25.000 Euro für alle unter 65

Das ist ein Auszug aus meinem Buch „Ein Traum von einem Land – Deutschland 2040“ , der gekürzt und redaktionell bearbeitet wurde und in der WeLT  erschien.

Deutschland gilt als wohlhabende Nation – die für die EU-Schuldenpläne als eine Art Zahlmeister dient. Wohlhabend ist aber nur der Staat. Seine Bürger nicht. Wenn jedoch jeder Deutsche unter 65 von der Regierung 25.000 Euro geschenkt bekäme, hätte das gleich zwei nützliche Effekte.

Die sogenannten Kapitalsammelstellen – Banken, Versicherungen, Unternehmen und Pensionsfonds – legen jedes Jahr viele Milliarden Euro der in Deutschland gebildeten Ersparnisse im Ausland an. Das ist die Folge der deutschen Exporterfolge. Wenn ein Land einen Außenhandelsüberschuss erzielt, bedeutet dies zwangsläufig einen Export von Ersparnissen ins Ausland. Dieser Export geschieht in Form von Krediten oder von Direktinvestitionen im Ausland.

Da Deutschland seit Jahren Handelsüberschüsse aufweist, exportieren wir seit Jahren Kapital in erheblichem Maße ins Ausland. Mittlerweile hat Deutschland mit fast 2500 Milliarden US-Dollar nach Japan das zweitgrößte Nettoauslandsvermögen. Pro Jahr kommen rund 300 Milliarden US-Dollar dazu. Theoretisch bauen wir damit Vermögen auf, das wir zu einem späteren Zeitpunkt, zum Beispiel dann, wenn die Folgen des demografischen Wandels eintreten, verkaufen können, um unseren Lebensstandard zu erhalten.

Das Problem ist jedoch, dass wir das Geld im Ausland nicht gut investieren. Die Summe der Außenhandelsüberschüsse der vergangenen Jahre ist nämlich höher als der Zuwachs an Auslandsvermögen. Allein in der Finanzkrise, so schätzt das DIW, hat Deutschland 400 Milliarden Dollar verloren – also fast den Überschuss von zwei Jahren! Die Summe der Handelsüberschüsse der zurückliegenden Jahre liegt deutlich über dem Zuwachs des Auslandsvermögens.

Ein Forschungsteam hat sich den Erfolg der deutschen Kapitalanlage im Ausland gründlich angeschaut. Dabei hat sich gezeigt, dass die Deutschen bei ihrer internationalen Geldanlage ähnlich erfolglos sind wie bei der Anlage ihrer Ersparnisse.

Andere Länder sind mit der Anlage ihres Auslandsvermögens deutlich erfolgreicher. Seit 1975 liegt die jährliche Rendite deutscher Anlagen im Ausland um fünf Prozentpunkte unter den Erträgen, die die USA erwirtschaften, und immer noch drei Prozentpunkte unter der Rendite, die die anderen europäischen Länder im Durchschnitt erwirtschaften.

Deutsche Anlagen im Ausland besser managen

Allein im Zeitraum seit der Finanzkrise hätte Deutschland ein zusätzliches Vermögen im Umfang von zwei bis drei Billionen Euro aufbauen können, hätte es sein Geld ähnlich gut angelegt wie Kanada oder Norwegen. Pro Kopf der deutschen Bevölkerung entspricht das 28.000 bis 37.500 Euro! Auf einen Schlag hätten wir ein um 50 Prozent höheres Vermögen.

Was zu der folgenden Frage führt: Woran liegt es? Darüber kann man nur spekulieren. Um uns zu verbessern, sollten wir zwei Dinge tun: weniger im Ausland anlegen und unsere Anlagen im Ausland besser managen.

Klar ist, dass es nichts bringt, Geld im Ausland zu investieren, wenn man dabei Geld verliert. Besser ist es, mehr im Inland zu investieren. Wir brauchen also dringend ein Programm für mehr Investitionen im Inland.

Außerdem müssen wir unsere Ersparnisse im Ausland besser anlegen. Eine mögliche Idee dazu ist, sich am Vorbild anderer Länder zu orientieren und einen „Staatsfonds“ aufzulegen. Die Idee eines Staatsfonds für Deutschland ist nicht neu. So schlugen bereits 2013 die Ökonomen Daniel Gros und Thomas Mayer einen solchen Fonds vor:

„Aufgrund der Schwierigkeit des privaten Sektors, nationale Überschussersparnisse gewinnbringend im Ausland anzulegen, haben Länder mit chronischen Leistungsbilanzüberschüssen in der Regel staatliche Fonds zu diesem Zweck geschaffen. Der klassische Fall eines Landes mit chronischem Leistungsbilanzüberschuss ist ein rohstoffreiches Land mit relativ geringer Bevölkerung. Dort können die Erlöse aus Rohstoffexporten von den Inländern nicht vollständig zu Konsum und Investition verwendet werden. Sie werden daher über einen Staatsfonds in ausländische Vermögenswerte angelegt. (…)

Erreicht würde dies dadurch, dass ein zu gründender deutscher Vermögensbildungsfonds im Inland lang laufende Anleihen zur privaten Altersvorsorge mit einem garantierten positiven Realzins anbietet. Damit die Garantien des Staatsfonds langfristig nicht im Trend relativ zum Bruttoinlandsprodukt wachsen, könnte sich der Realzins am deutschen Potenzialwachstum von etwa einem Prozent pro Jahr orientieren. Darüber hinausgehende Anlageerfolge könnten den Sparern als Boni gutgeschrieben werden. Bei Eintritt in den Ruhestand würde dann das Altersvorsorgevermögen zur Aufbesserung der staatlichen Rente graduell abgebaut.

Die aufgenommenen Mittel würde der Fonds langfristig in Beteiligungen an Unternehmen und öffentlicher Infrastruktur im In- und Ausland anlegen. Die globale Allokation der Mittel könnte sich an der Größe des Bruttoinlandsprodukts der Länder orientieren. Da der Vermögensfonds wegen seiner größeren Möglichkeit zur Diversifizierung und seines längeren Anlagehorizonts die mit Anlagen in Unternehmensbeteiligungen und Infrastrukturprojekten verbundenen höheren Risiken besser tragen kann als der Privatinvestor, kann er diesem die einem Aktienportfolio entsprechende Rendite bei dem einem Rentenportfolio entsprechenden Risiko bieten.“

Wir müssen nicht das Rad neu erfinden

Das ist alles so einleuchtend, dass man sich fragt, warum wir das nicht schon lange machen. Wichtig ist aber, dass es eben nicht politischen Wunschprojekten dient, sondern der Geldanlage zur Vermögensbildung.

Die Bertelsmann-Stiftung kommt in einer vergleichenden Untersuchung ebenfalls zu einem positiven Schluss und fasst die Voraussetzungen für einen Erfolg zusammen:

  • Regierungsunabhängige Organisation.
  • Transparenz.
  • Überprüfung der Investitionsentscheidungen durch eine Ethikkommission.
  • Verwendung nur der erwirtschafteten Rendite.
  • Konzentration auf ausländische Investitionen.

Es sind vernünftige Lehren, die die Bertelsmann-Stiftung aus dem Vergleich mit den erfolgreichen Staatsfonds anderer Nationen zieht. Wir müssen auch hier das Rad nicht neu erfinden. Wir müssen es nur endlich machen.

Man kann diese Idee noch weitertreiben. Zunächst gilt es, die Verteilung des Vermögens zwischen dem Staat und dem Privatsektor zu hinterfragen. Die Privathaushalte in Italien, Frankreich und Spanien verfügen über deutlich mehr Vermögen, während die Staaten in diesen Ländern deutlich höher verschuldet sind als der deutsche. Scheinbar nehmen wir geringe private Vermögen hin, wenn dafür der Staat geringer verschuldet ist.

