Klimaaußenpolitik – aber richtig

Außenministerin Annalena Baerbock hat in der vergangenen Woche versucht, der bedrängten Ukraine deutsche Unterstützung zukommen zu lassen. Schon bald werde Deutschland ein Büro für „Wasserstoff-Diplomatie“ in der ukrainischen Hauptstadt einrichten. So irrelevant diese Zusage mit Blick auf die akute militärische Bedrohung durch Russland ist, so richtig ist die Idee mit Blick auf das Potenzial der Ukraine, auf ihrer großen Landfläche mit erneuerbaren Energiequellen grünen Wasserstoff zu erzeugen.

Das ist ein Geschäft mit Zukunft. Bei nüchterner Betrachtung müssen auch die größten Optimisten anerkennen, dass es Deutschland nie gelingen wird, eine CO2-freie Energieversorgung ohne massive Importe grüner Energie zu sichern. Abgesehen davon, dass jegliches Autarkiestreben mit Blick auf die ohnehin schon hohen Handelsüberschüsse und die geopolitische Stabilität fehl am Platze wäre. Frühzeitig den Aufbau entsprechender Kapazitäten in anderen Ländern zu fördern, ist deshalb die richtige Priorität.

Die EU will trotz eines rückläufigen Anteils von rund acht Prozent an den weltweiten CO2-Emissionen als Vorbild beim Klimaschutz vorangehen. Ob die Welt diesem Vorbild dann tatsächlich folgen wird, hängt entscheidend davon ab, welche Folgen dieses Projekt für den Wohlstand der Bürger hat. Leider müssen wir davon ausgehen, dass der Weg zur Klimaneutralität unnötig teuer und damit wenig nachahmenswert gestaltet wird.

Die bessere Alternative: den CO2-Ausstoß reduzieren

Besser wäre es, im Rahmen der Klimaaußenpolitik der Welt zu helfen, den CO2-Ausstoß zu senken. Wie viel wir damit erreichen könnten, verdeutlicht folgende Berechnung: Laut Bundesumweltamt erzeugt Deutschland pro Jahr 810 Millionen Tonnen CO2. Der BDI beziffert die Kosten des Umbaus der deutschen Wirtschaft zur Klimaneutralität selbst unter günstigsten Voraussetzungen auf 1,5 bis 2,3 Billionen Euro. Pro Tonne CO2 ergeben sich damit Kosten von rund 2.500 Euro.

Weltweit lassen sich nach Berechnungen von GoldmanSachs 35 Gigatonnen für weniger als 200 Dollar einsparen, mehr als die Hälfte davon für deutlich weniger als 100 Dollar. Wenn wir im Schnitt 100 Dollar pro Tonne annehmen, ließen sich allein mit unserem finanziellen Einsatz 20 Gigatonnen einsparen. Dies entspricht mehr als 50 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes von rund 39 Gigatonnen. Nicht nur hätten wir einen viel größeren Effekt, er dürfte auch deutlich schneller eintreten.

Beim Klimagipfel in Glasgow wurde ausdrücklich beschlossen, dass Klimamaßnahmen, die in anderen Ländern umgesetzt werden, auf das eigene Ziel angerechnet werden. Dies auszuschließen und zu versuchen, Vorbild mit teuren Maßnahmen zu sein, wie EU und Bundesregierung es tun, bringt wenig für das Klima und gefährdet den Wohlstand.

Wer es ernst meint mit dem Klimaschutz, sollte versuchen, mit einer echten Klimaaußenpolitik international schnell etwas zu bewirken.

handelsblatt.com: Außenministerin Baerbock ist mit ihrer Wasserstoff-Diplomatie auf dem richtigen Weg

Kommentare (37) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    Ein Wasserstoff-Büro in der Ukraine? So viel deutsches Traditionsbewusstsein hätte ich Frau Baerbock gar nicht zugetraut. Anscheinend liest sie nachts heimlich traditionelle deutsche Gedichte:

    “Macht und Freiheit, Recht und Sitte,
    Klarer Geist und scharfer Hieb
    Zügeln dann aus starker Mitte
    Jeder Selbstsucht wilden Trieb,
    Und es mag am deutschen Wesen
    Einmal noch die Welt genesen.”

    Emanuel Geibel, dt. Dichter, 1815-1884

    Ich hatte gehofft, dass wir über solche gefühligen Anwandlungen hinweg sind, seit Kaiser Wilhelm II das leider ernst genommen hatte und wir danach zurecht die Monarchie abschafften. Hm, Pech gehabt, die Grünen denken wohl relativ ähnlich. Diese Ukrainer immer mit ihrem Ruf nach Waffenlieferungen; die wissen einfach nicht, was gut für sie ist. Nämlich Wasserstoff. Gut, dass es Frau Baerbock weiß…

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Frau Finke-Röpke

      “Ich hatte gehofft, dass wir über solche gefühligen Anwandlungen hinweg sind, seit Kaiser Wilhelm II das leider ernst genommen hatte und wir danach zurecht die Monarchie abschafften. Hm, Pech gehabt, die Grünen denken wohl relativ ähnlich. ”

      Tja, wie hat Henryk M. Broder einmal so schön formuliert:

      “Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte: weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.”

