Investors are playing a ‘greater fool’ game

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Regelmäßig verlinke ich die interessanten Gedanken von George Magnus, so vor allem zu China, zur Wachstums-Mauer, vor der die Schwellenländer stehen und zu den Folgen der demografischen Entwicklung. Heute nun Beobachtungen zum Treiben an den Finanzmärkten:

  • Investoren kaufen immer noch Anleihen mit tiefer oder gar negativer Verzinsung, Aktien zu hohen Bewertungen und teuere Immobilien. Sie spekulieren auf den Greater Fool, an den sie das dann noch verkaufen können. Sie kaufen nicht, weil die Finanzassets günstig bewertet sind.
  • Realzinsen von null sind eine erhebliche Anomalie in den Finanzmärkten, vor allem angesichts der überbordenden Verschuldung. Ein klares Zeichen für eine Subventionierung der Schuldenaufnahme.
  • Die BIZ errechnet einen Anstieg der Schulden in den zwölf größten Volkswirtschaften der Welt um 50 Prozent seit 2007. McKinsey hat für denselben Zeitraum ‒ wie hier oft berichtet ‒ für 47 Länder der Welt einen Anstieg der Schulden um 57 Billionen US-Dollar berechnet auf nunmehr rund 200 Billionen bzw. um 20 Prozentpunkte auf nunmehr 290 Prozent des BIP.
  • Besonders wild trieb es China, wo sich die Schulden vervierfacht haben und das schwache Wachstum die Schuldenkrise verschärft.
  • Den Finanzmärkten ist dieser Anstieg der Schulden scheinbar egal. Im Gegenteil unterstützt es noch die Annahme, dass Geld weltweit billig bleibt. ‒ bto: Denn sonst würde das Schuldengebäude sofort einstürzen!
  • Passend dazu kommt dann die Theorie der „säkularen Stagnation“, die dauerhaft geringes Wachstum erwartet (allerdings, wie hier dargelegt, mit den falschen Argumenten!)
  • Unabhängig davon, ob diese Argumentation stimmt oder nicht, signalisieren tiefe Zinsen auch geringe künftige Renditen bei der Geldanlage. „So any euphoric returns today will be counterbalanced as night follows day.“ ‒ bto: wie wahr!

→ FT (Anmeldung erforderlich): Investors are playing a ‘greater fool’ game, 26. Mai 2015

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