Ich denke aber, statt die Deutschen mit zusätzlichen Steuern zu belasten, um europäische Solidarität zu finanzieren, und statt Vermögensteuern und -abgaben zu diskutieren, um Gerechtigkeit herzustellen, sollten zunächst die privaten Vermögen hierzulande gestärkt werden.

Neben den bereits angesprochenen Maßnahmen ließe sich auch darüber nachdenken, den Staatsfonds mit einer Einmalzahlung des Staates aufzulegen. So könnte der Staat im Rahmen des „Programms zur Wohlstandsmehrung der Bürgerinnen und Bürger“ jedem Deutschen unter 65 Jahren 25.000 Euro schenken.

25.000 Euro für jeden unter 65

Bei überschlägig 55 Millionen Deutschen in dieser Alterskohorte entspricht dies 1375 Milliarden Euro oder rund 40 Prozent des BIP. Die Grenze der Begünstigung bei 65 Jahren ist darin begründet, dass ein Großteil des Vermögens in Deutschland ohnehin bei den über 65-Jährigen liegt und etwaige Guthaben hier nicht genutzt, sondern perspektivisch vererbt werden.

Die besagten 25.000 Euro würden nicht direkt an die Begünstigten überwiesen, sondern als Einmalzahlungen auf individuelle Alterskonten beim Staatsfonds geleistet. Der Staat würde die Ursprungseinzahlung von 25.000 Euro garantieren. Die Verzinsung käme hinzu. Mit Vollendung des 65. Lebensjahres und nach einer Haltedauer im Fonds von mindestens zehn Jahren würde das Guthaben an die Begünstigten ausgezahlt.

Ergänzend sollte der Staat den Bürgerinnen und Bürgern anbieten, zusätzlich in diesem Fonds zu sparen. Hier sollte neben der Einzahlung eine Mindestverzinsung – zum Beispiel ein Prozent pro Jahr – garantiert werden, um die Abneigung der Bevölkerung gegen vermeintlich riskante Anlagen in Aktien und Immobilien zu überwinden.

Dies ist im Hinblick auf die absehbare Geldentwertung infolge der Post-Corona-Politik und der unabwendbaren Monetarisierung der Schulden im Euroraum dringend erforderlich, um die Deutschen nicht zu den großen Verlierern der kommenden Jahrzehnte zu machen.

Angesichts der Notwendigkeit, die Eigentumsquote im Inland zu erhöhen, sollte den Bürgerinnen und Bürgern zusätzlich die Möglichkeit gegeben werden, das Guthaben im Staatsfonds für den Kauf von Immobilien zu verwenden. Dazu sollte der Fonds das Vermögen zinslos beleihen, und die Mittel sollten bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit als Eigenkapital gewertet werden, was sie ja de facto sind.

Keine ungleiche Vermögensverteilung in Europa

Das Ergebnis wäre sehr interessant und vorteilhaft:

  • Die Deutschen hätten ein höheres Privatvermögen von überschlägig dem 4,2-Fachen des BIP. Damit lägen sie zwar immer noch deutlich hinter Frankreich, Spanien und vor allem Italien, aber bei entsprechender Anlage in den kommenden Jahrzehnten sollte es deutlich anwachsen.
  • Die Ungleichheit der Vermögensverteilung würde merklich verringert.
  • Der deutsche Staat wäre mit einer Verschuldung von rund 110 Prozent des BIP trotz Corona und „Programm zur Wohlstandsmehrung der Bürgerinnen und Bürger“ nur so hoch verschuldet wie der Durchschnitt der Eurozone und immer noch deutlich geringer als Frankreich, Spanien und Italien.
  • Das Argument, der reiche deutsche Staat könne und solle für alles eintreten, verlöre an Gewicht.

Zugleich hätte der deutsche Staat genug Schulden, um an der aus meiner Sicht unausweichlichen großen Lösung für die europäischen Staatsschulden teilzunehmen und so wie die anderen großen Staaten davon zu profitieren.

welt.de: „25.000 Euro für alle unter 65“, 9. Februar 2021

Kommentare (57) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    Markus sagte:

    „Die Grenze der Begünstigung bei 65 Jahren ist darin begründet, dass ein Großteil des Vermögens in Deutschland ohnehin bei den über 65-Jährigen liegt und etwaige Guthaben hier nicht genutzt, sondern perspektivisch vererbt werden.

    Die besagten 25.000 Euro würden nicht direkt an die Begünstigten überwiesen, sondern als Einmalzahlungen auf individuelle Alterskonten beim Staatsfonds geleistet. “

    Das widerspricht sich ziemlich: Perspektivisch wird der Betrag vom 18 Jährigen Empfänger 49 Jahre lang nicht genutzt, vom 67 Jahre alten Jungrentner hingegen schon: der kann damit die nächsten 5-10 Jahre auf Kreuzfahrt gehen und Urlaub machen. Das würde auch gut zur Reiseerlaubnis passen, die nur der Rentner aufgrund seiner Corona-Impfung bekommen wird und die der junge Erwachsene erstmal nicht bekommt.

    Wenn schon auszahlen, dann bitte zur freien Verfügung.

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    Bernhard-Albrecht Roth sagte:

    Sehr geehrter Dr. Stelter,

    Ihre Forderung nach einem deutschen Staatsfonds ist zwar grundsätzlich sinnvoll, in der Praxis aber unrealistisch. Denn wer seine Politik schon maßgeblich von Lobbyisten bestimmen lässt, der würde auch die Konzeption eines solchen Staatsfonds an entsprechende „Berater“ delegieren (müssen?), mit dem (bekannten) Ergebnis, zum Vorteil der Finanzwirtschaft und zum Nachteil der Bevölkerung!

    Beste Grüße,
    Bernhard-Albrecht Roth

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    Gnomae sagte:

    @ weico

    Heute geht Massenzustimmung / Politikerbeeinflussung auch so: „The link will send you a text with a script and connects you with your local political office“ (Originalauszug aus einer nicht näher benannten Kampagne). Massenzustimmung wird also durch Freiwillige erreicht, die von Organisationen (NGO’s) vorgefertigte Nachrichten, natürlich ungeprüft, verbreiten, um gesellschaftlichen Druck zu erzeugen.

    Das Schlimmste daran: Naivität der Absender trifft auf Unbedarftheit der Empfänger. Das ist das jetzige System. Über Folgen für die Gesellschaft und das Individuum wird erst gar nicht nachgedacht oder noch extremer formuliert, darf überhaupt nicht nachgedacht werden.

    Den Deutschen wird auch noch vorgesagt, sie seien reich. Wo ist Reichtum, wenn die Löhne oder Renteneinkünfte für die Daseinsvorsorge aufgebraucht werden? Nirgends. Dies können sich nur Politiker mit Luxuspensionen und 1000 Dollar-Anzügen erträumen. Ich glaube auch nicht, dass heutige Politiker-Philosophen Diogenes von Sinope nachahmen und im Fass übernachten, eher in der Villa oder auf dem Bauernhof, versorgt von EU-Agrarsubventionen.
    Ferner darf nicht vergessen werden, dass der Urgrund der ungleichen Vermögensverteilung in zwei Weltkriegen liegen, deren Ursprung bis heute auch noch nicht vollends erforscht ist, da wichtige Akten unter Verschluss sind.

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      Richard Ott sagte:

      @Gnomae

      „The link will send you a text with a script and connects you with your local political office“

      Einen Link im Internet anklicken und dadurch ein unbekanntes Skript ausführen was angeblich irgendeine Nachricht an Politiker schickt. Politik-Aktivismus für Doof-User.

      Was könnte dabei schon schiefgehen? ;)

      https://www.youtube.com/watch?v=IfXMN3VhikA

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Stöcker

      „Hier gibt es ein paar weitere überraschende Fakten zu Italien“

      Clickbait-Teaser für Artikel hinter einer Paywall? Ernsthaft?

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    Michael Stöcker sagte:

    Einer der wenigen Punkte, bei dem ich dezidiert anderer Meinung bin als Herr Dr. Stelter.