      Für die öffentliche Darstellung dieses Zitats wird man im neuen kollektivistischen Hygiene- und Impfstaat übrigens auch schon wegen “Beleidigung” angezeigt, zumindest in der alten “Hauptstadt der Bewegung”, also in München, und noch nicht im Zusammenhang mit Energiepolitik sondern mit Corona-Maßnahmen-Kritik, aber eine lustige Pointe ist es trotzdem: https://reitschuster.de/post/warum-sich-henryk-m-broder-jetzt-selbst-angezeigt-hat/

      Antworten
  2. Dr. Lucie Fischer
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    @Alexander
    Ob den Montags-Spaziergängern klar ist, dass es ” keine roten Linien” mehr gibt?
    https://www.weforum.org/events/the-davos-agenda-2022/sessions/special-address-by-olaf-scholz-federal-chancellor-of-germany
    Hier hält WEF- Boss Professor Klaus Schwab Hof,
    und ein Bundeskanzler erscheint zu demütigem Rapport.
    Ich prognostiziere -nächste Massnahmen :
    1. Massive Lieferprobleme für Grundnahrungsmittel , Einkaufsrechte nur noch für Geboosterte.
    Vor Supermärkten wird scharf kontrolliert, ( ” Containern” erlaubt, unermessliche Gnade )
    ( Welcher Montags-Spaziergänger hat Vorräte für Monate und Möglichkeiten zu Selbstversorgung: Saatgut , Gemüsegarten, Hühnerhaltung? )
    2. Tübingens Bürgermeister Palmer ( demnächst WEF-kooptiert? ) formulierte, was der rote-Linien-überscheitende Kanzler mit belegter Stimme noch nicht ausspricht:
    keine Rentenbezüge / Sozial-Leistungen / für nicht x-fach-Geboosterte, die harte Linie im Krieg gegen zivilen Ungehorsam.
    Die WHO gibt das Ziel von mindestens 70 Prozent Injektionen für die Weltbevölkerung vor.
    Big-Pharma und Politik haben sich verbündet , juristisch sind Grundrechte nicht mehr existent.

    Ist es Zufall, dass die Kanzlerlimousine ( 550 000 Euro ) Panzerfunktionen hat? Giftgas und Sprengfallengeschützt , gepanzert gegen Schnellfeuergewehre und weitere ( geheime) Funktionen:
    Mercedes Guard- Modell S-680.

    Antworten
    • Alexander
      Alexander sagte:

      @Dr.Lucie Fischer

      Versicherungen als Kapitalsammelstellen ziehen gerade die Reißleine und schränken Auszahlungen ein, indem sie die freiwillige Teilnahme an dem Injektionsexperiment = Selbstmord definieren.

      Risikoversicherungen zur Absicherung von Immobilienkrediten sehe ich als abgeleitetes Problem, wie der ADAC z.B. https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/adac-keine-leistung-nach-unfall-wegen-impfschaeden-aufgrund-angeordneter-massenimpfungen-a3692781.html

      Betrifft jeden Bürger, der in den vergangenen Jahren den Zusicherungen unserer lieben Regierenden gefolgt ist.

      Völlig zurecht lehnen Kassenärzte die Umsetzung von Pflichtinjektionen ab, wenn sie in Haftungsverhältnisse träten, die niemand versichern kann. Lebenslange Arbeitsausfälle von Minderjährigen können gar nicht auf eigenen Wunsch ausgeklammert werden, von dummen Elterntieren natürlich erst recht nicht.

      Die geschätzen lokalen Vertreter der freiheitlich demokratischen Parteienoligarchie lassen sich seit Wochen nicht mehr über die asozialen Elemente der Gesellschaft aus.
      Auffällig beteiligt man sich NICHT an den GEGENdemonstrationen, das Zahlenverhältnis wäre vernichtend.

      Prof. Nobert Bolz über das deutsche Problem der Bolschewiki und Menschiwiki (gespiegelte Quelle wahllos) https://youtu.be/6kYGtpPqB3I

      Nicht einmal die Bundeswehr kann diese Regierung von den Konsequenzen ihrer Politik schützen, Gewalt war noch nie Lösung – persönliche Haftung wirkt dagegen universell.

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander
        Ja, Kassenärzte lehnen Pflicht-Injektionen/ Zwangs-Injektionen ab, allerdings:
        kritische Ärzte haben die Begriffswelt der Pflicht-Befürworter/ Politik/ unreflektiert übernommen:
        Es handelt sich eben NICHT um Mechanismen von Impfungen bewährten Prinzips, sonder um : GMI: Gen-Manipulative Injektionen.
        Pfizer-BioNTEch-Injektionen als ” Impfungen ” zu bezeichnen ist grobe Irreführung. Dazu werden Nebenwirkungen einfach verleugnet: Lügenfilz.
        ” Am Anfang war das Wort” so beginnt die Bibel, altes Testament:
        https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/joh1.html
        Wer Worte nicht sorgfältigst wählt, erreicht weder lebensrettende Diagnostik noch Therapie, Lösungen.
        Psychoanalyse arbeitet nur mit der Bedeutung unbewusster Worteinhalte, , damit werden ( bei Aufrichtigkeit ) therapeutische Erfolge erreicht.
        Freud´s Bücher landeten 1933 im Feuer, heute sind sie erhältlich, werden aber kaum noch gelesen. Nicht politisch korrekt, Tot- Schweige-Spirale.
        Kant lesen ist eine gute Idee, vielen Dank dafür, again.

  3. weico
    weico sagte:

    @Richard Ott

    “Oder ist die Idee vielleicht, große Gebiete in der Ukraine langfristig zu pachten damit Deutschland dort seinen Wasserstoff herstellen kann, aber das sieht zu sehr nach Kolonialismus aus (und wird bei der extremen Korruption in der Ukraine vermutlich auch tatsächlich auf welchen hinauslaufen ..”

    Deutschland würde ja dem Trend folgen,wenn man riesige Landflächen pachtet .Unter dem “Deckmantel” von Wohlstand,Frieden und KLIMA ….ist ja bekanntlich (fast) ALLES erlaubt.

    Nebenbei:
    Der internationale Währungsfond fördert und fordert ja geradezu diese immense Tendenz zum “Land grabbing” ….durch das Ausland.Ohne “Marktöffnung”, gibt es keine Kredite…
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine#Land_Grabbing

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @weico

      Aus Ihrem Link: “Die Ukraine hat mit 56 % ihrer Landfläche den weltweit höchsten Anteil an Ackerboden bester Qualität, der mit einer dicken Schicht sehr fruchtbarer Schwarzerde (Tschernosem) überzogen ist.”

