wirklich JEDE – einfacher, einen Konsens herzustellen und insoweit als „vernünftige Regierung“ zu gelten, wenn der von weitgehend HOMOGENEN Interessen getragen wird. ”

        Ach, ich dachte immer, “Vielfalt” sei unsere Stärke? Oder ist das rein auf menschliche Phänotypen bezogen und nicht auf Interessen, Werte und persönliche Ansichten? ;)

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Ach, ich dachte immer, “Vielfalt” sei unsere Stärke?>

        Interessenvielfalt ist unsere Stärke.

        Die Interessen, genauer: die Vertreter vielfältig unterschiedlicher Interessen MÜSSEN auch zum Konsens bereit und fähig sein.

        Wenn dies nicht oder nicht mehr der Fall ist, kommen Gesellschaften in große Schwierigkeiten.

        Ich bin der Überzeugung, dass die merklich Konsensfähigkeit abnimmt, wenn der Wohlstand deutlich zurückgeht.

        Denn die Kosten der erfahrenen Wohlstandsminderung ERSCHEINEN zu HOCH gegenüber denen der Verweigerung, sich um einen Konsens zu bemühen, insbesondere, wenn ein solcher ersichtlich das gefallene Wohlstandsniveau bestenfalls „nur“ halten, es aber nicht verbessern kann.

        Die Vorstellung ist in einem solchen Fall:

        Konsensverweigerung bringt mich in eine BESSERE Position als die mit Wohlstandsverlust verbundene Konsensbildung, die ich erfahren habe, und die sich bei einem erneuten Konsens daher vermutlich fortsetzt.

        Spürbare negative Wohlstandserfahrungen fördern die Verweigerung von konstruktiver Kooperation.

  9. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Erst einmal an Dr. Stelter die Frage:

    Schlafen Sie überhaupt noch, frage ich mich, wenn ich sehe, wo Sie überall unterwegs sind oder finanzieren Sie mittlerweile ein Team, dass für Sie die Landschaften nach Daten und Fakten durchforstet?

    Zur Sache:

    Es geht in der Politik und abgeleitet auf dem Feld der öffentlichen Diskussion NICHT um Erkenntnis, d. h. die Bestimmung dessen, was der Fall ist (Wahrheit).

    Es geht vielmehr darum, dass die jeweils eigene AGENDA massiv GEPUSHT wird, damit sie mit möglichst mehrheitlicher Zustimmung der Bevölkerung durchgesetzt werden kann.

    Dafür ist unterbelichtetes, aber durch Gesinnungs-„Bildung“ hochmotiviertes Personal aus der Hochschulproduktion gut genug, wenn es nur ELOQUENT ist und ZIELGERICHTET die passenden Akzente mit VERSTRÄRKENDER Wirkung setzen kann.

    Beispielhaft:

    Wenn Martyna Linartas wie zitiert schreibt:

    „… verzichtet der Staat [in den letzten 40J] auf erhebliche Steuereinahmen …“

    geht es NICHT darum zu klären, was die Effekte des Steuersystems sind und was sie bei anderer Gestaltung wären, sondern darum, zu SUGGERIEREN, dass der Staat NACHSICHTIG gegenüber den Reichen gewesen, daher das Land hinsichtlich „öffentlicher Dienstleistungen“ runtergekommen und letztlich die Bevölkerung aufgrund von UNGERECHTIGEIT zu kurz gekommen sei.

    Wenn da jemand wie Dr. Stelter reingrätscht, kommt Sand ins Getriebe und er wird ausgeschlossen:

    Der Staat hat IMMER ein EINNAHMEPROBLEM – eine Diskussion darüber fangen wir gar nicht erst an. U. a. DAFÜR ist A. Truger, dieser Nobody der Ökonomie, in den „Sachverständigenrat“ berufen worden.

    Übrigens:

    Die eigene Agenda pushen zu lassen, beginnt ganz oben.

    Neuesten Beispiel:

    Lindner hat Lars Feld als „persönlichen Berater“ an seine Seit geholt.

    Das ist dem „Spiel“ nach im Grunde NICHTS anderes als das, was Baerbock mit der Greenpeace-Chefin praktiziert hat.