    Es gibt keinen kapitalgedeckten Ausweg aus der Demografiefalle; da hilft nur längeres Arbeiten und/oder höhere Produktivität. Dieser Vorschlag heizt die Assetinflation noch weiter an und nährt die Illusionen von Wohlstand im Alter. Wenn dann aber die Babyboomer ihre Assets veräußern MÜSSEN, platzt die Blase mangels Käufern in luftiger Höhe.

    Die sogenannte kapitalgedeckte Altersvorsorge als intelligente Alternative zur gesetzlichen RV war, ist und bleibt einer der größten Irrtümer/Listen des Finanzkapitalismus. Wifrid Schreiber hatte dies noch verstanden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilfrid_Schreiber#Der_%E2%80%9ESchreiber-Plan%E2%80%9C

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        troodon sagte:

        @Michael Stöcker
        „Als Ergänzung zu einer staatlichen Basisrente ist das Sparen in Realkapital durchaus sinnvoll und wichtig, aber bitte nicht als Ersatz für die GRV“

        Es geht doch auch den meisten Befürwortern um eine Ergänzung der GRV und nicht um einen kompletten Ersatz.
        Dass nicht alle Länder zum eigenen Vorteil auf kapitalgedeckte Renten mit Auslandsinvestments umstellen können, ist doch klar.
        Hätte D mit der Ergänzung vor 30-40 Jahren begonnen, wären die gesamten Alterseinkünfte deutlich höher als jetzt.

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        Michael Stöcker sagte:

        @ trodoon

        Völlig richtig. Und hätten Schroeder & Co. nicht die GRV auf dem Altar von Maschmeyer und Konsorten geopfert, dann wären die Alterseinkünfte ebenfalls deutlich höher.

        LG Michael Stöcker

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        troodon sagte:

        @Michael Stöcker
        Riesterrente + Rüruprente war und ist natürlich Schwachsinn, ja. Hohe Gebühren, niedrige Renditen.
        Offener Staats-/Pensionsfonds→ weltweit überwiegend passiv nach BIP oder Gewinngewichtung investierend. . Dafür braucht es keine riesige Anzahl von Fondsmanagern.→ niedrige Kosten.

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      Stoertebekker sagte:

      @M Stöcker

      Vielen Dank für den Link zu W Schreibers Ansatz. Wieder was gelernt!

      Trotzdem glaube ich, dass dies so nicht mehr uneingeschränkt gilt.

      „Etwaige Rentenverschlechterung durch ‚Überalterung‘ unseres Volkes und durch die höhere Lebenserwartung der Rentner würde binnen kürzester Zeit durch die mit Sicherheit zu erwartenden Aufwärtsentwicklung der Arbeitseinkommen überkompensiert.“

      Und da bin ich wieder bei meinem Lieblingsthema (heute noch im Dialog mit DTischer auf den gestrigen Podcast kommentiert). Schreiber geht von einer geschlossenen Volkswirtschaft aus.

      Ich glaube ja weiterhin, dass wir bzgl. der Nationalökonomie-Werkzeuge der geschlossenen Volkswirtschaften in unserer heutigen Welt der vollkommen offenen auch noch unser Erweckungserlebnis bekommen (analog Ihres [meines auch] Erlebnisses mit der Geldschöpfung)…

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Stoertebekker

        Aus dem verlinkten Text:

        >Ganz im Gegensatz zur heutigen politischen Praxis ist Schreibers Umlageverfahren vom Grundsatz her so ausgelegt, dass auf staatliche Zuschüsse komplett verzichtet werden kann. Schreiber forderte sogar die „radikale Unterdrückung von Staatszuschüssen zur Sozialversicherung“ (S. 14).

        Es ist der Rentenkasse grundsätzlich untersagt, irgendwelche Vermögenswerte, seien es Zuschüsse oder Zuwendungen von juristischen oder natürlichen Personen oder Stiftungen entgegenzunehmen oder zu verwalten. (S. 29)>

        >Wieder was gelernt!>

        Von Schreiber KANN man in der Tat etwas lernen:

        Nämlich dass das, was in einer STARK WACHSENDEN Wirtschaft mit Vollbeschäftigung und günstiger Demografie möglich ist – in Westdeutschland nach dem Krieg –, in unserer Gesellschaft UNREALISTISCH ist.

        Das hat erst einmal nichts mit einer geschlossenen oder offenen Volkswirtschaft zu tun, sondern mit der STRUKTUR einer Volkswirtschaft.

        Es ist einfach nur fahrlässig, Auffassungen wie die von Schreiber als REFERENZ für unsere Probleme ins Spiel zu bringen.

      • Avatar
        foxxly sagte:

        @ tischer 20:05
        >>Nämlich dass das, was in einer STARK WACHSENDEN Wirtschaft mit Vollbeschäftigung und günstiger Demografie möglich ist – in Westdeutschland nach dem Krieg –, in unserer Gesellschaft UNREALISTISCH ist. <<

        das finanzierungsproblem, ist doch hauptsächlich hausgemacht:
        – der staat holt über die versicherungsfremden leistungen runde 30Mrd € mehr raus, als er zuschuss gibt
        – die GVR über die lohnstruktur und deren ausnahmen zu finanzieren, ist prinzipiell fahrlässig.
        hierbei ist das problem, dass sich ein rund die hälfte der lohnsumme in D, nicht an den sozialkosten beteiligt.
        idealer und richtiger weise müssten alle sozialkosten entsprechend unserer volkwirtschaftlichen leistung, anteilmäßig und ohne ausnahmen, finanziert werden.

        dann gäbe es sogar bei reduktion der bevölkerung (demokraischer faktor), lange keine probleme mit den finanzen.

        wie so oft. hauptsächlich ein verteilungsproblem!
        dies hat mit einem sozialismus und sonstiger gleichmacherei nichts zu tun!

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    Stoertebekker sagte:

    Würde die Idee in Richtung Rentensystem-Umstellung abwandeln. (Schrittweise hin zu Kapitaldeckungssystem, allerdings ist die Suche nach nem GUTEN Manager trotz des immer wieder zitierten Norwegen-Beispiels schwierig. Gibt auch lausige Staatsfonds.)

    [EINSCHUB: Die Einschätzung, dass die Deutschen vergelichsweise wenig Vermögen haben, halte ich zumindest im Augenblick für nicht richtig, da die Rentensysteme noch leistungsfähig und Rentenansprüche auch Vermögen sind. Vermögen sollte ja nicht als Selbstzweck gesehen werden, sondern als Vorsorge für schlechte Zeiten und Alter. Wenn der Deckel zugeht, kann mein Saldo gern auf 0 gestellt werden (Kinder natürlich vorher ausbilden und ggfs. bedachen).]

    Und dann ein anderes Narrativ: man sollte den Deutschen sagen, dass sie VERMÖGEN HABEN. Und konkret vorrechnen, damit die absolute Größe dieser Zahl EINSINKEN kann. Also bei 1.500€ Rente, 25 Jahre lang, 450k€. Und bei 2.000€ Rente, 25 Jahre lang, 600k. Doppelverdiener natürlich doppelt so viel. Gar nicht schlecht.

    (Und dann die Verlustangst adressieren:)

    Nun ist dieses Vermögen aber nicht wie in anderen Ländern in z.B. Immobilien gebunden, sondern es liegt leider in den unzuverlässigen Händen des Staates. Desselben Staates, der BER, Stuttgart 21, Elbphilharmonie, den Lockdown usw. zu verantworten hat (kann man ja ständig aktualisieren).

    Wäre es nicht eine viel bessere Idee, einen Teil dieser Rentenbeiträge einem guten (!) Staatsfond zu übergeben und statt der 450k vielleicht 700k Rente zu bekommen? Und dann legt Herr Bundesfinanzminister gleich noch ein Startkapital von wieviel-auch-immer k€ dazu, damit es sofort RICHTIG losgehen kann.