      Das macht die deutsche Strategie besonders clever, ausgerechnet dort Photovoltaikanlagen und Windrkaftanlagen auf die Äcker zu bauen um erneuerbaren Strom für die Wasserstoffproduktion zu erzeugen.

      Aber die Ukrainer kennen das ja schon aus dem letzten Jahrhundert. Wenn der Deutsche von seiner kollektivistischen Gesellschaftsumbau-Vision besoffen ist, setzt sein Gehirn aus. Es ist immer wieder das gleiche.

      “Der internationale Währungsfond fördert und fordert ja geradezu diese immense Tendenz zum “Land grabbing” ….durch das Ausland.Ohne “Marktöffnung”, gibt es keine Kredite…”

      Fairerweise muss man sagen, dass die Chinesen auch ohne eigenen Währungsfonds genau die gleiche Politik im Umgang mit rohstoffreichen Entwicklungsländern wie der Ukraine verfolgen. Ohne “Marktöffnung für China” gibt es auch keine “Kredite und Investitionen aus China”.

      Antworten
      • LeleCastello
        LeleCastello sagte:

        Fehlt nur noch die offizielle Aussage “Photovoltaik-raum im Osten wird um jeden Preis für den Klimawandelkampf benötigt” und die Rehtorik ist perfekt :)

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        Da gibts so viel Potential für “Relaunches” von alten deutschen Propaganda-Klassikern:

        “Deutsche! Wehrt euch! Kauft kein Erdgas beim Russen!”

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Richard Ott 9:00
        Ich erkenne das pathologisch-bösartige Muster , bekannt und gefürchtet bei schwerst- gestörten Patienten , und beschrieben als ” projektive Identitifkation”
        https://de.wikipedia.org/wiki/Projektive_Identifikation
        Dieser Mechanismus wird In der Propaganda BEWUSST eingesetzt, um-aktuell- PUTIN dazu zu bringen, seinerseits Gaslieferungen zu untersagen.

        Man möchte selbst bewusst geplanten Energienotstand dem Nato- Gegner Russland anlasten.
        Auf Al Jazeera werden ganz offen Vorbereitungen berichtet, Kuweit bereitet sich auf Gaslieferungen nach Europa vor.
        ( Al Jazeera bester Info-TV-Sender derzeit, unzensierte Bilder, kaum Kommentare. die Inflation im Libanon übertrifft Venezuela )

  4. JürgenP
    JürgenP sagte:

    Joergsagte:
    24. JANUAR 2022, 11:40

    >> Was heisst überhaupt “positiver PCR-Test” <<

    Nichts.

    Außer man sitzt den ganzen Tag vor einem Computerbildschirm mit lauter Messkurven und bekommt Augenflimmern. Dann heißt es: Pause machen oder abschalten, es ist schon spät.

    Antworten
  5. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @DS
    „Beim Klimagipfel in Glasgow wurde ausdrücklich beschlossen, dass Klimamaßnahmen, die in anderen Ländern umgesetzt werden, auf das eigene Ziel angerechnet werden“.

    OK.

    Tun wir so, dass die Anrechnung tatsächlich in Reinkultur (ohne missverständlich Formulierungen) so beschlossen wurde UND man wolle den Versuch starten, die Anrechnung in die Tat umzusetzen. Dann gäbe es zwei Optionen:
    1. Umsetzen ab morgen. Wie?

    2. Zuerst das „Umsetzen-Wie?“ klären und dann handeln.

    Zu 1. Umsetzen der Option denkbar unmöglich, denn das „wie“ wurde vor dem Beschluss nicht verhandelt und im Beschluss nicht mit berücksichtigt. Niemand hat eine Ahnung, wie die das Binnenalster-Windrad mit der Kohle-Dreckschleuder in Krakau oder gar in Schingschong zu verrechnen wäre.

    Daher:

    Zu 2. Anwenden der Methoden aus dem Mittelalter: 1+2. Jahr: Konferenz(en), 3+4 Jahr: Arbeitsgrupp(en), 5. Jahr nachdem der Rhein über die Ufer getreten ist und Köln und Düsseldorf unter Wasser stehen: Taskforce 1 – Wasserschöpfen (Leitung J. Spahn), Taskforce 2 – überraschend: das fehlende Rechenmodell für das Anrechnen entwickeln (Leitung P. Altmaier, Meister der Rechenkünste).

    Übrigens „rechnen“: der Meister der Rechenkünste hat kurz vor seinem bundesdeutschen Abgang übersehen, dass tatsächlich auch noch Geld gebraucht wird für die von ihm initiierten extrem erfolgreichen Klimaschutzmaßnahmen:

    (Google) KfW stoppt Bundesförderung für effiziente Gebäude | Haustec

    Ergo: substanzlose Beschlüsse führen zu leeren Kassen und konsternierten Immobilieninvestoren …

    Antworten
  6. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >Beim Klimagipfel in Glasgow wurde ausdrücklich beschlossen, dass Klimamaßnahmen, die in anderen Ländern umgesetzt werden, auf das eigene Ziel angerechnet werden. Dies auszuschließen und zu versuchen, Vorbild mit teuren Maßnahmen zu sein, wie EU und Bundesregierung es tun, bringt wenig für das Klima und gefährdet den Wohlstand.>

    Das SOLL meinem Verständnis nach im Umkehrschluss heißen:

    Klimaschutz so zu betreiben, wie er nach den dargelegten Berechnungen von BDI und Goldman Sachs betrieben werden sollte, bringt mehr für das Klima und gefährdet den Wohlstand NICHT.

    Den Wohlstand von WEM?

    Mehr würde es für das Klima bringen, aber UNSEREN Wohlstand NICHT gefährden?

    Letzteres ist eine mit der zitierten Aussage nicht ausgeschlossene Behauptung, für die keine Begründung gegeben wird.

