Pisa-Schock mit Ansage

Nichts entscheidet über die Zukunft eines Landes so sehr wie die mathematischen Fähigkeiten der Jugend.

In der 220. Folge von „bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ beschäftigen wir uns mit den Ursachen und Folgen der deutschen Bildungskatastrophe. Schon vor den aktuellen Ergebnissen der PISA-Studie war bekannt, dass es um die Leistungen deutscher Schüler alles andere als gut bestellt ist. Mathematik ist die Grundvoraussetzung für eine aktive Teilnahme in unserer Industriegesellschaft und ein wichtiger Indikator für die Innovationsfähigkeit in der Zukunft. Es rächt sich nun, dass die Regierungen der letzten Jahrzehnte das Bildungssystem nicht modernisiert haben, was gerade auch die Chancen der seit 2015 zugewanderten Menschen zusätzlich verringert. Die Politik hat sich gravierend verrechnet.

Der Mathematik-Professor Dr. Bernhard Johann D. Krötz von der Universität Paderborn erklärt im Expertengespräch, was im deutschen Mathematikunterricht schiefläuft.

Hörerservice:
Das SPIEGEL-Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Marcel Fratzscher und Dr. Daniel Stelter im November 2015.

Die Analyse der damaligen Studie des DIW zu den wirtschaftlichen Folgen der Flüchtlingskrise finden Sie hier.

Den YouTube Vortrag von Prof. Krötz finden Sie hier.

Täglich neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter www.think-bto.com.

Sie erreichen die Redaktion unter podcast@think-bto.com. Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik.

Shownotes

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Kommentare (84) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Robert B
    Robert B sagte:

    Sehr geehrter Herr Stelter,

    wieso wird IQ bei der Diskussion um den Einfluss des sozioökonomischen Hintergrunds auf den Schulerfolg nie berücksichtigt oder auch nur erwähnt?

    Es reicht nicht, zu sagen “Kinder armer Leute schaffen es seltener, Abitur zu machen, ergo ist unser Bildungssystem ungerecht.” Man muss statistisch für den IQ korrigieren. Tut man das nicht, ist die Studie höchstens für populistische Agitation gegen das Bildungssystem zu gebrauchen.

    Nur, wenn die Studie ergibt, dass Kinder aus armen Haushalten bei überdurchschnittlicher Intelligenz weit hinter den Möglichkeiten ihrer gleichintelligenten, reichen Altersgenossen zurückbleiben, existiert tatsächlich ein Problem.

    Tatsächlich ist IQ deutlich stärker mit Schulerfolg korreliert als sozioökonomischer Hintergrund und ich wäre schwer überrascht, wenn eine Studie, die für IQ kontrolliert, ein Ergebnis hervorbringen würde, das auch nur annähernd so furchtbar aussieht, wie die von Ihnen zitierte Studie.

    Wenn man bei Google und z.B. auf dem Deutschen Schulportal der Robert-Bosch-Stiftung sucht, findet man nirgendwo die Worte “für IQ kontrolliert” oder gar eine Grafik, die das anschaulich darstellt, sondern immer nur die absoluten Zahlen.

    Das zeichnet ein sträflich falsches Bild der Realität.

    Antworten
  2. Sina
    Sina sagte:

    Achja und ein Aspekt der mir völlig fehlte: kaum ein Land trennt so früh Schüler wie Deutschland. Die Grundschule sortiert viel zu früh um langfristiges Potential richtig einschätzen zu können. Ferner ist die Grundschule Stand heute kaum in der Lage, die Unterschiede durch sozioökonomische Unterschiede abzufangen. Hier bedarf es eigentlich mehr Maßnahmen, denn wir als alternde Gesellschaft können es uns schlichtweg nicht leisten, Talente ziehen zu lassen nur weil der familiäre Hintergrund und damit Startpunkt in die Bildungskarriere schwerer war…

    Antworten
  3. Sina
    Sina sagte:

    Puuuh. Ich bin regelmäßige und treue Hörerin, aber zu dieser Folge muss ich mich leider mal äußern.. Grundsätzlich fände ich es bereichernd, wenn ein Mathematikprofessor seinen Blick auf Matheunterricht und etwaige Systemfehler teilt. Aber was befähigt einen Uni-Professor zu qualifizierten Aussagen zu Abläufen in Kitas und Grundschule? Über weite Strecken klingt das weniger nach fachlicher Expertise als mehr nach persönlicher Meinung eines bisweilen alten weißen Mannes fernab seines eigentlichen Fachbereichs. Nachdem ich gerade heute das Buch Mythos Bildung zu Ende gelesen habe, fand ich dieses Interview zum Bildungssystem über weite Teile unfundiert und abrutschend zu “früher war alles besser”. Nach der nächsten Pisa Studie vielleicht mal Aladin El-Mafaalani anfragen. Der bringt mehr Fakten und weniger Meinung….

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Sina

      Puuuh.

      “Über weite Strecken klingt das weniger nach fachlicher Expertise als mehr nach persönlicher Meinung eines bisweilen alten weißen Mannes fernab seines eigentlichen Fachbereichs. (…) Nach der nächsten Pisa Studie vielleicht mal Aladin El-Mafaalani anfragen. Der bringt mehr Fakten und weniger Meinung….”

      Wenn sich El-Mafaalani auch als Mann identifiziert, finde ich das aber noch nicht sehr divers – da werden doch schon wieder Frauen unsichtbar gemacht und dürfen nicht teilhaben!

      Hätten Sie keine lesbische linksradikale NRW-Soziologin mit Migrationshintergrund für die volle Woke-Dosis zu bieten?

      Antworten
  4. Bauer
    Bauer sagte:

    Untertitel: “Nichts entscheidet über die Zukunft eines Landes so sehr wie die mathematischen Fähigkeiten der Jugend.”

    Jetzt melde ich mich doch nochmal zu Wort und melde da meine leisen Zweifel an. Muss es unbedingt Mathematik sein? Das kindliche Gehirn wird weit früher geformt. Ich verfüge allerdings nur über persönliche Erfahrungen über drei Generationen.

    Ich wuchs auf mit WW2 im Hintergrund. In der Schule gab es wenig Papier, aber Schiefertafeln. Wir lernten auswendig, (ausgewählt) alles. Dann kam das humanistische Gymnasium, wenig MINT, aber alte Sprachen, gleich zwei, Latein mit 10 Jahren, dann Griechisch, nach derselben Methode. Ich deklamiere heute nach 75 Jahren noch die Verse der Odyssee fliessend aus dem Gedächtnis und werde deshalb bereits in Griechenland als Fossil gehandelt. Damit wurde das Gehirn strukturiert und alles weitere fand seinen Platz. Mathematik wuchs ganz nebenbei mit.

    Meine beiden Töchter wuchsen ähnlich auf, als Kinder bereits zwei- bzw. dreisprachig. Die Lehrkräfte waren entsetzt, ich würde sie überfordern. Die Frage erledigte sich von selbst. Die Ältere studierte Mathematik, ihre Diplomarbeit cum laude überforderte mich bereits. Die jüngere studierte in UK und lieferte ihren MBA mit 23 Jahren ab. Ihre erste Anstellung in der City hatte sie bereits vor dem MBA-Zeugnis als erste unter 3000 Bewerbern.

    Jetzt bin ich endlich Grossvater. Die Kleine begann mit 18 Monaten zu sprechen – dreisprachig.

    Und das alles ohne Druck der Eltern, weder auf mich, noch meinerseits auf die nachkommenden, sondern fröhlich, verspielt und hellwach.

    Mathekenntnisse werden jetzt vorangestellt, weil sie am einfachsten messbar und international vergleichbar sind. Aber diese Überbetonung ist zu einseitig und produziert nur unzureichend sozialisierte Nerds

    Antworten
    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      @Bauer

      Alles was Sie sagen, ist richtig.

      Meine Beobachtung ist, dass sich die Haltung zu Bildung heute extrem von dem unterscheidet, was Sie beschreiben.

      Bildung ist ein Service, den die Schule zu bieten habe. Am Besten im Bundle mit Erziehung. Überspitzt, um den Punkt klar zu machen.

      Wie früh und was die Familie und ihr Verhalten für die Bildung bedeuten, gerät aus dem Fokus – gerade eben in den Familien selbst. Das Ergebnis sehen wir.

      Nicht alles liegt am System Schule, es liegt auch an der Haltung zur Schule. Wer erwartet, Bildung wie eine Dienstleistung konsumieren zu können, ist schon auf dem Irrweg.

      Meine Beobachtungen, keine Studie oder so.

      Antworten
  5. Christian Anders
    Christian Anders sagte:

    @komol

    „Das Wissen wird doch breit getragen, weil Sie es überall in sekundenschnelle nachlesen können (sie müssen nun nicht mal mehr in eine Bibo rennen). Darum gehts ja. Man muss aber insb. lernen, welches Wissen man wie einordnet, insb. sozial, also wer komm. was aufgrund welcher Interessen usw. (also Infos bzw. Wissen über Infos bzw. Wissen muss man haben). Das sollte man lehren bzw. einüben, nicht so sehr das Wissen selbst (also das profane Wissen erster Ordnung). Die Kinder brauchen zum Start ins richtige Leben mehr Orientierungs- als wie Erfahrungswissen!“

    An dem Absatz sind so viele Dinge falsch, dass ich weder weiß, wo ich anfangen soll, noch, ob ich überhaupt anfangen soll.

    Es ist das „profane“ Wissen erster Ordnung ( Sie meinen Faktenwissen!? ), dass einen überhaupt dazu befähigt zu bewerten, wer was warum kommuniziert. Die von Ihnen geforderte Bewertung kommt nicht voraussetzungsfrei und die Voraussetzungen lassen sich nicht á la minute servieren, wenn man sie gerade braucht. Ohne sie schon zu haben weiß man ja noch nicht mal, wann man sie bräuchte.

