Nur Reales ist Wahres

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Die NZZ wirft einen Blick auf das Thema Aktien. Der Artikel hat mir deshalb so gut gefallen, weil er faktisch eine Zusammenfassung meiner Aussagen in der losen Serie Was tun mit dem Geld? im Hinblick auf Aktien darstellt.

  • „Viele empirische Studien zeigen , dass die meisten Privatanleger kaufen, wenn es an der Börse bergauf geht, und verkaufen, nachdem die Kurse schon stark gefallen und die Wertpapiere günstiger oder gar zu Schnäppchen geworden sind. Alleine das kostet sie zwischen 4% und 6% an Rendite pro Jahr und führt dazu, dass diese längerfristig hinter der Entwicklung eines einfachen Börsenindexes zurückbleibt.“ ‒ bto: Deshalb, nicht so viel handeln: Hin und Her macht Taschen leer.
  • Aktien sind alternativlos. „Tatsächlich kommt an ihnen niemand vorbei, der sich am realen Wachstum einer Volkswirtschaft beteiligen und dabei eine ansehnliche Rendite erzielen möchte. In einem Umfeld, in welchem Fachleute eine von den Zentralbanken ausgelöste ‚Kaufpanik‘ auf hohem Niveau nicht ausschliessen wollen, fragt sich nur, wann der Zeitpunkt für ein Börsenengagement günstig ist und wie er praktisch zu bewerkstelligen wäre.“ ‒ bto: Im Einkauf liegt der Gewinn.
  • „Banken und Vermögensverwalter raten in diesem Zusammenhang nicht selten zum Abschluss von ‚Aktiensparplänen‘, in dessen Rahmen sich monatlich selbst kleine Beträge in ‚günstige Indexfonds‘ (…)  investieren lassen. (…) Solche Argumente haben zwar etwas für sich, allerdings sind solche ‚Banksparpläne‘ trotz allem oft mit vergleichsweise hohen Transaktions- und Verwaltungsgebühren befrachtet, welche die mögliche Renditeentwicklung beeinträchtigen. ‒ bto: Indexfonds sind nicht die richtige Antwort in diesen Zeiten, wie ausführlich erklärt.
  • „Immerhin zeigt eine Analyse (Thomas Conlon, John Cotter, Ramazan Gençay: ‚Long-Run International Diversification‘), dass sich das Risiko eines Aktienportfolios durch die gezielte Streuung auf wenigstens ein Dutzend Wertpapiere langfristig nicht so stark senken lässt, wie vielfach angenommen wird. Das verringert die Motivation, in einen breit gestreuten Index zu investieren. “ ‒ bto: weshalb ich ausdrücklich zum Kauf von Qualitätsaktien rate.
  • „Schon der Blick auf die Charts der meisten im Stoxx-Europe-600-Index enthaltenen Banken- und Airline-Aktien etwa zeigt, dass Investoren in den vergangenen Jahren mit solchen im Grunde genommen kein Geld verdienen konnten.“ ‒ bto: An dieser Stelle dachte ich mir, dass der Redakteur meine Serie auch gelesen hat. Habe ich doch genau mit diesen Sektoren begründet, weshalb man eben NICHT in Indexfonds investieren sollte.
  • „Dagegen zeichnen sich Unternehmen, deren Aktien sich an der Börse langfristig gut entwickeln, durch niedrige Schulden, einen robusten Cashflow, eine verlässliche Dividendenpolitik und weitere positiv zu bewertende Faktoren aus. Die erfolgreiche Vergangenheit solcher Firmen (…)  ist zwar keine Garantie für die Zukunft. Wenn jedoch eine Firma seit Jahrzehnten die Dividende real erwirtschaftet und Jahr für Jahr erhöht, kann sie als solide gelten. Das schützt ihre Aktionäre zwar selbst bei einem geschickt gewählten Einstiegszeitpunkt nicht vor Kursrückschlägen, aber die Wahrscheinlichkeit scheint hoch, dass solche zügig aufgeholt werden.“ ‒ bto: Qualität eben.

NZZ: Nur Reales ist Wahres, 1. Juni 2015

1 Antwort
  1. Heiko Z. says:

    Hallo!

    Zum Thema „Qualität“ von Aktien und Investments im Allgemeinen, lese ich gerade Graham/Dodd „Security Analysis“ (Die Erstausgabe ist von 1934). Ich bin fasziniert welche Aktualität das Buch auch 81 Jahre später noch hat! Insbesondere wie viele „Investments“ von heute per Definition der beiden, eigentlich unter dem Begriff „Spekulation“ laufen sollten.

    MfG

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