    Ich kann jedenfalls nicht erkennen, dass die Maßnahmen, mit denen der Klimawandel am EFFEKTIVSTEN bekämpft wird – selbstverständlich in internationaler Dimension, weil das Klima ja „international“ ist – NICHT auch zu WOHLSTANDSVERLUSTEN führen, so WIE wir Wohlstand verstehen.

    Die Glaubwürdigkeit von Aussagen wie der obigen würde m. A. n. steigen, wenn man „Wohlstand“ mit Blick auf den Klimawandel bzw. dessen Bekämpfung NEU verstünde und konsequenterweise auch NEU definierte.

    Antworten
    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @DT
      Zu: „Letzteres ist eine mit der zitierten Aussage nicht ausgeschlossene Behauptung, für die keine Begründung gegeben wird“.

      Begründen … seit wann wird irgendetwas begründet? Das gab es früher mal. Behauptung raushauen, auf allen Multimediakanälen rumquarken (lassen), die Begründung wird sich während allgemeiner Konfusion schon finden (lassen). Und wenn nicht, kann man ungestraft das Gegenteil behaupten. Hauptsache irgendeiner (anderer) wird sich finden, der für die grandiosen Ideen zahlt.

      Zu: „Wohlstand“ mit Blick auf den Klimawandel […] konsequenterweise auch NEU [definieren].

      Sehr guter Gedankte. Allerdings, nur um Stress zu vermeiden: zuvor sollte die Perspektive vereinbart werden.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ JürgenP

        >Zu: „Letzteres ist eine mit der zitierten Aussage nicht ausgeschlossene Behauptung, für die keine Begründung gegeben wird“.

        Begründen … seit wann wird irgendetwas begründet? Das gab es früher mal. Behauptung raushauen, auf allen Multimediakanälen rumquarken (lassen), die Begründung wird sich während allgemeiner Konfusion schon finden (lassen).>

        Sie beziehen sich mit der Kommentierung meiner Aussage, die sich auf eine von Dr. Stelter bezieht und stellen IHN damit in einen Kontext, dem er NICHT angehört.

        Ob gewollt oder ungewollt so, das ist NICHT fair.

        Dr. Stelter begründet sehr wohl.

        Das Problem mit Begründungen ist auf dem Feld Klimapolitik m. A. n. aber folgendes:

        Die KOMPLEXITÄT ist so groß, dass es relativ leicht ist, zu begründen, WARUM was nicht zum gewünschten Ergebnis führt bzw. was zu besseren Ergebnissen führt.

        Das zeigt der Artikel von Dr. Stelter im Handelsblatt auf – BEGRÜNDET!

        Was er auch enthält, ist das von mir kritisierte Zitat, das zumindest den Eindruck erweckt, dass die unstrittig effektivere Vorgehensweise OHNE Wohlstandsgefährdung zu realisieren sei.

        Wenn das die Auffassung ist, MUSS sie begründet werden.

        Das ist das Defizit, das ich sehe, denn es darf nicht der Eindruck entstehen, dass KEINE Wohlstandsverluste zu erwarten sind, wenn man nur die „richtige“ Klimapolitik betreibe.

        Es hat NICHTS mit „Behauptung raushauen“ zu tun.

        QUALITATIVE Unterschiede sind gerade auf dem Gebiet der Klimapolitik sehr beachtlich und sie müssen anerkannt und gewürdigt werden, wenn auch kritisch, wo es angebracht erscheint.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @DT “Die KOMPLEXITÄT ist so groß, dass es relativ leicht ist, zu begründen, WARUM was nicht zum gewünschten Ergebnis führt bzw. was zu besseren Ergebnissen führt”.

        Es ist leicht, für einen Sachverhalt wenn-dann-(Kausal-)Begründungen aufzubauen und in die mediale Welt zu setzen. Unter Komplexitätsbedingungen ist es jedoch die falsche Methode, um die “Realität” von Sachverhalten auch nur annähernd zu erfassen und zu prognostizieren. Die richtige Methode wäre es bspw. Vernetzungsmodelle aufzubauen, Simulationen von Szenarien durchzuführen und daraus Prognosen – mit in der Regel geringer Halbwertzeit – abzuleiten. Diese Methode ist aber nicht geeignet, um einen spannenden Blog zu betreiben oder sich mit mit allerlei Behauptungen in der medialen Szene einen Namen zu verschaffen. Also bleibt es bei simplifizierten Begründungen oder um noch mehr Zeit zu sparen gleich bei Behauptungen ohne Begründungen. Das Internet ist voll davon. Wenn ich diese Beschreibung auf Herrn Dr. Stelter beziehen würde, so hätten Sie recht: das wäre nicht fair. Mit einer unglaublichen Akribie durchleuchtet er n.m.A. die Zusammenhänge, bewegt sich aber auch mit der einen oder anderen lockeren Behauptung auf den Markt der Aufmerksamkeit. Mit zunehmenden Erfolg, und darauf kommt es an.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Die Glaubwürdigkeit von Aussagen wie der obigen würde m. A. n. steigen, wenn man ‘Wohlstand’ mit Blick auf den Klimawandel bzw. dessen Bekämpfung NEU verstünde und konsequenterweise auch NEU definierte.”

