Muslime in Deutschland

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Ich habe an dieser Stelle des Öfteren die einseitige politische Kampagne einiger in der Öffentlichkeit als neutral und objektiv wahrgenommener Institutionen, die in Wirklichkeit eine knallharte politische Agenda verfolgen, angesprochen. Prototypen sind das DIW unter Herrn Fratzscher und natürlich die Bertelsmann Stiftung. Wir hatten schon einen Verriss der Studie zur Integration der Muslime in Deutschland. Hier nun die NZZ. Seriöser geht es wohl nicht, oder wollen wir jetzt auch die NZZ in die Nazi-Ecke verfrachten?

  • „Die deutsche Bertelsmann Stiftung hat Ende August eine Studie herausgegeben über die Integration der Muslime in Europa. Sie liest sich über 72 Seiten wie eine einzige Erfolgsmeldung, und das gilt auch für Deutschland. 96 Prozent der Muslime fühlen sich dem Land verbunden, 78 Prozent haben in ihrer Freizeit Kontakt zu Menschen mit einer anderen Religion, die Arbeitslosigkeit bei Muslimen ist sogar niedriger als bei Nichtmuslimen.“ bto: Schon jetzt wissen wir, dass das nicht stimmen kann, sind doch alle offiziellen Datenpunkte genau entgegengesetzt!
  • „Die Studie (…) geisterte erfolgreich durch die Medien. Die Zeit‘ titelte: Integriert, aber nicht gern gesehen‘. Die FAZ‘: Die Integration klappt, die Akzeptanz fehlt‘. Zahlen, zumal von einer angesehenen Stiftung, haben erst einmal eine gewaltige Überzeugungskraft. Bei genauerer Betrachtung fällt aber auf, dass die Studie einseitig gemacht und das Bild auf die Integration der Muslime geschönt ist.“ bto: „Schon wieder!“ mag man da ausrufen!
  • „Nur fünf Prozent der Muslime in Deutschland sollen arbeitslos sein, dagegen sieben Prozent der Nichtmuslime. Die Bertelsmann-Stiftung setzte auf die Selbstauskunft der Studienteilnehmer. Ruud Koopmans, (…) kam 2016 in einer Studie zu einem anderen Befund: Muslime sind in ganz Europa weniger in den Arbeitsmarkt integriert als die sogenannte Mehrheitsgesellschaft.“ bto: Das habe ich bekanntlich auch vorgerechnet. Es ist gerade die muslimische Zuwanderung, die die Armutsquoten nach oben treibt (statistisch!)
  • „In dieser Einseitigkeit der Studie entsteht das Bild von grummelnden deutschen Nachbarn und durchwegs integrationswilligen Muslimen. Das konsequente Fazit müsste lauten, nicht Einwanderer in Integrationskurse zu schicken, sondern Deutsche.“ bto: Das wird ja so auch in der politischen Diskussion von uns gefordert.
  • „Die Universität Münster hat im vergangenen Jahr eine Studie zur Integration von türkischstämmigen Menschen in Deutschland gemacht. Sie wirft auf die Integration ein etwas anderes Licht. So stehen 47 Prozent der Befragten hinter der Aussage: Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe.‘ 32 Prozent denken: Muslime sollten die Rückkehr zu einer Gesellschaftsordnung wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds anstreben.‘ 23 Prozent sind der Ansicht, Muslime sollten es vermeiden, dem anderen Geschlecht die Hand zu schütteln. 21 Prozent bezeichnen ihre Haltung zu Juden als sehr negativ‘ oder eher negativ‘.“
  • „Natürlich geht es bei solchen Integrationsstudien auch immer um einen Kampf der Konzepte und Ideologien. Die Bertelsmann-Studie vertritt eine bestimmte Vorstellung von Integration. Es heisst: Wir verstehen unter Integration nicht die Assimilation an eine wie auch immer geartete Leitkultur.‘ Integration messe sich daran, inwieweit Teilhabe-Chancen verwirklicht werden und Pluralität – auf Basis der Verfassung – lebbar wird‘. Es handelt sich in der Tendenz um ein Multikulti-Modell.“ bto: Es handelt sich um ein Modell, in dem die frühere Mehrheitsgesellschaft sich an eine andere anzupassen hat.
  • „Die Asylpolitik ist in Deutschland notgedrungen ein Thema geblieben, weil die Zuwanderung aus Afrika anhält. Bei der Integration hat sich hingegen eine öffentliche Müdigkeit eingestellt. (…) In so eine Stimmung kam die Bertelsmann-Studie und vermittelte den Eindruck: Alles ist gut, abgesehen von ein paar rassistischen Deutschen, aber die hatten wir ja immer schon. Die meisten Medien nahmen die Nachricht dankbar auf. Die schöne Welt von Bertelsmann ist teilweise eben auch die schöne Welt von Deutschland.“ bto: weshalb ich so besorgt bin. Platzt unsere Wohlstandsillusion, werden wir auf eine soziale Krise zulaufen mit extremsten Folgen. Denn dann wird klar, welche Belastung es ist, Millionen von integrationsunwilligen Menschen auf Dauer die „Teilhabe“ auf Kosten Dritter zu finanzieren.

