Warum wir das Bargeld ver­teidigen müssen

Bargeld soll abgeschafft werden. Stattdessen soll es nur noch digitales Geld geben, das man besser kontrollieren kann: Keine heimlichen Einkäufe mehr. Vielleicht bieten sich Optionen dafür, Negativzinsen leicht durchzusetzen und gesellschaftlich unerwünschten Konsum zu unterbinden …

Nun, die Kritiker der Abschaffung werden gern als Aluhüte dargestellt, die irgendwelchen Verschwörungstheorien glauben.

Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten und Privatdozent an der Universität St. Gallen und Podcast-Hörern wohlbekannt, dürfte wohl nicht in diese Kategorie fallen. Deshalb lohnt es sich, seine Argumentation zum Thema kurz zusammenzufassen:

  • “Die Entwicklung Richtung Überwachungsgesellschaft kommt auf leisen Sohlen und unspektakulär. Zum Beispiel, indem die Möglichkeiten zur Bargeldzahlung langsam aber sicher eingeschränkt werden. (…) So lassen sich Kosten sparen und erst noch Daten über die Kunden sammeln. Auf diese Weise kann man diese dann gezielter mit massgeschneiderten, individuellen Angeboten zu weiteren Käufen animieren. Und auch Banken, Zahlungsanbieter wie Twint oder Anbieter von Kredit- und Debitkarten würden sich freuen, wenn die Bargeldoption verschwände. Denn jede Bargeldzahlung bedeutet für sie einen entgangenen Gewinn.” – bto: So ist es natürlich. Es ist doppelter Gewinn.
  • “Doch Feinde des Bargeldes finden sich auch beim Staat. Staatliche Stellen argumentieren vor allem mit der Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität. (…) Doch dass weniger Bargeld gleichzeitig weniger Kriminalität, Terrorismus oder Korruption bedeutet, ist ein frommer Wunsch. Innovative Kriminelle waschen ihr Geld zunehmend ‘virtuell’, indem sie auf virtuelle Währungen wie Bitcoin ausweichen. In Wirklichkeit ist die Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus vor allem ein Vorwand, um totale Transparenz über sämtliche Zahlungsaktivitäten der Bewohner eines Landes zu erlangen. Das erleichtert dem Staat die Steuern einzutreiben, aber nicht nur das. Man kann dann Menschen mit ‘verdächtigem’ Zahlungsverhalten gleich erkennen und präventiv ausspionieren. Und was als ‘verdächtig’ gilt, kann sich je nach politischer Situation schnell ändern.” – bto: Ja, mir graut gerade mit Blick auf das Klimathema vor der völligen Transparenz und der dann möglichen staatlichen Steuerung des Verhaltens.
  • “Für die Erhaltung des Bargeldes spricht aber auch die Resilienz eines Wirtschaftssystems, um diesen Modebegriff hier einmal ins Spiel zu bringen. Wenn man sich vollständig von elektronischen Zahlungssystemen abhängig macht, können Störungen oder Manipulationen verheerende Auswirkungen haben. Deshalb ist es wichtig, eine gewisse Vielfalt auch von nicht digitalen Optionen aufrechtzuerhalten.” – bto: Auch dieses Argument leuchtet ein.

fuw.ch: „Warum uns das Bargeld vermiest werden soll“, 3. Mai 2021

Kommentare (66) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Mohnburg
    Mohnburg sagte:

    Die Kommentare sind wieder episch. Allein mir fehlt die Zeit.
    Daher möchte ich wenigstens die Dringlichkeit und Brisanz des Themas unterstreichen und mir einen Podcast dazu wünschen, um die Verbreitung zu optimieren.
    Viele haben gar nicht auf dem Schirm, was da im Hintergrund abläuft, weil es taktisch in Mini-Schritten erfolgt („better than cash alliance“, Abschaffung der großen Scheine, Absenkung der Barzahlungsgrenzen unter dem Vorwand EU-Harmonisierung, mediale Kriminalisierung und angebliche Gesundheitsgefahren bei der Verwendung usw.).
    Dass es hochangesehene US-Wirtschaftswissenschaftler, wie zum Beispiel Kenneth Rogoff sind, die diese Forderungen forcieren, verdeutlicht, wie real diese Bedrohung bereits geworden ist.
    Natürlich werden wir nicht SOFORT in einer totalitären Welt aufwachen, aber die MÖGLICHKEIT ist dann erstmal in der Welt und die TENDENZEN sind bereits jetzt eindeutig erkennbar.
    Bargeld steht dem Konzept negativer Zinsen im Weg, weil es den Bürgern jederzeit erlaubt, sich der Enteignung durch negative Zinsen zu entziehen.
    Die Deutsche Bundesbank geriert sich in Sonntagsreden zwar als Bargeldfreund, in Wahrheit unterstützt Deutschland jedoch mit hunderten Millionen die „better than cash alliance“.
    Die Bargelderhaltung steht in keinem Gegensatz zur Verwendung digitaler Bezahlmöglichkeiten!

    Viel Aufklärungsarbeit auf diesem Gebiet leistet u.a. der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring:
    https://norberthaering.de/category/bargeld-widerstand/

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  2. Johannes
    Johannes sagte:

    Es gibt da eine schon etwas ältere Prognose zu der Entstehung eines weltweiten Wirtschaftssystem, in dem eine umfassende Kontrolle der Warentransaktionen “geregelt” ist:

    “Außerdem sorgte das zweite Tier dafür, dass alle – Kleine und Große, Reiche und Arme, Freie und Sklaven – sich ein Kennzeichen auf die rechte Hand oder auf die Stirn machen ließen. Ohne dieses Kennzeichen – den Namen des ersten Tieres oder vielmehr die Zahl, die für diesen Namen steht – war es unmöglich, etwas zu kaufen oder zu verkaufen.”

    Ist hier zu finden: https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C/Offenbarung13

    “Jemand” sorgt dafür. Wahrscheinlich mit sanftem Nachdruck und dem inaussichtstellen von Vorteilen (irgendwie bekannt …) bei der Teilhabe an dem System. Es lohnt, den Kontext der o.g. Stelle zu lesen und sich seine Gedanken dazu zu machen.

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    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Johannes

      Vor bestimmt über 20 Jahren habe ich mal einen christlichen Fundamentalisten im Fernsehen gesehen, der meinte, mit der “Zahl des Tieres” sei irgendwie “E2R” gemeint, also die Buchstaben und Ziffern des königlichen Siegels von Elisabeth II. auf den britischen Papiergeld-Scheinen (!).

      Wie harmlos die Welt doch damals noch war…

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    • Tom96
      Tom96 sagte:

      Manchmal ist es die Zeit und an den Menschen, die Geschehnisse wieder neu zu erzählen und genau zu beschreiben, wie das Dasein auf unserer wunderschönen Erde seinen Lauf nimmt.

      Antworten
  3. Tom96
    Tom96 sagte:

    Menschen mögen sich lieber mit Spiezeugen beschäftigen statt den Spieleerfindungen und ihren Initiatoren.
    In Deutschland nichts anderes seit …

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  4. Gnomae
    Gnomae sagte:

    Ist das Bargeld ein Fetisch, weil es greifbar ist? Vermutlich ja, jedenfalls in der jetzigen Zeit, da mit elektronischen Mitteln die Sache schnell erledigt werden kann.

    Soll man deshalb das Bargeld abschaffen? Nein, weil es keinen Sinn macht.

    Der Verweis auf die Einschränkung von organisierter Kriminalität, Geldwäsche etc. ist ein absolutes Scheinargument. Dazu muss man sich bereits die Frage stellen, warum wir in Afghanistan Militär haben und es trotzdem dort Export von hochgefährlichen Drogen gibt. Dies hat mit staatlichem Kontrollversagen bei Zollbehörden und Frachtprüfungen zu tun. Die Ware muss ja irgendwie eingeführt werden (auf dem Landweg über ….., muss man hier nicht weiter ausführen…). Der Amphetaminimport aus China und Osteuropa wirft dieselben Fragen auf. Kontrollieren möge der Staat endlich die Grenzen gegen Drogen, illegale Einwanderung, Schmuggel, anstatt Coronamaskenpflicht im Inland.

    Müssen mit einem Bargeldverbot US-Konzerne in ihren Monopolen gestärkt werden? Nein. Allein die großen US-Konzern-Internet-Monopolisten profitieren von dieser Abschaffung. Egal, was erzählt wird, Zahlungsverkehrsmonopole sind extrem lukrativ, weil sie absolut skalierbar sind (indische Arbeitskräfte kontrollieren zum Mindestlohn) und maximieren daher die Gewinne dieser Konzerne, ohne dass sie in Deutschland steuerbar sind. Ferner müssten dann deutsche Firmen horrende Lizenzgebühren an US-Konzerne bezahlen. Dies ist geradezu lächerlich, wenn Cum-Ex-Geschäfte verfolgt werden (weil zu blöd zum überwachen), aber andererseits Milliarden über Niedrigsteuergebiete in Offshore-Zentren abfließen und Europa keinen Cent Steuern hierfür erhält, Deutschland aber über hohe EU-Beiträge auch noch die Länder mitfinanzieren muss, die Deutschland bewusst in steuerlicher Sicht bewusst schädigen (EU-konform!!).

    Dies ist aber noch vor der Klima-Krisen-Hysterie. Wenn ich meine Stromversorgung dem Kollaps preisgebe, nutzt elektronisches Geld nichts, weil bei einem absoluten Systemzusammenbruch tatsächlich mehrere Wochen vergehen können, bis wieder Strom zur Verfügung steht. Wohl bekomm’s den Städten. Ab dem Dritten Tag ohne Stromversorgung gilt das Recht des Stärkeren. Jeder nimmt sich, was er kriegen kann. Grüne pseudo Dr.phil. – Autoren können im Nachhinein psychologische Ursachenforschung betreiben. Es wir keinen interessieren.

