Kurz­schluss mit Langzeit­folgen

Die USA ziehen den Stecker. Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir die Energiepolitik ändern?

In der 229. Folge von „bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ beschäftigen wir uns mit der Energiestrategie Deutschlands und dem von Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), als „historischen Fehler“ bezeichneten Atomausstieg. Gibt es eine Möglichkeit, diesen Fehler zu korrigieren?

Wäre ein Energiesystem aus Erneuerbaren und Gas bis zum russischen Krieg gegen die Ukraine noch finanzierbar gewesen, steht spätestens mit der aktuellen Entscheidung der USA, den Export von Flüssiggas (LNG) zu begrenzen, fest, dass wir auf dem Holzweg sind. Weltweit steht die Kernkraft vor einer Renaissance, die keineswegs so teuer sein muss, wie derzeitige Probleme beim Bau neuer Reaktoren suggerieren. So ist jedenfalls die Einschätzung der IEA. Sie sieht außerdem großes Potenzial in den sogenannten Small Modular Reactors (SMR), die deutlich günstiger zu bauen sind.

In Deutschland gibt es mit Dual Fluid ein Start-up, das sich mit einem innovativen Ansatz für den Markt der Zukunft in Stellung bringt. Welche Technologie das Unternehmen verfolgt, erklärt Dr. Björn Peters, Finanzvorstand von Dual Fluid im Gespräch mit Daniel Stelter.

Werden demnächst neue Kernkraftwerke in Deutschland gebaut? Wohl kaum. Sollten die noch bestehenden Anlagen modernisiert und wieder in Betrieb genommen werden? Energiekosten und Klimaschutz sprechen dafür.

Hörerservice:
Die zitierte Studie der IEA finden Sie hier.

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Kommentare (38) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Peter
    Peter sagte:

    Hier ist ein Gutachten von DIW und TU Berlin für die grüne Bundestagsfraktion von 2023:

    Es müsste doch möglich sein herauszubekommen, ob die deutschen Atomkraftwerke weiterbetrieben werden sollten weil konkurrenzlos günstig so Herr Peters oder ob es genau umgekehrt ist, wie in dem Gutachten von Frau Kemfert & Friends ausgeführt.

    Herr Stelter, Faktencheck bitte.

    Bitte ebenso für den ganzen Atommüll, der gem. Herrn Peters in einen Olympiapool passt.

    https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/atomausstieg/PDF/Studie_Oekonomische_Aspekte_der_Atomkraft.pdf?

    Antworten
  2. Johannes Hohenthaner
    Johannes Hohenthaner sagte:

    Vielen Dank für die chronologisch und historisch richtige Darstellung des Atomausstiegs, die endlich mit der grünen Mär aufräumt, CDU/FDP hätten erst in 2011 den klimaschädlichen Atomausstieg beschlossen!

    Antworten
  3. Rapheth
    Rapheth sagte:

    In gewissen Zirkeln wird man irgendwann feststellen, dass Windkraftanlagen, Photovoltaik, verschwenderische Wasserstoffwirtschaft und die s.g. nachwachsenden Energieträger zwar endlos gute Rechenbeispiele liefern können, sich jedoch leider verheerend auf die kärglichen Reste unserer Ökosysteme auswirken. Durch Verknappung fossiler Brennstoffe wird dieses Problem weiter verschärft.

    (Wer immer für nukleare Optionen wirbt, sollte m.E. auch erklären können wie z.B. mit den Vorgängen um den „Forschungsstollen“ Asse II umgegangen werden soll, bzw. wer für entstandene Kosten aufkommt, zumal die ehemals niedrigen Risikorücklagen der EnVs verpufft sind).

