„Lassen Sie sich nicht durch „griechisches Theater“ ablenken!“

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Meine Meinung zu Griechenland in einem Kurzkommentar: Griechenland ist für die europäischen Spieler eine willkommene Ablenkung von der gescheiterten Rettungspolitik. Das Pokerspiel mit dem „Grexit“ soll andere Länder abschrecken, ausscheren zu wollen. Man spielt also weiter auf Zeit und nutzt diese nicht zur Wachstumsbeschleunigung und zum Abbau der Neuverschuldung, wie dies die USA tut. Damit wachsen die Risiken für die Eurozone weiter. „Griechenland ist unbedeutend genug, um damit zu pokern. So sollen wirtschaftlich bedeutendere Volkswirtschaften davon abgehalten werden, aus dem Euroraum auszuscheren. Kurzfristig mag dies funktionieren, langfristig vergrößert es den Schaden nur noch. Denn Fakt ist: Es handelt sich um Konkursverschleppung.“

Den vollständigen Kommentar finden Sie hier:

Institutional Money: „Lassen Sie sich nicht durch „griechisches Theater“ ablenken!“, 7. Januar 2015

5 Antworten
  1. Uwe says:

    Achten Sie auf die Börse und bedenken Sie dabei, daß Notenbanken auch
    Aktien und deren Brimborium kaufen werden: Japan reloaded!
    Was sehen Sie aktuell? Genau. Nichts, was Sie beunruhigen sollte.
    Schauen Sie auf die Erträge und die Geschäftsmodelle,da sind die Bewertungen historisch. Alles Fake!

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  2. Oliver Luksoc says:

    Ich teile und schätze einige der Beiträge bei BTO, dieser Kommentar ist aber eine totale politisch Fehleinschätzung. „Die europäischen Spieler“ ist etwas zu verschwörungstheoretisch, die Welt ist etwas komplexer und heterogener. Merkel hat eventuell einem medialen Testballon steigen lassen, mehr ist bisher nicht passiert. Es ist doch für jeden sichtbar, wie groß die Meinungsunterschiede im EU-Rat oder in der EZB sind. Die Idee der Abschreckung ist ebenfalls Nonsens, da dies kein Land beabsichtigt, weil das auch wenig Probleme lösen würde. Wo die USA schulden abbauen kann ich ebenfalls nicht sehen. In den USA gibt es zudem eine engere Koordinierung zwischen Geld- und Fiskalpolitik als in Europa. Wer soll denn „man“ sein? Es agieren keine geheimen Mächte in Europa, die konspirativ gegen alle verschwören. Sollte es zum Schwur kommen mit einer neuen Regierung, die den Schuldendienst der Griechen einstellt, wird es auch dieses Mal große Meinungsunterschiede in der Bundesregierung und in der EU geben, wie zu verfahren ist. Bedenklich ist eher, dass es in einem solchem Fall keine klare Linie geben wird in Europa, mindestens ist keine erkennbar,.

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    • Daniel Stelter
      Daniel Stelter says:

      Lieber Herr Luksoc, vielen Dank für Ihren Kommentar – und, dass Sie einige der Beiträge schätzen. Nun haben Sie nur diesen hier kommentiert. Ihren Punkte kann man durchaus so sehen. Ich wollte bewusst einen Kontrapunkt machen. Zu den USA: die privaten Haushalte haben ein paar Quartale die Schulden reduziert – vor allem durch Pleiten – und jetzt steigt sie wieder an. Also war es nur zeitweise, aber immerhin etwas besser als in Europa. Staat war natürlich anders.

      Kurz gesagt: ich glaube nicht, dass es „Verschwörungen“, „geheimer Mächte gibt. Ich sehe die Meinungsunterschiede. Bedeutet letzten Endes nur, dass wir weiter auf die große Krise zusteuern. Denn, dass die Politiker sich auf die EZB verlassen und selber nicht das erforderliche tun (können), haben Sie nicht bezweifelt.

      Ich hoffe, sie finden mal wieder etwas, was sie teilen und schätzen.

      DSt

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  3. Oliver Luksic says:

    Lieber Herr Stelter,

    Die EZB Kritik ist mir oft etwas zu einseitig, da diese getrieben ist durch die Politik. Hier liegt das Problem, wie Sie zu Recht ansprechen.

    HG
    Oliver Luksic

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    • Daniel Stelter
      Daniel Stelter says:

      Ja, ich denke die EZB ist gefangen. Was oll sie tun? den Euro abschaffen und sich selbst? Nein, sie muss handeln weil die Politik es nicht tut. Nur leider dürfte das Spiel auf Zeit nicht funktionieren…..

      LG

      DSt

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