Clear And Present Danger

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone

Zum Stichwort „Top“ diese Ergänzung vom Asset-Manager GaveKal. Dieser macht vier klare Warnsignale aus bezüglich des US-Aktienmarktes:

  • Der Spread zwischen Anleihen guter und schlechter Qualität weitet sich seit längerem wieder aus. Dies wird leicht übersehen, weil die Renditen der guten Anleihen fallen und damit absolut betrachtet das Zinsniveau für schlechte Anleihen sehr tief ist. Erklärt auch den schon mehrfach angesprochenen Boom bei der Ausgabe schlechter Anleihen.
  • Die Inflationserwartung ist deutlich zurückgegangen. Man misst diese durch einen Vergleich der inflationsgeschützen Anleihen der US-Regierung mit jenen ohne einen solchen Schutz. Fällt die Inflation, würde es die Schuldenlast wieder stärker spürbar machen.
  • Die Verzinsung von (vermeintlich) sicheren Staatsanleihen fällt immer weiter.
  • Der Zinsaufschlag für 30-jährige Anleihen gegenüber 10-jährigen ist auf ein Fünfjahrestief gefallen. Wie zuletzt 2009. Im Klartext bedeutet dies, dass die Investoren nicht wie eigentlich üblich einen Zuschlag für eine längere Bindung verlangen. Dieser wäre angesichts der damit verbundenen Risiken normal. Könnte sein, dass der Bondmarkt eine neue Rezession und Deflation erwartet – und dann wären 30-jährige ein Super-Investment!

GaveKal: Clear And Present Danger, 25. September 2014

Bereits vor zwei Tagen hat dieselbe Gruppe darauf hingewiesen, dass technische Indikatoren, vor allem im Optionshandel, eine deutliche Bewegung an den Börsen erwarten lassen. GaveKal spricht von der Wahrscheinlichkeit einer zwei- bis dreifachen Standardabweichung (laut Wikipedia „Ausreißer“) von 11,75 Prozent bis 13,10 Prozent beziehungsweise 2,22 Prozent bis 2,51 Prozent im S&P 500. Das wäre ein Crash.

GaveKal: On The Lookout For Black Swans, 23. September 2014

In diesem Zusammenhang erinnere ich nochmals an die laute Warnung der BIS vor den Risiken im Kapitalmarkt. Auch die fundamentalen Indikatoren schrillen schon seit längerem „Alarm“, wie ich verschiedentlich berichtet habe. Hier eine Auswahl immer noch gültiger Betrachtungen:

Die Aktienmärkte sind überbewertet

Recognizing the Valuation Bubble in Equities

Hat QE zu einer Überbewertung von Aktien geführt oder nicht?

Schon im Januar habe ich die Sicht so zusammengefasst:

2014 Outlook: Market Melt Up. Und mit Blick auf den US-Markt lässt sich das in diesem Jahr bis jetzt durchaus so sehen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Schreiben Sie etwas dazu!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.