      Dieses Prinzip setzen weiter entwickelte marxistische Staaten in ihrer Propaganda schon längst um. Von der Kommunistischen Partei Chinas lernen heißt siegen lernen:

      Xis Aufruf zum „gemeinsamen Wohlstand“ leitet neue Phase von Populismus, staatlicher Regulierung und Intervention ein
      Der Begriff „gemeinsamer Wohlstand“ (共同富裕) [Gòngtóng fùyù] ist seit langem Teil der Sprache und Ideologie der KPC. Unter Xi Jinping erleben der Begriff und die damit einhergehende ideologische Bewertung der Wirtschaftspolitik aber ein Comeback. In der Wortwahl spiegelt sich auch Xis erklärtes Ziel wider, eine „sozialistische Gesellschaft“ aufzubauen.
      https://merics.org/de/kurzanalyse/xis-aufruf-zum-gemeinsamen-wohlstand-leitet-neue-phase-von-populismus-staatlicher

      Dazu sollte man wissen: Der chinesische Begriff für “Kommunismus” klingt ganz ähnlich wie die Phrase “gemeinsamer Wohlstand”. “Kommunismus” nennen die Chinesen üblicherweise 共产主义 (Gòngchǎn zhǔyì), und direkt übersetzt bedeuten die einzelnen Schriftzeichen ungefähr so viel wie “Ideologie der gemeinsamen Produktion” oder “Ideologie des gemeinschaftlichen Eigentums”.

      Die deutsche SPD würde sagen: Das Wir (共) entscheidet. ;)

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Dieses Prinzip setzen weiter entwickelte marxistische Staaten in ihrer Propaganda schon längst um. Von der Kommunistischen Partei Chinas lernen heißt siegen lernen:

        Xis Aufruf zum „gemeinsamen Wohlstand“ leitet neue Phase von Populismus,
        staatlicher Regulierung und Intervention ein>

        Xi Jingping will KEIN Neu-Verständnis und KEINE Neue-Interpretation von Wohlstand.

        Warum auch – er will ja nicht die chinesische Wirtschaft und Gesellschaft auf den Kopf stellen wie wir es tun mit der Energiewende, die nichts weniger als eine Revolution unserer Wohlstandsbasis ist – mit KONSEQUENZEN für unseren Wohlstand.

        Daher:

        Xi appelliert an die Chinesen – daher richtig „AUFRUF“ –, die bewährte Wohlstandsbasis zu verstärken.

        Wir dagegen stellen unsere Wohlstandsbasis infrage, demontieren sie sogar, und müssten uns DESHALB ein neues Wohlstandsverständnis bzw. eine neue -definition zulegen.

        Das tun wir nicht und daher wird es ein bitteres Erwachen geben.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Xi Jingping will KEIN Neu-Verständnis und KEINE Neue-Interpretation von Wohlstand. Warum auch – er will ja nicht die chinesische Wirtschaft und Gesellschaft auf den Kopf stellen”

        Naja, andere Schwerpunkte will er mit seiner Politik schon setzen. Besonders, weil die chinesischen “Oligarchen” ihm zu mächtig werden und “gemeinsamer Wohlstand” daher neuerdings bedeutet, deren Einfluss zu beschneiden.

        “Wir dagegen stellen unsere Wohlstandsbasis infrage, demontieren sie sogar, und müssten uns DESHALB ein neues Wohlstandsverständnis bzw. eine neue -definition zulegen.”

        Das ist Ihre Schlussfolgerung? Wie bizarr.

        Wie wäre es, wenn wir stattdessen damit aufhören würden, unsere Wohlstandsbasis zu demontieren?

        Oder definieren Sie auch den Begriff “Auto” neu, wenn Sie ein Auto mit nur drei Rädern gekauft haben und sich den Fehlkauf nicht eingestehen wollen? Oder aus purer Blödheit eines der Räder abgerrissen haben, wenn das Fahrzeug ursprünglich 4 hatte?

  7. Lele Castello
    Lele Castello sagte:

    Werden diese Wasserstoffdiplomaten auch aus Kiev evakuiert? Oder müssen diese in heiliger Mission dort bleiben? Man könnte mit Sowjet-AKWs CO2freien – Wasserstoff erzeugen.

    Antworten
  8. Joerg
    Joerg sagte:

    zu “Coronatest-Politik – aber richtig?”

    https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0262656
    Was viele ahnten ist jetzt im Ringtest zwischen 305 deutschen Testlaboren belegt: Der Ct-Wert (Cycle threshold, ab wieviel Zyklen ist eine bestimmte RNA-Kopie-Zahl ueber Grundrauschen messbar) ist laborspezifisch! D.h. Ct-Werte unterschiedlicher Labore (untersch. Geraete/Protokolle) sind schlecht vergleichbar, da sie ganz schoen von einander abweichen koennen.

    Dabei wurden bei der statistischen Auswertung der Experimente 1% Outliers (12 von 1.109 Ergebnissen) ausgeschlossen. Wenn bei einem Ringtest (bei dem sich alle sehr anstrengen) 1% der Proben falsch-negativ sind oder der hoehere Ct-Wert mit dem niedrigeren vertauscht scheint, staerkt das nicht gerade das Vertrauen (was, wenn gerade meine Probe betroffen ist?).

    Corona-PCR-Tests werden auf wenige Gene (kleine Abschnitte im gesamten Genom) abgestellt (je nach Labor 2-3 versch. Gene). Je nach untersuchtem Zielgen ist die Streuung unterschiedlich (also bei der Untersuchung auf manche Gene ist die Spreizung der Kopien-Zahl-Schaetzung besonders hoch).
    Figure 6, Ct-Werte der 305 teilgenommenen, deutschen Labore fuer zwei Referenzproben:
    E-Gen: 1Mio-Kopien-Referenz: Ct 17 (sehr viel Virus) bis Ct 41 (sehr wenig Virus) Mittelwert ueber alle Labore: Ct 25; Spreizung innerhalb Testkit 9 Ct-Einheiten
    E-Gen: 10Mio Kopien-Referenz: Ct 14 (sehr viel Virus) bis Ct 37 (sehr wenig Virus) Mittelwert ueber alle Labore: Ct 22

    N-Gen: 1Mio-Kopien-Referenz: Ct 12 (sehr viel Virus) bis Ct 34 (wenig Virus) Mittelwert ueber alle Labore: Ct 25; Spreizung innerhalb Testkit 7 Ct-Einheiten
    N-Gen: 10Mio Kopien-Referenz: Ct 10 (sehr viel Virus) bis Ct 32 (wenig Virus) Mittelwert ueber alle Labore: Ct 22

    ORF1ab: 1Mio-Kopien-Referenz: Ct 15 (sehr viel Virus) bis Ct 32 (wenig Virus) Mittelwert ueber alle Labore: Ct 25
    ORF1ab: 10Mio Kopien-Referenz: Ct 12 (viel Virus) bis Ct 29 (etwas wenig Virus) Mittelwert ueber alle Labore: Ct 22

    Waehrend der Labordurchschnitt (305 Labore) zum richtigen Ergebnis fuehrt, ist die Schwankung zwischen Laboren und untersuchten Genen und Testkits erheblich.