    Sie gehen dennoch hin und schreiben wider diese Voraussetzungen, die nunmal „profanes“ Wissen erster Ordnung sind.

    Dabei ist es genau umgekehrt: Je mehr Sie davon haben, desto mehr sinnvolle Fragen können Sie stellen. Sie erhalten nicht Orientierungswissen STATT Erfahrungswissen, Sie erhalten Orientierungswissen WEGEN Erfahrungswissen.
    Weil die Orientierung entsteht, wenn ihr Gehirn Faktenwissen vernetzt. Sie müssen also so viel wissen dass Sie Ihr Nichtwissen eingrenzen können, Sie können sonst nichts sinnvoll nachschlagen um der Vernetzung auf die Sprünge zu helfen.

    Außerdem ist eine von Ihnen implizit mitgeschriebene Sache sehr fragwürdig: Es sei entscheidender, WER etwas sagt als die Frage, ob es STIMMT.

    Sicher nicht Ihr Ansinnen?

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Christian Anders

      “Außerdem ist eine von Ihnen implizit mitgeschriebene Sache sehr fragwürdig: Es sei entscheidender, WER etwas sagt als die Frage, ob es STIMMT.

      Sicher nicht Ihr Ansinnen?”

      Das ist in totalitären Gesinnungsdiktaturen immer so. Aber man sollte aus Gründen der Außendarstellung vermeiden, es offen auszusprechen. Wenn Sie weiter darauf rumreiten, fallen Sie noch irgendwann selbst in Ungnade und alles was *Sie* sagen wird auch automatisch falsch. ;)

      Antworten
  6. Thomas M.
    Thomas M. sagte:

    Eine Sache, über die ich gestern stolperte. Die aktuellen Ergebisse sind gar nicht so viel anders als im Jahr 2000. Damit sei nicht gesagt “alles in Butter”, aber #aufschrei mit Blick auf die PISA-Zahlen vielleicht auch mal wieder medial übertrieben?

    https://de.wikipedia.org/wiki/PISA-Studien

    Wenn der negative Trend seit 2012 – da war Deutschlands Peak – anhält, kommt man natürlich sukzessive in andere Gefilde.

    Auch interessant wäre ein Blick auf die Verteilung. Vielleicht bricht ein Teil der Schüler nach unten aus und ein kleinerer Teil kompensiert das teilweise, so dass der Mittelwert nur sachte fällt?

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Thomas M.

      “Eine Sache, über die ich gestern stolperte. Die aktuellen Ergebisse sind gar nicht so viel anders als im Jahr 2000.”

      Sie haben wohl meinen neuesten Stoertebekker-Harmonie-Kommentarstrang noch gar nicht gefunden? Da ist genau die Darstellung als Diagramm drin, die Sie suchen:

      https://imgur.com/a/Kqw8tfq

      In Mathematik und Naturwissenschaften waren die deutschen Ergebnisse dieses Mal deutlich schlechter als bei jeder vorherigen Testrunde.

      “Damit sei nicht gesagt “alles in Butter”, aber #aufschrei mit Blick auf die PISA-Zahlen vielleicht auch mal wieder medial übertrieben?”

      Naja, 2001 gab es einen ganz schön großen Aufschrei! Damals titelte der SPIEGEL “Pisa-Studie: Die neue Bildungskatastrophe — Sind deutsche Schüler doof?” und das weiß ich noch sehr genau, weil ich mir die Ausgabe damals am Kiosk gekauft habe, um sie demonstrativ im Schulunterricht zu lesen (natürlich mit dem Cover nach vorne zum Lehrer), was zu vielen vergnüglichen Diskussionen in dieser Woche führte. :)

      “Wenn der negative Trend seit 2012 – da war Deutschlands Peak – anhält, kommt man natürlich sukzessive in andere Gefilde.”

      Zur Einordnung sollte man auch noch wissen, dass vor 2001 nur die absoluten Bildungs-Nerds wussten, was die PISA-Studie überhaupt war. Inklusive der Schulen und Schüler, die diese Tests schrieben. Das änderte sich nach dem “PISA-Schock” von 2001 natürlich, die folgende Runde des Tests wurde in Deutschland plötzlich viel ernster genommen. Jetzt sind wir trotz dieser Sensibilisierung und spezieller “Teaching the Test”-Methoden nach unten durchgerauscht.

      Antworten
      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott

        Ich hatte quergelesen, aber am Ende blieb bei mir aber nur was mit Wildschwein oder so hängen; könnte auch am Hungergefühl meinerseits liegen ;-)

        Die Grafik ist gut. Charttechniker würden jetzt sagen: Es bleibt abzuwarten, ob die 2000er-Unterstützungslinie hält und es einen Rebounce gibt.

        An den Aufschrei 2001 kann ich mich nur noch ganz schemenhaft erinnern. Hätte nicht gedacht, dass es zwischendurch besser geworden war. Aber wenn’s extra “Teaching the Test” gibt – auch tricky für die Zeitreihe.

        Hatte Ihr Lehrer nicht sofort die SPIEGEL-Frage beantwortet mit “na klar!” Bin jedenfalls froh, nicht mehr die Schulbank zu drücken.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        Ja, es ist schon als Taktik erstaunlich effektiv, wie der Stoertebekker immer anfängt, vom Essen zu schreiben, wenn er frustriert ist oder inhaltlich nicht mehr weiter weiß. Das lenkt echt ab. ;)

        “Die Grafik ist gut. Charttechniker würden jetzt sagen: Es bleibt abzuwarten, ob die 2000er-Unterstützungslinie hält und es einen Rebounce gibt.”

        Bei einer Aktie würde ich jetzt sagen “ich sehe eine starke Unterstützungslinie für den Kurs bei 0 EUR”, aber bei PISA ist ja schon die Einheit und die Skala auf der Y-Achse ganz anders. Mit einer unveränderten Migrationspolitik wird es aber definitiv weiter bergab gehen, egal ob mit oder ohne neuer Pandemie.

        “Aber wenn’s extra ‘Teaching the Test’ gibt – auch tricky für die Zeitreihe.”

        Die Kultusminister waren damals sehr bestrebt, sich nicht noch einmal so demütigen zu lassen wie 2001 und zumindest den Verfall der Ergebnisse zu stoppen – was ja auch ein paar Jahre geklappt hat. Aus allen doofen Kindern plötzlich Genies zu machen, funktioniert mit so Vorbereitungstricks aber natürlich nicht, mehr als ein paar Punkte lassen sich so nicht herausquetschen.

        “Hatte Ihr Lehrer nicht sofort die SPIEGEL-Frage beantwortet mit “na klar!” Bin jedenfalls froh, nicht mehr die Schulbank zu drücken.”

        Die meisten meiner Lehrer waren damals ehrlich erschüttert darüber, dass Deutschland viel schlechtere Ergebnisse ablieferte als sein Selbstbild es eigentlich hätte erwarten lassen. Ein bisschen die Stimmung wie wenn der FC Bayern gegen Saarbrücken im DFB-Pokal rausfliegt…

        Wobei ja Sachsen immer noch verhältnismäßig gut abschnitt, gerade das ländliche, weil wir hier deutlich weniger von der Bildungsproblem-Klientel haben als zum Beispiel in Berlin Neukölln oder Duisburg Marxloh, aber unsere Regierungen bemühen sich mit ihrer Migranten-Einladungs- und Gleichverteilungspolitik ja schon seit vielen Jahren, diesen Standortvorteil einzuebnen.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott (und auch Stoertebekker – mit Augenzwinkern)

        #Wildschwein: So hat jeder seine Coping- und Beruhigungs-Strategien im Alltag ;)

        Ich hatte bei der Robert-Bosch-Stiftung kurz zur Ursachenanalyse für das Absinken der Scores gelesen… Da kamen Sachen wie Lockdown-Home Schooling, sozioökonomische Faktoren, Ablenkung (auch durch “digitale Geräte”) zur Sprache. Lockdown-Home Schooling war rückblickend für die Tonne, Device-Ablenkung sollte man einfach “beenden” – als junger Zappelphilipp ist eh schon schwierig genug, fokussiert zu bleiben. Sozioökonomisch… ja… tricky. Ich weiß nur, dass ich damals mit >30% Gastarbeiterkids in der Grundschule war und das gut geklappt hat. Da scheint was heute anders als früher zu sein.

        Ist übrigens nicht nur in Brennpunkten ein Thema. Eine Lehrerbekannte berichtet immer spannende Geschichten aus der Mittelstadt. (Ich glaub übrigens nicht, dass sie bis zur Pension durchhält.)

  7. foxxly
    foxxly sagte:

    @ das problem ist doch, dass wir, vorallem im bildungssystem, aber generell in wirtschaft, politik und gesellschaft, total verlernt haben, dass all unsere planung evtl. nicht aufgehen kann, oder wird.

    also überall keinen plan “B”.
    einen plan B wollte niemand, weil es einerseits die gewinnmaximierung stört und anderseits die gesellschaft kritischer werden ließe.

    die gesunde einstellung und bodenständigkeit wurde uns gründlich aberzogen, weil wir im “besten deutschland leben”, das es je gegeben hat etc usw.

    diese sorglosigkeit, besonders bei der hemmungslosen zuwanderung, hat uns dumm gemacht.
    dumm, weil wir ständig diese parteien wählen, welche uns negativ beglücken!
    dumm, weil wir angsichts dieser langjährigen wiederholungen und entwicklungen, nichts daraus lernen.

    da nützt auch ein umfeld nichts, wenn wir mathe-genies hätten und erzeugen würden.
    sie würden am umfeld scheitern.
    wie soviele andere (echte !!) fachleute bei uns auch scheitern.

