Wir können nicht einfach weg

Benötigt die Wirtschaftstransformation einen subventionierten Industriestrom oder liegt ein normaler Strukturwandel vor?

In der 205. Folge von „bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ werfen wir zunächst einen Blick auf die Lage in China und beschäftigen uns dann mit der Notwendigkeit eines Industriestrompreises. Sollte man angesichts der Gefahr, wichtige Branchen und Arbeitsplätze zu verlieren, den Industriepreis für Strom für einige Zeit doch subventionieren? Pro und Contra und ein Vorschlag für einen gangbaren Weg diskutieren wir in diesem Podcast. Im Gespräch dazu, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Gießerei-Industrie, Clemens Küpper. Der Wirtschaftsingenieur ist Geschäftsführer der Eisengiesserei Baumgarte GmbH in Bielefeld.

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Kommentare (60) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. D Meier
    D Meier sagte:

    Sehr geehrter Herr Stelter vielen Dank für Ihren tollen Podcast.
    Zu Ihrem Podcast Folge “Wir können nicht einfach weg” hätte ich eine Anmerkung. Wäre es nicht möglich das bestehende Stromsystem mit Strombörse und dem Merit-Order Prinzip zu stabilisieren, in dem der Staat nur den Gaspreis für die Gaskraftwerke subventioniert, um so den Strompreis aus Gaskraftwerken auf Vorkriegsniveau oder auf den Strompreis aus Kohlekraftwerken zu senken. Diese könnte nach meine Meinung eine erhebliche billigere Lösung sein, als eine Subvention für die energieintensive Industrie und würde auch allen Bürgern und allen Betreiben in BRD helfen.
    Natürlich löst dies nicht das Angebotsproblem um den Strompreis nachhaltig zu senken, aber es könnte eine Brücke sein bis die Politik bereit ist, Energiepolitik nicht aufgrund von Ideologien sondern aufgrund von Fakten zu gestalten.

    Mit freundlichen Grüssen
    D. Meier

    Antworten
  2. DeepBlue
    DeepBlue sagte:

    Lieber Herr Dr. Stelter,

    der Grundtenor der meisten Kommentare bestätigt meine Auffassung, dass hier etwas gewaltig schief läuft.
    Ich wundere mich allerdings, dass Sie und auch Ihre schlauen Gäste offenbar glauben, dass der eingeschlagene Weg kurzfristig noch umkehrbar wäre.

    Alles deutet darauf hin, dass das nicht der Fall ist!
    Die Lösung der Immigrationskrise, der Demoskopie und die Schuldenkrise wird viele viele Jahre brauchen, selbst wenn man sie sofort in Angriff nehmen würde und die Folgen werden Jahrzehnte später noch spürbar sein!

    Antworten
  3. Elke Schanze
    Elke Schanze sagte:

    Guten Morgen,kein inhaltlicher Kommentar,aber eine wohlwollende Feststel-
    lung:Sprechweise deutlich verbessert,früher überhastet ,zu schnell,polternd,heute:bewusster,langsamer,deutlicher,gute Inhalte werden jetzt deutlich besser “verkauft” weiter so!!!

    Antworten
  4. Sascha Dietrich
    Sascha Dietrich sagte:

    Sehr geehrter Herr Stelter,
    vielen Dank für diese hervorragende Folge Ihres Podcasts. Ich schätze den gesamten Podcast sehr und ich lerne unglaublich viel von Ihnen und insb. Ihren Gästen. Ich muss sagen, dass mich diese Folge bisher am meisten erschüttert hat. Dabei geht es mir weniger, um die Tatsache, dass es für den Mittelstand ein herausforderndes Umfeld in Deutschland ist. Es wurde eindrücklich dargestellt, dass die Unternehmen durchaus in der Lage sind, diesem Umfeld mit entsprechender Spezialisierung, großem Know-How und dem Sinn für hohe Qualität zu begegnen. Vielmehr scheint es mir nun auf die Spitze getrieben worden zu sein. Und zwar nicht aufgrund des fortschreitenden gesellschaftlichen Wohlstandes und den damit verbundenen hohen Kosten von Personal und dem damit verbundenen stärkeren Bewusstsein nach Umweltschutz sowie eines sich weiterentwickelnden Wettbewerbs, sondern aufgrund massiver politischer Intervention.
    Wie komme ich darauf? Wenn Herr Küpper erläutert, dass der übliche Werdegang beim Beschaffen von Strom der Gang zu einem Versorger war und Angebote verglichen wurden, so hat die Verknappung des Angebots an Strom in “ausreichender Qualität”, genau dieses marktwirtschaftliche System gestört. Die Konsequenz ist, dass Strom von solchen Unternehmen an der Börse beschafft werden muss, was recht teuer und nicht immer sehr planbar ist. Natürlich kann man sich absichern etc. aber ein Maschinenbauer ist kein Energieversorger sondern ein Maschinenbauer.
    Was mich nun erschüttert hat, ist, dass die Unternehmen letztlich gezwungen werden, fast schon nach Subventionen zu betteln (entschuldigen sie den Begriff), um unter diesen Randbedingungen bestehen zu können. Somit ist die Wirtschaft, deren Lebenselixier die Energie ist, dem Wohlwollen des politischen Gustus ausgeliefert. Ich kann Herrn Küpper absolut verstehen, das kann aber nicht der Plan für ein marktwirtschaftliches Land wie Deutschland sein. Keiner kann genau sagen, wie sich der Strompreis entwickelt. Stattdessen gibt es die schönen Skizzierungen aus “irgendwelchen” Modellen, die ich schon seit 15 Jahren höre. Daher kann ich den Begriff Brücke einfach nicht nachvollziehen. Die Brücke führt zu einem theoretischen Modell, welches sich auch ändern kann und was dann?
    Ich bin der Meinung die Diskussion um den Industriestrompreis ist nur eine Ablenkung vom eigentlichen Problem, nämlich der Stabilisierung des Angebotes an Strom in der Qualität, wie es die Wirtschaft braucht. Dies würde Maßnahmen erfordern, die aktuell politisch nicht gewünscht werden.
    In “normalen” Zeiten, in denen ähnliche Diskussionen schon lange geführt werden, hätten mich teile dieses Interviews bestätigt und motiviert, dass der Standort Deutschland mit seinem innovativen Mittelstand gut mit hohen Aufwänden umgehen kann. In diesem Fall ist es gelinde gesagt schwierig, in dieser Weise nach vorn zu schauen.
    Vielen Dank für Ihre Arbeit an dem Podcast!
    Beste Grüße, Sascha Dietrich

    Antworten
    • Joerg
      Joerg sagte:

      Gute Meinung, Hr Dietrich!

      zu “Ich bin der Meinung die Diskussion um den Industriestrompreis ist nur eine Ablenkung vom eigentlichen Problem, nämlich der Stabilisierung des Angebotes an Strom in der Qualität, wie es die Wirtschaft braucht. Dies würde Maßnahmen erfordern, die aktuell politisch nicht gewünscht werden.”

      Was haltet Ihr von dieser Spekulation:

      Entweder:
      – “die Politik” aendert ihren Kurs sehr schnell (eher unwahrscheinlich in dem Setting? ausserdem rennt die Zeit davon?)
      – die Waehler entledigen sich “dieser Politik” (auch unklar, die Blockparteien “stehen”, Medien, Judikative und Exekutive sind bereit; das wird zaeh?)