    Evtl. ist das relevant fuer Gerichtsprozesse bei denen es darum geht ohne Corona-Symptome: ueber Ct 30 infektioes oder nicht? Quarantaene berechtigt oder nicht? Was heisst ueberhaupt “positiver PCR-Test” ab Ct-Schwelle xy, ist das iwie relevant (gerichtlich verwertbar?) oder nicht?
    Vielleicht ein Anknuepfungspunkt fuer den ein oder anderen Rechtsdiskurs?
    Fuer gerichtsfeste Ct-Werte koennten mindestens 3 unabhaengige Tests angezeigt sein?

    LG Joerg

    Antworten
    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      @Joerg

      „Was viele ahnten ist jetzt im Ringtest zwischen 305 deutschen Testlaboren belegt: Der Ct-Wert (Cycle threshold, ab wieviel Zyklen ist eine bestimmte RNA-Kopie-Zahl ueber Grundrauschen messbar) ist laborspezifisch! “

      Mit Verlaub: Das hat niemand „geahnt“, das haben alle Fachleute von Anfang an gewusst. Und in der Diskussion über die Bedeutung von ct-Werten auch dauernd gesagt. Ich habe hier selbst öfter wiederholt, dass laborspezifische Schwellwerte (die was anderes sind als ct-Werte) über Infektion J/N entscheiden.

      Die völlige Konfusion wurde dadurch verursacht, dass der ct-Wert mit dem Schwellwert in der öffentlichen Diskussion verwechselt wurde und ihm in Folge eine Bedeutung zukam, die er gar nicht hat.

      Der Schwellwert ergibt sich für jedes Gerät durch Kalibrierung mit Positivstandards. Dabei zeigt dieselbe Viruslast bei unterschiedlichen Geräten unterschiedliche ct-Werte – was denn sonst?

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Mit Verlaub: Das hat niemand „geahnt“, das haben alle Fachleute von Anfang an gewusst. Und in der Diskussion über die Bedeutung von ct-Werten auch dauernd gesagt. Ich habe hier selbst öfter wiederholt, dass laborspezifische Schwellwerte (die was anderes sind als ct-Werte) über Infektion J/N entscheiden.”

        Mit Verlaub: Sie lügen sich mal wieder Ihr Weltbild zurecht.

        Das haben also “alle Fachleute” angeblich “von Anfang an” gewusst? Dann können Sie mir doch bestimmt erklären, auf welchem Wissen diese *aktuelle* “Quarantäne-Freitest-Regel” von unseren Top-Fachleuten in der sächsischen Staatsregierung hat:

        “>Welche Besonderheiten gibt es bei der Freitestung für Beschäftigte, die mit vulnerablen Gruppen arbeiten?
        Wenn Sie in der Pflege, medizinischen Versorgung oder Eingliederungshilfe arbeiten, brauchen Sie einen negativen PCR-Test, bevor Sie nach der »Freitestung« am 7. Tag wieder arbeiten gehen. Diese Regelung soll dazu dienen, dass mehr Sicherheit für die besonders gefährdeten Menschen besteht. Der PCR-Test ist nicht nötig, wenn Sie die volle Absonderungsdauer von 10 Tagen einhalten und symptomfrei sind.

        Bei der Beendigung der Absonderung wird ausnahmsweise auch ein positiver PCR-Test anerkannt, wenn der CT-Wert über 30 liegt. Nicht alle Labore geben einen CT-Wert an. Wenn der CT-Wert nicht angegeben ist, gilt nur ein negativer PCR-Test.”
        https://www.coronavirus.sachsen.de/quarantaene-sachsen.html

        Ich finde bestimmt noch viel mehr solcher Richtlinien, wenn ich mich durch die Bestimmungen aller 16 Bundesländer klicke.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @R. Ott

        Welche FACHleute arbeiten denn für Sachsen, die das FACHLICH begründen meinen zu können?
        Dass Politiker nicht vom Fach sind i. d. R., ist nichts, worüber wir verschiedener Meinung sind.

        Zum angeblichen „Lügen“: Es war immer so und wird auch nicht anders werden, dass unterschiedliche Geräte in unterschiedlichen Laboren die Schwellwerte identischer Proben bei verschiedenen ct-Werten haben.

        Sie müssen für dieselbe Geschwindigkeit auch verschiedene Wattzahlen treten, je nach Modell des Fahrrads.

        Und darauf wurde von Beginn der Desinformationskampagne über ct-Werte hingewiesen – leider wohl nicht mit der 10fachen Energie die es braucht, Bullshit von 1x Energie zu bekämpfen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Welche FACHleute arbeiten denn für Sachsen, die das FACHLICH begründen meinen zu können? Dass Politiker nicht vom Fach sind i. d. R., ist nichts, worüber wir verschiedener Meinung sind.”

