Zaubersankti­onen oder Sanktions­illusionen?

Krieg gegen die Ukraine: Der Westen droht Russland mit Sanktionen in nie da gewesener Härte. Doch wie scharf ist dieses Schwert wirklich?

Die 125. Folge von „bto 2.0 – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ steht im Zeichen der verheerenden Ereignisse in der Ukraine. Wir blicken auf die wirtschaftlichen Folgen des russischen Überfalls. Was bewirken Sanktionen? Was bedeutet die Auseinandersetzung für die Weltwirtschaft? Was geschieht an den Kapitalmärkten und was sollten Anleger bedenken? Außerdem: wie die Demografie Putin im Nacken sitzt. Als Experten dabei: der Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Gunnar Heinsohn und der Handelsexperte Prof. Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung.

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Kommentare (31) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. PhilSt
    PhilSt sagte:

    Keiner geht davon aus das Putin die Ukraine langfristig komplett besetzen will. Maximal wird Putin “Neurussland”, wie er es selbst 2014 nannte besetzen. Das ist die Südost-Ukraine.
    Die ist eher pro russisch und hat auch mehr russische Minderheiten. Als die West-Ukraine. Zusätzlich sichert er so die Krim, seine eigene Grenze und den Schwarz Meer raum ab.

    Die Ukraine wird nur noch verhandeln können. Und sollte einen finnischen Weg einschlagen, wenn Ihre Bevölkerung, Frieden und Wohlstand wichtig ist. So sagt es auch John Mershmeyer in seiner Prognose 2015 die auch eingetreten ist.

    https://www.youtube.com/watch?v=lfk-qaqP2Ws

    Putin handelt NICHT irrational, wie viele in Deutschland momentan glauben.
    Die Ukraine ist für Ihn geopolitisch Immens wichtig, das hat er über Jahre EXTREM deutlich gemacht.
    Und wir im Westen, werden für die Ukraine uns nicht ewig mit Sanktionen ins eigene Fleisch schneiden. Keiner kommt langfristig um den Rohstoffplayer Russland drumherum.
    Die USA weiß das und denkt deshalb nicht darüber nach, das Öl Russlands zu sanktionieren.

    Die westeuropäischen Länder benötigen endlich eine EIGENE Haltung zu Russland die abweicht von den NATO/USA Interessen.

    Frieden und Handel mit Russland, und das Ernstnehmen Osteuropäischer Sicherheitsinteressen.

    Dezentrale Milizsysteme und Bunkersysteme. Hochtechnologische Luftabwehr. Um einen autoritäre und militärische Akteure JEDER Art abwehren zu können.

    Der 2. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten und das Schweizer Waffenverständnis zeigt wie eine Demokratie auch mit Waffen umgehen kann.

    Die Freiheit und Liberalität kann auch ein scharfes Schwert sein. Nur müsste man Anfangen Sie erstmal selbst wirklich zu leben.

    Antworten
  2. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    Interessant Beiträge, obwohl Herr Dr. Stelter mit seiner Manie, gleich wieder Versager zu identifizieren, einiges an Qualität wieder zunichte macht.

    Mein eigenes Prognosemodell hat versagt, denn wenige Tage vor dem russischen Angriff habe ich noch gesagt, ich wuerde nicht an einen Einmarsch in die Ukraine glauben.

    Dass die Russen jetzt ihre Atomstreitmacht in Alarm versetzen, deutet darauf hin, dass auch dort nicht alles nach Plan verlaufen ist. Mir kommt das so vor, als verlieren dort bereits einige die Nerven.

    Ich glaube, sie haben sich in zwei Punkten verschaetzt:
    Der innere Zusammenhalt, den die Ukrainer zeigen, ist weit stärker, als von den Russen erwartet.
    Die NATO- und die EU-Staaten sind zusammengerückt, anstatt sich vom russischen Druck auseinanderdividieren zu lassen.

    Ich vermute, dass auch innerhalb der russischen Führung nicht allen klar ist, was jetzt eigentlich das Ziel des Krieges ist.