      Oder:
      – erstmal alles mit Schweige- & Schmerzens-Geld zuschuetten (mal wieder der einfache Weg: nix aendern, Geld-Pflaster draufkleben)

      Vermutlich wird es aber nicht reichen/bringt keine Verbesserung?!

      Sprechen wir es aus: Good Bye, energieintensive Unternehmen in D … 😢

      Kopf hoch: so schafft “die Politik” wenigstens ihre CO2-Ziele … das erfordert “kleine” Opfer … Es wirkt: der Energieverbrauch in D schrumpft schon seit geraumer Zeit ✔

      LG Joerg

      Arme energieintensive Unternehmen 🤷‍♀️ Was koennen wir raten?
      Vielleicht “If panic, panic first”? Die ersten Verkaeufer bekommen noch die besten Preise?

      Fuer Aufklaerung und Aktionismus ist es jetzt zu spaet? Das haette vor 12 Jahren erfolgen muessen? Da wollte aber kaum einer mitmachen …

      Disclaimer:
      Bestimmt alles nur Irrtum und Missverstaendnis und es fehlt ja die gesamte Information. Also: ALLES WIRD GUT!

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Joerg

        “Sprechen wir es aus: Good Bye, energieintensive Unternehmen in D … 😢
        Kopf hoch: so schafft “die Politik” wenigstens ihre CO2-Ziele”

        Unsere Idiotenregierung in Berlin dürfte das sogar noch als Erfolg für sich reklamieren. Selbst dann, wenn zum Beispiel raffiinierte Erdölprodukte dann eben aus Polen importiert werden anstatt in Schwedt (Brandenburg) hergestellt zu werden.

  5. Johannes Bär
    Johannes Bär sagte:

    Einer der besten Gäste bislang. Praktisch, besonnen, ideologiefrei.
    Hat mir gut gefallen.
    Klar dass solche Leute nie im Staatsfernsehen – pardon ÖRR – zu sehen sind.

    Antworten
  6. foxxly
    foxxly sagte:

    @,
    bei all den richtigen maßnahmen; – abbau unnützer jobs und massive reduzierung der verwaltung/bürokratie, unsinnige politische-ideologie-entscheidungen, etc.-

    wird gerne übersehen, dass ein erfolg aus diesen maßnahmen nur sehr bescheiden sein wird, wenn

    die umverteilung von gewinn und belastungen des klein- und mittelstandes, nicht anders geregelt wird, als dies derzeit geschieht!
    ALSO bei: gewinn wird privatisiert und verluste werden sozialisiert, muss es eine änderung geben, sonst ist alle anstrenungen für die katz!

    wir haben durch das geldsystem eine systemische umverteilung nach OBEN und damit eine entreicherung der arbeitsleistung UNTEN;
    -welches durch administrative maßnahmen noch verschärft wird!

    die industrie und das großkapital kann “WEG”, die bevölkerung “NICHT”!

    Antworten
  7. Joerg
    Joerg sagte:

    “die (Energie)Revolution frisst ihre Kinder …”

    jetzt kommen die Kleinen heulend um die Ecke geflitzt … und wollen Subventionen.

    Es gibt hier keinen leichten Ausweg!

    Wir sind schon weit in die Sackgasse gelaufen. Die Tross-Fuehrer wollen keine Fehler einsehen und Schmach der Umkehr einlaeuten. Weil alle (Wirtschaft und Politik) verstrickt sind (erst voll auf die Energiewende setzen: Windraeder, Pumpen-Zubehoer etc produzieren und sich dann wundern, wenn WEGEN dem Setzen auf das falsche Pferd, die dadurch erhoehten Energiepreise einen mit in den Tod reissen).
    Ein typischer Fall von “das haben wir nicht gewusst, das haben wir nicht gewollt, wir haben doch nur unsere Arbeit gemacht …”?

    Da gibt es noch viele Unternehmen, die Schaufeln, Pickel, Bretter und Kaesten fertigen und (erst ganz langsam) merken, dass es ihrem eigenen Begraebnis dienen wird … (v.a. Windradindustrie, Solarindustrie ist ja schon fort)

    Ohne guenstige, grundlastfaehige, sicher verfuegbare Energieversorgung demontiert sich ein Land selbst. Die Idee, das v.a. mit Flatterstrom zu erreichen, ist Hybris. Wer da mitmacht und die Subventionswelle surft, kann spaeter nicht auf Mitleid hoffen. Am Ende steht er als Subventionsschneider am Pranger.

    LG Joerg

    Was koennte Hr. Kuepper also versuchen (vermutlich schon zu spaet)?
    – eine Entscheidung treffen: FUER oder GEGEN die momentane Energiewende sein?
    – im Unternehmen und Verband vorschlagen, entsprechend zu waehlen
    – in beiden Faellen: wie ein Loewe fuer Strompreissubventionen kaempfen
    – bei Votum gegen Energiewende: Produkte auslisten, die die Energiewende treiben/ihr hilft
    – bei Votum fuer Energiewende: Produkte aufstocken, die der Energiewende hilft

    – bessere Vorschlaege fuer Hr. Kuepper?

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Joerg

      “Was koennte Hr. Kuepper also versuchen (vermutlich schon zu spaet)?
      – eine Entscheidung treffen: FUER oder GEGEN die momentane Energiewende sein?”

      Das ist doch grünenfeindliche Hassrede und staatsfeindliche Hetze, überhaupt die Möglichkeit zu eröffnen, dass man gegen die heilige Energiewende sein könnte… ;)

      Antworten
  8. weico
    weico sagte:

    *@bto:Sollte man angesichts der Gefahr, wichtige Branchen und Arbeitsplätze zu verlieren, den Industriepreis für Strom für einige Zeit doch subventionieren?”

    Subventionen sind Markteingriffe und führen langfristig nur zu einer Interventionsspirale nach UNTEN.

    Deutschland ist ein wunderbares Beispiel ,wie aus einem einst sehr erfolgreichen Land …ein selbstzerstörender Wohlfahrtsstaat wurde.

    Prof..Habermann bringt es in seinem neusten Artikel schön zum Ausdruck.

    https://www.achgut.com/artikel/die_selbstzerstoerung_des_wohlfahrtsstaates

    Antworten
  9. Ferdinand Graf von Keyserlingk
    Ferdinand Graf von Keyserlingk sagte:

    Interessanter Podcast. Das Geraune um das Merit Order Prinzip, stört mich aber immer gewaltig. Es ist ja kein Gesetz, sondern eigentlich nur ein Ökonomisches Denkmodell, Strompreise zu erklären. Wenn wir regeln könnten, dass nicht mehr die teuerste Technologie den Preis setzt, sondern die Durchschnittskosten (wie er vorschlägt) wieso sollten die, die höhere Kosten haben noch produzieren? Ich bin erstaunt, dass Sie das Herrn Küpper unkommentiert durchgehen lassen. In Wirklichkeit gilt die Merit Order überall wo Preise frei gebildet werden, sicherlich auch in der Giessereiindustrie.