        Haben Sie schon einmal davon gehört, dass in Ministerien und Behörden nicht nur Politiker sondern auch Fachbeamte beziehungsweise -angestellte arbeiten? Dazu passt auch der Vorspann, den das sächsische Fachministerium vor den “Freitestungs”-Abschnitt setzt:

        “Die Regelungen zur Absonderung werden in Sachsen von den Landkreisen und Kreisfreien Städten in der Allgemeinverfügung zur Absonderung von engen Kontaktpersonen, von Verdachtspersonen und von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen erlassen. Das Sozialministerium erstellt die Grundlage dafür, so dass grundsätzlich überall in Sachsen die gleichen Regeln gelten. Die Gesundheitsämter können bei Bedarf davon abweichen. Mit diesen Regeln zur Absonderung wird auch der Beschluss der Ministerpräsidenten vom 7. Januar 2022 und die zum 15. Januar 2022 aktualisierten Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zum Kontaktpersonenmanagement umgesetzt.”

        Sie können jetzt natürlich “Fachleute” als ausschließlich alle diejenigen definieren, die tatsächlich schon seit Entdeckung des Coronavirus und des Aufkommens der PCR-Tests wussten, was sie angeblich immer hätten wissen sollen, aber das wäre schon ein bisschen billig, oder? Hätte ganz starke “No true Scotsman”-Vibes…

        Bis zu den “Fachleuten” von Gesundheitsämtern, Gesundheitsministerien und RKI ist die Erkenntnis, die für Sie offensichtlich scheint, jedenfalls ganz offensichtlich noch nicht vorgedrungen.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Richard Ott, 13: 32
        Kennen Sie diese potentiell Krebs-erregende Virusgruppe?

        https://de.wikipedia.org/wiki/Merkelzell-Polyomavirus

        Labor- Tests können die meisten dieser krebserregenden Viren ****im menschlichen Körper nachweisen , der Witz ist aber: positiv- getestet bedeutet NICHT krank! Nur immun-geschwächte Patienten riskieren bei Virenkontakt aktive Infektion= Krankheit.
        Ein gesundes, potentes Immunsystem hält Heerscharen von Viren, Bakterien ( auch MRSA) sogar Parasiten in Schach! Ein Labor-Test muss immer interpretiert im Zuammenhang mit dem allgemeinen Gesundheitszustand ( AZ) eines Menschen.
        Keine klinischen Symptome, ( z.B. Fieber,) Test positiv heisst: Patient = gesund.
        Man tut gut daran, menschliche Immunsysteme nicht zu stören mit haftungs-freien Gen-Technik-Innovationen, die sich ” Impfungen ” nennen, aber Gen-manipulative Injektionen sind. – Versuchs-Kanickel- booster-Impflinge, belogen und manipuliert.
        Pharmakologisch nicht am Immunsystem rum fummeln, alles ( alles! ) zu seiner Stärkung tun, aber Risiko-Gruppen maximal schützen- das ist globalistischen Panik- Experten- Politiker-Strategen nie in den Sinn gekommen, warum?
        (sie alle werden für Grundrechtsverletzngen /Folge- Schäden zur Rechenschaft gezogen werden )
        ****s. wiki : ONKO-VIREN

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @R. Ott

        Sie hören nicht zu:
        „die tatsächlich schon seit Entdeckung des Coronavirus und des Aufkommens der PCR-Tests wussten, was sie angeblich immer hätten wissen sollen, […]“

        Was ich dargelegt habe, ist die GRUNDSÄTZLICHE Funktionsweise der hier angewandten Methode. Die war schon vor Corona so und wird auch nach Corona noch so sein.
        Das ist in Fachkreisen tatsächlich bekannt und unbestritten. Da erzählt keiner hinterher, man habe es schon vorher gewusst – diesen spezifischen Teil wusste man tatsächlich schon vorher (und hat es auch gesagt). Weil PCR eben eine bekannte Technik mit bekannten Spezifika ist. Die wurde ja nicht wegen Corona fresh aus dem Hut gezaubert.

        Wer hier warum wider besseres Wissen gelebte Praxis empfiehlt oder auch unwissend ist, weiß ich auch nicht. Ich kann politische Entscheidungen oft nicht mit der Wissenschaft erklären, auf die sie sich berufen.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Dr Fischer

        „Pharmakologisch nicht am Immunsystem rum fummeln“

        Wie stehen Sie eigentlich zu Impfungen gegen Masern, Tetanus, Polio?

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Christian Anders
        Diese Frage haben Sie mir vor Monaten schon einmal gestellt, stellen Sie sich besser nicht dümmer, als Sie sind:
        Diese Impfungen SIND Impfungen mit klassischen Wirkmechanismen, keine gen-manipulativen Innovationen. Unbedingt notwendig!
        Ziemlich plumper Versuch mich als ” Impfgegnerin” dazustellen.
        Ärzte mit klinischer Erfahrung haben allerdings schon ganz andere sinnbefreite Einwände gehört, ob von Hypochondern, Homöopathen, Esoterikern, Sektenmitgliedern, jede Menge Neurotiker im Wartezimmer-
        freundlich zu allen und gewissenhaft arbeiten .
        Nil Nocere, oberstes Gebot.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander, 15: 41
        Fast nichts wirkt antidepressiver als ” fröhliche Wissenschaft”, lupen-reine Aufklärung wird erneut “Dunkel”-Deutschland befreien.
        Und ich werde unter denen sein, die dann sagen werden: ALLE ! und ” HOPPLA”
        https://www.youtube.com/watch?v=98X6eGWrXis
        ( Bravehearts gehen spazieren in Dörfen und Städten)

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @ Dr Fischer

        Ich weiß und ich habe dazumals Ihre Antwort vermisst – ich bitte umgehend um Entschuldigung, da ich sie offenbar überlesen habe.

        Manchmal ist eine Frage aber nur eine Frage.
        Und auch eine klassische Impfung „täuscht“ (=manipuliert) das Immunsystem. Schließlich verimpft man Totmaterial.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr.Lucie Fischer

        “Und wenn man dies mit den Forschungsergebnissen von Agerberg zusammen betrachtet, dann ergibt sich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass höher Gebildete zunehmend Kritik am Zustand der Demokratie in Deutschland auf nicht-institutionalisierte Arten und Weisen ausdrücken. ”
        https://sciencefiles.org/2022/01/22/bildung-und-politische-beteiligung-in-korrupten-defekten-demokratien/

        Sa/So/Mo
        Ü4000 Spaziergänge
        Ü400.000 Spaziergänger
        und unsere Cops begleiten den Spaziergang nicht nur entspannt, sondern führen ihn sogar an; ungewollte Symbolik = unbezahlbar.