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        Stoertebekker sagte:

        @troodon

        Ich weiß… Meine Argumentation geht trotzdem erstmal dahin, den Deutschen überhaupt klar zu machen, dass der Rententopf des Einzelnen größer ist als gemeinhin angenommen.

        Fragen Sie mal im Bekanntenkreis einen (wirtschaftlich ungebildeten) 80-85jährigen Rentner, welche Summe er aus dem Staatstopf schon bekommen hat. Jede Wette, dass die Zahl zu klein ist.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        „Meine Argumentation geht trotzdem erstmal dahin, den Deutschen überhaupt klar zu machen, dass der Rententopf des Einzelnen größer ist als gemeinhin angenommen. “

        Ah ja, mal wieder die Kraft der Autosuggestion.

        Der „Rententopf“ existiert nicht. Es gibt keinen geldgefüllten Topf, in den der einzelne Beitragspflichtige seine Rentenversicherungsbeiträge hineinlegt um sie dann ab dem Renteneintrittsalter wieder zu entnehmen. Die tatsächliche Liquiditätsreserve der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung ist lächerlich klein verglichen mit den Zahlungsströmen – und das ganze System funktioniert über das Umlageverfahren.

        Tatsächlich erarbeiten gesetzlich Rentenversicherte nicht einmal Rentenanwartschaften in Geld sondern „Rentenpunkte“ – und wie viel monatliche Rente so ein „Rentenpunkt“ jeweils ist, regelt ein Bundesgesetz. Lesen Sie die Bescheide beziehungsweise Infobriefe der gesetzlichen Rentenversicherung mal ganz genau, falls Sie in dem System drin sind.

        „Fragen Sie mal im Bekanntenkreis einen (wirtschaftlich ungebildeten) 80-85jährigen Rentner, welche Summe er aus dem Staatstopf schon bekommen hat. Jede Wette, dass die Zahl zu klein ist.“

        Da frage ich lieber Beitragszahler, ob Sie mal ausgerechnet haben, welche Rendite sie auf die Einzahlungen bekommen werden, in Abhängigkeit von ihrer Restlebensdauer (schon bei dem Wort zucken ja schon die meisten zusammen…). Die ist bei der gesetzlichen Rentenversicherung ähnlich kläglich wie bei den zu Recht so verpönten Riester- und Rürup-Rentenversicherungen.

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    Felix sagte:

    Alles richtig, was hier gegen den Plan von Herrn Dr. Stelter vorgebracht wird.

    Allein: es geht nur darum, wenn (zeitlich!) der Euro kollabiert*, den Schaden minimiert zu haben. Ich nehme die 25 TEuro also und kaufe etwas davon, dass einen Wert erhält und stehe besser da, als wenn ich weiter so tue, als ob hier solide Haushaltspolitik noch eine Rolle spielen würde.

    Das ist alles. Der unausweichliche Schaden wird etwas gemildert.

    Gemacht wird das natürlich nicht, weil es nur unter dieser Argumentation vollständig logisch wäre. Aber das ist natürlich TABU.

    *Denkbar ist neben dem Kollaps natürlich auch ein langwieriges Siechtum. Dann gilt aber die obige Argumentation in gleicher Weise.

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    Gregor_H sagte:

    Der durchschnittliche deutsche Bürger ist seit Jahrzehnten immer unselbständiger geworden.
    Jetzt soll ein „Staatsfonds“ den Bürger „wohlhabender“ machen?
    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert …

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    Dietmar Tischer sagte:

    >Besser ist es, mehr im Inland zu investieren.>

    >Außerdem müssen wir unsere Ersparnisse im Ausland besser anlegen.>

    Beides ist richtig, kein vernünftiger Mensch würde dem widersprechen.

    >Wir müssen auch hier das Rad nicht neu erfinden. Wir müssen es nur endlich machen.>

    >Die aufgenommenen Mittel würde der Fonds langfristig in Beteiligungen an Unternehmen und öffentlicher Infrastruktur im In- und Ausland anlegen.>

    GENAU das würde ein Staatsfonds NICHT tun.

    >Regierungsunabhängige Organisation.>

    für das Management deutschen Volksvermögens ist eine WIDERSPRUCH.

    Ein solcher Fonds würde vielmehr MISSBRAUCHT werden, um mehrheitlich gewollte Regierungsvorhaben zu finanzieren.

    Kurzum:

    Wenn wir das machen wollten, MÜSSTEN wir das Rad für Deutschland neu erfinden.

    Das ist AUSICHTSLOS.

    >25.000 Euro für alle unter 65>

    Das ist das ein Vorschlag aus UTOPIA.

    Dazu die Begründung:

    >Die Grenze der Begünstigung bei 65 Jahren ist darin begründet, dass ein Großteil des Vermögens in Deutschland ohnehin bei den über 65-Jährigen liegt und etwaige Guthaben hier nicht genutzt, sondern perspektivisch vererbt werden.>

    Heißt:

    a) Die Leute, die 66 Jahre alt und altersarm sind, etwa nur eine kleine Rente beziehen gehen LEER aus

    und

    b) Wer etwas vererbt, wird BESTRAFT.

    und

    c) Auch wer VERMÖGEND ist oder wird aufgrund von Erbschaft, wird BELOHNT, wenn er noch nicht 65 Jahre alt ist.

    Fazit:

    UNREALISTISCH und so ABEWEGIG, dass es KONTRAPRODUKTIV wäre.

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    Gnomae sagte:

    „Der klassische Fall eines Landes mit chronischem Leistungsbilanzüberschuss ist ein rohstoffreiches Land mit relativ geringer Bevölkerung. Dort können die Erlöse aus Rohstoffexporten von den Inländern nicht vollständig zu Konsum und Investition verwendet werden. Sie werden daher über einen Staatsfonds in ausländische Vermögenswerte angelegt.“
    In diesem Fall ist es vernünftig, die Erlöse aus Rohstoffexporten in einem Staatsfonds anzulegen. In Deutschland ist dies aber nicht der Fall. Exporterlöse stehen hier in der Regel privaten Firmen zu. Diese bedienen dann ihre Mitarbeiter und Firmeneigentümer.

    Ein Vermögensbildungsfonds unter staatlicher Oberherrschaft ist zum Scheitern verurteilt.

    Betrachtet man die Corona-Politik, so kann man sehen, dass der Staat in weiten Teilen nicht funktionsfähig ist. Einige Beispiele: Bestückung der Ethik-Kommission in Bayern nach politischem Gutdünken; Nachverfolgung von Kontakten auch nach einem Jahr Corona noch nicht möglich; Auszahlungen von Hilfen an Unternehmen zum Teil mit 6 Monatiger Verspätung (Ausreden inklusive); ein Parlament, das seine Kontrollpflicht nicht wahrnehmen will; eine tägliche Rundfunk-Panikmache ohne Sinn und Verstand, etc.).

    Ferner besteht die akute Gefahr einer schwarz-grünen Regierung und damit der Frontalangriff auf die Vermögen der Bürger. Zu beachten ist auch, dass es bei einem New-Green-Deal nicht um die Weltrettung geht, sondern um die Installation eines zentralistisch-sozialistischen Weltsystems.

    Besser wäre es, wenn die Industriefirmen gemeinsam einen Pensionsfonds gründen, welcher dann beim Arbeitgeberwechsel beibehalten werden kann. Dieser Pensionsfonds könnte dann national und international anlegen.

    Allerdings dürften uns nach dem 4. Lockdown andere Probleme beschäftigen, wie eine drohende Währungsreform und Großbankeninsolvenzen weltweit.