→ NZZ: „Die schöne Welt von Bertelsmann“, 3. September 2017

21 Antworten
  1. Alexander says:

    „Eine knallharte politische Agenda“ ist ein zauberhafter Ausdruck, Herr Fratzscher würde es Verschwörungstheorie nennen, wenn nicht die UN – replacement migration – veröffentlicht hätte.
    https://www.un.org/esa/population/publications/migration/migration.htm

    Über den Wert von demokratischen Institutionen kann man geteilter Ansicht sein, wenn diese ihre Aufgabe „zum Wohle des Volkes“ dahingehend umdeuten, dass es um Bestandserhaltung der Anzahl Steuerzahler zu gehen scheint.
    In keinem Fall muss man sich solche Pläne von vollkommen undemokratisch installierten „Institutionen“ gefallen lassen.
    Den Unionskompromiss über die Zuwanderung von 200.000 zusätzlichen Arbeitskräften lehne ich deshalb ab. Obwohl ich selbst Beispiele von -erfolgreichster- Integration kenne, möchte ich darauf
    hinweisen, dass es immer vom Zahlenverhältnis abhängt. Sobald sich (migrierte) Deutsche zu integrieren haben, endet das bisherige Geschäftsmodell. Gunnar Heinsohn hat dazu diese Gedanken veröffentlicht: http://www.achgut.com/artikel/integration_sieben_thesen
    Vielen Dank!

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  2. juergen hienzsch says:

    „Nähe zur AFD „, aber was ist daran denn so schlimm?!
    Immerhin ist die AfD die einzige demokratische Partei im Bundestag.

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    • Wolfgang Selig says:

      Die AFD ist die einzige Partei, die die Rechtsbrüche von Frau Dr. Merkel gegen die Dublin-Regeln als solche benennt und einen Untersuchungsausschuss fordert. Das ist sicher demokratisch und rechtsstaatlich. Aber wer wie BT-Fraktionschef Gauland behauptet, die Leute wollen Herrn Boateng nicht als Nachbarn haben, lebt m.E. schon in einer besonderen Welt. Jedenfalls nicht in meiner oder meines Umfeldes. Boateng ist in Berlin geboren, in Deutschland aufgewachsen und hat eine deutsche Mutter und die deutsche Staatsbürgerschaft sowie keine öffentlich bekannten juristischen oder moralischen Verfehlungen begangen. Ich würde ihn liebend gerne gegen meinen mit wohl über 300 Jahre biodeutschen Vorfahren gesegneten anstrengenden Nachbarn eintauschen. Für mich haben Leute wie Herr Gauland ein Problem mit Hautfarben, die von seiner abweichen, und das führt dazu, dass viele Leute seine gerechtfertigten Kritikpunkte gar nicht erst anhören. Was schade ist. Und darunter leidet unser Land.

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      • qed says:

        Daß Gauland gar nicht wußte, wer Boateng ist, wissen Sie aber schon. Und Daß Sie wie ihr gescholtener Nachbar der „Köterrasse“ angehören, auch. Mannomann. Zumindest hier hätte ich mit sowas Dünnem nicht gerechnet.

