„Superstar“-Unternehmen sind nicht wirklich führend

Ein wesentlicher Faktor zur Sicherung künftigen Wohlstands ist die Entwicklung der Produktivität. Seit Langem erleben wir einen Rückgang der Produktivitätszuwächse und vor allem eine zunehmende Konzentration der Zuwächse auf weniger „Superstar“-Unternehmen. Diese ziehen mit der Produktivität davon, während die Masse der Unternehmen nicht mithält. Als Ursachen werden weniger Investitionen und mangelnde Kompetenz bei der Umsetzung digitaler Transformation angesehen.

Doch es gibt auch Zweifel, wie dieser Artikel der FINANCIAL TIMES (FT) zeigt:

  • „Everyone seems to agree that we live in a ‘superstar economy’ — one in which the leading companies (the likes of Apple, Amazon and Alphabet) are making dramatic strides both in productivity and in profitability. In response to this conventional wisdom the only question is: how should regulators respond? There is a case that we should let the superstars keep doing what they do. Enjoy the fruits of their creativity.“ – bto: Das klingt zunächst durchaus vernünftig.
  • „In due course new monopolists will arise, motivated to seize the crown. (…) Profit-minded monopolists can be innovative, but all too often they fail to adapt. More often markets deliver because they support a messy, pluralistic process of trial and error. If that view is right, government intervention may be necessary to prevent the monopolies of today choking off the innovations of the future.“ – bto: Und hier würde ich sagen: richtig so! Wir haben meines Erachtens ohnehin zu wenig Wettbewerb in den wichtigsten Märkten. Und wenn Facebook auch Instagram und WhatsApp gehört, führt das zu weniger Wettbewerb und damit schlechterem Kundennutzen. Egal, was uns erzählt wird. Diese Übernahmen hätten damals verboten gehört.
  • „One possibility is to break up the largest companies. Regulators might rule that a company cannot simultaneously own a platform while also offering products on it.“ – bto: Warum muss Google auch den Markt für autonomes Fahren, Handysoftware und demnächst Onlinespiele beherrschen? Das sind Geschäfte, die problemlos verschiedene Unternehmen verfolgen könnten.
  • „An alternative approach,(…) is to regulate the behaviour of the big digital groups rather than to change their structure. Regulators could insist on standards for data sharing and interconnection with established players, allowing smaller competitors to grow on or around the existing platforms. I’m sympathetic to both approaches, although worry that it is easy for regulators to do more harm than good.“ – bto: Es ist weitaus problematischer, den zweiten Weg zu gehen, weil wir wissen, dass die Monopole dabei nicht fair mitspielen.
  • „(…) research from the OECD suggests that many companies are far less productive than those at the frontier of their industrial sector, and that this gap is getting bigger. (…) But much depends on what we mean by superstar companies. The OECD research focuses on highly productive concerns. Many of them are surprisingly small, with revenues in the tens of millions rather than the tens of billions.“ – bto: Das sagt nichts anderes, als dass es eben nicht die großen Tech-Konzerne sind, die den Status der Produktivitätstreiber haben.
  • „Another alternative is to look at the most valuable 20 companies in the US economy, and the most valuable four in each of 60 or so different sectors, whether or not they are digital and whether or not they are highly productive. This is the approach taken by Germán Gutiérrez and Thomas Philippon, economists at New York University, in a new working paper. This perspective casts doubt on the very idea that the superstars of the US economy are particularly large or productive by postwar standards. Compared with their forebears, these companies are unremarkable in both their sales and their employee numbers.“ – bto: Das bedeutet, dass man sie nicht mit Gla­cé­hand­schuhen anfassen muss. Sind sie zu starke Monopole, muss man sie zerschlagen.
  • „Alphabet, Amazon and Apple are impressive companies, but so were Intel, Microsoft and Walmart 20 years ago, or General Electric, General Motors and IBM before them. Any large group contributes to the productivity of the economy as a whole in two ways: directly, by producing output, and indirectly, by drawing in resources from less productive players. Messrs Gutiérrez and Philippon reckon that the direct contribution of the leading companies is smaller than it used to be, while the indirect contribution has not increased by enough to compensate. Overall, they calculate that the contribution of the star companies to labour productivity in the US has fallen by 40 per cent since the year 2000. This is a surprising result.“ – bto: Das passt zu den anderen Studien, nach denen die Produktivitätswirkung von IT nicht erheblich ist – im Gegensatz zu den Erwartungen.
  • „The US economy does seem to have a monopoly problem: concentration is increasing in most industries. Companies make money less by becoming more efficient, and more by exploiting their pricing power. There is plenty for US antitrust authorities to get their teeth into. Perhaps they should take a look at Europe, where competition policy is more robust and politically independent, while EU markets have become more competitive and less profitable than those in the US. That may not be a coincidence.“ – bto: Sicherlich kann man einen Teil der Profitabilitätsunterschiede auch mit der Fragmentierung der Märkte erklären, aber der größere Teil liegt an dem Entstehen von Oligopolen. Auch die Fusion von Linde mit Praxair fällt in die Kategorie. Der Markt der Industriegase ist sehr konzentriert und das trägt zur hohen Profitabilität des Sektors bei. Insofern ist es ein Versagen der Wettbewerbsbehörde nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Die Überlegungen der Politiker „nationale Champions“ zu schaffen, ist nichts anderes, als die Monopol- und Oligopolförderung auch in Europa umzusetzen. Das wird die Produktivität noch langsamer wachsen lassen, als bisher.