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    • Avatar
      weico sagte:

      @Gnomae

      „Ferner besteht die akute Gefahr einer schwarz-grünen Regierung und damit der Frontalangriff auf die Vermögen der Bürger. Zu beachten ist auch, dass es bei einem New-Green-Deal nicht um die Weltrettung geht, sondern um die Installation eines zentralistisch-sozialistischen Weltsystems.“

      ..und den sozialistischen Parteien und ihren Wohlfahrtsverbündeten ist dabei natürlich klar ,die Wähler-Klientel will Staatlich versorgt werden. Das Geld dazu muss ,von Reich zu Arm ,steuerlich umverteilt werden.
      Die „soziale“ Geschichte wiederholt sich.

      Götz Aly sagte treffend:
      „Die Massenzustimmung wurde mit Mitteln der Umverteilungspolitik erreicht: mit sozialer Wärme. Die belohnen die Deutschen, wie wir wissen, gerne. Damals ging sie zu Lasten anderer Völker. Heute geht sie über die Verschuldung zur Lasten der nächsten Generationen.“

      „Hitler wusste genau, Sozialabbau konnte er sich nicht leisten.“

      https://taz.de/Der-Holocaust-geschah-zum-Vorteil-aller-Deutschen/!652268/

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  10. Avatar
    Rolf Peter sagte:

    Um es vorweg zu nehmen, dieser Vorschlag wird nicht umgesetzt, weil er keinen Sinn macht.

    “Der Staat” kann seinen Bürgern keine Geschenke machen, denn er muss sich die verschenkten Ressourcen von den zu Beschenkenden holen. Dafür gibt es die drei üblichen Wege: Besteuerung, Verschuldung oder Geldschöpfung. Im Falle der Verschuldung läuft das derzeit “in der Praxis” weitgehend auf Geldschöpfung hinaus.

    Genauso wenig kann der Staat eine Mindestverzinsung garantieren.

    Die Staatsferne des Fonds ist reines Wunschdenken und entbehrt jeder Grundlage. Irgendwie muss der Fonds ja seine Risikoneigung, Ertragsziele und Anlageentscheidungen treffen. Das machen entweder niemandem verantwortliche Technokraten oder Politiker. Die Ersteren werden sich mit allem Brimborium als “Chief Investment Officer”, “Chief Risk Officer” und ähnlichem dumm und dämlich verdienen, ohne irgendjemandem zur Rechenschaft verpflichtet zu sein. Die Letzteren werden politische Ziele verfolgen.
    Das wahrscheinlichste Szenario ist eine Koalition, die beide Gruppen zum Schaden der Allgemeinheit bilden. So ähnlich wie bei der EZB; die ist ja auch staatsfern und unterliegt keinem politischen Einfluss.

    Es funktioniert also nicht so, wie sich Herr Stelter das vorstellt.

    Rein normativ, lehne ich den Vorschlag grundsätzlich ab. Es handelt sich um eine dieser paternalistischen Grossprojekte, die Herr Stelter so liebt – natürlich nur, wenn sie von ihm ausgedacht sind; bei anderen ist es “Anmassung von Wissen”.
    Aber in diesem Fall, er kann ja nichts dafür, weiss er es einfach besser, als die übrigen 80 Mio. Deutschen, wie sie ihr Vermögen anlegen sollen. Vorschläge, wie man das Geld anderer Leute ausgibt, gibt es wie Sand am Meer. Herr Stelter fügt nun ein weiteres Sandkorn hinzu.

    Die freiheitliche Alternative ist M. Stöckers Vorschlag eines zentralbankfinanzierten Buergergeldes. Da “schenkt” der Staat auch jedem Bürger eine Summe, die dann jeder nach seinen eigenen Präferenzen verwenden kann. Das widerspricht offensichtlich Herrn Stelters Zielen, denn die deutschen Tölpel geben dann ja ihr Geld falsch aus.

    Herr Stelters Vorschlag adressiert keinerlei Marktversagen und ist so ueberfluiessig wie ein Kropf.

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  11. Avatar
    Namor sagte:

    Deutschland weist nicht seit Jahren einen Handelsüberschuß auf, sondern seit Jahrzehnten. Aktuell 300 Mrd jährlich! Den einst „erwirtschafteten“ Anspruch auf US- und UK-Gold wollte man sicher auch irgendwann „verkonsumieren“ oder das Gold heimholen. Nun baut man immer noch Überschüsse auf Rekordniveau auf, kein Ende in Sicht. Würden die Exportnationen ihre Überschüsse konsequent im Ausland anlegen und noch Rendite darauf erhalten, würden sie dort sukzessive alles aufkaufen.

    Wenn dann die demographische Wende kommt, dann soll konsumiert werden!? Bei schrumpfender Bevölkerung wird auch weniger konsumiert. Alternde Staaten die jetzt funktionieren können sich gut adaptieren, sinkende Renten, längere Lebensarbeitszeit, gezielte Migration, Automatisierung, … Viele Staaten die in Zukunft dann Überschüsse erzielen müssten, haben auch schrumpfende Bevölkerungen, die werden dann (weiter) verarmen? Staaten deren Bevölkerung (stark) steigt, haben heute nichts um Überschüsse zu erzielen und morgen noch weniger.

    Am besten würde man die Überschüsse anlegen, wenn man konsequent Anreize zur Rückkehr jener Menschen setzt, die hier nicht weit überdurchschnittlich performen. Mit solcher Forderung ist man aber eine Ausgeburt der Hölle.

    Die veröffentlichte Meinung muss man durch die machiavellische Brille sehen. Wir haben einen Hegemon. Politik (und Wirtschaft) ist Krieg mit anderen Mitteln. Im Imperium genießt man Schutz nach Innen und Aussen.

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      weico sagte:

      @Namor

      „Die veröffentlichte Meinung muss man durch die machiavellische Brille sehen. Wir haben einen Hegemon. Politik (und Wirtschaft) ist Krieg mit anderen Mitteln. Im Imperium genießt man Schutz nach Innen und Aussen.“

      Exakt !

      Der Tenor zum „Neuanfang Europas“ ist daher völlig klar: SCHNELL GRÖSSE GEWINNEN ..um dann beim „China-USA-Clash“ einwenig mitzuspielen.

      „Denn ohne eine eigene,global einsatzfähige Armee wird ein im Zweifelsfall auf sich selbst gestelltes Europa weder den künftigen Aufgaben gewachsen sein, noch wird der Kontinent mit amerikanischer Unterstützung rechnen können.“

      https://www.gregorschoellgen.de/media/archive1/artikel/Gregor_Schoellgen-Gerhard_Schroeder-Handelsblatt_012021.pdf

      Grössenwahn unter dem Deckmantel …“das Friedensprojekt-EU“ weiter zu schützen !

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    Susanne Finke-Röpke sagte:

    bto: „Wir müssen es nur endlich machen.“

    Ich bitte um Entschuldigung, Herr Dr. Stelter, aber Sie basteln hier an Wolkenkuckucksheimen!

    Die EZB und die EU sind nicht zur Wohlstandsmehrung Deutschlands gegründet, sondern zur Umverteilung. Das würde ja allem zuwiderlaufen, was sämtliche politisch relevanten Parteien in den letzten Jahrzehnten angestrebt haben.

    Es wird niemals 25.000 € für jeden geben. Es wird nach der nächsten Währungsreform 40 Neue Mark für jeden geben, wie 1948 im Westen. So wird ein Schuh daraus.

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      Richard Ott sagte:

      @Frau Finke-Röpke

      „Es wird niemals 25.000 € für jeden geben. Es wird nach der nächsten Währungsreform 40 Neue Mark für jeden geben, wie 1948 im Westen. So wird ein Schuh daraus.“

      Da sind Sie aber optimistisch. Vielleicht gibts nach der nächsten „Währungsreform“ auch gar kein Geld mehr sondern nur noch eine Schüssel Reis pro Tag, wie bei den grün…pardon, Roten Khmer.

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        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Herrn Richard Ott: Richtig, Herr Ott, ich bleibe Optimist.