    • Dietmar Tischer says:

      @ juergen hienzsch

      Man kann ja für die AfD sein.

      Aber zu behaupten, dass es die EINZIGE demokratische Partei im Bundestag ist, bezeugt lediglich, dass Sie nicht urteilsfähig sind.

      @ Wolfgang Selig

      Man kann lange darüber diskutieren, für was Herr Boateng steht, und ob die Leute gerade IHN als Nachbarn haben oder nicht haben wollen.

      Ich sehe es als gegeben an, dass es einer ansehnlichen Anzahl von Bewohnern des Landes nicht gefällt, immer mehr Menschen begegnen zu müssen, die nicht dem entsprechen, was sie mit Deutsch verbinden und die daher wünschen, dass der Zuzug gestoppt wird.

      Wenn Herr Gauland das thematisiert, kann er das tun. Es hat etwas mit Abgrenzung, aber nichts mit Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus zu tun.

      Die Menschen haben ihn gehört und sie haben gewählt – diejenigen, die sich durch ihn in ihrer Auffassung bestätigt fühlen, die AfD.

      Die andern haben andere Parteien gewählt.

      Wo ist das Problem?

      Ich sehe hier keines, anders als bei der Aussage mit der Entsorgung.

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  3. Dietmar Tischer says:

    Es kommt erst einmal darauf an, was man unter Integration versteht.

    Schon da beginnt der Nebel, hier ein Beispiel nicht nur für Integration überhaupt, sondern auch schon für GELINGENDE Integration:

    >„Es ist für mich gelingende Integration, wenn Sprache und Eigenengagement passen.“>

    Das hat der CSU-Spitzenpolitiker Scheuer gesagt als Weidel die ZDF-Wahlsendung verließ, ohne ihm zu antworten.

    Sie hätte sagen können:

    Wenn sich demnach z. B. ein Zugezogener zum Betteln niederlässt und ein Schildchen vor sich stellt mit der Aufschrift „Bitte um eine Spende“, dann ist die Integration gelungen. Denn Sprache und Eigenengagement passen.

    Das ganze Gerede und das Geschachere, z. B. um eine Obergrenze bei der Zuwanderung, hat einen gewissen Unterhaltungswert.

    Immer wieder kommt jedoch der Tag der Wahrheit wie jüngst bei den Wahlen, wo nicht mehr geredet, sondern abgestimmt wird.

    Seit dem Ergebnis sehen viele klarer, auch Grüne nehmen jetzt „Heimat“ in den Mund…

    Insoweit ist das ein Prozess, der demokratisch abläuft und an sich kein Aufreger sein sollte.

    Leider ist aber auch richtig:

    >Platzt unsere Wohlstandsillusion, werden wir auf eine soziale Krise zulaufen mit extremsten Folgen. Denn dann wird klar, welche Belastung es ist, Millionen von integrationsunwilligen Menschen auf Dauer die „Teilhabe“ auf Kosten Dritter zu finanzieren.>

    Die Krise muss man freilich nicht jetzt schon anheizen mit Aussagen wie „Millionen von INTEGRATIONSUNWILLIGEN“ Menschen.

    Damit gießt man Öl ins Feuer.

    Wer z. B. die Befolgung der Gebote seiner Religion für wichtiger hält als die Befolgung der Gesetze des Staates stellt ohne Zweifel ein nicht zu unterschätzendes INTGRATIONSRISIKO dar. Es kommt letztendlich aber darauf an, WIE er sich FAKTISCH verhält. Präferenzen können sich ändern, selbst wenn sie kulturell geprägt sind. Freilich bedarf es dazu erheblicher Anstrengungen AUCH unsererseits und auch drastischer Sanktionen, wenn unser Bemühen vergeblich sein sollte.

    Was ist mit denen, die fundamental andere Präferenzen haben, aber dennoch einen sehr ordentlichen Beitrag zum BIP leisten. Sind die integrationsunwillig?

