Ein Plädoyer für die Rolle der Aktionäre

Breite Strömungen wollen die Rolle der Eigentümer bei Unternehmen zurückdrängen. Statt den Aktionären zu dienen, sollen Unternehmen alle Stakeholder im Blick haben. Richtig oder falsch? Ich gestehe, dass ich ausgesprochen skeptisch bin.

Die FINANCIAL TIMES (FT) diskutiert das Thema so:

  • “Was Milton Friedman right when he said in 1970 that the social responsibility of business was to make as much money as possible for shareholders? An influential group of critics, in the business community as well as in academia, believes he was fundamentally wrong. Friedman’s malign influence, according to these critics, is partly responsible for causing or aggravating some of the world’s most serious problems, including environmental degradation and rising inequality.” – bto: Ich denke, dass das nicht stimmt. Unternehmen haben ein großes Interesse an langfristigem Erfolg.
  • “Unilever, for example, has been attacked for focusing on environmental and social issues at the expense of shareholder value. Larry Fink, head of BlackRock, the US institutional investor, has been accused of ‘wokeness’ for insisting that companies should pay more attention to the interests of stakeholders, such as employees, local communities and society at large.” – bto: Meine Meinung ist, dass hier ein Konflikt theoretisch aufgebauscht wird, was am Ende der Vergemeinschaftung von Unternehmen dient. Das wird der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung schaden.
  • “Undeniably, public expectations about how business should behave have been changing. Large, publicly listed companies are under pressure from investors, customers and employees to do more to protect the environment and to help tackle other social ills.” – bto: Das ist eigentlich nicht deren Aufgabe.
  • “Some members of the anti-Friedman camp favour a revision of company law, obliging businesses to adopt a social purpose that goes beyond making profits. (…) The aim is to shift business away from shareholder primacy, which has long been a central element in company law.” – bto: Es entspricht dem derzeitigen sozialistischen Grundtrend, der von mangelndem Verständnis profitiert.
  • Would such a shift be good for society? The answer is: almost certainly not.” – bto: Das sehe ich genauso.
  • “Shareholder-based capitalism, with competition between profitmaking firms as its driving force, is the means by which society’s resources are used most productively for everyone. At the heart of the system is the accountability of companies to shareholders; the measure of success is their ability to maximise shareholder value over the long term.” – bto: Deshalb ist es auch per Definition richtig, dass Unternehmen ein Interesse an ihren Mitarbeitern und der Umwelt haben.
  • “This does not mean that companies are run solely for the benefit of shareholders. It does mean that directors have a clear criterion to guide their decisions, and that criterion is not so binding as to cause them to behave in an ‘antisocial’ way. It is good for companies to have a purpose, one that is linked to their business and more likely to enthuse employees than ‘maximising shareholder value’, but that can be done within the present legal framework.” – bto: So ist es!
  • “Shareholders are often blamed for encouraging short-termism, but excessive long-termism — sticking too long to a poorly performing business — is at least as serious a problem. This is where shareholders, including activist hedge funds, can play a useful role. Liberating companies from shareholder pressure would weaken a source of dynamism in the market economy.” – bto: Genau das ist vermutlich aber auch das Ziel.

ft.com: „Shareholder capitalism works best for society“, 20. Februar 2022

Kommentare (51) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Petersen
    Petersen sagte:

    Mit dem Stakeholder-Konzept bekommen die bezahlten Manager die Freiheit, für ihre privaten politischen Vorlieben Unternehmensgelder auszugeben. Damit erkaufen sie sich politischen Einfluss weit über das klassische Unternehmens-Lobbytum hinaus.

    Die schönsten Beispiele für das Stakeholdertum in der Ausprägung “woke capitalism” sind die Oligarchen aus dem Silicon Valley, die sich mit der Staatsmacht traut verbündet haben, um politisch unerwünschte Stimmen abzuwürgen. Die Gegenleistungen des Staates bestehen in steuerlichen Freiräumen und der Befreiung von Schadenerstatz-Klagen.

    Lesetip: Vivek Ramaswamy (2021): Woke, Inc. Inside Corporate America´s Social Justice Scam.

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    • Gnomae
      Gnomae sagte:

      “Die schönsten Beispiele für das Stakeholdertum in der Ausprägung “woke capitalism” sind die Oligarchen aus dem Silicon Valley, die sich mit der Staatsmacht traut verbündet haben, um politisch unerwünschte Stimmen abzuwürgen.”

      Das Thema ist mit der absoluten Verbreitung der sozialen Medien latent geworden. Allerding muss man zugestehen, dass die Internetkonzerne den Inhalt lange Zeit überhaupt nicht kontrollierten. Verklagt werden konnte sie nicht, da der Staat, wie sie korrekt schreiben, deren Haftung ausgeschlossen hatte und hat.

      Im Wahlkampf von Trump wurde eigentlich deutlich, dass in Amerika eine Spaltung der Gesellschaft schon lange vorlag. Zu bedenken ist allerdings, dass Abnutzungserscheinungen in der Politik nicht von Silicon-Valley ausgingen (Russia-Hoax etc.).

      Bei Covid-19 war das Problem, dass jegliche, auch berechtigte Kritik abgewürgt wurde, mit dem Argument, dass man Wissenschaft nicht kritisieren darf. Die Wissenschaft ist nicht in er Lage, eigene Fehleinschätzungen zu korrigieren (Hybris).

      Selbstverständlich versuchen Monopolisten, ihre Macht auszubauen. Bei IT ist der Vorteil, wenn man ein System hat, muss die ganze Welt Lizenzgebühren zahlen (8 Mrd. Lizenznehmer).

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  2. PW
    PW sagte:

    „Statt den Aktionären zu dienen, sollen Unternehmen alle Stakeholder im Blick haben. Richtig oder falsch?“

    Die Frage ist doch schon irgendwie zigtausendfach durchgekaut und lange durch die Realität beantwortet.

    Das genannte FT Plädoyer erscheint mir wieder mal als eine Übung eines Kochbuchschreibers, der noch nie in einer Küche stand… Obwohl – auch ein FT Herausgeber weiß eigentlich, das alles Geld von den Kunden kommt. (Fragt sich nur, wer da die Kunden sind.)

    Jedenfalls, ein Ökonom weiß, dass alles Geld im Unternehmen, in einem funktionierenden Markt, letztendlich vom Kunden kommt:

    Wenn Unternehmen den Kunden als primären Stakeholder im Blick haben, dann läufst auch langfristig gut für die meisten anderen Stakeholder.

    Auf der anderen Seite kann man leicht unzählige Sektoren finden, in denen der Endkunde nicht durch eine freie Kaufentscheidung über den Erfolg eines Unternehmens, einer Behörde, eines Medienproduzenten, usw., entscheiden darf. In toto primär der dysfunktionale Bereich.

