Die EZB sollte den Banken die faulen Kredite abkaufen

Im Rahmen einer Veranstaltung habe ich vor einigen Tagen Professor Richard Werner kennengelernt. Er lehrt derzeit an der University of Southampton und ist Autor vieler Veröffentlichungen zur Geldpolitik und zum internationalen Banking. Er arbeitete lange Jahre in Japan und gilt als Erfinder des „Quantitative Easing“. In einem Gespräch mit der F.A.Z. hat er schon 2014 […]

„Here’s Mervyn King’s plan to rescue global economy“

Schon vor einigen Wochen habe ich auf das neue Buch des ehemaligen Chefs der Bank of England hingewiesen. Er ist sehr skeptisch bezüglich der Zukunft des Euros und sieht uns in einer Schuldenspirale gefangen. Hier äußert er sich in einem Interview zu seinem „Rettungsplan“ für die Weltwirtschaft. Kein kleines Unterfangen! Denn eines ist klar: Die […]

„Das kann nicht gutgehen mit dem Kapitalismus“

Ein Leser hat mich schon vor einiger Zeit auf dieses Interview mit dem Soziologen Wolfgang Streeck hingewiesen. Er fragte, was ich von dieser Kapitalismuskritik halte. Nun, recht wenig: „Ich glaube, dass es gute Gründe dafür gibt, anzunehmen, dass der Kapitalismus nicht durch eine Revolution abgeschafft oder überwunden wird, sondern von selbst verendet. Es gibt viele Symptome des […]

In der Sackgasse

Stephen King, bis 2015 Chefvolkswirt und jetzt Seniorberater der HSBC, hat mehrfach mit provokanten Aussagen auf sich aufmerksam gemacht. So warnte er im letzten Jahr vor einer neuen Rezession, der die Wirtschaftspolitik nichts mehr entgegensetzten könne. Die Geldpolitik wäre wirkungslos und von der Fiskalpolitik könnten angesichts hoher Schulden keine Impulse mehr gesetzt werden. Nur noch […]

Geldpolitik – das Thema

Die Helikopter sind zu hören, noch sehen wir sie nicht. Kein Wunder, dass das Thema auch medial immer mehr in den Mittelpunkt rückt. So hat mir ein Freund einen Cartoon geschickt mit den Worten: „Du wirst immer mehr Mainstream.“ Damit spielt er darauf an, dass ich meine „Forderung“ nach 10.000 Euro für jeden schon 2014 […]

„Europa vor der Eiszeit, Japan vor dem Endspiel“

Folgender Beitrag erschien bei Cicero.de: In seinem neuen Buch „Eiszeit in der Weltwirtschaft“ entwirft Daniel Stelter ein ernüchterndes Zukunftsszenario der globalen Finanzwelt. Er lässt die vergangenen Krisenjahre in Europa Revue passieren und zieht Japan als Negativbeispiel einer Volkswirtschaft mit verkorkstem Krisenmanagement heran. Japan ist seit Jahrzehnten in einer Dauerstagnation mit deflationären Tendenzen gefangen. 1990 platzte […]

„China sets about fixing what ain`t broke“

Ich gehöre ja auch zu jenen, die in China einen deflationären Druck aus Überkapazitäten und Überschuldung auf die Welt zurollen sehen. Vielleicht ist es jedoch anders (nicht unbedingt besser!), zeigen doch diese Analysen, dass China kein so großes Problem im Industriebereich hat, sondern eher mit der Verschuldung im Nicht-Industrie-Sektor, was dann wohl Immobilien und Regionalregierungen […]

Willkommen in der Eiszeit

Dieser Beitrag erschien in der Märzausgabe des manager magazins und nun auch online: Die Zinsen liegen auf Jahrhunderttiefs, die Bilanzen der Notenbanken sind so aufgebläht wie noch nie. Sieben Jahre ist die Finanzkrise schon her, doch die Wirtschaftspolitik bleibt so expansiv wie sonst nur in der tiefsten Rezession. Stellt die US-Notenbank Fed mit einer Mini-Zinserhöhung […]

Auswege aus der Eiszeit?

In meinem Buch diskutiere ich die Folgen der Eiszeit und mögliche Auswege. Gestern habe ich den Beitrag der HSBC zu dem Vergleich Europa/Japan hier verlinkt. Nun die möglichen Auswege aus der Eiszeit nach Auffassung der HSBC – und von mir. Die Einschätzungen sind fast deckungsgleich. Zunächst die Feststellung, dass es unerheblich ist, ob die hohen […]

Japan: „Vorbild“ für die westliche Welt?

Auf unserem Weg in das japanische Szenario – die Eiszeit – ist es gut, sich früh vor Augen zu halten, was auf uns zukommt. Die HSBC schaut nochmals genauer hin und fasst die ernüchternden Fakten zusammen: zunächst die Erinnerung daran, dass bis zur japanischen Krise die Zukunftserwartungen deutlich andere waren. Unter Fortsetzung des Trends wäre […]