    Darum gilt das oberste Gebot: principiis obsta: sero medicina paratur, cum mala per longas invaluere moras (von Ovid, aber wohl Ursprung von Cicero: Die anständigen Bürger kümmern sich nicht um die Anfänge politischen Unheils). Letzteres jetzt in Deutschland.

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    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Gnomae

      >Ist das Bargeld ein Fetisch, weil es greifbar ist? Vermutlich ja, jedenfalls in der jetzigen Zeit, da mit elektronischen Mitteln die Sache schnell erledigt werden kann.

      Soll man deshalb das Bargeld abschaffen? Nein, weil es keinen Sinn macht.>

      Wenn man das Bargeld abschaffen will, sollte die Begründung NICHT sein, dass man es tut, weil es SCHNELL zu erledigen ist.

      Es wird auch nicht deshalb abgeschafft werden.

      Es wird abgeschafft werden, weil die Menschen VORTEILE darin sehen, bargeldlos zu bezahlen.

      Wenn sie diese Vorteile ERKENNEN und sie NUTZEN wollen, dann macht es SINN für sie, das Bargeld abzuschaffen.

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      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ D. Tischer

        Sie müssen schöne blaue Augen haben. Nehme ich mal an

        >> “Es wird abgeschafft werden, weil die Menschen VORTEILE darin sehen, bargeldlos zu bezahlen.”

        Wenn dann der erste gekniffen wird, weil er das falsche Ding am falschen Ort oder zur falschen Zeit (nach Ansicht der Ordnungsmacht) bezahlt hat, dann wird die Begeisterung schnell verflogen sein. Aber dann ist es zu spät.

        Der Kluge baut vor!

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        Was meine Augenfarbe betrifft, ist Ihre Annahme falsch.

        Was Sie danach sagen, ist RICHTIG, weil ich Ihnen zustimme ;-)

        Im Ernst:

        >Aber dann ist es zu spät.>

        So ist es.

        Denn zuerst kommt die Erkenntnis der Vorteile, dann die mehr oder weniger schleichende Umstellung durch praktisches Wahrnahmen der Vorteile , viel später erst die AMTLICHE Abschaffung, weil man den sogenannten mündigen Bürger zu nichts zwingen will und ihn daher de facto, d. h. durch seine bewiesene Präferenz für bargeldloses Zahlen das Bargeld zum Auslaufmodell erklären lässt.

        Der Staat räumt sozusagen nur noch amtlich den zurückgelassenen Müll ab.

        Es gibt keinen allgemeinen Widerspruch, denn man verliert ja nichts bei Zahlen.

        DANN ERST, wenn das vollendet ist, kommen die Repressionen.

        Sie sind unwiderruflich, weil sie anfangs noch weitgehend verträglich sind und erst später die Schraube angezogen wird.

        So wird es todsicher ablaufen.

        >Der Kluge baut vor!>

        Er kann es versuchen, es gibt Möglichkeiten, aber sie werden geringer.

        Bargeldloses Zahlen wird sich GLOBAL durchsetzen m. A. n.

        Und:

        NICHT jeder kann auf dem Wasser der Malaise entkommen.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ D.Tischer

        Na sowas, jetzt kenne ich sogar Ihre Augenfarbe. Normalerweise interessiert mich das nur beim sogenannt schwachen Geschlecht. ;-)

        Aber einmal Spass beiseite, Ihre Schilderung des Ablaufs ist durchaus realistisch. Ich bin da besonders hellhörig, denn wer auf dem Wasser lebt, gilt ganz allgemein als Gypsy und geniesst etwa dieselbe Kreditwürdigkeit. Ich eile also der erwarteten Entwicklung ein Stück voraus. Der Lichtblick dabei ist das Wissen, dass sich Bargeldlosigkeit niemals flächendeckend durchsetzen lassen wird. Damit wird sie ein Flop werden wie die Transaktionssteuer, von der die Sozis ja auch schon lange träumen, oder die Steuernummer für jeden.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        Sie fordern meine Rechthaberei heraus – in diesem Fall ist es nun wirklich mal eine, die ich mir zuschreiben muss -, wenn Sie meinen, meine Augenfarbe zu kennen.

        Sie kennen sie nicht, wissen unter der zutreffenden Annahme, dass ich nicht gelogen habe lediglich, dass sie NICHT blau ist.

        Ansonsten:

        Wir sind uns zumindest der großen Linie nach einig.

        Offen ist, ob sich bargeldloses Zahlen flächendeckend (global) durchsetzt.

        Ich denke schon, aber weiß es natürlich auch nicht.

        Unabhängig davon:

        Wie ich Frau Susanne Finke-Röpke schon gesagt habe:

        Es wird IMMER auch einen Tauschhandel geben.

        Je nach den Umständen kann das mehr oder weniger der Fall sein, wird aber NIE aussterben.

        Das nachbarschaftliche „Ich mähe Deinen Rasen und Du hütest meine Kinder“ wird ganz sicher NICHT mit ZAHLUNGEN geregelt, ob Bargeld oder kein Bargeld:

        Es wird so geregelt, wie es oft genug geregelt wurde, seit es Rasen und Kinder gibt.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        Also braun können Ihre Augen selbstverständlich auch nicht sein. Welches Signal würde das denn im “Kampf gegen Rechts” senden? Das hätten Sie längst schon ändern lassen, wenn es früher mal der Fall gewesen wäre…

        “Es wird IMMER auch einen Tauschhandel geben. Je nach den Umständen kann das mehr oder weniger der Fall sein, wird aber NIE aussterben.”

        Ja. Und je mehr planwirtschaftliche und autoritäre Elemente der Staat in seine Politik übernimmt, desto mehr Tauschhandel gibt es.

        Das versuchte Ihnen Frau Finke-Röpke schon mit ihren Beispielen zu erklären, aber da sind Sie wohl zu grünäugig.

      • Mohnburg
        Mohnburg sagte:

        “Es wird abgeschafft werden, weil die Menschen VORTEILE darin sehen, bargeldlos zu bezahlen.”

        Die Bargelderhaltung steht in keinerlei Gegensatz zur Verwendung digitaler Bezahlmöglichkeiten!
        Wer will, der kann sich entscheiden.
        Wenn die Menschen seriös und vollumfänglich über die Vor- UND NACHTEILE aufgeklärt würden, sehe ich keine Mehrheit für eine Bargeldabschaffung. Leider scheitert es an einer breitenwirksamen Aufklärung auf ganzer Linie (wenige Ausnahmen ausgenommen, wie bto, Norbert Häring u.a.).

  5. Felix
    Felix sagte:

    Technisch ist die Diskussion hinter der Kurve: die Quantencomputer sind da und es gibt bereits erste Hochleistungscomputer, die jeden Code knacken und jeden private Key ausrechnen.
    In wenigen Jahren ist das vermutlich so gängig, dass wir aus Sicherheitsgründen gar nicht mehr digital bezahlen können.

    Antworten
    • Seuchenvogel
      Seuchenvogel sagte:

      Hallo,

      ich bin da wirklich völlig ahnungslos, aber wär es dann auch nicht so, dass dann die Sicherheitssysteme etc. ebenfalls von Quantencomputern geschützt werden?

      Antworten
      • Felix
        Felix sagte:

        Grundsätzlich schon. Aber mit den Quantencomputern startet das technische Wettrennen auf höherem Niveau neu. Und wir sind raus. Das Spiel wird sich zwischen den USA und China entfalten. Die USA haben die Nase dabei vorn.
        Es wird in den ersten Jahren ruppig werden, ähnlich wie der Kalte Krieg, bis sich ein “Gleichgewicht des Schreckens” herausgebildet hat – wenn das überhaupt passiert.
        Auf diesem Kampfplatz kommt es noch mehr auf Intelligenz und Disziplin an. Da traue ich den Chinesen mehr zu. Die Frage ist dann für die USA, ob sie ihre eigenen Stärken noch einmal ausspielen. Ich habe derzeit eher den Eindruck, dass die Jüngeren dort sich wie bei uns in einem Wolkenkuckucksheim eingenistet haben.

  6. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Unter digitalem Geld werden heute irritierenderweise unterschiedliche Dinge verstanden.

    – Ersatz für Zentralbankbanknoten (retail CBDC)
    – Zentralbankgeld im Verkehr mit Geschäftsbanken (wholesale CBDC)
    – Kryptowährungen (komplett unreguliert)

    (und de facto sind unser Giralgeld, die Konten der Geschäftsbanken bei den Zentralbanken und der ganze Kreditkarten-/ Paypal-/ usw.-Zahlungsverkehr ja auch längst digital)

    Im Moment wird staatlicherseits überwiegend über retail CBDC nachgedacht. Als Ergänzung zu Banknoten. Auch als anonymes Geld, auch mit offline-Zahlungsoption. Und voraussichtlich mit Mengenbegrenzung pro Person/Wallet/… (um das System der Geschäftsbanken nicht zu töten).

    D.h. ein solches Geld wäre vor allem Transaktionsgeld. Die Wertaufbewahrung muss ein anderes Medium leisten. Gold/Silber, Immobilien, Kunst usw. Evtl. auch Kryptos. Ist am Ende eine Frage der Größe der Gruppe, die daran glaubt. Und letztere nimmt trotz aller Widrigkeiten ungebremst zu.

    Die Frage der Werthaltigkeit des digitalen Euro vs. der Zentralbanknoten ist damit keine. Sie ist immer gleich, es handelt sich nur um andere Medien.

    Aber Bargeld wird schrittweise verschwinden, weil es für Geschäftsleute mit unnötigen Kosten (Aufbewahrung, Transport, Diebstahlgefahr etc.) verbunden ist.