    Beide sollen wichtige Zielgruppen im gewünschten Sinn „adressieren“; zu entscheiden haben beide nichts.

    Das Verfahren kommt nicht zum Erliegen, sondern es ändern sich „nur“ Agenda und Medienthematik, wenn ANDERE Politiker an die Macht gewählt werden und sie mit den ihnen dann zur Verfügung stehenden Ressourcen der Mandatsausübung sowie den verfügbaren Geldern wuchern können.

    M. A. n. sehr SINNVOLL bei dieser Perspektive:

    Immer wieder aufzeigen, WAS die agierende Politik an ERGEBNISSEN zu verantworten hat.

    Da darf dann natürlich auch geholzt werden – und muss auch.

    Differenzierende Argumentation überfordern das Publikum und schaden den Einschaltquoten.

    Heute Abend steht mit Merz bei Illner ein Könner auf der Matte, der das auf sehr subtile Weise beherrscht und es Lindner nicht durchgehen lassen wird, dass die Inflation nur von außen kommt und die Regierung nichts dafür könne.

    Antworten
  10. Thomas Höhmann
    Thomas Höhmann sagte:

    Ich glaube, Twitter ist das falsche Medium für solche Diskussionen. Eigentlich bräuchte man einen Moderator, der alle Beiträge liest und bewertet, und der einzelne Teilnehmer auch von dem Medium ausschließen kann, wenn sie sich den Argumenten der Gegenseite verweigern. Ohne diese Möglichkeit kommt meist nur ein Schlagabtausch zustande, selbst dann, wenn einer der Teilnehmer der Diskussion durchaus sachliche Argumente vorzubringen hat.
    Meine betrübliche Erfahrung aus vielen Diskussionen in Sozialen Netzwerken ist aber leider die, dass Moderatoren, wenn es überhaupt welche gibt, mit der Komplexität der meisten Diskussionen hoffnungslos überfordert sind.
    Eine Alternative zu der moderierten Form der Diskussion sehe ich nicht. Vielleicht ist das ein Beruf der Zukunft!

    Antworten
  11. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    Lieber Herr Dr. Stelter,

    weder grüne noch rote noch braune Sozialisten werden sich auch durch noch so viele Ihrer Argumente und historische Erfahrungswerte von ihrer Meinung abbringen lassen, dass jegliche ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung grundsätzlich unfair ist, weil sie selbst davon nicht profitieren. Frau Linartas wird nie kapieren wollen, dass die Menschheit die Idee des Privateigentums eingeführt hat, weil ein Bauer nicht säht, wenn er nicht sicher sein kann, einen großen Teil der Ernte behalten zu dürfen, weil sonst nichts angebaut wird. Macht nichts. Wie jedes sozialistische Experiment wird es kollosal scheitern und wie bei jedem sozialistischen Experiment gibt es Länder und Gesellschaften, die den anderen durch ihren größeren Erfolg beweisen, dass die Sozialisten falsch lagen, aktuell z.B. Südkorea, Singapur, Israel oder Taiwan.

    Einfach abwarten, bis die Kapitalmärkte der Bundesrepublik langsam das Vertrauen entziehen. Wenn Moodys und Standard & Poors mal von AAA auf AA und dann auf A runtergehen, kommt Bewegung in die Debatte, denn dann ist am Ende des Vertrauens nicht mehr genügend werthaltiges Geld da. Alles eine Frage der Zeit. Die geistigen Eltern solcher Leute trugen noch T-Shirts mit Che Guevara oder riefen Ho-Tschi-Minh, die Großeltern waren Freunde des 5-Jahres-Plans und die Urgroßeltern Fans der USPD und wenn man noch weiter zurückgeht landet man bei der Höchstpreiswirtschaft der Jakobiner in Frankreich 1789 ff.

    Meinen Respekt für Ihren Einsatz, aber Sie müssen sich m.E. Sisyphos schon als glücklichen Mann vorstellen, um diese Überzeugungsarbeit für sich selbst als befriedigend empfinden zu können.