→ ft.com (Anmeldung erforderlich): „Superstar companies lose their lustre“, 15. März 2019

13 Kommentare
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    Susanne Finke-Röpke sagte:

    Das ganze Problem hängt m.E. auch mit der Qualifikation und Weitsicht der Wettbewerbsbehörden zusammen. Während Siemens und Alsthom aus etablierten Industrien kommen und für die EU-Kommision vermeintlich leichter zu verstehen sind (ohne den Blick über den europäischen Tellerrand nach China), fehlt es für FB, Whatsapp und Instagramm dort an Verständnis für die Monopolbedeutung von Information inkl. Werbung. Da Daten die Währung des 21. Jahrhunderts sind, müsste man auch Informationsmonopole so behandeln wie industrielle Monopole. Das ist noch nicht in die Köpfe der Verwaltungen durchgedrungen, selbst etliche Politiker sind da schon weiter.

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    Tobias sagte:

    Die genannten Monopole sind alles digitale US-Unternehmen. Diese Unternehmen sind strategisch enorm wichtig für die Amerikaner, da sie die Kontrolle über Europa garantieren. Die Chinesen nutzen ihre eigenen Firmen für diese Strategie.

    Warum soll die Amerikaner sich selbst schwächen, und die Chinesen stark machen? Die Amerikaner würden sich damit massiv selbst schädigen.

    Facebook, Google und Co. sind außerordentlich produktiv in den Bereichen KI, Quantencomputer und. Diese Wissensgewinne lassen sich nicht in den Gewinnen oder Bilanzen ablesen.

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    Christian Hu sagte:

    „bto: Warum muss Google auch den Markt für autonomes Fahren, Handysoftware und demnächst Onlinespiele beherrschen?“

    Weil die Investoren Renditen von 30%+ p.a. gewohnt sind. Google ist mittlerweile knapp 700 Mrd. Euro schwer und MUSS die großen Branchen angreifen, um überhaupt noch 30% wachsen zu können. Das selbe gilt für Apple und Amazon.

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    Michael Stöcker sagte:

    Die Superstar-Unternehmen sind die von Peter Thiel präferierten Monopol-Modelle (Competition is for Losers). Was aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine erfolgreiche Strategie ist, ist aus volkswirtschaftlicher Sicht selbstzerstörerisch, sofern diese Monopolgewinne nicht wieder fiskalisch umverteilt werden.

    Das ist keine Frage von Sozialismus vs. Kapitalismus, sondern eine rein saldenmechanische Logik in einem Kreditgeldsystem.