    Stimme aber auch zu, dass es einen Bargeldersatz geben wird. Ob die Barter economy des Sozialismus allerdings als leuchtendes Beispiel taugt (Aal, Auto-Ersatzteile, …) sei dahingestellt.

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  7. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Zu Binswangers Begründungen, warum ein Bargeldverbot NACHTEILIG ist:

    1. Überwachung mit präferenzorientierter Angebotsüberflutung ist DEMOTIVIERUNG, Optionen zu erkunden und auszuprobieren.

    Treffend.

    2. ZUNEHMENDE Einflussnahme des Staates durch Informationsgewinn, „Soft-Repression“ durch KLASSIFIZIERUNG nach Akzeptanzverhalten.
    Treffend, aber das Problem NICHT voll erkannt.

    Darüber hinausgehend besteht die Gefahr staatlicher Einflussnahme, d. h. die REPRESSION bestimmtes Handeln durch SANKTIONIERUNGEN zu ERZWINGEN, z. B. zu konsumieren bei Androhung von Kontobesteuerung.

    Siehe @ Dr. Gerald Baumann – den Gang der Dinge bei Abschaffung des Bargelds der Tendenz nach UMFASSEND und RICHTIG beschrieben.

    3. Auswirkungen auf die Resilienz des Wirtschaftssystems sind dann NICHT mehr entscheidend, wenn das Wirtschaftssystem nicht mehr das jetzige ist, sondern ein bargeldloses, das DURCHGÄNGIG zentral gesteuert wird.

    Störungen und Manipulationen sind „Qualitäten“, über die JEDES Wirtschaftssystem verfügt, aber natürlich jeweils andere.

    Diese Argumentation trifft auf das gegenwertige Wirtschaftssystem zu, aber nicht notwendigerweise auf das, was uns vermutlich aus anderen Gründen erwartet.

    Unterm Strich:

    Wir laufen auf die Abschaffung des Bargelds zu und es wird sie irgendwann geben.

    Es wird sich so entwickeln, wie sich die Dinge IMMER entwickeln:

    Etwas, das im täglichen Tagesgeschäft VORTEILHAFT ist – und bargeldloses Bezahlen ist komfortabler und kostengünstiger – wird sich durch Akklamation DURCHSETZEN, zumal es von den Regierungen keinen Widerstand geben wird.

    Das ist so, weil Menschen nicht das SYSTEM und seine Veränderungen mit Blick auf die WIRKUNGEN bedenken, sondern nur auf Instant-Vorteile reagieren.

    Und ist einmal etwas umfassend ETABLIERT, ist es nicht mehr zu eliminieren.

    Antworten
  8. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    Digitales Geld hat keine Chance, wenn es die Wertaufbewahrungsfunktion nicht erfüllt. Man kann zwar den Leuten den Kauf von Dingen verweigern, aber man kann sie nur sehr schwer zwingen, dieses digitale Geld auch anzunehmen. Im Zweifel mache ich es wie meine Oma 1947: ich tausche nur.

    Beispiel: Ich bin Bäcker und soll statt Bargeld nur noch digitale Euros annehmen, die aufgrund hoher Inflation ständig an Kaufkraft verlieren. Was mache ich? Ich verkaufe so viel Ware gegen digitale Euros, bis ich ausreichend davon habe, um Grundsteuer, Brandversicherung, Einkommensteuer oder Krankenkasse davon zu bezahlen. Den Rest tausche ich gegen Waren, z.B. gegen Mehl, Gewürze, Paletten, Gaskartuschen, Folien, Tüten, die Leistung des Werbegrafikers, usw. Genauso beim Verkauf meines Gebrauchtwagens, bei Dienstleistungen wie Gebäudereinigung, und und und.

    Und dann gibt es die üblichen zwei Möglichkeiten eines Sozialismus: stahlharte Schwarzmarktverbote mit Hungertoten wie bei der Kulturrevolution in China oder in jüngerer Zeit in Nordkorea. Oder Gulaschkommunismus wie in Ungarn oder in Jugoslawien in den 80ern mit geduldeter Privatinitiative unter dem großen Radar. Das eine führt schnell zu relativer Verarmung, das andere zu totalem Elend. Und dann wird es irgendwann wie immer unter Jakobinern, Stalinisten, Maoisten, Roten Khmer, usw. zu bunt werden und das Volk wird für solides Geld auf die Straße gehen oder im Bürgerkrieg zerfallen. So ist das halt im Sozialismus immer, das wird auch im grünen Sozialismus nicht anders sein als im roten.

    Warten wir mal ab, wie es dieses Mal ausgeht. Da die Geschichte zeigt, dass die Leute aus der Geschichte nichts lernen, ist die Wiederholung so gut wie aller denkbaren Fehler sehr gut möglich.

    Antworten
  9. Thomas M.
    Thomas M. sagte:

    Vermutlich wird es verschwinden. Das liegt daran, dass die Bürger mehrheitlich sehr einfach gestrickt sind und nicht weit denken. Homo consumicus halt.

    Bargeld ist ein mächtiges Werkzeug, weil es den Bürger in seinen finanziellen Transaktionen frei macht von Finanzunternehmen und Staat. Kein Wunder, dass beide es hinderlich finden. Es ist mächtig für die Masse, WEIL es antiquiert und nicht-digital ist.

    Was die meisten anscheinend nicht kapieren: Es kann jeder Quatsch heute schon mit Karte, Phone oder anderen digitalen Services bezahlt werden. Das Bargeld hindert hier nicht. Aus der Präferenz für digitale Zahlungsmittel folgt in keiner Weise, dass das analoge Zahlungsmittel weg muss. Nur Dummies geben Macht ohne Not und Gegenleistung ab.

    Bargeld MUSS weiterhin existieren, damit man handels- und damit handlungsfähig bleibt, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen: Naturkatastrophen, Bürgerkrieg, repressive Staatsentwicklung, Cyberangriff etc. pp. Wer das für Spinnerei hält, ist schlicht wohlstandsverwöhnt. Auf den “feinen” Unterschied zwischen Bargeld und Einlage bei der Bank weise ich hier auch noch ergänzend hin.)

    Was als Argument pro Bargeld übrigens am besten zieht meiner Erfahrung nach: Das Narrativ, dass die Konzerne Bargeld weg haben wollen, weil sie (die Finanzunternehmen) dann bei jeder Transaktion gut verdienen und der Konsument transparent und besser manipulierbar wird.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Thomas M.

      >Bargeld MUSS weiterhin existieren, damit man handels- und damit handlungsfähig bleibt, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen: …>

      JA – im GEGENWÄRTIGEN System.

      Wenn sich das SYSTEM aber auf eine bestimmte VERFASSTHEIT hin verändert – und das ist MITZUDENKEN bei den MÖGLICHKEITEN der Digitalisierung und Vernetzung der Welt, auf der auch die Abschaffung des Bargelds beruht -, ist das LEBEN in grundlegenden Dimension eine anderes.

      Insoweit:

      Bargeld muss NICHT weiterhin existieren.

      Aber natürlich stimme ich Ihnen voll zu:

      >Aus der Präferenz für digitale Zahlungsmittel folgt in keiner Weise, dass das analoge Zahlungsmittel weg muss. Nur Dummies geben Macht ohne Not und Gegenleistung ab.>

      Antworten
  10. Bauer
    Bauer sagte:

    Keine Sorge, Bargeld – oder einen Bargeldersatz – wird es immer geben. Es wird genügend Staaten geben, die die Abschaffung nicht mitmachen (können/wollen). Man muss dann eben mobil genug sein, um dort am Barverkehr teilzunehmen.

    Auf See lacht nur Bargeld. Ich habe inzwischen 8 (i.W. acht) Kreditkarten, damit wenigstens eine funktioniert. Und muss Bargeld in beträchtlicher Höhe vorhalten, denn ein Schiff geniesst nicht den geringsten Kredit. Wer nicht sofort seine Rechnungen begleichen kann, kommt noch am selben Tag an die Kette.

    Wer Gold hat, kann damit immer und überall bezahlen, muss aber vorher die Transportfrage lösen. Sie ist lösbar.

    Solange die Menschheit dankbar ist für Trinkgeld in jeglicher Höhe, wird es jedenfalls Bargeld geben

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Bauer

      “Solange die Menschheit dankbar ist für Trinkgeld in jeglicher Höhe, wird es jedenfalls Bargeld geben”

      Trinkgeld ist ein schönes Stichwort!

      Wie viele Junglinke wohl immer noch für die Bargeldabschaffung sind, wenn sie begreifen, dass dann selbstverständlich jeder Cent Trinkgeld automatisch erfasst wird und versteuert werden muss? ;)

      Antworten
      • Mohnburg
        Mohnburg sagte:

        “Wie viele Junglinke wohl immer noch für die Bargeldabschaffung sind, wenn sie begreifen, dass dann selbstverständlich jeder Cent Trinkgeld automatisch erfasst wird und versteuert werden muss?”

        Sehr gutes neues Argument! Kommt gleich auf meine Liste!

    • Susanne Finke-Röpke
      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Bauer: Da bin ich auch ganz entspannt, denn jetzt haben wir den Einfluss der Kriminellen und Geächteten noch gar nicht berücksichtigt. Ob Drogenhandel, Prostitution, Schleuserkriminalität, Hehlerei, Waffenhandel – was auch immer an Branchen einen illegalen Zweig kennt, wird dafür sorgen, dass es ein Tauschmedium gibt. Und in Staat wird sich finden, der das Bargeld behält, weil es ihm bei der Refinanzierung nützt. Und wenn wir künftig alle nur noch mit britischen Pfundnoten unter der Matratze schlafen, irgendetwas wird als Substitut boomen. Was genau ist eigentlich egal.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Susanne Finke-Röpke

        Ja, es wird IMMER einen NATURALIEN-Tausch geben:

        Du baust für mich Cannabis an und ich für Dich Erdbeeren.

