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  1. Michael Schnerring
    Michael Schnerring sagte:

    Hr. Stelter spricht ein zentrales Problem an, welches die Rahmendaten des Wirtschaftsstandorts Deutschland eher verschlechtern als verbessern: “es ist kein Vertrauen der Akteure / Investoren in die Politik da und keine Anzeichen in deren Handeln erkennbar, ins Negativ gekippte Standortfaktoren künftig positiv zu entwickeln”.
    Das Vertrauen in die Fähigkeit des Landes, sich (außerhalb der Unternehmen) positiv zu wandeln geht verloren.
    Die Unternehmen selber sind nach wie vor sehr anpassungsfähig und – willig und innovativ:

    – Entbürokratisierung
    – Energiekosten (ganz wesentlich!)
    – Steuerlast
    – Bildungssystem (primar Schule sind das Problem, weniger Universitäten)
    – Infrastruktur

    Versäumnisse auch der Vorgängerregierungen werden nicht konsequent und erkennbar angegangen. In mehreren Jahrzehnten wurde hier zu wenig bewegt.
    Das ist ein ernsthaftes, mittelfristiges Problem. Habe daher große Bedenken, dass Neuinvestitionen zu einem immer geringeren Anteil in Deutschland getätigt werden. Der internationale Wettbewerb nimmt hier zu.
    Hinzu kommt der Mangel an Fachkräften. Das war lange ein Standortvorteil Deutschlands.

    VG:)

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  2. komol
    komol sagte:

    Das sind leider alte Konzepte aus der Endzeit von G3. Es ist vom Zeit- bzw. Weltgeist überholtes Zeug, würde Hegel sagen. Und selbst wenn die G. ein Unternehmen wäre, würde man das so nicht mehr anwenden. Sieht man ja bei den Apples, Alphabets, Facebooks usw.

    Die Verkennung des Zeit- bzw. Weltgeistes liegt aber v.a. auch darin, dass es zwar noch viele gibt, die so denken, aber einen Teufel tun, das öffentl. zu artikulieren. Nicht nur weil sie schlauer sind, also echte akadem. VWLer (die über solche Vorgehensweisen eh schmunzeln bzw. sogar sauer sind, wie ihr Gedankengut hier zum billigsten Preis (nur wegen Eigennützigkeit) verhökert wird), sondern weil sie den Zeit- und Weltgeist eben ansatzweise verstehen, oder zumindest auch nur, dass Politik oder auch das System der Massenmedien nach ganz anderen Spielregeln funktionieren als Wirtschaft – Wirtschaft also eben nicht Gesellschaft ist. Und wenn sie es tun würden, dann auch in einem ganz anderen Stil – Mimik, Gestik, Habitus usw., auch Form! Und die Medienwahl lassen wir mal außen vor :-) Und auch nicht in ner Zeit, wo es von den Falschen noch instrumentalisiert werden könnte.

    Kurzum: Hier wird der Zeit- bzw. Weltgeist nicht nur einfach, sondern fünffach unterlaufen. Ich meine man kann so ja denken, aber wieso äußert man sich damit, und dann auch noch so, und v.a. dort usw. Wo man doch weiß dass es, zumindest sachlich gesehen, nix bringt.

    Da bleibt nur noch eine Schlussfolgerung. Aber nein, die Mikroökonomik ist es nicht, denn sie stimmt nicht. Handlung ist nicht methodolog. individuell, es ist immer eine Interaktion innerhalb von Interkationsketten. Es muss also die Kommunikation selbst sein, welche die Bewußtseine zu ihren Nutzobjekten macht. Es ist ein empirisches Bspl. dafür. Und es gibt tausende davon, überall. Das hängt nicht vom Inhalt oder Thema ab. Nur manche Inhalte und Themen vergehen eben ganz allmählich, andere nicht, und andere sind im Kommen.

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    • komol
      komol sagte:

      Es ist, und das sollte man vllt. nochmal betonen, nicht nur so, dass diese Kommunikation nicht dazu beiträgt, ihren Inhalt in die Realität umzusetzen, sondern im Gegenteil ein Beitrag dazu ist, dass der Inhalt weiter vergeht. Es ist darüber hinaus Hilfeleistung für die Falschen, also die, die daran gar nicht vordergründig interessiert sind, sondern sowas instrumentalisieren, sich intellekt. (vermeintlich) absichern wollen, sprachl. womgl. schnell umformen und ihre Remigrationsphantasien im Gewand der U-Beraters-Brille dann noch als Personalabbau (Standardkonzept der alten U-Berater-Zeit) innerhalb der Dtl.AG versoftisieren könnten usw.usf. Schon allein von daher würde ich solche Kommunikation heutzutage nicht mehr empfehlen – und es machen ja zum Glück auch nur noch wenige.