    Freilich arbeitet der achtsame woke Zeitgeist mit vereinten Kräften auch daran, dass der ehedem viel zu souveräne Mensch hierzulande als Kunde möglichst gar nichts mehr entscheiden darf…

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  3. Gnomae
    Gnomae sagte:

    Hierzu auch:

    https://corpgov.law.harvard.edu/2020/09/14/the-stakeholder-model-and-esg/

    Hierzu auch: Stakeholder Theory, R.E. Friedman et. al., Shareholder Value versus Stakeholder Value, M. Skrzipek, Betriebliche Anspruchsgruppen- Der Shareholder-Value und der Stakeholder-Value Ansatz, Th. Schrott

    Grundsätzlich bestimmen die Statuten / Satzungen der Firmen ihren Geschäftszweck. Hieran sind sowohl die Aktionäre als auch die Geschäftsführung gebunden.

    Soweit die Aktionäre in die Geschäftsführung mit Wünschen / Forderungen eingreifen, wird die gesetzliche Struktur verändert. Der sozialistische Grundtrend, meist getragen von großen Konzernen / deren Aktionäre und Vorstände, findet in den Satzungen der Gesellschaften so keinen Niederschlag, ist daher per se rechtlich nicht im Interesse der Firmen.

    Zu bedenken ist auch, dass die Erweiterung der sozialen “Aufgaben” zu Lasten der Aktionäre geht, da diese Tätigkeiten Kosten verursachen.

    Das Management soll Interesse an Umweltfragen und Arbeitnehmerbelange haben, dies ist im Sinne der Aktionäre, da es die Nachhaltigkeit der Gewinne stärkt.

    Stakeholder Capitalism, der die G+V der Unternehmen über Gebühr zu Gunsten der Allgemeinheit belastet, ist abzulehnen, weil es zwar nicht die Vergemeinschaftung der Unternehmen bewirkt (diese bleiben selbständig), aber zu einer Teilenteignung der Aktionäre beiträgt, da bei sinkenden Gewinnen (nichts anders bewirken soziale Auf- und Ausgaben) der Unternehmenswert auf Dauer entsprechend sinkt.

    Der Folgerung, dass Unternehmen nicht ausschließlich den Aktionären dienen dürfen, ist zuzustimmen. Arbeitnehmer und Umwelt dürfen berücksichtigt werden. Weitergehende soziale oder philanthropische Elemente sind abzulehnen.

    Es kann manchmal jedoch auch ein falscher Eindruck entstehen, wenn Großaktionäre von Firmen über ihre Stiftungen derartige Zwecke verfolgen, aber in der öffentlichen Wahrnehmung einfach mit der Firma gleichgesetzt werden.

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    • Bauer
      Bauer sagte:

      @ Gnomae, @ D.Tischer

      Darüber sollte man nicht zuviel grübeln. Sobald die Geschäftsführung einer AG, KG, usw. einen Teil des erwirtschafteten Gewinns mit unternehmensfremden (= nicht satzungsmässig gedeckten) Aktivitäten vertrödelt, mindert dies den Börsenwert. Die erprobte Reaktion ist in diesem Fall, den Vorstand in die Wüste zu schicken. Basta.

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      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        In grossen Unternehmen kann man leicht unternehmensfremde Aktivitäten als satzungsmaessig gedeckt verkleiden. Reisen nach Davos (komplett mit Hofstaat), Sponsoring von Sportveranstaltungen (reiner Zufall, wenn es sich um die Sportleidenschaft des CEO handelt), luxururioese Büros, Geschäftsflugzeuge, “Off-Sites” in Luxusressorts etc.
        Manche grossen Mergers gehen auf das Ego eines CEO zurück, der Empire Building, betreiben will. Offiziell natürlich, weil sich die Geschäftsfelder komplementär ergänzen und man “Synergien” (sehr beliebt) erzielen kann. Geht dann oft schief, und ausbaden dürfen es die Aktionäre (und oft eben auch andere “Stakeholder”).
        Was genau den Börsenwert wie beeinflusst lässt sich sowieso nicht sagen.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        Was Sie sagen, ist ja richtig.

        Das Problem, das im Artikel angesprochen wird und das ich auch sehe, ist aber ein anderes:

        STRUKTURELL andere und auch nachteilige BEDINGUNGEN für die Erwirtschaftung von Unternehmensgewinnen.

        Ist das so, können Sie das Führungspersonal pausenlos austauschen – es bringt nichts, wenn die Unternehmen bei aller Anstrengung NICHT die Gewinn erwirtschaften können, die im globalen Renditewettbewerb akzeptabel sind.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Rolf Peter

        Ja, das gibt es alles. Aber eben auch das genaue Gegenteil. Hab vieles und viele gesehen. Das ist wie überall im Leben – die einen nutzen‘s aus, die anderen nicht. Die einen kommen durch, die anderen nicht.

        Börsennotierte Unternehmen sind zum Wachstum verdammt. Ein struktureller Fehler. Dort haben wir häufig Streubesitz UND das Principal-Agent-Problem. Da gibt‘s vielleicht was zu tun. Aber das hat mit den „purposes“, „social activities“ usw. nix zu tun. Und ob Musk oder Bezos oder die Klattens/Quandts mit dem (luxuriösen?) Firmenjet durch die Gegend fliegen, geht alle Anderen nix, aber auch gar nix an.

        Über die Besteuerung von Kerosin oder einschlägige CO2-Zertifikate sollten wir aber natürlich reden.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ D.Tischer

        >> “Ist das so, können Sie das Führungspersonal pausenlos austauschen – es bringt nichts, wenn die Unternehmen bei aller Anstrengung NICHT die Gewinn erwirtschaften können, die im globalen Renditewettbewerb akzeptabel sind.”

        Ach Herr Tischer, dann gehen sie eben im globalen Renditewettbewerb unter. Das können wir doch auch schön beobachten, oder etwa nicht?

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Bauer, Herr Tischer

        “Ach Herr Tischer, dann gehen sie eben im globalen Renditewettbewerb unter. Das können wir doch auch schön beobachten, oder etwa nicht?”

        Klar, dieser Untergang geht in Branchen mit hartem Wettbewerb sogar relativ schnell. Anders sieht das bei Oligopolen oder Monopolisten in Branchen mit hohen Einstiegsbarrieren für neue Konkurrenten aus.

        Wenn es bei Starbucks irgendwann nur noch Kaffee mit veganer Sojamilch gibt, jeder auf den Bechern ein geschlechtsneutrales Pronomen bekommt und das den Kunden zu sehr auf den Sack (heteronormativ! heteronormativ!) geht, dann laufen sie halt ein paar Schritte weiter zum nächsten Kaffeeladen.