        Wir tauschen.

        Wie im Sozialismus – es wird nicht unbedeutend sein, aber auch nicht maßgebend.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ Frau Finke-Röpke

        >> “Was genau ist eigentlich egal.”

        Als Weitgereister habe ich immer wieder bestätigt gefunden, dass eine Währung, die nichts taugt, unter der Hand oder ganz offen ersetzt wird durch eine bessere. Gutes Geld verdrängt bekanntlich minderes. In ganz Osteuropa läuft der Euro um, sogar ganz offen. In der Karibik ist es der USD, denn die EC-$ taugen nur, um Gemüse zu kaufen. Selbst der Fischer will dort USD für seinen Lobster, um damit sein Fischerboot zu unterhalten. Seit der TRY so verfallen ist, war ich noch nicht wieder in der Türkei (COVID), aber schon vorher wollte niemand mehr die Lappen, sondern Euro.

        Und deshalb sind auch alle Überlegungen für eine Spaltung Nord-/Südeuro für die Katz, denn der Südeuro würde in kürzester Frist den Weg des TRY gehen, da in den betreffenden Ländern schon genügend (Nord-)euro umlaufen, und natürlich unter der Voraussetzung, dass D nicht zuvor den DEXIT wagt.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Wir tauschen. Wie im Sozialismus – es wird nicht unbedeutend sein, aber auch nicht maßgebend.”

        Na, na, na, “Drogenhandel, Prostitution, Schleuserkriminalität, Hehlerei, Waffenhandel” sind zusammengenommen Wirtschaftssektoren mit ganz erheblichen Umsätzen, insbesondere seit 2015.

        Und die haben keine Wahl, die müssen zum Tauschhandel zurück, wenn das Bargeld abgeschafft ist, ansonsten könnten sie sich ja gleich selbst anzeigen.

        Oder möglicherweise gibt es dann lustige Scheintransaktionen. Dann gibt es vielleicht Lieferdienste, die für eine Pizza 100 EUR abrechnen, aber eigentlich interessiert den Kunden das Tütchen Koks, das auch mit als Beipack im Pizzakarton steckt. Ist aber sicher nicht die Wunschlösung der organisierten Kriminalität, schon alleine, weil dann Umsatzsteuer fällig wird und man auch wieder irgendwo Fake-Kosten herbeibuchen muss, um nicht noch Ertragssteuern auf die Handelsgewinne zahlen zu müssen. Wobei… man könnte das ganze ja als grenzüberschreitende Lieferung aufziehen und in einem Niedrigsteuerland firmieren…

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >… Wirtschaftssektoren mit ganz erheblichen Umsätzen, insbesondere seit 2015.>

        Bei BARGELDLOSIGKEIT wird kontrollierende Staatsmacht ENTSCHEIDEN, welche Branchen es gibt und nicht gibt.

        Drogenhandel oder Waffenhandel wird es NICHT geben, wenn es NICHT gewollt wird.

        Bestimmte Tätigkeiten werden TOLERIERT werden, um die Systemakzeptanz nicht zu schwächen.

        Wahrscheinlich gehört dazu auch Prostitution.

        Der Verweis auf den Sozialismus meint:

        Wenn es MANGEL gibt, der NICHT nach den Systemregeln befriedigt werden kann, dann wird er AUSSERHALB dieser Regeln befriedigt, aber nur in dem Maß, das die Regeln nicht sprengt.

        Ein Fall der mir aus erster Hand bekannt ist:

        Eine junge Familie in der DDR brauchte eine neue Küche, hätte aber lange auf die „Zuteilung“ warten müssen.

        Musste sie nicht.

        Denn ein Sack Spargel wurde dorthin geliefert, wo über die Zuteilung entschieden wurde.

        Der Spargel bewirkte umgehende Lieferung der besten damals überhaupt verfügbaren Küche.

        Das PRINZIPIELL Neue über bargeldlosen Zahlungsverkehr hinaus:

        Im VOLLSTÄNDIG durchdigitalisierten Zeitalter heißt ENTSCHEIDEN, dass die MACHT bei denen liegt, die ALGORITHMEN ändern KÖNNEN.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Bei BARGELDLOSIGKEIT wird kontrollierende Staatsmacht ENTSCHEIDEN, welche Branchen es gibt und nicht gibt.”

        Falsch. Dann werden die Branchen entscheiden, ob sie in die Schattenwirtschaft mit Tauschhandel untertauchen, oder nicht.

        “Drogenhandel oder Waffenhandel wird es NICHT geben, wenn es NICHT gewollt wird.”

        Hahaha. Wenn die Regierung nicht will, dass es Kriminalität gibt, dann gibt es auch keine?

        Meinen Sie das ernst, oder wollen Sie mich veralbern?

      • Susanne Finke-Röpke
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Dietmar Tischer:

        die Staatsmacht entscheidet, ob es Drogen- oder Waffenhandel gibt? Selten so gelacht. Mit was werden Sie einen Polizisten wohl bezahlen, wenn sein digital gezahltes Gehalt keine Kaufkraft hat wie z.B. in Kolumbien oder in Mexico? Richtig, mit echten werthaltigen Dingen. Sie werden doch nicht glauben, dass sich in Deutschland ohne solides Geld innere Sicherheit und eine vernünftige Polizei und Justiz ohne Korruption dauerhaft aufrecht erhalten lässt? Das ist ja genau das Problem in vielen Ländern. Der Polizist hat die Wahl zwischen satten Kindern und Verweigerung von Bestechungsgeld. Wofür wird er sich entscheiden? Die Frage ist nicht trivial. Es ist eine große zivilisatorische Leistung in Mitteleuropa, dass wir nicht mehr bezahlte Söldnertruppen, Landsknechte, plündernde Horden und ähnliches haben, weil wir unsere Sicherheitskräfte mit echtem Geld ausreichend bezahlen. Wenn das wegfällt, wie reagiert dann das Personal? Schon heute verdienen Richter und Staatsanwälte im Vergleich zu anderen guten Juristen zu wenig, vor allem die Staatsanwälte in Bezug auf ihre Arbeitszeit, von Unteroffizieren und Mannschaftsdienstgraden bei der Bundeswehr nicht zu sprechen. Und der Trend zeigt nicht unbedingt in die richtige Richtung. Wie wollen Sie denn einen Computerspezialisten mit einem Gehalt als Oberleutnant nach A 10 Beamtenbesoldung mit vertieften IT-Kenntnissen in die Cyberabwehrtruppe der Bundeswehr locken, wenn er am privaten Arbeitsmarkt je nach Qualifikation zwischen dem Doppelten bis Dreifachen in Deutschland und dem fünffachen in Singapur oder den USA tätig werden kann. Und dann bekommt er sein Geld nicht in Hartgeld, sondern in politisch gesteuertem Digitaleuro? Ich sehe das als einen Irrweg an.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Susanne Finke-Röpke, @ Richard Ott

        Sie lesen NICHT, was ich gesagt habe.

        Als BRANCHE wird es keinen Waffenhandel oder keinen Drogenhandel geben, wenn es der Staat nicht will.

        Ich habe NICHT gesagt, dass keine Droge und keine Waffe den Besitze wechselt.

        @ Susanne Finke-Röpke

        >Mit was werden Sie einen Polizisten wohl bezahlen, wenn sein digital gezahltes Gehalt keine Kaufkraft hat wie z.B. in Kolumbien oder in Mexico?>

        Das ist eine Annahme auf Basis spezieller sozio-ökonomischer Gegebenheiten, die NICHT notwendigerweise für JEDE bargeldlose Wirtschaft gelten MUSS.

        Es dient der Diskussion nicht, wenn mit WILLKÜRLICH herbeigezerrten Annahmen argumentiert wird, auch wenn diese NICHT ausgeschlossen sind.

        @ Richard Ott

        >Wenn die Regierung nicht will, dass es Kriminalität gibt, dann gibt es auch keine?

        Wer redet von KEINE?

        Sie, weil Sie mal WIEDRE meine Aussage missinterpretieren.

        Ich REDE von einer VÖLLIG anderen Gesellschaft, in der DURCHGÄNGIG das gesamte Leben KONDITIONIERT ist, weil BELIEBIGE sanktioniert werden kann.

        Das muss nicht so sein, es KANN aber aufgrund der technologischen MÖGLICHKEITEN, auf denen auch die Abschaffung des Bargelds beruht, durchaus REALISTISCH sein.

        Erfinde ich das, oder haben das nicht schon andere ANSATZWEIS gedacht, etwa Orwell mit „1984“?

        Nehmen sich noch Huxleys „Schöne neue Welt“ dazu – die direkt Manipulation der Gehirne –, dann haben Sie das Szenario, von dem ich rede.

        Es geht bei der Abschaffung des Bargelds NICHT nur um die Eliminierung von Metallchips und Baumwollschnipseln.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        Herr Tischer, sind Sie wirklich so naiv, oder haben Sie sich vergaloppiert und versuchen jetzt irgendwie Ihre Position zu retten?

        “Als BRANCHE wird es keinen Waffenhandel oder keinen Drogenhandel geben, wenn es der Staat nicht will.”

        Einen offiziellen Branchenverband der Drogenhändler gibt es auch heute nicht (obwohl das mal eine Idee für die Berliner Grünen wäre – Volker Beck könnte man gleich zum Verbandspräsidenten machen, der hat Zeit und kennt aus), aber trotzdem erzielen viele Leute mit dieser illegalen Aktivität ihr Einkommen.

        Und das wird sich auch nach einer Bargeldabschaffung nicht ändern, die Gewinnspannen in dieser “Branche” sind viel zu hoch als dass dort keine Umgehung für die Bargeldzahlung gefunden werden würde.