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Rapheth

      “Wer immer für nukleare Optionen wirbt, sollte m.E. auch erklären können wie z.B. mit den Vorgängen um den „Forschungsstollen“ Asse II umgegangen werden soll, bzw. wer für entstandene Kosten aufkommt, zumal die ehemals niedrigen Risikorücklagen der EnVs verpufft sind”

      Giftiger Müll wird in Größenordnungen von hunderttausenden Tonnen pro Jahr unterirdisch eingelagert, in Deutschland bietet der K+S-Konzern diese Dienstleistung in stillgelegten Kalibergwerken an. Das ist viel mehr als was pro Jahr an Atommüll anfällt, aber verblüffenderweise interessiert oder besorgt das in der öffentlichen Diskussion niemanden.

      https://www.kpluss.com/de-de/geschaeftsfelder-produkte/entsorgung/#entsorgungsl-sungen

      Wieso soll das gleiche nicht auch mit Atommüll möglich sein? Gegenüber hochgiftigen und gleichzeitig stabilen Abfällen hat der sogar den Vorteil, dass er von selbst wieder ungefährlich wird, wenn man nur lange genug wartet.

      Antworten
      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @R. Ott

        „Gegenüber hochgiftigen und gleichzeitig stabilen Abfällen hat der sogar den Vorteil, dass er von selbst wieder ungefährlich wird, wenn man nur lange genug wartet.“

        Das stimmt so nicht. Am Ende der Zerfallsketten steht oft giftiger Schwermetallabfall.

        Dennoch bin ich bei Ihnen, dass die Endlagerproblematik als größer gesehen wird, als sie ist. Geologische Schichten, die sicher 100.000 Jahre stabil sind, gibt es zwar nicht wie Sand am Meer, aber es gibt sie.

        In einer Diskussion mit einem Freund, der Anti-Kernkraft ist, sollte ich die Frage beantworten, ob ich denn neben einem Atomkraftwerk oder über einem Endlager wohnen wollen würde.

        Die Antwort ist JA. Weil das, was gefährlich ist, superleicht zu messen ist und wenn ich es nicht messe, ist es auch nicht gefährlich. Wenn man die Physik begriffen hat, müssten einige hundert Meter festes Gestein zwischen der Strahlungsquelle und einem selbst eigentlich zur Beruhigung ausreichen.

        Meine Meinung diesbezüglich ist natürlich deshalb irrelevant, weil für Deutschland der KKW-Zug schlicht abgefahren ist. Selbst wenn man jetzt wollte, kriegt man nichts in sinnvoller Zeit umgesetzt. Und nichtmal mit dem Wollen hat man angefangen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Das stimmt so nicht. Am Ende der Zerfallsketten steht oft giftiger Schwermetallabfall.”

        Na dann ab in die unterirdische Giftmülldeponie damit.:)

        Wobei die meisten Atompaniker wahrscheinlich überrascht wären, dass wenn sie wüssten, dass wir gerade von Thallium, Quecksilber und Blei reden – diese Substanzen kennen sie ja sogar aus ihrem eigenen Haushalt. Nicht ungefährlich, aber alles doch beherrschbar.

        “Wenn man die Physik begriffen hat, müssten einige hundert Meter festes Gestein zwischen der Strahlungsquelle und einem selbst eigentlich zur Beruhigung ausreichen.

        Tja, wenn man die Physik begriffen hat.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr.Christian Anders

        Leichtmetall = kleiner 5kg/dm³ Dichte

        Es gibt keine gesunden Metalle, abgesehen von lebenswichtigen Spurenelementen, weshalb das Versprühen von Metallverbindungen durch Deosprays oder zur amtlich bestätigten Wettermanipulation auf die betroffenen Populationen cancerogen wirkt.

        Zur Verbindlichkeit von Atommüll machte Bazon Brock einen wichtigen Vorschlag,
        die ewige Verehrung in überirdischen regionalen Kultstätten, damit bei Unterlassung zeitnah die Wirkung von Verantwortungslosigkeit erfolgt.
        https://www.youtube.com/watch?v=dOFuQgzyZQk

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Nachtrag wg. Übertragungsfehler mathematischer Zeichen

        Schwermetall = größer 5kg/dm³ Dichte…

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        “Es gibt keine gesunden Metalle”

        Der Punkt ist, dass es für den Menschen giftige und ungiftige Metalle gibt.

        Gold können Sie zum Beispiel sogar dünn ausgewalzt auf Ihrem Steak essen, das kommt aus Ihnen wieder genau so raus, wie es reingekommen ist. Davon kriegen Sie höchstens eine Verstopfung, wenn Sie es ganz extrem übertreiben.