    Antworten
  8. Johannes Bär
    Johannes Bär sagte:

    In 7 Gymnasialjahren hatte ich in Mathe/Physik nur 2 gute Lehrer, Hr Anderlik und Hr Bäuml. Alle anderen konnten NULL erklären. NULL.
    Da liegt das Problem. Ich weiss bis heute nicht, wozu ich Komplexe Zahlen brauche und alles über dem Dreisatz steht leider auf sehr wackligem Fundament.
    Ich fühle mich nie sicher in Statistik, Mathe usw.
    Ich würde die zweite Fremdsprache streichen und den Lehrplan entrümpeln. Zitronensäurezyklus ist zB völlig unnütz. Chemie in der Schule auch. Dafür Deutsch, Englisch, Mathe, Physik und Musik inkl Instrument.
    Aber Mathe und Physik machen einfach keine Freude, wenn man miese Lehrer hat.

    Antworten
      • E.W.
        E.W. sagte:

        das gilt genauso für Künstler, Anwälte, Architekten….
        Die ganze Menschheit ist zum Großteil Mittelmaß.
        Es gilt, in diesem Mittelmaß jene “Pflänzchen” zu finden, die das Potential haben, wenn nicht zu “Diamanten”, so doch zumindest zu “Smaragden” heranzuwachsen.

      • Johannes Bär
        Johannes Bär sagte:

        Der erste Teil Ihres Kommentares ist sicher richtig.
        Zum Selbststudium : Wie realistisch ist es, dass junge Leute in einem absoluten Hormonchaos, mit anderen Fächern im Nacken und ggf. Hobbies ein Selbststudium anfangen, zumal ja in der Schule NIE klar wird, was man mit Mathe anfangen soll ?

      • Johannes Bär
        Johannes Bär sagte:

        Zu ihrem link :
        Nein, Mr Feynmann irrt.
        Es ist nicht möglich allein mit Fleiss Physiker oder Mathematiker zu werden, es gehört sehr viel Begabung dazu.
        Es ist auch nur sehr wenigen Menschen möglich weltklasse Musiker zu werden.

    • Stoertebekker
      Stoertebekker sagte:

      @J Bär

      Miese Lehrer sind immer ein Problem. Naturwissenschaften würde ich komplett im Lehrplan lassen, allerdings eher breit als tief angelegt.

      Ein grundlegendes Chemieverständnis hilft zB bei den jetzigen Diskussionen um Wasserstoff – sowohl energetisch als auch hinsichtlich von Atom-/Molekülgrößen (Ordnungskriterium des Periodensystems). Daraus kann man mit einfacher Logik auf die Wahrscheinlichkeit von Leckagen schließen. Tut in der Öffentlichkeit noch kaum jemand. Vielleicht weil zu wenig Chemie unterrichtet wurde…🤷‍♂️

      Antworten
    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      @Hr. Bär

      >Ich weiss bis heute nicht, wozu ich Komplexe Zahlen brauche und alles über dem Dreisatz steht leider auf sehr wackligem Fundament.

      Wenn Sie soweit gut durchs Leben gekommen sind, war’s wohl auch nicht (individuell) sooo wichtig ;) Die Alltagsrelevanz von komplexen Zahlen ist recht überschaubar.

      Chemie aber gehört m.E. ebenso zum runden Weltgrundverständnis wie Physik und Bio. Diese Fächer schulen generell, in Modellen und deterministisch / logisch zu denken und nicht in gesponnenen Aberglauben abzudriften. Wenn man alle drei unterrichtet, steigt auch die Chance, dass man zumindest einen guten Lehrer hat und eine der Naturwissenschaften auf fruchtbaren Boden fällt. Bei mir waren z.B. die Chemie- und Bio-Lehrer gut und Physik ging so.

      Antworten
    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Johannes Bär
      Was kann man mit Mathe anfangen?
      Wäre die bescheidene Aufgabe motivierter ( nicht! verbeamtet-saturierter ) Lehrer, ihren Schülern Horizonte zu öffnen und zu erweitern, z.B.:
      1. Liebe Pubertierende ! wenn ihr im Leben NICHT von Banken über den Tisch gezogen werden wollt: kapiert das fiat-money-Geldsystem, lernt zuallererst
      die Wunderwelt des Zinses-Zinses. (Selbst A. Einstein war lebenslang beeindruckt. ” grösste Kraft im Universum= Zinseszins ” )
      2. Wenn ihr allgegenwärtige Manipulationen durchschauen wollt:
      lernt mathematische Grundlagen von Statistik- selber fälschen macht fett…
      3. Wenn ihr grosszügig spenden wollt, lernt, wie man Geld verdient,
      und ohne zu Lesen, liebe Freunde, kommt ihr nicht weit, strengt euch gefälligst an:
      https://www.buecher.de/shop/englische-buecher/the-misbehaviour-of-markets/mandelbrot-benoit-b–hudson-richard-l-/products_products/detail/prod_id/25495892/
      4. Biographieen von erfolgreichen Erfindern und Unternehmern lesen = unerlässlich, wird aber in den Stumpfsinns-Schulen kaum gefördert.
      Trostloses Mittelmass ( Beamtentum) ergo:
      Selbst-Studium, das ganze Leben ! ( Mitleid bekommt ihr immer umsonst, Erfolgreiche müssen mit Neidern leben- lernt, wie man mit solchen Typen elegant umgeht…)
      Bester Rat Steve Jobs für Standford-Absolventen 12. Juni 2005: ( YT )
      ” Stay hungry, stay foolish”

      Antworten
  9. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @Beobachter “Die leben in zwei völlig verschiedenen Welten ohne Schnittmenge”.

    Genau das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein und dieselbe Welt, jedoch mit zwei vollkommen unterschiedlichen Sichtweisen auf das Funktionieren der Welt. Genauer: auf Gesetzmäßigkeiten des Funktionierens dieser – einen – realen Welt.

    Worum geht es hier im Blog ständig?

    Um das Beschreiben von Disfunktionen von Institutionen. Um Missmanagement aller Art. Um fehlende oder überholte Strategien zum Funktionieren auf allen Gebieten. Allgemein: um komplexe Systeme, die nicht funktionieren gemessen an den gewünschten Ergebnissen. Heute war’s das Bildungssystem, morgen kommt was anderes Komplexes dran. Demnächst wieder Klima.

    Reaktionen allzu häufig: simplifiziertes Darstellen mit schnell identifizierten „Schuldigen“– wo nichts zu simplifizieren ist, wo es keine Schuldigen gibt (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Was fällt IHNEN zum „Funktionieren“ von Systemen ein. Richtig: absolut nichts, was zu deren Funktionsfähigkeit beitragen könnte. WENN Ihnen dazu etwas einfällt, dass handelt es sich um Fortschreibung eines bestehenden Tuns und Handelns, nur mit anderen Mitteln. Mit unbrauchbaren Mitteln.

    Was wird benötigt, um die angebliche Unfähigkeit all der Akteure zu beheben, die hier „durchgezogen“ werden: geeignete Ansätze zum „Funktionieren“. Die hierfür notwendige Diskussion wir hier so gut wie gar nicht geführt.

    Wie denn auch. Die „Ökonomie“ hat nichts zu bieten, wenn es im Kern um Funktionieren / Management / Komplexität geht. Dr. Stelter ausdrücklich ausgenommen, schon aufgrund seiner Historie an der Univ. St. Gallen.

    (Anm. wenn ich von „Ihnen“ schreibe, ist im Zweifel jeder gemeint, der sich angesprochen fühlt).

    Antworten
    • Alexander
      Alexander sagte:

      @Relationismus

      “Relativisten begründen dies oft mit dem epistemologischen Argument, dass eine sichere Erkenntnis der Welt unmöglich ist. Andere verweisen auf den zusammengesetzten Charakter von Wahrheiten, die stets auf andere Wahrheiten Bezug nehmen.” wikipedia

      Relativismus ist die letzte Verteidigungslinie vor dem völligen Zusammenbruch
      institutionalisierter Utopien wegen grenzenlosem Scheitern an der Realität,
      Realität die man sich weigert an zu erkennen.

      Schuldig sind alle Utopisten ./. nicht keiner,
      denn alle haben mitgemacht.

      Das gute am Lauf der Geschichte ist,
      there is no mercy.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      “Genau das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein und dieselbe Welt, jedoch mit zwei vollkommen unterschiedlichen Sichtweisen auf das Funktionieren der Welt. Genauer: auf Gesetzmäßigkeiten des Funktionierens dieser – einen – realen Welt.”

      Das würde die durchgeknallte UFO-Sekte über ihre eigene Weltanschauung auch so ähnlich sagen, wenn sie erwartet, dass bald die Außerirdischen mit ihren Raumschiffen kommen und die wahren Gläubigen von der Erde abholen.

      Unser einziger Vorteil ist, dass diese Sektenanhänger keinen so großen Einfluss auf unsere Regierung haben und sich auch nicht in staatliche Institutionen hineingezeckt haben – sonst müssten die Immobilienbesitzer nicht nur bald Wärmepumpen einbauen, sondern auch noch UFO-Landeplätze anlegen…

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @R.Ott

        Sie funktionieren …

        Und: genug Phantasie ist auch vorhanden. Probieren Sie es doch mal mit praktischer Anwendung. Zum Beispiel durch Abschaltung eines liebgewonnenen selbstregulierenden Mechanismus: ABS – Stecker ziehen und bei Glatteis einen Berg runter. Wenn Sie es mit Ihrer blühenden Phantasie schaffen am Baum vorbei zu lenken, könnte es mit einer schlagartigen Aha-Erkenntnis noch etwas werden. Oder Sie werden kurz vor dem Aufprall hochgebeamt. Sowas soll es in Sachsen geben.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        Leider wissen wir in Sachsen nur allzu gut, dass die Ideen von linken Systemtheoretikern in der Praxis nicht funktionieren wie ABS, sondern wie DDR.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @R.Ott “… die Ideen von linken Systemtheoretikern …” Sie bringen da etwas durcheinander oder differenzieren nicht ausreichend. Egal. Gegen Schlingern hilft das teilautonom funktionierende ESP.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        Oh doch, ich sehe das ganz klar.