        Ansonsten:

        “Es dient der Diskussion nicht, wenn mit WILLKÜRLICH herbeigezerrten Annahmen argumentiert wird, auch wenn diese NICHT ausgeschlossen sind. ”
        vs.
        “Nehmen sich noch Huxleys ‘Schöne neue Welt’ dazu – die direkt Manipulation der Gehirne –, dann haben Sie das Szenario, von dem ich rede.”

        Direkte Manipulation der Gehirne?? Sie denken an eine Art Insektenstaat, für den das Attribut “totalitär” schon fast eine Verharmlosung darstellt? Mit einer freiheitlichen Demokratie hätte so eine Gesellschaft rein gar nichts mehr gemeinsam.

        Vielleicht mutiert vor der Bundestagswahl ja auch noch Angela Merkel und beginnt, wie eine Ameisenkönigin das Verhalten ihrer Untertan*innen durch Pheromone zu steuern?

        Dann könnte ich mir sogar vorstellen, dass die Kriminalität tatsächlich aus der Gesellschaft verschwindet – nicht “ausgeschlossen”, aber auch nicht so wahrscheinlich, dass sich eine Diskussion über dieses Szenario lohnt…

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Es ist wieder einmal mühsam, UNNÖTIG mühsam mit Ihnen.

        >Einen offiziellen Branchenverband der Drogenhändler gibt es auch heute nicht…>

        Von offiziell habe ich nicht gesprochen.

        Ich habe „Branche“ auch nicht in dem Sinn gebraucht, in dem es in den Wirtschaftswissenschaft gemeinhing gebraucht wird.

        Was ich rüberbringen will, und meine für VERSTÄNDISVOLL darauf eingehende Leser auch rüber gebracht zu haben:

        Mit den TECHNISCHEN Mitteln, die ein Staat zur Verfügung hat, wenn er das Bargeld als Zahlungsmittel abschafft, hat er auch die MÖGLICHKEIT bestimmte realwirtschaftliche Effekte zu erzielen, z. B. den illegalen Waffen- oder Drogenhandel massiv zu beschneiden.

        Um gleich das nächst Missverständnis auszuräumen:

        Ich sage NICHT, dass das ein GRUND ist, bargeldloses Zahlen zu forcieren oder durchzusetzen.

        Ich sage vielmehr, dass dies MÖGLICH ist, wenn das Bargeld abgeschafft ist – als FOLGE also.

        Zur meiner These von der Möglichkeit gehört auch – von Ihnen natürlich überlesen –, dass ein solcher Staat SANKTIONSMÖGLICHKEITEN hat, mit denen wir in unserer Gesellschaft Gott sei Dank nicht rechnen müssen:

        Wer notorisch außerhalb der vorgeschrieben Regeln agiert, wird an die Wand gestellt.

        Ich habe keine Statistiken und wahrscheinlich gibt es auch keine belastbaren darüber, ob in totalitären Staaten, etwa in den sozialistischen nach WK II z. B. die Rate der Schwerstkriminalität geringer war.

        Ich nehme es aber an.

        Ziemlich sicher bin ich mir, dass es die Drogenprobleme der westlichen demokratischen Gesellschaften nicht gegeben hat.

        Wie auch immer, ich finde es abwegig, wie Sie über die Beeinflussbarkeit menschlicher Gehirne hinwegsehen.

        Mein Eindruck, der allerdings kein fundierter ist:

        Wir stehen vermutlich noch nicht mal richtig am Anfang, aber unendlich viel diesbezüglicher Möglichkeiten ist bereits absehbar.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        >Wie auch immer, ich finde es abwegig, wie Sie über die Beeinflussbarkeit menschlicher Gehirne hinwegsehen.
        >Mein Eindruck, der allerdings kein fundierter ist:
        >Wir stehen vermutlich noch nicht mal richtig am Anfang, aber unendlich viel diesbezüglicher Möglichkeiten ist bereits absehbar.

        Ich hatte vor einigen Jahren hier einen besonders lichten Moment – den Post finde ich nie und nimmer mehr – in dem ich die *individualisierten* Manipulationsmöglichkeiten durch Social Media in Kombination mit KI-gesteuerterm Content erfasste.

        Die Maschine beobachtet und klassifiziert das Individuum. Passend zur Persönlichkeit, Intellekt und Einstellung wird Content gezeigt – inkl. der anderer meinungsbildender Schreiber – der die Einstellung formt.

        Das Individuum bekommt von dieser Manipulation nicht einmal etwas mit. Bei ausreichender Sozialkompetenz erahnt man schnell, wenn man von einem einzelnen Menschen manipuliert wird. Aber bei einem maschinell kreierten Umfeld, in dem man sich bewegt, ist das ungleich schwieriger – zumal wenn man nicht über den Tellerrand guckt.

        Nun macht man aus einem Linken i.d.R. keinen Rechten und umgekehrt, aber bestehende Neigungen lassen sich formen und festigen und in Details zur Grundpräferenz passende Einstellungen und Überzeugungen neu bilden. Die (mein Eindruck) Radikalisierung der letzten Jahren bei z.B. sozialistischen, ökologischen und nationalistischen Bewegungen wurde durch soziale Medien stark begünstigt und zeigt den Hub auf, den diese Medien haben. Wem die Plattform gehört bzw. wer diese kontrolliert, kann die Richtung *gezielt* vorgeben jenseits von den ohnehin schon existierenden Meme-Feedbackschleifen (“going viral”). Eine ungeheure Machtkonzentration zur Lenkung der Menschen.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Thomas M.

        >… in dem ich die *individualisierten* Manipulationsmöglichkeiten durch Social Media in Kombination mit KI-gesteuerterm Content erfasste.
        Die Maschine beobachtet und klassifiziert das Individuum.
        Passend zur Persönlichkeit, Intellekt und Einstellung wird Content gezeigt.>

        Ich habe nicht die Kompetenz, dazu KONRET etwas zu sagen.

        Es gibt aber TENDENZEN, die einen ahnen lassen, wohin die Reise geht:

        Zum einen wird KI immer differenzierter leistungsfähig – WELCHE Signale u. a. aus dem Gehirn können WIE mit WELCHEN Algorithmen rückgekoppelt u. a. WELCHES Handeln auslösen?

        Zum andern gräbt sich die Gehirnforschung immer tiefer in die Funktionalität des Gehirns ein – WIE kommen WOLLENS-Entscheidungen zustande und mit WELCHEN Signalen von außen kann man das Handeln, das derartiges Wollen aktiviert, beeinflussen?

        Die Kombination macht’s.

        Letztendlich mit dem möglichen ZIEL:

        NICHT passend zur Persönlichkeit, sondern die Persönlichkeit PASSEND machend für Handeln im Sinne von Zielen, die als übergeordnet ausgegeben werden.

        Die Abschaffung von Bargeld?

        Ein NEBENPRODUKT der TECHNOLOGIEN, die man zur Verfügung hat und verfeinert, um obige Ziele zu verfolgen.

        Man muss die sich REAL abzeichnenden Möglichkeiten denken.

        “Die geheimen Verführer” ist der Titel eines Sachbuchs aus dem Jahr 1957, in dem Vance Packard die manipulative Werbung für Kaufentscheidungen kritisiert.

        Der Untertitel lautete “Der Griff nach dem Unterbewusstsein in jedermann”.

        Kann irgendjemand auch nur glauben, dass HEUTE, mehr als 60 Jahre später ein derartiger Griff UNATTRAKTIVER geworden ist?

        Ist er nicht, aber er wird zukünftig EFFEKTIVER und KOSTENGÜNSTIG universell einsetzbar werden.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        “Was ich rüberbringen will, und meine für VERSTÄNDISVOLL darauf eingehende Leser auch rüber gebracht zu haben”

        Wenn Sie einen Diskussionspartner suchen, der einfühlsam und “verständnisvoll” ist, dann sollten Sie besser nicht mit mir sprechen. Aber das haben Sie bestimmt nicht erst gestern bemerkt, oder?

        “Mit den TECHNISCHEN Mitteln, die ein Staat zur Verfügung hat, wenn er das Bargeld als Zahlungsmittel abschafft, hat er auch die MÖGLICHKEIT bestimmte realwirtschaftliche Effekte zu erzielen, z. B. den illegalen Waffen- oder Drogenhandel massiv zu beschneiden.
        (…)
        Ich sage vielmehr, dass dies MÖGLICH ist, wenn das Bargeld abgeschafft ist – als FOLGE also.”

        “Möglich” ist immer vieles. Eine zwingende Folge erkenne ich aber nicht.

        Sie unterschätzen total, wie stark die organisierte Kriminalität für ihre Kunden daran arbeiten wird, alternative “Zahlungsverfahren” zur Verfügung zu stellen.

        “Wer notorisch außerhalb der vorgeschrieben Regeln agiert, wird an die Wand gestellt.”

        Klar, wenn der Staat jeden Kriminellen “an die Wand stellt”, dann kann er eine Menge erzwingen. Dazu muss er aber die Kriminellen erstmal fangen und dann tatsächlich an die Wand stellen und erschießen, einfach nur das Bargeld verbieten reicht dazu nicht. Die Kriminellen werden sich auch nicht freiwillig erschießen lassen. Und wenn schon die Abwicklung von alternativen Zahlungsmethoden illegal wird, sinkt auch die Hemmschwelle, dann auch noch mit illegalen Waren oder Dienstleistungen zu handeln – insbesondere dann, wenn der totalitäre Staat sowieso jeden Kriminellen an die Wand stellt.

        Erinnern Sie sich noch an den riesengroßen Erfolg mit der Prohibition in den USA? Wie hat sich die Kriminalität entwickelt, nachdem ein paar wohlmeinende Gutmensch*innen (tatsächlich meistens Frauen) dort das Alkoholverbot durchgesetzt hatten?