        Erinnern Sie sich?

        https://www.abendzeitung-muenchen.de/sport/fcbayern/hier-geniesst-franck-ribery-ein-steak-fuer-1200-euro-art-461086

        Wenn Sie das gleiche mit nur einem Gramm Thalliumspänen pobieren, sind Sie hinterher wahrscheinlich tot.

      • weico
        weico sagte:

        @CA

        “Dennoch bin ich bei Ihnen, dass die Endlagerproblematik als größer gesehen wird, als sie ist. Geologische Schichten, die sicher 100.000 Jahre stabil sind, gibt es zwar nicht wie Sand am Meer, aber es gibt sie.”

        Diese Endlager- und Hochradioaktiv Geschichten bzw. 100.000 Jahre Aussagen kommen leider noch aus den Anfängen der Kernkrafttechnologie und sind fast nicht mehr aus den Köpfen zu tilgen.

        Die Technologie ist,schon lange,viel weiter.
        Russland verpflichtet sich z.B.bei neuen Kraftwerksverkäufen, die im BOO/BOT erstellt werden (Ägypten ,Bangladesch usw.) werden, für die ganze Laufzeit Brennstofflieferung und Entsorgung/Wiederaufbereitung.
        Das betreffende Land/Staat muss sich also weder um Entsorgung kümmern und die Akzeptanz steigt dadurch bei der Bevölkerung …und sanktionwilligen westlichen Ländern.

        Neuste Reaktorendesigns,wie auch Dual Fluid haben diese hochradioaktive Problematik ,ExplosionsgefahrKernschmelze usw. ja eh nicht mehr .

        “Heutige Reaktoren können nur 5% des Brennstoffs nutzen. Bereits existierende, sogenannte schnelle Reaktoren könnten auch die restlichen 95%, die im Moment als Atommüll gelagert werden, verwerten. Russland tut das bereits. Doch das lohnt sich kaum, weil auch diese Reaktoren mit Brennstäben laufen. Deren Produktion und Recycling ist aufwendig und teuer. Dual Fluid Technologie verzichtet auf das umständliche Hilfskonstrukt der Brennstäbe und kann Reststoffe effizient und fast vollständig nutzen.”

        https://dual-fluid.com/de/faq/

        Nebenbei:
        Auch der neuste im Bau befindliche russische BREST 300-Reaktor (Schneller Reaktor mit inhärenter Sicherheit) wird keine hochradioaktiven Abfälle mehr erzeugen (und nicht explodieren oder Kernschmelzen) :
        “Ein wichtiges Ziel der Entwicklung ist neben der Schließung des Brennstoffkreislaufes auch die Transmutation von minoren Aktinoiden, ähnlich wie bei dem russischen BN-800 Reaktor.”
        Quelle: Wiki

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Richard von Ott

        Handgeschoepfte Goldschokolade koennten sich sogar Schutzsuchende leisten, an der Flixbushaltestelle unweit meiner bevorzugten chocolaterie.

        Am Industriestandort Teutschland atmeten die Bürger viele Metallstaeube ein und Metallbeschaeftigte sind immer noch schwermetallbelastet….ohne dass deshalb der Untergang drohte.

        Seit mRNA hat sich unser Verhältnis zu Giften noch einmal wesentlich GENaendert….

        Laeuft

      • Johannes Baer
        Johannes Baer sagte:

        Vom Verzehr von Gold möchte ich Ihnen abraten, auch wenn Sie das ggf. finanziell nicht belastet.
        Gold wurde mal als Rheumamittel verwandt, etwa so um 1970-1980.
        Das hatte schwere Nebenwirkungen.
        Macht man nimmer.
        Jedes Metall inkl Eisen, Zink, Selen, Kupfer, Alu ist mit Vorsicht zu sehen, die Dosis macht das Gift.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Johannes Baer

        “Gold wurde mal als Rheumamittel verwandt, etwa so um 1970-1980.
        Das hatte schwere Nebenwirkungen.”

        Welche denn genau, und wie löste es diese Nebenwirkungen aus? Mir fällt kein Mechanismus ein, mit dem Gold überhaupt irgendeine Wirkung im Körper auslösen könnte – außer halt rein mechanisch, wenn Sie wirklich Großmengen davon essen würden.