        Aber was wollen Sie machen, wenn Microsoft sein Windows-Betriebssystem nur noch im Gay-Pride-Regenbogendesign ausliefert (außer natürlich auf die arabische Sprachversion umzustellen, hihi)? Oder wenn der Meta-Konzern (Facebook, Instagram, Whatsapp) auf die Idee kommt, plötzlich bestimmte von der Meinungsfreiheit gedeckte Äußerungen als angebliche “Hassrede” zu zensieren, einfach weil das die Konzernleitung oder die linksradikalen Mitarbeiter so einschätzen?

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ R. Ott

        Frage an Radio Erivan: Wer hat eigentlich den Kartellbehörden praktisch aller Industrieländer die Zähne gezogen?

        Du kümmern sich doch höchstens noch um die kartellfreie Vermarktung von Salatgurken.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Bauer

        “Die kümmern sich doch höchstens noch um die kartellfreie Vermarktung von Salatgurken.”

        Da tun Sie den Kartellbehörden aber Unrecht. Das Zwiebel- und Kartoffelkartell wurde auch ganz toll hochgenommen.

        https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/kartoffel-kartell-konnte-10-jahre-lang-bauern-und-verbraucher-schaedigen-9567581.html

        Die Branchen mit den heute wirklich interessanten Kartellen oder Monopolisten werden von der US-Regierung aber eher als Symbionten angesehen – und die europäischen Kartellbehörden gehen in vorauseilendem Vasallengehorsam folglich auch nicht gegen sie vor.

        Wie soll denn zum Beispiel die NSA ihre Überwachungsdossiers befüllen, wenn Apple, Meta und Google (alles Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung in bestimmten IT-Marktsegmenten) nicht kooperativ sind?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bauer

        >Ach Herr Tischer, dann gehen sie eben im globalen Renditewettbewerb unter. Das können wir doch auch schön beobachten, oder etwa nicht? >

        JA, wenn die Unternehmen in Deutschland bleiben.

        NEIN, wenn die Unternehmen mit ihren Investitionen MIGRIEREN, gehen sie nicht notwendigerweise unter.

        Mein Punkt:

        Wenn die deutsche Bevölkerung so mit ihren Unternehmen umgeht, wie sie es tut, dann schneidet sie sich in den Finger.

        Denn:

        Es werden sehr gut bezahlte Arbeitsplätze verloren gehen und nicht mehr zurückkommen.

        Der Wohlstand schwindet.

        Das kapieren zu viele noch nicht, werden es aber SPÜREN – leider erst dann, wenn es spät oder sogar zu spät ist.

  4. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Milton Friedman hatten wir hier schon diskutiert.

    DAMALS, 1970 war das „gesellschaftliche Selbstverständnis“ (noch) so, dass man seine Auffassung ERNSTNEHMEN konnte.

    Heute?

    >bto: Meine Meinung ist, dass hier ein Konflikt theoretisch aufgebauscht wird, was am Ende der Vergemeinschaftung von Unternehmen dient.>

    Diese Meinung VERKENNT, dass Unternehmen IMMER ein Teil irgendeiner Gemeinschaft sind.

    Es kommt darauf an, WIEVIEL Leine die Gemeinschaft den Unternehmen lassen will.

    Da haben sich die Zeiten eben geändert.

    Heute haben die Bevölkerungen mehrheitlich eine ANDERE Auffassung als 1970.

    >Large, publicly listed companies are under pressure from investors, customers and employees to do more to protect the environment and to help tackle other social ills.”>

    Das ist so in Einklang mit dem STAAT, der über Regulierung den GRÖSSTEN Druck aufbaut.

    >bto: Das ist eigentlich nicht deren Aufgabe.>

    Es IST ihre Aufgabe, wenn es mit DEMOKRATISCHEN Verfahren zu ihrer Aufgabe GEMACHT wird – sei es durch das Konsumverhalten oder die Vorgaben des Staats.

    >“Would such a shift be good for society? The answer is: almost certainly not.” – bto: Das sehe ich genauso.>

    Die Frage kann man stellen und sie auch so beantworten, wie sie hier beantwortet wird.

    Stimme zu.

    Aber:

    Es ändert NICHTS daran, dass mehrheitlich entschieden wird, WAS zu WOLLEN sei.

    >Liberating companies from shareholder pressure would weaken a source of dynamism in the market economy.” –>

    Das ist so.

    >bto: Genau das ist vermutlich aber auch das Ziel.>

    Das ist Spekulation.

    Vielmehr:

    Es soll EINE Quelle der Dynamik aus dem Marktgeschehen genommen werden, nämlich die Profitabilität der Unternehmen ÜBERWIEGEND oder sogar NUR am konventionellen Wirtschaften festzumachen, also z. B. an der „Unvernunft“ der energieverschwenden Verbraucher.

    Die DYNAMIK der Unternehmen soll nicht aus dem Markt genommen, sondern die Richtung des Agieren geändert werden.

    Daher wird der „unverantwortliche“ privatwirtschaftliche Shareholder durch den „verantwortlichen“ AUSGETAUSCHT, d. h. de facto ersetzt durch den Staat, der mit interventionistischem Zentralismus auf der Basis des demokratischen Mehrheitswillens agiert.

    Unterm Strich:

    Eine Diskussion, die signifikante VERÄNDERUNGEN beleuchtet.

    Aus Sicht der Shareholder sollte aber klar sein:

    VERLEGUNG ihrer UNTERNEHMEN dorthin, wo die PROFITMAXIMIERUNG mit weniger Beschränkungen möglich ist – es ist ihr LEGITIMES Interesse.

    Das ist schon lange im Gange und wird weiter betrieben werden.

    Kein Grund zur Panik.

    Mit den Folgen werden wir schon fertig, auf unsere demokratische Art − GLAUBEN wir offensichtlich.

    Ich erkenne etwas anderes:

    Unsere demokratische Art erodiert.

    Antworten
  5. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    bto: “So ist es!”

    Falsch, so WÄRE es in einer vollkommenen Demokratie, die wir aber nirgends im Westen haben. Faktisch diktieren Goldman Sachs & Co in USA die Finanzmarktregulierung und große Teile der Geldpolitik, so wie in Deutschland Verbände wie der BDI oder der DGB massiven Einfluss haben. Die großen Tech-Konzerne spielen in einer eigenen Liga. Gerade weil die Macht der wenigen großen Interessenvertreter die korrekte Setzung von Rahmenbedingungen verhindert, kommen diese schrägen Forderungen auf, dass Unternehmen noch “zusätzliche” Aufgaben hätten als Gewinne zu machen. Denn schließlich weiß jeder, dass gegen diese Interessenvertreter keine Politik gemacht wird.

