Here Is The Reason Why Stocks Just Had Their Best Month Since October 2011

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Auf diesen Beitrag habe ich schon am Sonntag per Twitter hingewiesen. Jetzt also noch die formelle Aufnahme in den Blog. Zero Hedge hat eine interessante Zusammenfassung der Börsenlage gebracht. Neben der nochmaligen Erinnerung daran, dass die Aktienmärkte sich zunehmend von der Realität entfernen, wird gezeigt, was die Aktienmärkte treibt: announcements of stock buybacks_0 Im Februar haben die US-Unternehmen so viele Aktienrückkäufe angekündigt wie noch nie in der Geschichte (98 Milliarden USD). Im Kern handelt es sich dabei um „financial engineering“, um durch die Verringerung des Aktienumlaufs den Gewinn pro Aktie zu steigern (EPS) und damit letztlich auch den Bonus des Managements. Die Aktienrückkäufe hatte ich schon mehrmals kritisch besprochen. Unternehmen handeln dabei meist prozyklisch, weshalb ich immer davon gesprochen habe, dass die wahren Milchmädchen (von der berühmten „Milchmädchenhausse“, die immer am Ende stattfindet, wenn die breite Bevölkerung auf den Zug aufspringt) die Unternehmen sind. Passend dazu ist auch die Verschuldung der Unternehmen auf einen neuen Rekordstand gestiegen ‒ was schlechte Nachrichten sind für die finanzielle Stabilität in einem Abschwung. ZH meint zwar, dass dann wohl die Fed anfangen wird, Aktien zu kaufen (wie die BoJ). Ich kann mir das auch vorstellen, aber es wäre ein weiterer Schritt hin zu einem „Endgame“ mit ungewissem Ausgang. → Zero Hedge: Here Is The Reason Why Stocks Just Had Their Best Month Since October 2011, 28. Februar 2015

2 Kommentare
  1. Dr. Gördes says:

    Lieber Herr Stelter,

    bei allen Verdiensten die sich Zerohedge beim Aufzeigen von Korruption erworben hat, die dortigen Autoren und Analysen sind nicht immer widerspruchsfrei und zum Teil schlicht unseriös. Auch finde ich es manchmal besorgniserregend, wie weit man sich dort nach „rechts“ lehnt. Ich nehme an, dass sich us-amerikanische und deutsche Massstäbe in dem Punkt unterscheiden.

    Zerohedge „is selling the book“ – obviously, das Gold der Anzeigenkunden. Was vor allem nicht zusammenpasst, ist die Prognose einer Hyperinflation und eines Aktienmarktcrash.

    Die Notenbanken werden früher oder später „gewinnen“ und eine Inflation lostreten, die die augenblickliche, bereits vorhandene, hedonistisch schön gerechnete deutlich überschreitet. Vielleicht gibt es vorher noch einen deflationären Schock, vielleicht auch nicht. Die Bondrenditen können wir als Indikator wohl vergessen. Der Rohstoffpreisverfall mag darauf hindeuten. Die Zinsstrukturkurven nicht.

    Auch wenn ich Ihren makroökonmischen Analysen zustimmen kann und ich die „österreichische“ Interpretation der Finanzwelt von „Tyler Durden“ durchaus stimmig finde, die Effizienzmarkthypothese erscheint mir auch einleuchtend. Wer also jetzt seine Aktien-ETFs, in der Absicht den Markt zu schlagen, abstösst, geht eine Wette ein.

    Ob man nun an ein „Endgame“ glaubt oder nicht, es bleibt nichts anderes übrig, als sich diversifiziert aufzustellen. Aber kann man wirklich empfehlen, die Quote der riskanten Anlageklasse am Portfolio zu reduzieren? Ich freue mich auf Ihren angekündigten Artikel zur Portfoliotheorie.

    MfG

    Markus Gördes

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    • Daniel Stelter
      Daniel Stelter says:

      Bis zu dem wird es noch eine Weile dauern …, alles gar nicht so einfach, wie Sie richtig feststellen. Nein, Aktien sollte man nicht alle abstoßen. Dazu mehr in den kommenden Wochen. Was ZH betrifft: Ich teile Ihre Beobachtung, weshalb ich die auch nur selektiv als Quelle nehme, vor allem auch dann, wenn ich keinen Zugriff auf die Originalquelle habe bzw. diese nicht posten kann. Hier finde ich es schon bemerkenswert, dass die Aktienrückkäufe in dem Maße zugenommen haben und sicherlich ein wesentlicher Treiber der Märkte sind.

      LG

      DSt

      Antworten

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