        Nach dem abgewandelten Motto eines Ureinwohners Nordamerikas:

        „Erst wenn der letzte Bildschirm schwarz ist und der letzte WLAN-Router stromlos ist, werdet Ihr merken, dass es in einer sozialistischen Planwirtschaft keinen Wohlstand gibt.“

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        Dr.LucieFischer sagte:

        @Richard Ott:
        Reis müsste aber importiert werden, wahrscheinlicher ist der flächendeckende Anbau im Morgenthau-Land von anspruchloser Gerste und Hafer, beides wird als Brei/ Schleim/ gegessen , so wie im Mittelalter, als auch Holz zum Kochen/ Backen/ kostbar war- die Familien assen gemeinsam mit Löffeln aus einer Schüssel, ( Wir-Gefühl & Wasser sparend!) die Zubereitung von Körner-Brei spart CO2. ( Kochkiste) . Restaurants werden gerade beseitigt, was braucht der Deutsche noch ein Dorfgasthaus mit Stammtisch? Tradition und haute cuisine : überflüssig im home-office-Land der Zukunft.

      • Avatar
        weico sagte:

        Dr.LucieFischer

        „Reis müsste aber importiert werden, wahrscheinlicher ist der flächendeckende Anbau im Morgenthau-Land von anspruchloser Gerste und Hafer, beides wird als Brei/ Schleim/ gegessen , so wie im Mittelalter, als auch Holz zum Kochen/ Backen/ kostbar war“

        .vergessen sie Hirse nicht.
        Besserer Energiewert als Gerste und Hafer und ebenfalls Anbautauglicher in Zeiten der steigenden Klimaerwärmung Zudem wird Hirse auch von südländischen Bevölkerungsgruppen akzeptiert.
        Nicht zu Unterschätzen ist auch das völkerverbindende Element von Hirse….mit Ländern die nicht in der EU sind…
        https://de.wikipedia.org/wiki/Hirsebreifahrt

  13. Avatar
    weico sagte:

    @Stelter

    „Die Privathaushalte in Italien, Frankreich und Spanien verfügen über deutlich mehr Vermögen, während die Staaten in diesen Ländern deutlich höher verschuldet sind als der deutsche“.

    ..beim medialen „Italien-Bashing“ funktioniert der Trick aber nur, weil mein nicht zwischen durchschnittlichem und mittlerem Vermögen unterscheidet.

    Eigentlich sollte sich die deutsche Politik vermehrt auf die Missstände in Frankreich konzentrieren, aber dies wäre politisch wohl ein zu „heisses Eisen“ .

    Hoffentlich merken die Italien nicht, wie gut sie eigentlich ALLEINE dastehen würden.

    7 FAKTEN zu ITALIEN:

    DIE BILDER IN DEN KÖPFEN…
    „Der Eindruck, den vorallem deutschsprachige Medien über Italien vermitteln, ist durch die Fakten nicht haltbar. Angela Merkel und ihr damaliger Finanzminister Wolfgang Schäuble haben vor zehn Jahren in der Finanzkrise diesen Klischees freien Lauf gelassen. Die deutsche Ökonomenszene hat damals Fehldarstellungen über Südeuropa in Kauf genommen, um eine Abkehr von der marktliberalen Wirtschaftspolitik der EU keinesfalls zu riskieren. Dieselben Ökonomen und die deutsche Kanzlerin sehen jetzt, zehn Jahre später, dass die Ergebnisse ihrer Politik kontraproduktiv waren……….. “

    https://kontrast.at/italien-wirtschaft-wirtschaftsprobleme-eu/

    Antworten
  14. Avatar
    Stefan Fechtel sagte:

    Ein bestechendes Konzept! Wenn man es jetzt noch so umsetzt, daß die TARGET2 Salden auf nahe null abschmelzen, wäre es richtig genial.
    Und genau deshalb wird es in D niemals umgesetzt werden…

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    • Avatar
      troodon sagte:

      @Stefan Fechtel
      Deutsche Privathaushalte könnten auch einfach selbst beginnen mehr oder weniger unverzinste Kontoguthaben von über 2,5 Bio € in andere Assets umzuwandeln. Durch die Überweisung des Kontoguthabens in ein anderes Euro-Land verringert sich der Target-Saldo.

      Würde ein deutscher Staatsfonds durch KREDITEINSATZ Euro Assets aufkaufen, würde dies Maßnahmen anderer Euro Länder quasi heraufbeschwöre.
      Ein Staatsfonds der durch vorhanden Guthaben der Bevölkerung oder als Teil des Einkommens gespeist wird, wäre ebenso sinnvoll.

      Und die Neukredite des Staates sollten stattdessen massiv in Investitionen fließen. Beim „Digitalpakt Schule 2019-2024“ stehen den Bundesländern gerade einmal 5 Mrd € an Fördermitteln zur Verfügung. Entsprechend langsam geht es vorwärts. Das Volumen müsste sehr deutlich erhöht werden.
      In z.B. Brandenburg gilt: „Im Rahmen des DigitalPakts Schule – Ausstattungsförderung der Schulen lagen bis 30. November 2020 insgesamt 430 Anträge mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwas über 85 Millionen Euro vor. Davon wurden 134 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 18,4 Millionen Euro bewilligt.“
      → Nur etwas mehr als 20% wurden bewilligt/konnten bewilligt werden.
      Gleichzeitig wurde vor etwas mehr als einem Jahr vermeldet „Nur ein Viertel der Schulen hat ein funktionierendes WLAN“
      https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2019-11/digitale-bildung-digitalkompetenz-jugendliche-icils-studie/komplettansicht

      Da braucht sich D nicht am kreditfinanzierten Kauf BESTEHENDER Assets beteiligen.
      Massive Investitionen im Inland würde ich klar bevorzugen. Aber auch die gehen natürlich nicht von heute auf morgen.

      Davon unabhängig sollte die Vermögensbildung privater Haushalte in Aktien/Immobilen unterstützt werden, damit die unrentable Vorliebe zum Kontoguthaben gebrochen wird. Dafür kann ein Staatsfonds bei den -Verantwortung gerne abgebenden Deutschen- ein Mittel sein.

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        foxxly sagte:

        @ troodon 11:37
        auslandinvestitionen wäre natürlich schon richtig, damit wieder geld nach deutschland zurück fließt.
        per saldo fließt wohl mehr ab, als zu

      • Avatar
        troodon sagte:

        @foxxly
        „damit wieder geld nach deutschland zurück fließt.per saldo fließt wohl mehr ab, als zu“

        Die Rendite des dt. Auslandsvermögen ist im langfristigen Betrachtungszeitraum NICHT negativ, aber weniger positiv gewesen als in anderen Ländern. Aber auch da kommt es auf den Betrachtungszeitraum an. Und wahrscheinlich kommen unterschiedliche Analysen zu unterschiedlichen Werten.

        Und wenn Sie möchten, dass mehr Geld nach D fließt, dann müssten Sie sich an den hohen Target2 Salden z.G. D erfreuen. denn die besagen, dass mehr Geld nach D geflossen ist…

      • Avatar
        foxxly sagte:

        @ troodon 15:17

        die target-forderungen meinte ich nicht, weil diese haben ja auch den export als gegenleistung.
        aber dieseT2 bleiben als fordung bei der DBank hängen. für diese forderung dürfen wir auch noch selber haften, weil sie uneinbrinbar sein werden

        ich meinte, dass mehr anlagekapital im ausland investiert/angelegt werden sollte und somit geld zurück fließt.
        umgekehrt läuft es auch hervorragend. der DAX zb.gehört etwa zu 60% auländische anlegern

      • Avatar
        troodon sagte:

        @foxxly
        “ weil sie uneinbrinbar sein werden“
        Wenn dies so wäre, dürften die target2 Salden im Zeitverlauf nie geringer werden
        Wie konnte es dann sein. dass der D Target2 Saldo von 6/2019 bis 1/2020 um rd 130 Mrd € gefallen ist ?