    Antworten
  12. Andreas Brueckner
    Andreas Brueckner sagte:

    “dass es ziemlich sinnlos ist, Vermögenssteuern in Prozent des BIP auszuweisen”

    Allerdings müssten Sie dann auch davon absehen, Vermögen in Relation zur Wirtschaftsleistung zu betrachten, wie Sie das im Beitrag unten getan haben, oder?

    “Relativ zur Wirtschaftsleistung sind die Italiener signifikant vermögender ”

    https://think-beyondtheobvious.com/sind-die-deutschen-oder-die-italiener-reicher/
    Dein Kommentar muss noch vom Moderator freigeschaltet werden.

    Antworten
  13. Stirken
    Stirken sagte:

    Werter Herr Dr. Stelter es ist immer enttäuschend, wenn ein Diskutant unsachlich reagiert. Sie haben mit Fakten argumentiert und ein Doktorand muss mit so etwas fertig werden. Hoffentlich sitzt in der Disputation nicht jemand wie Sie. Trotzdem ist eine solche Diskussion unfruchtbar.

    Antworten
  14. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    bto: “Der Sachverständige Achim Truger antwortete per Twitter und schrieb, dass es nicht stimmen würde, dass die deutsche Steuerbelastung an der Spitze der OECD stünde. Damit hat er recht und da habe ich ihm auch nicht widersprochen. Ich habe mir allerdings erlaubt, darauf hinzuweisen, dass ich in meinem Tweet von Steuer- und UND Abgabenbelastung spreche.”

    Ah ja, die typische Täuschungsmasche von den Linken. Natürlich haben wir niedrigere Steuern als andere Staaten, wenn ein großer Teil unserer Sozialsysteme in Deutschland über Abgaben finanziert wird, was formal eine andere Kategorie ist. ;)

    Ich finde es außerordentlich bizarr, Diskussionen über solche fiesen Details über Twitter zu führen, wo die Zeichen pro Nachricht mit Abstand am strengsten limitiert sind.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @troodon

      Ja, da sieht man zum Beispiel sehr schön, wie UK eine höhere Steuerquote aber eine niedrigere Steuern- und Abgabequote hat als Deutschland.

      Und warum ist das so? Der wichtigste Grund dürfte sein, dass das komplette britische Gesundheitssystem NHS über *Steuern* finanziert wird, und nicht wie in Deutschland über private Versicherungsprämien und die Sozialversicherungs*abgaben* zur gesetzlichen Krankenkasse.

      Noch eine dreiste linke Manipulationstaktik wurde dabei noch gar nicht erwähnt: Es gibt neben Steuern und Abgaben übrigens auch noch Beiträge. Viele von denen nehmen in Deutschland einen steuerähnlichen Charakter an, zum Beispiel der allseits bekannte “Rundfunkbeitrag”, diverse “Straßenbaubeiträge” oder die “Mindestentsorgungsgebühr” bei Ihrem Abfall-Zweckverband, die Sie auch dann zahlen müssen, wenn Sie gar keinen Müll produzieren.

      In der “Steuern- und Abgaben”-Statistik tauchen die alle nicht auf, weil es ja *Beiträge* beziehungsweise *Gebühren* sind. Da können wir doch gleich nochmal die Steuern erhöhen, die deutschen Zahlschweine sind soooo reich. :D :D :D

      Antworten
      • troodon
        troodon sagte:

        @Richard Ott
        “In der “Steuern- und Abgaben”-Statistik tauchen die alle nicht auf, weil es ja *Beiträge* beziehungsweise *Gebühren* sind.”
        Ich habe keine Ahnung, wie das in anderen europäischen Ländern ist…

        Mir ging es lediglich um das allseits bekannte Statistikthema…

        Die grundsätzliche Frage, ob mehr Vermögensteuern notwendig sind, damit genügend öffentliche Dienstleistungen leistbar sind, bzw. “Dieses Geld fehlte in den kommenden Jahren für die Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen.” wurde in dem Disput auf Twitter aufgrund des Streits bzgl. Statistiken leider gar nicht weiter diskutiert. DAS wäre aber sinnvoll gewesen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @troodon