        Und ich sehe übrigens auch Ihre dreiste Strategie, elektronische Fahrassistenzsysteme (!) gerade als Erfolge für Ihr politisches Lager zu reklamieren, obwohl Sie mit deren Entwicklung überhaupt nichts zu tun hatten und bei Ihren eigenen Entwicklungsanstrengungen nur superteurer Wärmepumpen-Zwangs-Schwachsinn rauskommt.

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @R.Ott “… elektronische Fahrassistenzsysteme (!) gerade als Erfolge für Ihr politisches Lager zu reklamieren …”

        Es geht um das Funktionieren nach bestimmten Prinzipien, die Nullkommanull mit Politik zu tun haben, sondern mit (kybern.) Messen und Regeln. Hätten die Prinzipien etwas mit Politik zu tun, sollten Sie prüfen, ober Sie mit Ihrem Auto noch fahren wollen. Es könnte bergab ABS-/ESP-Aussetzer geben bei den Sprüchen, die Sie (vmtl. unbewusst) loslassen, sobald Sie rotes oder grünes Ampellicht sehen.

        Ich bin in diesem Blog nicht der erste, der feststellt, dass Ihnen an Austausch und Meinungsbildung nicht gelegen ist.

    • Beobachter
      Beobachter sagte:

      @JürgenP: Sie reduzieren das Problem auf fehlende und “überholte” Strategien. Ich reduziere es auf engstirnige, marxismusnahe Ideologen, die die Welt mit Zwang “beglücken” wollen. Dass es auch den WEF-Schwab gibt, ändert daran nichts. Die neulinken Bewegungen lassen eh eine eigentümliche Partnerschaft zum Kapital erkennen. Die Grenzöffnung 2015 war sicher ein Traum für Oneworld-Anhänger.

      Antworten
      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ beobachter,
        schon mal daran gedacht, dass der kapitalimus (unser kapitalistisches system) einseits
        -den sozialismus selber erzeugt und
        -den sozialismus auch braucht für sein wachsen und gedeien

        zumindest aber durch sein exessives treiben und handeln zu einer gegenbewegung im laufe der jahrzehnte, führt.

        das gleiche gilt für die demokratie, welche genau unsere “guten demokraten” selber abschaffen!

      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @Beobachter Gegen Engstirnigkeit, die lt. Dörner eine Folge unseres “Programms” ist, hilft hin und wieder der Besuch im Planetarium (Galaktische Strukturen) oder bei der Desy (Subatomare Strukturen), verbunden mit der Frage: warum funktioniert es wie es funktioniert. Die Grundlagen des Funktionierens auf allen Ebenen sind Materie, Energie und Information und das Vernetzen. Bis dahin irgendwie simpel. Was daraus mit z.B. Ott’scher Phantasie gemacht wird, folgt eigenen Gesetzen, meinetwegen denen der Kommunikation.

  10. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Was ich immer wieder frappierend findet ist, wie sich die Weltsicht von (linken) Soziologen (und auch die Kategorie JürgenP) vom Rest unterscheidet. Die leben in zwei völlig verschiedenen Welten ohne Schnittmenge. Leider wird man erst ein ganzes Stück später erkennen können, wer recht hatte.

    Antworten
    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      @Beobachter

      Es können auch beide Unrecht haben.

      Ich persönlich kann mit dem Konzept des geschlossenen Weltbilds schon nichts anfangen.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Ich persönlich kann mit dem Konzept des geschlossenen Weltbilds schon nichts anfangen.”

        Ach, auch dann nicht, wenn man “Die wissenschaftliche Weltanschauung vom Marxismus-Leninismus und vom Klimawandel” drüberschreibt? ;)

  11. Alexander
    Alexander sagte:

    Ungeachtet der Masseneinwanderung erntet das Bildungsystem der BRD jetzt
    die Früchte aus 60 Jahren Bildungsexperimenten,
    d.h. gewollt erzeugte Orientierungslosigkeit der Lehrkräfte,
    die selbst schon Opfer früherer Experimente sind (vollbärtig, woke, emanzipiert, hilflos)

    Wenn die Sprache heute EINZIGE Hürde für den Übertritt an eine weiterführenden Schule ist,
    sind Ausbildungserfolge prorgrammiert, weil ohne Wortschatz kein Verständnis möglich ist.

    Sprachlich sind Einwanderer im Nachteil,
    im Vorteil sind die Kinder von Einwanderern dagegen aufgrund stabilier Familien,
    weil ihr Bildungsweg ohne schmutzige Scheidungskriege gezeichnet ist;
    Akademikerinnen mehrheitlich Scheidungen auslösen und keine Rücksicht auf Kinder gelebt wird.
    Was es heißt Kind von ALTEN Eltern zu sein, können nur Kinder erzählen….

    Wie katastrophal das Bildungsniveau von Studienanfängern IST,
    kann man an jeder Universität von länger dienenden Professoren erfragen.

    Selbst wenn alle mit summa cum laude das BWL Studium meistern,
    braucht niemand mehr diese Akademiker wie Ende der 1990er –
    allein weil die BRD nicht mehr dieselbe ist wie im Jahr 2000.

    Das Ende des BRD Geschäftsmodells beinhaltet zukünftigen Misserfolg jener bis zuletzt
    maximal erfolgreichen Einkommensbezieher, wenn der Erfolg auf kein anderes Geschäftsmodell spiegelbar ist,
    vgl. Decarbonisierung, Deindustrialisierung, Dekulturalisierung…

    Letzte Woche durfte ich Berufsorientierung mit 7 Klassen unserer boom town anleiten, 48% Migrationsanteil.
    Ursprünge: Usbekistan, Afghanistan, Krigistan, Russland, Ukraine, Serbien, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Türkei, “Kurdistan”, Portugal….ohne Anspruch auf Vollständigkeit, indigene > 1%.

    Nutzen hat “dieses” Bildungssystem nur noch für seine Lehrkräfte, man verfrisst Subvention und erwirbt Pensionsansprüche in attraktiven Einkommensregionen mit großzügigen Sozialleistungen.

    Wehe “euch” diese Kinder (aller Schularten) entschlüsseln
    als erwachsene Wähler den ganzen Betrug;
    dito. Corona Misshandlungen.

    Antworten
    • Tom96
      Tom96 sagte:

      Der Subventionsfressnapf ESF und andere EU Programme und Kohäsionsfonds …wurden gefüttert von der dicken fetten BUND-Raupe, neuerdings in Regenbogenfarben…
      xxx//ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=325

      Der gesamte Erweiterungsprozeß in Europa ein einziges Abschlachten von Wettbewerb zugunsten des Zentralismus, Konzernübernahmen.
      Nach dem Bürgergeld kommt die Urnenentsorgung und danach Bakterien und Ameisen
      https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/die-letzte-welt/7305
      oder wie Rom zur Hanse wurde…

      Antworten
    • Sina
      Sina sagte:

      Tut mir leid, falls Du als Kind oder Kindsvater von einer trennungswütigen Akademikerin in einen Scheidungskrieg gezogen wurdest… richtiger werden solche Pauschalaussagen durch etwaige persönliche Betroffenheit aber leider nicht….

      Antworten
  12. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Bevor hier wieder kollektiv die deutsche Selbstzerfleischung anfängt, hier ein etwas nüchternerer Blick auf all die PISA-Ergebnisse. Da sieht Finnland (lange der Hort der Erkenntnis) schlecht aus, immigrationsfreundliche genauso wie -feindliche Länder. Nur der asiatische Kulturkreis mit der Unterordnung des Individuums bekommt es offenbar anders hin. Möchte mal sehen, was hier losgewesen wäre, wenn nach Corona die heiligen Ferientermine gestrichen und stattdessen Schule angesetzt worden wäre. Grundsatzklagen auf Verletzung der Menschenrechte garantiert.

    The pandemic’s toll on schooling emerges in awful new exam results
    https://econ.st/46NADGZ

    Vermutlich sind es schlicht immer schnellere zivilisatorische Wellen der Wohlstandsverwahrlosung. Das alte Rom hat @Bauer unten schon angeführt, bei Shakespeare hieß es 1611 „Plenty and peace breeds cowards, hardness ever of hardiness is mother.“, bei Bismarck (250 Jahre später) hat die 1. Generation das Vermögen geschaffen, die 2. es verwaltet, die 3. Kunstgeschichte studiert und die 4. verkommt.

    Und täglich grüßt das Murmeltier…

    Antworten
    • Beobachter
      Beobachter sagte:

      Was heißt da Selbstzerfleischung? Sie beschreiben doch gerade schön den Niedergang und seine Gründe. Und ja, die Asiaten werden siegen, egal wie man zu ihren Methoden und kulturellen Ausprägungen steht.

      Die trotzige SPD macht’s ja gerade vor, wie es laufen soll. Armes Deutschland.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Stoertebekker

      Ach, gibt Ihre Ampel (hihi) schon wieder das Leuchtsignal für Gesundbeterei?

      Schauen Sie mal, ich hab extra für Sie ein schönes Diagramm herausgesucht:

      https://imgur.com/a/Kqw8tfq

      Die deutschen Ergebnisse haben sich deutlich stärker verschlechtert als der OECD-Durchschnitt, obwohl der auch gesunken ist.

      “Da sieht Finnland (lange der Hort der Erkenntnis) schlecht aus, immigrationsfreundliche genauso wie -feindliche Länder.”

      Könnte eine von Ihnen noch nicht entdeckte Erkenntnis aus den Ergebnissen vielleicht sein, dass immigrationsfreundliche Länder mit einer selektiven Einwanderungspolitik deutlich besser abschneiden als die “Wir lassen alle rein, die ‘Asyl’ sagen”-Staaten?