    Ist eine fiskalische Redistribution nicht möglich (aus welchen Gründen auch immer), so muss der Staat als spender of last resort dafür Sorge tragen, dass das System nicht austrocknet und am Matthäus-Effekt scheitert. Denn das Wesen des Kapitalismus ist es, aus Geld mehr Geld zu machen. Die Ware ist hierbei lediglich Mittel zum Zweck. Versiegt die private Kreditexpansion, so MUSS die staatliche Expansion diese Lücke füllen; und zwar genau so lange, bis die private Kreditexpansion wieder anspringt. Geschieht dies nicht, so stürzt die Wirtschaft – und mit ihr die Gesellschaft – in einer Deflationsspirale ab. Und genau hiervor warnt Ray Dalio seit über 6 Jahren: https://www.economicprinciples.org/de/index.html

    LG Michael Stöcker

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      Michael Stöcker sagte:

      Alexander ist/war allerdings der Meinung, dass dies „Propaganda for dummies“ sei. Ich teile hingegen die Einschätzung von Paul Volcker:

      „Ray Dalio’s ‚template‘ may be unconventional but it casts strong light on how the economy actually works.”

      Bill Gates:

      „This knowledge would help everyone as investors and citizens. Watching is a worthwhile 30 minutes investment.”

      sowie Andrew Ross Sorkin:

      „Forget Econ 101. Take a look at the lessons in Dalio 101.”

      LG Michael Stöcker

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    Christian Hu sagte:

    Ich glaube schon, dass die großen Plattformen wie Amazon, Google etc. zu hohem Produktivitätswachstum geführt haben und es auch immer noch tun. Nur anders, als man intuitiv denkt, denn die großen US-Unternehmen sind allesamt Plattformen und profitieren vom Geschäft anderer auf ihrer Architektur.

    Wenn der geneigte Leser 5 beliebige Produkte auf Amazon aufruft und sich das Impressum des (nicht-Amazon) Verkäufers anschaut, wird er vermutlich mindestens 3 Adressen aus China sehen.

    Viele Hersteller aus Fernost verkaufen mittlerweile direkt bei uns, drücken dadurch die Preise zum Vorteil für den Konsumenten und haben immer noch hohe Gewinnmargen, da der deutsche Verkäufer (…der seine Produktion vor 10 Jahren nach China ausgelagert hat…) nicht mehr benötigt wird.

    Produktivität ist definiert als Output / Input, also werde ich produktiver, wenn ich gleichen Output mit weniger Input erzeugen kann. Durch den Plattform-Handel wird ein Wegfall der Zwischenhändler möglich, wodurch weltweit die Produktivität steigt – nur profitiert im obigen Beispiel eben der Chinesische Produzent, der nicht von der deutschen Produktivitätsstatistik erfasst wird.

    Es ist natürlich richtig, dass die Produktivität von Amazon selbst dadurch nicht steigt. Plattformen sind aber von Anfang an sehr produktiv, sodass Steigerungen nur schwierig umzusetzen sind. Google schaltet vermutlich mit 100.000 Mitarbeitern global wesentlich mehr Werbeanzeigen als die Werbeindustrie in den 90er Jahren insgesamt. Das ist natürlich auf dem hohen Niveau schwer zu steigern, wodurch dem sprunghaften Produktivitätsanstieg am Anfang nur wenig Entwicklung folgt.

    Das ganze Konzept von Produktivität halte ich im Zeitalter von digitalen Ökosystemen für schwierig, da Wertschöpfung nicht mehr so schön linear in klar abgrenzbaren Prozessschritten erfolgt wie früher.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Christian Hu

      > Produktivität ist definiert als Output / Input, also werde ich produktiver, wenn ich gleichen Output mit weniger Input erzeugen kann. Durch den Plattform-Handel wird ein Wegfall der Zwischenhändler möglich, wodurch weltweit die Produktivität steigt >

      Das ist richtig – und zuerst einmal der entscheidende Produktivitätsgewinn.