        >>“In der “Steuern- und Abgaben”-Statistik tauchen die alle nicht auf, weil es ja *Beiträge* beziehungsweise *Gebühren* sind.”
        >Ich habe keine Ahnung, wie das in anderen europäischen Ländern ist…

        Ich schon, zumindest bei einigen. Für UK kenne ich es sogar aus erster Hand, da habe ich so ähnlich wie unsere Außenministerin (hihi) eine Weile gelebt und auch Steuern gezahlt, die britische Version des ein bisschen anders funktionierenden Rundfunk-“Beitrags” hingegen nie (allerdings kann ich mich noch an die regelmäßigen Drohbriefe von der Eintreibungsorganisation erinnern), musste aber zum Glück nie ins Krankenhaus – wobei das sicherlich auch eine interessante Erfahrung gewesen wäre.

        “Mir ging es lediglich um das allseits bekannte Statistikthema… ”

        Mir doch auch. Und die Erkenntnis daraus sollte sein, dass man mit geschickt gewählten Statistiken die Kenntnislosen sehr stark beeindrucken kann. Das Beispiel “Ländervergleich nach Steuerquote” versus “Ländervergleich nach Steuern- und Abgabenquote” (wobei die Gebühren und Beiträge immer noch unberücksichtigt bleiben) ist eines der schönsten überhaupt. Man muss oft eine Menge zusätzlich wissen, um überhaupt beurteilen zu können, ob eine Statistik dasjenige objektiv abbildet, was sie abzubilden vorgibt, oder ob ein Teil des Bildes schlampigerweise oder mit Manipulationsabsicht fehlt.

        Auch sehr gut und im Grünen-Millieu immer beliebt ist “Kosten pro produzierte kWh Strom nach Energieträger”, wo kaum jemand spontan darauf kommt, zu fragen, was es *zusätzlich* kostet, Strom aus Nicht-grundlastfähigen Energieträgern zu *speichern*, weil die meisten Leute auch gerne dann weiter Strom hätten, wenn nachts nicht genug Wind weht.

        “Die grundsätzliche Frage, ob mehr Vermögensteuern notwendig sind, damit genügend öffentliche Dienstleistungen leistbar sind”

        Eindeutig nein. Der Staat hat schon mehr als genug finanzielle Mittel, verschwendet sie aber zu einem erheblichen Teil für kompletten Schwachsinn. Da ist das Statistik-Thema interessanter. ;)

      • troodon
        troodon sagte:

        @Richard Ott
        “dass man mit geschickt gewählten Statistiken die Kenntnislosen sehr stark beeindrucken kann.”
        Ja.

        “Eindeutig nein. Der Staat hat schon mehr als genug finanzielle Mittel, verschwendet sie aber zu einem erheblichen Teil für kompletten Schwachsinn.”
        Genau…
        “Da ist das Statistik-Thema interessanter. ;)”
        …und es wird dann leider persönlich und die Grundaussage steht nicht mehr zur Debatte.

    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @RO
      “Ah ja, die typische Täuschungsmasche von den Linken. Natürlich haben wir niedrigere Steuern als andere Staaten, wenn ein großer Teil unserer Sozialsysteme in Deutschland über Abgaben finanziert wird, was formal eine andere Kategorie ist. ;)”

      Muss ja nicht gleich eine Täuschungsmasche sein.

      Schubladendenken ist weit verbreitet, weil > über Jahre und Jahrzehnte so antrainiert. Möglicherweise saß der Papa der jungen, promovierenden Dame in irgendeinem Behördenapparat X in der Abteilung Y und hat dort wichtige Entscheidungen Z getroffen. Davon hat er, vielleicht, stolz berichtet am Küchentisch zu Hause.

      Nicht berichtet hat er, welches Desaster seine Z-Entscheidung in Abteilung Q der Behörde V angerichtet hat. Musste ihn ja auch nicht interessieren, im Behördenapparat X, an dem die Quälereien im Apparat von Q vollkommen vorbei gingen. Eventuell war er gar in einem Konzern beschäftigt, in einem mittelständischen Unternehmen mit vielen, vielen Mitarbeitern, oder, man glaubt es kaum, in einer honorigen Forschungseinrichtung: weil – dort läufts bis auf wenige Ausnahmen genauso: ich X, Du Q, was interessiert mich Dein Problem durch Z.