        Oder meinen Sie “Auranofin”? Das ist allerdings eine komplexe organische Goldverbindung und nicht das Metall Gold.

        Gold ist sogar als Lebensmittelzusatzstoff offiziell zugelassen weil es für den Menschen ungefährlich ist: https://www.zusatzstoffe-liste.de/zusatzstoff-gold-e-175/

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Ott und Hr. Baer

        >[Goldanwendung bei Rheuma 1970-1980] Das hatte schwere Nebenwirkungen.

        In einzelnen Fällen führte es zur Verarmung und in den 70ern ging der Goldpreis durch die Decke ;-)

        Im Ernst: Hätte auch gedacht, dass es inert ist und nix macht.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        Beim nächsten staatlichen Goldverbot kommt dann wahrscheinlich die Behauptung, man “wolle dadurch leidenden Rheuma-Kranken helfen”… ;)

  4. Gnomae
    Gnomae sagte:

    Die Realität hat Deutschland eingeholt. Die Bürger haben jahrzehntelang gegen Atomkraft demonstriert. Es wird sie wohl nicht mehr geben.

    Neue Techniken dürften in den USA oder asiatischen Ländern weiterentwickelt werden. Im industriefeindlichen Deutschland werden sich Atomforscher auch nicht dauerhaft niederlassen.

    Letztendlich ist es wie im Comic von Rick und Morty: Deutschland lebt in einem Paralleluniversum.

    Techniken mit extrem höheren Materialbelastungen sind bisher industriell nicht genügend erforscht.

    Antworten
  5. Johannes Bär
    Johannes Bär sagte:

    Also meine lieben Freunde des DS :
    Das hört sich alles einfach fantastisch an. Zu fantastisch. Fast so wie der hochwirksame und völlig nebenwirkungsfreie RNA Impfstoff Cormirnaty.
    Mein Stand 2022/2023 ist : Das Verfahren dual fluid ist hoch experimentell.
    Physik kam jetzt hier leider gar nicht vor, mir fehlt auch die Kenntnis. gerne hätte ich einen Physiker gehört, ob das Dargelegte überhaupt physikalisch plausibel erscheint.
    Wäre das kein Thema für einen weiteren podcast, DS ?

    Antworten
    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      @Hr. Bär

      Ein Gedanke: Auf deutschen Seiten liest man immer “alles experimentell, ganz schön schwierig, nicht gesichert dass besser etc. pp.”…

      Ich hab gerade mal geguckt, ob meine vage Erinnerung mich nicht trügt.

      Von der Entdeckung (!) der Kernspaltung bis zum ersten kommerziellen Reaktor vergingen ca. 20 Jahre. Und das ganz ohne Smart Phones und Internet.

      https://www.energy.gov/ne/articles/history-nuclear-energy

      Man sollte doch meinen, dass man innerhalb von 10-20 Jahren neue Reaktortypen ans Netz bekommt. Zumal heute mit den ganzen technischen Tools. Man muss natürlich wollen und darf den Prozess nicht frühzeitig mit Bürokratie verstopfen…

      Antworten
      • Johannes Bär
        Johannes Bär sagte:

        Ich wünsche mir ja durchaus, dass das funktioniert, allein : ich hätte gerne zur physikalischen Seite etwas gehört.
        Die letzte “grosse Entdeckung” ist ja die m-RNA nebst Impfstoff. In der Theorie fantastisch, in der Realität möglicherweise jedoch ein Desaster.

      • weico
        weico sagte:

        @Johannes Bär

        “Ich wünsche mir ja durchaus, dass das funktioniert, allein : ich hätte gerne zur physikalischen Seite etwas gehört.”

        Sie können z.B. auf wiki bzw.der Webseite des Unternehmens nachlesen .

        https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dual-Fluid-Reaktor

        Viel wichtiger ob nun genau dieses neue “deutsche” Prinzip funktioniert ist ,dass mehrere Unternehmen schon jetzt verschiedene SMR am bauen bzw. im Betrieb sind.