    Antworten
  10. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @BTO / Herr Küpper Kann es sein, dass in wenigen Jahren schon, gerade weil so hohe Energiekosten es dringend erfordern, ganz neue Fertigungsmöglichkeiten für noch-Gussteile entstehen? https://www.eos.info/de

    Vielleicht wird ein Dinosaurier aus dem vorvorletzten Jahrhundert mit Subventionen am Leben erhalten, statt voll auf IT zu setzen. Oder es muss übergangsweise beides gemacht werden: subventionierte Innovation mit langfristiger Perspektive.

    Nur mal so.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      Für das Schmelzen von Metall braucht man immer gleich viel Energie. Wie soll man mit 3D-Druck da gegenüber Gussverfahren Energie sparen?

      Ihr Gefasel erinnert ein bisschen an die hilflosen (aber teuren) Versuche der EU, durch neue Energieeffizienzrichtlinien für haushaltsübliche Wasserkocher den Energieverbrauch maßgeblich zu senken…

      “Vielleicht wird ein Dinosaurier aus dem vorvorletzten Jahrhundert mit Subventionen am Leben erhalten, statt voll auf IT zu setzen.”

      Besonders wichtig für die grüne Zukunft jenseits aller Grenzen der Physik sind auch die Buzzwords “Blockchain”, “KI” und “Multimedia”. ;)

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        Keine Sicherheitsfreigaben fuer 3d Druckteile, gibt es keine Standards fuer erreichbare Festigkeit und metallurgische Eigenschaften auf Molekuelebene….

        Die Berthold Hermle AG forscht unter MetallPulverAuftragsverfahren fuer Nieschenbedarf….setzt sich in der Breite nicht durch.

        Ausser Propaganda Artikeln nichts neues, nur PR fuer Schlafwandler…

        Wer heute noch am Markt ist, hat nicht geschlafen.

    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @RO & Alexander = zwei echte Experten der metallurgischen Werkstofftechnik … beeindruckend die Bandbreite des Knowhows.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        In Sachsen reicht schon Physik Klasse 8 oder 9, um zu verstehen, wieso Ihre zusammengegoogelte Idee das Problem nicht lösen wird.

        Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass man im grün-roten Norddeutschland erst studieren muss, um zur gleichen Erkenntnis zu kommen, sie kennen ja die Unterschiede im Lernniveau…

      • Alexander
        Alexander sagte:

        Giessereitechnik ist eine Wissenschaft und chemische Analysen begleiten den Kochprozess, wie der kalte Werkstoff durch Zerstörung auf physikalische Eigenschaften lückenlos geprueft werden muss, aus Haftungsgruenden wird alles dokumentiert.

        Das alles ist mittels Pulvermetallauftrag nicht beherrschbar, sonst koennte man sich seine Teile einfach Schutzgasschweissen.

        Gusseisen ist aber nur f. Reparaturen eingeschränkt schweissbar, ohne Haftung wie bei…..

        Allein die Gefuegespannungen durch Abkühlen erfordern Fachkenntnisse, die sich Schwätzer nicht ausmalen.

        https://de.m.wikipedia.org/wiki/Eisen-Kohlenstoff-Diagramm

        Inkompetenz dagegen laesst sich messen.

    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @RO & Alexander = immer noch beeindruckend die tiefschürfenden (Sachsen) Kenntnisse über vormittelalterliche Fertigungsverfahren (Russland). Dagegen ist der Paradigmenwechsel in der additiven Fertigungsfähigkeit der Drahtlichtbogenfertigung von Al-Zn5,5-Mg-Cu (ML7075) unterste Stufe. Das ist der Anfang. Mag ja sein, dass Metallguss noch viele Jahre zum industriellen Standardrepertoire aufstrebender Entwicklungsländer gehören wird und auch in Deutschland seine hochspezialisierte Nische behält. Paradigmenwechsel im Bereich der Anfertigung hochfester Konstruktionen können die unangenehme Eigenschaft haben, vorhandene Märkte schneller zu substituieren, als Gießereimaschienen verschrottet werden könnten.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Al-Zn5,5-Mg-Cu

        Hat Festigkeitswerte eines Wald/Wiesenbaustahles….nicht genug, wenn Sie die Anwendungen dieser Legierungen mit Gusseisen mittels eines 1.Lehrjahr Tabellenbuchs Maschinenbau zu googeln verstünden.
        https://datenblaetter.thyssenkrupp.ch/en_aw_7075_0717.pdf

        Dabei ist der “KI”- Aluminium Hype schon 30 Jahre alt & viele Gißereien fielen ihm zum Opfer.
        Heute kennt man die Grenzen und rettet AlSi Motorblöcke (VW, BMW, Benz, Porsche,+,+,+) mit Laufbuchsen aus Gusseisen…….weil alle so dumm sind?

        Gusseisen ist besser, aber wegen der Temperaturleitfähigkeit / Verbrennungsmanagement / Abgaswerte entscheidet man sich für geplante Obsolenz anstelle Haltbarkeit.
        Cui bono?, die Umwelt jedenfallls nicht.

        Gerade scheitert die Luftfahrtindustrie an den Kohlefaser-Verbundwerkstoffen, d.h. deren geringer als erwartet Lebensdauer (vgl. EEG Rotorblätter = Sondermüll) keine Renditen wie kalkuliert versprechen.

        Auch der Maschinenbau sucht wieder Gusseisen wie vor 100 Jahren weil man mit Kunstharzzement der Gestelle neben Sondermüll weniger gute Dämpfungseigenschaften erzielt und Stahlkonstruktionen unerwünschte Schwingungen produzieren. China liefert.

        Seien Sie sicher, dass die letzte Gießerei verreckt ist bis alle deppigen Modeerscheinungen ausprobiert und für schlecht befunden wurden.

        Am Ende bestellen Sie via ebay in China und nehmen was kommt, egal unter welchen menschenunwürdigen/umweltverachtenden/unzertifzierten Bedingungen der Schrott entstand.

        Haftungsfrei ist neue Normalität.

    • Joerg
      Joerg sagte:

      @JuergenP

      Prima Idee, das beschleunigt den Ausbau der Erneuerbaren sammt Pumpen-Wirtschaft enorm, wenn alle Guss-Teile ab sofort mit 3D-Druck gefertigt werden 😜😂
      So werden endlich alle Ausbauziele fristgerecht erreicht, oder?

      LG Joerg

      PS: waere vielleicht eine Abkuerzung, zur Erkenntnis, dass wir in der Sackgasse stecken?

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      Kapieren Sie überhaupt das Problem?

      Irgendwelches hilfloses grünes PR-Blabla über angeblich bevorstehende ” Paradigmenwechsel in der additiven Fertigungsfähigkeit” hilft da nicht weiter. Dieses hirnlose Gesülze kommt nur im Grünen-Ortsverein und vielleicht noch im Staatsfunk gut an, umso besser, je weiter weg von der Realität.

      @Joerg

      Unsere grünen Freunde glauben wahrscheinlich unironisch, dass man mit 3D-Druck auch hohe Stückzahlen genauso schnell fertigen kann wie zum Beispiel mit Gussverfahren – JürgenP wird Ihren Kommentar also als Zustimmung interpretieren.

      Irgendwo kann ich es sogar verstehen. Wenn ich Opus-Dei-Funktionär wäre, würde ich auch ausnahmslos jeden mir zugetragenen Bericht über angebliche Wunder Halleluja-schreiend ernst nehmen…

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @RO … telefonieren Sie schon mit Tastatur oder gibt’s in Sachsen noch das Fräulein vom Amt, das abhörsicher für Verbindungen sorgt. So wie damals in den guten alten Zeiten, als Autos noch aus kunstharzgetränkter Presspappe gefertigt waren. Gab nichts besseres, nech?
        @Joerg “wenn alle Guss-Teile ab sofort mit 3D-Druck gefertigt werden”. Wer hat das behauptet?