      “Möchte mal sehen, was hier losgewesen wäre, wenn nach Corona die heiligen Ferientermine gestrichen und stattdessen Schule angesetzt worden wäre. Grundsatzklagen auf Verletzung der Menschenrechte garantiert.”

      In so einem Szenario hätten sich sicherlich einige Lehrer*innen für eine Klage gefunden. Nötig gewesen wäre es offensichtlich trotzdem, und wo dabei anders als bei der Corona-Einsperrpolitik irgendwelche Menschenrechte verletzt werden könnten, kann ich auch nicht erkennen.

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Confuser Ott

        Keine Ahnung, was Sie da schon wieder in meine Zeilen reinlesen. Aber ist auch egal. Geht ja ohnehin nur ums Lamentieren, oder?

        PS Solange H2 und H2O konfusioniert werden, kann man nicht so richtig über den Absturz der Bildung schwadronieren, oder? 😉👎

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        “Geht ja ohnehin nur ums Lamentieren, oder?”

        Genau, denn es läuft ja alles super und ich kann die großartigen Erfolge der Ampel und ihrer Vorgängerregierungen einfach nur nicht erkennen. ;)

        Wirklich ermüdend. Haben Sie mein verlinktes Diagramm überhaupt angeschaut oder bloß Ihre Standardantwort ins Kommentarfeld reinkopiert?

      • Stoetebekker
        Stoetebekker sagte:

        @Confuser

        Hab nirgendwo gesagt, dass es bei uns super läuft. Hab nur gesagt, dass es im gesamten Westen schlecht läuft und NICHT NUR in Deutschland. Und dafür hab ich einen Artikel verlinkt mit Diagrammen, die diese Differenzierung zwischen den westlichen Staaten zeigen.

        Ihr Diagramm hab ich mir angeschaut wegen Irrelevanz bzgl. MEINER Diskussion (DIFFERENZIERUNG westliche Staaten) unkommentiert gelassen. Wissen Sie alles, trotzdem …

        Thou shall not commit logical fallacies, you remember?

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Stoertebekker

        Sie sind diese Woche ja ganz besonders stur, und dabei ist erst Montag.

        “Hab nur gesagt, dass es im gesamten Westen schlecht läuft und NICHT NUR in Deutschland. Und dafür hab ich einen Artikel verlinkt mit Diagrammen, die diese Differenzierung zwischen den westlichen Staaten zeigen. ”

        Tja, und ich zeig Ihnen dann ein Diagramm, das belegt, dass es in Deutschland verglichen mit dem Rest des Westens ganz außergewöhnlich schlecht läuft, aber das läuft ja Ihrer ampelbunten Gesundbeterei-Botschaft zuwider.

        “Ihr Diagramm hab ich mir angeschaut wegen Irrelevanz bzgl. MEINER Diskussion (DIFFERENZIERUNG westliche Staaten) unkommentiert gelassen. Wissen Sie alles, trotzdem …”

        Zu dem Thema habe ich doch auch etwas geschrieben, hat Sie das so aufgeregt, dass Sie auch nicht darauf antworten wollten, obwohl es doch genau IHRE Diskussion ist?

        “Thou shall not commit logical fallacies, you remember?”

        Not everything that contradicts your propaganda talking points is a logical fallacy.

    • weico
      weico sagte:

      @Stoertebekker

      “Und täglich grüßt das Murmeltier…”

      Besonders Murmeltierfreundliche Menschen sind wohl die Deutschen,wenn man die Geschichte betrachtet.

      Sie rennen von einem NationalSOZIALISTISCHEN Desaster ins nächste sozialistische Experiment ( DDR) und wollen nun mit dem Gender- und Klimasozialismus eine DDR2.0 versuchen.

      Die Grün- Roten Sozis jammern über zuwenig Geld und einer Notlage ..aber man will den Familiennachzug noch mehr ausweiten.

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article248978628/Parteitagsbeschluesse-der-SPD-Die-SPD-leidet-unter-rasantem-Realitaetsverlust.html

      Dieser Familiennachzug verschärft dann die bestehenden Probleme … Finanzen,Bildung,Renten,Gesellschaft usw.noch.zusätzlich.

      Statt dem stilisierten schwarzen Bundesadler wäre wohl ein stilisiertes Murmeltier heute viel zeitgemäßer und passender…als Wappentier.
      Am Besten ein buntes und farbenfrohes ….und ganz dünnes. ,,:-)

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @weico

        Stoertebekker ist ein besonders tragischer Fall. Dem hat, zumindest wenn man seinen eigenen Aussagen glaubt, der DDR-Sozialismus schon nicht gefallen und jetzt schreit er für den neuen migrantenbunten Klimasozialismus trotzdem laut “Hurra!”

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        Ja, das mit dem “Familiennachzug ausweiten” ist wirklich der Gipfel. Völlige Verblendung. Ich hoffe nur, dass der Aufprall der SPD auf die Realität heftig wird.
        Und außerdem müssten sich alle ehemaligen FDP-Wähler sagen: Nie wieder FDP.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @AfD-Fraktion

        Was ist Ihnen zum Montagmorgen denn schon wieder für ne Laus über die Leber gelaufen? Kann mich nicht erinnern, irgendwo Hurra zu Wasserstoffzukunft, eE-Welt und höhere Steuern für (Pseudo)Reiche gerufen zu haben.

        Sehe aber interessiert, wie Sie @komol beschimpfen, in Ihrer gesamten Argumentation aber exakt das tun, was er vorhersagt – eine Gesellschaft, die sich an der Bewertung der Quellen von Äußerungen orientiert. Bei Ihnen halt in der Ausprägung „blau ist gut“. Nochmal – es wird keinen Kuss der blauen Fee geben können. Weil die Welt zu komplex ist. Schauen Sie, was Melloni versprochen hat und nun real schaffen kann. Realitätssinn, Freunde, Realitätssinn ist der Schlüssel zum zufriedenen Leben. (Und ABSTAND zu Ideologien.)

        Steige jetzt aufs Rad und tue was für mich. Danach hole ich den Wildschweinspeck aus dem Rauch und dann stell ich ne Honigduft-Räucherkerze in mein erzgebirgisches Raachermannel und freue mich über die Adventszeit.

        Einen entspannten Montag! 😉

      • weico
        weico sagte:

        @Stoertebekker

        “Nochmal – es wird keinen Kuss der blauen Fee geben können.”

        Richtig…

        ..weil der Partner zum Küssen noch fehlt !

        Aber der Partner wird kommen… weil die Fee eine tolle gemeinsame Zukunft verspricht.. !

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @weico

        Die Märchen nicht gelesen?

        Ein Feenkuss fliegt wie Sternenstaub übers Land und legt sich wie ein samtener Schleier darüber. Danach wird alles gut.

        Im Märchen.

        PS Solange die blaue Fraktion dem Glauben von @Confuser Ott anhängt, dass Putin wieder so günstige Gaspreise wie zur Verhinderung der amerikanischen LNG-Terminals aus dem Hut zaubert (ab ca. 2015), dann wird das Leben für ne harte Ankunft in der Realität sorgen. Vorher war das russische Gas nämlich auch für uns auf Weltmarktniveau.

      • weico
        weico sagte:

        @Stoertebekker

        “…. dass Putin wieder so günstige Gaspreise wie zur Verhinderung der amerikanischen LNG-Terminals aus dem Hut zaubert (ab ca. 2015), dann wird das Leben für ne harte Ankunft in der Realität sorgen.”

        Wenn man lieber teures Gas nur auf dem Schiffsweg und über den “Markt” will,kein Problem.Will ja nicht jeder Kunde verschiedene Lieferarten und günstige Direktpreise haben.
        Der Kunde ist ja schliesslich König und seine Wünsche werden gerne erfüllt…solange er den Preis bezahlt und die Realität dann auch meistern kann ! :-)

        https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/lng-jamal-anlage-warum-liefern-die-russen-ploetzlich-lieber-nach-europa-als-nach-china-li.2167391

        Wie es andere Grosskunden so mit den Lieferarten von Öl ,Gas usw. machen,kann man an Indien,China usw. sehen.

        Nur so am Rande für die “Klimareligiösen” :
        Klimafreundlicher,Energieeffizienter und Günstiger als mit der Pipline…kann man Gas,Öl nicht transportieren. :-)

        Nebenbei:
        Man beachte den irren Selbstbetrug ,dass Deutschland nicht von Russland direkt kauft..sondern vom “Markt” :-) :-)

  13. Dr. Lucie Fischer
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    Sehr geehrter Herrr Dr. Stelter,
    Danke , ein sensationell unkonventionelles Gespräch mit Prof. Krötz, dessen YT-Vorträge ich mir bestimmt ansehen werde!
    Besonders gefielen mir seine klugen, kritischen Bemerkungen zur frühkindichen Sozialisation und über den Schwachsinn, der sich in modernen ” Kindergärten” abspielt- Erzieher***innen, die ” irgendwas -mit-Kindern-” machen wollen, dabei strukturierende Abläufe ( schwarze Pädagogik ) tunlichst vermeiden. Dafür werden umso längere Frühstücks-Pausen für´s Team eingeplant.
    Seine Beobachung zu Plastik-Barbie-Spielzeug , verglichen mit Märklin- Technik und Kosmos-Baukästen. ( gibt´s die noch? ) .
    Wenn Kindern so früh die angeborene Neugier auf ALLES abdressiert wird ( durch Abschieben in Krippen und Kindergärten ) darf man sich nicht wundern, wenn das Interesse am Zauber der Zahlen und Magie der Mathematik schon bei Schulbeginn erloschen ist. Frühkindlich-strukturelle Defizite ( nachgewiesen u.a. durch Neurophysiologie,z.B. Prof Gerhard Roth) können nicht kompensiert werden, durch überhaupt keine spätere ” Fördermassanahme”.
    Vielleicht ist es kein Zufall, dass ein Film wie ” Fuck-you-Göte” mit unonventionellem aber authentischem Lehrer ein ( hilfloser ) Publikums-Erfolg wurde?
    https://www.youtube.com/watch?v=_rJKHTjVaFk