        Einige davon basieren sogar auf deutscher Technologie/Design (z.B. der chinesische HTR-PM)

        Ergo:
        Ob die Firma Dual Fluid die technischen und finanziellen Hürden meistert ist zwar fraglich und ungewiss.
        Dass sich die SMR in den meisten Ländern wohl durchsetzen werden,ist bei dem riesigen Bedarf an Elektrizität/Wärme usw. wohl keine Frage.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        “Von der Entdeckung (!) der Kernspaltung bis zum ersten kommerziellen Reaktor vergingen ca. 20 Jahre. Und das ganz ohne Smart Phones und Internet.”

        Damals gab es ja auch noch keine grüne Partei – ein nicht zu unterschätzender Vorteil. ;)

        Stellen Sie sich nur vor, was uns alles erspart geblieben wäre, wenn Jürgen Trittin Grünflächenpfleger geworden wäre, und Ricarda Lang Kassiererin bei McDonald’s.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Johannes Bär

      “Physik kam jetzt hier leider gar nicht vor, mir fehlt auch die Kenntnis. gerne hätte ich einen Physiker gehört, ob das Dargelegte überhaupt physikalisch plausibel erscheint.”

      Das “Dual Fluid”-Konzept mit diesen Materialien ist neu, aber dass Reaktoren mit flüssiger Kühlung *und* flüssigem Kernbrennstoff grundsätzlich funktionieren und im jahrelangen Dauerbetrieb Strom erzeugen können, wurde schon in den 1960er Jahren in den USA mit einem Prototypen gezeigt:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Molten-Salt_Reactor_Experiment

      Antworten
    • Johannes Hohenthaner
      Johannes Hohenthaner sagte:

      Dr. Björn Peters ist promovierter Physiker und bei Dual Fluid Inc. gib’s noch eine ganze Menge mehr davon!

      Antworten
  6. Dr. Lucie Fischer
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    Danke für den interessanten Podcast-
    Könnte es rationale ( nicht kommunizierte ) Gründe dafür geben, Deutschland komplett” atom-frei” runter zu fahren?
    Wären A-Kraftwerke im Kriegsfall Angriffsziele, die man schon prophylaktisch stillgelegte?
    Hätte ich bis zur gestrigen Meldung für ” Verschwörungs-Unsinn” gehalten, aber:
    https://www.srf.ch/news/international/zugespitzte-lage-schwedische-bevoelkerung-wird-vor-einem-krieg-gewarnt
    Warum wird gerade in Rammstein ein riesiges US-Militär- Hospital gebaut?
    Der Alptraum in Zeiten des ” kalten Krieges” war: Deutschland im Kriegszentrum-
    gäbe der überdimensionierte Kanzleramts-Neubau unter strategischem ( Nato! nicht für D. )
    Aspekten einen besonderen Sinn?
    Höchste Zeit für Friedensdemonstrationen !
    Was wird die “Sicherheits-Konferenz” in München bringen?
    Diplomatie und Intelligenz sind gefragt , nicht Nato-Eskalation in instabilen Zeiten.

    Antworten
  7. Benjamin
    Benjamin sagte:

    Hallo, wie immer ein sehr informativer Beitrag, vielen Dank dafür und für den Link zur Studie. Ist nur ein Nebenschauplatz, aber es wurde Trittin erwähnt, der sich habe zitieren lassen, dass die Sicherheitsbestimmungen für KKW so verschärft worden seien, dass deren Umsetzung die Wettbewerbsfähigkeit der KKW belastet hätte–wenn ich das richtig erinnere. Gibt es dazu einen Beleg? Ich habe kaum Zweifel daran, dass es stimmt, wäre aber gerne entsprechend präpariert, falls ich das weitererzähle und Rückfragen kommen. Danke!

    Antworten
  8. weico
    weico sagte:

    Toller Podcast !

    Neben den Neuparteien AfD, BSW, Werteunion sind ja auch die Wendehalsparteien CDU/CSU/FDP nun wieder für die Kernkraft.

    https://archive.md/zphwH

    Deutschland muss für die Kernkraftauferstehung also “nur” den sozialistischen Ökofaschismus endlich abschütteln und die eigene CO2-Religion wirklich ernst nehmen…!