        “Ich habe keine Statistiken und wahrscheinlich gibt es auch keine belastbaren darüber, ob in totalitären Staaten, etwa in den sozialistischen nach WK II z. B. die Rate der Schwerstkriminalität geringer war.”

        Belastbare offizielle Statistiken darüber kann es schon deshalb nicht geben, weil gemäß der wissenschaftlichen Lehre vom Marxismus-Leninismus die Kriminalität in der sozialistischen Gesellschaft viel niedriger sein muss als im ausbeuterischen Kapitalismus…

        “Ziemlich sicher bin ich mir, dass es die Drogenprobleme der westlichen demokratischen Gesellschaften nicht gegeben hat.”

        Kommt auf die Art der totalitären Gesellschaft an. Unter der Taliban-Herrschaft in Afghanistan gab es deutlich weniger Drogenanbau als nach der “Befreiung” des Landes durch die NATO-Allianz. Das hat allerdings ideologische Gründe (islamistische Fundamentalisten mögen keine Rauschmittel) und politische Gründe (die CIA benutzt Drogenhandel seit Jahrzehnten, um ihre schwarzen Kassen zu füllen) – ein Bargeldverbot gibt es in Afghanistan nicht.

        Und in den sozialistischen Ländern des Ostblocks waren importierte Drogen schwer zu bekommen, aber dafür war der Alkohol superbillig und die Leute haben sich totgesoffen statt totgespritzt. Das war ja einer der Gründe, wieso die Lebenserwartung deutlich niedriger war als im Westen, hier ein noch eher harmloses Beispiel:

        https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/Bilder/S37-Lebenserwartung-Alter-65-Geschlecht-West-Ost-ab-1958.jpg;jsessionid=BA21C380B6630278EA46C038858804D5.1_cid380?__blob=normal&v=4

        (Schauen Sie sich mal die gleichen Zahlen für russische Männer an, wenn Sie sich gruseln wollen…)

        @+ Thomas M.

        Vielleicht sollten wir uns einigen, ob wir bei “direkte Gehirnmanipulation” über Propaganda oder über Ideen wie die Soma-Droge aus “Schöne Neue Welt” und ihre realen Pendants (Ritalin? Psychopharmaka?) sprechen.

        Das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott: Ich beziehe mich nur auf (neutral formuliert) Manipulation durch Informationen. Zur direkten Manipulation durch Substanzen oder gar invasive Eingriffe (“Chipping”): da bauchen wir uns bis auf weiteres keine Sorgen zu machen – zumindest nicht, dass damit Verhalten *fein* gesteuert wird. Unsere Gehirne sind zu komplex und die Unterschiede zwischen einzelnen Individuen (inter-individuelle Varianz) im Aufbau beachtlich.

        Die Beeinflussung durch Medien ist hingegen allgegenwärtig und in der Feinsteuerung geht m.E. noch einiges. Wenn das Handy erst mal erkennt, ob man down oder up ist oder gerade besonders empfänglich für emotional verstärkte Botschaften und diese dann gezielt spielt… und dann mit Mimikanalyse und biologischen Messgrößen dank Fitnesstracker in Echtzeit prüft, wie die Sachen ankommen und nachsteuert.

        Der beste “Schutz” ist dann vielleicht noch, dass sich das monetarisieren lassen muss und daher die Konsumindustrie schon alle Slots für diese optimierte “Werbung” bucht und für andere mit größeren Plänen nichts mehr übrig ist oder sie das Geld nicht haben :>

        Beeinflussung ist eine normale Sache im menschlichen Miteinander. Die Gefahr liegt in der Asymmetrie, wenn einige wenige viele manipulieren. Technologie kann diese Asymmetrie verstärken sowohl in Reichweite als auch Wirksamkeit.

  11. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    “, um totale Transparenz über sämtliche Zahlungsaktivitäten der Bewohner eines Landes zu erlangen. Das erleichtert dem Staat die Steuern einzutreiben, aber nicht nur das. Man kann dann Menschen mit ‘verdächtigem’ Zahlungsverhalten gleich erkennen und präventiv ausspionieren.”

    In der primitiv-sozialistischen DDR wurden einzelne Banknoten und andere interessante Dokumente noch mit radioaktiven Substanzen präpariert, damit die STASI nachverfolgen konnte, wann und wo mit ihnen bezahlt wurde beziehungsweise wer mit ihnen in Kontakt kam:

    “Als Fallbeispiel für Markierungen nannten die Wissenschaftler Geldscheine, die in Briefen verschickt wurden und der Aufklärung von Postdiebstählen dienen sollten. Ein Schein habe eine Strahlung von 200 Rem (vier Sievert) verursacht. Zum Vergleich: Die mittlere jährliche Strahlenbelastung eines Bundesbürgers beträgt vier Milli- Sievert.”

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gauck-stasi-setzte-radioaktive-stecknadeln-ein-a-69457.html

    (Ich persönlich vermute ja, dass die Gauck-Behörde bei dem Beispiel mal wieder verharmlosende Märchen erzählt – vier Sievert reichen locker aus, um einen Menschen umzubringen, aber nehmen wir es mal so hin…)

    Ist doch schön, dass das Ausspionieren bald rein digital funktionieren soll. Da können auch die Grünen reinen Gewissens zustimmen, die verbliebenen DDR-Bürgerrechtler haben sie ja schon längst aus ihrer Partei herausgeekelt.

    Wir schaffen das!

    Antworten
    • markus
      markus sagte:

      @RO:
      Selbst wenn die DDR nicht sonderlich zimperlich bei Radioaktivität war (was ich nicht weiss, mir aber vorstellen könnte): 4 Sv kann nie und nimmer stimmen. Da sind wir schon weit weit im Bereich deterministscher Strahlenschäden mit hoher Wahrscheinlichkeit daran zu versterben.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @markus

        “Selbst wenn die DDR nicht sonderlich zimperlich bei Radioaktivität war (was ich nicht weiss, mir aber vorstellen könnte)”

        Zimperlich war der DDR-Geheimdienst definitiv nicht. Der Anlass für die damalige Untersuchung auf die sich der SPIEGEL-Artikel bezieht war ja der Tod von Jürgen Fuchs und der von Rudolf Bahro, die beide relativ jung an ungewöhnlichen Formen von Blutkrebs starben, was damals den Verdacht wachsen ließ, dass die DDR radioaktive Stoffe bei der Überwachung, “Markierung” und Bekämpfung ihrer Gegner einsetzte.

        Ansonsten stimme ich Ihnen zu. Soweit ich weiß, bekommt man schon mit hoher Wahrscheinlichkeit die Strahlenkrankheit, wenn man 1 Sv abkriegt.

        Aber um jemanden umzubringen, wäre dieser Geldschein ein hervorragendes Werkzeug gewesen – allerdings nicht besonders unauffällig, dafür ist seine Strahlenbelastung schon wieder zu hoch.

  12. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Mein Großvater hat mir noch beigebracht, wie man ein Pferd anspannt, verbunden mit dem Hinweis, dass man ja nie weiß, wie zuverlässig die automobile Technologie ist. Das mag in Zeiten von Trabant und Wartburg auch seine Berechtigung gehabt haben. Gebraucht habe ich es NIE.

    Insofern – Entwicklungen lasse sich nicht aufhalten und die digitalen Währungen werden kommen, Bargeld wird verschwinden. Das ist ein Gewohnheits-/Generationenthema.

    Im Übrigen zeugt die Aussage, dass alle Transaktionen nachvollziehbar seien und der Staat überwachen möchte, von Unverständnis gegenüber technologischen Möglichkeiten. (Chinas Regierung kann bereits heute nahezu alle Transaktionen der Bürger via WeChat et al. nachvolliehen, führt aber TROTZDEM den digitalen Yuan ein.)

    Für Interessierte hier ein Link zu Diskussionen um die Themen bei digitalem Bargeld. Ab ca. 02:03:00. Gern auch den davor. Ab ca. 01:42:20

    https://clicks.eventbrite.com/f/a/vWOnj1inGmmBwdLWM7iokA~~/AAQxAQA~/RgRilYTPP0RdaHR0cHM6Ly9mcy5jbG91ZC5wYW5vcHRvLmV1L1Bhbm9wdG8vUGFnZXMvVmlld2VyLmFzcHg_aWQ9NjJhMjhkN2QtMjdjNi00NTgyLWE3ZWItYWQxODAwZDJlNTllVwNzcGNCCmCuT1G0YH9rNcFSGHRpbGwua25vcnJAaWFiYy5kYnVhcy5kZVgEAAAAAA~~

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Stoertebekker

      “Insofern – Entwicklungen lasse sich nicht aufhalten und die digitalen Währungen werden kommen, Bargeld wird verschwinden. Das ist ein Gewohnheits-/Generationenthema.”

      Nein, es ist ein Freiheitsthema.

      Entwicklungen, die schlecht sind, muss man aufhalten. Soll man sie laufen lassen, nur weil es neue Entwicklungen sind, egal wie dumm?

      Wissen Sie übrigens noch, was angeblich weder Ochs und Esel in seinem Lauf aufhalten konnten? Der Spruch war ein echter Kollektivisten-Klassiker, den hatten sogar die Nationalsozialisten schon im Sortiment:

      https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA

      “(Chinas Regierung kann bereits heute nahezu alle Transaktionen der Bürger via WeChat et al. nachvolliehen, führt aber TROTZDEM den digitalen Yuan ein.)”

      Sie sind wirklich naiv.

      Die wirklich interessanten Transaktionen werden garantiert nicht über WeChat abgewickelt.

      Das wäre ungefähr so dumm, wie wenn man sich in der Papiergeld-Welt eine Quittung für eine Schmiergeld-Zahlung ausstellen lassen würde.