      >Plattformen sind aber von Anfang an sehr produktiv, sodass Steigerungen nur schwierig umzusetzen sind.>

      Auch richtig, weshalb es nicht sehr bedeutsam ist, sie nach ihren Produktivitätssteigerungen bewerten zu wollen.

      >Das ganze Konzept von Produktivität halte ich im Zeitalter von digitalen Ökosystemen für schwierig, da Wertschöpfung nicht mehr so schön linear in klar abgrenzbaren Prozessschritten erfolgt wie früher.>

      Ich tendiere auch dahin.

      Frage:

      Wem wollen wir die Produktivitätsgewinne zuschreiben, die durch digitale Vernetzung erfolgen?

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        Christian Hu sagte:

        Eine gute Frage, auf die ich auch nach längerem Überlegen keine für mich zufriedenstellende Antwort habe.

        Im erweiterten Sinne kann man den Direkthandel vermutlich wie eine Steigerung des Outsourcings behandeln, da Chinesen jetzt auch noch die Vertriebsfunktion übernehmen. Dies können sie zumindest in Teilbereichen wirtschaftlicher als deutsche Wettbewerber, was jedoch keine Rückschlüsse darauf zulässt, ob sie das aufgrund höherer Produktivität im Mitteleinsatz oder des geringerer Preise können (oder beidem).

        Für das globale Wachstum ist es vermutlich gut, da viele im Onlinehandel tätige Chinesen wohl andernfalls einfacheren Tätigkeiten nachgehen würden.
        Für deutsche Konsumenten ist es ebenfalls gut, da die Preise sinken und sie sich bei gleichem Einkommen mehr leisten können.
        Für das deutsche Produktivitätswachstum kann es ebenfalls gut sein, wenn wir es schaffen, die frei werdenden Kapazitäten produktiveren Verwendungen zuzuführen.

        Unter diesen Annahmen können wir die Produktivitätsgewinne vermutlich beiden zuschreiben, kurzfristig in China und durch strukturellen Wandel mittel- bis langfristig auch bei uns.

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      Eva Maria Palmer sagte:

      @ Christian Hu

      Betr.Amazon

      Gegen Amazon mit seinem millionenfachen Sortiment ist für die behäbigen deutschen Online-Shops kein Kraut gewachsen.

      Ich kaufe seit 20 Jahren, alles außer Lebensmittel und Kleidung, bei Amazon ein und habe in meinem ganzen Leben noch nie ein so kundenorientiertes Unternehmen erlebt.

      Richtig ist, daß immer mehr chinesische Unternehmen in der Market-Place-Rubrik zu finden sind, aber keinesfalls gibt es zur Zeit die Präsenz chinesischer Anbieter wie hier behauptet wird.

      Allerdings ist die Tendenz stark zunehmend und wird nur durch die langen Lieferzeiten von 4-6 Wochen begrenzt.

      Die Chinesen bieten einen tollen Service, ihre Produkte sind spottbilig und ohne Versandkosten. Die Qualität schwankt stark. Aber man durchaus Produkte erhalten, die z.B.den Apple-Qualitäts-Standard erfüllen, der ja auch seine Handys in China bei Foxxcon (oder so ähnlich) fertigen läßt.

      Inzwischen ist Huawei bei Handys Samsung und Apple deutlich überlegen.

      Daß Amazon genau wie Apple, Facebook, Google usw. kaum Unternehmens-Steuern in Deutschland bezahlt, ist für uns Kunden von Vorteil, da Amazon bei vielen Produkten deutlich billiger ist und so seinen Premium-(Prime)-Kunden einen Super-Service in Preis, Lieferzeit und Kulanz, wie sonst keiner, anbietet.

      Immerhin aber zahlt Amazon durch seine ZigTausenden Angestellten Lohnsteuern, Kommunal-Abgaben und DHL, DPD & machen riesige Umsätze im Bereich Logistik.

      Wenn die Chinesen nach der Fertigstellung der „Silk Road“ kurze Lieferzeiten und China-Händler wie Alibaba mit Lagerhäusern in Deutschland haben, geht bei den deutschen Händlern das Licht aus.