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ weico,
      die ampel und die schwarzen haben die gleichen einsager wie zb. WEF, transatlantik union etc.
      mit einer cdu/csu wird nichts wesentliches abgeschüttelt!

      es braucht ein abschütteln der blockpartei, sonst haben wir keine chance auf einer besserung in dem sinne, was wir hier diskutieren und, für eine änderung haben wollen.

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @ foxxly
        Mit der zentralistischen, korrupten, Lobbyisten- Top-down- EU-am Hals wird niemand ( keine Partei, keine einzige ! ) den Niedergang D´s stoppen können.
        Krokodils-Tränen von Bloomberg ( pure Heuchelei! ) :
        https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/us-zeitung-rechnet-mit-unserer-wirtschaft-ab-deutschlands-tage-sind-gezaehlt-87119654.bild.html
        Grosser Verdienst: Dr. Stelter hat sehr früh gewarnt und aufgeklärt , ausführlich in Büchern , Vorträgen auf die Gefahren destruktiver Politik
        ( nebst EZB ) hingewiesen.
        Eine Schande, dass Blechorden im Schloss- Bellvue bevorzugt an Unfähige verliehen werden.
        Zurück zur EWG, raus aus der EU: Dexit, so schnell wie möglich!
        Warum?
        N. N.Taleb zur Kriegsgefahr von Imperien vs. kleineren Nationalstaaten:
        ..”Eine grössere Anzahl kleiner Staaten gleicht dem Restaurantsektor, über den ich schon gesprochen habe: sie sind volatil, aber eine alle mit sich reissende Krise, wie sie etwa das Bankenwesen heimgesucht hat, ist hier ausgeschlossen. Das liegt daren, dass sich dieser Verband aus vielen unabhängigen, miteinander konkurrierenden kleinen Einheiten zusammensetzt, die jeweils nicht das gesamte System bedrohen und die Macht hätten, es von einem Stadium ins andere umkippen zu lassen.
        Zufälligkeit ist verteilt, nicht konzentriert”..
        N. N. Taleb , Antifragilität, s. 146ff. ( ” Krieg oder kein Krieg ” )

  9. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Was soll man sagen? Gegen ideologische Verbohrtheit ist schwer anzugehen. Und wenn man Kernkraft problematisch sieht, wäre eine Ausweitung in D gar nicht nötig gewesen, wenn es nicht zu dieser völlig absurden Energiepolitik gekommen wäre. Jetzt ist aber das Know-how weg. D war mal führend in Kernkraft-Forschung, genauso wie es mal die “Apotheke der Welt” war. Alles selbstverschuldeter Niedergang.

    Antworten
    • foxxly
      foxxly sagte:

      @ lothar,
      ist dieser artikel ernst zu nehmen, oder ist er inszeniert, weil auf H2 jetzt umgestellt werden soll??

      ich bin zunächst skeptisch!

      Antworten
      • Lothar
        Lothar sagte:

        Die Quelle hört sich seriös an.
        Die American Association for the Advancement of Science, auch genannt „Triple A-S“ (AAAS), ist die weltweit größte wissenschaftliche Gesellschaft und Herausgeberin mehrerer Zeitschriften, darunter Science und Science Advances. Der Leitspruch lautet „advance science and serve society“ (die Wissenschaft fördern und der Gesellschaft dienen), und der Auftrag der Gesellschaft sind der wissenschaftliche Fortschritt und weltweite Entwicklungen zugunsten der Menschheit. Sitz der Gesellschaft ist Washington, D.C.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Lothar

      “denn in der langen vorausgesetzten Betriebszeit von 80 Jahren, die erwähnt wurde, können leicht neue, wirtschaftlichere Energiegewinnungsmöglichkeiten gefunden werden, wie z.B. unterirdischer Wasserstoff.”

      Man sieht daran vor allem, wie extrem ineffizient und energieintensiv der Elektrolyseprozess von Wasserstoff ist, wenn da ernsthaft über Bergbau als kostengünstigere Alternative zur Wasserstoffgewinnung diskutiert wird.

      Vielleicht doch lieber direkt Atomkraftwerke bauen, die jederzeit grundlastfähigen Strom liefern können?

      Antworten

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