    Oder um es plakativ zu sagen: Vor dem Diesel-Skandal hat VW einfach im Bundeskanzleramt angerufen, um die Verkehrspolitik zu besprechen. So etwas kann und darf es nicht geben, oder VW muss gesellschaftliche Aufgaben mitübernehmen weil es politische Macht mit übernommen hat. Alternativ halten sich die Firmen komplett aus der Politik raus und sind dann aber nur noch zum Geldverdienen da.

    Beides ist im Jahr 2022 unrealistisch. Und daher werden die immer lauteren linksgrünen Forderungen bleiben. Erst wenn Fridays for Future anfängt, den Greenspan-Put und seine vielen Nachfolger zu kritisieren, glaube ich an Besserung.

    Antworten
  6. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    „competition between profitmaking firms as its driving force, is the means by which society’s resources are used most productively for everyone.“

    Diese Aussage gilt nur in einer Wirtschaft mit vollkommener Konkurrenz, ohne Unsicherheit und Externalitaeten und ohne Transaktions- und Anpassungskosten.

    In Wirklichkeit sind diese Voraussetzungen immer weniger gegeben. Monopolistische Strukturen, insbesondere auch bei modernen Technologien, und externe Effekte werden immer wichtiger.

    Die Forderung nach Maximierung des Shareholder Value macht nur Sinn, wenn der Unternehmer das risikobehaftete Residualeinkommen erhält und aller anderen Stakeholder fixe Ansprüche an das Unternehmen haben (und die o.g. Voraussetzungen erfüllt sind).

    In der Realitaet tragen aber nahezu alle Stakeholder einen Teil des unternehmerischen Risikos. Die Beschäftigten z.B. tragen ein Arbeitzplatzrisiko. Damit sind sie am unternehmerischen Risiko beteiligt. Das wiegt umso schwerer, wenn sie unternehmensspezifisches Humankapital aufgebaut haben. Das wirkt wie eine Rente, die bei einem Arbeitsplatzverlust nicht ersetzt werden kann.

    Wo ein Unternehmen dazu in der Lage ist, wälzt es Kosten auf die Allgemeinheit ab und versucht, die Internalisierung zu vermeiden. Beispiele sind Grossrisiken bei Banken, Umweltverschmutzung oder Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft, wenn ein grosses Unternehmen eine Niederlassung schliesst.

    Ein weiteres Problem ist das Principal-Agent-Problem in grossen Unternehmen, bei denen das Management von den Eigentuermer-Aktionaeren getrennt ist. Die Manager mögen zwar viel von Shareholder Value reden, sie maximieren aber ihr eigenes Einkommen, und dieses Kalkül ist nicht unbedingt mit den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Unternehmens vereinbar.

    „Es entspricht dem derzeitigen sozialistischen Grundtrend, der von mangelndem Verständnis profitiert.“
    In Wirklichkeit erkennen immer mehr Leute die oben beschriebenen Probleme, inzwischen auch unter Ökonomen. Mit einem sozialistischen Grundtrend hat das nichts zu tun. aber irgendwo liegt ein „mangelndes Verständnis“ vor; fragt sich nur, wo.

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    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Rolf Peter

      “In der Realitaet tragen aber nahezu alle Stakeholder einen Teil des unternehmerischen Risikos. Die Beschäftigten z.B. tragen ein Arbeitzplatzrisiko. Damit sind sie am unternehmerischen Risiko beteiligt.”

      Sie haben offensichtlich keine Ahnung, was es tatsächlich bedeutet, unternehmerisches Risiko zu tragen. In Deutschland seinen Arbeitsplatz zu verlieren und dann schlimmstenfalls Arbeitslosengeld zu bekommen, ist eigentlich nicht damit gemeint.

      Das ist so weltfremd, dass ich mich sogar frage, ob Sie jemals in einem Job gearbeitet haben, bei dem Ihr Gehalt nicht direkt vom Staat oder einer behördenähnlichen, staatsfinanzierten Organisation kam.

      “Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft, wenn ein grosses Unternehmen eine Niederlassung schliesst”

      Wollen Sie jetzt auch noch behaupten, dass die Kommunalverwaltung “unternehmerisches Risiko” trägt, nur weil sich in ihrer Stadt Unternehmen ansiedeln? Dem Bäcker einen Gewerbesteuerbescheid zu schicken ist also ein bisschen so wie selbst eine Bäckerei zu haben?

      “Mit einem sozialistischen Grundtrend hat das nichts zu tun. aber irgendwo liegt ein „mangelndes Verständnis“ vor; fragt sich nur, wo.”

      Ich wüsste es. ;)

      Antworten
      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott:

        Wie so oft eine Frage der Definition. Schauen wir, was das sicherlich nicht eben kapitalismusfreundliche Wikipedia sagt:

        “Unternehmerrisiko ist die Gewinnchance oder Verlustgefahr, die sich aus der unternehmerischen Betätigung ergibt. Die Verlustgefahr kann in einem Verlust des eingesetzten Eigenkapitals bestehen, aber auch bereits dann, wenn der Erfolg des Einsatzes der unternehmerischen Arbeitskraft unsicher ist. […] Unternehmerrisiko ist zunächst ein Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre.”

        https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmerrisiko

        In der reinen Form lässt sich das bei der Selbstständigmachung oder vollständigen Neugründung einer Gesellschaft beobachten, bei denen nicht klar ist, ob auch nur ein Cent verdient wird, während Kapital im Vorfeld und ab Aufnahme der Tätigkeit investiert wird, und gearbeitet wird auch bei 0-Umsatz.

        Das finanzielle Risiko des Arbeitnehmers ist maximal das Wegbrechen des vertraglich vereinbarten Einkommens. Mit privatem Kapital muss der Beschäftigte nicht haften bzw. es kann ihm nicht verlustig gehen. (Ganz so schwarz-weiß ist es freilich nicht, so könnten z.B. die Kosten für einen Umzug für den neuen Job als Invest gesehen werden oder der Einkommensverlust während Arbeitslosigkeit auch zu “Eigenkapitalverlust” führen. Aber am Grundsätzlichen ändert dies nichts.)

        Ich vermute der Blick auf viele scheinbar ewig bestehende Großunternehmen vernebelt den Blick für diesen zentralen Mechanismus in der freien Wirtschaft. Es wird auf die Gewinne fokussiert, ohne die Arbeit, Fähigkeiten und die Risiken der Eigentümer zu sehen, die zu diesen Gewinnen führen.

        Läuft halt alles scheinbar von selbst.

        Noch etwas Food for thought: Jeder Arbeitnehmer profitiert auch ohne Beteiligungen (z.B. Aktien) am Gewinn seines Unternehmens und aller anderen. Wie? Nun: Steuern. Der Staat erhebt Steuern, diese werden verteilt und kommen der Bevölkerung unabhängig von direkten Beteiligungen zugute. So gesehen hat eigentlich jeder fett viele Firmenanteile – und das ganz ohne Eigenkapital- und Haftungsrisiko ;)

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ Thomas M.