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        Möchten Sie diese Technologie vielleicht für die “metallfreie” Lastenradfertigung lizensieren? Oder machen Sie im Grünen Reich die Fahrradrahmen dann auch mit 3D-Druck?

    • JürgenP
      JürgenP sagte:

      @RO Noch auf der innovativen Spiegelreflex am Knipsen? Kodak lässt grüßen.
      @A Klingt so, als seien Sie auf allen Fachgebieten der Oberexperte. Klingt so. Mehr nicht.
      Außerdem. Es geht um das Anschieben innovativer Alternativen. Das schließt nicht aus, dass weiterhin Gussteile mit hohem Energieaufwand produziert werden. Da traue ich Herrn Küppers mehr Kompetenz zu, als Ihnen beiden.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Oberexperte

        Meine Metallkarriere nahm ihren Anfang tatsächlich in einem Nachfolgeunternehmen
        der königlich bayrischen Geschützgießerei Ingolstadt.

        Kompetenz bedarf nicht mit Abschlüssen zu überzeugen,
        Ihnen mangelt es an beidem.

        Dagegen versucht Ihr erlesener Charakter erst Herrn Küppers Qualifikation mit 3d Chimären zu beschämen um im Nachgang uns beide gegeneinander aus zu spielen.

        how dare you.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @GeschützAlexander „… erst Herrn Küppers Qualifikation mit 3d Chimären zu beschämen …“.

        Naja, er wird sicherlich seinen Verbandskollegen resp. Wettbewerber kennen:
        https://www.giesserei-praxis.de/news-artikel/artikel/die-qualitaet-ist-teilweise-sogar-besser-als-bei-gussteilen

        daraus:

        „Um die Bandbreite der heute existierenden additiven Technologien abzubilden, arbeiten wir mit Kooperationspartnern zusammen, um zum Beispiel MODELLE für das Feingussverfahren DRUCKEN zu lassen oder im Binderjetting-Verfahren Sandformen herzustellen. Darüber hinaus können wir auch Bauteile DIREKT in additiven Technologien DRUCKEN lassen“.

        oder „Schnelle Herstellung komplexer Gussteile aus Metall ohne Formwerkzeug“

        oder, alternativ:
        „innoCast steht für innovative Fertigungstechnologien. Das Portfolio umfasst additive Verfahren wie den 3D-DRUCK aber auch klassische Gussverfahren“.

        Scheint in der Gussbranche schon ganz gut voranzugehen mit dem Drucken.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        Sie verstehen wirklich nicht.

        Den Modellbau aus Holz gibt es tatsächlich nicht mehr. Holzmodelle waren die Grundlage der Sandformenbauer, den Zeitaufwand erspart 3d Druck.

        Modelle aus Holz durch Kunststoff zu ersetzen hat nichts mit Ersatz von Gussteilen aus Eisenwerkstoffen zu tun.

        Eisen zu schmelzen kostet viel Energie.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        Blöd, aber grün und mit ganz viel Sendungsbewusstsein.

        Die größte Plage unserer Zeit.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Manufaktur: das Sandgussverfahren + 3d Druck Modellbau
        https://www.youtube.com/watch?v=L7rsKTWamuo
        Quelle: Hager Zierbeschläge AG

        Erst wenn die BRD ein Freiluftmuseum für die Vergangenheit geworden ist,
        versteht die verhetzte Mehrheit dass man von Vergangenheit nicht -wohlhabend- leben kann.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @GeschützAlexander … wenn Sie etwas von (Feinstruktur-) Statik verstünden, käme Ihnen vielleicht in den Sinn, wie beides miteinander kombiniert werden (3-D + Guss) und trotzdem ordentlich Energie durch wesentlich geringeren Materialeinsatz gespart werden kann. Einige Fotos auf der genannten Website zeigen, wohin die Reise geht.

        @SchubladenOtt … SIE sprechen von Plage. Ist das der neueste Witz aus Sachsen?

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        Bin absoluter Laie zu Thema Guss. Wie kann es sein, dass von (angeblichen) Experten hier völlig konträre Meinungen geäußert werden? Geht’s da nur noch um Ideologie und/oder Lüge? OK, beim Klima ist es genauso.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        Jaja, angeblich lässt sich jedes Problem lösen, wenn man nur laut genug “Digitalisierung” ruft und noch ein Solarpanel aufs Gehäuse der Maschine schraubt.

        Einfach nur Buzzword-Bullshit-Begriffe aneinander reihen funktioniert vielleicht in einer grünen Werbeagentur, aber in der Industrie müssen Sie schon eine echte Material- und Energieeinsparung leisten, da reicht Geschwätz und Wunschdenken nicht mehr. Fragen Sie mal den Heizungsminister Habeck.

        “Ist das der neueste Witz aus Sachsen?”

        Den kann ich bei Ihnen in Bremen gar nicht öffentlich erzählen, sonst sind sofort alle staatlich betriebenen Meldestellen Ihrer Gesinnungsspitzel überlastet…

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Jürgen?

        In meinem ersten Kommentar hatte ich bereits auf diese Möglichkeit hingewiesen &
        darauf, dass wer bis heute überlebt hat = nicht schläft.
        Quelle:
        https://www.hermle.de/de/dienstleistungen/generativ_fertigen

        Auf die Diskussion mit Ihnen haben ich mich nur eingelassen, weil Sie im Handstreich glaubten mit irreführenden Schlagworten die Marktkompetenz eines Gießereigeschäftsführers in Zweifel ziehen zu dürfen.

        Zur political correctness gehört jede Innovation zu verfolgen,
        besonders an jene die niemals Marktchancen haben werden.

        Niemand in der Öffentlichkeit wagt dumme Ideen in Bausch und Bogen zu verwerfen,
        schließlich stehen Professoren und Exzelenzcluster dahinter + politisches Geld = Subvention.

        Wer widerspricht bekommt keine Hilfe und kein Geld,
        so dürfen Sie auch den podcast vom Sonntag verstehen, d.h. das Verhalten von Stelter und Küpper.

        @Beobachter
        Google ersetzt keine Ausbildung,
        die Produktionsschritte von Guss muss man kennen
        bevor man 3d Modelle mit Gußwerkstücken veLwechseRt.

      • Joerg
        Joerg sagte:

        @Beobachter, Durchblick bei Guss

        aach, das ist ganz normale Kommunikation. “Die Kunst des Aneinandervorbeiredens” 😉

        K: Mist, bei hohem Strompreis rechnet sich Guss nicht mehr!
        J: Aber es gibt gute Innovationen, zB 3D-Druck, viell. helfen die …
        Alle: Ja, ganz lustig, aber nee, ist nur Tropfen auf den heissen Stein …

        Dann lustige Volksfestkeilerei …

        Mahner: Hoert doch auf, macht mal sinnvolle Vorschlaege …

        Mahner wird auch in die Keilerei gezogen …

        Macht halt mehr Spass 🤷‍♀️

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @grüne Dekonstrukteure

        1. ohne Ahnung die Qualifikation der Anderen anzweifeln
        2. dann die Qualifikation aller Einwände anzweifeln
        3. am Ende alles lächerlich machen um eigene Lächerlichkeit zu RELATIVIEREN

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Joerg

        “lustige Volksfestkeilerei”

        Das ist das Schöne an unseren Zeiten: Früher wäre man fürs Anzetteln einer öffentlichen Keilerei mit dem besonders heiligen und schmierigen Oberpriester gesellschaftlich schwer sanktioniert worden, aber die grüne Religion hat diesen Sonderstatus aufgegeben, denn ihre eifernden Zeloten und fettleibigen Ablassbriefverkäufer teilen selbst zu gern aus.