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      • Alexander
        Alexander sagte:

        @komol

        Obsoleten Nachrichtenportalen kann man keine zukunftswürdigen Ideen anvertrauen,
        Dr. Stelter tut gut daran bekannte Tatsachen an die Phrasendrescher zu verfüttern,
        wenn fest steht was – Hintern – rauskommt.

        Jetzt passiert genau nix,
        warten auf den big bang,
        erst wenn die verkrustete Schlacke weg ist sind Ideen gefragt
        – und werden wieder Perspektiven gezeichnet.

      • weico
        weico sagte:

        @komol

        Sie passen PERFEKT zu diesem heutigen “Zeitenwende”-Deutschland.
        Sehr viel “bla bla” ..und am Ende kommt NICHTS dabei raus.. :-)

        Aber bald kommt ja eine ganz andere “Zeitenwende”…und da wird es mit ihrem “bla bla” dann ziemlich schwierig werden. :-)

      • jobi
        jobi sagte:

        @weico

        Richtig.

        “Vor-Wende” Träumereien und Geschwätz – wird alles abgeräumt werden.

        Und zwar von genau von jenem “Weltgeist”, den @komol auf seiner Seite sieht.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @jobi

        Jaja, der “Weltgeist” sagt es so.

        Vielleicht tun wir den Naturvölkern mit ihren Naturreligionen unrecht, wenn wir sie als primitiv hinstellen, nur weil sie nicht an *den* “heiligen Geist” oder den “Weltgeist” glauben, sondern an irgendwelche Naturgeister? ;)

        “von jenem “Weltgeist”, den @komol auf seiner Seite sieht”

        Die wirklich spannende Frage ist:

        Wo hätte ein staatstreuer Soziologe wie komol den “Weltgeist” verortet, wenn er vor 90 Jahren an einer Universität tätig gewesen wäre?

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        Mit der ” elektronischen Patientenakte ” wird der Schutz persönlichster Gesundheits -und Genom-Daten gesetzlich Versicherter*** an private Investoren / Pharmamafia / buchstäblich verkauft.
        ” Datenschutz” = nur noch blanker Hohn.
        Roland Tichy zur Konstruktion WHO-Pandemievertrag
        ab ca Minute 51/ Alpha Trio:
        https://www.youtube.com/watch?v=dDbr_ngj8l4&t=3100s

        ***Private KV werden e-Patientenakte nicht obligatorisch einführen , noch nicht.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Doc Fischer

        “Private KV werden e-Patientenakte nicht obligatorisch einführen , noch nicht.”

        Ich seh auch überhaupt nicht ein, wieso meine PKV trotz üppiger Beitragszahlungen von mir auch noch ohne meine Zustimmung meine Gesundheitsdaten zu Geld machen dürfen soll.

  3. weico
    weico sagte:

    Schönes Interview !

    Mit den Altparteien lassen sich die positive Verbesserungen, die Hr. Stelter nannte ,aber nicht umsetzen. Auf eine vermerkelte CSU zu hoffen bringt ebenfalls Nichts.
    Die CDU wird zudem kräftig Federn lassen, jetzt wo die Werteunion eine Partei geworden ist.

    “Maaßen sagte in einem am Freitagabend gesendeten Interview dem Sender tv.berlin, die Werteunion wolle die Lücke füllen zwischen der klassischen CDU/CSU, die den Weg verlassen habe, und der AfD, die radikal geworden sei. „Wir stehen für klassische bürgerliche Werte, die Deutschland stark gemacht haben und die die CDU letztendlich auch geprägt haben.“ Die Werteunion sei für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie, Toleranz, aber auch für einen Rückzug des Staates aus dem Leben der Menschen.”

    Man kann nur hoffen, dass im Parteiprogramm der Werteunion auch auf mehr Bürgerbeteiligung gesetzt wir, so wie es ein Ludwig Erhard damals ansprach:

    “Es genügt nicht, dass man das Volk einmal im Jahr an die Wahlurne führt und verführt.”

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article250145084/Werteunion-Maassen-Partei-hat-sich-gegruendet-und-will-Luecke-zwischen-Union-und-AfD-fuellen.html

    Die Kommentare zum Artikel bzw. auch bei “X” , sollen der CDU zu denken geben… :-)

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