    Ausserdem dürfte sich auch ein grosser Teil der russischen Bevölkerung fragen, was das eigentlich soll. Wenn das Regime jetzt voll auf Kim Jong-Un macht und sich in ein Territorium verwandelt, das von einem Warlord und seinen Schergen „regiert“ wird, dürfte das vielen – auch in den sog. Eliten – nicht gefallen.

    Die Sanktionen und westlichen Waffenlieferungen dürften den Russen schon beträchtliche Kosten auferlegen. Dem Westen auch, aber ich denke, wir können das ertragen.
    Fuer die Russen ist die Perspektive, als Juniorpartner der Chinesen und Versuchskaninchen fuer Taiwan under Fuchtel eines zunehmend entrückten Gewaltherrschers zu enden. Mal sehen, ob die sich das gefallen lassen.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Rolf Peter

      “Mein eigenes Prognosemodell hat versagt”

      Das überrascht mich nicht.

      “Ich vermute, dass auch innerhalb der russischen Führung nicht allen klar ist, was jetzt eigentlich das Ziel des Krieges ist.”

      Mit dieser Vermutung liegen Sie falsch.

      Dass Sie sie äußern, zeigt aber, dass Ihnen jegliches grundlegendes Verständnis dafür fehlt, wie Russland die aktuelle geostrategische Lage überhaupt einschätzt.

      Lesen Sie diesen Artikel und versuchen Sie, ihn zu verstehen, auch wenn er viele Gedanken enthält, die der von Ihnen offensichtlich konsumierten NATO-Kriegspropaganda in unseren Medien fundamental widersprechen:

      Russia’s Invasion of Ukraine in Perspective
      https://www.energyintel.com/0000017f-307c-d3e7-a17f-f1fdfee400007

      “Die Sanktionen und westlichen Waffenlieferungen dürften den Russen schon beträchtliche Kosten auferlegen. Dem Westen auch, aber ich denke, wir können das ertragen.”

      Ich bin nicht bereit, diese Kosten zu ertragen. Aber leider ziehen mich naive Ignoranten wie Sie auch gegen meinen Willen da mit hinein.

      Antworten
      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        Ich habe den Artikel gelesen und nichts daran auszusetzen. Ich war schon immer der Meinung, dass der Westen Russland gegenüber Fehler gemacht hat und legitime russische Sicherheitsbelange ignoriert hat.

        Allerdings rechtfertigt das nicht den gegenwärtigen Angriff, und ich glaube auch nicht, dass das letztlich die Erklärung ist.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Rolf Peter

        “Allerdings rechtfertigt das nicht den gegenwärtigen Angriff”

        Doch, genau das ist die russische Rechtfertigung für den Angriff. Das können sie moralisch verurteilen, aber es ändert nichts daran, dass das die russische Sichtweise ist. Und wenn Sie mit der russischen Regierung irgendwann mal wieder verhandeln wollen, dann müssen Sie das auch begreifen.

        Wenn der Westen das, was Sie plötzlich sogar selbst “legitime russische Sicherheitsinteressen” nennen, lange genug ignoriert und Handlungen trifft, die diese aus russischer Sicht konterkarieren, dann gibt es einen immer weiter eskalierenden Konflikt und irgendwann Krieg. An dem Punkt sind wir jetzt.

        Die USA oder auch Israel reagieren übrigens üblicherweise höchst aggressiv, wenn andere Staaten selbst in tausenden oder Kilometer Entfernung von ihrem Staatsgebiet erklären, dass sie sich nuklear bewaffnen wollen – so wie die Ukraine das vor ungefähr einer Woche zum ersten Mal ankündigte. Die Rechtfertigung beispielsweise für Angriffe auf iranische Atomanlagen ist genau die gleiche: Die USA oder Israel sehen darin ihre staatlichen Sicherheitsinteressen bedroht.

        “und ich glaube auch nicht, dass das letztlich die Erklärung ist.”

        Was denn sonst?

      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott
        “Die USA oder auch Israel reagieren übrigens üblicherweise höchst aggressiv, wenn andere Staaten selbst in tausenden oder Kilometer Entfernung von ihrem Staatsgebiet erklären, dass sie sich nuklear bewaffnen wollen – so wie die Ukraine das vor ungefähr einer Woche zum ersten Mal ankündigte. Die Rechtfertigung beispielsweise für Angriffe auf iranische Atomanlagen ist genau die gleiche: Die USA oder Israel sehen darin ihre staatlichen Sicherheitsinteressen bedroht.”