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @R Ott

        Da sind wir unterschiedlicher Meinung. Bargeld ist schlicht zu teuer und ineffizient. Allein deswegen wird es ersetzt – von den betroffenen Händlern/ Geschäftsleuten.

        Supermärkte und Tankstellen haben heute schon keine Lust mehr auf diesen ganzen teuren Werttransport-Kram und geben es Ihnen nach dem Einkauf als Abhebung gern wieder mit nach Hause. Macht die Kassen leerer und den Hinterher-Prozess weniger aufwändig. Als nächstes kommen Aufschläge für Bargeld oder Rabatte für elektronische Zahlungen. Ganz langsam geht da die Luft raus.

        Bzgl. der wirklich wichtigen Transaktionen – dafür ist Bargeld ebenfalls immer weniger hilfreich, die kleinen Scheine machen große Summen halt unhandlich (CHF geht natürlich noch, aber CNY in 100ern ist extrem lausig).

        Bisher war Bitcoin die Alternative, seit gestern ist das auch vorbei. Aber es gibt schon Kryptos, die tatsächlich zu Anonymität führen – werden irgendwann vermutlich aber auch verboten. Und dann sind wir wieder bei Gold o.ä.

        Die Freiheit wird doch nicht von Bargeld definiert. Private digital money gibt für kleinere Beträge ähnliche Spielräume, und ansonsten wird es eben Gold etc. wie noch bei unseren Großeltern. Das Zentralbankgeld als universelle Banknote (im Gegensatz zu Banknoten der einzelnen Geschäftsbanken) ist ja nun auch noch keine so alte Erfindung. Wir finden was Neues, die Vorstellung von sicherer Geldanlage hat sich ja auch von Gold über Staatsanleihe zu Immobilie/konservativer Aktie verschoben.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Stoertebekker:

        Und wie kommen Sie anonym zu einer anonymisierten Währung wie Gold oder Cryptos, wenn Sie kein anonymes offizielles Zahlungsmittel haben? Da ist Ihre Lücke…

        Sie brauchen ein anonymes *gesetzliches* Zahlungsmittel, um überhaupt aus dem letztlich überwachten oder überwachbaren gesetzlichen System anonym rauszukommen. (Einmal davon ausgehend, dass man einen Job hat, den man nicht in der Tauschwirtschaft ausüben kann.)

        >Da sind wir unterschiedlicher Meinung. Bargeld ist schlicht zu teuer und ineffizient. Allein deswegen wird es ersetzt – von den betroffenen Händlern/ Geschäftsleuten.

        Nur weil’s manchen unbequem ist, folgt daraus nicht, dass man Bargeld abschaffen muss! Resilienz ist doch so ein Business-Buzzword… gilt hier auch.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Thomas M.

        Da ist keine Lücke.

        a) Das digitale gesetzliche Zahlungsmittel (digital Euro RETAIL) kann anonym gestaltet werden. Dazu der Link oben. Lösungen sind noch nicht da, aber in der Diskussion.
        b) Für private Transaktionen brauche ich KEIN gesetzliches Zahlungsmittel. Sie würden mir für Goldmünzen ja auch was verkaufen.
        c) Stellen Sie sich das so vor, dass Sie statt am Geldautomaten das Zentralbankgeld zu ziehen eine Überweisung von Ihrem Girokonto auf das digitale Zentralbankgeldkonto durchführen. Danach ist alles gleich. Einmal anfassbar, einmal nur auf dem Display.

        Zur Bargeldabschaffung – reine Effizienzüberlegungen führen da hin. So wie Gold durch Banknoten für den praktischen Zahlungsverkehr ersetzt wurde. Unsere Interessen als Privatakteure interessieren die Politiker und deswegen wird das auch noch eine Zeit weiterlaufen. Aber Geschäftsleute, die unter Effizienzdruck stehen, können sich das nicht leisten.

        Bankfilialen und Bankangestellte nehmen ja auch rapide ab, obwohl die älteste Bevölkerungskohorte das nicht gut heißt. Meine Kinder haben noch nie ne Bank von innen gesehen, aber mittlerweile erklecklichen (digitalen) Zahlungsverkehr.

        Und wer einmal in China per WeChat beim Straßenhändler bezahlt und Tip gegeben hat, weiß wie komfortabel das ist. Bequemlichkeit siegt – egal, was die Alten sagen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        “a) Das digitale gesetzliche Zahlungsmittel (digital Euro RETAIL) kann anonym gestaltet werden. Dazu der Link oben. Lösungen sind noch nicht da, aber in der Diskussion”

        Kommen Sie damit wieder, wenn es eine Lösung tatsächlich gibt.

        Ich bezweifle, dass der Staat überhaupt Interesse an so einer Lösung hätte. Der würde sie sofort verbieten oder verlangen, dass für ihn eine Hintertüre eingebaut wird, um doch jeden ausspähen zu können. Am Beispiel Kryptographie und Massenüberwachung der Kommunikation durch Geheimdienste haben Sie doch in den letzten Jahrzehnten gesehen, wie gierig der Staat unsere Daten absaugt und wie wenig ihn dabei irgendwelche Grundrechte interessieren.

        Sie sind sehr staatsgläubig. Können Sie sich überhaupt nicht vorstellen, dass der Staat eines Tages Dinge tun könnte, mit denen Sie gar nicht einverstanden sind, und wogegen Sie sich nur sehr schlecht wehren könnten, falls der Staat einfach so ihre Geldbörse lahmlegen kann?

        “Zur Bargeldabschaffung – reine Effizienzüberlegungen führen da hin.”

        Effizienz ist halt nicht das einzige Kriterium, auf das es ankommt.

        “Die Freiheit wird doch nicht von Bargeld definiert. Private digital money gibt für kleinere Beträge ähnliche Spielräume, und ansonsten wird es eben Gold etc. wie noch bei unseren Großeltern. Das Zentralbankgeld als universelle Banknote (im Gegensatz zu Banknoten der einzelnen Geschäftsbanken) ist ja nun auch noch keine so alte Erfindung. Wir finden was Neues, die Vorstellung von sicherer Geldanlage hat sich ja auch von Gold über Staatsanleihe zu Immobilie/konservativer Aktie verschoben.”

        “Sicher”? Sie vermischen hier offenbar die Ideen “wertstabil” und “privat”, das sind aber auch 2 völlig unterschiedliche Dinge.

        Als vor ein paar hundert Jahren die Banknoten erfunden wurden, hätte sich niemand vorstellen können, dass ein Fürst (wohl eher ein Tyrann…) die Fähigkeit dazu haben könnte, zu protokollieren, was jeder jeden Tag wo und von wem kauft. Heute sind wir technisch so weit, dass das mit relativ kleinem Aufwand ginge, nach Bargeldverbot sogar ohne Fluchtmöglichkeit aus dem System, und der Tyrann könnte die Daten auch automatisiert auswerten.

        In so einer Welt will ich aber nicht leben, egal wie “ineffizient” das Hantieren mit Papiergeld dann ist.

      • weico
        weico sagte:

        @Stoertebekker

        “Zur Bargeldabschaffung – reine Effizienzüberlegungen führen da hin. ”

        Sicherlich. Aber dazu braucht es KEIN staatliches Verbot bzw. keinen gesetzlichen Zwang . Vertragsfreiheit zwischen Handelspartner sollte reichen . Kein staatlicher Zwang/Gesetz usw. ,ob BAR oder NICHT , sondern dispositives Recht soll gelten.

        Auch in der Schweiz ist Bargeldthematik ein Thema ,aber eher im umgekehrten Sinn. Im “Land der Tausendernoten” ist Abschaffung von Bargeld eh kein ernstzunehmendes Thema.

        Es gab aber Anfragen (Interpellationen und Postulate) an den Bundesrat ,Barzahlungen in der Bundesverfassung stärker zu verankern.

        Der bundesrätliche Stellungsnahme war klar :
        VERTRAGSFREIHEIT geht vor.. und steht über allem anderen.

        https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203365

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @R Ott

        Weder bin ich staatsgläubig (dachte, das hätten wir schon hinter uns) noch vertraue ich irgendeiner öffentlichen Stelle (schlechte Erfahrungen von Stasi bis Finanzamt) noch heiße ich irgendeine dieser digitalen Varianten gut oder schlecht. Weiß gar nicht, warum das immer wieder gesagt werden muss.

        Mich INTERESSIERT die Entwicklung, damit ICH MICH darauf einstellen, vorbereiten und vorsorgen kann. Und alle möglichen “wird nicht kommen” sind zwar nett, aber helfen MIR nicht weiter. Das kann bei Ihnen anders sein. Ist doch fein.

        Meine Posts sind für die gedacht, die ebenfalls verstehen wollen, was da gerade abgeht. Die Bewertung kann dann jeder für sich machen.

        In jedem Fall ist das ein hochspannendes Feld. Und wenn die Lösungen da sind bzw. kurz vor der Einführung, ist’s zu spät. Genau deswegen verfolge ich das JETZT mit.
        (und fuchse mich im Übrigen auch in Krypto ein – denn was immer da passiert, ganz verschwinden wird das nicht mehr)

        Und nochmal der Link, damit Sie sehen, wer sich alles mit CDBC beschäftigt

        https://cbdctracker.org/

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Stoertebekker

        Damit wir nicht aneinander vorbeischreiben:

        WENN Bargeld abgeschafft wird (darum dreht sich der Inhalt des heutigen Themas)
        UND eine digitale anonyme Alternative entwickelt werden KANN (also nicht existiert)
        IST die von mir beschriebene Lücke vorhanden (bzw. wir dann vorhanden sein) .

        Das ist mein Argument.