    Integrationsunwillig ist jedenfalls noch lange nicht, wer sich nicht 1:1 wie Deutschstämmige verhält und auch diejenigen sind es per se erst recht nicht, wenn sie bei aller Anstrengung keine Arbeit finden, mit der sie sich ernähren können.

    Wir sollten uns darüber VERSTÄNDIGEN, was wir wollen SOLLTEN im Rahmen des zu erwartenden MÖGLICHEN.

    Wer Zuwanderer aufnimmt, muss damit rechnen und EINVERSTANDEN sein, dass sich Standards verändern.

    Die Frage ist allerdings, welche in welchem Maße es sein DÜRFEN.

    Unserem vor allem durch die Aufklärung geprägtem Selbstverständnis nach gibt es verhandelbare und nicht verhandelbare Standards und Regeln.

    Wer sich darauf nicht einlassen will, muss die Grenzen schließen – auch für integrationsfähige und integrationswillige Zuwanderer und selbst für diejenigen unter ihnen, die wir gern bei uns hätten, weil sie auf Grund ihrer Qualifikation nicht nur einen Beitrag für ihren, sondern auch unseren Wohlstand leisten würden.

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    • Alexander says:

      Wir haben natürlich das Problem fehlender Fachkräfte. Ich verorte die Ursache aber nicht in der Quantität, sondern in fehlender Kaufkraft von Einkommen in diesen Mangelberufen. Marktwirtschaftlich ein Widerspruch in sich, daher Marktwirtschaft?
      Da weder Elterngeneration noch Berufseinsteiger Lohnpreise setzen können, orientiert man sich nach besseren Einkommen durch Bildung ( https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/fachkraeftemangel-durch-pseudo-akademisierung/ ) . Frisch zugewanderte geben sich aufgrund verschiedener Barrieren (Sprache, Sozialisation, Vernetzung) mit geringeren Chancen zufrieden und ergreifen z.B. Pflegeberufe (Migranten aus GUS, Bulgarien, Rumänien, Polen, Slowakei …), aber nur in dieser Generation, danach Aufstiegsfortbildung.

      Wenn der Zins makroökonomisch falsch gesetzt ist, muss er zwangsläufig mikroökonomisch falsche Preise bewirken – eben auch in Löhnen im Verhältnis zu gestiegenen Vermögenspreisen (Miete, Kfz, Vorsorge). Dieses Problem weist erneut auf die Politik hin, die es sich jetzt gerne wieder leicht macht und per Schöpfkelle überschüssige Menschen aus der Sub-Sahara Zone nach Europa verpflanzt, anstelle ihre Aufgaben zu lösen.

      Ich finde diese Verpflanzung von Menschen inhuman. Entwurzelte Zuwanderer sind dadurch ebenso betroffen wie gering begabte schon länger hier lebende, die sich zunehmend prekären Einkommensverhältnissen ausgeliefert sehen, denn ein Überschuss an Arbeitsangebot geringer Qualifikation sorgt für schlechte Preise – hier funktioniert die Marktwirtschaft ohne Widerspruch.

      Den planwirtschaftlichen Ideen für starke (eventl. gesetzl.) Lohnsteigerungen möchte ich entgegnen, dass nicht nur Löhne falsch sind sondern auch viele Kalkulationen für Anlagen/LKW/Produktionsmittel – einem verzerrten Markt geschuldet…

      Antworten
      • Dietmar Tischer says:

        >Wenn der Zins makroökonomisch falsch gesetzt ist, muss er zwangsläufig mikroökonomisch falsche Preise bewirken – eben auch in Löhnen im Verhältnis zu gestiegenen Vermögenspreisen (Miete, Kfz, Vorsorge). Dieses Problem weist erneut auf die Politik hin, die es sich jetzt gerne wieder leicht macht und per Schöpfkelle überschüssige Menschen aus der Sub-Sahara Zone nach Europa verpflanzt, anstelle ihre Aufgaben zu lösen.>

        Sie verknüpfen Dinge, die man einfach nicht so verknüpfen kann – wenn man ernst genommen werden will.

        Sorry, dass ich das so hart sage, aber ihre Ausführungen geben nichts anderes her.