        Iran ist ein schönes Stichwort für folgendes:

        Die USA sehen den IRAN ja selber “nur noch Wochen”, vom Bau einer einer Atombombe entfernt.

        Die eindringlichen Warnungen von Scholz, an der Münchner Sicherheitstagung, werden im Iran jetzt wohl noch weniger Gehör finden…wo Russland nicht mehr mit am Verhandlungstisch sitzt.
        Für den Iran bietet sich nun eine grosse Chance um endlich an ihr Ziel zu gelangen.

        https://www.zeit.de/news/2022-02/23/westen-straft-moskau-fuer-eskalation-in-ukraine-krise-ab

        Nebenbei:
        Das der Iran sein volles Verständnis, zu den russischen Sicherheitsbedenken, ausgesprochen hat und die NATO-Provokationen als Ursache des Konfliktes sieht….sei nur am Rande erwähnt.

    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @RP “Dass die Russen jetzt ihre Atomstreitmacht in Alarm versetzen, deutet darauf hin, dass auch dort nicht alles nach Plan verlaufen ist. Mir kommt das so vor, als verlieren dort bereits einige die Nerven”.

      Eine solche Aktion kann nicht nach Plan verlaufen, d.h. die Nerven können sehr schnell blank liegen. Das gilt allerdings nicht nur für die Kriegsparteien, sondern auch für die “Polit-Strategen”, die nun mit heruntergewirtschafteten Armeen agieren wollen.

      Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @Rolf Peter

      “Ich vermute, dass auch innerhalb der russischen Führung nicht allen klar ist, was jetzt eigentlich das Ziel des Krieges ist.”

      Da der russischen Führung die Ziele der USA/NATO durchaus klar sind ,sind die eigenen Ziele logischerweise ebenso klar.

      Die “Bush-Doktrin” und die “Eindämmungspolitik” der USA und ihre “Wertepartner” ,sind ja bestens beschrieben und dokumentiert. Dazu gehören natürlich auch Präventivschläge und Präemptivschläge um die kooperativ Unwilligen an die westlichen Werte heranzuführen. Ups…

      https://de.wikipedia.org/wiki/National_Security_Strategy_vom_September_2002

      Antworten
  3. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Ein sehr erhellender Podcast, der wesentliche Aspekte der Krisensituation beleuchtet.

    1. Erkenntnisse:

    a) LANGFRISTIG wird Russland mit einer einverleibten Ukraine sich mehr belasten als entlasten aufgrund seiner demografischen Entwicklung (Prof. G. Heinsohn).

    b) KURZFRISTIG würde als Sanktion spürbar wirken, auf Gasimporte zu verzichten (Prof. G. Felbermayr).

    Dies zieht die EU nicht in Betracht, weil damit im kommenden Herbst eine Situation entstehen könnte, die den Bevölkerung und den Unternehmen nicht zuzumuten wäre und daher die Stabilität gefährden würde.

    2. AUSSAGE von Dr. Stelter:

    „Es gibt KEINEN Ansatzpunkt, kurz- und mittelfristig so viel Druck auf Russland auszuüben, dass es sich veranlasst sieht, die Politik zu ändern.“

    Das ist falsch.

    Denn es gibt einen Ansatzpunkt und er wird bereits genutzt.

    Im Podcast nicht angesprochen:

    Der Preis kann für Putin in KURZER Zeit sehr HOCH getrieben werden, wenn die Ukraine sich der Besetzung erfolgreich für längere Zeit widersetzen könnte.

    Das könnte sie, wenn sie BESSER bewaffnet wäre.

    Sie wird besser bewaffnet, denn der Westen schickt UNILATERAL – nicht mit NATON-Beschluss – Waffen zur Verteidigung in die Ukraine.

    Selbst Deutschland kann sich dem nicht widersetzen.

    Dies ist den westlichen Bevölkerungen vor allem angesichts der BILDER (Flüchtende und zerstörte Häuser) zu vermitteln und wird daher nicht scheitern.