        Aber ich beschwer mich nicht darüber, mir macht das so Spaß. :)

  11. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Off-topic, passt aber zu allem, wa hier diskutiert wird: “Etwa 120.000 Armenier in Bergkarabach sind eingeschlossen, seit Kurzem lässt der Erzfeind Aserbaidschan auch keine humanitäre Lieferungen mehr durch. Internationale Beobachter sprechen von einem Genozid. Dass Brüssel und Berlin dennoch wegschauen, hat einen Grund. ”

    Das Gas …
    Passt genau zur EU-Moral, man kann hier nur noch zynisch sein. Wie können die Woken das noch gutens Gewissens akzeptieren?

    Antworten
    • der Kater
      der Kater sagte:

      Widerliche Bande.

      Soll keiner meinen, es ginge ihn nichts an… Sie würden (und werden) auch das eigene Volk opfern…

      Antworten
  12. Alexander
    Alexander sagte:

    @Daniel Stelter

    FÜR oder GEGEN Technologien mit Ursprung im dt. Kaiserreich,
    wenn auch ein Atomkraftwerk relativ nur eine Dampfmaschine ist?

    …weil fast alles aus der new economy ausschließlich von Nullzins Geldspekulation existiert,
    einschließlich Globalisierung.

    @Clemens Küpper

    Hochwertigere Produktion als Gießerei wurde von den Umständen aus der BRD vertrieben,
    der kulturelle Verlust unwiederbringlich verloren wenn es nicht um Arbeitsplätze sondern Wertschöpfungsketten geht,
    vgl. UNION Bohrwerke Bielefeld.

    Wenn Politik die Zerstörung mit Vorsatz betreibt – gibt es keinen Konsens sondern nur Aufschub,
    vgl. Zerstörung aller Industrien mit politischer Abhängigkeit.

    Hans Werner Sinn auf den Punkt in 7 min:
    https://www.youtube.com/watch?v=jtGni0vzVxQ

    Genau wie Verbrennungsmotoren hört der Guss nicht auf, nur in der BRD;
    das zu verhindern ist Existenzfrage als gemeinsames Interesse aller – ohne Parteien.

    Wie schlimm muss es denn noch kommen,
    bis Ihr alle eure Ängste überwindet…..

    ……frage ich als Inhaber eines Unternehmens mit 50 Jahren Markterfahrung.

    Antworten
  13. Dr. Lucie Fischer
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    Dass ein ” anthropogener Klimawandel” , vom WEF ( Nachfolge-Organisation des Club of Rome) medial eingehämmert , als unanfechtbar- feststehende Wahrheit hingenommen wird-
    der grösste Ausgangs- Fehler, Manipulations- Bias, WEF- Propaganda.
    Die Original-Publikationen des Club of Rome thematisierten :
    # Bevölkerungs-Explosion
    # Rohstoff-Mangel
    # anthropogene Ausrottung von Tier-und Pflanzenarten, weltweit.
    Es wurde global strengste Geburten-Kontrolle gefordert, begleitend von eugenischen Zwangs-Massnahmen. Brutalste Details / Vernichtungspläne/ im nicht zufällig nur noch antiquarisch erhältlichen Buch von Paul R. Ehrlich ( 1968 ) nachzulesen:
    ” The Population Bomb”.
    Der gefeierter Veganer, WEF-Philosoph Yuval Harari befindet mit sanfter Stimme ( YT ) , dass
    ” useless people” mit Drogen ruhig gestellt und mit PC-Spielen beschäftigt werden könnten.
    Luisa Neubauer in Talk-show wagt klareres Statement :
    “….wohin mit diesen ganzen Menschen und ihren Emissionen ? “:
    https://www.youtube.com/watch?v=Sh2cG1_b58k
    Legalisierung von Cannabiol der Grün-Rote Regierung weist die Richtung:
    Ruhig-Stellung der bekifften Bevölkerung, gegen in Folge konsumierte härtere Drogen (s. Opioid-Tote in USA) wird sich diese Regierung gerne als unfähig erweisen. Medikamenten-Flohmärkte für Patienten , Vorschlag des Präsidenten der Bundesärztekammer Dr. Reinhard.
    ( Fast ! wäre Zwangs- Boosten per Gesetz durchgekommen , Todesursachenerforschung durch Pathologen versuchte das RKI zu untersagen )

    Im Tümpel der Lüge schwimmen tote Fische ( russisches Sprichwort)

    Antworten
    • Beobachter
      Beobachter sagte:

      Das Problem ist, den Mittel- und Oberschichten in den USA ist die Fentanyl-Seuche und alles was damit zusammenhängt völlig egal. Sie leben da nicht. Siehe die Beiträge von TobiasW [Das Fentanylproblem wird auch nicht als Fentanylproblem wahrgenommen, sondern als petty crime und homelessness Problem.] Wie lange das noch gut geht, ist eine andere Frage. Ich glaube aber nicht, dass es hier viel anders laufen wird.

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Beobachter
        “Das Problem ist, den Mittel- und Oberschichten in den USA ist die Fentanyl-Seuche und alles was damit zusammenhängt völlig egal. Sie leben da nicht”
        Präziser als ” völlig egal” : die Analyse psychischer Abwehrmechanismen, die einsetzen, wenn man sich hilflos, machtlos, überfordert, angewidert fühlt :
        Verdrängung, Abspaltung, Verleugnung, Dissoziation menschlicher Schicksalskatastrophen. Dennoch Scheinsicherheit, Illusionen.
        Auch Ärzte ( im Notdienst, auf Intensivstationen nach kurzer Zeit das gesamte Personal ) stumpfen hart ab-
        je trostloser die Lage von todgeweihten Patienten, um so verzweifelt- sexualisierter dort die Arbeitsatmosphäre, –
        gut beschrieben in Samuel Shems Klassiker ” House of God”, absolut politisch incorrect – wahrhaftig. ( Keine Schwarzwaldklinik-Schnulze) .
        Tranq= Fentany +Xylazin:
        https://www.youtube.com/watch?v=PS4j9NSg0dw
        Für diese Drogenkranken gibt es keine Enzugskliniken, Null Überlebenschancen. Dass sie ” Zobies” genannt werden, zeigt die Angst der noch nicht Betroffenen.
        Oberschicht-Priviligierte können ihre Kinder nicht schützen, sobald die in Internaten -Unis etc ” Experimente” machen.
        Die Angriffe auf physische und psychische Gesundheit / Depopulation/ kommen von allen Seiten. Todkranke , verschuldete Gesellschaft.
        Drogen- und Sucht- Prävention setzt geborgene, behütete erste Lebensjahre mit Objektkonstanz voraus.
        ( Keine ! Krippenbetreuung, bevor ein Kind sicher sprechen und ” Nein” sagen kann. )

      • weico
        weico sagte:

        @Beobachter

        “[Das Fentanylproblem wird auch nicht als Fentanylproblem wahrgenommen, sondern als petty crime und homelessness Problem.]”