        Und wenn die € Zone KOMPLETT zerfällt, haben wir reichlich andere Probleme, als nur darüber zu diskutieren, ob eine Bundesbank auch mit negativem EK handlungsfähig ist…

        “ dass mehr anlagekapital im ausland investiert/angelegt werden sollte und somit geld zurück fließt.“
        Sie meinen also eine höhere lfd. Rendite des AV, denn das Investitionskapital fließt nun einmal erst zurück, wenn die Anlage wieder verkauft wird. Zunächst fließt dann aber nun einmal „Geld“ ab für die „Investition“. Z.B. fließen 100 ab und 3% oder X% fließen als jährliche Rendite dann wieder zurück

      • Avatar
        Christian Anders sagte:

        Nicht schon wieder…

        Was müsste denn „eingebracht“ werden, obwohl das Zahlungsmittel bereits eingebracht wurde?

  15. Avatar
    weico sagte:

    Das man in Deutschland alles so kompliziert machen muss ?!

    In der Schweiz gibt es jährlich Milliardenausschüttungen ,aus den Gewinnen der Zentralbank (SNB) , an Bund und Kantone.
    Dazu noch Millionenausschüttungen ,aus den Gewinnen der jeweiligen Kantonalbanken an Ihre eigenen Kantone und Gemeinden.

    Schlicht ,Simpel, Jährlich.

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    • Avatar
      ruby sagte:

      @ weico
      Eid=Privatgenossenschaft – eine sehr gewinnbringende Gläubigerorganisation.
      Würden Sie die Geschichte referieren und die Einführung für Deutschland plus die Schweiz gestalten?
      Oder wollen Sie Ihre isolierte Nationensicht lieber in wohlfeiler Eigenhaftung halten?

      Antworten
      • Avatar
        Dr.LucieFischer sagte:

        @ruby:
        Die beste Einschätzung der Lage in EU und bes. Italiens ( ab min. 30 ) gibt der Schweizer Ökonom Beat Kappeler in einem NZZ Gespräch am 10.5. 2020:
        https://www.nzz.ch/video/nzz-standpunkte/beat-kappeler-ueber-die-corona-folgen-italien-koennte-zur-lira-zurueckkehren-id.1555096
        Der schweizer Italienkenner rechnet ab mit verschmitzem Humor ( findet man selten in D.) UND klarer Analyse mit der EZB-Politik, der Abschaffung des Marktes , Zomie-Unternehmen( “ Stecker ziehen“!) und der Notwendigkeit des Euro-Zusammenbruchs.

        Ich glaube, Dr. Stelters Vision/ Idee ( 25.000 für jeden) ist eher als Schocktherapie für die deutsche Sparer-Herde zu verstehen , die beratungsresitent investiert in treu und Glauben, Mutter-Beimer-Merkel- & cum-ex-Scholz usw würden treuhändisch deutsche Sparerinteressen verfolgen.
        Deutsche mit LV und Sparbuch lassen sich leiten von Inzidenz-Panik und folgen, gemäss Psam 23 :
        “ Der Herr/ ( Regierung) / ist mein Hirte
        mir wird nichts mangeln
        er weidet mich auf einer grünen ( sic!!) Aue
        und führet mich zum Ruheplatz am Wasser.
        Er stillt mein Verlangen
        und leitet mich auf rechten ( ?) Pfaden
        treu in seinem Namen…“
        Herrn Dr. Stelter zu unterschätzen , wäre ein grosser Fehler.
        Vielleicht hat er sich mit den 36 Strategemen beschäftigt, vielleicht erwacht die deutsche Schafs- Herde und verjagt die als Hirten getarnten Wölfe?

      • Avatar
        ruby sagte:

        @ Dr. Lucie Fischer
        Mache etwas auf meiner Website … schauen Sie gerne vorbei
        Niemand hat die Absicht Menschen zu unterschätzen.
        Aber ein paar Zehntausende sind peanuts zu den Werten, die mit denen Insassen in offenen und geschlossenen Einrichtungen und sonstwo verpfändet, beliehen, besichert werden. Da werden Hubschrauber eingesetzt, um die steuerlich Zahlungsströme den Auslandsbeständen weiter zu zuführen.
        Es gilt den angemessenen Teil jedem Menschen hier wieder zurück zu geben – in Dollar und Cent.
        Habe Ihren Post erst jetzt erspäht.
        Nach einem frischen petit pain au chocolat aus der Pâtisserie bei Sonnenschein genossen, kommen die besten Phantasien.

      • Avatar
        Dr.LucieFischer sagte:

        ruby:
        In Frankreich/ banlieu: Essone & Boussy Sainte Antoine
        haben sich gestern innerhalb von 24 Stunden Jugendbanden ( alle unter 15 Jahren) bekämpft, ein Mädchen ( 14 J) und ein Junge ( 13 J) wurden erstochen/ erschlagen.
        Die Verwahrlosung von Gesellschaften durch fehlende „primäre Sozialisation“ bringt Kinder ohne innere Werte-Instanzen hervor, Aggression & Sex als einzige Option, um Spannungen abzureagieren : no future , nirgendwo ,und auf dem Markt der Arbeitslosen dealen schon Kinder. Die gendarmerie hat resigniert , Frankreich steht vor dem Scherbenhaufen einer Migrationspolitik deprivierter, entwurzelter Menschen ehemaliger Kolonien-
        Weder mit Geld/ mehr Sozialhilfe /noch mit Polizeigewalt ist diese Gewalt-Lawine zu stoppen, Frankreich zeigt, was D bevor steht. Mittlerweile formiert sich Widerstand im Militär, verfolgen Sie, wenn möglich, General Villiers, gefeuert von Macron, ein Patriot, der “ skin in the game “ zeigte/ zeigen wird: (10.11.2017)
        https://www.youtube.com/watch?v=SkeDSMqVUDE
        Dass die deutsche Nudging-Presse nicht berichtet, bedeutet nicht, dass Widerstand gegen destruktive Politik nicht formiert wird.
        Viel Glück mit neuer website/ see-you-later-alligator/ Bill Haley:
        https://www.com/watch?v=1Hb66FH9Azl

    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @weico

      Im Prinzip eine interessante Idee, aber wie soll die EZB die gleiche Aktienkauf-Notenbankpolitik umsetzen, mit der die Schweizerische Zentralbank ihre dicken (Buch-)Gewinne macht?

      „Im vierten Quartal konnte die SNB gemäss den Schätzungen der UBS-Ökonomen dank dem Rally an den weltweiten Aktienmärkten auf ihrem Aktienportfolio einen Quartalsgewinn von über 20 Milliarden Franken verbuchen. Dazu kamen regelmässige Einnahmen in Höhe von rund 3 Milliarden Franken in Form von Zins- und Dividendenzahlungen sowie Negativzinsen.

      Belastet wurden die Bücher der SNB im Schlussquartal 2020 dagegen von einer Abschwächung des US-Dollar zum Schweizer Franken von fast 5 Prozent wie auch vom Rückgang des Goldpreises. Einen «kleinen Verlust» habe die SNB wahrscheinlich auch auf ihrem Anleihenbestand hinnehmen müssen.“
      https://www.schweizerbauer.ch/politik-wirtschaft/nationalbank-jahresgewinn-von-25-milliarden/
      (großartig dass in der Schweizer Bauernzeitung über die Nationalbank-Bilanz geschrieben wird…)

      Die Schweiz hat als kleiner unabhängiger Staat mit starker Währung und niedriger Verschuldung eine völlig andere Position als die Eurozone. Anders als in der Schweiz muss die EZB weiter in Billionenhöhe Staatsanleihen aufkaufen und halten, ansonsten gehen die Mittelmeer-Staaten alle pleite und die Eurozone fliegt auseinander.

      Da ist es immer eleganter, wenn die Eurostaaten gemeinsam oder jeder für sich irgendeinen Fonds auflegen und das eingelegte Eigenkapital dort per Kredit hebeln können als wenn die EZB-Bilanz noch viel weiter aufgebläht wird.