    Wenn der Krieg LÄNGER andauert und die VERLUSTE für Russland deutlich steigen, wird möglicherweise das Militär umdenken und die Bevölkerung rebellieren.

    Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt lediglich HOFFNUNG.

    Sie ist aber nicht unbegründet.

    Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ tischer
      <<Wenn der Krieg LÄNGER andauert und die VERLUSTE für Russland deutlich steigen, wird möglicherweise das Militär umdenken und die Bevölkerung rebellieren.

      Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt lediglich HOFFNUNG. <<

      ja, richtig. mit mehr waffen für uraine würde russland mehr schaden zugefügt werden.

      aber auch sehr viel mehr tote und verletzte in ukraine! denn russland würde seine schlagzahl.
      erhöhen.
      ist dies wünschenswert??

      ukraine würde trotzem zur kapitulation gezwungen werden.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Waffenlieferungen

        Wer Waffen in Kriegsgebiete liefert – ist Kriegspartei und zeichnet damit für Kriegsverbrechen mitverantwortlich.

        Wer Waffen an Zivilisten aushändigt, nimmt billigend in Kauf dass diese Menschen mangels Ausbildung / Infrastruktur / Führung rasch fallen, “friendly fire”.

        Wer Wohngebiete aus Deckung für Fernwaffen benutzt, missbraucht Zivilisten als Schutzschilde.

        Wer Städte zu Festungen erklärt um im Häuserkampf Wehrlose als Kollateral für mediale Propaganda zu ernten – kann nicht mit einem fairen Verfahren rechnen.

        Ungediente mögen jetzt Blut riechen,
        sie sollten in die Feuerlinie um ihres zu vergießen.

        Ergebnisse 26.2.22: Russ. Verteidigungsministerium –
        https://www.bitchute.com/video/lf23AW17Dcmx/

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        “Ungediente mögen jetzt Blut riechen,
        sie sollten in die Feuerlinie um ihres zu vergießen.”

        Hehe, wie sie sehen, sind die Ungedienten hier in Deutschland trotz ihrer neuen Kriegsgeilheit nicht dazu bereit, ihr eigenes Blut für die Ukraine zu vergießen. Das sollen mal schön andere machen, wir kümmern uns um die Waffenproduktion, schreiben Protestnoten und machen ein kleines Ukraine-Fähnchen auf unsere Social-Media-Profile, was doch auch ein sehr wichtiger Beitrag ist. ;)

        Dieses Mal könnte unsere Verblendung wirklich übel enden.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Richard Ott

        Uniformen dienen der Unterscheidung zwischen Militär und Zivilisten.

        Kämpfende Zivilisten gelten als Partisanen, durch Kampfhandlungen machen sie alle Zivilisten zu militärischen Zielen.
        Die Ausgabe von Waffen zum Zwecke des Partisanenkampfes macht damit das gesamte Volk zum Opfer.

        Selbst der dt. Volkssturm war mit Binde gekennzeichnet…
        Der ukrainische Präsident benimmt sich übler als ….

        Solche Verbündete wünscht sich jede liberale Gesellschaft einer freiheitlich demokratischen Mitte von ganzem Herzen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        “Kämpfende Zivilisten gelten als Partisanen, durch Kampfhandlungen machen sie alle Zivilisten zu militärischen Zielen. Die Ausgabe von Waffen zum Zwecke des Partisanenkampfes macht damit das gesamte Volk zum Opfer.”

        Ja, das ist das bisher eindeutigste Zeichen dafür, das Zelensky bereit dazu ist, seine eigene Bevölkerung zu verheizen und Kiew in komplettes Chaos zu stürzen, nur damit er möglichst lang an der Macht bleiben kann.

        Unsere sich freiwillig gleichschaltenden Kriegspropagandisten in Deutschland begreifen aber nicht die Tragweite dieser Entscheidung oder feiern sie auch noch Ukraine-patriotisch ab.