      So väterlichseits für’s Leben geprägt kommt die junge Dame, vermutlich, gar nicht auf die Idee, dass es Zusammenhänge außerhalb ihrer promotionsgerechten Schublade gibt. Sich dann auch noch damit zu beschäftigen setzt voraus: A. die familiäre Prägung über Bord zu schmeißen (Stress) und B. geeignete Methoden anzuwenden (Mühsahl), um Dinge zu erfassen, zu verstehen und zu bewerten (Zeit), die weit über die eigene Schublade (Horizont) hinaus gehen.

      Dann doch lieber nachplappern, was andere von sich geben.

      Dass eine junge Dame nach Beendigung einer solchen Schmalspurpromotion später die Geschicke des Landes lenken und wiederum für entsprechende Prägungen sorgt könnte, wäre das Hauptproblem.

      Antworten
  15. @foxxly
    @foxxly sagte:

    fakt ist, dass wir (bleibe in D) schon eine erhebliche asymetrie haben in der armuts-und reichtums-entwicklung, – und diese mit erhöhter geschwindigkeit weiter geht.

    fakt ist, dass diskussionen darüber nicht nur ideologisch, sondern sogar fanatisch geführt werden. die rechthaberei und ein kramphaftes festhalten der eigenen positionen, ist unverkennbar.

    fakt ist, dass die öffentliche administrationen die asymetrische entwicklung befeuern, statt faire rahmendbedingen zu schaffen.

    fakt ist , dass regierungen und das parteiensystem sich in einer glocke befindet, selber schlecht wirtschaften, aber die richtungen bestimmen.

    fakt ist auch, dass die macht im staate zum sozialismus sich hin entwickeln und dabei ziemlich autoritärer werden. dies macht sie noch weniger für fakten zugänglich.

    fakt ist auch, dass sich diese sozialisten selber bereichern, aber das volk gleich arm sehen wollen.

    fakt ist auch, dass sich die macht, egal ob links, oder anders, sich die medienhoheit bemächtigen und somit jedes regulativ für faire wahlen und notwendige veränderungen, zunichte machen.

    die gesellschaftliche asymetrische entwicklung ist so komplex, dass jede handlung gegen falschentwicklungen solange scheitern, bis nicht die hauptursachen beseitigt werden.

    insofern ist diese asymetrie eine folge-entwicklung des kreditgeldsystems und dessen rahmenbedingungen.

    daran will aber keiner etwas verändern.

    und, wenn keiner etwas veränder will, landen wir alle im tiefen graben, ausweglos.

    Antworten
  16. Wolfgang A
    Wolfgang A sagte:

    Überall da, wo nicht von Fakten gehaltene, sondern ideologisch zementierte Narrative herrschen, herrscht in der Diskussion dann auch das Argumentum ad Hominem, meist ergänzt mit dem einen oder anderen Strohmann.

    Sie werden niemals einen ideologisch verbohrten Zeitgenossen zu der Einsicht bringen, dass schon seine Prämissen falsch sind, egal, wie grotesk und offenkundig die Fehler auch sein mögen. Man kann eigentlich nur hoffen, dass wenigstens die hoffentlich unbefangenen Mitleser die richtigen Schlüsse ziehen. Insofern ist eine solche Diskussion niemals vergebens.

    Hoffentlich. Wenn man allerdings in Diskussionsforen, Leserbriefen, und persönlichen Kontakten sieht, wie unreflektiert auch der größte Stuss aufgenommen und weiter gegeben wird, dann wird die eigene Hoffnungsfähigkeit auf eine harte Probe gestellt. Aber: Was will man anderes machen?

    Antworten
  17. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @DS
    “Fachlich unpräzise bis unterbelichtet, ohne eigene Kenntnis in der Sache, dafür aber rhetorisch aufgerüstet und verunglimpfend …” & und mit guter Kenntnis der Wirkung der “modernen” sozialen Medien.