    Antworten
  14. komol
    komol sagte:

    Altes Weltbild, aber das wird vergehen, Stück für Stück, ganz langsam aber sicher, das steht fest (wurde ja auch gesagt, bspw. von dem Lehrer). Die Schüler und Jugendlichen sind viel schlauer als man denkt, v.a. i. S. soziale Kompetenzen – also das was zählt und was sie in Zukunft brauchen. Glaub deren Gehirne sind doppelt so stark ausdiff. wie die der heute Alten zur gleichen Zeit. Probleme sind andersartig. Die Jugend ist von dem Wandel von G3 zu G4 am stärksten betroffen. Es ist alles brutaler sozialer Stress für die. Aber damit lernen sie eben gerade wie gesagt das, was sie in der kommenden Netzwerkg. brauchen. Rechnen, große Teile von NW und Supertexten usw. werden in der Breite die Geräte machen. Wichtig ist aber die Medienkompetenz. D.h. Information bzw. Wissen über Information bzw. Wissen (also die Beobachtung 2ter Ordnung). Dort müsste man über die Hälfte aller Zeit und Geld reinverwenden.. Und bzw. das hängt damit zusammen: wir brauchen viel mehr auch theoret. sozialw. Bildung, um das, was hier praxeologisch gelernt wird, mit sozialw. Theorie rückkoppeln zu können. Um das alles erfassen zu können, brauchen wir nat. einen ganz anderen Aufbau des Pisa-Tests, damit die, die ihn interpretieren, also die Alten, nicht im luftleeren Raum prozessieren..aber das kommt mit dem ganzen Wandel auch Stück für Stück von allein, nämlich spätestens dann, wenn diese Schüler dann die Test für ihre Nachfolger machen.. ganz ruhig bleiben, der Wandel erfasst alles und jeden, keine Sorge! Willkommen in der Zukunft

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @komol

      Danke! Sie illustrieren ungewollt sehr schön unser Problem und die Denkweise der so inkompetenten wie durchideologisierten Parteikader, die es uns eingebrockt haben. ;)

      “Rechnen, große Teile von NW und Supertexten usw. werden in der Breite die Geräte machen.”

      Sie glauben, dass man Naturwissenschaft dadurch betreiben kann, dass man einen Prompt an einen Texterstellungsalgorithmus schickt und der dann aus den Texten, mit denen er angelernt wurde, einen neuen Text zusammenkomponiert?

      “aber das kommt mit dem ganzen Wandel auch Stück für Stück von allein, nämlich spätestens dann, wenn diese Schüler dann die Test für ihre Nachfolger machen.. ganz ruhig bleiben, der Wandel erfasst alles und jeden, keine Sorge!”

      Ah, die soziologisch-konstruktivistische “Lösung” – einfach umdefinieren, was Kompetenz ist. Dann sind die Schüler immer noch genauso blöd, aber die Testergebnisse sind plötzlich besser. :D :D :D

      Antworten
      • komol
        komol sagte:

        @ott

        Es ist doch heute schon so, dass Forwschungsfortschritt in den NW von großen Organis. mit hunderten von MA, wo jeder kleinteilig was beiträgt, geleistet wird. Die Zeit der großen Einzelerkenner ist doch schon lange vorbei. Für Fortschritt dort zählt vielmehr die Organisation (die wiederum selbst schon stark mit Software geplant wird), der richtige Einsatz der Instrumente usw. Auch wer dort vorankommen will, braucht vielmehr soz. als fachl. Kompetenzen uswusf. Das wird sich fortschreiben, exponentiell.. glaub sie wissen einfach nie wovon sie wirklich reden.. schauen sie mal in die Wissens- und Wissenschaftssoziologie; die sagt ihnen, wie Wissen heute und in Zukunft produziert wird

      • PW
        PW sagte:

        Jedes Mal, wenn von der KI schwadroniert wird, sollte zumindest das Prinzip des Machine Learning verstanden werden.
        Damit wären wir wieder voll beim Thema Bildung.

        Eine KI, die von Technologieanalphabeten mit höchster Sozialkompetenz trainiert und kontrolliert wird, implementiert unversehens eine maßlos energieverschlingende G4 Idiokratie.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @PW

        “Eine KI, die von Technologieanalphabeten mit höchster Sozialkompetenz trainiert und kontrolliert wird, implementiert unversehens eine maßlos energieverschlingende G4 Idiokratie.”

        Zum Glück gab es im europäischen Mittelalter noch kein ChatGPT – das hätte uns mit Traktaten über die Wahrheit der heiligen christlichen Trinitätslehre (“Als AI-Assistent bin ich darauf programmiert, neutral und objektiv zu sein. Ich kann keine persönlichen Meinungen oder Gefühle haben. Wenn du Informationen über die Arianer benötigst oder Fragen zu ihren ketzerischen Ansichten hast, stehe ich dir gerne zur Verfügung.”) und originellen Alchemie-Rezeptvorschlägen beglückt, weil nur genau solche Anlerntexte von den damaligen Kuratoren “mit höchster Sozialkompetenz” ausgewählt worden wären…

    • Christian Anders
      Christian Anders sagte:

      @komol

      „Rechnen, große Teile von NW und Supertexten usw. werden in der Breite die Geräte machen.“

      Und wie bewertet „man“ die Qualität solcherart gemachter Arbeit?

      Die KI stellt sich ja nicht ins Labor und macht die Versuche. Sie kann auch nicht darüber nachdenken, ob sie die richtige Art benutzt, über etwas nachzudenken. Genau das ist aber der Knackpunkt.

      Was sich zumindest die NW von KI in Zukunft versprechen, kann ich Ihnen sagen: Abnahme von Schreibarbeit und Entdeckung/Auflösung mathematischer Inkonsistenzen. Die nachfolgende wissenschaftliche Praxis müssen Menschen machen – vorzugsweise welche, die verstanden haben, was die KI gemacht hat, auch wenn sie es selbst nicht hätten machen können.

      Das erfordert kein kleineres „altes“ Wissen und weniger „alte“ Kompetenzen, eher umgekehrt.

      Konkretisieren Sie mal, was Sie mit Wissen „über“ Informationen meinen!

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @CA “Konkretisieren Sie mal, was Sie mit Wissen „über“ Informationen meinen!”

        Meine Vermutung:

        “Natürliche, soziale und technisch-wirtschaftliche Systeme sind durchsetzt von kybernetischen Prinzipien bzw. Merkmalen (…). Es sind – bei natürlichen Systemen per se – offene Systeme zur Umwelt, mit der die drei grundlegenden Flüsse unseres Lebensprozesses Energie, Materie und INFORMATION ausgetauscht werden”.

        https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-23725-7_5

        Hinweis: der Autor ist Ingenieur (Aeronautik). Sein Buch repräsentiert aktuelles Fach- und Erfahrungswissen unter anderem zu der Frage, die Sie gestellt haben.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Ch. Anders

        „Und wie bewertet „man“ die Qualität solcherart gemachter Arbeit?“

        Genau da wird‘s spannend. S. Hossenfelder hat vor kurzem ein Video „The end of science“ betitelt, was Sie (Physik) und ich (Chemie) hier auch schon mal diskutiert hatten. S. Hossenfelders These: wir haben das ausgeforscht, was wir verstehen können. Der Rest ist „beyond our capabilities“. Zumindest mal ne steile These.

        Zur KI bin ich grundsätzlich bei Ihnen – in der Chemie werden denkbare neue Katalysatoren/Materialverbindungen usw. in kürzester Zeit generiert, allerdings bleiben die natürlich zu prüfen. Durch Menschen.

        Allerdings sehe ich das so, dass die BESTEN der Welt die Software entwickeln, die dann von der GANZEN Welt genutzt wird. So wie wir heute alle mit google Maps unterwegs sind (erinnern Sie sich noch an den Shell-Atlas), so wie wir heute alle mit Excel oder Word arbeiten, so wie heute nur noch ne Handvoll relevante Cloud-Anbieter existieren, bei denen all unsere Daten liegen.

        Und genauso, wie es heute in all unseren Dörfern/Kleinstädten schon keine Schneider, Schuster, Metzger mehr gibt. Zentralisierte/große Produktion, parallel rasant abnehmender Zahl Wissender. Warum soll das nicht auch für die Wissenschaft so kommen? Quasi Monopole. Oder meinetwegen auch Monopole pro Block in der multipolaren Welt.