        Dazu passend erfolgte ja auch noch der Aufruf an die Zivilisten, doch zu Hause Molotow-Cocktails zu basteln um die russischen Truppen anzugreifen…

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Dies zieht die EU nicht in Betracht, weil damit im kommenden Herbst eine Situation entstehen könnte, die den Bevölkerung und den Unternehmen nicht zuzumuten wäre und daher die Stabilität gefährden würde. ”

      Wenn wir Pech mit dem Wetter haben, gibt es ohne russisches Gas schon im Frühjahr Strom- und Wärmerationierung. Auch im März und April kann es noch sehr kalt werden, das sollten Sie in ihrer merkwürdigen neuen Kriegseuphorie nicht vergessen.

      “Selbst Deutschland kann sich dem nicht widersetzen.”

      Doch, wir könnten einfach “nein” sagen.

      “Dies ist den westlichen Bevölkerungen vor allem angesichts der BILDER (Flüchtende und zerstörte Häuser) zu vermitteln und wird daher nicht scheitern.”

      Sie glauben, wir sind dazu *gezwungen*, bestimmte Dinge zu tun, weil die ukrainische Kriegspropganda bestimmte Bilder produziert? Soll das ein Witz sein?

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >… weil die ukrainische Kriegspropganda bestimmte Bilder produziert?>

        Ja, richtig, alles Kriegspropaganda:

        Wie kann man denn übersehen, dass glückliche strahlende Frauen mit ihren Kindern in die EU einreisen, um hier ein paar unbeschwerte Urlaubstage zu genießen!

        Und dies auch noch vom diesem spendablen Onkel Putin aus Russland finanziert!

        Angesichts dieser herzzerreißenden schönen Bilder entscheidet eine deutsche Regierung über Nacht für EUR 100 Mrd. aufzurüsten.

        Ist doch klar, dass dies dem Onkel nicht gefällt.

        Wirklich, man versteht die Welt nicht mehr – unsere Politiker sind in der Tat ein Witz.

      • weico
        weico sagte:

        @DT

        “Wirklich, man versteht die Welt nicht mehr – unsere Politiker sind in der Tat ein Witz.”

        Sie haben völlig Recht. Solches ist wirklich nicht zu übersehen !

        Die Friedenspartei-Politiker und die grünen Klimaretter war in der Jugend ja lieber auf Ostermärschen und Atomkraftdemonstrationen anwesend oder zu Schulungszwecken beim deutschen Nachbarn.

        https://www.klonovsky.de/2022/02/hat-scholz-das-wirklich-gesagt/

        Kaum ist so ein jugendlicher “Friedensapostel” dann KANZLER geworden ,ist Frieden und Diplomatie ein Fremdwort …dafür ist aber plötzlich genügend Geld für militärische “Friedens-Aufrüstung” vorhanden.

        Mit solch einem SOZIALISTEN als KANZLER…und “Grüner Friedens-Unterstützung”… da geht in der militärischen EU-Zukunft sicher noch einiges mehr. Ups.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Ja, richtig, alles Kriegspropaganda: Wie kann man denn übersehen, dass glückliche strahlende Frauen mit ihren Kindern in die EU einreisen, um hier ein paar unbeschwerte Urlaubstage zu genießen!”

        Sehr schön polemisch, aber wie kommen Sie auf die Idee, dass Waffenlieferungen in die Ukraine dafür sorgen werden, dass weniger solcher Bilder produziert werden?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Von WENIGER solchen Bildern kann keine Rede sein und es werden WIEDER Bilder aus einer wunderbar FRIEDLICHEN Ukraine sein.

        Ich dachte, dies wäre klar:

        >… weil die ukrainische Kriegspropganda bestimmte Bilder produziert?>

        Haben Sie doch selbst gesagt.

        Und wenn SIE es sagen, dann stimmt das auch.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Von WENIGER solchen Bildern kann keine Rede sein und es werden WIEDER Bilder aus einer wunderbar FRIEDLICHEN Ukraine sein.”

        Na wenn Waffenlieferungen in Kriegsgebiete dafür sorgen, dass die wieder friedlich werden, dann haben Sie gerade den Stein der Weisen in der Sicherheits- und Entwicklungspolitik gefunden. Da kann man sich nur fragen, wieso wir das nicht schon immer so gemacht hatten…

        Oder aber, das ist die weniger schmeichelhafte alternative Erklärung, bei Ihnen ist gerade im Kopf die nächste Sicherung durchgebrannt.

