2 – Ist Deutschland ein „reiches Land“? – Einkommen

Danach geht es um die Frage, ob wir ein reiches Land sind. Natürlich sind wir, verglichen mit 90 Prozent der Länder der Welt, ein „reiches Land“. Das bestreite ich keineswegs. Aber ich weise darauf hin, dass wir nicht so reich sind, wie gern erzählt wird. Professor Bofinger erklärt, dass wir bei der Einkommensentwicklung gemeinsam mit […]

3 – Ist Deutschland ein „reiches Land“? – Vermögen

Gut zu verdienen (= Flussgröße) bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jemand ein großes Vermögen (= Bestandsgröße) besitzt. Letzteres sind die Rücklagen, über die wir verfügen, sei es für künftige größere Ausgaben oder die Altersversorgung. Auf ein ganzes Land bezogen, müsste man davon ausgehen, dass sich gute Einkommen auf Dauer in entsprechenden Vermögenswerten niederschlagen. Aber das […]

4 – Ist Deutschland ein „reiches Land“? – Auslandsvermögen

Ich verweise im Gespräch auf Daten des DIW, wonach wir im Zuge der letzten Finanzkrise mindestens 400 Milliarden an Auslandsvermögen verloren haben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass diese Verluste uns alle treffen, nicht nur die „Reichen“ oder die Banken und Versicherungen. Wenn unsere Versicherungen Geld verlieren, verlieren sie unser Sparvermögen. Die Folgen sind tiefere […]

6 – Staatsausgaben: Zu viel Geld für die Vergangenheit und zu wenig für die Zukunft

Ich kritisiere in dem Gespräch, dass wir Geld für die Vergangenheit und den Konsum ausgeben, statt für die Sicherung der Einkommen der Zukunft. Das zeige ich hier am Beispiel des Bundeshaushalts der letzten zehn Jahre:  Abb. 9: Wesentliche Ausgabenblöcke des Bundes Quelle: Bundesrechnungshof Kurz zur Berechnung. Ich habe für jedes Jahr die Differenz zum Ausgangsjahr 2008 […]

7 – Zu geringe Investitionen von Staat und Privatsektor

Wurden in Deutschland in den 1990er-Jahren noch Nettoinvestitionen (also Bruttoinvestitionen abzüglich der Abnutzung des vorhandenen Kapitalstocks) im Umfang von rund 7,5 Prozent des BIP getätigt, so sank die Quote auf 2,2 Prozent im Zeitraum von 2010 bis 2016.[1] Noch deutlicher ist die Verschlechterung der Kapitalausstattung je Erwerbstätigen, die seit 2005 stagniert. Positiv kann das mit […]

8 – Ökonomischer Nutzen der Zuwanderung

Im weiteren Verlauf der Diskussion mit Professor Bofinger ging es dann um die ökonomischen Folgen der Zuwanderung. Wenn wir Menschen aus anderen Gründen (z. B. humanitären) zuwandern lassen, so hat dies eine entsprechend konsumtive Wirkung. Wir teilen unseren Wohlstand und unsere Einkommen mit diesen Menschen, dürfen uns aber keinen ökonomischen Nutzen versprechen. Nun zu den Anforderungen […]

10 – Divergenz in der Eurozone

Danach bringen die Redakteure mit der Eurokrise ein anderes Thema in die Diskussion. Ich verweise darauf, dass der Euro nicht funktioniert und erläutere dies anhand der zunehmenden Divergenz. Dazu folgende Überlegungen an dieser Stelle. Wir haben es mit einer Schuldenkrise zu tun, ausgelöst durch den Euro, der die Realzinsen viel zu tief gehalten und damit […]

Zentralbanken sind nicht mehr unabhängig

Wir wissen schon lange, dass die Notenbanken nur noch so tun, als wären sie unabhängig. Mit Helikopter-Geld und MMT ist damit bald auch offiziell Schluss. Meint auch die FINANCIAL TIMES (FT): „(…) there was a time when central banks in advanced countries were supposed to be independent of their governments. That meant they were not […]

Nobelpreisträger: Weltwirtschaft ist ein Ponzi-Schema

Wir wissen, dass in unserer bestehenden Geld-Ordnung, Wirtschaftswachstum unerlässlich ist, um das System am Laufen zu halten. Nur dann können die Zinsen zum Bedienen der Schulden erwirtschaftet werden. Dazu gibt es viele Schriften, ich erinnere hier nur an diesen Beitrag bei bto: → Das debitistische Modell der Wirtschaftserklärung Eng damit verbunden ist die Notwendigkeit, ein Wachstum […]

Was die EUrokraten nicht verstehen (wollen)

Thomas Mayer mal wieder mit einem seiner sehr klaren Kommentare in der F.A.S. Er zeigt auf, weshalb die EU-Befürworter die falsche Antwort geben mit Blick auf die Herausforderungen der Union: „Wenn die Demoskopen nicht völlig danebenliegen, werden bei den im Mai anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament die EU-Skeptiker die größten Gewinne einfahren. Die EU-Befürworter reagieren […]