        Es wird zunehmend von den Medien als weitere Chinagefahr ..nach dem Chinavirus.. propagiert.

        Fentanyl bzw. die bösen illegalen Chemikalien werden von China nach Mexiko geliefert und bedrohen damit das von Gott auserwählte Volk und damit auch die nationale Sicherheit.

        https://cse.google.com/cse?cx=partner-pub-7633895505036451:1430843329&q=fentanyl#gsc.tab=0&gsc.q=China%20fentanyl%20China&gsc.sort=

        Zum Glück kommen die Hurricane von der Karibikseite …sonst wären die Chinesen auch daran noch schuld.. :-)

    • weico
      weico sagte:

      @Dr. Lucie Fischer

      “Es wurde global strengste Geburten-Kontrolle gefordert, begleitend von eugenischen Zwangs-Massnahmen. Brutalste Details / Vernichtungspläne/ im nicht zufällig nur noch antiquarisch erhältlichen Buch von Paul R. Ehrlich ( 1968 ) nachzulesen:
      ” The Population Bomb”.”

      Im Internet findet man solche antiquarischen Bücher problemlos …..und GRATIS !

      Meine Linkempfehlung für “Bücherratten” und Vielleser:
      The world’s largest open-source open-data library:

      https://annas-archive.org

      Nebenbei:
      Als kleine Literaturempfehlung empfehle ich..:

      “Gleichgewicht der Macht: Der ewige Kampf zwischen Staat und Gesellschaft”…. von James A. Robinson und Daron Acemoglu

      Ein Kampf der in Deutschland zurzeit vom Staat deutlich dominiert wird, weil die Mehrheit der Gesellschaft vom süssen Trank der Wohlfahrt schon besoffen ist .
      Wie der Kampf ausgeht ….. wird man dann ja sehen.

      Antworten
  14. Bauer
    Bauer sagte:

    Bravo, Herr Küpper! Ich kenne mindestens sechs Firmenführer in ebenso vielen Branchen, teils noch aus meiner aktiven Zeit vor bald 40 Jahren. Was ich da zu hören bekomme, gleicht sich im Tenor mit variierter Melodie. Es ist nicht sehr ermutigend, obwohl jeder sein Bestes gibt.

    Energiepreis: Es ist Wunschdenken, zukünftig nochmal einen Preis ‘wie damals’ zu erwarten. Das beste erreichbare Ziel wäre, einen mit den anderen relevanten Industrieländern konkurrenzfähigen Preis zu erreichen. Dies setzt jedoch ein umgehendes und völliges Umdenken in allen politischen Bereichen unserer begnadeten Regierung voraus. Abgesehen von der geringen Wahrscheinlichkeit wird ihr jedoch die Zeit davonlaufen, wenn es nicht sowieso schon zu spät ist.

    Das deutsche Handicap ist, dass der Energieverbrauch schon seit der Jahrtausendwende trotz zunehmenem BIP rückläufig ist, während andere noch aus dem Vollen schöpfen. Energie war noch nie so richtig preiswert in D, daher wurden die Reserven des Verhältnisses E/BIP schon früh konventionell weitgehend ausgeschöpft, was es heute schlechter dastehen lässt und den Spielraum einengt.

    Die administrative Regelungswut ist nicht zu bremsen. Herr Küpper hat es vermieden, da die nötigen harten Worte in den Mund zu nehmen, denn er muss ja mit den Urhebern weiterackern, um noch zu retten, was zu retten ist. Die unverändert zunehmenden Kompexitäten aller Abläufe, schon angefangen im Privaten, werden uns zum Kollaps führen (und nicht die extremen Schieflagen der Finanzwelt). Der Weg dahin ist nicht mehr weit.

    Gesamturteil: Aussichtslos, Zeitrahmen ungewiss. Rom ist ebenso wie unsere Zivilisation nicht an einem Tag gebaut worden, und hat sich vehement über Jahrhunderte vergebens gegen den Verfall gestemmt. Sein Schicksal ist nicht singulär. Was den Zeitrahmen anbelangt, kann man dank unserer Verkehrs- und Informationstechnik ein römisches Jhdt. mit etwa 10 Jahren der Jetztzeit in Beziehung setzen.

    Antworten
    • Tom96
      Tom96 sagte:

      @ Bauer

      Wer Geschichte immer nur von Lateinern gelehrt bekommen hat, wird immer nur deren Geist verstehen und vertreten

      https://www.rwi.uzh.ch/static/elt/lst-thier/rgt/default_1/de/html/unit_chapter_1.html
      “Legal History Online führt Sie zu den Grundstrukturen der europäischen Rechtsgeschichte seit dem Frühmittelalter. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich intensiver mit Einzelfragen auseinander zu setzen.

      Legal History Online verknüpft die textliche Darstellung mit Quellenauszügen, Bildern und vertiefenden Hinweisen zu Begriffen, Biographien und einzelnen Brennpunkten der Rechtsgeschichte.

      Legal History Online besteht im Kern aus einem Lesetext. Weiterführende Hinweise sind mit einem Mausklick auf verlinkte Begriffe verfügbar. Detailinformationen zu grau unterlegten Begriffen werden sichtbar, wenn diese Ausdrücke mit der Maus überfahren werden.

      Legal History Online ist kein Ersatz von Vorlesung und Lehrbuch, sondern versteht sich als als multimediale Lernhilfe, die Vorlesung und Selbststudium begleiten soll.”

      Die Wurzeln und Herkunft nicht suchen und erkennen können.
      Verlorenheit und das Gefühl, daß etwas nicht stimmt ist nicht genug …

      Antworten
      • B
        B sagte:

        @Tom96

        Was Sie nicht alles zu wissen glauben! Nur verdaulich, wenn man die Zahl in Ihrem Pseudo als Geburtsjahr annimmt. Stimmt’s?

  15. Lothar
    Lothar sagte:

    Beim Industriestrompreis stehe ich einmal hinter unserem Bundeskanzler. Ich sehe auch nicht, dass der Strompreis in 5 Jahren wieder billiger oder konkurrenzfähig wird, und ich denke auch nicht, dass wir uns das leisten können. Die Subvention würde das Ziel nicht erreichen, wäre ein neues Bürokratiemonster und wäre ungerecht. Die Forderung der Grünen ist ein geschickter Schachzug. So können sie später sagen, wir sind nicht für die Deindustrialisierung verantwortlich, sondern diejenigen, die gegen den Industriestrompreis waren.

    Antworten
  16. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Vielen Dank für den Podcast. Immer wieder erfrischend, das echte Leben beschrieben zu bekommen. Zwei Anmerkungen, vielleicht mal was für weitere Artikel/Podcasts.

    1.) Hr. Küpper beschreibt ja, dass seine Wettbewerber in Europa sitzen. Damit greift das übliche Narrativ USA/China nicht. Mich würde mal interessieren, wie die Strompreis (für die Industrie!) in D vs. den anderen europäischen Ländern aussehen. Eigentlich müssten alle fossil erzeugten Strommengen doch im letzten Jahr überall teurer geworden sein. Atomstrom ist was Anderes, aber Polen/Rumänien/…?