        Selbst wenn die Politik Menschen aus der Sub-Sahara Zone verpflanzte, würde sie es sich nicht leicht dabei machen. Die letzten Wahlen haben ihr präsentiert, welche Quittung es dafür gibt.

        Abgesehen davon:

        Die Politik verpflanzt keine Menschen aus der Sub-Sarah Zone nach Europa.

        Sie KOMMEN nach Europa gegen unseren Willen, weil sie in der Sub-Sarah Zone keine Lebensperspektiven haben (um es einmal etwas unbestimmt zu lassen).

        Das Problem ihres Kommens liegt dort, wo sie herkommen.

        Bei uns liegt es, weil wir sehr wohlhabend sind und nicht, weil es ich jemand zu leicht macht.

      • Dietmar Tischer says:

        @ Alexander

        Sie kommen jetzt mit der These, dass Migration generiert und gelenkt wird, um gegen andere Staaten gerichtet eigene nationale Ziele zu erreichen.

        Es wäre verwunderlich, wenn es das nicht gäbe bei dem Impact, den Migration hat.

        Klar, damit wird auch Politik gemacht und die Migration hat nicht nur nationale Effekte, sondern auch welche zwischen Nationen.

        Das ist ein Thema, aber nicht das, was Sie hier auflegen.

        IHR Thema ist eine vermeintlich falsche Geldpolitik („Zinssetzung“), für die nicht die Politik, sondern die Zentralbank verantwortlich ist. Und eine derartige Zinspolitik soll nun dazu geführt haben, dass Menschen aus Afrika zu uns verpflanzt werden.

        Dafür gibt es keinen vernünftigen, ökonomisch nachvollziehbaren Mechanismus.

        Das ist einfach nur zusammengestoppelt.

      • SB says:

        @Dietmar Tischer:

        „Die Politik verpflanzt keine Menschen aus der Sub-Sarah Zone nach Europa.
        Sie KOMMEN nach Europa gegen unseren Willen, weil sie in der Sub-Sarah Zone keine Lebensperspektiven haben (um es einmal etwas unbestimmt zu lassen).“

        Das ist doch grober Unfug! Sie kommen, weil sie von Merkel & Co eingeladen wurden und hier ohne jede Gegenleistung daueralimentiert werden. Das ist der einzige Grund. Ansonsten wären schon vor 2015 Abermillionen hier aufgeschlagen.

        Und selbstverständlich wird Migration gelenkt. Dafür hat ein funktionierender Staat Grenzen und steuert die materiellen Anreize. Zudem gibt es in einem solchen funktionierenden Staat ein Einwanderungsgesetz.

        In D gibt es all dies nicht. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass dies Zufall ist?

      • Dietmar Tischer says:

        @ SB

        Da Sie offensichtlich nicht verstehen, was Sie sagen, buchstabiere ich es Ihnen vor.

        Sie behaupten:

        a) Merkel lädt die Zuwanderer ein

        b) Zuwanderer werden hier ohne jegliche Gegenleistung daueralimentiert

        c) die Behauptungen a) + b) sind der einzige Grund, warum so viele Menschen zu uns kommen.

        Zu

        a) Merkel lädt sie ein, obwohl dadurch die Ablehnung ihrer Politik wächst. Sie will das weiterhin tun und damit erreichen, dass die AfD sie bzw. die CDU irgendwann pulverisiert. Um ihre Zuwanderung richtig in Schwung zu bringen, hat sie südlich der Sahara und in Nordafrika den Regierungen Hunderte von Millionen Euro gegeben.
        Merkel hat darüber hinaus Selfies gemacht und mit lächelnden Zuwanderern die Leute aufgefordert, in großer Zahl zu kommen. Wenn sie einem weinendem Flüchtlingsmädchen sagt, dass nicht jeder in Deutschland bleiben kann, hat sie geflunkert, was auch jeder so verstanden hat – ein kleiner Scherz für die Kamera eben.