        Ich finde unsere Bevölkerungen haben einen Weg gefunden diesem fiesen Virus ganz ohne big Pharma und Parteiendemokratlern seine Grenzen zu zeigen.

        Zeitzeugnis: youtu.be/hBI7FJgzs34

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Die [Methode] war schon vor Corona so und wird auch nach Corona noch so sein.
        Das ist in Fachkreisen tatsächlich bekannt und unbestritten. Da erzählt keiner hinterher, man habe es schon vorher gewusst – diesen spezifischen Teil wusste man tatsächlich schon vorher (und hat es auch gesagt). Wer hier warum wider besseres Wissen gelebte Praxis empfiehlt oder auch unwissend ist, weiß ich auch nicht. Ich kann politische Entscheidungen oft nicht mit der Wissenschaft erklären, auf die sie sich berufen.”

        Sprechen Sie hier etwa gerade unserem größten Bundesgesundheitsminister aller Zeiten, Professor Karl Lauterbach, die Fachkompetenz ab? ;)

  9. @foxxly
    @foxxly sagte:

    @ ott
    >>Diese ganze “Wasserstoffdiplomatie”<<
    "investiere nicht in die goldgräber, sondern in diese die dir die schaufelen verkaufen"

    so kommt es mir derzeit vor, auch bei anderen großprojekten!

    der finanz-industrielle komplex verdient wohl mehr am bau (und umbau der industrie), als dann mit dem betrieb derselben anlagen.
    zumindest wird bei neuen innovationen und anlagenbau eine menge an subventionen locker gemacht.
    das bedeutet eine umverteilung der kosten an den bürger direkt.

    die entreicherung der bürger läuft nicht nur über dem konsosum, sondern auch über die kreditkosten über den staat.

    der finanz-industrielle komplex verdient so wohl am meisten !

    vermutlich ist der ganze "klima-hype" so aufgebaut.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      >>Diese ganze “Wasserstoffdiplomatie”<<
      "investiere nicht in die goldgräber, sondern in diese die dir die schaufelen verkaufen"

      Wir versuchen hier gerade, einen Einarmigen eine große teure Schaufel anzudrehen – und wundern uns dann, wieso er kein Interesse hat und sogar über das Angebot beleidigt ist.

      Antworten
  10. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    bto: ” So irrelevant diese Zusage mit Blick auf die akute militärische Bedrohung durch Russland ist, so richtig ist die Idee mit Blick auf das Potenzial der Ukraine, auf ihrer großen Landfläche mit erneuerbaren Energiequellen grünen Wasserstoff zu erzeugen.”

    Nein, die Idee hat in der Ukraine eben kein Potential, auf Jahrzehnte hinaus nicht. Selbst wenn die Ukraine auf ihrer großen Landfläche plötzlich anfinge, erneuerbare Energie zu erzeugen, dann würden sie sinnvollerweise zuerst die Importe fossiler Brennstoffe damit ersetzen. Auch im Hinblick auf die sonst gerne bei jeder Gelegenheit aufgeblasene “Bedrohung durch Russland”, von denen die Ukraine immer noch große Mengen Gas kauft. Und von Weißrussland kauft die Ukraine ihre Erdölprodukte, wobei Russland und Weißrussland allerdings einen Vertrag üer eine Verteidigungsunion haben und in einem echten Krieg definitiv gemeinsam gegen die Ukraine agieren werden, dann fallen die weißrussischen Benzin- und Diesellieferungen also weg.

    Ich hab es gestern schon einmal zitiert, aber offensichtlich ist es schwer zu begreifen:

    “Ukraine depends on imports for around 83% of its oil consumption, 33% of its natural gas and 50% of its coal. In 2018 Ukraine imported 8.5 Mtoe (10.6 bcm) of natural gas, 13.8 Mtoe of coal and 10.4 Mtoe of oil products. Belarus is Ukraine’s main supplier of refined products.”
    https://www.iea.org/reports/ukraine-energy-profile

    Diese ganze “Wasserstoffdiplomatie” kommt mir so vor, als wöllte ein extrem aufdringlicher und ebenso dummer deutscher Marketing-Heini einen afrikanischen Bauern in einer Lehmhütte davon überzeugen, in Zukunft mit einem Thermomix zu kochen. Hat ja durchaus Vorteile gegenüber dem Kochen mit offenem Feuer, aber ist so teuer und so unpraktikabel, dass es für einen Lehmhüttenbewohner einfach kein sinnvoller Vorschlag ist; und damit auch keine realistische Verbesserung gegenüber dessen aktueller Situation.

    Ich frage mich auch, wer daran überhaupt verdienen soll. Freiwillig kaufen wird die Ukraine unsere tolle “Wasserstoff-Technologie” nicht. Sollen wir sie in die Ukraine verschenken und der deutsche Staat zahlt den Technologieanbietern dafür ein paar Subventionen? Oder ist die Idee vielleicht, große Gebiete in der Ukraine langfristig zu pachten damit Deutschland dort seinen Wasserstoff herstellen kann, aber das sieht zu sehr nach Kolonialismus aus (und wird bei der extremen Korruption in der Ukraine vermutlich auch tatsächlich auf welchen hinauslaufen – vielleicht kann Hunter Biden ein paar Kontakte an ukrainische Oligarchen mit Großgrundbesitz vermitteln?) und deshalb darf man das nicht laut sagen und muss das Märchen erzählen, dass diese Technologie irgendwie den Ukrainern nützen könnte?

    Antworten

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.