      Mir ist es im Grunde egal, ob Amazon zu wenig Steuern bezahlt, die in Deutschland eh für Sozial-Klimbim und die Transfer- und Pleite-Union zweckentfremdet werden.

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    Tobias W. sagte:

    „Alphabet, Amazon and Apple are impressive companies, but so were Intel, Microsoft and Walmart 20 years ago, or General Electric, General Motors and IBM before them.“

    Naja, vielleicht sollte der Autor noch mal genauer hinschauen. Apple ist schon längst im Abwärtszyklus (nicht diversifiziert genug, kaum neue Innovationen), während es Microsoft NIE besser ging und die Ausrichtung der Firma dafür sorgt, dass Microsoft schneller mit Public Cloud Diensten wächst als Amazon.

    Und auch Walmart legt längst ein Comeback hin dank Digitalisierung (& Partnerschaft mit Firmen wie Microsoft).

    Der Markt ist dynamischer als die Ausführungen im Text das darstellen. Auch die großen müssen innovativ und produktiv sein, um zu überleben.

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        Tobias W. sagte:

        Lustigerweise werden die Markteintrittshürden auch dadurch höher, dass man versucht, die großen Technologiekonzerne auf europäischer Ebene zu regulieren oder zu besteuern. Nehmen wir die europäische Reform des Urheberrechts – ein Unternehmen wie Facebook oder Google wird keine Probleme haben entweder die Kosten oder die technologische Herausforderung zu meistern, die neue Richtlinie umzusetzen – kleinere Konkurrenten werden das nicht so einfach stemmen können. Und was Dinge wie das Leistungsschutzrecht angeht, ist die Marktmacht von Google längst so groß, dass dieses Gesetz sowohl in Deutschland (die Verleger geben ihre Inhalte kostenlos ab, weil Sie Google’s Traffic nicht verlieren wollen) als auch in Spanien (Google stellte Google News in Spanien als Konsequenz eines spanischen Leistungsschutzrechts ein, in der Folge brachen die Onlinebesucherzahlen und damit die Werbeumsätze der Verleger um 10% ein) gescheitert ist.

        In bestimmten Bereichen ist der Zug für einen Markteintritt tatsächlich abgefahren. IT Infrastruktur wie öffentliche Cloud Dienste lassen sich nur mit immensen Kapitalbedarf (Milliarden EUR/USD pro Jahr) wettbewerbsfähig betreiben. Neben Amazon und Microsoft, die diese Mittel jedes Jahr aufbringen, gibt es nur mit viel Abstand noch Wettbewerb – selbst Google hinkt hinterher. Allenfalls Alibaba oder Tencent wären noch in der Lage, in ähnlicher Größenordnung Geld in die Hand zu nehmen. IBM, Oracle und viele andere Marktteilnehmer sind längst abgehängt und suchen ihre Nische.

        Der technische Aufwand in vielen Gebieten Innovationen zu produzieren, hat immer höhere Grenzkosten. Quantencomputer, Künstliche Intelligenz und vieles anderes werden diejenigen vorantreiben, die tausende hochbezahlte Entwickler anlocken und bezahlen können, hunderte Rechenzentren weltweit aus dem Boden stampfen usw. – da ist nix mit deutschem Mittelstand, „hidden champions“ usw., die haben einfach nicht das Kapital da mitzustinken.

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        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Herrn Tobias W.: Ja, der deutsche Mittelstand kann damit nicht mithalten. Aber das muss er auch nicht. Es gibt Unmengen von Nischen auch in der IT, die man nur finden muss, solange nicht ein deutscher Wirtschaftsminister wie Herrn Altmaier der Illusion nachläuft, mit Hilfe bürokratischer Regelungen nationale Champions schaffen zu können. Das ist für mich die viel größere Gefahr. Außerdem stehen clouds immer auch in Konkurrenz zu Inhouse-Lösungen, die noch nicht abgeschafft sind. Es bleibt spannend…

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