Die Ruhe in Europa ist nur vorübergehend

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Die Ruhe in Europa ist nur vorübergehend, meint Paul De Grauwe, hoch anerkannter Professor an der renommierten London School of Economics. Wie auch ich hält er die fundamentalen Probleme der Eurozone für ungelöst. Zitat: „Die vorherrschende Meinung scheint zu sein, dass die eingeleiteten Reformen genügen, dazu gehört etwa die Bankenunion. Doch die Politiker leben in einer Scheinwelt. Ich glaube nicht, dass die bisherigen Anstrengungen ausreichen. Der Schritt zur Fiskalunion muss kommen, und dazu gehören auch Transferzahlungen. Diese Diskussion ist in manchen Staaten aber sehr schwierig. Eurobonds sind ebenfalls nur im Rahmen einer Fiskalunion denkbar. Auch diese Debatte ist verstummt. Im Moment verschließt die Politik die Augen vor der Realität. Die Ruhe ist aber nur vorübergehend.“

Was er jedoch nicht sagt: um welche gigantischen Beträge es bei der Transferunion geht und vor allem, welche weiteren Lehren aus Transferunionen zu ziehen sind. Mehr als drei vermutlich eher fünf Billionen Euro faule Schulden müssen aus der Welt. Italien (Nord und Süd) und Deutschland (West und Ost) beweisen die Wirkung von Transferunionen. Unterschiede werden verfestigt, nicht behoben. Der Transfer dauert ewig.

FINANZ und WIRTSCHAFT: Die Ruhe in Europa ist nur vorübergehend, 19. März 2014

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