Bei Europas Bürgern sind 3.853 Milliarden zu holen

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Das Gedankenspiel der Bundesbank schlägt weiter Wellen. Wie wir verschiedentlich betont haben, dürften die uneinbringlichen Schulden in der Eurozone zwischen drei und fünf Billionen Euro liegen (Fixing the Eurozone, Interview Wirtschaftswoche). Offen war immer die dadurch entstehende Belastung der Vermögen, da Daten zu Nicht-Finanzvermögen nur mit großer Vorsicht zu verwenden sind. Aus diesem Grunde haben wir unsere Simulationen immer auf das Geldvermögen beschränkt – was zu hohen Besteuerungswerten zwischen 30 und 100 Prozent führen würde, um die faulen Schulden abzubauen. Richtiger ist selbstverständlich eine Besteuerung aller Vermögen. DIE WELT traut sich an eine Simulation und ermittelt bei einer einmaligen Vermögensabgabe von 10 Prozent auf allen Vermögen in der Eurozone einen Erlös von 3.853 Milliarden. Das läge im Rahmen meiner Schadensschätzung. Es ist schmerzhaft, auf einen Teil seines hart erarbeiteten Vermögens zu verzichten. Verglichen mit den Alternativen (Inflation – wie oft diskutiert, schwer zu generieren, ungeordnete Pleiten und weitere Problemverschleppung mit entsprechend negativer Wirkung für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze in den Krisenländern) wäre der Schnitt wohl am besten.

Die Welt: Bei Europas Bürgern sind 3853 Milliarden zu holen, 27. Januar 2014

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