        Die Bequemlichkeit und dadurch Verdrängung steht ja nicht zur Diskussion. Aber wie oben von mir klar beschrieben, gibt es sehr gute Gründe an einem nicht-digitalen, anonymen gesetzlichen Zahlungsmittel festzuhalten und die gezielte Abschaffung als Bürger *kategorisch* abzulehnen. In Sachen Freiheit und Kontrolle ist Bequemlichkeit in aller Regel ein sehr schlechtes Leitmotiv.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Thomas M.

        Ihr WENN DANN ist natürlich richtig. Die aktuellen Diskussionen laufen aber auf eine (vorerst?) ERGÄNZUNG des Bargelds durch eine gleichwertige digitale Variante hinaus.

        Die Einführung wird sich bei uns so schnell niemand trauen, weil nicht klar ist, welche Konsequenzen das für Geschäftsbanken hat. Die Schweiz hat u.a. deswegen erstmal vom eFranken Abstand genommen.

        Sobald es eine technische Lösung für Anonymität und offline-Zahlung gibt (wird zügig kommen, da SEHR viele dran arbeiten), kann man zwischen beiden Systemen wechseln.

        Und dann ist die Welt nicht anders als heute – man verdient sein Geld, hat sein (Geschäftsbanken)konto und kann erst dann in die Anonymität abspringen – ins Bargeld oder ins digitale Geld. (kleinere Betriebe/Handwerker natürlich schon vorher)

        Ansonsten haben wir aber schon heute Beschränkungen beim Goldkauf oder (offiziellen) Bezahlvorgängen. Und das wird noch weiter verschlechtert – ganz ohne digitales Geld…

  13. Dr. Gerald Baumann
    Dr. Gerald Baumann sagte:

    Die digitale Währung wird nicht nur zur Überwachung eingesetzt werden. Der nächste logische Schritt ist, die Konvertibilität einzuschränken. Am einfachsten kann man zunächst Käufe bestimmter Assets, z.B. Gold damit ausschließen. Erlaubt sind nur Staatsanleihen aber keine Aktien. Danach wird man es personalisieren. Du kannst damit Lebensmittel kaufen, weil aber dein CO2-Budget verbraucht ist kein Benzin. Wer das zu Ende denkt, erkennt sofort die Schaffung totaler Kontrolle in allen Lebenssituationen. Ein Traum für Politiker. In China bereits Realität!

    Antworten
    • Frederic Sent
      Frederic Sent sagte:

      Ja, so ist es. Das Wichtigste aber: Nur mit digitalem Geld können höhere Minuszinsen durchgesetzt werden! Gebe das Geld bis X aus, sonst wird es Y Prozent weniger sein. Unbegrenzte “Spielmöglickeiten” für die Notenbanken und Regierungen…

      Antworten
  14. foxxly
    foxxly sagte:

    …… die gesellschaft soll auf die abschaffungs-strategen, mit geldersatz, mit naturaltausch, oder mit phys. fremdwährungen, antworten!

    weitere vorschläge?

    Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @foxxly
      So lange Psycho- Manipulations-Strategien*** primitivster Art problemlos funktonieren-
      no hope :
      Es wird Vorschläge eines ” bedingungslosen Grundeinkommens ” für alle geben, zwingend gebunden an Kartenzahlung ohne Bargeld.
      ***z.B. Behauptungen von Injektions-Knappheiten, führt ( wie Klopapier-Mangel ) zu Massenansturm der Impflinge, kritische Reflexion ausser Kraft gesetzt für Linsengerichte: Kneipe, Urlaub, Unterwerfung.
      Gefahr von intravasalen Mini-Thrombosen bei allen Corona-Injektionen, s. Wolfgang Wodarg, Corona-Ausschuss Nr. 55/ Aktuell.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ dr l fischer 09:21

        ja!
        wie tief muss deutschland und seine bürger noch fallen, um wieder einen klaren kopf zu bekommen?

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        foxxly, 9:21
        Ganz gezielt wird medial -toxischer Gruppendruck aufgebaut und erhalten, Ziel ist soziale Isolierung/ Spaltung/ Angst und Vereinsamung:
        Digitale Kontakte sollen menschliche Beziehungen ersetzten :
        bei sicher auftretenden psychischen Problemen werden dann Psychopharmaka verordnet wie Prozac etc, gnadenlos, siehe schon massenhafter Ritalin-Missbrauch an Kindern.
        ( Entspricht medikamentöser Misshandlung ,wie m-RNA-Injektions-Fast-Pflicht bei Kindern, ohne sorgfältige Prüfung auf Nebenwirkungen, Langzeit= kriminell )
        Praktische HInweise durch Dr. W. Wodarg,sein Buch ist gerade erschienen:
        https://www.bitchute.com/video/0fj3b1NVAxrK/

    • weico
      weico sagte:

      @foxxly

      “weitere vorschläge?”

      JA ! Wenn die MEHRHEIT solches NICHT will, dann muss sie einfach die Partei wählen, die solches ebenfalls NICHT will.

      Wahlprogramm AfD (Seite 56):

      “Unser Bargeld ist in Gefahr. Mit Unterstützung von Bundesregierung, IWF und EZB wird die
      Abschaffung des Bargelds vorbereitet. Mit dessen Abschaffung würde die Rolle des Geldes als gebührenfreiem Wertspeicher eingeschränkt. Eine Abschaffung des Bargeldes macht im Krisenfall die Enteignung von Kontoinhabern möglich. Bargeld ist ein natürliches Bollwerk gegen
      enteignende Negativzinsen. Ein Bargeldverbot würde bedeuten, dass Zahlungsvorgänge nur noch elektronisch stattfinden können. Dies eröffnet dem Staat und Banken die totale Kontrolle über alle Geldströme und Wirtschaftsaktivitäten, über alle Finanztransaktionen, unter Umständen sogar über Aufenthaltsorte aller Bürger .Aus dem gläsernen Bankkunden würde der gläserne Mensch – Vollüberwachung bis in private, ja intime Lebensbereiche. Mit einem freiheitlichen Rechtsstaat sind solche Kontrollmöglichkeiten nicht vereinbar.
      Die AfD fordert den dauerhaften Erhalt der uneingeschränkten Bargeldnutzung als wichtigem
      bürgerlichen Freiheitsrecht und seine Verankerung im Grundgesetz.”

      Nebenbei:
      Diese Partei will auch wieder eine EIGENE NATIONALE Währung…! Seite 50/51….

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ weico

        ja, mit so einem “wahl-wunder” wie in sachsen-anhalt am sonntag:

        reitschuster.de/post/was-war-los-in-sachsen-anhalt/

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        Schon lustig, dass die angeblich so böse Nazi-Partei die einzige ist, die sich gegen Massenüberwachung per Bargeldabschaffung ausspricht, oder?

        Wäre übrigens ein riesen Thema für die AfD, die mir bekannten Rentner haben alle große Angst vor einer Bargeldabschaffung und wollen unbedingt, dass alles so bleibt, wie es ist.

        Zum Wahlausgang in Sachsen-Anhalt: Es gibt sicher viele nette Altenpfleger, die dementen oder in ihrer Bewegungs- oder Sehfähigkeit eingeschränkten Rentnern bei der Stimmabgabe “helfen” – und Briefwahlstimmen sind grundsätzlich manipulationsanfälliger als im Wahllokal abgegebene Stimmen.

        Aber ich halte es für durchaus pausibel, dass es in Sachsen-Anhalt einen Schwall von eigentlich politisch Uninteressierten gab, die sich in letzter Minute noch für die CDU entschieden haben um zu verhindern, dass die böse AfD stärkste Partei wird. In der derzeitigen politischen Konstellation ist das eine reine Prestige-Frage ohne politische Relevanz, solange keine andere Partei mit der AfD koalieren will – aber genau das zeigt ja, dass die so motivierten Wähler nicht viel davon verstehen, wie unser politisches System eigentlich funktioniert.

        Das ist der gleiche Typ Wähler, der bizarrerweise in Thürigen die Linkspartei gewählt hat und in Meck-Pomm im September vielleicht SPD wählt, falls sich der Wahlkampf dort auf AfD vs. SPD zuspitzt. Bei der Bundestagswahl wählt er vermutlich gar nicht, weil man da kein Zeichen gegen die böse AfD setzen kann, es droht ja nicht das Szenario, dass die auf Bundesebene stärkste Partei wird.

        Viel interessanter finde ich dieses Ergebnis aus den ersten tiefergehenden Wähleranalysen:

        “Bei den unter 30-Jährigen liegt die AfD vorn”
        https://www.welt.de/politik/deutschland/article231627315/Wahl-Sachsen-Anhalt-2021-Bei-den-unter-30-Jaehrigen-liegt-die-AfD-vorn.html

        Die Überschrift führt in die Irre: Es sind nicht nur die Unter-30-Jährigen, auch bei den Unter-44-Jährigen war die AfD stärkste Partei.

        Schlussfolgerung: Die in der freien Wirtschaft Erwerbstätigen (also keine Beamte), die den von Merkel durchgedrückten linksgrünen Schwachsinn (Migration, Klima, etc.) mit ihren Steuern bezahlen müssen, wenden sich von den Altparteien ab. In einem relativ einkommensschwachen und ländlich geprägten Bundesland wie Sachsen-Anhalt geschieht das schneller und früher als im Westen.

        Das wird noch interessant.

      • weico
        weico sagte:

        @foxxly

        “ja, mit so einem “wahl-wunder” wie in sachsen-anhalt am sonntag”

        Das” Wahl-Wunder” bestätigt doch nur, dass die Mehrheit der Wähler/Parteien NICHT MEHR Volksrechte und Freiheiten will …..wie sie die AfD eigentlich fordert .

        Herrlich auch Broder’s Beitrag zur Wahl…bzw. zur kommenden Bundestags-Wahl:
        https://www.youtube.com/watch?v=wiY7ZlDqNRo

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