        Und die Leute machen sich in Scharen auf, weil – wie sie mittlerweile auch über Handys erfahren können –, die Reise ein Vergnügen ist: Mit viel Geld kommt man auf einen LKW und erreicht – wenn man in der Sahara nicht liegengelassen wird – Libyen. Dort wird man komfortabel untergebracht. Dann bezahlt man noch einmal Geld und besteht den letzten Test: Man ertrinkt nicht im Mittelmeer, sondern erreicht Italien, wo es ebenfalls gemütlich ist. Schließlich hat man es nach Deutschland geschafft.

        b) Natürlich müssen die Zuwanderer kein Deutsch lernen und nichts leisten. Registrieren lassen müssen sich auch nicht und sie fahren im Land umher, wie sie wollen. Überall warten Unterkunft und Essen auf sie. Und das geht auf ewig so, abgeschoben wird niemand, nicht einmal die, die kriminell geworden sind.

        z) Armut und Hoffnungslosigkeit in Afrika oder anderen Teilen der Welt? Wo soll es denn so etwas geben? Nein, die Leute kommen auf Einladung.

        Das ist Ihre Geschichte.

        Ich kann nicht verhindern, dass Sie den Blog missbrauchen.

        Aber lassen Sie mich zukünftig in Ruhe damit.

      • SB says:

        @Dietmar Tischer: Gerne lasse ich Sie in Ruhe. Schlafende soll man ja bekanntlich nicht aufwecken. ;-)

        PS: Sie verstehen es Realitätsverweigerung zur Perfektion zu treiben.

  4. Michael Stöcker says:

    OT

    Zur Causa Raffelhüschen/Judaslohn meldet sich auch Norbert Häring zu Wort: http://norberthaering.de/de/27-german/news/899-faz-rente

    @ Dietmar Tischer: Ja, kontrollierte Bankinsolvenzen gehen letztlich auch zu Lasten des fiktiven Kapitals aka private Altersvorsorge. Dank Schröder, Maschmeyer und Co. haben wir nun den Salat und die Steuerzahler müssen diese Fiktionen mittels zusätzlicher Schuldeninfusion aufrecht halten.

    Die Verwalter der Illusionen manipulieren derweil in immer dreisterer Weise die öffentliche Meinung und die Medien spielen mit, da sie am Tropf der Werbeeinnahmen hängen. Hier ist der Strukturwandel am nötigsten und zugleich wenig wahrscheinlich. Ineffizienzen und Fehlallokationen drücken nicht nur das Zinsniveau sondern zugleich den realen Wohlstand nach unten. Bullshit-Jobs (David Graeber) ohne Ende. Sie kennen meinen Spruch hierzu: Banker in die Pflege; denn die haben jahrelange Erfahrung im auf die Kacke hauen.

    LG Michael Stöcker

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  5. Dietmar Tischer says:

    Zu Häring nur so viel:

    Man kann den FAZ-Artikel und seinen Autor kritisieren. Das ist durchaus angebracht.

    Man kann aber nicht so kritisieren:

    >Selbst die leicht erkennbare Dümmlichkeit von Raffelhüschens Fairness-Argument für den Nachhaltigkeitsfaktor, jede Generation werde darauf geprüft, „wie viele oder wenige Kinder sie in die Welt gesetzt hat“, und bei der Rente entsprechend behandelt, fällt dem FAZ-Autoren nicht auf, oder er will sie nicht sehen. Warum soll es fair sein, dass die Eltern von vier Kindern eine niedrige Rente bekommen, weil es in ihrer Generation so viele gibt, die sich wegen der Benachteiligung derer mit Kindern bei Zeugung und Aufzucht zurückgehalten haben.

    Unabhängig davon, ob Raffelhüschens Bemerkung dümmlich ist oder nicht:

    Raffelhüschen bezieht sich auf GENERATION und deren Kinderzahl, Häring argumentiert dagegen mit ELTERN und 4 Kindern.

    Wer den Unterschied nicht wahrnimmt oder nicht wahrnehmen will, ist schlichtweg inkompetent.

    Sie schieben das Problem der Altersarmut auf Schröder, Maschmeyer und Co.

    Selbst wenn es die nie gegeben hätte, würden wir mit dem Problem der Altersarmut konfrontiert.