      • komol
        komol sagte:

        Es geht nicht darum, Mathe, NW usw. an sich zu diskreditieren. Türlich brauchen wir das, aber erst einmal nicht bei der Mehrheit und zweitens, und darauf will ich hinaus, sinkt die Bedeutung! Klar sollten Grundfähigkeiten dort da sein, aber wichtiger für die Erwachsenen von morgen sind andere Kompetenzen, und zwar gerade die, die bei Pisa gar nicht untersucht werden. Wenn man bei Pisa schlechter ist als andere, sagt das erst einmal nix über die Zukunft der Kinder. Rein gar nix. Und dies, weil man gemeinhin nicht weiß (und das ist der Fehler), was das für eine Zukunft sein wird. Es wird, und das ist meine These, aber eben gerade nicht mehr die sein, die wir 500 Jahre lang kannten, und wo es eben durchaus wichtig war, in Mathe, NW usw. gut zu sein. Wir müssen die Kinder für mehr Gesellschaft vorbereiten (bzw. machen sie das ja selbst, weil die Entw. sie dazu zwingt (also lieber übers Handy konnekten und sozial infotheken usw. als Mathe büffeln)), weil wir mit einer Netzwerkg. eben mehr Gesellschaft bekommen, und keine bzw. weniger Fachidioten für eine Produktionsgemeinschaft brauchen werden (solche werden in G4 gesamtgesellschaftlich mehr und mehr exkludiert werden (Ansätze davon sieht man ja heute schon)).

        ps: Das mit dem KI-Thema ist zwar wichtig aber zu kurz gedacht; der Wandel ist umfassender (KI ist nur ein spez. Teil davon), weil wir hier mit Comp. und Internet ein neues Verbreitungsmedium für Kommunikation bekamen (wie Sprache in G1; Schrift in G2 und Buchdruck in G3 – damit entstanden immer jeweils eine neue Primärdiff.form der Gesamtgesellschaft; in G1 segmentär, in G2 stratifikatorisch, in G3 funktional, und in G4 nun eben die Netzwerkgesellschaft)

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @komol

        Den Grundgedanken verstehe ich ja. Sehe allerdings die reale Gefahr, dass wir bei immer weniger „Produktionsidioten“ irgendwann wieder in Jahrhunderte Dunkelzeit wie nach dem alten Rom fallen (@Bauer).

        Das Wissen droht zu versinken, wenn es nicht vergleichsweise breit getragen wird. Wer kann sich denn heute noch mit nem Kompass orientieren, sein Essen selbst besorgen/zubereiten/konservieren? Der Buchdruck hat lebensvereinfachendes/-sicherndes Wissen breit verfügbar gemacht, die Durchdigitalisierung der Gesellschaft lässt (bei Effizienzgewinn) Basis-Lebenswissen verkümmern.

        Ob die Diskussion um die PISA-Ergebnisse die richtige ist, weiß ich auch nicht. Immerhin gibt‘s ja Trends zurück zu DIY, Outdoor-Survival usw.

      • komol
        komol sagte:

        @Stoertebecker

        Ich sehe heute ehrlich gesagt überhaupt keinen Zshg. zu Rom und auch keine Gefahr für eine so genannte “Dunkelzeit”. Und über die Einordnung des Mittelalters innerhalb der gesamten Zivilissationsgeschichte müsste man mal anderweitig bzw. getrennt diskutieren.

        Das Wissen wird doch breit getragen, weil Sie es überall in sekundenschnelle nachlesen können (sie müssen nun nicht mal mehr in eine Bibo rennen). Darum gehts ja. Man muss aber insb. lernen, welches Wissen man wie einordnet, insb. sozial, also wer komm. was aufgrund welcher Interessen usw. (also Infos bzw. Wissen über Infos bzw. Wissen muss man haben). Das sollte man lehren bzw. einüben, nicht so sehr das Wissen selbst (also das profane Wissen erster Ordnung). Die Kinder brauchen zum Start ins richtige Leben mehr Orientierungs- als wie Erfahrungswissen!

        Wozu sollte man das, was Sie “Basiswissen” nennen, explizit lernen? Steht dahinter die Vermutung, dass die Gesellschaft zusammenbrechen könnte und wir in den Naturzustand zurück verfallen könnten? Da kann ich Sie beruhigen. Dass das nicht passieren wird, ist das einzige, was als weitestgehend sicher betrachtet werden kann, denn so etwas haben wir im Laufe der Entwicklung von G1-G4 nie gesehen – der Telos zeigt genau in die andere Richtung..

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @komol

        “Es geht nicht darum, Mathe, NW usw. an sich zu diskreditieren. Türlich brauchen wir das, aber erst einmal nicht bei der Mehrheit und zweitens, und darauf will ich hinaus, sinkt die Bedeutung!”

        Ah, die typische Fehleinschätzung, dass man angeblich nicht mehr selbst Rechnen zu können bräuchte, weil das ja mittlerweile der Taschenrechner (oder von mir aus auch ChatGPT) macht.

        So funktioniert das aber nicht. Wenn Sie selbst nicht richtig rechnen können, ist der Taschenrechner kein besonders nützliches Werkzeug – und Sie werden schon an seiner Bedienung scheitern, wenn Sie die Eingabe-Syntax-Regeln nicht verstehen.

        “Ich sehe heute ehrlich gesagt überhaupt keinen Zshg. zu Rom und auch keine Gefahr für eine so genannte “Dunkelzeit”. Und über die Einordnung des Mittelalters innerhalb der gesamten Zivilissationsgeschichte müsste man mal anderweitig bzw. getrennt diskutieren. ”
        (…)
        ” Steht dahinter die Vermutung, dass die Gesellschaft zusammenbrechen könnte und wir in den Naturzustand zurück verfallen könnten? Da kann ich Sie beruhigen. Dass das nicht passieren wird, ist das einzige, was als weitestgehend sicher betrachtet werden kann, denn so etwas haben wir im Laufe der Entwicklung von G1-G4 nie gesehen – der Telos zeigt genau in die andere Richtung..”

        Außer zum Beispiel in Europa beim Übergang von Antike zu Mittelalter, weswegen Sie sich auch weigern, über dieses Gegenbeispiel zu Ihrer Glaubensüberzeugung zu diskutieren. Ein ganz billiger Rabulistik-Versuch.

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        Leute wie komol werden nie verstehen, warum die “gute, humanistische Bildung” am Gymnasium der 60/70/80er Jahre ganz andere Voraussetzungen geschaffen hat. Es stimmt eben nicht, dass die Mehrheit kein Mathe/NW braucht. Aber heute hat sie zusätzlich nicht mal Geschichtswissen, um überhaupt was einordnen zukönnen.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @komol

        Das, was ich Basiswissen nenne, sollte man lernen, um das zu können, was Sie Einordnung nennen. Bei Ihnen erfolgt die Einordnung über die 1. Ableitung, also die Beurteilung der Quelle. Ich hab das lieber vorher, das ist WENIGER Aufwand (ist übrigens exakt meine Diskussion mit @D Tischer mittels Höhlengleichnis).

        Aktuelles Beispiel. Gasheizungen sollten eingebaut werden können, wenn sie H2-ready sind. Wir werden NIEMALS (jedenfalls nicht in meinen verbliebenen 20-30 Jahren) in den Häusern großflächig H2 verbrennen. Mit etwas Chemie- und BWL-Wissen schlussfolgere ich das nach max 8h. Ihnen viel Spaß beim Einordnen der diversen mit Teilargumenten und divergierenden Zielen gespickten öffentlichen Diskussion. (Zum Brückenteil vom Brückenstrompreis hab ich mich hier [und woanders] bereits ordentlich ausgelassen.)

        Die Konsequenzen sind Lebensentscheidungen (welche Heizung einbauen, Solar aufs Dach, …), die ggfs. mit Schulden finanziert werden. Fragen Sie mal all die Luftwärmepumpeneinbauer nach ihren Stromkosten in den letzten kalten Wochen. Da hängen dann in letzter Konsequenz zB persönliche Freiheiten dran. Und DAS ist MEINE höchste Priorität als Diktaturgeschädigter.

        Sie mögen in den warmen oder kalten Studierzimmern über aggregierte gesellschaftliche Phänomene nachdenken, ICH lebe nicht auf 30.000ft, sondern auf 0-200 üNHN. Das ist mein Maßstab. Andere können gern andere haben und sich damit in interessengeleitete Daten-/Fakten-/Wissensblasen begeben.

        PS Mir ist klar, dass ich längst nicht alles wissen/einordnen kann. Aber je mehr, desto besser.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ das problem ist doch, dass wir, vorallem im bildungssystem, aber generell in wirtschaft, politik und gesellschaft, total verlernt haben, dass all unsere planung evtl. nicht aufgehen kann, oder wird.

        also überall keinen plan “B”.
        einen plan B wollte niemand, weil es einerseits die gewinnmaximierung stört und anderseits die gesellschaft kritischer werden ließe.

        die gesunde einstellung und bodenständigkeit wurde uns gründlich aberzogen, weil wir im “besten deutschland leben”, das es je gegeben hat etc usw.

        diese sorglosigkeit, besonders bei der hemmungslosen zuwanderung, hat uns dumm gemacht.
        dumm, weil wir ständig diese parteien wählen, welche uns negativ beglücken!
        dumm, weil wir angsichts dieser langjährigen wiederholungen und entwicklungen, nichts daraus lernen.

        da nützt auch ein umfeld nichts, wenn wir mathe-genies hätten und erzeugen würden.
        sie würden am umfeld scheitern.
        wie soviele andere (echte !!) fachleute bei uns auch scheitern.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @foxxly

        Na, dann gründen Sie einfach mal ein Unternehmen. Da lernen Sie ganz schnell, einen Plan B zu haben, für sich selbst verantwortlich zu sein und wie schnell die angesparte Kohle durchbrennt.

        Und wenn Sie wirklich gut sind, rufen Sie dann nicht nach dem Staat, sondern versuchen, selbst aus dem Sumpf zu kommen. Durch neue Ideen, Ausrichtung ihres Ladens auf Kundenbedürfnisse (und nicht das eigene Wohlbefinden) usw.

        Verspreche Ihnen, dass Sie kein halbes Jahr für tiefe Erkenntnis brauchen.

        Aber man muss eben MACHEN und NICHT nur KOMMENTIEREN.

      • foxxly
        foxxly sagte:

        @ sroertebekker,
        haben sie nicht gemerkt, dass es in meiner ausführung um rahmenbedingungen geht?