    Diese Methode funktioniert umso besser, je weniger Fachleute sich in der Tiefe mit bestimmen Themen auseinander setzen und in der öffentlichen Meinungsbildung gegenhalten. Und je leichter diese im öffentlichen Diskurs einfach weggeschaltet werden können.

    Dabei sieht die Promoventin die sich bietende Chance gar nicht, nachdem sie offenbar das erste Mal “Wind von Vorn” bekommen hat. Die könnte darin bestehen, eine fundierte Auseinandersetzung der Meinungen – Herr Dr. Fratscher vs. Herr Dr. Stelter (wie schön) – zu organisieren und diese Ergebnisse in ihre dann fruchtbare Arbeit einzubeziehen.

    Das geschieht selbstverständlich dann nicht, wenn das Ergebnis der “Forschung” von vor herein feststeht und andere Meinungen nach Belieben weggebolzt werden.

    Was wäre daran noch “wissenschaftlich”? Der zusammengeklaute vonGuttenberg-Schmarrn hätte im Zweifel mehr Substanz.

    Was hier fehlt ist ein Professor, der der jungen Promoventin ein wenig den Weg weist, um so das Land ein Stück weiter voranzubringen.

    Antworten
  18. Peter Grotmann
    Peter Grotmann sagte:

    Diskussionen mit ideologisch dominierten (und zugleich oft intellektuell limitierten) Menschen sind i.d.R. wenig ergiebig.

    Auf Fakten basierende Gegenargumente werden als persönliche Angriffe aufgefasst und aggressiv beantwortet (Beleidigungen oder Sperren).

    Am Ende sollten Sie über die Sperre froh sein, nach ein bis zwei weiteren Diskussionsrunden wäre vermutlich sonst die übliche, finale Nazikarte gespielt worden.

    Antworten
  19. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen. Der öffentliche Diskurs wird genau so laufen. Jeder in seiner Blase und Schluss. (Das gilt im Übrigen für die meisten von uns auch.) Bleibt die Hoffnung, dass „unsere“ Blase größer ist. Aber garantiert ist gar nix.

    Anecdotal evidence: wenn ich bei einschlägigen (!) online-Konferenzen Fragen zu etwas komplexeren Themen rund um Wasserstoff/Energiebedarf/synth. Erdöl stelle, werden die wegen Nichtverstehens vom Moderator nicht einmal vorgelesen (obwohl von den Zuschauern auf Platz 1 oder 2 gewählt). 🤷‍♂️

    Bleibt nur: andere Medien, anderes Publikum oder alles auf Drei-Satz-Botschaften verkürzen (und das bei Gregor Gysi lernen).

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Stoertebekker

      “Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen. Der öffentliche Diskurs wird genau so laufen. Jeder in seiner Blase und Schluss. (Das gilt im Übrigen für die meisten von uns auch.)”

      Nö, ich lese und gucke grundsätzlich alles, von FAZ bis taz (war früher ein viel schöneres Beispiel zur Illustration als heute..), von Russia Today bis CNN und wenn es sein muss auch von 4chan bis “Linksunten”-Indymedia.

      Die Erkenntnis, dass die linksgrüne Ideologie ein Haufen selbstwidersprüchlicher Müll ist, habe ich mir über viele Jahre hart erarbeitet. Das ist nicht nur irgendein “Blasen”-Narrativ, das ich einfach so wiederkäue.

      “Anecdotal evidence: wenn ich bei einschlägigen (!) online-Konferenzen Fragen zu etwas komplexeren Themen rund um Wasserstoff/Energiebedarf/synth. Erdöl stelle, werden die wegen Nichtverstehens vom Moderator nicht einmal vorgelesen (obwohl von den Zuschauern auf Platz 1 oder 2 gewählt)”

      Wegen Nichtverstehens? Sicher? Könnte es vielleicht auch mit den Sponsoren der Konferenzen zusammenhängen? ;)

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @R Ott

        Sicher. Meistens jedenfalls.