    Vielleicht hat sich aber auch der Stromhandel selbst fundamental geändert (zB aufgrund der globalen Unsicherheit keine Mengen mehr zu festen Preisen; gibt’s woanders mit Formelpreisen auf Basis von Öl/Gaspreisen schon lange). Dann würden wir in einen neuen Normalzustand hineinwachsen, für den man den Umgang erst noch lernen muss. Würde im Übrigen zu den Ideen der zukünftig variablen Preise auch für Haushalte passen. Und könnte eben über kurz oder lang doch wieder für alle europ. Länder gelten.
    (Wir sollten aufpassen, evtl. Nachläufer der Supply/demand-Verschiebungen seit 2019 auch als solche zu erkennen und ggfs. auszusitzen.)

    2.) Mein Verständnis von Hrn. Küppers Ausführungen war gar nicht so sehr der Wunsch nach einem subventionierten Industriestrompreis, sondern vielmehr der Gedanke, das Merit-Order-Prinzip abzuschaffen/auszusetzen. Kann ich jetzt nicht beurteilen. Finde das aber ne spannende Idee, ggfs. könnte man dazu mal nen Experten befragen.

    Antworten
  17. mame
    mame sagte:

    Einen Zielstrompreis kann man natürlich festlegen.
    Die Frage ist jedoch, ob dieser Zielpreis tatsächlich erreicht werden kann.
    Ein grober Systemvergleich zwischen einem konventionellen Stromsystem (siehe Frankreich) mit unserem volatilen Stromsystem zeigt folgendes:
    Das Investment pro kWh-Kapazität für die Stromerzeugunganlagen ist in beiden Systemen in 1. Näherung gleich groß.
    Die zu installierten Erzeugungskapazitäten sind im volatilen System jedoch um den Faktor ca. 4 höher, weil der Jahresnutzungsgrad bei Solar-KA bei ca. 11%, bei Wind-KA bei ca. 25%, bei KKW jedoch bei ca. 89% liegt. D.h. das erforderliche Investment für die Erzeugung einer bestimmen Energiemenge ist im volatilen System min 4x höher. Entsprechend höher ist auch der Fixkostenanteil pro erzeugter kWh.
    Im Gegensatz zum konventionellen System benötigt das volatile System eine Backup-Struktur für Zeiten mit wenig Wind und Sonne. Diese Backup-Struktur besteht aus konventionellen Kraftwerken (z..B. Gas) + Speicher. Unter der Annahme, dass diese Struktur 80% der Gesamtlast abdecken können muss, erhöht sich das Erzeugungs-Investment für das volatile System um weitere 80%.
    Volatile Stromerzeugung benötigt ein leistungsfähigeres Stromnetz als ein konventionelles System, da Erzeugungsschwankungen weiträumig ausgeglichen werden müssen und der Strom von Offshore WKA über größere Strecken transportiert werden muss. Wie hoch die zusätzliche Fixkostenbelastung für das volatile System ist bleibt noch abzuschätzen.

    Der Vorteil der volatilen Erzeuger liegt in den geringeren variablen Kosten pro kWh (keine Brennstoffkosten). Allerdings lassen sich hier keine Skaleneffekte ausnutzen, weil der Nutzungsgrad beschränkt bleibt.
    Zusammenfassend lässt sich abschätzen, dass der Fixkostenanteil pro kWh im volatilen System um den Faktor > 5 höher sein wird als im konventionellen System.
    Ob sich unter den vorgenannten Bedingungen ist ein Break Even zu einem konventionellen System jemals erreichen lässt ist höchst unwahrscheinlich.

    Antworten
  18. weico
    weico sagte:

    Wie man sich bettet..so liegt man halt.

    Die Industrie hat jahrelang dem irren politischen Treiben nur zugeschaut und muss nun halt ebenfalls schauen …. wie sie überlebt.

    Die steigende CO2-Taxen wird Energie in Zukunft noch weiter verteuern und die Industrie damit weiter ins Ausland (ver)treiben.

    https://app.electricitymaps.com/zone/DE

    Die Map mal am Abend anschauen, wenn es einnachtet.!
    Absolut tragisch, was Deutschland für hohe CO2 Emissionen hat und welche kosten da noch auf die Industrie bzw. Bürger/Wähler zukommen werden.
    Man denke nur an das Heizgesetz (Wärmepumpen usw…)

    Nebenbei:
    In Bayer und Hessen wird sich bald zeigen, ob ein langsames Umdenken stattfindet….oder eben nicht.

    Antworten
  19. Dr.Lucie Fischer
    Dr.Lucie Fischer sagte:

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter,
    Dieser Podcast ist wieder ein highlight dank der Kompetenz ( gepaart mit Humor, absolut selten in D) von Herrn Küpper und Ihrer Gesprächsführung!
    Wäre Wirtschaftskunde in Schulen Pflicht ( und Lehrer frei, aktuelle Themen zu unterrichten) :
    dieser Podcast wäre Lehrstunde für Jugendliche ,den geballten Irrsinn destruktiver rot-gelb-grüner Politik zu verstehen.
    Toxisch-destruktives Massnahmen werden oft nicht erkannt / Medienpropaganda/ , klassiche ” Denkhemmung” :
    es wirkten moralisch-ethische Widerstände, tiefe Ängste , in Ungnade zu fallen.
    ( Wenn allerdings die Folgen dieser Politik sichtbar werden ist es zu spät! )
    Dabei beweist EU-Kommission und diese Regierung täglich , wie wenig Interesse besteht an Gesundheit, Sicherheit, Wohlstand Bildung der deutschen Wähler , A. Baerbock sprach´s offen aus .
    Die von Ihnen zuletzt angedachten Alternativen halte ich leider für Wunschdenken, keiner dieser Politker wird sich je an Abmachungen / Vertäge/ halten, deren haftungsfreies Handeln öffnet Willkür und leeren Versprechungen Tür und Tor .
    N. N. Taleb ( mein Lieblingsautor) :
    ” Ist man zwischen zwei Alternativen hin-und hergerissen ,
    sollte man keine von beiden nehmen”
    ( N.N.Taleb, Kleines Handbuch für den Umgang mit Unwissen, S. 77)
    Aktuelle Nachricht FAZ:
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/folgen-der-baukrise-ziegelhersteller-stoppen-die-produktion-19128369.html

    Antworten
  20. JürgenP
    JürgenP sagte:

    Toller Beitrag, denn der Podcast lag ganz dicht am wirtschaftlichen Geschehen. Herr Küpper schilderte eindrücklich, wie schnell und einfach Industriesterben abläuft. Preis hoch – Kunde weg. Auf nimmerwiedersehen, weil Kunde entweder pleite infolge hoher Kosten für Gussteile oder irgendwo im Ausland verschwunden sind und woandes kaufen.

    Was ist daran schwer zu verstehen?

    Nichts. Wenn man Ahnung von geschäftlichen Prinzipien hat.

    Nun, wo es aufgrund von Entscheidungen eng wird, muss Herr Küpper seine wertvolle Zeit aufwenden, um geschäftspolitische Nachschulungen für Entscheidungsträger = Politiker in seinem Betrieb durchzuführen, die vmtl. der erste Mal flüssiges Metall = Industrie zu Gesicht bekommen.