    • Alexander
      Alexander sagte:

      @weico

      Einen kontinentalen Wirtschaftsraum ohne Grenzen von Wladiwostok bis Lisabon zu verhindern – liefert diese Bundesregierung nun 1mal mehr Waffen in ein Kriegsgebiet, wie das Vereinigte Königreich über alle Krimkriege hinweg fern eigener Grenzen Frieden/Demokratie stiftet.

      Nationalismus im Dienst für die gute Sache, wer hätte das gedacht?

      Fanboys dieser Widersprüche sind Teil des Problems und werden kein Teil der Lösung sein.

      Läuft.

      Antworten
  4. weico
    weico sagte:

    Guter Podcast und schön beschrieben, wie nutzlos bzw. kontraproduktiv Russland-Sanktionen sind.

    Russland findet problemlos Abnehmer für seine Energie und seine Produkte/Technologien.

    China,Pakistan,Nordkorea,Iran,Syrien ,unzählige afrikanische und asiatische Länder sind erpicht darauf, russische Energie-,Waffen- und Nukleartechnologie zu bekommen. Auch Weizen,Kohle,,Dünger usw. finden wohl reissenden Absatz.

    Wie Hr. Felbmayr bzw. Hr. Stelter anmerkten ,fördern Sanktionen schlicht die heimische Innovation und stärken ein Land langfristig.

    Fazit:
    Vernünftig sein und wieder an den Verhandlungstisch sitzen und alle können sich später als “Gewinner” fühlen (Kubakrise).

    Nebenbei:
    Man sollte sich die damalige Kubakrise wirklich nochmals zu Gemüte führen und dabei schauen, W E R die Atom-Krise provoziert hat. Wer die Analysen liest, kann nur zu einem Schluss kommen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kubakrise

    Nebenbei:
    Die Mehrheit der Leute ist natürlich heute noch der Meinung , besonders im “Werte-Westen” ,dass die bösen Russen einen Atomkrieg anzetteln wollten und die USA die Welt vor einem 3.Weltkrieg “gerettet” hat.

    Antworten
  5. @foxxly
    @foxxly sagte:

    …….. hoffentlich sind die markigen reden, welche grade aktuell im bundestag geschwungen werden, nicht eine spirale von eskalationen, statt deeskaltion.
    wenn ich betrachte, was D und EU grade an sogenannter friedenspolitik betreiben, wird mir schlecht.
    und usa freut sich riesig über mehr wirtschaftlichen erfolg.
    man könnte zu der meinung kommen, dass dies genauso beabsichtigt wurde und von langer hand vorbereitet wurde.
    da ist D gerade gut genug, weil wir uns für allen blödsinn hervorragend begeistern können, – scheinbar wie sonst nirgend auf dieser welt.

    D spielt sich als scharfmacher auf. wie dumm ist das denn!
    dafür dürfen wir, wie schon sooft, uns sehr kräftig weiter verschulden und entsprechende lasten tragen.

    geschied uns recht, mit dem was und wen wir seit jahrzehnten wählen und gewählt hatten.
    unsere dummheit und hilflosigkeit kommt nicht erst von dieser ampel-regierung!

    wir wollten die neuen besseren deutschen sein, – und die noch viel besseren europäer!

    aber, was sind wir geworden? ideoten, welche niemand mehr ernst nimmt! unseren eigenen verhalten sei dank!
    alt -bk merkel hat massivst dazu beigetragen! sie hat deutschland verraten, kastriert und den hof für totalitären sozialismus bereitet.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      “wenn ich betrachte, was D und EU grade an sogenannter friedenspolitik betreiben, wird mir schlecht.
      und usa freut sich riesig über mehr wirtschaftlichen erfolg.”

      Logisch..aus der Sichtweise der USA .Jede Grossmacht strebt nach Hegemonie und hat ihre Lakaien.

      Schauen sie sich z.B. nur mal die Mitglieder und Geschichte der “Atlantikbrücke” an, dann werden viel Entscheidungen der deutschen Politik- und die Ablehnung von mehr “direkter Demokratie” völlig klar. Diese “Stiefelhalter der USA ” sind auch jetzt wieder die Scharfmacher … für die “westlichen Werte und den Frieden”.Ups.

      Antworten

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