  15. foxxly
    foxxly sagte:

    deutschland sammelt durch die zuwanderung menschen mit negativer auslese, auf. also fachkräfte, welche zu kaum etwas zu gebrauchen sind.

    diese zuwanderungspolitik hat wohl auch einen plan, der vorallem im ausland nutzbringend ist.

    bei uns in D wird das bildungsproblem mindestens seit 40 jahren diskutiert, also auch wahrgenommen.

    erstaundlich ist, dass intern sich die lage immer noch weiter verschlechtert. also ist es absicht der politischen und wirtschaftlichen führung.

    ja auch die wirtschaft ist hierzu mitverantwortlich:

    es gibt sogenannte lehrplände, welche in zusammenarbeit von lehrern, arbeitgeberverbände und gewerkschaften, ausarbeiten und mit beschließen!

    vielleicht ist es auch ein großes problem, dass studenten sich dem dogmar des professor´s unterordnen müssen, wenn sie durchkommen wollen. ein Querdenken über das vorgegebene maß ist beschränkt.

    dann haben wir einen hohen anteil an grün angstrichenen lehrkräften. eine indoktrinierung ist dadurch gegeben.

    ein weiter effekt, welcher offensichtlich in D besonders vorhanden ist:

    wir haben ein recht verbreitetes verhalten von vorgesetzten: sie wollen nicht, dass ihre untergebenen und teils auch nachfolger, “besser” sind, als sie selber. sie sehen ihren posten gefährdet.
    die untergebenen werden oft behindert in ihrer jungen kreativität etc. viele jüngere “passen” sich an und schalten zurück. andere, welche sich weniger anpassen, werden regelrecht bekämpft.

    andererseits sind anforderungen und der leistungsdruck sehr hoch.
    der generelle wohlstand ist hoch und das streben nach mehr, wird immer geringer; – weil auch immer schwerer zu erreichen ist.

    zumal auch noch der bürokratie-u. verwaltungswust ist sehr groß. handlungsfreiheit wird immer mehr eingeschränkt zumindest abschreckend.

    gerade in den unteren einkommensebenen, lohnt sich anstrengungen oft nicht, und wenig perspektiven zur besserung sind gegeben.

    man darf auch nicht vergessen, dass die “ewige” schuld der deutschen und neu die verantwortung und schuld für die klimaerwärmung u.a. negativ wirkt.

    schon erstaunlich:
    je mehr die verwaltung, politische und wirtschaftliche führung in größe zunimmt, desto mehr
    sackt das bildungs- und gesellschaftliches niveau ab.

    wir haben fast immer den fakt, dass eine hohe anzahl von personen an des stellen, wo sie sind ungeeignet sind.
    ich behaupte und schätze:
    es gibt 20% gute lehrer, vorgesetzte und angstellte.
    dann 40% mit brauchbare eignung und leistung
    und mind. 40% ungeeignet und gehören nicht in diese position und stellung

    oft kommen personen einfach durch vitamin b an verantwortlichen stellen und steigen noch schneller auf, als andere mit bersserer leistung.

    auch durch die hohe akademikerschwemme werden die perspektiven für einfachere berufstätigkeiten entwertet,
    weil sie die praktische arbeit oft nicht, oder schwer verstehen, aber den nichtakademiker die stelle weg nehmen.

    Antworten
  16. Bauer
    Bauer sagte:

    Dieser podcast war Balsam auf meine Seele. Pof. Krötz hat endlich einmal die Malaise analysiert und die Gründe unverblümt beim Namen genannt. Allerdings ist mir auch bewusst geworden, welch ein Fossil ich inzwischen bin.

    Ich bin 35 Jahre älter als Prof. Krötz und habe 1954 mein Abitur gemacht. Damals war der Abiturientenanteil an einem Jahrgang etwa 5 %, einen Universitätsabschluss hatten dann am Ende nur noch etwa 3%. Dieses Ziel war damals noch mit acht Semestern intensiven Studiums erreichbar.

    Mein Grossvater (Prof. für alte Sprachen in München, damals bereits emeritiert) sah meine einseitige Begabung und hat durchgestzt, dass ich das humanistische Gymnasium besuchte. MINT kam dabei natürlich zu kurz, er meinte aber, ich würde das spielend nachholen. So war es dann auch. Mein Mathe-Professor an der TH begann seine Vorlesung, indem er an die Tafel schrieb: ‘1+1=2’, dazu hintergründig grinste und sagte, fangen wir also an. Nach drei Vorlesungen war er beim Abiturstoff, den ich kannte, und es ging so weiter im selben Tempo. In der zweiten Woche waren die Kommilitonen aus den naturwissenschatlichen Gymnasien auch am Ende ihres Vorsprungs. Aber ich hatte acht Jahre Latein und Griechisch gelernt und eine handfeste humanistische Bildung, womit ich mir auch moderne Sprachen im Handumdrehen aneignete. Folgerichtig habe ich keine Zeit auf einen Dr.-Ing. verwandt, obwohl sich mehrere Professoren bemühten, mir das schmackhaft zu machen, sondern bin für eine Schweizer Ingenieurgesellschaft nach Asien gegangen, wo ich in kürzester Frist Aufgaben übernahm, an die in D ehestens Vierzigjährige+ kamen. Noch vor meinem 50. Geburtstag konnte ich den Bleistift hinlegen. D verlassen und mich in den Unruhestand begeben.

    Wer unbedingt wissen will, wie’s weitergeht, sollte sich mit dem Untergang Roms beschäftigen. Die Parallelen sind unübersehbar.

    Ein notabene an Prof. Krötz: Im Internat bei den Benediktinern hatte ich einen Mitschüler mit diesem Familiennamen. Es wäre die Generation Ihres Vaters und Bayern war damals noch ein bodenständiges Land.

    Antworten
    • Lothar
      Lothar sagte:

      Für den Untergang Roms werden strukturelle Probleme, angebliche Dekadenz, religiöse und soziale Umbrüche und Bürgerkriege diskutiert. Die Parallelen sind tatsächlich unübersehbar. Wir sind auf dem besten Weg.

      Antworten
    • komol
      komol sagte:

      @Bauer

      Vergessen Sie Rom :-) Ihr Problem ist, dass der Übergang von G3 zu G4 Sinnüberschüsse mit sich bringt bzw. erzeugt (so wie damals bei G2 zu G3, also beim Übergang zur Neuzeit). Das ist hart, das verstehe ich. Aber eines bleibt auch hier so wie immer. Sie können nur dann Sinn aus ihrem Leben gewinnen, wenn sie ein guter Mensch waren und am Ende diesbzgl. stolz in den Spiegel schauen können. Und wenn Sie das waren, können sie eben auch diese “Degradationsschmach”, die ich aus ihren Zeilen entnehme, überwinden.

      Antworten
  17. weico
    weico sagte:

    Sehr gute Podcast-Folge mit einem tollen Gast !

    Prof. Krötz zeigt schön auf, wie Gleichmacherei den (Noten)Schnitt drückt und keinem der Gleichgemachten dann wirklich nützt bzw. auch nicht dienlich für Wirtschaft und Wohlstand eines Landes ist.

    Kapitalismus bzw. die Wirtschaft lässt sich aber von dieser staatlich-sozialistischen Gleichmacherei aber nicht bescheissen und reagiert dementsprechend darauf.

    Wie schon einmal beschrieben ,wird in vielen Berufen in der Schweiz nur schon für den Besuch einer Schnupperwoche nicht nur eine Zeugniskopie der Schule verlangt, sondern ein zusätzlicher Fachrichtungs-Eignungstest einer der 3-4 grossen privaten “Testfirmen”.

    https://www.berufsberatung.ch/dyn/show/3270

    Viele Firmen verlangen nach der Schnupperwoche, bevor dann ein Lehrvertrag ausgestellt wird, natürlich noch einen eigenen firmeninternen Test.

    Fazit:
    Diese staatliche Gleichmacherei/Notendrückerei bzw. das sinkende Niveau der Wissensvermittlung fliegt bei der “Wirtschaft” eben schnell auf und die “ungeeigneten Schulabgänger” landen dann schlicht in einem Billigstjob,Aushilfsjob,Auslieferungsjob usw. und schlussendlich muss “der Staat” bzw. der Steuerzahler dann Untestützungsgelder für die Klientel ihrer eigenen staatlich-sozialistischen Gleichmacherei-Idee zahlen.

    Antworten
  18. PW
    PW sagte:

    Oha, das war viel Raum für einen Rundumschlag des Professor Krötz.
    Der Mainstream wird ihn ignorieren. Dabei hat er vorsichtshalber den Einfluss der Feminisierung der Bildung überhaupt nicht genannt.

    Zum Thema PISA-Studien würde ich zusammenfassen, dass PISA für D irrelevante Messungen vornimmt: Deutschlands Zukunft liegt bekanntlich im Export von Haltung und Werten, sowie differenzierter Luftschlosstechnologie.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @PW

      “Dabei hat er vorsichtshalber den Einfluss der Feminisierung der Bildung überhaupt nicht genannt.”

      Ob die Feminisierung oder doch eher die aus der 68-Revolution entstandene Generation der am linken Rand wählende Lehrerschaft …einen Einfluss auf das Gleichmacherische und das Leistungssinken hat ?!

      Das linke Wahlverhalten der Lehrerschaft , ist ja schon lange bekannt und gut erforscht.

      https://www.welt.de/wams_print/article3835659/Unsere-linken-Lehrer.html

      Antworten
      • PW
        PW sagte:

        Die 68er Generation ist doch durch, die heute dominierende Grundschullehrerin benötigt Haltung und Werte um die täglich geforderte Frustrationstoleranz zu bewahren. Verkappte MINT-Verachtung gibt’s dabei gratis dazu.

  19. MFK
    MFK sagte:

    Wenn das Bildungssystem im UK so viel besser als in Deutschland ist, dann frage ich mich, warum die Jugendarbeitslosenquote dort fast drei Mal so hoch ist. Sie beträgt 12,7% (allg. 4,2%). In Deutschland beträgt diese 4,4%. Die Jugendarbeitslosenquote betrug 2005 in Deutschland übrigens noch 12,5%.

    Antworten

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