        >> ” … so könnten z.B. die Kosten für einen Umzug für den neuen Job als Invest gesehen werden oder der Einkommensverlust während Arbeitslosigkeit auch zu “Eigenkapitalverlust” führen.”

        Stimmt nicht. Das sind Werbungskosten des AN, die steuerlich abzugsfähig sind. Ein bißchen Lebensrisiko darf schon noch sein, da sonst der sorglose Übermut überhand nimmt.

    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @Rolf Peter

      Bin ja sonst eher ein Freund Ihrer Posts. Aber beim Unternehmersein muss ich dann doch mal reingehen.

      Niemand außer dem Unternehmer trägt das Risiko (vielleich noch die Bank, aber für viele (junge) Unternehmen eben nicht). Musste Haus/Hof und Familie verpfänden, um überhaupt starten zu können. Das Finanzamt hat in sechs Jahren drei große Betriebsprüfungen gemacht und JEDES MAL verdeckte Gewinnausschüttung reklamiert.

      Und das, OBWOHL wir uns jedes Mal an die Vorgaben der vorangegangenen Prüfung gehalten hatten (Prüfer: 🤷‍♂️) Unsere dahinterstehende Überlegung war, (uns selbst) erst einmal wenig Gehalt zu zahlen und in einem gut laufenden Jahr dann mehr Tantieme. Selbst diese banale Entscheidung lässt der Staat nicht zu und gibt mehr oder weniger ein 50/50 vor!!

      Für alle Folgen habe NUR ich als Eigentümer gerade gestanden – zT mit meinem PRIVATEN Vermögen (verpfändet bei der Bank). Kein Mitarbeiter, keine Bank, kein Staat, keine Gemeinde.

      Die Mitarbeiter haben sehr gute Gehälter bekommen und ich hab schon aufgepasst, dass mir die guten nicht von der Stange gehen. Und in den schwierigen Zeiten hatten wir alles so vorbereitet, dass wir bei Kurzarbeit noch was drauflegen – unser privates Geld.

      Dass Manager und Unternehmer anders zu behandeln sind und anders handeln, ist völlig richtig (Principal-Agent-Thema). Aber das sind Dinge, die normalerweise über einen ordentlichen Aufsichtsrat geregelt werden können und letztlich in den “normalen” Personalkostenblock des Unternehmens fallen. Zunehmende diesbezügliche Transparenz wird doch durchgesetzt.

      Und wenn der Staat (im @DTischerschen Sinne der geänderten Vorstellung der Gemeinschaft) was Zusätzliches will, soll er die Rahmenbedingungen gefälligst ändern.

      Fragen Sie mal ein Chemieunternehmen, an wie viele Gesetze/Regelungen/Verordnungen/Verbote die sich halten müssen, wenn sie an einem Standort produzieren (Immissionen, Emissionen, Abstand zu Wohngebieten, …), die Ware transportieren (Gefahrguttransporte) und weiterverarbeiten (Endverbleibserklärungen!). Das ist alles richtig und ok, um den Schutz der Gemeinschaft vor gefährlichen Stoffen oder auch vor deren Missbrauch sicherzustellen.

      Aber dann noch weitere ureigene Themen des Staates (Gerechtigkeit, Internalisierung von externen Kosten, …) obendrauf zu packen, tötet einfach alles Unternehmerische. Und davon leben wir am Ende alle.

      Antworten
      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Stoertebekker

        >Unsere dahinterstehende Überlegung war, (uns selbst) erst einmal wenig Gehalt zu zahlen und in einem gut laufenden Jahr dann mehr Tantieme.

        Hmmm… Die Überlegung kommt mir irgendwie bekannt vor.

        Die beim Prüfer und dessen Vorgabe dahinterstehende Überlegung war vermutlich, dass nicht so viel vom Gewinn schon als Tantieme ausgeschüttet wird und damit dann nicht mehr für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und anschließend Kapitalertragsteuer zur Verfügung steht ;-)

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Thomas M.

        Besteuerung als Lohn/Gehalt war irgendwie 3% höher als bei der Dividende. Der Irrsinn – der Prüfer hat nicht aufs Gesamtsteueraufkommen für den Staat geschaut, sondern nur „SEINE“ Steuerart. Steuerberater meinte, dass wir bei Beschwerde dagegen vorm Finanzgericht vermutlich sogar Recht bekämen, ein Prozess aber 10+ Jahre dauern könne…

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Stoertebekker

        >Steuerberater meinte, dass wir bei Beschwerde dagegen vorm Finanzgericht vermutlich sogar Recht bekämen, ein Prozess aber 10+ Jahre dauern könne…

        Zwischenzeitlich wären Sie damit dann sogar durch ;)

        Kleine Anekdote. Neulich – wir haben 2022, richtig? – kam eine Anfrage zu irgendwelchen fehlenden oder noch nicht erfassten Daten zur Corona-Soforthilfe, die wir in 2020 (Covid ging doch in 2020 los, oder?) beantragt hatten und dann komplett zurückgezahlt hatten, weil nicht benötigt. Irgendwo sind Leute anscheinend noch immer ganz busy…

        Die Potenziale zur Arbeitsplatzschaffung in der Bürokratie sind unendlich. Man muss das selbst live und in Farbe erlebt haben, um die Maxime “möglichst wenig Staat” verstehen zu können. Ich bin heilfroh, dass wir nur sehr wenige Kontaktpunkte haben.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Thomas M.

        Da wir gerade plaudern – das mit den Corona-Hilfen kann ich mir gut vorstellen. Bei uns hatte das Finanzamt mal irrtümlich 300k€ eingezogen – mehr als die komplette monatliche Lohn- und Gehaltssumme. Hat vier Wochen (!!) gebraucht, bis das Geld wieder da war. Irgendwelche Liquiditätsprobleme haben die nicht interessiert, keine Entschuldigung, nicht mal ne Info, dass das Geld zurücküberwiesen wurde.

        Hab 2014 aus Wettbewerbsdruck verkauft und 2019 die letzte diesbezügliche Steuerzahlung beglichen. 5 (!) Jahre später. Wenn man merkt, dass der Staat trotz selbst erlassener Gesetze deren Auslegung oszillierend durchsetzt, kommt einem irgendwann der Gedanke, dass Steuerehrlichkeit nur für eine Seite gelten soll. Wenn nicht Gefängnis drohen würde, würden vermutlich noch viel mehr Unternehmer immer mal auf die dunkle Seite der Steuerinterpretation wechseln – gekniffen wird man bei ner Prüfung sowieso IMMER.