      Für Deutschland wäre die Abwicklung über die Zentralbank früher eine elegante Option gewesen, als es noch die Bundesbank mit eigenständiger Währungspolitik gab. Dann wären wir heute eine große Schweiz – oder zumindest näher an dieser beneidenswerten Position dran.

      Antworten
      • Avatar
        weico sagte:

        @Ricard Ott

        „Für Deutschland wäre die Abwicklung über die Zentralbank früher eine elegante Option gewesen, als es noch die Bundesbank mit eigenständiger Währungspolitik gab. Dann wären wir heute eine große Schweiz – oder zumindest näher an dieser beneidenswerten Position dran.“

        Sicherlich wäre Deutschland ,ohne EU-Zugehörigkeit, für viele HEUTE beängstigend STARK .

        Nicht umsonst drängt ja besonders Frankreich, mit grosser Deutscher Polit-und Medienunterstützung, auf ein „Neues Europa“ .
        Das Tempo und die (Laut)Stärke des medialen und politischen Orchesters werden ja immer lauter und zahlreicher.

        Wo früher die Politik nicht eingestehen wollte, dass der Euro/Währungsunion ein Fehlkonstrukt ist, will die Politik genau DIESEN FEHLER jetzt ,mit einer Fiskalunion beheben. Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben .!
        Später werden dann noch die „anderen“ Fehler behoben …um das Endziel zu erreichen: EUROPA als BUNDESSTAAT !
        Man kann nur hoffen, dass dieses Enziel bald zerbricht !.

        Wie Schäuble („Corona-Krise“ als Chance) …hat auch Alt-Kanzler Schröder die Krise als Chance geschildert.

        Tenor bei ALLEN (Macron,Schäuble,Schröder,Fischer usw.) JETZT und SCHNELL:

        Schröder im Januar im Handelsblatt :

        „Europa hat keine Wahl. Wenn es nicht unwiderruflich scheitern will, müssen einige Staaten,darunter zwingend die Wirtschaftsmacht Deutschland und die Nuklearmacht Frankreich, zur Tat schreiten.“

        „Zu den Prinzipien, auf welche sich die Initiatoren verständigen müssen, zählen: die Durchsetzung des Mehrheitsentscheids in einem Format, das sich an der gescheiterten Verfassung vom Oktober 2004 orientiert;
        die Möglichkeit von wirksamen Sanktionen bis hin zu einem Ausschluss von Mitgliedern, die sich nicht an
        gemeinsame Rechtsvorschriften oder zum Beispiel bei gemeinsam aufgenommenen Schulden nicht an die
        Beschlüsse der Gemeinschaft halten; die Weiterentwicklung der Währungs- zu einer Fiskalunion; die Definition
        eines geschlossenen europäischen Rechtssystems; die Erarbeitung einer praktikablen Migrations- und Asylpolitik; die Formulierung einer verbindlichen und nachhaltigen Ressourcen-, Energie- und Umweltstrategie und nicht zuletzt eine supranationale Armee, die diesen Namen verdient.“

        „Womit der Fahrplan feststeht: erst das Fundament, dann das Haus. Der Konstruktionsfehler der heutigen Europäischen Union, die im Februar 1992 mit dem Vertrag von Maastricht aus der Taufe gehoben und in
        den Folgeverträgen zementiert wurde, darf keinesfalls wiederholt werden. Wollen die Initiatoren eine Politische Union, die diesen Namen verdient, müssen sie ohne Wenn und Aber auf einen nennenswerten Teil
        ihrer nationalstaatlichen Souveränität verzichten.“

        https://www.gregorschoellgen.de/media/archive1/artikel/Gregor_Schoellgen-Gerhard_Schroeder-Handelsblatt_012021.pdf

  16. Avatar
    foxxly sagte:

    eine gute idee, – aber real nicht umsetzbar!
    der einfluß der lobbyisten aus banken und versicherungen, sorgt dafür, dass sowas niemals zustande kommt.

    der gleiche interessenszirkel hat auch dafür gesorgt, dass „ristern“ für die aller meisten teilnehmern, ein flop war und immer noch ist.
    es war ein programm für die banken und versicherungen.

    die nächste hürde sehe ich darin, dass mit einem „sparen“, die konsumhersteller rebelieren, weil ihnen da eine menge entgeht.

    dieses programm, 25000€ umsonst für die bürger (für die rentenvorsorge), würde den interessen der hochfinanz zuwider laufen.
    und diese würden es auch verhindern.

    andereseits, wenn die bürger so stark wären sowas umzusetzen, dann würden sie auch so eine anti-deutsch-politik verhindern.
    diese politik wird nicht nur vom ausland gewünscht/gefordert, – leider auch von genügend innländern und deutsch-hassern umgesetzt.

    der deutsche fleiß blockiert wohl/leider den blick aufs ganze. das machen sich eine große menge anderer und eigene leute, zu nutze.
    wir verzichten auf eigene vermögenswerte, wir schufften und rackern uns (auch auf kosten unser gesundheit) ab, wir verschulden und, damit es anderen bessser geht, – als uns selber!
    hier muss natürlich relativiert werden: die oberen 30% haben ein so hohes einkommen und vermögen, dass es uns im durchschnitt blendend geht. aber die unteren 30%?????

    ergo: diese unsere politik wird diese 25000€ -idee niemals umsetzten, und die (maipulierten) bürger werden es aus verschiedenen gründen nicht erzwingen können.

    Antworten
  17. Avatar
    Richard Ott sagte:

    bto: „Das Argument, der reiche deutsche Staat könne und solle für alles eintreten, verlöre an Gewicht.“

    Der Vorschlag hat einen gewissen anarchischen Charme, aber vielleicht denke ich auch schon zu sehr wie ein Italiener.

    „Wo könnte der Staat im Rahmen des ‚Programms zur Wohlstandsmehrung der Bürgerinnen und Bürger‘ jedem Deutschen unter 65 Jahren 25.000 Euro schenken. Bei überschlägig 55 Millionen Deutschen in dieser Alterskohorte entspricht dies 1375 Milliarden Euro oder rund 40 Prozent des BIP.“

    Warum nicht 50.000 Euro für alle unter 65?

    Dann ginge unsere Schuldenquote um 80 Prozentpunkte hoch und wir könnten Italien leider, leider, nicht mehr finanziell durch deutsche Geldgeschenke unterstützen, was natürlich sehr schade wäre. Sowas aber auch.

    Aber das dann ebenso hoch wie wir verschuldete Italien hätte sicherlich Verständnis dafür und wir könnten gemeinsam Solidarität aus den dann finanziell solideren EU-Staaten wie Frankreich oder Spanien einfordern. ;)

    https://www.statista.com/statistics/269684/national-debt-in-eu-countries-in-relation-to-gross-domestic-product-gdp/
    (und das ist sogar noch Q1-2020, mittlerweile sieht es überall viel schlechter aus…)

    Antworten
  18. Avatar
    Bauer sagte:

    >> “ Regierungsunabhängige Organisation. “

    Werter Herr Stelter, Ihr Denkansatz in Ehren, aber Sie glauben doch nicht im Ernst, dass dies in Deutschland jemals Realität werden könnte?

    Antworten
    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @Bauer

      Klar, das wird eine genauso von der Regierung unabhängige Organisation wie unser öffentlich-rechtlicher Gemeinwohl- und Demokratierundfunk. Da sehen und hören Sie doch jeden Tag, wie toll es funktioniert. ;)

      Antworten
      • Avatar
        Wolfgang Selig sagte:

        @Herrn Ott: Lol, stimmt, man könnte auch noch die unabhängige Notenbank oder das unabhängige Bundesverfassungsgericht nennen. Auch total unabhängig natürlich, man darf nur nicht pensionierten früheren Vertretern dieser Institutionen sprechen so sie noch leben…

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