    Der Beitrag erinnerte mich an den Verlauf der „Abwicklung“ der einstmals führenden Schiffbauindustrie. Hier für den Standort Hamburg nachzulesen:
    https://www.shmh.de/aufstieg-und-fall-der-hamburger-werften/

    Das, was dort beschrieben ist, steht der „Gussindustrie“ noch bevor. Nicht nur, weil der Strom viel zu teuer ist, sondern vielmehr aus einem Grund, den Herr Küpper im Nebensatz beschrieben hat:

    Leistungsträger werden von ständig zunehmenden bürokratischen Anforderungen verstopft, so dass sie sich wesentlich weniger um ihre Kunden kümmern können, um Innovationen zu entdecken und möglichst schnell zu realisieren. Immer dicht am Kundennutzen.

    Das können nur die „Küppers“ dieser Welt. Kein einziger Hochschulprofessor, Politiker oder Berater wäre dazu fähig.

    Welche „Subvention“ würde den Standort Deutschland am besten dienen: ZEIT für Leistungsträger.

    Antworten
    • Beobachter
      Beobachter sagte:

      “… zunehmenden bürokratischen Anforderungen …”

      Aber wehe man stellt die EU infrage, die hier Haupttreiber ist. Dann ist man sofort “Nazi” und Demokratiefeind, wie es der AfD gerade ergeht. Dabei ist die EU in ihrer heutigen Form völlig problematisch, was ihre demokratische Legitimation anbelangt.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ beobachter,
        richtig!
        aber wer soll sie spürbar reduzieren?
        sollen diese bürokraten sich selber abschaffen ? ne, ne und nimmer!
        eher geht der staat und die gesellschaft zu grunde.

        die zunehmende bürokratie ist ein guter garant für die regierungen zur machterhalt und -ausweitung.

        wer soll sie also reduzieren?

        jede partei oder regierung, welche dies macht oder will, verliert die macht im staate.

        die verwaltungs-branche ist einfach zu groß und mächtig.
        das weiß bereits jeder gewählte bürgermeister, dass er sich niemals gegen die verwaltung stellen darf, sonst bekommt er keinen fuß auf den boden.

      • Lothar
        Lothar sagte:

        @ Beobachter,
        ich als Verwaltungsbeamter kann bestätigen, dass sehr viel Bürokratie durch die EU entsteht, oft auch sehr viel Unnützes. Beispiel: Unsere Kommune hat vor Jahren einen Wanderweg für 70.000 € gebaut, weil es dafür EU-Zuschüsse in Höhe von 50 % gab. Die Zuschussvorschriften waren sehr schwierig und nahmen sehr viel Zeit in Anspruch. Wir benötigten zwingend ein Ingenieurbüro, die Verwendungsnachweise wurden von 3 Stellen vor Ort geprüft. Ich bin mir ganz sicher, dass der Verwaltungsaufwand die Baukosten überstieg. Zuerst werden die Steuern in Deutschland erhoben, nach Brüssel transferiert und werden dann wieder zurück überwiesen, mit einem immensen Verwaltungsaufwand, obwohl die Kommune vor Ort am besten weiß, welche Investitionen sie zu tätigen hat. Warum gewährt man den Kommunen nicht einfach einen Investitionszuschuss und lässt sie bauen, was man für notwendig hält? Kennen die in Brüssel den Subsidiaritätsgrundsatz nicht?
        @ foxxly,
        ich kenne keinen Beamten oder Richter, der sich nicht auch weniger Bürokratie wünscht, oder der sich gar Gedanken macht, dass durch weniger Bürokratie seine Stelle gefährdet ist. Das ist einfach Unsinn. Ich bin z.B. ein großer Verfechter von Pauschalen und setze mich immer wieder für solche ein. Pauschalen würden viele Verfahren vereinfachen, wären aber nicht individualgerecht, und jeder Deutsche pocht eben auf Einzelfallgerechtigkeit. So gesehen bedeutet weniger “Bürokratie” oft auch weniger Gerechtigkeit. Man kann z.B. Planungen und Genehmigungen beschleunigen, der Bürger hat dann aber auch weniger Einspruch- und Klagemöglichkeiten. In China werden Stadtteile einfach abgerissen und die Leute ohne Einspruchmöglichkeiten umquartiert, wenn neue Infrastrukturprojekte dies verlangen. Gott sei Dank in Deutschland unmöglich.
        Beim Heizungsgesetz und beim möglichen Industriestrompreis sehe ich schon wieder neue Verwaltungsmonster mit Klagen bis zum BVerfG heraufziehen. Das ist aber den Verantwortlichen, der Legislative, vollkommen egal. Die drehen sich um und schimpfen über zu viel Bürokratie.

  21. dobeldo
    dobeldo sagte:

    Vielen Dank fuer den Podcast. Ich muss sagen es war auch irgendwie erfrischend mal wieder einen Nicht-Wissenschatler zu haben.

    Antworten
  22. foxxly
    foxxly sagte:

    …. war heute wieder ein interessanter beitrag, besonders mit h. küpper.

    die gesamte lage beschreibung ist ein riesen desaster für deutschland!
    – nur leider bleiben wir immer bei der lage-beschreibung hängen.
    -einen günstigen strompreis und generell die energie, -zu fordern ist eben auch nur eine lagebeschreibung.

    -wir brauchen eine zuordnung, wo die probleme entstehen, wer sie macht etc. usw.
    -und diese zuordnung muss offen benant werden.
    erst dann sind echte ansatzpunkte einer änderung unseres weit überwiegend selbst gemachten desasters möglich.

    wir steuern von einer desaster-welle in die nächste.

    wir dürfen nicht glauben, dass mit einem günstigen strompreis einen großen teil unserer probleme gelöst seinen.
    die nächste großen probleme stehen bereits vor der türe! zb:

    die rohstoffpreise und insbesonders die knapperen und politisch knapperen materialien, werden teuer werden und wir sind letztlich damit erpressbar geworden.

    dank der werte-westlichen politik der vergangenen (mind) 50 jahre, bekommen die bisher eher ausgenutzten länder mit der BRICS-bewegung die vorenthaltene eigenständigkeit und macht zurück, – und
    gegen diese werden wir einen riesen wettbewerbsnachteil haben;- und diesen können wir nicht in dieser gespaltenen welt mehr durch rationalisierungen und technische überlegenheiten, ausgleichen.

    wir werden durch diese entwicklung eine zunehmende inflation bekommen.
    welche mittel haben wir dagegen? keine!

    die konsumnachfrage wird durch die teuerung weiter sinken.
    welche mittel haben wie dagegen? keine!

    dabei steht das größte damokelsschwert über uns: die extreme verschuldung.
    sie engt den aktuellen handlungsbedarf enorm ein.
    aber auch die zinsbelastung aus der angsammelten verschuldungen, (auch bei guten zeiten)
    würgt letztlich unsere gesamte wirtschaft ab.

    der einhergehende wohlstandsverlust wird schnell zum größten problem der zukunft werden.

    es gibt letztlich keine lösung in diesen selbsgwählten geld- und wirtschaftssystem!

    dabei sind die hausgemachten und unsinnigen politischen entscheidungen nur noch der beschleuniger in dieser nicht heilbaren endphase.

    wo bleibt die diskussion über ein echtes, real nachhaltiges wirtschaftssystem?
    alles andere ist (leider) zeitverschwendung!

    Antworten

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