        Insofern volle Zustimmung zur Aussage, dass man den Kontakt minimieren, dem Staat wenig trauen und für eine Verschlankung kämpfen sollte. Aber selbst die FDP baut weiter Regierungspersonal auf… Wir sind verloren.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ Stoertebekker

        >> “… der Gedanke, dass Steuerehrlichkeit nur für eine Seite gelten soll. Wenn nicht Gefängnis drohen würde …”

        Haha, da habe ich alte Reminiszenen, über die ich heute nach über 30 Jahren ungeniert plaudern kann.

        Mein Betrieb in D wurde vom FA wegen seiner Grösse lückenlos geprüft, also alle drei Jahre für die vorhergehenden drei Jahre. Das war schon Routine und ich wusste, dass ich in der Bilanz immer einige Ostereier für den Prüfer verstecken musste, um ihn von tieferen Grabungen abzuhalten. As ich verkaufen wollte, musste der Verkaufstermin so gelegt werden, dass er zwischen zwei Prüfungen fiel, um dem Käufer eine blütenweisse Bilanz zu hinterlassen.

        Meinen StB veranlasste ich durch ständige Bilanzkorrekturen, die letzten drei Jahre und schliesslich auch das Verkaufsjahr offen zu halten. In D ist es strafbar, seine Steuererklärung nicht abzugeben, aber nicht, wenn man nicht zahlen will. Als ich meinen StB schliesslich die Erklärungen endgültig einreichen liess, war ich schon längst mit allem und einschliesslich Familie ins zweite Ausland unbekannt verzogen. Der Zwischenstopp in einem Hochsteuerland war erforderlich wegen des Aussensteuergesetzes. Bezahlt habe ich natürlich nichts mehr für die letzten drei Jahre, in denen ich alle stillen Reserven aufgedeckt hatte, plus Verkauf. Ein schlechtes Gewissen habe ich auch nie gehabt.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Bauer

        Ach, schön, wenn man mal mit Leuten plaudern kann, die das alles kennen. Man ist sonst ja immer schnell in der Ecke „kann den Hals nicht voll bekommen“…

        Na, wir waren vermutlich deutlich kleiner (immer knapp an der Grenze zur Trennung Steuerberater/Abschlussprüfung vorbeigeschrammt) und ich muss ehrlich sagen, dass wäre mir zu viel Stress gewesen.

        Wir hatten de facto alle Servicefunktionen outgesourct, inkl. Buchhaltung zum Steuerberater. Kann nicht sagen, dass ich viel Extra-Zeit hatte, die ich in diese Themen hätte stecken können. War froh, dass der Steuerberater lokal so gut vernetzt war, so dass er beim Finanzamt vorab immer mal schon ne kleine Info zum Prüfer und dessen Prüfvorlieben bekommen hat.

        Heute lassen die aber über die gesamten Daten ne Software laufen, die nach Unregelmäßigkeiten sucht und da wird dann reingegangen. Da die Steuerberater das auch wissen, ist dieses Spiel mit den Ostereiern wie das Wettrüsten im Kalten Krieg…

        Beim Verkauf war mein Partner gerade in Scheidung. Praktisch nicht verfügbar. Da blieb auch keine Zeit für die Arbeit an den Büchern. Pech, aber am Ende will ich nicht jammern. War ne intensive und spannende Zeit und vorerst kann ich mein freies Leben genießen.

        Aber vom Staat halte ich mich weiter weitestgehend fern.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ Stoertebekker

        Das Vergnügen ist auch meinerseits.

        >> “Wir hatten de facto alle Servicefunktionen outgesourct, inkl. Buchhaltung zum Steuerberater.”

        Das war der springende Punkt, um nicht zu sagen Fehler. Ich hatte ja auch ein Wirtschaftsstudium hinter mir, da ich von Anfang an wusste, das der wirtschaftliche Erfolg nicht nur von der Fachkompetenz abhing. Ich hatte Datev im Haus und eine Buchhaltung, die die Zahlen da reinfütterte. Aber Monats- oder gar Jahresabschlüsse waren Chefsache. Ich wurde zum Künstler, Gewinn zu verstecken (es gab nie eine Dividende für die Gesellschafter) und stille Reserven aufzubauen. Glaube nur einer Bilanz, die Du selbst frisiert hast!

        Mein StB war ein Ehemaliger, also ein Ex-Steuerprüfer, der abgesprungen war und sich selbständig gemacht hatte. Ich pflegte ihn wegen seiner exzellenten Drähte ins FA, liess ihn allerdings nie reinschauen, was ich vorhatte. Dafür hielt ich mir einen zweiten StB an einem anderen Ort, mit dem ich meine Bosheiten ausheckte, die sich ja nach einem langfristigen Plan über ein Jahrzehnt erstreckten, d.h. mindestens drei Steuerprüfer, die ja nie zweimal kommen. Mein örtlicher StB bekam das nur löffelweise gefüttert, er blickte da nicht durch und konnte auch dem FA aus alter Verbundenheit nichts erzählen. Vertrauliche Informationen erhält man ja nur im Austausch, was Ihnen geläufig sein sollte. Das Problem des begrenzten Vertrauens in den StB existierte ja schon damals vor 40 Jahren.

        Das lief so perfekt, dass mein offizieller StB mir am Ende neiderfüllt gratulierte, und mein inoffizieller nur mehr ungläubig den Kopf schüttelte und sich aufs Altenteil zurückzog.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Bauer

        Na, ob Fehler oder nicht, weiß man ja immer erst hinterher. Unsere Überlegung war, dass man die Buchhaltung dann wieder betreuen muss, sich um Urlaubs-/Krankheitsvertretung kümmern usw. Und dann hat man das größte Problem ja immer noch nicht gelöst – fitte, richtig vernetzte und loyale Mitarbeiter zu finden, obwohl man das selbst gar nicht wirklich beurteilen kann.

        Da wir kein von allein laufendes Geschäft hatten, mussten wir uns permanent darum kümmern und Kunden, vor allem aber potenzielle Kunden bespaßen. Ohne diesen Zeitaufwand auf der Kundenseite (da waren auch viele Wochenenden drin) hätten wir vermutlich viel früher dem Wettbewerbsdruck der Großen nachgeben müssen.

        Insofern – ich hätte weder Zeit noch Lust gehabt, diese Übungen in Ihrem Ausmaß zu machen, außerdem waren wir vermutlich deutlich kleiner mit viel weniger einschlägigem Potenzial. Wie an anderer Stelle schon erwähnt – mir reicht bisher das, was für mich dabei rumgekommen ist.

        Oder wie Sie in Ihrem Büchlein sagen: reich ist, wer sich alle SEINE Wünsche erfüllen kann, ohne aufs Geld gucken zu müssen.