    Noch nie etwas von Globalisierung (internationale Arbeitsteilung mit Jobs woanders, die Jobs bei uns entwerten) oder Demografie gehört?

    Man kann das Mackenroth-Theorem drehen wie man will:

    Wenn die Globalisierung und demografische Entwicklung so sind wie sie sind, dann wird der Sozialaufwand derart steigen, dass er das Normalmaß der Vergangenheit erheblich übersteigt.

    Entweder verteilt man dann um mit der Folge, dass noch weniger Volkseinkommen geschaffen wird und es letztlich noch weniger zum Umverteilen gibt, ODER man muss überlegen, wie man das Volkseinkommen steigert, um zu einer verträglichen Umverteilung zu kommen.

    Ich will die Rentenfrage nicht zum Thema hier machen und auch nicht die private Altersvorsorge als Allheilmitte preisen.

    Man muss allerdings bestimmt Lösungen an der Problematik messen, BEVOR man sie in die Pfanne haut.

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  6. Johannes says:

    Die meisten Menschen in Deutschland, die muslimischen Glaubens sind, sind Türken oder türkisch stämmige Deutsche. An dieser Stelle erinnere ich an die europaweit durchgeführte Studie zur Integration von Türken in der zweiten Generation. Diese Studie wurde pikanterweise in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung veröffentlich und ist hier zu finden:

    https://www.imis.uni-osnabrueck.de/fileadmin/4_Publikationen/PDFs/imis39.pdf

    Die Studie umfasst 212 Seiten und ist differenziert.

    Die Integration von Türken der zweiten Generation steht danach europaweit inzwischen auf der Kippe. Die Neigung tendiert zum Abgrund. Ein Herr Erdogan befeuert zunehmend die aufkommende Distanz zwischen diesen jungen Menschen und den sie aufnehmenden Gesellsschaften.

    Diese Gruppe scheint verloren zu gehen. Warum?

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  7. Martin Ohlsen says:

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter,

    Ihrer Argumentation mit einer sozialen Krise und extremen Folgen, falls sich die Wirtschaftslage in D verschlechtert und offen zutage tritt, was die illegale Immigration kostet, kann ich nicht ganz folgen. Man kann sich nicht einerseits am wohligen Gefuehl laben, das ‚Richtige‘ zu tun, und sich andererseits beklagen, dass die Rente nicht reicht, oder netto zu wenig zum Leben bleibt, oder der Staat die Steuerschraube weiter anzieht. Die Mehrheit der Mittelschicht (die es bezahlen wird) hat diesen rechtswidrigen Kurs immer wieder bei Wahlen bestaetigt und den persoenlichen Angriffen auf alle, die anderer Meinung waren, schweigend zugesehen. Nun sollte die Rechnung auch ohne Murren beglichen werden.

    „You cannot have the bottle full and the wife drunk.“

    Mit freundlichen Gruessen in den grossen Kanton,
    Martin Ohlsen

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    • MFK says:

      Das sehe ich genauso. Die Mehrheit der deutschen Wähler will diesen Kurs, wobei bei mir nur hinter der FDP noch ein Fragezeichen steht. Warum das so ist, ist eine andere Frage. Als Demokrat muss man das hinnehmen, man kann nur für sich selbst Konsequenzen hieraus ziehen.

      Antworten
    • Dietmar Tischer says:

      Unabhängig davon, ob etwas „rechtswidrig“ war oder ist, vermischen Sie die Dinge:

      Ja, wenn die Menschen das bekommen, was sie mehrheitlich für angebracht und richtig gehalten und immer wieder mit Wahlen bestätigt haben, dann können sie hinterher nicht andere dafür verantwortlich machen. Sie müssen die Folgen akzeptieren.

      DENNOCH kann es zu einer sozialen Krise kommen, wenn sich die Wirtschaftslage in Deutschland verschlechtert.

      Das ist dann der Fall, wenn die Erwartungen nicht mehr hinreichend erfüllt werden können – und DAHER die Folgen der vorherigen EIGENEN Fehleinschätzung nicht akzeptiert werden.

      Das eine schließt das andere nicht aus.

      Die Menschen sind nicht konsequent.

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