        Gehe auch auf Fachkonferenzen. Da sitzen und sponsorn schon die richtigen, aber moderiert wird von den falschen.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @R Ott

        Ach, und zu Ihrer „Blase“: Jeff Snider wäre ne gute Ergänzung und Horizonterweiterung 😉👍

  20. Lele Castello
    Lele Castello sagte:

    Das “dickste Brett das man bohren kann” ist das Geschäftsmodell von Utopisten und Dogmatiker in Frage zu stellen. :) Teile hier die Meinung von Herrn Bauer.

    Antworten
  21. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Nehmen Sie es nicht so schwer. Das ist Twitter, da können Sie nix besseres erwarten. Ricky Gervais, der Erfinder von der ursprünglichen britischen Version von “The Office” hat mal gesagt: “Twitter zu nutzen ist wie wenn man die Sprüche auf der Wand von jedem Klo auf der ganzen Welt ununterbrochen hintereinander lesen würde”.

    Ich finde, da kommt noch erschwerend hinzu: Regelmäßig kontrollieren linksradikale Klofrauen mit gesellschaftswissenschaftlichem Sinnlos-Studium jede einzelne Kabine und kratzen jede Wortmeldung aus der Wand aus, die ihnen nicht linksradikal genug ist, wobei die Standards dafür im Monatstakt verschärft werden.

    “Hoffentlich gibt der Stil, wie diese Diskussion geführt wurde, keinen Ausblick auf die Art und Weise, wie in diesem Land von der künftigen Politikergeneration Diskurse geführt werden wollen.”

    Nein. Das wird noch viel schlimmer. Warten Sie es ab, bis Sie in solchen Diskussionen eine Replik nicht mehr als Text formulieren dürfen, sondern auf Tiktok tanzen müssen. Kennen Sie schon das coole Tanzvideo der jungen FDP-Bundestagsabgeordneten zur Abschaffung des Werbeverbotes für Abtreibungen (§219a), frech und vielsagend musikalisch untertitelt mit dem 90er-Hit “Don’t want no short dick man”?

    https://twitter.com/LSteinwandter/status/1490962393043587073

    Da geht die Reise hin. Machen Sie sich schon mal locker.

    Antworten
  22. Peter Oberländer
    Peter Oberländer sagte:

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter, Twitter ist zu 90 % ein Ort der Krawallrhetorik, ein sachlicher Diskurs ist über weite Strecken nicht möglich und oft auch gar nicht gewünscht. Ihre Sorge hinsichtlich der unzureichenden und unreifen Kommunikation der – nicht nur – jüngeren Generation, teile ich. Ein tiefergehender Diskurs wird da schnell zu anstrengend, die Oberflächlichkeit der schnellen Social Media Kommunikation fordert ihren Tribut. Nichtsdestotrotz sehe ich auch viele positive, lösungsorientierte Beispiele und auch Vorbilder in der jungen Generation. Die von Ihnen angesprochene Dame zählt da derzeit nicht dazu und hat das (noch) nicht erkannt. Die Verweigerung einer sachlichen Auseinandersetzung trägt nicht zur Problemlösung bei, sondern blockiert sie. Insgesamt bin ich aber dennoch optimistisch, wenn ich die vielen sachlich engagierten jungen Leute sehe, die Veränderungen anstoßen wollen. Da blockieren oft wirklich die älteren Generationen die notwendigen Maßnahmen.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Bauer

      Oft führt man Diskussionen nicht wegen der Gegenüber, sondern wegen der Zuhörer beziehungsweise Mitleser. Die kann man nämlich überzeugen, auch wenn die Diskussionspartner die durchgeknalltesten Fundamentalisten sind, die Sie sich vorstellen können.

      Ich glaube schon, dass sich das lohnen kann. Wenn man sich selbst dazu noch die Regel auferlegt, auf Polemik verzichten zu wollen und nur Sachargumente zu bringen, dann wird es allerdings sehr schnell sehr anstrengend, besonders dann, wenn die Grünen aus verschiedenen Ecken ihre Trolle, pardon, ihre “Netzfeuerwehr” auf einen hetzen und man aus dem Erklären gar nicht mehr rauskommt. Das ist dann aber eine Stilfrage und hängt auch davon ab, was einem persönlich Spaß macht.

      Antworten

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