      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ Stoertebekker

        Ja, Sie haben ja unbedingt recht mit Ihrem Schlusszitat. Nur so geht es. Aber für mich wurde das gegen Ende zum Sport, so nach dem Motto ‘Jetzt erst recht’.

  7. Thomas M.
    Thomas M. sagte:

    >Large, publicly listed companies are under pressure from investors, customers and employees to do more to protect the environment and to help tackle other social ills.” – bto: Das ist eigentlich nicht deren Aufgabe.

    Es ist dann deren Aufgabe, wenn es entsprechende Gesetze gibt. Die gibt es bereits zuhauf im wohlhabenden Westen. Das wird leider gerne vergessen, während man pünktlich Feierabend macht, sich krankmeldet und in die Babypause verabschiedet, nachdem man sich bemüht hat, 100te Gesetze zum Arbeitsschutz und umweltgerechten Produzieren und datensparsamen Verwalten einzuhalten. Selbst die Anrede wird mittlerweile reguliert, um sozial maximal inklusiv zu sein.

    Wer noch mehr Umweltschutz und weitere soziale Maßnahmen möchte, möge bitte den politischen Weg gehen und Gesetze erlassen. Dafür ist schließlich der Oberbau da.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Thomas M.

      >Wer noch mehr Umweltschutz und weitere soziale Maßnahmen möchte, möge bitte den politischen Weg gehen und Gesetze erlassen. Dafür ist schließlich der Oberbau da.>

      Richtig.

      Wer (im Interesse der Shareholder von Unternehmen) WENIGER Umweltschutz etc. möchte, möge bitte den politischen Weg gehen und Gesetze erlassen. Dafür ist schließlich der Oberbau da.

      Auch richtig.

      Aber:

      Die Shareholder sind HIERZULANDE in einer erbärmlichen Minderheit.

      Da muss ihnen schon die eine oder andere Gewerkschaft zu Hilfe kommen, Fahimi hat mit dem Risiko für gutbezahlte Arbeitsplätze schon mal eine Ansage gemacht.

      Die Shareholder AUSSERHALB des Landes, bei den DAX-Unternehmen schon 50% oder mehr, schauen sich das solange an, wie diese Unternehmen durch Investitionen AUSSERHALB des Landes im Renditewettbewerb hinreichend mithalten können.

      Wenn dies nicht mehr der Fall ist, lassen sie die Unternehmen wie heiße Kartoffeln fallen.

      Der Kapitalismus funktioniert.

      Irgendwelche Mehrheiten im Deutschen Bundestag ändern daran nichts.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Thomas M.

        Aktuell:

        https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/ford-baut-elektroauto-in-valencia-statt-in-saarlouis-18119748.html

        Daraus:

        Der US-amerikanische Autohersteller Ford wird sein erstes vollständig selbst entwickeltes Elektroauto nicht im saarländischen Saarlouis bauen. Stattdessen hat sich die Konzernführung für die Produktion im spanischen Valencia entschieden. Nach monatelangem Ringen, in dem der Vorstand zum großen Unmut von Beschäftigen und politisch Verantwortlichen die Werke zu einer Art internen Konkurrenzkampf und einem Wettbieten der Subventionen aufgefordert hat, gehen die Saarländer als Verlierer vom Platz.

        Dem Werk mit seinen 4600 Beschäftigten und dem umliegenden Zuliefererpark mit weiteren 1300 Mitarbeitern drohen erhebliche Einschnitte, vielleicht sogar die Schließung.>

        Irgendwelche Probleme?

        Ich sehe keine.

        Im Saarland ist die SPD an der Macht.

        Diese Partei weiß, wie man Probleme behebt. 😊

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Tischer

        Ist doch kein Problem. Einfach europäisch denken: Es gibt dann gar keinen Verlierer, denn das Werk wird in der EU gebaut. Für deutsche Arbeitnehmer konkret: Neue Sprache lernen, Land verlassen und gut ist. Machen andere schließlich auch. Alles ganz einfach, wenn man nur … groß … genug denkt. :>

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Thomas M.

        >Für deutsche Arbeitnehmer konkret: Neue Sprache lernen, Land verlassen und gut ist.>

        Nix ist mit gut ist.

        Denken Sie bitte daran, dass Leute wie der UN-HEIL Minister Heil eine Aufgabe haben müssen, z. B. den Zusammenhalt zu sichern.

        Wenn deutsche Arbeitnehmer weg sind, dann ist er arbeitslos bzw. wenn das Land dann anders „aufgefüllt“ ist, schafft er das nicht.

        Menschen brauchen eine Aufgabe.

        Mandatsträger der SPD an erster Stelle.

        Wo kämen wir hin, wenn die nichts mehr zu tun hätten.😉

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Menschen brauchen eine Aufgabe. Mandatsträger der SPD an erster Stelle. Wo kämen wir hin, wenn die nichts mehr zu tun hätten”

        Thomas M. hat doch schon den Lösungsansatz gezeigt: “Wir” müssen da europäisch denken.

        Minister Heil schicken wir als politischen Aufbauhelfer in den designierten EU-Beitrittskandidaten Ukraine. Da kann er sich nützlich machen und gleich noch ein bisschen abspecken.

        Oder will er etwa nicht?

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        Nochmal zu Ford in Valencia statt in Saarlouis – Die schönste Passage aus dem Artikel verdient es, nochmal besonders gewürdigt zu werden:

        “Bei Werksansiedlungen in Spanien, wie zuletzt bei der von VW angekündigten neuen Batteriefabrik, hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez auch mit Hilfen aus dem EU-Aufbaufonds gelockt. Deutschland ist nach Darstellung des Bundesrechnungshofes mit 65 Milliarden Euro der größte Nettozahler des Fonds.”

        :D :D :D

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Schon richtig, wir sind die Vorreiter in der EU.

        Die Unternehmen folgen nur den Regeln.

        Aber man wird auch sehen:

        Die IG-Metall und andere Gewerkschaften werden das Geschehen nicht nur beobachten, sondern so viel Druck von den Mitgliedern bekommen, dass nicht nur die SPD, sondern die ganze Regierung ins Wanken gerät.

        Nur, und das ist das DRAMA:

        Wir sind im EU-Netz gefangen und kommen nicht mehr raus.

        Die Unternehmen kann niemand zwingen, in Deutschland zu bleiben, wenn es woanders günstiger ist.

        Man kann sie dann nur noch – auch nur im BEGRENZENDEN EU-Rahmen möglich – mit Geld zuschütten.

        Wir sitzen in der selbst gebastelten Falle.

        Und jetzt kommen Sie nicht schon wieder:

        Wir müssen FREIWILLIG aus der Falle, d. h. die EU verlassen.

        Geht nicht, die Katze lauert vor der Falle.

      • weico
        weico sagte:

        @DT

        “Und jetzt kommen Sie nicht schon wieder:

        Wir müssen FREIWILLIG aus der Falle, d. h. die EU verlassen.
        Geht nicht, die Katze lauert vor der Falle.”

        Da lauert keine Katze sondern…..höchstens die “german angst” !

        Daher ruhig etwas mehr Mut bei den nächsten Wahlen… denn es gibt ja EINE wirkliche Alternative für Deutschland… :):)

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Geht nicht, die Katze lauert vor der Falle.”

        Ist UK nach dem Brexit schon von der Katze gefressen worden? Oder glauben Sie, UK ist die böse Katze?

  8. Stoertebekkers
    Stoertebekkers sagte:

    Hatte zu Corona-Zeiten schon geschrieben:

    Wenn die Unternehmen erst den Staat finanzieren (Steuern), dann die Gesetze ohne Gewaltmonopol durchsetzen (Maskenpflicht) und am Ende noch die Welt retten (Freigabe der Patente) sollen, läuft gehörig was schief.

    Aber, wie man sieht, könnte man auch noch die Unfähigkeit der Staaten, ordentliche Rahmenbedingungen zur Internalisierung von externen Effekten auf die Unternehmen abwälzen oder auch die Schaffung einer “gerechten” Welt, von der Politiker fabulieren, aber eigentlich auch keine Ahnung haben, wie diese denn aussehen sollte…

    Naja, bisher ist ja immer noch die Vernunft vorn und was Besseres als grüne Minister, die Kohlekraftwerke wieder anfahren und Sozis, die Deutschland wieder aufrüsten wollen, kann uns eigentlich nicht passieren… Im Sinne der gesellschaftlichen Akzeptanz.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Stoertebekkers

      >Naja, bisher ist ja immer noch die Vernunft vorn und was Besseres als grüne Minister, die Kohlekraftwerke wieder anfahren und Sozis, die Deutschland wieder aufrüsten wollen, kann uns eigentlich nicht passieren… Im Sinne der gesellschaftlichen Akzeptanz.>

      Ja.

      Aber:

      Die gesellschaftliche AKZEPTANZ hat sich GEÄNDERT und ändert sich WEITER.

      Das ist die Variabel, die zukünftig UNBERECHENBARER wird.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @weico

      Da die Deutsche Bahn ein Staatskonzern ist, ist das quasi eine staatliche Sonder-Umverteilung an streitlustige “Psycholog*innen” mit viel Freizeit, die das Pronomen “em” für sich gewählt haben. Lachen Sie nicht zu früh, solche Typen (divers) gibt es auch in der Schweiz – und die werden schnell austesten, ob sich auch dort damit Geld vom Staat abzocken lässt.

      Ich finde das zugesprochene und auch das geforderte Schmerzensgeld allerdings viel zu niedrig. Für die “deutlichen psychischen Belastungen” aufgrund der “Zuschreibung von Männlichkeit” wenn irgendeine Fahrkarten-Buchungssystem-Eingabemaske nur die Anreden “Herr” und “Frau” zur Auswahl hat, wäre meiner Meinung nach eher ein Schmerzensgeld in Höhe von 5 bis 10 Millionen Euro angemessen. Wir leben schließlich im Jahr 2022.

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Lachen Sie nicht zu früh, solche Typen (divers) gibt es auch in der Schweiz – und die werden schnell austesten, ob sich auch dort damit Geld vom Staat abzocken lässt.”

        Wenn sie mal richtig lachen wollen, dann sollten sie lesen wie man solche Leute bzw. den Kläger anreden darf.

        Die Langfassung ist köstlich.

        http://rhornstein.de

    • Alexander
      Alexander sagte:

      @Bauer

      „Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse; andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne; nur wenige sehen in ihm ein Pferd, das den Karren zieht.“
      ―Winston Churchill

      Angestellte sind keine Unternehmer,
      bis zur Haftungeinschränkung handelten Unternehmer verantwortlicher als aktuell.

      Meiner Beobachtung nach haben Unternehmer derselben Evolution unterlegen wie alle anderen Mitbürger:innen auch. Man sorgt nicht vor (0% Zins), man konsumiert alles, man glaubt der Staat/ZB würde alles richten und man hat sich impfen lassen + die ganze Belegschaft genötigt.

      Der angerichtete Schaden übersteigt die Vorstellungkraft unserer Bevölkerung:en.

      Krieg hat uns noch gefehlt.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Bauer

      “die eierlegende Wollmilchsau”

      Ja, aber hoffentlich nicht mit zu dickem Wollkleid, sonst können sich diverse hungrige Parasiten gar nicht ordentlich hineinzecken um dann “teilzuhaben” …

      Antworten
  9. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    “Some members of the anti-Friedman camp favour a revision of company law, obliging businesses to adopt a social purpose that goes beyond making profits.”

    Ich würde zu gerne sehen, wie das in der Praxis funktionieren soll.

    Können die Unternehmen sich diesen “sozialen Zweck” dann frei aussuchen? Könnte also beispielsweise ein US-Waffenhersteller das Eintreten für ein möglichst liberales Waffenrecht wählen? Oder die Tönnies-Fleischbetriebe setzen sich für die Förderung der deutschen Bratwursttradition zur Bewahrung unseres immateriellen Kulturerbes ein? Übrigens kein Witz, das Verfahren für den UNESCO-Weltkulturerbeantrag für die Thüringer Bratwurst hat die thüringische Staatsregierung tatsächlich begonnen: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/buntes-kurioses/id_91251818/thueringer-bratwurst-soll-unesco-kulturerbe-werden.html

    Ich ahne allerdings, dass legitime “soziale Zwecke” im Sinne dieses Vorschlages nur diejenigen sind, die unser grünlinken Gesellschafts-Umerzieher sowieso auf ihrer Agenda haben, also in meinen Beispielen selbstverständlich Waffenverbote und das Werben für vegane Fleischalternativen und den leckeren Insektenburger vom Davos-Klaus.

    Antworten
    • Tom96
      Tom96 sagte:

      @ Richard Ott
      “Bild und Spiegel als Wortmanipulationen” gegn Wirklichkeit und Tatsachen,
      Wortkauderwelsche zur Unterdrückung durch Verarmung der 70 Billionen Zellen.
      Die Lebensmittelmafia wurde als Jahrhundertereignis längst zerstört, es bleibt nur noch die Opfer zählen.
      Intelligenz ist in jeder Zelle
      https://youtu.be/iRHJzqSAlks
      “Hochwertige Lebensmittel und lebenswichtige Nährstoffe”
      Der Kredit als katalytisch hochwertiges Element der Aktionäre (Schauspielenden) hat ferrrrtisch.
      Vanadium, Gold, Platin … für die Menschen!

      Antworten

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